\ für lernte, ^enbuno 1 II M L"'» er Rabatt ^7 « .. (o0761 ikiyungcu Ä"H 4“£MSjnh(f(r “ 0 gtbmtn &»Xn $ anb,r®< J,fJ5 'st ein möMte "8 toen. I ^kS Zimmer H; I ^beraer, Neuenweg : Zmmer zu DfnnidU Madt U L. K 57. ^ne, möbhr/f jimmtr ju I 8- Krämer, SnMnb^yoKftr. f itc #n|'il,n- Knuten »«»* t?m f««< 7 m e r, glictnH täftenm! »rationell <* ■^ISS No. SLI. Freitag, den 27. Oktober IN7«. MeßeW MHeiger Allfligt' Mii AmtMtt fir de« Kreis Gieße«. Erscheint tätlich mti Ausnahme bei Ms »tag« vchutst,»-«, SU B. Nr. 18. ®Wi» vierteljährlich 3 Merl 20 Pf. mit Bringrrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich B Mark SB Pf- Amtlicher H h e i t. Gießen, am 12. October 1876. Betreffend: Die Herbst-Controlverjammlungen in 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie die nachstehende Bekanntmachung des Großhcrzoglichen Landwehr-Dezirkscommando's dahier in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. v. Röder. Die diesjährigen Herbst Control-Versammlungen im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehalten: I. Im Bezirke -er I» Bezirks-Compagnie (Gietzen). 1* Zu Gießen am 30. October 1876 Bormittags, im Oswald'scben Garten und zwar um 7 Capital 20 Pfg., für das Gewerbesteuer-Capital 18,3 Pfg., für das Grundsteuer-Capital 15 Pfg. beantragt. Im Laufe der Debatte wird von den Äbgg. Jost (Allertshausen), Stephan (Osthofen), Stephan (Heßloch), Wadsack, Ellenbenberger, Matty, Außland. Moskau, 24. October. (Proceß Strousbcrg.) Das Zeugenverhör wird fortgesetzt. Die Aussagen bestätigen, daß Strousberg nicht bestochen hat, sondern selber ausgebeutet worden ist. Türkei. Konstantinopel, 24. October. In Verfolg der Entdeckung des Complottes, welches die Einführung der beabsichtigten Reformen zu verhindern Gießen, ‘26. Oct. Ämlid), ba§ in der F M ((Salaen) die 6mroi berbeifchaffen un 2, Helsen mußten. In -schm, die Darmstädter stistt, Leinweber und Be -Mil für sckimpfiich ui iiim Leistunaen bestellt r iam Hochgericht erbaut ro iiadgraf Ludwiz VIII., d lessuntzern in die Stadt L«.* W, Gonzalei ____ (ei(jtji, 26. Oct- LameSS Hi W Silmb°bn-F'rk‘ Madrid, 23. October. Amtlich wird gemeldet: Bereits seit lange Abg. Wolfskehl hatte noch einen, übrigens nicht förmlich formulir ^hat die Regierung die socialistische Verschwörung überwacht, welche von Ruiz Zorilla und Salmeron mit Unterstützung einiger föderalistischer Militärs orga- .. . . . . .. nifirt war. Nach einer an der Grenze erfolgten Beschlagnahme eines Briefes Darmstadt, 23. October. Die Regierung hat jin die zweite Kammer von Ruiz Zorilla, worin derselbe den sofortigen Losbruch anbefiehlt, beschloß die Negierung zu handeln und verhaftete die Hauptschuldigen, darunter die Generale Mereto, Areyro, Patino und Acosta, welche nach dem Militärgesetz be- bcndung mit einer ophtalmologischen Klinik vom 1. Januar 1877 an für!straft weiden sollen, sowie mehrere föderalistische Deputirte. Einige Verschwo- Besoldungen und persönliche Ausgaben jährlich 5500 Mk-, ferner für sachliche reue haben sich geflüchtet. Ausgaben jährlich 10,000 Mk- und einmal 5000 Mk- beansprucht werden. — San Sebastian, 24. October. Die Nachrichten über Entdeckung der Auf eine Anfrage des Abgeordneten Maurer hat die Regierung erklärt, daß socialistischeu Verschwörung haben unter der hiesigen Bevölkerung lebhafte Erste für Ausarbeitung einer allgemeinen Bauordnung für das Land eine Com- reguug hervorberufen, doch ist die Rlihe bisher nicht gestört worden; die Trup- mission bestellt habe, daß es aber zweifelhaft sei, ob diese ihre Arbeiten fo P£U sind consignirt. In Saragosia, Logronno, Bilbao und Santander wurden zeitig vollenden werde, daß noch dem dermaligen Landtage eine Gesetzes-Vorlage zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Außer den bereits in Haft genommenen zugehen könne.— Bezüglich des Antrags des Abg. Heinzerling wegen Errichtung sind noch verschiedene andere Generale compromittirt. Gerüchtweise verlautet, von Reichs-Telegraphen-Stationen in Hirschhorn und Neckarsteinach ist die Äus- Zorilla habe über die Grenze nach Arragonien hin wieder den spanischen Boden kunft ertheilt, daß die Regierung sicb dieserhalb an die ReichS-Telegraphen- Verwaltung gewendet habe, bis dahin aber eine Antwort noch nicht erfolgt sei. . Bkkmtnuch Maa den 28. d. fflt? für das Gewerbsteuer-Capital 18,3 Pfg., für das Einkommensteuer-Capital Durchreise von Wien nach London, woselbst er einen Monat zubringen wird, 20 Pfg. zu erheben. Die Debatte schließt damit, daß der Antrag der Aus. vorübergehend hier auf. schuß-Minorität mit allen gegen 6 Stimmen, der Antrag der 13 vorgenannten Paris, 25. October. Die „France" veröffentlicht folgende Depesche, Abgeordneten mit 24 gegen 19 Stimmen, der Antrag der Ausschuß-Majorität welche von Jgnatieff an eine hohe diplomatische Persönlichkeit gerichtet wurde: mit 26 gegen 17 Stimmen abgelehnt, die Regierungs-Vorlage mit 22 gegen »Konstantinopel, 23. Octbr. Ich verbürge mich für meine persönliche Mäßi- 21 Stimmen angenommen wird. Im Laufe der Debatte hatten die früher der gung, aber ich verbürge mich nicht für die Weisheit eines Anderen." Wien, 24. October. Die „Neue Fr. Pr." will erfahreu haben, daß die Vertreter der Pforte im Auslande den betr. Regierungen mitgetheilt hätten, dw Pforte verharre auf ihrem frühereu Standpunkte und halte die an sie ge- auf ihrer Hut zu sein stellten Anforderungen für unannehmbar. Eine weitere Bestätigung dieser Nach- und sich streng an bewährte Namen zu halten. (Frkftr. Journ.) richt liegt nicht vor. Darmstadt, 21. October. In der heutigen Sitzung der zweiten Kam- Wien, 24. October. Der „Polit. Corresp." wird aus Serajewo ge- mer wurde in der Berathung des Ausgabe-Budgets, soweit abweichende Be- meldet, es sei Gefahr, daß die Mohamedaner in Bosnien im Falle der Ver- schlüffe der ersten Kammer vorliegen, fortgefahren; hierbei gelangten überall wirklichung der für Bosnien beabsichtigten Autonomie sich erheben würden; der die Ausschuß-Anträge zur Annahme. Wir heben hervor, daß einem von der dortige Landes - Verwaltungs - Rath habe eisen Antrag auf Berufung von je ersten Kammer beliebten Abstrich an den für das hiesige Polytechnikum be- zwei Mohamedanern aus jedem Vilajets'Kreise in den dort bestehenden Rath willigten Beträgen im Belauf von 4900 Mk., sowie einem solchen bezüglich für den Religions-Krieg angenommen. der zu errichtenden Bau-Gcwerkschule im Belauf von 4800 Mk. nicht beigetre- Wien, 25. October. Nach glaubwürdigen Berichten sollen die letzten ten wurde. Bei der Oberforst- und Domänen-Direction wird darauf beharrt, Gefechtstage bei Deligrad zwar für die türkische Armee sehr ruhmvoll ausge- daß ein Director nicht bestellt werde, aber für den verwaltenden Rath eine fallen fein, ohne jedoch einen strategischen Erfolg zu ergeben. Dagegen hat die Functions-Zulage von 600 Mk. verwilligt. Bei der Landes-Universität Gießen Capitulation der Festung Medun den Montenegrinern nicht blos außerordent- hatte die zweite Kammer 301,715 Mk. für die neue Aula verwilligt, eine wei- lichen moralischen, sondern auch effecriven Vortheil gebracht unb dieselben in tere Forderung von 90,571 Mk- für weiteres Bauwesen vorerst abgelehnt. Die die Lage gesetzt, Mukhtar Pascha mit ganzer Kraft zu verdrängen; man er» erste Kammer war auch für letztere Verwilligung eingetreten. Mit Rücksicht wartet eine entscheidende Action in dieser Richtung. Diese Umstände dürften auf inzwischen veränderte Verhältnisse erklärt sich nunmehr der Finanz-Ausschuß dazu beitragen, die Pforte nachgiebiger zu stimmen,'was man auch in den hie. zweiter Kammer gleichfalls für die Bewilligung. Dem entsprechend erfolgt sigen Regierungs Kreisen, ohne daraus ein Hehl zu machen, wünscht. Die Cor- nunmehr einstimmig die Bewilligung. respondenzeu eines Berliner Blattes aus Pesth, welche fortfahren, die Stellung Darmstadt, 23. October. Die heutige Sitzung der zweiten Kammer Grafen Andrassy als erschüttert ui bezeichnen, werden aus Agitationen von war ausschließlich der Feststellung des Finanz-Gesetzes, insbesondere dem § 1 altconservativen Gegnern Andrassy's zurückgeführt. desselben, directe Steuern betr., gewidmet. Nach der Regierungs-Vorlage 24. October. Im Finanz-Ausschuß erklärte der Landcsver- sollen auf die Mark Gewerb- und Einkommensteuer-Capital 19 Pfennige, auf theidigungs-Minister v. Szendc auf eine Anfrage, es könnten nöthigensalls die Mark Grundsteuer-Capital 17J/2 Pfg. ausgeschlagen werden. Nach dem 217,000 Honvets binnen acht Tagen vollständig ausgerüstet und mobilisirt Antrag der Ausschuß-Majorität werden für daö Einkommensteuer - Capital werden. ---- ' Pesth, 25. October. Der Fackelzug der Studenten zu Ehren des türkischen Cousuls ist polizeilich verboten worden. Berlin, 24. October. Das „Tageblatt" meldet: Der russische Finanz- Minister hat Livadia verlassm und die Erlaubniß zur Aufnahme zweier Anleihen erhalten. Das Consortium Hope übernimmt 20 Millionen Ducaten; fünfprocentige 200 Millionen Rubel sind in Rußland ratenweise nach Bedürf» niß emittirbar. Berlin, 25. October. Der Ministerralh, welcher gestern unter dem Vorsitze des Kaisers stattgefunden hat, ist in der Schutzzoll-Frage nicht endgül- - h nod) Ute, ''"liefen " ® «kgicl^ $* r “A, mittf)cil« st ivald- , £)Ctcb A n ,rb bann »ock r«, ‘ a ,1* Jimintn wurde. «1« i*" ‘ Ausschuß-Majorität angehörig gewesenen Mitglieder, mit Ausnahme des Abg. - „ . Kugler, erklärt, daß mit Rücksicht auf die feit der Berichterstattung eiugetrete- KöllllNO. neu veränderten Verhältnisse, insbesondere die zahlreich eingetretenen, ober noch Haag, 24. October. Die Regierung hat im Hinblick auf die zu er» in Aussicht stehenden Bewilligungen und bezw. Ausgaben die Annahme der wartende internationale Lösung der Münz-Frage ihre diesbezüglichen bisherigen Regierungs-Vorlage empfohlen werden muß, wenn nicht finanzielle Schwierig- Absichten modificirt und schlägt nunmehr vor, die Gold- und Silber-Währung feiten eintreten sollten. Für den Minoritäts-Antrag traten namentlich ein: für die Niederlande gegenwärtig beizubehalten, die weitere Ausprägung von Mölliuger, Schröder, v. Rabenau, für den Majoritäts-Antrag Kugler, für den Silbermünzen aber zu suspendiren. Antrag der 13 Abgeordneten: Jost und v. Wedekind (Hiltersklutgen), während - neben Minister-Präsident Schleiermacher und Geh. Finanzrath Müller die Äbgg ! Spante«. Königer, Dumont, Weicker, Edinger, Theobald für die Regierungs-Vorlage sprachen, f" stberzraffchaft, nebst ihrer : formt) verfertigt und m Hubiteur muhte ben ersten i| (Sine Otntralprßbi. wuttl in brr Stirrbt qt flirt, kinste/mann angtfttdt, btt, 0M anstellt. Er macht M» Mbrigen Sohne aus Hellen, aufrecht, und übt M Einen hübschen Bi Mücks zum Scktunenlo 1 des Bezirkes Grünberg Donnerstag den 2. November, Anfang 10 Uhr, in Grünbera. Gießen, den 24. October 1876. «SIS®-1'"» ®aÄäei^QUMai vorbezMn-i ^""0 Glicht Gefchz° 'MdI, t)^n 90 S1 ^'Nbal te=* der 1^UoS06er L pblt ®wil »t unb dieselben in 'rttangen; man er» ;ü Umstände dürften aan and) in den hie> wünscht. Die Cer- tsabren, die Stellung auf Agitationen von iärte der Landciver- 'rnnten nöthizenfalls Ästet unb mobi ifirt ju Gfrtn bei tir> otrchen Muaft deb chtig; der hier toti< nb halt sch ruf der aat jubrtnzen wirb, it folgende Depesche, steil gerichtet wurde: me persönliche Müht» j Anderen." nblul auf die zu«' tze-üglichen birhenz» uat Lilber-WihMi tert Lusprazuui * «J* >” ., 3«älr'"S' ‘j, »W ’ L, welche von M wm * L. mi «L darunter ' ”e*$* ,w^j& tlkerang rt ••rb% wurden id 8:r,‘v’ (ininentn in Etklautrt, »er^'chen Bode« iw5‘n L .roC(fte, sind noch einige Ulemas, die mit der Verschwörung in Verbindung Landen, ausgewicsen worden; die Ruhe ward nirgends gestört. __ DaS Gerücht vom Ausbruche von Unrubeu in Jamboli in Bulgarien I jrl) v„n der Regierung dementirt. Ein Telegramm des Gouverneur von Mama (Sliwno) erklärt, daß die Ruhe in Jamboli nicht gestört und kein Kord vorgekommen sei. — Ueber d-s bereits gemeldete Complott gegen das Leben des Groß- |Lrg und Midhat Paschas hat die Pforte an ihre diplomatischen Vertreter ststm Auslande mitthcilen lassen, daß die Ruhe in Konstantinopel bei Entdeckung ! tcr Verschwörung und den damit zusammenhängenden Verhaftungen nicht ge- j pTt 'spera, 25. October. Es bestätigt sich, daß die Pforte erklärte, sie sei lereit, den sechswöchentlichen Waffenstillstand anzunehmen, wofern die Mächte sich verpflichteten, falls nach Ablauf dieser Frist die Friedens-Verhandlungen xoch kein Resultat ergeben hätten, eine abermalige Frist von weiteren 6 Wochen, Ind wenn auch dann noch keine Einigung erfolgt sei, eine zweimonatliche Verlängerung des Waffenstillstandes zu bewilligen. Jgnatieff hat, wie verlautet, f jierauf erklärt, er glaube nicht, daß Rußland diesen, wenn auch versteckt, auf «inen fünfmonatlichen Waffenstillstand hinauslaufenden Forderungen der Pforte ' zustimmen würde. Ragus«, 24 October. Der Fürst von Montenegro bat den Vertre tern der Mächte" officiell eröffnet, er könne aus zwingenden Opportunitäts- Gründen keinen längeren als sechswöchentlichen Waffenstillstand annehmen. Amerika. New-N^rk, 24. Octobcr. Laut Berichten aus Haiti ist in San Domingo eine Revolution ausgebrochen und werde der Präsident Espaillat durch Gonzales ersetzt. 1 —"■'~w 11 1 ll"l-ll_l ______- 1 Jlülü"-------------L 1JF1 inm—ininjMij Lokal-Notiz. Gieße«, 26. Oct. Die Westendhalle zu Frankfurt a. M. wurde an Herrn Krämer, seither Bewirthschatter der biefigm Bahnhofs-Restauration für 10,000 Mark jöhrlichvom Eisenbahn-Fiskus vermiethet. Verwischtes. Gießen, 26. Oct. Dis zu den Zeiten des Landgrafen ßubroig_Vlll. war es herkömmlich, daß in der Festung Gießen bei Errichtung eines neuen Soldaten-Hoch- aerichts (Galgens die Einwohner von Wieseck den von den Zimmerleuten gefällten gichbaum berbeischaffcn und die Schäfer und Beisassen in Gießen bei dessen Aufrichtung helfen mußten. In Darmstadt mußten die Bessunger den gefällten Eichbaum msabren, die Darmstädter Leinweber und Beisassen aber bei dessen Aufrichtung helfen. Schäfer, Leinweber und Beisassen hielten nach den Begriffen der damaligen Zeit dieseo I Geschäft für schimpflich und machten -sich gewöhnlich aus dem Staube, wenn sie zu solchen Leistungen bestellt wurden. Als im Jahre 1739 in Darmstadt ein neues Sol- diten Hochgericht erbaut werden sollte, trat letzterer Fall abermals ein und nun befahl Llindgraf Ludwig VIII., daß der durch die Zimmerleute gefällte Eichbaum von den Bessunaern in die Stadt gefahren und von allen Zimmer- und Schmiedmeistern der Obergrafschaft, nebst ihren Gesellen (damit keiner dem andern einen Vorwurf machen könne) verfertigt und aufgerichtet werden sollte. Dieses geschah denn auch, und der Auditeur mutzte den ersten Schlag mit einer Zimmeraxt auf den Baum führen. (Eine Generalprobe.) In einem Orte bei Rudolstadt, wo noch der Klingelbeutel in der Kirche existirt, ist folgende wahre Geschichte passirt. Es wird ein neuer Klingelmann angestellt, der. um in der Kirche keinen Bock zu schießen, eine Probe zu Raufe anstellt. Er macht sich einen Beutel mit Klingel an seine Stange, geht mit seinem 9jährigen Sohne auf die Sckeune, stellt verschiedene Strohschütten, die Personen »erstellen, aufrecht, und übt sich, indem er vor jeder Schütte klingelt, in feinem neuen Berufe. Einen hübschen Bückling vor feinem Sohn machend, versiebt er es unb fällt I hinterrücks zum Sckeunenloch hinunter. Indem er unten im Stroh herumkrabbelt, aus dem er sich nicht heraus arbeiten kann, kommt seine Frau zu einer Thür fierehr roel^e vom Hausboden auf die Scheune führt, und fragt den Jungen nach seine« Vater. Dieter antwortet naiv: „A hat eh ubn bei Männern eingesammelt, a mutz notiger sei bei de Weiber." ’ (Den Tabakrauchern droht eine große Gefahr ) In der Nähe von Spandau, im sogenannten Radelande, hat ein Landwirth den Versuch gemacht, eine Strecke Landes mit brasilianischem Tabak anzubauen. Die Pflanze soll so vortrefflich aufgeganaen sein, daß eine sehr ersprießliche Ernte erhofft wird. Ist dies wirklich der Fall, dann beabsichtigt der Unternehmer mit dem Tabaksbau in größerem Maßstabe oorzugehen Den Rauchern erblüht sonach die Aussicht auf echt „importirte" Radelander Cigarren. Aus Hallstadt in Oberösterreich wird dem „Grazer Volksdlatt" geschrieben: „In einem Stollen unseres Salzbergwerkes zeigt sich ein Phänomen, dar feit meh- reten Tagen schon Gegenstand allseitiger Aufmerksamkeit geworden. Vor einiger Zeit war es, daß eine größere Gesellschaft das Innere des Salzberges besichtigte; ein Mit« gUeb dieser Gesellschaft feuerte einen Pistolenschuß ab; gleich darauf bemerkte man mitten an einer Felswand eine Flamme, etwa einen Centimeter breit unb fünf bis sechs (Zentimeter hoch, von intensiv gelber Farbe. Seitbem bauert bfefe Flamme, weit» bin ihr feuriges Licht verbreitend. Offenbar ist hier ein Gas entzündet, das aus einer schmalen Felsen-Ritze hervorströmt; mit freiem Auge hat man jedoch nicht die kleinste Spalte in der Felswand entdecken können. Man fürchtet sehr, daß die Entzündung der Gase sich weiter verbreiten und eine Explosion verursachen könnte. Ein greiser Bergknappe erzählt, daß vor vielen Jahren etwas Aehnliches vorgefallen sei, unb baß damals die ganze Sache einen günstigen Verlauf nahm, indem bie Gasflamme nach einiger Zeit von selbst erlosch." Lübben. Das hiesige kgl. Kreisgericht hat die Ehefrau eines wohlhabenden Bauern auS Schlepzig wegen Fälschung eon Butter, die sie mit geriebenen Kartoffeln gemengt und in bie Stadt verkauft hatte, zu drei Monaten Gefängniß, dreihundert Mark Geldbuße, Vertun der bürgerlichen Ehrenrechte auf ein Jahr und Tragung der Kosten verurthellt (So sollte es allen Lebensmittelfälschern ergehen!) . - wollen nicht unterlassen, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, daß falsche Einmarkstücke im Umlauf sind. Dieselben sind, wa- die Prägung betrifft, täuschend nachgemacht, an Gewicht aber leichter als die richtigen Einmarkstücke, scheinbar von Blei unb namentlich an dem hohlen Klange, sowie daran zu erkennen, daß sie, auf der Hand gerieben, einen schwarzen Strich auf derselben zurücklaffen. Von den falschen Münzen, welche in neuester Zeit in den Verkehr gebracht worden sind, erscheint eine Sorte 50-Pfennigstücke als ganz befonders gefährlich, weil diese Falsifikate dem Aussehen unb dem Klange nach sehr schwer von den echten Stücken zu untertreiben sind. Nur durch ihren weichen und fettigen Griff machen sich die tadellos gepiägten, mit der Jahreszahl 1875 und dem Münzzeichen „AA" versehenen 50« Pfennigstücke verdächtig Die Einkerbung am Rande ist anscheinend gleich beim Guß hergestellt unb nur an der Stelle, an welcher das Gießloch der Form einsetzt, nachgearbeitet. Dies ist da« augenscheinlichste Kennzeichen. Duisburg. („Freßactionär.") Neulich gerietben zwei Industrielle in Wort- wechfel, unb in der Hitze des Gefechtes nannte der eine den andern „Freßactionär " Als Kommentar zu des Wortes Bedeutung fügte er bei: „Und sie kaufen heruntergekommene Actien, blos um an den Versammlungen theilzunehmen und gratis hintren ZU können. Dann greifen Sie die Verwaltungsräthe an, so daß Sie noch ein Trink - gelb fliegen, wenn Sie schweigen." (Diese Art von Schweigegeldern und diese Industrie ist gewiß modern.) (Aus dem bayerischen Oberlande.) Wie jetzt noch, so vor mehreren Jahren pflegt Se. Mai-stat der König Ausflüge ins Gebirg zu nehmen, nach Achsee, Kochel rc. Ein Bauerlein in dieser Umgegend, welcher das Unglück hatte, auf die Gant zu kommen, nahm davon Notiz und glaubte bei dieser Gelegenheit dem König seine Bitte um Unterstützung anbringen zu können. Er hatte wirklich das Glück, angesprochen zu werden und dabei seine Bitte vorbringen zu dürfen; allein der König geruhte einfach zu erwidern, daß er, das Bäuerlein, wohl nicht gut gehaust hätte. Tiefbetrübten HerzenS kehrte unser Bauer zu seiner Behausung zurück, theilte seiner Frau unb seinen Kindern bie UnglückSkunde mit und sah mit Bangen den Tag der Exekution herbeieilen; am bestimmten Tage fand die Feilbietung deS AnwesenS statt, und es hatten sich mehrere Käufer eingefunden, J>abei ein schlichter Lehrer der Umgebung; die Versteigerung nahm ihren Anfang und Sieger blieb unser Lehrer. Die Gläubiger drangen auf sofortige Erlegung, fußend auf bie Versteigerungsbebingnisfe; schon glaubten Alle, daß dem Lehrer dies nicht möglich wurde, als er in die Seitentasche des Rockei griff unb ein Telegramm der königlichen Kabiiietskanzlei hervornahm, des Inhalts, das Anwesen deS Bäuerlein zu steigern unb baß bie Auszahlung bei ber königlichen Kabinetskasse sofort erfolgen werbe; bas arme Bäuerlein konnte sich kaum von dem unvorhergesehenen Glück erholen. Allgemeiner Anzeiger. Mindere AeLamitmachuiig-n Bekanntmachung. Samstag den 28. d. Mts., Vormittags, sollen tn dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung — Nahrungsberg im Hause von I. B- Singer — nachbenannte RetnigunAs-Arbeiten, -Ns: 1) Entleerung der Latrinen - und Müllgruben der Zeughaus-Kaserne und des Garnison-Lazaretbs um 9 Uhr. 2) Reinigung der Kasernen - Bett - und Handwäsche um VrlO Uhr im Submissionswege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen auf dem vorbezeichneten Geschäflszimmer zur Einsicht aus. Gießen, den 23. October 1876. (5502 Grohherzogliche Garnison - Verwaltung. Bekanntmachung. Die Lieferung ber für bas Dienstpersonal der Oberhessischen Eisenbahnen im Jahre 1877 erforberl-chen Dienstmützen soll im Wege der Submission vergeben werden unb ö sind Lieferunasangebote spätestens bis zum 110. November d. I., Vormittags 10 Uhr, g versiegelt und mit ber Aufschrift | »Offerte zur Lieferung von Dienstmützen" »versehen, portofrei bei ber unterzeichneten Direciion einzureichen. Muster unb Lieferungsbebingungen können bei unserer Kanzlei ober Magazinsver- Mültung eingesehen werben. Gießen, ben 23. October 1876. (5537 Großherzogliche Diversion der Oberheffisch en Eisenbahnen. Mohn. ' ****'■ 1 I AeilgeSotenes. Neufchateler Käse empfiehlt (5479 Emil Fischbach. Gießen, den 24. October 1876. Betreffend: Besuch der Fortbildungsschule. Nachdem die höchste Schulbehörde genehmigt hat, daß in dem kommenden Winterhalbjahr statt der gesetzlich zum Besuch der hiesigen Fortbildungsschule verpflichteten 3 Jahrgänge nur die zwei ersten Jahrgänge im Alter von 14 und 15 Jahren herangezogen werden, fordern wir hiermit diejenigen jungen Leute, die in diesem oder dem vergangenen Jahre die Volksschule verlassen haben auf, sich Donnerstag den zweiten November, Abends 8 Uhr, im Lokal der Stadtknabenschule einzufinden, und zwar die 14jährigen ,m Saal Nr. 4, die 15jährigen im Saal Nr. 3. Jeder Schüler hat ein Heft oder einen Bogen weißes Papier nebst Feder mitzubringen. Lehrherrn, Dienstherrschaften und Arbeitgeber haben nach Art. 25 des Volksschulgesetzes den Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuch der Fortbildungsschule nöthige Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden mit einer Polizeistrafe von 2—20 di. geahndet. Wir hegen jedoch die Zuversicht, daß es bei den hiesigen Meistern und Arbeitgebern genügen wird, auf die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Unterrichts hinzuweisen, um sie zu veranlassen, die jungen Leute zu einem pünktlichen, fleißigen und ersprießlichen Besuch der Schule anzuhalten und ihrerseits alles zu thun, um diese neue Einrichtung zu einer segensreichen Entfaltung für die Volksbildung zu bringen. (5549 Der Großh. Bürgermeister Der Großh. Schnlinspector A. Bramm. Vigelius. 5521) Wafchkonsole, ladirte, zu ver- kaufen bei Schreinermeister Tränkn er I. Feinste Gothaer Cervelatwurst empfiehlt (5175 _____Emil Fischbach. Bänder und Sammete in allen Farben und Breiten empfiehlt trotz großer Steigerung zu alten Preisen (5315 A. Fangmann. 5338) Eine große Partie leere Cigarrenkistchen verkauft billig H. Schäfer. ~ LliMkommm eine Sendung feuerfestes Gesundheits-Kochgeschirr, sowie steinerne Einmachstöpfe und große Auswahl tn Bunslaner Waare. PH. 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Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere innigst geliebte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Dorothea Hauhach, geh. Stein heute Morgen nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, den 26. October 1876. (5548 Die trauernden Hinterbliebenen. Beerdigung Freitag Mittag 4 Uhr. Geschäftskalcnder für das Jahr 1877 mit breitem Raum, Comptoirkalender, Mtntaturkalender, Landkalender, gausfreund, uftav-Adolphskalender, RetchSbote, Wir haben mit Zn I*11 hierdurch wie fok An. 1. Vor der i i M Zwecken Unserer Lc Für den fast unglaublich billigen Preis von nur 2 Mark vierteljährlich in Wvchen-Numrnern oder nut 33 Pfennig für ein 14tägiges elegantes Heft bringt diese „Deutsche Romanbibllotheli“, wie die bis jetzt erschienenen 4 Jahrgänge gleichmäßig bewiesen haben, in jedem Jahre zehn biS zwölf neue Romane der beliebtesten deutschen Romanschriftsteller, so daß ein vollständiger neuer Roman die Abonnenten nur etwa 70 bis 80 Pfennig kostet!! — Bei dieser außerordentlichen Leistung von Seiten der Verlagshandlung ist der ebenso rasche als glänzende Erfolg dieses nationalen Unternehmens, daS seine Abonnenten nach vielen Tausenden zählt, leicht erklärlich. — Der neue Jahrgang beginnt mit einem überaus interessanten großen socialen Roman des durch seine historischen Romane so schnell berühmt gewordenen (5542 Gregor Sarnarow. Bestellungen auf »Hackländer's Deutsche Romanbtbliothek* nimmt jede Buchhandlung und jedes Postamt an. Prima amerikanische Mars-Starke, tmyortirt durch die Herren Block & Dietz in Bremen, empfiehlt 11 *n kr erkalt Jmeite übech temter msbesvnde . l,c erkannt worbe ■ Beerdsznng ______________ k s-sÄ* 5124) Alt- werden zu Damenhüte« mn-^ d„°8 Öffen,t‘d geändert, neueste Modelle liefen- 7) Mhörl J. Weitzenkorn h'»f am Sreu3. k J h " --------------------------2----------; I Netuno h 7 enych Anfertiaima aller in sein Satt Heu ua, Cer bffr. fi,; Apoll arisbrunnen, Carlsb.uler Mühl- u. Schlossbrunnen, Emser Kesselbrunnen, , t ränchesbrunnen, „ ' ictoriaquelle, Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethenbrunnen, Hunyadi-Janos-Bitterwasser, empfiehlt in stets frischen Füllungen Waheim Die soeben erschienene Nr. 4 enthält: 5369) Möblirtes Zimmer zu vermiuhrr __Kanzleiplatz Lit. B- 66. 4739) Ein möblirtes Zimmer zu oer- mletben bei____________ Dr. Weber. 5118) MövUrte Zimmer zu vermielhm ______________________^Stadt Mainz." «wgj, 5527) Zwei ineinandergehende hübstz möbltrte Zimmer zu vermiethen bei ___Gustav Windecker. 5523) Seltersweg C. 78 ei^ möblichz Zimmer zu vermiethen. Lahrer Hinkende Bote, xu haben bei Wilhelm Klee. FF. Rtihsameit, Mausburg D. 9. Engros-Ilepöt von Cigarrette« u. Tabak der Compagnie Laferme in Dresden bei Philipi» Krell in Frankfurt am Main. (5538 Wermiethungen 5541) Ein gut möblirtes Zimmer, nach der Straße gehend, zu vermiethen bei ,________August Roll im Stern. 5540) Zwei unmöblirte, größere Zimmer auf sofort zu miethcn gesucht. Offerten mit Preisangabe bet der Exped. d. Bltts. abzugeben.________________________________ 5539) Ein freundliches, möblirtes Zimmer, parterre, Grünbergerstraße, im Hause de? Herrn Zimmermeisters Pitz, ist gleichbald zu vermiethen. Auf Verlangen könnte auch Frühstück verabfolgt werden._____________ 5543) Ein guter frost- und wasserfreier Keller ist zu vermiethen. ____________H. M- Jugbardt. 5536) Neuen Bauen B. 101 ein Zimmer mit ober ohne Möbel zu vermiethen und gleich zu beziehen. 5393) Unterzeichneter empfiehlt sich zur Anfertigung aller in sein Fach neu M. «i einschlageuder Arbeiten, als antiker geschnitzter Möbeln aller Aff ganzer Einrichtungen zu Speisezimmern re. in jedem Styl ot 91/r.Mi Kotz, Gußmodellen, Kirchenarbeiten u. s. w.; auch halte ich geschuHie stuf „/Innigen ltl ' Klappsessel verschiedener Muster uud Preise, Phantasie-Stühle 'Ti,ehe, Schrerbsessel u. dgl. billigst auf Lager. — Photographien gen, llo4 Grinst und Zeichnungen meiner Artikel mit Preisangaben stehen zur Verfügung. ffübnj/ Quf Grinst 5242) Selter sweg 102 im dritten Stoj ist ein möblirtes Zimmer an einen ruhigai Herrn zu vermiethen._________ 5372) Ein schön möblirtes Zimmer m vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. W 5418) Gin Salon und mehrere moblirte Zimnrev zu vermiethen bei 5444) Wolkengasse C. 90 ist ein möblirtes, Zimmer mit Cabinet, sowie ein möblirtes Mansarden-Zimmer, zu vermiethen. 4834) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._____________Walltborstraße 199. ] 5222) Freundlich möblirtes Zimmer mit Eabinet zu vermiethen im Hause des Herrn Köhler, Gartfeld 118. —----------:-----------------------------. 5545) Ein möblirtes Zimmer zu vn- wiethen. F r. B i e l e r am Kreuz. I. Rothenberger, ■ , . Bl*1eMpI al z Iteilte halb rnuft jct’er^eit geörauchte Möbeln, 93ithit ifcatte über ben üntiM 11. dgl., sowohl einzelne Gegenstände alt Nur Neichsversiissim§, ' auch ganze HaushaltuugseinrichtunM Präsident Fffr. v. Stc ®olb= und Silbersachen, Antiquitäte«^ Ebenau unb Serid)t l!‘ tD’ _______________________________(33181M, $lmi0llt g(g(ll t; ( 5503) Ein gewandter Kellner gesucht !Mr Pos. 1 uiib 2 geq im „Löwen". Rimmer