ju habm ; b"zapfkn - le statt. ®tf!- bestimmte " Vkssen ästs-Vmins. [Iiafi. nburg. Abgang erstand. ) das von meinen | ma B-fiescliäfi derselben Arm , Ach zrschlnksk und wird es mein i derselben strcnz das Neueste i« 5 Fuhr. , Hermann Wagner Bwirthung * ".eudisst- V»-""«"' Sä» iS **"(?s SS/B'*’* jcr. Mo. 155. Sonntag, den 8. Juli 1899. Kictzener HtWiger Anstizc- md Amtsblstt fit den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. (Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Pf. Amtlicher H y ei l. B e k a n n t m a ch u n g. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der ProvinzialauSschnß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Laus der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen am 6. Juli 1877. Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. v. Röder. B e k a ll n t m a ch u n g. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Kreisausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Laus der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen, den 6. Juli 1877. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. v. R ö d e r. politisch Wochenübersicht. Unser Kaiser erfreut sich in Ems fortwährend des besten Wohlseins. Eine besondere Freude machten ihm die Schüler der Barmer Realschule, welche unter Leitung ihrer Lehrer Exercirübungen vor ihm ausführten. Von hoh^n Personen fand sich Prinz Heinrich der Niederlande zum Besuch bei dem Kaiser ein. Zu welchem Zweck der französische Botschafter, v. Gontaut - Biron, nach Ems gekommen ist, weiß alle Welt; Niemand läßt sich indeß durch seine gleiß- nerisch friedfertigen Worte über Frankreichs wirkliche Gesinnungen gegen Deutschland täuschen. Der Kriegsminifter v. Kameke ist wohl auch nicht ohne Grund in Ems eingetroffen. — Der Kronprinz wohnte am 29. Juni der Feier des 200jährigen Bestehens des Königs-Grenadier-Regiments in Stettin bei. Fürst Bismarck hat seine Kur in Kissingen beendet und ist am 1. d. Mts. nach Berlin zurückgekehrt, aber schon am Tage darauf, nachdem er eine dreistündige Unterredung mit dem Kronprinzen gehabt und die Besuche der Botschafter von Rußland und Italien empfangen, nach seinem Gute Schönhausen abgereist. Der Staatssecretär des auswärtigen Amtes, v. Bülow, hatte einige Tage vorher seinen Urlaub angetreten. Während ein zweiter, vom deutschen Central-Comit6 der Vereine zur Pflege verwundeter und erkrankter Krieger hergestellter Sanitätszug nach dem russischen Kriegsschauplätze an der Donau abgegangen ist, hat der preußische Johanniterorden ein Unterstützungs- Gesuch des Vereins zur Pflege türkischer Verwundeter in Konstantinopel mir der Hinweisung darauf, daß der Orden seine Thätigkeit statutengemäß auf die Pflege von Christen beschränke, abgelehnt. Das deutsche Panzergeschwader ist am 1. d. Mts. in Port-Said (Aegypten) eingetroffen. Dem Bundesrath ist kurz vor seiner Vertagung noch eine neue Eisenbahnvorlage zugegangen, welche ebenso wie die in der vorigen Reichstags-Session genehmigte die Verbindung von Metz mit dem Rhein erleichtern und zu diesem Zweck eine directe Verbindung zwischen Metz und Saarlouis, sowie zwischen Saarlouis und Neunkirchen Herstellen will. Die Ausschreibung der neuen Reichsanleihe von 43 Mill. Mark hat einen glänzenden Erfolg erzielt, indem dieselbe achtfach überzeichnet wurde. Das Reichspatent-Amt ist am 1. Juli in Thätigkeit getreten. Das Reichsgesundheits-Amt hat im Verein mit dem preußischen Landwirthschafts-Ministerium den aus einem Felde bei Mülheim a. Rh- ausgetretenen Coloradokäfer mit Erfolg bekämpft. Der König von Bayern hat den als energischen Gegner der ultramontanen Bestrebungen bekannten Geheimerath Rudhart, bisherigen Geschäfts- träger in Paris, an Stelle des in Ruhestand getretenen Freiherrn v. Perglas zu seinem Gesandten in Berlin ernannt. Zugleich verlautet, daß der Posten in Paris nicht wieder besetzt werden solle. Der bayerische Landtag ist am 2. d. Mts. wieder eröffnet worden. Die zur extremen Sigl'schen Volkspartei gehörenden Abgeordneten sollen beschloffen haben, ihre schroffe Haltung gegen die Gemäßigten von der Jörg'schen Partei festzuhalten; jedenfalls werden sie ihr Verhalten nach den Winken des nunmehr in München eingetroffenen neuen päpstlichen Nuntius Masella etnrichten. In Oesterreich und noch mehr in Ungarn hat in Folge der letzten Parlaments-Verhandlungen ein förmlicher Umschwung der öffentlichen Meinung über die orientalische Frage stattgesunden. Die Ungarn gewann der Minister- Präsident Tisza, indem er eine so „schöne" Rede hielt, daß selbst der Kaiser ihn telegraphisch dafür beglückwünschte. Seitdem hat die Regierung vollkommen freie Hand für die von ihr in Aussicht genommene Action bekommen und ist das Wort „Bereitschaft" das Loosungswort des Tages geworden. In der Ausgleichs-Angelegenheit sieht man, nachdem beiderseits Sub-Comit^s gewählt worden sind, welche über die Streitpunkte mündlich mit einander verhandeln er H h ei L sollen, einer Einigung auf der Grundlage des bisher bestehenden Quotenver- hältniffes von 30:70 entgegen. Die von den Czechen in Böhmen beabsichtigte Hußfeier ist als eine die Katholiken beunruhigende Demonstration verboten worden. Die in dem englischen Ministerium vorhandene Doppelströmung schien in letzter Zeit zu einer Ausscheidung eines Theiles deffelben führen zu sollen, doch hat man die Austragung der Meinungsverschiedenheit noch einmal vertagt. Der durch den üblen Empfang des englischen Milirärbevollmächtigten, Obersten Wellesley, Seitens des Großfürsten Constantin veranlaßte Zwischenfall ist in befriedigender Seite beigelegt worden. Aus den Verhandlungen des Unterhauses ist die Verwerfung des alljährlich von Trevelyan gestellten Antrages auf Erweiterung des Wahlrechts zu erwähnen; die bedeutende Minorität (220 gegen 276) läßt indeß die Erwartung gerechtfertigt erscheinen, daß der Antrag im nächsten Jahre durchgehen wird. Der belgische Senat har das Gesetz über die Wahlresorm, nachdem er den Paragraphen, welcher die Wahlbeeinfluffung durch die Geistlichkeit privi- legirte, unter Zustimmung der Regierung ausgemerzt hatte, mit 50 gegen 1 Stimme genehmigt. Die französische Regierung fährt in ihren Maßregeln zur Erzielung eines ihr günstigen Resultates der bevorstehenden Neuwahlen zur Deputirten- Kammer energisch fort. Der Minister des Innern hat es in einem Rundschreiben an die Präfekten offen ausgesprochen, daß die Regierung das Recht und die Pflicht habe, die Candidaten, denen sie den Vorzug gebe, zu bezeichnen und so die allgemeine Abstimmung zu leiten. Seitdem es seststeht, daß die Mission des Cardinal-Erzbischofs Guibert beim Papste von Erfolg begleitet war und der Vatican versprochen hat, die Regierung durch den Einfluß der Geistlichkeit auf die Wahlen zu unterstützen, auch ohne daß sie mit ihren klerikalen Tendenzen offen hervorzutreten brauchte, hält man einen Wahlsieg der Regierung gar nicht mehr für unwahrscheinlich. Uebrigens hat der Marschall Mac Mahon schon jetzt durch den Inhalt des Tagesbefehls, den er aus Anlaß der großen Heerschau vom 1. d. Mts. an die Truppen richtete und in welchem er die Erwartung aussprach, daß sie ihm beistehen würden, die Achtung vor der Staatsgewalt bei der Ausübung der Mission, die er bis an's Ende erfüllen werde, aufrecht zu erhalten, deutlich genug kundgegeben, daß er nicht gesonnen ist, vor dem allgemeinen Stimmrecht zu weichen, falls daffelbe wider ihn ausfallen sollte. Leider werden die Aussichten aus kriegerische Verwickelungen mit Italien und Deutschland, zu. denen der Vatican die französische Regierung aufhetzt, auch durch eine Wahlniederlage der letzeren nicht vermindert. Der Papst ist fortwährend sehr schwach und leidet neuerdings, abgesehen davon, daß ihm die Füße den Dienst versagen, an bedenklichen Schwin- delansällen. In Folge deffen hat er den Cardinal-Vorständen der Congregationen die Erledigung gewisser Geschäfte übertragen; doch läßt er sich nicht abhalten, die Audienzen fortzusetzen. So empfing er jüngsthin noch einige Officiere der früher» päpstlichen Armee und tadelte bet dieser Gelegenheit, unter deutlicher Anspielung auf Frankreich, Diejenigen, welche aus Furcht vor dem Namen „klerikal" Bedenken trügen, sich öffentlich als seine Freunde zu zeigen. In der päpstlichen Curie herrscht unterdeß rege Thätigkeit, um Alles auf die Ausführung der von ihr geplanten großen Action vorzuöereiten; durch den Cardinal- Erzbischof Guibert hat sie von Frankreich das Versprechen einer Wiederherstellung des Kirchenstaates erlangt; durch den neuernannten Cardinal-Erzbischof Kutsch- ker von Wien hat sie mit der österreichischen Regierung ein Einverständniß über gewiffe Fragen der inneres Gesetzgebung, wie Ctvilehe, Schulangelegen- hetten u. dergl. hergestellt; selbst mit Rußland führt sie gegenwärtig Unterhandlungen über die Stellung der Kirche in Polen. Mittlerweile beschäftigen mit c. Heinrich Kchmio^ alt 29 I. 10 M. 4 T^e^n^^ulst Auszug a. d. Standesamtsregistern des Standesamts Glesten. Vom 1. bis 7. Juli 1877. Am 2. Juli, gegen Margaretha Müller von Alt-Wiedermus, wegen KtndeS- mords, Zuchthausstrafe von 4 Jahren. ‘ . Denselben, gegen Johannes Müfler von Billertshausen, wegen Körperverletzung, Gesängmßstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, sowie eine an den Beschädigten zu bench- t'gende Geldbuße von 600 jt 1 Am 3. Juli, gegen Heinrich Lang von Lehrbach, wegen angeschuldtgter Brand- , stiftung — nachdem bte Geschwornen daS «Ntchtschuldlg" ausgesprochen — auf Fret- P Am 4. Juli, gegen Alexander Matthias von Gießen, wegen Körperverletzung lödtlichem Erfolg, Grfängmtzstrafe von 5 Jahren. Den 5. Juli, wegen Diebstahls und Hehlerei: a. gegen Conrad Appel von Londorf, Zuchthausstrafe von 3 Jahren; b. gegen Heinrich Damm von Ockstadt, Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, an welcher jedoch 3 Monate als durch die Untersuchungshaft bereit« verbüßt, in Abzug kommen, sowie gegen Ferdinand Klein'- Ehefrau von Ockstadt, Gefangnrßstrafe von 3 Mo- Den 6™^ult, gegen Johannes Strauch von Krainfeld, wegen Meineids, Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten. Denselben, gegen Peter Bieber von Mittel-Gründau, wegen angeklagten Mein- eids, — nachdem die Geschworenen ein „Ntchtschuldig" ausgesprochen hatten — auf Freisprechung. ba nä$ften Woche werden nur noch zwei Fälle zur Verhandlung kommen, und g f Vormittags 9 Uhr, gegen Conrad Göres von Ossenheim, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit; Bertheid.: Gr. Hofg.Advocat ^-Eckstein. Den 10. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Wilhelm Reinas von Michelbach, wegen Todtschla'gs; Bertheid.: Gr- Hofg-Advocat Dr. Muhl. ®tc6cn 7. Juli. Das gestrige Concert der österr.-ungar. Knaben-Kapelle war sehr besucht und ernteten die jungen Künstler für ihre recht tüchtigen Leistungen den reichsten Beifall. Leider wurde "das Concert durch die ungünstige Witterung lm 3. Therl bcnachtherlrgt und mußte sich das Publikum vor dem eingetretenen Rcgenwetter in den Saal fluchten, wo dann noch manche Piece über das Programm gespielt wurde. sich bte T-rdinäle viel mit dem bevorstehenden, Eonclave und sind über gewtsie Anordnungen, die der Papst über die Modalitäten desielben getroffen hat, nicht wenig verstmrmN ien ^^der einmal Angst vor einer Verschwörung zu haben, denn die Regierung hat die Verhaftung des früherenMmtstn-PrS- sidenten Zorilla und zweier ehemaligen Deputirten durch die Pariser Po z veranlaßt. am Starnberger See gestorben. Hesterreich. Wien, 5. Juli. Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Rom: Cardinal Simeoni bereite ein Rundschreiben an die Bischöfe vor, welches diese mstruir, tote weit sich der Klerus mit Rücksicht auf die modernen Institutionen in politische Angelegenheiten einmischen dürfe. — Der Cardinal-Staatssecretar sor er den Erzbischof Guibert im Anftrage des Papstes auf, der Polemik über feine angebliche Mission in Rom durch eine unumwundene Erklärung ein Ende zu machen. England London, 5. Juli. General Grant ist heute Vormittag nach Brüstet abqereist. — Im Unterhause kündigte Lawson an, daß, er morgen den Schatzkanzler Northeote darüber interpelliren werde, ob er Gründe für bte Entsendung der Flotte nach der Bestka-Bai angeben wolle. . Deutschland. Darmstadt, 5. Juli. Die Stadtverordneten erklärten sich in ihrer heutigen Sitzung einstimmig sür Beibehaltung des Systems der Bezirks-Wahlen bei den Stadtverordneten und beschloffen werter bie Aufnahme ein s 4'/,pC. A ilehens von vier Millionen Mark für Schulzwecke. Dasselbe soll al pari auf- ««■ s>< '»«»z sache, baß die gestrige „Prov.-Corresp." die Rede des Präsidenten des Reichs- kanzler-Amts bei Gelegenheit der Berathung des Varnbuler schen Aiitrages a s Veranstaltung einer Enquete über die Verhältniffe der Industrie in Erinnerung bringt , ist nicht nur eine Antwort auf die Wünsche der kürzlich in Frankfurt versammelten Industriellen zu finden, sondern man wird auch daraus auf die Absicht schließen können, die grundsätzliche Stellung der Regierung zu der Frage ^es Handels-Vertrags mit Oesterreich mit den Worten des Ministers Hosntann nochmals bestimmt zu bezeichnen. Das damalige Programm ,der Regierung be- stcht ungeschwächt sort. Die neuen Instructionen der Kommissare werden wesent- lich "^Al^"^^uhen Bismarck fist gestern Abend um 10 Uhr von Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Den 30. Juni. Georg AieAnder 2BUt“, Secretär on der Oberhessilchen Bahn dahier, des KanzlenEhess am Bezirksstrasgeriwi, Statt Wi ^r, ehel. S-bn. und louhe «faroltne Jughardt, des Bürgers und Rentners, Heinrich Martin Jughardt, ehil '^“sen 4. Jul! Karl Heinrich August Giffev, Heizer dahier, bei'Grundbesitz^ und Mühtendauers tu Dehr, Regierungsbezirk Magdeburg, Johann Giffe^, ehest h . und Dorothea Burk, des Metzgers Geor^ Burk in ^Weidenhausen, ehest Tochter. Den 1. Juli. Dem Stadtgerichtsdstner Heinrich Mellor, ein Sohn, Heinrich ebrlft®nen%%.8®emVutfletn3at06 Steinmüller, eine Tochter, Karoline Katharid. @,DrG^n^eSPlnie^bi.eSt,n2eÄmpP Deibel, °üi S°dn Karl geb. den 22- Ium Denselben. Dem Dienstmann Georg Adam Modus, ein ^-ohn, Just aeb" bDense?ben. Dem Schmied Ludwig Körbacher, ein Sohn. Ludwig Justus Karl Handel und Verkehr. Gießen, 7. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1 JL 15 biö 1 Jü 25 Hühnereier, per Stück 5-6 L, Enteneier^per, Stuck 6 Käse, per Stück 5-10^, Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter Linsin, ^Uter 18 Tauben, das Paar 70^, Hühner, per L-tuck 70 Hahnen, per rstück 80 H, Alte Kartoffeln 100 Kilo 10 JL, Neue Kartoffeln 100 Kilo 34—36 ------- geb. den 13. Mat. Beerdigte Den 4. Juli. Johann Heinrich Fuhr, Bürger und Kaufmann dahier, all 75 3 4 ™' De? 5.°Julst K°th°Ane E!,sabeth Schmidt geb Linkmann, Ehe,rau des Bremste. Amerika. Washington, 5. Juli. Schatzsecretär Sherman tünbigt bie Einbe- rufung weiterer 10 Mill. Bonds an. — Der orientalische Kriegs ” Wien, 5 W Die „Polit. Corresp." veröffentlicht folgendes Telegramm aus Bukarest vom heutigen Tage: Bis jetzt haben 40,000 Rusten bie Brücke zwischen Simnitza und Sistowa passirt. In militärischen Kreffen st die Ansicht allgemein verbreitet, daß die rumänische Armee schon demnächst die Donau überschreiten werde. Die Vorbereitungen dazu werden Tag und Nacht betrieben und an den Pontons sür den Brückenschlag wird bergisch gearbeitet. Niemand zweifelt mehr daran, daß die rumänische Armee an der offensiven Action theilnehmen werde. , n , , . Konstantinopel, 5. Juli. Osficiell wirb aus Simmtza von heute aemelbtt Am 28. Juni besetzte General-Adjutant Schamscheff Bababagh. Am 29. Juni schlug Oberst Jsmaitoff, der bie ganze Untgegenb von Tscherkesten und Baschi-Bozuks räumte, zwei Ückerkessifche Banben unb nahm denselben Waffen, 50 Pferbe unb 20,000 Stück Vieh ab. Auch wurden zwei bekannte Räuber-Häuptlinge, Kar- Mustapha unb Aabtm gefangen genommen. Die ganze Strecke bis zum Trajans-Wall ist von den Türken geräumt. Die christliche Bevölkerung empfängt bie Rufsen enthusiastisch als Erlöser. Auf russischer Seite Alles gut. Truppen setzen ununterbrochen Tag unb Nacht über bte Donau. Keine Türken sichtbar. Nack betn 27. Juni blos kleinere Vorposten ^Konstantinopel, 5. Juli. Derwisch Pascha hat bie Ruffen neuer- dinas bei Datum zurückgedrängt- . Wien, 6. Juli. Ein Telegramm der „Presse meldet aus Bukarest. Russische Eclaireurs drangen bis Plevna und Lovatz, südlich.von Nikopoli, vor. - Der rumänische Generalstab ging heute nach Pojana, südöstlich von Ka afat, ab — Das Tageblatt" meldet aus Seutan: Die vereinigte türkische Armee an der montenegrinisch-albanischen Grenze wird, indem sie entsprechende Besatzungen in den Grenz-Festungen zurückläßt, erhaltenen Ordres gemäß zur Hälfte nach Albanien und Epirus und zur Hälfte nach Adrianopel sofort a^^Bukarest, 6. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der englische Militär-Attachö, Oberst Wellesley, im russischen Hauptquartier eingetroffen und von dem Czaren und dem Großfürsten Ober-Befehlshaber freundlichst em- pfangen worden. L o k a l - sr o t i z Girsien, 7. Juli. Der Schwurgerichtshof in der Provinz Oberhessen vom m. Quartal I. I hat in den nachbemerkten Anklagesachen erkannt: 5 . Juli. Kaufmann Martin Friednch^ Gerlach Scheel von Daaden, jetzt in Gießen, mit Christine Wilhelmine Arnold von Grüningen. ß „ a e n 30 -zuni. ©ecretär Alexmder'Wilker"m" 2oui|e‘s«tollne Jughardt, Selbe »en 4 «Mi Seher Karl Heinrich August Giffei) von Da-Hre mit Dorothea Slisabethe Gladenbach - 6. Schneider Johann Gottlieb Julins i^ner von Uhsmannsdorf mit Wilhelmine Schäfer von Gießen. Geborene. _ . ,, 29 Juni. August Wilhelm, Sohn von Weichensteller Karl Ulm. — 26. Hemnch, f Adolf, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außerehelichesK.nd von l«uSwart«^ 3. 3ul . j Johanna Margarethe Anna Marie, Tochter von Locomotwfuhrer Philipp Hecker. - 25.JM. Ernst Edmund, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Mnd von hier. 28. Anna, ein tu bet entbinbun08an|loU geborene« Äinb .^u«Jart8. - 29- Johann Friedrich, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außercbeltches Ktnd von Auswärts. 5. Juli. Elisabethe, Tochter von Arbeiter Peter Dönges. - 6. Louise Theodore, Tochter von Maschinen, ! schlosser Johannes Werner. Gestorbene. _ , 30 csun; Sophie Stephan, 39 I. alt, Ehefrau von Zuschneider Georg Stephan von yck-ell 1Sarin 23. alt, Tochter' von Zimmermann Johannes Thorn von ! Wons (im aeadernischen Hospital gestorben) - 3 I 75 CY 4 M 26 T. alt. — Katharine Elisabethe Schmidt, geb. Linkmann, 2. 3. s jx. 4 1 nif fffirfrou von Bremser Heinrich Schmidt IX. — 4. Weißbinder Karl Metzler, 20 I. alt, von WÜlNHeinllch Withelm l I. 6 T. alt, Schn vvn T-giöhner Jaevb Ktau-k°v - V Ein 9in der Geburt verstorbenes Kind männlichen Geschlechts von^s^"°rbeiter pp Euler III. - 6. Zwei in der Geburt verstorbene Kinder männlichen Geschlechts von C gaae» arbeitet Philipp Ewer III. - Friedrich, 8 W. 12 St. °>t, Sch^-n^rcmftr^evr^Kch^ Attgemeiner Anzeiger. Kcsondere Bekanntmachungen Bekanntmaebnng. Montag den 16. Juli 1877, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rathhaussaale auf dem Markt platz die zur Planirung der 9. Schnetße zwischen dem Anneröder Weg und der Wannschneihe im Gießncr Stadtwald erforderlichen Arbeiten, veranschlagt zu 1395 JL an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Forstwart S ck l a g zu Hausen ist angewiesen, Steigliebhabern vor der Versteigerung an Ort und Stelle nähere Erläuterung zu geben. I Gießen, den 6. Juli 1877. | GroßherzogltSe Bürgermeisterei Gießen. A. 23ramm. (3840 Bekanntmachung. Dienstag den 10. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Hofe der Zeughaus-Kaserne mehrere ausrangirte Utensilien, als eiserne B'ttstellen, Ocfen, Packfässer, Fensterflügel re-, sowie altes Eisen und Zinn-, meistbietend gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden, wozu Kauflust'^ einaeladcn werden. Gießen, den 8. Juli 1877. (3W Großherzopttche Garnison-Verwaltung- Rahmkäse, sowie Bücking- tum Roheffen, empfingen in frische''«-" düngen 1. Busch Sohne. 3714) Der 2. Stock und Mansarde (6 grade und 3 schräge Zimmer), Küche, Speisekammer, ein Stückchen Garten, Bletch- platz und sonstigem Zubehör, abgeschlossenem Corridor, ist zuvermiethen und sogleich zu beziehen.__________Grünbergerftraße 1568. ,3718) Zwei Familienlogis von fünf Zimmern, Dachkammern und allem Zubehör nebst einem Stück Gartenland, auf October zu vermietben. üt. Weber. 3723) Eine Wohnung von 6 Zimmern rc. ist zu vermiethen und bis 1. October beziehbar^ Garten-Straße B- 1656/10> 3767) Ein Familienlogis zu vermietben. Lit. D. 72. QrtSot* mit Logis per L August zu vermiethen. Lit. 8.21. (2048 3791) Schloßgasse A. 258 ist ein Famt- UenlogiS von 4 Zimmern per 1. September zu vermietben. —3793) Der dritte Stock meines HauseS ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Ehr. Noll III., Canzleiberg. AermMtc Switsen. 3822) Ein Aeeordant Russensteine wird gesucht I. Wiessr zu Q 4950 629 cuige- Spannbretter (3828 billigst bei Willi. Balser. B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 613 Kiefern- und Fichten-Stämme mit Die Anfertigung und Ausstellung einer circa 20 Meter langen eisernen Staketenwand mit Thor, 1,5 Meter hoch, excl. Sockel, soll sammt Lnng- steinsockel vergeben werden. Angebote bittet man bei der Exped. d. Bltts. zu hinterlegen. Schmetterlings Netze, Schmetterlings-Kasten, 3751) Die Wirthschafts - Räumlichkeiten im „Adler" sind zuvermiethen. E. Pitthan. Versteigerungen. Dienstag den 10 Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen an der Schoor die durch Verlegung des Stadtringgrabens in der Nähe des Afterswegs überflüssig werdenden 9 Pap. pelbäume versteigert werden. Gießen, den 7. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. (3833 51,94 Festmeter. Von dem Kiefernholz eignet sich ein großer Theil zum Bergbau. Die Zusammenkunft ist an der Strangs- Wiese. Gießen, den 3. Juli 1877. Großhelzoglichc Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm._______(3637 Montag und Dienstag den 9. und 10. Juli, Griechische Medicinal- und Sanitäts-Weine, in Originalflaschen ä 3/4 Liter garantirt absolut rein und ächt. ; auch bei angebrochenen Flaschen von unbegrenzter Haltbarkeit. Die folgenden überraschend schönen Weine entstammen dem rein vulkanischen Boden der Insel Santorin, dem alten Kailiste, der südlichsten der Cykladen. Camarite ä 170 H, ein aussergewöhnlich trockener Rothwein, von ganz merkwürdigem Tanningehalt, der sich besonders als Magenwein und gegen chronische Diarrhöen sehr empfehlen dürfte. Vino Santo a 170 H, — der König der Griechenweine. Achaja Malvasier weiss, h 170 H, Ersatz für Madeira, und Misistra Malvasier k 180 H, Ersatz für Malaga, sind ausgereifte, treffliche Süssweine, sehr fett, voll und feurig und von eigenartigem mildem Ton und Character. Vino Rose a 200 H, ist ein Essenzwein von hervorragender Güte; er wird von dem Lieferanten als eine Seltenheit* bezeichnet und hat vor achtem Tokayer die Billigkeit des Preises voraus, — Preise per comptant. 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Die Einwohner der Sradt Gießen werden hierdurch aufgefordert, ihre im Jahre 1876 geborenen und in 1877 impfpflichtigen, sowie die in 1876 ungeimpft gebliebenen oder ohne Erfolg geimpften Kmder in dem erwähnten Termine in dem bezeichneten Local zur Impfung vorzustellen. Gießen, am 2. Juli 1877. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 164,67 Fest Meter. 4 Eichen-Stämme mit 0,33 Festmeter, Kiefern - und Fichlenstangen mit Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, 1 Käse^ & Butterfarbe, per Flacon ä, 60 Z, zu haben bei (334a C. F. Semmler in Giessen. für Kinder und Erwachsens empfiehlt Louis Senner. j sehen werden. Gießen, den 4. Juli 1877. In Auftrag: 3745) M. Pilger. Bekanntmachung. Betr.: Die Vergebung der Zinsen des Vermächtniffes des Christian Gerhard Hast für das Jahr 1877. 3813) Anmeldungen wegen Berücksichtigung bei Vergebung der oben bezeichneten Zinsen haben bis zum 14. d. Mts. einschließlich aus dem Burger- -meisterei-Bureau zu geschehen. Gießen, am 2. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. < A. Bramm. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Wellen Aeilgebotenes. Erdbeeren, verschiedene Sortcn. 3817) Selters berg E. 37 Nebenhaus. Bekanntmachung. 3812) Auf Anordnung Großherzoglichen Forstamts Grün berg werden t>ie Steigerer von Holz aus den städtischen Waldungen, für welches die Abfuhr bis zum 1. d. Mts. bestimmt war, aufgefordert, das noch nn Walde sitzende Holz sogewiß bis zum 21. d. Mts. abfahren zu lassen, als sonst von Seiten der Forstbehörde Anzeige gegen die Säumigen bei dem Forst- Bericht erhoben werden wird. Gießen, den 5. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. __ Holz-Versteigerung im Giessener Stadtwalde. Montag den 9. Juli 1877, von Vormittags 9 Uhr an, ° sonstige gegenstände P werden von mir speditirt nach allen Gegenden mit oder ohne Grlück-Philippi Frankfurt a. M., 8 Neue Rothhofstraße 8, Einem geehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgebung die er- gebenste Anzeige, daß ich mit meinem großen Geschäfts - Empfehlung. 3826) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von meinem Schwiegervater, Schlossermeister I. G. Faß, seither betriebene Geschäft mit dem 1. l. M. übernommen habe. Ich bitte, das meinem Schwiegervater in so reichem Maße geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen, und indem ich meinen werthen Kunden streng reelle und prompte Bedienung zusichere, Gießen, im Juli 1877. zeichne achtungsvoll Richard Pröschold. mechanischen 6ewegsichenMach5siguren-Laöinel dahier angekommen bin unv beabsichtige, dasielbe einige Tage zu zeigen. Beginn Sonntag Nachmittag nach dem Gottesdienst. Das Cabinet enthält unter Anderem die Leidensgeschichte Jesu in 8 Abteilungen und ist das größte Werk in seiner Art in Deutschland. Dasielbe ist nicht durch Gläser, sondern künstlich in Wachs modellirt in der dazu erbauten Bude im O s w a l d'schen Garten zu sehen. Auch mache ich die Herren Lehrer und Lehrerinnen im Interesse der Schuljugend besonders aufmerksam. — Alles Nähere die Zettel. L Preise fest. Garantie S «Jahre. Annahme und Ankauf gebrauchter Instrumente. (3814 empfiehlt PianinoS, 3chörig, 7 oct. Jt, 450 do. „ „ elegant JL 550 do. kreuzsaitig, 3chörig, 7oct. 750 Sonntag den 8. Inti: s tiJROSSE von der Familie Volke im Tyroler Costüm, mit 6 neu construirten Instrumenten, komische und tragische Gesangvorträge, Hut-Metamorphosen und Physiognomiebilder, sowie das Neueste mit einer Stahl-Violine, aus der aus Haken und Stiften mit einem gewöhnlichen Violinbogen die schönsten Flötentöne hervorgerusen werden. Anfang 3 u. 8 Uhr. — Entree 23 Pfg. (3823 Nrieger-Verein M Gießen. Dienstag den 10. Inti, Abends 8'/r Uhr, im Vereinslocale (Restauration B r a m m) : Generalversammlung. 3835) Iler Vorstand. 3836) Rircfegöns. Sonntag den 15. Juli: Fahnenweihe des Kriegervereins und Versammlung des Byirksverbandeg der Kriegervereine des Kreises Friedberg Bürger-Gesellschaft. Sonntag den 8. Juli Parthie auf die Badenburg. Abgang n 2 Uhr von der Asterweger Brücke. 78) Der Vorstand. Für die J. C. BiöhBer’sche ljainpf-Färbcrei und chemische Kunst-Wascherei in Frankfurt a. M. übernimmt gefällige Aufträge oo. E®Ib. Scäilatter. 3810) Der Unterzeichnete wohnt jetzt Lndwigftraste im Hause des Herrn Euler» der neuen Realschule gegenüber. Dr. G-lasor, Kreisarzt. 3819) Schreinergesellen gesucht von ___________L. Rinn,'in Heuchelbeim. 3825) Ein Spanier Huhn ist am Donnerstag abhanden gekommen. Dem Üßieber? bringer eine Belohnung bet Phil. Schlatter. 3837) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethcn und gleich zu beziehen. Neue Baue Lit. B 101. b-' :o >-» r-v Umzüge besorge pr. Bahn und Fuhre incl. Emballage. Kosten-Ueberschläge nach Vcrzcichniß. Garantie._______________(352 3741) Ein Hausburiche gesucht von __________________Carl Hensel. 3759) Autzzuleihen 2500 Mark. Näheres bei der Exved. d. Bltts.___________\__ 3790) Kellnerjungc gesucht bei L. Fetdel. ^(öbelTransport G.L.JANSEN ’ PrankfurtaM. | Lebens-Versicherung 1 3831) Haupt-Agentur. : Eine gut eingeführte re- nommirteVers Gesellschaft sucht für Gießen und Um- । gegend passenden Vertreter, i Bewerber sollen angesehen, cautionsfähig u. leistungs willig sein. Frc.-Offerten unter Chiffre V« befördert die Exp. d. Bl. Bettfedern g tr erben zu sehr billigen Preisen gereinigt von Frau Ernst Fr anz, Sandgafie. \~TECH1VIC UM Z"l A MIT T WEIDAS I I .'--t Sach^ru— ■ / Höhere Fa£hschnLe> ] I fizz* 2l£L5c2uzLcn-7ln^CTUzxu<™ / Weriwiziister lööJ&uiljr ■ *4uAziAmei5Oct66Jz?irplä>i»ynirixÄ I i —VoruntZTTie/Ut frttr— t ■ (3564 Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.