1877. Sonntag, den 7. Januar M«. L d)icf;cncr Mnzeiger Anzeige- uni) Amtsblatt für ben Kreis Gießen ’S Gießen, am 5. Januar 1877. an ITEW Tilfl » mg untersagt» 8 Mh«. otlv 114. rr: iÜMß rt. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ar, zu ernennen. Darmstadt, 4. Januar. Wir machen Interessenten daraus aufmerksam, daß nach dem mit dem 1. d. Mts. in Wirkung getretenen Gesetze, die Weinbesteuerung betr., Jeder, welcher den Kleinverkaus von Wein oder den Wein handel betreiben will, verpflichtet ist, hiervon, nach Einholung des erforderlichen Gewerbepatents, vor Beginn des Geschäftsbetriebs dem betreffenden Hauptsteueramte Anzeige zu machen, sowie daß die Nichtbeachtung dieser Vorschrift eine Strafe von 30 bis 150 Mark nach sich zieht. Berlin, 4. Januar. Die „Deutsche Reichs-Glocke" hat zu erscheinen aufgehört. Es war dies nach der Flucht Gehlsen's und den gegen die verhafteten Redacteure verhandelten Processen zu erwarten. — Ausstellungslustigen Industriellen kann die „Tribüne" ein Geschichtchen erzählen, das jüngst einem Berliner in Paris passirte und das uns den Vorgeschmack recht netter Dinge bereitet hätte, wenn wir die Pariser Weltausstellung beschickt hätten. Herr K. .. ist Besitzer einer der renommirtesten Oelfarben-Druckereien in Berlin und hat an der lithographischen Maschine eine sinnreiche Verbesierung angebracht, die die Arbeit wesentlich erleichtert und zugleich eine größere Genauigkeit erzielt. Arbeitskräfte werden dadurch nicht erspart. Da nun K. seinerzeit in Paris seine künstlerischen Studien gemacht hat und noch heute mit den berühmtesten Kunst-Instituten in Verbindung steht, so hatte er die Absicht, seine Erfindung auch dort auszubeuten, und begab sich nach Paris. Bei seinem Freunde Lemercier fand er auch gute Ausnahme und erhielt alsbald den Auftrag, die neue Erfindung an seinen Maschinen anzu- bringen. Allein Lemercier hatte die Rechnung ohne seine Arbeiter gemacht. Sobald diese sahen, daß der Prussien anfing zu arbeiten, so hörten sie auf.unb erklärten, daß sie Strike machen würden, wenn Jener nicht entfernt würde. Ja, als man dies nicht für Ernst nahm, so schritten sie zu Bedrohungen und Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Deutschland. Darmstadt, 4. Januar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Decbr. den Privatdocenten an der Universität Wien, Dr. Hubert Sattler, zum ordentlichen Profesior in der medicinischen Fakultät der Landes-Universität und Vorstand der zu gründenden akademischen ophthalmologischen Klinik in Gießen, mit Wirkung vom 1. Januar 1877 an, Hesterreich. Wien, 4. Januar. Die General-Commandos erhielten informirende Weisungen in Betreff einer eventuellen partiellen Mobilisirung, jedoch blos derart, daß dieselben keine directe sofortige Verfügung involviren. Wien, 4. Januar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 3. d. Mts.: Die Pforte beabsichtigt angeblich eine Kundgebung an die Mächte Europas. Nach einer Version handle es sich um ein Memorandum, "ach einer anderen Version hingegen um einen Protest, und seien die Bevollmächtigten bemüht, die Pforte hiervon abzubringen. Die türkischen Bevoll- durch Deutschland. Berlin, 4. Januar. Die Frau Prinzessin Karl, Schwester der Kaiserin, ist seit einiger Zeit leidend. In der Stadt waren heute Gerüchte verbreitet, wonach das Befinden der Prinzessin seit gestern Morgen sich verschlimmert haben sollte. München, 4. Januar. In der gestern hier stattgefundenen Versammlung der liberalen Partei rechtfertigte Frhr. v. Stauffenberg in glänzender zweistündiger Rede seine Abstimmung für die Reichs-Justiz-Gesetze und schloß mit den Worten: „Nicht Indemnität erbitte ich, sondern ich stehe vor Ihnen im Gefühle treuer Pflicht-Erfüllung." (Enthusiastischer Zuruf; schließlich dreimaliges stürmisches Hoch auf den Candidaten.) Unter einstimmiger Anerkennung feiner bisherigen Mandats-Ausübung und in gehobener Stimmung trennte sich die Versammlung. Paris, 4. Januar. Die „Röpubl." meldet aus Nevers ein trauriges Beispiel: „Ein Artilleriepark-Ausseher starb vor einigen Tagen im Hospital von Nevers. Er war Protestant; der Pfarrer aus Sancerre wurde berufen, um dem Leichenbegängnisse vorzustehen. Allein das Spital verweigerte alle Anstalten zur Beerdigung, Leichenwagen, Leichentuch u. s. w>, unter dem Vorwande, diese Gegenstände gehörten ausschließlich dem katholischen Cultus. Die Verwandten des Verstorbenen, die herbeigeeilt waren, um ihm die Augen zu schließen, mußten selber Hand anlegen, um ihn zu bestatten; es brauchte des Befehls des Bürgermeisters, um den Unternehmer des Leichengepränges zu vermögen, einen Wagen zu leihen; dazu wurde noch der Wagen ganz nackt her- gegeben, und statt eines Leichentuches mußte ein einfaches Betttuch genommen werden." — Die „Israelitische Allianz" hat von Decazes folgendes Schreiben erhalten: Versailles, 29. Decbr. Herr Senator Crömieux! Ich empfing das Exemplar der Adresse, welche „die universelle israelitische Allianz" der Confe- renz in Konstantinopel zuzustellen beschloß, einen Band betitelt: „Lage der Israeliten in Serbien und Rumänien", welchen Sie mir die Ehre erwiesen mitzutheilen, und den Brief, durch welchen'Sie mich ersuchen, bei der Conf e- renz durch Vermittlung des Botschafters Frankreichs an der ottomanischen Pforte zu intervenireu. Ich beeilte mich, dem Herrn Grafen de Bourgoing Ihrem Wunsche gemäß zu schreiben, um Herrn Rotter, den die universelle israelitische Allianz beauftragte, in Ihrem Namen zu handeln, seiner wohlwollenden Aufnahme zu empfehlen. Die Gefühle der französischen Regierung betreffs der Fragen, die Sie beschäftigen, sind zu bekannt, so daß ich nicht hinzuzu- sügen brauche, daß die Unterstützung unserer Bevollmächtigten schon im Voraus den Israeliten im Orient bei den Besprechungen, deren Gegenstand Ihre Jn- tereffen und Rechte sein können, gesichert ist. Empfangen Sie u. s. w. Decazes. Ueber diesen Bries des Herzogs Decazes äußert das Organ des päpstlichen Nuncius, die „Union": „Wir denken, die französische Diplomatie^wird die Rolle, welche die orientalischen Israeliten, meistens Unterthanen oder Schützlinge Deutschlands, seit mehreren Jahren spielten, nicht außer Acht lasten. Den Absichten des Herrn v. Bismarck, der ihr natürlicher Beschützer ist, dienen sie mit zu viel Ausdauer und Thätigkeit; es liegt folglich den Vertretern Deutschlands ob, wenn sie es für zweckmäßig halten, bei der Pforte im Interesse dieser unermüdlichen Pioniere der deutschen Idee zu interveniren." Paris, 4. Januar. Die letzten Stürme haben an der atlantischen Küste große Verheerungen und Verluste herbeigesührt. Die Deiche bei Lonin und auf der Insel NoirmoutierS in der Vendöe, sowie die bei Mont an der Mündung des Adour sind gebrochen und das Meer hat große Strecken Cultur- und Weidelandes überschwemmt. kann HUF gegen , welche Samstag tags von 2—'S W।1 $ genommen werden- mächtigten sollen in der morgigen Conferenz-Sitzung keine neuen Gegen-Vorschläge einbringen, sondern die Vorschläge der Mächte erörtern wollen, was als Schritt zur Besserung der Situation angesehen werden darf. Andererseits sollen die Bevollmächtigten selbst noch zu mancher Modification einzelner Details geneigt sein; die Gefahr eines Bruches mit der Pforte scheine nicht mehr eine unmittelbare zu sein, wenn auch die Hoffnung auf eine schließliche friedliche Lösung noch immer nur eine schwache ist. Die russische Dacht „Erikli" ist hier eingetroffen, um Jgnatieff für den Fall der Abreise zur Disposition zu stehen. „ „ _ — Sicherem Vernehmen nach sind beide diesteitige Conferenz-Bevollmach- tigte angewiesen, falls die Pforte die Konferenz-Vorschläge nicht annimmt, Konstantinopel zu verlasten. Wien, 5. Januar. Das „Fremdenblatt" meldet: Sofort auf die Meldung einer JudemVerfolgung in Rumänien werde die diesteitige Vertretung in Bukarest beauftragt werden, nöthigenfalls energisch im Interesse der Humanität und auf Grund der die österreichischen Juden in den Fürstenthümern schützenden Verträge zu reclamiren. Die Recherchen ergaben, daß die Meldungen theils übertrieben, theils aus der Luft gegiffen waren. AranLreich. —I Settal6 dm gleicher > 1877 £ h !7^c°cht- M deiuhi : daß Wilhelm lvtlbelm tzrk 'eßen. Gastwirih Zugust Heß, Lich. > Moü, Uen- Petri, Gießm, lrünberg. ®taot= (84 Betreffend: Die Ableistung des VerfossungSeides vom IV. Quartal 1876. r , Das Großhcrzogliche Kmsamt Gießen die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Harbach, Lauter, Lrndenstruth, Londorf, Odenhausen, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Weickartshain und Weitershain. Unter Hinweis auf unsere Verfügung vom 29. December 1874 im Anzeiger Rr. 5 von 1875 fordern wir Sie zur baldigen Benchterstattung auf. v. Röder. ___________ ttn Q5 4 » V8» MMöastes. unser Landsmann mußte froh sein, mit heiler Haut davon zu kommen. Unter» - Vorstand- dessen hatte Frau K., eine geborene Französin, die ihren Mann begleitete, an vielen Orten Bestellungen auf Papier gemacht, und war überall zuvorkommend - behandelt worden. Schließlich aber, als man erfuhr, wohin die Bestellung gehen solle, erklärte man ihr trocken: „Mit Berlin verkehren wir nicht." pt'unD kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. § 109. Wer in einer öffentlichen Angelegenheit eine Wahlstimme kauft oder verkauft, wird mit Gefängniß von 1 Monat bis zu 2 Jahren bestraft • auck kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. (B. V.) Lokal-Notiz. Gießen, 6. Januar. Auszug aus dem Citzungtzpiotokoll der Stadtver- ordneten-Veriammlung am 21. December 1876. Festsetzung der diesigen Vieh- und Krämermärkte Besprech- **n9en iJ111 lnteiessirten und lachverstandtgen Persönlichkeiten ftattgefunben hatten lift b-schlossen worden, d»ß v-m Jahre 1878 au 11 Viehmärkte an zwei aufeinanderfolgen q Dienstag und Mittwoch - am zweiten Tag zugleich Krämermark. und ^.^hmarkte nur an einem Tag - Dienstags im Ganzen also 31 Viehmärkte und 11 c abgebalten werden sollen. Infolge dieses Beschlüsse wurden hierauf von der für diese Angelegenheit erwählten Commission für das Jahr 1878 folaende Tage oorgeschlagen: v 1 B“uc nur Mittwochs.^' Krämermärkte - erstere Dienstags und Mittwochs, letztere Q und 20- 2 unb 3. April, 14. und 15., sowie 28. und. 29. Mai, 9. und 10. Juli, 6 und 7. August, 17. und 18. September 1 und 2 fnrwie 22. und 23. Oktober, 19. und 20 November und 10. und 11 December. ' ’ II. als Viehmärkte: Dienstag den 22. Januar, 19. Februar, 5. März, 30. April, 25. ^unf 23 ^uli 20. August, 3. September und 5. November. .. Die in der Realschule nöthig werdende Bildung von Parallelklassen erfordert die Anschaffung von verschiedenen zu 881 Mk. veranschlagten Schulgeräth chaften, wozu Genehmigung ertheilt wurde. Ebenso ist die Beschaffung non 12 Schirmtrögen nach vorgelegtem Muster aus der Hand für den Preis non 8 Mk. pro Stück genehmigt worden. * u r3l Ein Gesuch um Rückerstattung von Schulgeld, weil das betreffende Kind vor Ablauf des Quartals die Schule verlassen hat, fonnte als mit den vorliegenden ve- hiervon wurden ambulatorisch behandelt blieben zur Behandlung in der Anstalt 974, 112 Summa 1086. von den stationär Behandelten waren 88 augenkrank, 12 knochenkrank und 12 krebskrank. Bon den 88 Aueenkranken wurden geheilt entlassen 69 gebessert .... 13 ungebessert .... 2 bleibt in Behandlung 4 Summa 88 Von den 12 Knochenkranken wurden geheilt entlassen 8 gebessert .... 2 ungebessert .... 1 bleibt in Behandlung 1 Summa 12 Von den 12 Krebskranken wurden geheilt entlassen 9 gebessert .... 1 ungebessert .... 1 bleibt in Behandlung 1 Summa 12 Die Zahl der in diesem Jahre in der Anstalt überhaupt vorgenommenen Operationen beträgt 54. a. Augenoperationen 40, und zwar: Staoroperationen ... 6 Künstliche Pupillenbildung . 10 Schieloperationen ... 11 Operation detz einwärts gestülpten LideS 4 Kleinere Operationen 9 Summa 40 b. Die Zahl der wegen erkrankter Knochen vorgenommenen Operationen betragt: 7 Resectwnen: a. des clavicula in toto . . 1 b. des OberamkopfeS . . 1 c. d^s fibula ... 1 d. des malleolus externue . . 1 Sequestiotomieen . ..3 Summa 7 c. Entfernung von Krebsgeschwülsten 7 Brustkrebs .... 2 Lippenkrebs .... 4 Fibrom am Ohr . . . 1 Summa 7 verpflegt wurden in diesem Jahre 112 Kranke mit 2213 Verpflegungstagen. Die durchschnittliche Verpflegungsdauer eines Patienten betrug demnach 20 Tage und der durchschnittlich ständige Besuch der Anstalt 6 Kranke. a 3613 Maik 489 47 175 289 139) 118 130 die Ballschuhe Auswahl bei 3m Verlage von Richter'S Dcrtagöanstatt in Leipzig ist erschienen u. in fast allen Buchhandlungen vorrathig: „Dr. Airy’s (133 Schloßaafse. 109) Eine große Partie zuzückgesetzter Glaee-Han-schuhe für Damen und Herren verkaufe zu SO Pfg. und 1 Mk. Carl Schulze- Gießen. Dienstag den 9. Januar 1877, Abends 8>/z Uhr bei Dramm: Berichtigung. In dem letzten Auszug der Standesamtsregister ist zu lesen unter Geborenen: Dem Schreinermeister Emil Beil ein Sohn Edmund, und nicht Eduard, wie irrthüm- lich in Nr. 304 gestanden. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 1. Januar. Dem Schuhmacher Karl Stoll ein Sohn, August Christian Andreas, geboren den 10. December. Denselben. Dem Schuhmacher Johannes Erb ein Sohn, Johann Karl, geboren den 10. December. „ Den 2. Januar. Dem Locomotivfübrer Johann Heinrich Köhler eine Tochter, Johanna Elisabeth Hermine Emilie Auguste, geboren den 22. November. Den 4 Januar. Dim Lokomotivführer Gustav Bergen eine Tochter, Mathilde Wilhelmine, geboren den 15. December. Beerdigte. Den 3. Januar. Johann Heinrich Schneider, Bürger und Schreinermeister, alt 37 I. 6 M. 23 £., gestorben den 1. Januar. Den 4. Januar. Daniel Wilhelm Martin Moritz Schäfer, des verstorbenen Bürgers und Werkmeisters Philipp Schäfer, ehelicher lediger Sohn, alt 20 I. 22 gestorben den 2. Januar. Versteigerung. Holzversteigerung in dem Gemeindewalv Langsdorf. Donnerstag den 11. u Thüringer.Kunstfäröerei, Könchssee Aufträge vermitteln unentgeldlich 597)__Gescbw. Seerr. Nmenmea- , Warme Bäder. Den verehrlichen Abonnenten hiermit zur Nachricht, daß t>te Badekarten pro 1876 nur bis Ende dieses Monats gültig sind event. gegen 1877 umgetauscht werden. Nach dieser Zeit sind dieselben werthlos. Gießen, den 1. Januar 1877. ("0 Andreas Euler. Zenerainersammiun g. Tagesordnung: 1) Berichterstattung des Schriftführers und des Kassirers. 2) Anträge auf Statutenänderungen. 3) Neuwahl des Vorstands. Der Vorstand. 3227 „ 90 Pf. Auszug aus den Standesamtsregisiern drr Stadt Gießen. Vom 31. December 1876 bis 6. Januar 1877. Eheschließungen. Am 3. Januar. Der Kaufmann Marcus Kaan mit Rosa Weimersheim zu Gießen. — Der Schneider Johann Fischer mit Anna Margarethe Belloff zu Gießen. Geborene. Am 24. December. Dem Heizer an der Main-Weser-Bahn Jacob Gelhar eine Tochter, Marie Ottilie. — 25. Dem Locomotivfübrer August Nödtng eine Tochter, Sophie Elise. — 31. Dem Hautboisten im 2. Großh. Hessischen Jnsanterie-RegimenL Nr. 116 Adam Lauth ein Sohn, Karl Ferdinand. — 26 Dem Schreiner Christian Orbig eine Tochter (noch ohne Vornamen) — 31. Dem pensionirten Feldwebel Jobann Adam Hermann eine Tochter, Minna Babette. — 30. Dem Schreiner Emil Zimmer» mann ein Sohn, Konrad. — 31. Dem Gastwirth Wilhelm Hofmann eine Tochter, Christiane Johannette. — 1. Januar. Dem Schneider Jacob Büttner ein Sohn, Christian Emil. — 30. December. Dem Metzgermeister Philipp Malkomesms eine Tochter, Marie Emilie. — 29. Ein außereheliches Kind von Auswärts, Friedrich. — Ein außereheliches Kind von hier, Emil. — 31. Ein außereheliches Kind von Auswärt-, Ludwig. — Ein außereheliches Kind von Auswärts, August. — 3 Januar. Dem Oeconomen Friedrich Simon I. eine Tochter, Juliane Louise. — 4. Dem Bremser an der Cöln-Mindener Eisenbahn Conrad Stommel ein Sohn, Karl. Gestorbene. Am 1. Januar. Der Schreinermetster Johann Heinrich Schneider, 37 I. 6 M. alt. — 2. Der Taglöhner Kaspar Demper von Groß Buseck, 57 I. alt (im academischen Hospital gestorben). — Drr Schreiner Wilhelm Schäfer, 20 I. 23 T. alt. — 3. Heinrich Otto, Sohn des Kaufmanns Georg Wilhelm Weidig, 4 M. 9 T. alt- — 2. Der Zimmermann Karl Herbert, 23 I. alt, von Gießen. — 4. Der Dtenstknecht Heinrich Götz aus Grebenhain, 18 I. alt (im academischen Hospital gestorben). — ; Der Großb Kreisarzt Medicinalrath Dr. Eduard Stammler, 70 I. 10 M. alt. — Der Dienstmann Anton Weller, 47 I. alt. Oeffentliche Aufforderung. Forderungen jeder Art an den Nachlaß des verstorbenen Johannes Hildebrand I. von Allendorf a. d. Lahn sind unter Angabe des Entstehungsgrundes innerhalb 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, wenn sie bei der 93er« möger.sregulirung Berücksichtigung finden sollen. Gießen, den 30. December 1876. (108 Grotzherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. Geschäfts-Empfehlung. 120) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich seither von Herrn W. Lang betriebene Son bcn in die Stiftung 9elbliVoa^n8ambuUtorif* B-h-mo-lttn 974 erhielt Vs ärztliche Behandlung und Arzneimittel uncnlgellUch. — Specialausgaben «Beköstigung, Heizung, Be- ’Ä imbbe?®enevalau?flaben(Steuer, JnoeMarverbrauch, Be leucktung und L ch )^nd Dienstpersonal und bergt) ergibt die Gesammtaus gÄe^Äe^>urchs°ch"iMich täglichen VerpflegungAosten der Anstalt für einen Kranken 3 !U!alt' Speiialaussaben betragen GeneraluuÄgaben „ Gesammtaußgabe 6840 — 90 „ ^ip Krankm der Anstalt sind in verschiedene Klassen getheilt: . L UnbemitteUe, welche ihre Armulh durch -in Zeugnitz °°n ihrer Gemernde «achwetsenu m-rd»Dieselben Bedingungen gelten auch, wenn -X eine Krankenkasse ober Private für ihre Kranken zahlen. dne ®3ms^littet" , welche ein Zimmer für sich allein beanspruchen, zahlen den Tag Freitag den 12. Januar wird nachverzeichnetes Bau- und Werkholz zur Versteigerung gebracht: 1) Donnerstag den 11. Januarr Kiefernstämme von 15—38 Centimtr. Durchmesser und 6—18 Mtr. Länge, Fichtenstamme von 15—38 Centimtr. Durchmesser und 6—18 Mtr. Länge, Fichttnstangen von 7—14 Centimtr. Durchmesser und 6—18 Mtr. Länge; 2) Freitag den 12. Januar r Ktesernstämme von 15—46 Centimtr. Durchmesser und 7—18 Mtr. Länge, Fichtenstämme von 15—47 Ccntimtr. Durchmesser und 7—19 Mtr. Länge, । Fichtenstangen von 7—14 Zentimeter Durchmesser und 7—19 Mtr. Länge. Unter den Baustämmen sind viele, welche Neustadt 205, (120 mit dem heutigen Tage übernommen habe. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet Hochachtungsvoll JjUfltrifj Jfäroneberg. M i t t h e i l u n g Tranibfifcbe Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlbesitzern aus bei Fabrik *aus ^ordhausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- bis fünffache Dauer derielden gegen die Accord-, oder gar her feilen f r a nz osi sch e n Herfiellung aarantirt wild Das beste Existirende bietet denn auch wirklich das größte aller Laa r ba* größer ist, als die einzelnen Lageivorrätbe der Bruchbesitzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich bie von Süd-Frankreich, die das feurige, starke Gestein liefern. Wir empfehlen fo aus Uebcrzeugung und aus Dankbarkeit iü? un ere in dner un0erannten M a h l t üchti gkeit uns erfreuenden und die groß^ mögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der '"bist aus Fra rech beioaeneu Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlustig gvigen. W ende k l n d s Rodrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteme ohne Decke und im Nobbau. Und dazu rathen wir. Man weiß seine guten Steine dann auch von der innertn Sorgfalt und Güte, also der wohlthätigen Beständigkeit. Die Namen der Einsender und Referenden sind m der Exp. d Ztg zu erfahren. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von hen bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Dienstag den 9. Januar 1877, 2) Mittwoch „ 10. „ 3) Donnerstag „ U „ ,, 4) Samstag „ 13. „ „ Die Interessenten werden daher aufgr fordert die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich au legitlmireii. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen bie übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 28. November 1876. Per Rechner der Spar« und Leihkasse: Kehr. 3 ^arLrAtUd)er Rath und Behandlung wird den Patienten täglich Vormittags von 11—12 Uhr, Nachmittags von 2— 4 Uhr, rrfbeilt- Armen unentgeltlich. . . Die Aufnahme der Kranken in die Balserische Stiftung kann zu jeher Tageszeit erfolgen. — ... L__ ILI Vermischtes. - naDeaekgenen Dors- W> würbe vor Kurzem durch «emeinbebefchlub -in r . p mrrt Tade verurtbeilt da er sich verfchiedener Räubereien schul dig ÄSÄiÄ rin Ä tobt gebfff en Holl- Nu» ift aber W ein leichter gefällt als vollstreckt. Zunächst wurde ein vorhinniger Artillerist be- HnPn ™d,uft ?n ein Slnkrb hi moranr man ihm bann noch einen Gnad-nstotz »er L " kin-m böl?n L-b-nswanbel -in «»be mochk. Der «r,Merl» meml ober ö nDd) wenn ec die Geschichte erzählt, in einer schlimmeren Bataille sei er kaum im französischen Kriege gewesen, wo doch auch die Schüsse luftig um ihn her geknallt hatten. - sich zu Schnittholz eignen. Der Anfang ist Morgens 91/? Uhr am Nonneniötherweg Bei genügender Bürgschaft Zahlungstermin Martini 1877. Langsdorf, ren 3. Januar 1877. (76 Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. Aeilgeöolenes. Extrafeine Aquarellfarben in 84 verschiedenen Farben. g Aecht chinesischen Tusch, empfiehlt H- Sonntag, 121)Kirchenplatz. ( z ( k £ Mitbürger! Vergeßt nicht, am Mittwoch den 10. Januar Eure Stimmen für Herrn Willi. Liebknecht, Schriftsteller in Lripn«, abzugeben, denn keiner der übrigen Candidatcn vertritt so die Jntcrestcn der Allgenicinheit, wie dieser. Stimmzettel sind zu haben bei den Herren 8. Reuter und afnvirtb Grün in der Neustadt, Gastwirth I. Weber zur Stadt Cancl »nd Fcrd. Felsina, Neucnwca, von heute ab zu jeder Tagcszelt. Außerdem am Wahltage bei jedem Wähllocale und im Hinteren Zimmer des Herrn Gastwirth Grün, woselbst das ( oniile den ganzen Wahltag über vertreten sein wird- Das lomile« Freiwillige Gailsche Feuerwehr. Zusammenkunft (130 Montag den 8. Januar, Abends 8 Uhr, bei Schütz. Nr. 2. Die Naffelschneck. 1877. Narrrnblatt strs Lanikvalvkrrins „Türkes" erscheint am 7. Januar 1877 und ist pro Stück d 10 Pfg. zu haben in den Läden der Herren G. Petri, Seltersweg; D. Heil, Kirchenplatz; G Gerhardt, Schulstraße; sowie in den Restaurationen der Herren Fuhr, Mäusburg; Schnell, Marktplatz; Möser, Neuen-Bäuen; Ste in, Selters- weg; Nassauer, Wallthor; Junker, Asterweg und Schäfer, Grünberger Straße.____(122 Zichenep Concerto erein. Drittes Concert Sonntag den 7. Januar, Abends 5 Uhr, im Clubsaale. Katimtermiisili-Smree, ausgeführt von dem Florentiner Quartett-Verein, den Herren Jean Becker, Masi, Chiostri und Hegyesi. Programm. 1. Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, Op. 131, Cis-moll. a) Adagio, Allegro, b) Presto, c) Adagio, Allegro, von L. van Beethoven. 2. Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, Nr. 6, C-dur, a) Adagio, Allegro, b) Andante, c) Menuett, d) Allegro molto, von W. A. Mozart. 3. Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, Op. posth. D-moll. a) Allegro, b) Variationen, c) Scherzo, d) Finale, von Franz Schubert. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’schen Buchhandlung und R u d o 1 p h'schen Musikalienhandlung [in Ersterer nur bis 12 Ehr Sonntag den 7. Januar] ä «X 2 zu haben. Nummerirte Plätze dl. 3. Nummerirte Plätze werden auswärtigen Besuchern dieses Concertes fest reservirt, welche an Eine der bezeichneten Firmen bis zum 6. Januar den Betrag für die gewünschten Plätze einsenden, und sind die Billete daselbst in Empfang zu nehmen oder werden auf "Wunsch vorher zugesandt. Wegen rechtzeitiger Benutzung der Eisenbahnzüge Seitens Concert- besuchcr aus der Umgegend ist der Anfang des Concertes präcis 5 Uhr festgesetzt, worauf hierduich speciell aufmerksam gemacht wird. Dauer dieses Concertes höchstens 1s/4 Stunden. Um Störungen zu, vermeiden, wird während des Vortrags einer Piece der Eintritt zum Saal nicht gestattet 144) Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich an hiesigem Platze, Frankfurter Strasse No. 59, eine Mineralwasser ■ Anstalt errichtet habe. Ich werde stets bestrebt sein, meine geehrten Abnehmer in jeder Hinsicht vollkommen zufrieden zu stellen. Bestellungen können bei den Herren Gastwirth Grün, Neustadt, und H. Treppinger, Seltersweg, abgegeben werden. A ch t u n g s v o l l >"> J. K. Spies. Aermieryungen. 125) Der 3. Stock meines HauseS (Seltersweg C- 45) ist zu vermieden und am 1. März beziehbar. F- Hoffmann. 131) Ein möblirteS Zimmer (parterre. zu vermiethen. Canzleiberg B- 66. 111) E>ne freundliche Wohnung im mittleren Stock, bestehend aus zw«i Zimmern, Küche nebst Zubctör, ist zu vermieden und sogleich zu beziehen. Konrad Häuser, Scbiffenbergerwcg. 13b) Zwei schön miibltrte Zimmer nebst Kost zu vermiethen bei Bahn meister Bin necker a mJBa hnhof. ^140j^E>n kleines Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen. __________________ Erlengasfe B- 124 143) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und den 1. April beziehbar. Ehr. S ch o P b a ch. 97) Ein LogiS zu veimiethen bei I. Benne r, Neustadt. 36) Ein Familienlogis, bestehend in 3 Zimmern, Keller u. Küche rc., per 1. März zu vermiethen. Louis Schar mann, _______Schloßgasse._________ 73) Em freundliches Logis sofort zu vermiethen.__E- S lr au b. 53) Logis an einen anständigen Arbeiter auf sofort billig zu vermiethen bei A. Lang, Kathaiinengasse 154 30) Ein freundliches Zimmer ist mit oder ohne Möbeln zu vermiethen und baldigst zu beziehen. Neustadt D 56. vermischte Anzeigen. 106) Ein junges Mädchen (25 Jahre alt), hat 3 Jahre lang einer mittelgroßen Oeconomie (400 Acker) selbstständig oor- gestanden. Wegen Bei ünderunaen in der Wirthschait wünscht dieselbe zu Ostern eine ähnliche Stelle, oder als Stütze der Hausfrau. Adressen unter M. C. H. Nr. 8178 befördert die Annoncen • Expedition Ty. Dietrich K» (^omp. in C a s s cj.___ 141j Tüchtige Cigarren - Wickelmacher sucht __________I- Bernhardt. 134) Ein Mädchen, welches kochen kann und olle häuslichen Arbeiten versteht, sucht auf sofort Frau Hermann Homberger, _____________Neue Anlope Nr. 28.__ Danksagung. Dem Herrn Bäckermeister Wilhelm Löb er VI. gebührt der Dank der Einwohnerschaft Gießens sür das seither gelieferte gute Brod und den verhält- nißmäßig billigen Preis desielben, welchen wir ibm hiermit öffentlich aussprcchen. 142) Viele 8rocI-Lon8umen1en. Lehrern obci sonstigen an ihrem Domtcil bekannten solid-n Personen kann der Verkauf eines überall gangbaren und couranten, leicht verkäuflichen Gebrauchs-Arttkels unter Vergütung einer Provision übertragen werden. Dieser Nebenverdienst erfordert weder viel Zeit noch Fackkenntniß. Anerbietungen sind innerhalb 8 Tagen franco unter Cbiffre » S. 333. poste re- etÄiite Carkruhe (Baden) em zu- reichen. _____________12? Aöscliieds-H Concert. Heute, Sonntag den 7. Januar I'OXY'S Bierheller / Auftreten der Komiker - Jamilie Sunmedinger, genannt der Schwab* Anfang !k und 8 Uhr. — Entree 20 So oft wir hier gesungen, Aaben Beifall wir errungen Don allgemeiner Seif, And wenn sie Ijeuf auch kommen Werden meine Mädchen — Jungen Singen, daß Sie haben Trend'. 135) Wir suchen ein Lehrling oder angehenden Commis. Gebr. Homb er-er & Sohne. 95) Ein zweirädriger Handkarren, so» wie eine Balkenwaage, werden baldigst zu kaufen gesucht- Wo? sagt die Exped. d. Bltts.__ 100) Ein Lehrling (Israelis sofort gesucht von D o c t e r & J? Q fe- 48) Privatstunden in Latein und Griechisch werden ertheilt- Wo? sagt die Exped. d. Bltttz. ,, Geld-Cours. Pistolen, doppelte . • • Pistolen....... Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke . . do. in t/2 Englische Souvereigns Russische Imperiales . Dollars in Gold . . Rm. Pf- 16 65 9 60-65 16 20-24 16 20—24 20 33—38 16 70—75 4 16-19 96) Eine gesunde gute Awme sucht Stelle. Näheres zu erfragen in der Expe- dition dieses Blattes.__________ Limas Ar Lilles! Meine nei eingerichtete Zimwerkegel- bahn halte zum Gebrauch bestens empfohlen. per Stunde 25 August Alhold, 103)________.Neftauratiort Bram 107) Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus wird gegen hohen Lohn auf sogleich nach Auswärts gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dieses Blattes. Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Giessen nach: Deutz 6“, 12, 4«. !DiUenburg 6", 12, 4U, 9^. Lieaen 645, 12. ^Wetzlar 6", 8«o, 9^, 12. 4^, 1°, Hierzu eine Beilage. (ii 9». Bit* ten Jabren gek Militärdienste > Dienstboten, vow 16. 3( trenn ste an bi 1 vorzulegen- Wir i 30 Mark oder । verlustig erklär Bezüx Meldungen ver Die l machen zu lass' Gieße Bett Wir ha/tene Vorsä manbern erha davon Mitthe Dari blatts hat fi 1. Bel der Wahlm tage betreffen , 2. Uebf Jahr 1877 ? *n den ®emei 3. Die^ 4- Ver . _ Dar« Ntflnbenbpn