1S?9 Sonntag, den 1. Juli Wo. 14» Alyche- ob Amtsblatt für den Kms Gießen das am des Erscheint täglich mit Ausnahme deS Vtontrrgs. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. gewisse Anzahl von Grundbesitzgütern, deren Einkünfte bisher zur Ctvil-Liste gehörten, in die Hände des Staats übergehen und zur Bezahlung der persönlichen Schulden des Königs verwendet werden soll. In Frankreich hat die Krisis den erwarteten Fortgang genommen. Der Senat hat seine Zustimmung zu der Auflösung der Deputirten-Kammer mit verhältnißmäßig bedeutender Majorität (150 gegen 130 Stimmen) gegeben und die Regierung ein paar Tage darauf die Kammer mit der Bestimmung aufgelöst, daß die Neuwahlen binnen drei Monaten stattfinden sollen. Begreiflicher Weise herrscht betreffs des Ausfalls dieser Neuwahlen eine allgemeine Spannung. Die 363 Mitglieder der Linken der Kammer wollen alle wieder als Eandidaten auftreten und die Linke des Senates hat ein Manifest erlassen, worin sie die Wiederwahl der 363 für eine Ehrensache des Landes erklärt. Die Regierung wird es natürlich nicht unterlassen, die Zwischenzeit sür sich auszubeliten. und ist entschlossen, wenn auch nicht gerade das bvnapartistische System der officiellen Candldaturen zu adoptiren, so doch „die wahren Freunde des Marschalls" zu bezeichnen. Bei dem Hochdruck, den die Derwaltungs- maschine in Frankreich auszuüben pflegt, ist es daher nicht unmöglich, daß- die Regwnmg eine ihr genehme Kannnermajorität erlangt, mag Gambetta auch noch so oft und zuversichtlich, wie jüngst wieder bei dem Banket zum Gedäckt- niß des Generals Hoche in Versailles, Vorhersagen, daß nicht nur die 363 wiederkehlen, sondern noch durch andere republikanische Deputirte verstärkt werden würden. Während übrigens die Regnruug das System der Massentäuschung forlsetzt, indem sie ihre Organe von ihren vortrefflichen auswärtigen Beziehungen fabeln laßt, hat die Linke in der Kammer ihr zwar offen den Vorwurf in's Gesicht geschleudert, daß sie Frankreich in den Krieg hineintreibe, ihr aber dock die sür militärische Zwecke verlangten 209 Millionen einstimmig Deutschland. Darmstadt, 30. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben 20. Juni allergnädigft geruht: Den Provinzialdirector der Provinzialdirection Rheinhessen und Kreisrath Kreises Mainz, Dr. Theodor Goldmann, zum Präsidenten des Oberbewilligt. Die englische Regierung hat sich, wie die drei in Einer Woche abgehaltenen Cabiuetträthe beweisen, angelegentlich mit der orientalischen Frage beschäftigt und zugleich dem Publikum durch Veröffentlickung des Depeschen- Wechsels zwischen Lord Derby und dem Fürsten Gortsckakoff über die britischen Interessen im Orient reichlich Gelegenheit gegeben, sich über den Stand der Dinge ein Urtheil zu bilden. Im Allgemeinen geht die öffentliche Meinung jenseits des Canals gegenwärtig dahin, daß die orientalische Frage durch eine Vereinbarung zwischen England und Rußland ihre Lösung finden werde. Tie russische Regierung hat die alten Städteordnungen in den Ostsee- Provinzen aufgehoben und dort zum 1. Januar 1878 eine neue Städteverfassung eingesührt, durch welche das russische Element der bekanntlich großentheils deutschen Bevölkerung mehr zur Geltung gelangen soll. Während die Ultramontanen dieffeits und jenseits des Oceans die Vergiftung des Erzbischofs von Quito in Ecuador sofort den Liberalen und Freimaurern in die Schuhe schoben, hat sich nachträglich herausgestellt, daß Verbrechen von einem fanatischen Priester verübt worden ist. Ausdruck. , , _ m ..... . Oesterreich-Ungarn wird in seiner inneren tote äußeren Politik noch immerfort durch den Widerspruch der Interessen der verschiedenen, im Kaiserstaate vereinigten Nationalitäten gelähmt. Der Ausgleich zwischen den beiden Reichs Hälften kann nicht zu Stande kommen, weil die Ungarn sich nicht nut den Deutschen über das Verhältniß der beiderseitigen Beiträge zu den gemeinsamen Ausgaben einigen können und den neuesten Vorschlag der österreichischen Quoten- Deputation, wonach die ungarische Quote in Zukunft erhöht werden soll, mit Entrüstung zurückweisen. , Der Papst hat das an Oesterreich begangene Unrecht wieder gut gemacht, indem er in dem am 22. Juni abgehaltenen Consistorium auch zwei österreichischen Bischöfen, nämlich dem Fürstbischof Kutschker von Wien und dem Erzbischof Mihalovics von Agram, den Cardinalshut verlieh. Die Summe der dem „armen Gefangenen" im Vatikan aus Anlaß seines Jubiläums dargebrach' teu Geldgeschenke wird neuerdings auf nicht weniger als 14 Millionen Franken geschätzt. Die italienischen Kammern haben ein Gesetz genehmigt, wonach eine Unser Kaiser setzte seine Kur in Ems mit erwünschtem Erfolge fort. Unter den von ihm dort empfangenen hohen Personen befand sich auch der Großherzog von Hessen, Ludwig IV. Fürst Bismarck wei.lt augenblicklich noch in Kissingen, gedenkt aber bald nach Berlin zurückzukehren. Ter bayerische Minister-Präsident v. Pfretzsch uer sand sich bei ihm ein, um ihn im Auftrage des Königs Ludwig zu begrüßen. Der Besuch des Präsidenten des Reickskanzler-Amts, Staats-Ministers Hofmann, hat, wie es heißt, den in's Stocken gerathenen Unterhandlungen über die Erneuerung des Handelsvertrags mit Oesterreich gegolten Auf dem Gebiete der auswärtigen Angelegenheiten dauert die Spannung in den Beziehungen Dculschlaiids zu Frankreick fort. Man scheint an entscheidender Stelle nur ein bitter ironisches Lächeln sür die Versicherungen des Herzogs Decazes über das Vertrauen, ivelches Europa dem neuen französischen Ministerium entgegenbriuge, zu haben. Dagegen hat der freundliche Empfangs, den Prinz Heinrich während seines Aufenthaltes in Kopenhagen bei der dänischen Königsfamilie gefunden, in deutschen Hoskreisen frtyr angenehm benührt. Die Ernennung eines Marine-Attachös für die englische Botschaft in Berlin beweist, daß die "deutsche Flotte für England an Interesse zu gewinnen anfängt. Das deutsche Panzergeschwader ist am 25. d. Mts. von Malta nach Aegypten in See gegangen. Kurz vorher traf der neue türkische Botschafter, Sadnllah Bey, in Berlin ein. Der Bundesrath hat den Antrag Preußens betreffs der Stempelsteuer trotz der besonders von Seiten der Hansestädte kommenden Opposition mit geringen Modificationen angenommen und die Einsetzung eines Comites von Sachverständigen aus verschiedenen Bundesstaaten beschlossen^, welches die Frage, ob und in welchem Umfange die Uebernahme gewisser Ltempelsteuern auf die Reichskasse erforderlich sei, erwägen, eventuell einen Gesetz-Entwurf dai über ausarbeiten soll. Auch das Gesetz über die Untersuchung von Seeunfällen fand die Genehmigung des Dundcsrathes. Zur Ausführung der Reichs- jusiiz-G^ setze wurden im Reichejustiz Amte Berathungen über den Entwurf eines Gerichtskosten - Gesetzes, im Kriegs-Ministerium über Fertigstellung einer M-Iltärproceß-Ordnung gepflogen. In Hamburg hat sich ein neuer Reichs- tagöwahl-Verein gebildet, der schon über 10,000 Mitglieder zählt. In dem Kulturkampf, den der Hohenzoller Wilhelm wider Rom führt, zeugt die Aufnahme der ehemaligen Bischöfe von Köln und Paderborn in den Vatican von der fortdauernden Unversöhnlichkeit des Gegners. Der Vicar und Reichstags-Abgeordnete Prinz Radziwill ist für seine unbefugte Einmischung in die Marpinger Schwindel-Affaire zu einer Geldstrafe, die Anstifter des Wunderschwindels auf der Gappenacher Gaismühle zu 5 bis 16 Monaten Gefängnißftrafe verurtheilt worden. In B'ayern macht die Zersetzung der ultramontanen Partei weitere Fortschritte.' Die extreme katholische Volkspartei hat in der doitigen niederen Geistlichkeit überraschend an Boden gewonnen und wird, nachdem die Redac- teure ihrer extremsten Blätter in ihren Vorstand wiedergewählt worden den Kampf mit der gemäßigten Partei Jörg's in Zukunft voraussichtlich noch entschiedener als bisher führen. Schon jetzt unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß letztere nicht mehr die Mehrheit in der Abgeordneten-Kammer haben wird. König Ludwig gab der Fortdauer seines Vertrauens zu dem Minister v. Lutz durch ein hiildvolles Glückwunsch-Telegramm zu dessen Namenstag (am 24. t>.) Consistoriums, den Provinzialdirector der Provinzialdirection Oberhessen und Kreisrath des Kreises Gießen, Ludwig Freiherrn Röder v. Diersburg, zum Provinzialdirector der Provinzialdirection Rhein Hessen und Kreisrath des Kreises Mainz, den Kreisrath des Kreises Groß-Gerau, Dr. Karl Böckmann, zum Provinzialdirector der Provinzialdirection Oberhefien und Kreisrath des Kreises Gießen, den Kreisrath des Kreises Erbach, Wilhelm Frciherrn Schenck zu Schweins- bcrg, zum Kreisrathe des Kreises Groß-Gerau, den Kreisaffessor bei dem Kreisamte Heppenheim, Karl Jost, zum Kreis- rathe des Kreises Erbach, den Kreisassessor bei dem Kreisamte Gießen, Adolph Spamer, zum Rathe bei der Provinzialdirection Starkenburg mit dem Amtstitel „Regierungsrath", den Kreisassessor bei dem Kreisamte Groß-Gerau, Erwin Freiherrn Löw von und zu Steinsurth, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Heppenheim, Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ...P'ji irjjr । T*TTTiT—mgniwffi*MrrT itranrr111 ■ ■ -m «■ P f a r i - C o n f e r e n z. Donnerstag den 3. Juli, Mittags 1 Uhr, aus dem Schiffenberg. Lang-Göns, den 30. Juni 1877. Strack, Dekan. meldet in Betreff der anzustellen. den Getaufte. Den 24 Juni. Dem Schuhmacher Heinrich Bender, ein Sohn, Edmund, geb. 25. Mai. Denselben. Dem Eisenbahnarbeiter Heinrich Berg, ein Sohn, Andreas Karl Aufgebote. Juni. Bremser Martin Heidt von Grünberg mit Katharina Seng von 29. Juni. Schuhmacher Georg Franz mit Christine Tuscheck, beide von Eheschließungen. Juni. Wirth und Küfer Clemens Kuppinger von Neu-Isenburg mit Johanna Handel und Verkehr. Gießen, 30. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1 JL 25 $ biß 1 JL 35 Hühnereier, per Stück 6 Enteneier per Stück 6 Käse, per Stück 5—9 H, Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter — H, Linsen, 1 Liter 24 Si, Tauben, das Paar 60 H, Hühner, per Stück 80 Hahnen, per Stück 70 Kartoffeln, 1OO Kilo 8 20^. Frankfurt, 28. Juni. (Fruchtbericht) Die Tendenz unseres MontagS-Mark- tes war sest, den ersten erkennbaren Anlaß bildeten die besseren Nottrungen von Berlin, Paris und Köln, gestern und heute erlahmte die Haltung, da die Kauflust doch nur bescheidene Dimensionen besaß und sich nicht dauernd gleich kräftig behaupten konnte. Prima Weizen ab unserer Umgegend JL 26.50, Bahnhof hier 27 Br., fremder wenig gethan. Für Roggen war wenig Animo, das Geschäft blieb leblos bei flauer Haltung. Französischer 20.50 bez. und dürfte heute mit JL 20.25 zu kaufen fehl, russischer JL 17.50—18.50. Gerste tobt. Hafer in disponibler Waare nach Oberhessen für hoch- prima einiger Begehr, wozu Böhmen das Hauptmaterial boten, JC. 16.75—17, geringe Qualitäten unverkäuflich 15-13. Raps taxtren hochprtma Jt 32—33. Mehl keine Aenderung. Futterstoffe weichend, alle anderen Artiktt bieten nach keiner Richtung hin Interesse dar. In den Kreisen der ackerbautreibenden Bevölkerung herrscht eine große Bestürzung, da auf einem Kartoffelacker bei Mühlheim am Rhein Colorado-Käser in allen Entwicklungs-Stufen gefunden worden sind. Wir hoffen, daß von Seiten des landwirthschaftlichen Ministeriums Schritte geschehen, allen Uebelständen nach Möglichkeit abzuhelfen. Wir notiren heute: Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 Jü 38, Nr 3 jl 34, Nr. 4 30. Nr. 5 24, Roggen- mehl o/i (Berliner Marke) JC. 27, do. II. (Berliner Marke) JL 22, Weizen, effectio hies.» ab Bahnhof hier JL. 27, ab unserer Umgegend Jt 26 25-26.50, do. fremder je nach Qualität JL 22—26, Roggen je nach Qual. Jt. 17.—2025, Gerste X 19—21.—, Hafer je 13—16.75, Kohlsamen 32—33, Erbsen JL 21—24, Wicken JL 17.50, Linsen 21 bis 30, Rüböl, detail, JL 72. Stimmung fest. Dringend offertrt russ. Roggen. (Die Preise verstehen sich sämmtlick per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo ) Vermischtes. — Schwerin, 22. Juni. Bei Ludwigslust hat sich in vorletzter Nacht ein furchtbares Brandunglück ereignet. Der benachbarte Hornkaten ist ein ziemlich junges Dorf, bestehend aus einer langhin verstreuten Anzahl von Büdnereien, welche thetlweise auf dem alten Hornwaldterritormm entstanden sind. Hier nun ist in der letzten Nacht gegen 1 Uhr in der zweiten Schultz'schen Büdnerei Feuer ausgebrochen. Dieselbe wurde von vier Familien bewohnt: vom Tiscyler Düffert und von den Arbeitsleuten Wandschneider, Haman und Kruse Die Leute haben wohl nach der langen, heißen und schweren Tagesarbeit im tiefsten Schlaf gelegen, und ein Strohdach brennt so rasch herab, genug — von den vierzehn Menschen im Hause ist nur einer, der Arbeitsmann Kruse, und auch dieser schwer verbrannt aus dem Hause gekommen, die anderen sind alle im Feuer geblieben, sie scheinen in den Betten umgekommen zu sein. Als die Nachbarn erwachten, war das Dach schon gefallen. Die auswärts dienenden oder lernenden Glieder der Familien haben nur die grausige Grabstätte und die verkohlten Uebereste der Ihrigen fl e f unden. Auszug aus btn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 29. Juni. Clemens Kuppinger, Küfer und Wirth in Neu-Isenburg, des verstorbenen Holzhändlers daselbst, Conrad Kuppinger, ehel. Sohn; und Johanna Arnold, des Gastwirths Georg Arnold dahier, ehel. Tochter. England London, 27. Juni. Lord Odo Nuffell muß gegen Erwarten seinen Urlaub hier abbrechen, um schleunigst auf seinen Berliner Posten zurückzukehren. Der orientalische Krieg. Wien, 28. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom heutigen Tage: In diesem Augenblicke ist das vierte russische Armee-Corps über Belgrad im Einmärsche nach Rumänien begriffen; auch andere große russische Truppen-Nachschübe bewegen sich seit einigen Tagen über Plojesti nach Slatina und Giurgewo. , Petersburg, 28. Juni. Ein Telegramm des Ober-Commandtrenden der Süd-Armee meldet: Oratsch, 28. Juni. Die schwierige Aufgabe des Donau Uebergangs ist vollzogen. Sistowa und die umgebenden Höhen sind in unseren Händen. Zuerst überschritt die Division des General Dragouroff mit Gebirgs-Artillerie die Donau und bildete das Wolhhn sche Regiment die Tote der Truppen. Am 27. d., Abends, befanden sich bereits das achte Corps und die erste Schützen-Brigade auf dem jenseitigen Ufer. Jetzt überschreitet die 35. Division die Donau. Konstantinopel, 28. Juni. Eine Depesche des Gouverneurs von Erzerum vom 25 Juni meldet: General Loris Melikoff überschritt mit 16 Bataillonen Infanterie, 5000 Reitern und 32 Kanonen den Paß von Jalicaba und griff das türkische Lager bei Zewin an. Nach einem längeren Geschützkampfe gingen die Türken zum Angriff vor und zwangen die Ruffen nut einem Verlust von 2500 Mann zum Rückzüge. Der Verlust der Türken betragt 400 Mann. — Die Montags bei Zewin (Klein-Asiens geschlagenen Ruffen zogen sich in das Soghanli-Gebirge zurück. — Mukhtar Pascha ist in Taiksdja. — Die Türken halten die Eisenbahn-Linie Küstendsche-Czernawoda besetzt. Bukarest, 28. Juni. (Ueber Czernowitz.) Der Donau-Ukbergang bei Sirnnitza hat entsetzliche Opfer gekostet. Der Uebergang bei Giurgewo ist bisher noch nicht geglückt, da die Türken den heftigsten Widerstand leisten. Ebenso war der Uferwechsel bei Turnu-Magurelli, wo der Czar selbst zugegen, bis gestern Mittag noch nicht gelungen. Bei Kalarasch stehen 10,000 Ruffen auf einer Donau-Insel. Der Vormarsch in der Dobrudscha geht langsam von Statten, da das ohnehin schwierige Land total verödet ist. Auf der gejammten Linie wird heftig gekämpft. Von Silistria aus unterhalten die Türken eine erfolgreiche Kanonade gegen die russischen Arbeiten auf dem linken Donau-User. Auszug aus drn Standessmtsregistern der Stadt Gießeu. Vom 24. bis 30. Juni 1877. « o k a l - sr o t i Gießen, 30. Juni. Wir lassen nachstehend das Protokoll der Stadtverordneten- Sitzung vom 21. Juni folgen: 1. Die schon vor einiger Zeit in Aussicht genommene Theilung einiger Real- und Vorschulklassen konnte bis jetzt nicht ausgeführt werden, weil es bisher an den erforderlichen Mitteln zur Gewinnung von weiteren Lchlkräften fehlte und weil eine Genehmigung der Landstände zur Erlangung des Staatsbeittags hierzu vor Ablauf der bis Ende 1878 stehenden Budgelperiode nicht erwirkt werden kann. Das Bedürfnitz der Zerlegung hat sich aber in neuerer Zeit fo fühlbar gemacht, daß eine Klassenthei- lung nicht weiter mehr unterbleiben kann. Zu diesem Zweck hat die Großh. Realschul- bireetton die Theilung der ersten Klasse der Vorschule und der vierten Reattchulklassc, sowie der prov. Anstellung von zwei weiteren Lehrern von academischer Bildung vorgeschlagen und beantragt, daß die erforderlichen Mittel für das zweite Halbjahr 1877 und das Jahr 1878 aus der Stadtkasse vorgelegt werden möchten. Die Stadtver- ordneten-Versammlung hat hierzu unter der Voraussetzung ihre Genehmigung ertheilt, daß Großh. Ministerium Veranlassung nehmen werde, bei Vorlage des Budgets für die Realschule für die nächste Periode (1879 bis 1881) den Rückersatz des von der Stadt vorgelegten Anthells des Staats zu beantragen. 2. Es soll beantragt werden, den Gehalt der Arbeitslehrerin Frl. A. Muller vom 1. Juli d. I. an auf 520 zu erhöben. . 3. Auf einen an Großherzogi. Kreisamt gerichteten und von dieser Behörde zur Aeußerung verschriebenen Antrag des Ortsvorstandes in Großen-Buseck auf Erlaß eines Lokalreglements wegen Benutzung der von Großen Busick nach Alten-Buseck und weiter führenden Vicinalstraße mit schwerem Fuhrwerk soll geantwortet werden, daß die Stadtoerordneten-Versammlung denselben nicht unterstützen könne. 4. Zwei Schülern der Volksschulen wurde Schulgeldbefreiung bewilligt und einem Schuldner der auf das Emkominensteuerkapital erfüllende Beitrag zur Commu- nalfleuer pro 1877 erlassen. 5. Nachdem die Arbeiten der Quellwasserleitung in der Weise vorgeschritten sind, daß die Einziehung eines technischen Gutachtens in Bezug auf die Wasserversorgung der Stadt und über das im Distnct Oberwald des Gießener Stadtwaldes für diesen Zweck etwa nutzbar zu machende Wasserquantum möglich ist, soll nun ein solches Gutachten eingezogcn werden und wurde beschlossen, den Großh. Bürgermeister zu ermächtigen unter Zuziehung der Herren Commissionsmitglieder einen Wassertechniker zu diesem Zwecke zu berufen. 6. Das Baugesuch des Herrn Bauunternehmers I- G Kraus grill soll nach den vorgelegten neuen Plänen, nach welchen das zu erbauende Haus auf die Linie des KÜbel'schen Hauses zurückgeftellt wird, zur Genehmigung vorgeschlagen werden. 7. Herr Metzgermeister Eduard Plank will.in der Schwarzlach in der Nähe des Eisenbahndammes einen Holzschuppen erbauen. Das Gesuch wird nicht beanstandet- 8. Ein mit Herrn Fr. Müll von Gambach wegen Verbesserung des Schwarzlachwegs abgeschlossener Handaccoid über 249 JL wurde genehmigt. 9. Für die Jnstandftellung des f. g. Aul weis im Seltespförterfeld wurden 80 JL Crcdit bewilligt und d'e Ausführung bei Arbeit im Taglohn genehmigt. 10. In der heutigen Sitzung fand nach erstattetem mündlichen Vortrag desHrn. RealschuldirectorS Dr. Soldan die Vergebung der 28 Freistellen an der Realschule und der Vorschule zur Realschule statt- Gießen, 30. Juni. Während der Sitzungen des Schwurgerichts vom III. Quartal l. I. werden nachbewerkte Anklagesachen zur Verhandlung bezw. Aburtheilung kommen, nämlich: Den 2. Juli, Vormittags 9 Uhr, gegen Margaretha Müller von Alt-WiedermuS, wegen Kindesmords; Vertheid.: Gr. Hofg.-Adv. Dr. Schwarz. 26. Lehnheim. Gießen. 29. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Müller von Billertshausen, wegen Körperverletzung; Venheid.: Gr. Hofg.-Adv. Weidig. Den 3. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Lang von Lehrbach, wegen Brandstiftung; Vertheid.: Gr. Hofg -Ado. Dr. Rosenberg. Den 4. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Alexander Matthias von Gießen, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheid.: Gr. Hofg.-Adv Barst. Den 5. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Damm von Ockstadt, Conrad Appel von Londorf und Ferdinand Klein's Ehefrau von Ockstadt, wegen Diebstahls bezw Hehlerei; Vertheid.: die Gr. Hofgerichts-Adoocaten Labroisse, Kraft und Dr. Schwarz. Den 6. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Strauch von Krainfeld, wegen Meineids; Vertheid: Gr. Hofg.-Adv. Weidig. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Peter Bieber von Mittel-Gründau, wegen Meineids; Vertheid.: Gr. Hof.-Ado. Thorwart. Den 7. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Scheidet von Ockstadt und Jacob Meister von Rödgen, wegen Diebstahls; (Vertheid.: noch nicht bestellt.) Arnold von Gießen. Geborene. 20. Juni. Karl, Sohn von Hautboist Karl Medebach. 22. Juni. Paul, Sohn von Kaufmann Nathan Feibel. 20. Juni. Dem Glaser Ludwig Schmitt IV. ein Kind männlichen Geschlechts, (noch ohne Vornamen). 21. Juni. Dem Schuhmacher Martin Simon ein Kind männlichen Geschlechts, (noch ohne Vornamen). 22. Juni. Fiiedrich Karl, Sohn von Kutscher Heinrich Hardt. 23. Juni. Elisabetha Anna, Tochter von Färber Heinrich Schmiermund. 27. Juni. Johanna, Tochter von Diätar Johann Wallenfels 22. Juni. Karl, Sohn von Arbeiter Philipp Deibel. 27. Juni. Dem Stations-Assisttnttn Johann Peter Margolf ein Kind männlichen Geschlechts, (noch ohne Vornamen). 22. Juni. Marie Johanna Margarethe Henriette, Tochter von Rangirer Balthasar Wisker. 25. Juni. Lina, Tochter von Schreiner Adam Heß. Gestorbene. 26. Juni. Ackersmann Emrich Brück, 25 Jahre alt, von Groß-Erda, Kreis Wetzlar, (im academischen Hospital gestorben) 28. Juni. Louise Zinser, geb. Seim, 34 I. 3 M. alt, Ehefrau des Conservators Georg Karl Zinser. — Eisenbahnarbeiter August Gutsche, 48 Jahre alt, von Bruchdorf, Kreis Bomst. JustuS, geb. den 1 Juni. Denselben. Dem Stationswärter Johannes Klink, ein Sohn, Wilhelm Heinrich Georg, geb. den 25. Mai. Denselben. Dem Fabrikanten Friedrich Koch, ein Sohn, Adolf, geb. d. 23. Mai. Den 25. Juni. Ein unehelicher Sohn von Auswärts, Karl, geb den 16. Juni. Den 26. Juni. Dem Kaufmann Johannes Schmücker,, ein Sohn, Rudolf Heinrich, geb. den 4. Juni. Den 28. Juni. Dem Heizer auf der Köln-Mindener Bahn, Heinrich Jakov Maurer, Zwillingstöchter, Elisabeth Karoline, geb- den 25. Marz, ttlementine Wilhelmine, geb. hen 26. März. Denselben. Dem Heizer an der Main-Weser-Bahn, Philipp Hupfeld, ein Sohn, Karl Georg, geb. den 2. Juni. Beerdigte. Den 29. Juni. Luise Zinser,. geb. Seim, Ehefrau des ConservatorS an dem zoologischen Institut dabier, Georg Zinser, alt 34 I. 3 M., gest. den 28. Juni. den Kieisassesior bei dem Kreisamte L-cholten, Heinrich Rößler, zum Kreis- affeffor bei dem Kreisamte Groß-Gerau, r den Kreisassessor bei dem Kreisamte Alsfeld, Heinrich Nover, zum KreiSassessor bei dem Kreisamt Gießen, den Regierungsaccessisten Wilhelm Küchler aus Darmstadt zum Kreis- affeffor bei dem Kreisamte Friedberg, fceti Regiernngsaccessisten Dr. Karl Melior aus Darmstadt zum Kreis» affessor bei dem Kreisamte Alsfeld, — zu ernennen. Berlin, 28. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg. k Maßregeln gegen die Colorado-Käfer: Professor Sell aus dem Retchsgesund Heils-Amte ist auf Befehl des Reichskanzlers nach Müllheim abgegangen, um an Ort und Stelle Ermittelungen zum Zwecke der Vernichtung des Käfers ein Nu ?' ^^lwetse auf 'kracht gegen ^lbe wurde von nWandschneidci, 'ichwerenTages- verab, 6enu8 _ .W» und auch J Feuer 0t; flfarn erwachten dm Glieder drr -este der Ihrigen >vegen ft®1'61"' M«. 1' *r"ft unb ltal*, ttigin ®tünl««,»i9in ™Äbl unb Butter, per W. per Stück 6 a Linsen, 1 Liter Stück 70 4 Kar- । MontagS-Mark- ungen von Berlin, faufluft. doch nur behaupten konnte. Br-, fremder wenig Jfl flauer Haltung, en sein, russischer berhessen für hoch- 16.75—17, geringe M3. Mehl keine 'einer Richtung hin herrscht eine große 6oIorado-Mr in h von Seiten W nden nach Möglich' 5Jt24, Roggen- teizen, effektiv hies, । >o. fremder je noch 119-21-, Hafer '.50, Linsen JL 21 ff. Roggen- (Die itabt Gießen. tharina Seng von ruicheck, beide von mburg mit Joba^ U Gießen. Juni $««'.s’ I stubmadl«®«'” W' liner Sdam & ^a. Attis M. j ! \a Ski«,34 4 SÄ«»’* .«*09*1 :0yu, ®*n\d 5* \ ’ . h 23*11 iS h/ti 75 Sckeith. Prügelh. Stockh. e 50 L. Kattrein 3574) rc. y w r, der Pilsner Tafelbier aus dem Bürgerlichen 1. 2 und 4. 9. 6g. Wilh. Weidig. empfiehlt Nadel Aspen -6 Ä, 500 300 100 100 500 1000 3 'LL Deutsche von 50 Z TSS 5. 6. 7. 8. 1 1 -629 Reish. Wellen 7550 t e r 181,3 wir: ^.7. 50^ 1O CO o Vrrbrssertr Dampfpumpen für Dampfkessel und Reservoir - Speisung von diesen 633 Stück in Betrieb, liefern für jede gewünschte Leistung ab Lager unter Garantie Hochdruck- Expansions-Dampf-Maschinen Wegelin & Hübner, Maschinen-Fabrik und Eisengießerei in Halle a. 8. (348 3650) Neue Kartoffeln und Gemüse, frische Sendung Apfel» finen und Blumenkohl, Erdbeeren , prima Schweizerkäse, Sauerkraut d 12 das Pfund, empfiehlt Herrn. Kurth. 5. 50 , 4. 25 „ 5. 50 , 8 50 , i. 50 , rc. re. 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Traubenbrusthonig aus Ihrer Fabrik bezogen, hat sich das Leiden schnell wieder verloren, was ich hiermit gerne bezeuge. Gau-Odernheim, den 14^Dec. 1876. Hochachtungsvoll Joh. Debober. Obigen Traubenbrusthonig verkauft in 3 Flascheniüllungrn unter Garantie der Kchck't *» Gießen » ' Versteigerungen. Holz-Versteigermlg tm Gießener Stadtwalde. Montag den 2. Juli 1877, von Vormittags 9 Uhr an, 4oö im Gießener Stadtwalde, in den Distiicten Ameisenkops, Bruch, Biuder- miltt r, Bannwald und Unterwald, Forstwartei Fernewald - nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: 3 Kallkfp f 180 H ganz vorzüglicher Tafelwein — ein weisser, und . M ßaccu «4 ein rother Claret, beide sehr alkoholrctch, m.t fen. Vwürzhafter Blum? an trockenen Sherry und Made.ra erinnernd. Vino Santo h 170 - der König der Gnechenweme, als Damenwein sehr geschätzt — und die drei folgenden : . Aohaja Malvasier weiss, i> 170 4, Ersatz für Sherry und Madeira, Mieiotra Malvasier b 180 Ersatz für Malaga, und Aihaia Malvasier roth, ä 180^, sind ausgereifte, treffliche-Süssweine, sehr leit, 11 1 foiiri Corinther ä 190 ein trockener Rothwein, voll, feurig und von angenehmer ‘ Blume, jedem gleichpreisigen Burgunder und Bordeaux mindestens eben. Haarbalsam. Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu befördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade etc. dadurch überflüssig wird. 1/2 Flacon ä verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. HängemaUen empfiehlt (3469) LouiS Senner. 3665) Zwei sehr gute Ziegen sind zu verkaufen bet Heinrich Ruckstuhl, ________________Walltbor-Sckoor. 3412) Universal ReinigungS - Salz, Salicylsäure - Mundwasser, bestes Kindermehl, 0r. White's Augenwasser. Fr. Bieler am Kreuz. Kirschenkuchen, 3672) täglich frisch, bei Auyufat Nolt im Stern. Chlorkalk, Eisenvitriol, 7 Carbolsäure, flüssig, sowie in Pulver. $ Knaben - Anzüge in Buckskin, Turntuch und Waschleinen ür das Alter von 3—16 Jahren in großer Auswahl billigst. Gleichzeitig bringen unsere Neuheiten in Cachemir-Umhängen ür Damen von 7 an in empfehlende Erinnerung. Docter & Katz, Bekleidungsmagazin, am Seltersweg in Gießen.___________ Schwemmsteine »«-> Kaminrohre, bestes und billigstes Material zum raschen F-rtigstell-n trockener Wohn- und Fabrik- räume, liefern zu billigen Preisen in schöner vorigjähriger Waare die Urmitzer Schwemmstein- und Kaminrohr-Fabriken 3244) von C. M. Lander L Co. in Coblenz. 51,94 Festweter. Die Zusammenkunft ist an der Strangs- wicfe. Gießen, am 25. Juni 1877. Großberzogliche Bürgermeisterei Gießen. A- Bram m-(3590 Holzversteigerung. Donnerstag den 5. Juli d. I., von Morgens 8 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Haide und Hundskopf versteigert Werden: u 476 Rmtr. Nadel-Sckeit, 598 w -Prügel, 352 w „ -Stock, 7390 w M -Wellen, 111 Nadel-Stämme. Der Anfang ist auf der Staatsstraße ^^DasOStammholz kommt des Mittags zur Versteigerung. Wieseck, den 27. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. 3645) Lau g. Wiener und eiserne Gartenmvbel Kriegerverein Giessen 1 T BI" Ü C k, Ad^lhrk nad) |Joljlgön9 342°) Schloßaane B. 1. Sonntag den 1. Etuti 1877 n iifcr «« Schloßgaue B. 1. m,t ^vgis per 1. August zu VV II vermiethen. Lit. B. 21. (2048 Jermischie Anzeiisen. OlOOOOOröOnOG Unserem Freunde (3653 IOOOCOCOODOOCI Sänger-, Turner- imil Krieger-Fest 3660) (3564 3669) (3675 Verantwortliche Redactton: A. Schevd-' - Druck nn^ Verlar der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr Ehr. Pietsch) in Gießen. Dr. W. Fullmann, Wolinung neben der Apotheke. 3477) Zwei tueinandeigehehenbe unmö blnte Zimmer auf dem Selleisberg sind au vermiethen- Näheres bei Karl Abel von Krofdorf ?>> seinem heutigen 23. Wiegenfeste die herrlichsten Glückwünsche. Mehrere durstige Seelen. ■A. Rothenberger, Lindenplah. 3632) Die Mitglieder des Consum Vereins wollen ihren Bedarf an Stück-, Knabbel- l>der gemischten Steinkohlen bei Herrn Kalkhof schriftlich angeben. Nassef, sowie sonstige flrgcnfüiiibc werden von mir speditirt nach allen Gegenden mit oder ohne Vorschub. (2855 14, Urünebaum. in W1ESKCK am 15. n n d l <;. Inti 1877. ________ Das Comite. 3664) Auszuleihen 2500 at Näher.c, bei der Exped- b. Bltts.________________ 3653) Gesucht zum baldi- geu Gintritt ein braves Dienstmädchen für Haus und Küche, Gartenftraße, im Hause des Herrn Louis Petri HB., dritter Stock. Gießener Sparverein Montag den ‘2. .3uli, Abends 8 Uhr: Generalverfa in m lung in der Iteftauration Bramm. Die Mitglieder werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. 3557) Schön möbiiilcQ Zimmer mit Eabinet, per 1. Juli beziehbar, zu vermie- thiii bet Th. Brück, Schloßgosse B- 1. Dampf-Drejch-Mschinen, Mäh-Maschinen für Gras, Klee u. Getreide, Hruwrndrr, Hru- u. Crntr-Urchrn von iso Mk. an, halten am Lager und liefern zu bedeutend ermäßigten Preisen (1586 Ph. Mayfartli «fr uihzne!.5 OctcbJ^eh rplajui g l ' —VörunttTriche fret— Sonntag den 1. Juli 1877 11 Uhr zto Min. Norm. 3-b78)_____________ Oer Vorstand. uuxxxxuxuxumxxöxxxxxxxxxxx 3662) Gin junger Mann, mit allen 6 omptoir-Arbeiten und der Tabak- llnd (sigarrenbranche vollkommen ver- trailt, dem die besten Neferenzen zur Seite stehen, sncht anderweitig Stel- lnng. Werthe Adr. belieben unter W. M. an die Exped. d. Bltts. gelang en zu lasten. 3658) Verloren ein Paar weiße wascht. Handschuhe. Dem Wiederbringer eine Be- lohnuna in der Exped. d. Bltts. 3629) Ein Lehrling gesucht von W. Löber, 3417) Das von Herrn Rentner Peters bisher bewohnte Logis ist ganz oder pe trennt anderweit zu vermirthen und die zum 15. September zu beziehen ________________ Gärtner Sch aum. 3331) Zwei ineinandergehende Zimmei fnio zu vermiethen im vormals Ehr. H orey seck'schen Hause, Reichensand-Bahn hossstraße. ______________A. D? a r c u s. 3270) Eine Wohnung, 5 Zimmer mit Zugehör enthaltend, im 2. Stock, sowie ein Mansardenztmmer mit Cabinet, sind zu vermiethen und im Juli beziehbar. ___.______________Christ. Weiß. 3661) Logis zu vermiethen bei ___________Louise Wille, Alicenstraße.I _______________________Der Vorstand. 3621) Hierdurch die Nachricht, daß ich mit dem 12. Juli wieder einen CursuS im Anmksscn, Zuschneiden und Unfertigen von Damenkleidern, nach neuester Mode, eröffnen weide. Theilnehmerinnen werden gebeten, ihre baldige Anm.ldung bei Herrn Kaufmann k'iiltzi', Sonnenstraße, abzugeben. Schneider. Dermietyungen. 3668) Eine Familienwohnung von fünf Zimmern nebst zwei Dachstubin, all m Zu gehör und einem Stück Gartenland, auf 1. October zu vermiethen. _______________*_______Dr. Weber. 3667) 2 möblirte Zimmer zu vermiethcn'. ___________________ A sterweg 111. 3663) Der 2. Stock meines Hauses, be- sti hend aus 4 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Eorridor und sonstigem Zubehör, alsbald zu vermiethen. ________________ I. Becker, Gartseld. ^674) Möblirte Zimmer und Familten- Wohnungen zu vermiethen bei H. Merz, Neichensand-Bahnhofsstraße. 3673) Ein möbltrtes Zimmer zu ver- n.leihen bei Ed. Ottmann, Schloßgasse. 3671) Zwei unmövlilte Zimmer mit binet sind an einen einzelnen Herrn oder Tarne zu vermiethen. __________________Dr. A. Mettenh e i m e r. 3670) Der mittlere Stock meinesHfes n it Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten ist per 1. October zu vermiethen. ___________Earl Böß, Bismarckstraße. 3656) Der 2. Stock ist zu vermiethei bei Jost Bellos 2Bttu., Giünberger Straße, Steinhauer Kalbfleisch gegenüber. 3657) Ein mödlirtes Zimmer zu ver- miethen____________ Flügelsgasse 94. 3559) Eine Mansardenwohnung auf so- so.t zu vermiethen bei Carl Her6ert. x » « V. 5 X Unser»! heben ehemaligen Casfier «nd Kneipwirth S X iul,“ Mutigen Tage die her;ilchsten Glückwünsche in dov- 5 X Polter Weise. (3666 2 MgXXwXxXX&XXXXOXXXIXXXXXXXX Heuer Cursus für Kalligraphie, um durch wenig Stunden geläufig schöne kaufmännische Schriit zu erlangen. Beginnt Dienstag den 3. Juli cr. Empfohlen von hohen Behörden, Sanitätsräthen, Schul- und Bankdirectoren her finnh Beseitigung des S chrei bekr am pf es , des Zitter«, der Hand. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag bin ich von 1 bis 6 Uhr im Hotel ium Einhorn, um über Zahl und Zeit der Lehrstunden zu vereinbaren. w'e Kinder, welche an einem Kursus theilnehmen, zahlen 5 at “ ..............«-«»..Pi»®...™ ».«ÄÄS! »“-■ Keine Vorauszahlung für den Cursus, nur die betr. Lection ist zu bez.chln^ Einzeichnungsliste, Zeugnisse bei der Expedition des Gießener Anzeigers. 3 Steinert, Lehrer und Kalligraph aus Frankfurt a. M. 1 Hotel zum Einhorn in Gießen. Wollmarkt zu Frankfurt a. M. Wir zeigen hiernnl au, daß unter Mitwirkung des landwiithschaftlichen Berktns in dessen Halle nnb dem daran gelegeiun großen Bleichgarten am 9. und 10. Juli d. I. der hiesige Wollmarkt stattfindet, zu welchem wir Verkäufer und Käufer ergebcnst einladen. Für den Markt bestimmte Wollen nehmen wir schon 14 Tage vor dessen Beginn auf Lager, ohne dafür Lagergeld zu berechnen. Unverkauft gebliebene Wollen genießen bis 14 Tage nach dem Markt ebenfalls freies Lager. Feuer Versicherung und Arbeitslöhne nach unseren Auslagen sind zu Lasten der Eiaem thümer. Alle Sendungen können direct an uns gerichtet werden. Auf Wunsch gewähren wir bei Ankunft der Wollen entsprechende Vorschüsse. Ebenso leisten wir Käufern für in unserem Besitz gelassene Wollen verhältnißmäßige Anzahlungen. Den Verkauf der uns in Colisignation zu sendenden Wollen besorgen wir sowohl während des Marktes als nach demselben, gegen billige Provision. Bestellungen ans Lagerräume sind bis spätestes den 8. Juli an uns zu richten. Zn jeder weiteren Auskunft sind wir gern bereit. Frankfurt a. M., den 1. Juni 1877. 34t4J_________________Deutsche Handelsgesellschaft. Meine Niederlassung als praktischer Arzt in Grniwerg zeige ich hiermit ergebenst an. Ein möblirtes Zimmer ztl vernuelhen. _________________Asterwea Lit. A Nr. 108. 3553) Der 3. Stock mein-s Hauses ist anderweit zu vermiethen. L- Th. Felsing, Neue Anlage. -s-__________________ .___Bäcker Die Nähtnaschinen-Krifis in Amerika. 0' • llt seil kurzem luehrfach die rltotiz aeaunaen, daü die Nlibmaschiuen bedeutend herabsinken würden, weil ein'ae Patente, die für einzelne, bet einer Nähmaschine unentbehrlichen Theile verliehen mordet eilofeben sind F ür A m-r° k" h°t di,s°z 3tahmaschlnen dort bisher mehr als das Dovv elt e kosteten als wozu bitfelbin Maschinen hier verkauft werden, es ist jedoch »ine niige Meinung' daß an den hohen Preisen die Patente allein Schuld gewesen sein sollten Die Be- N g sl » ,11 . il h F £ tT « jk a J. ... f , r 1 werden, nur war dafür dne zu ^aölen, bie jebod) mcht mehr als drei Dollars betrug und daher leicht nHf- Die Maschinen hätten also dieser verhältnißmäßig geringen Abgabe AnhQUr?n ^n1 xCn b2a,0cr verkauft werden können uub °baR °biefe5 nicht geschah, lag in bem tlmstand, daß die durch den Batentfchub bedingte rvnnfmrfp w°rdM b-i Errichtung neuer Fabriken lästig w°r ünb boM ?«' amSfÄS,' Nahmaschinen Fabrikanten bisher eine geringe blieb, oie nur Bortheil davon haben konnten, sich mit den Preisen nach den großen Fabriken zu richten. Andererseits erfor berte fluch die dortige mit hohen Kosten verknüpfte BeikaufSweise höhere Preise so dak desF-b.,kan.en kaum ein viel größerer gewesen sein düMe! als .sn > Sb EN selben ober ahnl'chen Artikeln der Fall ist. Am 8. Mai ist nun r ^no!t-n^-^0"'wahnten Pcstente, da^ sogerannte Bochelder Patent für den Rücker- f in.porteur ^10^1! und nut demselben Tage hat die größte Fabrik die Verkauss- Vam» ^vschinen, welche bisher 60 Dollars oder 240 Mark kosteten auf die h r .mi^n,Vine,^re^frD,ä6t9unfl eintreten lassen , die in den Annalen ? ; Industrie wohl noch nicht vorgekommen sein mag. Selbstv'rständlich sind b e übrigen amen konisch en Nahmaschinenfabriken gezwungen, diesem Beisvi"Ie in fnf b \leQ WnE(Äl^f,0hCn[^'’rtVann.iene Trelärebuflion jedLch keinen E^ uß auÄb.n ,b b'e derselben Fabrik, welche drüben j tzi aus 30 Dollars ad-r IM b rabgesetzi sind, b,°r schossest länaerer Zeil sür lill^, uerkausi we?°em ' °g854 . , . Uc P’Oc Niederlage achter Original- Linaer - ^ab- maschin«, be._________g-, wichen berg, Ludwigsplah Unterrichts Anzeige. .3648) Anmeldmigen für meinen Unterricht im Znfchiicide» und ^"k-rtigeu von Damenkleidern nehme jeder,-it entg?g'ii