Ufo. 1TL Freitag, den 1. Juni 1879. Kichener Ämciger Anffize- M AmtÄW sm ü> Kreis Sießr«. ^5ig,*Ä»u*.X £ ”*£• Amtlicher Ißeil. Bekanntmachung. L WVAttMSÄÄrr NkS'LDW LÄHWMLSKWW»'«? -* Einwendungen gegen die Anlage daselbst vorgebracht werden. Gießen, den 29. Mai 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. (8056 v. Röder. __________ Lehrer-Conserenz der vereinigten Conferenz-Bezirke Gießen, Großen-Linden, Lollar, Mittwoch den 6. Juni, Anfang 2 Uhr, auf dem Schiffenberg. Gießen, den 30. Mai 1877. Bückner, Kreisschulinsvector. stehender Vornamen führen könne. Darmstadt, 30. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog, in Begleitung der beiden Flügel-Adjutanten, Hofmarschall Oberst v. Küchler und Major v. Herff, haben sich heute Vormittag zu einem zehntägigen Aufenthalt in das Fürstenlager nach Seeheim begeben. Berlin, 29. Mai. Außer dem Lieutenant Prinz v. Battenberg erhrel- ten auch die dem Generalstabe der Armee aggregirten Majors v. Liegnitz, v. Villaume und Graf Wedell die Erlaubniß des Kaisers, dem Feldzuge im russischen Hauptquartier beizuwohnen. — Der „Kreuz-Ztg." zufolge wäre die Cabinets-Ordre wegen Verstärkung der Elsaß-Lothringischen Garnisonen voll zogen. Es heißt, zwei in der Rheinprovinz stehende Infanterie-Regimenter, ein rheinisches Jäger-Bataillon und zwei Kavallerie-Regimenter, wurden davon berührt. Berlin, 30. Mai. Das „Armee-Verordn.-Blatt" enthält die kaiserliche Cabinets-Ordre vom 25. Mai, betr. die Verstärkung der in dem Reichslande garnisonirenden Truppen. Im Eingänge der Ordre heißt es: Nachdem ich während meiner Anwesenheit im Reichslande mich überzeugt habe, daß die zett Darmstadt, 28. Mai. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Ueber die Verpflichtung zur Anzeige der Vornamen eines neugeborenen Kindes bei dem Standesbeamten sind fortwährend irrige Ansichten verbreitet, welche denBetheiligten (durch genaue Befolgung der in dieser Hinsicht bestehenden gesetzlichen Vorschriften leicht vermeidbare) Schwierigkeiten bereiten. Die Eintragung eines Geburtssalles sott zwar regelsweise auch die Vornamen des Kindes enthalten; § 22 Abs. 3 des Reichsgejetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung gestatten indessen für den Fall, daß die Vornamen eines Kiu- des ziir Zett der Anzeige noch nicht feststanden, dieselben nachträglich und längstens binnen zwei Morurten nach der Geburt anzuzeigen. Es kommt nun vielfach vor, daß die Anzeigenden dem Standesbeamten bei der Anzeige des Gebiirtsfalles einen oder mehrere Vornamen des Kindes augeben und dann innerhalb oder auch »ach Ablauf der zweimonatlichen Frist an den Standesbeamten das Verlangen richten, statt des bereits eingetragenen Vornamens einen andern oder außer dem bereits eingetragenen Vornamen weitere, dem Kinde etwa bei der Taufe gegebene Vornamen eiuzutragen. Diesem Verengen dürfen die Standesbeamten aber nicht stattgeben, weil sie nach dem Gesetze nicht berechtigt sind, eine einmal vollzogene Eintragung ohne Weiteres abzuandern. Eine Abänderung oder Vervollständigung bereits eingetragener Vornamen kann im Großherzog'.hum vielmehr nur im Wege einer von Sd. Königl. Hoheit dem Großherzog gestatteten Namensveränderung erfolgen. Es kann darum den zur Namengebung berechtigten Personen (Vater, bezw. Mutter oder Vormund eines Kindes) zur Vermeidung nachträglicher Verhandlungen nicht dringend ge- nug empfohlen werden, darauf Bedacht zu nehmen, daß bei der Anzeige eines Gcburtsfalles nur diejenigen und alle diejenigen Namen angegeben werden, welche das Kind nach der feststehenden Absicht der zur Namengebung Berechtigten auch führen soll. Haben dagegen ausnahmsweise die zur Namengebung Berechtigten zur Zeit der Geburtsfalls-Anzeige noch keinen in allen Beziehungen feststehenden Entschluß hinsichtlich der dem Kinde beizulegenden Vornamen gefaßt, dann ist es zweckmäßiger, die Vornamen des Kindes nicht gleichzeitig mit der Geburtsanzeige^ sondern vielmehr erst nach erfolgter Eintragung des Geburtsfalles, jedoch spätestens innerhalb zwei Monaten nach der Geburt anzuzeigen. Durch Ausschreiben Großh. Ministeriums der Justiz vom 18. Decbr. 1876 sind denn auch die Großh. Standesbeamten ausdrücklich angewiesen worden, die Anzeigenden auf die hier maßgebenden gesetzlichen Vorschriften aufmerksam zu machen und — wenn es sich auch im Uebrigen zur Vermeidung nachträglicher Randvermerke empfehle, darauf hinzuwirken, daß bereits feststehende Namen gleichzeitig mit der Geburtsanzeige angegeben und eingetragen würden — doch Alles zu Unterlasten, was zu einer übereilten Anzeige noch nicht sest- tiae Besatzung destelben den Anforderungen des Friedensdienstes nicht zu genügen vermag, bestimme ich: Außer Dislocatiotten der im Reichslande stehenden Truppen sind aus preußischen Garnisonen verlegt das Jnfanterle-Regrment Nr. 29 nach Metz; das Dragoner-Regiment Nr. 13 und das Ulanen-Regiment Nr. 7 in Cantonnements zwischen Metz und Straßburg; das rheinische Jager- Bataillon nach Zabern; der Stab und das erste Bataillon des rhewstcuen Fuß-Artillerie-Regiments nach Metz. — Die auf heute festgesetzte Hrübjams- Parade auf dem Tempelhofer Felde ist in Folge regnerischen Wetters heute Morgen abbefohlen. , , £ ' Gotha, 29. Mai. Der Socialiften-Eongreß hat heute auf Antrag von Tölke beschlossen: in Rücksicht auf das Vorgehen der preußischen Behörden und das günstige Resultat der letzten Reichstags-Wahlen von einer formellen Organisation Abstand zu nehmen und die Parteileitung dem Central-Wahlcomtto m Camburg zu übertragen. Am Nachmittag kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Liebknecht und Hasselmann wegen der Haltung des social- demokratischen Organs „Vorwärts", bezw. der von Hasselmann rediglrren .Rothen Fahne"; Ersterer machte Hasselmann den Vorwurf, er provocire die Spaltung der Partei. Heute Nacht findet der Schluß des Congresses statt. Hesterreich. Wien, 29. Mai. Die Eroberung der Veste Ardahan durch die Rusten scheint im Abendlande allgemein unterschätzt worden zu sein. In der That handelt es sich hier um ein bedeutendes militärisches^EreigNlß welches in Konstantinopel sogar als entscheidend angesehen wird. So läßt sich wenigstens em Londoner türkenfreundliches Blatt, der „Daily Telegraph , aus Pera me en, mit beigefügter Bemerkung, daß der Fall von Ardahan sich ohne Zweifel als von großem Vortheil für die russischen Waffen erweisen werde, da d^e Rusten durch die Einnahme dieser Position ihre Fronte klären und ihre Plane aus Kars und Erzernm ausführen können. — Die Polit. Corresp." bestätigt in einem Telegramm aus Athen vom heutigen Tage, "daß in Folge der Demission des Cabinets Deligiorgrs der König Komnndnros ui sich berufen hat. Die Uebernahme der CabinetSbildung durch Letzteren wird für gewiß angesehen. zumal er sich der Unterstützung aller Oppositions-Parteien versichert habe. Sehr viel Wahrscheinlichkeit habe die Bildimg eines Coalitions Ministeriums. Gestern fanden vor dem Palais des Komg« und vor der Wohnung des Admirals Kanaris kriegerische Volks-Demonstra- Wien, 30. Mai. Das „Tageblatt" meldet ansBelgrad : Der Metropolit celebrirle gestern ein Hochamt, um den göttlichen schütz für tie russischen Waffe» anzurufen; der Fürst, die Fürstin, die Munster unb bet ^ecretät bes russischen Consnlats wohnten bemselben bei. Ehemalige serbische Freiwilligen- Osficiere sind znrückgekehrt, weil sie weder in die russische Armee, noch in die bulgarische Legion Aufnahme gesunden haben. — Die Quoten-Deputationen des österreichischen unb bes ungarischen Parlaments traten gestern zusammen unb beschlossen nberemstlmmenb, den modus procedendi vom Jahre 1867 beizubehalten. Irankreich. Paris 29 Mai. In einem Circular an die General -Procuratoren sagt Broglie, 'der Marschall^ Mac Mahon wolle mit Jnangurirung der neuen Linie seiner Politik der Verbreitung rabwalerm,t dem Frieden der Gesell schaf unb der Größe Frankreichs unverträglicher Theorien Einhalt ihum Brogue fordert die General-Procnratoren auf, ihre Wachsamkeit unb Entschlossenheit zu verboppeln den Gesetzen zum schütze der Moral, der Religion unb bes Eigen- thums^Achtung zu verschaffen, besonbers Knnbgebnngen zu Gunsten der Commune unb Beleidigungen des Staatsoberhauptes zu unterdrücke» "''d d,e Ber- breitimq falscher Nachrichte» zu verhindern, die darauf abzweckeii, die östc»t>'che Meinung »''verwirren, sowie das Land zu beuiiruhigen und glauben machen politisch Deutschland. zu wollen, es existire eine Partei in Frankreich, die verbrecherisch genug sei, den Krieg entfesseln zu wollen. Die Lüge unter jeder Form müsse bestraft werden. Paris, 28. Mai. Der ehemalige Jnspecteur im Finanz-Ministerium, Riant, ist zum Generaldirector der Posten ernannt. Paris, 29. Mai. Bezüglich der Mittheilunz der Psorte über Vei> Hängung des Belagerungs-Zustandes in Konstantinopel und die eventuelle Ausführung der damit zusammenhängenden Maßregeln gegen Fremde ist Seitens der Mächte eine Erklärung nicht erfolgt. Dieselben werden abwarten, roic die Psorte den Belagerungs-Zustand praktisch handhaben wird, und dem entsprechend ihre Entschließungen treffen. Paris, 29. Mai. Der bekannte General Ducrot, Ober-Commandant des 8. Armeecorps, hat folgenden Tagesbefehl erlassen: Der General-Commandant des 8. Armeecorps erinnert die Corpsführer an die strenge Beobachtuyg der von ihm früher gegebenen Befehle: es ist absolut verboten, Zeitungen oder politische Schriften, gleichviel von welcher Farbe sie sind, in die Casernen oder Quartiere des Armeecorps einzuführen. Sie müssen mit der größten Sorgfalt darüber wachen, daß dieser Befehl streng ausgeführt wird. Wenn in der Umgebung der Casernen sich Kaffee- oder Weinhäuser befinden, in welchen Zeitungen verkauft werden, so muß der Besuch derselben den Truppen verboten werden. Jedes Zuwiderhandeln gegen diesen Befehl wird streng bestraft werden. Im großen Hauptquartier zu Bourges, 12. Mai 1877. General Ducrot, Commandant des 8 Armeecorps. Aehnliche Tagesbefehle wurden voa anderen CorpScommandanten erlassen. In dem Ducrot'schen fällt jedoch auf, daß er den (einigen schon am 12., also vier Tage vor dem „16. Mal" erließ. Die Pariser Garnison bezieht noch fortwährend die Wachtposten im Feldzuganzuge. Wie das Gerücht geht, wurden auch Truppen in der Umgegend zusammengezogen und theilweise bei den Bewohnern einquartirt. An Ruhestörungen ist jedoch nicht zu denken. Kolkand. Haag, 29. Mai. Das Befinden der seit gestern erkrankten Königin war heute Nachmittag besorgnißerregend. Italien Rom, 29. Mai. In Folge einer Ankündigung, daß die italienische Regierung ihre Politik gegen die Kirche schärfer zuspitzen werde, schrieb der Papst vom 4. d. M. einen Brief an den König, worin er ihn beschwört, nicht weiterzugehen, und ihn ermahnt, daß dasselbe Unheil zuletzt zum Verderben der Monarchie umschlagen werde und daß er sich jedenfalls verpflichtet halte, seine Stimme laut gegen jedes Attentat zu erheben. Rußland. Petersburg, 28. Mai. Der „Regier.-Bote" veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas über die während des Krieges zu beobachtenden völkerrechtlichen Vorschriften. Danach sind die in Rußland sich aufhaltenden türkischen Unter- thanen berechtigt, unter dem Schutze der Gesetze ihr Gewerbe weiter zu treiben. Türkische Schiffe sind ermächtigt, nach der für die Vervollständigung ihrer Ladung erforderlichen Zeit aus den russischen Häsen frei auszulaufen. 'Die Unterthanen neutraler Staaten genießen die vollständigste Sicherheit ihres Lebens und Eigenthums. Die Kaperei ist verboten und die neutrale Flagge schützt vor allen Uebergriffen. Die feindlichen Maaren mit Ausnahme der Kriegscontrebande bleiben auch unter feindlicher Flagge unangefochten. Die Dlokade muß eine effective sein. Schifffahrt und Handel der neutralen Staaten aus der Donau sollen so frei als möglich fein. Die Militärbehörden haben die Bauten und Arbeiten, sowie das Personal der internationalen Donan-Com- mission zu schützen. Die Bestimmungen der Genfer Convention sind zu beobachten ; ebenso ist die Unverletzlichkeit des Abzeichens zu respectiren, das die Türken etwa an Stelle des Rothen Kreuzes annehmen werden. Ferner ist die Petersburger Declaration in Betreff dcö Nichtgebrauchs von Explosionsge- jchossen, sowie die Beschlüsse der Brüsseler Conferenz von 1874 zu beobachten. Petersburg, 30. Mai. Großfürst Wladimir ist gestern zur Donau- Armee abgereist. Demnächst begibt sich auch Prinz Sergei Maximilianowitsch in's Hauptquartier. Die Konstantinopeler Nachrichten Über die Wlederbesetzung Ardahans durch die Türken sind unwahr. Türkei. Konstantinopel, 29. Mai. Den Botschaftern der Großmächte wurde heute amtlich die Versicherung gegeben, daß durch den Belagerungs-Zustand die bestehenden Capitulationcn nicht berührt würden; wenn Maßregeln gegen fremde Unterthanen ergriffen werden sollten, so solle dies nur im Einverständniß mit den bez. Consulaten geschehen. Das Reglement, betr. den Belagerungs-Zustand, wird demnächst mitgetheilt. Der österreichische Botschafter, Graf Zichv. hatte heute Privat-Audienz beim Sultan. — In Bezug auf die angebliche Wieder- Einnabme von Ardahan ist außer der gemeldeten Depesche des Gouverneurs von Lazistan keine weitere Depesche eingegangen. Griechenland. Athen, 29. Mai. Der König dankte für die gestern Abend vor dem Schlosse stattgehabten patriotischen Kundgebungen sofort vom Schloß-Balcon ans. Er erklärte, die Zukunft und die Interessen des Vaterlandes seien seine eifrigste Sorge. — Die Neubildung des Cabinets ist noch nicht eingeleitet. — Auf Befehl der Regierung wurden mehrere Personen angehalten, welche mit Waffen die Grenze von Thessalien überschreiten wollten. — Der König forderte Komunduros zur Bildung eines neuen Cabinets auf. — Das .englische Panzer - Geschwader wird einige Zeit im Piräus stationiren. Der orientalische Krieg. Wien, 28. Mai. Die „Presse" meldet ans Kalafat: Gestern Abend um 8 Uhr bat die Kanonade Seitens der Rumänier gegen Widdin begonnen. Fürst Karl ist in den Batterien anwesend. Die Türken haben lebhaft erwidert. In Widdin ist Feuer ausgebrochen. Wien, 29. Mai. Dem „Tagebl." wird telegraphirt: Aus Turn- Severin : Angesichts der Bewegung russischer Truppen in der kleinen Walachei beabsichtigt die Türkei die Besetzung des serbischen Donau «Ufers und hat wegen des nöthigen Durchzugs durch serbisches Gebiet bereits Schrille gethan. Aus Konstantinopel: Hier wurde eine Verschwörung entdeckt, deren Zweck die Absetzung der Dynastie Osman war. Es haben zahlreiche Verhaftungen stattgefunden und wurde ein großes Waffen-Depot vorgefunden. Viele Jungtürken int) in Folge dieser Entdeckung geflohen. Petersburg, 30. Mai. Ein Telegramm des Oberbefehlshabers der Kaukasuö-Aimee vom 29. er. meldet: General Tergukaroff entdeckte am 26. drei befestigte türkische Lager bei Karakilissa und Alaschert, welche zusammen 12 Bataillone enthielten. Nach vorgenommener Recognoscirung zeigten sich mehrere Trupps Kurden, welche durch Kosaken zerstreut wurden. Auf russischer Seite wurden 2 Mann getödtet und 2 verwundet. Am 25. hatte die Kosaken-Division des Generalmajors Loris-Melikoff bei Mabardschich ein erfolgreiches Scharmützel mit den aus Kars herausgetretenen Türken. Dank dem Uebergewicht ihrer Waffen betrug der Verlust der Russen nur 1 Todten und 6 Verwundete; die Türken hinterließen 40 Todte auf dem Kampfplatze. — Telegramme von der Donau - Armee constatiren die durch Regengüsse hervorgerufenen Ueber- schwemmungen. Turn-Severin, 30. Mai. Auf Befehl Osman Paschas ist die Donau bei Adakaleh neuerdings gesperrt. Drsowa, 30. Mai. Hier internirt gewesene serbische Freiwillige, 120 an der Zahl, sind durch Honved-Soldaten an das jenseitige serbische Ufer befördert worden. Konstantinopel, 30. Mai. Seitens der Regierung wird zugegeben, daß die Wiedereinnahme von Ardahan nicht osficiell bestätigt ist. Emer Meldung aus- Sukhum Kale zufolge hätten die Türken den befestigten Platz Zill eingenommen, nachdem die russische Besatzung sich zurückgezogen habe. Landwirthschaftliches. Erhaltungsfütterung volljähriger Thiere. Von Dr. Emil Wolff. (Aus „bie rationelle Fütterung der landwirthscbaftltchen Thiere", Berlin, Verlag von Wiegandt, Hempel u. Parey.) Um für die rationelle Fütterung, zunächst der Wiederkäuer, die nölhige Grundlage zu schaffen, war es wichtig, das Minimum an Nährstoff zu ermitteln, welches volljährige Thiere bet völliger Ruhe im Stall- za ihrer Erhaltung in einem mittleren Ernährungszustände als tägliches Futter bedürfen. Zu derartigen Versuchen waren Ockfen besonders geeignet, also Thiere, deren tägliche Produktion von Haaren oder sonstigen Körpertheilen und Sekreten nicht wesentliche Mengen von Nährstoff in Anspruch nehmen und daher den Bedarf an letzterem zur Erhaltung der normalen Zersetzungsvorgänge im thierischen Stoffwechsel hinreichend scharf erkennen lassen. Zu den zahlreichen in dieser Richtung angeftellten Versuchen, welche wir der Thätigkeit der Versuchsstation Weende verdanken, dienten 4 bis 6 Jahre alte Schnittochsen des mitteldeutschen Höhen- schlages aus der Göttinger Gegend, und es wurde neben der Verdaulichkeit des Futters auch,der Eiweitzuutsutz im Körper der Thiere konttolirt, während der etwaige Feltum- satz ohne Aiiwendung des Respirationsapparates nicht genau festgestellt werden konnte. Man beobachtete, daß die Thiere in ihrem ganzen Aussehen und Verhalten unverändert blieben und auch das Körpergewicht in allen Versuchen längere Zeit hindurch keine irgendwie wesentlicke Verminderung erlitt, wenn sie auf 1000 Pfd. Lebendgewicht eine von den folgenden Tagesrationen verzehrten: 1. 19,5 Pfd. Kleeheu. 2. 3,7 „ „ ; 13,0 Pfd. Haferstroh u. 0,6 Pfd. Rapskuchen. 3. 2,6 „ „ ; 14,2 „ „ „ 0,5 „ 4 3,8 „ „ ; 13,3 „ Roggenstroh „ 0,6 „ „ 5. 25,6 „ Runkeln; 12,6 „ Haferstroh „ 1,0 „ „ Hierbei betrug die Menge der täglich verbrauchten und resorbirten Eiweitzfub- stanz, wiederum auf 1000 Pfd. Lebendgewicht der Thiere berechnet, 0,41 bis 0,84, im Mittel 0,57 Pfd., die Menge der stickstofffreien Nährstoffe 7,04 bis 7,77, im Mittel 7,4 Pfd., das Nährstoffverhältniß also 1 : 13. Außerdem ergab sich, daß bei einer Stalltemperatur von 13,2 bis 16,3» R. eher ein kleiner Fleischansatz als ein Verlust von Körperfleisch stattgefunden, jedenfalls aber das Futter zur Eihaltung der vorhandenen Fleischmasse völlig ausgereicht hatte. Nur in einem der Versuche und zwar gerade bei einem Futter, aus welchem die größte Menge von Nährstoff (0,84 + 7,64 = 8,49 Pfd.) verdaut wurde, zeigte sich ein geringer Fleischverlust. Vermuthlich steht dies damit im Zusammenhänge, daß bei diesem Versuche die mittlere Stalltemperatur eine beträchtlich niedrigere war (nämlich nur 8,3" R.), als in den übrigen 93erluden ; es mußte dadurch ein vermehrter Respirationsoerbrauch bewirkt fein. Zu erwähnen ist noch, daß in obigen Futterrationen durchschnittlich ungefähr 0,05 Pfv. Phosphorsäure, 0,1 Pfd. Kalk und 0,2 Pfv. Alkalien enthalten waren; diese Mengen von mineralischen Nährstoffen müssen dem Bedarf eines volljährigen Ochsen im Beharrungszu stände reichlich genügen. Das täglich aufgenommene Wasserquantum betrug pro 1000 Pfd. Lebendgewicht 52 bis 64, im Mittel 55 Pfd. Ob in den angedeuteten Versuchen, wie die Fleischmasse, so auch die Fettmasse des Thierköipers im Wesentlichen unverändert blieb, darüber konnte kein bestimmter Nachweis geliefert werden; es war dieses nach dem ganzen Aussehen und Verhalten der Thiere nur als wahrschcinstch anzunehmen. Mit Rücksicht jedoch auf die Resultate weiterer, in Weende uusgesührter Versuche, wie auch mit Rücksicht auf den Umstand, daß bei den Versuchen, in welchen durchaus kein Verlust von Körperfleisck itattranb, die Temperatur der Stallluft für die Wtnterzeit eine ziemlick hohe war (13,2 bis 16,3" R , glaube ich, daß die direkt gefundenen Mittelzahlen, um jedenfalls dem Minimum des Nährstoffbedarfs volljähriger ruhender Ochsen zu genügen, noch etwas zu erhöhen sein möchten, nämlich für die Eiweißsubstanz auf 0,7 Pfd. und für die stickstofffreien Nährstoffe (verdauliche Kohlehydrate) auf 8,4 Pfd., zusammen 9,1 Pfd. Das Nahrstoffoer- hällutß ist dann = 1:12 und die Gcsammtmenge der organischen Substanz im täglichen Futter muß hierbei etwa 17,5 Pfd. betragen, durch welche Zahl angedeutet wird, daß man das betreffende Futter am einfachsten und lohnendsten durch Verabreichung von Stroh der Sommerhalmfiüchte als Hauplfutter herstellt, unter Beigabe von etwas Heu ober geringer Mengen eines stickstoffreichen Futtermittels, mit oder ohne Einschttiß von Wurzelwerk Die Menge des verdaulichen Fettes kommt bei dem bloßen Bc- harrungsfutter der Ochsen nicht sehr in Betracht; in den angegebenen Rationen be- reebnet sich dieselbe etwa auf 0,15 bis 0,2o Pfd. Mit diesen Zahlen stimmen auck einige der Praxi- entnommene Beobachtungen überein; man hat z. B. auf den Domänen a. zu Weende und b. zu Greene die volljährigen Ochsen pro Tag und 1000 Pfd. Lebendgewicht während der Wintermonate ges füttert 9 Sommerhalmstroh, 7,1 Espartteheu, ferner 0,4 Bohnenschrot und 0,4 Pfd. Rapskuchen; b. 16,3 Gersteftroh, 0,4 Grummet, 2,0 Kleeheu, 1,3 Erbsenstroh und 2,9 Pfd. Mengkornschrot (Gerste und Hafer). Das tägliche Futter enthielt, nach Durchschnittsanalysen berechnet, an Nährstoffen a. 1,0 + 7,8 — 8,8 und b. 0,7 + 8,8 — 9,5 Pfd., und bewies sich schon als ein mäßiges Produktionsfutter. Die Thiere nämlich zu Weende nahmen im Laufe des Winters pro Stück (etwa 1400 Pfd. Lebendgewicht) um 70 bis 80 Pfd- an Gewicht zu und in Greene konnten die Ochsen täglich eine leichte Arbeit (1 dis 2 Jauch mfuhren) verrichten, ohne daß dadurch und bei der eingehaltenen FÜtterungswetfe der Ernährungszustand anscheinend verschlechtert wurde. Aus den im ersten Theile dieser Ausarbeitung erörterten allgemeinen Gesetzen der tbierischen Ernährung ergiebt sich, daß der ganze Zustand und daß vorhandene Lebendgewicht eines ausgewachsenen Thieres fast unverändert bleibt, eher sogar etwas zurückgeht, wenn man bei gleichem Gesamrntquantum an Nährstoff, wie es in dem diesem Zustand entsprechenden Normalfutter enthalten ist, die Menge der Eiweißsub- stanz bedeutend steigert- Wenn man z. B- im Beharrungsfutter der Ochsen (0,7 4- 8,4 = 9,1) das Eiweiß von 0,7 bis auf 1,5 Pfd. vermehrt, die Kohlehydrate aber von 8,4 auf 7,6 Pfd- vermindert, so hat dies nur eine um so größere Zerstörung von Eiweiß Brautgeschenke. Originalzeichnung von Arthur Lumley. — Eine Bierhalle in New-Dork. $0111111 Zeichnung von P. R- Braun. Verlag von Wiesbaden, 30. Mai. (Fruchtmarkt.) Weizen —, Korn —, Hafer 100 Kilo der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3 Uhr Nachmittags die, Wiesbaden, 30. Mai. (Fruchtmarkt.) Weizen —, Korn Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Nürnberg überbringt 104 Passagiere und volle Ladung. 118—20.60 X, Stroh 100 Kilo 7—9 x, Heu 100 Kilo 6—7.60 X Strecke n. 55 — Planirarbeit, veranschl. zu 606 X 500 — 60 2559 (3053 675 — (3036 54 — 7) Herstellung eines neuen Friedhofs. $ X stehende Arbeiten durch Versteigerung X 32 15 85 Schäfer 3050) 10 — KM 57 106 60 32 48 52 Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. (3037 Müller. (3027 3017) 6g. Wilh. Weidig. 170 — 30 50 462 13 745 — 1089 — 240 — 112 50 115 1838 ^gegeben, iner Mel- m Zili berücksichtigt werden. Gießen, am 16. Mai 1877. a. Planirarbeit, Voranschlag b. Maurerarbeit, „ c. Schlosserarbeit, „ d. Wetßbinderarbeit, „ Maurerarbeit, „ ,, Chaussirarbeit, „ , Steinlteferung, Fahren u. Aufsetzen derselben, oerveranschlagt zu 70 50 611 — llige, 120 ■ User be- Anfang der Versteigerung Morgens 8 Uhr. Albach, am 30. Mai 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Arbeitsverfteigkrung Donnerstag den 7. Juni l. I., I. A.: K. Scho n I. A.: K. Schön. 2987) buderr der Materialien Oeffentlicke Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß des Großherzoglichen Landgerichtsactuar Borngesser zu Gießen sind, da die Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden ist, binnen vier Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei Ordnung des Nachlasses nicht C. W. Dietz in Gießen. Soutbampton, 29. Mai. Das Postdampfschiff Rhein, Capt. H. C. Franke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 19. Mai von Newport abgegangen war, ist beule 12 Uhr Mittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 2 Uhr Nachmittags die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Rhein überbringt 294 Passagiere und volle Ladung. Southampton, 29. Mai. Das Postdampfschiff Nürnberg, Capt. A. Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. Mai von Baltimore abgegangen war, ist beute 12 Uhr Mittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung 1) Anfertigung einer neuen Feuerleiter und Reparatur zweier alten, Voranschlag 2) a. An dem alten Weiher die Mauer abzubrechen und die Steine aufzusetzen, Voranschl. b. Den Weiher mit Sammelsteinen vollständig auszufüllen und gut auszukeilen, Voranschlag c. einen Raffelkanal aus dem Weiher herzustellen, Voranschlag noch nicht bekannt 3) a. Plasterarbeit an verschiede-- nen Stellen im Ort, theils neu, theils umzupflastern, Voranschlag b. Chaussirarbeit das., Voranschl. 4) Allgem. Unterhaltungsarbeiten. a. Klopfen von 50 Cbm. Steine zu schlagen und einzudecken, Voranschlag Die Versteigerung beginnt an der Bergheimer Gemarkung. Dorfgtll, den 28. Mai 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorfgill. 25 4 20 „ 50 „ Berlin-Covlenzer Eisenbahn. Die Herstellung von 13 Stück massiven Bahmvärter- Strecke Wetzlar-Lollar incl Lieferung der dazu erforderlichen soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Accord gegeben werden, als: Dachdeckerarbeit an der Kirche, veranschlagt zu Maurerarbeit (Durchlaß) am Vicinalweg nach Burkhardsfelden, veranschlagt zu Chaussirarbeit an der Ortsstraße, veranschlagt zu Steinlteferung und Aufsetzen, veranschlagt zu Oppenrod, den 29. Mai 1877. ; üethan. iM bie W Hatt: “Wen zur Folge, es wird kaum irgend etwas davon zum Ansatz gelangen. Man muß sich überhaupt hüten, bei der Erhaltungsfütterung der Thiere zu enge Nährstoffverhältntsse eintreten zu lassen; es wird dadurch das Futter gewöhnlich kostspieliger und die Stoffzerlegung im Thierkörper unnöthig erhöht. Noch weniger freilich ist eine günstige Wirkung zu erwarten, wenn man die Menge der Kohlehydrate steigert, die des Eiweißes dagegen um ebenso viel vermindert. Aber auch bet unverändertem Gehalt des Futters an Kohlehydraten wird durch einseitige Steigerung des Eiweißes nicht viel erreicht, meistens nur wenig von dem im Ueberschuß verabreichten Eiweiß als Körperfleisch angesetzt; ebenso kann die einseitige Steigerung der Kohlehydrate nicht wesentlich zur Vermehrung her Körpermasse beitragen, weil es alsdann an dem hierzu nöthigen Ei- wetßmaterial fehlt. Man muß vielmehr, wenn man von der Erhaltungs- zu einer Pro duklionsfütterung übergehen will, gleichzeitig die Kohlehydrate sowohl, als die Eiweiß- fubstanz vermehren, ober wiederum nicht in gleichem Verbältniß, sondern, wie wir sehen werden, in verschiedener Weise, entsprechend dem jedesmaligen Zweck der bloßen Erhaltungsfütterung, stets der gerade vorhandene Ernährungszustand des Thieres zu berücksichtigen. Ist das letztere reich an Fleisch, aber arm an Fett, dann ist im Futter ein etwas weiteres Nährstoffoerhältniß erforderlich, um noch mehr Eiweiß zum Ansatz zu bringen, während im ungekehrten Falle, bei Fettreichthum und Flcischarmuth ein etwas engeres Nährstoffoerhältniß für einen möglichst raschen und vorthrilhaften Fleisch- ansatz günstiger wirkt. Dagegen wird das aus dem aufgenommenen und resorbirten Futtereiweiß sich abspaltende Fett in einem verhältnißmäßig fettarmen und fleischreichen Körper leichter zurückgehalten und angesetzt, als in einem schon fettreichen Körper. Für die Fettproduktion sind daher oft engere Nährstoffverhältntsse von sehr gutem Erfolge, auch wenn dabei das Eiweiß als solches gar nicht zum Ansatz gelangt. Diese Thatsachen und Erörterungen lassen erkennen, ,daß die Fütterungsnormen und die darin angedeuteten Nährstoffverhältniffe für die betreffenden Fütterungszwecke keineswegs als ganz feststehend betrachtet werden können, nicht unter allen Umständen eine gleiche Wiikung ausüben; sie sind vielmehr nur im Durchschnitt der besonders Häufig vorkommenden Fälle zutreffend, im Einzelnen beobachtet man oft größere ober geringere Abweichungen, wie es bezüglich aller bei Futterberechnungen benutzten Mittel- zahlen^der^FaU^ist - Sehiffsberlcht, Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oppermann. ze Grund- dches voll- lleren Er- rtn Ochsen sonstigen prud) mH- Hungsvor- zahlreichen uchöstation hen Höhendes Futters ge Feitum- :ben konnte. Halten un- eil hindurch !bensgcwicht Stürmisches Wetter. Zeichen für ein Wrack. Kerfteigerungen. Arbeits-Versteigerung Handel und Verkehr. Frankfurt, 30. Mai. Der heutige Heu-u. Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner x 4—6.20, Stroh per Gentner X 3.50 bis 4.20. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qualität X 1.30, -2. Qual. X 120, im Kleinhandel 1 Qual. X 1.50—60, 2. Qual. X 1.40. Gier, gewöhnliche, das Hundert X 4.20—40, italienische X 5 50. Spargel das Pfd. 50-60 Kartoffeln 100 Kilogramm 8—8.50 X Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 30—32 X, ganze Erbsen 24 bis 28 x.; Bohnen, weiße 22—26 X; Linsen 36—40 X Ochsenfleisch per Plund 70 H, Rindfleisch 55—60 H, Schweinefleisch 75—80 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 47—63 H. Gemälde von M. Poirson. — Aufgelesen. Zeichnung von A. Laby. — Chioggiotin- nen. Zeichnung von A. Marie. — Der Marktplatz in Ehioggia. — Der Eisvogel oder Königsfischer. Zeichnung von Robert Kretschmer. — Mönchsindustrie zu Maglis; Bulgarischer Dreschschlitten am Ogost. Aus „Donau-Bulgarien" von F. Kanitz. 2. Band. (Verlag von H. Fries in Leipzig.) — Aus unserer humoristischen Mappe. Sechs Bilder. Arbeitsversteigerung. Montag den 4. Juni I. I., Vormittags 10 Uhr, sollen die zur Erbauung des Vicinalwegs von Dorfgill nach Holzheim, innerhalb der Gemarkungen Dorfgill und Bergheim, nachstehende Arbeiten durch Versteigerung an Qrt und Stelle in Accord gegeben werden : Literarisches. Soeben geht uns das 14. Heft der „Jllustrirten Welt" (Stuttgart, V-?rlau von Eduard Hallberger) zu, das bei seinem Überaus billigen Preis von nur 35 wieder einen sehr reichen, interessanten Inhalt hat,.wie die nachstehende Inhaltsangabe ersehen läßt: Text: Der Weg zum GHck- Roman von Miß Braddon. Bearbeitet von E. M. Vacano. — Brautgeschenke. — Rheinfrauen Geisterbann ober die Reise nach Köln. Von Hermann Jahn. — Eine Bierhalle in New-Aork. — Das Testament her ersten Frau. Erzählung von E- Westhoff. — Sinnsprüche. — Deutsche Soldatengeschichten. 2. Nach der Schlacht bei Wörth am Abend des 6. August 1870. — Ein Mord im Walde von Haina. Nach einer wahren Begebenheit erzählt von Theodor Griesinger- — Stürmisches Wetter. — Bilder aus Ehioggia. — Eisvogel- Von Paul Röper. — Bulgarische Bilder. — Aus Natur u. Leben: Ein alltägliches Gespräch. — Humoristische Blätter: Anekdoten und Witze. — Aus allen Gebieten: Hauswirthschaft; Landwirthschaft; Erfindungen. — Nachruf: Ernst Julius Otto. — Historische Gedenktage. — Bilderräthsel. — Eharade. — Kleine Korrespondenz. — Anfragen und Antworten. — Anzeigen aller Art. —Zeitchronik auf dem Umschlag : Mannigfaltiges; Verbrechen; Unglücksfälle; Bunte Blätter; Notizen; Statistisches. Illustrationen: Der Weg zum Glück. „Dieß Taschentuch fand man vor acht Zu diesem Zwecke ist Termin im diesigen Abtheilungsbureau auf Montag den 11 Juni er., Vormittags 11 Uhr, anberaumt, woselbst die bis dahin eingegangenen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten geöffnet werden. — Zeichnungen und Bedingungen können Hierselbst eingesehen, letztere auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Dic Offerte darf sich nur auf die Gesammt-Aussührung beziehen. Wetzlar, den 25. Mai 1877. Der Abtheilungs-Baumeister: Kluge. Toilette-, Bade-, Ienster- n nd Pferdeschwämme in größter Auswahl empfiehlt 2950) Emil Fischbach. Tagen auf der Telegraphenstation zu Ostende!" Eine Ueberraschung. b. 50 Cbm. zu messen, Voranschl. 10 — c. Dieselben anzufahren, Vor- Flüssigen Leim zum Anfetzen von Leimfarben empfiehlt bers 26. drei inieii 12 mehrere Seite Division Minützel ify ihrer Mt; bte r toi Ixt « Utitr. Jeilgevotenes. Neue Matjes-Häringe empfiehlt (2949) Emil Fischbach. anschlag d. Aufräumen von Gräben, ä Klftr. 3 4, 5) Die zur Erbauung eines neuen Leiternhauses erfordert. Maurer-, Zimmer- und Dachdeckerarbeiten, Voranschlag circa 6) Herstellung des Vicinalwegs nach Hattenrod. a. Planirarbeit, Voranschlag b. Chaussirarbeit, „ c. 270 Mir. Steine auf die Baustelle zu liefern, Voranschlag d. Maurerarbeit eines Durchlasses, Voranschlag Nordhausen-Wetzlar. Abtheilung I. Samstag den 2. Juni, Vormittags 'All Uhr, werden in der Neustadt am Metzger'fchen Hause Herde, Oefen, Kessel, ein Pumpenstock, eine Partie Fenster, worunter solche mit Vorftehläden, und eine große Partie altes Bauholz, öffentlich gegen gleich haare Zahlung versteigert. 3045) Ph. Grösser. Donnerstag den 7. Juni I. I. sollen auf unterzeichneter Bürgermeisterei folgende Arbeiten an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden: WW' Ä W , im Mtcl tz bei einer ein Verlust llg ber oor- ,e und M 0,84 + 7.64 Mich steht ^leaipelatur i Seriudien; u erwähnen . Phosphor- oon niineta- eharrungszu- betrug pro bie n beftimmUr inb SerNf1 M N°nnbh' ünlmum b ’ erhöhen sein freien diahl" ftährstostoer' a tm tSs- ebeutet W,rb' >erabreichu»S e von etw° ne WM l bloß-n B- Nntionen «ne J'L gt> net, !tl{ ss Ci Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nach- - - - - tn Montag den 4. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden im House der Frau Fritz Fürst Wtttwe in ber Neustadt dahier ein im besten Zustand befindliches Billard mit allem Zugehör, angefcrttgt von Dorfelder in Mainz, und ein Pissoir öffentlich gegen Baarzahlung versteigert- Gießen, den 30. Mat 1877. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Bauholz Versteigerung Montag den 18., Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. Juni 1877, von Vormittags 8 Uhr an, sollen in der Oberförfterei Rabenau, Districte Rabenkopf, Steinberg (Abth. 1, 3 u. 5), Sitten» brunnen und Holzapfeltrusch: 2580 Stämme Lärchen-, Fichten - und Kiefern - Stammholz mit 1132 Festmeter kubischen Inhalt an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Montag den 18. Juni im District Altenbrun- nen, Dienstag den 19. Juni im District Steinberg (Abth. 5) an der von Odenhausen nach Rüddingshausen führenden Chaussee, Mittwoch den 20. Juni im District Holzapfeltrusch. Sämmtliches Holz lagert an sehr guten Abfuhrwegen in der Nähe von der nach Gießen, Marburg und Grünberg führenden Staatsstraße. * Keffelbach, am 30. Mai 1877. Die Freiherrlich von Nabenau'sche Obersörsterei Rabenau. 3052j Hoppe. 3041) Amerikanische Rasenmäher, Heu- und Dungaabeln, bei Emil Pistoi». 3044) Einige Hundert Fuder Strohseile zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.______________________________________ Backsteine billigst zu verkaufen. 3028) Ehr. Petri V. 3046) Ein HauS, mitten in der Stadt gelegen, worin schon längere Zeit eine Restauration betrieben worden, und welches fick sehr gut zu einer Weinhandlung oder einem Liqueurgeschäft eignet, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufe^ Nahe- res bet__I. Blitz. 2763) Ein einstöckiges Wohnhaus ist auf den Abbruch zu verkaufen- Näheres bei __F- Jutzi- Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paket, ausreichend für 500 Liter Milch, a 50 Pfg. zu haben bei 353) C. F. Semmler. Marinirte Häringe empfiehlt (3018) Gg» Wilh. Weidtg. " Universal" 1 Waschmittel HENKEL&C2 k Aachen: a Volliiändiqer Ersatz für Seife. — Bedeutende ^x- sparnin an Zeit und Kosten. — Die Wüsche wird ohne Bleiche blendend weip und vollkommen geruchlos. — Reinigung der Gardinen und p^yen echne Reibung. Gänzliche Unschädlichkeit für die Wäsche garantirt. Hkroben ju genügenden Hlersuchen gratis und franco. — Depots zu errichten gesucht. ___________________________(2920^ la. Portland-Cemeut a JL 10.50 pro Tonne, empfiehlt 3047) Ioh. Fischer, Alicenstraße. 3032) Kornstroh zu vei kaufen bet Karl Sack, Metzger. fließcner Loncert-Verein. Sechstes u. alleiniges Concerl im Sommerhalbjahr Mittwoch den 6. Juni, Wachin. 5 Uhr, in der Stadtkirche, unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäts-Musikdirectors lerrn Adolf Felchner, unter gefälliger Mitwirkung des akademischen Gesangvereins, Mitgliedern des Sängerkranzes und des durch auswärtige Kräfte auf circa 60 Stimmen verstärkten Orchesters. „DER ELIAS“, ein Oratorium nach "Worten des alten Testaments für Soli, Chor, Orchester und Orgel; componirt von Felix Mendelssohn- Bartholdy, Steppöedien zu sänger aus Mainz 3001) XXXXXXXXXXXX *1* xxxxxxxxxxx S Wegen bevorstehenden Um;ngs gewähre ich «thtttott TXT5* sirxrrvrräF.Ti An mnrrttrfni 111 , um mit xx Wegen vevorfleyenven Umzugs gewayre lly, um um E 5 meinen Waarenvorräthen möglichst zu räumen, <*» S bei Einkäufen gegen Baar 10% Rabatt. $$ 5 Bicin Lager in Kinderspielsachen beabsichtige ich zg ganz zu räumen und verkaufe solche aus's Billigste. 3054) xxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxxxx GieHen 3040) Local in der Stadt fassei (3007 Rheinischer Meister-Hazar. Vermischte Anzeigen. 3043) Ein braves Dienstmädchen sucht zum baldigen Eintritt Frau Fresen ius, Reichensandbahnhossstr. WilJu Kaiser am Lindenplatz. Schneider finden Arbeit bei H. M. Jughardt Gesohäfls - Verlegung. Bon heute an bcsindct sich mein G-eschäfts- F„r die vielen Beweise inniger »nd Herzlicker Tkeilnahnie an dem schweren Nerlust, welcher uns durch das plötzliche Ableben unseres geliebten hoffnungsreichen Söhnchens und Enkelchens Eugen Burger so hart getroffen hat, ragen wir — zugleich tut Namen unserer Familie — unseren tief* gefnhltesten Dank! und bitten Alle, uns, in liebevoller Würdigung unseres namenlosen Schmerzes, die persönliche Danksagung zu erlassen. Gießen, am 31. Mai 1877. 3049) Burger. Henning. Geschäfts - Empfehlung. 3010) Einem verehelichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich ^unter dem Heutigen in dem Hause dcs Herrn Georg Möhl, Reichensandstcaße, ein Specerci-, Kurzwaaren- und Flaschenbier - Geschäft ert fettet habe. Es wirb mein etfrtgfU-3 Bestreben sein, meine flcebihn Kunden stets zufrieden zu stellen und sehe ich trehhalb zahlreichem Zuspruch entgea>n. Achtungsvoll Gtesten, den 30. Mai 1877. E. Hainbach. Turnverein. 3031) Die Mitglieder (insbesondere die jüngeren) werden ersucht, das Riegen-Turnen (Dienstag und Freitag) regelmäßig besuchen Der Turn wart. in guter Qualität empfiehlt sehr billigen Preisen JF. Jfolberff. Kirchenplah. Die Soli werden gesungen von: Fräulein Marie Breidens te in, sächsischer Kammersängerin aus Erfurt [Sopran]; Frau Mathilde Weiffenbach aus Giessen [Alt]; Herrn Augustin Ruff, Concert- sänger aus Mainz [Tenor]; Herrn Eugen Gura, Herzogi. sächs. Kammersänger aus Hamburg [Bass]. — Orgel: Herr Capeilmeister Lux aus Mainz. _______________ Nummerirte Plätze im Schifte der Kirche und auf der Orgel ä 3