— * vvwnvv*. AOW« Kießener Htn^eiger AWge- und Amtshlatt für iti Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. P^sis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljähMch 2 Mark 50 Pf. ikasr Einladung jum Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei in s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1877 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. - Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Die Redaction. Amtlicher Theis. B e k a n n t m a ch n n g. Betreff: Die Rechnung des Armenvereins zu Gießen pro 1875. Don dem Veretnsausschusse geprüfte unb vorläufig abgeschlossene Rechnung des Armen-Vereins zu Gießen für bas Jahr 1875 nebst Belegen wird vom Samstag den 30. L Mts- an 8 Tage lang auf dem Büreau Großberzoglichen Kreisamts zur Einsicht der Vereinsmitglieber offen gelegt sein. Etwaige Beanstandungen sind wöhrenb der Offenlegungsfrist bei dem Vorsitzenden des Ausschusses vorzubringen. Gießen, den 23. December 1876. Für den Ausschuß des Armenvereins. ________p. Röder.____________________________________________ Bekanntmachung. Betreffend: Den einjährig Freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 23 und 24 der Ersatz-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 (Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) gestellungspflichtig sind, werden auf die in den §§ 89 und 91 der Ersatz- Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimmungen über die Pflichten der zum einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten und die Meldung zum Dienstantritt in den §§ 93 und 94 1. c. enthalten sind. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften oder verspäteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verliehen werden. Die vorstehenden, sowie die Bestimmungen des unten abgedruckten § 89 gelten sowohl für diejenigen Wehrpflichtigen, welche sich der Prüfung unterziehen wollen, als auch für die, welche auf Grund eines Schulzeugnisses den Berechtigungsschein nachsuchen. Für die im nächsten Frühjahr stattfindende Prüfung sind die Gesuche um Zulassung spätestens bis zum I. Februar 1877 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden rc. gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Ers.-Ord.) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 7. December 1876. Großherzogliche Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: von Marquard, Reg.-Rath. §. 89. Nachsuchung der Berechtigung. 1. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres (§. 20,2) zu erbringen rc. 2. Die Berechtigung wird bei derjenigen Prüfungs-Commission nachgesucht, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist. (§. 23 u. 24.) 3. Wer die Berechtigung nach such en will, hat sich bei der unter Nr. 2 bezeichneten Prüfungs-Commission spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zn melden. Dieser Meldung sind betzusügen: a)einGeburts-Zeugniß, b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über die Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zn verpflegen, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original einzureichen. 4. Außerdem bleibt die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig sreiwilligen Dienst noch nochzuweisen. Dies kann entweder durch Beibringung von Schulzeugniffen oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs-Commission geschehen. 5. Der Meldung bei der Prüfungs-Commission sind daher entweder die Schulzeugnisse, durch welche die wisienschastliche Befähigung nachgewiesen werden kann (§. 90) beizufügen, oder es ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung auszusprechen. Die Einreichung der Zeugniffe darf bis zn dem unter Nr. 1 genannten äußersten Termin ausgesetzt werden. In dem Gesuche um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, jn welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft sein will (Aul. 2. §. 1). Auch hat der sich Meldende einen selbst geschriebenen Lebenslauf beizufügen. rc. rc. rc. §. 91. Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung durch Prüfung. 1. Wer die wisienschastliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst durch eine Prüsung Nachweisen will, hat sich auf Vorladung der Prüfungs- Commission persönlich im Prüsungstermin einzufinden. 2. Alljährlich finden 2 Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Znlasiung zur Prüfung muß für die Fruh- jahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüsung spätestens bis zum 1. August angebracht werden. rc. rc. rc. Konstantinopel, 27. December. $);e „Agence Havas" melDet: Die Pforte scheint nicht, wie gerüchtweise verlautete, beschloffen zu haben, die Vorschläge der Mächte formell abzulehnen. Midhat Pascha besucht- heute die Botschafter und Bevolliiiächtigten, äußerte sich über die Garantie-Frage und die Deutschland. Darmstadt, 26. Decbr. Die Nr. 54 des Großherzoglichen RegterungS- »latts bat folaenben Inhalt - , , . 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Arznei- nitteltare für das Großherzoglhum betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Fwanzen, die Organisation der Loealstellen für das Salinen- und Bergwesen betreffend. 3 Concurrenz-töffuungen. Erledigt find i Lehrerstelle an der Stadt- tädchcnschule zu Gießen mit einem Gehalt von 1120 Mk., 11 Lehrerstellen n den städtischen Schulen zu Offenbach mit einem Anfangsgehalt von 1200 Mk., em Herrn Fürsten zu Dsenburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu diesen 51(116Sollt, 26. Decamber. Die „Köln. Ztg." meldet aus Pera^vvm 25. . Mts.: Die Vertreter der Mächte scheinen entschlossen, falls die Pforte ab- ihnen sollte, die Beschlüsse der Vor-Conferenz als Grundlage für die Conferenz elten zu lasten, die diplomatitchen Beziehungen mit der Pforte abzubrechen; mnalieff ist mit der Ueberreichung des Ultimatums beauftragt. Die Pforte abe bisher die Annahme der Befchlüste der Vor-Conferenz hmtnack.g vrrwei- ert und zwar unter dem Hinweise, daß sie dieselben als Schaffung eines Staates im Staate betrachten muffe. Eine Vereinbarung ist s-doch nicht aus- eschloffen. Das Vertangen der Mächte, den Waffenstillstand aus weitere 4 Tage zu verlängern, ist einstweilen seitens der Pforte noch unbeantwortet e61lC Samwtier, 26. December. Der R-dacteur der osstciösen Neuen ,annov. Ztg." ist wegen eines heftigen Angriffes auf die National-Liberalen nläßlich de« Compromistes entlasten worden. P Kaiserslautern, 26. December. Sine außerordentlich zahlreich beuchte Wahl-Versammlung des Wahlkreises Kaiserslautern-Kirchheimbolanden orach dem Reichstags-Abgeordneten Dr. Zinn Dank und Anerkennung aus für ie ersprießliche Wirksamkeit desselben bei der Zustandebringung der Justiz- besetze und proclamirte ihn zum Kandidaten für die Neuwahl. 120, dabei sind 200 Menschen umgekommen. Unter den verunglückten befinden sich mehrere deutsche Schiffe. Belgien. Brüssel, 27. December. Nach einer Depesche des Pariser „National" aus Konstantinopel gesteht Midhat Pascha die Ernennung einer europäischen Ueberwachungs-Commission für die europäische Türkei zu. Brüssel, 27. December. Der „Jndöp. belge" zufolge hätte Belgien in der Occupatrons-Frage nur durchaus vertrauliche Mitthellungen erhallen und seinen auswärtigen Vertretern davon auch nur vertrauliche Mrttheüungen aemacht. Minister Malou hätte Letzteren angezeigt, daß Belgien, ohne das eventuelle Ersuchen der Mächte absolut abzuweisen, sich dennoch verpflichtet fühle die Annahme von der Gewährung gewiffer moralischer und finanzieller GaranNeen abhängig ,u machen. Die „Jndäp. belge" bezweifelt daß diese Bedingungen Belgiens Aussicht auf Anuahme Seitens der Großmächte hätten. Nußland. Petersburg, 27. December. Di- „Intern. Telegr.-Agentur" meldet aus Pera von heute: Der Großvezir Midhat Pasch- hat sich gestern bei General Jgnatieff in Gegenwart sämmtlicher Mitglieder der Conferenz entschie- d-il dahin ausgesprochen, daß die türkische Regierung entschlosten s->, in keinem Moskau," 28. December. Die „Mosk. Ztg." nennt die neue türkische Verfassung eine bloße Verspottung der Mächte, welche die Noth der Christen legalisire und die Verantwortlichkeit der Regierung beseitige; nur durch eine ernstliche Occupatlon und Verleihung des Rechtes an die christliche Bevölkerung, im Frieden Waffen zu tragen, im Falle den Türken dieses Recht nicht zu neh- men sei, könnte die Lage der Christen verbestert werden. Türkei. Kesternich. 97 (f. <(r moUt «orre'sp." meldet aus Belgrad: Mitwirkung fremder Gensv'armerie, sprach aber von keiner Ablehnung, Saus- C Kbristitick ' Krieg General Protitsch; Finanzen alle Botschafter abreisen würden. Die nächste Conferenz-Sitzung ist endgültig christli ch; Cullen FilipP Chnftltich, Wtieg «senerai -P w' o - Donnerst-- festgesetzt, und wird die Pforte alsdann ihre Entichließangen w-gfe*3S—«ch..............«... Ul??Swn«i«.n«»T.,. »•»»««2;' °mm 9ttiLU027n®eccmt6et.e Hiesige Blätter melden aus Belgrad: Der vor- Ovian Eff-nd, geht in besonverer, wie es heißt finanzieller Misgon nach Paris rauten erhielten Befehl, unverweilt Llepimmung schienen persönlich die Erhaltung des Friedens zu wünschen. Die Beoollmäch- wesenden Freiwillige, an die Drma nbingehen magyarische Finanz- Mten der Mächte möchten wohl, um den Widerstand der Pforte zu brechen, -WWMLE WZZMMM W enbedarf um, Pegrundung. unfc @ a ftnb h^te nach quis Salisbury mit dem Sultan scheine ein günstiges R-sultat gehabt zu haben. »45>««" awä großer gemeinsamer Mmister-Rath stattfindet. die"Lösung zu beschleunigen. — Heute wird hier das Kurbau - Bekam-Fest 8 Konslantinopel, 28. December. Anläßlich der Feierlichkeiten des Versailles, 27. December. Die Budget-Commiffion d-r Deputirten-! ^^'am-F-stes wurde der Sultan mit lebhaften Zurufen begrüßt, mit Kammer hat mit 12 gegen 11 Stimmen dle vom Senat abgeanderlen Etats-! Hochruse auf die Versaffung vereinigten. Gerüchtweise verlautet, die Positionen wieder in der früher von der Deputirten^Kammer,b°schl°sstnen FormL würde in der heutigen Sitzung der Conferenz Gegenvorhergestellt, lehnte es dagegen ab, dem Antrag- IEbetta s gemäß m den ey g Federungen der Mächte überreichen und ,ebenfalls auf ge- Commissious-Bericht eine Erklärung gegen das Budget-Recht des Senates Modificationm der letzteren hinstchtlich mehrerer Einzelfragen dringen, aufzunehmen. Solche Modifikationen werden indeß Seitens der Bevollmächtigten der Machte LnalaUd. voraussichtlich nur dann angenommen, sofern^dte gebotenen Garantwen ihnen ,, ~ .. ,.Tc . c . als ernste erscheinen. Das Decret über die Staatsschuld vom 6. Octbr. 1875 ßpitboit, 26. December. Dle neue türkische Eonstltutlon bildet das nnnmphr burcb amtliche Verfügung aufgehoben. Haupt-Thema aller Leitartikel. Die „Times" fchreibt: So lange die christliche st Celtinje, 28. December. Da der Waffenstillstand zu Ende geht, gin- Beoölkerung auf die Gnade der Mohamedaner angewiffen ist , werden die Re- Oberbefehlshaber Prolovic und Vukotic auf ihre früheren Posten ab. formen nicht das theoretische Stadium überschreiten; Garant,een find unerlaß- S°" VDelDe^9 V * lich; wenn somit die Constitution Midhat's das letzte Zugeständniß ist so tst M«mä«ie«. jede weitere Debatte nutzlos. - Von der schottischen Küste werden von Neuem December Die Kammer nahm einen Gesetz - Entwurf zahlreiche Schiffbrüche mit Verlust °°n Menschenleben gemeldet: bei totone^ .Bukarest, 27 D-cember. gte R ^berufenen Reservisten zu ven scheiterte die Danziger Barke „Johanna", deren Mannschaft angeblich m an beT bte ®emelnbem J J• die F t mit- daß - *N**i - ‘tSÄft ÄÄStÄ.J.U. — „Reuter's Bureau meldet aus Konstantinopel vom 25. d. Mts.: Die Griechenland. 8-2" «... J AIH-». 27. D„ »■»“«“ XI'Ä’l." sprechung der neuesten Nachrichten aus Konstantinopel die Pforte nuebetDolt 10 »«6,1 tu. über die Verantwortlich- vor den Folgen eines Widerstandes gegen das Reform-Programm der Conferenz: rufung von 120.000 Mann, seiner wuroe u । Weder England noch andere Mächte würden die Türkei vor sicherem Verderben keit der Minister angenommen. retten • sie dürfte sogar mit mehr Feinden als Rußland abzurechnen haben. Amerläa. w ÄS.’SSÄ SÄX WA Schiffe - mindestens 100 Menschenleben gingen dabei zu Grunde. Die Anzahl daselbst Revolution ausgebrochen. Der Präsiden G z z 3 . der Schiffe, die in den letzten 14 Tdgen Schiffbruch erlitten, beziffert sich auf!ist flüchtig. der Unter den besten Kalendern nimmt der Dahcimkalender für daS deutsche Reich die erste Stelle ein. Wer sich noch nicht mit dem unentbehrlichen Hausrath eines Kalenders versehen hat, wird an ihm^seine Rechnung finden. (Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 31.Dec. 1876 bis 6. Januar 1877 besorgt Pfarrer Dr. Seel.) New-Uork, 27. December. Nach Berichten ans Mexico vom 9. d. Mts. wird die Regierung des Iglesias, welche in Queretaro ihren Sitz genommen hat, von H Staaten anerkannt; derselben steht eine Truppenzahl von 12,000 Mann zur Verfügung. Die Streitkräfte der Porfirio Diaz, welche 18,000 Mann stark sind, halten die Staaten Mexico, Hidalgo, Puebla, Oaseaka und Veracruz besetzt; 10,000 Mann von ihnen haben sich gegen Iglesias in Marsch gesetzt. Die hier am 10. d Mts. veröffentlichte Nachricht aus Mata- moras, wonach der bisherige Präsident Lerdo de Tejada gefangen genommen und mehrere Mitglieder seines Crbinets hingerichtet wären, hat noch keine weitere Bestätigung gesunden. t(. £ , , Washington, 26. December. Der Präsident Grant erklärte bei einer gestern stattzefunden Unterredung mit dem Correspondenten der „Associated P-eß" : er wisse nichts von einer demokratischen Verschwörung in der Armee und glaube auch nicht daß anläßlich der Präsidentenwahl ein Zwiespalt in derselben bestehe. Die Armee werde Denjenigen bereitwillig als Präsidenten anerkennen, der als aewäblt proclamirt werden würde. Kirchliche Anzeigen evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 31. December. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. Monta g den 1. Januar 1877. Neujahrsfest. Morgens : Pfarrer Dr. S ee L Nachmittags Pfarrverwalter Schlosser. (Collecte für die Waisenftalt.) Frischbäcker ) u Gießen. Sonntag, den 31. December 1876. Gg. Spieß am Wallthor. M. L enz am Marktplatz. H. Faß .?uf dem Kreuz. - Vermischtes. - Einen interessanten Rückblick auf frühere Zeit gibt d-r nachstehende Auszug aus dem Erblethbrief des Wasenmeisters Joh. David Klotz zu Umstadt vom 13. Dec. 1743 Spectfication der wegen ein und anderer zu verachten habender Exemtion, dem hiesigen Wasenmeister Joh. David Klotz gemeinschaftlich verordneten Taxe.. ) Vo SßfabV iu stecken 5 fl. — 8) Einem eine Hand abzuhauen 5 ff. — 9) Einem Nase und Obren ab uschneiden, wie auch die Rnnge heraus.ureihen 5 ff - 10) Um rinnt armen Künder u bearaben 5 fl. - 11) Einen ans H-lseisen zu stellen und des Landes zu nerweisen 1 fl 15 Stib. — 12) vom Brandmarken und auf den Pranger zu stellen, ode" auch an's Halseisen 1 ff. 15 Alb, - 13) Wenn Einer °°m Leben zum Tad ge- richtet, vor die gewöhnliche Mahlzeit 5 Kein nützlicheres Geschenk für eine junge Mutter, ein junges Mädchen, für die d^chreibungen. rocfcntItd, etn Familien-Journal., Jede Totletten-Extrovaganz • v bestrebt jeder Lebensstellung und jeder Altersstufe zu genügen, ö^wel.Cli',« nfa s,ine vorzüglichste Aufgabe, Geschmack an eleganter Einfachheit in den tommenbe TOannfqfalttfllett uno Whwu* gnbalt seines, mit trefflichen Illustration« s-ll-trtttttcheu Th-tts sichern ihm dauernde Beliebtheit. Der „Bazar" , durch"alle Buchhandlungen und Postanstalten zum vierteljährlichen Preise von nur 2 /, Mark zu beziehen. ----------- Lokal. Notiz, Gießen, 29. Dec. Die gestrige Wahlversammlung im Leib'schen Saale war von Nah und Fern so zahlreich besucht, daß In dem großen Local fast kein Platz mehr zu finden war. Unser seitheriger Reichstagsabgeordnetel.Fr eiherr m Rabenau war auch anwesend und berichtete über sein seitheriges Dsirken im .Reichstag sowohl, als er auch seine Stellung zu verschiedenen Gesetzen pracisirte. Wir süssen gestehen, wir haben noch nie in Gießen einer antmirteren Wahlversammlung beigewohnt als der gestrigen. Namentlich von Seiten der socialdemokratischen Partei wurde Freiherr v. Rabenau in verschiedener Weise interpellirt, welche Interpellationen alsdanrt auch ihre prompte und manchmal schlagende Erledigung fanden. War auch der Vortrag unseres Abgeordneten nickt ganz so fließend wie wir schon mehrere ^b^t. so sprach Herr Vroi. Oncken und der Präsident der Wahlversammlung Herr Hofg. Adv. Dr. Dittmar in fließender giönzerder Ansprache zu der Versammlung. Namentlich Herr P?°s. Oncken sowie auch Herr G rön ing er von «rünberg legten der anwesen- ben socialdemokratischen Partei ans Herz, zu prüfen und zu überlegen, für wen fte aairten und r u w elch em Ziele schsteßlich die Arbeiterpartei gelange. Der Vorsitzende gedachte ferner auch der Deutschconscrvativen Partei und hob aus ^»bereits herauf aenebenen ftluablatt mehrere Stellen hervor, an welchen er Widersprüche constanrte. Lum Schluß sorach die Versammlung mit Ausnahme der Socialdemokraten sowie Zniger^Herrkn'anderer Richtung, ihre Zustimmung zur Candidatur des Freiherrn v. R aben-fu aus. _____________ Straßenbeleuchtung. Allendorf a. d Lumda, 23. Dec. Ihr geschätztes Blatt hat bezüglich zeitgemäßer Einführung von Straßenbeleuchtungen in den Landgemeinden bis letzt zwei Artikel ausgenommen und zwar in Nr. 298 vom 21. December einen solchen aus der Gemeinde Steinbach und in Nr. 300 vom 23. December einen solchen aus der @eÄ Hb eÄrtsteln muß mich ganz der besonders Letztere, als zur Steuer der Wahrheit gea ben, zu der nur kurzen Bemerkung veranlassen, daß hier in dem Städtchen Allendorf a. d. Lda., in Wirklichkeit schon seit Monaten eine allgemeine Straßenbeleuchtung ^"se^urzen Bemerkung wirft sich nun die Frage auf, wer von den Verfassern beider Artikel hat denn nun eigentlich der Wahrheit gesteuert und von welcher Landgemeinde oder Landstädtchen kann wohl das Geltung haben, was ganz besonders in dem Artikel aus der Gemeinde Staufenberg hervorgehoben worden^ist Quf ^^se Frage liegt zwar sehr nahe, der Unterzeichnete will aber bescheiden sein und die Beantwortung derselben Jedem, der sich für die Sache interes- siren fraglicher Artikel die zeitgemäße Einführung von Straßenbeleuchtungen in den Landgemeinden dadurch fordern, d°ß sie politische Meinungsverschiedenheiten unter den Ortsoorstanden, was überhaupt heut zu ^age so gerne geschieht, in die Sache selbst ziehen, scheint mir sehr fraalich zu sein. Wo es gilt zeitgemäßen Bedürfnissen in einer Gememde Rechnung zu tragen, da sollen und müssen politische Meinungsverschiedenheiten und überhaupt Sonder- interessm sc^oeigen.^ ^^sigen Ortsvorstandes wenigstens sei es gesagt, daß sich bei demselben bis jetzt noch immer, wo es galt zeitgemäßen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, dieser Satz zum Segen der Gemeinde geltend gemacht ha - , 1R7- Den Beweis hierfür liefert, neben so vielen anderen, auch die schon im Jahr 1873 bei Berathung deS Voranschlags für 1876 erfolgte einstimmige Beschlußfassung bezüglich der jetzt schon seit Monaten in's Leben getrteenen allgemeinen Straßen- beleuchtung. __, |B 1 , ------ j ' — ^Wi^niachen die Interessenten auf die durch Herrn William Ra ich in New- Bork herausgegebene Zeitschrift „das Archiv" aufmerksam, welches als Organ zur Veröffentlichung der Todesfälle von Deutschen in Amerika, auch die Liste der im amerika- , niscken Rebellionskriege von 1861 bis 1865 gefallenen deutschen Soldaten enthalt und pro Jahr nur 4tnd. Porto, bei zwölfmaligem Erscheinen, kostet. Der Herausgeber dieses Blattes, welcher zugleich öffentlicher Notar für Stadt und County New York fft, i besorgt jede gewünschte Auskunft über in Amerika lebende Deutsche M^atentbed sowie Todesscheine über dort Verstorbene gegen mäßiges Honorar. — Nähere Auskunft ertbeilt bereitwilligft Herr H. Dörinq in Gießen rülltg werden, sind nachstehende Termine (666 7 2. Januar 1877, 8) fi großer 2) 3) 4) 5) «) 7) im Anbruch, empfiehlt ) Gg. Wilh. Weidtg. Dienstag den Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag „ Dienstag „ Mittwoch „ Donnerstag „ Ijeilgeöotenes. Mr Neujahr Gratulationskarten in 3. 4. 6. 9. 10. 11. festgesetzt, und zwar: 1 1) Samstag den 30. December 1876, sowie Auswahl bei 6682)Julius Hoos am Markt Holzvcrsteigernng. Im Licher Stadtwald, District Unterer Speierlingskopf, kommt Donnerstag den 4. Januar 1877 folgendes Holz zur Versteigerung: 9 600 Fichtenstämme von 14—35 Cntm. Durchm. und 10—20 Meter Lange, 250 Fichtenstangen von 9—12 Cntm. Durchm. und ^0—15 Meter ^ange. Das Fichtenstammholz ist sehr schönes Bauholz, auch befinden sich einige Stämme zu Schnittholz darunter. Unter dem Fichtenstangenholz befinden sich schöne Sparren, Wagnerstangen und zur Garten-Einfriedigung geeignet. Die Zusammenkunft ist am Hattenröder Vicinalweg beim stad.ischen d^^^r^Anfanq ist im Unteren Speierlingskopf unweit des Hattenröder Picinalwegs Morgens 9 Uhr. Bei genügender Bürgschaft Zahlungstermin Martini 1877. Lich, den 21. December 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. I h r i n g. 6686) Die Direction der Spar- und Leih-Kasse zu H"^"vurch^dkn Tov des Herrn Hildebrand die Rechnerstelle der Spar- und Leih-Kasse zu Hungen vacant - vom 1. Januar 1877 an von Herrn Philipp Becker zu Hungen übernommen werden wird. Lungen, den 28. December 1876. 8 I. A. : C. w. Jockel, Secretar. _____ 9) Samstag „ 13. „ „ Die Interessenten werden daher aufge- forbert die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf. ortsübliche Weise bekannt macken zu lassen. Gießen, am 28. November 1876. (6160 Orr Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Bekanntmachung. Die Restauration auf dem Bahnhofe Kuntershausen soll vom 1- April 1877 ob auf unbestimmte Zeit im Wege der Submission anderweit verpachtet werden. Die desfallsigen Pachtbedingungen kormen in unserem Secretariat eingesehen, auch auf portofreies Ersuchen gegen Einsendung der Eopial- Gebühren van 40 Pfennigen von uns bezogen werden. W" «gg ÄTter« häufen« »erfüll-um 21 Februar 1877 hierher ctnfenben, an welchem Tage Vormittags 10 Uhr dieselben tat Beisein der etwa erschienenen Submittenten eröffnet werden. Cassel, den 21. December 1876. König!. DirectX« der Main-Weser-Bahn. (6680 Bekanntmachung. Zur Bezahluua der Zinsen, welche van den bei der bleftden Spar- und W^faffe angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres in großer Auswahl zu billigen Preisen em^ im äi 'pfiehlt H Sonntag, Kirchenplatz. 16671 ) Empfehle mein Lager in sehr guten Chocoladen, eingemachten Früchten, allen feinen Liqueuren, sowie Essenzen und ganz besonders ächten Malaga u. Madeira. Conditor Kinkel, 6692) Schulstraßc. Neujahrskarten empfiehlt' i6688 C. Steinhäuser, Neuenbänen. Pmilch-Ellenie, hiü. Sorten in Vt und Vr Flaschen, sowie Trockene Braunkohlen vom Hessenbrücker-Hammer, von 25 Ctr und mehr, können zu jeder Zeit am Oberhessischen Bahnhof an meinem Lager geladen. auch ans Hans geliefert werden. 6676) ' ftg. Unverzagt. Neujahrs- (6689 Gratutationskarten 6584) .-Reg. ferner *5*A. Busch Sohne 6532) Halirs-tratilaltekarte offen alle Ärrac- Rum- Arrac Num de Batavia, „ Goa, „ Jamaica, Feinsten Batavia-Arrac, „ Jamaica-Rum, 6684) Ein gut erhaltene? Klavier von Vier Heller wird billig abgegeben. Kreuz Lit. B. 114. Ananas-Punfcheffenr, Burgunder- „ Portwein- ,, M Cognac, Punfchcffenze, Liqueure und Mouffireudeu Rheinwein ctHvneMt__Emil Elschbach. 669p Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, Dass ficy die Bürgermeisterei, das Standesamt und das Größtmögliche Ortsgericht von heute an in dem alten Realschulgebäude (zweiter Stock) befinden. ausgeführt von der Kapelle des 2. Grossh. Hess. Infant No. 116, unter Leitung ihres Kapellmeisters . , Ä C* Krausse. (6681 —6 XJh,r._____ Entree 40 Ff. Bordeaux-Weinen 1865r, 1868r, 1869t, 1870t und 1874t Jahrgang, Cognac, Cafe Leib. Montag den I. Januar 1877: Großes Durch frühzeitigen bedeutenden Einkauf von uus- gezelchnetem I874r Jahrgang sind wir in den Stand gesetzt, nachstehende sehr gute Qualitäts-Weine zu beigesetzten billigst gestellten Preisen abzulaffen: L87Lr Wachenheimer pr. Flasche Mk. — 50 Pf. 1874c Deidesheimer ,, „ , _ 60 1874r Niersteiner „ „ ' _ 75 " Wir erlauben uns ferner, unser wohlassortirtes Bäcker Steinberger, ____Löwengasse. Einen Lehrling sucht die mechanische Werkstätte von C. Stauoinger & Cie. 2607)__in Gießen. Empfehlung^ Morgf haben wollen, Herrn William R a i ch, Herausgeber des Ar cbiv's m New-Doik bestens zu empfehlen. Demselben erteilte % durch Scheiben nnb hrnt’p M ÜCm^fr ®uftrnS' melne Verwandten in Amerika anfzusuchen ta S.'ÄTs,2«.’8"-’'* -« «"«'* 6663) Hierdurch die Nachricht, daß ich mit Montag dm 8 «nrn CursuÄ tm Anfertigen von Damenklcidern eröffnen w rde Theilnehmerwnen werden um baldige Meldung gebeten. " 4 Pfd. prima Schwarz- brod ä 48 Pfg. 4 Pfd. prima Weißbrod ä 56 Pfg. Brödchen bei 30 Pfg. 1 Stück Zugabe. (6657 W. Löher, Brandgasse. Extrafeine Arrac-Punscheffenz in Vi und y2 Ltr.-Flaschen, Extrafeine Rum-Punschessenz in Vi und Vz Ltr.-Flaschen, Extrafeinen Batavia Arrac, „ Jamaica-Rum, r alten Cognac, (6656 empfiehlt L. Müller, Mäusburg B. 48. spanische Weine, als: Sherry, Madeira u. s. w., Marsala, ungarische Weine, Champagner, bestens zu empfehlen --------------------------------O. Schneider. Loity’* Bierkeller. g cv x . Sonntag und Reujahrstag - Austreten der Romiller-Fomilie icter$u wählen, vor dem Wahltag aber noch zwei Besprechungen und zwar 9 om 2‘ ^nuar 1877, Rachmittags 2 Ubr, im Gasthaus |um Hirsdj in Grünberg und a,n 7. Januar 1877, Rachmittags , 9H 12, 4*3, 75, „Der, heutigen Nummer ließt für die Stadtabonnenten ein Fraukfurt a. M. £aufeiib l.,nteräe,d,ncfe cffcctuilt 9f3en Provision von Eins vom den An- und Verkauf von Werthpapieren per comptant . Äunt> jyf zu den genslusten Tagescoursen, den ^neaffo mib die Berwerthung aller Coupons, dm An« und Verkauf von Wechseln, den Jncaffo und das ^lScontiren derselben zum billigsten Börsendiskonto. Belehnung von Werthpapieren zu billigst möglichem Zinssätze. ______________________Th Baist.__________ Restauration Stencrnaacl, »«nd,«s-. Samstag Abend G'/2 Uhr: (6679 -________vOMCert der Familie Sinrrnedinger. VeranrworrLtche Redact,onU. Schey.ia. $0« In Ut| wurde, ein Jährliv Der Eige Gießen Es ist die Gebühren ein fixer Concurren, Gießen, Sie rooQi gras- und Waldsti Die gegen $ie ßlnfü, und es fitib sogar ai . o,. ^se Borg einer ßebtn^t bei den vermehrter1 Lande unzureichend nanbe eingetreten, r der Theologie in so v'care gewährt wert ’n einigen Wochen l diese Nothlagk berei Unmöglichkeit ist, ut werben. Dieser zwi rntgegengetreten wer solche Erhöhung iU( ÄÄ! sssr *i« BK® Motion 8 Ä‘ bedenken °6ei «st- (| M-Ht ’Ä“1«» te "nder miUtn'i m D°rinst,° btt Alnistertatt Alltel **^SJ