!U 6®9flt« »hriei^0 ®5«SS-r, • . (5608 »Mi, 9- ™wT5fs, *«■ 2er e,Qbt> forn- Kuchr und H«. 3u trfragen bei der ^er, Alicenstrn^ '®mer i“ Dtrmiftben awocat Frenk. rammen mitM- >ir. Lrmvu3. ;u nr r- b n t, Neuenweg. möbliritb Zimmer :bänbltr Herder tie ergebene Anzeige' :en Teigen in MKm eriuche bie geebrten geschützten Aufträge ngtvolt Engelhardt, .u aus Main;. dier Kellner geincht ^örvtn“. * baß ich von |cht (5602 l cemachrr.__ iicrciT r ?lk>cnds, Beginn :m „Elias" von umann. T* '0 itntt (Hi-Pk" illen Dank- blitbenen <» 9 Ho. ®S4. Dienstag, den 31. Oktober 1»86. Hießener "MiMger AMige- und Amlsblatt fir den Kreis Gießen. Erscheint mit Lutaahvx M Mo«t«rgS. »xp»-itio« 1 vchnlstraß», SU. B. Rr. 18. Prri» vkr^jLhriich 8 Meuek 20 Pf. mit Brinzrrishn. Durch bk Post bezogen virrteljLhrlich • Mart N Pf. politischer T h e i t. DeutfiSlsnö. Mainz, 27. October. In der Anklage gegen den Bischof v. Ketteler hat heute daö Ober-Gericht in seinem Urtheil das kaiserliche Decret vom 20. April 1810 als noch zu Recht bestehend und das Bezirks-Gericht nachträglich als unzuständig erklärt, das desfallsige Urtheil vernichtet und der Staats' Behörde das Weitere zur Einleitung des gesetzlichen Verfahrens gegen den Bischof anheim gegeben. Rach jenem Decret wäre für den Bischof trotz Verfassung und den neueren Straf-Gesetzen nur ein privilegirter Gerichts-Stand, in diesem Falle der Civil-Senat des Ober-Gerichts, zuständig und das Verfahren neu zu instruiren. Das Urtheil vertagt weiter die Verhandlung gegen den mitbeschuldigten Caplan Schaider zu Castel bis ztim Austrag des Verfahrens gegen den Bischof. Eine ganz gleiche Einrede, welche sich auf dasselbe Decret stützte, ist in dem bekannten Excommunications-Proceß gegen den verstorbenen Bischof von Speyer von den bayerischen Gerichten abgewiesen worden, und es wird von Interesse sein, wie die hessischen Instanzen diese Rechts- Frage erledigen. Berlin, 27. October. Die Abendblätter enthalten die übereinstimmende Mittheilung: Die feierliche Eröffnung des Reichstages am 30. d. Mts. findet, wie nunmehr definitiv bestimmt, durch beit Kaiser Mittags 1 Uhr im Weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Der Eröffnung wird für die evangelischen Mitglieder ein Gottesdienst in der Schloßcapelle, für die katholischen in der St. Hedwigskirche vorausgehen. — Dem „Reichs-Anz." zufolge hat der König von Preußen dem königlich württembergischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten und des königlichen Hauses, Justiz-Minister v. Mittnacht, das Großkreuz des Rothen Adler-Ordens verliehen. Berlin, 28. October. (Abgeordneten-Wahlen.) Jetzt sind sämmtliche 433 Wahl-Resultate bekannt. Davon entfallen auf die national-liberale Partei 177, das Centrum 86, die Fortschritts-Partei 66, die Frei-Conservativen 36, die Conservativen 17, die Polen 15, die Neu-Conservativen 10, Abgeordnete unbekannter Parteistellung 14, die Deutsch-Conservativen 7 und Particularisten 5 Mandate. Vom Mittelrhein, 27. October. Eine aus serbischen Officieren und Militär-Beamten bestehende Commission bemüht sich, Notkäufe von Waffen und Armee-Ausrüstungs-Gegenständen in Deutschland zu L-taude zu bringen. Wie aus guter Quelle verlautet, hat sie bereits in Mainz Lieferungs-Verträge für Mäntel ic. und namentlich auch für Schuhe abgeschlossen. Die Erwerbung von Waffen und Munition aus der französischen Kriegsbeute soll ihnen von süddeutschen Regierungen abgeschlagen worden sein. Karlsruhe, 27. October. Die General-Synode hat den Gesetzentwurf über das Einkommen der protestantischen Pfarrer mit den von der Commission beantragten Abänderungen angenommen. ßktkrrridL Wien, 27. October. Ueber die Nachricht einiger hiesiger Zeitungen, daß Serbien die Jnterventioit der Großmächte nachgesucht habe und daraufhin zwischen der österreichischen und russischen Regierung eine, telegraphische Corre- spondenz über diese Eventualität eingeleitet worden sei, äußert die „Neue Fr. Pr.", in diplomatischen Kreisen sei bisher nichts davon bekannt. Der „Presse" wird ans Belgrad gemeldet, die Stimmting sei im ganzen Lande sehr gedrückt, alle Zeitungen riefen nach russischer Hülfe. Wien, 27. October. Der Minister-Präsident beantwortete int Abgeordnetenhause die Interpellation Herbst-Eichhoff-Hoffer und Genossen dahin, daß die cisleithanische Regierung in sofern auf die innere Politik Einfluß genommen habe, als dieselbe auch die inneren Zustände berührt habe. Zu einer positiveren Einflußnahme sei kein Anlaß gewesen, weil das von der cisleithani- schen Regierung gebilligte und von der Delegation wiederholt gutgeheißene Progamm des Ministers des Aeußern streng eingehalten worden sei. Die Politik der Monarchie sei vor Allem auf die Erhaltung des Friedens gerichtet, wodurch das Streben nach Eroberung fremden Gebietes von selbst ausgeschlossen sei. Der Minister des Aeußern wird auch fernerhin int Einverständnisse mit der cisleithanischen Regierung Alles aufbieten, um der Monarchie den Frieden zu erhalten. Aber diese Bestrebungen finden ihre naturgemäße Begrenzung in der Pflicht, die Sicherheit und die Jutereffett der Monarchie unter allen Umständen und in jeder Richtung energisch zu wahren. Die Interpellation Fan- derlyk's beantwortend, sagt der Minister-Präsident : Die Aufgabe des Ministers des Aeußern ist es nicht, Politik nach Volksstämmen zu Machen, sondern ausschließlich die Jntereffen der Gesammt - Monarchie im Auge zu behalten- Die von Beginn der Verwicklung im Orient an in's Auge gefaßten zwei Ziele und zwar die Wahrung des europäischen Friedens und die Verbesserung des Looses der christlichen Bevölkerung auf der Balkan-Halbinsel werden auch fernerhin mit Entschiedenheit und Consequenz festgehalten werden. IrarrLreich. Paris, 27. October. Man schreibt der „Polit. Corresp." aus Cettinje vom 19. Octbr.: Fast alle General-Consuln der fremden Mächte, die in Ragusa residireu und beim Fürsten Nikolaus accreditirt sind, weilten dieser Tage hier. Der Grund dieser Diplomatenbesuche, für welche das einzige Gasthaus, welches wir hier besitzen, kaum vorgesehen war, lag einzig und allein in dem Versuche, den Fürsten wegen des von der Pforte offerirten scchsmonatlichen Waffenstillstandes zu sondiren. Der Fürst wich aber einer Antwort aus, indem er vorgab, in diesem Falle nur im vollständigsten Einverständnisse mit Serbien handeln zu können und daß er die bezüglichen Absichten des Fürsten Milan zur Stunde nicht kenne. Paris, 27. October. In der Budget-Commission trat der Finauz- Mimster den finattziellen Vorschlägen Gambetta's entgegen; ncmentlich bekämpfte er die Besteuerung der französischen Rente, welche er als eine rechtswidrige bezeichnete. Der Minister kündigte ferner an, er werde beantragen, die Post- und Telegraphen - Gebühren vom 1. Januar 1877 an zu ermäßigen, glaube aber nicht, daß vor dem Jahr 1878 sich noch andere finanzielle Erleichterungen ermöglichen lassen würden. Sobald es thunlich sei, werde er den Vorschlag machen, die Abgabe von den Eisenb'ahn-Fracht-Sendungen von geringer Geschwindigkeit aufzuheben und die Steuer auf Oele, Seifen und Papiere zu ermäßigen. Was die Conversion der Rente betreffe, so sei solche zwar nicht unmöglich, aber tu der nächsten Zukunft noch nicht durchführbar, den daraus zu erzielenden Ertrag werde man zu einer beträchtlichen Amortisation verwenden MÜsscU. • Paris, 28. October. Die „France" will wiffen, daß zwischen England und Rußland in Livadia über eine gleichmäßige Besetzung türkischer Provinzen zur definitiven Lösung der Orient-Frage verhandelt werde. England. London, 27. October. Während die Entrüstuugsrufe über die barbarische Kriegsführung in der Bulgare! noch nicht verhallt sind, erinnern die Berichte des „Special-Correspondenten auf Forschungsreise" Stanley im „Daily Telegraph" stets auf's Neue an die traurige Thatsache, daß die Bulgerei nicht der einzige Schauplatz unmenschlicher Grausamkeiten ist und der Muselmann nicht der einzige Vollbringer derselben. Es mag sein, daß der „Auffinder Livingstone's" in seiner Reise- und Forschungs-Methode unter Afrika-Reisenden nicht allein dasteht; jedenfalls aber nimmt er unter den Reisenden, welche die durchwanderten Gegenden mit Feuer und Schwert zu civilisiren suchen, die hervorragendste Stelle ein. Während Livingstone sich die Neger zu anhänglichen Freunden zu machen wußte, während Cameron sich rühmen kann, ganz Afrika in friedlicher Weise durchwandert zu haben und ein freundliches und friedliches Entgegenkommen als den besten Paß auf Afrikareisen bezeichnet, bringt jeder neue Brief Stanley's einen neuen Bericht über gänzlich unnützes Blutvergießen. Der „Special-Correspondent" scheint ordentlich etwas darin zu suchen, möglichst viele „verdammte Nigger" niederzuschießen. Möglich, daß ihm ein aus dem freien Amerika mit herübergebrachter Negerhaß dieses kaltblütige Niedermetzeln eingibt. Jedenfalls hat dieses gewohnheitsmäßige Abschlachten hier lebhaften Abscheu hervorgerufen. Heute dürfte Stanley nicht mehr auf den Empfang in London rechnen, welcher ihm bei seiner ersten Rückkehr aus Afrika zu Theil wurde. Jeder Bericht ruft einen öffentlichen Protest hervor. Valencia (Irland), 27. Ocober. Die britische Nordpol-Expedition unter Capitän Rares ist hierher zurückgekehrt, nachdem sie die Unmöglichkeit erkannt hatte, den Nordpol zu erreichen. London, 28. October. Ueber die britische Nordpol-Expedition unter Capitän Rares wird noch Folgendes gemeldet: Die Expedition brachte den Winter unter dem 82. Grade 27 Minuten nördlicher Breite zu und hat während 142 Tagen die Sonne nicht gesehen. Eine Abtheilung drang unter großen Schwierigkeiten bis zu 83 Grad 20 Minuten vor. Der Führer Hans Petersen und zwei andere Mitglieder der Expedition starben in Folge der ungeheuren Kälte. Jenseits 81 Grad 52 Min. hörten die Spuren älterer Expeditionen gänzlich auf. — Rach Berichten aus New-Dor! vom 27. d. Mts. wurde in Folge heftiger Stürme, welche am 3. und 4. d. Mts. wütheten, die Stadt Managna in Central-Amerika überfluthet, wodurch 1000 Häuser zerstört wurden und viele Menschen ums Leben kamen; der angerichtete Schaden wird auf zwei Mill. Doll, geschätzt. Der der Kaffee-Ernte im Bezirk Blnefield zugefügte Schaden soll sich auf 3 Mill. Doll, belaufen. AtaNen. Mailand, 28. October. Ein Rundschreiben des Ministeriums an die Präfecteu versichert, die Regierung habe weder gchciyie Eroberungspläiie, noch würde sie solche unterstützen; die Präsecten werden daher angewiesen, die bc 'stehenden guten Beziehungen zu Oesterreich zu pflegen. Spanien. Madrid, 26 Octobcr. Die* Gesammtzahl der von der Regierung verhafteten Personen beläuft sich auf 18 Officiere und 108 meist politisch hervorragende Privatpersonen. Es wird vielfach behauptet, daß die Negierung gar keiner eigentlichen Verschwörung auf die Spur gekommen sei, sondern nach dem für die spanischen Verhältnisse umgemodelten napoleonischen System alle ihr verdächtig erscheinenden Persönlichkeiten habe verhaften lassen, um allenthalben Schrecken zu verbreiten und dadurch einen Ausbruch einer ihr feindseligen Schilderhebung vorzubeugen. Indessen sind für diese Unterstellung doch keine zwingenden Gründe vorhanden, während von einem Thefle der schon mit Namen genannten Verhafteten sich die Betheiligung an einer Verschwörung recht wohl voraussehen läßt. Madrid, 27. October, Abends. Eine größere Truppen-Abtheilung ist nach Cuba eingeschifft worden. — Nachrichten aus Hendaye zufolge haben mehrere, durch die Entdeckung des von Zorilla geleiteten Complottes compromit- tirte Personen die Grenze überschritten; nach dem Plane der Führer des Complottes sollte gleichzeitig mit dem Aufstande der Armee eine Erhebung der Flotte stattfinden. In Ferrol und Cadix sind neue Verhaftungen angeordnet. Madrid, 28. October. Der König empfing die Gesandten Deutschlands und Rußlands. Nutzland. ZNoskau, 27. October, (^rocefj Strousberg.) Heute fand die Besichtigung der von Seiten Strousberg's gegebenen sog. Frachtbriefe statt. Es wurde constatirt, daß dieselben äußerlich als nicht wirkliche Frachtbriefe kenntlich gemacht waren. Türkei. Sewlin, 27. October. Der Kriegsminister Nikolich hat seine Entlastung eingereicht, Sollte ihm wirklich dieselbe gewährt werden, so wird Ljuba Ivanovich, ehemaliger Direcior der Militär-Akademie, an seine Stelle treten. Die Gründe für einen eventuellen Rücktritt von Nckolich sind noch nicht sicher anzugeben. — Losnitza an der Drina wurde von den Serben geräumt. Gießen, 29. Oct. In der Sitzung der Stadtverordneten vom 12. und 19. October wurde Folgendes zur Verhandlung gebracht: a. 12. October. 1. Eine Theilung der Klassen an der Vorschule der Realschule hat sich als absolut nöthig erwiesen und eS ist daher dem Antrag der Grotzh. Realschuldirection entsprechend beschlossen worden, daß für die neu zu errichtenden Klassen 1—2 Elemenlarlehrer weiter anqesteüt und die durch diese Erweiterung noch erforderlichen Lehrmittel angeschafft werden. 2. Nachdem eine Prüfung der Frage vorausgegangen, welche Art von Schellenzügen in der neuen Realschule an^ubringen seien, wurde sich für die Anlage der beantragten elektrischen Schellenzüge ausgesprochen. 3. Die Beitreibung der von den Anwohnern deS Burggrabens zu leistenden Beiträge zu den von der Stadtkasse gemachten Vorlagen für dte Arbeiten zur Ableitung der dortigen Flüssigkeiten u. s. w. war ausgesetzt worden, bis der Canal durch die Jughard'sche Besitzung angelegt sei. Diese Arbeit ist nun ausgeführt, die Anlage hat sich als bewährt befunden und es soll nun dte Einziehung der Beiträge geschehen. 4. Bei der Vergebung der Holzhauerlöhne str die Stadtwaldungen pro 1877 überstiegen bei zwei Sätzen die Forderungen den Voranschlag. Nachdem deshalb die gutachtliche Aeuherung der Großh. Oberförsteret Gießen eingezogen worden war, welche sich für die Genehmigung aussprach, wurde sich in der heutigen Sitzung diesem Antrag angeschlossen und dem Accord dte Genehmigung ertheilt. 5. DaS Gesuch des Herrn Oberförster v Meibom, welcher auf die eine Seite seines, ehemals Gebhard'schen HauseS auf dem Seltersberg, einen weiteren Stock zu erbauen beabsichtigt, soll unter der Bedingung befürwortet werden, daß auch die andere Sette innerhalb zwei Jahren symmetrisch auSgebaut werde. 6. Herr Mctzgermeister Georg Dörner will in der Mühlgasse neben seinem Wohnhause einen Nebenbau aufführen. Das Gesuch soll befürwortet werden. 7. Zur Verpachtung einer Kellerabthellung auf der nördlichen Ecke unter der neuen Realschule an Herrn Oeconomen Christian Wagner auf ein Jahr für 30 M. wird Genehmigung ertheilt. 8. Der vorgelegte Nivellementplan vom Gartseld erhielt Zustimmung und soll zur höheren Genehmigung vorgelegt worden. 9. Dem von dem Großh. Bürgermeister gestellten Antrag: vom Jahre 1878 an in Gießen von 14 zu 14 Tagen auf den Dienstag Viebmarkt abzuhalten, wurde einstimmig beigetreten. Zugleich wurde eine Commission erwählt, welche die Tage festzusetzen hat, an welchen Krämermärktc abgehalten werden sollen. Für das Jabr 1877 kann diese Vermehrung nicht ins Leben treten, weil hierzu höhere Genehmigung zu erwirken ist und weil die Märkte für datz nächste Jahr bereits festgesetzt und durch Aufnahme in die schon auögegebenen Kalender veröffentlicht sind. b. 19. Oktober. Serbien. Belgrad, 28. October. (Amtliche Meldung.) Die Nachricht, daß die Türken Djunis eingenommen hätten, ist ganz falsch; dieselben sind am 23. v. von der serbischen Armee zurückgeworfen worden. Seitdem hat keinerlei Zusammenstoß stattgefunden. Die fremden Correspondenten im türkischen Lager find offenbar Opfer einer Mistification. Belgrad, 28. October. General Protich ist zum Generalstabs-Chef Tschernajeff's ernannt worden. Stabs Chef Doctoroff hat das Commando der Timok-Armee erhalten. Kriegs-Minister Nikolich hat seine Entlassung gegeben, angeblich wegen Differenzen mit Ristic bezüglich der Friedens-Frage." Es ist noch nicht bekannt, ob die Demission angenommen ist. Zara, 27. October, Abends. Der Fürst von Montenegro^ hat kriegsgefangene Türken entlasten. Hriechentand. Athen, 28. October. Der von der Regierung der Kammer vorgelegte Gesetz-Entwurf, betr. die Mobilisirung der Armee, verlangt die Ermächtigung, die active Armee zu verdoppeln und für den Kriegsfall 200,000 Mann auszuheben. 1. Wegen der Vorschule der hiesigen Realschule hat die Stadtkassc Gießen bis jetzt, da sie als städtisches Institut besteht, für alle Kosten derselben aufkommen müssen, während solche für die Realschule gemeinschaftlich vom Staat und der Stadt zu tragen sind. Nachdem nun in der heutigen Sitzung der Herr Real- schuldirecior Dr. Stein in dieser Beziehung eingehenden mündlichen Bericht erstattet hatte, wurde aus den von demselben entwickelten Gründen beschlossen, daß die Vorschule auch als staatliche Anstalt gelten soll mit Festsetzung des Schulgelde- auf 36 Mark, woran die Stadtkasse für die zahlenden Schüler a/8 übernimmt. Hieran wurde noch die Bedingung geknüpft, daß eine weitere Erhöhung des Schulgeldes ohne Zustimmung der Stadt nicht geschehen darf, sowie daß auf die Wünsche der Stadverordneten-Versammlung bei der Anstellung von Lehrern Rücksicht zu nehmen und daß dem Gr. Bürgermeister dte Einsicht der Classificationstabellen der Bewerber auf Verlangen zu gestatten sei- 2. Auf Antrag des Schulvorstandes ist die definitive Anstellung der Lehrerin Frl. Bertha Bork beschlossen worden. 3- Die Georg Ruckstuhl Wittwe hatte bei dem Verkauf ihrer an der Schoor gelegenen Besitzung verlangt, daß ihr das Material von den Gebäulichkeiten überlassen werden müsse. Hierauf wurde eingegangcn und beschlossen, daß die Ueberliescrung des Kaufobjects tu einem Jahr gegen Zahlung des Kaufgeldes zu erfolgen habe. 4. Ein von der Baudcputation vorgeschlagener Austausch von Gelände auf dem Gartseld mit dem Herrn Kaspar Vogel VI. wurde genehmigt. 5. Zur Verrechnung des TartfpreiseS der aus dem Stadtwald an die Gemeinde- obstbäume verwendeten 130 Radelstangen ist die erforderliche Ermächtigung Aegypten. Kairo, 27. October. England, Frankreich, Deutschland und Oesterreich haben ihre Zustimmung zu dem Proceß-Verfahren des internationalen Gerichtshofes gegen die Daira- Verwaltung notificirt. Aegypten hat auf diese Notification noch nicht geantwortet. _ $Tp kal-Notiz. Gießen, 29. Oktober. Am Samstag und Sonntag fand in dem prächtig decorirten Saale des Cafä Leib das 39. Stiftungsfest des „Liederkranzes" statt. Der Genuß, der dem Besucher geboten wurde, rechtfertigte die Erwartungen, die man hegte. Namentlich die gesanglichen Leistungen des Vereins, zumal am Samstag, sind ganz vorzüglich zu nennen. Waren einzelne oratorische Ergüsse auch nicht für ein Stiftungsfest sehr geeignet, so nahm man den guten Willen für die That hin. Am Sonntag fand, von einem holden Damenflor stark besucht, die zweite Auflage des Festes statt und amüsirte sich die sehr zahlreiche Gesellschaft auf das allerbeste. Möge der Verein noch lange Jahre sein Stiftungsfest feiern und seine Zuhörer durch herrliche Lieder erfreuen._____________ ertheilt worden. 6. Unter der Bedingung, daß da? zu erbauende Haus parallel mit der projectirten Straße errietet werde, soll das Gesuch deS JohS. Wagner wegen Erbauung eines Wohnhauses am Hamm befürwortet werden. 7. Genehmigt wurde die Verpachtung eineS TheilS des Triebviertel Gew. 4 Nr. 6 für das Jahr 1877 aus der Hand. Inserate, welche in der folgenden Nummer Aufnahme finden sollen, bitten wir bis Vormittags 11 Uhr aufgeben zu wollen. Größere Inserate wolle man einen Tag vorher aufgeben. Um den Satz rechtzeitig fertig zu stellen ist diese Bestimmung unerläßlich. Die Expedition. Dieses gediegene Volks- und Familienblatt feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. — Wenn ein Journal so lange Zeit stets den Rang als eines der beliebtesten und verbreitetsten Familien-Unterhaltungsblätter einzunehmen wußte, wie dies bei der »JUuftrir- ten Welt" thatsäcklich und in immer steigendem Maße der Fall ist, so ist der beste Beweis für die Vortrefflichkeit dieses Journals, welches Reichhaltigkeit und Güte des Inhalts, sowie prächtigen Bilderschmuck mit beispielloser Billigkeit verbindet. 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Lich, den 25. October 1876. (5626 Großherzogliches Landgericht Lich. Weyer. 3639) Da nach der Bekanntmachung deS Gießener Anzeigeblattes Nr. 241 und 242 die am 20. October d. I. abgehaltene Versteigerung der Gebäude des Vetzberger Hofes nicht genehmigt worden ist, fo werden diese Donnerstag den 2. November d. I., Vormittag- 10 Uhr, nochmals mit dem Bemerken einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt, daß der Hau 2c. in vier Abtheilungen versteigert wird. Es kann derselbe auch zusammen! verkauft werden, indem sich derselbe sehr leicht zu einer Fabrikanlage Herrichten läßt. Rodheim, den 29. October 1876. Der Bürgermeister: Bender. Bekanntmachung. Donnerstag den 16. November I. I., Vormittags 10 Uhr, werden auf unserem Büreau etwa 10 Centner ausgeschiedene ältere Acten behufs Vernichtung durch Einstampsen meistbietend versteigert. Gießen, den 24. October 1876. (5621 Grotzherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Holzversteigerung. Freitag den 3- November d. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeinde-Wald, District Blockswald, versteigert werden: 48 Rmtr. Nadel-Prügelholz, 146 „ „ Stockholz, 5500 Stück „ Wellen, 443 „ Fichten-Stamme, 198 Festmtr. haltend, 241 „ „ Stangen, 8 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist an dem Weg nach dem Hangelstein. Wieseck, den 25. October 1876. (5561 Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Wk n’ägÄ’S' V “ " 53 Luchen _ 25 Wen, 2 'S den 7. 2.DE'u9nb F'äch 332 Etniim-i-r timtet W. , Val Stangen Hllheanfde'n^ 3/dtU28 Dctober «Sn Aeilgeß^ Wt-W unversälfchie 1(1 ei r ffenst 5« bülzzk M Müller & Eisenberg, nw AWl. Trail per Liter 8i Getrockr Kränze und 1 empfiehlt die Handeltzgm 5645) Georg Seefi 5641) Arische unt> Gabliaucn ein. 5589) Ein schöner Kit Wirt, noch wenig gebrar I. Rothcnber» Gut« um V21 und um 1 ftif h M em 'Mehlt» durfte "W,äMlkt Stadt Casset 5634) t e u 295 2 Nadelholz 5446) Ga- Wilh. We idig. 5598) Gute rotbc und weiße Kartoffeln verkauft B Ma l k o m e s i u s. Näheres bei I. 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(dien ÄkadeMt verhaftet Absetzung des verlangt. Man hat sf dlieren Demagogen ve vier Zahre, andere für - Ans Mer Qi schen Kreisen kommen Kt die letzte Ve * d/r alte Freund Sba6 ersucht werde ,nrei|e ^en die Mhati *°"äen und dadur ^57" Keime unn ^tv N für den versuWxg ^dhen-Ans «-ich, 9,il;e‘,®" «•' den Petra! h ' daß der N 'M ^orderung ieb btI & t «w? Ää besondere aurf biU1 H totrfct '! d" ( "en. Di, damit -Ws- i*"".» 1 Personeubillet......2 cA 1 Familienbillet bis zu 4 Personen 6 „ zu Darmfindt übernimmt: Versicherung steigender Renten; die jährliche, lebenslängliche Rente aus einer ursprünglich 100 si. betragenden vollen Einlage kann bis zu 150 fl anwachsen und wird mit diesem Betrage an mehrere Altersklassen bereit« ausbezahlt. Versicherung von Kapitalien zur Versorgung von Hinterbliebenen, auf de« Todesfall zu Ausstattungen u. s. w., sowie von festen Leibrenten. Gelder zur statutenniäßigen Verzinsung mit 31/2 % und alsbaldige: Rückzahlung auf Verlangen. Die Anstalt gibt Darlehen auf Liegenschaften zu 5 °/0, sowie auf Werth Papiere. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Rechenschaftsbericht! 15) Fletlitenhranke und Bemitleidende heilt Dr. Jochheim in Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle No. 12 5439) Unterzeichnete empfiehlt sich im Verändern und Rcpariren von allen Arten Pelzwaaren. Neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Frau K. Belz. Bestellungen nimmt Frau Hollmann in der Schulstraße im Hause >er Herren Gebr. Stamm entgegen, woselbst ich jeden Mittwoch anwesend sein werde. 5577) Ein runder Tisch und ein Sopha zu verkaufen. Wolkengasse C- 91. 5632) Privatunterricht für alle Klassen des Gymnasiums wird zu erthei- len gesucht. Näheres bei Herrn Ed- Silbereisen, Alicenstraße. 5222) Freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermiethen im Hause deS Herrn Köhler, Gartfeld 118. 5622) Ein großer Pferdestall, sowie ein trockener Lagerraum, sind zu oermiethen. Wo ? sagt die Exped. d. Bltts-___________________ 5606) Möblirtes Zimmer zu vermicthen bei Frau Advocat Frank. Gießen, den 24. October 1876. ! Betreffend: Besuch der Fortbildungsschule. Nachdem die höchste Schulbehörde genehmigt bat, daß in dem fommeiibet Winterhalbjahr statt der gesetzlich zum Besuch der hiesigen Fortbildungsschule verpflichteten 3 Jahrgänge nur die zwei ersten Jahrgänge im Alter von V und 15 Jahren herangezogen werden, fordern wir hiermit diejenigen junget Leute, die in diesem oder dem vergangenen Jahre die Volksschule verlasset haben auf, sich Donnerstag den zweiten November, Abends 8 Uhr, im Lokal der Stadtknabenschule einzufinden, und zwar die 14jähriget im Saal Nr. 4, die 15jährigen im Saal Nr. 3. Jeder Schüler hat ein He oder einen Vogen weißes Papier nebst Feder mitzubringen. Lehrherrn, Dienstherrschaften und Arbeitgeber haben nach Art. 25 bei Volksschulgesetzes den Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuch bei Fortbildungsschule nöthige Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden mi einer Polizeistrafe von 2—20 &1L geahndet. Wir hegen jedoch die Zuversicht, daß es bei den hiesigen Meistern uni Arbeitgebern genügen wird, auf die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Unter richts hinzuweisen, um sie zu veranlassen, die jungen Leute zu einem pünktlichen fleißigeü und ersprießlichen Besuch der Schule anzuhalteu und ihrerseits alle! zu thun, um diese neue Einrichtung zu einer segensreichen Entfaltung für bit Volksbildung zu bringen. (5549 F. d. Sch.: Der Großh. Bürgermeister Der Großh. Schulinspector A. Bramm. Vigelius. 5588) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. ___ Seltersweg C- 81. 5587) Ein Zapfjunge gesucht- ___________________„Restauration Busch". 5585) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei____________Dr. Gaqnoin. 5584) Seltersweg C. 78 ein möblirtes Zimmer zu. oermiethen. Für den Verkauf eines überall gangbaren und beliebten Artikels werden an allen Plätzen mit Hoteliers und Wirthen vertraute tüchtige Agenten gegen hohe Provision zu enga- giren gesucht. (5637 Frco-Offerten werden an die Exped. d. Bltts. sub H. erbeten. 5630; Für ein hiesiges Colonial- und Fardwaarengeschäft wird zu sofortigem Eintritt ein angehender Commis gesucht. Prima-Referenzen erforderlich. Schriftliche Offerten unter A. W. bei der Exped. d. Bltts. 5363) Ein geräumiges, möblirtes Zimmer hat zu oermiethen ________I. Hanstein, LudwigSstraße. 4834) Ein möblirtes Zimmer zu ver- Eine Bäckerei mit Laden zu oermiethen. Näheres bei 5583)______Gebr. Scheel, Neusta dt. 5580) Ein schönes, möblirtes Zimmer zu oermiethen bet ______________Buchhändler Ferber. 5579) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. ___________B. Pflichter, Wolkengasse. 5552) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. _______________________Neuenweg 117. 5527) Zwei tneinandergehende hübsch möblirte Zimmer zu oermiethen bei __Gustav W i n d e ck e r. 5369) Möblirtes Zimmer zu vGrmtethen ___________________Kanzleiplatz Lit. B. 66. 4739) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Dr. Weber. 5368) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermietben bei H. Kühn Wwe. Aermijchic Änzeiflen. 5649) Eine Lehrerstochter sucht zum als'- baldtgen Eintritt eine Stelle als Stütze der Hausfrau. Auskunft ertheilt Karl Hof, Lehrer zu Nidda. abzugeben._________________________________ 1 56^7) Auf dem Comptoir eine» hiesigen Fabrik-Geschäftes ist eine LehrlingssteUe offen und demnächst zu besetzen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.___ 4651) Ein silberner Fingerhut ist vom Lindenplatz bis in die Alicenstraße verloren worden Abzugeden gegcn Belohnung @. Nr. 100, Alicenstraße.______________________ 5554) Gegen sehr gute, solide hypothe. karische Sicherheit werden 12000 Jt. verzinslich mit 5%, zu leihen gesucht. Näheres bei der Exprd. d. Bltts.____________________ Zum sofortigen Eintritt gesucht einige Tüchtige Buchhandlungsreisende welche mit Hilfsarbeitern zu operiren verstehe'', zu systematischer Bearbeitung bestimmter Ter, ain's. Pro 100 Kunden 200 Deutsche Exportbuchhand-