Wo Donnerstag, den 1. November 187X chichener Myeiger AMize- uni Amtsblatt fit de« Kreis Gießen. Erscheint tLglich mit Ausnahme deS Montags. ExpOditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. na 2 jhjmw Amtlicher Höeit. Gießen am 27. Oktober 1877. Betreffend: Die Ausführung des Reichsmünzgesetzes, hier die Einziehung der */6 Thalerstücke. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gemeinde-Einnehmer, Kreiskasse-, Kirchen- und Stistungsrechner. Nachdem das Reichskanzleramt im Interesse der weiteren Durchführung der Münzresorm angeordnet hat, daß von den öffentlichen Kaffen V« Thalerstücke nicht weiter ausgegeben werden, weisen wir Sie in Folge Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern hiermit an, die bei Ihnen vorhandenen und demnächst weiter eingehenden >/s Thalerstücke nicht wieder zu verausgaben, sondern in möglichst abgerundeten Beträgen, kastenmäßig verpackt und bezeichnet, an die nächstgelegene Postkasse abzuliefern. Die Postkassen werden entweder baaren Ersatz leisten, oder über die Einlieferung Anerkenntnifle aus- stcllen, welche Seitens der Großherzoglichen Hauptstaatskasse eingelöst werden. Dr. B o e ck m a n n.__________________________________________ ' Gießen am 28. October 1877. Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie an die Einsendung der in rubricirtem Betreff zu erstattenden Berichte. Dr. Boekmann.____________________________ Bekanntmachung. Nachstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen am 30. Octbr. 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. II. periodische Mittheilung bezüglich der Rinderpest zu Geisenheim und Eibingen, Kegierungs-Bezirks Wiesbaden. In Verfolg unserer Mittheilung vom 18. October 1877 I. C. 4290 bemerkcn wir vielter, daß derAusbiuch der Rinderpest auch in Elbingen, 3 Kilometer von RüdeS- heim im Rheingau-Kreise am 20. d. Mts. durch die von dem Departements-Thterarzte in Verbindung mit dem Kreisthierarzte Fischbach aus Langenschwalbach in Gegenwart unseres Kommiflars vorgenommene Sektion auf dem Verscharrungsplatze an einem Stück Rindvieh constattrt worden ist. Da in demselben Stalle noch ein Stück Rindvieh und in den beiden Gehöften rechts und links daneben noch je ein Stück Rindvieh gestanden, so sind diese 4 Stück Rindvieh sofort nach erfolgter Abschätzung und Tödtung verscharrt worden, weil diese drei Gehöfte durch keine Scheidewand, soweit cs sich um den Hofraum handelt, von einander getrennt sind und die Düngerstätten ziemlich nahe und offen nebeneinander liegen. Diese 3 Gehöfte sind sofort gesperrt, ein Orts-Kommissar in der Person des Bürgermeisters ernannt sowie die gegen Weiterverbreitung der Rinderpest erforderlichen Vorsichtsmaßregeln zur Ausführung gebracht.; auch ist zur besseren Absperrung der Feldmark das bereits vorhandene Militair-Kom- mando um 1 Officier, 3 Unterofficiere und 60 Mann verstärkt worden, welche in Rüdes- heim stattonirt sind. ,„p Wir haben durch Polizei-Verordnung die Sperre für die infizirten Gehöfte und die relative Sperre für die ganze Gemarkung Etbingen eingeführt. Den bet dem Ausbruche der Rinderpest in Geisenheim festgesetzten Seuchebeztrk haben wir mit Rücksicht auf die geringe Entfernung zwischen Eibingen und Geisenheim nicht geändert. Zur Verstärkung des thierärztlichen Personals ist inzwischen der Kreis-Tbierarzt Klein aus Berlin und ein Eleve der Thierarzneischule etngetroffen und in Thätigkeit Mit Desinfizirung der 3 Gehöfte in Etbingen ist begonnen worden und wird solche ununterbrochen fortgesetzt. _______ Ebenso ist ein passender Platz zur Vergrabung der Erde, deS Düngers, der Stall - uteusilten rc. aus den verseuchten Gehöften daselbst disponibel. Weitere Fälle sind aus Etbingen bis jetzt nicht angemeldet worden, lieber die Entstehung der Rinderpest in Eibingen ist ermittelt worden, daß die pestkranke Kuh am 8. d. Mts. aus dem Stalle des Viehhändlers Nathan Strauß aus Geisenheim angekauft und an demselben Tage in Eibingen eingestellt worden ist. Es ist dies derselbe Strauß, welcher die Haut von dem von S abus in Geisenheim getodteten Stück Rindvieh, dem ersten verdächtigen Thiere in Geisenheim erhalten und mehrere Tage auf seinem Gehöfte liegen gehabt hat, wodurch die Rinderpest aus Oesterreich eingeschleppt worden ist. In Geisenheim hat sich die Pest seit dem 18. d. Mts. auf mehreren Gehöften weiter verbreitet, jedoch nicht über die Häuser-Viertel hinaus, in welchen das sämmt- liche Rindvieh als infizirt zu tobten beschlossen und dies inzwischen auch ausgeführt worden ist, so daß bis jetzt daselbst außer einer Anzahl Ziegen 125 Stück Rindvieh als pestkrank und pestkrank verdächtig getödtet und verscharrt worden sind. Mit Des- infizlrung der Gehöfte in Geisenheim wird fortgesahren und solche unausgesetzt gefördert. , , Gestern und heute ist gleichfalls kein neuer Pestfall von Geisenheim gemeldet worden. Schließlich bemerken wir, daß zur Reinigung und ferneren Benutzung der Vieh- Höfe zu Frankfurt a. M. und Wiesbaden besondere Vorsichtsmaßregeln angeordnet und durchgeführt worden sind. Wiesbaden, den 25. Octöber 1877. Königlich Preußische Regierung, Abtheilung des Innern. v. Meusel. Lehrer-Co nferenz des Conserenzbezirkes Lich-Hungen Montag den S. November, Anfang 10 Uhr in Hungen. Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirkes Grünberg Donnerstag den 8. November, Anfang 10 Uhr in Grünberg. NB. Auf diese Konferenzen sind die Diätenverzeichniffe pro 1877 mitzubringen. Gießen, den 31. Oktober 1877. Büchner, Kreisschulinspector. Hkokilisch Darmstadt, 28. October. Gestern Nachmittag 4!/2 Uhr wurden im Neuen Palais das Central - Comit6 des Alice - Frauenvereins, das Cornit6 für Waisenpflege, sowie Vertreter der Zweigvereine Mainz, Gießen, Bensheim, Rüsselsheim und Eberstadt nach einer im Palais stattgehabten Sitzung von Ihrer König!. Hoheit der Frau Großherzogin empfangen und geruhten Hoch- dieselbe, der im Namen des Vereins durch dessen Geschäftsführer, Herrn Hof- gerichts-Advocat Krug, ausgesprochenen Bitte: „Ihre König!. Hoheit möchten die durch Gründung und zehnjährige Leitung des Vereins Allergnädigst bewiesene wohlwollende Theilnahme dem Verein bewahren und auch ferner das statutenmäßige Präsidium Allerhöchst weiter führen", huldreichst zu willfahren und dabei der Bemühungen des Vereins in anerkennenden Worten zu gedenken. er Hheifl Ihrer König!. Hoheit wurden sodann durch die Vicc-Prästdenttn, Frau Strecker, die Vertreter der Zweigvereine, sowie die ebenfalls erschienenen Pflegvereine einzeln vorgestellt und beehrte Ihre König!. Hoheit die Versammlung noch über eine Stunde mit Allerhöchstihrer Gegenwart, wobei auch die Großherzoglichen Kinder anwesend waren. Außer dem Central-Comit^ und dem Comit6 für die Waisenpflege waren als Vertreter auswärtiger Zweigvereine erschienen: Aus Mainz: Frau Brazy, Frau Feist, Fräulein Piccard, Frau Hel. Schmitts, Herr Bezirksgerichtsrath Jung, Dr. Knpferberg, Dr. Krug, Medtcmalrath Hochgesandt. Aus Offenbach: Frau Anna Böhm, Frau Ottilie Weber, Frau Rosalie Mainz, Fräulein Elise Merz, Frau Lili Pirazzi, Herr Hoftath Dr. Walther, Hofgerichts-Advocat Strecker, Herr Emil Pirazzi. Aus Gießen: Herr und Frau Professor Milbrand. Aus Bensheim: Frau KreiSrath Ufinger. Aus Rüsselsheim: Herr Engelhard. Aus Eberstadt: Frau Josef und Frau Heus. Darmstadt, 30. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, mittelst allerhöchster Entschließung vom 23. Öctober d. I. zu verleihen: Dem Ministerial-Secretär 2. Klasse bei Großh. Ministerium der Finanzen, Joseph Moyat, und dem Krelsbaumeister Großh. Kreisbauamts Grünberg, Dr. Karl Dieffenbach, den Charakter als Baurath, dem Distncts-Einnehmer Ludwig Haller zu Vilbel den Charakter als Rendant. Berlin. Eine für den Welthandel überaus wichtige Nachricht kommt aus Washington. Ein Kabel-Telegramm von dort constatirt nämlich, daß nach aus allen Theilen Nord-Amerikas eingehenden Berichten die diesjährige amerikanische Weizenerndte die ergiebigste ist, die überhaupt jemals in den Vereinigten Staaten gemacht worden ist, und das will viel sagen, denn Amerika ist das reichste Getreide Productions-Gebiet. Besonders in London, dem „Herzen des Welthandels", dürfte diese Mittheilung großen Eindruck machen. Bis vor Ausbruch des türkisch-russischen Krieges bezog das industriereiche, aber kornarme England fein Korn zum größten Theile aus dem kornreichen, aber industrie- armen Rußland. Mit dem Kriege änderte sich die Sache wesentlich; England, das bisher viel englische Kohle nach Rußland exportirte und dafür russisches Korn einlud, warf plötzlich die in Rußland nicht mehr absetzbare englische Kohle in solchen Mengen auf den amerikanischen Markt, daß es die amerikanische Kohle selbst dort verdrängte; es zog zum Ausgleich dafür amerikanisches Korn auf den englischen Getreidemarkt, das nunmehr auf dem letzteren die Hauptrolle spielt. Uebrigens macht sich auch bereits in Süddeutschland der Einfluß des amerikanischen Getreidehandels geltend, indem das ungarische Getreide gegen das amerikanische dort immer mehr zurücktritt und über Triest nach Frankreich seinen Abfluß nimmt. Bei den großen Anstrengungen, welche seit der letzten Ausstellung die Amerikaner machen, um für sich Süddeutschland als Absatzgebiet zu occupiren, werden wir wohl bald genug Gelegenheit haben, den Einfluß der jüngsten guten amerikanischen Ernte sehr merklich zu spüren. — Unter den demnächst an das Abgeordnetenhaus gelangenden Vorlagen wird sich, wie wir hören, auch eine auf Uebernahme der Strecken DeutzMeßen und Oberhausen-Arnheim der Köln-Mindener Eisenbahn Seitens des Staats hinausgehende Vorlage befinden. Berlin, 29. October. Die Vermittlungs-Versuche der auswärtigen Diplomatie werden fortgesetzt, obwohl bisher erfolglos. — Den Verhandlungen zum Zweck der Erleichterung des russischen Grenz-Verkehrs werden günstige Aussichten gestellt. Hesterreich. Wien, 29. October. Im Budget-Ausschuß beantragte Skene die Wahl eines Comit6s von fünf Mitgliedern, welches zu erwägen hätte, ob und welche Abstriche bei dem Budget vorzunehmen wären. Lienbacher beantragte, daß der Ausschuß in eine General-Debatte eintrete, da solche aufklärend wirken könnte. Nach längerer Debatte wurden diese beiden Anträge, und zwar der erstere fast einstimmig, abgelehnt. Der Ausschuß genehmigte sodann mehrere Capitel des Budgets. Pefth, 30. October. Die hier eingetroffenen österreichischen Minister haben bereits mehrmals mit den ungarischen Ministern conferirt. Die österreichische Regierung steht auf dem Standpunkte des autonomen Zolltarifs. Die ungarische Regierung dürfte diesem Standpunkte nur gegen anderweitige Com- pensationen Concessionen machen. Arankreich. Pari-, 29. October. Die Fraetions-Vorstände sämmtlicher Gruppen der Linken des Senats und der letzten Kammer beriethen gestern gemeinsam, um über ein letztes Manifest Beschluß zu faffen, welches genau die Forderungen der republikanischen Majorität enthalt. — Bet den gestern stattgehabten Stichwahlen zur Deputirten-Kammer siegten 11 conservative und 4 republikanische Candidaten; im Ganzen umfaßt nunmehr die Kammer 320 Republikaner und 210 Conservative. Paris, 29. October. In Chateau-Chinon wurde gestern der Bonapar- tist Espenille mit 8256 Stimmen zum Deputirten gewählt; der republikanische Gegen-Candidat erhielt 7180 Stimmen. Paris, 29. October, Abends. Das Journal „Temps" spricht die Ansicht aus, der Marschall-Präsident sei zu der Erkenntniß gelangt, daß die Lage gebieterisch eine Aenderung seiner Politik erheische. Die einzige Frage sei, ob der Marschall selbst diese Aenderung vollziehe oder solches Anderen überlaffe. Paris, 30. October Grevy's Abwesenheit wird bis Ende dieser Woche dauern. Sie verzögert die eingeleiteten Versöhnungs-Versuche. — Leon Say ifl nach Deutschland abgereist. — Die Heirath des Königs Alfonso von Spanien ist auf den 23. Januar festgesetzt. Italien Rom. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß im Vatican von gewiffen Cardinälen eine Agitation in's Werk gesetzt ist, um den Papst zu bestimmen, Ledochowski als seinen Nachfolger auf dem päpstlichen Stuhl zu bezeichnen. Die Bemühungen treffen aber noch auf Widerstand. — Pater Curci ist aus der Gesellschaft Jesu ausgeschlossen worden, weil er das Versprechen verweigerte, seine politischen Gedanken nicht nur öffentlich, sondern auch privatim nicht mehr zu entwickeln. Aumänien Bukarest, 29. October. Heute Vormittag fand ein Trauer-Gottes- dienst für den gefallenen Prinzen Sergius von Leuchtenberg statt, welchem Großfürst Nikolaus der Jüngere, Fürst Gortschakoff und die rumänischen Minister beiwohnten. — An Stelle des Obersten Anghelescu, der zur Reserve getreten ist, wurde General Racowitza zum Commandeur der vierten rumänischen Division ernannt. Amerika. New-Nvrk, 29. October. Zum Gesandten der Vereinigten Staaten in Petersburg wurde Stoughton ernannt. Wie hiesige Blätter aus Japan melden, bestünde England auf einer Tbeilnahmc an allen Vortheilen, welche Japan aus der Eröffnung Coreas erwachsen. Japan lehne die Forderung Englands ab und Rußland habe ihm seine Unterstützung hinsichtlich dieser Weiae rung jugefagt., wenn Japan seinen Anspruch auf einen Hafen im Norden auf gebe und dafür einen südlichen Hafen wähle. Der orientalische Krieg. Konstantinopel, 28. October. Die Pforte benachrichtigte den bri- lischen Botschafter, Layard, daß Ismail Hakki Pascha mit 40 Bataillonen seine Vereinigung mit Mukhtar Pascha am 27. Octbr., Abends, bei Jenikoi vollzogen habe. Der Letztere concentrire, nach stattgefundener Vereinigung, seine Truppen bei Köprikoi, wo er in starker Position die heranrückenden Russen erwarte. — Abends. Ein Telegramm Ismail Hakki Pascha vom Gestrigen bestätigt dessen Ankunft in Köprikoi, welcher ein Kavallerie-Scharmützel bei Delibaba vorhergegangen war, in welchem die Russen 150 Mann verloren. — Aus Dchipka und Rasgrad eingelaufene Telegramme berichten nichts Neues. — Von Plewna liegen keine Meldungen vor. — Die Beschießungen von Rustschuk und von Silistria dauern fort. Konstantinopel, 29. October. Suleiman Pascha meldet oom 27. d.: Das Artillerie- und Gewehr-Feuer zwischen den auf der Insel Saba vor Silistria aufgestellten türkischen Truppen und den am anderen Donau-User befind- ilchen Russen dauern fort; die dabei erwachsenden Verluste sind unbedeutend. — Reuf Pascha meldet vom 27. d.: Die Artillereie- und Infanterie-Kämpfe dauern auf allen Punkten fort; der Feind erleidet beträchtliche, die Türken nur leichte Verluste. Petersburg, 29. October. Eine Depesche des „Golos" aus Alexan- dropol vom 27. d. meldet: Die Hauptkräfte des Generals Loris - Melikoff haben das Thal von Karstschai und die benachbarten Anhöhen besetzt und blo- kiren Kars. General Tergukasoff fährt fort, die Truppen JSmail Hakki Pascha's in der Richtung nach Erzerum zu treiben, während General Heymann über Saganlugh eilt, um den Türken den Rückzug abzuschnetden. Bajasid ist von den Russen besetzt. Die Bewobner von Kagisman haben sich den russischen Kriegs-Behörden unterworfen. Wien, 29. October. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, daß die Russen am 28. d. Telisch genommen hätten; dabei seien sieben türkische Compagnien, ein Pascha und mehrere Officiere in russische Gefangenschaft gefallen und drei Geschütze erobert worden. Petersburg, 29. October. Amtliche Meldung aus Wisinkoi vom 28. Octbr.: Das Detachement des Generals Tergukasoff, welches seit dem 18. d. sich zur Verfolgung des gegen Erzerum zurückgehenden Ismail Pascha in Marsch gesetzt hatte, befand sich am 25. d. bei Karakilissa in Sicht der türkischen Nachhut. Mit ihrer Hauptkraft zogen sich die Türken am 25. d. nach Seidekan zurück. Von dem Gros des operirenden russischen Corps wurde am 22. d. aus Tikma ein besonderes Detachement unter General Heymann hinter den Saganlugh nach Köprikoi in Khoraffan dirigirt. Konstantinopel, 29. October. Nihad Pascha (vormals Billinski) ist zum Chef des Gmeralstabes der Armee von Schumla ernannt. Konstantinopel, 29. October. Derwisch Pascha meldet aus Batum vom 26. Octbr.: Die bei Batum stehenden Russen wurden durch 4 Bataillone und mehrere Batterien verstärkt. — Mukhtar Pascha telegraphirt am 27. d. aus Köprikoi: Die Russen haben bei dem drei Stunden von hier entfernten Azapkioi ein Lager bezogen. — Chefket Pascha berichtet auS Orkhanie vom 27. d.: Die Russen zündeten Gradischnitza an, wurden aber von den Türken, welche 60 Russen außer Gefecht setzten, zurückgewiesen. Am 26. Octbr. fand auf der Straße von Orkhanie nach Plewna ein Zusammenstoß statt. Slatitza wurde von den Russen besetzt. Petersburg, 30. October. Amtlich wird aus Bogot vom 29. d. gemeldet: Gestern umzingelten die Gardetruppen^unter General Gurko die befestigte Position der Türken bei Telisch auf der Chaussee nach Sofia und eröffneten ein Bombardement aus 72 Geschützen. Nachdem das Bombardement zwei Stunden gedauert, capitulirte die Garnison von Telisch und streckte die Waffen; dieselbe wurde von Ismail Chaki Pascha befehligt und hatte eine Stärke von 7 Tabors nebst 3 Geschützen. Etwa 300 Mann sind entflohen; die übrigen, darunter der genannte Pascha und über 100 Officiere, befinden sich vorläufig in der Redoute bei Gorni-Dubniak, sollen jedoch fretgelaffen werden; nur Ismail Chaki Pascha und einige andere Officiere zogen es vor, in der Gefangenschaft zu verbleiben. An der Eroberung von Telisch nahmen Theil: eine Brigade der 2. Garde-Infanterie-Division; Die 2. Garde-Kavallerie- Division und die kaukasische Kosaken-Brigade. Der russische Verlust an Jnfan- terie betrug: 1 Mann tobt, 15 Mann verwundet. Das Leibgarde -Ulanen- Regiment, welches einen Angriff auf die feindliche Infanterie machte, hatte 6 Officiere und gegen 50 Mannschaften verwundet. Die sonstigen Verluste sind noch nicht bekannt. SofahÄotii« Gießen, 31. October. Eine für die Zukunft unserer Hochschule äußerst wichtige Entscheidung ist dieser Tage getroffen worden: eine neue Promotionsordnung für alle Fakultäten ist eingeführt, wonach die Erlangung der Doktorwürde wesentlich an vieselben Bedingungen geknüpft wirv, wie solche an den preußischen Universitäten längst bestehen. Wer sich den akademischen Grad erwerben will, muß ein Maturitätszeugniß aufweisen können, hat nach vollendetem akademischen Triennium ein mündliches Examen zu bestehen und eine gedruckte Dissertation zu liefern. Man wird von nun an der Universität Gießen nicht mehr vorwerfen können, daß dort zu laxe Normen gelten, und es wird sich zeigen müssen, daß dieselbe die Eon- currenz mit den meisten deutschen Schwestcranstalten aufnehmen kann. Denn nach der wissen- chaftlichen Leistungsfähigkeit und nicht nach der schwankenden Frequenzziffer, die ja von vielen, oft nicht zu ändernden Verhältnissen abhängt, bemißt sich der Werth einer Hochschule. Der Großherzoglichen Regierung aber, welche durch die Einführung der neuen PromotionSordnung ihr Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit ihrer Hochschule bewiesen hat, gebührt der aufrichtige Dank aller Derjenigen, welche wünschen, daß die in Gießen erworbene Doktorwürde von allen Makeln, welche ihr in letzter Zeit anzuhaften begannen, befreit und derjenigen ebenbürtig an die fcettc gestellt werde, welche man an den meisten anderen deutschen Universitäten zu erwerben sich zur Ebre schätzt. Hierzu ist nunmehr der Weg gebahnt und eine so vielfach biSkutirte Frage in der befriedigendsten Weise gelöst. Vermischtes. Nr. 10 der Z-itlchrift des Tblerschutz-BeretnS für daSGroß- herzogtbum Hessen) welche eben in einer Auflage von 5000 Exemplaren erscheint und welche jedes Mitglied gratis und franco erhält, üat folgenden Inhalt: An die Herren Vertreter und Mitglieder unseres Vereins. — Zur Maulkorbfrage. — Die Entstehung des Schülervereins zum Schutze der Vögel in der Oberklasse der II. Stadtschule zu - nnelcir9rlm Hannöverschen. Bericht des Herrn Lehrer GarbS. (Schluß.) — Die rfc*uVtftrebun(Kn tn Don K. - Kleine Mittheilungen: Officielle Unterstützung. Schleswig-Holsteinischer Tbierschutz Verband. Aus dem Thierleben. — Vereinsnochrichten: Einladung zur Autzschußsttzung. Tagesordnung der diesjäbrigen Generalversammlung. Beitrage der Sparkassen. Bestellung von Nistkästen. Zweig- £er(d«8ftabtt« Neubeigetretene Mitglieder. Eingegangene Zeitschriften. Quit- tirte Beiträge. — Anzeigen. Aus Oberschlesien. 14. Oct- Dieser Tage ereignete sich inJnnelin ein höchst hedauernswerther Unfall. Der Nachtposten von dem Commando des 63. Regiments, das noch immer wegen der angeblich in Russisch-Polen und Oesterreich ausgebrochenen Rinderpest unsere Grenzen occupirt. erblickte nämlich von ferne eine Person, welche von der Grenze her eine Kuh führte. In der Meinung, er habe einen Schmuggler vor sich, eilte er jener Person nach und rief sie drei Mal, nach Vorschrrft an Daraufhin er schrak bte Person sehr — (es war eine Bauersfrau mit ihrer eigenen Kuh, die sie von der Hütung nach Hause trieb), - anstatt aber stehen zu bleiben, trieb sie ihre Kuh noch mehr an zum schnellen Laufen, was den Nachtposten in seiner Vermuthung, es sei wirklich ein Schmuggler, bestärken mußte. Da plötzlich hört der Soldat in nächster Nähe ein Geräusch hinter seinem Rücken- Er dreht sich um und sieht sich augenblicklich von Awei Männern verfolgt. In der Eile drückt er los, der Schuß sitzt und einer von den Zweien fällt. Es war sein eigener Unterofficier, der in Begleitung des betreffenden Lieutenants, die Grenzposten inspicirend, den Vorfall mit dem Verfolgen der Kuh an- aesehen und dem Nachtposten zu Hülfe eilte- Der Soldat ist sofort verhaftet worden und dürfte ohne strenge Bestrafung nicht davon kommen, da er laut Instruction ver- vstichtet war, selbst seine vermeintlichen Verfolger erst dreimal anzurufen und dann erst ru schießen, falls seiner Aufforderung nicht Folge geleistet worden wäre. — Der Skandal Hackländer hat ein sehr trauriges Nachspiel erhalten. In Folge der bestimmten und genauen Mitthetlungen über das Einkommen und die Honorarbe- träae Hackländer's, wie sie nach den Veröffentlichungen seiner Verleger durch die Presse liefen, hat sich die Steuerbehörde in Stuttgart veranlaßt gesehen, diese Summen mit den vom Verstorbenen als sein Jahreseinkommen angemeldeten zu vergleichen. Die Bücher sind sowohl von der Verlagshandlung Kröner wie Hallberger deßwegen von ihr eingesehen worden, ebenso sind amtliche Anfragen an die verschiedenen Zeitungen über die Honorare gerichtet worden, die sie Hackiänder gezahlt Die Untersuchung erstreckt sich bis auf viele Jahre zurück. Es wird aus gutem Munde versichert, daß Hackländer als fein schriftstellerisches Reineinkommen immer nur die 1200 fl. Fixum von Hallberger angegeben und zur Einkommensteuer heranziehen ließ, so daß die Beeinträchtigung des Staates bis zu bedeutenden Summen aufsteigen würde. In Folge besten hat die Untersuchungs-Commission auch bereits das Mobiliar in der Wohnung Hackländer's unter Siegel gelegt. Der Tod desselben verhindert nicht, daß sich die Behörde wegen der ihr entgangenen Steuer an den Nachlaß hält, und da nach dem Gesetz nicht nur die Nachzahlung jener Steuerbeträge erheischt wird, sondern auch der zehnfache Betrag derselben als Strafe ohne Stundung gezahlt werden muß, so ist allerdings zu bcsürch- ten, daß der Nachlaß Hackländers auf solche Weise völlig in Anspruch genommen und die Familie alsdann der wirklichen Armuth preisgegeben werde. Leider kann man ihr die Schuld nur allein bemessen, ein solches Schicksal heraufbeschworen zu haben, indem sie unnützer Weise die delicateften Angelegenheiten ihres verstorbenen Ernährers der Oeffentlichkeit übergab. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Reichs-BankgesetzeS vom 14. März 1875 sind (nach den im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Prioat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden unb es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in Breslau — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Castenverein in Leipzig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank tn Dresden. — 15. Bant für Süddeutschland in Darmstadt- — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelaffen sind, wird mit Geldstrafe dis zu 150 Mark bestraft. Seitens der Nationalbank für das Großherzogthnm Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach S 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefän^niß bis zu einem Jahre bestraft. . iiM—n—wmnirii « i w———————w—wrii .■■■■■■»■■■,.«tw »v Handel und Verkehr. Gründ er g, 27. Oct. Weizen X 11.84, Korn X 8.82, Gerste X 8.67, Hafer X 7.33, Erbsen X 8.54, Linsen —, Samen X 18, Kartoffeln —. (Alles per 50 Kilo ober 1 Ctr.) Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. Dienstag den 6. November d. I- sollen im Geschäftszimmer der Garnison: Verwaltung (Nahrungsberg) für das Jahr 1877 rsfp 78/79 nachstehende Reinigungsurbeiten 2C. im Submissions-refp. Licitations- verfahren vergeben werden, als: 1) Die Reinigung der Casernen-Bett- wäsche, Vormittags 8y2 Uhr, 2) die Entleerung der Latrine und Mullgrube der Zeughaus-Caserne und des Garnison-Lazareths, Vormittags 9 Uhr, 3) die Lieferung von Lagerftroh für die Zeughaus-Caserne und das Garnison- Lazareth = 232 Certr., Vormittags 9y2 Uhr, 4) die Reparatur der Bettwäsche der Zeughaus: Caserne, Vormittags 10 Uhr, 5) die Uebernahme des ausgelagerten alten Strohes, Vormittags 10*/2 Uhr. Die Bedingungen liegen im diesseitigen Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Gießen, den 31 October 1877. (6104 Grsßherzogliche Garnison-Verwaltung. Versteigerungen. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 5. November 1877, von Morgens 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Distrikten Strangswiese, Unterwald, und Bannwald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Bau-, Werk- und Nutzholz r 8 Eichennämme mit 5,35 Feftmtr. "374 Nadelstämme mit 124,70 Festmtr. 95 Nadelstangen mit 10,81 Festmtr. Die Zusammenkunft ist an der Strangs- wiese. Gießen, den 23. October 1877. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 61W________A. Bramm.___________ Donnerstag den 1. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgertcht auf freiwilliges Ansuchen die den Herrn Philipp Oppermann's Erben gehörigen Grundstücke, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 24. October 1877. Großherzogi. Ortsgericht Gießen- 6000)_________Müller.____________ Donnerstag den 1. u. Freitag den 2. Novbr-, Nachmittags 2 Uhr, ft llen in der Wohnung der verstorbenen Frau August Ninn Seltersweg bet Küfer Faber, nachfolgende, wohlerhaltene Mobilien versteigert werden- Etz kommen zum Aus cebot: Komoden, Glasschrank. Schränke Tische, Sophas, 1 Dtz. gepolsterte Stüble, Rohrstühle, Oelgemälbe, Weißzeug, Küchen gerätbe, Kleidungsstücke u. s. w Die Gegenstände können von Sonntag Nachmittag angesehen werden. Gießen, den 27. October 1877. Großherzogl- Ortsgericht Gießen. 6050) Lüdeking. Allgemeiner Anzeiger. Keiltzebotenes. Saftigen grotzlöcherigen Schweizerkäs, la. Limburgcrkäs, Häringe und Sardellen empfiehlt (6091 ____________11. Goebel. Bettseöern und Daunen Zwillch uud Barchent, Feder-Leinen, Lttje- runa vollständiger Betten in streng reelle» Ausführung, bei 4519) Th. Brück, Kanzletberg B. t. Eingemachte Gurken billigst bet (6107 _________I. M. Schulhof. «grräudj. Lachs empfiehlt (6059 __Emil Fischbach. Haarbalsam. Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu befördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade etc. dadurch überflüssig wird. i/2 Flacon ä X 0.60, Vi „ X 1-20, zu haben bei (3369 C. F. Semmler in Giessen. | Mittagstisch von 12Vz bis 1 Uhr, a 86 und 60 Pfg., empfiehlt W. Hofmann, Lahnstein. Frische Samen- und Leinkuchen, Kornkleie, Waizenschaalen u. Futtermehl billigst bei (6106 J. M, Schulhof. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in dm gangbarsten Dcssintz Anfertigung jeder Decorations- Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei 4518) Th. B ' ück, Kanzleiberg B. 1. Flundern, Kieler Sprotten, empfiehlt (6110 _____Finil Finchbaeh. Limburger- und Kümmelkäse in schöner Qualität, per 50 Kilo 36 X. ab hier offeriren unb suchen gleichzeitig einen tüchtigen Vertreter. [H. 35132.] R Hehdecke L5 Comp. 6064)_______in Reichenbach i. Voiattande. 6040) Ein an der Hauptstraße gelegnes, schön eingerichtetes und im besten Stand befindliches HauS mit Laden, Comptoir, großen gewölbten Kellern und Lagerräumen ist preiSwürdia zu verkaufen oder zu Vermietyen. Näheres bei der Exped. d. BlttS 6084) E'ne Quantität Mist verkauft Jungblut, Promenade-Haus. Geschäftskalender mit weißem Feld pro 1878, (6074 Hinkender Bote, Reichsbote, Landkalender, Hesfischer Hausfreund, Gustav-Adolph-Kalender, Miniaturkalender. Wiederverkäufer erhalten Rabatt bet Ernst Balser, Mäusburg. Strickwolle! in allen Farben und Qualitäten das Pfund von 3 jflk. 30 Pf. an, sowie Kockwolle^ das Pfund zu 1 Ff/., 40 Pf. empfiehlt (5561 J. H. Fuhr, Sonnenstraßc. !! Ausverkauf!! Durch Jnventar-Ucbernahme großer Waaren-Vorräthe sehe ick mich veranlaßt, nachstehende Artikel, um damit zu räumen, zu bedeutend herabgesetzten Preisen zu verkaufen: Angefangene Stickereien für Sophakissen, Eckzacken, Gardcrobe- und Schlüsselhalter, sowie eine große Partie Schuhe rc. ferner Castorwolle in allen Farben, Vas Neuloth ä 10 Gramm JU 16 sodann Holzschnitzereien mit und ohne Stickerei-Vorrichtung, zu Garderobe- und Schlüsseihaltern, Wandtaschen, Photographic- Rahmen, Kalender, Feuerzeuge Etagercs rc. J, H. Fuhr, Honnenstraße 104. Tuch und Buckskins in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung Ludwig Lang, Marktstrasse 25 NB. Eine Partie zum Ausverkauf unter dem Einkaufspreise. (6105 Wichtig für Destillateure u. Branntweinhündter! Nordhäuser Koru-Basis. (Eigene neue Erfindung.) 5962) i/4 Liter dieser Essenz zu 100 Liter 48procent. Spiritus ergibt ein befferes Fabrikat als manche von Nordhausen versandte Waare. Ich versende ä 1 Liter zu 6 Jl. excl. Emballage gegen Casse oder Nachnahme. W Notzbach in Gohlis - Wpstg, ________________________Liqueur - und Essenzen - Fabrik._____________ H. Schmall dir IT. Hof) • empfiehlt gut abgelagertes Bier in Flaschen, als: Frankfurter, Erlauger, Wicuer Merzen u. Pilsener Erport-Bier. und Weiss- Weine von 50 Pfg. bis zu den feinsten Sorten. (5585 Natürliche und Künstliche Mineral-Master, stets frische Füllung, zu sehr billigen Preisen frei ins Hauö geliefert. Annoncen für folgende Zeitungen: Basler Nachrichten, Neue Züricher Zeitung, Schweizer Handelszeitung, St. Galier Zeitung, Neuchatel, Union Liberale, Gazette de Lausanne. wolle man zur Vermeidung von Zeitversäumniss, HtetM dl rett richten au Ilaasenstein Vogler (Vertreter in GIESSEN : A. Scheyda, Schulstrasse 18) da genannte Blätter ihre Annoncen ausschliesslich durch diese Firma annehmen und verrechnen lassen. Genfer Journal, Fribourg, Confedere, „ Chroniqueur, Freiburg, Oberrhein. Kurier. Berlin, Wochenschr. des Vereins deutscher Ingenieure, Deutsche Jagd-Zeitung. zu Holzschnitzereien, sowie Marmor - und Alabaster-Maaren mit und ohne Stickereivorrichtung, in empfehlende Erinnerung bringen. Grosse Auswahl. Reelle Bedienung. Billigste Preise. Moritz Greyori Sohn 5 5788) Die Unterzeichneten beehren sich für die diesjährige <1 Saison ihr reichhaltiges Lager in: Wilhelm Barthel, Bildhauer, Grünberger Strasse, nächst dem Schützenhof, empfiehlt sich zur Anfertigung aller in sein Hach einschlagender Arbeiten, als: antike Möbel aller Art, ltzutzmodelle, ganze Einrichtungen zu Speisezimmern re.; auch halte ich alle Sorten Klappsessel, Phantasie Stühle, Schreibsessel, Phantasie-Tische, Salon-Tische re. jeder Zen aus Lager. 6108)_________Ausgezeichnete Arbeit bei billigen Preisen. « Cafe Leib. Donnerstag den 1. November 1877: 1. Kermieryungen. 6097) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d Bltts.______________________________________ 6101) Mehrere Logis von verschiedener Größe, außerhalb der Stadt, zu vermiethen. Näheres bei___________________I. Blitz 6100) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Bautechniker Huhn, eine Stiege hoch, Neue Anlage. 6098) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______Neuenweg B 117, oberer Stock. 6109) Ein neu möblirtes Zimmer zu vermiethen bet Schneidermeister Heuser, __________________Wallthorstraße A. 134. 6112) Sonn nstraße B. 75 Ist ein Zimmer mit und ein kleines ohne Cabtnet, gut möblirt, zu vermiethen.____________________ 6099) Ein grotzcs Zimmer ist mit oder ohne Cabtnet möblirt zu vermiethen bei Gärtner Schaum, ______________Reichensand-Bahnhofsslraße 6041) In einer der verkehrretchsten Straßen der Stadt ist ein schöner neuer Laden nebst Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern und allem Zugehör, zu vermiethen und sofort beziehbar. Näheres bet Ohr. Vlx, am Neuenwegerthor. 5416) Ein Famtlienlogts aus 6 geräu- migen Zimmern nebst allem Zubehör bestehend, per 1. Januar 1878 zu vermiethen __________________bet A. MarcuS. 6068) AUcenftraße 102 (Parterre) ein möblirtes Zimmer zu vermietben._________ (»069) Der dritte Stock meines Hanfes ist zu vermiethen. t7ir. Walten fets am Markt. 6063) Etn freundliches möbltrtes Zimmer mit Cabtnet zu vermtethen bei F. Appel Wttw. tn der Nähe ber a tj e m ste tn'schen Holzbandlung.________________ 5786) Möbltrtes Zimmer zu vermtethen. _________________________________Ltt. D. 16. 7515) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._________________Neustadt D. 27. 5599) Famtltenlogiß, aus 5 Zimmern und sonstigem Zubehör bestehend, zu ver- mietben bei__________F. Jutzi, Gartfeld. 5123) Wolkengasse E. 90 tft etn mövlirtetz Mansardenzimmer mit Cabtnet an einen Herrn zu vermietben._____________________ 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen __bei Alexander Mayer. 5851) Etn kleines Familienlogis zu vermiethen. V. Müller, ________________Mat, u. Farbw -Hdlg. 6008) Der 1. u. 2 Stock meines Hauses in der Reichensand-Bahnbofsflraße sind per sofort zu vermtethen. Näheres bet L. Geißler Wtttwe. vermischte Anzeigen. 6094) Privatstunden in den Gymnafial- und Realschulfächern werden erthetlt. Näheres Wolkengasse 88, 1 Treppe hoch 6095) Em Küfer, welcher selbstständig arbeiten Fann, wird gesucht. Näheres bet der Exped. d. Bl 6093) Zu Beginn des Wintersemesters wird heute Abend zur gewöhnlichen Stunde im Vereinslocale die erste Sitzung statt- finden. Nächsten Donnerstag den 8. d. M.: Monats -Sitzung. Tagesordnung: 1. Anmeldung neuer Mitglieder, 2 der stenographische Unterricht, 3. Veretnsangelegenhetten. Im Namen des Vorstandes: __________________Alfred Bock._____ 6092) Ein junger Mann, welcher seine Lebre in einem General-Agentur- und Com- missionsgesckäft durchgemacht, mit der Buchführung vollständig vertraut ist, sucht gegen bescheidenes Salair in einem hiesigen Fabrik- oder sonstigen Geschäft auf sogleich oder auch später Stellung. Zu erfragen bet der Exped. d. Bltts.___________________ 6096) Etn angehender Kellner mit guten Zeugnissen wird sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d Bltts.__________ 6102) Etn Portemonnaie mit Inhalt gefunden. Abzubolen Ttefenweg C 142. Slclle<>cfiid). 6103) Ein militaiifreier junger Kaufmann sucht per 1. Januar oder später dauerndes Placement. Gefl Off. unter C. K. Nr. 5 an die Exped. d. Bltts._____________ 5820) Wechsel auf} New-York zu jederzeit festem Goldcurs besorge prompt, ebenso : Speditionen von Gütern, Auskünfte, Anfertigung und Eincassirung von Vollmachten, Ein- und Verkauf von Waaren, sowie Pas- sagebillets über alle Seehäfen von und nach Amerika. C- Gaule, Darmstadt, Heinrichstrasse 73. 6066) Für eine sehr alte Feuerversicherungs-Gesellschaft I. Ranges in für Gießen und Umgegend die HaupttAgentur zu vergeben. Schriftliche Offerten, nebst Angabe von la. Referenzen, unter B. 8. Nr. 6066 an die Exped. d. Bltts. zu richten._________ 5999) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau geb. Wickelhöffer irgend Etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für Nichts hafte. __________Johannes Lemp, Schlaffer. 6065) Ein Kindermädch.n gesucht zu Mitte November. Zu erfragen in der Exp. b. Bltts. roraoooooooooooooaoot) Corxied Beef (amerikanische Rinder-Roulade), Beef Tongues (amerikanische Ochsenzungen), Ham (amerikanischer Schinken), (5811 empfiehlt billigst Gg Willi Wchllff. aooooaaocxxxxxxxxxxMiaooooQODooaocooQO JioflTer, fom« sonstige Zegenstänkle werden von mir spcditirt nach allen Gegenden mit oder ohne Borschuß. (2855 ft. &riinebait>n. ausgeführt von der Kapelle des II. Grossh. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116. Anfang V2S Uhr. — Entree 50 Pfff. Die Liste liegt an der Kasse zum Abonnement noch auf. Weihnacltts - Verlovsmtg in der Gcwkrbrhaüe tu Darmstadt. 5819) Nach der uns statutenmäßig zustehenden Befugniß hat der Vorstand der, unter dem Protektorat unseres allergnädigsten Großerzogs Ludwig IV- stehenden Gewerbehalle noch einer Pause von 14 Jahren beschlossen, eine Verloosung stattfinden zu lasten. Mit Gembmignug des Großherzoglichen Ministerium- werden 6000 Loose ä 2 4 ausgegeben. Unter den vorgesehenen 240 Gewinnen befinden sich solche im Werth von 600, 350, 200, 150, 100 rc. Wir bitten Bestellungen auf Loose und Anerbieten für Loose - Debt- stellen an unseren Präsidenten Herrn Stadtverordneten C. Gaule in Darmsta dt zu richten. Die Gunst, die unserer Gewerbehalle von Stadt und Land zugewendet wird, hat dieses Institut seit seiner Gründung vor mehr als 30 Jahren unausgesetzt durch mustergiltige, garantirte Lieferung zu verdienen sich bestrebt. Wir hoffen, daß auch in der Provinz unser Unternehmen sich der Teilnahme des hochverehrten Publikums erfreuen wiid. Die Verloosung wird statt haben am 17. December 1877, Nachmittags 1 Uhr, im Gartensaale des „Darmstädter Hofes" in Gegenwart der Verloosungs- Commission und unter polizeilicher Aufsicht. Darmstadt, im August 1877. _____________________________Der Vorstand der Eitwerbehalle. Zeschästs-Verlegung. 6073) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich von heute an mein Geschäft in das Bach sehe Haus, Seltersweg, verlegt habe. _________Hermann f-'eriette. Akademischer Gesangverein. 6072) Die regelmäßigen Proben des Vereins beginnen am nächsten Donnerstag den 1. November Abends 7 Uhr. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische Musikdirector sowohl in seiner Wohnung von 8—9 Uhr Morgens, als auch an den Uebungs- abenden, Montag und Donnerstag, in der kleinen Aula der Universität entgegen' Der Vorstand. Warme Bader. Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. s?) Andr, Haler * Reparaturen an Nähmaschinen, auch wenn sie nicht in meinem Geschäft gekauft sind, werden schnell und gut ausgefnhrt. (4777 Theodor Ilaubach. Reichensand-Bahnhofstr. No. 99,9. 5652) Lumpen, Werg, MekaU rc. kauft Louis Kotheuberger. Neuenweg.______ 6067) Ein ordentliches Dienstmädchen sucht Frau Steinfel 8, Netchensandstraße. Maschinen-Strickerei von Carl Pietsch,Nahrungsberg. 4774) Anfertigung allerArten Strümpfe und Socken bis zu den fein ft en Sorten. Anstricken von Strümpfen und Socken._____ 5408) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Ätobel- wagens. Billigste Preisberechnung. F. Fürst Wttw. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck nnb Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen