Donnerstag, den 27 April IS?6 Anjeizk- nnb AuitsdlM für btn Kreis Kieße« Erscheint täglich mit LüSnabme des MorrtagS. Erpsditionr Vchulstraße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Nrtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark fit) Pf. DcutlMand. rein öcha ^en ^nächst wegen des Waffenstillstandes zu vermitteln; dagegen ist über .IlUtrV nliuiui • Cjn ^on vereinbartes neues Programm bis jetzt nichts bekannt und bedürfen MO - T kippen je gegen Geldzahlung ertheilt und sich dadurch der Ausübung eines iiiMichen Rechtes schuldig gemacht hat. (Ostsee-Ztg.) Von der Lahn, 24. April. Obgleich die dermaltgen Zeitverhältniffe Mittwoch den 3. Mtai, nicht Montag den 8. Mai, Pfarrconferenz zu Gießen. Groß-Buseck, den 24. April 1876. Strack, Decan. 0*%* hat gestern zwei geheime Sitzungen gehalten, worin über die Erhöhung der königlichen Civilliste und der Apanagen der Prinzen berathen worden sein soll. Wie in Abgeordnetenkreisen versickert wird, würde der Vorschlag, durch Be- rechnung des Guldens zu 180 Pfennig die Civilliste um 5 pCt. zu erhöhen, voraussichtlich die Zustimmung der ganzen Kammer erkalten. Aus Sachsen. Daß unsere Regierung allen und selbst den unschuldigsten Projekten gegenüber sich oppositionell verhielt, mag sick aus folgender Thatsache genügend ergeben. Das Reichs-Eisenbcchnamt hatte sämmtlichen deutschen Regierungen den Vorscklag gemacht, jeder Eisenbahnwagenklasse in ganz Deutschland eine bestimmte und gleiche Farbe zu geben, so daß die Wagen \inb die Fahrkarten erster Klasse überall dieselbe Farbe trügen, ebenso diejenigen zweiter, dritter Klaffe 2C. Die königl. sächsische Regierung lehnte diesen Vorschlag entschieden ab; es habe für sie den höchsten Werth, erwiderte sie, daß die sächsischen Billets andere Farben trügen, als die übrigen in Deutschland; denn durch diesen Unterschied werde der sächsische Unterthan allemal daran erinnert, ob er in seinem Vaterlande oder im Auslände reise; die Negierung lege den höchsten Werth auf die Erhaltung eines solcken vaterländischen Bewußtseins und loyalen Unterthanensinnes und vermöge daher für den Vorschlag nicht zu stimmen, auch wenn derselbe sonst Vortheil verspreche. Selbst diese Reform also ist an dem sächsischen Veto gescheitert. Dies eine Beispiel, das fast unglaublich klingt, aber buchstäblich wabr ist, genügt, um zu ermeffen, von welcher Beschaffenheit ein Reichsgesetz-Entwurf über das Eisenbahnwesen sein müßte, um sich den Beifall der sächsischen Regierung zu erringen. Leipzig, 23. April. Vor einigen Tagen fand hier eine große, von Socialisten veranstaltete Volks-Versammlung statt, in welcher der zur nationalliberalen Partei gehörende Eisenwerk-Besitzer L. Irrmann aus Plagwitz den Lehren des Socialismus entgegentrat. Als der Redner am Schluffe betonte, daß seine Partei auch die socialistische Devise: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" anstrebe, freilich nicht im rohen, sondern im idealen Sinne, rief ihm Liebknecht entgegen: Die Devise Ihrer Partei lautet: „Infanterie, Cavallerie, Artillerie!" Damit war der Abend zu Ende. VkM-Aqentur Becker IM« Eiseubahn-Verbindmigkn nicht günstig sind, so ist doch das Projeck der ! G8enne-Lahn-Bahn, welche von Altenhunden ans die Ruhr-Sieg-Bahn mit der ' Nm-Weser-Bahn verbinden soll, forthin im Betrieb. Di« bestehenden Co- rife, die sich lebhaft für den Bau dieser Secundär-Bahn durch das Hinter- nd iuteressiren, sind dafür thätig, und einer amtlichen Erklärung der hessischen ltzerung nach hat diese die Absicht, soweit es die finanziellen Interessen cr- *n, die Hand zu bieten, um wo möglich eine Fortsetzung der Oberhessischen Sinnen in nordwestlicher Richtung und dadurch den Weg in das Kohlen-Gebick fdtiese Bahnen zu gewinnen. München, 22. April. Prinz Leopold und seine Gemahlin, Prinzessin MI-, sowie Prinzessin Therese sind von der »or fünf Monaten unternommen M größeren Reise heute im besten Wohlsein hierher zurückgekehrt. Prinz Meld wird alSbald das Command» der ersten Cavallerie-Brigade wieder uPta btncii. München, 25. April. Der Finanz-Ausschuß der Abgeordneten-Kammer rnhir Sohne. Phönix Sohne. et. bie einschlägigen Nachrichten noch immer der Bestätigung. — Es erweist sich nie zuverlässig, daß König Georg vor seiner Abreise von Athen den hiesigen Tksandten bestätigt hat, Herr Minister Rhangabe also sein Amt wettersüh- icü wird. Berlin, 25. April. Das „Berliner Tagebl." meldet auffs Bestimm- beri lese, der Präsident des Reichskanzler-Amtes, Delbrück, habe seine Demission Mdert und dieselbe auch erhalten. Der Systems-Wechsel in der Handels- Mk sei die Ursache des Entschlusses. Berlin, 25. April. Der Kaiser hat die vom Präsidenten des Reichs- 9| kainzler-Amtes, Delbrück, erbetene Entlastung angenommen; dieser tritt Anfangs ■ ' Wi den bereits seit längerer Zeit in Aussicht genommenen Urlaub an und mb sodann im Anfang Juni seine Amts-Geschäfte dem bis dahin zu ernen- i icnten Nachfolger übergeben. Berlin, 25. April. Das Abgeordnetenhaus erledigte die auf der Tages- ß)e6errd<8. t Wie«, 23» April. Ein Trost für Nordamerika! Das Wiener „Vaterland" bringt eine Reihe von Detrachrungen über die Vereinigten Staaten, deren Schlußergebniß also lautet, daß der Liberalismus Alles verdorben habe, doch ein Trost ist ihnen geblieben, nämlich „der Einfluß der in hohem Grade sttti- genden und organisirenden katholischen Religion, die sich jetzt ungemein rasch ausbreitet; sie würde gewiß eine mächtige Stütze bei der socialen Wiedererhebung jenes großen Volkes sein." Wien, 24. April. Von bestunterrichteter Seite wird versichert, es sei begründete Hoffnung, daß die morgen hierher zurückkehrenden ungarischen Minister sich bereit erklären werden, den hier besprochenen Ausgleichs-Präliminarien definitiv zuzustimmen. Pesth, 23. April. Der „Pesther Lloyd" beschäftigt sich mit der osfi- ciüsen Abwiegelung, welche in den lttzten Tagen in Wien, Berlin und Petersburg stattgefunden, und meint, die Besorgniß, welche allerorts anftanche, sei durch die Situation berechtigt; das Drei-Kaiser-Bündniß habe eine gefährliche Probe zu bestehen, wenn auch eine directe Gefährdung nicht glaubhaft sei. Die Türkei habe die Forderungen der Aufständischen mit der Wiedereröffnung der Feindseligkeiten beantwortet. In Wien nnd Petersburg habe man aber ruhig zuzusehen. Es liege auch in der Natur der Dinge, daß die Pforte sich nur auf den Reformplan des Grafen Andrassy einlasse. Der einzige dunkle Punkt in der Lage der Dinge sei das Verhalten Serbiens und Montenegros zur Frage. Serbien rüste eifrig, Montenegro sei kampfbereit. Die Kaisermächte hätten die Mittel, einen gewaltsamen Ausbruch der politischen Leidenschaften in Belgrad und Cetttnje zu verhindern. Darin liege der Kernpunkt der Frage und daraus ließe sich die diplomatische Action der Mächte beurtheilen. Pesth, 24. April, Abends. Die „Pesther Corresp." bestätigt, daß der Ministerrath beschlossen habe, die in Wien aufgestellten Ausgleichs-Punktationen als Basis für die endgiltigen Abmachungen anzunehmen, jedoch zugleich zu erklären , daß die Regierung außer Stande sei, für dieselben ohne Modifikationen die Majorität im Parlamente zu gewinnen. Die Minister reisen morgen mit dem Frühzuge nach Wien. daß bet Tu! ^'bcherathjckchen, , ~ 'Nbltaftlicbe GtgeiW- ■ 1 unfc daß unter keim ' ’fafetrungen werden jk ?iUt M bereit, jede ir ,fe20 S5 „ M 31 - trrtrr für Eießen, ir dem rker Deck CF» . Berlin, 24. April- Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die nicht - B. 92. «rhebliche Tagesordnung ohne Zwischenfall. Für morgen stehen Petitionen auf ---7-----—-----ler Tagesordnung. Berlin, 24. April. Der „Reichs Anz." schreibt: Der General-Post- ' Mister Dr. Stephan begibt sich in nächster Woche in Telegraphendlenst-Ange- Abeuds 8 Uhr, Ikgecheitcn nach England und Frankreich. ■ i* (Heneralversm — Der unter dem Vorsitz des Profeffors Dr. v. Langenbeck im Univer- Msgebäude tagende Chirurgen-Congreß zählt unter seinen Mitgliedern die bnuna sind: Pofessoren Esmarch aus Kiel, Vollmann aus Halle, König und Baum aus 9 31 'n.Ätkirigen, Bergmann aus Dorpat, Heinke aus Erlangen, Busch aus Bonn, ’SÖiF aus Marburg und Hüter aus Greifswald. .... 1 W I ~ Olympia ift soeben folgendes sehr erfreuliche Telegramm vom ^ge eingegangen: Heute ist eine Metope (Zwischenfeld) von der Vorderseite des Tempels gefunden, wohlerhalten bis auf die untere Ecke rechts, ■ rrnmUR Hercules mit den Aepfeln der Hesperiden und zwei Figuren, alle Köpfe erhalten. Berlin, 24. März. Man glaubt noch immer, die Action der Mächte > |i darauf gerichtet, den Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen der Türkei, r —Lerbik-u und Montenegro zu verhilldern und die Wiederaufnahme der Verhand- Cung stehende lange Reihe von Petitionen meistens nach den Anträgen der Mission. Morgen Berathung der Eisenbahn-Vorlage. . tie . Posen, 22. April. Der ultramontane „Kuryer Pozn." hatte zwei an tü< ©laubigen der Erzdiöcese Posen-Gnesen gerichtete Schreiben des Grafen " ' ' ^-'Mdchowsky veröffentlicht, in denen dieser sich ungeachtet seiner Amtsentsetzung ,7Nrrtr'r ^ MWischof und Oberhirt der Erzdiöcese nennt. Die Staatsanwaltschaft erblickt . . ' -) .'in dieser Veröffentlichung eine Theilnahme an dem Vergehen der Anmaßung . "-.-'ilien au, Bischofstitels und bischöflicher Rechte und hat deshalb gegen den früheren ' T>IiDr.1unj " Macteur des genannten Blattes, Herrn ZabrzewSki, die strafgerichtliche Unter- , eingeleitet. Auch gegen bett hiesigen Probst Pendzinski ist die strafge- 3rtr^:^ i Mche Untersuchung eingeleitet, weil er mehreren seiner Psarrkinder Fasten- 1 ... : - ...... f\Ö« f t Httk fi K «V «4 M nS ,9,?8'58«'aJ 875 24n°Ä 1 «--ÄL ■ <*ker NonMtznv' Befesiftung Innß von Strbtnbunfli rvärtig fast auWJef dir Unmöglichkeit, ttni nehm empfunden. Di als am Metall haftet. Dieser Kitt wird ben starken Ammoniak- eir 8-4 Wochen, ohne L macht den Kautschuck wirb für Gase und F Berlin- 22. 22. Lage eine Notiz über Teiche in der Näbe von Bonn, >n welche das heiße Wasser aui dem Condensator der Dampfmaschine einer nahen Fabrik geleitet werde und worin in Folge dessen die Karpfenzucht außerordentlich gedeihe. Es ist damit der Teich da Rheinischen Jute-Spinnerei in Beuel gemeint, in welchem sich allerdings Karpfen bii 4V2 Pfund Schwere befinden. Das Wasser fließt in einer Temperatur von 110 Grad Fahrenheit in den Teich und die durchschnittliche Wärme des Wassers beträgt 90—76 Grad. Vor sieben Jahren wurden gegen 300 junge Karpfen in den Teich gesetzt, und die Fische haben sich derart vermehrt, daß ein geschickter Angler innerhalb einer Stunde mit einem Köder von weißem Teig bequem 100 Stück sangen könnte. Die Einrichtung das überflüssige warme Wasser der Dampfmaschinrn in der angegebenen Weise zu bi- nutzen, ist zwar nicht neu, erweist sich aber recht praktisch, zumal, da di- Fische rch gut schmecken und gar nicht wie die sogenannten „Mud-Karpfen". Ja Lancashire und Norkshtre züchtet man auch Goldfische auf diese Art. (B- Z) — Unter dem Titel »Frederic cel Mare, Regele Prussici“ ist ein Werk Übtr Friedrich den G- oßen in rumänischer Sprache erschienen. Dasselbe, mit dem Bilde Friedrich's des Großen geschmückt, bespricht in ruhiger, sachlicher Weise die Verbleist des Monarchen und sucht aus dem Leben des Leiters des aufstrebenden preußischen Staates manche Nutzanwendung für die Entwicklung junger aufstrebender Völker übet- Haupt zu ziehen. Der Verfasser A. Gorjian ist Oberst-Lieutenant in der rumänischen Infanterie. Im Jahre 1868 dem General Maghieru für die Bildung eines Freiwilli- gen-Corps betgegeben, diente Hr. G. nach der Thronbesteigung des Fürsten Karl eintz! Zeit in der Umgebung des Letzteren und war dann 1868 und 1869 in Potsdam, SM bau und Wetzlar zur Erlernung des Dienstes in der preußischen Armee cornmanbU — (Bet einem Landwehr-Manöver.) Commandant: „Wer bist Du, mein Sohn«' Landwehrmann: „Kreisjustizrath von 9L* * Commandant: „Und wer ist dennC mein Lieber?" Landwehrmann: „Ober-Landesgertchts-Assessor von B-" Commandern: England. London, 23. April. Die Königin und die Prinzessin Beatrice sind gestern wieder in Windsor eingetroffen. Griechenland. Athen, 21. April. Die königliche Famile wird ihre Reise in'S Ausland am 22. April antreten und zunächst Neapel berühren, woselbst eine Zusammenkunft mit dem dänischen Kronprinzen-Paar stattfinden soll. — Rhangabe ist endgiltig zum Gesandten in Berlin, und Fpsilanti unter Beibehaltung seines Postens in Wien zugleich zum Gesandten in Parts ernannt. Türkei. Konstantinopel. Aus Zara, 22. April, wird gemeldet: Im Lager der Aufständischen wurden neue Versuche zur Pacification gemacht, und zwar von Seiten des Vice-Consuls Lazarewic, aber bis jetzt wieder ohne Erfolg. Die Großmächte sollen einen zweitägigen Waffenstillstand vorgeschlagen haben. — Das Organ der montenegrinischen Regierung, der „Glas Cernagorca", sagt in einem Artikel über die letzten Friedens-Verhandlungen in der Suttorina, die Aufständischen seien von ihrer Devise: „Freiheit oder Tod", nur aus Dankbarkeit gegen Oesterreich abgegangen. Die dem General Rodich übergebenen Bedingungen bezeichnen aber die äußerste Grenze der Nachgiebigkeit, und es liege jetzt in der Hand der vermittelnden Mächte, insbesondere aber der Türkei, daß das Ergebniß der Verhandlungen sich günstig und praktisch gestalte. Schließlich drückt der „Glas" seine Befriedigung darüber aus, daß die Türkei durch den Waffenstillstand und die Verhandlungen die Aufständischen als kriegführende Partei anerkannt habe. L Konstantinopel, 21. April. Durch kaiserliches Jrade wird die Bildung eines Lagers in Skutari (Albanien) behufs Ueberwachung Montenegros angeordnet. — Einem Börsen-Gerücht zufolge stünde der Sturz des Großvezirs Mahmud Nedim Pascha bevor. Konstantinopel, 22. April. Die gestern verbreiteten Gerüchte bestätigen sich nicht. Die Pforte hat keineswegs beschlossen, Truppen in Montenegro einrücken zu lassen. Doch werden größere Streitkräfte in und bei Skutari in Albanien concentrirt und die militärischen Operationen in der Herzegowina und Bosnien nachdrücklicher geführt werden. Konstantinopel, 22. April. Der „Aqence Havas - Reuter" zufolge soll Montenegro von Seiten der Pforte benachrichtigt worden sein, daß türkische Truppen von Albanien auS in Montenegro einrücken würden, wenn dieses die Neutralität nicht gewahrt habe. Konstantinopel, 23. April. Nach vorangegangenen Conferenzen zwischen den Botschaftern General Jgnatieff und Lord Elliot und dem Großvezir hat die Regierung erklärt, daß die Kriegserklärung gegen Montenegro nicht in Frage sei. Man hofft, daß ein neuer Waffenstillstand zu Stande komme, um die Ausführung der Reformen in Gemäßheit der Note Andraffy's zu regeln. Konstantinopel, 25. April. Dem Vernehmen nach würden die Truppen Achmed Mukhtar Paschas durch 10 Bataillone verstärkt und darauf uochmals den Versuch machen, die Festung Nikstc zu verproviantiren. Konstantinopel, 25. April. Alle Vertreter der Großmächte haben der Pforte den Rath ertheilt, Nichts gegen Montenegro zu unternehmen, indem ste versprachen, ihre Bemühungen in friedlicher Richtung sortzusetzen. Die Pforte hat von dieser Zusage Kenntniß genommen, wird aber ihre militärischen Vorbereitungen nicht unterbrechen. Amerika. Washington, 22. April. Von einer hervorragenden Persönlichkeit ist gestern eine Aussage gemacht worven, die, wenn sie bewiesen wird, den Präsidenten Grant persönlich in eine höchst unangenehme Lage bringen kann. Der frühere General-Staatsanwalt Williams, als Zeuge vernommen, erklärte, daß er einem früheren Zollbeamten Namens John S. Davenport in New-Por! aus dem für die geheime Steuerpolizei bestimmten Fonds eine Summe von 30,000 Dollars zu Wahlzwecken ausbezahlt habe, und zwar auf directen Befehl des Präsidenten Grant. — Gegen die Vorlage betreffs Herabsetzung des Präsidentengehalts auf 25,000 Dollars hat Grant sein Veto eingelegt. Es ist bekannt, daß die Bestimmung der Vorlage erst mit dem nächsten Präsidentschafts-Termin in Kraft treten würde. Vermischtes. Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), den 24. April 1876. Auf den heutigen hiesigen Markt romben gebracht: 87 Ochsen, 299 Kühe unb Rinder, 577 Schweine. Der nächste Ma-kt ist am 22. Mai l. Js Darm stabt, 24. April. Der unter Leitung des Professors Kumpa eben bahter abgehaltene Zeichen-Cursus für Volksschullehrer wird von 51 Theilnehmern besucht, von welchen sich etwa zwei Drittel zum ersten Male an den Z ichnenübunpen betherltgten. Zur Förberung bes ZcichnenunterrichtS sind in dem „Bergsträßer Hos' Abendkränzchen anberaumt, in welchen verschiedene mit bieser Disciplin in Beziehung stehende Gegenstänbe eingehend besprochen und biscuttrt werben Der Cu-sus gehl nächsten Donnerstag zu Enbe. Die Kosten für die Besucher werben größtentheils au? btn Ueberschüssen der betr. Sparkassen bestritten. Frankfurt, 25. April. Die durch die hiesige Falschmünzer-Gesellschaft in Circulation gebrachten Fünf-Markscheine tragen auf der Rückseite sämmtlich Seriell Fol. 30, dagegen verschiedene L'tera, entweder H., I., O. oder B. Die Nummern sinh in drei ersten Ziffern stets 1, 4 und 7, die letzten verschieden unb wahrscheinlich mit Tusche eingetragen. In welcher Weise man die Richtigkeit ber Folionummer auf ber linken Seite mit der Nummer auf ber rechten Seite überhaupt prüfen kann, bürfo manchem Leser interessant sein. Streicht man nämlich die b rei letzten Zahlen ötr rechtsseitigen Nummer ab, bivibirt in bie verbleidenben mit fünf, setzt ber sich ergebenden Zahl die Ziffer 1 zu, so erhält man die richtige Foliozahl auf der linken Seile bes Scheines. Zum Beispiel, trägt der Schein Fol. Nr. 114 und bie rechtsseitige Nr 0565230, so streicht man bie drei letzten Ziffern 230 ab, bivibirt mit fünf in die verbleibende Zahl 0565, ergibt 113, die Zahl 1 zugesetzt ist gleich 114, welches ber richli- gen Folionummer entspricht. Darmstadt, 25. April. Heute Morgen verstarb einer der peachtetsten juristischen Veteranen Hessens, Geheimrath Eigenbrodt, Mitglied bes Over-Apellationi- unb Cassations-Gerichts oahier. Obgleich bereits im 76. Jahre stehenb, hatte er sich die volle geistige Frische bewahrt, bis ihn eine durch Erkältung herbeigeführte Gesichli- Rose nach kurzem Krankenlager hinwegraffte. Im vorigen Jahre hatte er sein 50jöh- riges Dienst-Jubiläum begangen. Bonn, 18. April. Die englische Zeitschrift „Land and Water" brachte bieitr Ws? MU l'W ^fsiiten auf a benf 22 Frankreich. Paris, 24. April- Der Kriegs-Minister hat eine größere Anzahl von ^fsiiieren der Territorial-Armee einzig und allein deshalb abgesetzt, well sie ZLnischen PaMen -ng.hören ^Jm Budget-Ausschuss- deshalb befragt erwiderte der Minister, er könne keine Unter|ud?ung über die Gesinnungen emeL jeden Eand.daten zu Officiers-Chargen ansteUen; er ernenne nach den ihm von den Präfekten vorgelegten Listen, ohne sichum dt- pvlMfch- Gesinnungde darauf Verzeichneten zu bekümmern. Diese Antwort befriedigte die Fragesteller nickt und die Sach- soll vor die Kammer gebracht werden. W Paris, 24. April. Die Frau von Louis Blanc ist gestorben. Victor Hugo wird die Grabrede halten. Italien. Rom, 22. April, Nachmittags. Wie die „Agenzia Stefaui" erfährt, bat die Königin Isabella an den Papst ein Schreiben gerichtet, in welchem sie ihre Vermittlung in der kirchlichen Frage bei dem Könige Alphons anbietet. Rom, 23. April. In der heutigen Sitzung der Akademie bet Lmcei wurden die neuen Mitglieder Marsh und Mommsen von Sella als dem Vorsitzenden eingeführt. Als auch Feldmarschaü Moltke unter Begleitung des beut schen Botschafters v. Keubell im Sitzungssaale erschien, erhoben sich zur feierlichen Begrüßung deffelben auf Sella's Vorschlag sämmtliche Mitglieder von ihren Sitzen. Im Verlaufe ber Sitzung hielt Mommsen seine Antrtttsrebe. Dem vom Präsidenten der Akademie v-ranstalteten Festmahl- wohnten Feldmarschall Moltke, Botschafter v. K-udell und Mommsen gleichfalls beu Rom, 25. April. Wie hiesige Zeitungen melden, ist Nlgra, seither in Paris, zum Botschafter in Petersburg, Corti, seither in Konstantinopel, zum Gesandten in Paris, Bartolom. seither in Petersburg, zum Gesandten m Kon- stantinopel ernannt. Lokal-Notiz. Gießen, 26. April. Auszug au« dem Sitzungsprotokolle der Gr. Handelskammer vom 25. März 1876. Anwesend Hornberger, Noll, Georgi, Kocb, L.ebrij S'lbereifen. Die Eingänge werden tbeils zur Circulation bestimmt, theils ben Acten ober der Kasse überwiesen. Der Entwurf detz Schreibens an Kaiser!. Reichtzbankbirrc- torium, bas Verbleiben der Reichsbanknebenstelle in Gießen betr., wird im Wesenti cötn genehmigt- Dem Ersuch n des HandelsoereineS dahier, die Handelskammer mö.e eine Eingabe desselben an bas Reichskanzleramt, betr ba« Mobitiar-Feuerveisicherungswesei! inSbefonbere ben Erliß eines Gesetzes, durch welches. die Interessen der Versichern^-' nehmer und der Versicherungsgesellschaften gleichmäßig gewahr würden, untersiütz-n unb die übrigen Handelskammern des Großherzogihums veranlassen, in gleicher Weise >ür diesen Gegenstand emzutreten, soll alsbald entsprochm werden. Ein Schreiben b<5 Kaiser!- Postamtes zu Gießen, w Ich es auf das E> suchen der Handeltzkammer um Heiligung des Uebelstandrs, daß die eiste Morgenpost fast regelmäßig verspätet zur Bestellung gelange, bie Antwo t ertheilt, diese Angelegenheit sei mit entsprechendem Antrage der vo^gesebten Behörde unterbreitet worden, wird verlesen. K Sato- ’Sr HAm-l U * hü"" ö;h’ßtn werd freies 8« • fommenbcB, I .tre lf»lt Ä Mi» “‘-ä'I '-SSS Knappen der J tchalim &ier «W ® N-w-V-r>l/ toiff bei W®'1' , im tl. b. L non So hebalten hier ancerom 1 iÄlsfeld • ® tünber g ! iantexbad) Mainz „Unb wer sinb Sie?" Landwehrmann: Kutscher bet Herrn v. B " — Aus ber Jugendzeit der Großfürstin Maria (der Nichte des Kaisers Wilh^! erzählt die Magdeb. Ztg. folgende Geschichte: Anfang? der dreißiger Jahre war Nikolaus mit seiner Familie in Potsdam zum Besuch. Am Grunewalde said^ glänzende Herdstmanöver Statt. Die Soldaten bivouakirten am Waldesrande a waren gerade beim Abkochen, als der Ruf durch die Reihen lief: „Der König n'! bie Russen kommen!" Aber Niemanb stanb auf unb ließ sich in seiner Küchenaidv! stören, benn so hatte ber gute König eS ein für alle Mal befohlen: „Sitzen dlebc — hungrig fein — Ruhe haben — nicht Notiz nehmen — lieb' bas nicht!" Bei eiw Gruppe von bärtigen Landwehrleuten blieben die jungen Großfürstinnen Maria r’ Olga neugierig stehen und sahen zu, wie bie Soldaten so flink unb munter KartosM schälten. „Das auch können, Kinderchen?" fragte der König lächelnd bie Enkelin «s" „Wie, noch nicht versucht? Schlimm genug! Wer tüchtige Hausfrau werden oL muß zuerst Kartoffeln schälen können. Zeigt 'mal, was Ihr könnt!" Die GroM stinnen nahmen bie Solbatenmesser unb Kartoffeln in bie Hand unb schälten b™ los. Der König setzte sich auf einen Feldstuhl unb sah schmunzelnb zu. Arm in 3^ standen Nikolaus unb Alexandra, Prinz Wilhelm von Preußen und Großsürst-Th^ folger Alexander von Rußland dabei. „Abers MamsellkenS, Sei möten «ich P Dl schellen, Sei hüben jo bat Meiste i« bie Schell, wu sölen wi doa satt warben!" M ein biederer Pommer. „Schellen bei Russen alle so dick?" Recht so, Ahlmann, lcck ber König, der jeden Soldaten, mit dem er einmal gesprochen, beim Namen fajni „Wir haben's nicht so fett, als die Russen. Zeigt'S ihnen 'mal ordentlich, dag I11 ‘ preußisch lernen!" Und Ahlmann: „So möten Sei bat Messer unb so bei Kartufi' Hollen unb dann ümmer fining — fining . . . ." Unb bald gingen die wirklich feiner aus den feinen Prinzessinnenhändchen hervor . . . Von jener frcy^ chen Gesellschaft lebt heute wohl nur noch Olga, Königin von Würtemberg, ihr Brrs» Alexander II., Kaiser von Stnßland, und ihr Oheim, Wilhelm L, Kaiser von DeulsilM Paris, 20. April- Die Geographische Gesellschaft hat in ihrer gestrigen S'M unferm Landsmann Dr. Nachtigal bie große goldene Medaille ertheilt- In seiner vielem Beifall aufgenommenen Dankesrede betonte der Gefeierte, daß die Wissen!^ ; tyßjx und die Civilisation allgemein menschlich, nicht an bie Schranken der Staaten gM ben seien- Er habe sich in Afrika stets nur als Europäer, als Vertreter aller gesttle Völker, gefühlt- — Der berliner Mathematiker Borchard spricht in bem Schreiben welchem er ber hiesigen Akabemie ber Wissenschaften für seine Ernennung zum co ' spondirenben Mitgliede dankt, den Wunsch unb die Hoffnung einer fortschrette« wissenschaftlichen Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland aus. . — Baron Schwarz-Senborn erzählte in einem Vortrage in der „Austn» Wien folgende Geschichte, die einem seiner Freunde, einem englischen Lord, w'dersas ist. Der Lord war mit seiner Familie int Pusterthale bei einem Wirtve Einlogn, dem ihm Alle- ganz wohl gefiel. Nur paßte ek ihm nicht, daß derselbe thn be)ia mit „Eure Lorbschaft" anre^ete unb in Höflichkeit zerfloß. Der Lorb, der geg und vielleicht auch gehört hatte, daß die Leute in Tirol die Fremden mit vertraulichen „Du" anreden, ließ beßhalb den Wirth zu sich rufen, drückte ihm . Bewunderung au5 unb begehrte mit „Du" angesprochen zu werden. Der höflich ^ beprecirte. Das half aber nichts; er mußte bem Gast, der freundschaftlich oey - sein wollte, seinen Willen thun. So war denn unser Lord mit Allem zusrteoen, A' Dl! üu 6*, |o»i, n .7° A B- M. Jw» 4 ber Kartoffelschll' Jegen im ! tzruchtmiirkte April- Kartoffeln. Wicken. Erbsen Linsen. Hafer. Spelz. Korn. Waizen. April. M^P. M P. M P. 17 6 — 14 861 - Watzen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund Berlin Koblenzer Eisenbahn Eisenbahn Transport- nöthige Senken des Betons Brunnenkränze und B. 2082) Kluge. Besondere Wekanntmachung. R.-Metcr Nadel-Prüqelholz, Stockholz, Wellen den 2) Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt 8 4 175 16 8 25 163 110 2560 Wellen R. Meter Wellen Hießen Alsfeld yrLnberg Lau terb ach Mainz Mit.- preis Mit.- preis Mit.- preis Mit.- preis Mtt.- preis 4 1195 4,2o| 4 I bebolten hier angekommcn. . New-Aork, 24. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff de? Lloyd Weser, Capt. A. de Limon, welches am 8. d. M. von Bremen und em 11. b. M. von Southampton abgegangen mar, ist gestern 8 Uhr Morgens wohl- bchrilten hier angekommen. starken Ammoniaks einweicht, wodurch man eine durchscheinende Masse erhält, welche in 8—4 Wochen, ohne Anwendung von heißem Wasser, flüssig wird. Diese Flüssigkeit macht den Kautschuck weich, nach Verflüchtigung des Ammoniaks erhärtert er jedoch und $lrb für Gase und Flüssigkeiten undurchdringlich. Birken-Scheitholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Retsholz, Aspen-Prügelholz, 3 Eichenstämme von 24 bis 39 Centi- meter Durchmesser und 8 Meter Länge, 15 Kiefernstämme von 22 bis 32 Centi- meter Durchmesser und 5 bis 12 Meter Länge, 167 Fichtenftämmevon 15bis41 (Zentimeter Durchmesser und 7 bis 16 Meter Länge, 170 Fichtenstangen von 5 bis 14 Centi- meter Durchmesser und 5 bis 15 Meter Länge. Der Abtheilungs - Baumeister: Kluge. nföltunf, herbeigeführte rißen Zahrr Halle er sein m :n> anb Later" brad)ü i: n oelcbe bas heiße brif aeleüet werbe und tüt:: Es ist ba-nit bcr Jet*. icn sich allerbingS Äarpia: Literarisches. Die von Ernst Eckstein redigirte, im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch ia Leipzig erscheinende Berlin Landwirthfchaftliches. Melken. Daß das täglich dreimalige Melken der Kühe mehr Milch ergibt, wie das zweimalige, ist so ziemlich allbekannt, so wie daß die zuletzt aus dem Euter kommende Milch fetter ist, als die zuerst kommende. Nach zahlreich vergleichenden Versuchen betrug der Unterschied durchschnittlich in der Qualität 16 pCt, in der Qualität schwankte der Unterschied zwischen 1 und 1 Vr pCt. (mehr Fettgehalt.) An Käsestoff und Milchzucker verlor die drei Mal gemolkene Milch etwa 1% gegen die zwei Mal täglich gemolkene. Bei den frischmilchenden Kühen ist der Unterschied größer, wie bei den altmilchenden, auch bet den reichgefütterten größer wie bet den nur dürftig, besonders nur mit Heu gefütterten. Bei Stallfütterung sollte man unbedingt dreimal melken lassen. Bei Weidegang könnte große Entfernung und hohe Temperatur daS Mtttagsmelken wirthschaftlich ausfallen lassen. In Mecklenburg, Holstein und Holland, auch in Dänemark wird bet Weidegang in der Regel nur zwei Mal gemolken. Indessen fängt man in Mecklenburg, auch in Dänemark hin und wieder das dreimalige Melken an und zwar wo sehr reichlich gefüttert wird. In Holland bemerkte ich dasselbe, wo auf der Weide Ueberfutter gereicht ward, namentlich in der Nähe größerer Städte. In England traf ich meistens dreimaliges Melken, in Schottland (Aysire) und auf den Kanalinseln durchweg. Die Gewinnung von ca. 6000 Cbm. Bruchsteinen aus den von Seiten der Bauverwaltung gepachteten Kalksteinbrüchen bei Rodheim und Anfuhr derselben von Stat. 61—144 soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden und ist hierzu Termin auf Freitag den 3. Mai 1876, Mittags 12 Uhr, im diesseitigen Abtheilungs-Büreau anberaumt, woselbst die bis dahin eingegangenen Submisstonsofferten in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Die der Submission zu Grunde gelegten Bedingungen liegen im diesseitigen Abtheilungs-Büreau aus und können auch gegen Erstattung der Co- pialien bezogen werden. Wetzlar, den 21. April 1876. solche unter der bisherigen Firma fortführt. Der Name des Wilhelm Schmall (Vater) als bisherigen Inhabers der genannten Handlung wurde gelöscht. Endlich hat Wilhelm Schmall, Sohn, seinem Vater Procura ertheilt. Carl Emmelius, Ctgarrenfabrikant zu Gießen, hat jedem seiner Söhne Louis und Heinrich Emmelius Arbeits-Gerüste, hllen im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden und ist hierzu Termin aus , Freitag den 5. Mai 1876, Vormittags 10 Uhr N diesseitigen Abtheilungsbüreau anberaumt, woselbst die bis dahin eingegan- zmen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Zeichnungen und die der Submission zu Grunde gelegten Bedingungen liegen im diesseitigen Abtheilungs-Bureau aus und können letztere auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. Offerten auf A und B sind getrennt einzureichen. Wetzlar, den 22. April 1876. Der Abtheilungs - Baumeister: dahier Procura ertheilt. Gießen, den 23. April 1876. (2145 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. In Verhinderung des Großh. Stadtrichters: Oppermann. Submission. Die zur Ausführung der Lahnbrücke bei Wetzlar brücke, sowie die Gerüste und Vorrichtungen zum und zum Aufziehen der Werksteine, sowie die zum Bau der Lahnbrücke bei Dorlar nöthigen r fammtlid) 5(r. unb mhrschciM »lktt ber Jolionummer g? überhaupt prüfen fann, f t'-e drn letzten ZahNi 'um, setzt ber ft* er? °ui ber linfen • tr n4 unb bie rechtsseitig b. Mrbirt mit fünf in bii " gleich 114, welches ber r einer Zemp.’ratur non HO (r : M Soffers beträgtFruchtmarkte, ‘irpfen in ben Teich gesetzt,: DM 'üLiKrx Bekanntmachung. In unserem Firmen-Negister sind heute svlzende Einträge vollzogen worden: t) Wilhelm Schmall, Kaufmann zu Gießen, hat die unter der Firma „Wilh. Schmall" seither betriebene Handlung sammt allen Activen und Passiven, mit Wirkung vom 26. l. M- an, an seinen Sohn Wilhelm Schmall dahier abgetreten, welcher „ Stockholz, „ Reisholz, 2125) Mittwoch den 3. Mai I. I. sollen im Albacher Gemeindewald, in den Districten Mühlberg, Krummholz, Buchwald, Stangenheege und Rotherde, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 8 R.-Meter “ Aast unb auch mit der Ansprache. Auch als die Rechnung fanv zeiyte sich die- t,ibe durchaus nicht übertrieben. Einen Posten derselben konnte er sich ledoch nicht L-fiaren. Er ließ den Wirth rufen: .WaS bedeutet diese Summe?" „Das ist ganz einfach", meinte er, .135 Mal gedutzt ä 6 kr., macht 8 fl. 10 kr." Der Engländer 'achte und bezahlte. Baron Schwarz verbürgt die Wahrheit dieser Geschichte. — Es war um das Jahr 1733 als der Gouverneur von Süd-Carolina, Johnson, «Ine Bittschrift der gesammten Mädchenwelt erhielt, zu der cs, schreiten wir weiter mit ber Seit fort möglicherweise binnen Kurzem auch bet uns kommen könnte. DaS merkwürdige, mit den Namen einer Unzahl von Jungfrauen bedeckte Aktenstück lautet folgendermaßen: . r , „Sintemal mir, die demüthigen Bittstellerinnen in einem sehr melancholischen Gcmüthszustande sind, dieweil wir sehen müssen, wie alle Junggesellen blind in den Asseln der Wittwen liegen und unsere jugendlichen Reize dadurch vernachlSssigt werden, so geht nun diese unsere Bitte dahin, daß Eure Excellenz sich nicht ferner anmaße, eine Mtwe an einen jungen Mann zu verheirathen, bis alle Mädchen versorgt sind, ober batz eine Strafe zur Satisfaction dafür, daß sie unsere Freiheiten beeinträchtigt haben, von ihnen erhoben werde und ebenfalls von jedem Junggesellen, der eine Wittwe hei- rathet. DaS große Nachtheil für unS Mädchen ist, daß die Wittwen durch ihr zuvor- kommendes, freies Benehmen die jungen Männer wegschnappen, und dann noch die Eitelkeit besitzen, ihre Verdienste über die mistigen zu stellen, was doch ein großer Petrug gegen die Männer wie gegen unS ist, die wir durch unsere Unschuld den Vor- . *Uß ^DiesOst^Ew. Excellenz Erwägung demnächst empfohlen und wir armen Mädchen werden pflichtschuldig immer für Ew. Excellenz beten." , Ob diese Petition erfolgreich gewesen, ob die bösen Wittsrauen wirklich für das „Wegschnappen" der Junggesellen gestraft, ob man die letzteren angehalten, erst den Stechten der Mädchen Genüge zu thun, können wir leider nicht sagen. B a l t i m o r e, 21. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampf- schiff des Nordd. Lloyd Braunschweig, Capt- C. Undütsch, welches am 5. April vor Bremen und am 8 April von Southampton abgegangen war, ist gestern wohl- Wrrthschaftltches. Bef estigung des KautschuckS auf Metall. Da man sich zur Herstellung von Verbindungen zwischen Dampf- und anderen Röhren und Apparaten gegenwärtig fast ausschließlich der Kautschuckplatten und Kautschuckrmge bedient, so wird die Unmöglichkeit, eine dichte Verbindung zu Stande zu bringen, öfter« sehr unange- nehm empfunden. Durch Anwendung eines Kittels, welcher ebenso gut am Kautschuck 2 : ""er bcr geachtetstmji §ls am Metall haftet, läßt sich jedoch der bezeichnete Ueöelstand gänzlich beseitigen. - ni’.eb bei Oocr-ApL Dieser Kitt wird bereitet indem man pulverisirten Schellack in dem zehnfachen Gewichte -6 Zadre stehend, hatte,' - - - • - - ' J rj, 'z—**- 'M. J von o-i u m Äffte mtrbtn größtentheilj - Mit.- preis MP. Nassenwald kommen Dienstag den 2. Mai l. I. zur Versteigerung: 840 Rmtr. Buchen-Schetdholz, 210 „ „ Prügelholz, 185 „ „ Stockholz, 200 „ „ Reisholz, Die Zusammenkunft ist Morgens 9 am Altenheiner Teich. Sodann kommen 29 „ Nadel- 2500 Wellen Buchen-Rcisholz, 4150 „ Nadel- 11 Eichen-Stämme mit 2,68 Cub-Mtr, Geschw. H e e r z , Neuenweg. Danksagung. Allen Denen, die meinen lieben Sohn Konrad Balser M seiner letzten Ruhestätte geleitet haben, sage ich hierdurch meinen herzlichsten Dank. Gießen, 25. April 1876. Ps 50 35 65 50-5> 19-23 19-23 35-4) 68-7' 16-n 1912) Schriftliche Arbeiten jeder Art Rechnungswesen und sonstige damit verbundenen Arbeiten werden gegen aiu gemeffene Vergütung bestens besorgt. Auskunft ertheilt die Exped. d. Blttö. 2007- Fü> eine hresige Ltqueursabük wird ein tüchtiger-, solid r junger Minn für Reise und Eomptoirarbeiten gesucbt Schriftliche Offerten besorgt die Exv. d. Bl 19,37 Festmcter, 83,59 2,95 11,98 Kaufmännischer Verein Frankfurt a. M. Unser Bureau, das die Herren Chefs kostenfrei bedient, vermittelte im nhnrl Jahre (auch Nichtmitgliedern) über 1OOO Commis- und LehrlinaSsteUeu (98 Stockholz, Wellen Buchen-, Eichen- und Reisholz, Der jedesmalige Anfang ist Morgens V,9 Uhr auf dem Altenfeld an der Straße nach Hachborn. Bemerkt wird, daß sechs Eichen- Stämme, sowie meistentheils daS Eichenholz für Schreiner, Küfer und Glaser sehr geeignet sind. (2148 Staufenberg, am 25. April 1876. 88 „ Laub- und Nadelholzstöcke. Der Anfang ist an beiden Tagen im Di- ftrict Herrngarten. Holz-Versteigerung. Im Staufenberger Gemeindewald, Di- stricten Mark, Maistrauch, Birken und Ttefenbach, kommt Mittwoch den 3. und Donnerstag den 4. Mai folgendes Holz zur Versteigerung: I. Bau- und Werkholz, den 3. Mai: 24 Eichen-Stämme, bis zu 91 Centimtr Durchmesser und 8 Meter Länge, mit 23,55 Fest meter, 484 Fichten-Stämme, bis zu 46 Centimtr. Durchmesser und 23 Mtr. Länge, mit 219,56 Festmeter, 636 Fichten-Stangen mit 62,48 Festmeter. II. Brennholz, den 4. Mai: stricte Oberhag nachverz'ichnetes Holz versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Wellen ßbetb ■Wm ®e|tj übt, 11871 md; {tim 3n( . «Ichm »otl der ihm MH« Ihsm bei btt jtotit Ilbaldigstin ein Darmstadt > JWeitei Kummer in leteumatfc „ , ™ jungen überh, Wertem 6a6(ll fj, WH übet obig,'u ,m teie d 8-°. Kilometer 20 ? , Wete von 7 . diesej ^Westens 3 llionen Ä' 8*'ai » Sf» .7 Die Brauer-Akademie zu Worms a. Kli, besuchteste Braulehranstalt, beginnt ihr nächstes Sommersemester M 1. Mai. — Programme und Auskunft ertheilt gerne Die Direktion: vr. Schireider. Holz-Versteigerung im Fürstl. Schutzbezirk Villingcn. 2135) .Dienstag den 2 Mai, Vormittags 10‘/2 Uhr, werden in den Districten Herrngarten, Ncu- heege und Eichkopf versteigert: 110 Festmtr. Eichen-Stämme und Stangen, dabei sehr starkes Holz, 2,5 Festmtr. Buchen- und Hainbuchen- Stämme und Stangen, 64 Festmtr. Kiefern-und Fichten-Stämme und Stangen; Mittwoch den 3. Mai, Holzversteigerungen in den Gräflich Solms -Laubach'- schen Waldungen. Im Revier Freienseen, District 106 Nadel-Stangen , 12,99 Die Zusammenkunft ist auf der alten Steinbacher Straße an der 6. Schneiße. llf Bi* Wtnterftoffe werden unter während bcfi Sommm zur Aufbewahrung angenommen. O.,OA Georg Schultheis, Marktjlraße D. 20* 39 Rmtr. Buchen-Scheidholz, 38 Durchmesser und 5—20 Mtr. Länge, zusammen 105 Festmeter haltend, 60 Rmtr. Ttchen-Prügelholz, 24 „ „ Stockholz, 103 „ „ Reisholz. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr bei Nr. 1. ----- h 98 Fichten- „ „ 27,92 15 Eichen-Stangen. 25 Buchen- „ versteigert werden. Das am 2 , Knegsleistmige». $ vergütet woiben. ntten Vergütungen1 bei Vermeidung । (iiigemelbet unb dnr ! Die Liqnidativnen 1 leiiigeführleii Formn I welche die Gemeind i nicht in der Lage n Eolllln ei jju Theil wurde, w Ibie damalige Liquid sechswöchigen Frist 1867) Eine schöne Wohnung von 4 großen Zimmern und Zubehör ist zu vermiethen. Preis 500 Mk. Näheres in der Exp. d. Bl. 2022) Zwei incinandcrgehende möblirte kleine Zimmer mit der Aussicht ins Freie an einen ruhigen Herrn zu vermithen Näheres bet der Exped. d. Bltts._________ 2152) Ein möblirte- Zimmer zu ver- miethen.______________Kirchenplatz A. 13. 2168) Ein möblirtcS Zimmer ver- miethet Eugen Kaufs mann, Alicenstr. 2166) Ein mödltrtes Zimmer zu vermiethen.' Emil Loos, Goldarbeiter Vormittags 10 Uhr, daselbst: 33 R.-Meter Eichen- u.Buchen-Scheitholz, 420 ' " Kermischie KuzerA». 2131) Ein Mädchen, welches mit Ma- schtnen-Nähen vertraut ist, sucht Th. Brück, Kauzleiberg 1. 2128) Ein braver Junge in die Lehre gesucht von Chr. Petri V., Flügelsgasse. 2102) Ein Steinbrecher in Accord in meinem Steinbruch an der Hardt auf dauerde Beschäftigung auf sofort gesucht. Ehr. Haubach. Thüringer Kuustfärberei Königfee. Nene brillante Muster! 744) Durch Umfärben werden wesentliche, von den Zeitvei- hältnissen und der oft wechselnden Mode gebotene Ersparnisse erzielt, wozu obige Anstalt die anerkannt beste Gelegenheit durch unübertroffene Farben, solide Appretur und civile Preise bietet Auftrage vermitteln nnentgeldlich Ito T- ^htnneu, ^f8 26. < *5» n.it, M8* äfeSv feit Aermietyungen. 2138) Zwei schön möblirte Zimmer zu vermiethen rm P etri' schen Hause zunächst Wenzcl's Garten.________________________ 2114) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei C. W- Dietz am Markt. 2112) Ein freundlich möblirtes Zimmer zum 1. Mai zu vermiethen im Hause des _____________Hrn. Köhler, Gartfeld- 2099) Der erste Stock meines Hauses, bestehend aus vier Zimmern und sonstigem Zugehör, ist zu vermiethen und den 1. August zu beziehen. C h r. Zimmer, Reichensand C- 225. 2091) Seltersberg E. 37 gleicher Erde ein möblirtes Zimmer mit Cabtnet zu vermiethen.________________________________ 2009) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. Mäusburg D- 16-_______ 2079) Möblirte Zimmer zu vermiethen im Gasthaus zur „Stadt Mainz."_______ 2108) In meinem neu erbauten Hause auf dem Reichensand ist der zweite und dritte Stock im Ganzen oder getrennt bis 1. Juli zu vermiethen. __________________Chr. Haubach. 1245) Zu vermiethen der untere Stock meines Hauses, vier Zimmer, Küche, Speisekammer enthaltend, nebst trockenem Keller, Mansardenzimmer, Gartenantheil, Privileg zur Bleiche und Trockenplatz. Christian G. Eckel, Marburger Str. A. 166. 1732) 2 kleinere Logis, je Mk. 180, )an ruhige Leute, sofort zu vermiethen Markt- 2156) In meinem neuerbauten Hause, am Wiesecker Weg gelegen, ist der mittlere Stock auf sogleich oder bi- -um 1. Mai zu ver- miethen.______Konrad Müller Ww. 2165) Schön möblirte Zimmer zu vermiethen, Wenzel's Garten. Ein Realschüler kann in einer Familie Kost und Logis, sowie Forthnlfe in allen Fächern, erhalten Näheres bei der Expedition dieses Blattes. Herrenlileidermacher für grosse »nd kleine Arbeit finden Beschäftigung bei (2111 Georg Leib 6? Sohn. Aeilgeöottnes. 2149) Prima Schweizer, Limburger und Rahmkäse, empfiehlt Rud. Goebel, Neuenweg B. 129. 2157) Frisch gewässerten Lttberdnn empfehlen I. A. Dusch Söhnt. 2153) Eine junge frischmelkende Ziege ist zu verkaufen. __________________Löwengasse Nr. 117. 2151) Ein Haufen Mist abzugeben bei _____________Georg MalkomesiuS- 2163) Wegzugshalber verkaufe ich eine nußbaumcne Commode, einen Spiegel, einen großen runden nußbaumenen Tisch, sechs gepolsterte Stühle, einen Küchenschrank, ein kleines Schränkchen, eine mit Eisen beschlagene Kiste, einen eisernen Weinschrank und eine größere Partie Weinflaschen au- freier Hand. Steuercontroleur Hechler. Kopfsnlnt ß ist stets frisch zu haben, per Stück 18 Pfg., bei_____________Wildprethändler Ebel. 2167) Schöne, ausgelesene Chili-Kartoffeln zum Setzen, verkauft P. Kennel, _______________ am Riegelpfad. Zur Gewerbvcreinsverloosung- in Darmstadt suche ich in allen Orten des Grossherzogthums Correspondenten, ebenso gegen hohe Provision cautionsfähige Colporteure. Näheres auf portofreie Briefe, jedoch müssen jedem Gesuche Bürgscheine oder eine notorische Empfehlung beiliegen. Carl Gaule, 1 ü War? Crioinaltterrfö (Preis nur I Saafl”' Krd>«\e ^uchhandl.) über. öerliae ^?özug von Richters i n Leipzig kommen. Z