ffo. L?«. Donnerstag, den 2 August 18W. 6>ichentr UKiM Anzeige- Mb Amtsblatt für ben Kreis Gießen. Srschtint täglich mit Ausnahme deS Motttags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Vs. mit Bringerlohn. Expedition r Schulstraße, Stt. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vrertelMrilch 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Hsteit. B e k a n n t m a ch u n g. Zu Herbstein wird am 1. August eineTelegraphen-Betriebstelle mit beschränktem Tagesdienst, (vergl. § 4 der Telegraphenordnuug für das Deutsche Reich) eröffnet. Darmstadt, den 27. Juli 1877. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor. Deininger. __________ Gießen, den 29. Juli 1877. Betreff: Die Verwerthung der Sterbfallszählkarten für die Ermittelung des Gesundheitszustandes. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an Vie Großherzoglichen Bürgermeistereien Birklar, Ettingshausen, Grüningen, Heuchelheim, Nieder-Besstngen, Odenhausen, Rodheim a. d. Horloff, Saasen, Treis a. d. Lumda. Die Todeszeugniffe nebst Zählkarten aus den Monaten Mai und Juni sind von Ihnen bis jetzt noch nicht an uns eingesendet worden, wir ersuchen Sie deshalb dieselben alsbald an uns gelangen lassen zu wollen. Sollten während der beiden Monate Sterbfälle in Ihren Gemeinden nicht vorgekommen sein, so ist eine durchstrichene Zählkarte einzuschicken. Dr. G l a s o r. Aori 1 ischer d h < i l. Deutschland. Darmstadt, 30. Juli. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 26. Juli l. I. den Cabinets-Director Sr. König!. Hoheit des verewigten Großherzogs, Geheimerath Christian Winter, mit Wirkung vom 1. August !. I. ab in den Ruhestand zu versetzen, und den früheren Privatsecretär und Schatzmeister Ihrer König!. Hoheit der Großherzogin, Dr. Ernst Becker, mit Wirkung vom gleichen Tage ab zum Vorstand Allerhöchstihres Cabinets mit dem Amtstitel als Geheimer Cabinetsrath zu er nennen geruht. Darmstadt, 31. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: ... Am 30. Juli den Landstallmetster bei dem Landgestüte, Felix Maria Fret- hcrru van der Capellen van Berkenwoude, aus sein Nachsuchen und mit dem Ausdruck der Anerkennung seiner seitherigen Dienste, mit Wirkung vom 1. August d. I. an, in den Ruhestand zu versetzen. Berlin, 29. Juli. Die Landespolizeiliche Abnahme der Eisenbahnstrecke Marienburg-Mlawka hat zu Weitläufigkeiten mit der russischen Behörde geführt. Der Zug war unangemeldet nach Rußland gekommen, da ein Jeder, ter die Grenze Rußlands überschreitet, einen Ausweis haben und sich beim Grenzzollamt untersuchen lassen muß. Es war im Städtchen Mlawka den mit dem Zuge Herübergekommenen schlecht ergangen, indem sie gebunden weggeschleppt und erst gegen Zahlung einer Geldstrafe freigelaffen wurden. Die Ruffen wollten den Extrazug mit Beschlag belegen, wogegen v. Winter jedoch protestirte. — Der Mangel an Volksschullehrern ist immer noch groß, namentlich aber in Ostpreußen. So sind in dem Jnspectionsbezirk Ortelsburg von 184 Lehrerstellen 13 ganz unbesetzt und 10 werden durch Lehrer ohne gesetzlich erforderte Vorbildung verwaltet; an 40 Stellen muß ein Lehrer 81 — 160 Schüler unterrichten. Im Kreis Labiau sind von 100 stellen 16 unbesetzt. In 44 Schulen werden von einem Lehrer in einer Classe über 100 Kinder unterrichtet; in einer dieser Schulen kommen 200 auf einen Lehrer, in 8 Schulen 160 und in anderen bis auf 120. Berlin, 31. Juli. Die deutschen Unterhändler für den Handels-Vertrag mit Oesterreich reisen, nach einer am 28. d. Mts. erhaltenen Weisung, dieser Tage von hier nach Wien ab. München, 28. Juli. Bei der letzten Senatorenwahl der hiesigen Universität standen sich innerhalb der katholischen Fakultät Herr v. Döllinger und Dr. Schegg als Candidaten gegenüber und wurde Ersterer mit großer Majorität — Herr Dr. Schegg brachte es nur zu 27 Stimmen — zum Senator gewählt. Durch diese Wahl wurde nun ein Verhältniß so eigenthümlicher Art geschaffen, wie es anderwärts kaum irgendwo bestehen dürste. Herr v. Döllinger ist nämlich „namentlich excommunicirt", d. h. feierlich von aller kirchlichen und bürgerlichen Gemeinschaft ausgeschloffen, gleichsam verfehmt, Nun'kümmert sich unter gebildeten Laien in. unseren Tagen allerdings kaum irgendeiner um die einschlägigen Bestimmungen, welche jedem Katholiken ohne Unterschied den Verkehr mit einem im großen Kirchenbann Befindlichen verbieten. Allein ganz anders liegen die Dinge für die katholischen Geistlichen; fie muffen sich wohl oder übel den einschlägigen Kirchengesetzen unterwerfen und diese machen ihnen im vorliegenden Falle absolut unmöglich, mit Herrn v. Döllinger zu verkehren, der seinerseits als Senator berufen ist,. die Interessen der gesammten Universität einschließlich der katholischen Fakultät, mit seinen Collegen gemeinschaftlich zu wahren. Daß darob in ultramontanen Kreisen lebhafte Entrüstung herrscht, erklärt sich leicht. Wurde doch von dort aus in der letzten Zeit wiederholt und in sehr energischer Weise betont, daß die Universität München nach dem Willen ihres Stifters, Herzogs Ludwig von Bayern- Landshut-Jngolstadt, eine rein katholische fein sollte. An dieser Intention läßt sich nun freilich kaum mit Grund zweifeln, denn die Stiftung erfolgte im Jahr 1472, also fast ein halbes Jahrhundert vor Luther's Reformation, der katholische Charakter der Universität erscheint aber unzweifelhaft so lange gewahrt, als an derselben eine katholisch-theologische Fakultät besteht. Der Bestand dieser Letzteren aber wird dadurch nicht alterirt, daß ein paar Mitglieder derselben die Beschlüsse des vatikanischen Concils nicht für bindend erachten. Oesterreich. Wien, 30. Juli. Meldungen des „Tageblatts": Midhat Pascha empfing heute einen von den Redacteuren des „Tageblatts" und erklärte diesem, die Türkei denke nicht an den Frieden; sie werde den Krieg bis aufs Aeußerste fortsühren und erst beim Erscheinen des Feindes vor Konstantinopel prüfen, ob sie eine Intervention annehmen werde. — Konstantinopel, 29. Juli. Die Tscher- kessen erstürmten und plünderten den nordwestlich von Varna gelegenen bulgarischen Ort Covarna. Der österreichische Lloyd-Dampfer nahm daselbst 500 Flüchtlinge auf. Wien, 30. Juli. Die Mobilisirnngs - Nachrichten haben in Ungarn eine zündende Wirkung hervorgebracht; überall herrscht große Begeisterung. Pesther Meldungen sprechen davon, es solle eine große Illumination veranstaltet werden, falls Oesterreich Rußland den Krieg erklärte. Der ministerielle „Ellenör" begrüßt den Beginn der militärischen Action mit einem Eljen. Millionen würden begeistert folgen — sagen die Blätter — wenn der König rufe; aber wer diese Begeisterung in Anspruch nehme, müsse auch die Richtung befolgen, welche die Stimmung der Nation anweise. Gegen diese Richtung zu steuern, wäre sündhafte Kühnheit. Von Siffek wird eine Truppen-Verschiebnng angekündigt; zwei Husaren- und ein Ulanen-Negiment rücken aus Steiermark nach Ungarn an die bosnische Grenze. 'Artillerie- und Pionier-Material ist in Kroatien angehäuft. Wien, 30. Juli. Die „Preffe" meldet: Heute fand bei Graf Andrassy eine Vorbesprechung der Minister für den auf morgen anberaumten Ministerrath statt. — Dasselbe Blatt meldet aus Konstantinopel: Die Garnison von Philippopel hat sich größtentheils nach Kostanizza im oberen Marizza-Thal zurückgezogen. Wien, 31. Juli. Die partielle Mobilmachung wurde beschlossen; dieselbe umfaßt wahrscheinlich zwei Armee-Corps. Diese Thatsache bezeichnet lediglich den Uebergang von passiver zu bewaffneter Neutralität; letztere wird Oesterreich bis auf Weiteres aufrecht halten. — Osman Pascha hat bei Selwi neuerdings den Russen eine Niederlage beigebracht. Osman Pascha marschirt auf Gabrowa am Schipka-Paß. Die Türken besetzten Jenitzagra. Frankreich. Paris, 31. Juli. Die Gerüchte von dernnächstigen Veränderungen in der diplomatischen Vertretung Frankreichs sind dem „Moniteur" zufolge vollständig unbegründet. England London, 30. Juli. Nach Informationen, welche der Dampfer ,,Tas- manian" nach Plymouth überbrachte, hat die peruanische Negierung an ihre Gesandten und Consuln im Auslaide ein Rundschreiben gerichtet, worin ange- Vermischtes. Alliance isradlite Geltung zu bringen. Wladiwostock. London, 31. Juli, Morgens. Im Unterhause erklärte Unter-Dtaats- secretär Bourke auf Anfrage Simon's, es bestätige sich, daß Israeliten in Jassy und Darabina mißhandelt worden seien; Seitens der dortigen Behörden seren mehrere Verhaftungen vorgenommen. Eine Anfrage von Chamberlain beantwortete Bourke dahin, daß noch keine Erwiderung der russischen Regierung auf die Depesche Lord Derby's betreffs der von den Ruffen in Asien verübten grau- samen Handlungen eingegangen sei. Auf Befragen Lord Hartingtons erklärte Schatzkanzler Rorthcote, das Parlament habe noch vier Gesetz-Entwürfe zu erledigen; er hoffe, die Arbeiten des Hauses würden bis zum 15. August beendet werden können. , . — Die „Times" dementirt die Zeitungs-Meldung über eine bevorstehende weitere Trnppen-Sendung nach Malta. Die Regimenter, welche Marsch-Ordre haben, seien lediglich für Indien bestimmt. Belgien. Bulgaren ein. , o Konstantinopel, 30. Juli. Eine Depesche Suleiman Paschas meldet, daß von Bulgaren mohamedanische und bulgarische Dörfer in Brand gesteckt worden sind und an verschiedenen Stellen die Eisenbahn zerstört ward Der Commandant von Rustschuk, Echref Pascha, wird vor ein Kriegsgericht gestellt. Redif Pascha ist ernstlich erkrankt. — Nach einer Depesche des Gonver ncurs von Kars vom 28. Juli wären die Ruffen in einem Gefecht bei Vesin- keni nächst Kars zurückgeworfen worden. Konstantinopel, 30. Juli. Amtlich wird gemeldet: Die Montenegriner wurden bei einem am Donnerstag unternommenen Angriff auf Niksic mit großen Verlusten zurückgeschlagen. Gegen Silistria zu sind die Ruffen neuerlich zurückgewiesen worden. Wien, 31. Juli. Das „Tageblatt" meldet aus Bukarest : Vorgestern soll am Lvm Flusse bei Rustschuk zwischen der Armee deS Großsursten-Thron- solgers und tcu Türken unter Achmet Ejnb Pascha eine Schlacht stattgefunden haben und Letzterer geschlagen worden sein; die Türken hätten 30 Geschütze, 10 Fahnen und 5000 Gefangene verloren. Wien, 31. Juli. Die „Presse" meldet aus Ttrnowa: In Lootscha und Jemtzagra richteten die Türken nach dem Abzüge der Ruffen ein furchtbares Blutbad unter der bulgarischen Bevölkerung an. vor ein Kriegsgericht gestellt werden. — Das „Tageblatt" meldet autz Schnmla: Am Freitag wurde Lowatsch durch eine gegeu Tirnowa vorrückende Division vom Corps Osman Pascha's erstürmt. Die Rnffen wurden theils gegen Nikopolis, theils gegen Tirnowa zurückgeworfen und von türkischer Seite verfolgt. In Schumla treffen fliehende kündigt wird, daß sie von England wegen des Angriffes auf das Schiff „Huas- car" Erklärung und Rechtfertigung fordern werde. — „Daily Telegraph" meldet: In einigen Tagen werden weitere Trnp pen Massen nach Malta abgehen, und zwar sind zunächst 4 Infanterie-, 2 Kavallerie Regimenter und 1 Artillerie-Brigade hierzu bestimmt. London, 31. Juli. Das „Renter'iche Bureau" meldet aus Shanghai vom 30. Juli: Das russische Schiff „Bayan", welches die Admiralitäts- Flaage trägt, ist, von San Francisco kommend, am 1. Juli in Wladiwoftock etugetroffen, woselbst auch die übrigen Schiffe des russischen Geschwaders erwartet werden. Der Hasen Wladiwostock ift durch starke Torpedos vertheidigt. Der Commandant des britischen Geschwaders begibt sich demnächst nach Rom, 29. Juli. Einige italienische Comitös der . universelle" haben am 12. Juli anläßlich der Ereigniffe von Daraba.n an den Minister des Auswärtigen, Melegari, eine Adreffe gerichtet, worin dar- aelegt wird, wie es nothwendig sei, daß die rumänische Regierung die vollständige Gleichheit der Bürger ohne Unterschied der Religion herstelle. In e ne.n Antwort-Schreiben vom 23. Juli erklärt Melegari, daß er den rumänischen Agenten bei der italienischen Regierung von dem schmerzlichen Eindruck, den jene Ereigniffe auf das italienische Volk gemacht, unterrichtet habe; die Regierung werde bemüht sein, die allgemeine Gleichheit der Bürger Rumäniens zur Brüssel, 30. Juk Der Verkauf der Arenberg'schen Bilder-Galerie an den deutschen Kaiser wird in Abrede gestellt. - In der Schwurgerichts- Verhandlung in Sachen der „Union de Credit" ist da« Zeugen-Verhör beendigt. Der Wahrspruch wird wahrscheinlich am Donnerstag gefällt. Stäfa» — Der Spielpächter Francois Blanc ist gestern (Sonntag) im Bad Leut (Loudche) in der Schweiz, WalliS, im Alter von 72 Jahren gestorben. Derselbe hinterlaßt ein Vermögen von 75—80 Millionen Francs. — Weib — Frau — Gemahlin. Wenn man aus Liebe heirathet, wird man Mann und Weib, wenn man aus Bequemlichkett heirathet, Herr und Frau, und wer aus Verhälintssen heirathet, Gemahl und Gemahlin. — Man wird geliebt von seinem Weibe, geschont von seiner Frau, geduldet von seiner Gemahlin. — Man hat für sich allein ein Weib, für seine Hausfreunde eine Frau und für die Welt eine Gemahlm. — Die Wirthschaft besorgt ein Weib, das Haus besorgt eint Frau, den Ton eine Gc- mahlin. — Wenn man krank ist, wird man gepflegt von dem Weibe, besucht von der Frau und nach dem Befinden erkundigt sich die Gemahlin. — Man geht spazieren mit seinem Weibe, man sährl aus mit seiner Frau und macht Partien mit seiner Gemahlin. — Untern Kummer Iheilt das Weib, un,er Geld die Frau und unsere Schulden dw Gemahlin. — Sind wir tobt, so beweint uns unser Weib, beklagt un« unsere Frau und geht in Trauer wegen unS unsere Gemahlin. W i en, 20. Juli. Man schreibt der „D. Z" aus St. Polten über die L^run- glückung einer Anzahl Soldaten ourch Sonnenstiche: „Unsere sonst so ruhige totabt 't tn bet größlen Auslegung. Gestern hatte bte hiesige Garnison ca. 400 Mann, ein Manöver gegen die Kremser Garnison. Um 6 Uhr früh rückten bie Jager, um halb 9 Uhr bie Mannschaft bes Regiments Heß ab. Das Manöver bauerte bl« 1 Uhr uns ohne Rast mußte nach demselben nach Hause marschirt werben, zwei> Stunben wett tn einer Sonnenhitze von 36 Grab Reaumur, mit Sack unb Pack, Pfund Gewicht. In Folge dieser Ueberanstrengung blieben gestern drei Mann tobt, darunter Führer Jungwitz vom Regiment Heß, brei Mann starben während der Nacht, siebzehn Mann egen noch im Spital, an deren Auskommen gezweifelt wird. Gegen hundert Mann blieben auf der Straße liegen, die vor Ermattung nicht mehr weiter konnten und von denen erst allmälig Einzelne sich erholten. Bürgermeister und Reichscath - Abgeordneter Dr. Ofner wendete sich telegraphisch an datz General-Commando wegen Absage des auf heute neuerlich angesagten größeren Manövers und heute früh langte diese Ansage auch telegraphisch hier ein. Der Eommandirende, General Pinnert, ist in Folge dessen heute früh nad} ^nu^09f^tf;ü(fd)en „Auch die Kosaken-, schreibt ein Correspondent aus Braila, „haben an Popularität nichts verloren, und ganz Bukarest lachte einige Lage über ein Stückchen, das Einer von ihnen unweit des Dorfes Bakaresci ausgeführt hatte. Ec kam dort vor eine „Kretschma" (Wirthshaus) und ließ sich nicht unlieben^ tende Quantitäten Spirituosen verabreichen, bann machte er ganz ruh g Miene, sein Pferb zu besteigen unb sortzureiten. Der Wirth kam jeboch noch rechtzeitig ferner^Ber. geßlichkeit zu Hilfe und mahnte an bie Bezahlung. Unser Kosak zieht seufzenb ein urchtdar schmutziges Portemonnaie au« ber Tasche unb will hineingreisen, al« PlotzU« ein Pferd unter ihm, wie vom Schlage getroffen, zusammenstürzt. Der Kosak ist ganz verzweifelt; er thut alles Mögliche, um eS aufzurichten, gibt ihm die zärtlichsten Namen - umsonst. Es* bleibt stets unb regungslos — ist tobt. Die Umstehenden, wissenb, baß das Pferd persönliches Eigenthum des Kosaken ist, der somit von einem olchen Verluste schwer betroffen wird, werden von der Scene lebhaft gerührt unv mi Nu ist eine kleine Sammlung improvisirt, dazu bestimmt, den tiefen Schmerz des tröst, losen Steppensohnes em wenig zu lindern. Auch der Schankw Nh trägt daS Seinige bet und regalirt ihn noch mit einigen Gläsern Wein- Der Kosak schnallt endlich^esigmrt seinen Sattel ab, nimmt ihn sammt ber Lanze auf ben Rücken, wirst noch einen letzten wrhmüthigen Blick auf sein treue« Thier zurück unb geht. Auf tausend Schrttte Entfernung bleibt er noch einmal stehen — ein gellenber Pfiff tont herüber. Wun' ber! DaS Pferb vernimmt bas Zeichen, steht plötzlich wieder auf den Be nen und eilt, freudig wiehernd, wie ein Pfeil feinem Herrn nach, den nächsten Augenblick sitzt die er auf dem Pferde, dankt den Versammelten durch eine Handschwenkung für die gütige Theiliiabme und verfchwindet am Horizonte. Der Schankwirth ist seit der Zen aut Ko s a ke >i^s ehr^ ne r ^F^re mb en bl-" schreibt: „So manche Mutter sorgtstch vielleicht schwer um den Gesundheitszustand ihres KindeS, sie steht es trotz der^lorssamsten, zärtlichsten Pflege dahinsiegen. Ungeachtet der besten Nahrung und un°“9fl oben der Kügelchen zugesandt. Strite und (Empörung von (^isenhahnangtstellten in den Bereinigten Staaten. Nachdem die allgemeine Geschäftsstille vorher schon bie Gntlafiung einer großen Anzahl von Eisendahnanqestellten, namentlich solcher, welche beim Gütertransport beschastigt waren, nothwm dig gemacht hatte, wurden vom 1. Juni d. I. ab d e Lohne und G'b°lter d r Angeft lltm mid Arbeiter bei mehreren größeren Babneomplexen um 10 pkt. herabgesetzt, ^nfangltch s g davon Betroffenen sich, wenn auch murrend, dieser Maßregel, da es bekannt war, daß mehr al8 — lieber ben telegraphisch gemelbeten Felssturz bet Wehlen enthält das ^DreSd. Journ.- folgenbe osficlelle M'ttheilung: .Gestern (23.) Abenb in ber neunten Stunbe ist tn dem rechten Ufer ber Eide oberhalb Wehlen gelegenen Kirsten-Büttner'schen Sandstein-Bruche eine hohe Felswand, an beten UntcrminitüNg ^chon seit längerer Zett gearbeitet worden war, niedergegangen, unb hiebei von ben Trümmern berielben ein so großer Theil tn's Strombett gestürzt, baß an bieser Stelle eine oöll'ge Sperrung für die gesummte Schifffahrt unb Flößerei hcrbeigeführt worben ist Seilens ber Strombau- Verwaltung sind tofort Anordnungen wegen Beseitigung gedachter Trümmer und Freimachung ber Schifffahrts-Straße getroffen worden." Bon anderer zuverlälstger eelte erfährt das amtliche Blatt noch folgende Details: ^Dte Felswand stand zum Einbruch fertig unb eS war angenommen worden, baß sich bet eintretenber Senkung bie Stein- massen vorher setzen unb dann seitlich fallen würden. Entgegen dieser Berechnung fiel Die gewaltige Masse nicht nur reichlicher, sondern auch gerade in das Strombett hinein- Die Katastrophe erfolgte nach 8 Uhr Adendtz. Kurz vorher hatte ein von Schandau gekommenes Dampfschiff, welchem die Erlaudniß zur Durchfahrt vorher noch gegeben worden sein soll, die betreffende Stelle passirt, und die zahlreichen Passagiere waren unmittelbar in Der Nähe von Wehlen noch Zeugen der entsetzlichen Gefahr, welcher sie glücklich entgangen waren. Die Gesammt-Masse de« Gesteines beläuft sich nach annähernder Schätzung auf 15,000 bis 20,000 Cubik Meter Die Wassermassen schlugen sofort in ber Richtung nach Rathen zu 10—12 Meter vom Strombrett au« in die Höhe, traten aber bald wieder zurück; jedoch ist bis heute Mittag noch immer etwas Stauung bemerklich gewesen. Die Störung, welche durch diesen bebauerlrchen ZwOchen- sall dem Schifffahrls'Verkehr erwachsen ist, ist zwar eine sehr empfindliche (das Dampfschiff ,Germania' befindet sich oberhalb der Sperre unb kann also vor ber Hand nicht nach Dresden zurückkehren); am bedeutendsten wird aber augenblicklich bte Kttien- Schleppschifffahrt berührt werben, benn bie herabgefallenen gewaltigen Steinmassen haben bie Stromkette vollstänbig niebergebrüeft, währenb z. B. unmittelbar unterhalb der Unfallstätte vor Wehlen ein Ketten-Schleppbampfer mit 6 großen Schleppkähnen auf längere Zeit zum Stillliegen gezwungen ist. Autzerbem sollen zwischen Königstein, Schanbau und werter hinauf noch vielfach große Frachtschiffe an ber Thalfahrt dc- Amerika. ^ew-Bork, 29. Juli. Bei ben Unruhen in Chicago wurden 21 Per fönen aetödtet und 90 verwundet. Die Situation erscheint ruhiger. Die Urheber der jetzt noch stattfindenden Ruhestörungen sind hauptsächlich strtkende Kohlengruben-Arbeiter. „ ir .. , . , New-Bork, 30. Juli. Augenblicklich herrscht allenthalben Ruhe; das Cabinet hält nicht mehr (eben Tag Sitzung. In New-Orleans ist bie Mtli; zu ben Waffen gerufen, ba bie Arbeiter einiger Jnbustrie-Zwetge mit Arbetts- Einstellung drohen. Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 29 Juli. Officiell wird aus Plewna vom 26. d. aemelbet: Die Rnffen sind ans Lowatsch vertrieben. Auch andere für die Türken günstige Gefechte, namentlich bei $utla, in der Umgegend von Osman- Bazar , weiden angezeigt. Nach einem Telegramm Muklstar Pascha's vom letzten Mittwoch haben türkische Truppen in das russische Gebiet hinein bis auf 3 Stunden von der Grenze eine Recognoscirung gemacht und sind nach einem unbedeutenden Gefecht in das türkische Lager zurückgekehrt. Wien, 30. Juli. Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Bukarest, 28. d.: Gestern machten die Rnffen einen Schein-Angriff auf Rustschuk, um den Znzug von Verstärkungen für ihren rechten Flügel zu maskiren. Zwischen Osman- Bazar unb Tirnowa werden Zusammenstöße erwartet. Mehemed Ali Pascha n-arschirte gestern mit 60,000 Mann von Eski'Djnna in der Richtung nach Tirnowa ab. Die russischen Generale Krüdener und Schildner-Schulderer sollen Zrr bit|y« Äp-bi. Wiser §e|h pm Einbruch W- sw* ^krechnuna fi,i ,r°mb(ttti£ fcn Schandau r M ßtgebtn Miere waren °vr, welcher s„ nach an- MteJd)üK>en W aiß in die 5. mmer ri«a4 nl'chen Zwilchen 'che (das Dampj- r dtt Hand nicht »uch die Kktien- lgen Steivmasien telbar unterhalb n Schleppkähnen Wjn Königstein, T Thalsahn be- ) im Bad Lenk Derselbe hinter: lthet, wird man Frau, und wer eliebt von seinem Nan hat sür sich t eine Gemahlin, den Ton eine Gk- , besucht von der leht spazieren mit seiner Gemahlin. ere Schulden die untz unsere Frau über die Verun- so ruhige Stadt i. M Mann, ein Jäger, um halb Ne bis t Uhr uns Stunden weit in !funb Gewicht. In iter Führer Jung- zehn Mann liegen eit Mann blieben und von denen ^-Abgeordneter m Adsagt des M diese Mage auch dessen heute Lonespondmt aus lachte einige Tage ikaresci °usge,M sich nicht unbedeu^ ruhig Miene, sei" chtzeitig kilurJB££ seufzend ein t Der Kosa 'N hm die MiWn Die Uaift^enben. T somit von einem «II «w, p/d-r 3» tt« Mt to8 »t«o» b“J ÄAS **%?**8-' i|er‘?in dn ■* ‘ genügend Leute vorhanden seien, die bereit gewesen wären, zu den herabgesetzten Löhnen an die Stelle derer zu treten, die 'sich etwa geweigert hätten, dazu weiter zu arbeiten. Wie sich später zeigte, war dies nur die Stille vor dem Sturm; in Wirklichkeit warteten die unzufriedenen Eiscnbahnangestellten nur die Vollendung einer geheimen, über das ganze Land verbreiteten Organisation der Angestellten aller americanischcn Eisenbahnlinien ab, um dann auf dem Wege eines Starkes den Versuch zur Wiederstellung der früheren Löhne zu machen. Wie in solchen Fällen üblich, wurde der Strike' zuerst gegen eine einzelne Gesellschaft, und zwar die „Baltimore and Ohio" in Scene gesetzt. Nach etwa einer Woche verlangten die Angestellten dieser Bahn, daß fcer seit dem 1. Juni eingetrctene Lohnabschlag rückgängig gemacht werde und legten, als ihre Forderung abgelehnt wurde, die Arbeit nieder. Bis dayin hatten sie sich völlig innerhalb der Schranken der Gesetzlichkeit gehalten, was sich jedoch sehr bald änderte, als es ersichtlich wurde, daß der Strike keinen Erfolg haben werde, da sich anderweitige Arbeitskräfte in völlig genügender Zahl bereit fanden, an die Stelle der Striker zu • treten. Hieraus entstanden die ersten Ausschreitungen, die neuen Arbeiter wurden angegriffen und thätlich mißhandelt, die Civilbehörden, -welche zu deren Gunsten einschreiten wollten, verhöhnt. Dann entwickelten die Dinge sich rasch weiter. Die Strikenden verjagten die höheren Eisenbahnbeamten, ergriffen Besitz von den Stationen, rissen an mehreren Stellen die Schienen auf, so daß auf der Strecke von Baltimore bis Martinöburg und bald darauf westwärts darüber hinaus bis Cumberland der Verkehr vollständig unterbrochen wurde. Die Empörer drohten Jedem mit dem Tode, der eS wagen würde, -mr der Abtastung und Beförderung eines Zuges sich zu betheiligen, und führten diese Drohung aus, indem sic mehrere frühere und neu eingetrctene Locomotivführer, Heizer und Schaffner, welche ihren Dienst zu versehen suchten, erschossen. Die Civilbehörden erwiesen sich den Strikenden gegenüber, die sich der Mehrzahl nach bewaffnet hatten, völlig machtlos, und es wurden deßhalb Milizabtheilvngen aufgeboten, um die Ordnung wieder herzustellen, den Verkehr wieder frei machen und Leben und Eigenthum der Bedrohten zu. schützen. Die in den zunächst beteiligten Ortschaften aufgebotenen Milizen zeigten sich jedoch unzuverlässig, da sie zum guten Theil aus ben Strikenden selbst oder deren Freunden und Anverwandten bestanden; sie weigerten sich, den -ihnen behufs Wiederherstellung der Ordnung erteilten Befehlen zu gehorchen, und gingen zum Theil auf eigene Faust wieder nach Hause oder mußten von den Behörden wieder entlassen werden. Diele von ihnen lieferten sogar ihre Waffen den Strikenden, die inzwischen völlig den Charakter -von Empörern angenommen hatten, aus. Der Gouverneur des Staates Pennsylvanien wandte sich deßhalb mit der Bitte um Sendung von Dundesmilitär an die Regierung nach Washington, welche, nachdem die Statt gefundenen Mordthaten. die offene Empörung gegen das Gesetz und die Machtlosigkeit der Localbehörden in gesetzlicher Form constatirt worden, dieser Aufforderung entsprach. Am 19. Juni trafen einige hundert Mann Bundes-Infanterie in Martinsburg, welche Stadt das Haupteentrum der Strikenden geworden war, ein, besetzten die Bahnhöfe und Werkstätten und verhafteten den Anführer der Strikenden, einen gewissen Zebb, der jedoch nach Statt gefundenem Verhör gegen Bürgschaft bis zur Verhandlung der gegen ihn erhobenen Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Die Sache schien damit zu Ende, da es mehreren von Martinsburg ostwärts nach Baltimore abgelaffenen Zügen gelang, unangefochten ihren Bestimmungsort zu erreichen. Dagegen wurde ein westwärts expedirtcr Zug bei Cumberland angehalten. Einem später von Martinsburg abgelaffenen Zuge, der zwei Compagnien Infanterie mit sich führte, gelang es zwar, Cumberland zu passircn, nachdem die Truppen die Empörer vertrieben und den Bahnhof wieder frei gemacht hatten, doch kam auch dieser Zug nur bis zur nächsten Station, einem Orte Namens Kayser, wo mehrere hundert Mann von den Strikenden hin angriffen und der kleinen im Zuge verblieben Militärabtheilung — der größte Theil hatte in Cumberland zur Besetzung des Bahnhofes zurückbleiben müssen — so hart zusetzten, daß telegraphisch von Martinsburg Hülfe verlangt werden mußte; die in Folge davon gesandten ICO Mann konnten jedoch nichts mehr ausrichten; die Stationen von Cumberland, Kayser, Piedmont und Grafton waren vollständig in den Händen der Aufrührer, welche die Schienen •au triff en, die Telegraphen zerstörten und den Eisenbahnverkehr zwischen dem Westen und dem Osten vollständig unterbrachen. In Baltimore war das Geschäft durch das Ausbleiben der von Westen erwarteten Zufuhren, namentlich des zur Ausfuhr bestimmten Getreides und Petroleums, Lahm gelegt, außerdem aber waren viele mit Schlachtvieh vom Westen nach den großen Städten § des Ostens bestimmte Züge aufgehalten, das Vieh zum Theil ausgeladen, zum Theil wegen Mangels an Nahrung und Trinkwaffer umgckommen. Inzwischen hatte sich der Strike und damit ber Aufruhr rasch weiter verbreitet. Die Central- Ohio Abthcilung der Baltimore- und Ohio-Eisenbahn war gleichfalls vollständig in die Hände der empor er. gefallen und eben so die Linie nach Chicago. In Newark und Columbus hatten ernste Ruhestörungen Statt gefunden, gegen welche sich die Civilbehörden machtlos erwiesen, so daß auch der Gouverneur von Ohio Milizen hatte aufbieten müssen. Auch auf die Pennsylvania- Eisenbahn dehnte sich schon am 19. ber Strike aus und hatte sie am 20. vollständig in seiner Macht. Das an bieser Bahn liegenbe Pittsburb trat an bie Spitze ber Bewegung, unb hier war es, wo bie furchtbarsten ber oben telegraphisch gcmelbeten Vorfälle Statt fanben. Berichte aus Cincinnati lassen befürchten, daß ber Strike sich bemnächst auf bie Ohio- unb Mississippi- Eisenbahn ausvehnen wirb; die Angestellten ber Union-Pacisie-Eisenbahn haben bie Rückgängigmachung einer vor einiger Zeit Statt gefunbenen Lohnherabsetzung verlangt, und selbst aus Canada kommen ominöse Berichte, inbem bie Angestellten ber Great Western of Canada-Eisenbahn Einspruch gegen eine ihnen angetünbigte Lohnermäßigung erhoben haben. Die bis zum 20. d. Abenbs cingegangcncn Berichte, bie noch ziemlich lückenhaft waren, da bie Striker überall bie Telegraphen zerstört haben, ließen keinen Zweifel darüber, baß man es hier mit einer von längerer Hand vorbereiteten weit verzweigten und zur Anwendung der gewaltsamsten Mittel bereiten Organisation zu thun hatte. Das bis dahin Erlebte war jedoch nur ein Vorspiel zu den späteren Schreckensscenen. Nachdem am 20. auch die Erie-Eisenbahn mit in die Bewegung gezogen war unb letztere immer größere Dimensionen annahm, hatten bie Gouverneure von Ohio, Pennsylvanien unb Maryland sich entschlossen, die Miliz dagegen aufzubieten. Regimenter von Baltimore, Philadelphia, Rochester und Columbus waren zu den Waffen berufen, um zunächst die Bahnhöfe dieser Städte zu besetzen unb bann den Schutz der anschließenden Linien zu übernehmen. Es zeigte sich aber, daß die Strikenden jetzt schon nicht mehr allein waren, sondern daß sich ihnen der städtische Pöbel überall anschloß. Als am 20 Abends ein in Baltimore aufgebotenes Milizbataillon sein Zeughaus verließ, um nach dem Bahnhof zu marschiren, wurde cs von einem Haufen von 5000 Mann mit Schüssen und Steinwürfen angegriffen. Nachdem mehrere Mann der Miliz verwundet worden, gab letztere ohne Befehl ber Officire ihrerseits Feuer, woburch 10 Personen getöbtet unb 30 verwundet wurden. Der Pöbel steckte den Bahnhof in Brand, zerstörte das Telegrapbenbu-reau und riß bie Schienen auf, so baß die Miliz in ber Stabt bleiben mußte, um bie Ruhe wieberherzustellcn, unb zum Schutz ber übrigen Stationen neue Regimenter aufge- boten wurden. Der Strike hat sich auf bie Atlantic anv Great Western-Linie ausgedehnt unb bedrohte nach den letzten Nachrichten auch St. Louis. An mehreren Stellen war es den Aufrührern gelungen, sich ber Miliz-Zeughäuser unb ber bartn aufbewahrtcn Vorräthe von Geschützen. Flinten unb Munition z« bemächtigen. Welchen Gebrauch sie davon u. A. in Pittsburg gemacht, zeigen die obigen Telegramme. Nachdem jedoch damit der Charakter der Bewegung klar geworden, ist deren rasche unb energische Unterbrückung nur noch Frage einer ganz kurzen Zeit. In Ohio, Pennsylvania unb Maryland waren starke Milizmaffen aufgeboten, deren Ucbermacht dem Gesetze rasch wieder zur Geltung verhelfen wird. (Hamb. B.-H.) Sehlffeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen. Newyork, 28. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 14. Juli von Bremen und am 17. Juli von Southampton obgegangen war, ist gestern 6 Uhr AbendS wohlbehalten hier angekommen. Handel und Verkehr. Grünberg, 28. Juli. (Fruchtpreise.) Weiten JL 13.71, Korn JL 11.52, Gerste 9.35, Hafer JL 8 20, Erbsen JL 9.48, Saamen 17.40, Kartoffeln —. (Alles per |50 Kilo oder 1 Ctr.) Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen befinden stch zur Zeit bei: 1) Herrn Louis Wenzel, Seltersweg, 2) Herren Heinzerling & Tribus, Kreuz, 3) Herrn Job. Wilh. Kurz, Neustadt, 4) „ Kaufmann Semmler, Wallthorstraße. Bemerkt wird, daß die erwähnten Verläufer vertragsmäßig verpflichtet find, stets eine entsprechende Anzahl von Postwerthzeichen vorräthig zu halten, dieselbe nach Bedarf rechtzeitig zu ergänzen und die einzelnen Marken rc. zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Werthes, an das Puhlikum abzugeben, und daß ferner der Verkauf derselben im Allgemeinen während der ganzen Zeit, in welcher die Geschäftslocale der oben vermerkten Verkäufer geöffnet find, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Orts-Postanstalt, zu erfolgen hat. Gießen, den 31. Juli 1877. Kaiserliches Postamt. Lochmann. Berlin Cobleuzer Eisenbahn. Strecke Nordbausen-Wetzlar. Abthcilung I. 4234) Behufs Ausführung eines Empfangsgebäudes III. Klasse nebst -Güterschuppen, sowie einer Retirade auf Bahnhof Kinzenbach, sollen im Wege der öffentlichen Submisfion 1) die Maurer-Arbeiten excl. Material, 2) „ Zimmer-Arbeiten, 3) „ Dachdecker- und Klempner-Arbeiten, 4) „ Tischler- und Glaser-Arbeiten, 5) „ Schmiede- und Schloffer-Arbeiten, 6) „ Maler-, Anstreicher- und Tapezier-Arbeiten, vergeben werden, und ist hierzu Termin auf Dienstag den 14, August 1877, Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Abtheilungs-Bureau anberaumt, woselbst die bis dahin eingegange- tifit Offerten tn Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Zeichnungen und Bedingungen können Hierselbst eingesehen, letztere auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Die Offerten ad 1 bis 6 find getrennt einzureichen. Wetzlar, den 26. Juli 1877. Der Abtheilunqs-Baumeister: Kluge. Versteigerung. Versteigerung. Montag den 6. August, Morgens 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Maschinenbauers Christian Heil in Langsdorf folgende Gegenstände versteigert werden: 1) eine große neue Futterschneidmaschine mit Messingeinlage, welche mit Dampf ober Göpel betrieben werden kann; 2) eine gebrauchte Handdreschmaschine, welche zugleich die Frucht reinigt; dieselbe ist auch eingerichtet zum Göpelbetrieb; 3) zwei gebrauchte Göpel. (4235 Aeilgcvotenes. 4247) Neue holl. Vllllhünnge empfehlen J. A. Busch Söhne. 4250) Ein geruchloses Closet (in Form einer Comode), 1 Petroleum Lüster, 1- und 2thülige Kleiderschränke, Bettstellen (2schläf rig), 1 Sesselstuhl, 1 runder Tisch, Haarmatrotzen und sehr gutes Bettwerk verkaufe ich billig. I- Rothenberger, Lindenplatz. '86 ä -jhvcuKn^ xaugfpl m urfirj rrqv ud djipjctiua 'Ltzvpösgri( ^'Hr bei dL ‘MihJ'i