«ndes ilee n Jwlti. 8 Ui»r, CARL.“ Saales bis zum iisschiiss. März, US • (1114 mrienvögeln. cng. ergebene Mitlheilung, ausgetreten bin. Ich i jeder Art, und wirb r auizusühren. 75. Werkstatt: Walls lunySvill Schäfer. ei, iL als: ner und Mer I chnung. SämA-I MuG Profit 34a, nach- rmit p * Vater B. fi. \ 11 j«a, 9*. Ks, ü« Donnerstag, den 1. März 1877. AMP- mIi Jliiitälitott für den Kleis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Jsteil. Bekanntmachung. Die diesjährige erste Definitorialprüfung der Schulamts-Aspiranten und Schulamts-Aspirantinnen wird D^ontag den 23. 2lpttl !♦ I., Vormittags 8 Uhr, in dem Gebäude der Mittelschule für Knaben dahier beginnen. Unter Hinweis auf § 27 der Verordnung vom 10. Januar 1876, betreffend: „Die Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen", werden diejenigen Schulamts-Aspiranten und Schulamts-Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgesordert, ihre an die unterzeichnete Ministerialabtheilung zu richtenden Gesuche nebst den erforderlichen Anlagen bis spätestens den 24. März d. I. bei der betreffenden Kreis-Schulcommission einzureichen, welche die Gesuche weiter befördern wird. Die Großherzoglichen Kreis-Schulcommissionen und die Ortsschulvorstände wollen die SchulamtS-Aspiranten und Schulamts-Aspirantrnnen von dieser Bekanntmachung in geeigneter Weise in Kenntniß setzen. Darmstadt, den 15. Februar 1877. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten. Knorr. ________________________.________________________________________________Küchler. Bekanntmachung. Die in unserer Bekanntmachung vom 20. September v. I. — Anzeiger Nr. 221 — für die Gemarkungen Weitersbain, Rüddingshausen, Londorf, Kesselbach, Odenhausen, Geilshausen, Lumda, Beltershain und Stangenrod angeordnete Hundesperre heben wir hiermit wieder auf. Gießen, am 26. Februar 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. ________ A o tit i sch Feutschlanb. Darmstadt, 26. Februar. Die Damm- und Strombauten des Rheins haben derart gelitten, daß der für laufende Unterhaltung im Staatsbudget vorgesehene Betrag zur Wiederherstellung und weiter erforderlichen Schutzarbeiten nicht außreichen wird und deshalb die Regierung in der Lage sein dürfte, den Ständen die Bewilligung eines Nachtrag-Credits für fragliche Zwecke anzusinnen. Darmstadt, 27. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aus Anlaß dcs am 1 März d. Js. eintretenden Vollzugs der Stadterweiterung von Mainz mittelst allerhöchster Entschließung vom 13. d. Mts.: dem Bürgermeister der Provinzialhauptstadt Mainz, Karl Wallciu, den Charakter als Oberbürgermeister, dem Stadtverordneten daselbst, Stephan Karl Michel, den Charakter als Commerzienrath, sowie ferner dem Stadtbaumeister der Pro- vinziaihauplstaN Mainz, Eduard Krcyß'g, und dem Stadtverordneten daselbst, Dezirksgerichisrath Dr. Karl Jung, das Ritterkreuz erster Klaffe des Philipps- Ordens al'ergnädigst zu verleihen gerubt. Friedberg, 25. Februar. In der von dem „liberalen Wahlverein für den zweiten obeihessischen Reichstags-Wahlkreis" einberufenen Versammlung, welche am 22. d. Mts. unter Leitung des Herrn Landtags-Abgeordneten Kar! Scriba in dcm Steil häuser'schen Garten-Saale hier stattsand, wurden die Satzungen des Vereins, vorbehaltlich der Genehmigung der Generalversammlung, beraihen und vereinbart. Nach § 1 der Satzungen hat der Verein den Zweck, „auf die Wahlen des Kreises hinsichtlich der Reichs- und Landes-Ange- legenheittn durch Wort und Schrift aufklärend und belehrend in freiheitlichem Emne zu wirken und alle reichs- und staatsfeindlichen Bestrebungen zu bekämpfen." Für die Geschäftsführung des Vereins wurde ein vorläufiger Vorstand, bestehend aus den Herren Karl Scriba, Advocat Seyd und Karl Trapp, gewählt und demselben das Recht zugestanden, sich durch Zuziehung geeigneter Kräfte zu ergänzen. Die wichtigste Aufgabe ist zunächst, an jedem Orte des Wahlkreises möglichst viele Mitglieder für den Verein zu gewinnen und dadurch einen festen Zusammenschluß aller Liberalen zu erreichen. Geringster Mitgliederbeitrag sind 10 Pfge. monatlich. Mögen an jedem Orte die Freunde der guten Sache zusammentreten, damit der „liberale Wahlverein für den zweiten oberhessischen Reichstags-Wahlkreis" schon in Kurzem kräftig und genügend mit Mitteln versehen dafieht und zur Berufung der Generalversammlung, welcher u. A. die endgültige Wahl des Vorstandes obliegt, geschritten werden kann. Berlin, 26. Februar. Das Abgeordnetenhaus erledigte in seiner heutigen Sitzung zunächst kleinere Vorlagen und trat sodann in die zweite Be- rathung ces Gesetz-Entwurfs betreffs Uebernahme der Zinsgarantie für eine Priorität Anleihe der Berlin-Dresdener Eisenbahn ein. Zu § 1 wurde von Hammachcr der Zusatz beantragt: zur Perfektion des Vertrages mit der Berlin- Dresdener Bahn ist bei Fortdauer des Widerspruches der sächsischen Regierung die zustimmende Entscheidung des Bundesrathes gemäß § 76 der Reichsver- saffung erforderlich. Für den Gesetz-Entwurf ergriffen außer Hammacher noch v. Zedlitz und Wehrenpfennig das Wort. Gegen denselben wendete sich Virchow, der überhaupt jeglichen Schritt zur Verwirklichung der Reichseisenbahn-Jdee bekämpfte. In Entgegnung auf Virchow's Ausführungen erklärte der Handelsminister : die Regierung lasse sich in ihrer einmal eingeleiteten Eisenbahn-Politik nicht beirren. Folge man dem Vorschläge, das Endstück der Bahn nach Dres- er H t) e i L den hin im Betriebe der sächsischen Regierung zu lasten, so werde dadurch den Privatbahnen eine viel schädlichere Concurrenz gemacht, als wenn Preußen die ganze Linie übernehme. Der Standpunkt der Regierung sei der, daß dieses Unternehmen (die Berlin-Dresdener Bahn), welches vertragsmäßig einheitlich begonnen sei, auch einheitlich bleiben solle. Die Regierung wolle die Rechte hinsichtlich der Tarif- uüd Zugbetrieb-Feststellung, welche sie im Jahre 1872 für die fragliche Linie erlangt habe, jetzt nicht aufgeben. Auck bei einem Wechsel in der Person des Concessionärs dürfe man die Rechte der preußischen Regierung nicht einfach als beseitigt ansehen. Der ehrlichste Weg, den Streit zwi- scheu Preußen und Sachsen zu lösen, sei der, von dem durch die Reichsver- faffung gebotenen Rechtsmittel Gebrauch zu machen, also den Bundesrath entscheiden zu lasten; dieser Entscheidung werde sich die preußische Regierung bedingungslos unterwerfen. Das Haus möge der Regierung folgen und nicht von dem einmal eingeschlagenen Wege abweichen. Hierauf bemerkte der Fiuanz- minister, was das Vertrauen der Actionäre zur Verwaltung der Berlin-Dresdener Eisenbahn anlange, so gewähre die bevorstehende Generalversammlung denselben das Recht, den Vertrag abzulehnen. Der preußischen Regierung habe nur die Pflicht obgelegen, in dieser Sache zur rechten Zeit das Richtige zu thun, und dies Hobe sie gethan. Nachdem hierauf die Debatte über § 1 geschlossen war, wies Minister Camphausen gegenüber Aeußerungen des Referenten, Abg. Berger, die Ansicht zurück, daß er 1873 für Erhöhung der Eisenbahn-Tarife eingetreten sei, und erklärte ferner dos Gerücht, daß zwei Minister aus der Vorlage eine Cabinets-Frage machen wollten, für falsch ; die Cabincts- Frage werde darum nicht gestellt, weil das obzugebende Votum des Hauses sich auf die verschiedensten Motive bei den einzelnen Mitgliedern stütze. Wenn man aber wolle, daß die Minister ihre früheren Grundsätze verleugnen sollten, so werde er seinerseits die Cabinets-Frage stellen. (Beifall.) Der Handelsminister Achenbach schloß sich dieser Erklärung für seine Person an. Schließlich genehmigte das Haus mit 189 gegen 182 Stimmen in namentlicher Abstimmung den § 1 mit dem Zusätze Hammacber's. Alle übrige» Paragraphen werden ohne Debatte angenommen. Im Fortgänge der Sitzung trat das Hous noch in die dritte Lesung des Staatshaushalts-Entwurfes ein und genehmigte hierbei die Mehrzahl der zur Berathung stehenden Einzel-Etats unverändert. Der zum Etat des Ministeriums des Auswärtigen eingebrachte Antrag Lastend auf baldigste Ausführung des Art. V des Prager Friedens-Vertrags ward mit sehr großer Majorität abgelehnt. Dagegen fand ein zum Justiz-Etat gestellter Antrag von Michaelis, der das Rang - Verbältniß der Justiz-Beamten bis zu bevorstehenden neuen Justiz-Organisation mit dem der Verwaltungs-Beamten gleichheitlich geregelt sehen möchte, die Zustimmung des Hauses. Fortsetzung der Berathung morgen. Berlin, 27. Februar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden die Mandate der Abgg. Kryger und Loffen, da dieselben schrfft- lich ihre Vereidigung abgelehnt haben, für erloschen erklärt. Sodann wurde der Gesetz-Entwurf über die Ausdehnung deS Fischerei-Gesetzes aus Lauenburg in erster und zweiter Lesung, und der Gesetz-Entwurf bezüglich der Aufhebung des Lehens-Verbandes in der Provinz Sachsen in dritter Lesung ohne Debatte angenommen. Zu der Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben pro 1875 wurde der Antrag der Commission angenommen; derselbe geht dahin: die nachgewiesenen Etats-Ueberschreitungen zu genehmigen, zugleich aber die Regierung aufzufordern, sie möge die Kostenvoranschläge zu Staatsbauten auf das Sorg gültigste prüfen, um künftigen Etats-U-berschreitungen möglichst vorzubeugen, und dahin wirken, daß erheblichere Et-ls - Ueberfchreitungen rechtzeitig veran- fchlagt und in den nächstjährigen Etat aufgenommen werden. Im Lause der Debatte wurden die fortgesetzten Erat« - Ueberfchreitungen von Virchow und Lasker lebhaft gerügt; letzterer forderte für die Zukunft eventuelle Vorlegung eines Indemnitäts-Gesetzes. Bei der nunmehr weitergeführten dritten Lesung des Staatshaushalts-Entwurfes genehmigte das Haus den Justiz-Etat und den Etat des Ministeriums des Innern. Bei dem Etat des Eulius-Ministeriums nahm v. Schorlemer-Alst Gelegenheit, die Thätigkeit der «chulserwaltung zu krilisiren und unter anderen Maßregeln auch die Einsetzung von Staats-Pfarrern scharf zu fabeln ; derselbe ließ sich ferner aus über das immer mehr um sich greifende Denunciations - Wesen und Über die angebliche Corrumpirung des Nicktei-Standes. Diese «ussührungen wurden durch v. Sybel widerlegt, welcher das ganze Gewicht der Verantwortlichkeit für die heroorgehobenen Uebel- stände btr Centrums-Partei zur Last legte und das Vorgehen der Regierung rechtfertigte. Um 2 Uhr wurde die Fortsetzung der Debatte auf morgen vertagt. Hesterrrich. Wie«, 26. Februar. In einer Besprechung der bei Eröffnung des deutschen Reichstags gehaltenen Thronrede hebt bte „Montags-Revue" hervor, die Zusicherung des deutschen Kaisers, daß die politische Unabhängigkeit Deutschlands zur Wahrung des Friedens, sowie zur Erhaltung und Befestigung der guten Beziehungen mit den befreundeten und verbündeten Mächten angewendet werden solle, habe speciell ihren unverkennbaren Werth für Oesterreich, das an dem Frieden ein so großes Interesse habe, wie nur irgend ein anderer Staat. Oesterreich muffe aber auch darauf bringen, daß seine indivibuellen Beziehungen zu den Fragen und den Verhältnissen des Orients gebührend gewürdigt würden, und könne bei Deutschland auf das eingehendste Verständniß seiner politischen Aufgaben und auf die wohlwollendste Unterstützung rechnen. Könne Deutschland seine Kraft einsetzen für die Erhaltung des Friedens, so könne es dies auch zum Schutze der conservativen Principien, auf welchen das Drei-Kaisvr-Bündniß aufgerichtet worden fei. Betreffs der orientalischen Frage könne die Bekräftigung dieser für die politische Gestaltung Europas wichtige Thatsache aus den Worten der Thronrede ohne Zwang und ohne optimistische Selbsttäuschung ge- folgert werden. ArarrLreich. Paris, 27. Februar. Man telegraphirt dem „National" aus Konstantinopel, die Zurückberufung des Ex-Vezirs Midhat Pascha werde dementirt. Das Seraskierat verweigerte vorläufig, auf die Dienst-Anerbietungen polnischer und ungarischer Officiere einzugehen. Versailles, 26 Februar. Die Deputirten-Kammer hat trotz des Widerspruches des Marine-Ministers mit 310 gegen 142 Stimmen den Antrag auf Wiederzulaffung von Deputirten für die Colonien Guyana und Senegal angenommen. Luglimd. London, 26. Februar. Im Unterhause kündigte Hanbury für morgen die Interpellation an, ob die Regierung sich noch fernerhin in Konstantinopel durch einen Geschäftsträger vertreten lassen wolle oder wieder Elliot oder einen anderen Diplomaten als Botschaster dahin zu senden gedenke. Kenealy kündigte sodann für den 5. März eine Resolution an, welche sich unter Mißbilligung der Depesche Lord Derby's an Elliot vom 29. August 1876 zu Gunsten der Aufrechterhaltung der Integrität und Unabhängigkeit dec Türkei aussprtcht. Auf Anfrage Anderson's erwiderte der Unter-Staatssecretär im auswärtigen Amte, Bourke, die Regierung habe am 20. d. Mts. die Petition von Bewohnern Bulgariens erhalten, wie sie von den heutigen Morgen-Blättern veröffentlicht sei. — Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Washington telegraphirt: Ungeachtet der Einwendungen von demokratischer Seite find die Wahl-Stimmen von Pennsylvanien und Rhode-Island als für Hayes abgegeben erklärt wor- den. — Disraeli ist von einem Gicht-Anfall heimgesucht. Lyndon, 27. Februar. Bei der Debatte über den bereits angekündig- len Antrag Lord Stratheden's im Oberhause trat Lord Grey demselben entgegen , weil er ein Mißtrauens-Votum gegen die Regierung involvire; die türkischen Provinzen würden zwar durchweg schlecht verwaltet, seien aber auch nicht fähig zur Selbstregterung. Ebenso unerwünscht sei die Ucbertragung der Regierung über dieselben an Rußland, da das russische Regierungs-Lystem dem Fortschritte und der confessionellen Gleichberechtigung noch weniger förderlich als das türkische sei. Hierauf wies Lord Derby darauf hin, daß es ganz nutzlos gewesen wäre, formelle Neutralitäts-Erklärungen von den einzelnen Mächten zu verlangen. In die Friedens-Bedingungen sei die Reform-Frage hineingezogen worden, weil, wenn vielleicht Serbien in den Frieden auch ohne Rücksicht auf die Reform-Frage eingewilligt hätte, es doch Personen in Serbien gab, die einem Frieden, in dem die aufständischen Provinzen nicht berücksichtigt worden, nicht zugestimmt hätte«. Die Phrase „locale oder administrative autonome Maßregeln" bedeute nicht, daß die Administration der genannten Provinzen von derjenigen der anderen türkischen Provinzen verschieden sein solle. Das Wort „Controle", welche von einer internationalen Commission ausgeübt werden solle, sei un engen beschränkten französischen, nicht im englischen Sinne zu verstehen. Nachdem schließlich Derby nochmals betont hatte, daß für England die Verträge noch bindend seien, wurde der Antrag Stratheden's ohne Abstimmung abgelehnt. Amerika. Washington, 26. Februar. Präsident Grant äußerte sich in einer Unterredung mit den Korrespondenten der „Affocieted Preß" dahin, er glaube, daß die Wahl seines Nachfolgers verkündet werden könne, bevor seine Amts- Periode als Präsident zu Ende sei. Die gegenwärtigen Regierungen der Süd- Staaten würden, wenn sie sich nicht aus eigener Kraft zu behaupten vermöchten, anderen Platz machen müssen; seiner Ansicht nach sei die Bevölkerung es sicherlich müde, diese Regierungen nur mit Hülse von Militärgewalt aufrecht- zucrhalte«.__________________________________ Lokal-Notiz. Kiepen, 28. Februar. Sämmtliche Regierungen bei deutschen Reichs sind dahin übereingekommen, daß im schriftlichen Verkehr särnrntlicher Reich-- und Staatsbehörden, unbeschadet der für Briefpapier, Tabellen und in etwaigen sonstigen Ausnahrnssällen üblichen andern Formate, ein einheitliches Papierformat von 33 Zentimeter öofrt und 21 Zentimeter Breite zur Annahme kommen soll. Dieses Format ist demnach auch bet Eingaben von Privaten an die Behörden, soweit solch- nicht auf Dimension^ Stempelpapier geschrieben sind, in Anwendung zu bringen. Vermischtes. Darmstadt. Der Frühjahrs-Pferdemarkt zu Darmstadt naht heran und zeigt es sich immer mehr, welches Vertrauens sich das zeitgemäße Unternehmen erfreut Die Loose für den Frühjabr-maikt sind in ollen Tbeilen des Landes verbreitet, die Betellungen nehmen, da vom nächsten Monat an die Loose nur in feste Rechnung abgegeben werden, regelmäßigen Fortgang, so daß bereits 16,000 tioofe abgegeben sind. Bei diesem so dankenswerthen allseitigen Entgegenkommen ist es zu wünschen, daß die Looseauf- träge bald zur Kenntnis des Comilä kommen, damit sie alle berücksichtigt werden können. Der Pferdezucht kann bei den allseitigen Erfolgen nur gratulirt werden für diese günstige Aufnahme unseres Marktes. Darmstadt, 26. Februar. Von den 4 Feuerwehrmännetn, welche bei dem Brande im Hanauer Hof Verletzungen davon trugen, sind zwei wieder vollständig her- gestellt, die beiden anderen befinden sich jedoch noch in ärztlicher Behandlung und dürfte deren vollständige Heilung immerhin noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Offenburg. Der Engländer Withe, der einer Anzahl Jaadliebhabern aus Rache ihre zum Theil werthvollen Hunde vergiftete, wurde zu zwei Zähren Gesängniß und 1735 Schadenersatz verurtheilt. Cannstatt, 19. Febr. Seit gestern herrscht Bestürzung unter der Einwohnerschaft; die Bücher der Gewerbedank sind gerichtlich versiegelt und man spricht von einem durch falsche Buchungen etststandenen Deficit von einigen hunderttausend Mark. — Die „K. Z." meldet: Seit einiger Zeit sind auf Fr. Krupp'fchen Gruben zu Harzberg bei Oberlahn, sow'e zu Tiefenbach bei Stockhausen Drahtfeilbahnen, auch Luftbahnen genannt, im Betrieb, welche mit Recht in industriellen Kreisen Aufsehen erregen- Diese vo» Leipziger Ingenieur Bleichert erbauten Drahtseilbahnen befördern von den betreffenden Gruden Erze nach entfernt gelegenen Lagerplätzen resp. Bahnffa- tisuen mittelst kleiner eiserner Wagen, welche einseitig mit zwei Rädern au eine, aus Drahtseilen oder Rundesten gebildeten Laufbahn hänge-, und die omch ein zweites schwächeres Drahtseil ohne Ende, das sogenannte Zugseil, fortgefüört werden, welche an den beiden Endpunkten der Bahn über große horizontale Seilscheiben geführt ist und durch Dampfbetrieb in fortwährender Bewegung gehalten wird. Die Lauffeile sind auf hölzernen Unterstützungen gelagert, und zwar so hoch über dem Erdboden, daß her landwirthschastliche Betrieb unterhalb der Bahn in keiner Weise behindert wird; diese Unterstützungen sind in Entfernungen von etwa 25 Meter ausgestellt. ES macht einen eigenthümlichm Eindruck, zu sehen, wie in der Luft hoch über dem Erdboden die Förderwagen sich ruhig auf den Seilen fertbereegen. Wie uns mttgdbeilt wurde, ist bte Anlage auf Grube Harzberz ungefähr 2200 Meter lang und befördert täglich 1500 bis 2000 Ctr. Erze mit einer Betriebskraft von 3—4 Pferdestärken; die Bahn zu Stockhausen, welche nur 315 Meter lang, ist aus eine tägliche Leistung von 3000 Ctr. berechnet, und namentlich dadurch interessant, daß sie die Lahn in bedeutender Höhe überschreitet. — AuS Ostheim wird ein Fall geistlicher Anmaßung gemeldet, der viel Aufsehen erregte. Bei der Beerdigung eines iunten Mannes, welcher den Feldzug gegen Frankreich mitgemacht, wollte der Pfarrer nicht dulden, daß der an der vegräbnißfeierlichkeff theilnehmende Kriegerverein die üblichen Ehrensalven abfeuere. Ö18 aber hierauf bestanden wurde, verbot der Pfarrer das Grabgeläute und Singen und begab sich, ohne fein Amt zu verrichten nach Hause. Der Berstorbene mußte daher ohne geistliche Beihilfe beerdigt werden. Die Gemeinde ist darob sehr aufgebracht und Hai bei der Regierung Beschwerde erhoben. Literarisches. — Scheu und voller Argwohn nahmen wir das in diesen Tagen in Leipzig im C. A Koch'schen Berlage erschienene Heftchen: „Die Weltgeschichte in sangbaren W i- sen" I. Theil, Griechische Geschichte in die Hand. Wir vermutheten wieder einmal jene Art geift- und witzloser Prodncte, deren einziger Zweck ist, unsere Jugend um ihr Taschengeld zu bringen, ein Zweck, der leider nur zu oft erreicht wird. Doch wir freuten uns von ganzem Herzen, daß wir uns so sehr getäuscht hatten Karl Reophilus weiß uns die Griechische Geschichte in zum Theil allerliebsten und witzigen Verslern vorzutragen und die Melodien, welche der Musikdirektor A rg. Wagner für sie ausgesucht hat, stad in äußerst angemessener Weise dem Text ungepaßt. Wir wollen darum mit unserer lobenden Anerkennung nicht zurückhalten; möge sich nun Jeder unterer Leser das Heftchen zu eigen machen. Auf den ebenso mannigfaltigen als intereffinten Jnhast des soeben erschienenen zehnten Heftes des neunzehnten Jahrgangs von „lieber Land und Meer* (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) machen wir untere tiefer durch nachfolgende Inhaltsangabe aufmerksam. ~ Text: Der mich liebt und den ich liebe. Novellete von E-M Vacano. — Prinz Wilhelm von Württemberg und Prinzessin Marie von Waldeck. — Notizblätter — Bo» der Politischen Warte. Don Benno Reden. II. — Liebe und Politik- Novelle doiv Marie Coldan. — Goethe's Euphrosyae. Von C- Conrad. — Orientalische Zuku ffts- inustk. Von W- v. Dünheim. L Der Kriegsschauplatz 1. Die Donaulinie. 2 Das Balkangebirge. — Briefe unseres Spez alkorrespondenten. — Peter Qrubam'4 Rhnn- fahrt. %tne Dichtung in zwölf Gesiuzen. Von Gerhard von Amyntor. — Miniatur- bilder. Erinnerungen an berühmte Tondichter von Mosenthal. 6. Goldmark. —- Die Konferenz in Konstantinopel. — Dec Liebesbrief. (Kopie der kleinen Oelfarbendruck- prämie dieses Jahrgangs.) — General der Infanterie v. Schwarzkoppen. — Bllder aus dem Kosakenleben. — Vor der Maiinäe. Von R--B- — Das kaiserliche Paris. Von Leo Wahren. 11. Der Kaiser- — Ein Wettrennen um's Leben- — Aus meinen Ka- drttenjahrrn. Lose Blätter vo-i Johannes van Dewall. 20. Der erste Ausgang.— Zur Charakteristik der Berliner Posse. Von G. Laurentius. — Zeitchronik. — Vom Büchermarkt. — Schach. — Bilderräthsel. — Rösselsprung. — Sylbenräthsel. — Briefmappe. Illustrationen: Wilhelm, Prinz von Württemberg, und seine Braut, Prinzessin Marie von Waldeck. Originalzeichnung. — Vor der Kathadrale in K scheneff nach dem Te Deum zur Feier des Namenstags des Großfürsten Nikolaus. Nach einer <äri^e unseres Specialzeichners. — Konferenzsttzung im A>miralität8-Palast (TerS-Haneh) in Konstantinopel. — Das Hauptquartier des Großfürsten Nikolaus N kolajewffich in Kischeneff. Originalzeichnung von G- Broling. — Am russisch-rumänischen Grenzbaon- hos Ungheni. Nach einer Sknze unseres Specialzeichner». — Der Liebesbrief. Gemälde von O. Erdmann. (Kopie der kleinen Oelsarbenbruckprämie dieses Jahrgangs ) — Aus unserer humoristischen Mappe. Sechs Bilder. — v. Schwartzkoppen, komman- dirender General des XIII. (fgl roürttemb.) Armeekorps. — Bilder aus dem Koiaken- leben. Ori.tinalzeichnung onn I. Schönberg. — Vor der Matinäe. Gemälde von 28. Amberg. Nach einer Photographie au8 dem Verlage der Photographischen Getellichast in Berlin. — Moldauisches Gespann. Ein rumänischer Bojar auf der Reise. Nach einer Skizze unseres Specialzeichners. — Prooiantkolonne in einer Straße von Kischeneff. Nach einer Skizze unseres Specialzeichners. — Ein von Wölfen verfolgtes Wapiti. Zeichnung von I. Wolf. — Botanisches Allerlei. Nach Skizzen von Hermann Hederich. — Aus meinen Kadettenjabren. Von Johannes van Dewall. Fünf Bilder. Mittheilung. Franzöfische Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlbesitzern aus der Fabrik aus Nordhausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- biS fünffache Dauer derselben gegen die Accord-, oder gar der feilen f r a nz ö f i s ch e n Herstellung garantirt wird. Das beste Elistirende bietet denn auch wirklich das größte aller Lager, das größer ist, als die einzelnen Lagervorräthe der Bruchbesitzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, die das feurige, starke Gestein liefern. Wir empfehlen so aus Ueberjeugung und aus Dankbarkeit für unsere in einer ungekannten Mahlt üchtigkeit uns erfreuenden und die größtmögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der meist aus Frankreich bezogenen Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlustig gingen. Wende k i n d s Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteine ohne Deckt und im Rohbau. Und dazu rathen wir. 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Die Angebote pro Zentner ungeschälter Spiegelrinoe abgeschätzt auf 130 Zentner find für den genau zu bezeichnenden Schlag II des DistrictS 86 vor dem Termine schriftlich frnnftrt und auf der Adresse mit der Aufschrift „Submission auf Lohrinde verleben" dem unterzeichneten Königlichen Oberförster zu Krofdorf bei Gießcn einzureichen. Hierauf wird die Eröffnung der Offerten tm Termine erfolgen. Herr Förster Stumm zu Salzböden ist angewiesen, Kaustustigen über den vor- gedachten Schlag die erforderliche Auskunft Holzverfteigerung tn den Waldungen des Gr. Rittmeisters Freiherrn Ferdinand von Nordeck zur Rabenau in der Oberförsterei Treis a. d. Lumda. Montag den 12 März d. I., von Vormittags 10 Uhr an, sollen im District Struth bei Beuern ver- OeffentlicheAufforderung. In Sachen der Ehefrau des Heizers Karl Klein aus Gießen, Marie geborene Brann, Klägerin gegen ihren Ehemann, Bekl. Ehescheidung bctr. Wird dem Heizer K a r l K l e i n zu Gießen, flebürttg von Merlau, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, auf diesem Wege eröffnet, daß seine Ehefrau Marie geb. Braun gegen ihn Klage auf Alimentation für fich und ihr Kind mit monatlich 60 JL, sowie wegen böslicher Verlassung auf Ehescheidung und Herausgabe eines Viertheils seines Vermögens als Strafe bei unterzeichnetem Gericht erhoben habe, und demselben unter Gestattung der Einsicht der Klage auf dem Actuariat des unterzeichneten Gerichts, auf- gegeben, sich binnen 60 Tagen auf die Klage zu erklären, widrigenfalls er des Klageinhalts für geständig erachtet und mit etwaigen Einreden ausgeschlossen wird. So lange von ihm kein ZustellungsbevsÜmächtigter bestellt ist, werden alle weiteren Verfügungen für ihn lediglich durch Anschlag am Gerichts- Brett bekannt gemacht Gießen, den 9. Februar 1877. (855 Großherzoglichetz Stadtgericht Gießen. B 011 i cher. Oppermann. Nadel ! Eichen-Stämme von 14—18 Mtr. Länge und 34—63 Zentimeter Durchmesser, Aenmetyungen. Eine Stube mit Bett ist zu vermiethen. Lit. A. 35.___________________________ 1125) Ein freundliches Logis per 1. Juni d. I. zu vermiethen. H. Döring, Grünberger Straße. Hchmrsteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Die für Dienstag den 6» und Mittwoch den 7. n. M. von uns ausgeschriebene Holrver- steigerung (Nr. 46 des Gießener Anzeigers) soll, des hiefigen Marktes wegen, nicht an diesen Tagen, sondern Donnerstag den 8. und Freitag den 9. n. M. ab- gehaiten werden. Gießen, den 28. Febr. 18T7. Großherzogliche Oderförsterei Schiffenberg. , Nadel- „ Buchen-Prügelholz, „ Nadel- „ „ Buchen-Stockholz, „ Nadel- , „ Buchen-Reisholz, „ Nadel- „ Lepchen-, Fichten- u. Kiefern-Stämme von 15—39 Ztmtr. Durchmesser und 4-18 Mtr. Länge = 100 Festmeter, Fichten - und Kiefern - Stangen = 24 Festmeter. steigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. bet $S$s foeüen x* (Stuttßart, indeJnhaltSanzabe l>. Uacano- - P^i - Miiblätltt- - ielltlt- Ni»«- ««■ mtiWti 3«ia* (»naurmit :iM r duibam ä RY'l»' Ätor - Mi°i^ Holdmuk. - r)tllarbtnbf.atl - Silber - 114 S«1”1”?*' t’S Se* '"ä'S1™8'’ ! auf dtt Sr Mk- r Strabos O-- gtfen DtrL^?rnia|in Zusammenkunft im Zimmer'schen Hof dahier. Winnerod, am 23. Februar 1877. Sänger, Förster. (1052 für bltfe ^Habern ,a^n Tefängch man ?tn?0^er* Mark. Ä ?rubtn zu itfeilba^nen, aA MnSuffe^ Mnen beföcbern n rch. ÄahM- :rn fl« eine; aus IUl(v ein zweticz : werden, «rlcheS eiben gef^rt 0- Die Lausseile M Erdboden, daß behindert wird: stellt- Es mcht •em Erdboden die Weilt wurde, ist tbert täglich 1500 »e Lahn ju Slock- oon 5060 Ztr. bellender Hohe über- . der vielLufsthen ^dzug gegen Frank- igräbnlhseierlichkeit aber hiernuf be- ib begab sich, ohne chne geistliche Stic > Hal bei der Re- Die beschränkenden Bestimmungen des S 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach dem im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß jur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim- - 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in Breslau. — 5. Ehemnitzer Stadtbsnk in Ehemnitz. — 6. Eölnische Privatbank in Eoin- — 7. Danziger Privatbank tn Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. — 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Eassenverein in Leipzig- — H- Lübecker Kommerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburgs — 13. Posener Privatbank in Posen- — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15- Baur für Süddeutschland in Darmstadt- — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart- — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistunq von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft- Seitens der Nationalbank für daS Großherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten m Abschnitten zu 5 10 und 20 Mk- ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach $ 11 des Bankgesetzes vom 14. Marz 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., tm Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Die Nolstenhmrdlnng von C. Schmit & «fe <’?• (Comptoir und Lager: Frarikfurterstrasse E. S92) erlaubt sich ergebenst zu offeriren: Steinkoblen (melirte, Stück-, Knabbel-, Nuß->c.-Kohlen), Braunkohlen, Briquettes, Kleingemaehtes Holz. Jede Quantität, von 1 Ctr. an, wird stets prompt in's Hau- geliefert; auch können jederzeit Kohlen auf unserem Lager abgeholt Zur Bequemlichkeit des Publikums ist ein Briefkasten für Kohlenbestellungen am Hause der Herren J. A. Busch Sohne, am Kreuz, angebracht. Derselbe wird täglich 2mal geleert und finden die Aufträge sofortige Erledigung.lllio Bekanntmachung. 966) Außer der Anfertigung von Bauplänen, Kvstenansckläge« n.aa SRrt*f»Hun