(1160 Se. 54. Dienstag, den 6. März 1837. Kichencr AWger Aiiikigk- nah Amtsblatt für de« Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Aufnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. .Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. flcfa! n Jobcn sind; jßb ? >«ben bfrflff'fdf 8. - 10. April ro d. 51. ä so ,4 Lt. He Ln,eigen. Tonnerftag wurde eint rnt. Genien Belihnm Exved. d. 5L itltr kann sofort EW WMoN'irahe Nr. 143. kämmen Stellen durch grau Mathes, jerfldffe 55, II. Sink, n bti ffranffurt a. St >en in MathrmaUkie vtereomrvu eM tk-n-^r W, 1 Tr. \j. mg. Nachricht, daß bäh fernerhin sonHt,,-i l bestens Sorge trogen.,'“ l^oC der Ww. ‘rucör* 1t 8 Uhr an, zail, MÄklg, m» tftij aus allen S»1 forsten^ er ■rtn ®*6r®n,t )t, ©rhantlW'f '(UK .. . L politischer H h e i l. „Schlechte Zeiten." „Schlechte Zeiten", in denen der Industrie und dem Handel der lohnende Ertrag, dem Arbeiter die reichliche Beschäftigung fehlt, sind schon in ruhigen Zeitläufen böse Gäste. In Jahren, wo ringsum schwere Wolken am politi scheu Himmel sich austhürmen, wo weitaussehende Kriegsvorbereitungen zahllose Sorgen und Unruhen Hervorrufen, wo im Innern ein Kampf um die höchsten geistigen Güter die Bürger in feindliche Lager trennt, wo der Schwarzseher mehr denn je Gelegenheit und Gläubige für seine Kafsandra-Weifsagungen findet, da dräuen dem Sleuermanne, der das Staatsschiff durch Sturm und Wogenprall zu leiten hat, ringsum Klippen und Riffe, die ihm wie seinem Schiffe jählings Verderben bereiten können. Wir leben jetzt in solchen gefährlichen und zugleich schlechten Zeiten. Der russische Adler, der türkische Halbmond, der gallische Hahn fordern in hervorragendem Maße die ruhige und aufmerksame Beobachtung unserer Staatsmänner heraus; und gleichzeitig wird innerhalb unserer Grenzen ein politischer und wlrthschaftlicher Kampf ausgekämpft, der seit langen Jahren seines Gleichen nicht gehabt hat. In solcher Lage ist der Staatslenker zu beneiden, der, auf festem Boden stehend, kräftig gestützt durch die unabhängige und treue Ueberzeugung der Mehrzahl seiner Mitbürger, den Gefahren aller Wege ruhig in's Auge zu schauen vermag; bei uns in Deutschland findet solcher Neid gegenwärtig keine Nahrung. Je mehr die schlechten Zeiten in ihren Wirkungen nm sich greifen, um jo zersplitterter werden die Ansichten, um so üppiger wuchern neue Partet-Gruppirungen, ihrem Ziele wie ihrem Erfolge nach Eintagsfliegen, aus dem Boden des Jndifferentismus und des Egoismus hervor und predigen neue und doch längst .v^rarree- H-ilsuhre»..' Hier kl -gt Einer über tie brüllende 2ast der Steuern und ersehnt sich die Hülse der Demagogie, dort dagegen wünscht Jemand Ausrottung der Social- Demokraten, selbst mit Feuer und Schwert, und erwartet davon ewigen Frieden zwilchen Arbeitern und Arbeitgebern; hier verlangt ein Dritter Begünstigung der Landwirtschaft und Beschränkung der Gewerbefreiheit, und dort ein Vierter heilsame Schutzzölle für eine nationale Arbeit und Abschaffung des Unterstützungs-Wohnsitzes zu Gunsten einer zwangsweisen Überweisung etwaiger Armen an em Landarmenhaus. Jeder weif für seine, aus allgemeine Zustimmung berechneten Klagen einen neuen Sündenbosk anzuführen und neue begangene Fehler des Staates zu ermitteln. Mit besonderem Eifer haben sich in letzterer Zeit einzelne Jntereffenten derjenigen Industriezweige gerührt, die an meisten unter der gegenwärtigen Geschäftslage zu leiden haben. Sie erhebet sich, an vielen Orten zu besonde- deren Versammlungen zusammentretend, krcft eigenen Rechtes zu „Vertrauensmännern des Handels und der Industrie' größerer Bezirke und faffen Be- schlüffe, die eine vollständige Umwälzung unserer Wirtschaftspolitik erzielen sollen. Roch vor Kurzem wurde so die schnklingende Ansicht in einstimmigem AuSspruche verfochten, daß „Angesichts )er wirthschastlichen Gesammtlage Deutschlands, wie sie sich theils cllmählig theils acut heransgebildet, eine Aenderung staatlicher Auffassung mancher wrthschaftlichen Verhältnisse geboten sei." Und als Kern des Programmes de Wirthschafts-Reformer wird der wunderbare Satz angeführt: Ecstrebung eier auf dem Grundsätze der christlichen Sittenlehre beruhenden Volkswirthschft. Ueber die Heilkraft solcher Redensarten sind freilich alle Praktiker außeordentlich einig, wenn auch nicht im Sinne der Urheber. Wir könnten diese Vereinigungen hervrragender Vertreter der verschiedenen Handels- und Industriezweige schon as dem Grunde mit Freuden begrüßen, weil sie bisher zu selten stattgefund,, weil die eigentliche Praxis zu sehr das Feld der Wirthschaftspolitik den Bunten und der Theorie allein zur Bebauung überlasten hat. Wir würden unsfreuen, wenn daraus mehr wie bisher Männer hervorgehen sollten, die, übewie Verhältniffe einzelner Gebiete des großen Handels und Verkehrs auf das Genaueste unterrichtet, das eigene Geldintnesse hinter die berechtigten Anfordemgen der übrigen Gebiete oder der allgemeinen Politik zurückzusetzen vermöcht. Die bisherigen Bestrebungen und Vereigungen ermuthigen uns indessen nicht, solche schöne Hoffnungen zu hegen. Ur sehen hier im Wesentlichen vor uns nur solche Männer, die den Splitte im Auge der jetzt herrschenden Partei mir tönenden Drommeten verkünden, u die Blicke der leicht urtheilen- ben und klagenden Menge von dem Balken gulenken, der ihnen selbst die Sehkraft benimmt. Wir sehen das wenig sprechende Schauspiel vor uns, wie dieser und Jener als die maßgebende Krafdargestellt wird, die den Koloß des jetzigen Kraches zum Rollen gebracht hat,Ehrend sie, welche die Früchte haben zeitigen lasten und geerndtet haben, alsene Kraft in Bewegung gesetzt, als eine freibeitlichere und förderliche Gesetzgelbg erlassen wurde, geschwiegen oder gar selbst mitgewirkt haben. Wo sind bteie verdienten Selbstanklagen? Wo hört man das Geständmß, daß sie selbst,j>ie jetzt über Andere herfallen, bei Beurthellung der guten Zeiten kurzsichtig jvaß sie selbst die guten alten Lehren des Sparens und Haushaltens in alleDingen hintangesetzt und den überreichen Gewinn der Milliardenzeit statt Abschreibungen und Reserven, zu maßloser Ausdehnung ihrer Werke, zu üfckiebener Vermehrung des An gebots verwandt haben? Gibt es einen untennen, der nicht den Segen des Freizügigkeitsgesetzes gepriesen, als es galt, aus dem Osten Tausende und Tau sende Taglöhner den jetzt zur innigen Verbrüderung geladenen Landwirthen abspenstig zu machen und gegen übermäßigen Lohn für Zechen und Hütten zu gewinnen, während jetzt, wo die nothwendige Reaction eingetreten, wo es an Arbeit fehlt und eine rasche Beseitigung der Arbeitslosigkeit nicht zu erwarten ist, wo die Folgen vielfachen leichtsinnigen Verschwendens und unterlaftenen Sparens immer mehr sich geltend machen, dastelbe Gesetz als Satanswerk gepriesen wird? Wer unter ihnen hat nicht in jenen Tagen, wo die Menge der Aufträge kaum zu bewältigen waren, den Eisenbahn-Directionen Lässigkeit und Unfähigkeit vorgeworfen, weil sie nicht einen doppelten und in ruhigen Zeiten unnützen Wagenpark aus der Erde stampften! Und wie wenige sind unter ihnen, die sich um die häuslichen Verhältniste ihrer Arbeiter bekümmerten, die ihnen als tüchtige Hauswirthe mit dem guten Beispiel einer weisen Sparsamkeit und strenger Häuslichkeit voranschritten und sie ermahnten, statt wüsten Orgien und wilder Verschwendung sich hinzugeben, der stillen Zeiten zu gedenken wo der Goldregen aufhören und den fetten Jahren die unausbleiblichen magern folgen würden! (Schluß folgt.) KeutMand. Darmstadt, 3. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigft geruht: Am 1. Februar den ersten Lehrer und Vorsteher der Präparandenschule zu Lich, Balryafar Rückert, zum Kreis-Schulinspector für den Kreis Lauterbach zu ernennen. Darmstadt, 4. März. Die Nr. 10 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt: 1. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1877 gehalten werden und am 12. April ihren Anfang nehmen. 2. Promotionen an der Großherzoglichen Landes-Universität Gießen. Berlin, 2. März. In der Sitzung des Reichstages wurden, nachdem die Ergebniffe der Wahlen zu den Fach Commissionen und die Constituirung letzterer zur Kenutniß des Hauses gebracht waren, mehrere Wahlen der Wahl- prüfungs-Commission überwiesen. Auf Antrag Reichensperger^s wurde ferner beschlossen, die Budget-Commission um 7 Mitglieder zu verstärken. Sodann wurden überwiesen : die Etats Übersichten für 1875 an eine Commission von 17 Mitgliedern, der Patent-Gesetz-Entwurf an eine desgleichen von 21 Mitgliedern ; der letztere Gegenstand gab zu einigen allgemeinen Bemerkungen der Abggr Ackermann, Braun, v. Kardorff und Richter (Hagen) Anlaß. Bei Feststellung der Tagesordnung der nächsten Sitzung sprach sich Häuel tadelnd aus über den Mangel an Berathungs-Material und das Ausbleiben der Etats- Vorlagen, worauf Seitens des Präsidenten deS Reichskanzler-Amtes, Hofmann, unter dem Ausdrucke des Bedauerns über die gerügte Verzögerung, auf die Schwierigkeit hingewiesen wurde, in so kurzer Zeit zwei Etats (für das erste Quartal und für das neue Rechnungsjahr) rechtzeitig fertig zu stellen; gleichzeitig gab der Minister die Zusicherung, daß die Vorlegung des Etats künftig zu rechter Zeit erfolgen werde. — Nächste Sitzung Donnerstag. — In der heutigen Sitzung des Herrenhauses wurden nach unerheblicher Discussion die einzelnen Etats und sodann das ganze Etats-Gesetz genehmigt, gegen letzteres stimmten nur Graf Brühl und v. Senfft-Pilsach; dazu wurden zwei Resolutionen angenommen : in der einen wird die Regierung zur Vorlegung des Gesetz-Entwurfs über die Organisation der allgemeinen Landes-Verwaltung behufs wesentlicher Verminderung der allgemeinen VerwaltungS-Kosten aufge- sordert; die andere befürwortet die Ersetzung der Matrikular-Umlagen durch eigene Einnahmen des Reiches aus indirecten Steuern. Demnächst wurden die Etats-Ueberschreitungen pro 1875 genehmigt. Bei dem Gesetz Entwurf wegen der Zins-Garantie für die Berlin-Dresdener Eisenbahn entspann sich zu § 1 eine längere Debatte; schließlich wurde letzterer in namentlicher Abstimmung mit 62 gegen 25 Stimmen, die übrigen Paragraphen und das ganze Gesetz ohne Debatte angenommen. Nach Erledigung des Restes der Tagesordnung, welcher nur unerhebliche Punkte umfaßte, schloß der Präsident die Sitzung mit einem Hoch auf den König, in welches die Versammlung lebhaft einstimmte. — Der Schluß des Landtags erfolgt nach näherer Bestimmung morgen Nach- miitsg 2 Uhr. — Das Abgeordnetenhaus erledigte in der heutigen Sitzung eine lange Reihe von Petitionen gemäß den Commisstovs-Anträgen. In einer Abend- Sitzung soll die Berathung fortgesetzt werden. — In der Abend-Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde eine weitere Reihe von Petitionen ohne allgemeines Jntereffe erledigt, und sodann ein Antrag Löwensteins angenommen, welcher die Vorlegung der Entschließungen der Regierung auf Anträge und Resolutionen des Abgeordnetenhauses aus dem Jahre 1876 betrifft. Durch ein Schreiben de- Ministers Camphausen wird das Haus auf morgen 2J/2 Uhr Nachmittags zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Herrenhause behufs Entgegennahme einer königlichen Botschaft einge- laben. Morgen 10 Uhr ist nochmals Sitzung zur Vornahme von Wahl- Prüfungen. Berlin, 3. März. Es ist wahrscheinlich, daß sich der Bundesrath in Sachen des Berlin-Dresdener Bahn-Streites für nicht competent erklären wird. Berlin, 3. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden bezüglich der Prüfung von Wahlen folgende Beschlüsse gefaßt: Für den neunten Wahlkreis des Regierungs-Bezirks Liegnitz die Vornahme einer Neuwahl zu veranlassen, die Wahlen von Dohrn (Regierungs-Bezirk Stettin) und Graf Königsmark (Nauen) für ungültig zu erklären und die Wahl Denicke's (Diepholz) vorläufig zu beanstanden. Nachdem hierauf der Präsident des Hauses, v. Bennigsen, die übliche Uebersicht der Geschäfte vorgetragen und die Versammlung auf den Antrag von Bonin's durch Erheben von den Sitzen dem Präsidenten für seine Geschäftsleitung gedankt hatte, schloß Letzterer die Sitzung mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser und König. — In der gemeinschaftlichen Sitzung beider Häuser des Landtages unter dem Vorsitze des Präsidenten des Herrenhauses, Herzog v. Ratibor, welche im Abgeordneteuhause stattfand, verlas Minister Camphausen, der von Graf Eulen bürg, Leonhardt, Friedenthal, Falk und Achenbach begleitet ivar, die königliche Gibinelsordre bezüglich der Sessions-Schließung. Der Minister erklärte aus Grund derselben die Session für geschlossen, woraus der Herzog v. Ratibor ein dreifaches Hoch auf den Kaiser und König ausbrachte, in welches die Versammlung lebhaft einstimmte. Straßburg, 3. März. Der Landes-Ausschuß wurde heute Mittag durch eine Rede des Oberpräsidenten geschlossen, in welcher derselbe für die wirksame Theilnahme an der gedeihlichen Entwicklung der Landes-Verhältnisse dankte und die Hoffnung auf ein Wiedersehen unter günstigen Auspicten auö- sprach. In seiner Erwiderungs-Rede wies der Präsident des Landes-Ausschusses auf deii Ablauf des Mandats der Ausschuß-Mitglieder hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch die Nachfolger auf dem Wege praktischer Arbeit verbleiben und sich nicht durch Eingehen auf Fragen der hohen Politik von dem Arbeits- selbe der reichsländischen Interessen ablenken lassen würden. Hcfterreich. Wien, 2. März. Die „Polit. Corresp." berichtet, in Bestätigung anderweitiger Nachrichten, nach einem Telegramm aus Cattaro von heute: Der ganze Stamm der Miriditen hat die Waffen ergriffen und belagert das auf der Straße nach Pripren belegene türkische Fort Puka. Derwisch Pascha hat von Skutari Truppen entsendet, nm Puka zu entsetzen. Auch von Pripren her sind türkische Truppen im Anmarsche, um die Erhebung der Miriditen zu bewältigen. — Die „Wiener Abendpost" schreibt: Der Abschluß der Friedens-Verhandlungen zwischen der Pforte und Serbien wird allseitig als eine wichtige, wenn ai,ch noch nicht schlechthin entscheidende Bürgschaft für die Möglichkeit der Erhaltung des Friedens betrachtet. Arankreich. Paris, 2. März. Das „XIX. Siocle" erfährt, daß General Jgnatieff demnächst in Parts eintreffen werde. Versailles, 2. März. Die Deputirten-Kammer hat mit 324 gegen 134 Stimmen einen Antrag Beaussire's (Linke) angenommen, wodurch gewisse Commissionen der Kammer ermächtigt werden, in Paris demnächst Sitzung zu ' halten. Die Commission für den Antrag Leisaut (Herabsetzung der Militärischen Dienstzeit auf drei Jahre) hat Thiers zum Vorsitzenden gewählt. Die Commission für das neu zu erlassende Preßgesetz hat trotz des Widerspruches des Minister-Präsidenten beschlossen, die Aburtheilung von durch die Presse begangenen Beleidigungen des Präsidenten der Republik und fremder Souveraine vor die Geschworenen und nicht an die Zucht-Polizeigerichte zu verweisen. Italien Ro«, 3. März. Die „Italienischen Nachrichten" enthalten die Be- stimmungen des heiligen Collegiums der Cardinäle betreffs des zukünftigen Conclave. Danach hätte das Collegium beschlossen, an der herkömmlichen Zusammensetzung des Conclave nichts zu ändern Bezüglich des Ortes des Zusammentrittes des Conclave hätte das Collegium mit allen gegen die Stimmen zweier Cardinäle beschlossen, dasselbe in Rom zu halten, wofern nicht besondere Ereignisse die Vereinigung daselbst unmöglich machten. Die beiden differentirenden Cardinäle waren der Ansicht gewesen, das Conclave solle im Auslande zusammentreten. Von den Cardinälen seien darauf alle bis jetzt in Bezug auf das Con- clave erlassenen päpstlichen Bullen einer eingehenden Prüfung unterzogen und an deren Stelle eine neue Fassung vereinbart worden, durch welche sämmtliche früheren bezüglichen Bestimmungen aufgehoben würden. Es sei nunmehr beschlossen, daß sofort nach dem Tode des Papstes alle Cardinäle zum Conclave einzuladen seien und die Ankunft der nichtitalienischen Cardinäle hierzu abgewartet werden solle. Ferner sei bestimmt, daß das Conclave im Vatikan zu fammentrer Gemeinde besteht. Allen größeren Gemeinden unseres Kreises dürfte die Gemeinde Allendorf a/Lva. zum Vordilde dienen. --Gestern Mittag wurde die Leiche des verstorbenen Rectors unserer Universität vom Sterbehause auf dem mit 6 Pferden bespannten Trauerwaftcn und unter Musikbegleitung nach dem Bahnhofe geleitet, von wo dieselbe nach München übergefüDrt worden ist. Mittheilungen aus dem Gewerbeverein. lieber ,,Bauschäden" batte, wie bereits in unserem vorigen Artikel erwähnt, Herr Stadtbaumeister Stief am 31. Jan. einen sehr dankenSwerthen Vortrag .rehalten. Orgleich sih dazu ein großer HörerkreiS eingefunden, so dürfte eine kurze öffentliche Besprechung dieses zeitgemäßen Vortrags für unsere baulust-gen Mitbürger doch von besonderem Interesse sein. Der Redner besprach — für heut- abgesehen von der Güte des Baumaterials — diejenigen von ihm beobachteten Bauschädcn, welche durch fehlerhafte Constructionen, Leichtfertigkeit und Unachtsamkeit bei vielen mit der Ausführung eines Baues verbundenen Arbeiten, — und nicht zum geringsten Theile gerade in unserer Vaterstadt — zum öftern vorgekomme» und noch Vorkommen. Zunächst rügte der Vortragende mit Schärfe die leichtfertige Art des Fundamen- tirens mittelst nur trockenen Aufeinanderwerfens der Bruchsteine für die untere Schicht der Fundamentmauer. Das nachherige Uebergießen einer solchen höheren Stetnschicht mit einigen Kübeln Mörtel ersetzt doch wahrlich nicht eine regelrechte Maurerarbeit- Bet diesem- Verfahren zahlreich bhibenbe Lücken zwilchen den Steinen erleichtern dem Master die Unterwühlung des Fundamentes und da« Aufsteigen der Grunderde zwischen die Steinschichte; ein Rach sink n ber oberen Mauer ist dann mioermei-ckich-' Fstg-. (td muß unter der Bodenlinie von der Fundamentsohle aus mindestens ebensogut gemauert werden wie über derselben. Ja m Baden ist es üblich, mit einer fetten SpeiSschichte zu ^mauern" lagerhaften Fundamentsteine einzusetzen und dann regelrecht weiter Eine weitere Rüge wurde dem Aufmauern auf sehr verschiedene Schichthöhe an einem und demselben Baue zu Theil- Hierdurch entsteht ungleicher Druck auf die unteren Partieen uub infolge dessen die Trennnna der Mauer. Anstatt rvn Baugrund rechtzeitig an das aufgcführte Fundamentmaucrwcrk beim- ullen und abzudmnmen, um das Wasser abzuhalten, bleibt d.r Grunb mitunter wochenlang bei Seite liegen und der Fun>aM;ntgraden offen; e5 bilden sich dann förmliche Wasserbehälter rings um das Mauerwerk mit seinem noch frischen Mörtel, welcher da da« Regenwasser hübsch zugeführt und beibebalten wird, auf diese Weise 'aus den Fugen herausgespült werden muß. Um so leichter geschieht dieses «z-rstorunaswe f wenn es infolge ber oben beschriebe«« schlechten Ausführung ber untersten Schichten nickt an Lücken zwischen den Steinen fehlt; Folge: Reißen, Sinken, ober gar Einstürzen der Mauern; Auch die O-ewölbe-Lchabloncu «erben meist nicht sorgfältig genug her^estellt- anstatt genaue Kreisbogen mittelst ner 5a«e auszuschneid-n, werden d e Segmente' roh mit dem Handbeil gezimmert. Die Ftgen der Gewölbsteine kommen benn eine solche vom Bauherrn angesonnen werden sollte, dürften erstere schlechterdiugmicht die Hand bieten! Der Redner halie c5 verlndtN, aad? dem N'chtsachverständigen seine Belehrungen recht einleuchtend zu mach und wurde datz Verstärdniß des Vortrags duich größere Handzeichnungen, die dselbe an der Tafel entwarfen, erleichtert. Die zahlreich versammelte Zuhörer nahmen diesen Vortrag — au6 welchem ganz besonders zu ersehen, ein w nützliches Institut ein tbätiqer G-werbeverem fern kann — dankbar entgegen; schat daß d'e Mehrzahl unserer Herren Bauhanbwerk-- ! Meister an beat Besuch desselbenerhindert gewesen zu sein schienen! 0. B. Allgemeiner Anzeig r. Bekamttumchnug. 1218) Es wird bekannt gemackt, daß die Landgestütsbeschäler für die Landgestütssiationett Berstadt und Grünberg bereits abgegange» sind. Gießen, den 3. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. B e k al n t m a ch u n g. 1154) Die Straßeb au pläne über die Schießgärten, den Krof- dorferweg und deren Umzebtz liegen zu Jedermanns Einsicht 14 Tage lang dahtcr offen. Gießen, den 28. Febru 1877. Großherzliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. ^ats-zr,^ " be> & ä&m an Ui bet m,^r PsMSg e,n«। proo. $9t. mb jüfefo ^r Mrs <*fe >LÄL !?2 u"fererUniDtr5 J?a{£n unb unter ‘un$fn übergefubrt r Stadtbauinri^er O'glrich sich bagu d/'vrechung dieses l('onbtrem Juteresse e? SaumateriaU - a?te ^onjiructionen, in?8 '8aut5 oerbua; nietet Ditersiadt - Art des Flindmen' t die untere Schicht böseren Steinschicht rechn Maurerarbeit, neu erleichtern beai ®runberbe zvischen -nei^liche F,lq-. 8s ebensogut gemauert ttten LpeiSschichte zu ann re-eirecht weiter ne Schichthöhe au hc Druck au| die tntmuttmcrl beizu- ib mitunter mo jen; i sich bann förmliche Mörtel, welcher, ba if Diese Weise aus ises Zerstörunzswe k, r untersten Schichten ifeit, oder gar Ein; mufl hrrgestellt; an; bie Segmente roh n bn solchem Mach- ragsaaigkeit unb die 3 behandelt werden, i unterbleibt, wenn in das Gelüste mit bet ln®eniu^ M nrch von > «erMmchtungeu i/W finben eben; izubringcn unb sk Arbeiten be§N3 den, über DM um mit der 3nlin t besprech-" r wich"« ist, ;ut nickt einzuln°w - > HeweMg soM Mauerwerks iu I rh, «icht unerörtert roe “7 8r*ittfien Ibrenbtn »r« # . A.werbel'ere ,,, rr* e**0T n! 7 , btn k">i' u”6 ch' besondere Bekanntmachungen 1193) In unserem Firmen - Register ist heute folgender (Sintraß vollzogen worden: Conrad Steinhäuser zu Gießen betreibt daselbst seit 1. December v. I. unter der Firma: „C. Steinhäuser" .ine Schreibmaterialienhandlung. Gießen, den 28. Februar 1877. GroßherzogliLetz Stadtgericht Gießen. _________Bötticher._____ "-ffeffenlliche Bklmnntmachung Unter Bezugnahme auf die Aufforderung vom 30. November 1876 wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Heinrich-Schmidt II. von Rödgen wegen Verschwendung unter (Suratei gestellt worden ist und daß gültige Rechtsgeschäfte nur mit dessen Curator Jacob Stein I. von Rödgen abgeschlossen werden können. Gießen, den 21. Februar 1877. (1077 Großberzoglrches Landgericht Gießen. Erdmann, vr. T r app, Landrichter. Landg. Assessor. Main-Weser-Bahn. Es soll die Ausführung von Erdarbeiten Zwecks Verbreiterung desBahndammes nördlich der Station Lang Göns, bestehend in der Gewinnung und dem Transport von rot. 6000 Kbmtr. Bodenmassen im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei unb versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Erdarbeiten bei der Station Lang GönS" bis zum Submissions-Termine: Montag den 12. März d. I., Vormittags II Uhr, tei der unterzcichneten BetriebS-Jnspection zu Frankfurt a. M. einzureichen. Kostenanschlag, Bedingungen und Pläne sind bei dem Stktions ^Vorsteher Herrn Schmidt au Lang-Göns einzusehen und rbei daselbst Offerten-Formulare in Empfang zu nehmen. Frankfurt a. M-, den 27. Februar 1877. Königliche Betriebs-Jnspection II det Main-Weser - Bahn. _______________Heyl.___________(1138 Oberhessische Eisenbahnen. Die hier lagernden abgängigen Betriebsund Werkstätte Materialien aus dem Jahre 1876 sollen verkauft werden. Die Verkaufsbedingungen nebst dem Ver- zeichniß der zur Veräußerung kommenden Maleriali-n können vei unserer Magazinverwaltung emgeseben, auch durch unsere Kanzlei auf frankirtes Ersuchen und gegen Einsendung von 20 H bezogen werden; ebenso steht eine Besichtigung der Materialien frei. Offerten, welche« ein Exemplar der durch Unterschrift anerkannten Verkauss'oedin- gungen beizufügen sind, beliebe man bis zum 28. März d. I., Vormittags 10 Uhr, franfirt an die unterzeichnete Direction einzusenden. Gießen, den 3 März 1877. Großherzogliche Direction. ____________Mohn._________(1183 Oeffentliche Aufforderung. Dos Vermögen des Theodor Dietz von Nieder-Obmen ist überschuldet. Dessen Gläubiger werden behufs Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuch eines Arrangements auf Samstag den IO März, Vormittags 9 Uhr, unter dem Anfügen geladen, daß von den nicht erschienenen beziehnnasweise nicht ge- höerg vertretenen Gläubigern Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit unterstellt wird. (1149 Grünberg, den 28. Februar 1877. Großb. Landgericht Grünberg. Sellbeim, Jttmann, ______Landrichter. Landa. Assessor. ^rflrntlid)c Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß des verlebten Johannes Friedrich vonNieder-Ohmen sind binnen 14 Tagen bei Meidung deren Nichtberückfichtigung bei unterzeichnetem Ge- i richt geltend zu machen. Grünberg, den 1. März 1877. (1192 Großherzogliches Landgericht Grünberg. Sellheim, Jttmann, __Landrichter.______Landg.-Assessor. Oeffkntliche Aufforderung. Das Vermögen der Peter Böcher Eheleute aus Atzenhain ist überschuldet. Dessen Gläubiger werben bchufS Anmeldung ihrer Forderungen unb zum Versuch eines Arrangements auf: Samstag den 17. März l. I., Vormittags 9 Uhr, unter Anfügen geladen, daß vsn den richt erschienenen beziehungsweise nicht gehörig vertretenen Gläubigern Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit unterstellt vird. Grünberg, den 27. Februar 1877. Großhe zoalicbes Landgericht Grünberg. Sellbeim, Jttmann. 1219) Landrichter. Landg.-Assessor. Oberhessische Eiseubahnen. Bekanntmachung. Betr.: Den Güterverkehr zwischen Stationen der Bebra-Hanauer, Frankfurt- Hanauer und Oberhessischen Bahn Zu rubr. Verkehr ist der 20. Nachtrag erschienen. Derselbe enthält einen directen Frachtsatz für Kalktransporte in Wagenladungen zwischen Meerholz und Gießen, gültig vom 20. Februar d. I. ab, und einen der Frachtberechnung für Leichen, Fahrzeuge, Threre und außergewöhnliche Gegenstände, sowie bei Berechnung der Prämie bei versicherter Lieferfrist zum Grunde zu legenden Kilometerzeiger, gültig vom 20. April d. I. ad. Das Nähere ist bei unseren Güterexpeditionen zu erfahren. Gießen, den 2. März 1877. (1214 Großherzogliche Direction. M o b n. Bekanntmachung. Aus der Freiherrlich von Rabenauischen Oberförfterei Rabeuau sollen im Wege der öffentlichen Submission 2000 Festmeter sehr schönes Nadelstammholz (Schnitt- u. Streckholz) an den Mkistbieteuden, gegen annehmbar Gebote vergeben werden. Sämmtliche Offerten sind portofrei und versiegelt bei der unterzeichneten Oberförsterei bis zum Samstag den 28. März 1877 einzureichen. Die Bedingungen können Hierselbst eingesehen und das Holz auch vorher besichtigt werden. Kesselbach, am 4. März 1877. Die Freiherrlich von Rabenauische Oberförsterei Rabenau. Hoppö. (1203 Aerfreigerungen. Holzversteigerung. Donnerstag den 8 März I. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Climbacher Gemeindewald, District Buchkopf, Langenbruch und Thal, nachmlzeichnete Holzsortimeute versteigert werden: 16 Rmtr. Nadel- und Aspen-Scheidholz 30 „ - Prügelholz, 41 „ „ und Aspen Stocküolz, 210 „ „ „ „ Reisholz, 8 Eichen-Stämmc von 23—39 Centimtr. Durchmesst.' und 2—5 Meter Länge, 2,16 Festmeter enthaltend, 82 Nadel-Stämme von 13—27 Ceritimtr. Durchmesser und 4—17 Meter Länge, 20,07 Festmeter enthaltend. 24 Aspen-Stämme von 13—29 Centimtr. Durchmesser und 2—7 Meter Länge, 5,79 Festmeter enthaltend, 211 Nadel-Stangen von 4—14 Centimtr. Durchmesser und 4—8 Meter Länge, 7,13 Festmeter enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Climbacher Felchen am Weg von Beuern, nach Allertshausen. Climbach, am 2. März, 1877. Kroßherzogliche Bürgermeisterei Climbach Stein. (1199 Holzversteigeruugeu. Es sollen öffentlich versteigert werden: I. Am Montag den 12. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr ab, im Gemeindewald von Vollnkirchen: 10 Eichenstämme, mit 8,43 Festmeter, 3 Rmtr. Eichen-Scheitholz, 31 „ Eichenscheit- und Knüppelholz, 183 Stück Kiefernstangen I, II. u. III. Cl, 88 Rmtr. Kiefern-Knüpoelbolz, 974 „ verschiedene Reiser, 55 „ verschiedenes Stockholz. II. Am Dienstag den 13. d. Mts., von Vormittags präctS 9 Uhr ab, im Gemeindewald von Volpertshausen, woselbst im District „Aspen" begonnen wird. 3 Eichenstämme I. Cl. —12,15 Festmtr., 4 II „ — 8,55 „ 92 „ III. „ =22,10 „ 5 Kiefernstämme = 1,37 Festmtr., 288 Kiefernstangen L, II. und III. Classe. III. An demselben Tage, von Nachmittags präcrs 2 Uhr ab, im Gemeindewald von Weidenhausen, District „Orgelstück": 9 Elchenstämme III. und IV. Classe = 4,84 Festmeter. IV. An demselben Tage, von Nachmittags präciS 3 Uhr ab, im Gemeindewald von Klein-Rechtenbach: 2 Eichenstämme I. Cl. — 7,01 Fcstmtr., 4 „ II. „ = 6,97 28 „ III. und IV. Classe = 17,96 Festmeter, 22 Rmtr. Eichenscheit- und Knüppelholz, 13 „ Buchen-Knüppelholz, und 88 „ „ Re-ser. Bemerkt wird noch, daß bezeichnete Waldungen ganz nahe zusammen liegen. Groß-Recktenbach, den 2. März 1877. Das Bürgermeister-Amt. Hardt.(1196 Holzversteigerung in der Mrstl. Oberförstern Lich. Im District Hard, V4 Stunde con hiesiger Eisenbahnstation, soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) Montag den 12. März: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 84 78 36 1500 Eichen 8 104 128 1440 Nadelholz — 114 26 50 2) Dienstag den 13. März: 200 Eichen st ämme, 16 — 44 Centimeter stark und 4—14 Meter lang, mit 80 Cubikmetcr, 268 Fichten-, Kiefern- uub Lärchenstämme, mit 146 Cubikmeter Inhalt, 4 Elchen- unb 180 Fichtenstangen, 18 Rmtr. Kiefern - Rundscheitholz von 3 Mtr. Länge. Zusammenkunft j.desmal Morgens 9 Uhr auf dem Muschenheimer Weg an der Hard- anlaße. Zahlungsfrist gegen Bürgschaft bis M a r- tini 18 78. Lich, den 5. März 1877. (1202 Wimme nauer, Forstratb. Stämme u.8tangenrjo^üßr)letgeriing in den Waldungen des Grossherzogliehe^ Hauses der Oberförsterei Maulbach. 1197) Wir versteigern Montag den 12., Dienstag den 13. und — wenn nöthig — Mittwoch den 14. März, in den Districten: Platz, Aulbach, Wäldchen, Eichwäldchen, Tränkekopf, Linn, Ehringshäuser-Eiscnkauten, Scbnauckersgeheeg, Straß, Haag, Hirtenröderschlag, Loch 2C., Forstwartei Maulback: 223 Eichenstämme mit 91,89 Festmeter. 936 Nadelholzstämme, zumeist Fichten, darunter sehr starke Stämme, mit 494,92 Festmeter. 147 Eichenderbstangen mit 10,67 Festmeter; zumeist Wagnerholz. 511 Fichtenderbstangen, für Dachsparren. Leiterbäume rc. Zusammenkunft am 12. März auf der Abspann, ohnweit der Station Ehringshausen; am 13. März im District Aulbach, und am 14. März auf dem Wege von Maulbach nach Appenrod, im District Loch, — jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Sämmtliches Holz lagert ganz in der Nähe gut chausfirter Wege und vielfach unmittelbar an solchen, und beträgt die Entfernung der einzelnen Schläge von der oberhessischen Eisenbahnstation Ehringshausen nur V»-3A Stunden. Maulbach, am 3. März 1877. Großhenogliche Oberförstern Maulbach. Kock. Univ ersal-Reinigungg-Ssl;. 300) Von allen Aerzten als das ein fachste unb billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Ausstößen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Mögende schwerden, in Vi, Vs, V« Original-Packeten mit Gebrauchsanweisung ä i/t, i/r und V4 Mark zu haben bei C. F. Sem ml er. Seife in großer Auswahl zu bekannten billigen Preisen wieder anaekommen bet (959 Moritz Grcgori K Sohn Frische Veilchenbouquets in jeder Größe empfiehlt (568 O. Garn, Handelsgärtner, Lindenplatz. CocuSnußöl-Sodaseife, per Pfd. 70 H Mandelsetfe, bittere, „ „ 90 „ Glycerinfeife, feinste, „ „ 1 je Gallseife zum Waschen von Kleidern, Medictnische Kräuter- und Theerseife, sowie alle Sorten gewöhnliche Waschseifen, emvfiehlt L. Müller, 750) Mäusburg B. 48. Holzversteigerung in den Waldungen des Gr. Rittmeisters Freiherrn Ferdinand von Nordeck zur Rabenau in der Ober- försterer Treis a. d. Lumda. Montag den 12 März d. I., von Vormittags 10 Uhr an, sollen im District Struth bei Beuern versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. W-llen. Buchen 52 5 15 850 Eichen 9 5 26 400 Nadel — — 7 350 22 Eichen-Stämme von 14—18 Mtr. Länge und 34—63 Zentimeter Durchmesser, mit 43,55 Festmeter. 43 Nadel-Stämme von 8—17 Mtr. Länge und 10—31 (Zentimeter Durchmesser, mit 16,50 Festmeter, 8 Nadel-Stangen mit 0,58 Festmeter. Das Eichen-Stammholz ist durch seine gute Beschaffenheit zu jedem Gebrauchszweck vorzüglich geeignet und befinden sich hierbei auch einige zu Mühlwellen geeignete Stämme. Die Zusammenkunft ist bei Nr. 1. Treitz a. d. Lumda, den 21. Febr. 1877. ________Amendt, Oberförster. (1002 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Montag den 12. d. M., Morgens 9 Uhr ansangend, soll in dem District „Fuchslöcher", zunächst Oberlemp, nachstehendes Gehölz versteigert werben: 191 Rmtr. Kiefern'Prügelhslz, wobei ca. die Hälfte 2,5 Mtr. lang geschnitten ist unb sich zu Grubenholz eignet, 52 Rmtr. Kiefern-Stockbolz, 600 „ Reisbolz, Alsdann wird Dienstag den 13. d. M., Morgens 9 Uhr anfansenb, ebenfalls im District „Fuchslöcher"' nachstehendes Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert: 432 Kiefern-Stämme von 15—43 Centimeter Durchmesser unb 8—16 Mtr. Länge, mit 183,57 Festmeter, 591 Kiefern-Stangrn I. unb" II. Classe. Hohensolms, den 3. März 1877. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms Dörmer, Revierförster. (1200 Keilgeöotenes. Herren-Kleider, alle Sorten, sind zu bedeutend billigen Preisen zu haben auf dem Gießener Markt. Mein Stand ist durch meine Firma bezeichnet. Jo h. F ö r g er 1206)aus Bad-Ems. Sauerkraut, Frische Ka- billau, Karpfen und Aal; nächsten Tage treffen Stein- butten ein, Blumenkohl, Salat, Butter, Eier, franz, und andere Sorten Käse, Cervelatwurst, Citronen, Apfelsinen stets vorräthig und zu haben bei 1211)_____________H. Kurth. Salicylsaure, chem. rein, „ Mundwasser in Fl. b 60 » Zahnpulver in Schachteln ä 40 und 60 H, empfiehlt L. M ü l l e r, 755)Mäusburg B. 48. 8chus)maarm aller Art, als: Herren- unb Damen-Zug- stiefel, sowie Pantoffeln unb Arbeitsschuhe; ferner Winterstiefel und Pantoffeln, sowie alle Arten Kinderschuhe zu außergewöhnlich billigen Preisen auf dem Gießener Markt den 7. d. M. Mein Stand ist durch meine Firma bezeichnet. P h Schmidt 1207) ______________aus Bad-Ems. Verkauf eines Haufens Pferdemist bei der (1115 Actien-Brauerei in Gießen. Messina-Orangen und Citronen in vorzüglicher Qualität empfiehlt billigst 756) L. Müller, Mäusburo B. 48. Gute Eßkartoffetn, per Malter 6 je 50 auch in kleineren Quantitäten zu haben bei (1165 __Handelsmann Boos, Löwengasse. Neue füsie Apfelsiuen, per Stück 15 empfiehlt 516) Gg. Wilh. Weidig. Loose zur Geflügel- und DogelauSstellung am 8. — 10. April in Der hiesigen Turnhalle sind in Der (fipcöititm i>. Dl. ä 50 zu haben. — Wiederverhäuf er gesucht._________ miethen. _________________Fritz Fürst Wwe. 1204) E n Zimmer für einen Arbeiter zu vermtelden. Neuenweg B- 187._______ 1205) Ein kleines freundliches Logis zu vermiethen. W- Kohlcrmann, Küfer. 1198) Ein möbltrtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen. _______August Hilgardt am Kreuz. Ein freundliches Zimmer ohne Möbel ar e ne einzelne Person ober auch an zwei Schüler zu vermtetben. Letzteren kann auf Verlangen auch Kost dazu xeoeben werden. 1494) Näheies Neue-Bäue B. 99. 1185) Zwei ineinandergehende, gut mö- llirte Zimmer sofort zu vermiethen. ________________________A. Petri, B- 885. 1172) Ein kleines Familienlogis ist auf sofort zu beziehen. ____Lowengasse Nr. 117. 1171) Schlotzaasse A. 258 ist ein Familien» logts, aus 4 Zimmern bestehend, zu Der» M'etben.__ Familienlogis. 1155) Der 2 und 3. Stock meines Hauses zu vermiethen; elfterer per 1. Juni, letzterer per 1. Juli. ______________Gg. Wilb- Wetdig. 1145) DaS von Herrn Rechner K a r l Eirünederg bewohnte Logis ist ander weit zu vermiethen und im Mat d. I beziehbar.P b- Leib. 1072) Ein geräumiges Mansarden-Logis ist cn eine ruhige Familie zu vermiethen und den 1. Im i beziehbar. B. ftawn Wittwe, Frankfurterstraße. 626) Lin freundliches LogiS mit 5 Ztm mern und Zugehör ist zu vermiethen und Anfang März zu beziehen bei F- Jutzi. 1187) Ein Arbeiter kann sofort ©cblaf; stelle bekommen. Wallthorstroße Nr. 143. 944) Abgeschlossene Gartenwohnung in der Stadt 3—4 Pidcen und Zubehör an stille Familie zu vermiethen. Näheres bei der Exv- d. Bl.____________________________ 1128) 2 möbltrte Zimmer zu vermiethen. Asterweg 111. Wermischte Anzeigen. 1210) Für die Bewerbung um eine Lehrlingsüelle auf einem hiesigen Comptoir, mit welcher eine sofortige kleine Gehaltszahlung verbunden ist, werden schriftliche Anmeldungen unter Nr. 1210 bei der Exp. d. Bl. entgegengfnsminen. —_____________ 1212j Eine gebildete Familie wünscht zu Ostern ein bis zwei Gymnasiasten oder Realschüler in Pension zu nehmen. ____________________Nähere» Ltt B- 32. In der Lehr- und GrziehungSanftalt der Unterzeichneten können zu Ostern noch Schülerinnen von Auswärts ausgenommen weiden. Auch können junge Damen, welche daS neu in'S Leben tretende Lehrerinncn- feminar besuchen wollen, Aufnahme, Nachhülfe und Gelegenheit zu französischer und englischer Eonversatio» finden. Referenzen r I Darmstadt: Herr Obermedicinalrath Dr. Pfeiffer, Herr Reallehrer Dr. Weise und Herr Gymnasiallehrer Walz. (1029 In Gießen r Herr UniversitStskanzler Geh. Just.'Rath Pros. Dr.Waeeerncb- leben. Nähere- besagen die Prospecte. Wllcßw in Darmstadt. Ein tüchtiger Schlosser, der seit Jahren altz Maschinist auf der Deutz -Gteßner Bahn, in Dampfmühlen, Hütten-unv Berg werken lhätig gewesen und gute Zeugnisse aufweisen kann, sucht Stelle. Wo? sagt dir Exped. d. Bl- NB. Auch hat derselbe in einer »xo- Heren Müblenbauerei gearbeitet. (1215 Meine Wohnung befindet sich von heute an in dem früheren Metzger Plantschen Hause, (*<#e der Mäusburg und Wettergafie. 1189) Kautenstrauch. Aufforderung und Bitte. 1213) Die Police 17823 der Baseler Lebensversicherungs - Gesellschaft ist abhanden gekommen. Wer im Besitze derselben ist, wird hiermit dringend ersucht, dem Unterzeichneten sofort Anzeige zu machen. Carl Schulze, Agent der Baseler Lebensversicherungs-Gesellschaft. Eberhessische Gesellschaft für Matur- und Heilkunde. SITZUNG- Mittwoch den 7. März, Abends 7 Uhr, in der kleinen Aula. Angekündigter Vortrag von Herrn Prof. Streng „lieber die geologische Geschichte des jiheinthales". Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. (1201 = Neuwied. Gasthof zuui Jäger empfiehlt dem reifenden Publikum, besonders den Herren Geschworenen und Zeugen bei der am 8. März stattfindenden Schwurgerichts VeiHandlung, seine komfortabel eingerichteten Zimmer, guten MittagStisch und Wein zu mäßigen Preisen.__________________PA. Antcrifd. 1161) Unterzeichneter erlaubt sich hiermit einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er tie Anfertigung neuer Pumpen aller Art übernimmt und Reparaturen an alten Pumpen pünktlichst besorgt. Friedrich Weber, ________________________________________________________Girtfeld._________________ Frauenverein. Geleitet von der Ueberzeugung, daß eine gesunde Armenpflege sich nicht auf das bloße Austheilen von Almosen beschränken dürfe, wodurch nur alhu- leicht tas ehrenhafte Gefühl der Verantwortlichkeit für das eigene Durchkommen geschwächt wird, sondern ihre Hauptaufgabe darin finden müsse, durch aufmerksame Fürsorg« die Arbeitsfähigkeit der Nothleidenden wiederherzustcllea oder zu erhöhen, für angemessenen Erwerb, wo es daran mangelt, Sorge zu tragen, und dafür auch die schwache.! Kräfte, die sonst keine Verwendung finde», in nutzbringender Weise in Bewegung zu setzen, und so tie Bedürftigen durch das Bewußtsein, nützliche Glieder der bürgerlichen Gesellschaft zu sein, auch moralisch zu heben, und getrieben durch die in Folge der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit immer wachsende Noch hat der unterzeichnete Vorstand des hiesigen Frauenvereins beschlossen, die Armen von nun an, soweit irgend thunlich, durch Zuweisung von Arbeit zu unterstützen. Um den für solche Arbeiten nöthigen Abiatz zu schaffen, hat Frau Schirmfabrikant Frank in der Schulstraße aus unsere Bitte die Güte gehabt, den Verkauf der fertigen Arbeiten zu übernehmen. Es werden zunächst Strümpfe, Socken, Schürzen u. dgl. daselbst zu haben sein; und ist es unser Grundsatz, nur gute Waare, ans dem besten Material gefertigt, zum Verkauf zu bringen. Außerdem wünschen wir Bestellungen auf jede Art weiblicher Handarbeiten zu übernehmen und zu vermitteln, und können dieselben sowohl in dem Laden der Fran Krault, als auch bei den Damen c r r Arbeitscommission : £rau Diugermeistcr Drumm, Zrau laufcridjtet Erdmann, NeuemBäuen, Kran Haustein, Ludwigsstraße, Fräulein Klos, Erlen« gaffe, Frau von Tihenhofer, Wallt hör, gemacht werden. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß dieß so wichtige Unternehmen bei den Bewohnern unserer Stadt ein vertrauensvolles Entgegenkommen finden werde, und bitten dringend, es durch Ankauf unserer Arbeiten, wie durch zahlreiche Bestellungen nach Kräften zu fördern. Der Borstand des Frauenvereins. Dflrmftäbtcr plcröoEooJc U 2 Mk. In Der Dampfschnkiklkmühle von A. Kiesel zu Lich wird fortwährend Holz zum Schneiden angenommen. (1079 l-zöll.—I Vi'-öll. für 3 H . ,-.»u6 2-zöll. und dicker für 4 ^l|pcr 1074) Ein Eommis, der bereits seiner M'litärpflicht als Einjährig - Freiwilliger Genüge geleistet, sucht unter sehr bescheidenen Salair - Ansprüchen Stelle in einem hiesigen Engros - oder Bank - Geschäfte. Näheres bei der Exped. d. Bllts.__________ 846) Junge Leute finden Pension in einer anständigen Familie, Nachhülfc in den Schularbeiten, Musikunterricht aratis. Näheres bei der Exped. d. BlttS. find in der Expedition d. Bl. zu haben. SSSSSSSSSMWWSS«SSSSS^SM Todes-Anzeige. Heute entschlief schmerzlos nach längerem Leiden im 42. Lebensjahre unser theurer, innigstgeliebter Sohn und Bruder Herr Dr. Heinrich Bürkel, ordentlicher Professor des römischen Rechts, zur Zeit Rector der Universität Giessen. München, den 3. März 1877. 1195) Die tieftrauernd Hinterbliebenen. Theater. Wegen Vorbereitung zu Offenbach'S fern. Oper: „Die schöne Helena", bleibt Mittwoch die Bühne geschkosien. Hochachtungsvoll >209)________________Hugo Kurde. Köln-Gießener Bahn- Abfah^en von Giefien nach: Deutz 6“, 12, 4«. vtffentzurs 6« 12, 4«, 9». (" Siegen 6«, 12. Wetzlar S", 9*, 12, 4«, 7», 9». Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 4 M Prüfungen in ffir diejenigen für diejenigen, N 1875 wiederh 5)a' Wll Ätfirmtr (id „Raum Zügel Hieße, !uiid)t im Sb öaiikttott au uut) seine Re los, vagadui Vcrbrecheith! fallen; der svcial-drniok tznschaMgeo impotenten T der hohen Pc Presse mchl ttnb, mangel als höchste vc Jeden Tag ti Sehürt LnterlsndSlirl Atzung und l Oder hofft ®tnt Echlldi handel . Wirf znlammenthu finden Hülss an der $anb iu imiljrtn, »'id, wi. Wit au*jubeuten, «Wirf, In | e,Ti>ro($,n LMf! Sch, v!-rk dtn,z>ri