Jfo. Mittwoch, den 3. October LS-S. Meßmer Anzeiger Aozeize- mi AMsblM fit den Kreis Gießen. Erscheint täglich mH Suinabme bei MouLa^s. GH-OdMO«r Schulftraße, LH. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 3 Start 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bereit vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Hßeil. Gießen am 29. September 1877. Betreffend: Debes kleiner Schulatlas. _ » Die Großherzogliche Krcis-Schul-Commiffioii Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Durch Erlaß Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 21. d. M. ist rubricirter Atlas im Verlage von Wagner und Debes in Leipzig" neunzehn Karten enthaltend, zum Preise von 60 Pfennigen zur Einführung in den Volksschulen empfohlen worden. Wir setzen Sie unter dem Anfüzen hiervon in Kenntniß, daß vor Einführung desselben in den Schulen Antrag wegen Genehmigung bet uns zir stellen ist. ____________Dr. Boekmann. ______________________________________________ Bekannt m achun g. Die Amtstage des Landgerichts Gießen werden Dienstag und Mittwoch abgehalten und zwar des Vormittags von 8 bis 12 und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Gießen, 1. October 1877. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann.• Der diesjährige Herbst-Faselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg soll Dienstag den 23« October dieses Jahreö ZU Friedberg abgehalten werden. . Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Commission gemustert und wird dem Eigenthumer der als p.relswurdig erkannten Rötere eine Geldprämie bewilligt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein und die Kreisstadt Friedberg haben hierzu entsprechende Betrage zur DwpWtton geste . Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint nicht als eine Bedingung der Ptämiirung. Von der Preisbewerbung sind Gemein e-Fas ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber nicht pramtlrt werden, wtrd auf Verlangen eine Weg-Vergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte Thiere werden vom Platze weggewtesen werden. Die zum Abschlüsse kommenden Verkäufe, wollen dem Großherzoglichen Bürgermeister, Herrn Foucar dahter, zur Anzetge gebracht werden. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg am 20. September 1877. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. Dr. Braden. _______ Deutschland. Mainz, 29. September. In der zweiten Delegirten-Versammlung des Altkatholiken Congresses gelangten heute Vormittag zwei vom Karlsruher VezirkS- verband gestellte Anträge zu eingehender Discussion und zur allgemeinen Annahme in folgender Form: 1) Der 6. Congreß der Altkatholiken erlaubt sich die Aufmerksamkeit der Regierungen und des Volkes auf die päpstliche Bulle vom 20. Januar d. I. zu lenken, in welcher einerseits allen Geistlichen beim Antritt ihres Amtes befohlen wird, zu schwören, daß sie die Decrete des vati- canischen Concils mit Herz und Mund annehmen und danach in den Schulen lehren und handeln wollen und in welchen anderseits die Bestimmung Plus'l v. vom 13. November 1564 erneuert wird, nach welcher alle Magister, Doctoren, Beamten, Kanzler, Rectoren, Promovenden an Universitäten und die Lehrer an allen Gymnasien und höheren öffentlichen und privaten Unterrichts-Anstalten, wenn sie nicht der Excommunication verfallen und ehrlos sein wollen, im Linne und Geiste der römisch-katholischen Kirche lehren müssen. 2) Der 6. ^oiigreß der Altkatholiken erklärt — unter Hervorhebung der Nothwendigkeit, den Religionsunterricht im Jntereffe der Bildung und Erziehung als obligatorischen Lehrgegenstand den Schulen zu erhalten — die ost erhobenen Forderungen ter Ultramontanen bezüglich der Schule, sowie der Beaufsichtigung der Lehrer und der canonischen Sendung durch die Curie für unbegründet und den Jnteresien der Schule und des Staates verderblich. — Das Referat über beide Anträge hatte Pfarrer Rieks von Heidelberg übernommen; an der Debatte beteiligten sich insbesondere Ober-Regierungsrath Wülffing und Advocat Eilender jun. aus Köln, Fürsprech Weibel aus Luzern und Prof. Huber aus München. Es machte sich die Ansicht geltend, daß man zwar die preußische Stegiennig in ihrem Kampfe mit der römischen Hierarchie bei dem Religionsunterricht in der Schule energisch unterstützen müsse, aber dabei nicht verkennen dürfe, daß diese Regierung durch ihre inkonsequente Haltung diesen Kampf mit verschuldet habe, und zwar dadurch, daß sie zwar die vaticanischen Decrete als Neuerung errlart und eben deshalb die Maigesetze erlaffen, aber doch gleichzeitig die vatikanischen Katholiken als vollberechtigte Glieder der alten Kirche erklärt habe. Auf Beseitigung dieses inneren Widerspruches hinzuarbeiten, sei Aufgabe der Altkatho liken. — Im Weiteren beschäftigte sich die Versammlung mit den vorliegenden Anträgen für stärkere Verbreitung der altkatholischen Preffe, insbesondere des „Deutschen Merkur" und des „Altkatholischen Boten", sowie für Neubelebung der Agitation überhaupt. Prof. Huber betonte die Nothwendigkeit, nicht — nach dem schlechte« Beispiel der Ultramontanen — über kleinere Verschiedenheiten im eigenen Lager zu streiten, während der Nihilismus und ^vcialismus gewaltig auf uns eindringen und die liberalen Parteien vielfach die Wichtigkeit der religiösen Fragen nicht erkennen. — Die Fortsetzung der Discussion wurde auf den Nachmittag vertagt, nachdem die Versammlung noch beschloffen hatte, auch im nächsten Jahre wieder einen Altkatholiken-Congreß abzuhalten. Ueber Ort und Zelt wird der Präsident der diesjährigen Versammlung in Verbindung mit den Central Comit6s zu München und Köln später bestimmen. Berlin, 29. September. Vier Panzer-Schiffe von dem zurückkehrende« Mittelmeer-Geschwader erhielten Befehl, während des Winterlagers in Wil- helmshafen und Ktel eine stärkere Bemannung zu behalten, damit eventuell ein rasches Wiederauslailfen möglich. Berlin, 29. September. Die „Prov.-Corresp." bringt eine übersichtliche Darstellung der französischen Wahlbewegung. Sie druckt zu diesem Zwecke die wichtigsten Stellen des Mac Mahon'schen Wahlmanifestes und des Thiers'schen Wahlausrufes, sowie einen Passus aus einem Frankreichs republikanische Verfassung betreffenden Artikel des „Figaro" ab und knüpft an letzeren die Bemerkung: „Daß ein großes, anscheinend der Regierung ergebenes Blatt in solch frivolem Tone von der bestehenden Verfaffung reden kann, ist gewiß bezeichnend für die Verwirrung und Zerrüttung der politischen Zustände in Frankreich." — Da kürzlich in Warschau und in dem russischen Kreise Petrikau die Rinderpest in nicht unbeträchtlichem Umfange ausgebrochen, ist, um die Ein- schleppung über die nahe preußische Grenze zu verhindern, und mit Rücksicht darauf, daß der niedrige Stand der Gold-Valuta die Neigung zu einem, ungesetzlichen Handel mit Rußland reizen könnte, die Ausstellung eines stärkeren Militär Cordons angeordnet worden. Berlin, 30. September. Nach dem „Berl. Akt.", hat das Ministerium beschloffen, dem König die Einberufung des Landtages für einen Tag zwischen dem 20. und 25. October zu empfehlen. Berlin, 1. October. Die auf den 3. d. Mts. anberaumte außerordentliche General-Versammlung der Centralbank für Industrie und Handel unterbleibt, weil nur für ca. 4J/2 Mill. Thaler Actien angemeldet wurden. Die Versammlung ist deshalb nicht beschlußfähig. Dresden, 29. September. Das „Dresd. Jonrn." bestätigt, daß die Wahl L'.ebk. echt's in den Landtag für ungültig erklärt wurde und in dem betr. Wahlkreise bereits eine Neuwahl angeordnet worden sei. Karlsruhe, 29. September. Die Wahlmänner-Wahlen zur bevorstehenden Landtagswahl sind in den Städten Karlsruhe, Pforzheim, Offenburg, den Aemtern Ettenheim, Meersburg, Pfullendorf, Radolfzell und Pforzheim national-liberal ausgefallen. Die Betheiligung an den Wahlen war schwach. Weitere Nachrichten fehlen noch. Hestcrreich. Wien, 29. September. Die „Poltt. Corresp." veröffentlicht den Wort- gerückt und haben Plänkeleien mit den Türken begonnen. Daily News 25. L>eptbr. von den Kosaken besetzt. erhalten soll, ist General Totleben dem Fürsten Karl Kopace wurde am melden ans Verbice derweitige Verwendung beigegeben. V?ew- Aork, Truppen - Detachement Gebiet. Gießen, u 1.10-15, M 6L 3 Erbsen, yer Stück 70^, ■£ Lokat-SLotiz. Gießen, 20. Okt. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtoerordnetcn- sitzung vom 20. Seprember folgen: 1. Herr Heinrich Becker besitzt einen Garten an der Schoor -wischen Wall- thor und Neuenwegerthor in der Nähe oeö erbaut werdenden Jufltzgebäudes, welcher demnächst tn die dort projectirle Straße fällt. Unmittelbar hinter diesem Garten liegt städtisches Eigenthum, welches Bauplatz bildet- Auf einen deshalb jetzt schon vorge- geschlagenen Lausch konnte von der Stadt nicht eingegangen werden, weil Herr Heinrich Becker seine Forderung zu hoch gestellt hat und es soll deshalb diese Angelegenheit vorerst beruhen. 2. Während mit dm Herren Wilhelm Löber und Wilhelm Seultng wegen Abtretung von Gelände zur Straße im Gartfeld eine Verständigung zu Stande kam, war dies mit Herrn Christian Malkomeftus nicht möglich. Zum Zwecke der Erwerbung besten Geländes soll nun datz Erpropriattonsoerfahren eingeleitet werden. 3. Auf das Gesuch einer Anzahl Angrenzer des Leihgesterner WegS um Verlängerung der Ludwigsstraße bis ;um Lechgesterner Weg wurde nicht eingegangen, weil noch kein Bedürfntß hierfür vorliegt. 4. Mit Rücksicht auf die bis jetzt schon vorgekommene Terininsüberschreilung von Seite deS Uebernehmers der Arbeiten zur neuen Brücke über die Wies eck in der Reichensand-Bahnhofsstraße beantragte Herr Stadtbaumeister Sttef Einstellung der Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr, indem nicht anzunehmen sei, daß die Fertigstellung des BogenS vor Eintritt ungünstigen Wetters möglich werde. Dieser Antrag wurde gutgeheißen, nachdem auch das denselben billigende Gutachten Großh. Kreisbauamts oorlag. 5. Die Anschaffung von vier Meidinger-Ventilations-Oe'en in das SchulhauS am Berg wurde genehmigt. 6. Wegen der Gesuche der Herren Metzgcrmeister L Pirr und I- Seng um Erlaubniß zur Anlegung von Schtächtereien tn ihren Häusern soll sich unter dem Vorbehalt befürwortend ausgesprochen weroen, datz die Concession htefür nur widerruflich und unter den von Gr. Kreisgesundheitsamt sowie Gr Polizetoerwaltung gestellten Bedingungen erthetit werde. 7. Eine den Herren Heinrich Rau und Heinrich Dapper in Wieseck er» theilte Erlaubniß zur Anlegung einer Abfahrt am Wiesecker Weg soll -urÜckgezogen werden, wenn die Abfahrt nicht binnen 14 Tagen hergestellt werden sollte. 8. Von oen Herren Christian Noll, Georg Hetz, Adolph Kahn, Wilhelm Seultng und A- Kalkhof kamen Baugesuche zur Vorlage, welche keine Beanstandung fanden. 9. Zur Errichtung eines Grabdenkmals nach vorgelegtem Plan wurde Genehmigung ertoeilt. 10. Nicht eingegangen wurde auf ein Gesuch um Rückvergütung von Octrot von im Metermaß eingeführtem Brennholz. . e , 11. 300 Kosten für Herstellung der Zifferblätter am Thurm der kath. Kirche werden genehmigt und sollen in das Budget für 1878 aufgenommen werden. Gießen, 2. Oktober. Die Leistungen im Circus Blumenfeld sind, was namentlich das Schulretten betrifft, recht gut zu nennen und möchten wir Liebhaber rathen sich öfter den Genuß zu verschaffen. Die Pferde sind recht hübsch gehalten und leisten in Dressur alle? mögliche. Nur die Pausen dürften etwas besser ausgefüllt sein und etwas mehr Ruhe hinter dem Vorhang herrschen. Vermischtes. Gedern, 23. Sept. Wir entnehmen den Neuen Hess. Dolksblättern: Wie em Lauffeuer verbreitete sich am 19. b. Mts. die Schreckenskunde durch unseren Drt, daß der so sehr wie die Cholera gefürchtete und aus diesem Grunde wohl hier auch schlechthin „Cyolerakäfer" genannte Coloradokäfer auf den Kartoffelfeldern von Schulkindern entdeckt und von denselben ein Exemplar an maßgebender Stelle abgeliefert worden sei- Alles drängte sich herzu, um den unoerschämten Eindringling zu sehen, und herrschte hiernach die einstimmige Ansicht, daß derselbe auch an Häßlichkeit der Formen Nichts zu wünschen übrig lasse. Schon war man daran, ungesäumt die weiter gebotenen Schritte zu thun, als tn einigen Anwesenden gelinde Zweifel über die Aech^ heil des vorgezeigten Exemplars des ..Cholerakäiers aufstiegen und ergab denn auch eine hiernach wirderdolt oorgenommene eingehendere Besichtigung beff.lben, daß man weiter Nichts als eine wohlausgebildete junge Eidechse vor sich habe. (Sollten wirk- die Gederner so geschetdt sein, daß sie keinen Unterschied zwischen einem Kaser und einer Eidechse machen können?) Dem großen Schrecken folgte nur. selbstredend die größte Heiterkeit. — Wenn auch der vorliegende Fall ein Zeugnitz dafür abgibt, datz die überall tn Tausenden und Abertousenden von Exemplaren verbreiteten Abbtldungen des Coloradokäters bei uns Den beabsichtigten Ei folg noch nicht erzielt haben, so ist doch jedenfalls der gute Wille und die größte Vorsicht lobend anzuerkennen, bet welcher auch tin DorfotnmenDen Falle der wirkliche Coloradokäfer wohl sicher der Entdeckung nicht entgehen dürfte. AuS der Pfalz, 24. Sept- „Das richtige Weinwetter-, äußerte dieser Tage Jemand in der Vorderpfalz, „rein zum Weinen!- Die Hoffnungen der Winzer hat die Witterung der letzten Zeit fast auf Null herabgestimmt. Volle Stöcke aber leere Beutel, denn für den 1877er, wie er zu werden droht, werden sich nicht viel Liebhaber finden- — Hätte sich's irgend Jemand träumen lassen, daß die Wiener Weltausstellung und der russisch-türkische Krieg bestimmt seien, in einen nahen Connex zu kommenr Und doch ist dem so. Wie wir erfahren, bat die russische Regierung soeben die eisernen Gerüste und Sparren, aus denen die Galerien und Transspekte der Wiener Weltausstellung errichtet waren, zum Zwecke der Errichtung von Winter-Barack,n tn Rumänien angekauft und ist der erste Zug, beladen mit 64,"00 Kilogramm dieses Materials, bereits nach Bukarest abgegangen. So werden die Ueberblerbsel jenes großen Völker- festes des Friedens und der Entancklung nunmehr im Dienste des Krieges und der Vernichtung Verwendung finden. , , — Ein pariser Elfenbeinschnitzer brachte kü zlich seinen Kindern ein ^o^chen Aprikosen nach Haufe. Eins derselben, ein einjähriges Mädchen, führte eine Aprikose hastig z«m Munde, ohne eint darin verborgene Wespe zu beachten. Das Thier gelangte in den Gaumen der Kleinen, kroch hinein und alsbald entstand eine ungeheure s Geschwulst. Als der eiligst herbeigerufene Arzt kam, war das Kind bereits erstickt- Kngla«- Malta, 29. September. Das deutsche Uebungs-Geschwader ist heute hier eingetroffen. Amerika. 1. October. Ein 100 Mann starkes amerikanisches verfolgte mexikanische Maraudcurs auf mexikanisches laut der neuesten Depesche des griechischen Cabinets an den griechischen Ge schäststräger in London über die Haltung Griechenlands, sowie den authentl schen Text einer Note des deutschen Botschafters in Konstarninopel an den , türkischen Minister des Aeußern wegen der Freilaffung der Consuls-Mörder von Salonichi. In erstgenannter Depesche betont Trikupis, wenn man den ■ Moment geeignet glaubte, Griechenland durch Einschüchterung oder durch einen , gegen dasselbe geführten Streich als unabhängigen Staat vom Schauplatz ver- , schwinden zu machen, würden die Ereignisse alsbald beweisen, daß die Pforte , bei Befolgung solcher Rathschläge viel schwereren Gefahren entgegenginge. , Weder Einschüchterung, noch ein Handstreich könne die Action des Hellenismus im Orient unterdrücken. Ein ungerechter Angriff auf Griechenland würde un sehlbar das ganze Hellenen-Volk zur Erhebung bringen. Die „Polit. Corresp." meldet ferner aus Belgrad, 29. d.: Der Kriegsminister schloß mit einheimischen Großhändlern Verproviantirungs-Contracte für vier aufzustellende Armee- Corps ab. Aus Serajewo meldet die „Polit. Corresp." unterm 28. d.: Die türkischen Truppen in Bosnien erhielten Befehl, theils nach der Herzegowina in der Richtung auf Mostar, theils an die serbische Grenze zu rücken. Em dem General-Gouverneur zugekommenes Telegramm signalisict die Vorrückung von 14 Serben-Bataillonen gegen die bosnische Grenze. Nach einer Meldung der „Preffe" aus Sistowa wurde gestern bei Plewna durch rumänische Kavallerie und'russische Ulanen ein türkischer Convoi von 80 Wagen aufgehoben. Pesth, 29. September. Eine geringe Anzahl ehemaliger Grenzsoldaten beabsichtigte einen Einbruch in Rumänien, um den Russen die Zufuhren abzn- schneiden und den Bahnkörper zu zerstören. Der Putsch wurde vereitelt und die Grenzwachen verstärkt. Eine Untersuchung ist eingeleitet. — „Ellenör" bestätigt die Meldung des „Lloyd" bezüglich der Bewegung in Siebenbürgen. Es handelte sich angeblich um die Bildung einer ungarischen Legion von 5000 Mann, die in Rumänien hätte einfallen und vereint mit einem türkischen Corps die rumänischen Eisenbahnen unterbrechen sollen, um den Nachschub russischer Truppen zu verhindern Die ganze Affaire wurde in Folge der Wachsamkeit der ungarischen Regierung im Keime erstickt. Araakreich. Paris, 28. September. Die Verurteilung der republikanischen Blätter dauert fort. So wurde jetzt der „Patriote de Vaucuse" wegen Beleidigung des „Präsidenten der Republik" in der Person seines Geranten zu 3 Monaten Gefängniß und 3000 Frcs. Geldstrafe und in der Person seines Druckers zu 35 Tagen Gesängniß und 500 Frcs. Geldstrafe verurtheilt. Wie verlautet, wird man während der Wahlperiode noch viel strenger gegen die liberale und republikanische Preffe vorgehen. Die antirepublikanische bleibt dagegen ganz unbehelligt, und so kann z. B- der „(Slecteur de Dax", ein bonapartistisches Blatt, ohne daß es das Geringste zu befürchten hätte, sagen: „Die wieder- erwähnten 363 werden sich vor der Regierung beugen, wenn nicht, so wird sie der Marschall niederkartätschen lasten." Paris, 1. October. In einem veröffentlichten Schreiben äußert sich General Klapka in Bezug auf die vom Journal „Ellenör" mitgetheilte Nachricht über eine projectirte Expedition von Siebenbürgen aus nach Rumänien in folgender Weise: Ich habe keine Kenntniß gehabt von der Formation einer ungarischen Legion, die bestimmt sei, in Rumänien einzufallen. Andernfalls würde ich meinen Freunden davon abgerathen haben, da es der Türkei nichts nützen kann, unbesonnene Unternehmungen ohne ernsthaften Zweck zu organisi- reu; dies würde vielmehr lediglich dazu beitragen, unsere Kräfte zu theilen. Wenn die politische Mission der ungarischen Monarchie ein thätiges Handeln erheischt, so bedarf sie aller ihrer Kräfte. Sonach beruht die erwähnte Nachricht auf Erfindung. Paris, 1. October. Das Handelsgericht bat seinen Urtheilsspruch in Angelegenheiten des Credit Mobilier gefällt: danach hat die Administration Baron Erlanger in allen Punkten den Proceh gewonnen; das Sequester wird unverzüglich aufgehoben; die Forderung auf Auflösung der Gesellschaft ist abgewiesen. vom 26. Septbr.: Die rumänischen Truppen arbeiten an der letzten, gegen die zweite Redoute von Grivica, von welcher sie nur noch 90 Fuß entfernt sind, eröffneten Parallele. Von Seiten der Türken wurden feine Contre- Approchen angelegt. Konstantinopel, 30. Septbr. Dem Vernehmen nach hat die Pforte das Gesuch einiger Botschafter, Holz zum Baue von Baracken für Verwundete über die Donau schaffen lasten zu dürfen, abgelehnt. Die Genfer Convention stehe dem Gesuche nicht zur Seite. Gegen die Entsendung von Aerzten über die Donau habe die Pforte indeß nichts einzuwenden. Aumanien Bukarest, 1. October. An Stelle des Generals Zotoff, welcher an- Kolland. Haag, 1. October. In der zweiten Kammer wurde Seitens des Ministers des Auswärtigen bestätigt, daß das Gesammt-Ministerium Donnerstag seine Entlastung eingereicht habe. Dänemark. Kopenhagen, 1. October. Der Reichstag wurde heute vom Conseils- Präsidenten Estrup ohne Verlesung einer Thronrede eröffnet. Das Budget für das Finanz-Jahr 1878/79 wird morgen dem Volksthing vorgelegt. Rußland. Petersburg, 1. October. Die „Agence Rüste" bezeichnet die Zeitungs-Nachricht vom Erlaß einer Circular-Note des Fürsten Gortschakoff als unbegründet, mit der Bemerkung, daß gegenwärtig nur militärische Rücksichten maßgebend seien; die diplomatische Action könne erst später beginnen. Türkei. Der orientalische Krieg. Petersburg, 29. September Officielle Meldung aus Gen.i-Studen vom 28. d.: Ueberall Kälte und Unwetter; im Balkan ist Schnee gefallen. Das Bombardement im Schipka-Paste dauerte vom 21. bis 27. Septbr. incl. Unser Verlust besteht in 15 Todten und Verwundeten. Am 27. d. eröffneten im Schipka-Paste unsere Mörser das Feuer, wodurch sofort der türkische Pul- verkeller in die Luft gesprengt ward. An anderen Orten des KriegsschauplatzeS ist Alles ruhig. Am 24. d. griffen die Türken Oie Avantgarde unseres Corps bei Elena in der Nähe des Ortes Mahren au, wurden aber mit großen Ver» lüsten zurückgeworfen, wobei sie Feldzeichen zurückließen. Auf unserer Seite 4 Soldaten rott, 1 Officier und 17 Mann verwundet. Die Garde-Dragoner und Oer 20. Zug Oer reitenden Anillene-Brigade haben sich besonders ausgezeichnet. Nach ihrer Niederlage bei C rkowua verließen Oie Türken ihre Position gegenüber Oer uusrigen gänzlich und gingen schleunigst nach Popkiöi zurück, wobei sie Oen Feld - Telegraphen und einige Munitions - Karren zurück ließen, yicrauf herrschte überall Ruhe. London, 1- October. Die „Times" melden aus Schnmla vom 29. Septbr.: Die russischen Vorposten sind von Scharko wna bis Popkiöi vor- i<78) eN fe/fe21 W Oe^uft bl -«H-rtt d'lsc ” YiYat seq ffl 3,^«b66au! unV fluS Fils' Xn fid>nun 0 $nb Sfrt1 Woloer in &U * geglaubt w* < jtuW unb' > sich hieraus, wufl chetninken geweser D btforfltilfeerreß 5194) In uns- Jiiite folflftibe Ei 1) Georg Thr Mhrn woh 12. Januar ,G. Thron chemischer 2) Juliu« B daselbst sei Pelz- und hat seiner Willstädt 3) Die Hand Lchwaaer löst und i Liquidation Friedrich 1 Gießen, den 1. Großherzoglich« _________P MnhGs »rfai Für Ei'sensteb Etat'on Hunger hausen der Nass« heut, ab der dir pw loo Ailograi Gießen, den 1. Bekaa •ÄÄ nffatrs (?atl ( wm, wird wr feto kurt «Iwkijetn uni den 29 Sä .kn »«i ÄT Mm« b,Ä’ri Ä: '**?8 "W««S Sorp« 8w6en 5j(t, l Unlet» Seite ®.atkSr«g0ll m11 W Wiöi jmii tn W liegen. Schmla Com P°pktSt Wts *' «mde am lt,n Mi Mitt 5)0 84 entfernt n ^ine Contrr- Stadtoerordnrtm- o°r jwischm W»ll- jgebäudes, welch« n.csrm ©arten liegt M schon vorge- . weil Herr Hein- sb diese Angelegen- lhelm Seuling idigung ju Stanbt ilich. Lum Zwecke rfahren eingelM r WrgL um Ver- elntzrgangen, weil rninsüberschreilung )ie Wteseck tn der es Einstellung der >ß die Fertigstellung eier Antrag wurde oßh. KreisbauaM in das EchulhauS md I. Seng um ch unter dem Vor- - nur widerruflich ung gestellten Seer Meseck et» \t& MÜckgerogrn i tollte. ilpll Kahn, Wil» e, welche keine Be- tzlan wurde Seneh- fgütuni von Ocirot jrm der kaih. Kirche 'n werden, sind, m- ir L«°d--" gehalten und leisten inSgeM lein und ch unferen Crt, o“’ 6lM?6Ntoll,r” K-L'S ninl die Acchl- 'sei üb« ” d elitnb t man abe 1° ffs[et und sicher ver v LS-S eonnrtjL eisel^ K soeben °'e ‘er »' E KW .... rS- mhrle etn_^ Bürstadt. Auf Verordnung des Großh. Kreisgesundheitsamtes in Bensheim wurde dieser Tage der ganze Wurftvorrath zweier hiesiger Metzger confiscirt, und werden sich die Herren Btndemitteler nächstens vor dem Landgericht tn Lorsch — welchem diese Angelegenheit bereits zur Aburtheilung überwiesen wurde — zu verantworten haben. Vivat sequens! Brieg, 23. Sept- (Eine unerhörte Geschichte.) Gestern Abend 6i/rUhr brache ten 3 Knaben der hiesigen Polizeibehörde die Anzeige, daß in dem Btrkenbusch an der Strehlener Chaussee, unweit der Stadt, der Schneider Vogler geschossen worden sei und verwundet dort liege Sofort angestellte Recherchen ergaben folgenden Thatbe stand. Aus Furcht vor der Verhaftung wegen W-chlelfälschung beschloß Vogler, aus dem Leben zu scheiden, doch nicht durch eigene, sondern durch fremde Hand. Demgemäß schloß er mit dem Dienstmann Gerstmann einen Vertrag, wonach dieser ihn d«rch einen Schuß tödten sollte Gerstmann erhielt für diese Dienstleistung 3 JL Beide begaben sich nun an den oben näher bezeichneten Ort, nahmen Distanz von 6 Schritt und Gerstmann gab mittelst eines Revolvers 3 Schüsse ab. Die ersten beiden Kugeln gingen fehl, die dritte jedoch traf Vogler in die linke Hüfte. Stöhnend brach derselbe zusammen, wurde von G ins Gebüsch geschleift und dann sich selbst überlassen- Vogler wurde bei vollem Bewußtsein gefunden und vorläufig nach seiner Wohnung gebracht- Inzwischen ging Gerstmann über die Promenade nach der Stadt, feuerte unterwegs noch zwei Schüsse ab und machte dann einem Bekannten einen Besuch. Dort gefragt, warum er denn einen Revolver bei sich führe, gab er an, daß er Jemanden erschofien habe; morgen wüide schon das Nähere bekannt werden. Gleichzeitig warnte er, den Revolver in die Hand zu nehmen, da derselbe noch geladen sei. Als ihm dieses nicht geglaubt wurde, ergriff er die Waffe, zielte auf den ebenfalls anwesenden Fuhrmann Kusche und schoß ihm eine Kugel in die linke Seite der Brust. Gerstmann entfernte sich hierauf, wurde aber alsbald verhaftet. In seinem heutigen Verhör gab er an, so betrunken gewesen zu sein, daß er sich auf nichts erinnere. — Der Zustand des Kusche ist besorgnißerregend, der des Schneiders Vogler bis jetzt weniger bedenklich. Handel und Verkehr. Gießen, 2. Oct. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 140—15, Hühnereier, per Stück 6—7 H, Käse, per Stück 5—9 Käsematte, per St. 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 55 Hühner, per Stück 70 Hahnen per St. 60^, Kartoffeln 100 Kilo 6 JL Literarisches. Wir erlauben uns, alle Geflügel-Züchter sowohl, als auch die Liebhaber der Zier- und Singvögelzucht auf die in Kaiserslautern erscheinende „Pfälzische Geflügelzeitung" aufmerksam zu machen. Dieses Blatt hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits im Norden und Süden unseres Vaterlandes viele Freunde und Leser erworben, es giebt sich große Mühe, durch gediegene, belehrende Abhandlungen und Korrespondenzen seiner Aufgabe nachzukommen, um die Grundsätze einer rationellen Zucht des Nutzgeflügels zum Gemeingut zu machen, wie auch möglichst der Liebhaberei Rechnung zu tragen, indem in jeder Nummer interessante und lehrreiche Mittheilungen über Wart, Pflege und Zucht der Zier- und Singvögel veröffentlicht werden. Ein Beweis, daß die Bestrebungen dieses Blattes dankbare Anerkennung gefunden haben, finden wir darin, daß bei der unlängst stattgchabten Versammlung von Delegirten pfälzischer Geflügelzuchts-Vereine, dem Verleger der Pfälzischen Geflügelzeitung in Kaiserslautern, für die Herausgabe und gediegene Rcdaction dieses Fachorgans der Dank und die Anerkennung der pfälzischen Geflügelzuchtsvereine ausgesprochen und die Pfälzische Geflügelzeitung allen Geflügelzüchtern zum Abonnement bestens empfohlen wurde, da dieses Blatt die Bestrebungen der Geflügelzuchtsvereine in jeder Beziehung fördere. Der Preis dieses gediegenen Fachblattes beträgt pro. Quartal blos 65 Pfennige. Inserate finden in diesem Blatte eine weitere Ver breitung Temperatur inGietzen. September 1877: Niederste...................+4,0 e r. Mittlere...................+8,40 „ Mittel früherer Jahre..............+10,91 „ Höchste..................+18,0 „ Niederschlag an 16 Tagen............. 1,66 Par. Zoll. Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen . . . 1,79 „ Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. * Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich zu M. 13,70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg. gehorsamst. Johann Maria Karina in Köw. Neuen russischen Uralcaviar, neuen grobkörnigen Elbcaviar, neue marinirte Häringe, empfehlen (5186 J. A. Busch. Söhne. Trockene Braunkohlen, Zechenpreis 65 Bei Abnahme von 25 bis 200 Ctr. bedeutend billiger. Georg Unverzagt I., 5173) . verlängerte Asterwegstraße. ZLesondere Bekanntmachungen 5494) In unserem Firmen Register sind heute folqenbe Einträge vollzogen morden: 1) Georg Throm von Cassel, jetzt zu Gießen wohnhaft, betreibt dahier seit 12. Januar I. I. unter der Firma ,G. Throm" ein Fabrikationsgeschäst chemischer Producte. 2) Julius Buch von Gießen betreibt daselbst seit 1. Juli l. I. unter der Firma „Jul. Buch" ein Mützen-, Pelz- und Schuhwaarengeschäft und hat seiner Ehefrau Adelheid, gebornen Willstädt, Procura erthcilt. 3) Die Handelsgesellschaft »Müller fif Schwager" dahier hat sich aufgelöst und ist mit dem Heutigen in Liquidation getreten. Liquidator ist Friedrich Semmler dahier. Gießen, den 1. October 1877. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. __Bötticher.______________ Dbkrhkssische Eisenbahnen. Bekanntmachung. Für Eisensteintransporte zwischen unserer Station Hungen und der Station AlbS- hausen der Nassauischen Eisenbahn tritt von heute ab der birecte Frachtsatz von 0,24 JL pro 100 Kilogramm in Kraft Gießen, den 1. October 1877. Großherzooliche Direction. 5493)_________Mohn._____________ Bekanntmachung. Nachdem die angestellten Ermittelungen die Zahlungsunfähigkeit des Bauunternehmers Carl Gutmann dabier ergeben haben, wird zur Abwendung des förmlichen Concurses durch Vergleich zwischen den Gläubigern und dem Schuldner Termin auf den 29 October l I., Morgens 10 Uhr,! G°nt.;Bcit bestimmt In diesem Termin haben Gläubiger des rc. Gutmann ihre For deruugen sumarisch, wo möglich mit Beifügung der Beweisstücke, anzumelden, mit dem Gemeinschuldner entweder persönlich oder durch mit gehörig beglaubigter Vollmacht versehene Vertreter die Güte pflegen und sich über die Wahl eines Massecurators bezw. über die Beibehaltung des in der Person des Administrators Zeiß dahier vorläufig bestellten Curators zu einigen, unter dem Rechtsantheile, daß die nicht erschienenen chirographarischen Gläubiger hinsichtlich des Güteversuchs als dem Beschluß der Mehrheit der Erscheinenden beitretend angesehen werden. Marburg, am 24. September 1877. Königliches Amtsgericht Abtheilung III. 5377)Sp angenb er g. Icilgebotenes. 5478) Gebrochene Aepfel, beste Sorten, verkauft K. Simon an der Schoor. Säcke, sowie einen 2 Ohm haltenden gußeisernen Kessel, verkauft billigst 5175)_________Bäcker Steinberger. 5489) Mehrere gebrauchte Kinderwägelchen stehen billig zu verkaufen bei Joseph Beyfuß, Marktstraße. Allgemeiner Anzeiger. 5487) Schöne gebrochene Aepfel, sowie Süßäpfel, verkauft Balth. Malkomesius, Neustadt 5422) Zwetfchen sind zu verkaufen. __Walltborstraße 77. H. von Gimborn’s Fleckw asser besitzt in höchstem Grade die Eigenschaft, alle Fette und Harze aufzulösen ohne den geringsten Rückstand zu hinterlassen. 1/4 FL mit Gebrauchsanweisung —.40, Vt „ n n -.70, V1 n „ n 1.20. Putzpulver, in lackirten Blechdosen h 12 zu haben bei > 3437 C. F. Semmler in Giessen. Gothaer und Frankfurter feine Fleischvvaaren. Außer Gothaer Ger re- tatwurst, Blafenschinken und Knackwürste, treffen jetzt wieder frische frankfurter geräuch. Dratwürnte jede Woche Dienstag und Freitag ein. (5439 J. A. Busch. Söhne. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins Anfertigung jeder Decorattons- Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 4518) Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. Blumenzwiebeln: Hyazinthen, Tulpen, Tazettcn, CrocuS, Scilla und Kaiserkronen für Töpfe zum Treiben als für das freie Land in schönsten Farben und zu billigen Preisen empfiehlt die Handelsgärtnerei Carl Deine*, 5038)_____________Gartfeld.________________ 5146) Gin an der Frank- furterstr. stehendes Wohnhaus mit Gärtchen ist zu verkaufen. Preis 13000 4L Anzahlung 2600 F Nähe- res bei J- Blitz, 3i2y Stollwerk’sche Brustbonbons aus der Fabrik von Franz Stollwerek, Hoflieferant in Cöln, nach Vorschrift des Universitäts-Pro- M fessor Dr. Har 1 es s, Geh. Hofrath zu S Bonn gefertigt, vorräthig in versiegelten Ä Packeten ä 50 Pfg in Giessen bei M J. A. Busch Söhne, Louis Fronhäuser, IsH C. Hoffmann, Conditor H. Kinkel und Roh- W 8attler; in Lieh bei-. H. C. Bingmann. W Bettfedern und Daunen Zwillch uud Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei 4519) Th. Brück, Kanzleiberg B. L 20 Procent billiger wie seither. Ghr. Dan» fillmann, 5419) Kirchenplatz. Fr. Müller II., Sperilüitiit in Ban-Ariilreln empfiehlt Forbacher Formziegel von Gebe. Couturier, als anerkannt 5369) Tafelbirnen (Bergamotten) zu bestes und billigstes Deckmaterial. (1230 verkaufen. Seltersweg C. 73. SMS* 50 Pfg. 50 Seltersweg 82, im Hause des Herrn Metzgermeister Seng werden 30-Pfennig Artikel In 10,000 versch ebenen Gegenständen verkauft: Portemonnaies, Geldtäschchen, Gummiträger, seidene Shlipse mit und ohne Mechanik, Cigarren- spitzen, Meerschaumpfeifen mit und ohne Figuren, alle möglichen Blechwaaren, Spuckkästen, Brodkörbe, Kaffee- und Zucker-Dosen, Schmucksachen, Hemdgarnituren in den neuesten Erscheinungen, Thermometer, Wasserflaschen, Reise-Riemen, Briefmappen, Kinderspielwaaren, Kleider-, Zahn- und Nagelbürsten, seidene Foulards und Lavallieres, überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Artikel; außerdem auch Glaswaaren u. s. w Es wird hierdurch dem verehrten Publikum von Gießen Gelegenheit geboten, die zur Auswahl ausgestellten Gegenstände, welche ohne Ausnahme einen bedeutend höheren Werth besitzen, sich anzusehen und werden die verehr!. Bewohner von Gießen und Umgegend zum Besuche hiermit ergebenst eingeladen. (5483 Peter Schand.ua. Erschienen sind Band I und IX und durch jede Buchhandlung zu beziehen: / Brehms Thierleben / Zweite Auflage « / mit gänzlich umgearbeitetem und erweitertem Text und grösstentheil» ■ / neuen Abbildungen nach der Natur, umfasst in vier Abteilungen eine ■ / EcUg-exxxeizxe ZC-u-xxcle der Tlxier-welt ■ ' aufs prachtvollste illustrirt ■ und er scheint in 100 wöchentlichen Lieferungen zum Preis von 1 Mark. ■ Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. [ Das ökonomische Kindermehl eignet sich als Mehlspeise, nicht allein zum Nach- (Nur ächt mit obigem Fabrik Zeichen.) DURYEAS tisch, sondern wird auch besonders als Nahrungsmittel für Kinder, Kranke, Schwache und Bejahrte von Aerzten in allen Ländern verordnet. Äusser den Zeugnissen von berühmten Aerzten hat Maizena die höchsten Medaillen in allen Ausstellungen erhalten. Zu haben am hiesigen Platze in 1-Pfd. u. ^-Pfd.-Pack. (engl. Netto-Gew.) nebst Recepten (sehr einfache) bei J. A. Busch Söhne, E. Fischbach, Heinzerling & Tribus, F. C. Henzerling, L. Kalkhof, h. Müller (en gros & en detail) , G. W. Weidig und allen bedeutenden Ess-u. Materialwaaren-Händlern. Auch das »rort „Maizena“ ist gesetzlich beschütztes Eigenthum der Fabrikanten, der Gien Cove Co. in N.-Y. (5330 Für die Schönfärberei, Druckerei und chemische Waschanstalt von Louis Horn in Treis a. b. Lumda übernimmt gefl. Aufträge Herr Georg Stieber, Strumpf- und Wollwaaren-Geschäft, Marktstraße. (555 5490) kanfspreise abgegeben. II. Kepler, Sonnenstraße veraußerordentlicben Mitglieder bei Carl Fuhr. Corned Eeef (amerikanische Rinver-Roulaoe) Donnerstag den 4. October Ochsenzungen) ir Sc (H14 XXXXXXXXXXXX XX xxxxxxxxxxx Tanz-Unterricht ich, machen. Hochachtungsvoll 5277) (Neustadt D. 44*) XXXXXXXXXXXXXI XXXXXXXXXXXX C'l Vivat! 5496) an die @n 0 0 0 0 Corned Reef (amerlk. Rinder-Noulade) per 2-Pfd.-Büchse v4l. n n Büchse 4.20 tr Emil Fischbach Königs Reisstärke (1960 empfiehlt <« "Whutni M bi, et, ”nlt«a »°ch rät! »rtttuno i,t, i-'k'bn- "»tr n,u,n 58h ""ter ständ? k tusrX*1 >■«* ?■ Ori ’ •» japaiilsclie Schreib - il topir-Tiiiie (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist Hebt fließend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöschbar. Auch bann, wenn die Schrift bereit- mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich d-6 schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon in 4 Flaschenfüllungen ä i/A Liter Jl. 2. i/2 Liter vz. 125. Liter 75 1/8 Liter 50 H, in Giessen bei der (Expedition deS Giefiener Anzeigers. Das Einflechten und Repariren von Ditzen au Rohrsiühlen, sowie olle in der Rorbmaeherel oor- fommenben Arbeiten, werben prompt unb billigst ausgeführt. (5187 J. Schwarzmeier, Mühlgasse D. 81. Geschäfts - Eröffnung. 5481) Dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend zeige ergebenst an, daß ick unterni Heutigen in dem Hause der Frau L. Geifller D8we. in der Neichcnsand-Bahnhofsstrafle ein Specerei - Geschäft errichtet habe, und bitte um geneigten Zuspruch. Gießen, den 1. October 1877? Hockachtungsvoll ______ __ L. Wagner. „ Ochsenzungen 0 5484) Statt jeder besonderen Mel- 0 0 ■ Zur Beachtung für alle KeschwHchte und Kranke! Das bereits in mehr als 50,000 Expl verbreitete, für Jedermann verständliche Merkchen: Vollständige Beseitigung männlicher Schwäche, sowie bcr hieraus entstehenden Folge zustande, wie Nervenschwäche, Mattigkeit, Abnahme deS Gedächtnisses und Sehvermögens rc. durch ein erprobtes, sicheres und reelles Verfahren von Dr. Xavier bot vielen Taufend Leibenden ihre Gesundheit wiederfiegeben unb wirb fiepen Elnseodung von 60 (auch in Briefmarken) an Friedrich Otto-* Buchhandlung in Leipzig franco in Couvert versandt._________________ (5125 /Äine ältere, zuverlässige Person wird VJy als Köchin in eine einfache bürgerliche Haushaltung gesucht. Näheres zu erfahren bei Herrn Tuchmachermstr. I 0 h. H e r i n g in M a r b u r g, Metzger- gaffe.__(5332 Aermischte Anzeigen. Arbeiter gesucht. Fr. Habenicht, 5473)_________________Lampen fabrif. ^^9^Emegesttzt^ersön^elche?öchen kann und in jeder häuslichen Arbeit juoer lässig ist, sucht St.lle wr Führung eines Haushaltes ober als Köchin. Zu erfragen in ber Exped b. Bltts. Aermielhungen. 5482) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _________________KaplanSgasie 221. 5479) Ein möblirtes Zimmer zu mrmie- then.__Flügelspasie A. _94. 5476) B. 32 Markt ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen, auf Wunsch wirb auch Kost fiefieben.____________________________ 5474) Zwei ineinanderfiehenbe schön möblirte Zimmer an einen ober zwei Herren zu vermiethen bet Frau Salberg, ____________________Grünberfierstraße 166,4. 5480) Einige Familienlogis in meinen, neu erbauten Hause an der Reichensard Babnhofsstraße, enthaltenb je 5 Zimmer, Küche, Speisekammer, abgeschlossenen Corri- dor und sonstiges Zubebör, per 1. October zu vermiethen. I. Stein, Architekt. 5488) Ein Familienlogis zu vermiethen bei JostBellosfs Wittwe, Grüiberstr., Steinhauer Kalbfleisch gegenüber. 5486) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen bei E. Eich en berg Wittwe, ________________________Ludwigsplatz. 5495) Em unmödlirtes Stübchen zu vermiethen. Lindenplatz. A. 242. Daselbst werden auch noch einige Leute zum IVIiL1tt«k8Tli»rh angenommen. 5185) Die Parterrewohnung in meinem Hause vor dem Wallthor ist zu vermiethen. ___M. H0mberger. 4382) Marburgerstraße Nr. 161 mö- blirte Zimmer zu vermiethen_____________ 4572) Eine Fauvlienwob'.rung zu ver- miethen und alsbald beziehbar. ____E- Harms, Schützenhof. 4524) Das von Herrn Friedr. Seibel bewohnte Logis wird mit dem 1. November er. frei und tst anderweitig zu vermiethen A. Katz. 5061) Ein kleines Familienlog's an eine ruhige Familie zu vermietben und im October zu beziehen. Kennel, am Niegelpfad 5361) Möblirtes Zimmer per 1. October zu vermiethen. ______________JuL Noth, Gartfeld. 5003) Der neu hergerichtete mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. __Earl He nsel, Wallthor. 5191) Möblirtes Marsarbenzimmer n-st Cabinet pe-. 1. October zu vermiethen. ___________Carl Deines, Garfield. 5320) Möbllrtts Zimmer zu vermiethsn. ___________________Kreuz Lit. B- Nr. 200. 5417) Möblirtes Zimmer zu vermiethen unb gleich bestehbar. Frankfurter .-os, 3 Stock. 5437) Em möblir tts Z'mnrer rst zu vermiethen unb zugleich zu beziehen. _____Neustabt D- 93. 5468) Möblirte Zimmer zu vermiethen mit ober ohne Cabinet. ___H- SpieS, Wallthorflrahe. 5469) Zwei möblirte Zimmer mit Cäbi- net zu vermi tben. la. Petri III, Asterweg 112. 5344) Ein Stall zu vermiethen Walltborstroße 91. 66. Spinnstube. 5477) Eure lüchtige, gewandte und an stän^^ge Frauenspe, ron, welche sich der selbstständigen Führung eines Hünen bür gerlichen Haushalts unterzichkn will, findet Stellung. Sffio? sagt die Exped. b. Bltts. □OOOOOIOOOOOOOQ Ludwig Muller, Maler unt Lackirer, wohnt bei Hrn. Lohnkutscher Mahler und empfirblt sich in allen in fein Fach einschlagenden Arbeiten bis sum Feinsten. (5418 20 tüchtige Abonnentensammler gegen hohe Prov sion auf neue Werke mit zugfähigen Prämien gesucht. eXtsteiMk^