Anzeige- and Amtsblatt sne de» Kreis Gießen. L8V7 Erscheint tL-lich mtt Ausnahme deS MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Ißeik. Nachstehende Verfüqung Großherzoc,Iicken Muusteriums des Inner» wird hiermit zur Kenntniß der Interessenten gebracht. Gießen am 1. Rovbr. 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Zu Nr. M. d. I. 15542. Darmstadt am 26. October 1877. Betreffend: Die mit den Gesuchen um Genehmigung zur Anlegung von Dampfkesteln und zur Errichtung von Gebäuden einzureichenden Zeichnungen. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzogiichen Kreisämter. Die nach Vorschrift der Verordnung vom 4. Juni 1857, beziehungsweise der Gewerbe-Ordnung vom 21. Jun« 1869 mit den Gesuchen um Genehmigung zur Anlegung von Dampfkesteln einzureichenden Zeichnungen sind häufig auf so schlechtem Papier, oft nur auf gewöhnlichem Pauspapier, ausgeführt, daß dieselben schon während der Verhandlungen über das betreffende Gesuch zerriffen werden und fidb bei spateren Untersuchungen der Dampfkesselanlagen zu deren Vergleichung mit diesen, den Genehmigungs-Urkunden zu Grund liegenden Zeichnungen als unbrauchbar erweisen. Wir empfehlen Ihnen daher, in Ihren Kreisblättern bekannt zu macken, daß derartige Zeichnungen entweder aus gutem haltbaren Zeichenpspier oder auf Pausleinwand ausgeführt sein mnffcn, und künftig solche Zeichnungen, welche dieser Vorschrift nicht entsprechen, mit der Aufforderung zurückzugeben, dieselben auf Material der vorge- schriebenen Art gezeichnet einzureichen. Auch ist, soweit thunlich, darauf zu halten, daß dergleichen Zeichnungen das in der Bekanntmachung vom 12. Februar l- I- (Regierungsblatt Seite 57) für die Hingaben an die Behörden vorgeschriebene Format von 33 cm. Höhe und 21 cm. Breite haben oder daffelbe doch nur nach Einer Richtung hin überschreiten, damit sie leicht in dieses Format zusammengelegt werden können. In gleicher Weise ist hinsichtlich der den Gesuchen um Genehmigung zur Errichtung oder Veränderung von Gebäuden beizufügenden Zeichnungen zu verfahren. _______________________________________________________gez. v. Starck. _____________________________ Gießen am 1. November 1877. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte-Ertrags im Jahr 1877. Das Großherzoglichc Kreisamt Eichen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche unsere Verfügung vom 5. t> Mts., Nr. 233 des Anzeigers, bis jetzt noch nicht erledigt haben, an die alsbaldige Einsendung der rubricirten Uebersichten. ________________________________________________ Dr. B o e ck m a n n. Uotilisch Deutschland. Berlin, 1. November. General-Feldmarschall Graf Wrangel ist heute Abend 81/2 Uhr gestorben. ArauLreich. Pari-, 1. November. Von dem Ergebnisse der Unterredung Audiffret Pasquier's und Grevy's mit dem Marschall-Präsidenten wird die Versöhnung abhängig erachtet. — Eine Wahl-Annullirung in Maffe wird nicht beabsich- tigt. — Privatberichte aus Rom melden, daß das Hinscheiden des Papstes nahe bevorstehend. Paris, 2. November. In unterrichteten Kreisen gilt es als sicher, daß der Rücktritt des Eabinets in Aussicht genommen sei. Die Neubildung eines solchen böte große Schwierigkeiten. Uebrigens sei bisher nur die Rede von einem Ministerium des rechten Centrums. Erst nach der eventuellen Kundgebung des Senats, an welchen der Marschall-Präsident eine Botschaft richten werde, sei die Einsetzung eines definitiven Ministeriums in Aussicht genommen. Paris, 1. November. Ein Artikel der „Republique frantzaise" beschäftigt sich mit der Lösung der gegenwärtigen Krisis, namentlich mir der Eventualität einer abermaligen Kammer-Auflösung. Derselbe enthält folgende Ausführungen: Ein anderer Präsident als Mac Mahon hätte vielleicht zu einer zweiten Kammer-Auflösung schreiten können. Wenn aber Mac Mahon nach dem vom Lande durch die Wahlen abgegebenen feierlichen Verbiete eine zweite Auflösung verlangen sollte, würden wir nicht zögern mit der Erklärung, daß er einen Akt der Rebellion begehe und daß sich der Senat, falls derselbe der beantragten Auflösung zustimmte, des Hochverraths schuldig mache. — In einem anderen Artikel deffelben Blattes wird die Eventualität eines Staatsstreiches besprochen und der Nachweis versucht, daß ein solcher nicht zu befürchten, weil schon der Versuch dazu unmöglich sei. KoTand. Haag, 1. November. Hier coursirenden Mittheilungen zufolge würde das neue Cabinet aus folgenden Mitgliedern bestehen: van Heekeren Vankell, Minister des Auswärtigen; Smidt, Justizminister; Kappeyne, Minister des Innern; Wichers, Martneminister; Gleichman, Finanzminister; Deroo, Kriegsminister; van Bosse, Colonial-Mintster; das neu zu bildende Ministerium der öffentlichen Arbeiten würde Tat van Poortoliet übernehmen. Ztußland. Petersburg, 2. November. Nach einer aus bester Quelle stammenden Mittheilung liegt dem Retchsrathe kein Claffensteuer-Gesetz vor. Die von dem Finanzminister in's Auge gefaßten finanziellen Maßnahmen kamen über- er H h ei ü Haupt noch nicht zur collegialischen Erwägung. Bestimmtes in dieser Richtung dürfte kaum vor einer sechswöchentlichen Frist erfolgen. Petersburg, 2. November. Die „Agence Ruffe" bezeichnet die Nachricht von der angeblichen Berufung des russischen Botschafters in Berlin, v. Oubril, nach Gornt-Studen als unbegründet; derselbe habe sich nur zum Besuch seiner erkrankten Mutter nach Baden-Baden begeben und kehre demnächst nach Berlin zurück. Nrrmänierr Bukarest, 31. October. Die Leiche des Prinzen Sergei von Leuchtenberg ist heute in einem schwarz ausgeschlagenen Waggon auf dem Nordbahnhofe eingetroffen. Der Metropolitan sprach ein Gebet. Herzog Nikolaus und Prinz Eugen von Leuchtenberg, Fürst Gortschakoff, die rumänischen Minister, die Civtl-, Militär- und Local-Behörden, sowie eine große Volksmenge waren anwesend. Ein Bataillon der Linien-Grenadtere und rumänische Nationalgarde bildeten Spalier. Amerika. New-Uork, 2. November. Die Schuld der Vereinigten Staaten hat im October um 4,237,000 Doll, abgenommen. Im Staatsschatz befanden sich Ende October 131,023,000 Doll, in Gold und 15,951.000 Doll. Papiergeld. Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 1. October. Zwanzig Bataillone Türken sind bei Khoridjukak, nahe dem Engpaß Deveboyum, zurückgelasien worden. Mehemed Alt Pascha ist in Salonichi eingetroffen. Konstantinopel, 2. November. Nach officieller Mitthetlung soll die verfügbare Reserve und der Landsturm einen Bestand von 498,412 Mann haben, von denen 165,000 sofort eingezogen werden. Die Aushebung hat 61,795 Mann ergeben. Im Ganzen sind bereits 226,795 Mann einberufen worden. Petersburg, 1. November. Amtlich wird aus Bogot, 31. Octbr., gemeldet: In dem Kamps bei Telisch am 28. Octbr. warf das Leibgarde- Ulanen-Regiment zuerst 150 berittene Bascht-Bozuks und Tscherkeffen zurück und machte darauf einen Angriff auf türkische Infanterie, wobei auf russischer Seite 3 Officiere verwundet und 50 Mannschaften getödtet oder verwundet wurden, meistentheils durch Bajonnet-Stiche. Im selbigen Kampfe wurde Prinz Albrecht von Sachsen-Altenburg contusionirt durch eine Kugel, welche die silberne Cigarren-Tasche deffelben durchbohrte; er verließ jedoch nicht die Front. Konstantinopel, 1- November. Laut amtlicher Verordnung wird die Getreide-Ausfuhr aus türkischen Häfen nach Konstantinopel freigegeben. — Der Regen hindert Operationen in der Umgebung von Rasgrad. — Eine russische Abthetlung ist über Jovan-Tschtfltk hinaus vorgerückt. folgen: Beyenheim- Geborene. Den 28. Oct- Dem Oeconomen Heinrich Weber, ein Sohn, Heinrich Karl Magdalene, geb. den 27 August. Den 29. Oct- Dem Photographen Ludwig Orth, eine Tochter, Amalie Emma Ohne eigentlich krank ,u sein leiden viele Personen bei Eintritt der rauhe.en Witterung an katarrhalischen, durch Verschleimung und Hustenreiz lästigen, Beschwerden. — Viele hiergegen angewandte Präparate, wenn sie auch vorübergehend nützen, haben doch meistens den Nacktheit bet längerem Gebrauche Magenkatarrhe und Verdauungsstörungen zu erregen. Dagegen hat sich die von Apotheker Engelhard in Frankfurt a. M. dargestellte Jsländtsch-MooS-Pasta als ein Mittel bewährt, welches den Brustorgancn nützt, ohne den Verdauungsorganen lästig zu werden. Diese Pasta, welche in den Apotheken zu haben ist, bat sich einen wohlbegründeten Ruf erworben und bietet namentlich allen an chronischem Lungenkatarrh Leidenden eine wesentliche Erleichterung Handel und Verkehr. Gießen, 3. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butler, per Pfd- 92—98 H, Hühnereier, per Stück 8 H, Käse, per Stück 6—9 Käsematte, per Stück 3 X Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 20^, Tauben, das Paar 55 H, Hühner per Stück 70 X Hahnen per St. 65 Enten JC 1.70, Kartoffeln 100 Kilo 6 jl 50 Frankfurt, 1 No». Am hiesigen Montags-Markte waltete die größtmögliche Geschäftsstille ob und bot unser hiesiger Land-Weizen zu wenig TranSactionen Veranlassung; ab unserer Umgegend X 22.50—23.50, Prtma-Waare viel über Cour«, fremder je nach Qualität und Herkunft von JC. 24-25.25. Die Vorgänge an der Berliner Getreide-Börse, betreffend die Treiberei von October-Wetzen, brachten in da« Geschäft einen unsicheren Ton hinein und unterbrochen den regelmäßigen Geschäftsgang Roggen hatte nur wenig Handel und stellte der Consum geringe Ansprüche. Prima- Roggen v4L 18.50 bis 75, sonstige Qualitäten .M 16.50-17.50, Tendenz fehlt- Gerste vernachlässigt; am offenen Markte geschieht sehr wenig, im Geheimen werden Preise bezahlt, die wir nicht als maßgebend betrachten; wir nottren je nach Qualität und Herkunft von 19—23. Hafer war in überwiegendem Angebot, so daß derselbe nur zu billigeren Preisen Aufnahme fand. Das Proviant-Amt bleibt reservirt und wäre nur zu sehr bedeutend billigeren Preisen Käufer Hoch Prima Hafer JL. 17, mittd Jt 15 bis 16, ganz ordinärer JC 12—13. Hülsenfrüchte rubig. Weiße Bohnen dringend offertrt, diesige Waare 22.50—23. In Reps und Rüböl wurde wenig gethan. Mehlmarkt sehr still. Futterstoffe dringend offertrt. Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 JL 38, Nr 3 34, Nr. 4 je 30, Nr. 5 JL 24, Roggenmehl o/i (Berliner Marke) JL 25, do. IL (Berl. Marke) JC 21, Weizen, effect- hi es-, ab Bahnhof hier JC. 23—24 25, ab unserer Umgegend 22—23.25, do. ftemder je nach Qual. 23—25.25, Roggen je nach Qualität JL 17—18.50, Gerste JL 18—24.—, öafer JC. 13—17.—, Kohlsamen V4L 36—37, Erbsen JL 21—24, Wicken 17.—, Lmftn jC 21—30, Rüböl, detail, v4L 83. Stimmung unsicher. (Die Preise verstehen sich sämmt- ltck per 200 Pfund Zollgewickt — 100 Kilo). Getraute. Den 30. Oct. Johannes Moos, Schuhmachermeister dahier, des Schuhmachermeisters Ludwig Moos in Rutterhausen, ehel. Sohn; und Katharine Müller, dcS »erst. Landwirths in Günterod, Adam Müller, ehel. Tochter- Denselben. Heinrich Ludwig MyltuS, Tabaksfabrikant dah^-r, und Johanna Elisabeth Karoltne Busch, des Bürgers und Kaufmann«, Wilhelm Busch, ehel.Tochier. Denselben. Karl Christian Anton Ludwig Steinberger, Bäckermeister dahier, -»es Bürgers und Bäckermeisters Karl Steinberger, ehel. Sohn; und Sophie Christine Auauste Lind, des öcift. Bürgers und Conditors, Ludwig Lind, ehel. Tochter. Den 31. Oct- Christian SchönhalS, Schuhmachermeiffer dahier, des verst. Ackermanns in Reuters, Justus Schönhals, ehel. Sohn; und Katharine Elisabeth Weitzel, VeS verst. Leinwebers Reinhardt Weitzel in Bryenbetm, ehel Tochter. Den 1. Nov. Johann Jakob Aßmann II-, Tagelöhner dahier, em Wittwer; und Auszug aus den IUrHentzüiyern der Aladl (feieren. Evangelische Gemeinde. Auszug a. d. Slaudesamlsregiltern des Standesamts Gießen. Vom 27. October bis 2. November 1877. Aufgebote. 30. Oct. Maurer Karl Friedrich Wilhelm Loth von Borna mit Karoltne, Wtttwe des Küfers Friedrich Fernkocn, geb. Krimer, von Gießen. 1. Nov. Der «Sergeant im II Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116, Heinrich Bommershetm von Dorheim mit Anna Margarethe Fuchs von BommerSheim- — Kaufmann Konrad Roth von Wallenrod mit Louise Scheuer von Obernheim Eheschließungen. r , ä ri 30. Oct. Fabrikant Heinrtck Ludwig Myliiis mit Johanna Eltsabethe Karoline Busch, beide von Gießen. — Bäcker Karl C" i > n Anton Ludwig Steinberger mit Sophie Christiane Auguste Lind, beide von Gl ße . — Schuhmacher Johannes MooS von Ruttershausen mit Katharine Müller von Günterod. 31. Oct. vr. Wilhelm Pull- mann practischer Arzt in Grünberg mit Emilie Louise Loewe von Gteßen. — Schuhmacher Christian Schonhats von Reuter« nAt Katharine Eltsabethe Wettzel von fein und bleiben, eine Stätte Karoline Kühn, geb. Boßhammer, des verst. Taglöhners, Johannes Kühn II. in Kappel, - - - Wtttwe. Getaufte. 27. Oct- Ludwig, Sohn von Schuhmacher Theodor Schlitt. 26. Oct- Anna Eltsabethe, Tochter von Lademeister Johann Georg Hornhard. — Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Bäckermeister Emil Sauer. 23. Oct. Ludwig, ein in der EntbtndungS-Anstalt geborenes außereheliches Kind von AuSwartS- 24. Oct. Marie Katharine Natalie, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Ktnd von Auswärts. — Wilhelm, ein in der Entbindungsanstalt geborenes auß-reheliches Kind von Auswärts. 27. Oct- Anna Johanna, ein in der Entbindungsanstalt ge- orrnes außereheliches Kind von Auswärts- — Karl Wilhelm, ein in der EntdindunzS- jnftalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 26. Oct. Otto Anton Ludwig Jacob, Sohn von Kaufmann Anton Fangmann. 25 Oct. Lma Marie Christine, Tochter von Schneider Eberhard Dort. 28. Oct. Karl Johann August Emil, Sohn von Schuhmacher Heinrich Seidewand. Gestorbene. 27. Oct. Matthias, 1 Jahr 1 Monat 10 Tage alt, ein außereheliches K nd von Auswärts- — Christian, 7 Monat alt, Sohn von Maurer Adam Prasch. 28. Oct. Heinrich, 1 Jahr 7 Monate alt, Sohn von Ziegeleibesitzer Heinrich Schomber-— Anna Margarethe, 7 Monate 8 Tage alt, Tochter des verstorbenen Bremsers Philipp Schmidt. 30. Oct. Marie, 7 Monate 8 Tage alt, Tochter von Taglöhner Konrad Wagner. — BZilhelm Julius, 9 Tage alt, Sohn von Möbelfabrikant Karl Reiber. 1. Nov. Louise Reiber, geborene Friedel, 25 Jahre 11 Monate alt, Ehefrau des Mobelsabrikanten Karl Reiber. - London, 1- November. Dem „Daily Telegraph» wird aus Erzerum «nm 31 Ouober t-learaphirt: Die türkische Armee hat sich gestern vvnHossan- L Zurückgezogen. Die in Hassan-Kale zurückgebliebene Arri-regarde wurde während der Nacht von einer beträchtlichen russischen Abtheilung vollkommen abgeschnitten. Zwei Bataillone wurden gefangen genommen. Die Verluste der Rusten sind unbedeutend. Di- türkische Armee hat jetzt eine Vertherdrgungs Stellung bei Devebogun auf den Höhen östlick von Erzerum>nne. . — “ 8 o f a l - St o t iz. ffitefien 3 November. Im Anschluß an unseren F-stb-richt in Nr. 2o3 be8 „Anz-i- gerB" über »en Empfang Seiner König!. Hoheit d-s G.oßh-rzog- lasten w.r nachstehend noch 1 Das Widmungsgevicht bei Ueberreichung des Bouquets. Allerdurchlauchtigster Landesvater! Unser Beschützer und treuer Berather. Schenket in fürstlicher Gnade und Huld Uus für drei Worte nur gnädiqst Geduld! Erstlich so möchten wir gerne Euch reichen Unserer Liebe und Ehrfurcht ein Zeichen! Nehmet die Blumen, die unsere Stadt Euch zu erfreuen gewunden hat. Aber die Blumen — sie welken geschwinde — Morßen schon werden zum Spiel sie dem Winde. Darum, so bring' ich Euch was nicht verweht Und bis an'« Ende der Tage besteht: Kindliche Liebe und Treue und Neigung, Frohen Gehorsam« stete Bezeiaung; Was nur ein Fürst sich wünscht und begehrt, Das sei unserm Großherzog bescheert! 2 Di- B-arüßuna St. Königl. Hoheit durch den Bürgermeister bei Vorstellung der Stadtverordneten-Versammlung. üw. Königliche Hoheit «ollen All-rgnädigst gestatten, daß ich Ihnen ,m Namen des hier versammelten Stadtvorstandes Ihrer getreuen Stadt Gießen für die uns zu Th.il qewordeiie Ehre Ihres Besuchs ehrfurchtsvollst dan e. Leider ist es uns bei dir Kür^e der rz-it nicht möglich gewesen, unterer Freude -inen unseren Wünschen entsprechenden äußeren Ausdruck zu geben; indessen glauben wir hoffen zu dürfen, daß tiw stönialtcke Hoheit auch die ohne glanzvolles äußeres Gepränge bei Ihrem ersten Besuch- feit Ihrer Thronbesteigung sich kund liebenden Versicherungen innigster Treue und Anhänglichkeit und aufrichtiger Lieb- unD Verehrung huldvoll entgegen,un-bm-u aeruhen werden. Moae während einer langen und gesegneten Regierung der Statt Gießen noch recht oft' das Glück und die Freude zu Thcil werden, Ew. Königliche Hoheit in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen''. * 9 8. Die Ansprache des Rektors der Universität. Königliche Hoheit! mache Gebrauch von dem schönen Ehrenrechte des Rectors der Landes- Universität, den Gefühlen der Ehrfurcht und der Liebe Ausdruck zu geben, mit welchen die Universitätsstadt Gießen den allergnadlgsten Landesherrn zum ersten Mal festlich in ihren Mauern willkommen heißt. Es aeschieht im Namen einer Hochschule, die mit Stolz der Zelt gedenkt, da Ew. Königliche Hoheit zu ihren akademischen Bürgern zählten und die Jugendbegelsteruna für die Wissenschaft in sich aufnahmen, die Sie jetzt als ihr väterlich fürsorgender Beschützer bethätigen und auch ferner belhätigcn zu wollen huldvoll verheißen haben. Es aeschieht im Namen einer Stadt, deren tapfre Jugend unter Ew. Komgltchen Hoheit Befet-l an dem ruhmvollsten aller Kriege ehrenvollen Theil genommen hat und deren Bürgerschaft mit warmem Danke anerkennt was eine Regierung des allgemelnften Vertrauens in treuer Arbeit leistet für das Wohl des Landes und an ihrem Thell für das Es geschieht mit dem herzlichsten Wunsche, daß das erhebende Schauspiel begeisterter Unterthanenliebe, das Ew. Königliche Hoheit auf dieser Relse begleitet, Sle begleiten möge in einem langen, reich gesegneten Regentenleben, daß der Bund, den Ew. Königliche Hoheit auf dem Schlachtfeld geschlossen mit dem Volk in Waffen em glückverheißendes Vorbild sei des Bundes, der in unserem Lande Fürst und Volk in me getrübter Eintracht zur Arbeit des Friedens vereinigt. Und es geschaht rnit dem Gelob- niß, das hier feierlich ausgesprochen werden soll: Diese alte UmversitatSstadt wird unter Ew. Königlichen Hoheit allergnädigstem Schule scm und blelben, eine Statte Netßiaer ernster Arbeit, ein Sitz unerschrockenen Wahrheitssinnes und tapfren Burger- muttes; aber auch eine Schule jenes Geistes der Pflichttreue und der Selbstverleugnung, der Mannszucht und der Vaterlandsliebe, ver uns das Reich geschaffen, uns Staat unb - . . M..,...«. ..... ...... jubdnbtn Ruf Seim Königlich- Hoheit «roßherzog ' Denselben. Dem Schuhmacher Johann Diedrich, eine Tochter, Johann- Mar. hsudwia IV. lebe hoch! hoch' hoch!" garethe Minna Elisabeth Christine, ged. den 1. Oct- . vucroifl । B Denselben. Dem Lokomotivheizer Johannes Krahl, eine Tochter, Sophie Marie Vermischtes. — (Sie raube Wirklichkeit.) Dem in Toledo (Ohio) erscheinenden «Expreß ent- _ . Sder"s!'d7s^«r^ ÄfKS Oct- Dem Schuhmachermeister Philipp Reitz, eineToch.er, «nna, geb. sich in den Angeln, denn sie saß (die Jungfrau nämlich) leicht und graziös darauf, Denselben. Dem Leistenmacher Georg tippet, eine Tochter, Anna Margarethe Wl< 0U@rlVaTte®e“ne 6200) Zu vermielhen ein Stall mit großem Boden bei E Rahn Näheres D. 176. mtethen Morgen Abend bei Reparaturen worden bestens besorgt. (61H 9°°°OCXXXXXXXXXXXXX2ICIOQOCCXXXXXXXXXXXXX 1 Lager /sonn I (5000 in > l 6164) 6188) Tagesordnung: 6195) 6197) Anfang 7 Uhr. Hierzu eiu zweite» Blatt Anfang ?i/2 Uhr. Harten an fter Uasne. Werkstätte für Reparaturen. Vermischt« Anzeigen. 6206) Ein braves Dienstmädchen au Weihna^trn gesucht. Lit. A 30. 1) Berichterstattung. 2) Vorstandswahl. 3) Allgemeine Vereinsangelegenhelten. Der Vorstand. «069) Der dritte Stock meines .Hauses ist zu vermie- then. C7ir. W«Ilenfel# am Markt. Nähmaschinentheile, Ool, Zwirn und Nadeln. Promenadehaus. Heute, Sonntag den 't. November: Im festlich decorirten Saale des Cafe Leib Generalversammlung Mittwoch den 7. November, Abends präcis tUjr, auf dem Lahnstein. Singer-, Wheeler & Wilson-, Grover & Baker-, Howe-, Elastic-, Pechdraht - Maschinen etc. für Familien und Gewerbtreibende. Die JRflnIfflifssrrfi von 6185) Ein junger Monn, der längere Zelt in einem Eisen-, Holz- und ftohlen- geschäft als Magazinier thätig war, gut rechnen und schreiben kann, sucht eine Stelle. Nähere- bei Wildprethändler Mehl. Sonntag den 4. November 1877: Gfostte« (1