n «er, Sljr, diffus empfehlende Erinnerung *• Euler. Mo. »07. Freitag, den 7. September 1877. Amige- unb Amisbktl für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS 5?tontags. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Brinaerlohn. Srps-itio:»r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. K m i k i ch e r H 6 e i k. Gießen, am 5. September 1877. Betreffend: Die Herbstübungen in 1877. Das Grvßherzvgliche Kreisamt Gießen an die Grosiberzoglichen Büraermeistereien. Nach Mittheilung der Intendantur der 21. Division sind nunmehr die Vergütungssätze für die — außer Marschtagen —, an die Truppen zu verabreichende Mundverpflegung festgestellt und betragen dieselben, soweit sie im Kreise Gießen in Betracht kommen: an dem Ruhetage 6. September.................47,3 an den Detachements-Uebungstagen (Cantonnements-Quartiere) 7.—10. September 66,3 „ Dr. Boekmann. uminose. Maisstärke, Maliena, \ Fuder, \ Gelatine, \ condensirte F \ ». 8 Mdermrsk y 8 Benedictine, 1 Pepsinliqueur 1 sowie alle sonstige " Spiri tuoltn nd C'erv61atirar^* MD «■ t*”1' zu Bowlen. inner und k»!w in Dosen. und Eto-Caviar. fti MotiLisch Deutschland. Darmstadt, 5. Septbr. Die Nr. 40 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 12. Juni l. Js. ge- rieth der 8jährige Sohn des Lehrers Diehl, Julius Diehl, zu Kelsterbach Beim Vaden im Main an eine tiefe Stelle, wo ihn die Strömung faßte und mit sich fortriß, so daß er in Gefahr kam zu ertrinken. Aus den Hülferuf in der Nähe befindlicher Personen eilte Friedrich Reuter II. von Kelsterbach herbei, sprang in seinen Kleidern in den Fluß und faßte den Knaben, wurde aber, da der letztere sich fest an ihn anklammerte und ihn hierdurch am Schwimmen hinderte, voraussichtlich ebenfalls ertrunken sein, wenn nicht Karl Börner von Kelsterbach in das Wasser gesprungen wäre und die Beiden glücklich an das Ufer gebracht hätte. In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung Se. Königl. Hoheit des Großherzogs wird diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That des Friedrich Reuter II. und Karl Börner, neben erfolgter Bewilligung von Geldprämien, hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 2. Verzeichniß der Vorlesungen, Uebungen und Practica, welche im Studienjahre 1877—78 in den fünf Fachabtheiluugen der Großh. polytechnischen Schule zu Darmstadt gehalten werden. 3. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 4. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: der Schulamts-Aspirantin Amalie Gutfletsch aus Eudorf die erledigte sechste evang. Schulstelle zu Lampertheim zu übertragen; den Landge- stütsbeiknecht Hermann Breitwieser aus Ober-Ramstadt zum Landgestütsdiener zu ernennen; den auf die Gemeinde-Schulstelle zu Einartshausen präsentirten Schullehrer Peter Diehl zu Kelsterbach zu bestätigen ; den Gymnasial- und Realschullehramts-Aspiranten Dr. Edm. Körner aus Unterpreißen, im Kgr. Preußen, zum Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Darmstadt zu ernennen; dem Lehrer an der zweiten evang. Schule zu Habitzheim, Friedrich Werner, die zweite Ge- meiude-Schulstelle zu Büttelborn, dem Lehrer an der ersten Schulstelle zu Messel, Ferdinand Hof. den Schulamts-Aspiranten Fortunatus Beck aus Griesheim und Philipp Epfenbach aus Eberstadt Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Pfungstadt zu übertragen; den auf die Gemeinde-Schulstelle zu Freienseen präsentinen Schullehrer Heinrich Katzeubach zu Merlau zu bestätigen; die Bediensteten des früheren Prinzlichen Marstalls, Leibkutscher Andreas Feldpusch zum Großh. Leibkutscher, die Kutscher Joseph Winter und Johannes Fischer zu Hoskutschern zu ernennen; dem Schulamts-Aspiranten Johann Heinrich Schäfer aus Hattenrod die erste Gemeinde-Schulstelle zu Ulrichstein, dem evang. Pfarrer Ludwig Fischer von Busenborn, dermalen zu Hainchen, die evang. Pfarrstelle zu Eichelsdorf, dem Schulamts-Aspiranten Anton Weil aus Rockenberg die fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Bürgel, dem Schulamts-Aspiranten Christian Söllner aus Nieder Erlenbach die Gemeinde-Schulstelle zu Vadenrod zu übertragen ; den auf die erledigte dritte Gemeinde-Schulstelle zu Grütberg präsentirten Schullehrer Theoder Hof zu Grünberg zu bestätigen. Am 21. Juli wurde dem Johannes Stumpf zu Lauterbach das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Lauterbach ertheilt. 5. Charakterertheilung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 26. März dem evang. Pfarrer und Dekan Georg Marx zu Echzell, im Dekanate Nidda, den Charakter als „Kirchenrath" zu erthetlen. 6. Dienstentlaffung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: den Conducteur bei der Main-Neckar-Etsenbahn Wilh. Karle II. ZU Frankfurt a. M. auf sein Nachsuchen zu entlasten. 7. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hoben allergnädigst geruht: am 31. Juli den Leibkammerdiener des Höchstseligen Großherzogs Ludwig III., Jacob Fleck, unter dankbarer Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen Dienste, den Hofofficianten Friedrich Balzer, die Hof- weißzeug-Verwolterin Margarethe Schiffler, den Hofmarschallamts-Kanzleidiener Johannes Heinrich Rausch, die Leiblaquaien Ludwig Desor und Johannes Wachtel, den Hofküchengehülfen Christoph Arnheiter, unter Anerkennung ihrer langjährigen Dienste, den Hofsilberverwalter Johannes Jöckel, den Hofzimmer- er H 6 ei l'. Wärter Christian Griebel, den Schullehrer an der katholischen Schule zu Lampertheim Johannes Böhmelmann, auf sein Nachsuchen, den Forstwarten der Forstwartei Nieder-Ohmen Heinrich Keber, auf fein Nachsuchen, in den Ruhestand zu versetzen. 8. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Eschollbrücken mit einem Gehalt von 771 43 ; eine mit einer Lehrerin zu besetzende Stelle an der kath. Schule zu Bingen mit einem Ansangsgehalt von 1114^. 29 H; die evang. Pfarrstelle zu Freienseen mit einem dotations- mäßigen Gehalt von 1258 JL. Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach zu. 9. Sterbefälle. Gestorben sind: am 28. April der Werkmeister i. P. Nicolaus Wamboldt zu Rockenberg; am 9. Juli der Schullehrer Georg Kraus zu Abenheim; am 24. Juli der evang. Pfarrer Justus Otto zu Neunkirchen; am 5. August der Gymnasiallehrer Professor Dr. Adolf Hüffell zu Darmstadt; am 8. August der Gymnasialdirector Dr. Joh. Baptist Geyer zu Bensheim; am 16. August der Landgerichtsactuar i. P. Ludwig Born zu Wald-Michelbach. Darmstadt. Während der Kavallerie-Manöver werden Se. Majestät Kaiser Wilhelm Wohnung in den Assemblee-Zimmern des alten Resideuzschloffes nehmen, Se. K. K. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches werden bei Allerhöchst Ihrem Schwager unserm Großherzog im neuen Palais am Wilhel- minenplatz absteigen und Se. Köntgl. Hoheit Prinz Friedrich Karl im Palais am Louisenplatz wohnen; in letzterem ist die Balcon-Etage für die Affemblöe der Allerhöchsten Herrschaften zur Besichtigung des Feuerwerks reservirt. — Voraussichtlich wird die zweite Ständekammer gegen Ende September zusammentreten. Ihr zweiter Ausschuß ist zur Berathung der ihm überwiesenen Gesetz-Entwürfe wegen Austritt aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft und wegen des Erziehungsrechts der Eltern in Bezug auf die Religion ihrer Kinder auf Samstag den 8. l. Mts., Vormittags, einberufen. Benrath, 5. September. Der Kaiser empfing heute Mittag 24 Vertreter der evangelischen Geistlichkeit des Regierungsbezirks Düffeldorf; auf die durch den General-Superintendenten gehaltene Ansprache erwiderte der Kaiser: Er könne nur wiederholen, was er bereits in den Erlassen an den Oberkirchen- rath und das brandenburgische Consistorium als seine Ueberzeugung, an welcher er ftstznhalten gedenke, und als das Fundament ausgesprochen habe, auf welch cm er in seinem Wirken und Handeln nach wie vor beharren werde. Arankreich. Paris, 4. Septtmber. Der Marschall Mac Mahon, der nach der Loire zu den Manövern abgereist ist, kehrt morgen noch Paris zurück, um den neuen nordamerikantschen Gesandten zu begrüßen und dann am Donnerstag nach Bordeaux zu gehen. Der Gemeinderath von Tours hat die Gelder für den Empfang des Marschalls verweigert. — Der Untersuchungsrichter von Cherbourg hat die Klage gegen die drei Personen, welche bei der Abfahrt des Marschalls riefen : „Es lebe die Republik I" abgewiesen. Paris, 5. September. In den officiellen türkischen Kreisen wird erzählt, daß Suleiman Pascha es oufgegtben habe, den Schipka-Paß zu nehmen; dagegen wird in den nächsten Tagen eine Schlacht erwartet., Paris, 4. September. Nach weiteren Berichten über das Ableben Thiers' war derselbe bis nach Beendigung seines Dejeneurs vollständig wohl. Gegen 121/2 Uhr Mittags wurde Thiers von einem schweren Schlaganfall getroffen und dadurch der Sprache beraubt. Nach 20 Minuten trat vollkommene Erschlaffung ein, welche bis zum Tode anbauerte. Mac Mahon sandte der Gemahlin Thiers' ein Beiletds-Telegramm. Die Begräbniß-Feierlichkeiten sollen auf Staatskosten stattfinden. Es verlautet, Thiers solle im Jnvaliden-Dom beigesetzt werden, wenn seine Familie nicht widerspricht. Sämmtliche Zeitungen drücken das lebhafteste Bedauern über das Ableben Thiers' aus. Dem „Moniteur" zufolge dürfte die Reife Mac Mahon's nach dem Eüdosten wegen der Leichen-Feierlichkeit um einige Tage verschoben werden. — Marschall Mac Mahon wohnte heute den militärischen Uebungen an der Loire bei und wird morgen hier zurückerwartet. — Der Ministerrath beschließt morgen definitiv über die Feierlichkeiten, welche bei dem Begräbnisse Thiers' stattfinden sollen. — Heute Nachmittag hat bereits eine Berathung der in Paris anwefen- ben republikanischen Exdeputirten unb Senatoren unter dem Vorsitz Gambetta's stottaefunden, worin beschlosien wurde, zuvörderst Grevy nach Paris zu berufen, um demselben die Führerschaft der republikanischen Partei auzutragen. In republikanischen Kreisen verhehlt man sich nicht, daß der Tod Thiers' einen wesentlichen Einfluß auf den Ausfall der Wahlen haben könne. Paris, 5. September. Anläßlich des Ablebens von Thiers hat der Minister des Innern, Fourtou, an den Marschall-Präsidenten einen Bericht erstattet, in dem es heißt: Sobald Sie das unerwartete Hinscheiden von Thiers erfahren, war es Ihr erster Gedanke, daß der Staat dem Andenken Ihres Vorgängers eine feierliche Huldigung schuldet. Seit mehr als 50 Jahren war Thiers eine Zierde Frankreichs und diente demselben als Schriftsteller, Redner und Staatsmann; in allen Beziehungen nahm er den ersten Rang ein. Als er unmittelbar nach unseren Unglücksfällen an die Spitze des Staates gestellt war, befand sich sein Patriotismus auf der Höhe der sch vierigsten und schmerzlichsten Aufgabe. Frankreich vermag solche Erinnerungen nicht aufzuzeben. Jedenfalls ist es Frankreichs Pflicht, Thiers an seinem Grabe alle Ehren zu erweisen, welche ein großes Land Denjenigen schuldet, die es für würdig erachtete, an seiner Spitze zu stehen. Alle Parteien — ich bin davon überzeugt — werden sich zu einem solchen Zeugnisse der Gerechtigkeit und Dankbarkeit ver- einigen. Ich beantrage, daß das Leichenbezängniß Thiers' durch Fürsorge und auf Kosten des Staates stattfindet. — Ein diesem Berichte entsprechendes Decret des Marschall-Präsidenten ist veröffentlicht. Rußland. Petersburg, 4. September. Die von auswärtigen Zeitungen gebrachte Nachricht, der Kaiser werde sich demnächst nach Frateschti begeben, entbehrt gutem Vernehmen nach jeder Begründung. Türkei. Konstantinopel, 4 September. Durch Rundschreiben der Pforte werden die Gouverneure der Provinzen aufgefordert, die Wahlen zur Depu- tirten-Kammer vornehmen zu lasten, auf daß die Kammern zum 1. November eröffnet werden können. Die Provinzen haben 60 türkische und 47 christliche Deputirte zu wählen. Der orientalische Krieg. London, 4. September. Der Correspondent der „Daily News" berichte^, Suleiman Pascha habe nach dem am Freitag versuchten Angriff auf den Schipka-Paß die Sache aufgegeben und sei aus der Nähe des Paffes ab- marschirt, anscheinend um seine Streitmacht zu kräftigen ; nur wenige Bataillone Aegypter ständen noch den Rusten auf den Anhöhen gegenüber und einige gemischte Bataillone in Schipka. Ein Theil der russischen Verstärkungen unter General Nepokoitschitsky hätten den Paß verlaffeu. Petersburg, 4. September. Vom Kaukasus wird aus Karajl vom 1. September amtlich gemeldet: Am 28. August besetzte die Avantgarde des Generals Alchasoff eine Position bei den Quellen des Flustes Waltscha, 800 Faden von den türkischen Befestigungen vor Sukhum-Kale entfernt. Seitens der Türken wurde von ihren Batterien und Monitors aus gegen die russischen Colonnen das Feuer eröffnet, wodurch 4 Rusten verwundet wurden. — Im Terek-Gebiet wurden am 30. August die Auls Ersenoi und Sandak durch General Smekaloff und Oberst Batianoff vernichtet, auch zwei Trupps Aufständischer zerstreut. Wien, 4. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, 4. Septbr. : Der Beginn der Offensiv Operationen der russischen Armee unter Großfürst Nikolaus steht unmittelbar bevor. Das Corps des Großsürsten- Thronfolgers bleibt gegenüber Mehemed Ali in der Defensive am Lom. Die russische Armee erhält fortwährend mächtige Verstärkungen, auch werden die Vorbereitungen für ein 20,000 Mann starkes russisches Corps, das in Rumänien einrücken soll, getroffen. Dje rumänische Armee steht bereits vollständig auf türkischem G biet. General Cernat unter de» Oberbefehl des Fürsten Karl, übernimmt deren Commando. Wien, 5. September. Die „Preste" meldet aus Bukarest: 20,000 Türken versuchten am 1. Septbr. von Lowtscha aus einen Angriff gegen Selwi zu machen, wurden jedoch zurückgeschlagen. An demselben Tage wurde auch ein türkischer Angriff am Schipka-Paß vereitelt. — General Zimmermann meldet, er habe die wichtigsten Punkte an der Donau wie am Trajans-Walle stark befestigt und telegraphisch mit einander verbunden. Verwischtes. — (Eine Ueberraschung im Seebade.) Der „Petit Marseillais- erzählt, daß vor einigen Tagen, als die Schwunmer sich im städt'schen Bade vergnügten, dieselben plötzlich zu ihrem Sckrtcken in ihrer Nähe ein — Crocodtl gewahrten. Man kann sich wohl das Entsetzen der Badenden oorstellen und die Eile, mit welcher dieselben dem User zuschwam^ien um sich lärmend und um £'lfe schreiend möglichst in ^Sicherheit zu bringen. Es wurde auch sogleich ein Fischerboot ausgerüstet, welches 6 muthige Männer, bewaff 'et mit Hocke«; und Stangen, bestiegen, und nun begann die Jagd auf das Ungeheuer. N«rck mehrmaligem Auf und Abfuhren wuide man des Crokodtls ansichtig, auf eoö die kühner, Schiffer aus Letheskräften losschlugen. Nachdem sie vermutdeten, daß das Unthier cenug haben müsse, zogen sie es aus den Wellen, um es gänzlich zu tobten. Doch was mußten sie zu ihrem Aerger entdecke? Das fürchterliche Schemal, welches die Ursache einer so allgemeinen Bestürzung bildete, war wohl ein Crocodil, jedoch ei - ausgeitopstrS, und zwar dasse.be, welches in der Ausstellung der Lotterie zum Best n der b odiosen Marseiller Arbeiter als einer der Treffer figurirte. Der Gewinner dieses prucl'schen Treffers, welcher nicht wuß'e, was er mit dem „verstorbenen Reptil beflii.nen sollte, warf dasselbe in das Meer nächst dem Bade, um sich wenigstens durch den Svoß, welchen ihm die allgemerne Verwirrung machen mochte, für feine1- unbrauchbaren Gewinnst zu entschädigen. — (Photogrovhren der Muttergottes.) Der „Post" schreibt man aus dem Kreise Saarb ückr» vom 23 Aug.: „Gegenwärtig werden Photographien der Muttergottes von M rp ngen ve> kauft. Vor uns liegt eine solch in Visitenk rrtenformat; man hat auch größere. W > seben die heilrge Iunafrau in sitzender Stellung im Busche, von einem Pcb’tn St Lblenk-anze umgeben. Auf dem Haupte trägt sie eine Krone mit Diamanten besetz! Das »benfolls gek ö L Jesuskind, welches in den gefalteten Händen t’n Kn uz Nagt, ritzt auf dem reckten Arme der Mutter. Auf der Rückseite des Bildts lesen wi : Pbotogravh'rt nach der gemäß den Angaben der drei Kinder von Ma'pinnen ang-fert Zickminu d es de< a>ößten Meister der religiösen Kunst. Comm'tsion^v« । In j von Heinrich Theiisi chwarzer Lack auf Metallgalanteriewaaren. Gegenwärtig verwendet man dazu insbesondere Asphaltlack, nämlich in Terpentinöl gelöstes Asphaltharz. (Von letzterem selten die feinsten Sorten.) Dieser Lack ist jedoch stets, wenn auch noch so gut bereitet, immer fprobe unb springt von glattem Grunde immer ab. Setzt man einem solchen käuflichen Lack Vio seines Gewichtes in gutem Leinölftmiß geriebenes Rabenschwarz zu, bestreicht man die Gegenstände mit dieser schwarzen Mischung möglichst dünn und trocknet sie längere Zeit an einem reinlichen 6O0/0 Celsius warmen Orte, so findet das Abspringen nicht mehr statt; sowohl ber leberzäh werbenbe Firniß, sowie bas betgemengte Pigment lassen bas Abspringen nicht zu. — Ein zweiter Weg ist ber, baß man Theer recht heiß macht, wobei sein allenfallsiger Wasser- sowie Leuchtölgehalt verflüchtet, unb bie recht heiß (nicht glühenb) gemachten Gegenstände hinein taucht unb nach bem Abtropfen über dem Kessel in einem Trockenofen bei 120—1500 Celsius ganz trocknet, dies geht rasch und ist sehr billig (besonders auf Gußeisen) (21 d. Metallarb: I. I. Heß, techn. Chemiker.) Ein Wort zur zweiten Auflage von Brehms Thierleben. „Eine allgemeine Kunde des Thierreichs" bezeichnet der Titel dies Werk, und warum es „Tbierlcben" heißt, erklärt der Prospekt mit schlichten Worten: „Weil es nicht im Schematismus der Wissenschaft, sondern in seinem Verhalten zum Naturleben das Tbier betrachtet. Nicht auf dem Sektionstisch des Anatomen, nicht in Messungen an Skeletten und Präparaten sucht unser Buch die Kenntniß des Thieres, sondern es folgt ihm zu seiner Heimstätte, wo c8 sein Familien- und Gcsellschaftsleben, seine Fähigkeiten und Sitten, seine Charakter- und Äeistes- eigenschaften, genug, sein Gebaren und Wesen in der Freiheit beobachtet und ihm die Stelle in der Kette der Schöpfungsglieder nachweist, die ihm im Lickte einer kosmischen Auffassung gebührt", und das Jnteresie, welches das Werk beansprucht, leitet er aus dem Umstande her, daß „noch kein Zeitraum wohl so fruchtbar im Erforschen des Thierlebcns gewesen ist, alS daL vergangene Jahrzehnt. Befruchtend bat diese Thätigkeit der Wisienschaft auch auf den Bildungsdrang des Publikums gewirkt. Die Annäherung des Menschen an die ihm nächstverwandten Gebilde der Schöpfung, an das Werden und Leben der Thiere, hat ibn erst belehrt, daß dieser Kreis von Lebewesen sein eigenes Leben mit einschließt, und erst mit dem Eindringen in diesen Kreis ist Licht über die Räthsel der eigenen Herkunft verbreitet worden, welche ein starres Dogma so lange im Dunkel gehalten hat." Was aber das Werk in der deutschen Literatur bedeutet, darüber hat sich ein hochstehender Mann der Wisienschaft (Dr. von Marenzeller in seinem Bericht an die Zool.-Botan. Gesellschaft in Wien) besser vernehmen lassen, als wir es können; wir ettiren deßhalb aus seinem Berichte folgendes: in?" Wb?" f^ 8,7 ke“> LrKr 1(2!'tn oq,8 N ntd)t Bri beniQ? kinen h^,. °^öh?eL°?uk folg !le' bc8 fit ein " lill* !l4 ®a"n „0« einen *« • *■ '* S,£ M fitj183??’ tln,ä Hin, < er 7 unt« btr unt> dir Um er mu r'u- i n.flt -?"^tner Ge- d'E'L »-»77?'" ui,bw 2 S‘7 "«»m |u, btr „ ® pbe btbtoit, unb ®«b Betreffen unb bie °7 b-Pchl-mit . an^t oz. geistlich, «ntneb^eibunoV2 .ffiotntnj Sßoft", 6fai$ Jritbmtn Äu8|Prud)eä: Slert wird." I Sinoobntr von Erbei- >R ®Hf’n nicht was sie rW (iur Provin, Hessen •nbS, als er in Ausübung tinrm Strolche überfallen rö macht das peinlichste >u kam gestern Vormittag 'rne von einem frembtn lhrscheinlichkeit nach, verlassen werbe. <5m göbrücke ber Köln-DW- schen. Nicht lange ftanbra herbeikam, welcher nsi Sofort eilte ber 6# zunehmen. „Maß", tagte mir mein Eigenthuai ge- gerat-enen Sohnes laffen i( ärt herausgestellt, datz Vater des letzteren war, Soldat aber, ein M- loftet, wirb W n seit langem ging man i legt schwer anzichesten- m den Decken u- ®änben n, eine Masse ans Pack- ioem MterungseiM leiten läßt ierunfltn aus dieser 3)1« eine WU von ca. M u (gopimafie un* 6 't, nie wohl jedem W e Roiette, in Pav'.ermM llnuten mitW( t* b vermag man dn SÄ—ä nnirbiidhauer eine fit em ^5nftc L«s-i Ml»1(ae*l * genwartig ($ö3 JfiH «Ä’no* » firt», ®‘n”6" @,6t e '?Sfirni& gerieben« em e^wg «* schwarzen - ° njarffl^ en «O°/o t jjE, owieM- 5 - ETÄÄ* n t"., „,i W #01tu bn.41'*' St*« »* »3* „Es sind mehr denn 13 Jahre, als die erste Auflage von „Brehms Thierleben" erschien. Sympathisch ausgenommen von der Fachkritik, nahm es einen unaufhaltsamen Siegeslauf in alle Schichten der Gebildeten, durchbrach die Grenzen der engeren Heimat, den Namen des Ger- fassers auf den Flügeln des Ruhmes dahintragenv, und erwarb sich in einer verhaltnißmaßig kurzen Zeit das Bürgerrecht in den Sprachen fast aller Kulturstaaten. Diese Palme des Erfolges, diesen Ehrenkranz sehen wir dem Werke ausgeprägt durch die „Zweite Auflage". — Für die Hebung des naturwtsienschaftlichen Geistes und Bewußtseins hat Brehms Werk unendlich viel geleistet. Ein tiefes Bedürfniß nach naturwissenschaftlichen Kenntnisien durchdringt die große Menge der Gebildeten, und dieses Bedürfniß benützt stets eifrigst die Gelegenheit, wenn das Wissenswcrthe in eine Form gebracht wird, welche zugänglich ist. Brehms Werk aber war bahnbrechend für jenes Verftändniß und jene Theilnahme, welche heute das große Publikum der Lösung von naturwissenschaftlichen Fragen, die von dem gewöhnlichen Leben weit obliegen, ent- gezenträgt. Es hat auf noch unwirthlichen Grund fruchtbare Erde hingetragen, ein gesundes Korn hineingelegt, ruhig die Entwickelung abgewartet und steht heute vor uns in dem glänzenden Rcichthume einer glücklichen Ernte. Allerdings war der Verfasier, wie selten Einer, dazu berufen, auf einem Gebiete zu wirken, das von vornherein des allgemeinen Interesses sicher war, nämlich dem der Lebenskunde der Thiere. Aufgewachsen in der vortrefflichen Schule seines VaterS, des ausgezeichneten Beobachters der Vogelwelt, fand er auf wiederholten Reisen und Expeditionen, welche sich über 60 Breitegrade ausdehnten, Gelegenheit, immer neue Gruppen von Thieren in der Kreis seiner Studien zu ziehen. Zu diesen günstigen äußeren Bedingungen gesellen sich jedoch noch hervorragende innere. Brehm besitzt nicht nur ein außerordentlich feines Beobach- turgstalrnt, er hat auch im hohen Grade die Gabe, das, was er gesehen wiederzugeben. Wie er ein Meister des Wories ist und seine Zuhörer mit der Erzählung des Selbsterlebten zu feffeln versteht, findet auch seine Feder den Weg zu dem Herzen und dem Kopfe des Lesers. Gestützt auf reiche Erfahrungen, weiß er in den Beobachtungen Anderer Spreu von Weizen zu sondern; wahr und treu, ohne hausbacken zu sein und trocken, bleibt er frei von angekränkelter Sentimentalität und wirkt mit der Poesie der Natürlichkeit, welche in dem Stoffe selbst liegt. Seine Schilderungen fließen leicht dahin, eigenthümlich anregend durch ihre Unmittelbarkeit und die völlige Hingabe an die Sache. Wir begrüßen sie in der neuen Auflage wie einen alten, trauten Bekannten; allein dieser steht kräftiger vor uns, gereift in den während seines Lebenslaufes gesammelten Erfahrungen, gestählt nach innen, glänzender nach auycn. Das Werk ist eben um 13 Jahre jünger, und das bedeutet bei der Rührigkeit, welche auf naturwissenschaftlichem Gebiete immer mehr Platz griff, sehr viel. Die zahlreichen Forschungsreisen, ,das sich namentlich in Deutschland lebhaft entwickelnde Thiergartenwesen — der Verfasser leitete selbst durch lange Jahre der Thiergarten in Hamburg und das Aquarium in Berlin — waren auf Inhalt und Gehalt des Werkes von großem Einflüsse. Acltcre Beobachtungen fanden ihre Berichtigung oder Ergänzung, zahlreiche neue traten hinzu, so daß der Umfang des bis jetzt vorliegenden ersten Bandes int Vergleiche mit der ersten Auflage um 210 Seiten anwuchs. Zudem wurden überall die Fortschritte der Wissenschaft in Hinsicht auf den allgemeinen Bau und die systematische Stellung der lbiere berücksichtigt. Nicht genug rühmend können die Illustrationen hervorgehoben werden Als die erste Auftage erschien, wurden die Abbildungen als mustergiltig hingestellt; vergleicht mat aber jene mit den gegenwärtigen, so muß man über den ungeheuren Fortschritt nicht nur in >er Herstellung der Originale, sondern auch den technischen Ausführung der Holzschnitte staunen. Die von Seiten des Bibliographischen Institutes in dieser Hinsicht nothwendig gebrachten Opfer verdienen die vollste Anerkennung. Es berührt sehr angenehm, welch hervorragender Platz sowohl von Seite des Verfassers, als des Verlegers der Person der bethciligten Künstler, in erster Linie dem trefflichen Gustav M ützel in Berlin eingeräumt wird, der uns selbst einen kurzen Abi iß seiner Thätigkeit vorlegt. Wir erhalten dadurch einen Einblick in die namenlose Mühe, lebende Thiere der verschiedensten Gruppen aufzunehmen und ihre Charakteristik fcftzuhalten. Drei Jahre Arbeit waren den Säugethieren gewidmet. Herr Gustav Mützel hat das Verdienst in einer großen Reihe von Abbildungen, Porträts nach dem Leben vorgeführt, das Individuum unt nicht die Species wicdergegeben zu haben. Zahlreiche Thierbilder erscheinen in dieser Auf- lagk zum erstenmal, ein großer Theil der älteren wurde durch neu hergestellte ersetzt, nur wenige wurden unverändert beibehalten, so daß Text und Illustrationen den Ausspruch rechtfertigen: Gin neues Buch unter altem Titel. Nur einen Vorwurf haben wir dem Verfaffer zu machen. feine Behauptung, die Manner der strengen Wiffenschaft würden auch in dem „volksthümlichen" Buche manches Beachtenswerthe finden, ist viel zu bescheiden. Diejenigen allerdings, welche unter Zoologie nur die Entwickelungsgeschichte und Anatomie der Thiere einerseits oder die Systematik anderseits verstehen, werden in dem „Thierleben" nichts Homogenes erblicken; die Kunde der Lebensäußerung der Thiere ist jedoch eine Wissenschaft, der sicherlich die gleiche Berechtigung einzuräumen ist, als irgend einem anderen Zweige der von der Mooe beherrschten Zoologie. Nur sie »klein macht eine andere Zweigwiffenschaft möglich: Die Thierpsychologie. Für die erstere ist das Bre hm'sch e Buch auch gegenwärtig der vollständigste Repräsentant, für die zweite die reichste Fundgrube. In der That fand auch bereits die erste Auflage in allen jenen Schriften, welche sich mit der vergleichenden Psychologie des Menschen und der Thiere abgeben, die ausgedehnteste Verwerthung. Wir hegen die feste Ueberzeugung., daß auch die zweite Auflage nicht allein die von dem Verfaffer gegebene Bestimmung, „nach wie vor sich in den gebildeten Familien einzubürgern und zu einem Hausschatze im besten Sinne des Wortes zu werden", erreichen, sondern dem großen Ganzen der Wiffenschaft gleichen Vorschub leisten werde wie die erste." Diesem Urtheil haben sich so hervorragende Stimmen angeschloffen, wie die berühmten Entdeckungsreisenden Hoch st etter, Tschudi, Rohlfs, Nachtigal, Schlagintweit und der Geograph Petermann, ferner die größten Naturforscher unserer Zeit, wie Leuckart, Darwin, Karl Vogr, Haeckel, Carus, Pagenstecher und viele andere. Wo aber solche Majestäten sprechen, hieße es Eulen nach Athen tragen, wollten wir noch unser eigenes Lob hinzufügen. Wir bemerken nur, daß uns der erste Band vollständig vorliegt und prächtig eingebunden zum Preis von 15 X durch alle Buchhandlungen zu beziehen ist. Sclaiffeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Southampton, 5. Sept. Das Postdampsschiff Weser, Capt. F. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 25. August von Newyork abgegangen war, ist heute 6 Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post unb Ladung 8 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Weser überbringt 235 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. Sept. Der heutigeHeu- und Stroh-Markt war ziemlich gut befahren. Heu kostete je nach Qual, per Ctr. X 3—3.30, Lrtroh p. ®tr. X 2—2.40, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 1.10, 2. Qualität X 1, im Detail 1. Qualität X 1.50—60, 2. Qualität X 1.40. Eier, das Hundert X 4.80—5.20. Ochsenfleisch per Pfd. 70 H, Kuh- und Rindfleisch 55-60 Kalbfleisch 60—75 Schweinefleisch 75—80 Hammelfleisch 50—63 H. Kartoffeln X 4.50—5. Erbsen, geschälte, (per 100 Kilogramm) 28—30 X, ganze Erbsen21—24 x Bohnen, weiße 22—25 x Linsen 32—36 X — Weißkraut das Hundert 25 X Brod-Preise: 3 Kilo gemischtes Brod 90 li/r Kilo gemischtes 45 2 Kilo Roggenbrod 1. Sorte 52 2 Kilo Roggenbrod 2. Sorte 46 Kriegerverein"Giehen. Kameraden! Wie Ihr aus der Bekanntmachung des Präsidiums des Landesverbandes hessischer Kriegervereine in Nr. 199 d. Bltts. ersehen habt, wird der genannte Verband gelegentlich der Empfangsfeierlichkeiten für Se. Majestät den Kaiser in Darmstadt, Sonntag den 23. September, Nachmittags 4 Uhr, in Parade gestellt werden. Es gilt unserem allgeliebten Heldenkaiser eine Freude zu bereiten! Wer von uns, dessen Verhältnisse es nur irgendwie gestatten, wer wollte da fehlen? Wer wollte persönliche Unannehmlichkeiten scheuen, wenn es gilt Seiner Majestät zu zeigen, daß nicht allein in den Rheinlanden, wo sich allein bei Düsseldorf 10,000 unserer Kameraden zusammengefunden haben zum gleichen Zweck, sondern auch im Hessenlande die Herzen aller Krieger dem jubelnd cntgegenschlagen, dessen Führung wir ein geeintes, ein starkes Deutschland verdanken. Kein Verein darf fehlen und nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen wird die Betheiligung denn auch eine zahlreiche werden Es ist dem Präsidium des Verbandes gelungen, für alle Mitglieder der dem Verband angehörigen Vereine auf allen hessischen Bahnen zur Reise nach Darmstadt Fahrermäßigungen zu erwirken «unb zwar vollständig freie Rückfahrt aus einfaches Billet für die Hinfahrt. Die betr. Legitimations- karten werden in Kürze ausgefertigt werden. Die Verringerung der Kosten für den Einzelnen ist ein Grund mehr zur lebhaften Betheiligung, und was die Verköstigung anbelangt, welche bei dem Ungeheuern Zusammenfluß von Menschen an jenem Tag in Darmstadt vielleicht höhere Kosten verursachen würde, so wissen wir uns ja zu helfen! Wir rücken einfach mit eisernem Bestand aus! Anmeldungen zur Mitfahrt sind Freitag Abend in der Versammlung, spätestens aber bis Samstag den 8. September, Vormittags 12 Uhr, bei dem Vereinsdiener zu machen. Gießen, den 6. September 1877. Der Vorstand. Allgemeiner Anzeiaer. Bekanntmachung. Betr.: Das Aufreißen von in dem Gießener Stadtwald gesteigertem Holz. 4934) Auf Antrag Großherzoglicher Oberförsterei Gießen bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß das Aufreißen von Holz, welches in den Wal- dun.gen der Stadt Gießen versteigert wird, ohne Erlaubniß der Großherzoglichen Oberförstern strafbar ist. Gießen, den 3. September 1877. Großherzogliche Bürgcrme'lsterei Gießen. I. V. d. V. : ———,Keller, Beigeordneter. Versteigerung. Gras-Versteigerung. Montag den 10. b. Mts., Dormittgs 9 Uhr anpfangend, loll das diesjähr'ae Grummetgras von bei. dem Marienftift Lick zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, t^ber- unb Nieder-Bessingen versteigert werben. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 4. September 1877. 4950) Winbeim. Ieilgeöolenes. 4S67) Ein sehr gut erhaltenes Sopha. tlelderschränke, ein Küchensckrank mit Aasoüssatz, runde Tische und eine eiserne Liste für Geschäftsbücher sind billig abzu- fleben. Wo? sagt die Exved. d. Bltts._________ Annonce. 3 Thorfteine, 1 Hofthor, 1 Pumpe und 1 Vampenstein sind zu verkaufen bei ffid)__________Lud. Geißler Wittwe. 4£32) Eine Partie Treppen stabe dill o jü werkaufen in der Thür-Drücker-Fabrik von Ehr Daudt. 4964) Mehrere Kanarienvögel zu verfaulen. Neuenweg B- 186. MemenWeinverkaus per Flasche 50, 60, 75, 80 H u. s. w. erlaube mir in empfehlende Erinnerung zu bringen. Besonders empfehle für Reconvalescenten Walporzheimer Auslese (rott?) per Flasche X 1.30. (4705) L. Müller. Feinster medicinischer Dorsch -Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeltem Metall-Verschluss Va Originalflasche X 0.60, Vr „ X 1.00, Vi „ X 170. Derselbe eisenhaltig pro Flacon ä X 1. — zu haben bei (3416 ____________C. F. SEMMLER in Giessen. 4903) Eine vollständige, fast noch neue Ladeneinrichtung (Theke und Regale), ist umzu.'sbalber billigst zu verkaufen. Nä- berks bei der Exped. d. Bltts.__________ Zum Einmachen empfiehlt: Extrafeinen Weinessig per Lit. 30 H ffein do. „ „ 24 „ sowie sämmtliche Gewürze ganz und rein gemahlen. 4704) L. Müller. Corneil Beef - 99 Beef Tongues Payfianclu Oac Tongues empfiehlt 4925) (amerik. Rinder-Roulade) per 2-Psd.-Büchse X. 1.80 i> n ff „ 0 „ „ „ 5.50 „ Ochsenzungen „ 2 „ „ „ 3.40 „ ,, „ Büchse „ 4.20 Emil Fischbach. 3 Erste Preismedaillen — 1 perdienstmedaille 2 — Ehrendiplome — Gin goldenes Kreuz! Von allen Aerzten als das kostbarste und angenehmste Stärkung^- unb Verdauungsmittel, sowie vielfach seinem pikanten Geschmackes und seiner vorzüglichen Wirkung wegen als Medt- cinal- Magenwein für Schwächliche und Magenleidende empfohlen ist der Aerztliche Magenbitter, gen. L’Estomac. von Dr. med. Schrömbgens in Kaldenkirchen. Brocküre um jede Flasche. In Gießen zu haben bet: VH. Nau & Co., Jul. Wallach, I. A. Busch Söhne, Daniel Heil, Heinr. Kinkel, Conditor, Wilh. Flett, Neustadt, F. C. Henzerling und C. Müller. (1175 I Mr die Herren Studirenden I empfehle ich meine Anstalt zur Anfertigung von I Pfeifenköpfen und Seideldeckeln mit Wappen und Schrift, ■ desgleichen empfehle ich meine mehrfack prämiirten, überall mit großem Beifall ouigenommenen, unvergänglich eingebrannten PortraitS auf Pfeifenköpfe, ■ Seideldeckeln rc. nach eingesandten Photographien. Jllustrirte Preis-Courante gratis und franco. — Lieferzeit 10—12 Tage Waldenburg in Schlesien. Photogr.-artistische Anstalt l-26ö°J A. Leisner. WENZELS GARTEN. 4974) Sonntag den 9. September 1S77: Großes Coneert ausneführt von dem hier rühmlichst bekannten Musik-Corps (Tnrnfest-Halle) bc£ 8. Hess.-Nass. Regiments J¥r. 88 (48 Mann) zu Mainz, unter der Leitung des Herrn Kappelmeisters C. Baunack. PROGRAMM: I. Theil. 1. Nibelungen-Marsch, von Sonntag. 2. Fest-Ouverture, von Lortzing. 3. Fesche Geister, Walzer von J o h. Strauß. 4. Fantasie über „'s Sträußli" — Piston-Solo — von Hoch (vorgetragen von Herrn Haag). II. Theil. 5. Ouvertüre z. Op. ^Tannhäuser", von Wagner. «. Sehnsucht nach dem Rhein. Polka-Mazurka von Baunack. Äiisauiz 5 Uhr. — ÜB. Da die Leistnngen obiger Kapelle von dei einem wohll. Publikum einen genüsireichen Abend. 7. Variationen für 2 Pistons, von Matusch ka (vorgetragen von den Herren Haag und Kümmel.) 8. Große Fantasie über Meyerbeer's .Prophet", von Wieprecht. III. Theil. 9. KrönungSmarsch a. d. Op. „Die Folkunger", von Kretschmer. 10. Ungarische Tänze, von Brahms. 11. Musikalische Novellen. Potpourri von Saro. 12. Tik-Tak-Polka (schnell), von Joh. Strauß. (Entree 40 Pfg. Turnfeste aus hinreichend bekannt find, verspreche !! ! Nach dem Concert Bier im Glase ! ! I 4972) M. Haan, vorm.: S. Weimersheim. XXXXXXXXXXXIX1XX Eine reichhaltige Auswahl in Tuch, Buckskin und l eberzielierstoflen empfiehlt Kermiettiungen. 4890) In der Nahe des Bahnhofes ist eine Bodrnräumlichkeit, zum Fruchtspetcker geeignet, zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. __________________ 4928) Ein kleines Famtlienlogis ist sofort zu vermiethen. ____________________Asterweg Lit. A. 110. 4936) Ein kleines Logis zu vermiethen und sofort zu beziehen. Ehr. Noll III., _______________ Canzleibera B. 66. 4942) Ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen bet I. Balser, _________________________Grünberakrstrnße. 4945) In meinem neuerbauten Haufe vie-ä-vis dem Ludwigsplatze ist noch eine Familievwobnung von 5 bis 6 Zimmern nebst Zugehör und sonstigen Bequemlichkeiten, sowie eine Mansardenwohnung von 3 Zimmern, zu vermiethen. I. Schmidt. Vermischte Anzeigen. 4963) Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.________________________ 4966) Eine gebildete und erfahrene Haushälterin gesetzten Alters sucht Stelle auf sogleich oder 1. October. Offerten un- ter L. S. an die Exped. d. Bltts._________ 4968) Ein braves Mädchen für Küche und Haus sucht Frau Hofgerichtsrath Kritzler, Seltersbera E. 41. 4970) Für ein hiesiges Liqueur- u. Brand- meingcschäft wird ein junaer Mann für Comvtoir und Reise gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 4976 > Gesucht eine Köchin und ein Hausmädchen per 19. d. Mts. von Frau Arnold Müller. 4965) Ein Gymnasiast oder Realschüler kann in einer soliden Familie Kost und Logis erhalten. Näheres bei Dachdecker Ruckstuhl 2. Etage, Gartfeld. 4962) Ein Maschinensührer wird gesucht. ________Gebr. Lotz. Mer-Branche. Ein mtl dem Ausschnitt kundiger junger Mann wird als Theilhaber in eine in Frankfurt a. M. bestehende Handlung in Schuhmacher-Artikeln mit einigen Tausend «X Einlage gesucht. Nur schriftliche Offer- ten bei d. Exped. d. Bltts.___________(4918 4935) Lehrmeister gesucht für einen Jungen von 16 Jahren, der Kost und Logis im Hause hat. Neflectan- tcu wollen ihre Adresse unter Nr. 548 mit Angabe des Lehrgeldes in der Hxped. d. Bltts. niederlegen. 4939; Em Glasergeselle (Rahmen macher) erhält dauernde Arbeit. Das Nähere bet der Exved. d. Bltts. II a äi M weiker«Tajj am 9. September a. c. Hau- Wld usslellung zu FRANKFURT a. M. im ehemaligen Bundes-Palais, Grobe Eschenheimergasse pr. 26. Der Vorstand wird an die Besucher am 9. September a. c. eine große ßoUection amerikanischer und deutscher Werkzeuge, amerikanische Kinderstühle, Haushaltungsgegenstände rc. rc., welche sämmtlich von den Ausstellern angekauft sind, vertheilen. Der Eintrittspreis ist an diesem Tage auf nur 1 Mark, ohne Nachzahlung, festgesetzt. Leiter Besucher erhält einen Gegenstand im Werthe bis zu JL 60. Die Ausstellung wird Morgens um 7 Uhr geöffnet. (4969 Burgergesellschaft. 4973) Die auf den 9. d. Mts. festgesetzte Unterhaltung findet erst am 16* d. Nkts. mit Theater in Wenzel’s Garten- Saale statt.______________________Der Vorstand, ijn Arieger-Verein Gieße». Freitag den 7. September 1S77, Abends 8V2 Uhr, bei pramm: Monatsversammlung. Tagesordnung: Aufmarsch des Landesverbandes hessischer Kricgervereine vor Sr. Majestät dem Kaiser Sonntag den 23. September in Darmstadt. 4967)______________________Oer Vorstand* I»ge»dfest. 4975) Alle Forderungen bezüglich des Jugendfestes müssen längstens binnen 8 Tagen bei dem Vorsitzenden, Herrn I. Han stein, schriftlich eingereicht werden. Zivimsig Pfennig - Tug • der Bau- und Industrie - Ausstellung zu Frankfurt a. M. im ehemaligen Bundes-Palais, Groffe Eschenheirnergaffe Nr. 26. 4412) Sonntags und Mittwochs ist der Eintrittspreis auf zwanzig Pfennig ermäßigt. Ständige Ausstellung aller Arten von Steinen, Eisen, Bronce und Zinkguhwaaren, Sgrasfitos, Parquettafeln, amerikanisches Werkzeug, Haustelegraphen, Maschinen, Modellen, Schieserplatten, Kochherden rc. rc. Depot in Apparaten für Krankenpflege, Berbandmitteln, Haus- und Reise- Apotheken, amerikanische Dettschränke, amerikanische Kinderstühle, amerikanische Schlösser. Lönholdt's Ventilations-Apparat für Stallungen. Molkereigeschirre verzinnt unb cmaillirr rc. — Entwurf von Plänen und Kostenanschlägen.__ Zur gefl. Beachtung. 4948) Wegen hoher Feiertage bleibt mein Geschäft von nächstem Freitag Abend 6 Uhr an bis Sonntag Abend geschloffen. ______________J. M. Schulhof. Sonntag den 9. unv Montag den 10. Levtember: Reirös-Kiichweihlest zu Kirchberg II. Rau wozu ergebenst einladet 4971) 4931) Meine Thürdrücker - Fabrik befindet sich jetzt an der Grünberger Straffe D. 169,i* (7*r. Dateclt. Berantwortlicke Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ-Druckerei tFr Ehr. Viets cb) in Gießen. A! d. Is. £ E Ö L M J t G Im reich geg Reaction auch kein PlöMke augkiibiilkl Thiers ist der'achtzig Hingeschied zur zu V\ bahn tie warmen $ durch der mungen, modistcirl Hingeschie Thätigkeit des lebten toriums v besonnenen die Thiers seiner §tt üvm 9nti imdvnnen svlglrn T Perstoibk vativen G Seskhobene für bie (l lann nur durch den lind dem , Wa ken wir u ^7 in s NM* wnm ihn tr bldvocnt W Paris Ses' bm dir *823 6ii | .yNoc'i* S.N)