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Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulstraße, Lit. 8. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeit. Bingenheim, am 27. April 1877. Betreffend: Die Abhaltung der Zahltage bei Großh. Rentamt Nidda. Das Größtmögliche Rentamt Nidda an die Großherzoqlichen Büraermeistereien des Rentamts-Bezirks. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden und im Interesse der Gemeindemitglieder durch die Schelle ortsüblich und hinreichend .bekannt machen zu taffen, daß vom 1. Juni l. I. ab die Zahltage nicht wie seither Freitags und Samstags, sondern Mittwoche und Samstags abgehalten werden. ______________________ Rübe. politischer T ß e i l. Keutschland. Darmstadt, 4. Mai. Die Nr. 22 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt: 1. Gesetz, die Benutzung von Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Landes-Universität betreffend. 2. Gesetz, die Aufhebung der Bestimmungen über die Schadensersatz- Pflicht der Ortseinwohner und Gemeinden bei boshasten Sachbeschädigungen betreffend. 3. Gesetz, die Eheverlöbniffe in den Provinzen Starkenburg und Ober, heffen betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abänderung der Statuten der Bank für Süddeutschland betreffend. 5. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die zur Ausfertigung und Erledigung von Uebergangsscheinen ermächtiglen Stellen betreffend. 6. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 7. Ertheilung eures Erfindungspatentes. 8. Charakterertheilungen. 9. Dicnstnachrichten. 10. Versetzung in den Ruhestand. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. April den Schullehrer an der Gemeindeschule zu Rebgeshain, Philipp Heidenreich, in den Ruhestand zu versetzen. 11. Cvncurrenzeröffnung. Erledigt ist: die Gememdeschule zu Freienseen mit einem jährlichen Gehalt von 771 «A 43 H. Dem Herrn Grasen von Solme-Laubach steht das Präsentationsrecht zu. Berlin, 4. Mai. Der Reichstag nahm in erster und zweiter Lesung^ ttc Gesetz-Vorlage, betr. den Bau einer Eisenbahn von Teteschen bis zur Saar bahn, an und genehmigte den durch die Errichtung eines Patent Amts veranlaßten Nachtrags-Etat und die Controle des Reichshaushalts fm die Periode vom 1. Januar 1876 bls Ende März 1877. Ferner wurden in zweiter Lesung he Uebersicht der ordentlichen Reichs-Ausgaben, die Einnahmen pro 1875, endlich die Uebersicht der außeretalsmäßigen, auf den französischen Krieg bezüglichen Einnahmen und Ausgaben pro 1875, die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben von Elfaß-Lothriugen pro 1875, die Rechnung der Oberrechnungs-Kamn erraffe pro 1875 und die Zusammenstellungen der von den Regierungen ferner- weit liquibirten, aus der französischen Kriegs-Contlibution zu ersetzenden Beträge genehmigt. In dritter Lesung wurden genehmigt das elsaß-lothringische Wkw- steuer-Gesetz und der elsaß-lothringische Etat; ferner der Antrag Becker-Lasker, betr. den Zeugnißzwang, die Vorlage über die Verwendung des Reingewinns ans dem Generalstabswerk über den Krieg von 1870 und endlich das Patent- Gesetz. Bei letzterem wurde auf Antrag Lasker's das zweite Alinea des § 2 gestrichen, wonach im Auslaiide amtl'ch herausgegebene Patent-Beschreibungen £en öffentlichen Druckschriften erst nach 3 Monaten seit dem Tage der Her- aiisgabe gleichstehen sollten. Alles Uebrige wurde nach den Beschlüssen der zweiten Lesung angenommen. Der Gesetz-Entwurf über die Erwerbung zweier Grundstücke in Berlin für das Reich wurde in dritter Lesung in namentlicher Abstimmung mit 138 gegen 90 Stimmen nach den Beschlüffe» der zweiten Lenmg angenommen. Im Laufe der Debatte erklärte Lasker im Namen seiner freunde, daß sie nur deshalb dem Entwürfe zustimmten, um einen Platz für das Reichstags Gebäude zu sichern. Er wünsche eine Aeußeruug der Regierung darüber, ob dieselbe nach dieser Erklärung die Beschlüffe der zweiten Lesung acclptire. Reichensperger, Römer, Schorlemer-Alst und Richter sprachen gegen den Gesetz-Entwurf, Letzterer, indem er die schwankende Haltung der national; liberalen Partei in dieser Frage kritisnte, während Wehrenpfennig die Haltung seiner Partei rechtfertigte. Es folgen sodann Petitionen, die sämmtlich nach den Anträgen der Eommission erledigt werden. Ferner wurden die noch ausstehenden dritten Brrathungen der kleineren Gesetz-Entwürfe debattelos erledigt, und darauf die Session durch eine von dem Präsidenten des Reichskanzler-Amis, Hofmann, verlesene kaiserliche Ordre geschlossen. Der Präsident v. Forckenbeck schloß die Session sodaun mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser. Karlsruhe, 3. Mai. Authentische Mutheilung der Antwort des Großherzogs auf den Trinkspruch Sr. Mgj. des Kaisers bei der Jubiläumsfeier: Ew. Majestät sage ich meinen innigen Dank für die mich hochbeglücken- den, ehrenden, ja, ich darf wohl sagen, für die liebreichen Worte, mit deren Allerhöchstdieselben Ihren Empfindungen einen so gütigen Ausdruck gaben. Ich vermag nicht zu sagen, wie sehr die vielen Kundgebungen der Liebe, welche mir von allen Seiten so reichlich zu Theil geworden, mein Herz dankbar bewegen. Besonders schätze ich mich glücklich, die Theilnahme E'v. Majestät an meinem Jubiläum als hohe Auszeichnung preisen zu dürfen. Die Anwesenheit meiner kaiserlichen Schwiegereltern bei der Feier erhöht mir den Werth derselben in bedeutendem Maße. Es würde mich zu we't führen und wäre auch nicht am Platze, im Einzelnen Alles auszuzähleu, was mir in den 25 Jahren meiner Regierung an Gnade und Segen von Gott zu Thcil geworden. Ebensowenig vermag ich alle die Beweise von väterlichem Wohlwollen und großer Güte näher zu bezeichnen, welche mir von Ew. Majestät- in diesen langen Jahren zu Theil geworden sind. Aber zwei schwerwiegende Ereigniffe dieses Zeitabschnittes in meinem Leben heute bervorznheben, ist mir eine werthe Pflicht. Majestät haben mir in hochbeglückendem Vertrauen das theuerste Geschenk, das Sie besitzen, Ihr Kmd, Sie haben mir. mit ihm häusliches Glück geschenkt, mein Leben verschönt, bereichert, geschmückt und versüßt. Ihre Tochter, meine theure Gemahlin, ist mir durch treue Liebe in schweren und guten Zeiten zum Trost, zur Kraft und zum Segen geworden. Das Andere, was mich heute bewegt, ist die Erinnerung an die Zeit, die mir den Vorzug vergönnte, bei der Wiederaufrichtung des deutschen Reiches mitzuwirken, ja die mir den Vorzug verlieh, zu Ew. Majestät heute nicht nur als zu dem hohen Verwandten, sondern als zu dem ehrwürdigen Haupte des deutschen Reiches, dem Träger der lange ruhenden Krone eines neuen erblichen deutschen Kaiserthums reden zu dürfen. Ew. Majestät haben rühmend des Antheils gedacht, den die Söhne dieses Landes an den blutigen Siegen genommen, welche zu der neubegründeten Ordnung führten, deren wir uns nun zu erfreuen haben. Möge es Ew. Majestät be- schieden sein, noch lange Zeit in Frieden sich dieser Erfolge zu erfreuen und als Schützer über dem deutschen Reiche Ihre geweihte Hand walten zu laffen. Von diesen Gesinnungen erfüllt, glaube ich den Empfindungen meiner geehrten Gäste zu entsprechen, wenn ich Sie einlade, unserem erhabenen Kaiser ein freudiges Hoch zu bringen. Se. Majestät der Kaiser lebe hoch! Straßburg, 4. Mai. In einer Audienz, welche der Landes-Ausschuß bei dem Kaiser hatte, hielt Präsident Schlumberger folgende Anrede an den Kaiser: Ew. Majestät wollen uns erlauben, unsere Befriedigung auszusprechen über die neuesten Beschlüffe bezüglich vieler unserer Mitbürger, die ausgewan- dert waren und in ihre Heimath zurückkehren möchten. Es ist dies eine für viele Familien und für das ganze Land wichtige Angelegenheit und es wäre sehr zu wünschen, daß für die Ruhe der Familien diese Wiedereinbürgerungen noch mehr erleichtert würden und daß den Rückkehrenden ein Erlaß der gegen sie ausgesprochenen Verurtheilungen gestattet werden könnte. Ew. Majestät wollen wir danken für die nach Initiative der kaiserlichen Regierung durch den Reichstag angenommene Erweiterung unserer Attributionen. Diese Enschließung, den Landes-Ausschuß zum gesetzgebenden Körper zu erheben, gibt uns die Ueber- zeugung, es werde in nicht zu ferner Zeit auch möglich werden, unsere Institutionen zu weiterer Selbstständigkeit des Landes als Bundesstaat mit Straßburg als Landes-Hauptstadt innerhalb ter Reichs-Verfassung zu entwickeln. Wir würden uns glücklich schätzen, wenn für Erreichung dieses unseres sehnlichsten Wunsches wir auch fernerhin auf das Wohlwollen Ew. Majestät rechnen dürsten. Hesterreich. Wien, 4. Mai. Im Abgeordnetenhause des Reichsrathes wurde die Interpellation Giskra's vom Minister v. Soffer folgendermaßen beantwortet: Die Haltung der Monarchie bei Ausbruch des Krieges ist dieselbe, welche während der Dauer der orientalischen Wirren confequent beobachtet ist. Ihre Bemühungen für die practiscbe Verbesserung des Looses der christlichen Bevölkerung der Türkei sind allseitig gewürdigt. Gleichzeitig waren ihre Bestrebungen auf Erhaltung des Friedens gerichtet, und als diese sich unmöglich zeigte, auf die Localisirung des Krieges. Die österreichisch-ungarische Regierung sieht sich mmmehr vor die doppelte Aufgabe gestellt: einmal, Alles aufzubieten, damit eine europäische Complication vermieden werde, und weiter: bezüglich der Folgen dem Grundsätze, Ungarns ohne In Peterhof und Oranienbaum am fiuui- — Auf dem Ballplatze verhandelten die beiderseitigen Cibinete über eine De Ver von Bauo -VUH ; den Staatshaushalt durch feint unmot.vine Mobilisirung zu gebrad)t belasten treu bleiben, und erblickt auch jetzt feinen Anlaß zu militärischen Maß- Pesth, 4. Mai. Im Unterhause beantwortete der Minister-Präsident Tisza unter Beifalls-Bezeugungen die verschiedenen bezüglich der orientalischen Frage gestellten Interpellationen mit einer Erklärung, welche mit den bezüglichen Ausführungen v. Laffer's tm österreichischen Abgeordnetenhause voilkom- Ochntli Großherzogi Oberhrssen ho dahier btn s! Tonnt. Es v welche omni Karl Schütz dieselben Im i öloniot $o bei Meldung ! anzumelden un deS Verzichts d zu machen. I Güte versucht u weiterer Beha, Mb gefaßt i Beziehungen I als den Besch scheinenden @| Gießen, den Großherzog Böttic Briefkasten. Herrn B. Lich. Sie wül den uns einen recht groben Grollen thun, wenn Sie mit Ihrem Geschreibsel uns in Ruhe ließen. Herrn F Gießen. Daß unter der Briesträgerkrankheit auch die Pack'tbesteUnng leiden matz, ist selbstredend. Beispielsweise fuhr in verflossener Woche AbendS um H Uhr der Packelwagen noch in der Reustadt zur Bestellung umh-r. Es wäre den hiesigen Handlungshäusern zu empfehlen, ihre Geschäftsstunden bis etwa gegen Mitternacht au^zudchnen, vielleicht bekommen Sie dann bis dahin ihre Postsachen. Hofsent- lich wird mit besserem Wetter auch normaler Zustand wieder eintreten. __ men übereinstimmt. Pesth, 4. Mai. Das Unterhaus hat die Antwort der Regierung aus die Interpellationen wegen der orientalischen Frage zur Kenntniß genommen. Pesth, 5. Mai. Die Softas sind abgereist. Der Großvezir erklärt, es seien hinreichende Geldmittel zur Kriegführung vorhanden. Arankreich. Versailles, 4. Mai. Deputtrten-Kammer. Bei der heute fortgesetzten Discussion über die Interpellation Leblond bezüglich der klerikalen Agita tionen traten Gambetta, Lavigne, Simon und de Mun als Redner auf. Von den Vorständen der drei Linken wurde hierauf folgende Tagesordnung beantragt: In Erwägung, daß die erneute Heftigkeit der ultranwntanen Kundgebungen eine Gefahr für den inneren und äußeren Frieden darstellt, richtet die Kammer an die Regierung das Ersuchen, die gesetzlichen Mittel, über welche sie verfügt, in Anwendung zu bringen. Nachdem Minister-Präsident Simon erklärt hatte, die Regierung nehme diese Tagesordnung an, wurde dieselbe mit 361 gegen 121 Stimmen genehmigt. anterie-Bataillone. Konstantinopel, 5. Mai. Das Preßgcsetz vom Jahr 1865 ist fit- spendirt worden; die Journale wurden dem administrativen Reg me unterstellt. — Die Kammer votirte die Dringlichkeit des Gesetzentwurfs über den Belagerungszustand. Eine Commission wird die Vorlage prüfen, doch soll dieselbe nicht sofort in Kraft treten. — Der rumänische Agent wird in Folge der ihm von der Pforte gemachten Eröffnung in der nächsten Woche abreisen. Bukarest, 5. Mai. Ein geheimer Additional-Ärtikel der Convention zwischen Rußland und Rumänien stipulirt das Eintreten Rußlands gegen Gefahren, welche Rumänien aus der Convention erwachsen sollten. Bukarest, 5. Mai. Das „Amtsblatt" veröffentlicht ein Schreiben des Fürsten an den Minister-Präsidenten, wodurch derselbe den Osficieren der Armee aus der Civilliste ein Geschenk von 100,000 Frcs. zu ihrer Feldausrüftu g macht. — Der Senat hat ebenfalls die Vorlage wegen des Moratoriums an- genommen. Die Deputirten-Kammer bat ihre Zustimmung zur Organisirung der Milizen und Reorganiiiruna der Büraerwebr gegeben. England London, 4. Mai. Im Unterhause erwiderte der Schatzkanzler North- cote auf eine Anfrage Gladstone's : Da die von Letzterem vorgeschlagenen Resolutionen nicht ein directes M'ßtralieiis-Votum involvirten, so sehe die Regierung keinen Grund, irgendwie hinsichtlich etwaiger Amendements zu (nterveniren. Italien Rom, 4. Mai. In der Deputaten Kammer erklärt der Minister des Auswärtigen, Melegari, anläßlich der angekündigten Anfrage wegen reactionärer Bewegungen im Auslande, welche eine Intervention zu Gunsten der weltlichen Macht des Papstes hervorzurufen bezweckten: Diese Bewegungen verdienen nicht ernstlich in Betracht genommen zu werden und sind nur das Werk von Privaten. Die über die Absichten und Handlungen Italiens durch ihre Vertreter informirten fremden Regierungen sind überzeugt, daß Papst und Kirche vollständige Freiheit und Unabhängigkeit genießen. Der Minister ist der Ansicht, daß die Regierungen sich au solchen Agitationen niemals zu betheiligen Willens sind, und ersucht um Vertagung der Beantwortung der Anfrage, worin der Interpellant einwilligt. Der Minister tes Innern, Ricotera, erklärt, er halte die Vertagung für ersprießlich, um darzuthun, daß die Regierung jene Agitation nicht fürchte. Beka Dir °l-f d' $obn von fi« I, Quartal c. reclaunrlen G MtnrlM 3 wollene T wohnliche E wildlederne j Packet Wcl Laschenlücher. Eigonen, l lederne M Tuchinützen, 1 beck.'n.lPockf! buch, 1 Dame 1 Seelenwäm 1 Hutschachtel Etuis, 1 Cigc 1 Paar Guir tonnen innerhal mäßiger Legittn thüinern bei b Empfang geno1 E asset, am 1 Die Betrie! der 9 Äünftlgen 1 'oDrn, in hie °iuen und D ^olhhause bah "'senden oen A°urerarb | gMauer 4 ^lofittar $*rD, } Sfa»® v 6) 7i ldltt0Unn ) Lieseruntz 8) 1 ^ferupn Johlte **zi v $ür n Spanien. Madrid, 4. Mai. Midhat Pascha ist hier angekommen. Rußland. Moskau, 4. Mai. Der Petersburger Senat hat das hiesige Handelsgericht , welches bisher die Competenz zur Fallit-Erklärung Strousberg's abgelehnt hatte, für zuständig erklärt und das Verbot von Strousberg's Abreise angeordnet. Kiew, 3. Mai. Auf dem hiesigen Bahnhof nahm der Kaiser Ergebenheits-Adressen des Adelstandes, der Stadtgeme>nde und der Universität entgegen, besuchte sodann das hiesige Kloster und reiste, nachdem er Revue gehalten, um 2 Uhr nach Moskau ab. Riga, 4. Mai. Der Dampfer „Thorwaldsen" ist als erstes diesjähriges Schiff nach Bolderaa gelangt; andere Dampfer folgen nach, und ist somit die Schifffahrt hierher als eröffnet zu betrachten. M'11 ? ” Zieh (Beifall.) . rung bevorstehe, alle Einwohner, die nicht gehörig verproviantirt sind, Vinnen Wien, 4. Mai. Die „Wiener Abendpost" meldet, in Petersburg sei bni Tagen die Festung verlaflen müffen. Die Pforte hat verordnet, daß alle die Skimmung gegen England gereizt. Das Mißtrauen gehe so weit, daß die im türkischen Reiche aushaltenden Rumänier als türkische Unterthanen und Ufer-Batterien in der Ostsee armirt und Tausende von Torpedos zum Schutz ^rc Schiffe als türkische Schiffe zu behandeln seien. der Einfahrten vorbereitet würden. In Peterhof und Oranienbaum am finui- _ ^uf dem Ballplatze verhandelten die beiderseitigen Cibinete über eine sch^n Meerbusen würden die Landhäuser für die Truppen reservirt. Das erste bevorstehende Neutralitäts-Erklärung der Monarchie. Privat-Depeschcn erwäh- Armee-Corps würde auf Kriegsfuß gebracht. neu eines Gerüchts von dem Rücktritte Lord Salisbury's. Wien, 5. Mai. Der Ausschuß zur Vorber.ithung der Ausgleichs-Vor- _ £>ie ^P^sie" bringt folgendes Telegramm ans Wladikawkas vom lagen hat die Generaldebatte geschloffen. Bei der Abstimmung wurde der Antrag 4. p. M : Gestern haben bei Kars abermals Gefechte ftattgefunden, die zur Dnmba, welcher dahin geht, alle mit dem Zoll- und Handels-Bündnisse zusammen- vollständigen Cecnirung von Kars führten. Die Türken flüchteten theils in die hängende, zwischen Oesterreich und Ungarn nicht definitiv vereinbarte wirth Festung, theils auf der Straße nach Erzerum Ein Park von 24 Geschützen schaftliche und finanzielle Fragen in den Ausgleich einzubeziehen, mit 17,gegen Aufstellung vor Kars genommen. Die Eröffnung des Bombardements wird 15 Stimmen abgelehnt, dagegen der Antrag Klier nut großer Majorität an- morgen, den 5. Mai (Georgs-Tag), erwartet. genommen, wonach dem für das Zoll- und Handels-Bündniß gewählten Comite London, 5. Mai. Die „Morning Post" schreibt: Die Regierung anheimzugebeu sei, auch auf die wirtschaftlichen und finanziellen Fragen Bedacht Angesichts etwaiger Eventualitäten im Orient beschlossen, möglichst schien- zu nehmen, über welche bisher Vereinbarungen nicht getroffen worden, obwohl nig QÜe feineren Thurmschiffe mit Mannschaften zu versehen. — Die Times" dieselben gemeinsamer Natur sind. veröffentlicht eine Liste derjenigen Truppen, welche, falls die orientalischen Er- ~ " f r L X ejgnlffe es erheischen würden, unverzüglich nach Malta eingeschifft werden sollen; diese Liste umfaßt 7 Kavallerie-Regimenter, 4 Artillerie-Brigaden und 59 In- bee Krieges auf die definitive Gestaltung der Dinge im Orient den der Lage Der vkrentaltsche Krieg. und Jntereffen der Monarchie entsprechenden Einfluß unter allen Umständen Brüssel, 4. Mai. Wie man versichert, hat Rußland von Hope in geltend zu machen. Behufs Wahrung ihrer Jntereffen behält sich die öster Amsterdam, Mendelssohn in Berlin und einem Pariser Banktzause einen Vor- reichtsch-ungarische Regierung auch nach Erklärung der Neutralität Oesteneich von 75 Mill. Rubel auf 6 Monate erhalten. Ungarng ihre Actions-Freiheit vor. Bisher ist eö gelungen, der Entwicklung Ragttsa, 4. Mai. Der Miriditen-Anfstand ist vorläufig als bewältigt dec Ereignisse ohne militärische Vorkehrungen zu folgen. Die Regierung wird ^uzusehen. Mehrere Chefs und 60 Micieiten wurden verhaftet und nach Skutari - ' ' ...........-.AHnir», Wnhilifinmn nt < . t Man erwartet, daß Prenk Doda sich ergibt. Deiu.ini, Htu vkivvii, ........... -™ , y . .. , Bukarest, 4 Mai. Nach Ueberreichung der Adresse dankte der Fürst nahmen'. Andererseits ist sich die Regierung bewußt, daß feine Macht in der diese männliche Antwort der Kammer und sprach die Hoffnung aus, daß europäischen Türkei näherliegende Jntereffen wahrzunehmen hat, als Oesterreich- oie eigenen Kräfte der Nation ausreichen würden, um zu verhindern, daß Ru- Ungarn ' sie kennt auch ihre Verantwortlichkeit in vollem Maße. Die Regie- ^änien .um Sckauplatz des Krieges werde; er (der Fürst) werde jeder Zeit rung sieht trotzdem den Ereigniffen mit Zuversicht entgegen 1 Sie schöpft dies ^^^uisch handeln. aus dem Bestehen freundschaftlicher Beziehungen zu allen Mächten, aus der _ Die Deputirten-Kammer hat die Regierungs-Vorlage wegen des Mora- Offenheit, mit welcher die Zielpunkte unserer Politik rechtzeitig zum Ausdruck torium^ angenommen; die Regierung wird Letzteres nur in einzelnen Bezirken gebracht sind, und aus der Ueberzeugung, daß der Kaiser, wo es die Jntereffen ^ur Anwendung bringen. der Monarchie zu schützen gilt, auf die Hingebung seiner Völker, sowie den Petersburg, 4 Mai. Der „Agence Ruffe" zufolge wäre die Pforte Patriotismus ihrer Vertreter mit vollster Sicherheit zählen kann. In dieser oon beT Absicht, alle Ruffen aus der Türkei auszuweiseu, zurückgekommen und Zuversicht, sowie in dem Kraftgefühl, welches der Besitz der durch die Voraus lö0Qe nur Vorbehalten. die Ausweisungs-Maßregeln gegen die Begünstiger sicht der Vertretungskörper erfolgreich entwickelten Heeresmacht verleiht, sieht üon Ruhestörungen und andere Verdächtige in Anwendung zu bringen. sich die Regierung auch noch gegenwärtig in der Lage, der Stimme Oesterreich- Wien, 5. Mai. Die „Presse" meldet aus Bukarest: Der türkische militärische Maßnahmen die nöthige Beachtung zu sichern. Cvmmandant von Tiillscha hat einen Befehl erlassen, wonach, da eine Belagerung bevorstehe, alle Einwohner, die nicht gehörig verproviantirt sind, binnen ~ " "" . Die Pforte hat verordnet, daß alle Handel und Verkehr. Mainz, 4. Mai. (Marktpreise.) Butter per Pfd. M4-1,26, injüiiffl per P'd. JL 0 96—1 00, Eier per '/i Hundert JL 1,15—1,20. Kartoffeln per 100 KIgr jL 8 50-9 50, Kornstroh per (Str. X 4.00—4,50, Hm per dtr. X <00—5,50. Worms, 4. Mai. Wie an allen auswärtigen Plätzen so sind auch h er die Prene der Früchte nicht uneiheblich gestiegen, doch ist seit einigen Tagen etwas mehr ytupe tm Geschält eingetreten und hat sich die itaike Aufregung der Vorwoche oefanfttgt W.r nottren: Weizen X 26-30, Roggen X 21—2250, ®afie X 2*. Hafer X 18-19, alles per l"0 Kilo netto, je nach Qualität- Mehl die laufende Pariie X 35—36, Weizenvoischuß X 42-44, Kornoorschuß X 29—30 alles per 100 K'lo orutto tncl. Sack. Reps X 37—38 per 100 Kilo netto erste Kosrtn. Rübol X 37—38, per 50 Kilo netto ohne Fatz. . , Frankfurt, 5. Mai. Der heutige Hm- und Stroh-Markt war ziemlich befahr.n Heu kostete je nach Qualität per Centner X 4.50—6.15, Stroh per Centner X bis 5. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qualität «X 110—15 2 Ounl ,m Kleinhandel 1. Quai. X 1 35—40, 2. Qual. X 1.20. Eier, gewöhnliche, daS Hüll dert X 4.50 italienische X 5.80—6. ... u . M Wiesbaden, 5. Mai. Reue Kartoffeln per Kilogr. (höchster Preis) X 1 w Butter per Kilogr. (h. Pr ) 3 X, (n. Pr.) ^ 2.80. Eier per 25 Stürf (b. ) -X MO (n. Pr) X 1 25. Gemischtbl sd per Kilogr. (h. Pr ) 43 (n. Pr) 43 l brod (L-rngbrod) per 2 K.l. (h- Pr) 65 (n. Pc.) 59 H Schwarzbrod (Nundbrod' per 2 K l. (h Pr) 57 A (n. Pr ) 54 X Ochsenflcrsch p. d. Keule per Kilogr. (b. Ps- X 1 40, (n. Pr.) X 132. Rindfleisch (h. Pr.) X 114, (n. Pr.) X 1 , Schweinefl 'ick per Kilogr. (b. Pr.) X 1,38, (n. Pr.) X 1.38, Kalbfleisch per K'logr. (h- Pr.) 1 (n. Pr.) X 1. Hammelfleisch per Kilogr. (h- Pr) X 1,38, (n. Pr ) X 1, Dönfle fal per Kilogr (b. Pr) X 1,72, (n. Pr) X 1,60. Diez, 4. Mai. (F>achtmalkt.) Die Preise stellen sich: Rother Weizen X 24.17, weißer Weizen X 24, Korn 17,97, Gerste X 15,68^-01^^9 63^^^^^^ SctiirfeberleKt. Mitgeiheilt oon dem Agenten bc6 Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in G i e ß e n. Newyork, 4. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Da« PO'tdampstch^ Oder, Capt. C- Leist, vom Noiddeutsch-n i'lopb in Bremen, welches am 21. »prii oon Bremen und am 24. April von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr gens wohlbehalten hier angefommen. .. Bremen, 4. Mal. Das Postdampfschiff Habsburg, Capt. R v. Ernster, vow Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist laut Kabeltelegramm gestern wohlbehalten BuenoS-Äyres angekommen. ,e Mit «■ÄS -LLL «K** t" «* ®0,la.*' d- eine 8elalt: M, binnen M vemdnet, d°ß g, »rklche Untertanen mA "W" S’binete über eine Pnvnt-Dipischkn 'D 8. üll$ Wladikawkas Dom te stattgesunden, die zur <° stüchteten theils in ti; i Park von 24 Geschütz!- des Bombardements wird schreibt: Die Reginun, ichlossen, möglichst schien »erseben. — Die Lim' alls die orientalischen &• eingeschisft werden solln^ erie-Brigaden und 59 Ji> tz vom Jahr 1865 iß in- rativen Reg me untechllt. etzentwurss über btn e prüfen, doch soll We nt ivird in Folge bei A ®od)t abnijen. db'Mel der Eonvention ten Rußlands gezen Gern sollten. irMcht ein Tchrechen der r den Mieren der Arm . ni idrer zeldausrüstn^ •aen des Moratoriums an- hmmunq M Organifn«"! ^„SdcOfli liun, oenn&i ,->Mt eintteUrt-— k« j 26, in Parti: b. J*- V4«D(r ioo Als 1,20 f W» , k( 6tr * x t «[■ bleP^ i5, swt’ j t » b'Äl 3«, (n‘ * j/jlH Ultra Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 2571) Die Schulgelder für die städtischen Schulen unb für die Vorschule zur Realschule pro 1. Quartal er. können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt wereen. Gießen, am 5. Mat 1877. Der Stadt - Rentmeister: Enders. Bekanntmachung. Die auf der Strecke der Main'Weser- Bahn von Lasset bis Frankfurt a. M. im I. Quartal c. gefundenen und bis jetzt nicht reclamirten Gegenstände, als: 3 seidene unb 7 baumwollene Regenschirme, 3 wollene Tücher, 8 Rohr- und 18 gewöhnliche Stöcke, 1 Fußsack, 1 Paar wildlederne und 5 Paar baumwollene Handschuhe, 1 Koffer, 3 blaue Kittel, 1 Packet Wachstuch, 2 weiße und 4 bunte Taschentücher, 2 Taschenmesser, 2 Kisten Cigarren, 1 Stroh - und 7 Filzhüte, 4 lederne Ranzen, 3 schwarze und 6 blaue Tuchmützen, 1 Fäßchen, 1 Brille, 3 Reisedecken, 1 Pack Foul nire (Mahagoni),1 Notizbuch, 1 Damenhut, 1 goldener Siegelring, 1 Seelenwärmer, 1 lederne Umhängetasche, >1 Hutschachtel, 1 Mantel, 1 Cigarren- Etuis, 1 Cigarrenspitze, 1 schwarze Weste, 1 Paar Gummischuhe sowie ein Zirkel, Tonnen innerhalb Jahresfrist, bei ordnungsmäßiger Legitimation von den resp. Eigeii- thümern bei der unterzeichneten Stelle in Empfang genommen werden. Cassel, am 1. M"i 1877. (2599 Die Betriebs • Material-Verwaltung der Main-Weser-Bahn. 1)/ orell. OesseutlicheAufforderung. Großherzogliches Hofgericht der Prooin Oberhessen hat gegen Wirth Karl Schütz dahier drn förmlichen Concursprozeß er- ikannt. Es werden daher alle diejenigen, welche vermögensrechtliche Ansprüche an Karl Schütz zu bilden haben, aufgefordert, dieselben im Termin Montag den 25. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, bet Meldung Ausschlusses von der Masse onzumelden und unter dem Rechtsnachtheil des Verzichts etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht und erforderlichen Falls wegen weiterer Behandlung dieses Concurses Beschluß gefaßt werden und roerben in biefen Beziehungen die ausbleibenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der et; scheinenden Gläubiger beitretend angesehen. Gießen, den 25 April 1877. (2511 Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oppermann. Versteigerungen. Versteigerung von Bauarbeiten u. Materiallieferungen. Künftigen Montag, den 14. Mai l. I., Vormittags 11 Uhr, sollen nachstehende zum Neubau eines Kanals in hiesigem Orte erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen auf dem Rathhause dahier öffentlich an die Wentgst- nehmenden vergeben werden: Voranschlag . buchenstämme von 14—30 Ctm. Durchm., bis 6 Meter Länge, 7 Festmeter, 33 Birkenstämme von 14—22 Ctm. Durchm., bis 12 Meter Länge, 8 Festmeter, 47 Lindenstämme von 14—45 Cim. Durchm., bis 10 Meter Länge, 13,70 Festmeter, 2 Elsbeerstämme von 22—25 Ctm. Durchm., bis 11 Meter Länge, 0,96 Festmeter, 81 Eichen-, Buchen- und Birkenstangen bis 10 Mtr. Länge, 5,21 Fstm. 2. Brennholz Samstag, den 12. Mai d. I., in den Districten Eisenkaute und Mönchköpfe. Scheitholz Prügelholz Stockholz. Wellen. Buche 466 Rmtr. 233 Rmtr. 319 Rmtr. 3400 Eicke — 53 „ 50 „ 410 Nadel 12 ", 103 „ 172 „ 2330 Weichholz 69 „ 50 „ 950 Die Zusammenkunft ist jedesmal am Hattenröder Vicinalweg vor dem Walde. Der Anfang jedeemal in den Mönchköpfen Morgens 9 Uhr Zahltermin gegen Bürgschaft Ma'tini 1878. Lich, den 26. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisters Lich. 2489) Ihring. Jeilgevatenes. 2591) Eine fast neue Nähmaschine System Singer, ist billig zu verkaufen Näheres in der Exped. b. Bltts. 2594) Zum nächsten Gießener Jahrmarkt empfehle ich mein aut assortiites Schuh und SlicstUager, bestehend in Herren-, Schäften- und Zugstiefeln, Damenzug- u. Schnürstiefeln, sowie schweren Arbeitsschuhen, Pantoffeln und verschiedenen Sorten Kinderschuhen in großer Auswahl zu außergewöhnlich billigen Preisen; ganz besonders mache auf eine große Auswahl in feineren Herren und Damen Zugstiefeln aufmerksam. Ph. Schmidt aus Bad-Ems. 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