Mo «L8. Dienstag, den 6. November 1877«. Meßmer Myeiger Anzeige- UHh Amtsblatt für üen Kreis Gießen. Erscheint tLgltch mit Ausnahme deS Montags. Vrpedttionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. !■ III IMIII Amtlicher Ist eil. (Ließen am 1. November 1877. Betreffend: Die Rechenschaftsberichte der Wiesenvorstände für 1877. , Das GroWerzogliche KretSamt Gießen an die Grofiher^oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Erledigung unserer Verfügung in rubricirtem Betreff vom 8. v. Mts. in Nr. 235 des Anzeigers, binnen 8 Tagen. Dr. Boeckmann. _ Gefundene Gegen st ander Eine goldene Broche, 1 Pincenez, 1 silberner Pfeil, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Portemonnaie (am vorigen Jahrmarkt gefunven), 1 Messer, 1 Cigarrenetui, 1 Spannkette, 1 Gebund Stricke, 1 Stock, 2 Notizbücher, 1 goldner Uhrschlüssel. Gießen, den 3. November 1877. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. ________ vernehmen, daß eine „Regierung des Kampfes" nur einen einzigen Freund in Europa haben würde: den Vatican. Möge er denn, nachdem er im Jahre 1870 selbst die bittere Erfahrung gemacht, daß der bloße Segen des „Unfehlbaren" nicht hinreicht, um ein Land vor Niederlagen zu bewahren, jetzt klug genug sein, um das Schicksal nicht zum zweiten Male in einem Kampfe zu versuchen, in welchem Frankreich nicht Deutschland allein gegenüberstehen würde! Zur allgemeinen politischen Lage. ( In Asien sowohl wie in Bulgarien hat sich die militärische Lage der Russen in letzter Zeit bedeutend günstiger gestaltet. Nicht nur, daß Kars bombardirt und ! schon über «ine Capitulation dieser Festung verhandelt wird, auch Plewna ist - jetzt von den russischen Truppen vollständig eingeschloffen, die Bezwingung Os- ! man Pascha's durch Aushungerung mithin nur eine Frage der Zeit. Schon sängt England an zu fürchten, daß es sich den Hoffnungen auf einen nachhaltigen Widerstand der Türket zu voreilig hingegeben, und sucht daher die Pforte zu Friedensverhandlungen geneigt zu machen. Der englische Botschafter in Konstantinopel soll denn auch wirklich schon vom Sultan den Auftrag bekommen haben, seine Regierung um Vermittlung des Friedens anzugehen. Jedenfalls hat England bet verschiedenen Höscn angeklvpft, bisher aber überall die Antwort erhalten, daß die Entscheidung bis aus Weiteres noch dem Schwerte zukomme. In der That ist es nur allzu begreiflich, daß der gegenwärtige Augenblick nicht zu Friedensverhandlungen paßt. Rußland ist durch seine jüngsten Ersolge offenbar wieder kriegslustiger und anspruchsvoller geworden. Der Tod des zum kaiserlichen Hause gehörenden Prinzen Sergius v. Leuchtenberg, sowie die zahllosen Opfer, die der Krieg bisher gefordert, machen es dem Kaiser unmöglich, ohne einen greifbaren Gewinn noch Hause zurückzukehren. Und wenn noch ein Zweifel darüber obwalten könnte, daß die russische Regierung fest ent- schloffen ist, das begonnene Werk zu einem siegreichen Ende zu führen, so würde er durch die neueste hoch bcdeutsan e Nachricht gehoben, daß Fürst Gortschakoff mit der Ausarbeitung einer Verfaffung sür das russische Reich beschäftigt sei— die leitenden Kreise Rußlands n ürden einen so außergewöhnlichen Schritt gewiß nicht thun, wenn sie nicht die Absicht hätten, sich die Sympathie der Bevölkerung sür die Weitersührung des Kanpfes während einer vielleicht noch langen Deutschland. Darmstadt, 3. November. Sr. Königl. Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: , Am 11. October der am 26. September d. I. durch bie Stadtverordneten zu Mainz erfolgten Wahl des Advocat-Anwalt- Dr. Conrad Alexis Dumont daselbst zum Bürgermeister der Provinzial-Hauptstadt Mainz die Bestätigung zu ertheilen. Berlin, 2. November. Abgeordnetenhaus. Etngegangen sind folgende Schriftstücke: Dom Handelsminister die Nachweisung über den Fortgang des Baues und über die BetriebL-Ergebnisie der Staats-Eisenbahnen; vom Cultus- minister die Nachweisung der in Folge gesetzlicher Bestimmung seit dem 22. April 1875 bi- 1. April 1877 eingestellten Staat-leistungen an katholische Geistliche. Das Hau- trat in die erste Berathung des Etat« ein. v. Schor- lemer-Alst sprach gegen den Etat und die Anleihe-Vorlage, indem er überhaupt das System ter Negierung bekämpfe, v. Zedlitz-Neuktrch trat sür den Etat und die Anleihe ein: er halte die Ueberweisung eine- Theils der Gebäude- Steuer an die Communen für wünschenswerth; durch Erhöhung der indirecten Steuern müßten die Matricularbeiträge beseitigt werden, namentlich erscheine ihm der Tabak als hiezu geeignetes Object. Rickert beantragte, einen Thetl de« Ordinariums, sowie das ganze Extra-Ordinarium und die Anleihe-Vorlage der Bndget-Ccmmission zu überweisen, die übrigen Abschnitte des Budgets dagegen im Plenum zu berathen. Virchow wendete sich gegen die Bewilligung der im Anleihe-Gesetz vorgesehenen Geldmittel auf fünf Jahre und befürwortete, die Forderungen der Regierung nur von Jahr zu Jahr im Extra-Ordinarium zu bewilligen, v. Rauchhaupt plädirte zu Gunsten des Etats und der Anleihe. Richter erklärte, er wolle bezüglich der vom Etat untrennbaren Anleihe-Vorlage nur Das bewilligen, was innerhalb des Etats auf ein Jahr bewilligt werden könne. Letzterem Redner gegenüber legte der Handel-mintster die Einträglich- feit t er Staais-Jndustiik dar. der Finanzminister nahm das Wort zu folgenden Ausführungen: Die Erhöhung der Matricular-Beiiräge falle allerdings erheblich ins Gewicht. Tie Behauptung, daß die Einstellung der Kriegs - Coutri- butions-Ueberschüsse in den Etat nichts weiter als eine verdeckte Anleihe sei, könne er nicht als zutreffend anerkennen, ebensowenig wie die Betrachtungen über die Verfassungsmäßigkeit und über die unsystematische Ausstellung dis Anleihegesetzes. Ueber die Bedürfnisse betreffs der Staatsbauten hätten i gründliche Verhandlungen statigefunden. Bezüglich der Stellung des Ministeriums zur Steuerfrage habe er 1871 im Abgeordnetenhause bemerkt, daß er : falls eine Erböhung der Staats Einnahmen erforderlich wäre, der Vermehrung, • resp. Erhöhung der indirekten Steuern den Vorzug geben würde, und cbenso, , daß er eventuell die Vermehrung, resp. Erhöhung der indirekten Steuern em- ! pfehlen würde für den Fall, daß es sich um die Beseitigung der Matrikular- ■ Beiträge handele. Diese Ansicht habe er noch heute. Uebrigens glaube er i nicht, daß an die Beseitigung der Matrikularbeiträge zu denken sei, indem damit der Reichstag ein constitutionelles Steuerbewilligungsrecht aus der Hand : geben würde. Matrikulärbeiträge und indirekte Steuern könnten sehr wohl . nebeneinander bestehen. Die im Anleihegesetz vorgesehenen Ausgaben seien in i Interessen des Staates begründet und durch die Würde desselben erfordert. : Die allgemeine Finanzlage könne er als eine durchaus gesunde bezeichnen. : Schwankungen in den Ergebnissen der Staats-Industrie würden immer ein. Zeit zu sichern. Glücklicher Weise tritt die Eventualität einer c ctiven Eil mischung der Großmächte je länger um so mehr in den Hintergrund: selbst Ceibiens und Grüchenlonds Eintritt in die Action wird weder Oesterreich noch England ver- anlaffen, aus ihrer bisherigen Neutralität herauszutreten. Ter europäische Friede würde daher auch bet einer längeren Fortdauer des orientalischen Krieges vollkcmmen gesichert sein, wenn derselbe nicht fortwährend von Rom und Paris her bedroht schiene. Daß man im Vatican gegenwärtig weniger friedfertig und versöhnlich ist als je, geht aus den neuesten feindlichen Schritten der Curie gegen die italienische Regierung und aus dem Umstande, daß man dort daran denkt, den enragirtesten Deutschenhaffer, den Cardinal Ledochowski, zum Nachfolger Pius' IX. zu machen, deutlich genug hervor. In Frankreich wird aber die Lage von Tag zu Tag verwirrter, mit der Rathlostgkeit der Regierung also auch die Versuchung zu einem Gewaltstreich immer stärker. Man sollte freilich meinen, der Marschall-Präsident könne cs vernünftiger Weise gar nicht wagen, einer Kammer, in welcher seine erbitterten Gegner über mehr als 3/s aller Stimmen versügen, feindlich entgegenzutreten, um so weniger, da er auch des Senates nicht für alle Fälle sicher ist. Auch die auswärtigen Regierungen losten es wahrscheinlich, trotz aller Zurückhaltung, nicht daran fehlen, ihn vor allzu großer Nachgiebigkeit gegen den Vatican zu warnen. Hat doch jüngst ein osficiöses deutsches Organ die aufrichtig liberale Republik für die beste Bürgschaft des Friedens erklärt und die Mahnung hinzugefügt, die Factorerr, welche in Frankreich so eifrig darnach strebten, anderen Gestaltungen die Wege zu ebne», möchten es sich wohl überlegen, ob mit dem Gelingen ihrer Pläne nicht auch jene freundschaftlichen Beziehungen erschüttert würden, welche zu erhalten und zu befestigen insbesondere in Deutschland von Jedermann gewünscht werde! Leider entscheidet nur, wie die Geschichte zur Genüge beweist, über Frankreichs Schicksal weniger die politische Vernunft und Besonnenheit, als die nationale Leidenschaft und der religiöse Fanatismus. Mac Mahon hat im gegenwärtigen Augenblick — gewiß nicht ohne Absicht — die Vertreter Frankreichs an allen großen Höfen um sich versammelt. Aus ihrem Munde kann er treten. Die Finanzlage sei in den letzten Jahren günstig genug gewesen, um die Tilgung der Staatsschulden aus Etatsüberschüsten zu gestatten. ..Die Finanzlage Preußens ist fest begründet und wird es bleiben." (Beifall.) v. Benda sprach sich für den Etat und die Anleihe aus. Rickert nahm die Politik des Handelsmtnisters hinsichtlich der Eisenbahnen gegen die Anklagen Richter's in Schutz, rühmte die Finanzlage und empfahl seinen Antrag. Letz' terer wurde auch schließlich angenommen. Die Nachweisung über die Verpachtung von Domänen-Borwerken wurde für erledigt erklärt, der Nachtrags-Etat für 1877/78 in zweiter Lesung fast ohne Debatte angenommen. Nächste Sitzung Dienstag. — Der Kriminal-Senat des Kammer-Gerichts erkannte in zweitinstanzlicher Verhandlung gegen Graf Hermann Arnim und Gehlsen wegen Beleidigung des Reichskanzlers durch die Artikel der „Reichs-Glocke" auf vierwöchiges Gefäugniß gegen Arnim, auf vierjähriges gegen Gehlsen. Letzterer war in erster Instanz zu fünfjährigem, Arnim zu dreimonatlichem Gefängniß verur- theilt worden. Berlin, 2. November, Abends. Die deutsche Regierung hat unterm 30. October, gegenüber der österreichischen Regierung den Vorschlag gemacht, den bisherigen Handels-Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Berlin, 3. November. Eine kaiserliche Cabinets-Ordre bestimmt, um das Andenken Wrangel's zu ehren, daß sämmtliche Ofstciere der Armee 8 Tage Trauerflor tragen und daß das ostpreußische Kürassier-Regiment den Namen „Graf Wrangel" beibehält. Hesterreich. Wien, 2. November. Heute hat ein cisleithanischer Ministerrath stattgefunden. Eine Einbringung des autonomen Zoll-Tarifes im Parlament erfolgt nächsten Dienstag. Die Vertreter zur Erneuerung der Verhandlungen mit Deutschland sind bereits designirt. Wien, 3. November. Die „Neue fr. Preffe" meldet aus Bukarest vom 2. b.: Die Einberufung der Kammer sei zum 15. November bevorstehend; sofort nach ihrem Zusammentritt werde aus der Initiative des Hauses der Antrag eingebracht werden, die Kammer auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Der von der Regierung unterstützte Anrrag dürfte die Majorität erlangen. — „Deutsche Zeitung" meldet aus Salonichi, daß daselbst ununterbrochen türkische Truppen landen, welche auf der macedontschen Bahn nordwärts gehen. Man glaubt, daß die Pforte beabsichtige, südlich des Balkans eine Reserve-Armee aufzustellen, um Osman Pascha Hülfe zu schaffen. Pesth, 2. November. In der heutigen Konferenz der liberalen Partei! legte der Minister-Präsident Tisza die morgen zu ertheilende Antwort auf die Interpellation Apponyi's in Betreff des Abbruch« der Zoll-Verhandlungen mit Deutschland dar. Die Partei nahm dieselbe zustimmend zur Kenntniß. Bezüglich des Zoll-Bündniffes behielt sich die Partei ihren Beschluß bis zur Vorlage des Zoll-Tarif« vor. Arairkreich. Paris, 2. November. Die Meldung der „Times", der Rücktritt des Herzogs Decazes sei bereits Thatsache, ist der „Agence Havas" zufolge unrichtig. Decazes habe sich bisher nicht von seinen College» getrennt, die nach wie vor bereit seien, vor die Kammer zu treten ober zu bemiffloniren, sobald es ber Marschall wünsche. Im Falle eines Cabtnets-Wechsels gelte bie Bildung eines rein geschäftlichen Cabinets ohne ausgeprägte politische Partei- Stellung für wahrscheinlich. Gegenüber ben Melbungen von ber bevorstehenden Bilbung eines reinen Geschäfts-Ministeriums ohne ausgesprochene Partei-Farbe schreibt ber „Moniteur", Mac Mahon sei geneigt, zunächst mit einem auf ben Senat gestützten Ministerium ber Rechten einen Versuch zu machen, im Falle bes Mißlingens aber sich an bie Führer ber Kammer-Majorität zu wenden. Paris, 2. November. Dem „Meffager be Paris" zufolge wäre ber ehemalige Minister Pouyer-Quetrtier in ben Elysve'Palast berufen worben. Paris, 2. November, Abenbs. Die Bemühungen, ein Cabinet ber gemäßigten Rechten zu bilden, dauern bis zur Stunde fort, ohne ein Ergebniß erzielt zu haben. Sämmtliche republikanische Organe erklären, daß alle Jntri- guen, um ein Kompromiß ober eine Transaction zu Staube zu bringen, vergeblich seien, ba nur ber Rücktritt bes Marschall-Präsibenten bie republikanische Majorität befriedigen könne. — „France" enthält die Sensations-Nachricht, der Architect der Kammern, Joly, sei ofsiciell befragt worden, ob er im Stande fei, binnen 24 Stunden in dem neuen von ihm errichteten Gebäude der Kammer die nothigen Dispositionen behufs Vereinigung beider Kammern zum Kongreß zu treffen. Bekanntlich tritt ber Kongreß zusammen zum Zwecke ber Revision ber Constitution ober bie Ernennung eines neuen Präsibenten ber Republik. — Außer Pouyer-Quertier würbe auch Graf Daru in ben Elysäe-Palast berufen. Paris, 3. November. Neuestens verlautet, Decazes sei Senats-Can- bibat nnb werbe noch vor ber Wahl-Prüfnng ben Marquis be Vogu6 als Botschafter in Wien ersetzen. Pouyer Quertier werbe bie Finanzen unb ben Vorsitz eines neuen Ministeriums mit einer Schutzzoll-Politik als Diversion im Einverständniß mit ber Kammer übernehmen. Die Nachricht von ber Berufung Canrobert's ist unbegrünbet. — Der „Soleil" sagt: Die Wahl Pouyer-Quertiers zur Bilbung eines Geschäfts-Ministeriums ist für ben Marschall ein Act ber Beschwichtigung. Kugland London, 3. November. Die gestrige Nachricht ber „Times", England fonbire bie Großmächte bezüglich einer Mebiation auf Basis ber Beschlüsse bezcichnet^"""o^^^ Konferenz, wirb vom „Daily Telegraph" als unbegrünbet Holland. . November, Abenbs. Das „Amtsblatt" veröffentlicht bestätigend die Bildung des neuen Cabinets in der bereits gemeldeten Zusammensetzung; bie Errichtung des neuen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten ist noch nicht bekannt gemacht. Amerika. 12)orf, 3. November. Hiesigen Blättern aus San Francisco -«gegangenen Nachrichten zufolge ist die Meldung von dem Ausscheiden des Staate- Senora aus der mexikanischen Republik unbegründet. Der orientalische Krieg. Wie«, 2. November. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom 1. Novbr.: Chefket Pascha versuchte am 31. Octbr. von Orkhanie aus bte bei Telisch stehenden ^Russen anzugreifen unb aus ihren Stellungen zu vertreiben. Nach mehrere Stunben dauerndem Kampfe würbe berselbe von ben Ruffen cor Rabomirze geschlagen; in volle Auflösung gebracht, wurden bie Türken auf ihrer wilden Flucht von den Russen verfolgt. Plewna ist nunmehr von allen weiten vollständig eingeschlossen. — Dasselbe Organ meldet in einer Korrespondenz aus Simnitza unter Reserve, daß eine 70,000 Mann starke russische Balkan-Armee in voller Bilbung begriffen sei, welche noch vor Em- bruch des Winters ben Balkan zu überschreiten unb burch schnelles Vorgehen auf Abrianopel bie Campagne zu beenbigen suchen würbe, ohne ben Fall von Plewna ober bie Operationen des Großfürsten-Thronfolgers gegen Osten hin abzuwarten. Konstantinopel, 2. November. Die Pforte fenbet Schefket Pascha fortwährend Verstärkungen, um bie Straße von Orkhanie nach Plewna frei zu machen. Es geht bas Gerücht, baß russische Abtheilungen in ber Nähe von Orkhanie erschienen seien. — Mukhtar Pascha hat sich in ber Position Dewe- bojun stark verschanzt. — Vorgestern erschien eine Sosta-Deputation im Seras- feriat; sie erhielten Auskünfte, worauf sie sich ruhig zerstreuten. Konstantinopel, 2. October, Abenbs. Das Kriegsministerium hat kemerlet Nachrichten veröffentlicht. — Heute fanb unter bem Vorsitz des Sultans ein Mimsterrath statt. — Der britische Botschafter Layarb hat häufige Besprechungen mit dem Großvezier und Server Pascha. Lokal-Skotiz. cn . Gießen, 5. Nov. (Auszug aus dem Jahresbericht der Handelskammer in Gießen für das Jahr 1876.) (Fortsetzung.) Im Gebiete des parttculären hessischen Landrecht« haben wir eines Gesetzentwurfs betrAend die Besteuerung der Händler im Umherziehen mit vorübergehenden Verkaufsniederlagen zu verzeichnen. Nach demselben haben Personen, welche außer dem Meß- und Marktverkehr außerhalb ihres Wohnortes vorübergehend ?^^Ä^lokale zum Absatz von Waaren halten, oder Waarenversteigerungen selbst oder durch Andere vornehmen, für jeden Ort des Betriebes sowohl al« jede« einzelne Verkaufslokal je für eine Woche oder den Theil einer Woche in den Städten Darmstadt mit Bessungen und Mainz mit Kastel 40 J4, in den Städten Offenbach, Worms, Gießen und Bingen 30 JL, in allen übrigen Städten und Dörfern des Großherzog- thums 20 Gewerbesteuer zu entrichten. Soll das Gewerbe mit Gehülfen betrieben werden, so wird für jeden Gehülfen die Hälfte der genannten Beträge zugesetzt. Zum Betrieb des Gewerbes ist ein Gewerbspatent erforderlich und wird die Gewerbesteuer gleichzeitig mit der Ausfertigungsgebühr des Patents mittelst Stempels erhoben. Soll das Gewerbe nach Ablauf der angemeldeten Zeit am nämlichen oder an einem anderen Orte fortbeirieben werden, so ist ein neues Patent zu erwerben. Wir begrüßen diesen Gesetzentwurfs mit Freuden und wünschen, daß er die er- forderliche Annahme finde und recht bald Gesetzeskraft erhalte, möchten jedoch den Wunsch aussprechen, daß dieser Geschäftsbetrieb, wie jeder andere, auch zu den Com- munalfteuern herangezogen würde. Wir hatten Gelegenheit, die in einer an Großher- zogltches Gesammtministertum gerichteten Note des Reichskanzleramt«, betreffend Erhebungen bezüglich der durch die sogenannten Wanderlager und Waaren- auctionen hervorgerufenen Uebelftände, gestellten Fragen in einem Gutachten in folgender Welse zu beantworten: 1) Der Betrieb der fraglichen Geschäfte umfaßt hauptsächlich Kurz-, MaNufactur-, Leinen- und Weißwaaren, Schreibmaterialien, Portefeutllewaaren, Schuh- waaren und fertige Garderobe. 2) Die Beschaffung dieser Maaren geschieht meist a) durch Aufkäufen geringer und billiger Fabrikate, d) durch Erwerbung von Lagerresten aus größeren Magazinen unb auf den Messen, c) durch Uebernahme von Lagerbeständen nothleidmder Geschäfte, von fehlerhaften Fabrikaten, sogenanntem Ausschuß u. dgl. Besondere Fabrik-Etablissements, bte ausschließlich für Wanderlager arbeiten, existiren nicht. 3) Es ist nicht zweifelhaft, daß dem Publikum mehr Nachtheile als Vortheile durch diese Geschäfte entstehen, da in den meisten Fällen die billigere Anschaffung durch die mangelhafte Beschaffenheit der Waaren mehr als aufgewogen wird. Während die stehenden Geschäfte behufs Erhaltung ihre« Renomme's Darauf angewiesen sind, für solide Bedienung ihrer Abnehmer Sorge zu tragen, ist das Streben der Wanderlagerbesitzer hauptsächlich dahin gerichtet, bei möglichst kurzem Aufenthalt durch umfangreiche Verkäufe großen Gewinn zu ziehen. Der bedeutende Ksstenaufwand, welcher dem Wandergeschäfte durch fortwährende Transportkosten ihrer Lagerbestände, durch die unverhältnißmäßig hohen Miethen auferlegt ist, weift sie geradezu darauf hin, billigere und mithin auch geringere Waaren zu vertreiben, alS die soliden Platzgeschäfte, um diesen die erforderliche, dem Publikum in die Augen springen ollenoe Eoncurrenz zu machen. Eine Benachthetligung, welche den Platzge- schaften durch die Wanderlazer noch indtrect zugefügt wird, ist der Umstand, daß die Einkäufe bei den letzteren gegen Baarzahlung stattfinden, wodurch die ersteren, bei welchen dies in der Regel nicht der Fall ist, vielfach durch Jn- anspruchnahme eines längeren Zahlungsziels geschädigt werden. 4) Der fragliche Geschäftsverkehr wird theils auf eigene Rechnung, theils im Dienste Dritter durch umherziehende Händler betrieben. 5) Der Aufenthalt an einem Platze richtet sich nach der erforderlichen Rentabilität, dauert wohl in den meisten Fällen einige Wochen bis zu einem Monate, und mochten die Geschäfte daher wohl als stehende, nicht als hausirende zu betrachten fein, weshalb eine Besteuerung nach Maßgabe des gewöhnlich in verhaltnlßmäßig kurzer Zeit erzielten größeren Umsatzes, zu welchem bei den einzelnen Artikeln für bte übrigen kaufmännischen Geschäfte neben der Minderung durch die Wanderlager wohl die zehnfache Zeit erforderlich sein dürfte, nur zu gerechtfertigt erscheinen muß. Das Gesagte bezieht fich auch auf die Waarenauctionen; dieselben erscheinen jedoch noch weit schädlicher, als die Wanderlager, insofern bet ihnen eine Prüfung der Waaren von vornherein ganz ausgeschlossen, während eine solche bei den Wanderlagern noch eher ermöglicht ist; — auch werden im Wege der Waarenauctionen in noch weit kürzerer Zeit mehr Waaren verkauft, als vermittelst der Wanderlager, und sind deshalb die hervorgehobenen Nachtheile bei den ersteren in größerem Maße vorhanden, welche öfter- noch durch weitere unlautere Ausbeulung dieser VertriebSweise erhöht werden. ., cetreffenb die Reform deS Zahlungsverfahrens äußert sich der Jahresbericht: Ueber diesen Gegenstand sind seit längerer Zett alle möglichen Vorschläge gemacht worden, welche sammtlich um der guten Zwecke willen, die sie verfolgm, volle Anerkennung verdienen, jedoch ist die practtsche Durchführung meist mit den größten Schwierigkeiten verbunden, in vielen Fällen unmöglich und können wir deshalb die bereits früher ausgesprochene Ansicht, daß für den Kleinverkehr die gesetzliche Der- lahntngsfrift wohl auf ein Jahr herabgesetzt werden könne, während im Großhandel Die Abkürzung und günstigere Gestaltung des Borgsystems der freien Verständigung der Interessenten überlassen bleiben muß, nur wiederholen. (Fortsetzung folgt ) Vermischtes. 3J. Oct. Eine Mama entdeckte vor einigen Tagen in dem Arbeit-- schchen.ihres dreizehnjährigen Töchterchens eine interessante Lorrespondenz mit einem Ünfzehnjahrigen Bürschchen, welche darin gipfelt, daß sothanes Bürschchen am nächsten Montag mit der geliebten .Dreizehnjährigen" und aller beweglichen Habe durchbrennen wollte und zwar in das Land der Turkomanen, wo der „FÜnszehnjährige" Pascha von drei Roßschweisen werden wollte. Zwei nette Pflänzchen! Eppelsheim, 30. Oct- Bei der gärigen Treibjagd auf hiesiger Gemarkung wurden 750 Hasen erlegt. — (Ein achtzigjähriger Landbriefträger.) Als ein seltenes Beispiel körperlicher Rüstigkeit und Ausdauer im Dienste verdient der Landbriefträger Werhahn in Oldendorf Regierungsbezirk Kassel, erwähnt zu werden, welcher vor Kurzem um Versetzung in den Ruhestand unter der gewiß stichhaltigen Begründung gebeten hat, weil er den Anstrengungen des Landträgerdtenftes in seinem nunmehr achtzigsten Lebensjahre nicht mehr gewachsen sei Am 15. Februar 1847 wurde Werhahn, damals bereits 50 Jahre alt, als Privatlandbrtefträger des Fürstlich Thurm und Taxtsschen Postverwesers in Oldendorf angenommen und vereidet und versieht den Dienst bei derselben Postanftalt in Erwartung seiner wohlverdienten Versetzung in den Ruhestand noch gegenwärtig. — lUeber die Einführung der lateinischen Sprache) als obligatorischer Lehrgegenr stand in einer höheren Töchterschule Badens bemerkt ein bayerisches Blatt: „Wir finden die Einrichtung recht schön und sehr praktisch und haben nur noch Einen Wunsch, es möchten künftig an den deutschen Gymnasien und Universitäten die Studenten auch im Nähen und Stricken unterrichtet werden. Wie schön wäre es bann, wenn an Winterabenden den Familienvätern, während sie strickend und Strümpfe stopfend bei der Lampe sitzen, ihre Frauen aus dem Tacttus vorlesen könnten, was die alten Deutschen für Männer waren." — Ein Orgelbauer und Clavierstimmer zu Ober-Glogau hat einem dortigen Bürger eine höchst orginelle Rechnung ausgefertigt, die wir zur Erheiterung der Leser hier wörtlich wiedergeben: Einen sehr verstimmten Flügel bei dem Geräusch einer Nähmaschine und dem Geschrei einer Menge kleiner Kinder einen halben Ton tiefer gestimmt 6 Ji“ Literarisches. Illustrirte Jagdzeitung. Herausgegeben vom k. Oberförster H. Nttzsche. 5. Jahrgang. Nr. 3 enthält: Jagdbtlder aus Siebenbürgen von M. Wagner, mit Illustration, Dunkle Geschichten von H. von Clausewitz, Freuden und Leiden bet meinen Jagden auf Sumpf- und Wasservögel von Thienemann, Zum Hubertusfeste, Gedicht von Dr. Winchenbach u. s. w. — Diese Zeitschrift erscheint im Verlage von Schmidt und Günther in Leipzig. Alle Buchhandlungen und Postanstalten nehmen Abonnements an. Kein Gebildeter sollte sich einer so umfassenden Belehrung und Unterhaltung entziehen, ivi« sie die ,,Deutsche Revue über das gesummte nationale Leben der Gegenwart", herausgegeben von Richard Fleischer, Verlag von Karl Habel (C. G. Lüderttz'sche Verlagsbuchh.) in Berlin, in jedem Hefte bietet. Das soeben erschienene Novemberheft beweist wieder, wie allgemein wichtig 'gerade diese Zeitschrift ist. Der ReichStagsabgeordneke v. Schulte eröffnet dasselbe mit einem Bericht über die Reichseinnahmen und schlägt die Mittel vor, um zu einem einheitlichen Steuersystem zu gelangen; Las p eyres schreibt über den Nothstand in der Eisenindustrie; Landgraf über die Mängel des deutschenGenossenschaftwesens. Der landwirthschaftliche Bericht schildert die Züchtungsgrundsgtze bis zum Anfang dieses Jahrhunderts; der hervorragende Gießener Jurist S eüffert belehrt uns über Fortschritte im Civil- prozeß; Breslau veröffentlicht eine sehr zeitgemäße Abhandlung über die Bulgaren im Mittelalter. Der berühmte Geograph Kirchhoff schildert Camerons Weg von Sansibar nach Njangwe Lualaba, Carriere behandelt die Phantasie in ihrem Einfluß auf Denken und Wollen, auf Glauben uno Wissen des Menschen; Seitz berichtet über medicinische Zeitfragen;-der bekannte Botaniker Wiesner über die Fortschritte auf dem Gesammtgebiete der Botanik; Schasler schreibt -über die Concurrenz Skizzen.zur Ausschmückung des Kaisersaales in Goslar; Emil Naumann giebt eine Biographie von'Julius Rietz, dem in Dresden kürzlich verstorbenen bedeutenden Musiker, und bespricht außerdem die Musik-Aufführung zur Verherrlichung des germanischen Museums in Nürnberg und des Kaiser-Concertes in Köln; Strodtmann liefert eine treffliche Charakteristik von Fr. Hebbel, die das allgemeinste Interesse aller Literatur-Freunde in Anspruch nehmen wird. — Im Feuilleton sind von Wilhelm Jensen's Roman Um den Kaiserstuhl drei weitere Kapitel enthalten. Dieser Roman hat bereits den heftigsten Angriff ultramontaner Blätter erfahren. Der Verfasser wird in demselben mit Eugen Sue verglichen. Außerdem bringt daS Feuilleton Erinnerungen an das Rubenfest in Antwerpen von dem MüNchencr Kunsthistoriker F Reber, eine hochinteressante Abhandlung über die Bewegungen im Fixsternsystem von dem bedeutenden Astronomen Prof. Schönfeld, eine ergreifende Schilderung der Revolution in der Novelle: Prof. Hydra von Franzos, und eine Abhandlung von dem hervorragenden Prof. Pfleiderer: Ueber die Geschichtlichen Gründe der religiösen Krisis. Diese Abhandlung verdient die weiteste Beachtung ; sie kämpft gegen den Orthodoxismus, welcher den Geistestod des deutschen Volkes herbeiführen würde, wenn es zur Macht gelangt. — Möge Niemand versäumen, diese deutsche Revue zu lesen und eifrig zu lesen. Jeder wird die besten geistigen Früchte von derselben ernten, und uns dankbar sein, daß wir ihn auf diese vortreffliche Zeitschrift aufmerksam gemacht haben. — Wir bemerken noch, daß jede Buchhandlung und Postanstalt für den vierteljährigen billigen Abonnementspreis von 6 JL Bestellungen annimmt. Jede renommirte Buchhandlung liefert die Hefte auch zur Ansicht. — — • •—*** -— Rebus. 8 — 4 — 4 — 4 — 12 — 4 — 4 Das Ganze machte einen Ungeheuern Effekt. Obiger Rebus wurde uns zugesandt; vielleicht ist einer unserer Leser im Stande, denselben zu entziffern. Besondere Bekanntmachung. Oberhessische Bahnen. Der angekündigte Tarif für die Beförderung von Leichen und Fahrzeugen zwischen diesseitigen und bayerischen Stationen vom 1. November d. I. kommt vorerst nicht zur Anwendung. Gicßen, den 3. November 1877. Großherzogliche Direktion. 6177) Mohn. Versteigerungen. Donnerstag den 8. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im hiesigen alten Rathhaussaale behufs Herstellung des rechtsseitigen Banquetes der Frankfurterstraße versteigert werden: Ji. 1) Maurerarbeit, veranschl. zu 105,90 2 Sieinhauerarbeit, „ „ 669,60 3) Schlofferarbeit, „ „ 49,50 4) Sandfuhrlohn, „ „ 138,00 5) Pflastererarbeit, „ „ 431,39 6) Erdauffüllng und Handarbeit, veranschlagt zu . . 305,54 Gießen, den 3. November 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 6212) A. Bramm. Smmmholzversteigerung. Donnerstag den 8. d. M-, Vormittags von 9 Uhr an, sollen in den Waldungen der Stadt Grünberg, District Teichskopf: 618 Nadel- und Fichtenstämme von 14—46 Ctmtr Durchmesser, 186 Fichtcnstangen von 6 — 12 Ctmtr. Durchmesser, versteigert werden. Das Holz ist sehr schön und lagert ganz in der Nahe chaussirter Wege. Zahlungstermin 1. October 1878. Grünberg, den 5. November 1877. Großherzogl. Bürgermeisterei Grünberg 6176) Pracht. Dienstag den 11. December, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Philipp Weller in Heuchelheim, als: Flnr Mtr. i2/79 9 31 Acker in der Koppelhuth, *5/153 919 Wiese am Wolfsfurth, 13/i3? 263 Wiese auf der Hardt, die vor- tersten Trischen, 10/278 1213 Acker auf der Hardt über den Graben, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. October 1877. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 5914) Müller. Dienstag den 6. November, Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale der Restauration göramm* in der Neustadt dahier eine Partie Tuch und Buckskin in halben Stücken gegen Baarzahluyg öffentltch versteigert. Gießen, den 2. November 1877. In Auftrag: 6150) M. Pilger. Allgemeiner Anzeiger. Dienstag den 11. Decembssx, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf da hiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Wilhelm Steinmüller in Lang-Göns, als: Flur Mtr. lo/3ooa 781 Äcker auf der Hardt über dem Garten, 12/404 669 Acker daselbst, auf den hintersten Trischen, 12/405 669 Acker daselbst, 14/487 519 Acker an der Landwehr, 14/z25 806 Acker in der Schwemme, "/i4i 363 Acker daselbst, unter der Landwehr, 15/273 1 2 1 9 Acker auf der kleinen Weide, "/29i 825 Wiese daselbst, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. October 1877. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 5936) Müller. Aeilgebotenes. 6222) Laubsägenholz, Ahorn, empfiehlt_________Wilhelm Seibert. 6225) Hiermit zur Nachricht, daß ich kommenden Mittwoch wieder mit einer bedeutenden Auswahl Scliuhwaaren zum Gießener Markte komme und diesmal in Wintersachen (wie Winterstiefel, Pantoffeln rc.) eine hübsche A us- w ay l mitbringe und letztere auch zu den ebenfalls bekannten billigen Preisen verkaufe. Hochachtungsvoll __________Ph. Schmidt aus Bad Ems. 6218) Ren» Wollen-Lama, 8/t breit, per Elle von Mk. 1 an, empfiehlt Aug, Montanas. Zur Ges. Beachtung. Täglich frische italienische und deutsche Eier. Aeußerst billiger Verkauf von fetten Gänsen, Hühnern, Hahnen, Tauben und Wildpret, sowie feines Tafel-Obst, wird aus Verlangen jeden Tag frei ins Haus geliefert durch Händler Buch. Wohnhaft Lindenplatz 244 bei Herrn Kleidermacher F rey.________________(6226 Steinkohlenkasten, Kohleneimer , Feuergeräthsch ästen empfiehlt (6221 Wilhelm Seibert. 6159) Ein schöner Bernhardiner Hund, 3 Jahre alt, billig zu verkaufen.. Wo? sagt die Exp. d. Bl._______________________(6159 Bafehliks und Caputzen, Moir^ und Lufterfchürzen empfiehlt billigst (6232 _______A. Fangmann, 6172) Winter - Salat - Pflanzen zu haben bei Frau Koch, Kirchenplatz 22. ÄHikol auf's Lager sind noch zu haben c^Vk^skl- auf der LiebigShöhe. (6133 6138) Emmenthaler Rahm und Handkäse in besten ^Qualitäten empfiehlt C. Roth, Neuen-Bäuen. Universal- Reinigungs - Salz. 3283) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. V« Originalpaket ä JL 0.25, Vr „ k JL 0.50, V1 n k at 1.— , zu haben bei C. F. Semmler in Giessen. Gothaer Cervelatwurst, Gothaer Knackwürstchen, Frankfurter Würstchen, empfiehlt (6167 Gg. Willi. Weidig. Bettsedern und Ammen Zwillch und Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei 4519) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Gothaer und ^ronffurter feine Fleischwaaren. Außer Gothaer Gerve- talwurst. Gothaer bertrurst, Blafenfchinken und Knackwürste, treffen jetzt wieder frifche Frankfurter geräuch. Bratwürste jede Woche Dienstag und Freitag ein. (5789 J. A. Busch Söhne. Meinen Meinverkaus per Flasche 50, 60, 75, 80 H u. s. w. erlaubt mir in empfehlende Erinnerung zu bringen Besonders empfehle für Reconvalescenten Walporzheimer Auslese (roth) per Flasche J4 1.30. (4705) L. Müller. Sa6 9teuefle in Besatzartikeln, als: farbige Gallons und Sammtborden, sowie Knöpfe, Einfastbänder, Seide, Zwirne in allen Warben, empfiehlt zu billigsten Preisen ß J. O. FiiSaa*. Sonnenstrasse. 6223) Offerire: - la. Stein-, Hnabbel- und Stückkohlen von den renommirtesten Zechen, sowie la. Braunkohlen (trocken), jun. Streife. Gg Unverzagt I., G-artfeld. kaufspreise. (6105 6229) Mein neu affortirtes Lager in Herren - Garderobe bringe in empfehlende Erinnerung. H. Feibel, Kirchenplatz. Tuch iiiid Buckskins in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung Ltudwifj JLany, Marktstrasse 25. NB. Eine Partie zum Ausverkauf unter dem Ein- Zur Beachtung. 6224) Schriftliche Bestellungen auf Stein - und Braunkohlen können von heute ab in den von mir an dem Haufe der Herren Vh. IVau H Co^ vis-ä-vis dem Lindenplatze, errichteten Briefkasten niedergelegt werden. Derselbe wird 3mal täglich geleert. Gg- Unverzagt I,, Gartfcld. Turnverein. Generalversammlung Mittwocd den 1. November, "Abends präcis J/29 Uhr, auf dem Lahnstein. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. Pelzwaaren - Lager 6195) von 9 Lieh, im November 1877. Karl Roth lllustrirte Gebr. Mayer 6205) Hu sten, Heiserkeit^Verschleimu n g C. F. Asch e's Bronchial Fasti11en ft « ö) 6165) Ein im Nähmaschinennähen ersah renes Mädchen wird euf sogleich gesucht. Wallthor 91. 66 im 2. Stock. > a au V u m Mäusburg D. 9, 6219) Eine Frau (Wittwe), welche schö > flickt, auch im Weißzeugnähen bewandert ist, sucht Beschäftigung in und außer dem Hause. Sckloßaosse B. 6. 3. St. vermischte Anzeigen. 6168) Für ein Bankgeschäft wird ein mit nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Nähe- res bei der Expcd. d. BlttS In einem hiesigen Fabrikgeschäft fenn ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehend junger Mann alsbald in die Lehre treten. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 6202) Meerrcttig, das Pfund 15 kauft Frau Fischer, Mühlgasse D. 84. von (V. ft. Asche in Hamburg, von Aerzten angewandt und empfohlen. Zeder Schachtel ist ein AuSzug von Gutachten über die vorzügliche Wirkung dieser Pastell«» vetgegUgt, worunter die ersten Coryphäen der Welt vertreten sind. Preis ä Kästchen Mk. L.— Depots in den meisten Apotheken des Zn- und Auslandes. 2) Vorstandswahl. 3) Allgemeine Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. asthmatische Beschwerden, katarrhalische Affectionen der Luftröhre, überhaupt die meisten krankhaften Zu- stände des -alseS, Kehlkopfes u. der Luitröhre werden sofor: gelindert u. beseitigt durch den Gebrauch von bietet zur Saison eine sehr reiche Auswahl in allen Arten Damen - und Kinder - Garnituren zu sehr billigen Preisen. Alle in's Kürschnerfach einschlagende Arbeiten werden solid und gut ausgeführt. (5974 V ictoria-V erlag Berlin W., Lützowstrasse 46. Alle Buchhandlungen und Postämter des In- u. Auslandes nehmen jederzeit Bestellungen entgegen und liefern auf Verlangen Probenuimuern gratis. Pianos zu vermiethen bei II* Rudolph99 IFire., 6161) Musikalienhandlung. Schuhwaaren Lager. Der Wetzlarer Confumverein übertrug mir für Vtd> und Umgegend den Verkauf seiner Schuhwaaren. Ich unterhalte hiervon stets ein Lager aller Sorten Männer-, Frauen- u. Kinderstiefel und Schuhe in schwerer wie feiner Maare, die ich zu Ori- ginalpreiscn empfehle. (6210 aus einer der besten Lagen der Dürkheimer Gemarkung,1 welcher bei uns und in unserer Verkaufsstelle bei Herrn Daniel Heil am Kirchenplatz abgegeben wird, empfehlen V. Jahrgang. Erscheint 2 Mal monatlich. Preis für das ganze Vierteljahr: 1 R.-Mk. Rerngchaltene Exemplare von 9t r. 234 des Gießener Anzeigers werden von der Exped. d. Bltts. zurückgekauft. Körbe werden reparirt (6220 JVeuenweg B. f9.>. Das Entflechten und Repariren von Sitzen au Nohrstühlcn, sowie alle m der Korbmacher ei vor- kommenden Arbeiten, werden prompt und billigst ausgeführt. (5187 J. Schwarzmeier, Miihlgaffe D. 81. ^einer großen Partie englischer VliUJ Teppiche (Brüssels) am Stück. 6228) Hierdurch einem verehrlichen Publikum zur Anzeige, daß ich im früheren Geschäftslokal des Herrn Hermann Gericke (Schulstraße) eine große Partie oben genannter Teppiche in den schönsten Dessins und in reichhaltigster Auswahl zum Ausverkauf ausgestellt habe und dieselben in Folge vortheilhaften Einkaufs unter dem Fabrikpreise verkaufen kann. Gießen, den 3. November 1877. S. Neis Wittwe. NI TT I MI Die lllustrirte Modenzei- UUeNZeiTUNG ää liehungsweise „Haus und Welt“, giebt in jeder Nummer den vollständigen Inhalt einer Arbeits-Nummer der beiden Zeitungen wieder. Einladung zum Abonnement auf die illustrirten Modenzeitungen IPTADIA XXVII. Jahrgang. Erscheint 4 Mal | , I li Kl fi monatlich. Preis für das ganze Viertel- W 1 WI1IM jahr (6 Untcrhaltungs-, 6 Modenummern mit 6 colorirten Modekupfern und 3 Schnittbeiblättern): 2 R.-Mark 50 Pfge. Jährlich: 2000 Original-Illustrationen, 200 Stickerei-Vorlagen , 200 Schnitt- wodurch Z^Bcifü^ng ■■ AtlSgabC I danrgestelhCf> werdcn7'^AUe M E AIIC giMfl WEI T Arten Toilettengegenstände UlwU £ L I für Damen und Kinder, fer- T71T r . ner Leibwäsche für Damen, ■ ■ Jahrgang. Erscheint 2 Mal Herren und Kinder, Hand- monatlich. Preis für das ganze arbeiten in reichster Aus- Vierteljahr (6 Modenummern mit Theil“ bringt "nur^stylvoUe 6 Unterhaltes- und 6 Schnitt- unterhaltende und belehrende Beiblättern)! 2 R.-Mark. Original-Artikel der beliebtesten deutschen Schriftsteller und künstlerisch ausge führte Original-Illustrationen. Dasselbe. Prachtausgabe mit jährlich 52 colorirten Kupfern: 4 R.-Mark 50 Pfge. Jährlich : 2000 Original-Illustrationen, 200 Stickerei-Vorlagen, 400 Schnittmuster. 5654) Ein Familienlogis zu vermiethen. _______________________Neuenweg 134. 6063) Ein freundliches möblirteS mer mit Cabinet zu vermiethen bet F. Appel Wttw. in der Nähe derKatzen- stetn'schen Holzhandlung.________________ 6114) In meinem Vorderhause ist eine Wohnung von 6 Zimmern, Vsrplatz, Küche, Boden und Keller rc. gleich oder später zu vermiethen. _____________Earl Lange, SelterSweg. 6160) MöbltrteS Zimmer zu vermie- then._________E ES Dietz am Markt. 6162) Ein möbltrteS Zimmer zu ier- miethen._________________Neuenweg 117. 6191) 2 FamiltenlogiS sind zu vermte- und sofort beziehbar bei Ludwig Geißler Wittwe, ____________Reichensand - BohnhofSstraße. 6203) Der 2. und 3. Stock meine« Hauses zu vermiethen. __Ehr. Schopbach. 5123) Wolkengasse C- 90 ist ein möblirteS Mansardenzimmer mit Cabtnet an einen Herrn zu vermiethen.___________ 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen ___________bei Alexander Mayer. 5784) Eine Familtenwohnung, bestehend auS 6 Zimmern, 2 Kammern rc. zu ver- micthen. Auf Wunsch kann Comptoir und Lagerraum dazu vermiethet werden. _______________Moritz Heichelheim. 6070) Ein kleines FamilienlogiS (Monarde) zu vermiethen. ____________H ch- Schmid t, Braugasse. 5851) Ein kleines FamiltenlogiS zu ver- miethen. L. Müller, Mat. u. Farbw.-Hdlg. Serrnietyungen. 6231) Altcenstraße 102 (Parterre) ein möbltrteS Zimmer zu vermiethen._________ 6230) Kleines FamiltenlogiS zu vermie- then bet________Andr. 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Januar 1878 frei und ist anderweitig zu vermiethen. ______Wilh. Lauterbach, Brand. 6163) Ein kleines Logis zu vermiethen. ______________________FlügelSgaffe A. 94. 6208) Möbltrte Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 57. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Truck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. III. peri 3 weiter l -weiter erthrnh daß hier Tie in l sind an Bürgern so mußt l(*tn an der einem ( Gehösti fernt if S und Ge Rindetp lämmUt t alten i unter L bmmlfj btftonb) die Leif Tddtung königlich SD' WUnifie Dtzn^t und du 5 oOergnäi A Obnitt Untbtip 2. Utt «s * £tut$ zu iiput in n>ek . 5 uiun z Dmischi uns j(b nicht tu r-'ch S, R'pubtl mit gli Mich । Krieg,j Nolijl oiriing ?? Milt, h tti, °u«i le 8f9«n b >°ache t S'-Näß, j0,00Q