Ürles ßlmmer ju vermiet Mgrl-ftüfse il. "94. i K.ll...n 0 ■nSitjt#einMi> Ä «* Bv. J ^gooooooc m tmiflt hmev, wch j m in Darmstadt bMtii; m*üon60bl870 .a kn. Zu ersragen bkl ise Karp, DarmM Mstrabr Wlv ___ Dienstmädchen arbeit gesucht im dierh^M^. - a,R°hmÄ'«E t in meinem W1 Serben schu'll iorH«*Ä * ivelchk euerwtyr, n f»lr ""f,t(55i8 *«Cä ZW ,Ut 1878 in ^hör l -__A?gv""i«hy - .JäJäss S--?- ojssg tunn ntfo und ©artenantM 'ofort 1« beziehen. ' ■--3* Bernhardt. s,odÄÄ^rt -----> Herber«. 'n2^.aJi®ö5iu^^ ^leidiplafe zu vermirthüi h?Ui ttUtb Helienbein, ^rnlögis t zu vermiethen. il Becker, ssteuenwtß )dtn,e Zimmer mit Co^ 1III., Astermea 112. le Anjeifttn. höhnen Vemten-Faml 2 Mge Damen, wtM Äutzbildung in Darmflcd« den, ftrundliche AusnahW bei der Exped. d. Blli^ >00000000 rm gutes E ssKinmlv nU" fadt, k «MilbelnM!^ en 4%«it berf*® SS** Ho. «31. Freitag, den 5. October 18». Kießencr WyWr Allicize- ini Amtsblatt fit i>e« Krn» Sießk». EZcheirtt täAttch mit Ausnahme deS Msrr'r«egS. vierteljährlich 8 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn, t Schulstraße, Bit B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hßeil. Gießen am 3. October 1877. Betreffend: Das Auftreten des Coloradokäfers. Die Gwßherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstande des Kreises. Mit Bezug auf unsere Verfügung „Amtsblatt vom 27. Juli l. I." benachrichtigen wir Sie, daß die von Ihnen bestellten Exemplare innerhalb 4 Wochen durch einen Bevollmächtigten des Schulvorstands gegen Entrichtung von 65 Pfennigen für jedes Exemplar auf der Registratur Großherzoglichen Kreisamtes dahier abzuholen sind. Dr. B o e k m a n n. Gießen, den 3. October 1877. Das Großherzogliche Rentamt Gießen an sämmtliche Groscherzoqlichen Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks. Sie wollen in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lasten, daß die Berichtigung der Ende September l. Js. fällig gewesenen Holz-, Heugras- und Waldstreugelder bis zum 25. Oktober 1877 — bei Meldung der Mahnung — anher zu geschehen habe. Schliephake. technischen Mustersammlung des Gr. Gewerbvereins, so daß die letzteren von den beim Landes - Baugewerkschule Barmstadt. Die im vorigen Jahre mit einer Staats-Subvention begründete Landes- Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren zweiten Jahres-Cursus am 15. November l. I., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1878 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und Polytechnikum die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und-Mühlenbauern Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntniste und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern x. dienen. Der Unterricht wird an r den Werktanph „TnnT sSfafiTcV von solgeuveu Herren ertheilt: Architekt Professor H - r,in a n n. W u. t, fljrofe’nor Dr. Nell, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W Möser, Handelslehrer Peters und Bildhauer Felix. ... Die Schule wird von jetzt an 2 Klassen Umsätzen nut solgendcu Unterrichts-Gegenständen : Freihand- und geometrisches Zeichnen, Darstellende Geomet^e seinschl. Schattenconstructionen und Perspective), Baucolchructions. lehre (etnschl. Stabilitäts. und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschiiren- Constructionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kilnstgewerblichL «eichnen technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst (ern,chl. Trigo nometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, The le der Bausuhrung, insb. Materialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlagen, Grundlehren der Phusik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ic. . . „ Die Nnterrichtslocale befinden sich in einem für die Schule besoi errichteten Neubau, unfern von den Bureaulocalitaten, der Bibliothek ^iind^der Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Bedingungen zur Aufnahme find: 1) Für die untere Abteilung, die I. Klaffe: In der Regel werden nur solche Schüler ausgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattete Dagegen wird von den Auszunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklaste einer Volksschule Entlasteneu zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2) Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis . "ner anaemeffenev einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können. kranker Frauen und die Aussagen unmündiger Kinder lauscht, von i-nem Fana- tismus, der jeden religiös anders Denkenden zum Scheiterhaufen schleppt. Von uns als Christen verlangt der Herr, daß wir nicht gleich dem verfluchten Feigenbaum blos stolze Blätter tragen. Wollen die Manner unser» Ruf nicht hören, jo wenden wir uns an die Frauen, damit sie in ihren Kinderni em kräftigeres Geschlecht erziehen. Mit einer feurigen Apostrophe an die Mütter in dichterischer Form schloß der Redner unter dem lauten Beifall der Versammlung. — Es folgte ihm Pros. Friedrich aus München, der im Eingänge die Schlußworte seiner im vorigen Jahre gehaltenen Mainzer Rede (»Mainz ha viel gesündigt ), welche selbst liberale Zeitungen mißdeutet hatten durch den Hinweis auf den unheilvollen Einfluß re^tferngte, »el Fink. Busch. Deutschland. Main», 30. September. Heute Nachmittag in der zweiten öffet'twn Versa^lung des Altka.holiken-Congresies iwlAkademie-Saa .i desurft. rstltche» Schlostes überbrachte zuerst Fürsprech Dr. Weibel aus Bischofs Herzog und in detzen Namen die Versicherung, daß w„kl che DMeren nn zwischen der christkatholischen Kirche der Schwerz und der °lt a h. K rche Deutschlands nicht existire». Beiden sei der Kampf aus dem Gewiss i h mib der Kampf um die politische Freiheit gegen Roms Anmaßung gemeinsam, wenn auch in Deutschland mehr die witzenschastliche, m der Schweiz h politische Seile in's Auge gefaßt werde. Eine scheinbare Disterenz l,eg , düü die Schweiz auf dem Gebiet der Reformen rascher vorgegangen sei. sAn der Münchener Congreß habe für jede Nationalkirche daS Recht anerkannt ihre Verfastung und ihre Disciplin nach ihren eigenen Bednrsmst z gestalten. Rom nur verwechsle Einheit des Glaubens m.t Ernsormigkett des Lebens. Konstanz, die alte Metropole der Schweizer, sei stets weniger römisch aewelen als Mainz Vielleicht verdanke es die «Schweiz noch den von Eonstanz zu Anfang dieses Jahrhunderts empfangenen Anregungen, wenn sie etwas kräftiger jetzt mit Reformen vorgegangen sei. , Advocat Lützeler aus Düsseldorf beleuchtete den Spruch. Cs kam en aroße Zeit, sie fand ein kleines Geschlecht. Zur den äußeren Kampf im Jahre 1870 habe dieser Spruch nicht gegolten, wohl aber für den Kampf gegeni en Inneren Erbfeind, gegen Rom. Die geborenen Führer deS katholischen Volkes die Bischöfe, senkten damals feige die Fahnen; nur em klnnes Haustein st unentwegt, als von den Hochwarten der Untverfitätm er uf cr 1 ' ^2 ' welches jetzt in der römischen Kirche herrscht giKÄ1"»*-' K SäX .»i w™« »•> "■» 8*‘“ LandwirthfchaftlLches. Die Schlempe-Hefe. Von M. Delbrück. Beginn der neuen Brenncampigne wird es wünschenswerth sein, die Bren- neretbesttzer daran zu eiinnern, daß durch Anwendung der Schlempe-Hefe und die dadurch Erzielte Malzersparntß eine nicht zu verachtende pecuniäre Erleichterung deS Brenneretbudgets erreicht ist. an Mittheilung über die Verwendung der Schlempe in Kartoffel- und cK AL I,*frA£n ^E"itunq der Kunsthefe wurde vom Verfasser gemacht in dem Jahresbericht über die Thatigkeit der Versuchsstation des Vereins der Sptritusfqbri- ranten am ^.Februar 1877 zu Berlin, nach dem stenographischen Bericht zu lesen in c-er.Neuen Zeitschrift für deutsche Spiritusfabrikanten", 1877, Heft 7 u. 8, p&g. 69—71 uni» 7S-8°. Die dort gemachten Angaben und Vorschriften, welche auf Versuchen, durch Herrn Lubroig AoenariuS und Herrn Schuster in Prteborn auf Anregung des Schlachtvieh erbeutend, wieder zurück. Der Verlust der Ruffen betrug 16 Mann. Petersburg, 2. October. Amtlich wird vom 1. d. gemeldet: Ein Kavallerie-Detachement unter Führung deS General-Adjutanten Mansei wurde vom General Zimmermann auf Recognoscirung gegen Tatar-Basardschik ent- endet; nachdem daffelde am 26. Septbr. 500 Lscherkeffm bei Tschuboag .kujuffa geschlagen hatte, nähedte eS sich am 27. S-Ptbr. dem Ort Tarar-Ba- sardschik und warf wiederum 700 Tscherkeffen zurück, welchen große Verluste beigebracht wurden. Aus den Bergen vorrückende türkische Infanterie wurde durch Artillerie-Feuer zurückgehalten. Am 28. Septbr. trat Mansei den Rückmarsch an, auf welchem abermals 300 Tscherkeffen besiegt wurden, und rückte in seine frühere Stellung wieder ein, nachdem er in vier Tagen 200 Werst zurückgelegt batte. Der russische Verlust betrug am 26. Septbr.: 17 Mann lodt, 1 Officier verwundet; am 28. Septbr.: 12 Mann tobt. Der türkische Verlust war bei allen drei Gefechten sehr bedeutend. Tatar-Basardschik tst befestigt und durch türkisch-ägyptische Truppen besetzt. — Die „Agence Russe" meldet aus Bukarest: Die Türken haben that» sächlich bei Silistria Pontons gebaut und 200 Mann nach Kalarasch übergesetzt. Es sind ausreichende russische Truppen in Verschanzungen dagegen concentriTt worden. Der Handstreich gegen Kalarasch, obschon letzteres noch immer 300 Kilometer von der Bahnlinie entfernt liegt, wird mit dem in Siebenbürgen entdeckten Complote und der in Kronstadt erfolgten Beschlagnahme von Waff n in Verbindung gebracht. Der Uebergang der Ruffen über den Sereth d. uert fort. Die Pecrocheni-Brücke ist für den Verkehr eröffnet. Außer der Linie Bender-Galatz-Ismail soll noch eine Bahnlinie zwischen Tralei und Simnitza bis Ende October für den Verkehr vollendet werden. Der Bau- Unternehmer Poliakoff hat den Auftrag erhalten, 300 Kilometer Schienenwege in Bulgarien, sowie den Bau von Baracken für 150,000 Mann und den Bau von Lamretheu für 15,000 Mann herzustellen. An mehreren Punkten der Donau soll eine Dampfschiff-Verbindung eingerichtet werden. Wien, 3. October. Das „Tageblatt" meldet aus Serajewo^: Rach Bjeliira sind 2000 Baschi-Bozuks abmarschirt. Die Heerstraße von Serajewo nach Mostar wird stark befestigt. Ismet Pascha erhielt das Commando eines türkischen Drina-Corps. In seinem Stabe befinden sich zwei englische Officiere. Petersburg, 3. October. Amtlich wird aus Plewna vom 30. Sept, gemeldet: Gestern und heute besichtigte Großfürst Nikolaus mit dem Fürsten von Rumänien und dem General Totleben sämmtliche russischen und rumänischen vorgeschobenen Stellungen und Batterien; alle Arbeiten, sowohl die der Nuffen wie die der Rumanier, sind weit vorgeschritten. Die Türken beantworten das russische Geschütz-Feuer nicht. Der orientalische Krieg. 9 s 2 per Flasche X 1.30. (4705) L. Müller. portfanteCement empfiehlt (4536) Fr. Müller II *" ** ««S* e. h’Ä'«- it Ä11 ,tle »urbe ' W« 200 sw '-^^»dschik t|i(1 1,46111 thal- Ä ibtrg,, W btgnn l-St-rei Vo4 llI° wlt dem in Sie- W*t Natz rnrde dir Änalnie Hot ;T sein, eine AnM ches, dmn A stellte sub Au uuWM vvp'mi; in Zapf genommen M- dasselbe für die ZukB oßh. Kreisamt kme Zn- nächst zur Kenntniß 68 >ie Mittel zur unauStzk rbneten verwilltgt, weil Schaden zu bewahren ilgenoe Nschnchlen: M ;tßfl am Rheine zwisch« straft der Keieger M .rt der kleinen irdischen Blitzesschnelle lauste d« winselnve Kind am Uf« -LÄ'-S steber. ®|n In Msicninsier durch iroeet ®orbe” i Alles Behälter M- Brretch^untz .sZch ’ine‘ “irbirn 1° l1& EntlernuuS l Kegel, Bekanntmachung. Den Schuldnern des Kaufmanns Heinrich Battenfeld von Gießen wird eröffnet, daß gültige Zahlungen nur an den provisorischen Massecurator Max Pilger dahier geleistet werden können. Gießen, am 29. September 1877. (5458 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. Verfassers in verschiedenen Brennereien angestellt, basirten, haben sich seitdem so vielfach und in den verschiedensten Variationen des veiwandten Rohmaterials rc. rc- bewährt, daß die Schlempe-Hcfe getrost zur allgemeinen und unbedingten Anwendung empfohlen werden kann. Recept der Schlempe-Hefe pro 100 Liter Hefengut. Aus dem Vormaischdotttch werden 50 Liter süße Maische durch ein grobes Sied in das Hefengefäß gegeben, dazu 50 Liter Schlempe dtrect vom Apparat, nicht aus der Schlempcgrube, so zugesiedt und vermaischt, daß die Endtemperatur 490 R. beträgt. Diese Hefenmatsche wird nun w iter genau so behandelt, wie die gewöhnliche 50stündige Grün-Malz Hefe, d. h. sic bleibt 24 Stunden zur Säuerung stehen rc. rc. Da der Geschmack ein ganz anderer ist, wie der der Grünmalz-Hefe, so ist es wünschenswerth, sich eines zuverlässigen Säuremeß-Appaiates zu bedienen. Der Säuregehalt vor dem An- stellen mit Mutterhefe soll sein 40 Lüdersdorff, oder 20 Ec. Hefengut müssen sein — 2 Ec. No malnatron. Ist die Säuerung stärker, so ist vor dem Anstellen ein weiterer Zusatz von süßer Maische oder süßem Hefengut zu geben. Das Vcrfshren erleidet keine Aenderung, ob Mais oder Kartoffeln gemaischt werden Werden pro 100 Pfd. Kartoffeln weniger wie 4 Pfd. Malzgetreide zum Ver- zuckern verwendet, so ist eS wünschenswerth, dem Hefengut einen Zusatz von Malz zu gewähren, und zwar werden dann pro Centner Kartoffeln etwa 3/4 Pfd. Malz mit der Kartoffelmatsche in dem Hefengefäß gemaischt und hier entweder mit Wasser*) oder mit Schlempe gar gebrüht. Dem entsprechend werden nun Matsche und Schlempe weniger verwendet. In diesem Fälle muß natürlich das Malz Zett zur Zuckerbtldung haben. Böhm, welcher für 6 x auf vier Blättern klein Octav dasselbe Verfahren als Geheim-Recept vertreibt, hat folgende.Abänderung getroffen. Böhm matscht Malz und Kartoffelmaische, überläßt der Verzuckerung nur die Säuerung und setzt die Schlempe erst am zweiten Tage bei 300 N. zu. Diese unwesentliche Aenderung wird einen nach- theiltgen Einfluß wahrscheinlich nicht haben. Der Vorzug der Schlempe-Hefe gegenüber der Grünmalzhefe ist zunächst Arbeits- ersparniß; das höchst lästige und mühsame Etnmaischen des Grünmalzes mit Wasser fällt fort. Weiter wird entweder der ganze oder wenigstens der größte Thetl des zur Hefebereitung verwandten Grünmalzes erspart. Diese Ersparniß beläuft sich auf 150 Pfd. Gerste pro 100 Ctr. verarbeiteter Kartoffeln — 15 X, mithin per Campagne für mittlere Brennereien auf 3000 x Die Gährkraft dieses neuen Gährmtttels ist dieselbe wie die der Grünmalz-Hefe, übertrifft sie sogar noch insofern, als bet Ersatz der Grünmalz-Hefe durch Schlempehefe, ohne daß das in der gesparten Gerste wegfallende Stärkemehl durch Mehrnahme von Kartoffeln ersetzt wird, der Spiritus-Ertrag nicht verändert wird. Die allgemeine Einführung dieser Hefe ist deshalb von entschieden nationalökonomischer Bedeutung und Mittheilungen aus der Praxis über Gelingen und Nichtgelingen im höchsten Grade erwünscht. Mit Beginn der neuen Campagne ist zu empfehlen, mit der gewohnten Grünmalzhefe anzufangen und diese allmählich durch Schlempehefe zu ersetzen. *) Naturgemäß muß auch die Regel für Bereitung der Kunsthefen, daß der Zuckergehalt derselben nicht unter 13 pCt. betragen darf, beachtet werden. Literarisches. Die „Deutsche Revue über da« gelammte nationale Leben der Gegenwart", herausgegeben von Richard Fleischer, Verlag von Carl Habel (C. G. Lüdentz'sche Verlagsbuchhandlung) in Berlin SW. 33. Wilhclmstraße hat eine überaus große Bedeutung für jeden Gebildeten gewonnen. Wer mit seiner Zeit in engerer Verbindung stehen, wer sich über die wichtigen Fragen des öffentlichen Lebens, über die Fortschritte in den Wissenschaften, der Kunst und Literatur unterrichten und durch werthvolle belletristische längere Beiträge der ersten Autoren Deutschlands im edleren Sinne unterhalten will, der lese diese Zeitschrift! Heft 1 des zweiten Jahrganges bietet wieder einen höchst interessanten und belehrenden Inhalt: Der RetchstagSabgeordnete Schulte .eröffnet.in demselben einen tiefen Einblick in das clericale Parteitreiben und richtet eine Philippika gegen die Ultra montanen im Parlamente und ihre Führer Windthorst und Genossen. Der bedeutende Nationalökonom Laspeyres weist durch den Mehrverbrauch an Kohlen in den letzten Jahren nach, daß der Nothstand der gesammten Industrie nicht so bedeutend ist, wie es vielfach angenommen wird. Landgraf tritt für moderne Schauanstalten für die Fabrikate ein. Birnbaum berichtet über die landwirthschaftlichen Krisen im Groß und Kleinbetriebe. Gareis hält eine Reform der Genfer Convention, deren Mängel er nachweist, im Interesse der Humanität für nöthig. Breßlau gibt ein sehr interessantes,Bild von Don Carlos nach neuen historischen Untersuchungen, der historische Don Carlos weicht darin sehr von dem idealen Jnfanten in Schiller's Trauerspiel ab. Der berühmte Geograph Kirchhoff bietet einen neuen Einblick in den Bau Central- asiens. Carriere tritt für den Glauben an eine sittliche Weltordnung, durch welchen das Deutsche Volk sich erhoben hat, ein und hält mit hervorragenden Vertretern der Philosophie der Neuzeit eine Reform der veralteten christlichen Dogmen für nöthig. Se'tz, der bekannte Münchener Kliniker, berichtet über die Einrichtung der Spitäler. Reitling er schreibt über Wirbelbewegungen und Wtrbelotome, die ein wichtiges neues Gebiet der physikalischen Forschung bilden. Der Artikel ist für Jedem von hohem Interesse, besonders weil Reitli! ger eine vorzügliche populäre Darstellungsgabe besitzt. Schasler bespricht die Kunstausstellung der Akademie in Berlin. Emil Naumann schildert die Mufikseste am Rhein, in Salzburg rc. und hebt hierbei besonders zwei neue Compositionen von Vierling und Bruch hervor, sowie die große Virtuosität des berühmten spanischen Geigers ©arafate. Adolf Strodtmann berichtet über die con- fiscirten „neuen Gedichte" von G- Herwegh und bedauert die politische Verirrung des hochbegabten Dichters. Alle vorstehend bz. Artikel sind allgemein verständlich und von großem Interesse und Nutzen für jeden Gebildeten. Das Feuilleton bietet durch seine wesentliche Erweiterung ebenso viel Unterhal- tungslectüre wie die besten und größten belletristischen Blätter. Wir finden in demselben drei längere abgeschlossene Capitel des Romans: „Um den Kaiserstuhl" von Wilhelm Jensen, welche uns als eine meisterhafte und hochpoettsche Einleitung in das Leben des dreißigjährigen Krieges erscheinen und eine ergreifende Scene, die sich in Folge mittelalterlichen religiösen Fanatismus abspielt, vorführen. Wir machen auf diesen kulturhistorischen Roman des berühmten Verfassers besonders aufmerksam. Außerdem enthält das Feuilleton eine Verdeutschung HorazischerOden von Emanuel Geibel, die in dieser Übertragung zum ersten Male hier veröffentlicht werden, eine vortreffliche Schilderung über das Thierleben des Meeres von dem hervorragenden Kieler Zoologen K. Möbius, das spannende Characterbild „Professor Hydra" von K- E. FranzoS und eine für unsere Zeit hochbedeutende Abhandlung von Daniel Schenkel über die nationale Bedeutung der religiösen Frage mit Bezug auf die jüngsten Vorgänge in der Berliner Synode; dieser vortreffliche Artikel wird gewiß Epoche machen! Wir schließen diese Besprechung mit dem Wunsche, daß diese Zeitschrift, die unsere einzige wahrhaft nationale Deutsche Revue bildet, im Interesse der nationalen Bildung in keinem Hause fehlen möge. Sie bietet den reichhaltigsten, belehrendsten und interessantesten Inhalt unter allen bestehenden populären Zeitschriften. Abonnementsbestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten an. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach den im Reichsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Prioat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in Breslau. — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenverein in Leipzig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Pcivat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. SS» Seitens der Rationalbank für das Großherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach $ 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefänxniß bis zu einem Jahre bestraft. Handel und Verkehr. Gießen, 5. Oct. Auf dem am 2. u. 3. Oct. dahier stattgehabten Viehmarkte waren aufgetrieben: 1776 Stück Rindvieh und 1436 Schweine. Limburg, 3. Oct. (Fruchtbericht.) Rother Weizen X 21.10, Korn X 14.—, Gerste X 11.50, Hafer 7.50. (Durchschnitts-Preis pro Malter.) Frankfurt, 3. Octbr. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual, per Ctr. X 2.60—3.40, Stroh p. Ctr. X 2—2.59. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 110, 2. QualitätX 1, im Detail 1. Qual. X 130, 2. Qualität X 1.20. Eier, das Hundert X 5.80—6.60. Erbsen, geschälte, (per 100 Kilogramm) 26—28 X, ganze Erbsen 21—24 X Bohnen, 23—26 x Linsen 24—30 x Kartoffeln 100 Kilogr. X 5—5.50. Weißkraut das Hundert X 10.—. Fleischpretse: Ochsenfleisch per Pfd. 75 H, Kuh- und Rindfleisch 55-65 H, Kalbfleisch 60—75 H, Schweinefleisch 75—80 H, Hammelfleisch 50—63 H. Im Aepfelwein-Machen herrscht dermalen eine große Thätigkeit. Das Einkeltern geschieht zu mäßigen Preisen, da die schwäbische Concurrenz Heuer fehlt, vielmehr von dort Kelterobst angeboten wird. Das Matter wurde bezahlt mit X 9.50—10,50. Temperatur in Gießen. September 1877: Niederste................... Mittlere................... Mittel früherer Jahre.............. Höchste .................. Niederschlag an 16 Tagen............. Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen . . . Mesondere Mekanntmachungen Bekanntmachung. Die Stellung der Katharine Elifa- Lethe Weller von Klein-Linden abgeschiedene Ehefrau des Gorg Schmelz II. ton Großen-Linden unter Curatel wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß gültige Rechtsgeschäfte mit derselben nur durch den gerichtlich bestellten Kurator KaSpar Weller III. von Klein- Li nden abgeschlossen werden können. Gießen, den 29. September 1877. (5459 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. ■ Allgemeiner Anzeiger. Mobiliar - Versteigerung. 5526) Dienstag den 9. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab, werden auf Antrag des Herrn Eugen Siewert dahier im Saale des Herrn Gastwirth Bayer, Kurstraße Nr. 318, wegzugshalber nachstehende Mobilien: 5 SoPha, 5 Kleider- n. 1 Silberschrank, 3 Comoden, 1 Spiel-, 1 Eß-, 2 Schreib-, 1 Näh und verschiedene andere Tische, 24 Stühle, 5 Nachttische, 6 Waschtische (davon einer mit Marmorplatte), 15 Bettstellen, 1 Küchenschrank und 1 Küchentisch, 9 Spiegel (davon einer mit Marmor- confole). 8 Coltern, 2 Tischdecken, 2 große Teppiche, 6 Bettvorlagen, sodann Vorhänge, Nouleaux, Haus- und Kücheugeräthschasten, öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert. Bad Nauheim, am 3. October 1877. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Schutt.___________ Corned Eeef (amerikanische Rinder-Roulave) Beef Tongues „ Ochsenzungen) empfiehlt (5467 ftg. Wilh. Weidig. Aettgeöotenes. 5497) Saatkorn verkauft Phil. S ck w a n, Neustadt. IS. Kübsamen, —4,0 0 r. +8.40 „ + 10,91 „ + 18,0 „ 1,66 Par. 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