Ao. 180. Dienstag, den 7. August 18V». chichencr MWger Anjkize- ini Amtsblatt für in Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 3 Mart 20 Pf. mit Bringeriohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. G testen, am 2. August 1877. Betr.: Die Herbstübungen in 1877. , Das Großherzogliche Kreisamt Gleßen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 18. v. Mts. in Nr. 167 des Gießener Anzeigers theilen wir Ihnen weiter mit, daß nach einer Benachrichtigung der Intendantur 21. Division nur die Gemeinden Bettenhausen, Langsdorf, Nonnenroth, Röthges und Utphe, wegen zu großer Entfernung von den Magazinen die für die zur Einquartirung kommenden Pferde erforderliche Marfchfourage zu beschaffen haben. Dr. B ö k m a n n. Bekanntmachung. Wir haben angeordnet, daß das Schwemmen der Pferde in der Lahn nur an dem durch ein Plakat bezeichneten Orte und zwar oberhalb der dort in der Lahn angebrachten Barriere stattfinden darf. Indem wir dieses zu öffentlichen Kenntniß bringen, machen wir zugleich darauf aufmerksam, daß Ueber- iretungen dieser polizeilichen Anordnung nach Art. 296 des Polizeistrafgesetzes mit 1 bis 5,14 JL bestraft werden. Gießen, am 3. August 1877. Großherzogliche Polizeiverwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Wotilischer IßetL Zur allgemeinen politischen Lage Die Lage der Dinge auf dem Kriegsschauplatz hat sich in letzter Zeit nicht wesentlich verändert. Die Türken scheinen neuestens zwar auf der Balkan-Halbinsel ebenso wie früher in Asien nicht unbedeutende Vortheile errungen zu haben, sie sind aber bei dem zerrütteten Zustand ihrer Armee offenbar außer Stande, ihre Erfolge auszubeuten.z*) Die Ueberschreitung des Balkans durch einen Theil der russischen Truppen hat daher Nichts von ihrer Bedeutung verloren, die Türken sehen vielmehr nach wie vor im Geiste die Kosaken schon bis vor die Thore von Konstantinopel schwärmen. (Vergleiche die heutigen Nachrichten vom Kriegsschauplatz.) Das Hannibal ante portas Hal die Pforte indeß noch nicht so in Angst gesetzt, daß sie schon ernstlich an Friedens-Unterhandlungen dächte. Im Gegen- theil hat der bisherige auswärtige Minister, Savfet Pascha, seinen Platz räumen müffen, weil er Worte zu Gunsten des Friedens fallen ließ. An entscheidender Stelle ist man entschlossen, den Krieg bis auf Weiteres in verzweifelter Weise fortzuführen, und denkt sogar daran, Midhat Pascha, den Mann des Widerstandes bis aus's Aeußelste, zurückznberufen; derselbe wartet gegenwärtig in Wien des Winkes, der ihn an die Spitze der Geschäfte zurückführen soll. Einen nachhaltigen Erfolg des türkischen Widerstandes erwartet indeß Niemand mehr; in den Augen Europas ist der Krieg schon jetzt zu Gunsten der Nuffen entschieden. (?) Auch für die übrigen Großmächte handelt es sich jetzt nicht sowohl mehr um Einmischung in den Streit, als um Sicherung der Christen gegen etwaige Ausbrüche des mohamedanischcn Fanatismus. Für's Erste ist's freilich ihren Bemühungen noch gelungen, die Pforte von der Ausführung des verhängnißvollen Planes, die heilige Fahne des Propheten zu entrollen, zurückzuhalten und so die Gefahr eines allgemeinen Christengemetzels zu beschwören. Niemand kann indeß vorhersehen, wie lange man in Konstantinopel noch vor der Anwendung dieses äußersten Gewaltmittels zurückschrecken wird. Glücklicher Weise haben sich die neutralen Mächte, wie verlautet, für den Fall des Eintritts einer Katastrophe über energische gemeinsame Maßregeln zum Schutze der Christen verständigt. Auch die neuesten Schritte Oesterreichs, welches sich bereit macht, 4 Divisionen an die Grenze zu senden, haben ohne Zweifel den Zweck, der Ausbreitung des türkischen Fanatismus vorzubeugen, als aus der bisherigen Neutralität herauszutreten oder gar Rußland Verlegenheiten zu bereiten. Von glaubwürdiger Seite wird wenigstens den jüngsten Alarm-Nachrichten gegenüber auf's Bestimmteste versichert, daß die intimen Beziehungen zwischen den Höfen von Wien und Petersburg ungetrübt sortbestehen. Noch weniger ist eine Störung des Weltfriedens durch England zu befürchten. Da die Pforte sich nicht hat bereit finden lasten, die englische Regierung zur Besetzung Gallipolis (b. h. der Dardanellen) und gar Konstantinopels aufzusordrrn, so denkt diese nicht daran, die genannten Punkts mit Gewalt in ihre Hand zu bringen und sich dadurch in die Nothwendigkeit zu versetzen, dieselben eventuell gegen einen Angriff der Rusten vertheidigen zu müssen, — die Sendung von 3000 Mann nach Malta ist offenbar nicht dazu angethan, einen derartigen Schritt in Aussicht zu stellen — die Untätigkeit Englands dem Vordringen der Rusten auf Konstantinopel gegenüber bestätigt vielmehr die Ansicht, daß dasselbe fortan darauf verzichtet, in den Angelegenheiten der großen Politik eine entscheidende Rolle zu spielen. Was aber die übrigen Großmächte betrifft, so hat — um von Deutschland zu schweigen — Italien noch kürzlich die Versicherung wiederholt, daß es seine bisherige Neutralität nicht aufzugeben gedenke, und Frankreich durch den Mund des Marschalls Mac Mahon noch soeben die Erhaltung des Friedens als Ziel seiner auswärtigen Politik bezeichnet. Läßt somit die Lösung der orientalischen Frage keine Störung des Welt- ♦) Frag!. Artikel wurde geschrieben, ehe die neueren Nachrichten über die Siege der Türken bekannt wurden. D. Red. friedens befürchten, so ist und bleibt doch der politische Horizont im Westen Europos noch 'immer bewölkt. Leider schenkt Niemand den Versicherungen der französischen Regierung, daß sie den Frieden wolle und sich nicht von den Ein- flüsten des Vaticans beherrschen laste, Glauben. Man verlangt von ihr Thaten statt Worte. Die fortdauernde Verstärkung der französischen Armee zeugt aber deutlich genug von kriegerischen Absichten und die Organe der päpstlichen Curie, die neuerdings eine erhöhte Thätigkett entwickelt, erklären das französische Schwert offen genug für das Werkzeug zur Erreichung ihrer Italien und Deutschland feindlichen Pläne. Die ttalienische Regierung denkt denn auch schon ernstlich daran, Rom durch Errichtung neuer Vertheidigungswerke gegen einen französischen Handstreich zu sichern, und selbst in der Schweiz fängt man an, über die an den Grenzen ihres Landes von den Franzosen aufgeführten Befestigungen bedenklich zu werden. Der deutschen Reichsregierung ist es daher nicht zu verdenken, wenn sie dem Lauf der Dinge in Frankreich unausgesetzt mit wachsamem Auge folgt und sich mit Italien für alle Fälle zu verständigen sucht. Aeulschland. Dresden, 4. August. Nach einer Meldung des „Dresd. Journals" ist beim Prinzen von Wasa, Vater der Königin von Sachsen, welcher in Pillnitz krank darniederliegt, seit gestern eine bedenkliche Abnahme der Kräfte eingetreten, die zu ernster Besorgniß Anlaß gibt. Bad Landeck, 4. August. General-Feldmarschall v. Steinmetz ist heute Nacht plötzlich gestorben. AranLreich. Paris, 3. August. Vor dem Tribunal von Versailles wurde heute der erste Proceß des Ex-Deputtrten Menier gegen das „Bulletin des Communes" verhandelt. Der mitangeklagte Minister des Innern, v. Fourtou, erhob den Einwand der Jncompetenz. Die Entscheidung des Gerichts wurde auf den nächsten Mittwoch verschoben. — Dem Vernehmen nach hat der Prinz Louis Napoleon ein Schreiben an Rouher gerichtet, worin er dessen Politik gegenüber Caffagnac billigt. ßngkand London, 4. August. Dem „Standard" zufolge wäre Hicks Beach an Stelle des verstorbenen Warb Hunt zum Marine-Minister und Plunket zum Obersecretär für Irland ernannt. — Die „Times" meldet aus Portsmouth, daß dort ein Befehl der Admiralität eingetroffen sei, zwei Truppen-Schiffe bereit zu halten, um am 11. d. weitere 3000 Mann Truppen nach dem mittelländischen Meer einzuschiffen. Uelgierr. Brüssel, 3. August. Nachdem in dem Proceß der „Union de Credit" das Plaidoyer beendigt ist, beräth die Jury seit vier Stunden über die ihr vorgelegten 128 Fragen. Man erwartet den Wahrspruch heute Abend. Serbien. Belgrad, 3. August. Durch fürstliches Decret, welches im Amtsblatt veröffentlicht ist, wird der Kriegsminister zur Einberufung von 3000 Miliz- Soldaten behufs Bewachung der Grenze ermächtigt, und ferner die Beschaffung von Ergänzungen des Kriegsmaterials angeordnet. Griechenland. Athen, 2. August. Eine königliche Verordnung vom 30. Juli verfügt den Schluß der außerordentlichen Session der griechischen Kammer und eine J Gießener Anzeigers empfehle ich Weitere Verordnung bringt die Ernennung des Stabes der griechischen Armee und der Befehlshaber der verschiedenen Brigaden, Regimenter und Bataillone. 8ehlff*bericltt. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz tu Gießen. Newyork, 4. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschtff Rhein, Capt. H. C- Franke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 2l. Juli von Bremen und am 24. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachm- wohlbehalten hier angekommen. von T ie zu rutzcs an' to-irr m ftlUgtjUi viiisionswt U"b Bröi künau jui |k In Pn flu-^ubrüife itonntrl <. iirfttttift ur »mrhm, d Kietzen t Gro In Vrrhu 4298) 3 $i sollen im iur Änltflt Hortfeld i 3rbttltn o 1) Maure 2) Steinb! 3i Schloss 4. Erd-u. 5i Pfiästn -Ziehen, i Krohhetzc 4326) Arbl Dor sollen auf Arbeiten du Acord gefle waurerarbe «ranschl Wfcarbi zu BMMW Vfhfttratb M Sanbtie u iterha/turi schm, 3 ^^"innar _ aedüude Deihbindri °v°erani4 Maurerari QfQbtn Waat .Sleinöao «Herzog 4341) V e rm i sch t e S. ^Darmstadt, 2 August. Aus Hernshetm kommt die Mittheilung, daß gestern Abend dortsilbst ca. 30 Hauser niederbrannten. Als diese Nachricht von dort abgina war der Brand noch nicht gelöscht- — Revanche. Kanzleibote: „Aber warum kann ich Ihnen denn gar nichts recht thun; — und so barsch behandeln Sie mich!" — Assessor: „Ja sehen Sie, Ihnen geht es letzt gerade so wie mir, als ich Einjahrig-Freiwilliger und Sie mein Feldwebel waren." .. r 1” Gedankenmalerei „Warum sind Sie so nachdenklich geworden, seit der Bankier mit seiner liebenswürdigen Tochter dort unter den Bäumen sitzt?—„Ach ich male mir im Geiste das Glück aus, wenn der Bankier mein Schwiegervater selig wäre!" T ~ Mittel gegen Regenwürmer. Regenwürmer sind nach einer Mittheilung des Journal d agncultur pratique auf eine einfache Weise zu vertreiben, indem Topfpflanzen, die von ihnen leiden, mit Wasser begossen werden, welches ungefähr zum zehnten Theil mit der geriebenen Frucht der Rostkasianien (Aesculus Hippocastanum) vermischt ist, was das alsogletche Heroorkriechen und Absteroen der Regenwürmer bewirkt. Auch bei trockenen Früchten geht die giftige Wirkung nicht verloren. Dasselbe Journal macht wiederholt aus die Wirkung des Tavaksaftes aufmerksam, der mit Wasser vermischt gegen Engerlinge und Blattläuse sowohl bet Obstbäumen als bei Gemüsepflanzen anzuwenden sei. — lEine der schamlosesten Ausbeutungen) — schreibt das „N. B. Taget».' — besonders der ärmeren Classen, dürfte wohl unstreitig der seitens der Herren Materialisten erst in neuerer Zeit in Aufnahme gekommene Mißbrauch sein, bet dem Verkauf der unentbehrlichsten Haushaltungsartikel, als Kaffee, Zucker, Thee, Reis rc. die äußere Umhüllung oder Papterdüte mitzuwiegen. Bisher bediente sich der Kaufmann bei dem Abwiegen seiner Colonialwaaren einer Handwagschale, um die abgewogenen Gegen- llände alsdann m eine geklebte oder gedrehte Papterdüte zu schütten, die er als ein selbstverständliches Requisit zugab. Heute natürlich ist das ganz anderes. Die Handwagschalen sind verschwunden, an ihre Stelle sind Tafelwagen getreten, welche auf der größeren Platte ein Halbgeländer besitzen, um auf diese Weise das Mitwtegen der starken Papterdüte zu erleichtern. Wie bedeutend ein derartiger schamloser Kunstgriff für die Taschen der Kaufleute ist, wird man aus nachstehender Rechnung leicht ersehen. Bekanntlich wiegt der gebrannte Kaffee, einer der bedeutendsten Consumarttkel, bet gleicher Menge nur halb so viel wie der rohe Kaffee, daher der Kaufmann zum Etnpacken eines halben Pfundes einer Düte bedarf, worin ein ganzes Pfund roher Kaffee Platz hat. Nun ist gewiß, daß nur in den seltensten Fällen eine solche Düte weniger wie 10 Gramm im Gewicht hat, wodurch also der Kaufmann, da er in neuester Zeit diese Papierdüte mitwiegt, statt der verlangten 250 Gramm — Vr Pfund gebrannten Kaffee in Wirklichkeit nur 240 Gramm Kaffee und 10 Gramm Papier verkauft, mithin sich 10 Gramm Papier für Kaffee bezahlen läßt. Da nun der billigste Kaffee mindestens 1.50 per Pfund kostet, so haben diese Herrn bet dem Verkauf von 200 Vr-Psunde 200 x 10 Gramm = 4 Pfund Papier als Kaffee mit 6 bezahlt genommen, während 200 Stück Papierdüten sich doch höchstens auf 60 bis 70 Pf. stellen können. Was diese Manipulation noch verwerflicher macht, ist, daß sie nur die ärmere Classi betrifft. Ob ein derartiger Kunstgriff, welcher hart an die Grenze des Betrugs streift, gesetzlich erlaubt —? Und wer wollte es im bejahenden Falle dem Kaufmann verbieten, statt eine Dute von 10 Gramm Schwere eine solche von 20 Gr. Schwere mitzuwiegen? Ist dieses jedoch nicht erlaubt, dann dürfte es für die Behörden gewiß die höchste Zeit sein, gegen ein solches ungesetzliches Verfahren einzuschreiten. Friedberg, 2. August. Daß ein Realschüler Wachteln ausbrütet, dürfte wohl als naturytstorisches Umcum dastehen. Die Sache ereignete sich hier jedoch in Wirklichkeit und wir wollen unseren Lesern das komische Eretgniß nicht vorenthalten, selbst auf die Gefahr hin, daß die Collegen von der Presse, ja selbst die Setzer entsetzt aufschreien: Hu, welch' sauere Gurke! — Realschüler Waller von Dorheim nahm heute Morgen unterwegs ein Wachtelei mit, um es seinem Lehrer hier für die Sammlung zu übergeben. Damit es ihm nun nicht aus der Hand falle, steckte er es vorsichtig unter fein Hemd auf die bloße Brust. Hier muß wohl die Schaale trotz deS vorsichtigen Tragens etwas lädirt gewesen sein, die Wärme des Körpers wirkte auch etwas mit, genug, als er hier ankam, fing die junge Wachtel aus dem Ei zu entschlüpfen. Als der Lehrer die Schulstube betrat, tönte es ihm von allen Seiten entgegen: Herr W.... der Walter hat eine Wichtel auSgebrÜtet! Das Thierchen wurde seitens des Lehrers getodtet. da keine Möglichkeit da war, einen so jungen Vogel aufzufüttern. Die Sache selbst wurde uns von dem betreffenden Lehrer und dem Director der hiesigen Realschule mitgetheilt und sind wir ausdrücklich autorisirt, die beiden Herren als Quelle für die Richtigkeit des Vorkommnisses anzugeben. (Oberh. Anz.) Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 2 August, Abends. In einem Telegramm Sulei- >nan Pascha's über die am 31. Juli ftattgehabte Wieder-Einnahme von Eskisagra wird noch ferner gemeldet: Als die Ruffen nach heftigem Kampf unter großen Verlusten verjagt waren, hatten die in die Stadt eingerückten türkischen Truppen noch einen Kampf gegen die bulgarischen Einwohner zu bestehen, welche sich in die Häuser und Kirchen flüchteten, durch die Fenster auf die Truppen schoffen und sich auf's Aeußerste vertheidigten. Gerüchtweise verlautet, Suleiman Pascha stände im Begriff, Kazanlyk anzugreifen. Aus der Umgebung von Rasgrad kommt die Kunde von einem günstigen Gefechte. London, 3. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Erzerum vom 2. August: Das russische Centrum unter General Loris - Melikoff, durch 14 Bataillone Infanterie und 3 Feldbatterien verstärkt, hat die Offensive ergriffen und ist seit zwei Tagen mit dem Feinde in fortgesetztem Kampfe begriffen. — Das Corps des Generals Tergukasoff ist durch 5 Bataillone Infanterie, ein Dragoner-Regiment und eine Batterie verstärkt. Eine russische Abtheilung marschtrt gegen Pennek. Konstantinopel, 3. August. Shakir Pascha ist zum Divisions- G.'neral ernannt worden und übernimmt das Commando über das bisher von Reuf Pascha befehligte Armee-Corps. Letzterer geht nach Konstantinopel. — Die ini- Dorfe Atly bei Tschirpan angesammelten aufständischen Bulgaren wurden gelobtet, 55 gefangen. — Der Gouverneur von Pilippopel signalisirt tue Ausbreitung des Aufstands an mehreren Punkten, besonders in Carlowa und Aktschekilina. Die entsendeten Truppen befreiten zunächst die muselmännische Bevölkerung und belagerten sodann die beiden Orte, worauf die Insurgenten sich unterwarfen und die Waffen auslieferten. — Ein Telegramm Suleiman Pascha's schätzt den Verlust der Ruffen und Bulgaren bei Eskisagra auf 2000 Todte. Zahlreiche Bulgaren wurden gefangen. Der Verlust der Türken betrug 171 Todte und 566 Verwundete. Eskisagra wurde in Folge der Beschießung durch eine Feuersbrunst zur Hälfte zerstört. — Ein Telegramm Mehemed Ali's vom 1. d. bestätigt die Meldung von dem für die Türken günstigen Avantgarden-Gefecht bei Rasgrad. Wie versichert wird, concentriren die Ruffen eine Armee an der Donau, welche in zwei Corps getheilt wird; eines d^ser Corps würde bei Plewna, Nikopolis und Sistowa, das andere entlang der Jantra operiren. Bukarest, 3. August. Die Kanonade zwischen Rahowa und Beket dauert fort. Auf sämmtlichen Bahnen der Moldau und der großen Walachei isi der Personen- und Güter-Verkehr wegen Truppen-Transporten eingestellt.— ®er Minister-Präsident Bratiano kehrt heute aus Dem rumänischen Hauptquartier zurück. Wien, 4. August. Das „Tageblatt" enthält folgende Meldungen: Aus Bukarest. Die Türken haben Rahowa wieder besetzt und daselbst Batterien errichtet, aus welchen sie ein anhaltendes Feuer auf die rumänischen Positionen bei Beket eröffnet haben. — Aus Belgrad. Die Skupschtina hat gestern die Ge^mittel zur Aufstellung eine Observations-Corps an der Grenze bewilligt. Wien, 4. August. Meldungen des „Tageblatts": Rasgrad, 3. Aug. Adil Pascha besetzte, von Lowtscha kommend, Selvi bei Tirnowa ohne Kampf. 4000 albanesische Reiter trafen zur Verstärkung der Armee Osman Pascha's in Plewna an. Wien, 4. August. Aus Schumla wird gemeldet: Die Ruffen räumen die Dobrudscha, das dortige Corps ist zur Verstärkung der Haupt-Armee bei Sistowa bestimmt. Adil Pascha besetzte Servin, Osman Pascha's Vorhut rückl gegen Tirnowa vor. Die türkische Armee sucht ihre Siege auszubeuten. — Die Nachrichten aus Serbien haben hier in Wien einen schlechten Eindruck gemacht. Das „Fremden-Blatt" erklärt, die serbischen Rüstungen müßten Oesterreichs militärische Maßnahmen beschleunigen. — Die „Neue Fr. Pr." widerlegt in Folge besonderer Ermächtigung die gehässigen Ausstreuungen über Midhat Pascha; sie constatirt, daß eine Aussöhnung des Sultans mit Midhat erfolgt fei; der Sultan sei nun seinerseits bemüht, Mahmud Damat und Midhat mit einander zu versöhnen. Bukarest, 4. August. Aus Tirnowa wird gemeldet, daß Berichten des Generals Gurko zufolge, die Türken vor der Räumung der Städte und Dörfer die Christen umbringen oder sogar lebendig begraben. Im Hauptquartier treffen täglich Gefangene ein, welche im Balkan gemacht wurden. Petersburg, 4. August. Heute wurde ein kaiserlicher Ukas über die Berufung von 188,600 Landwehrmännern erster Classe veröffentlicht. Der Ukas, welcher vom Kaiser Bleja am 22. Juli unterschrieben wurde, rief hier allgemeinen Enthusiasmus hervor. Wien, 4. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Petersburg vom 1 4. d. : In Folge eines aus dem Hauptquartier der Operations-Armee in Bul- ! garien eingetroffenen kaiserlichen Ukas wird die unverzügliche Mobilisirung des ' gesammten Garde-Corps und mehrerer Ärmee-Divistonen angeordnet. Der i größere Theil des Garde-Corps und einige Armee-Divisionen müssen sofort zur Operations-Armee nach Bulgarien stoßen, der übrige Theil der neumobilifirten 1 Truppen geht zur Verstärkung der kaukasischen Armee ab. Konstantinopel, 4. August. Die Pforte forderte die Chefs der ( christlichen Gemeinden auf, eine aus Christen bestehende Miliz zu organisiren, > welche gemeinschaftlich mit der Gensd'armerie die öffentliche Sicherheit aufrecht- $ erhalten soll. — Zwischen Mukhtar Pascha und den Russen in Klein-Asien ' ^at sich ein Kampf entsponnen. Die Ruffen erhielten Verstärkungen und sollen die Offensive wieder ergriffen haben. — Von der Donau liegen keine Nach- < rieten über neue Kämpfe vor. — Reuf Pascha ist heute in Konstantinopel emgetroffen. * Lokal-Notiz. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtverordneten- Sitzung vom 26. Juli 1877 folgen: 11 $£r "gelegte Nivellementplan für die projectirte Straße vor dem an der iiebinigt301 ^Cn ^a^or un& Neuenweg erbaut werdenden Justizgebäude wurde ge- ~ , n2, Cin zwischen der Stadt und Herrn GeorgKonradSimon abgeschlossener ««r zur Rei ü en sand -B a hnh of sft r aß e abgetretenes Gelände für den Preis von v pro DÄlafter wurde genehmigt. hpr Theo d o r Lony will an seinem, ehemals Werner'schen Hause am Ecke bailIi^Cr?CrÖ1.nb^n9cn vornehmen, bet welcher Gelegenheit eine Gradelegung der an demselben herführendcn s. g. Reichensand-BahnhofSstraße an dieser 4342 t\t Wrur Lieferung v uiib pnt> * pclchki tu iureid)tn- 1 Gi Nittivc Lrs- <358) «h, 4343' Lr "vt ■ ®ie Stelle zu erzielen ist, wenn der in dieselbe vorspringende Theil deS an die Stadtbach grenzenden Anbaus beseitigt wird. Es ist daher beschlossen worden, demHrn. Theo d or Lony für den hier fraglichen Streifen seines Eigenthums eine Vergütung von 2500 zu osseriren - 4,. B°up.eluchc der Herrn Julius Bach, August Montanus und Fr. Jutzt erhielten Billigung und sollen befürwortet werden, dagegen soll dem Gesuch des Herrn Peter Hudeler, welcher daS früher Nolti'sche HauS in der Brandgasse umzubauen beabsichtigt, nicht stattgegeben werden, wenn er nicht die ihm bezeichneten Linien nach der Brand« und Lindengasse hin einhält. rc , Gerhard Klingelhöfer hat ein Gartenhaus in den Eichgärten ohne Crlaubnm wohnlich eingerichtet und sucht, da ihm die Entfernung der Feuerungsan- lage in demselben ausgegeben worden ist, um Belassung 'derselben nach. Sein desfall- siges der Stadloerordneteli-Versammlung zur Äeußerung vorgelegtes Gesuch konnte mcht unterstützt werden, well es sich um Ausführung eines in allen Instanzen abgeschlagenes Bauwesen handelt. 6 “ 6. Gegen die Herren K. Schneider und K. Steinmüller von Heuchelheim wurden, weil sie, trotzdem ihnen die Erlaubniß zur Errichtung eines Hintergebäudes auf dem Hamm versagt worden und den Bau doch errichtet haben, je 30 Strafe Ä?"nnn"pin- lk'.4?"ch die Entfernung des fraglichen Baues ausgesprochen, ^fürwortet werdm @C $ Um Straferlaß und um Belassung des Baues soll nicht 7. Ein Gesuch der Actienbrauerei Gießen um Erlaubniß zur Anlage von Pich- osen wurde genehmigt. ° v w ® D-m Gesuch- d-s Herrn Victor Wendelin Böitinger °°n Herbstein UM Ausnahme als Burger der Stadt Gießen wurde ftattgegeben V >TO. , 0- Die Erbauung des Schlachthauses auf die in Aussicht genommene städtische Wiese unterhalb der Lahnbrucke am Hamm macht die Correctur der Lahn auf eine k^ze Strecke nothig und wurde der darüber oorgelegte Plan angenommen, für welchen auch die höhere Genehmigung erwirkt werden soll. 10. Zur Errichtung von 2 Grabdenkmälern auf dem hiesigen Friedhof nach den oorgclkgken Planen wurde Zustimmung ertheilt.. Glestcn, 6 August. Unser seitheriger Kreisrath und Prooinzialdirektor Herr o. Roder hat bereits seine neue Stellung als Prov.-Direktor der Provinz Rheinhessen in Mainz angetreten. Unser neuer KretSrsth und Prov.-Direktor Herr vr Bö kma n n weilt ebenfalls schon in unfern Mauern und hat feine Geschäfte unterm 2. dsS. Übernommen. Bei Sr 'N ö- S «ich Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition deS Gießen .... 3,70 Dutzend, M. 6.85 per halbe« Dutzend, sowie in ganzen und'halbe« Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Psg. gehorsamst. Tkvbanv Maria Uarina in Köln. Die Annoncen-Expedttion Th. Dietrich Ss Co^in'Caffel^über- ?,rompf< Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpretsen. (Alleinige Jnseraten-Annahme s. d. „Casseler L.ageeposr. ) Md *" ‘ÄSE ^ne « Achill- |t 30 2^ VUÄ ^°u-s soll ntchi ■nlll8t tun Uch, r °°" H-rdlikio Pg*«M«e J* «uf eine ®'"' k melden kl'-dh»! nmkw if’fMreftw fiett oofmonn ™ 2- MS. Ü6e" ,. ii At r D‘' un6' daß gestern on dort abging, denn gar nichts »Ja sehen Sie, t und Sie mein a, seit der Bankier »4 ich malt mir tg wäre!" Mittheilung des •an Lopfpssanzen, um zehnten Lheil ™) vermischt ist, itwiill Auch bei ie Jourual macht Wasser vermischt emüstpffanzm an« . 8. Tageb." - -ren Materialisten dem Berkaus der . bie äußere Um« fmann bei bem wogeuen Gegeu- bk er als em , anderes- Die i tzeireien, welche \t das Mltwiegen schamloser Kunst- er Rechnung leicht iten Consumartikel, er Kaufmann zum nzes Pfund roher i eine solche Düte da er in neuester 2 Pfund gebrann- Papier verkauft, •r billigste Kaffee Verkauf von 200 6 J/. bezahlt ge- bis 70 Pf. stellen ie nur die ärmere renje des Betrugs b dem Kaufmann । 20 Gr. SLwere ie Behörden geoiv Äi»Ä icher entsetzt i,tm nahm heute die Sammlung es vorWg z des Vorsichten v«« .,EA Allgemeiner Anzeiger. 6g. Willi. Weidig. 4148) müsemarkt. Bestellungen (4261 werden angenommen bei (3828 billigst ber Wilh. Balser. 3l Äug. Montanus 4153) A. Bramm. 4326) Zuiebelkuehen 4269) 4353) Die Gasmotorenfabrik Deutz in Deutz bei Cöln 80 59 11 60 210 1100 18 3 8 (1974 82 — 65 68 K. Schön. 4341) Feine moderne Kleiderstoffe 80 Emil Elschbach 1605 3944 797 2276 — 990 13 38 24 Montag, Morgens 9 re rr rr et te Etage auch bewohnter Häuser aufzustellen und durch einfaches Anzünden einer Gasflamme sofort in Gang zu setzen. 27 48 42 74 55 50 einfarbig 4320) Motor und mehr. 4291) 1 Kinderwägelchen zu verkaufen Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Fußboden-Anstrich, Fussboden - Lack, Damarlack, Copallack, empfiehlt in besten Qualitäten die Material- und Mrbwaaren-Handlung von Gg. Wilh. Weidig, Markt 8, Petersburger Möbellack Eisenlack, Seccatif, Leinölfirniss, 4250) Ein geruchloses Closet (in Form einer Comode), 1 Petroleum-Lüster, 1- und 2thürige Kleiderschränke, Bettstellen (2schläf- rig), 1 Sesselstuhl, 1 runder Tisch, Haarmatratzen und sehr gutes Bettwerk verkaufe ich billig. I. Rothenberger, Lindenplatz. Schmetterlings- Netze, Schmetterlings-Kasten, Spannbretter, Bccord gegeben werden, als: Maurerarbeit am Steinkreuzweg, veranschlagt zu Thaussirarbeit daselbst, veranschl. zu Cbaussirsteinlieferung, veranschl. zu Pflasterarbeit in der Htngatz, incl. Sandlieferung veranschlagt zu U aterhaltungssteinlieferung, Aufsetzen, Zerschlagen u. Eindecken derselben, veranschlagt zu Schreinerarbeit an dem Schulgebäude, veranschlagt zu Weißbinderarbeit daselbst veranschlagt zu Maurerarbeit am Bewässerungsgraben der Helgenwiese, veranschlagt zu Steinbach, den 2. August 1877. Schlosserarbeit, Erd- u.Planirarbeit, Versteigerung! Nächsten Dienstag den 7. u. Mittwoch den 8. d. M. werden von Morgens 10 Uhr in der Restauration Bramm (Neustadt) einige 100 Stück Oelgemälde und Spiegel gegen Baar- zahlung versteigert. (4312 Frische Sendungen Einmachgurken sind Montag und Freitag aus der Main-Weser-Bahn, das 100 zu 2 «X, zu haben. An Wochenmarkttagen auf dem Ge- Mittwoch und Freitag, Uhr, bei Fr. Hennigs, Seltersweg. Amerikanisches^ Kaffeemehl empfiehlt als besten Zusatz zum Kaffee Darmstadt, Beflunger Carlsstraße Nr. 29. Aug. Montanus am Marktplatz. Anfragen und Aufträge richte man an den unterzeichneten alleinigen Vertreter der Gasmotorenfabrik für das Großherzogthum Hessen nebst Umgegend. 4) Maurerarbeit, veranschlagt zu 2) Steinbauerarbeit, „ „ liefert: Otto’s neuen von Vr bis 8 Pserdekrast Akilgevotencs. 4350) Ein noch gut erhaltenes Kinderwägelchen billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Alle Sorten Öelfarben, dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend, Chr. Friede. Nuu Maschinen -Ingenieur. 5) Pflästererarbeit, „ Gießen, den 4. August 1877. «Nroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Zimmerspane. Nächsten Dienstag den 7. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich auf meinem Zimmerplatze vor dem Neuenwegerlhore eine große Partie Zimmerspäne und Abfälle haufenweise gegen Baar- zablung versteigern. 4328) Peter Pitz, Zimmermeister. Neu! Papier-Anftuchter, Neu Lcveson Patent. 31. - .70, 3t. 1.20. Blechdosen (3437 3858) Gasverbrauch klein und stets der Leistung proportional. Betrieb ganz gefahrlos und ganz geräuschlos. In jeder Eroßherzogliche Bürgermeisterei Steinbach I- A.: 4342) Die Lieferung von 1250 Centn er Steinkohlen, melirte, ebenso 550 Gentner Braunkohlen erster Sorte, sowie endlich die Der Ausverkauf meiner bekannten Artikel (darunter besonders bemerkenswerth Regenschirme) dauert nur noch bis zum 10. d. Mts. Mittwoch den 8. l. MtS., Vormittags 9 Uhr, «ollen im hiesigen alten Naihhaussaale die zur Anlegung einer Straße zwischen dem Gartfeld und dem Afterweg erforderlichen Arbeiten versteigert werden, und zwar: 3L. /V) Betr.: Die Lieferung von Steinkohlen und Braunkohlen, sowie Coaks. Sommer - Kleiderstoffe verkaufe wegen vorgerückter Saison zu Einkaufspreisen. ä 12 zu haben bei C. F. Semmler in Giessen. 4343) Die Berichtigung der im Monnt Juni b. I. gerichtlich erkannten 2orst> und Feldstrafen muß in den ersten 25 Tagen dieses Monats nnd -war mit Ausschluß des 12., 13. und 14., an den gewöhnlichen Zahltagen Dienstag und Samstag bei Großherzogltcher Distrutsemnehmerei Gießen 1 bei Meidnng der Beitreibung ersolgen. Gießen, am 3. August 1877. . Grotzherzogltche Burgermersterel Gießen. A. Bramm. ___ Putzpulver, in lackirten Mittwoch den 8. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich eine Partie alte Falzziegel, gut erhaltene Treppen, Fenster und Thüren, sowie eine Partie altes Bauholz, gegen baare Zahlung versteigern. 4358) Peter Hubeler, Brandgasse. die Lieferung von — ----- . . Lieferung von 300 Centner Coaks soll im Snbmissionswege vergeben werden inib sind Offerten bis zum 15. August bei der unterzeichneten Behörde, bei welcher die Submissionsbedingnngen eingesehen werden können, mit der Anf- jchrift „Lieferung von Steinkohlen, Braunkohlen resst. Coaks" verschlossen ein- zureichen. Gießen, am 3. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Vormittags 10 Uhr, fallen auf hies. Rathhause nachstehende Arbeiten durch Versteigerung öffentlich in t H SMF Offerire eine große Partie: 6A Cattun ächtfarbig zu 34 Pfg. per Mtr., 20 Pfg. per Elle, „ Piqu^-Cattun „ „ 46 > Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten Copirbuch- Aiifeuchter, als unentbehrlich für jedes Comptoir. Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten feer Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen gebrauch hmreichend. Köln, Paul Leveson. Detail-Verkauf: bei der Expedition des Gießener An- __________zeigers ä 2 je___________ Feinsten Schwester, Limburger u. Kahm-Käse 1 empfiehlt Cg. Wilh. Weidig« Vergebung von Weissbinderarbeit. Die zur Herstellung des äußeren Verputzes an den Gebäuden der Veterinäranstalt dahier nöthige Weißbinderarbeit, veran- fiiblagt zu 1140 36 , soll auf dem Sudmissionsweg vergeben werden. Voranschlag urb Bedingungen liegen auf unserem Küreau zur Einsicht offen, woselbst auch bet in Procenten der Voranschlagssumme auszudrückenden Gebote längstens bis Donnerstag den 9. August l. I., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Gießen den 2. August 1877. Großh. Kreisbauamt Gießen- Zu Verhinderung des Kreisbaumeisters: 4298) Neuling, Bauaccessist. Versteigerungen. Arbeitsversteigermrg. Donnerstag den 9. August, Toilette-, Bade-, Ienfler- und Pferdeschwänlme in größter Auswahl empfiehlt 2950) Emil Fischbach. Neue hoff, voffyäriiM empfiehlt (4220) Gg» Wilh» Weidig. Neue holl. Vollhäriuge empfiehlt (3960 Emil Fischbach. Fst, geröstet, rsndirter Kaffee, Wiener Mischung, anerkannt vorzüglichste Qualität nach Wiener Art geröstet. Alleinige Niederlage bei Herrn 3845) Julius Wallach. Wildprethändler Ebel^ Marktstraße. Schwämme wahO zu billigen Preisen, empfiehlt 3360) Gg. Wilh. Weidig. H. von Gimborn’s Fleckwasser besitzt in höchstem Grade die Eigenschaft, alle Fette und Harze aufzulösen ohne den geringsten Rückstand zu hinterlassen. */a Fl. mit Gebrauchsanweisung 3L —.40, 4355) Doppelte und einfache Tuffstetn- Kaminrohre bei Emil Pi stör. 4348) Zum Gießener Markt Mittwoch den 8. d. M. große Auswahl in Schuhwaaren aller Art- Durch den bedeutenden Umsatz meiner Artikel zu außergewöhnlich billigen Preisen- Herren-Zugstiefel mit Doppelsohlen schon von 9 31. an. DamcN'Kittzugstiefel, schön und gut, (von Hand gearbeitet) 7 3& „ Lasting- oder Stoffstiefel, um damit zu räumen zu bedeutend erniedrigtem Preise, sowie alle sonstige Schuhartikel äußerst billig. Ph. Schmidt, Schuhmacher, aus Bad-Ems. Mein Standplatz noch unbestimmt, ist mit meiner Firma bezeichnet-______________ Feinsten Himbeer - Syrup in Vi und Vr Flaschen, sowie im Anbruch, empfiehlt (3532 6g. Willi. Weidig. Darmstädter Pferde-Loose ä 2 Mk. find in der Expedition d. Bl. zu haben.___________________ 1813) Mein Lager in allen Sorten Pinseln, Vers golderartikeln, Spachtelmeffern, Maserwalzen rc., empfehle bestens. Japanische Schreib- it CopiMinle (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zett schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bet längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöjchbar. Auch dann, wenn die L-christ bereits mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon in 4 Flaschenfüllungen L */i Mer 2, */2 Liter 9*. 11" Vorm. 1» 4" Nachm. 656*. 7öv Abds. 2'6 Nachts. Cassel 45. 9'5*. 1)52 Vorm. 44t 9tachm. SU* Abds. 140* Nachts. Marburg 45. 9-. 955*. 1152 Vorm. 4" Nachm- 841*. 851 Abds. 140 Nachts. Ankunft in Gießen von: Frankfurt 834. 9"*. 1143 Vorm. 34-. 4-» Nachm. 730. 835* Abends. IO*- 124 Nachts. Cassel 8n*. ipi Vorm. 4-4 Nachm. 6«* Abds. 114°. 2-5 Nachts. Marburg 63o. 8"*. IW Vorm. 4-4 Nachm- 650*. 725 Abds. 1140. 2-5 Nachts * bedeutet Eilzug. Cöln GiestenerEisenbahn. Abfahrten von Gießen nachr Deutz (Cöln) 6'5 Vormittags. 12 Mittags, 4'3 Nachm. Dillenburg 645 Vorm. 12 Uhr Mittags. 44d Nachm. 95 Abends. Wetzlar 6". 8*0. 955 Vorm. 12 Mittag 4'3 Nachm. 7. 9» Abends. Ankunft in Gießen von: Deutz (Cöln) H33 Mittags. 4-- Nachm. Il-o Abends. Dillenburg 75v. 1133 Vorm. 427 Nachm- 1120 Abends. Wetzlar 750. 935. 1133 Vorm. 4”. 64» Nachm. 825. n-o Abends. (stberhessischeLisenbahnen Abfahrten von Gießen nach: Fulda 73o. 1155 Vorm. 735 Abends. Alsfeld 730. 1155 Vorm- 5 . 735 Nachm. Gelnhausen 8'r Vorm. 12 Mittags. 44cr Nachm Nidda Bis ^orm. 12 Mittags. 4«o Nachm. 840 Abends. Ankunft in Gießen von: Fulda 8'v Vorm. 2". 427 Nachm. 103» Abends. Gelnhausen 1035 Vorm. 3~ Nachm. 65« Abends. Nidda 6'o. 1035 Vorm. 335 Nachm. 6« Abds. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gtetzen-