Mine ein. Herrn __(693 SlfMt C’ aient< 7 ubf 'mark! 1877. Jrt’Xfi k(r „ A“* ®M- u”b 3*6w (698 Frankfurt a. U. inung. Mjte Eröffnung 09. 4t Q7 a9 451 t d)eine V »oi: Vereins- ii'■ fiese häfls. Wäsche 19. anzuzeigen und bittet, : etwas wirklich Gutes um geneigte Beachtung. »achtung 'enst n Gericht, 9. :0 nicht wie vorgesehe« Februar NW nur an diesem Tage bei n werden. 308,049,700 »■ 28,810.400 ,, ' 73,900,000 a Ult 029.<00 • ' ' 36,8 H'"*- 41 a Ricker^ S.WÄffee per Pfund, in $*• wÖjSä 's* fi* T-Ofll y,y Apr^ 4«» ir. rÄ ,b 12, 6", Zwn j$Oe AK, Mittwoch, den 7. Februar ,, 1W11* Kießener W^M AWSk- null JWIatt fit iitn Kreis Gieße«. -----■üagaaa- s rgy- ..................... I IIIIIHIIII I ..... L Amtlicher H h e i l. Gießen, am 2. Februar 1877. »«treffend: Da« Erfatzgefchäft für 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoqlichen ^ürqermeistereim des Kreises. Wir fordern Sie auf, nunmehr mit der Aufstellung der Stammrollen sofort zu beginnen und dieselben mit denjenigen für 1875 und 1876 säumt an uns einzusenden. 3* D. 0. St.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Gießen, den 5. Februar 1877. Betreffe nd' Die Löschung der Feuersbrünste, hier die Verpflichtung der benachbarten Gemeinden zur Hülfeleistung. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen «n die Großherzoglichen Bürgermeistereien Grünberg, ßumta, Weitershain, Stangenrod, Beltershain, Stockhausen und Rüddingshausen. Von Großherzoglichcm Kreisamt Alsfeld ist uns die Mittheilung gemacht worden, daß die nachstehend genannten Gemeinden des dortigen Kreises den neben anaefügten Orten des Kreises Gießen bei einem Brandausbruch in letzterm mit den dabei angegebenen Löschgerathschaften und Mannschaften zu Hülfe eilen würden und der Wunsch um Mittheilung ausgesprochen worden, ob und in welchem Maße die Alsfelder Gemeinden auf gegenseitige Hülfeleistung xedjnen fßmtkm Ihrem z^richte entgegen, wie viel Mannschaft und mit welchen GerLthschaften In der Regel die betreffenden Gemeinden unseres Kreises nach den anderen genannten Gemeinden abzusenden, in der Lage sein dürften. v. R ö d e r. 1. Atzenhain mit Spritze 12 Eimer und 25 Mann nach Grünberg, Lumda, Weitershain, Stangenrod und Beltershain. 2. Bernsfeld H ff 12 „ H 25 „ „ Weitershain. 3. Flensungen n ,/ 12 „ 11 23 „ „ Grünberg, Stockhausen. 4. Höingen 5. Ilsdorf 12 n „ 25 „ „ mit Spritze 12 „ „ 12 „ „ Rüddingshausen. Grünberg, Stockhausen. 6. Lehnheim 7. Schadenbach „ it 12 „ * 10 „ „ Grünberg, Beltershain, Stockhausen. Rüddingshausen, Weitershain. politisch Deutschland. Darmstadt, 2. Februar. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde zunächst das Gesetz über die Volks - Schullehrer * Gehalte in erster Lesung beendigt und die zweite Lesung auf nächsten Montag bestimmt. Sodann wurde bezüglich der Eingabe mehrerer katholischer Ortsbürger der Gemeinde HeimerSheim wegen Erhaltung der kleinen katholischen Eonsessions-Schule gegenüber dem willfährigen Beschlüsse der ersten Kammer aus dem früheren ablehnenden Beschluste beharrt. In gleicher Weise wurde ein Gesuch von Dorn- Dürkheim abgelehnt. Bezüglich des Antrages Schröder, die Aufhebung der den Standes-Herren rc. zustehenden Patronats- und Präsentations-Rechte bei Besetzung von Pfarreien und Schulstellen betr., wurde gegenüber dem ablehnenden Beschluste der ersten Kammer auf dem früheren Beschlüsse beharrt. Aus Veranlassung einer Petition israelitischer Bewohner von Bad Nauheim wird beschlosten, die Regierung um schleunigste Revision der Verordnung vom 2. November 1841, die Bildung der Vorstände der israelitischen Religions- Gemeinden betr., oder, wenn diese Revision nicht sofort vollzogen werden könne, um provisorische Abhülfe durch einstweilige Einführung jener Verordnung in dem fraglichen vormals kurhessischen Orte zu ersuchen. Nach Erledigung einzelner Petitionen von weniger allgemeinem Jntereste ward vom Abg. Hirschhorn Bericht über den Antrag v. Rabenau und Schröder, betr. Reform der Eisenbahn-Tarife, erstattet und nach erkannter Dringlichkeit in die Berathung eingetreten. Diese endete damit, daß der von den Antragstellern genehmigte Ausschuß Antrag angenommen ward, dahin gehend, die Regierung zu ersuchen, wenn irgend thunlich, nur nach Anhören der Vertreter der Handelskammern, sowie der größeren industriellen und landwirthschaftlichen Corporationen über alle wesentlichen Fragen zur definitiven Einführung zu schreiten. Berlin, 3. Februar. In der heutigen Sitzung deS Abgeordnetenhauses wurde zunächst die Vorlage über Abänderung der Grund-, Elasten- und Einkommen-Steuer an die Budget-Commission verwiesen. Hinsichtlich des Nachweise-, betr. den für den Etat der Eisenbahn-Verwaltung im Jahre 1875 ausgesetzten DispositionS-Fond- von 10 Millionen, ertheilte das Haus auf den Bericht der Budget-Commission Decharge, und genehmigte sodann nach längerer Debatte in zweiter Lesung unverändert den Etat des landwirthschaftlichen Ministerium-. Auf erhobene Anfrage wurde vom Minister Friedenthal die Förderung der Canal-Bauten in der Provinz Hannover zugesichert und dabei zugleich erklärt, daß die Verhandlungen mir Holland wegen Anschluß des holländischen Eanal-Systems an das deutsche dem Abschluste nahe seien. Der Antrag des Abg. Kräh wegen Bethülfe des Staates zu den Deichbauten auf der Wilster er H 8 e i £. Marsch wurde an die Budget-Commission verwiesen. Nach Erledigung des von letzterer Commission erstatteten Berichtes über die Rechenschafts-Ablage bezüglich der Consolihation von Staats-Anleihen genehmigte das Haus in Fort- etzung der zweiten Lesung des Staatshaushalts-Entwurfes die Etats der Porzellan-Manufactur, des Herren- und Abgeordnetenhauses unverändert. Bei dem Etat der allgemeinen Finanz-Verwaltung wurde auf Antrag Walcher's nach längerer Debatte beschlosten, die Position, betr. die Wohnungs-Geld-Zu- chüste für die bei den Ober-Präsidien angestellten Beamten, an die Budget- Commission zu verweisen. Gegenüber Ausführungen des Abg. v. Heereman äußerte sich der Minister des Innern dahin, die Regierung müsse sich bei Durchführung des Culturkampfes aller ihr zu Gebote stehenden Mittel bedienen; ob dabei immer geschickt verfahren werde, laste sich hier nicht entscheiden. Schließlich wurden noch die Etats der allgemeinen Finanz-Verwaltung und de- Ministeriums deS Innern, letzterer bis einschließlich des Titels über die Verwaltung der Straf-Anstalten, nach unerheblicher Debatte angenommen, gort» etzung der Berathung am Dienstag. Berlin, 4. Februar. Die Proteste gegen die „Reichsglocke haben nach der „Tribüne" mit der Verurtheilung der beiden Sitz-Redacteure Talchau und Schellenberg zu U/2 resp. zu 3 Jahren Gefängniß noch nicht ihr Ende erreicht, vielmehr find auch gegen den Redacteur Joachim Gehlsen, den Lega- tions-Secretär v. Loe und den Legationsrath a. D- Hermann v. Arnim (die sich sämmtlich im Auslande befinden) als Verfaster verschiedener, in der „Reichsglocke" veröffentlichter strafbarer Artikel Anklagen erhoben worden. Die gerichtliche Verhandlung steht für den nächsten Monat bevor. Berlin, 5. Februar. Die mündliche Verhandlung in der UntersuchungS- sache gegen den Dr. Rudolph Meyer wegen Beleidigung deS Fürsten Bismarck findet am 14. Februar, Vormittags 11 Uhr, statt. Als Zeugen sind vorgeladen v. Kardorff, v. Bethmann-Hollweg, v. Bleichröder und General-Landschasts- rath v. Blanckenburg. r , . - . Straßburg, 5. Februar. Der Landes-Ausschuß ist soeben durch den Bezirks. Präsidenten Ledderhose mit einer Rede eröffnet worden, in welcher nach Erwähnung der Krankheit des Oberpräsidenten v. Möller, der indeß noch im Laufe der Session erscheinen zu können hoffe, außer dem Etat unter anderen Gesetz-Entwürfen auch solche über die Abänderung des Weinsteuer-GesetzeS und die Errichtung von Apotheken angekündigt «erden. In seiner Erwiderungsrede gab der Alterspräsident seinem lebhaften und tiefen Bedauern über die Krankheit des Oberprästdenten Ausdruck; trotz desten Abwesenheit begegne man hier aber wiederum den VersöhnungS-Prineipien, zu denen jener sich bekenne und in die sich die Anwesenden hineingelebt hätten. Redner gedachte ferner der in dem interessirt sei und es alS seine Pflicht wie al- sein Recht erkenne, dazu Namens Türkei. übrigen deutschen Staaten gleichgestellt werde. Zum Präsidenten des Landes- Ausschuffes wurde sodann mit Einstimmigkeit Schlumberger gewählt, der auch in der vorigen Session den Vorsitz führte. Oesterreich. *" V II kJ I Iw I ^7v 0 v •’n f bevor sie einen Entschluß m der Angelegenheit faßte, geleitet von dem Wunsche, noch in dieser neuen Phase der orientalischen Frage die Uebereinstimmung Europas aufrecht zu erhalten, ihre Vertreter bei den fünf Vertrags-Mächten beauftragt, sich darüber Gewißheit zu verschaffen, was die Regierungen, bei welchen sie beglaubigt, gegenüber der von der Pforte ausgegangeuen Abweisung ihrer einstimmigen Wünsche nunmehr zu thun gedenken Wahl-Ergebnisse kundgewordenen Umwandlung der öffentliche» Meinung^-indemli.... .. ___ ______|V„, wv^ er^a- Land zu diesem Fortschritte beglückwünschte, da nuh die Voraussetzung der allgemeinen Interessen mitzuwirken. Die russische Regierung habe daher berechtigt erscheine, daß die resultatlosen, herben und compromittirenden Protestationen sich überlebt hätten, und sprach schließlich die Erwartung aus, daß durch die baldige Einführung einer eigenen Verfaffung das Reichsland den 'Wien, 3. Februar. Die „Polit. Corresp." schreibt: Die Antwort der Pforte auf das Ersuchen der serbischen Regierung, ihr von den gewünschten Garantteen sür die Aufrechterhaltung des Friedens Kenntniß zu geben, sei so geartet, daß Serbien vorerst die Verhandlungen nicht fortsetzen könne, da diese Garantieen, die Seiten- der Pforte gefordert würden, die von letzterer aufgestellte Grundlage des status quo ante bellum für Serbien illusorisch machten. Dieselbe Correspondenz meldet aus Bukarest, die rumänische Regierung habe ihre Agenten bei den fremden Staaten angewiesen, die Gerüchte über einen an» Konstantinopel, 5. Februar. Die von der Pforte aus Anlaß des Auseinandergehens der Eonferenz erlaßene Note ist den Eonferenz-Mächten nunmehr zugestellt. Dieselbe wahrt in bestimmtester Form die Integrität und Autonomie der Türkei in allen ihren Landestheilen und führt überhaupt eine sehr entschiedene Sprache. Unter Darlegung der Politik Midhat PaschaS wird namentlich auf die von diesem geschaffenen Institutionen hingewiesen und das Recht Dritter zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei bestritten. geblichen Allianz-Vertrag zwischen Rußland und Rumänien als unbegründet zu bezeichnen; von einer Betheiligung Rumäniens an einer etwaigen kriegerischen Action könne keine Rede sein. Wie«, 4. Februar. Dem „Telegr.-Corresp.-Bureau" wird aus Bukarest gemeldet, daß die Mintster-KrisiS in keinerlei Beziehung mit der autwärtigen Politik der rumänischen Regierung stehe. Arankrtich. Paris, 2. Februar. Heute wurde bei der Rekruten-Ziehung der ehemalige kaiserliche Prinz nicht mit aufgerufen, weil fein Name von der Rekrutenliste gestrichen ward. — Die Gruppe der Intransigenten der Deputirten- Ka^ivier hat beschloffen, die Regierung wegen der allgemeinen Politik im Innern zu interpelliren. Marcel Barthel wurde zum Berichterstatter über die allgemeine Lage des Budgets ernannt. — Der Senat hat nach langer Erörterung das Gesetz angenommen, welches die im Jahre 1872 aufgehobenen städtischen Einnehmer-Äemter wiederherstellt. Beide Kammern vertagten sich bis Montag. — Die „France" macht die Mittheilung, Decazes habe es aufgegeben, ein Rundschreiben an die diplomatischen Agenten Frankreichs über die Confe- renz abzusenden. Paris, 3. Februar. Ein in den Zeitungen veröffentlichter Brief der Zeugen Soubeyran's, des Vice-Gouverneurs des Credit Foncier, constatirt, daß dieselben Pereire Vater und Sohn nicht dazu bewegen konnten, die Satis« faetion, welche die Letzteren Soubeyran schuldig waren, zu gewähren. Perris, 3. Februar. Nach Privat-Nachrichten, welche der „Eorresp. Havas" aus Pesth zugehen, bestände die von der Türkei von Serbien geforderte Garantie in der Verpflichtung, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes keinen Krieg zu führen; Serbien soll bei Rußland deshalb angefragt haben. Man glaube, heißt es weiter, daß Rußland zum Frieden rathen werde. — Gegenwärtig errichtet man auf allen Punkten der Küste Frankreichs, wo es keine natürliche Vertheidigung gibt, Stationen schwimmender Torpedos, die eine feindliche Landung verhindern sollen. Diese Torpedos sind in England von Whitehead erfunden; die französische Regierung erstand das Geheimniß der Fabrikation für die Summe von 350,000 Frcs. Die in der Torpedoschule von Bayardville mit den Whiteheads gemachten Proben ergaben, daß sie in einem Umkreis von 100 Metern stählerne Platten von 16 Centimeter Dicke vernichten. Einige Schiffe des Evolution--Gefchwaders sind schon mit diesen Torpedos versehen, die gegenwärtig in großer Menge angefertigt werden. Paris, 4. Februar. Der „Agence Havas" wird aus Ragusa gemeldet, der bisherige Gouverneur der Herzegowina Ali Pascha sei nach Konstantinopel berufen, da die gesonderte Provinzial - Verwaltung der Herzegowina aufgehoben werde. Krrgla»-. Loudon, 5. Februar. Die „Times" bespricht die russische Rundnote und ist der Meinung, die Antwort der britischen Regierung werde im Einklänge mit dem Parlamente unzweifelhaft dahin lauten, daß England sich Vorbehalte, feine eigenen und die allgemeinen Friedens-Jntereffen zu Rathe zu ziehen und den weiteren Gang der Ereignisse abzuwarten. Wolle Rußland schneller vorgehen, so werde es dies auf seine eigene Verantwortung thun müssen. Die Rundnote trage schwerlich zur Abschwächung des englischen Mißtrauens bei, sondern werde als Aufforderung zum Beginn des Krieges betrachtet werden, aus welchem Rußland, wenn die Türkei ohne Bundesgenossen bliebe, kaum ermangeln könnte, Nutzen zu ziehen. Velgierr. Brüssel, 4. Februar. Eine liberale Bezirks-Versammlung in VervierS stellte nach leidenschaftlich erregter Debatte die Forderung auf, daß das Ma- lou'sche Wahl-Reform-Gesetz zurückgezogen werde, oder das Ministerium selbst zurücktrete. In Lüttich faßte eine Versammlung den gleichen Beschluß. -lalle«. Nom, 3. Februar. Der „Agencia Stefani" werden die an der Pariser Börse ausgestreuten Gerüchte über das Ableben des Papstes als unbegründet bezeichnet; derselbe habe gestern die Oberen der religiösen Orden zur Weihe der Kerzen empfangen. Petersburg, 4. Februar. Die Circular-Depesche des Fürsten Gortscha- koff, von welcher seit einiger Zeit in den Blättern die Rede war, ist jetzt wirklich erlaffen worden. Dieselbe erinnert zunächst daran, wie die Uebereinstim- mung der Großmächte bei Beginn der orientalischen Krisis vermöge der Initiative erzielt ward, und führt sodann aus, daß diese Uebereinstimmung durch die Zurückweisung des Berliner Memorandums gestört, bald aber auf der von englischer Seite vorgeschlagenen Grundlage wieder bergestellt worden sei und endlich dazu geführt habe, daß die Mächte einstimmig ihre Forderungen auf der Eonferenz der Pforte vorlegten, welche dieselben alsdann abgelehnt habe. Die russische Regierung glaube, daß Europa durch die Vereinigte diplomatische Action bewiesen habe, daß es lebhaft für die Erhaltung des Friedens im Orient Jtateriia. Washington, 4. Februar. Dem Kongreß ist nunmehr die vom Ea- binet berathene Botschaft des Präsidenten Grant zugezangen; dieselbe enthält den Vorschlag, die Wiederaufnahme der Baarzahlungen auf den bereits früher in Aussicht genommenen Termin sestzusetzen; ferner solle der Congreß den Schatzsecretär ermächtigen, 150 Millionen Dollars 4procentige Bonds zu emit- "ren, welche in 40 Jahren gegen gesetzliche Münze einzulösen wären._________ Lokal, Notiz. Gießen, 6. Februar. Wir laffe* nachstebend die Tagesordnung der Stadt- verordnetewSitzung am Donnerstag den 8. Kebruar 1877 im SitzmrgSsaale dealten Nealschulqebaudes folgen: 1. Die Kosten des israelitischen Religionsunterrichts. 2. Das Ausrücker, einer Lehrerin in eine höhere Aehaltsclasse. 3. Die Verwaltung der Schulcapitalien betr. 4. Die Rechtssache der Actienbrauerei Gießen und die Stadt Gießen betr. 5. Daö Feuerlöschwesen betr. 6 Den Straßenumbau zwischen Wallthor und Neustadt betr. 7. Offerte der Frau Karl Ebel Wittwe »egen «cländeadtretuna. 8 Anlagen auf der Schoor zwischen Wallthor und Neustadt. 9. Den Straßenzustand vor dem Neustädter Thor. 10. Die Straßenbeleuchtung betr. 11. Offerte des Philipp Valentin I. wegen Verbesserung eines Weg«. 12. Die Herstellung einer Abfahrt an der Grünberger Straße. 13. Die Herstellung eines Weg« auf dem Friedhof. 14. Gesuch wegen Erweiterung eine« Erbbegräbnisse«. 15. Den Straßendurchbruch zwischen Neustadt und Reichensand betr. 16. Baugcsuch deö Kupferschmieds Zimmer. 17. Herstellung de« Hofs der Turnanstalt. 18. Da« Halten de« Fasselviehs. 19. Decretur von Kostenrechnungen. Gießen, 6. Februar. Die freiwillige Feuerwehr Hungen bat die hiesige für den 18. d. zu ihrem Stiftungsfest mit Uebung etnßeladen. Nähere« bet den Borstandsmtt- gliedern der f. städt. F. Vermischtes. — Tübingen ist in letzter Zeit häufig von Bränden heimgesucht. Nach einem großen Feuer am 23 Jan. brannte es am 29. Jan. dreimal an verschiedenen Stellen. Dabei ereignete sich da« Unglück, daß bei dem ersten und größten dieser drei ,veuer zwei Steiger ihren Tod fanden, indem sie unter den Trümmern eine« znsammenstürzen- den Hause« begraben wurden. Wien, 22. Jan. Raubmord,Attentat und Selbstmord. Die Schottengnsse und ihre Umgegend wurde in den Morgenstunden des heutigen Tages durch Gerüchte eine« neuen Morde« ä la Francesconi nicht wenig alarmirt; in der engen Gasse, die bekanntlich eine der Hauptverkehrsadern in der inneren Stadt bildet, sammelten sich zwischen 9 und 10 Uhr Morgen« große Menschenmengen an, welche die Passage zu Wagen vollständig unmöglich mochten. Die abenteuerlichsten und erschreckendsten Gerüchte ctrcu* lirten. Kurz nach 9 Uhr erschienen mehrere höhere Polizeibeamte in dem genannten Wechselstuben-Locale, und nun stellte sich der Sachverhalt folgendeLmaßen heran«: Knapp vor dem Verschlage, welcher den für die Kunden bestimmten Raum von jenem trennt, in welchem sich der Geschäftsleiter befindet, lag in einer riesigen Blutlache der Leichnam eines ungefähr 28jährigen Manne«. Da« ganze Local war buchstäblich mit Blut überschwemmt. Neben dem Leichnam lag ein mit Blut überströmte« «asirmesser. Die Besichtigung der Leiche ergab eine kolossale Schnittwunde am Halse, so zwar, daß der Kopf nur noch sehr lose mit dem Rumpfe zusammenbängt. Hinter dem verschlag stand oder lehnte der Disponent der Wechselstube, Herr Samuel Wiener (Bruder des Eisenthümers L. Wiener) fast bewußtlos vor Schreck und Aufregung. Die Auskünfte, welche er der Commission über diesen Vorfall gab, waren folgende: Es »ar kurz vor 9 Uhr. Herr Wiener befand sich allein int Geschäfte. Die Thür öffnet sich und ein junger Mensch tritt herein, der sich, ohne etwa« zu sprechen, vor den Ladentisch stellt. Herr Wiener, mit dem Kopfe nach vorwärts geneigt, fragt nach seinem Begehr. In diesem Augenblick fühlt er sich von dem Unbekannten am Halse gepackt und verspürt gleichzeitig eine schneidende Bewegung. Herr Wiener, glücklicherweise durch den Verschlag von dem Räuber getrennt, reißt sich mit einem gewaltigen Ruck los, stürzt nach rückwärts und schreit unter Entfaltung seiner sämmtlichen Stimmmittel um Hilfe, der Räuber macht keinen Versuch, sein Attentat fortzusetzen oder zu vollenden, sondern schneidet sich mit einer entsetzlichen Kraftanwendung, ohne nur einen Laut von sich zu geben, buchstäblich den Hals ab- Diese ganz eben hier geschilderte Scene war das Werk eine« nach Sekunden zähltnden Zeitraum«. Schon in den nächsten Minuten nach dem Hilfeschrei war da- Local voll von Leuten. Der Fremde, von dem do- Blut unauf- dörlich herabströmt, war bereits tobt. Herr Wiener war mit dem Schreck davongekommen. Es stellte sich heraus, daß dem Räuber offenbar das Mester versagt hatte, der Halskragen war durchgeschnttten. Herr Wiener selbst ist völlig unversehrt. Es unterliegt selbstverständlich keinem Zweifel, daß hier ein Raubmord geplant wurde, ein Raubmord von einer ganz ungeheuren Verwegenheit, der, wenn er gelungen wäre, in der That dre SicherheitSverbältnisse von Wien in einer gefährlichen Weise beleuchtet hätte. Daß er glücklicherweise nicht gelang, erklärt sich daraus, daß der Attentäter da- Messer zuerst mit der stumpfen Seite ansetzte, sowie daß Herr Wiener ihm an körperlicher Kraft überlegen war. lieber die Person des Räuber« fehlen bi« jetzt alle Anhaltspunkte Er dürfte ungefähr 28 Jahre alt sein, ist sehr schmächtig, abgezehrt, hat schwarzes Haar und trug abgetragene schwarze Kleider, nur der Hut -scheint einer jüngeren Zeitepoche anzugehören; interessant und vielleicht bedeutsam mag der Umstand erscheinen, daß da« Hutfutter berausgerissen war. Vielleicht wollte er durch Nachforschungen im Stile France-coni'S vermeiden. — (Ex-Sultan Murad). Einem Prioatbriefe von Konstantinopel entnimmt die .N. fr. Pr." Folgendes: In den letzten Monaten hat sich das körperliche Befinden Murad'« wesentlich gebessert, Schlaf und Appetit und damit ein befriedigender Ernährungszustand sind eingetreten, fein GesichtsauSdruck ist ein normaler und sein Blick ein ausdrucksvollerer geworden; auch der Kräftezuftand hat sich entsprechend gehoben. Sein geistiges Verhalten ist aber noch immer gestört und bietet bei der langen Dauer der Krankheit nur wenig Hoffnung auf vollständige Genesung. Verschlossen, wortkarg, vielleicht ideenarm verbringt der Kranke in anscheinender Theilnahmlosigkett seine Le- benStage. Und dennoch blitzt noch hie und da in dieser dunklen Geisternacht ein mach- tifle« Gefühl, em Gedanke, eine Erinnerung auf, die deS Schmerzlichen genug umfassen zu können scheint. Bor ganz Kurzem hatte man »eranffaltet, daß in einem Nebelige- N-LÄ"11 Bnb tn vtl^(r HesitN l«t * da j s'.ssI SÄ Wir LkÄ-21 SSfH JEÄ «-bl' lidm WW “«? gdjulf nxrHon 493 Men nur 30 sür d Wer Ei'maha Welten Buswc teS Mimsstriu tichnen Abkommen - 450) Nacht ihm \\\ dem Gm ceüen wtaufotxn. 1 sMinge nicht gei welche irgend wel können glauben, l Wochen bei den dieser Pst. da, wo: wsiigt, die neuer schreibung der Per vrrsüzt werden. Ordn.: Nummer. Gen Johann \ fyintid ' MU Johann N Tchlst tm s°S die t d-m A« « Wrmeili, ( Paulus I badj ®em I Georg B ^ttzen, bt er Wilh. Klee, 356) Bezeichnung der Parcellen. Namen der Besitzer. Gg. Wilh. Weidig 516) 1. 1571 Gentner, 420 1222 Geraucherlen Lachs empfiehlt Preßziegcl 4. IM. 624. •aaW1 5. n I. 18,6. 19,6. 20,7. 21,4. G. 4180. N. 7029. D. 2908. F. 3747- 6. (716 Apotheken käuflich sind. Ohnacker. {691 Georg? Becker Wwe. von Amerikanische Ochsenzungen 2. 3. Gemarkung Burkhardsfelden. Johannes Becker II. von Burkhardsfelden empfiehlt 443) Ordn.- Nuinmer. 8. Katzenateln, Hol-Handlung. 4 Menfanfc bett. Gemarkung Beuern Heinrich Wagner von Beuern Wilhelm Hahn III. von Beuern (414 Emil Fischbach (702 Krofdorf, Auskunft zu geben. Wetzlar, 710) Noch mehrere wenig gebrauchte Cefen verschiedener Gröhe billig abzugeben im Müllei'schen Hause __am SeUersberg. rung einet Wegtz. »er biraße. ei heimgtsM Nach einem M an verschiedenen Stellen, nb graten dieser drei 'ytuer nmtrn einet Mnimenstittjen- mord. Die bchoiiengtsse und Jagdverpachtung. Donnerstag den 8. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr, soll die Feld- und Waldjagd der Gemarkung Nieder-Ohmen auf 6 Jahre auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich meistbietend verpachtet werden. Nieder-Ohmen, den 3. Februar 1877. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Ohmen. den 5. Februar 1877. Der Kgl. Landrath: Der Kgl. Oberförster: v. Tieschowitz. v. Meibom. ?ungtD bat die hiesige für beit iöhrreS bei den BorstandtM- Frische Kabillau im Schnitt 70 schwere Hasen ä 3 «x, empfiehlt 701) H. Kurth. Iugdverpuchtung. Montag den 12. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll die hiesige Gemeinde - Feld- und Waldjagd wieder auf 6 weitere Jahre in dem Saale des Herrn Gastwirth Gengna ge! dahier verpachtet werden. Großen-Buseck, am 2. Febr. 1877. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Wagner. (661 Aechten Berger Medicinal-Mberthran in Vi und i/r Flaschen, sowie im Anbruch, empfiehlt ____ 517) Gg. Willi. Weidig. Zkersteigemug. Versteigerung von Eichenrinde im Kreise Wetzlar. Am Samstag den 3. März 1877, Vormittags 10 Uhr, sollen im Schützengarten zu Wetzlar aus den diesjährigen Lohschlägen und zwar: a»S der Gemeinde-Ober- Atirgeöotenes. Frische Bouquets <715 mit Camellien und AtlaS Envelops empfiehlt die Kunst- und Handelsaärtnerei Zur Frage der Mädchenbildung. Wir wollen nun nachweisen, daß für die Errichtung ausreichender Mädchenschulen Vie Mittel der Stadt nicht sehr in Anspruch genommen, die Steuern demgemäß nicht erheblich erhöht werden müssen. Doch würde dieser letztere Gesichtspunkt für unsere Stadtverordnete« sicherlich fein ernsthaftes Hinderniß sein. Denn die Stadt Gießen, das muß voll und gerne anerkannt werden, hat auf dem Gebiete des öffentlichen Unterrichts in wenigen Jahren so Großes geleistet und dabei engherzigen Rücksichten sich so Wenig zugänglich gezeigt, daß es undankbar wäre, in dieser Beziehung auch nur den leisesten Vorwurf zu erheben. Einzig der noch vielfach und in »eiten Kreise» herrschen- den Unklarheit über die Wichtigkeit und die Mittel der Mädchenbildung ist es zuzuschreiben, daß unsere Stadt sich auf dem letzteren Gebiete noch nicht ganz dieselben Verdienste erworben hat, wie hinsichtlich der BildungSanstalten für die männliche Jugend. An der jetzigen höheren Mädchenschule wirken zur Zeit in 9 (bezw. 10) Klassen, 2 wissenschaftlich gebildete Lehrer, 6 Elementarlehrer, 4 Lehrerinnen für wissenschaftlichen Unterricht und 2 Lehrerinnen sammt einer Gehülfin für weibliche Arbeiten. Die Schule wird von 455 Schülerinnen besucht: das Schulgeld beträgt für die 5 unterep Klassen nur 3o, für die 4 oberen 42, für die sog. Fortbildungsklaffe 45 Einer Einnahme von 16000 Ji. stehen Ausgaben von 22000 JL gegenüber. Welchen Aufwand würde die neue Mädchenschule erfordern? Nach dem Vor- schlage des Ministeriums, welcher auf einem zwischen allen deutschen Regierungen getroffenen Abkommen über den Mädchenunterricht beruht, würden für eine Schule mit) IV. 496. V. 584. VIII. 101. IX. 244. Gemarkung Oppenrod. Johannes Becker von Oppenrod Gemarkung Steinbach. Paulus Horn, Kasp. S. I. von Steinbach Gemarkung Treis at d! Ldat Georg Becker von Treis a. d. Lda. Mlclcfle. Stabt Gießen bett. xflabt bett, ändeibttetunz. fteuftabt. Extrafeiner Tapioca, in Griesform, empfiehlt (478 Emil Fischbach. innen und einem Schulgelde von 30 Jt, eine Einnahme von 6000 gegenüberzustellen wäre. e Der gesammte Mehraufwand für beide Schulen würde fomit ungefähr 5500 bis 6000 JL jährlich betragen; für diese im städtischen Haushalte unerhebliche Summe wäre ein Mädchenschulwesen geschaffen, welches den berechtigten Anforderungen unserer Zeit völlig entspräche. Wir find überzeugt, daß unsere Stadtverordneten die Frage der höhere« Mädchenschule nochmals erörtern werden, wenn eine größere Anzahl hiesiger Einwohner ein Gesuch einreichen wird. Jedenfalls wird die Frage nicht mehr von inr Tagesordnung verschwinden, bis sie ihreLösung gefunden bat; denn sie ist zu wichtig für unser w lio- naletz Leben. Kei« Volk kann wirksamer für fein Gefammtgedeihen sorgen, als wettn eS die rechte Entwickelung des weiblichen Geschlechtes befördert. W>r von der Zukunft Früchte verlangt, muß die Blüthen der Gegenwart pflegen. Die besten Blüthen eines Volkes sind aber seine Frauen. Jagdverpachtung. Die der Gemeinde Bersrod zustehende Feld- und Waldjagd soll Montag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, auf dem Büreau der unterzeichnete» Bürgermeisterei anderweit auf 6 Iahte verpachtet werden. Bersrod, den 2. Februar 1877. (685 Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Böcher. Ballorden in großrr Auswahl. Lachssorellen empfiehlt 228) Emil Urschbach Oeffcntliche Aufforderung 450) Nachverzeichnete Personen wollen die ihren Namen beigesetzten, ihnen in dem Grund- und beziehungsweise Flurbuch vor Namen stehenden Parzellen veräußern. Da sie ihr Eigenthum, resp. die erfolgte Zahlung der Kauf- sänllinge nicht genügend nachzuweisen vermögen, so werden alle diejenigen, welche irgend welche Rechte oder Forderungen an diese Parcellen bilden zu fönnen glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche binnen Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst nach Ablauf dieser Frist, da, wo dieß erforderlich, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" "verfügt, die neuen Eigenthumsurkunden gerichtlich bestätigt und die Ueber- schreibung der Verkaufsgegenstände auf die Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. Neue süße Apfelsinen per Stück 15 empfiehlt Aber was wird aus den Mädchen werden, welche zur Zeit die höhere Mädchenschule besuchen und nicht tn die neue Schule eintreten? Für sie muß eine Mittelschule geschaffen werden, welche überdies für die Stadt ein dringendes Bedürsrnß ist uhb nicht mehr lange verschoben werden kann. Für dieselbe würden vorerst 4 Klassen ausreichen. Wir wünschen auch an die Spitze dieser Mittelschule einen ako-demisch geödeten Lehrer gestellt zu sehen, dazu 3 Elementarlehrer ev. 2 und eine Lehrerin. De. Aufwand für diese Gehalte würde 8800 betragen, dem bei Ungefähr 200 Schüler- 580) Die anerkannten besten Tinten von August Leonhardt in Dresden, Zahn»Mundwasser zur sofortige» Beseitigung der Zahnschmerzen, von E. Hück- stad t in Berlin, Dr. Romer Sh auf <-n's vorzügliche Augenessenz, englische Messer und Sabeln, Putzsteine, auf Lager bet Julius Wallach. in 2 - Pfd. - Dosen, Feinste Cervelatwurst, „ Salamiwurst, empfiehlt ” *” bei (477 Emil Elschbach. ‘"Str ta unb fibrti ?nt4l"nb >"ik Cfe* 10 Jahrescurfen folgende Lehrkräfte mit folgenden Gehalten erforderlich fein: Der Dirctor 4000—4600 (Durchschnitt 4300), 2 akademisch gebildete Lehrer 2000—3800 (2900, 2 = 5800), 3 Lehrerinnen 1400—2400 JL (1900, 3 = 5700), 6 Elementarlehrer 1500—2700 JL (2100, 6 — 12600), 2 Jnduftrielehrerinnen 1030 Jt. Summe bet Gehalte — 29 700 Wenn die Schule von 250 Schülerinnen besucht wird und nur 9 Klassen erhält, (der oberste JahrescurS wäre dann mit dem zweitobersten vereinigt), so wird ein akademisch gebildeter und ein Elementarlebrer entbehrlich, es kommen also von der angenommenen Maximalsumme 4800 JL in Wegfall. Die Hauptfumme, nämlich die Gehalte der Elementarlehrer und Lehrerinnen erfordern nur scheinbar für die neue Schule eine Erhöhung. Die derzeitigen Gehalte sind zu niedrig und müffen nach dem neuen Besoldungsgesetze doch erhöht werden. Aber auch dann werden schwerlich alle Lstper und Lehrerinnen sofort in den angenommenen Dmchschnitttzgehalt eintreten; so werde» z. B. die zur Zeit an der Schule wirkenden Lehrerinnen ihrem Dienstalter nach nur 14—1800 JL, somit keine den Dürchschuittsgehalt erreiche». Auf diese Weise wird die thatsächlich eintretende Erhöhung, welche allein durch die Bedürfnisse der neuen Schule gefordert wird, nicht 2500 M. Übersteigen. Diesem Aufwande stehen al- wahrscheinliche Einnahmen aus der auf 250 Schülerinnen zu bemess'nben Frequenz bet einem Schulgelde von 60 jl, durch alle Klassen nach Abzug von 50/0 Freistellen 14250 «x, bei einer Festsetzung des Schulgeldes auf 60 bezw 72 «X, 16550 ji. gegenüber. Ganz ähnlich stellen sich die Zahlen in Offenbach, wo bei höheren Gehallsatzen, als sie hier faktisch eintreten würden, und mit den Kosten für Unterhaltung und Reinigung der Gebäude, Heizung, Schulgeräthichaften und Bedienung der ganze Aufwand 25729 Jt. erfordert, denen eine Einnahme von 16410 gegenübersteht. I. 732. II. 191. IX. 558. XX. 796. I. 169. 279,5. 649. II. 94. 124. 610. 652. 765. HI. 38. 102. 292. 338. IV. 19. 618. 619 V. 217. 253. 333. 673. 875. 936. 1030. VI. 32. 155. 212. 290. VII. 46. 394. VIII. 177. 474. IX. 214. 267. 412. X. 391. 266. 783. 1134. 1198. XVIII. 122. 198. XX. 251.325. 687. IX. 637. 742. X. 975. maÄt Murad'S eine Piano-Mce, die er noch tn schänen Tagen selbst componirt hatte, gespielt werde. Der Kranke hörte aufmerksam zu, plötzlich erblaßte er, sein «them ftoefte, her Kopf sank zurück- ... Die Musik wurde sofort unterbrochen. Murad, unter Beihilfe seines ihn nie verlassenden Arztes, Dr. Eapoleone, wieder zu sich gebracht, feufitt tief, brach in Thränen auS, erhob sich, sah seinen Arzt mit traurigem Blicke an und sagte die zwei Worte: „Tschok tokundu“ (das hat mich sehr ergriffen.) Hierauf verfiel er wieder in apatischen Zustand. Alle halten seine Wiedergenesung für unmöglich — nur im Herzen feiner Mutter Valide ist noch nicht alle Hoffnung erloschen- — Fremder: Hören Sie, Herr Wirth, was ist denn da« für ein Spektakel auf 35rem Rathhaus da drüben? Das ist ja ein Geschrei, all ob sie einander umbringen wollten! — Wirth: Ja, wie viel schreien denn? — Fremder: Zwei höre ich schreien. — Wirth: So, bann ist heute Lommissioussitzung. — Fremder: Woher wissen Eie denn das? — Wirth: Na, sehen Sie, wenn Einer schreit, so fft Amtsverhandlung, wenn Zwei schreien, ist Commissionssttzung, nnd wenn Alle schreien ist Stadtraths- fitzung. — Zarter Wahlscherz. In der Hitze des Gefecht! wird ein Abgeordneter von eine« feurigen, aber sehr unklaren Redner empfohlen. Ein blutjunges keckes Bürsch- lein antwortet: „Mitbürger, wählt meinen geehrten Vorredner und mich, so kommen 2 Esel in den Reichstag!" Schallendes Bravo. Niemand konnte beiden Unrecht geben. Geschehen in einem thüring'schen Städtchen.__________________________________________ Miet b, bl( ' Summa ca. 3213 Eentner Spiegelrinde öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Angebote pro Eentner ungeschälter Spiegelrinde aus der Königlichen Oberförsterei Krofdorf abgeschätzt auf 760 Ctr. sind für die genau zu bezeichnenden Schläge, Diftrict 94, Schlag XVI und District 94, Schlag XVII im Schutzbezirk Stoppelberg bei Wetzlar, sowie für Diftrict 87, Schlag I im Schutzbezirk Salzböden (letzterer Schlag liegt ca.'/« Stunden von Station Fronhausen an der Main-Weser-Bahn enfernt) vor dem Termin schriftlich franfirt und auf der Adresse mit der Aufschrift: „Submission auf Lohrinde versehen" dem unterzeichneten Königlichen Oberförster zu Krofdorf bei Gießen einzureichen. Hierauf wird die Eröffnung der Offerten im Termine erfolgen. DaS Königliche Landraihlamt zu Wetzlar, sowie die betreffenden Herrn Oberförster sind bereit Kauflustigen über die Lohquanti- täten der einzelnen Schläge die erforderliche Gießen, den 10. Januar 1877. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Landrichter. en r-ges durch Serüchie eint! i der engen Hasse, die bekannt- Mit, Umwelten sich |wiidi« ie die Passage zu Wagen vsll- richreckendften Gerüchte drcu= leibeimte in bem genannten SS“Ä’Ä Je e.n«I mit Aen, h n L jgkgehr. 3” |fjlfii4erwel Ag t nai sSK: Ichiidnte Scenes beCI t Din «Md davonge* ft* • «rfWtii4b”4o !.:rs.....-X . j-ÄC« fein gftif aisii etn .fee «■> J df xiu« h°> MÄ Feinster Dorsch-Lebertbran fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit gestempeltem Metallverschlutz k 60^, JL1— und Jt 1.70 echt zu haben bei (305 C. F. Semmler. förfterei Wetzlar I ca. auS der Gemeinde-Oberförsterei Wetzlar II „ aus der Gemeinde-Oberförsterei Wetzlar III ,, Marinirte Häringe empfiehlt 515) Gg. Wilh. Weidig. werden billig abgegeben. -vuuptuye 325) Garifeld A. 118. Zur Beachtung. Die Quelle der meisten Krankheiten ist unbestritten die Vernachlässigung der Erkältungen; Heiserkeit u. Husten im Beginn unbeachtet, haben leicht die bedenklichsten Folgen, als Lungenentzündung, Schwindsucht etc. Das einfachste und probateste Mittel sind anerkannt die Stollwerck’schen Brust- caramellen, welche in allen hervorragenden Geschäften und den meisten Adressteil Betret A. Sclieyda über die 1. Wr-e, Kölpervc 2. Gießen, 711) 712) für den Vortrag: Einiges über Land und Volk in Köln-Gießener Bahn. Wetzlar 6«, 8 n fl. Neuenweg. 667) Ein Mädchen, das Hausarbeite gründlich versteht und gute Zeugnisse aufweisen kann, wird in Dienst gesucht von I- Zurbuck- , Widerstß , Diebstahl , Betrug-, , Sachbeid , Kinbeim , Kuppelet , Wlutföar i niibtrnad , Concubtn> > Ablreibun , unfittiiche • sahrliisig! v vettetns » HauSfriet . Beleidige . Tragens . vttbateu« । gekverbSv . unterlasst » ThierquS » Störung * sßtottti * Mrctm . Mnlast 159) Reparaturen an Nähmaschinen aller Systeme werden prompt und billig ausgeführt in dem Nähmaschinengeschäft von J. Th. Haubach Gießen, Seltersweg 187. Permietyungen. 705) Ein Familtenlogis von 3—4 Zimmern, Küche u. s. w. per 1. Mai oder 1. Zunt zu vermiethen. H- Döring, Mrünberger Straße. Soeben erschien und ist direct von der unterzeichneten Expedition oder auf buchhändlerischem Wege durch J. Bensheimer in Strassburg zu beziehen: Allgemeines Deutsches Reichs-Adressbuch pro 18?? (Zweiter Jahrgang — Preis 10 Mark) ein für Handel und Verkehr unentbehrliches Handbuch, welches außer der genauesten Aufzeichnung sämmtlicher Gtvil und Militair Beüvrdcn deS Deutschen Reiche- beinahe 300 der bedeutendsten Branchen dcS Fabrik- und HandclSstandesüber 42,000 revidirter Adressen) enthält Straßburg, im Februar 1877. Die Erpedilion des Allgemeinen Deutschen Deichs-Adreßbuches. Concordia 584) Geheimkarten zu dem am 11. Februar stattfindenden Maskenkränzchen sind bei Herrn Gastwirth Arnold zum „Deutschen Hof" zu haben. Der Vorstand. NB. Der Eintritt kann nur gegen Vorzeigung der Karten erfolgen. 4. 5. 6. 7. 8- 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. Warnung. 703) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau Katharina Elisabetha, geborne Schneider, etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts hafte. Georg Aamaschky, Watzenborn. i'l'Ä Rr W bei H ?8?Mt bei Ber-ntwortltch« R-dactton: ». Sch-vda. - Druck ui» »erlag der Brübuchen llnw..Druckerei (5r. 4hr. Ptetlch) tn Volksbildungsverem. 713) In dem zum Lesezimmer für Schüler der hiesigen Fortbildungsschule eingerichteten Ratbhaussaale wird Herr Sckulinspector Vlgelius Mittwoch den 7. Februar, Abends 8 Uhr, einen Vortrag halten, wozu die Mitglieder und Freunde unseres Vereins ergebens! emgeladen Tobes-Uiizeige. Nach langen und schweren Leiden verschied in der vcrflofienen Nacht unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Gr. Hosg.-Adv. Iustsirath Bosenberg I. Wir widmen diese Anzeige allen Freunden und Bekannten, welchen aus Versehen eine besondere Benachrichtigung nicht zugekommen sein sollte, und bitten um stilles Beileid. Die Beerdigung findet am 8. d. M, Vormittags 10 Uhr, vom Sterbehaus (Alicenstraße) statt. Gießen, den 6. Februar 1877. Die Oberhessische Gesellschaft für Natur - und Heilkunde versammelt sich Mittwoct, den 7. Februar, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula. Angekündigtcr Vortrag: lieber tl)itrifd)e Wärme von Herrn Professor Dr. Kehrer. (693 2lucb Sticbtmitftliedcr haben Zutritt.____________ Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige, empfehle ick mich zur Aufnahme von Versickerungs-Antragen nid bin zu jeglicher weiteren Auskunft gerne bereit. Gießen, im Februar 1877. H. Hohmeyer, Haupt-Agent des ,,K o s mo s". J. P. Ritsert, Vergolder, Wallthor A. 156, empfieblt sich im Anfertigen von Spiegeln jeder Art, Confoltifchen mit Marmorplatten in geschmackvoller Verzierung ,"nd auter Vergoldung, Galerieen und Bilderrahmen, Photographie-Rahmen, schön verziert und vergoldet, schon von 4 JL an. Obige Artikel werden auch in beliebiger Holzfarbe ausgefübrt. Das Reu - Vergolden alter Rahmen rc. wird prompt und schnellstens vermischte Anzeigen. 704) Ein Mädchen von AuSwärtS sucht eine Stelle in einem Ladengeschäft oder in einer Familie zur Beaufsichtigung größerer Kinder. Näheres tn der Expedition diese- Blatter. _________________________ 700) Für einige Stunde« deS Tages wünscht ein Beamter Befchäftigung tn schritt. liche« Arbeiten. Näheres bei d. Sxp. d. Bl. Stellenfuchenden jedweder Branche kann das seit Jahren renommirte Bureau Germania zu Dresden auf'- Wärmste empfohlen werden. (709 tzouutags-Zeichnenschule. 707) Der durch Unwohlsein des Herrn Bauaufsehers Schäcker unter- brocken gewesene Unterricht im Zeichnen für Handwerksscküler wird Sonntag den 11. Februar um 10 Uhr Morgens unter der Leitung des Herrn Modelleur Barthel wieder beginnen. Die Schüler haben sich dazu im Sckullocal in der Neustadt emzufinden. Der Vorstand des Gewerbvereins. „Kosmos44, Kebensverstcherungs - Bank in Zeist. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß wir zu unserem Haupt- Agenten für Gießen und Umgegend den Herrn H. Hohmeyer bestellt haben. Darmstadt, im Februar 1877. , Die General-Agentur des „Kosmos |). Beringer. 390) Ein freundliches Fami- lienlogiS, H Zimmer nebst Zubehör, auf sofort zu vermiethen bei Jul. BucIl, Ecke der Mäusburg__ 666) Neue Anlage C- 37, ist der 2. Stock, 7 Zimmer, 2 Kammern rc. Wegzugs halber pr- 15. April ober auch früher beziehbar zu vermiethen. H. Adami. 49) Der zweite Stock meines Hauses in der Gartensti aße, 6 Zimmer rc- enthaltend, ist zu vermiethen und am 1- Mai beziehbar. Auf Wunsch kann Stallung abgegeben werden- S ck m i t t, -________Univ--Ger.-Actuar. 69) Ein kleines Familienlogis per sofort zu vermiethen. Seltersweg Lit. C. Nr. 2. 590 Ein Familtenlogis im 3. Stock zu vermiethen und bis 1. Mai zu beziehen bet G. Lony. Fleischbeschau*!". 657) Gesucht, womöglich außer der Stadl zwei LogiS tn einem Hause, darunter Mansardenstock mit Küchen und 5 bej. 3 Ptdcen; dabet erwünschte Räume im Nebenbau für ein kleines F ckrikgeschäft. Offerten unter A. ber der Erped. d. Bl. Tüchtige Steinbrecher gesucht von (687 __Au g. Nauheimer Wittwe. 655) Ein Küferbursche, der tn einem Weingeschäft thättg war, wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bitts. zu vermiethen und am 1 Mai zu beziehen. 8 Frau A. Wtess e^l^ ' 708) Eine freundliche Famtltenwohnung ru vermiethen, beziehbar am 1. April, auf Verlangen auch früher. Zu erfragen auf der Exped. d. BlttS.______________ ‘ 676) Ein Familtenlogis zu vermiethen am 15. März beziehbar bei Jacob Reiber, Gartfeld. 677) Eine kleine Famtltenwohnung ist zu vermiethen und den 1. März zu beziehen. Wilh. Wagner, '_______________Frankfurterstraße E 33z 669) Das von Hrn. Mufi^ lehrer Zimmer bewohnte Logis ist zu vermiethen u. am 1. Mai zu beziehen. Frau Marie Lober. Di« Monatssitzung für den Februar soll nächsten Donnerstag zur gewöhn- lichen Stunde im vereinslocale abgehalten werden. Tagesordnung: 1 Wahl eine- neuen Schriftführer-. 2. «eburts- tagsfeier unsere- Meister-. Im Namen des Vorstände-: 714)____________Albach.______ 455) Für eine bedeutende Hagel- und für eine solide Vieh-Versich -Gesell- s ck a ft werden tbätige Agenten gegen gute Provisionen gesucht. Offerten eub A. 6. Nr. 79 befördert die Annoncen«Exped. von Th. Dietrich in Frankfurt a. M.______ 442) Anfertigung von Zimmerarbeiten, sowie Holzlieferung zu billigen Preisen übernimmt S. Hatzenstein, Holzhanvlung. angefertigt. _ Das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird zu äußerst billigen Preisen ausgeführt. Postamente zu GppSfiguren in Gold und in jeder Holz- arbe per. Stück von 2