J3171 Alstätte Wl wird SpNtr^ OOOQ elche tcn ichweigei Q ohe Pro-6 - belieben * P. 1469V ition von 0 en einzu-u (31146 >OOOQ • liegen zum bereit. Zu s._____________ nif erste Offer- . d. BI. gesucht von Schürz !nbergnVez leiben. Don s.______________ Zeichnen und wird ertheilt. MonatssteUe. ). Bltts. ing. iwiM infen k„ 1 etc. mer len Markt (3135 htiges MävLeu ^ruttnenau» £. Kuhl; einrfjt-2- Gartenstrahc^ gesucht. ,7hme Sttllung lässiges FeoueN' ng eines kleine Haushal's ot; (3169 beßelts Aiainslül Ä»J So. 188. . Donnerstag, den -7. Juni 1899. Kießemr Anzeiger Anffige- und AmisdinN für den Krris Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hyeil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden, werden hiermit nachstehende Durchschnitksmarktpreise vom Monat Mai veröffentlicht. Hafer 20 Jl., Heu 11,66 «A Stroh 11,34 per 100 Kilogramm. Gießen, den 4. Juni 1877. GroßherzogUches Kreisamt Gießen, v. Röder. No. 23 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. Mai, enthält: (No. 1191). Gesetz, betreffend die Kontrole des Reichshaushalts für die Rechnungsperiode vom 1. Januar 1876 bis Ende März 1877 und des Laudeshaushalts von Elsaß-Lothringen für das Jahr 1876. Vom 22. Mai 1877. (No. 1192). Gesetz, betreffend die Erwerbung von zwei in Berlin gelegenen Grundstücken für das Reich. Vom 23. Mai 1877. (No. 1193). Patentgesetz. Vom 25. Mai 1877. No. 24 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 29. Mai, enthält: (No. 1194). Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 JL Vom 27. Mai 1877. Gießen, den 5. Juni 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Aolitischer Hheil. Deutschland. Darmstadt, 5. Juni. Nach längere Zeit vorausgegangenem leichten Unwohlsein ist bei Sr. König!. Hoheit dem Großherzog gestern eine wesentliche Verschlimmerung in deffen Befinden eingetreten, so daß Allerhöchstderselbe in Folge hohen Schwächezustandes im Bett zu bleiben genöthlgt ist. Seeheim, 5. Juni 1877. Dr. Göring, Leibarzt. Berlin, 4. Juni. Schuwaloff, welcher heute von Petersburg abreist, überbringt eine halbosficielle Note an Lord Derby, welche nach erfolgter Billigung der darin enthaltenen Ziele den übrigen Mächten mitgetheilt werden soll. Die Erklärungen des Staats-Secretärs Croß sind als Unterlage der russischen Mittheilungen angenommen. England wird darüber beruhigt, daß Rußland mchl britische Interessen durchkreuzt. Die Note enthält die Möglichkeit einer zvitw.itigen Besetzung Konstantinopels behufs Erzwingung des Friedens. Ernst haste Verhandlungen hierüber stehen bevor. Berlin, 4. Juni. Das Reichs-Gesundheitsamt hat daraus Hinweisen lasten, daß in neuerer Zeit Gummifiguren als Kinderspielzeug im Handel vor- lommen, welche in beträchtlicher Menge Zinkoxyd und, soweit sie bunt bemalt sind, auch Blei und Kupfer enthalten. Dieserhalb möge auf die große Gefährlichkeit dieses Spielzeuges hiugewiesen werden. Dieselbe Behörde stellt fest, daß unter den Todesursachen in Deutschland sich eine Wiederzunahme der Krankbeiten der Athmungsorgane bemerkbar macht. Bei den meisten Jnfections- .rtraukheiten zeigt sich dagegen eine Abnahme, nur die Todesfälle an Diphtherie haben eine Zunahme erfahren. Aus Schlesien werden nur zwei Fälle an Blut- Typhns gemeldet; an Scharlach verloren Burg, Elbing, Danzig und Bremen; an Diphtherie Burg. Dortmund und Kiel; die meisten Fälle an Keuchhusten Darmstadt. Der Ausbruch wirklicher Pest-Erkrankungen in Rescht am kaspi- schen Miere unterliegt, nach übereinstimmenden Nachrichten, keinem Zweifel mehr. Bei der bedeutsamen Lage dieser Stadt erregt das dortige Auftreten der gefürchteten Krankheit begreiflicher Weise große Unruhe. Berlin, 5. Juni. Die „Kreuz-Ztg." erwähnt ein in diplomatischen Kreisen circultrendes Gerücht, wonach angeblich ein Besuch des britischen Botschafters, Lord Ruffell, bei dem Fürsten Bismarck zu Kissingen in naher Aussicht stünde. Zuverlässiges darüber sei der Zeitung bisher nicht bekannt geworden. Hesterreich. Wien, 4. Juni. Das „Tageblatt" meldet aus Prag vom Heutigen: Die Alt- und Jung-Tschechen errichteten heute Nacht Scheiterhaufen am Ziska- Berge, verbrannten das Bildniß des Papstes und deffen anti-russische Allocution unter dem Absingen von Nalional-Liedern. Es wurden bei dieser Gelegenheit mehrere tschechische Studenten verhaftet. Wien, 5. Juni. Während der Anwesenheit des Czars bei der Donau- Armee werden sich Vertreter der Großmächte in Bukarest vereinigen. — Italien soll den Bey von Tunis bestimmt haben, die Absendung eines Hülfs-Corps für die Pforte zu unterlassen. — Serbien hat eine scharfe Protest-Note wegen der Besitznahme der Donau-Ufer bei Bujuklije durch die Türken nach Konstantinopel gerichtet. — Laut amtlicher Meldung aus Hermannstadt sind jenseits des Rothenthurm-Paffes 230 Mann russische Pioniere mit der Anfertigung von Pontons beschäftigt. Pefth, 5. Juni. „Pesti Naplo" meldet: Die Garnison von Orsowa ist durch Honveds verstärkt worden. Wien. Die Hoffnungen, welche die Türken auf ihre staatliche Donau- Flottille setzten, erfüllt sich nicht. Bereits zwei ihrer besten Schiffe sind vernichtet und wenn auch bei dem ersten der Zufall mehr als die Ueberlegenheit der Russen mitspielte, so zeigte jedoch der neueste, daß letztere mit größtem cri.zuerkennendcm E.fer durch Anlage von Ufer-Batterieen und Legung von Torpedos die ganze tmkische Flottille sammt den unbezwinglichen Monitors in eine Sackgasse zu drängen, oder zu vernichten auf dem besten Wege sind. Ueber- Haupt ist es nicht zu läugnen, daß die Russen sich die Erfahrungen aus dem deutsch-französischen Kriege sehr zu nutz gemacht haben. — Wenn man die zu Ende gehende Bewegung der russischen Armee mit ihrem kolossalen Train noch einmal in>s Auge faßt, muß man anerkennen, daß sich dieselbe mit großer Präcision vollzog und Zeugniß von einer ebenso intrlli- genten, als vorsichtigen Leitung gibt. Die Türken sehen dem Allen in behaglicher Ruhe zu und unternehmen nichts, was den Gegner in seinen Bewegungen hindern, seine klar zu Tage liegenden Absichten durchkreuzen könnte, sondern warten gemüthlich ab, bis das Kismet an sie herantritt. Arankreich. Paris, 3. Juni. In Folge der Untersuchung über die bei einer in St. Denis abgehaltenen Versammlung gesprochenen Worte wurde Bonnet Duver-Dier, Präsident des Pariser Gemeinderathes, gestern Abend verhaftet. Paris, 4. Juni. Decazes stattete dem russischen Botschafter, Fürsten Orloff, einen Besuch ab, um sein Bedauern über die Angriffe auszudrücken, welche die gouvernementalen Journale wegen seines angeblichen Zusammentreffens mit Gambetta bei Thiers gegen ihn richteten. Paris, 4. Juni. Der Conseils-Präsident, Herzog v. Broglie, erklärte bei dem Empfang der Mitglieder des Handels-Tribunals: der Cabinets-Wechsel hatte nur den Zweck, die Ordnung im Lande sicherzustellen; die Regierung wünscht nicht nur den Frieden, sondern wird auch Alles aufbieten, die Aufrechterhaltung deffelben zu sichern. Iielgien. Brüffel, 4. Juni. Bei dem Feste zu Lüttich wies der König in seiner Antwort-Rede an den Bürgermeister auf die ernste Lage Europas und die Verpflichtung Belgiens Hin, für neue militärische Ausgaben die Bewilligung der Kammer nachzusuchen; ferner sprach er Fröre Orban gegenüber die Hoffnung auf deffen Mitwirkung bei den betr. Regierungs-Vorlagen aus. Brüffel, 4. Juni. In einer Correfpondenz des „Nord" aus Petersburg heißt es: Wenn Rußland nach dem Uebergang über die Donau fein Programm durchführen könnte, wenn ferner die feste Haltung der europäischen Mächte gegenüber der Pforte die letzteren durch die russischen Waffen erthellten Lehren vervollständigen würde, so könne ein billiger und angemeffener Frieden geschloffen werben, ohne daß es nothwendig sei, den Krieg bis zum Aeußersten fortzusetzen. Italien Nom, 3. Juni. Der Papst wird im nächsten Consistorium vor den Cardinälen eine geheime Allocution verlesen, welche man mit Spannung erwartet, weil dieselbe Instructionen übe^ die Zukunft des Papstthums und des Cardinal-Collegiums enthalten solle. Sichere Candidaten zum Cardinalat sind die Erzbischöfe von Wien, Agram und Bologna. Rücksichtlich zweier andern sind die Unterhandlungen noch nicht beendet und es findet deren Ernennung deshalb entweder in petto oder erst zur Weihnachtszeit statt. Rom, 4. Juni. Gestern Abend bewegten sich aufgeregte Volkshaufen gegen das Quirinal, zogen sich indeß aus das Einschreiten der Sicherhcitswache unter dem Ruse: „Es lebe der König! Es lebe die Verfaffung!" zurück und begaben sich vor das Ministerium des Innern unter Hochrufen auf den König und Nicotera. Auch von hier wurden sie von der Polizei fortgewiesen. — In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammer erklärte der Munster Nicotera, die gestrige Kundgebung sei verboten worden, weil Grund vorlag, anzunehmen, daß sich der Menge, welche eine Demonstration der Ergebenheit für den König beabsichtigte, andere Individuen angeschlossen hatten, denen daran gelegen war, Unordnungen hervorzurufen. Rußland. Petersburg, 5. Juni. In Folge einer Verordnung des Ministers des Innern wird vom 6. Mai ab das Journal „Golos" wieder erscheinen. Griechenland. Athen, 4. Juni. Die Depntirten-Kammer hat eine Resolution angenommen, betr. die Bildung eines Fusions-Cabinets. Der Minister-Präsident Kumunduros berichtete zugleich über die von ihm geführten Unterhandlungen mit den Parteiführern. Gelegentlich einer gestern veranstalteten Demonstration versprach Kumunduros, daß den Bürgern Waffen-Uebungen gestattet werden sollten. Amerika. Washington, 3. Juni. Laut Telegramm des amerikanischen Gesandten in Madrid ist die Angelegenheit bezüglich der den Fremden auf Cuba auserlegten Kriegssteuer geordnet, indem dieselbe von 30 auf 22y2 pCt. redu- cirt wurde. Der orientalische Krieg. Wien, 4. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Ostrog: Der Fürst von Montenegro führte am 3. Juni ein Truppen-Corps aus Bielopawlice nach der Herzegowina, um sich mit dem Corps zu vereinigen, welches unter der Führung von Dakovits die Duga-Pässe besetzt hält. Die bei Veljebrdo stehenden Türken versuchten vergeblich durch Vorwärtsbewegung gegen die Höhen von Nasinje die Vereinigung zu vereiteln und wurden zurückgeworsen. In Albanien rücken die Türken gegen Spuz vor. — Die „Presse" meldet aus Bukarest: Heute Nachmittag wurde wiederum von Kalafat aus ein heftiges Bombardement auf Widdin unterhalten. — Das „Tageblatt" berichtet aus Belgrad: Die serbische Regierung hat gegen die Besetzung der Drina-Insel Bujuklije durch die Türken protestirt und fordert unter Androhung von Gewalt die Räumung der Insel. In einem an die Großmächte gerichteten darauf bezüglichen Rundschreiben wird von der serbischen Regierung hervorgehoben, eine allfällige Wiederholung solcher Uebergriffe gefährde ihre Neutralität. London, 4^ Juni. „Reuter's Bureau" meldet aus Erzerum: Die Türken haben sich bei dem Erscheinen der russischen Avantgarde vor Olti zurückgezogen. Kars ist gut verproviantirt; gleichwohl ist die Garnison auf halbe Rationen gesetzt. Die Festung ist vollständig eingeschloffen, die telegraphische Verbindung seit zwei Tagen unterbrochen. Ein Detachement des russische!« Centrums steht bei Soghani. Die Stellung Mukhtar's bei Zivin ist unhaltbar, da die Russen ihm durch forcirte Märsche über Gentschiwan und Milidagh in den Rücken kommen können. Die Valis von Diabekir und Siva lasten sich die Beischaffung von Proviant angelegen sein. Zur Verstärkung Mukhtar Pascha's wird ein Corps von Wan erwartet. — Eine Privat-Depesche aus Erzerum bringt Details über die Niederlage der Tscherkesten unter Musta am 31. Mai bei Beklahmed. Darnach wurden die 4000 Tscherkesten Nachts überfallen und fast gänzlich aufgerieben. Nur 200 wären entkommen. Musta wird vermißt. Mukhtar Pascha büßte durch diese Katastrophe fast seine ganze Kavallerie ein. Petersburg, 4. Juni. Amtliche Telegramme von der Kaukasus-Armee: Zugdidi, 1. Juni. General Krawtschenko hatte am 28. Mai ein heftiges Gefecht gegen 3000 Türken bei dem Uebergang über die Bogada-Brücke, ebenso am 29. Mai ein Scharmützel, nach welchem seine Colonne den Fluß Kodor überschritt und den Tigers erreichte. Oberst Batjanoff zerstörte den Aul Samsir und schlug die Aufständischen von Salataver bei Jaktam-Aucha. Fürst Naka- schidse schlug bei Zisk 500 andere Aufständische, welche 80 Todte und 100 Gefangene verloren. — Zwei türkische Monitore bombardirten fünf Stunden lang Sotschi und versuchten dann mit fünf Dampskuttern die Landung. Die Kuttermannschaft wurde meist gelobtet, die Landungs-Truppen vollständig vernichtet. Die Monitors retteten nur die Kutter und gingen dann nach Pinbandi. In Sotschi sind die Kirche und fast alle Gebäude beschädigt. General Lamakin wurde bei Kissilarwat am 24. Mai von 6000 Tikinern angegriffen. Er schlug dieselben in einem vierstündigen Kampfe, worauf die Khans und Gemeinde- Aeltesten ihre Unterwerfung anzuzeigen begannen. Konstantinopel, 4. Juni. Die „Agence Havas" meldet: Nach Depeschen aus Erzerum soll sich das Hauptquartier Mukhtar Pascha's in Koe- pukoei befinden. Die Rusten ständen bei Olti. Kars leiste den Rusten noch kräftigen Widerstand. Neue für die letzteren ungünstigen Gefechte hätten bei Sukhum-Kale stattgefunden. Vom Kriegsschauplatz an der Donau wird gemeldet : Die Rumänen mußten in Folge der gestern zwischen Widdin und Kalafat stattgehabten Kanonade die Befestigungs-Arbeiten aufgeben. Gegen die Montenegriner habe ein energischer Angriff stattgefunden, Die Donau-Schifffahrt ist von der Mündung des Timok bis zur österreichischen Grenze wieder frei- gegeben. — Einer Regierungs-Meldung zufolge wären die Rusten aus dem tscherkessischen Gebiet bis auf 16 Stunden Entfernung von Sukhum-Kale zurückgedrängt ; nach dem Elbrus-Gebirge und Georgien hin hätten dieselben gleichfalls Terrain verloren. — Der Sultan begab sich heute zum Seraskeriat. — Depeschen aus Erzerum melden: Kars ist eingeschlosten; die Verbindungen mit dieser Festung sind unterbrochen. Mukhtar Pascha hat sich nach Zewin zurückgezogen. Die Lage in Asien ist ernst. Konstantinopel, 5. Juni. Der Commandant von Sukhum Kale hat 15 erbeutete Kanonen nach Konstantinopel übersendet.__________________ Die Armenpflege in Darmstadt. Dor nun vier Jahren erschien in der Jonghaus'schcn Verlagsbuchhandlung in Darmstadt eine anonyme Broschüre über die Nothwendigkeit einer Reform der Armenpflege, deren Inhalt tn vielen Städten Deutschlands, wie der Nachbarländer und in der gesammten Presse lebhafte Anerkennung fand. Von der auf gründlicher sachkundiger Prüfung beruhenden, mit ungewöhnlicher Klarheit oargelegtcn Schilderung der* vorhandenen Zustande des Armenwesens sagten die localen Blätter der meisten Städte mit vollem Rechte: „das ist ja Alles gerade wie bei uns", und die Beurtheilungen der großen Zeitungen und Fachblätter lauteten überall zustimmend zu der Darlegung der Ursachen der Ucbelstände und den angerathcnen Mitteln wie dieselben zu beseitigen seien, und wie eine Neugestaltung geschaffen werden könne, welche das Loos der Armen menschenwürdig erhalte, der Zunahme der Verarmung cntgegenwirke, und die socialen Zustände der Städte vor dem Schaden übermäßigen Zuzugs arbeitsscheuer Bevölkerung bewahre. Aber von den theoretischen Säßen, welche am einsamen Schreibtische ausgearbcitet werden, ist oft ein weiter Weg zur praktischen Ausführung, ein Weg, umlagert von flnanziellen und localen Schwierigkeiten, namentlich aber bei dieser Sache von zahllosen tief eingewurzelten Vorurtheilen. Um so mehr wird es von Interesse sein zu hören, daß diese gejammte Reform der Armenpflege, genau nach dem in der erwähnten Broschüre aufgestellten Programm, in Darmstadt aus- geführt ist. Zuerst wurde die städtische Armenpflege von dem ebenso umsichtigen als energischen Bürgermeister nach Grundsätzen und Vorarbeiten eingerichtet, welchen die in jener Broschüre beleuchtete und hiesigen Verhältnissen angepaßte Elberfelder Armenpflege als Muster diente. Man hat dabei die erfreuliche Erfahrung gemacht, daß nicht nur die zu Pflegern und Vorstehern berufenen Männer fast ausnahmslos diese Ehrenämter willig antraten, sondern daß dieselben auch in Ausübung derselben in dem Grade Befriedigung fanden, daß die DistrictS- vcrbände zu festen Freundschaftsbündnissen führten. Eine weitere günstige Erfahrung bietet die offenbar geringe Mehrbelastung des städtischen Budgets durch die ausreichende Unterstützung der wirklich Armen, weil derselben der Ausfall zahlreicher bisher Unterstützter gegenübcrsteht, bei denen die eingehenden Untersuchungen der Verhältnisse genügend eigene Mittel und Arbeitskräfte nachgewiesen haben. Die städtische Armenpflege hat in der Hauptsache die Maximalsätze der Armenpflege von Elberfeld angenommen, womit man in Darmstadt nothdürftig leben kann, und wenn auch der Satz von 3 M. per Woche für die cinzelstehende Person knapp genannt werden muß für die Befriedigung aller Lebensbedürfnisse, so muß andrerseits in Betracht gezogen werden, daß einzelstehende alte oder gebrechliche Personen im Pfründnerhause und andere im Arm en Hause volle Verpflegung finden, sowie daß bei gar vielen die Nöthigung, welche injbie)cr Knappheit liegt, das einzige Mittel ist, sie zum Gebrauch ihrer Arbeitskräfte zu bewegen. Außer diesen Sätzen stellt die städtische Armenpflege ihren Pfieglmgen noch die nöthige Heizung, sowie Arzt, Arzneien und Pflege in Krankheiten. Wo aber in der städtischen Armenpflege in besonderen Fällen noch irgend eine Lücke verbleiben sollte, da tritt, um der Stadt die so nothwendigc Erhaltung der Maximalsätze zu ermöglichen , der neue Verein helfend ein, welcher an die Stelle der bisherigen Privatwohlthätigkeit, also namentlich der Geschenke an Bettler, getreten ist, der „Allgemeine Verein gegen Verarmung unb*93etteleix, welcher auf Antrag der städtischen Armenverwaltung alle möglichen Extralcistungcn, z. B. Auslösen von Pfändern, Zahlung von rückständigen Miethen, Anschaffung nöthiger Mobilien, Kleider oder Werkzeuge rc. übernehmen kann. Dieser von Mitgliedern aller Stände der Einwohnerschaft gegründete „Allgemeine Verein gegen Verarmung und Bettelei" ist ebenso organisirt, wie die städtische Armenpflege, nur daß er neben den Helfern auch Helferinnen, und ebenso auch Damen in seinem Vorstände besitzt. Den Schwerpunkt seiner Thätigkeit hat der Verein in das Bestreben gelegt, zu verhüten, daß aus Fällen vorübergehender Noth die dauernde Verarmung entstehe, ein schönes Ziel, welches er durch sorgfältigste Prüfung der Verhältnisse, umsichtigen Rath und rasche energische That zu erreichen sucht. Einen weiteren Theil seiner Aufgabe sucht der neue Verein darin, daß er Personen, welche ihr ganzes Leben in ehrbarer Thätigkeit zugebracht haben, aber nicht so viel erübrigen konnten, um im Alter ohne Unterstützung zu leben, durch kleine Zuschüsse und Pflege so erhält, daß sie die öffentliche Armenpflege sicht in Anspruch nehmen müssen. Der dritte Theil ist die vorerwähnte Ergänzung der städtischen Armenpflege durch Extraleistungen. So ist die strenge Pflichterfüllung der Gemeinde in glückliche Harmonie gebracht mit der freiwilligen Wohlthätigkcit der Einwohnerschaft; dabei hat der neue Verein sich alle bisher bestandenen Vereine und Hülfs-Kassen mehr ober wenig eng verbündet, so baß bie Thätigkeit Aller bem gleichen Ziele zngerichtet und soweit gemeinsam ist, daß jeder Verein dem andern mit Auskunft , Hülfe und Mitteln zur Seite steht. Der Verein zählt jetzt gegen 1100 Mitglieder mit jährlichen Beiträgen von ca. 15000 Mark. Neben der Hülfe, welche so vielen Nothleidenden jetzt in ausreichendem Maße zu Theil wird, sind es aber die moralischen Errungenschaften des Vereins, welche uns hoch erfreuen können. Die entwürdigende Bettelei ist bereits fast ganz beseitigt, und an die Stelle gedankenlosen Almosengebens, die verständige menschenfreundliche Hilfe getreten. Die wahre Wohlthätigkeit, welche sich um das Loos des Armen kümmert und ihm durch eigene Opfer liebreich zu helfen sucht, war uns, gestehen wir es offen, im Drange des heutigen Lebens fast ganz abhanden gekommen, und wir gaben dem Bittenden das Almdsen hauptsächlich um ihn los zu werden. Ist es da nicht etwas Großes, daß in Darmstadt jetzt über 200 Personen in hingehender Pflichterfüllung die treuen Helfer und Pfleger, die umsichtigen Berather, die Freunde m jeher Noth sind, an deren Hand sich der Arme, der Kranke, der von Noth Bedrängte wieder aufrafft zu neuem LebenSmuth, zu neuer Kraft und Hoffnung? Die Wahrnehmung solcher hochcrfreulichen Wirksamkeit hat denn auch bereits viele frühere voreingenommene Gegner in eifrige Helfer des Vereins umgewandelt. ~ Hoffen wir, daß die weitere Entwicklung der Thätigkeit ves Vereins ihm immer mehr die Sympathien der Einwohnerschaft und die Geldmittel gewähren wird, seine segensreiche Wirksamkeit zu erweitern. Wegen näherer Auskunft verweisen wir auf die eingangs erwähnte Broschüre, sowie auf die Statuten und Instructionen der städtischen Armenpflege und des Vereins gegen Verarmung und Bettelei zu Darmstadt, welche von den betreffenden Vorständen gewiß gerne mitgetheilt werden. Die Explosion deS türkischen Monitors SeVfi. Die Nachrichten über den Untergang des zweiten türkischen Monitors gehen sehr weit auseinander, wie schon daraus ersichtlich fein wird, daß die offiziellen russiichen Telegramme die Unternehmung am Hellen lichten Tage vor sich gehen lassen, wahrend die uns zugegangenen Privattelegramme dieselbe theilweise in eine mondhelle, theilwetse in eine stockfinster-dunkle Nacht verlegen Im Ganzen spricht wohl die größere Wahrscheinlichkeit dafür, daß man sich die Nachtzeit zu diesem kühnen Handstreich erkor, und die Zeitangabe des russischen Telegraphenbüreaus hat wohl einzig und allein den Zwick, der Sache noch einen weiteren ruhmreichen Anstrich zu geben. Nach derjenigen Erzählung, welche die größte Wahrscheinlichkeit für sich hat, unternahmen vier kleine russische tfanonenbote, die man eher Schaluppen als Kriegsschiffe nennen könnte, am Abend des 26. einen Angriff auf den türkischen Monitor, der in dem Donau-Arm von Matschin, nicht fern von dem türkischen Ufer, ruhig vor Anker lag. Lieutenant Duba- schew führte den Zarewitsch, Lieutenant Schestakow die ienia, Fähnrich Tersine die Dschihine un Fähnrich Bahl die Zarewna; außerdem befanden sich noch der rumänische Major Murjescu, der Lieutenant Petrow und 40 Soldaten in den Boten. Der türkische Monitor wird Seffi genannt, da aber ein solcher Name in den Schiffslisten nicht vorkommt, so war es wahrscheinlich der in Konstantinopel erbaute Seift (Schwert), welcher zwei Kanonen schweren Kalibxrs und — nach russischer Angabe — 120 Mann Besatzung an Bord führte. Man hoffte, beim ersten Angriff das türkische Schiff unbewacht zu finden, doch täuschte man sich in dieser Erwartung; dte Schild- wachen zeigten sich wachsam, bald sah man ein Umherrennen auf dem Deck, Commando- rufe wurden laut, und binnen Kurzem stand die ganze Bemannung unter Waffen. Man eröffnete ein lebhaftes Gewehrfeuer gegen die russischen Schiffchen, welches schlecht gerichtet gewesen zu fein scheint, denn trotzdem die Nacht mondhell gewesen sein soll, wurde keiner von den russischen Soldaten verletzt. Mehrere Kugeln durchschlugen indessen den Boden des Zarewitsch, und das Bot begann zu sinken, ehe man dazu gelangt war, die Oeffnungen wieder zu verstopfen. Keineswegs entmutbtgt durch diesen ersten unglücklichen Versuch, erneuerten die russischen Officiere gegen 3 Uhr Morgens, als schwarze Wolken regendrohend den Himmel bedeckten, ihren Angriff. Die Ruder waren mit wollenen Stoffen umwickelt, und eine unheimliche Stille lagerte Über dem Flusse, als die Bote nahezu geräuschlos nach der türkischen Seite hinüberglitten. All- mählig wurde die mit einzelnen Büschen bestandene graurothe Lehmwand des gegenüberliegenden Ufers sichtbar und dicht dabei der schlummernde Panzerkoloß, an dessen Bord fein Licht mehr sichtbar war. Schon hatte man das bem Verderben geweihte Schiff von allen Seiten umringt und bereitete sich gerade zur Anbringung der Torpedos vor, als es abermals an Bord rege ward und abermals eine Gewehrsaloe die Angreifenden überschüttete. Ob auch die Kanonen des Schiffes mit in Thätigkeit ge- lege durch Exlia- Perionen, welche übrigen konnten, । erhält, daß sie eine Lücke ver- lsätze zu ermög; itwohlthätigkeit, gen Verarmung Kxtraleistungen, khiger Mobilien, Igemeine Verein egt, nur daß er >e besitzt. gt, zu verhüten, es Ziel, welches ngische That zu iii ?? n *" bei'itigen XV"*" We hn Stille *«'t teert» W "Wtieltm ft* tct diente. 1 Byern und b lvndern baß k die Distrikts: TUn9 bietet die "Atzung der Aht, bei de- ® ArdeitSKäste Srmenvjlege von wenn auch dn n muß für die den, daß einzel- menhause volle pheit liegt, das en Sätzen stellt , Arzneien und gebracht mit der alle bisher be- tyätigfeit SCtt nteni mit Kus- Mtglieber mit Maße zu A)eil freuen kämen. endosenAkmosen- igteil, welche sich tljtn sucht, war । gekommen, und en in hingehender Freunde in sem tc wieder ausrajst -reiis viele srühm sizniSmch' Wls ,WI, I«*1 gmi iM"8 le'* It»r8 J'i‘” S ÄL S theriwitsr «ff S ’n tönnti. «« kd" ,«rnt DOII d'"A- e* MAL iriff/J e # Ammans D«f, 10 ^‘^ugen he man l^eferi sL sj sfifip Ä,^ wesen sind, wird nicht berichtet; jedenfalls aber war die Wirkung des Feuers eine gewaltige, denn die von mehreren Kugeln getroffene Dschihine mußte am feindlichen Ufer auf den Strand laufen, um sich vor dem Sinken zu schützen. DieZarewna, welche in der Absicht des Enterns den Türken am nächsten gekommen war, mußte von der Xenia mit großer Anstrengung aus dem Feuer herauSgeholt werden. Der Rumäne Murjescu schrie beständig auf türkisch: „Gut Freund!", aber die Türken waren zu klug, um ihm zu glauben. Schon wollten die Russen ihre Absicht aufgeben, da sprang Lieutenant Duvaschew, gefolgt von einer Anzahl seiner Leute, mit einer Torpedokette ins Wasser, schwamm zu dem feindlichen Schiffe hin und befestigte dieselbe an dessen Bug, ohne daß er von den Türken bemerkt worden wäre. Nun ruderte man zum Ufer zurück, indem man durch einen elektrischen Draht mit der Torpedokette in Verbindung blieb. Am rumänischen Ufer angelangt, setzte man den elektrischen Funken in Thätigkett, und sofort stieg an der Stelle wo der türkische Monitor lag, eine ungeheure Feuersäule zum Himmel empor, die von einem dumpfen Knalle gefolgt wurde. Am folgenden Morgen war von dem türkischen Schiffe nichts mehr zu sehen, seine Begleiter aber, die in der Entfernung von einigen Kilometern Anker geworfen hatten, dampften ruhig aus dem gefährlichen Fahrwasser hinweg. Von der Besatzung des Seist scheint Niemand gerettet worden zu sein, auch fand man am türkischen Ufer nur einen einzigen, entsetzlich verbrannten und verstümmelten Körper vor. Im Laufe des folgenden Tages setzten nämlich die Nüssen nach dem türkischen Ufer über, um womöglich einige Trophäen mit nach Hause zu bringen. Sie behaupten, nur wenig mehr von den Trümmern des Schiffes gesehen zu haben, doch habe sich die Flagge des Schiffes bei einem Trupp von sieben Türken befunden, die bei ihrer Annäherung davongklaufen seien. So weit nach russisch-rumänischen Quellen die Schilderung des Ereignisses, welches sich in einer türkischen Schilderung vielleicht anders ausnehmen würde, falls überhaupt ein türkischer Zuschauer des seltsamen Schauspiels am Leben geblieben ist. Dubaschew und Schestakow, die Helden des Tages, wurden am Sonntag dem Großfürsten Nikolaus vorge- stellt, der ihnen eben so wie allen bet der Unternehmung betheiligten Mannschaften das -Großkreuz des St. Georg-Ordens verlieh, während der rumänische Oberst Murjescu das Kreuz des St. Wladimir-Ordens erbielt- (K- Ztg.) Literarisches. Der Inhalt des uns soeben zugegangenen neuesten (16.) Heftes von „Ueber Land und Meer,, (Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart) ist wieder ein sehr interssanter und reicher, wie der nachstehende Inhalt dieß beweisen dürfte. Preis «ines Heftes dabei nur 50 Pfennig. Text; Die alte Geige. Novelle von G otth o ld L o gau. — Zur Kirmeß. — Ein Ausflug in das jüngste der Taunusbäder. Nauheim. — Notizblätter. — Ein Ritt durch den Donaustrom bei Wien. — Zum Jubiläum des Fürsten der Mathematiker Carl Friederich Gauß. — Ritter oder Dame. Historische Novelle von Gregor Sawarow. — Peter Quidam's Nheinfahrt. Eine Dichtung in zwölf Gesängen. Don G e r- hard von Amyntor. — Beim Geflügelhändler. — Eine Moden-Reminiscenz. Von Friedrich Uwinger. — Der wiener Wald. Von Max Wirth. — Orientalische Zukunftsmusik. Von W. o. Oünheim. — Aus meinen Kadettenjahren. Lose Blätter von Joh. van Dewall. 26. Der Urlaubsoetter. 27. Die angeholzte Tante. — Die siebente Todsünde. Novelle von R. Frhrn. v. Liliencron. — August Wilhelmj. Von Dr. Hans G- v Mülder. — Das türkische Parlament. — Turf-Auspizien. Von Lu sch a. — Ostern in Rußland. — Wolf und Lamm. (Kopie der Oelfarbendruckprämie mittlerer Größe dieses Jahrgangs.) — Eine türkische Tschaikenbrücke bet Widdin. — Von der Ostküste des adriatischen Meeres. Von M. M v. Weber. V. Cattaro. — Naturkalender. Von vr. Karl Ruß und Bruno Dürtgen. Mai. — Zeitchronik.— Astronomisches Tagebuch. Mai.— Vom Büchermarkt. — Schach. — Bilderräthsel .— Blumen-Räthsel — Briefmappe. Illustrationen: Fahrt zur Kirchweih in Holland. Zeichnung von Adolf Dillen. — Bad Nauheim. Originalzeichnung. — Zubooies' Ritt durch den Donaustrom in Wien. Originalzeichnung. — von V- Katzler. — C. F. Gauß. Nach einer Lithographie von Rittmüller im Verlag von Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen. — Beim Geflügel- Händler. Gemälde von Carl Rohde. — Ein neuer Paris. Nach einem gleichzeitigen Stich. — Les petits-maitres. Nach einem gleichzeitigen Stich. — Aus meinen Kadettenjahren. Von Johannes van Dewall. Sechs Bilder. — Aus unserer humoristischen Mappe. Sechs Bilder. — August Wilhelmj. Originalzeichnung von K. Kög ler — Sitzung des ersten ottomanischeu Parlaments in Konstantinopel. — Auf dem Marsfelde in St. Petersburg während des Osterfestes. Zeichnung von Gust av Bcolin g- — Wolf und Lamm. Nach dem Gemälde von Brochart. (Kopie der Qelfarbendruck- prämie mittlerer Größe dieses Jahrgangs ) — Zusammenstellung einer türkischen Kriegsbrücke aus Tschaiken zn Widdin. Originalzeichnung von Schönberg. i.» ------LJJ___--L____ ___!■■—» Inserate, welche in der folgenden Nummer Aufnahme finden sollen, bitten wir bis Vormittags 11 Uhr aufgeben zu wollen. Größere Inserate wolle man einen Tag vorher aufgeben. Um den Satz rechtzeitig fertig zu stellen ist diese Bestimmung unerläßlich. Die Expedition. Allgemeiner Anzeiger. Friedberg-Hanauer Eisenbahn. 3185) Die Lieferung von 200 Stück Grenzsteinen aus Basalt oder festem Sandstein von rot. 15 Ctm. Stärke und 65 Ctm. Länge nach Bruchköbel bei Hanau soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werben. Zu diesem Zwecke ist Termin im hiesigen Abtheilungsbureau aus Montag den 18. Juni 18'7'7, Vormittags 11 Uhr, anberaumt, woselbst die bis dahin eingegangenen, mit entsprechender Aufschrift versehenen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten geöffnet werden. Die Bedingungen sind ebendaselbst einzusehen und können gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Friedberg, den 5. Juni 1877. Der Eisenbahn-Baumeister: Francke. Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadlwalde. Montag den 11. Juni 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Districte Bruderwinter, Forstwartei Ferne wald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Sckeith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Nadel 17 51,2 19 4030 B. Bau, Werk- und Nutzholz: 553 Fichtenstämme, mit 259,46 Feftmtr., 332 Fichtenstangen, „ 47,52 Die Zusammenkunft ist an der Oberförsterswiese auf dem Vicinalweg nach Hausen. Gießen, am 5. Juni 1877. (3186 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________A. Bramm._________ Freitag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, wird im Hause der Frau Fritz Fürst W'ttwe in der Neustadt dahier ein sehr gut erhaltenes Billard mit allem Zubehör noch mals öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Das Billard kann vor der Ver- steiaerung probirt werden. Gießen, den 5. Juni 1877. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller. (3181 Aeilgebotmes. 3194) 8 Paar gut erhaltene Fenster- Läden sind billigst abzugeben. ______________________Flügelsgasse A. 94. 2061) Oelfarben zum Fußboden-Anstrich hart und schnell trocknend, fertig zum Anstrich, Leinölfirniß zum Einölen, Bernsteinlack zum letzten Ueberzug, sowie SpirituSlack mit und ohne Farbe, sofort trocknend empfiehlt __L. Müller, Mäusburg B. 48. Monogramms (473 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 JL. 50 Schablonen stets oorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft. Feinst gerösteter eandirter Kaffee, Wiener Mischung. - anerkannt vorzügliche Qualität nach Wiener Art geröstet. Alleinige Niederlage bei Herrn Julius Wallach, Gießen. 2062) Maferwalzen und Schablonen für Weißbinder, achtes Blattgold, citron und orange, Blattsilber, Broncen in allen Farben, alle Sorten Pinsel, als deutsche Borst, geschliffene Borst-, Maser-, Vertreiber, (in Borsten und Dachshaar), Zacken-, Strich- und Weißpinsel, empfiehlt _______L Müller, Mäusburg B. 48. 3157) Ein schön spielendes Musikwerk und eine kleine Orgel werden billig abgegeben. Von wem? sagt die Expedition dieses Blattes.__________________ 3145) In meiner Backsteinfabrik in der Schwarzlack wird Montag den 4. d. M. ein neuer Ofen angebrochen und können Steine aus demselben täglich abgefahren werden. S- K a tz e n st e i n, ___Holzhandlung. 3143) Wegen Aufgabe des Fuhrwerks verkaufen wir: zwei Pferde, einen zweispännigen Wagen, ein leichtes Chaischen (Halbverdeck), ein Paar Wagen- gefchirre und ein einspänniges Chaisengefchirr. ITattmann & Waldig;. 2060) Alle Sorten Lack, Oel- und Weingeistfirnisse, Seccatif, Terebine, Goldgrundöl rc., in bester Qualität, empfiehlt D. Mftller, Mäusburg B. 48. Trauben-Brust-Syrup mit Fenchelhonig, (331 in frischer Füllung, die Flasche ä 1 und IV2 Mark, zu haben bei C. F. S e m rn l e r. 3140) Ein Küchenschrank, eine Bettlade, ein Tisch und einige Stühle zu verkaufen im 2. Stock des Hauses der Frau Hensel am Wallthor. Kaffee, gebrannten Java, kräftig und rein von Geschmack, per Pfd. 1.70, gebrannten ffein, kräftig und rein von Geschmack, per Pfd. 1.80, empfiehlt L. Müller, 2004) Mäusburg B. 48. Frühj ahrsspiele in großer Auswahl bei 2828) Moritz Gregori SC Sohn. 2781) Frauen - u. Kinder- flrnmpfe in farbiger Wolle und Baumwolle vorräthig bei Carl Pietsch, Nahrungsberg. Neu! Papikr-Anfeuchter, Neu! Levesou Patent. > Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten Copirbiich- Anfeuchter, a!s unentbehrlich für jedes Comptoir» Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen Gebrauch hinreichend. Köln, Paul Levesen. Detail-Verkauf: bei der Expedition des Gießener Anzeigers ä 2 «M. Neue Matjes-Häringe empfiehlt (2949) Emil Fischbach. Herren-8trohhüte, fertig garnirt von 1 Mk. 30 Pf. an bis zu den feinsten, bei (3152 Fangmann* Bettfedern und Daunen Zwillch utib Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei (439 Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Toilette-, Bade-, Aenster- und Kserdeschwämme n größter Auswahl empfiehlt 2950)________________Emil Fischbach. Baumwachs, flüssig und in Stangen, empfiehlt 2059) L- Müller, Mäusburg B- 48. Petroleum - Koch-Apparate, neuester Constructton empfiehlt zu billigen Preisen (3150 Wilh» Orbly am Markt. Steynsche Sensen, Sicheln und Strohmesser empfehlen unter Garantie (2978 _____Helnzerllng «fe Tribun. Frische Butter, von 10 Pfd. an K 90 H per Pfd-, bei 3196)_____________H. E. Iughardt. Weiße Vorhänge acker Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations - Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (433 Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Drahtgeflechte und .Drahtgewebe zu den verschiedensten Sieben, Fenster-Vergitterungen, Gestügelhäusern und Garten-Umzäunungen verfertigt in jeder Größe und Stärke billigst 2908) M. Weissbäcker» Japanische Schreib- ii Copir-Tinte (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöschbar. Auch dann, wenn die Schrift bereits mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon in 4 Flaschenfüllungen zt i/, Liter 2, 1/2 Liter 125, i/4 Liter 75 */8 Liter 50 in Giessen bei der Expedition des Gießener Anzeigers. WKNZEL’S G'AKTEV Donnerstag den 7. Juni: GROSSES CONCERT von der ganzen Capelle des Großherzoglich Hessischen 2. Jnsanterie - Regiments Nr. 116. Anfang 7 Uhr. — Entree 30 Pfg. Bier-Pression. 1335* Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Saale statt. (3171 Bekanntmachung. Pfänder Versteigerung. 3190) Die verfallenen Pfänder der Pfand- und Leih-Anstalt des Unterzeichneten sollen Dienstag den 12. d. Mts., des Nachmittags 2 Uhr, in dessen Wohnung, Asterweg Ar. 131, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Nr. Nr. 1373. 1 Satz Gewichte. 1556. 1 schw. Oberrock, 1 Uebcrzieher, 1 Paletot. 1557. 1 gold. Damenuhr, 1 silb. Cylinderuhr. 1377. 2 Reste Leinen-Tuch. 1388. 1 goldene Brache. 1559. 4 silb. Theelöffel. 1391. 1 Herrnrock. 1560. 1 Hose. 1395. 1 silberne Cylinderuhr 1561. 1 Uebcrzieher. 1400. 1 Paar goldene Ohrringe. 1562. 30 silb. Theelöffel, 1 Theeseie. 1410. 1 Shawl, 1 Medaillon. 1563. 1 Schcibenbüchse. 1412. 3 gold. Manschettenknöpfe, 1 gold. Uhrkettchen. 1564. 3 Frauenhemden. 1565. 6 Dessertmesscr, 1 silb. Theelöffel. 1414. 1 Damcnhut. 1575. 1 silb. Cyliyderuhr. 1418. 1 silberne Ankeruhr. 1576. 1 Wanduhr. 1429. 1 silberne Cylinderuhr. 1577. 1 Paar Zugstiefel. 1430. 1 schwarzer Oberrock. 1437. 1 Tischtuch, 1 Serviette, 4 Handtücher, 1 Comodcbecke. 1578. 1 Herrnrock, 1 Hose, 1 Weste, 1 Verdand- tasche. 1580. 1 Fraucnrock. 1439. 1 Frauenrock, 1 Hemd, 1 Jacke, 1 Couverte. 1623. 1 gold. Ring. 1140. 2 Betttücher. 1625. 1 gold. Ring. 1444. 1 schwarzer Oberrock. 1626. 1 Verbandtasche. 1451. 1 Herrnrock. 1631. 9 Wagenwinden. 1455. 1 silberne Ankeruhr. 1634. 1 gold. Broche. 1460. 1 goldene Uhrkette. 1637. 8 silb. Theelöffel, 1 Tafeltuch, 1 Uebcrzug. 1461. 1 Wanduhr. 1642. 1 Sommcrübcrzicher. 1463. 1 Handkoffer mit Effecten. 1468. 1 Waage mit Gewichten. 1645.2 Betttücher, 3 Servietteu, 4 Paar Strümpfe. 1470. 5 gold. Manschcttenknöpfe und 1 Uhr- kettcnschieber. 1647. 1 silb. Cylinderuhr. 1650. 1 Herrnhemd. 1472. 1 Hose, 1 Weste, 1 Rohrstock. 1655. 1 Dcttdeckeüberzug, 1 Hemd. 1474. 1 Wärmcflasche, 2 Herrnhcmden. 1659. 2 Glascrdiamantc. 1480. 1 Frauenrock, 1 Jacke, 1 Rädchen, 1 Sonnenschirm. 1660. 1 tzoldener Ring. 1668. 1 Schrcibzcugkasten. 1482. 1 Weste. 1669. 2 Brochcn, 1 Paar Ohrringe, 1 gold. Ring. 1488. 1 Herrnrock 1677. 1 Fraucnrock. 1489. 2 gold. Ohrringe, 2 Reste Kleiderzcug. 1678. 2 Betttücher. 1490. 1 Glaserdiamant. 1683. 1 Fraucnklcid. 1497. 1 Hose, 1 Frack, 1 Weste. 1686. 1 Stück Leinen-Tuch. 1498. 2 Tischtücher. 1689. 1 Winterüberzieher. 1505. 2 Stücke Ledertuch. 1691. 2 Betttücher, 12 Taschentücher. 1507. 1 Bettdcckeüberzug, 2 Kissenüberzüge. 1692. 13 silb. Theelöffel, 1 Rest Seidenzeug. 1512. 1 schwarzer Oberrock. 1696. 6 Paar Strümpfe, 1 Frauenkleid. 1513. 1 Tabakskastchcn. 1700. 1 Uebcrzieher. 1516. 1 Herrnrock. 1708. 3 Frauenhemden, 2 Fenstcrvorhänge. 1519. 2 Betttücher, 8 Handtücher. 1711. 1 silb. Cylinderuhr. 1520. 1 seidenes Fraucnklcid. 1715. 1 Winterüberzieher. 1521. 12 silberne Theelöffel. 1719. 1 silb. Cylinderuhr. 1522. 1 Frauenmantel. 1720. 1 Winterüberzieher. 1523. 1 Frauenmantel, 1 seid. Jacke, 2 Betttücher, 3 Handtücher. 1725. 1 schwarz seid. Fraucnklcid, 1 Herrnrock, 1 Hose, 1 Weste. 1524. 1 Paar Damenstiefel, 4 Handtücher, 3 Kissenüberzüge, 1 Tafeltuch, 1 Frauenrock, 1 gold. Broche. 1529. 1 Uebcrzieher. 1726. 1 Stück Betttücher-Leinwand. 1727. 1 Herrnrock. 1728. 1 Herrnrock. 1734. 1 Spindeluhr. 1536. 2 gold. Medaillons, 1 gold. Uhrkette mit Schlüffe!, 1 gold. Ring. 1537. 2 Frauenhemden. 1738. 1 Bettkiffen. 1739. 6 Nachtjacken, 6 Kiffcnüberzüge, 6 Unterhosen. 1539. 6 silberne Theelöffel. 1740. 6 Betttücher, 6 Handtücher. 1547. 1 Fraucnklcid. 1548. 1 Herrnrock. 1549. 1 Haarkette. 1743. 6 silb. Eßlöffel, 3 silb. Theelöffel, 1 silb. Damenuhr, 1 gold. Medaillon, 1 Tüll- Shawl. 1550. 1 chtrurg. Besteck. 1551. 1 Herrnrock. 1748. 2 Federkiffen, 1 Paar gold. Ohrringe, 1 Frauenrock. 1554. 1 anat. Besteck. 1757. 1 Lappenteppich. 1555. 1 Rest seidenes Futtcrzeug. 1758. 1 gold. Ring. Außerdem kommen noch verschiedene Kleidungsstücke und Gegenstände zur Versteigerung. Die Pfänder können bis längstens den 9. d. MtS. eingelöst oder prolongirt werden. Gießen, den 4. Juni 1877. ________ A. Henrich. Aermiethungen. 3188) Der seither von Herrn Kappenmacher Buch inne gehabte Laden mit Logis, C- 194, ist anderweit ju vermiethen und bis zum 15. Juli oder 1. August beziehbar^______________ 3187) Ein Logrs zu vermietben bet ______________I Benner, Neustadt._ 3191) Ein Logis mit schöner Aussicht in's Freie, bestehend aus 6 Zimmern, Borplatz, Küche, Mägdestübchen, Speisekammer, in Mitte der Stadt, vom 1. August zu vermiethen. Zu erfragen in der Exp. b Bl. 3193) Ein Mansardenlogis, desteyend aus 3 Zimmern, abgeschlossenem Corridor und Küche ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und kann fofart bezogen werden. Will). Reiber, Neue Bahnhofsstr. 92. 3173) Zwei Zimmer mit Cabinet, nicht mödllrt, zu vermiethen. ___________Dr. A. Mettenheimer. 3195) Ein kleines Logt« ist 1. Juli be- ziehbar. Nruenbäuen B. 96^_____________ 1997) Die Mansarden in meinem Hause in der Frankfurter Straße sind per 1. Juli d- I- zu vermiethen._______A. Geisse. 2300) Ein freundliches Logis, bestehend aus 5 Zimmern, ist zu vermiethen und kann vom 1. Mai an zu jeder Zeit bezogen werden. Näheres bei_________I. Blitz. 3139) Ein möblirtes Zimmer ist zu vei- miethen an ein oder auch zwei Herren bei ______Glaser Hirz, Seltersweg Nr. 8. 3153) Eine Wohnung von 4 Zimmern, sogleich beziehbar, an eine ruhige Familie zu vermiethen. Schloßgasse B. 6._________ 1442) Das seither von Herrn Canzlei- Chef Wilker bewohnte Logis ist bis zum 15. Juni anderweit zu vermiethen. __Ehr. Noll III., Canzlciberg B. 66. ZU ummctijni die Beletage und 3/4 vom Dachgeschoß des Hauses A. 166 Marburger Straße mit Zubehör und Garten. Die ganze Hoftaitbe steht auch zum Verkauf.(2952 2976) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Simon Reis, ___Eanzleiberg B. 68. 3134) Tüchtige Sortirer finden bei gutem Lohn sofort dauernde Beschäftigung. August Ackermann. vermischte Anzeigen. 3136) Ein Accordant auf Steinbrechen in meinem Bruch an her Hardt gesucht. _____________________Ehr. H a u b a ch. 3132) Tüchtige Maurer und Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei I. W a g it er, Maurermstr. 3183) Ein Hat.sbursche gesucht in die Eisenwaarenhanvlung von ______________ H. Battenfeld. SiMetjel in allen Größen, Consoltische, Dilderrahmen, Photographie- Nahmen, sowie das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten fertigt zn billigen Preisen J. P. Ritsert, Vergolder. WaUthor 156.' Ä'B- Das dteuvergoiden alter Rahmen rc. wird sol d und billig ausgeführ t._____(3184 Strohhute werden zum Waschen und Fa^onnirr» angenommen bei 3029)______________Louis Gail. Warnung. 3182) Ich warne hiermit Jedermann^ auf meinen Namen, wem es auch sei, etwas- zu borgen, indem ich für Nichts batte. Georg Fiedler Wittwe in Großen Buseck Waheim. Die soeben erschienene Nr. 35 enthält: ■ 3 ? - äß- „ -- s» Das Glück. Roman von Victor von Strauß. (Fortsetzung.) — Die Denkwürdigkeiten des Staatskanzlers Fürsten von Ha,' denberg. Von Dr. W- Herbst. — Erlebnisse eines Freiwilligen in Serbien. — Die Mönchsrepublik auf dem Athos. Von Dr. Jean Paul Richter. Mit zwei Original- zeichnungen von B- Mannfeld: Eine Kloster- burg auf dem Athos und Hof des Athos klosters Chilandari. — Am Familienttsche: Eine lustige Lehrstunde. Mit dem Silbe von PH. Fleischer: In der Kochstunde.— Joseph in Aegypten. Zu Bestellungen empfiehlt sich: die Ferber'sche Unto.-Buchhanblunss. __E Heinemann, I. Rick e r. 3074) Ich suche ein tüchtiges Mäbcherr für Haus unb Küche. ______H. Draudt, Gartenstraße. Ghabftcüifdmft. Das Neuvergolden von Grabsteinschriften aus dem Friedhose wird dauerhast gesertigt von •J. jP. Kifxerf, Vergolder, 3189) Wallthor 156. > Donnerstag den 7. Juni, Abends 8 Ahr, im < '#,/>- Geilfu* (1114 Monatsversammlung. Attsgeselsl; Einen Posten Cattun, per Meter 40 ,H, H i, elsäfier Cattun, per Meter 50 „ „ Jaconnet, per Meter 45 3063)__Aug. Montanus. Männer - Bade - Verein. 3125) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Badebäuser zur gefälligen Benutzung bereit stehen. Zur Einzeichnung derjenigen Herren, welche gesonnen sind, dem Vereine beizutreten, liegt eine Liste in der Anstalt offen. Der Vorstand. von L. Chr. Rübsamen eröffnet. Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die näheren Bedingungen in der Anstalt zu erfahren sind, wo auch die Abonnementsliste zur gefälligen Einzeicl)- nung offen liegt. (3098 Die Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an Wochentagen Vormittags von 10 bis 12 und Nachmittags von 4 bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 7 bis 12 Uhr. Die Unterrichtsstunden der Mädchen werden bei Anmeldungen mitgetheilt. Verantwortliche Rebaction: A. Scheyba. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei lFr. Chr. Pietsch) in Gießen.