am iveftjuq, l'a“f d-mTurnpä Wo. SO®. Samstag, den 1. September L8-S. <<>ichcncr MnMger A«ffize- und Amtsblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme beß Montage. Expeditionr Schulstraße, Ltt. B. Nr. 18. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Briuqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. zu stellen haben, heute besondere Verfügung zugeht. Dr. Boekmann. ii ■ Saal, I. September: dabrtif r Kobitzki, »er lesellschaft “ tt,rJ .icherungsbranche * «tlistt. 78 Gallerte 80 .V g 8 Ubr. lkoolle fernhaste Dicm- w. i<81/ ier). \ Ü^rbe, wirb indeß beirr ireiit weder Wei Uängnn Äifideivahrun: ^christ bkreiti mehm 1 und empfiehlt sich M gen ganz besonders M i Liter F. 3, i/2 An bei bet Expedition Deutschland. Berlin, 28. August. Es wird constatirt, daß die Ueberproduction des Roheisens eine allen Culturländern gemeinsame Calamität ist und überall zu einer Einschränkung des Hochofen-Betriebes geführt bat. So z. B. waren in England im vorigen Jahre von 962 Hochöfen noch 531, in Belgien von 54 noch 17, in Luxemburg von 26 noch 9 in Betrieb. Eine Linderung des Nebels wäre nur denkbar bet allgemeiner Einführung des eisernen Eisenbahn-Oberbaues. Wochenübersicht. Unser Kaiser brachte die vergangene Woche noch auf Schloß Babelsberg zu und empfing dort den bisherigen amerikanischen Gesandten in Paris, General Wajhburne, der sich während des Feldzugs von 1870/71 mit außerordentlichem Elfer der in Frankreich wohnenden deutschen angenommen hatte, mit großer Auszeichnung^ Der Kronprinz ist am 26. d. zur Truppenin- jpection nach Bayern abgereist. Mit der Rückkehr des Fürsten Bismarck nach Berlin kam, obgleich jein Aufenthalt daselbst nur wenige Tage dauerte, eine lebhafte Bewegung in die Thätigkeil des auswärtigen Amtes. Dieselbe zeigte sich u. A. bann, daß die Reichsregierung der Pforte aus Anlaß der türklscherjeils an gefangenen und verwundeten russischen Soldaten verübten Grausamkeiten die Bestimmungen der Genfer Convention in Erinnerung brachte und gleichzeitig bei den übrigen Mächten ähnliche Schritte anregte. Der Vorgang Deutschlands bewirkte auch alsbald, daß sich nicht nur die Vertreter der Großmächte in Konstantinopel, sondern auch die Gesandten Belgiens, der Niederlande, Schwedens und Portugals den Vorstellungen der deutschen Regierung anschlossen. Der Reichskanzler ist, nachdem er dem Kaiser mehrere Vorträge gehalten, dem Botschafter Rußlands einen Besuch abgestattet und mit den in Berlin anwesenden Ministern Besplechungen gepflogen, zum Kurgebrauch nach Gastein abgereist. Die Theil- nahme an der Enthüllung der ihm zu Ehren aus dem Burgberge bei Harzburg errichteten Canossasäule, genannt Bismarckstein, lehnte er unter Hinweisung auf seinen Gesundheitszustand ab, erklärte jedoch in seiner Erwiderung aus die Einladung deö Comite's, er werde die Feier, wo er anch sein möge, im Sinne der geistigen Unabhängigkeit deutschen Geistes von jeder Fremdherrschaft im Geiste milbegehen. Die Enthüllung hat am 26. d. trotz stürmischen Wetters unter reger Bekheiligung von nah und fern stattgefunden. Das deutsche Pa nzergejch wader har, bevor es die Küste Griechenlands verließ, den Besuch des griechischen Königspaares empfangen. Tie Verhandlungen über den Abschluß eines Handelsvertrages mit Oesterreich erlitten durch den Umstand, daß die deutschen Commissare neue Instructionen einholen mußten, eine kurze Unterbrechung, wurden indeß nach dem Eintreffen letzterer sofort wieder ausgenommen und laffen nunmehr ein günstiges Resultat erhoffen. Bei dem am 20. d. zusammengetretenen Lothringischen Bezirkstage glänzten die Vertreter von Metz wieder durch ihre Abwesenheit. Der Director des Reichsgesundheitsamtes, Dr. Struck, welcher bekanntlich mit der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes zur Abhülse gegen die Verfälschung der Nahrungsmittel beauftragt ist, hat alle öffentlichen und Privat-Jnstitute, sowie Aerzte, Chemiker und Fachgelehrte anderer Art in Deutschland, welche sich mit der vorliegenden Frage schon beschäftigt haben und denen ein Erfahrungsmaterial zur Verfügung steht, aufgefordert, letzteres nebst etwaigen Reflexionen und Vorschlägen an ihn gelangen zu laffen. Der König von Bayern hat zu seinem Geburtstage am 25. d., der im ganzen Lande mit großen Ehren gefeiert wurde, Glückwünschtelegramme von dem deutschen Kaiser und dem Fürsten Bismarck erhalten. Der neue päpstliche Nuntius in München hat es noch immer nicht zu einer Audienz bringen können, um sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Die nationalliberale Partei in Baden hat aus Anlaß der bevorstehenden Landtagswahlen eine Landesversammlung gehalten und einen Aufruf an die Bevölkerung gerichtet, welcher volle Zuversicht auf den Sieg der liberalen Principien ausspricht. Der in Dresden stattgehabte Journalistentag hat außer verschiedenen anderen Resolutionen auch eine über die würdigere Behandlung politischer und wegen Preßvergehen verurtheilter Gefangenen gefaßt. In Oesterreich-Ungarn zogen die Verhandlungen des galizischen Landtages die Aufmerksamkeit auf sich. Man stritt sich nämlich in Lemberg heftig über den Wortlaut der seitens des Landtages an den Kaiser zu, richtenden Adresse herum; während die Gemäßigten der bisherigen Neutralitäts- und Friedenspolitik der Negierung ihre Anerkennung spenden wollten, suchten die enragirten Polen ihrer Russenseindschaft und sogar dem Wunsch nach Wiederherstellung eines selbstständigen Polenreiches Ausdruck zu geben. Die endlosen z-Mn-MrWl gentur: OßjaS. 11 IW '•'t Ap+if1 ;S >.*"■** Gießen, am 28. August 1877. Betreffend: Die Herbstübungen in 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoqlichcn Bürgermeistereien deS Kreises. Von der Intendantur der 21. Division wurde uns mitgetheilt, daß die Commandostäbe resp. Truppentheile dieser Division die Wagen zum Transport der Effecten aus den Garnisonen resp. Cantonnements und zurück, sowie zum Abholen der Fourage rc. aus den Cantonnements-Magazinen dtrect von den Gemeinden requiriren werden, wobei für die Effecten-Transportwagen die Vergütung (7 Jl. für den Einspänner und lO1^ für den Zweispänner pro Tag) sofort gegen Quittung der betr. Gemeindevorstände bezahlt, über die gestellten Fouragen-Wagen dagegen Quittungen ausgestellt werden. Indem wir Ihnen hiervon Kenntniß geben, bemerken wir noch, daß denjenigen Gemeinden, welche Fuhren zum Transport von Bivouaks-Bedürfniffen unb Missimj, „ e. t (486! Elchenvorstand Debatten sind noch nicht geschlossen, haben aber bisher nur den Erfolg gehabt, daß die Regierung den Agitatoren, welche im Volke die Aufregung schüren, ernster ans die Finger sieht oder vielmehr klopft. Die fortgesetzten ruffenfeindlichen Demonstrationen der Ungarn trugen nur dazu bei, die übrigen Völkerschaften des vielsprachigen Reiches mehr und mehr auf die Seite der Negierung zu bringen. So haben die Syrmier dem Grafen Andrasty neuerlich eine Vertrauensadresse zugesandt, in welcher sie es rühmend hervorhoben, daß er es verstanden habe, die Jntereffen des Landes unter Schonung des DluteS und Geldes der Nation vollständig zu wahren. Der Papst soll dem Kaiser von Oesterreich zu deffen Geburtstage, wie nachträglich bekannt wird, Glück gewünscht nnd ihm zugleich für dessen „edle Haltung gegen die Kirche" gedankt, sowie die Abweisung der Gesetzentwürfe über die Civilehe und den Schulunterricht an's Herz gelegt haben. In Frankreich treiben die Dinge immer stärker einem Gewaltstreich zu. In Negieiungskreisen ist man über den schlechten Empfang, der dem Marschall hi Cherbourg zu Theil geworden, sowie über die stürmischen Zwischenfälle, die in den Sitzungen der Generalräthe stattfanden, außerordentlich verstimmt. Aber anstatt der öffentlichen Meinung, über deren regierungsfeindliche Richtung gegenwärtig kein Zweifel mehr obwalten kann, nachzugeben und den bisher verfolgten Weg zu verlassen, scheint man dieselbe durch den Beschluß, Gambetta wegen seiner Rede in Lille den Proceß zu machen, geradezu heraus- fordern zu wollen und macht sich gleichzeitig durch öffentliche Ableugnung clericaler Tendenzen lächerlich. Die Pfaffen laffen ihrerseits Wunder auf Wunder in Lourdes geschehen, um das Volk zu fanatisiren und den Haß gegen Deutschland und Italien zu steigern. Leider erreichen sie, wie es scheint, ihr Ziel nur zu gut. Von der feindseligen Stimmung der französischen Bevölkerung gegen Alles, was deutsch heißt, zeugt u. A. die Thatsache, daß die Geschworenen des Departements Haute-Saone neulich einen Franzosen, der einen Deutschen in Colmar erstochen hatte und nach Frankreich entflohen war, ohne Weiteres freigesprochen und für diese Schandthat beim Publikum vollen Beifall gefunden haben. Die belgische Negierung soll sich Angesichts der Dinge, welche sich in Frankreich vorbereiten, entschlossen haben, vier Gesetzentwürfe in die Kammer einzubringen, welche die Verstärkung der Militärmacht bezwecken. Antwerpen hat den 300jährigen Geburtstag von Peter Paul Rubens in großartigster Weise gefeiert. In England ruhen sich jetzt zwar die Staatsminister von den endlosen Parlamentsverhandlungen über die orientalische Frage aus ; daß dort indeß die hohe Politik nicht ganz feiert, beweist der Umstand, daß die Lords Beaconsfield und Derby Einladungen zu Festen in der Provinz unter Hinweisung aus dringende Geschäfte abgelehnt haben. Dieselben haben auch dem Publikum durch Herausgabe einer neuen Sammlung von Actenstücken über Greuelthaten in der Türkei neuen Stoff zur Unterhaltung dargeboten. Am bemerkenswerthe- sten ist darin ein Bericht des britischen Militärbevollmächtigten im russischen Hauptquartier, Obersten Wellesley, der die Angaben über die von russischen Soldaten verübten Grausamkeiten für unbegründet erklärt. Im Ganzen und Großen hält die Regierung trotz der Begünstigung, die sie der neuen türkischen Anleihe hat zu Theil werden lassen, nach wie vor an der Politik der Neutralität fest. So erklärte jüngst noch der Schatzkanzler Northcote in einer Rede zu Plymouth, England verfolge eine Politik des Friedens und werde seine Neutralität bis zu dem Augenblick bewahren, wo es zur Beendigung des Krieges mit Aussicht aus Erfolg interveniren könne. #lk \Vesei’ I Die Cabinet eine Intervention der Großmächte im Interesse des Friedens vor Lokal-Notiz. Sonntag den 9. Sept, concertiren. Der orientalische Krieg. ItW Z ObtlhM Die Anlieserm ■ Labnkies aus btn '11t. 1 der Linie1 lldjtn Lagerplatz DeM Näherei s'atz walle man inzmenr hem irenden- Ange Lemin anzuged ftninfl audjuill liebe man W schristlich unb netto Stelle < Sitten, der Groß 1881) c,m csable 1876 betrug die Zahl der Hochösen in England 962, in Nord- zogen sich Abends unsere von den Türken bedrängten Wachtposten von Spach- Amerika713 in Deutschland 456, in Oesterreich-Ungarn 180, in Frankreich rilar zurück. ^Bei Tagesanbruch verdrängten sie wieder die Türken und besetzten ~ Da nun die Production dieser Hochöfen ihre frühere Stellung. Konstantinopel, 29. August. Namyk Pascha wurde zum Präsiden- Gingesandt. Sehr geehrter Herr Redakteur! Sie haben mir die Ehre erwiesen, in Ihrer MittwochSnummer meinen Vortrag über „die Bedeutung der Sonntagtzseier für unser Volksleben- kurz zu bespreche. Gestatten Sie mir eine kurze thatsächliche Berichtigung einiger darin enthaltenen M ßoer- sländnisse. Es ist nicht richtig, daß ich „die Ideen der Gesellschaft für innere Mission, (eine solche gibt es gar nicht"), über Sonntagsheiligung- entwickelt habe. Ich versuchte vielmehr, gestützt auf namhafte Autoritäten, Medictner, Nationalöconomen, Geschichtsforscher und Socialpolittker, darzulegen, was vom Standpunkt einer die realen «er» hältnisse berücksichtigenden Wissenschaft von Sonntagsruhe zu halten fei. völlig unverständlich ist mir geblieben, in welchem Zusammenhänge der Satz: „Uns will es scheinen, als ob Gießen eben noch nicht der Ort sei, wo in christlich-socialem Sinne viel ausgertchtet werden könnte", mit meinem Vortrage stehe. Ohne auf seinen 3npalt selbst weiter einzugehen, meine ich nur, daß es sich bei meinem Vortrage nur um die ganz begrenzte Frage gehandelt habe: Ist die Ruhe am Sonntag für arbeitenden Menschen gut, heilsam, ja unentbehrlich, .wenn er sich nicht vor der Zett körperns geistig, moralisch abnutzen will, oder ist sie es nicht? Im ersteren Falle, dem mit der Frankfurter Zeitung" zu reden, „kein vernünftiger Mensch bestreiten kann »ist es unzweifelhaft die Pflicht jedes Menschenfreundes, alle Bestrebungen, welche dem Arbener seine Sonntagsruhe sichern wollen, zu unterstützen, sie mögen ausgehen von wem m auch wollen Es ist freilich die leidige Krankheit unsere« öffentlichen Leben«, daß man Vermischtes. Bessungen, 27. Aug. Zu dem in unfern Mauern gefeierten achten Hessischen Feuerwehrtag waren etwa 1200 Feuerwehrmänner aus dem Großherzog thum versammelt. Die Begrüßungsrede, von Herrn Rechnungsrath Schröder gehalten, betonte den hohen Werth und die schwere Aufgabe der Feuerwehr und schloß mit einem dreifachen Hoch auf das Streben und den Eifer derselben. Die Festprobe unserer Feuerwehr, welche danach stattfand, verlies brillant und war ein glänzendes Zrugniß für deren Thätigkett. Nach Besichtigung der im Orangertehaus des Herrngartens ausgestellter. Spritzen- und Feuerwehrrequisiten begannen im Saale der Markwort ichen Restauration die Verhandlungen der Delegtrten, zu welchen Seitens der Großherzog-. ltchen Regierung die Herren Ministertalrath Weber und Provinzialdtrector Küchler erschienen waren. Erstgenannter Herr eröffnete die Versammlung im Austrag der Re- gieiung, daß diese mit größtem Interesse die Entwickelung des Feuerlöschwesens verfolge und dessen Bestrebungen durch Unterstützungen hülfreich sein wolle, worüber Obmann Justus von Darmstadt als Berichterstatter über den Stand der Unterftutzunas- frage seine Freude ausdrückt. Auch Landtagsabgeordneter Dr. Osann itt über die Erklärung des Regierungsvertreters sehr erfreut und wünscht, daß die Organisation von Feuerwehren im ganzen Land von der Regierung krä'tigst gefördert und ausreichende Garantieen zur hinreichenden Unterstützung verunglückter Feuerwehrleute geboten würden. Es wurde sodann beschlossen, über die Unterstützungsfrage um eine Audienz bet Sr. K- H. dem Großherzog zu bitten und durch den Ausschuß persönliche Vorstellungen machen zu lassen. Herr Provinzialdtrector Küchler äußerte sich noch dahin, daß die erforderlichen Mittel für einen Kreisfeuerinspector verwilligt und die Anstellung eine« solchen durch die Kreisvertretung sofort erfolgen könne. Nachdem noch Worms als Vorort für den nächsten Verbandstag gewählt worden, wurden die Verhandlungen geschlossen. Nachmittags fand der Festzug durch den Ort statt und sammelten sich die Gäste in der Restauration Markwort. England London, 29. August. Dem „Standard" wird aus Konstantinopel tclegraphirt: Nicht nur hat Layard die Erfüllung des ihm gemachten Versprechens, die Hinrichtung der von den Kriegsgerichten verurtheilten Bulgaren hinauszuschieben, nicht erlangt, sondern die hohe Pforte hat Befehle erthetlt, durch die sie die Corps-Commandanten ermächtigt, mit Hinrichtungen vorzu- gehen, ohne die Mühe zu haben, jedes Urtheil nach Konstantinopel zu berichten. Layard ist natürlicher Weise dadurch sehr erzürnt, aber seit einiger Zett hat die Pforte nicht viel auf den britischen Botschafter geachtet. — Fawcett, der britische General-Consul, ist von Adrianopel zurückgekehrt; er bringt einen höchst schmerzlichen Bericht über die Leiden der mohamedanischen, christlichen und jüdi- dtschen Flüchtlinge daselbst. Er geht morgen nach Rodosto, um dort die Flüchtlinge zu unterstützen." Kolland. Amsterdam. Nächstens erscheint hier wieder die bekannte Zeitschrift „L'Echo del'Orient", welche den Principien der Gewissensfreiheit, der Gleichberechtigung der Consesstonen und der religiösen Duldung gemidmet ist und die sociale Stellung der Israeliten gegen die Angriff? einer gewiffen Preffe verteidigt. Dieses Blatt besteht zunächst einen energischen Kampf gegen die Vorurteile , die man von gewisser Seite gegen die Juden auszustreuen und zu verbreiten sucht. Der Redacteur des L'Echo del'Orient" (Herr Sigmund Car- mellin), der selbst ein Opfer der Judenverfolgung in Rumänien war, indem er wegen der Judenvertheidigung von der Bukarester Regierung verurtheilt wurde und sich durch die Flucht von dort retten mußte, erfüllt seinen Beruf mit taktvoller Begabung, hat der Sache, die er vertritt, bereits große Dienste geleistet, und verdient nicht nur von seinen Glaubensgenoffen, sondern auch von allen Menschenfreunden unterstützt zu werden. __________________________________ ) Wir hatten uns in dem Namen geirrt, es muß richtiger heißen^: ^Herein f- Frankfur VLkMjenach Sn «rofeen bfl3 $ 4 1.50-60, 2. ui' ’'?t grillt p. S. Sie „km von Den T^ßir nüi lajtn, wo stogl Gießen, 31. Aug. Wir können nicht umhin, zu bemerken, daß Herr Wtlh. Wenzel im Garten zum Schluß der Sommer - Saifon un« noch zu einem zweifachen Kunstgenuß verholfen hat, indem nächsten Mittwoch die Garde-Husaren zu Cassel und die hier vom Turnfest so rühmlichst bekannten 88r (Kapellmeister Baunack) am 150, in Belgien und Luxemburg 77. , den Bedarf um mehr als die Hälfte überschreitet, so ist abzumcffen, daß an ein . - allgemeines Gedeihen der Hochofen-Industrie nicht zu denken ist. 'en des für d,e Leitung der mliitart,cheu Operationen eingesetzten Kriegsralbes — Nachdem Oesterreich und Italien bereits dem Gesuche Deutschlands, ernannt. JRcbif Pascha hat sich dem »riegsgericht noch nicht gestellt. — i„ Konstantinopel gegen die türkischen Grausamkeiten zu protestiren, Folge gege- Angriffe Suleiman Pascha's auf die russischen Befestigungen des Schipka-Paffcs ten haben, scheint auch England sich den Ermahnungen anschließen zu wollen weidenfortgesetzt. und scheinen die Vorstellungen Eindruck gemacht zu haben. Wie „Fanfulla" Wien, 29. August. D,e „Polst. Corresp." me det von offi-,-ller rnma- «rsährt hat die türkische Regierung auf die von der europäischen Diplomatie uischer «eite aus Bukarest unterm 28. d.^ Ein Theil der rumänischen Trup- «.hobenen R-clamativnen wegen der von den türkischen Truppen in den von Pen hat bei Karubia die Donau passirt. sobald die Brücke vollständig errichtet den Riiffen wieder geräumten bulgarischen Ortschaften verübten Grausamkeiten ist, wird der Fürst mit dem Gros der Armee folgen. Rumaiiien hat mit Rahmst der Versicherung geantwortet, daß sie die kräftigsten Maßregeln ergreifen land keine Militär-Convention abgeschlossen und wird Eine solch- auch nicht würde um ähnlichen Vorkommnissen in der Zukunft vorzubeugen. Midhat abschstcßcu, vielmehr seine Individualität unter seinem Fürsten, ivenngleich es Pascha selbst soll dem Sultan direct und wiederholt telegraphirt haben, wie im Einklang mit der russischen Armee operiren wird, bewahren. Di- bei die Nachrichten welche über die von den Türken verübten Grausamkeiten im Pl-wna stehende rumänische Diviston sttetz mit den Türken zusammen und hielt Umlaufe wären sein Land und seine Sache äußerst discreditirten. Wen» die sich tapfer. Die nämliche Correspondeiiz meldet aus Belgrad vom 29 6.: Türkei nur auch di- Mittel besitzen möchte, ihre Versprechungen gut zu machen! Gruie ist zum Chef des serbischen G-n-ralstabo ernannt. Die aus dem rufsi- Jst somit immerhin dieses von Deutschland angeregte gemeinschaftliche Vor- sch-n Hauptquartier eingetroffene Intendanz macht große Getreide- und Vieh- gehen der Mächte von dem Erfolge begleitet gewesen, welcher zunächst erwartet Einkäufe. . werden konnte, so läßt sich der Absicht Englands, im Jutereffe des Friedens Petersburg , 29. August Offictell. Kurukdara, 28. August. Am eine Intervention herbeizuführen, nicht ein gleich günstiges Prognostiken stellen. 25 d b°, Tagesanbruch gr'ff Mukhtar Pascha mit allen s-neu Wen d Wie der Pesther Eorrespondent des „Standard" erfährt, bereitet das britische Positionen des Generals Lor,s-Mel>koff au, indem er unseren linken Flügel zu Cabinet eine Intervention der Großmächte im Interesse des Friedens vor, in umgehen suchte. Der Kampf dauerte bis 5 Uhr Nachmittags. Die Türken, der Hoffnung, daß irgend ein-Uebereinkunft in allernächster Zeit getroffen wer- auf der ganzen Linie zuruckgewi-s-n, zogen sich mit großem V-Aust nach ihren den dürfte. Bis setzt heißt es in der D-pesch-, sind Oesterreich und Deutsch- früheren Positionen auf Aladscha zurück Leider ergriffe» die Turkeu noch bei land nicht geneigt gewesen, irgend einem Vermittlungs-Project beizutreten, da Morgen-Dämmerung Besitz von der Anhöhe K.stl Tapa, welche durch ein Baste wissen, daß Rußland jeden derartigen Vorschlag, ehe es seine militärische taillon vertheidigt war Unser Verlust war nicht gering. V-rwimdet wurden Ehre nicht rehabilitirt Hat , ablehnen würde. Das aber ist unter allen Um- General-Lieutenant Tschawtfchawadse, General-Maio^ Komaroff Oberst-Lieute- stäiideu richtig, daß ein Schritt, deffen Erfolglosigkeit von allem Anfang- an nant Barjatinski. - Die Colonne des Obersten Dche owmkoff, welch, ai.s fest fleht viel besser unterbleibt Lwtchi zur Bereinigung mit der Colonne des Generals Alchasoff nach Dukhum- Berlin, 29. August. Die „Prov.-Corresp." reproducirt die Miithei- Kale marichirte, rückte am 18. d. gegen die Gigrin'schen Engpäffe vor welche l'niaen des Neichs-Anz." betreffs der Seitens der deutschen Regierung bei der vorn Feinde befest.gt worden waren und vertheidigt wurden. Die Befestigungen Pforte gemachten Vorstelliingen wezen Nichtachtung der Genfer Conoention und wurden in der Nacht erstürmt ungeachtet des F-u-rs eines Monitors. B- bezüglich des Beitritts der Mächte zu deiiselben; dazu bemerkt das genannte Tagesanbruch wurde ein Thetl der Colonne, welche die Engpäße noch nncht Organ noch weiter: Es sei hieraus zu ersehen, daß die europäischen Groß- Passirt hatte, durch di- Kanonade de.' Monitors aufgehalten. Em Plotzlich-r Mächte, sowie andere Regierungen jenen Schritt Deutschlands begründet gefun- Angriff des Dampfers „Eonstalitui aus den Monito- machte sedoch den L.z den hätten. Ihr Anschluß an den letzteren würde ohne die Ueberzeugung, daß wieder frei, ^chdem sie am 21. d. eine türkische Truppe bei Pitzund gesch i- die Genfer Convention durch die türkische Kriegsführung verletzt werde, nicht gen hatte, griff die Colonne am 23. d. die Position von Gudaut an, weiche ftattgefunben haben. Es handle sich dabei namentlich um Artikel 6 der Con- durch türkische Regulare und Jnfaiiterie mit^Geschutzen und durch ungefähr vention, betreffend die Behandlung der verwundeten und kranken Militär- 1000 Abchasier vertheidigt wurde. Von derLeeseite wurde die^Vertheidignng Dersonen bet Position von drei Monitors unterstützt. Nach längerem Kampfe entfloh Nürnberg, 29. August. Der Kronprinz des deutschen Reichs, der um ein Theil der Türken auf die schiffe, ein Theil zerstreute sich- Die^ Gewehre, 4 Uhr Nachmittags hier eintraf, wurde von beiden Bürgermeistern, den Militär- Munition und Proviant fielen den Ruffen in die Hande. Bis Mzary wur e und Civilbehörden empfangen und von dem Publikum mit Jubel begrüßt. Die die Gegend vom Feinde^ geräumt. Gudaut brannten die Türken nieder. Die Stadt war festlich beflaggt. Colonne des Obrtsten Schelkowmkoff hielt hierauf zum Ausruhen in Litny an. Stuttgart, 30. August. Dem „Schwäb. Merkur" zufolge wird heute Unsere Verluste waren sehr gering. ____ ein Sanitäts-Zug von 19 Wagen abgesendet, welcher für Rußland bestimmt ist. Die Königin wird denselben in Ulm besichtigen. I6nb m. Petersburg, 29. August. Officiell. Gomi-Sttiden, 28. August. Gestern Abend hörte das Gewehrfcuer am Schipka-Passe beinahe gänzlich auf. Heute frühe war Alles ruhig. Unsere Truppen behalten ihre Positionen. Die Türken, welche sich hinter den umgebenden Bergen verborgen halten, stehen in weiter Entfernung von den Batterien. General Nepokoitschitzky wurde nach dem Schipka-Paß gesandt, um die Lage zu besichtigen. Die Gesammt-Zahl der Verwundeten vom 21. bis 27. August betrug 2480, darunter 95 Officiere. Die Zahl der Todten ist noch nicht bekannt. Die Aerzte und das Sanitäts- Personal arbeiten unter dem thätigeu Beistand des rothen Kreuzes die ganze Zeit mit großer Selbstaufopferung. Die Verwundeten werden ununterbrochen ans Gabrowa weggebracht und verlaffen heute die letzten den Ort. Gegen Plewna und Lowtscha ist Alles ruhig. Die Colonne des Thronfolgers hatte nach den Gefechten bei Ajaslar und Nelos am 23. d. noch zum Vorposten- Gefechte am 25. d., nämlich erstens wurde eine Kosaken-Patrouille unweit Rustschuk bei Tschernawoda cernirt und verlor, sich durchschlagend, 4 Todte, 2 Verwundete und 2 Gefangene. Die Türken zogen sich, als der Patrouille j wir , eine Sotnie Kosaken und drei Compagnien zu Hülfe kamen, zurück. Zweitens! innere Mission. im Gieß m ’ W im Tie DistricU $n Holz öerfteiger A Säe «ch-n - ^^el 31 B- Vau-, Amsiäm 395 Fichen - Festmi ■^35 Fichen - 45 Fchmtr witit ' .>Die Gr. Bü i "e werden c ■ ^°"mden btt Nm, den ^itnftaoTi ' 'm «Iki Wun0DOn^ r.L^nera ,'^'ßbinder den ___? ^«Aetn »iitj L», zeichne ich hochachtungsvoll D. O. Ruhm ist, sich von humanen Bestrebungen ferne zu halten. (4793 Preisen bei W. Pauly St O. Schmidt 1/4 Originalpaket Mohn. 4881) zu (4859 empfiehlt Bürgermeister. 4875) (4823 des 2760 Bau-, Werk- und Nutzholz r mit S chmidt. 4868) Kiefernstangen mit ist an der Strangv- A. B r a m m. 4820) 4764) Ph. Mayfarth L Co., Frankfurt a. M. 4722) Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 4842) H. Ruckst uhl, Wallthor. 4865) nnb 116 60 32 40 Reish. Wellen a x 0.25, a x 0.50, Vr Vi haben bei Ithein. Iileielch 6,j welche durch ein Bz, • Verwundet wurden Mroff, OberMeute- kownikoff, welche mii -lchasoff nach Zukdwn- Tnzpäife vor, welche en. Die Befestigungen eines Mvnuvrs. Bei e Eugpäise noch nicht halten. Ein plötzlicher nuchte jedoch den Ä.-z ’pe bei Pitzund geschli- )ii Guduut an, welche n und durch ungefähr wrde die Vertheidiguiig ngerem Kumpfe entfloh te sich. Viele Gewehte, de. BiS Mzary wutke nt Türken nieder. Die Äusruhen in Litny w. Mr Taubenliebhaber! Wegen Umzug werden folgende Tauben, raceächt, zu billigstem Preise abgegeben: Schwarze Pfauen (Jitterhäl- fe), weiste Pfauen, blaue Romer, Hühnerschecken, rothe und gescheckte Perrücken, Rothschnippen, schwarze und rothe Fv, chinesische Mövchen, blaugeschildete deutsche dto., mit schwarzen Binden, einfarb. ?ielbe Mvvchen, Eistertümm- er, Kopenhagener, Kupfergimpel, Karpfschuppen re. re. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Geschäfts ■ Eröffnung. 4864) Einem verehrlichen Publikum zur Nachricht, daß ich in dem von mir erkauften Metzger Möh'.'scheu Hanse, Waüthvrstraste A. 141, ein Spengler - Geschäft eröffnet habe. Indem ich mich hiermit in allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln und Arbeiten bestens empfehle, bitte ich, unter Zusicherungreeller und billiger Bedienung, um gütigen Zuspruch. I. Schneider, Spengler. Grummetgrss-Versteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen soll Montag den 3. September d. I. versteigert werden. Der Anfang ist zu denjenigen bei Mieleck des Morgens 9 Uhr in dem D 0 rf eld'ichen Garten und zu denjenigen bei Badenburg des Nachmittags 5 Uhr auf der Badenburg. Wies'ck, den 31. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. 4876___________Lang.______ 4884) Das GrummetgraS von den Wiesen der Franz Block Wittwe dahier habe ich in Auftrag zu verkaufen. _____________Semmler. 4874) Zum Bau eines Wohnhaufein Gießen sind die Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, sowie Lieferung von circa 100 Mille Ziegelsteinen zu vergeben. Offerten sub „Hausbau" in der Exped- d. Bltts. niederzulegen. Grummetgras-Uersteigerung. 4841) Montag den 3. September, Morgen- 8 Uhr anfangend, soll das Grum- viet-Gras von 120 Morgen von den Wiesen Ur Herren: Heinrich Busch Erben, Heinrich Becker, Dr. Kehrer, Karl fiober Wttw., <3. Ehr. Spruck Erben, Ehr. Jughard, Sctarid) Adami, . M. Jughard (tzrummetgrns- Versteigerung. DaS GrummctgraS von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn-Steinberg soll Mittwoch den 5. n. M-, Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhaus zu Watzenborn versteigert werden- Gießen, den 26. August 1877. Großherzogl. Oberförsterei Schiffenberg. 4786)___________Georoi________________ Grummetgras-Uersteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den Wiesen der Pfarrei Wieseck und von den Wiesen des Hrn. Postmeister Kemp ff Erben soll Montag den 3. September d. I., Vormittags 9 Uhr, in dem Dorfe ld'schen Garten dahier versteigert werden. Wieseck, den 31. August 1877. Lang, T am mit Logis zu vermiethen uauw vit. B. 21. (405i then. glüpelgfrofie 94. gesucht. Uhr: M 2 u Bet Abends 8 Uhr: Dich der Das Festcomite. Das Comite. 4877) Kahlert Verantwortliche Redacnon: A. Sckenda. — Trutf und Verlag der Brühllschen Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen 12 1 Carl Plank im Pfau. Aberm« schm Volkes W u\ M une em H Unjr wo^u ergebenfi einladet 4870) Vormittags: Nachmittags 5 Uhr: Abends V28 Uhr: Am 1. September: Feier in den einzelnen Schulen. Festgeläute. Zapfenstreich durch das Knabentrommlercorps. Am 2. September: Choral vom Slabuhurnt und Festgeläute. Feierlicher Gottesdienst in der evang. und kath. Kirche und in der Synagoge. Aufstellung des Zuges am Wallthor. Zug von da durch die Hauptstraße der Stadt nach dem Seltersthor, um die Neue Anlage, über die Grün- berger Chaustee nach dem Philosophenwald. Gesang auf dem Festplatz. Festrede. Spiele, zu deren Anfang zwei Böllerschüste das Zeichen geben. Pause von 1 Stunde. Spüle. Aufstellung des Zugs. Preisveitheilung. Gesang. Rückzug mit Musik und Auflösung der Jugendzüge an der Turnhalle. Banket im Wenzel'schen Garten. 4826) Der höchste Preis für Waizen, Roggen, Gerste und Hafer wird bezahlt bei L. Süß, Neustadt. 4515) Die Wu lb'chansräume im Adler, bestehend aus 5 Zimmern und Küche sind als Wohnung zu vermiethen. E. Pitt ban. Marktstrasse, bei Herrn Spengler Faber. 4821) Ein Gymnasiast oder Realschüler findet in einer Beamtenfomilie Pension. Bei w>m? sogt die Exped. d. Bltts. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich ein Putsgeschäft^ verbunden mit Anfertigung von Confectionen, eröffnet habe. Durch prompte und reelle Bedienung hoffe ich mir das Zutrauen meiner geehrten Kunden zu erwerben. Morgens: 9 Wir Brigade (21. Die Bekaiilitmachu geschildert noch war Bolkekraft Ämter eins genen Seg landks jefy opfernden l Niem, sein. 2h)ir gedenk deutsch uu W ßr i lfl,,9e Iah, Hochachtungsvoll Marie Lang Hochachtungsvoll Johanna Lang. Marktstraße, bei Herrn Spengler Faber, Allen Kranken, gleichviel woran sie leiden, theile ich meine langjährigen Erfahrungen un- entgeldlick mit. Adr.: Professor li. Wundram, Leipzig, Leibnitz- str. 2. Es sollte Niemand, selbst wenn das liebel noch so veraltet und hartnäckig ist, die Hoffnung aufgeben, geheilt zu werden, ohne sich vorher vertrauensvoll an mich gewandt zu haben. (4038 £OOQCXXXXXXXXX3OOQQ GIOGDGCQ 4878) Da ich ein Lager von selbstgefertigten Regen- und Sonnenschirmen stets unterhalte, werden Reparaturen und das Ueberziehen der Schirme gründlich besorgt und bitte das geehrte Publikum mich mit seinem Vertrauen zu beehren. Feier des 2 September 4838) Im Anschluß an die Veröffentlichung in Nr. 186 und 197 d. Bl. bringt das unterzeichnete Comit6 nunmehr die nachstehenden Anordnungen und Einrichtungen der Feier zur öffentlichen Kenntniß mit der angelegentlichen Bitte an die hiesige Einwohnerschaft, die Anordnungen der durch eine Schleife in deutschen Farben kenntlich gemachten Mitglieder des Comilös bestens zu unter» stützen, insbesondere dem Zuge in und außerhalb der Stadt hinreichend freien Raum zu lassen, und am Festplatze in keiner Weise in die Spiele einzugreifen. Ordnung der Feier: Ginladung jur regelmäßigen Ergänjungswahl jur kirchlichen Gemeindevertretung der evangelischen Gemeinde Gießen. 4885) Die zu obengenannter Wahl stimmberechtigten Mitglieder unserer Gemeinde werden hiermit zur Vornahme der Wahl unter dem Anfügen ein- geladen: 1) daß die Wahl Donnerstag den 6. September, von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr in unserer Stadtkirche vorgenommen werden soll 2) daß 40 Mitglieder der Gemeindevertretung zu wählen sind. Ein Der- zeichniß der 1874 gewählten Gemeindevertreter, aus welchem zugleich । zu ersehen ist, welche Mitglieder noch fernere drei Jahre in der Gemeindevertretung zu verbleiben haben, welche dagegen durch das Loos zum Austritt bestimmt worden, und welche durch Tod oder Wegzug bereits ausgeschieden sind, wird in der Kirche zur Einsicht der Wähler ausliegen. Die zum Austritt Bestimmten sind wieder wählbar. 3) Ueber die gesetzlichen Erfordernlffe der Wahlfähigkeit und Wählbarkeit bestimmen § 13 und 18 der Kirchenverfafsung. Gießen, den 30. August 1877. Für den evangelischen Kirchenvorstand: Dr. Seel. lluahtoii jeden Standes finden diskrete Aufnahme bei 92) Hebamme Müssig in Mannheim. Gottesdienst in der Synagoge unerwähnt geblieben. Derselbe findet, wie in der evang. und kath. Kirche, Sonntag Morgen 9 Uhr statt. Auf dem Festplatz, sowie bei dem Banket wird von jedem Erwach» senen em Eintrittsgeld von 20 H erhoben. Den Eltern der an den Spielen beteiligten Kinder, besonders der jüngeren, empfehlen wir, sich von denselben vorher genau angebeu zu lasten, roel* chem Zuge sie zugetheilt sind, damit sie-diesen jederzeit leicht auffinden, re|p- beim Eomit6 erfragen können. Unsere geehrten Mitbürger werden schließlich freundlichst ersucht, ihre Häuser festlich zu schmücken. Albach, Neallehrer. Baist, Stadtverordneter. Bramm, Bürger- meister. Büchner, Kreisschnlinspector. Curschmann, Lehrer. Demuth, Turnwart. Felfing, Lehrer. Ferber, Stadtverordneter. Branz, Lehrer. Hanstein, Stadverordneter. Jung, Lehrer. ung, Postsecretär. Lehr, Lehrer. Leo, Uhrmacher. Löber, Spengler. Dr. Löwe, Handelskammersecretär. Ottens, Fabrikant. Reiber, Weißbinder. Rübsamen, Turnlehrer. Schwan, Schreiner- meister. Soldan, Nealschuldirector. Dr. Stein, Nealschuldirector i. P. Uhl, Photograph. Vigelius, Schulinspector. Wagner, Controleur. Weidig, Hosgerichtsadvokat. Dr. Weiffenoach, Gymnasiallehrer. Wetter, Kaufmann. Aus Versehen ist in dem Programm des Sedanfestes ^Krieger herein Gießen. 4863) Der Verein versammelt sich Sonntag Nachmittag 12^2 Uhr auf dem Brand, behufs Theilnahme an dem Festzug. Der Vorstand. Sonntag den 2. und Montag den 3. September: Kircliwcilirest ™ Krofdorf, ytoen, bk, Ju । »ch tenen du 9 6*, itl ' ,in »eHin( i’^en um; . Äir s° 4 i'flni die m an’* si Ätl" «füllt, * in,’8' Km tz ""l-irnt 4796; B. 32 Markt wird ein Schüler, welcher die hiesigen Lehranstalten besuchen will, in Pension gewünscht.________________ 4280) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem Gelbe, alten Oelaemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, MöbUn rc. bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193, neben dem „Gasthaus surr Löwen. □ocxroooiooooooo_____________ Jugendfest. 4858) Samstag den 1. September, Vormittags 10 Uhr, haben fick die Mädchen auf dem Oswaldsberg und die Knaben Nachmittags V26 Uhr vor dem Wallthor (Marburgerstraße) zur Eintheilung einzufinden. Die Herren Zugführer und Spielordner sind freundlichst ersucht, sich an den oben benannten Orten um dieselbe Zeit zur Empfangnahme der Züge u. s. w. einzufinden. 4810) Bei mir kann gekeltert werde*- Emil Schwall, Frankfurter Hof-^ Köln- Gießener Bahn. Abfahrten von Giefien nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4", 9‘. (E Tiegen 6", 12 , Wetzlar 6", 8«, 9«, 12, 4", 7, 4674) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________________Mäusburg D- 16. 4540) Ein Logls von 6 Zimmern nebst Zubehör auf dem Seltersweg zu vermiethen und per 1 October zu beziehen. Näheres _____________________________bei I. Blitz. 4444) Nahe der Kaserne ist ein schön möblirtes Parterrezimmer zu vermiethen. ________________________Canzleiberg B- 1. 3526) Eine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen __________bei Alexander Meyer. 4794) Ein Familienlogis zu vermiethen und am 15. October beziehbar. __________Hch- Schmidt, Braugasse. 4879) Ein Logis und eine Stube, gleich beziehbar, zu vermiethen. Neuenbäuen B- 90 4872) Mehrere Familienwohnungen flirt» zu vermiethen und gleich zu beziehen bei _____________________________B- Katzenftein. 4382)- Marburgerstraße Nr. 161 mö- blirte Zimmer zu vermiethen._____________ 4524) Das von Herrn Fried r. Selbe! bewohnte Logis wird mit dem 1. November er. frei und ist anderweitig zu vermiethen. A. Katz. Vermischte Anzeigen. 4871) Zwei junge Leute können Kost und Logis erhalten- ___________________Tiefenweg Lit. C 148. 4873- Ein Dienstmädchei', wklch.s lelbft ständig kochen kann, wird gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.___________ 4883) Em Bursche bei ein Pferd wird Aermietyungen. 4880) Eine kleine Familienwohnung, am 15. Septr. beziehbar, zu vermiethen. ____________________ Neuenweg 134. 4866) Das von Frau Rech seither bewohnte Logis ist anderwe.t zu vermiethen. ________Louis Noll, Pulvermühle. 4867) Marburgerstraße 178 im unteren Stock ist für den 1. October ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen._________ 4869) Em möblirtes Zimmer zu oermle- 4824) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Bäcker Kuhn ______________________auf dem Kreuz. 4572) Eine Familienwohnung zu vermiethen und alsbald beziehbar. ____________E- Harms, Schützenhof. 4569) Der untere Stock meines Hauses auf sofort, und ein kleines Familienlogis per 1. October zu vermiethen bet Wilh. Faber, Küfer, Seltersweg. 4825) Stroh und Heu zu kaufen gesucht^________________L- Süß, Neustadt. (i. II. « (48*2 Heute Abend 8 Uhr im Rappen-