ch-st isn Mittwoch, den 7. März Äto, SS Kiehener MWWW Anzeige- uni AmiBM sie iti Kreis Gießen Schlechte Zeiten. irkel, ibts, zur Zeit Sandkörner am Meeresstrand, und die Ausführung großartiger aber nicht nothwendiger Arbeiten verbietet der Stand der Steuerkrast. Das einzige Hülfsmtttel, das uns in diesen schlechten Zeiten bleibt und das bis jetzt sckon mit vielem Erfolge angewandt worden — der überaus langsame Berlauf der Krisis beweist da« schlagend —, bedeutet Sparen und Arbeiten. Wir sollen uns von allen unnützen Ausgaben möglichst fern halten, zurücklegen, in vorsichtiger Anlage, was wir aus unserem Tagesverdienst erübrigen, wir sollen anstrengend thätig sein, um unsere Industrie zur ersten auf dem Weltmärkte zu erheben, um unsere Waaren innerlich unanfechtbar und probefähig und äußerlich gefällig darzustellen und so auf dem -auswärtigen Markte Siege zu erobern, so lange der inländische kein größeres Angebot stellt. Was ferner noch «ngepriesen wird, ein neuer Zolltarif, ein neuer billigerer Frachttarif, eine Aenderung wirthschaftlicher Gesetze u. s. w-, ist immerhin der reiflichsten Erwägung werth, wird aber stets erst in zweiter Linie und meist erst nach einem neuen wirthschastlichen Aufschwünge in Betracht kommen. Alle Parteien werden hier gern ihre Hülfe darbieten, sie werden gern etwa begangene Fehler einsehen und verbesiern, wo man mit vernünftigen Gründen und bestimmt beweisbaren Angaben auftritt. Nur soll man sich hüten, ferner noch mit solchen krassen Uebertreibungen zu fechten, wie das bisher geschehen, nur soll man offen eingestehen, wo man als Verfechter eigener wichtiger Jntereffen auftritt, und nicht einen Streit wider die Principien erheben, wo einfache Thatfragen behufs der Anwendung vorliegen und sich klar erledigen laffen. Die demnächstigen Verhandlungen über einen österreichischen und französischen Handelsvertrag werden zeigen, inwieweit auf gegenseitiges Entgegenkommen gerechnet werden kann. (^* 3*9-) Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. *" Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 1 Uhr, • »Ärher hie ~~---J1201 m Leiden m ;er Sohn und erblichenen. (Schluß.) Was soll man dazu sagen, wenn jetzt ein Organ der Wirthschaft«. 1 Reformer sich zu folgenden Sätzen zu versteigen wagt: v. „ J x „Kaum zehn Jahre sind es Ker, seit man dem Manchesterthum die vollen Zügel'schießen ließ, und der wilde Renner liegt sammt der ganzen Staats- < kutsche im Abgrunde. An allen Enden bricht der öconomtsche und moralische , Bankerott au«. Die Industrie ein Trümmerhaufen, der Handel am Bettelstäbe und seine Rettung in Schleuderverkäufen suchend; der Arbeiter beschäftigungü- : los, vagabundirend, eine Beute der Verzweiflung, der Branntweinpest, des Vcrbrecherthums ; die Frauen aus Noth in Hellen Haufen der Prostitution ber* fallen; der Handwerker social-demokratische Versammlungen besuchend, über social-demokratischen Broschüren brütend; die Regierung in ihren öconomischen Anschauungen gespalten, hülflos; das Parlament noch zerfahrener von der impotenten Doctri» entnervt; die große Presse ohne Jnformatton im Luftballon der hohen Politik über die praktischen Volksbedürfnisse hinwegsegelnd; die kleine Presse machtlos; die Staatshülfe discreditirt, gelähmt; die Selbsthülfe unzureichend, mangelhaft organifirt, theilweise verblutend — das ist die Bilanz des als höchste volkswirthschaftliche Weisheit ««gekündigten Laissez tarro-SystemS. Jeden Tag eine neue Bankerott-Erklärung." Gehört es etwa zu den Regeln der kaufmännischen Weishett und der Vaterlandsliebe, der Wahrheit derartig in's Gesicht zu schlagen, um Unterstützung und Hülfe für eine augenblicklich nicht einträgliche Industrie zu erzielen? Oder hofft man, durch solche übertriebene, unseren Nachbarn nur zu willkommene Schilderungen einer bei uns herrschenden Noth den vorsichtigen auswärtigen Handel Dom Wettkampfe auf unserem Markte fernzuhalten? Wir finden es natürlich, daß die Vertreter einzelner Industriezweige sich rusammenthun, um sich gegenseitig über die begangenen Fehler und zu ergrei. senden Hülfsmitrel aufzuklären, und demnächst in ausführlichen Vorstellungen an der Hand der gesammelten Beweise den Staatslenkern und Volksvertretern die Berechtigung ihrer Wünsche darlegen. Jede Partei hat ja das dringendste Jntereffe, einer lebensfähigen einheimischen Industrie alle die Erleichterungen zu gewähren, die ohne Schädigung der berechtigten Anforderungen dritter Gewerbe durchführbar sind. Aber das verdenken wir jenen Vertretern einseitiger und egoistischer Jntereffen auf das Aeußerste, wenn sie durch allgemeine, geschickt gewählte Redewendungen die herrschende Mißstimmung zu ihren Gunsten auszubeuten, sich als Staatsretter, d. h. als Verfechter des Gemeinwohls auf- zuspielen suchen, wo sie zunächst selbst an ihre Brust klopfen und sich als reuige Sünder bekennen sollten. S» gut es Unsinn und Heuchelei ist, wenn die Wortführer der extremen Parteien den Volkshaufen zu gewinne» suchen, indem sie Verminderung der Steuern versprechen, so lange eine Verminderung der Ausgaben nicht möglich, ebenso gut müsien wir es Unsinn und Heuchelei nennen, wenn jetzt von einer Umkehr in der wirthschastlichen Politik eine Verbesserung der schlechten Zeiten versprochen wird. Eine solche Befferung ist unmöglich eher zu erzielen, als bis eine ansehnliche Vermehrung des Arbeitsbedürfniffes eintritt. Das ist aber für'« Erste nicht zu erwarten. Die Erneuerungen und Ausdehnungen der großen Werke und Eisenbahnen sind in den Jahren des Segens sertiggeftellt worden, das Privat-Publikum hat mit anerkennenswerther Thatkrast auf die Jahre unvernünftiger Spekulation und Verschwendung ernstes und anhaltendes Sparen folgen laffen, unser Eisenbahnnetz ist fast abgeschloffen, die nothwendi- gen Vorarbeiten für ein großartiges Canalnetz werden mit Eifer betrieben, aber noch längere Zeit erfordern, ehe umfaffende Bauten in Angriff genommen werden können; die Regierung hat jetzt versprochen, die bewilligten Bauten mit Ernst zu betreiben und nach Kräften zu beschleunigen ; doch auch diese sind nur Herttschlarrd. Darmstadt, 5. März. Es ist eine eingehende technische Unter- uchung der Ufer unb Schutz-Bauten am Rhein augeordnet worden, die Material ür eine die vorhandenen Uebelstände thunlichst beseitigende Vorlage ergeben wird. Die Damm- und Strom-Bauten haben derart gelitten, daß der für laufende Unterhaltung im Staats-Budget vorgesehene Betrag zur Wieder- Erstellung und weiter erforderlichen Schutz-Arbeiten nicht ausreichen wird und deßhalb die Regierung in der Lage sein dürste, den Ständen die Bewilligung eines Nachtrags-Eredits für fragliche Zwecke anzusinnen. Darmstadt, 5. März. Unterm 28. Februar d. I. wurde der Großh. Ministerialrath Weber zum Vorsitzenden der auf Grund des 8 6 Rr. 3 der Verordnung vom 28. December 1876 durch Großh. Ministerium des Innern zu bestellenden Commission für die Staatsprüfung der Aspiranten zum Staatsdienste im Medicinalfach und der Großh. Obermedicinalrath Dr. Pfeiffer zu Darmstadt, der Großh. Obermedicinalrath Dr. Reißner zu Darmstadt, der Großh. Kreisarzt Medictnalrath Dr. Helwig zu Mainz und der Hospitalarzt Dr. Jäger zu Darmstadt zu Mitgliedern dieser Commission für das Prufungs- jahr 1877 ernannt. m Unter gleichem Datum wurden für das PrufungSjahr 1877 zum Vorsitzenden der Commission für die Staatsprüfung der Aspiranten zum Staatsdienste im Veterinärfach der Großh. Ministerialrath Weber und zu Mitgliedern dieser Commission der Großh. Obermedicinalrath Dr. Pfeiffer, der Groyh. Obermedicmalrath Dr. Wüst, der Großh. Obermedicinalrath Dr. Hallwachs, sämmtlich zu Darmstadt und der ordentliche Proseffor an der medicmischen Fakultät der Großh. Landes-Universität ernannt. Berlin, 3. März. Fürst Gortschakoff theilt in einer an England gerichteten Note mit, Rußland sei bereit, eine halbe Million Streiter marschiren zu laffen. Ein friedlicher Auöweg sei gleichwohl erwünschter. Falls die Großmächte Garantieen für die Christen von der Pforte anstrebten, sei Rußland be- r neu» Pumpe« '‘Hefter, reib. J tunfl iu j jll( . Sie"" Mi, Bezugnahme aus unsere Bekanntmachung vom 7. December v. Js. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weis- »orgenommen werden. Freitag den 16. Marz d. Js. und folgende Tage, für diejenigen, welche in den Jahren 1857 und 1860 geboren sind. _ ' 1 9 ' Freitag den 23. März d. Js. und folgende Tage, für bipieniaen welche in den Jahren 1858 und 1859 geboren sind. Die '$rüfuna beainnt an jedem Tag Morgens 8 Uhr dahier in der alten Kanzlei, Lomsenplatz 2. , Zugleich machen wir auf die neue Prüfungs-Ordnung zum einjährig-freiwilligen Dienst, Lnl. 2 zu § 91 der Ersatz-Ordnung °om 28. &£)>.«. 1875 wiederholt aufmerksam und insbesondere auf § 2, worin di- hinsichtlich der einzelnen Prüfungsgegenstände gestellten «nforderungen enthalten sind. Darmstadt, den 23. Februar 1877. , , _ , Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende. von Marquard. ______________ 10 1V sich nicht “’M nut Qiljus Mä eigene Duch finden müsse, 'n wikd-iherzchliast mangelt, Torge juf Verwendung (inütnj e Bedürftigen durch ichasl zu jein, auch! zenwärligen Arbeite^ nftrnb des hiesigkiiL rzend thunlich, durch» schaffen, hat grau* auf unsere Bitte dich en zu übernehm»/' u. dgl. dajelbst re, auS dem ie Art weiblichtk mb tonnen diesen! i den Iran Vandrichiu :äulfin IM W llge Mnnehnieu kJ it^egenfommen W >iten, wie durch M luenvereins.__ :-Loch reit, der Pforte eine Frist zu gewähren, wenn die Mächte im Mißlingmigs- Falle zwangsweise die Reform durchzuführen sich verpflichteten. Berlin, 4. März. Bismarck äußerte gestern zu Abgeordneten: Die Mächte seien wenig geneigt zu activer Betheiligung an den orientalischen Wirren. — Der frühere russische Botschafter in Konstantinopel, General Jgnatieff, ist mit seiner Gemahlin heute früh hier eiugetroffen. AuS Bayern, 1 März. Die „Memminger Zeitung" theilt mit, daß die dortige Pulver-Fabrik einen Auftrag aus 17,000 Ctr. Kanonen-Pulver erhalten habe, sofort lieferbar an der polnisch-russischen Grenze. München, 5. März. Zufolge einer Klage gegen die österreichischen Bahnen wegen Coupons-Zahlung in Silber wurden dahier 20 Wagen der Elisabeth-Bahn gerichtlich beschlagnahmt. Nach Depontrung des Geld-Betrags wurden die Wagen wieder freigegeben. Leipzig, 3. März. Der Reichs-Disciplinarhof bestätigte heute als oberste Instanz das aus Dienstentlasiung des Grasen Harry Arnim, ehemaligen Botschafters zu Paris, lautende Urtheil der Reichs-Deputirten-Kammer zu Potsdam. Der Gerichtshof hielt hierbei den Retchsgrundsatz aufrecht, daß die Entscheidung des Strafrichters als thatsächliche Unterlage für den Disciplinat- richter zu gelten habe. Oesterreich. Pesth, 3. März. Auf eine Interpellation Nemeth's erwiderte in der heutigen Sitzung des Unterhauses der Minister-Präsident Tisza, Stadthauptmann Thaisz habe von glaubwürdiger Seite erfahren, daß gewisse Conventikel sich verabredet hätten, am 28. Februar sich vor dem Parlamente zusammenzurotten, um einige Persönlichkeiten zu insultiren; vorsichtshalber und um den Straßenverkehr nicht hindern zu lassen, sei die nothwendige Anzahl Polizeimann, schäften, wie dies auch in anderen Städten üblich sei, consignirt und in den Nachbarhäusern aufgestellt worden. An diese Mittheilung knüpfte der Minister- Präsident eine Warnung, solche Scandalsucht zu unterstützen; das Haus solle sich von Gasten-Demonstrationen fernhalten. Die Versammlung nahm diese Erklärung einstimmig und unter lebhaftem Beifall zur Kenntniß. -«glas». London, 3. März. Bezüglich der Abberufung des englischen Mittcl- meer-Geschwaders aus dem Piräus und dessen Rückfahrt nach Malta meldet „Reuter's Bureau": Diese Maßregel sei angeordnet, weil an den Schiffen Reparaturen vorzunehmen, auch die Mannschaften theilweise nach Beendigung ihcer Dienstzeit zu entlasten waren. Außerdem bemerkt noch „Reuter'S Bureau", da» die politischen Verhältniste die Anwesenheit des britischen Geschwader- in den orientalischen Gcwästern nicht'mehr erforderlich erscheinen ließen. — Im Unterhause kündigte Courtney für den 23. März eine Resolution an, wonach das Haus erklären soll, daß England in Folge der Ungerechtig- keir, Corcuption und Grausamkeit des türkischen Regiments aller Verpflichtung flcn gegen die Pforte ledig und niemals verbunden sei, die Unabhängigkeit und Integrität der Türkei aufrecht zu erhalten. Auf eine Anfrage Mundella's erklärte der Schatzkanzler Northcote, die Regierung habe das Verhalten des Legatious-Secrctärs Baring gebilligt; derselbe sei nach Konstantinopel zurück- gekehrt, weil er seinen Auftrag als erledigt angesehen habe. Teffoun Betz sei Mitschuldiger an den in Bulgarien begangenen grausamen Handlungen; auch acht andere türkische Beamte ständen nicht vorwurfsfrei da. London, 3. März. Dem „Reuterffchen Bureau" wird aus Washington telegraphirt: Hayes ist um 9 Uhr Vormittags hier angekommen und von vielen Seiten beglückwünscht worden. Der Senat ist auf den 5. März zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenbcrufcn. London, 3. März. In Launceston ist der Solicitor-General Giffard mit 392 Stimmen zum Unterhaus-Mitgliede gewählt; der liberale Gegen- Candidat Bollier erhielt 274 Stimmen. — Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Washington gemeldet, daß der Schatzsecretär die Einlösung von weiteren 10 Mill. 5/20er Bonds angekündigt hat. Italien No», 2. März. Die Deputirten-Kammer hat die Special-Berathung de^ Jncompatibilttäts - Gesetzes beendet; ein Antrag Dertani's, wonach das Gesetz gleichzeitig mit der Wahl-Reform in Wirksamkeit treten solle, wurde vom Minister Nikotera bekämpft und als Mißtrauen-.Votum gegen das Ministerium bezeichnet »nd darauf von der Kammer abgelehnt. Rom, 3. März. Die DepuNrttn - Kammer hat mit großer Majorität das Jncompatibilitäts - Gesetz im Ganzen genehmigt- Die Regierung hat der Kammer die Äctenstücke betreffs der orientalischen Frage vorgelegt, welche demnächst zur Vertheilung kommen. Petersburg, 3. März- Das Wiener Börsen-Gerücht von dem angeblichen Versuch eines Attentats auf den Großfürsten-Thronfolger (worüber hier telegraphische Anfrage erfolgte) kann auf das Bestimmteste als leere Erfindung bezeichnet werden. IÄrLei. Koustuutiuopel, 3. März. Die montenegrinischen Abgeordneten haben den Großoezir und den Minister des Aeußern besucht. Bei den heute begonne- nen Verhandlungen werden von beiden Seiten versöhnliche Gesinnungen bekundet. Dem Vernehmen nach würde nach Abschluß des Friedens mit Montenegro ein hoher türkischer Beamter mit einer außerordentlichen Mission bei den eure Päischen Cabineten betraut werden. Die serbischen Abgeordneten werden vor- ai.-sichtlich am Dienstag von hier abreisen. Konstantinopel, 4. März. Durch ein Seitens des Fürsten von Serbien an den Großvezir gerichtetes Telegramm werden die vereinbarten Friedens-Bedingungen und Zusicherungen der serbischen Unterhändler ratificirt. Zugleich wird darin constatirt, daß in Folge der in dem Friedens.Dertrag enthaltenen Bedingungen des Status quo ante bellum alle früheren Rechte und Privilegien für Serbien aufrecht erhalten blieben, welches dafür seinerseits die aus den verschiedenen Firmans sich ergebenden Verpflichtungen auf sich nehme. Dergestalt sind nunmehr die Beziehungen zwischen der Türkei und Serbien wieder hergestellt. Kriechenland. Athen, 4. März. Das britische Geschwader hat, wie angekündtgt, heute früh den Piräus verlaffen, um nach Malta zu segeln. Men. Calcutta, 3. März. Sir Dung Bahadur ist am 25. Februar gestorben- Amerika. Washington, 2. März. Den Beschlüffen des Congreffes, durch welche Hayes als Präsident und Wheeler als Vice-Präsident proclamirt wurden, gingen lebhafte Debatten voraus. Die Verkündigung des Beschlusses erfolgte ohne irgendwelche weitere äußere Kundgebung. Washington, 3 März. In dem Berichte, welcher von der Majorität der Münz-Commission erstattet ist, wird die Wledereinführung der Doppelwährung ohne Beschränkung der Silber- und Gold-Ausprägung befürwortet, da die Rückkehrung zur Metallwährung nur auf diese Weise durchführbar sei. — Der republikanische Gouoerueur von Louisiana, Packard, hält noch das Regierungs-Gebäude besetzt und hat sich in demselben verschanzt. Washington, 4. März. Die demokratische Majorität der Re- präsentanten-Kammer hat eine Resolution angenommen, worin erklärt wird, daß Tilden und Hendricks, die 190 Stimmen erhalten, als gewählter Präsident, bezw. Vice-Präsident hätten proclamirt werden muffen. Deßgleichen hat eine Versammlung von Demokraten eine Adresse an das Land gerichtet, welche gegen die Wahl von Haycs und Wheeler Einspruch erhebt. Das Repräsentanten-Haus hat sich vertagt. L o k a l - R o t i z. Glesien, 6. März. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung der Stadl- verordneten-Sitzung am Donnerstag den 8. März 1877, Nachmittags 4 Uhr, in dem Sitzungssaale der alten Realschule folgen: 1. Die Gehalte der Gehülfen des Stadtrechners. 2. Die Vergebung der Krug'lchen Stiftungszinsen. 3 Die Wechselmorgen betr. 4. Gesuch des OrtSdienerS von Hochelheim um Erhöhung der Bekanntmachungs- Gebühren von städtischen Versteigerungen. 5. Expropriationsproceß betr. 6. Gesuch um Fristbewilligung für Eommunalrückstände auS dem Jahr 1876. 7. Decretur von Parcellenvermessungskosten. 8. Gesuch wegen käuflicher Ueberlassung eineS Bauplatzes. 9. Gesuch um Bürgeraufnahme. 10. Gesuch des Gießener Braunstein-Bergwerks wegen Verlegung eines Feldwegs. 11. D>e Festsetzung des Kaufpreises für die von der Stadt abzugebenden Bauplätze an der Grünberger und Sicher Chaussee. 12. Gesuch wegen Ueberlassung eines städtischen Platzes zur Niederlegung von Bauholz. 13. Wasserablettung in der Stephansmark. Vermischtes. Cassel, 2. März. Das Kreisgericht hat heute eine hauftrende „ftünftltrti* welche einer hiesigen Frau für Geld, Kleider, Goldsachen rc. ein Mittel (Salz, Wurzeln und ein mit Knoten versehener Bindfaden) gegen sie zuvor als nahe .«ahrgesagtenE schweren Krankheiten velkauft hatte, wegen Betrugs m drei Wochen Gesängnitz verur- theltt- Der Stderg^rube ist leider noch immer nicht fort. Gütersloh. (Unmenschliche Eltern.) Dem «Wächter* wird geschrieben: Seit einigen Tagen wird hier eine Geschichte, die sich in der Nachdarstadt Wiedenbrück zu- getragen haben soll, kolporttrt: dieselbe war jedoch so ungeheuerlicher Art, daß wir Anstand nahmen, sie weiter zu verdreiten. Da dieselbe uns jetzt von zuverlässiger Seite bestätigt wird, mögen die Einzelheiten der unerhörten Thatsache hier folgen: Schon seit einiger Zeit hattest dortige Bürger aui ihrem Nachbarhause ganz eigenthümlibe Stimmen und Laute vernommen und dieses dem Gknsd'armerte-Wachtmeifter mitge- theilt, so daß dieser Veranlassung nahm, in dem bezeichneten Hause eine HauSsuchu g oorzunehmen. Er fand nun in einer Kiste auf dem HauSboden den erwachsenen blödsinnigen Sohn der Hausbewohner, der dort schon seit Weihnachten seinen Aufenthalt gehabt haben soll, ohne daß die Kiste und der Unglückliche gereinigt worden war, fa daß deren elender Zustand ein unbeschreiblicher gewesen sein muß Die Kiste stand zum Theil über der Bodenluke, so daß sie bei einiger Bewegung des Blödsinnigen herunter stürzen konnte. Was die Raben Eltern veranlaßt hat, so mit ihrem Kind zu verfahren, ist schwer zu e'rathen, da dasselbe sehr williger Natur, wie der folgende Vorfall zeigt, gewesen. Einstens wurde der Sohn von seinen Eltern auf den Acker geschickt, um auf diesem zu graben, und nicht eher heimzukomrnen, bis die Arbeit vollendet, obgleich diese mehrere Tage und Nächte in Anspruch nahm — Die Ueberführung deS Unglücklichen in daS katholische Krankenhaus ist sofort angeordnet worden, woselbst er sich, nachdem er körperlich gercinigt und mit neuen Kleidern versehen, außerordentlich wohl und be- haglich fühlen soll. — Berlin. Hiesige Blätter erzählten neulich eine pikante Geschichte vom jetzigen türkischen Großvezir Edhem Pascha, der eine schmucke Berliner Bäckerstochter angeblich sich habe nach Stambul nachkommen lassen, um sie seinem Harem einzuverl-iben. Wie wir nun aus zuverlässiger Quelle erfahren, hak die Geschichte nur einen Fehler, den nämlich, nicht wahr zu sein. Auf der hiesigen türkischen Botschaft hat man sogar einen Augenblick lang daran gedacht, die hübsche Erfindung als solche zu bezeichnen und mit einem Dementi zu beehren. Schließlich aber ist man davon abgekommen, weil man meinte, daß die erzählte Geschichte an sich für einen Muselmann überhaupt nichts Verletzendes enthalte, und so ließ man sie auf sich beruhen. — Bei dieser Gelegenheit wollen wir unseren Lesern rtn einschlägiges Histörchen mittheilen, daS sich jüngst in einer «bendaesellschaft bei einem diesigen reiche, Bankier abgespielt. Ein tüikischer Diplomat saß bei Tische an der Seite einer entzückenden, jugendfrischen Blondine, mit der er sich ous'S herzlichste unterhielt. Die Unterhaltung streifte auch die po- litifchen Tagetzfragen. .Ich war sehr erstaunt", sagte der Backfisch, .in den Protokollen her Conferenz fsnen inbignirten P.otest zu finden gegen das Recht, welches sich Ihre r'andsleule anmaßen, mehr als eine Frau zu nehmen!* — ,,G»ädigeS Fräulein" — entgegnete rr.it Würde der Türke — „wären die abendländischen Herren so aufrichtig in ihren HcrzensangelegcnhLiten wie wir, fo würden Sie längst erkannt haben, daß jene in dieser Beziehung — alle Muselmänner sind!" — (Parlaments-Witze ) v- LuciuS soll geäußert haben, wenn LaSker so lange wäre, wie seine Reden, könnte er sich vom Manne im Monde eine Prise geben lass.'». - Als Most gefragt wurde, wann die Socialdemokraten mit der Revolution anfangen würben, flüsterte er dem Frager leise in5 Ohr: „So wie das Petroleum billiger wird." — Ein rührender „Akt der Großmuth" spielte sich vor einigen Tagen, rote die ,,N. B- Landesztg." meldet, auf dem Mannheimer Markte ab. Mit verstörter M>ene rannle ein Pfätzcr Gutsbesitzer auf und ab, fragend; ob Ntemand eine Biiestafche -.e- fundm habe? Da trat dem Manne eine arme Krau freudigen Blickes entgegen und überreichte ibm die vermißte Brieftasche. Bedächtig zählte der Pfälzer „seine Lieben" in der Brieftasche und sieb' — es fehlte kein einziges der 100 Mark-Schein-Häupter, es waren im Ganzen 90 solcher hübscher Dinger. Vergnügt schmunzelnd griff nun ^er Mann in die Hosentasche, zog einen ledernen Geldbeutel hervor und nahm au8 diesem ein Fünf-Pfennigstück, dasselbe huldvollen Blickes der redlichen und armen Finderin überreichend l — Schade, daß man den Namen deS Großmüthigen nicht ermitteln konnte. v toie aw8t, ,m 25- d°--h i-f-?*1 Warben >?°" d-i N«i„ u^u”9 btt JjL ^n9 befürwortet MMite £ ;jtWt "och big ^jontät der Re- krklärt wirb, daß J* PiGent, Weichen Hal eine W welche gegen präsentanten-Haus 'Nung der Ttadi- -mittaqs L Uhr, irSetaimhnadiuBfl^ tuft dem Jahr 1876. n Verlegung eines ab iUßebenben Bau- ur Merlegung von — Daß die ungarischen Studenten sich wenigstens ebensogut wie Deutschlands Musensöhne auf's Pumpen verstehen, geht aus der Mittheilung hervor, daß dieselben die türkische Regierung um die Kleinigkeit von 70,000 FrcS. erfolgreich angepumpt haben. Die Sympathiedemonstrationeii finden darin ihre deutliche Erklärung. Mainz, 27. Fein. „Der verrückte Engländer" gedeiht in jede«! Klima und bet jeder Temperatur. Ein junger Engländer hat sich gestern in Wiesbaden, am Galgen baumelnd 1* dem Atelier des Fr. Bornträger photographiren lassen, um dieses Bild zur gewiß freudigen Ueberraschuna seinem Vater zu übersenden. — In Weilheim bei München entstand Feuer in der Wohnung eineS Advokaten. Der Mann jammerte über wichtige Papiere in seinem Schreibpult und rief: „Wc»n ich nur n'Sekretär heraus hätte! Holt doch n'Sekretär 'raus!- — Da stieg ein mitleidiges Bäuerlein auf die Leiter an daS Fenster und rief Hinern: „Herr Setretär, geh'«? 'raus! es brenui!" ... Eingesandt. Gieße», 6. März. Nächsten Sonntag wird in dem letzten Winterconcerte del ConcertoereinS die herrliche Touschöpfung Schumann'S: „Paradies und Peri" aufae- führt werde». Die Chöre werden van dem akademische» Gesangvereine gesungen, die Parthie bei Alt hat mit bekannter Bereitwilligkeit u»sere bewährte und vortreffliche Sängerin, Frau Weiffe»bach, diejenige bei BasseS Herr Haubach übernommen. Die Besetzung des Tenors und des Soprans bereitete dem Vorstande des Concertver- eins große Schwierigkeiten, weil eine ganze Reibe von Sängern und Sängerinnen zu der für dai Coneert in Aussicht genommenen Zeit sthon anderwärts versagt waren. Für den Tenor wurde schließlich der Coocertsänger Herr Bleicher aus Mainz gewonnen und für die wichtigste und bedeutendste Parthie, den Sopran, ist es gelungen, wenn auch mit Opfern, welche die Mittel bei Vereins fast übersteigen, eine ausgezeichnete Sängerin ersten Ranges, Fräulein Breidensteiu, Kammersängerin. Literarisches. „Die Bekenntnisse einer armen Seele", — so betitelt Ernst Wichert seine neueste novellistische Gabe, welche er den Lesern der JUustrirten Fraucn-Zeitung bar bittet. Die vielen Vorzüge, welche die früheren Schöpfungen des als feinsinniger Erzähler und Lustspieldichter bekannten AutorS auszeichnen, finden sich tn bieser neuesten in oolleni Maße wieder; der glückliche Humor, den Wichert's Gestalten zeigen, ist nicht einer der geringsten dieser Vorzüge. Die vorliegende Nummer (8) jenes BlatteS enthalt außer der Fortsetzung dieser Novelle einen ausführlichen Aufsatz über die Choco- lade von W- Lackowitz, naturwissenschaftlich und culturhistorisch gleich interessant und beachtenswerth; die Fortsetzung der vortrefflichen Spitzen-Kapitel von Jakob Falke, wi der in Begleitung von prächtigen Abbildungen, diesmal großen Portratts nach nte- dL'ländischen Meistern, aus welchen die mannigfache Verwendung der Spitzen an den Trachten des 17. Jahrhunderts ersichtlich ist; Schwetchel's Plaudereien auS der Frauen weit, welche wieder viel aus dcm Leben und — Sterben der vergangenen Woche» zu benchten haben, und noch zahlreiche andere Beiträge. — Die vorhergehende Moden- Nummer (7) ist, in Voraussicht des nahenden Lenzes, gefüllt mit Frühjahrs-Kleidern, -Paletots, Hüten und den zahllosen anderen kleinen und großen Gegenständen, die zur Toilette unserer Damen unentbehrlich sind. w111 11— ' ----- ■- "*^?l Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd <$. W. Dietz in Gießen. c rr Newyork, 4 März. (Per troHsatlantilcken Telegraph.) Das Postdampfschiff America, Capit. A. de Limon, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. Februar von Bremen und am 20. Febr. von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten hier an, turnen.________ Eingesandt. Theater. Vergangenen Freitag wurde einem allgemeinen Wunsche des hiesige» Publicums durch die Wiederholung der „schönen Galathä" von Seiten der geehrten Theaterdirec- tton freundlichst entsprochen. Dies Entgegenkommen des Herrn Director Äurbe ist um so mehr anzuerkennen, als gerade diese Suppö'sche Operette zu dr» schwierigste» Stücken des Repertoirs zählen dürfte. Fassen wir gleich die Titelrolle in's Auge; welche Anforderungen werden darin an die Trägerin dieser Rolle gestellt! Die Sängerin, welche die hierbei vorkommenden Schwierigkeiten alle bewältige» will, muß nicht nur eine gute Koloratursängerin sein, sondern sie muß auch nach allen anderen Gesangsrich- tunge» hin einen guten Fond in Bezug auf die Stimmmittel, sowie Feinheit in den Rüancirunaen besitzen. Diese Eigenschaften vereinigt Frau Director Kurde in hohem Grade in sich, so daß die äußerst günstige Aufnahme ihrer „(Salatfee* — unterstützt bei deren Repräsentation durch die sehr vortheilbafte jugendliche Erscheinung — gangerechtfertigt erscheint. Würdig zur Seite stand ihr Frau'Berthold, Ganymed, deren Stimmlage für diese Partie besonders «eignet ist. Herr Director Kurde brillirte als MydaS, während von Herrn Lange, Pygmalion, welchem wir eine weniger belegte Stimme gewünscht hätten, dasselbe leider diesmal nicht gesagt werden kann. Das Ensemble ließ nichts zu wünschen übrig, deßgleichen such die Orchefterbegleitung, welche bet dieser Vorstellung eine sanftere und darum für Sänger wie Zuhörer von günstigerer Wirkung war. Das Publicum, welches sehr zahlreich vertreten war, befand sich in sehr a»i- mirter Stimmung, welches öfters durch wiederholtes Hervorrufen der Künstler Ausdruck verliehen wurde. 8. Frucht- und M-lpreife in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Kruchtmärkten. Itartvffeln. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken Spelz. Korn. Watzen Mit.- 8 b preis U M^P. M^P. M^P. MP. M P. M P. MP. M P. MP. MP. Urt M. M. M- M. M- M. M- M. M. M- M- M- M- 18 IV- 20 4V< 5 4 20 25 3V- 7 7 10 48 75 38 4 |14 8ßl — 10 1 16 52 10 en, Lin 24 12 24 Auf bem Markt Auf dem Markt 20 27 16 8 Auf dem Markt Auf dem Markt 3. 3. 3Vi 6 Auf dem Markt Auf dem Markt 17 8 Mit.- preis Mit.- preis Mit.- preis Gießen AlSfcld Grünberg Lauterbach Mainz preis Auf dem Markt Mit.- preis Fruchtmärkte,März 10 100 1 Mit.- preis preis. ■ Markt — — —---—--— — 7 - en, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. i Gerfte. Mt uf dem Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erb Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grünberg zu 50 Klgr. Auf dem Markt Mit.- preis 5 auflief. »4 o M P. irtnbt stück' ittl W. Wurzel; iV .arh'czckgten' irh geschriebe«: Sät abt Liedmbrü dM-«- AS-"" 'M- "«JSfe -k'Äss * Allgemeiner Anzeiger. S um Mission. 1188) Donnerstag den 15. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen die zur Erbauung einer Brücke über die Wieseck erforderlichen Arbeiten nnd zwar: 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu . . 17338,74 Jl. 2) Steinhauerarbeit, „ „ . 28808,18 „ 3) Schlosserarbeit, „ „ . - 2373,44 „ 4) Weißbinderarbeit, „ „ . . 48,00 „ 5) Pflästererarbeit, „ „ . 754,60 „ Zusammen 49322,96 J-L nach einzelnen Gewerken oder im Ganzen nochmals mittelst Surnmifffon veraccoroirt werden. Zeichnungen, Kostenvoranschläge und Uebernahmsbedingungen hierfür liegen vom 5. d. MtS. bis zu obigem Termin von Vormittags 8—12 und Nachmittags von 2—6 Uhr aus dem städtischen Baubureau zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 3. Marz 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A- B r a m m. Bekanntmachung. 1078) Die verfallenen Pfänder müssen längstens bis zum 15. März d. I. prolongirt oder ausgelöst werden, andernfalls dieselben zur öffentlichen Verstei gerung kommen. li. Grünebaum. Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 12. März 1877, von Vormittags 9 Uhr an, loll im Gießener Stadtwalde, in dem Di- stricte Str angSwiese, Forstwartei Fernewald, nachoerzeichneteS Holz versteigert werden: A. Brennholz. SLeith. Prügel h. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Aspen 4 2 — — Nadel — 16,4 62,2 1840 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 269 Fichtenstämme mit 119,07 Festmtr. 412 Fichtenstangen „ 53,31 Die Zusammenkunft ist an der StrangS- roiese. Gießen, den 6. März 1877. (1237 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Brumm. Dienstag den 13. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden: 3L H li Maurerarbeit, veranschlagt zu 129 — 2) Steinhauerarbeit, „ „ 210 67 3) Zimmerarbeit, „ „ 50 — 4) Schlosserarbeit, ,, „ 242 — 5 Lieferungen von Mauer- und Chaussirstetnen, veranschl. zu 2001 20 6) Fuhrleistungen, „ „ 1222 40 7) Erdauffüllung, „ „ 538 80 8) Handarbeit, „ „ 100 — 9> Vflästererarbeit, „ , 181 98 10) Chaussirarbeit, „ w 850 50 Gießen, den 6. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen A. B r a « m. (1236 Versteigerungs-Anzeige. Abzugshalber will der Unterzeichnete Samstag de» 10. März, von Morgens 10 Uhr an, einige gebrauchte Mobiliar- gegenstände versteigern lassen; außerdem eine mit Hslzziegeln gedeckte Gartenhütte und eine Quantität Heu und Mist. Alten-Buseck. (1223 Pfarrer Dietz. 1221) Neue SophaS sind billig zu haben bei K. Gtrünebaum- Holzversteigerung. Montag den 12. und Dienstag den 13. März d. I. soll in dem Stadtwald zu Hungen District Wellhau nachverzeichnetes Bau- und Werk- Holz versteigert werden: 1) Montag den 12. März: 240 Fichten-Stämmevon 15—30 Centimtr. Durchmesser «nd 12—16 Mtr. Länge, 1120 Fichtes-Stangen von 8—15 Centimtr. Durchmesser und 10—14 Mtr. Länge. 2) Dienstag den 18. März: 220 Fichten-Stämme von 15—30 Centimtr. Durchmesser und 12—16 Mtr. Länge, 1120 Flchten-Stangen von 8—15 Centimtr. Durchmesser und 10—14 Mtr. Länge, 4 Eichenstangen von 13 Centimtr. Durchmesser und 6 Mtr. Länge. Der Anfang der Versteigerung ist an beiden Tagen Morgens 10 Uhr im District Wellhau. Hungen, den 3. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. (1232 Holzversteigerung. Donnerstag den 8. März 1. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Climbacher Gemeindewald, District Buchkopf, Langenbruch und Thal, vachoerzeichnete Holzsortimente versteigert werde»: 16 Rmtr. Nadel- »nd Aspen-Scheidholz, 30 „ „ Prügelholz, 41 „ w und Aspen Stockholz, 210 „ . Reisholz, 8 Eichen-Stämme von 23—39 Lentimtr. Durchmeffer und 2—5 Meter Länge, 2,16 Festmeter enthaltend, 82 Nadel-Stämme von 13—27 Centimtr. Durchmesser und 4—17 Meter Länge, 20,07 Festmeter enthaltend, 24 Aspen-Stämme von 13—29 Centimtr. Durchmesser und 2—7 Meter Länge, 5,79 Festmeter enthaltend, 211 Nadel-Stangen von 4—14 Centimtr Durchmesser und 4—8 Meter Länge, 7,13 Festmeter entyaltend. Die Zusammenkunft ist im Climbacher Felchen am Weg von Beuern, nach Allertshausen. Climbach, am 2. März, 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach. Stein. (1199 Keilgevotenes. 1228) Ein HauS mit Specerei-Laden, Hof und Hinterraum an der Straße gelegen ist unter sehr bequeme» und leichten Bedingungen zu verkaufe». Näheres bei der Exped. d. BlttS._______________________ 1220) Ein Schreibtisch für einen Advokaten, 2 große ächte Spiegel mit Gold- rahrne», 1 gutes Sopha, billig zu ver- kause» bei Heinemann Herman». Für Hauseigenthümer. 1227) Ein fast neuer Tafelherd, passend für eine große feine Küche, ist umzugshalber billig zu verkaufen. Wilhelmsstraße 19, 1 Treppe.___________________________________ Frische Schellfische treffen Morgen ein. (1226 J. A. Busch Söhne« 1233) Ein Garten am Rodt, Vr Morgen haltend und mit hübschen Obstbäumen bepflanzt, ist zu verkaufen oder zu vtvs pachten. Näheres bei der Exped. d. Bl. Fr. Müller II SpecialiM in Ban-Artikeln empfiehlt Forbacher Formziegel von Gebr. Couturier, als anerkannt beste! und billigste- Deckmaterial.__________(1230 1339) Die erwarteten ächten La Ferme-Cigaretten sind eingetroffen. Ehr. Sch o p b a ch, ____________vormals W- Heusler Gute Eßkartoffeln, per Malter 6 50 auch in kleineren Quantitäten zu haben bei (1165 Handelsmann BooS, Löwengasse. Stollwerk’sche Brustbonbons ■ das beste seit 40 Jahren eingeführte I und bewährte Hausmittel gegen Husten, I Heiserkeit, Brustkatarrh, Engbrüstig- I keit etc., erhielt wie auf allen frühe- ■ ren Weltausstellungen auf der jüngsten I in Philadelphia den Preis. Verkauf ■ in Giessen bei: J. A. Busch Söhne und ■ Louis Fronhäuser; in Lieh bei: H. C. ■ Bingmann. (562 ■ Agent -er Paseler Lebtnsversicherungs-Gesellschatt. jleber die Braunkohlen (1201 per 50 Kilo loco Grube. H (1108 Die Grubenverwaltung. 1224) frei 80 X 154 innerung. Köln-Gießener Dähn. (0 »x V A 12, 4«, Ti, * __ Drxck und Verlag der Brühl'schen Unto. Drucke et (Fr. Ehr. Piets ch) tn Gteßm. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. an's 86 1061) Durch den Verkauf meines HauseS bin ich genöthigk, sämmtliche noch vorräthigen Möbeln, bestehend tn Küchenichränken mit Glaü - Aufsatz , Kleiderschranken , Tischen, ovalen und anderen Kinderbettftellen, größeren Bettstellen und sonstigen Möbeln ^zu äußerst billigen Preisen zu verkaufen^ H. 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Donnerstag den 8» März 1877: , jic schöne Helena", kamtschc Oper in 3 Acten von O f f en b a fr HochachtunaSvoll 1235) Hugo Kurde. I. Qualität, 1109) In Folge Grubenabschlags liefere ich den Centner zu Wagenladungen von 25 (Ttr. an und mehr, frei an's Haus geliefert, pr. Ctr. zu Waggonlavungen (200 Ctr.) die ganze Ladung frei an's Haus geliefert Abfahrten von (Siegelt nach - 12, 4«. 4*8, 9». Stand diif dem SOtdtfi» «. i <77- J. Bloch in Darmst-dt, Hoffchönfärbcrei, Druckerei und Kasch-Anstatt, empfiehlt sich sur Herrichtuuq oer ^rfibjobr» (Qarberobc, lowie ! auch im Unifarben von Möbel und Dorbangstoffen ,-der Art, Decken, Teppichen rc-, in schönster Ausführung bei btll.gst Aufforderung und Bitte. 1213) Die Police 17823 der Baseler Lebensversicherunqs - Gesell- -- - Wer im Besitze derselben ist, wird hiermit genannt die scliöne Gralath.ee, 17 Jahre alt, lebend ohne Unterkörper.^ Hochinteressant für Herren und Damen. Besonders mache ick die Herren Professoren, Lehrer und Stu direnven auf diese wunderbare und höchst interessante Schaustellung Geschäfts - Empfehlung. 1240) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von W. Hensler betriebene Geschäft übernommen und in meinen neu hergerichteten Laden vor» legt habe. — Ich empfehle Cigarren, Tabake s vermiedenen Lorten, Pfeifen, Cigarrenfpitzen, Spazierstöcke, achte Wiener Meer- fchaumpfeifen, zu billigen Preisen. Reparaturen werden billigst besorgt. B. 80 €hr. Sehopbach., B. 80. vormals W. Heusler* Zugleich bemerke ich, daß die von mir betriebene MöbelfchreinereL ununterbrochen in bekannter Weise fortgeführt wird. Für die Gefiügeiaussteltung in Frankfurt a.Ai., wklchk vom 10. bi» 13. Mär; in der Landwirthfchaftlichen Halle stattfindet, sind die Anmeldungen von Hühnern^ Tauben unb t ogeln 0 zahlreich eingelaufcn, daß allen Liebhabern n.cht nur Gelegenheit geboten wird, etwas Schöne- in der Geflügelzucht zu sehen, sondern auch ihre Ankäufe in den gewöhnlichsten bis zu den edelsten Racen zu bewerkstelligen. (1^1 Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer gestellten Preisen. . . , Gefällige Auftrage vermittelt schnell und zu Ortguialpreisen tzle Astentur von Frl. K, Klos am Neuen weg. 846) Junge Leute finden Pension in einer anständigen Familie, Nachhülfe.in den Schularbeiten, Musikunterricht gratis. Näheres bei der Sxped. d. BlttS. 862) Em oidentUcheS Dienstmädchen gesucht. Asterweg 105.___ __ 1070) In einer kleinen Familie wünscht man zu Ostern einige Pensionäre aufzunehmen. Freundliche Begegnung und gute Verpflegung werden zugrsichert. Zu nfragen bei Frau Decan Dingeldey Wittwe, Marburgerstrahe Nr. 181. 49) Der zweite Steck meines Hauses in der Gartenftrstze, 6 Zimmer rc. enthaltend, ist zu Vermiethen und am 1. Mat beziehbar. Auf Wunsch kann Stallung abgegeben werden. Schmit t, Univ. - Her.-Actuar. verkaufen von heute ab so weit die Vorräthe reichen. Stückkohlen 55 1198) Sin mäwirte« Zimmer mit E°. - Zimmer ,u mtethen. Marktstraße Lit. D- 27. 1225) Ein möblirtes Zimmer mit Cabiuet zu vermiethen bei n, e _1Kk H. Kühns Wittwe. 1238) Eine Wohnung 'M 2. Stock von 4 Zimmern, 2 Mansarden und sonstigem Zubehör ist zu vermiethen und am 1. April beziehbar. Ehr. Schopbach, Neue-Bäue B- 80. 1304) Ein Zimmer für einen Arbeiter zu vermiethen. Neuenweg B 187. Ern» Ecksteins GymnastalyumoresKen find wiederum sämmtlich in neuen Auflagen erschienen und zwar: AuS Secunda und Prima, (1 Rei, der Eckstein'schen Humoresken -m «eniffsten Abbruch thnm (1223 Leipzig. Keriag von Kerm. Wolfert S Buä)handlnng. Ein freundliches Zimmer ohne Möbel an eine einzelne Person oder auch an zwei Schüler zu vermiethen- Letzteren kann auf Verlangen auch Kost dazu gegeben werden. 1194) Näheres Neue-Bäue B 9S. 1172) Sin kleine« Familienlogis ist auf sofort zu beziehen. ' ' Löwengasse Rr. 117. 1092) Zwei tneinandergebendc möblirte Zimmer vermiethet per 1. April Eugen Kaufs mann, AUcenstratze. 1059) Bei einer ruhten Familie stndcn ^eutz 6 , 12, 4 • ein oder zwei Gymnasiasten oder Real- DtllenburK 6 , 12, schüler gute Aufnahme. Näheres tn der «regen 6«, 12 Exped. d BlNS.__*________ Loose Nur sehr kurze Zeit! zur Geflügel - und Dogelausstellung am 8. — 10. April Im Hguse hes Mehgrrmcistkrs Herrn Seng, pettersweg. tn der hiesigen Turnhalle sind in der Expedition d. BL ä 50 » zu haben. — VT'iSä.SrvSrlLL'alsr gesucht. Brockkohlen 50 Kohlenklein 45 „ Heffenbrücker Hammer, den 1. März 1877. 1171) Schloßgasse A. 258 ist ein FamiUen- logtS, auS 4 Zimmern bestehend, zu ver»! mtethen. ________________ FdmilienlogiS. 1155) Der 2. und 3. Stock meines Hauses zu vermiethen; ersterer per 1. Juni, letzterer per 1. Juli. Gg. Wilb- Weidig. .IRflrfifnnpfrfjIung. 1229) Ich bringe meinen werthen Kunden mein beliebtes " Gefundbeits Mogenbrod, sowie gebrannte Mandel« und. äebteir Neuwieder Honigkueben >" empfehlende i-r- F-tnst-r Dorsch-Leberthrau fast geruch. und geschmacklos, in Flaschen mit gestempeltem Metallverschlutz! d 60^, JC r und 1-70 echt ,u ^ab«. stocke in großer Auswahl zu sehr billige» Preisen empfehlen Gregor! & Sohn. bitfigt" ruW( 4 Ubr V fine Stunde V längere Zett ff un Mittwoch Berli, janj bejonteif infolge, im ? in mfen, unb ybl man mit im daö Den! len soll, zu ' hnlmls-Jd solche Gabe j ab die Veiw man gut ihu öS scheint n ab aber jtb( Berl Branbenbur bienstr eibtl -T laut »e/cher fieichsban5S nung sieden 8>lanz, so« wählen süt Berl längne Zei des Ulster zen Friebn besuchte Äl Nussell. Bei Jnteipella! folge der > im russisch »elchem n ^lt 3gna Mo daß die S der königi. Landrath L oibiietenhau Oktalen $ ». 1 J®* beuer । ^"ieichnunc n»bl’ "it *877/78 ’Ä-' Ä tlii0.i?Die «oeni «in ;■ Diel