Freitag, den 25. August 4876 V». 197 Weßcner ^ inichen Kekerreich. Wien, 21. August. Der „Neuen Fr. Pr." wird aus Ragus«^.gemeldet: Verläßlichen Nachrichten zufolge betragen die Verluste der Türken in dem Gefechte bei Medun mindestens das Doppelte der montenegrinischen Verluste. Die Montenegriner haben nämlich den Verwundeten kein Pardon gegeben, sondern dieselben in grauenhaftester Art verstümmelt und dann niedergemacht. Nikita hat Befehl gegeben, keine Gefangene zu machen, da Gefangene Montenegro zur Last fallen würden. Alle türkischen Nachzügler werden uiedergemacht." Wien, 22. August. Den neuesten Nachrichten zufolge hat die Oeffensiv- bewegnn^ Wr Türken in Serbien begonnen. Aus Belgrad wird telegraphisch vom Sieg der serbischen Waffen gemeldet: Der Vorstoß ist auf der Straße von Nisch nach Alexinatz erfolgt. Damit ist der zweite Abschnitt des serbischtürkischen Krieges eröffnet und man darf nunmehr wohl auf eine Reihe neuer Zusammenstöße rechnen, die möglicherweise zu einer Entscheidung auf dem Schlachtfelde führen. Mit Sicherheit ist dies freilich bei der Unberechenbarkeit aller einzelnen Elemente der dortigen Kriegsführung nicht vorauszusagen, doch ist zu constatiren, daß in Serbien der Kriegsmuth in erhöhtem Maße zurückgekehrt ist und das Volk vom Fürsten herab bis in die einfachsten bürgerlichen Kreise gleichmäßig beseelt. Ueber die augenblickliche militärische Situation, wie sie sich nach den Kämpfen an der Timoklinie und vor Wiederaufnahme der türkischen Offensive in diesen letzten Tagen gestaltet hat, ist die „Polit. Corr." anscheinend gut informirt. Man schreibt derselben aus Belgrad vom 16. August: Die Bewegung der türkischen Armee nach dem Morawathale hat bereits begonnen. Die Ursache des fast zwölftägtgen faktischen Waffenstillstandes, welchen Abdul Kerim Pascha den Serben gewährte, lag einzig und allein in seinen Anstrengungen, die bisherigen Verluste der türkischen Armee auszugleichen. In Wirklichkeit hat Abdul Kerini bedeutende Verstärkungen an sich gezogen. Achmed Ejub Pascha allein verfügt jetzt über 58,000 Mann Infanterie, 17 Escadronen Kavallerie und 112 Geschütze. Osman Pascha rückt mit 22,000 Mann vor. Ali Saib Pascha kommandirt 10,000 Mann Infanterie, 6 Escadronen Kavallerie und 4 Batterien. In den dechairten Forts und dem befestigten Lager von Nisch zählt man 15,000 Mann Truppen aller Waffengattungen. Die türkische Operationsarmee gegen Serbien zählt in diesem Augenblicke mindestens 100,000 Combattanten. Mit dieser Macht scheinen die türkischen Generale nun entschieden vorwärts dringen zu wollen. Die neuesten Meldungen lauten auch, daß die Vorhut Ejub Paschas bereits den Kampf mit Horvatovich, welcher die ersten Defil^en bei Tolpa besetz: hält, eröffnet hat. Da Tschernajeff sich in der nächsten Nähe, in Deligrad, befindet, so wird er ausgiebige und rasche Hülfe senden können. Die serbischen Führer müßten total unfähig sein, wenn sie dem türkischen Anprall nicht kräftig widerstehen sollten. Tschernajeff, Leschanin und Czolak Antics verfügen über nicht weniger als 85,000 Mann mit 179 Geschützen und befinden sich überdies in vortrefflichen Positionen. Wien, 22. August. Der „Polit. Corresp." wird telegraphisch aus Belgrad vom 22. August gemeldet: Zwischen heute und morgen dürfte die serbische Regierung den hiesigen Vertretern der Großmächte in einer Note ihren Standpunkt bei eventuellen Friedens-Unterhandlungen auseinandersetzen. Da die serbische Negierung die Geneigtheit der Großmächte, den Status quo m Serbien zu erhalten, vorausgesetzt, so kann ihr Standpunkt nicht wesentlich von demjenigen dtfferiren, welchen die Großmächte im Intereffe des Friedeneinnehmen werden. In Serbien selbst sind heute alle Factoren, mit sehr geringen Ausnahmen, dem Frieden geneigt, und ist daher von dieser Seite keine Opposition zu erwarten. Die Frage betreffs eines etwaigen Waffenstillstandes blieb bisher unberührt, dürfte indeß, nachdem sich die serbische Regierung meri- torisch geäußert, zur Sprache kommen. Wien, 22. August. Die Pforte ist geneigt, im Friedensfalle den , Hafen von Spizza und ein entsprechendes Hinterland an Montenegro abzutreten. ■ Von Serbien verlangt die Pforte eine erhebliche Kriegssteuer, Schleifung der ; Grenz-Vesten und eine Huldigungs-Reise Mtlan's nach Konstantinopel. sw ft* J Milchen von Geistlichen selbst als eine mit Vergnügen aufzugebende Last be- r Mnet wurde — eines der vornehmsten Rechte seines Amtes entzogen sei. )l Ifin verständiger Geistlicher, der seine Gemeinde über den wahren Sinn der Mgerlichen Ehe belehrt, der ihr klar macht, daß die Ehe von den beiden Ver- Mfrn selbst und nicht von einem Dritten geschlossen, sondern daß von diesem Deren der Act der Eheschließung lediglich als in der vom Gesetz vorgeschrie- intn Form erfolgt, beurkundet wird, der hinzufügt, daß auch vor der Einfüh- mg der Civilehe das Verhältniß rechtlich nicht anders gewesen, daß der östliche nur, indem er im Auftrage des Staates die eingegangene Ehe be- bibele, ihr zugleich die kirchliche Weihe gab, daß somit der gegenwärtige von ■\N früheren Zustande sich lediglich durch die Trennung des staatlichen Beur- von dem kirchlichen Weiheacte unterscheidet — ein solcher Geistlicher Md gar keine Gefahr laufen, der Bevölkerung in der Würde und dem Um- ^5 Mrk 16 Me seiner Amtsvollmachten zu Gunsten des Standesbeamten geschmälert zu -^Heinen. Diejenigen, welche der Kirche allein das Recht zuerkennen möchten, ti gütige Ehe zu schließen, laden allerdings den Schein einer sehr wesent- A77 tu Minderung ihrer Befugnisse aus sich, und es begreift sich, daß es ihnen ppelt peinlich sein muß, zu Gunsten derjenigen depoffedirt zu erscheinen, welche ii ihre Subalternen betrachtet wurden. Wir zweifeln nicht, daß sich ein unliebsames Verhältniß in einzelnen Fällen wirklich herausgestellt hat; was fei aber nicht begreifen, ist, daß man diese Folgen des eigenen thörichteu Hoch- kJ - _ < ... .a a a thflr Sin fönt h a ♦ et m Berlin, 22. August. Nach einem hier eingelaufenen Telegramm aus -lonichi vom 22. August hat daselbst gestern die Degradation der wegen Verhaltens bei dem Morde der Consuln verurteilten türkischen Osficiere gefunden, auch sind die verabredeten osficiellen Begrüßungen ausgetauscht , t iben. Contre-Admiral Bätsch beabsichtigt morgen mit den Panzer-Schiffen Kser" und „Deutschland" die Rückfahrt nach Deutschland anzutreten. ” Berlin, 22. August. Profeffor Reuleaux wird in nächster Zeit in Hin zurückerwartet und zunächst dem Reichskanzler-Amte einen umfangreichen licht über seine Wahrnehmungen in Philadelphia erstatten. Wie man hört, ib das Reichskanzler-Amt mit einer Veröffentlichung und Beleuchtung des vchberathung des Hauptvoranschlags der Sraats-Einnahmen und Ausgaben t die Finanzperiode 1876/78 zwischen beiden Kammern noch bestehen. Berlin, 22. Aug. Von gegnerischer Seite wird mau nicht müde, t0. stattfindeki^ imer von Neuem gegen das Civilstandsgesetz zu Felde zu ziehen. Bald wird iti die „doppelten Kosten" geklagt, welche der Bevölkerung dadurch aufgelegt ien, bald über die Nachlässigkeit oder gar die Unfähigkeit, mit welcher^ die ilandesregister geführt würden u. s. w. Neuerdings schlägt mau Lärm darüber, ch „die Verwaltung des Standesamtes immer mehr in die Hände der Landler übergehe". Diese würden zu Stellvertretern der Standesbeamten ernannt, ib walte dabei die Absicht ob, sie thatsächlich zum Hauptträger der stan- isamrlichen Functionen zu machen. Das aber sei doch unmöglich der Gedanke is Gesetzes; auf die „vielen Schäden", welche dieses „Emporwuchern des iubalternenthums" mit sich führe, brauche nicht erst hingewiesen zu werden. ;ie „Nat.-Lib. Corresp." antwortet nun auf diese Anklage: „Die letztere Be- mfmig läßt leicht genug errathen, aus welchen Kreisen diese Klage hervorgeht. »lkeiMtn btiej Landpfarrer, welcher den Lehrer als seinen Untergebenen zu betrachten irohnt ist, mag es freilich als eine bittere Kränkung empfinden, wenn er zur ,rcm«.«, (mit’ 'mahme einer kirchlichen Trauung erst die Bescheinigung des Standesbeamten, '; z ' h, wie er es ansieht, die „Erlaubniß" seines „Subalternen" abwarten soll. rtib alttM wie kann er behauvten, daß solche Einrichtung gegen die Absicht des Ge- " H sei? Wie soll der Staat dazu kommen, sich eine absolut unberechtigte wieaumH ßastung ebenfalls anzueignen? Der Staat hat kein anderes Intereffe, als ’ ' ij die Standesregister genau dem Gesetz entsprechend geführt werden. Wir tben m, daß es, namentlich auf dem Lande, eine sehr verkehrte Maßregel uS Utto de, wenn der Lehrer dem Geistlichen irgendwie übergeordnet würde. Aber ' tLr ^Tudi^ 15011 kann hier gar nicht die Rede sein. Die Beurkundung einer bürgerlichen uuex' V Lkschließung und die kirchliche Trauung haben gar nichts miteinander zu affen; ihr einziger Zusammhang besteht in der gesetzlichen Vorschrift, daß die E?tere nui na(^ t>ei ersten erfolgen darf. Wenn durch diese rein äußerliche lunio1'-. c. „fitmi sind W» ntuer / t* ► aber nicht begreifen, ist, daß man diese Folgen des eigenen thörichteu Hoch -''MS,Äi »hs^nun gar noch zu einer Anklage wider die Gesetzgebung zu benutzen sucht. T.rrft voll! vr v V?. * . Tu neuerbauten iWmÄn? Prüfen7 um sich über die Dissense weiter schlüssig zu machen, welche nach om 1 Dcteber°al "X..... hör <^TAAtÄ,l»innnhmpn unb 9IntinnBen Wien, 22. August. Obgleich Serbien die Mediation der Großmächte officiell nicht angerufen hat, mehren sich doch, wie von gut unterrichteter Seite verlautet, die Anzeichen, daß der bezügliche Schritt Seitens Serbiens bevorstehend sei, sobald die fürstliche Regierung die Gewißheit erlangt hat, daß die Verhandlungen auf der Erhaltung des Status quo basiren werden. Pesth, 22. August. Das „Amtsblatt" veröffentlicht die Annahme des Entlassungs-Gesuchs des Handels-Ministers v. Simonyi mit der Aufforderung an denselben zur einstweiligen Fortführung der Geschäfte des Ministeriums. Kolland. Haag, 21. August. Den Abend-Blättern zufolge lehnte Kappeyne den Auftrag zur Bildung eines neuen Cabtnets ab. Dänemark. Kopenhagen, 19. August Der Kaiser von Brasilien war gestern im Tivoli, wo er die ihm zu Ehren vom Musik-Corps vorgetragene brasilianische Nationalhymne stehend und entblößten Hauptes anhörte. Heute war er beim Kronprinzen aus Charlottenlund zur Tafel und morgen setzt er seine Reise nach Stockholm fort. Der König von Schweden wird in den nächsten Tagen von seiner Hauptstadt fern sein, und zwar um in den Scheren bei Trosa das Geschwader manövriren zu sehen und dann am 24. d. die aus Deutschland heimkehrende Königin aus Schloß Sofiew in Schonen zu empfangen. Atatien. Rom, 23. August. Es wird bestätigt, daß die in den orientalischen Gewässern kreuzende italienische Flotte zurückberufen wird; nur einige Stations- Schiffe würden daselbst verbleiben. Ongtaud. London, 23. August. „Reuter's Bureau" erfährt aus Belgrad, Tscher- najeff suche den Fürsten Milan in seinen Berichten von der Nothwendigkeit, den Krieg fortzusetzen, zu überzeugen; Fürst Milan sei jedoch im Allgemeinen für den Frieden geneigt und hatte bis heute Morgen noch keine Entscheidung ge troffen. Man glaubt, daß Gruic, Ovanovic und Spevicha nunmehr die einzigen Minister seien, welche für die Fortsetzung des Krieges sind. Hlußland. Petersburg, 17. August. Die „Russische Welt" macht heute in einem Leitartikel für die in der Bulgarei geschehenen Greuel das deutsche Volk ver- antwortlich, von dem, wie sie sagt, „ein einziges Wort genügt hätte, um ohne europäischen Krieg die blutige Herrschaft der Türken über die gesunden christlichen Volksstämme, die vergebens die sie feffelnden unerträglichen Ketten abzuschütteln suchen, vom Angesicht der Erde wegzuwischen." „Dieses Wort", fährt das Blatt fort, „hat Deutschland bis jetzt nicht gesprochen. Es würde sich schon Jemand in Europa finden, der auf praktische Weise die civilisatorische Mission für den unglücklichen Süd-Osten ausführen könnte, wenn die Deutschen ihren moralischen und politischen Einfluß auf die Wagschale dieser gerechten und großen Sache legen wollten. Die Deutschen haben es nicht gethan und haben allem Anschein nach auch nicht die Absicht, es zu thun, und deswegen können sie auch nicht die Verantwortung für die empörenden Ereigniffe, welche im Orient schon geschehen und in Zukunft noch zu erwarten find, nicht von sich abschütteln. Jeder begreift, daß unsererseits wirkliche Eroberungsabsichten hinsichtlich der Türkei gleichbedeutend wären mit unserem Wunsch, einen Krieg mit ganz Europa zu provociren, und daher ist es schon vom Standpunkte des gesunden Menschenverstandes aus sinnlos, die Möglichkeit solcher Absichten bei uns vorauszusetzen; was aber die Befreiung der Balkan - Rajah anlangt, so müßten wir in dieser Sache berechtigt sein, auf die bedingungslose Unterstützung von ganz Europa, und besonders Deutschlands, zu rechnen, da es im Jntereffe des Westens unvergleichlich viel vortheilhafter wäre, diese keinen Aufschub duldende Ausgabe durch gemeinsame Anstrengungen der Haupt-Continentalstaaten zu lösen, statt nach alter Art Rußland allein die schwere Rolle zu überlasten, der einzige active Vertheidiger der christlichen Märtyrer im Orient zu sein." So spricht man, weil Deutschland sich in die orientalischen Wirren nicht ein- gemischt hat. Aber wie würde man in Rußland von Deutschland reden, wenn letzteres sich in die orientalischen Wirren wohl eingemischt hätte, aber ohne bahnbrechend für Rußland zu wirken? Petersburg, 23. August. Betreffs der in Konstantinopel und Belgrad auf Herstellung einer friedlichen Stimmung gerichteten Bestrebungen wird hier von unterrichteter Seite bemerkt, daß die beiderseitige Lage der Kriegführenden an sich kaum zu besonderen Ansprüchen auf Erwerb neuer Rechte und auf Entschädigungen berechtige. Dagegen möchte die Frage der Sicherstellung der Christen in der Gewährleistung von dauernden Frieden verheißenden Einrichtungen in früherer Schwierigkeit auftauchen. Es komme barauf an, ob England, welches die Friedensströmung jetzt zu befürworten scheine, auch in der vorgedachten Richtung sich den Bestrebungen anschließe, welche vor Monaten schon maßgebend für die Schritte der drei Kaiserhöfe waren. Serbien. Belgrad, 21. August. Es bestätigt sich, daß die Türken bei Supwatz zurückgeschlagen worden. Heute haben die Serben angegriffen; die Schlacht dauert fort. Belgrad, 23. August. Die amtliche Zeitung veröffentlicht zahlreiche Beförderungen, Ernennungen und Ordens Verleihungen. Die Generale Tscher- najeff und Alimpics sind in den Ritterstand erhoben. Semlin, 21. August. 40,000 Türken unter Abdul Kerim Pascha erneuerten gestern den Angriff auf die bei Teschitza concentrirten Serben. Wie- derholte Angriffe der Türken wurden abgeschlagen, ein Flügel der serbischen Truppen hatte sogar einen partiellen Erfolg und ging zur Offensive über. Das Gefecht dauerte bis 6 Uhr Nachmittags. Heute früh fand ein neuer Kampf gegen die Hauptstellung Tschernajeff's bei Alexinatz statt. Eine größere Schlacht wird erwartet. Auch an der Drina und am Jbar ergriffen die Türken die Offensive, aber bisher erfolglos. Türker. Konstantinopel. Der türkische Vortrab scheint sich in Serbien sehr anständig zu benehmen. Wenigstens wird so nach Konstantinopel berichtet. Ein dortiger Correspondent schreibt nämlich: an*. Mik Vermischtes. Ansteigen,, fctr. Mag rin sonderbarer: hinter den Baracken mit < Kinnbacken und noch foi -lrvorzutzthen, dah er do jkhn derselben befinden si eines kleines Mädchens Hundes aufgesundene Bc - (Winke für «rächte an löslichem Eil So ist das Fleisch von $ verdaulicher al§ die W Stelle W btrklbe, den Warten genug Fett u; Nen Vestandlheile der i M man das Fleisch, wel Wasleste halten. Da Mm übertrifft das ■ >Mfleisch bem es im ( Welt aber den Po Einigt so vallständia d Die Lnchtverda, ! ? Wrnrslnsches und M «'ne rationelle Zucht SS««*«' S’jMn und Brsi Mm überlassen d ■ des Feuers einzuschran e Wien. Em klein sahren. welcher sich M« sührer" nach Lin; tzebm Mgen nächtlicher Du-H gerochen ist, kam tf fl Werchan, sondern ein H ist, der hin Habrorrl an fangen heb- A diese W lasten eint Weift nach Lmj Murgentenführer auf St rischen Wange" entsprecher ;ijigen schlechten Zeit Rod London, 16. Au( - In Betreff der Verletzung des rothen Kreuzes durch die Türke« ( wartet man, daß die in Konstantinopel anwesenden Vertreter der Mächte bestimmt- Aufklärung Seitens der Pforte, wie weit ihre Unterschrift unter t Genfer Convention Geltung habe oder nicht, herbeiführen werden " - i 22- August, Wie türkische Zeitungen verschr wurde Mu htar und Mahmud Pascha, nachdem sie Verstärkungen erhalt,» Gemeinschaft mit Derwisch Pascha den Angriff auf Montenegro beginnen, i einer Depesche aus Risch vom 21. August cerniren die Türken Alexinatz, dch Bombardement unmittelbar bevorftehe. Konstantinopel, 23. August. Die Beffblshaber der türkischen pen in Serbien haben der Regierung angezeigt, daß unter allen Corps fe bindung bestehe. Das Bombardement von Alexinatz beginne demnächst. % tem Falle dieser von den türkiscken Kanonen beherrschten Stadt stehe nii bem gemeinsamen Vormarsche in der Richtung auf Belgrad entaeqeu, » Seiten der Regierung betont man, daß türkifchevseits im Verkehr mit deuÄ tretem der fremden Mächte bisher keinerlei Proposttionen zur Unterlage i Friedensverhandlungen gemacht worden seien. appel'g. So wat8 5’ A lhnaRhnrn?P a^' rA durch verschiedene Straßen nach dem Friebh daselbst Choral nut Musikbegleitung, dann Festrede durch Stadtpfarrer Dr. £1 Qa e 2C; be!n ißU0e Lernen u. A- Deputationen der Hess. Truppen, u Oberklassen der verschiedenen Schulen u. s. w. Theil. Abend« Versammlua 1 Korporationen, Xurner. Feuerwehr. Krieger, Gesangvereine rc. auf dem Marklpiq von da aus Zug mit Lampions, Fackeln rc. zum Paradeplatz, woselbst ein grogach ÄS T?? fo\ Die Zugtheilnehmer vereinigen sich später in! Localtiaten de- Schützenhofes, um den Festtag bei Eoncert, patriotischen Gesängen 1 sieben zu beschließen. ' 8 , , ?ar ' 22-.^fu9- Die Brände häufen sich in hiesiger Umgeaenb wahrhaft erschreckender Weise. 00 brannten in Ober-Beerbach gestern Mbeib 1 Woynhaus nebst mehreren Oeconomiegebäuden. 2«; 2lu9, Dragoner traf gestern Abend im Httrenzill seine Geleebte in den Armen eines Infanteristen und sprang, hierüber erbost, 1 furchtbarer Wuth auf das Pärchen ein, in Folge dessen der Infanterist schleunigfti I Hasenpanier ergriff seine Dulcinea aber w'e festgewurzelt vor Schreck der Dinge saa ^lckba Der Dragoner dachte nicht an eine Verfolgung seines «^ ondern begnügte sA einer Angebeteten derb den Text zu lesen, applicirte ihr sW' WmXtÄ Unb °erUe6 nC 1Ur Obigen Stunde, wie er sag^ z^aus a r m a b ' 221 ^u8- Gestern Nachmittag brannte in Schneppenhauskf kil f. Berlin. Ein seltsames Liebespaar — er als Angeklagter, sic als Rtu$io - L < cr^ien ö0,r ?cr §er.ie"deputatlon bcd Crtminalgerichts und erheiterte durch bit hnb ’ÖOhtiPVftd»/ !? di* Richter sowohl wie die Zuhörer. Am 14.^ b. I. erschien bet der Wittwe Julie Kleinert Hierselbst ein Mann, dessen MeufcnS l h#r Qi - . . in * ’f'Ä“ Pennbruder kennzeichnete. Die Wittwe hatte ein fühlendt^'l üestattete dem Manne bei ihr zu wohnen. Zwar hatte er einen neuniSit^ W Krofdorf l'chem Aeußern ist. Kaum hatte Herr Friedrich Scbulbe fn bieft bfr neue (s<älf= b( Nj'1 bursche, eine Stunde ausgeruht, ba fprang er aiif unb rid- ^ulie wir woll^« MeiL^^ unbOlftnmmpIfp^ ^^^ich !" Vor Freude zitternd sank die ^Wittwe in seine ®4u$beiMVe U \ au^< bie durchlöcherte Garderobe des Geliebten btM 2. 4/’?/ ^hitoen rin'en 8 6 Hause, Nach einer gesegneten Rahe ma *ber Re--n^?E»V r"6 ®d,u‘6e dehnte ihn bis zum Abend aus Wie t* ■■ w brack manchem Touristen das Vergnügen neO« zz,'-.er M Witter van und ,a8m 24 Stunden nach ihrer Bekanntschaft <3. 45. n.inunn n.Ä» U ‘b Io8' Streit wüthete so gewaltig, daß sich dies« '«i l D... nächsten >lfioraeEn rar^IC(C*d,n,abrÜ?ltC unb iehlleßltch mit einer Trennung endet- N u nd obns Schultze wieder zur Geliebten, aber ohne Rock, ahn, älk ~ rSul. c WQr jedoch unversöhnlich und denuncirte vtM ©Ka bdrüüt bfnnt ^CÖrTftanbcC benn, Staatsanwalt. Vom Präsidenten in»., ^ ten^ 6d)uIAc: H^r Präsident - sehen Sie, wir liebten uns in fei m p ’A lani 'rheen und eS war nur besonders ihr mit die Hetrath ^on br im äpLCp^f?nren'?a6 ^Uens mit Dampf ging. Gefodert habe ich niti Obn ihr, im Gegentheil sie halt immer AllenS bezahlt, r' * ' sung sie an zu zanken, und wurde janz ruppcng. öo roai .uB mir ntch gefallen und ging ab. Det ick mir nu etwas zu Gute gethan habe o^1 Slerßer, bet können Sie sich denken. In der Nacht komme ick nu noch auf die M, Wiese vor s Frankfurter Thor und schlafe in. Und denken Sie sich, wie ick ufmoM is metn Stock weg, die Nadel weg, und, wo die Uhr hing, haben sie mir eenen T ftctn angebunden — von Unterfchlagring iß also kcene Rede — ick bii (Eine etwatz Härtungen rch 4278) Geräucherte Scrtba. (4420 Wagner. (4421 Zur Desinfektion empfiehlt nD» iifu* Krofdorf, den 23. Auaust 1876. rfl!t .»ME» Ö'nntnfiXi« O k£ - —n „ (4422 (3098 L. Müller auf der Mäusburg. Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol empfiehlt 3401) Gg- Wilh. Weidtg, Markt 8. Versteigerung. Mittwoch den 30. d. M-, Vormittags um 10 Uhr, werden dahier 34 Fuder Rnggenstroh, unter den vor Anfang der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zur Lieferung öffentlich versteigert. Martenschloß, den 22. August 1876. Großherzogliche LandeszuchthauS-Dtrection. Fliegen-Hoh, -Papier & Fliegen-Leim N,b \ $,,b,n °UI 8*1 Schutzbezirk Salzböden Distrikt: 59a. 61. 65. 69. 81. 83. 85 u. 87. pichen: 4 Rmtr. Scheit, 9 Rmtr- Reiser. buchen: 8 Rmtr. Scheit und Knüppel, 14 Rmtr- Reiser. Nadelholz: 3 Stangen II. Classe, 1 Rmtr. Scheit, 21 Rmtr. Reiser. Der Königliche Oberförster: o. Meibom. grausame Vorschrift I D R ) Volle Kröpfe finb im Handel stets hinderlich Das Federvieh sollte hübsch geputzt, rein gerupft und darauf gesehen werden, daß die Haut nicht zerrissen oder gebrochen werde, Kopf und Füße dürfen nicht abgehackt sein und bei Gänsen, Türkeys und Enten blnfen die Eingeweide nicht entfernt werden. Vor dem Rupfen lasse inan sie gehölig abküblen._______________ ____ Grumimtgrss-Verstkigerung. Donnerstag den 31. d. M-, von Morgens 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras von ca. 110 Morgen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist wie gewöhnlich bei der Fußmühle. GrotzBuseck, am 23. August 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Groß-Vuseck Freisprechung. — Der Gerichtshof ist nach Lage der Sache gezwungen noch mehr Zeugen zu vernehmen, und wird die Sache vertagt. Berlin, 19. Aug. Eine große Feuersbrunst enstand gestern Nachmittag gegen 1 Uhr auf dem Lagerplatz der Holzhandlung von Franz Möbius- Das Maschinenbaus brannte zuerst nieder, dann folgten die großen Stöße von Brettern, Bau- und Brennholz- Die Feuerwehr erschien Anfangs, da noch anderwärts „groß Feuer" gemeldet war, nur mit wenigen Spritzen, konnte aber weiter nichts thun, als einige noch unversehrte Holzstöße rethn und die Rachbargebäudc schützen. Die Hitze in der Nahe der ca 6 Morgen großen Brandstätte war eine ungeheure. Eist im Laufe dieser Nacht gelang die völlige Löschung des Brandes. Hamburg, 17. Aug. Eine große Feuersbrunst kam in letzter Nacht 12V» Uhr in der Zollvereins-Niederlage zum Ausbruch. Das betreffende Gebäude stand sofort von unten bis oben in Flammen und brannte vollständig aus- Der angestrengten Arbeit des zweiten und dritten Zuges der Feuerwehr gelang es nur, das Feuer auf daS brennende Gebäude zu beschränken. Rudolstadt, 19. Aug. Nach einer uns soeben zugegangenen Prtvatmitthei- lung sind gestern in Reichmannsdorf 26 Häuser und 11 Scheunen abgebrannt. Säckin gen, 19. Aug. In Oehlingen bei Säckingen sind gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr zehn Gebäude abgebrannt. Saarlouis, 17. Aug. Wie der „Saar-Ztg." mitgetheilt wird, ist gestern Nachmittag in dem an der Prims in der Nähe von Dillingen gelegenen Dorfe Dieflen ein Brand ausgebrochen, der bet der außerordentlichen Dürre eine fchreckltche Ausdehnung annahm. Vierzig und einige Gebäude sollen ein Raub der Flammen gewor den sein. ReimS, 18. Aug. Die bedeutende Fabrik Collet-Varennes und Gebrüder wurde heute Morgen um 3 Uhr durch eine Feuersbrunst zerstört. Die Merinowerkstühle und sehr beträchtliche Vorräthe von Wolle sind vernichtet. Der Verlust betragt fast eine Million Franken. Pari), 18. Aug. Eine Feuersbrunst, die im Walde von Fontainebleau ausgebrochen, hat bereits 40—50 Hektaren zerstört; der Wa4d ist wie ein Feuermeer; bic Garnison und Einwohner aller Elasten wetteifern in ihren Bemühungen, den Umkreis des FeuerS einzuschränken. Wien. Ein kleines Unglück ist den k. k Behörden mit einem Menschen widerfahren, welcher sich Miodragowic nannte und vor längerer Zeit als „Jnsurgenten- führer" nach Linz gebracht und dort internirt worden war. Da der Genannte jetzt wegen nächtlicher Durchprügelung eines Schneidergesellen mit dem Gericht in Eonflict gerathen ist, kam es an den Tag, daß Miodragowic kein herzegowinisch-türkischer Unterthan, sondern ein Handwerksgeselle serbischer Nationalität aus Neusatz in Ungarn ist, der sein Handwerk an den Nagel hing und sich mit noch einigen Kumpanen, welcher „anführte", an der herzegowinisch-dalmatinischen Grenze von den Oesterreichern fangen ließ. Auf diese Weise machte der unternehmungslustige Bursche auf Staats kosten eine Reise nach Linz und wurde hier als angeblicher türkischer Unterthan und Jnsurgentenführcr auf Staatskosten erhalten, indem er monatlich eine seinem „militä rischen Range" entsprechende Subvention von 75 Gulden bezog. Das war in der jetzigen schlechten Zeit noch lange kein übles Handwerk. London, 15. Aug. In der Militär-Ingenieurschule zu Ehatam erregte am Montag ein sonderbarer Vorfall großes Aufsehen. Man fand den Sappeur Thonyson hinter den Baracken mit einem zerbrochenen Beine, zerbrochenen Armen, zerschmettertem Kinnbacken und noch sonst arg verletzt. Aus dem, was er stammeln konnte, scheint hervorzugehen, daß er von seinen Kameraden aus dem Fenster geworfen ward. Drei , zehn derselben befinden sich in Gewahrsam. — Der durch die schauderhafte Ermordung : eines kleines Mädchens in Blackburn bekannt gewordene, durch den Spürsinn eines Hundes aufgefundene Barbier William Fish ist gestern Morgen gehenkt worden. — (Winke für Geflügelzüchter.) I. Moleschott sagt: „Je reicher unsere Fleischgerichte an löslichem Eiweiß, je ärmer sie an Faserstoff und Fett sind, desto leichter sind sie verdaulich, wenn nicht andere Bestandtheile diese Verdaulichkeit aufheben. So ist das Fleisch von Tauben und Hühnern verdaulicher als Kalbfleisch, Kalbfleisch verdaulicher als die Muskeln von Ochsen, Hammeln und Rehen." An einer anderen Stelle führt derselbe, den man gewiß als Autorität gelten lassen wird, an: „Da alle Fletscharten genug Fett und Salze enthalten, um dem menschlichen Körper die anorga Nischen Bestandtheile der Ausleerungen und die umaewandelten Fette zu ersetzen, so darf man das Fleisch, welches am reichsten an ciwetßartigen Körpern ist, auch für das . Nahrhafteste halten Darum ist Rehfleisch und Ochsenfleisch nahrhafter als Fisch. Dagegen übertrifft das Fleisch von Tauben und Hühnern an Nahrhaftigkeit das . Ochsenfleisch dem es im Gehalt an eiwetßartigen Körpern nicht nachsteht, in der Verdaulichkeit aber den Vorrang abgewinnt " Ferner: Kein anderes Nahrungsmittel vereinigt so vollständig die Vorzüge des Fleisches in sich, wie die Eier unserer Hausvögel." Die Leichtverdaulichkeit, der große Nahrungswerth, sowie die Schmackhaftigkeit des Hühnerfleisches und der Hühnereier sollten namentlich jenen Landbesitzer veranlassen, sich eine rationelle Zucht dieses nützlichen Hausvogels angelegen sein lassen, während bis jetzt im Allgemeinen die Hühner weder besonders gehegt noch gepflegt, sondern nur auf den Höfen und Besitzungen geduldet werden und mehr ober minder sich selbst und dem Zufall überlassen bleiben. Alle Diejenigen, welche Geflügel zum Verkaufe züchten, Versteigerungen. Holzversteigerung in der Königl. Oberförstern Krofdorf. Freitag den 8. September er. Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bet Wirth Kahl er t nachstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert: Schutzbeztrk Krofdorf Distrikt: 1. 2. 4. 9ad. 10a. 14 15abc. 31 ab. 32. 36. 39 und 40 ab. Eichen: 6 Stämme von mittl. Dimens., 1 Rmtr. Nutzholz, 8 Scheit, 21 Reiser. Luchen: 89 Rmtr. Scheit und Knüppel, 149 Rmtr. Stöcke und Reiser. Nadelholz: ca. 18 Rmtr. Scheit u. Knüppel, 105 Rmtr. Stöcke und Reiser. Schußberirk WiSmar Distrikt: 28a. 33a. 43. 45. 57bc. 66. 56b. 75 b. Eichen: 1 Stamm von mittl. Dimens., 10 Rmtr. Nutzholz, 60 Rmtr. Scheit und 81 Rmtr. Stöcke und Reiser, Buchen: 204 Rmtr. Scheit und Knüppel, 1361 Rmtr. Stöcke und Reiser. Nadelholz: 5 Rmtr. Nutzh., 3 Rmtr. Knüppel. Literarisches. Die von Ernst Eckstein redigirte, im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig erscheinende „D eutfche Dichterhalle" bringt in ihrer 15. Nummer folgenden interessanten Inhalt: Gedichte von Ferdmanb Meyer, Karl Woermann, Julius Hart, Ludwig Eichrodt, Oscar Abtl, I. G. Fiicher. — Aus bet ästhetischen Moral. Von Eduard von Hartmann. (Forts.) — Eudora. Von Hermann Ltngg. — Vermischte Mittheilungen. — Elsass Lament. Von Felix Dahn. — Offener Sprechsaal. — Briefkasten. ntenegro beginn- Türken 8le$iiii| rbrr der türkische { unter allen ßo J ^mne deniM I hlen Stabt sieb, I Belgrad entgegen. | im Verkehr mit täg onen zur llnfoty ÄN* > bin i : r.7-1 Dom unnatürlichen Hinaufschrauben der menschlichen Gesellschaft. Eine Zeitbetrachtung nach der „Neuen Ztg." Das einfache mittlere Bürgerthum, welches von der Vornehmthuerei und Genußsucht ebenso weit entfernt ist, als von pöbelhafter Rohheit und bettelhaftem Elend, tritt immer mehr zurück hinter einem allgemeinen künstlichen Hinaufschrauben der niederen Klaffen und Bildungsgrade zu der Anmaßung und zu dem Schein der Vornehmheit. Von den alten Volkstrachten sieht man nur spärliche Reste beim Landvolk, in den Städten gar nicht mehr. Alles kleidet sich nach Pariser Mode und merkwürdigerweise in Deutschland viel mehr als in Frankreich selbst. Früher hatte jeder Stand seine Ehre. Kein Handwerker durfte sich schämen, öffentlich in der kleidsamen Tracht seines Standes zu erscheinen. Sie ehrte ihn. Jetzt ist diese Ehre dahin. Wer nicht Uniform oder Orden trägt, kann nur durch die Eleganz seiner Modekleiduna beurkunden, wie hoch er über dem Pöbel steht. Das beleidigt die niedere Klaffe. Sie sucht daher des Sonntags so elegant als möglich gekleidet zu sein. Es kommt dem Lehrburschen, der Sonntags fein gekleidet, die Cigarre im Munde, spazieren geht und in einem öffentlichen Garten Wein oder Bier trinkt, weniger auf den Genuß, als auf die Befriedigung seines Stolzes an. Ebenso der armen Magd, die mit Hut, Shawl und Sonnenschirm einberschwänzelt wie eine Dame. Der Ehrgeiz, für etwas Besseres angesehen zu werden, ist entschuldbar; wenn aber unnöthiaer Luxus damit verbunden ist und der Mensch die Bescheidenheit seines Berufes vergißt, erscheint gefährlich und jedenfalls unnatürlich. Das Hinaufschrauben, die Sucht, vornehmer zu erscheinen, als man ist, findet sich schon überall. Der Bauer will Oekonom, der Schneider Kleiderkünstler oder Kleidermaqazininhaber, der Kaufmann Rath und Geh.-Rath u. s. tu. sein. Das Uebel aber ist, daß beinahe Jeder indem er mehr scheinen will, als er ist, es sich auch mehr kosten lassen muß, worüber viele moralisch und ökonomisch zu Grunde gehen. — Zu diesem Hinaufschwindeln gehört auch der Luxus in den Wirthshäusern, der in den letzten Jahren auf eine wirklich fabelhafte Art zugenommen hat. Diejenigen Reisenden, die das Bedürfniß haben, auf der Reise wie zu Hause einfach zu leben, fanden früher überall Gasthöfe zweiten und dritten Ranges, wo sie mit Hausmannskost einfach, aber gut und wohlfeil bcwirthet wurden-und in der Regel einen guten Trunk fanden. Diese Gattung von bürgerlichen Gasthöfen hat zum Erschrecken abgenommen. Ueberall sind daraus große Hotels geworden oder auch nur kleine, aber mit den Ansprüchen der großen. Statt eine einfache gute Hausmannskost zu finden, muß man an einer Täble d’höte sitzen und eine Menge nur dem Namen nach ausgezeichneter Speisen zu sich nehmen oder an sich vorbei gehen lassen und einen säuern oder gefälschten Wein dazu trinken und dafür tücktig zahlen. In den Hotels findet man viel unnützen Luxus, als bunte Glasfenster über der Haust'hür, weiche Teppiche auf den Treppen, Parquetboden, Fauteuils, Sophas von Sammt, Spiegel in Goldrahmen, mehrfach angezündete Stearinkerzen, den man als Bequemlichkeit bezahlen muß, der aber als Unbequemlichkeit von Manchem gern vermieden würde. Die schlimmste Ausartung dieses modernen Luxus ist die Waarenverfälschung. Das echte Gold, die echten Edelsteine, welche vornehme Damen an sich tragen, die echten Fremdweine, die echten Havannacigarren, ohne welche reiche Herren nicht mehr leben können, sind zu theuer' als daß die ärmere Klaffe sie kaufen könnte. Nun wird eben die Eitelkeit der Letzteren dennoch befriedigt durch Surrogate, durch vergoldete Waare, durch gefälschte Weine und schlechte Cigarren rc. unter dem Namen der echten. Auch in diesem modernen Treiben liegt ein innerer Wiederspruch Indem man eine Vornehmheit oder einen Wohlstand zur Schau trägt, die nur erlogen sind drückt man aristokratische Verachtung gegen den Beruf aus, dem man wirklich angehört. Diese Lüge rutnirt den Mann ökonomisch, indem sie lediglich eine zeitlang seine Eitelkeit befriedigt. Zugleich liegt dann die vollste Anerkennung der höheren Stände, die er andererseits haßt, und denen er tfire Vorzüge beneidet. Der Demokrat, der bei harter Arbeit und schwarzem Brod den Aristokraten haßt, kann achtbar sein, niemals aber einer, der die Menge gegen die Aristokratie aufhetzt und selber gern den Baron spielt. 1' ® dasselbe geschlachtet auf den Markt bringen und die höchsten Preise für ihre Waar und raschen Absatz zu erzielen wünschen, sollten nachfolgende Rathschläge beachten, die von den erfahrendsten Produklenhündlern aufgestellt wurden: Alles zum Schlachten - bestimmte Geflügel sollte so sctt wie möglich und eine entsprechende Zeit vor dem Schlachten nicht gefüttert worden sein, um einen leeren Kropf zu sichern. (Eine grausame Vorschrift I D R ) Volle Kröpfe sind im Handel stets hinderlich ig des (Toinile’ö üi des Festes M?' Ina des dessuiM ! i SlumtnttjalDiertd x st/ed-ose oersamnM fit’.on gestellt fta),. ei nach dem FneX Stabtniarrtt Dr. H n V\V Xrupp -n, vt innbi ißtriaa* u- aut dem M V woselbst ein ftrej reinigen sich fpflta patriotWn in hiesig N eerbach gestern M m Abend im N ■m, hierüber erb: Manterift W ,r Echrttk berW i Lersoigung imn lesen, applmrtt Stunbe, wie et H nte in Schliß jrfmtn, erkürte Wi ; 4 Mr. S «mit, „ litte rm WJ M er *5 nrA ■. .Wie, ®r »ie LL" t* TuAnflö1 frische Blasenschinken, „ Cervelatwurst treffen jede Woche ein und empfehlen solche auch im Anschnitt, sowie Gothaer Winterrervelatwurg und Westphälischrn Schinken. «I. A. Basch Söhne. In Folge Abschlags Neftle'S Kindermehl, pr. Büchse M. 1.25, Condcnsirte Milch, „ „ „ 0.80. 4316) L. Müller auf der Mäusburg. Ä» i"“11 'S % ihrer h.6 jifl . irtniW”* m fßit 6 60 öjl, w |0 \ Vf>d) WV, „fjflff ubefll’C% ■ÄiÖ । * «rtirtÄ SS?,*’ 3ii , by. I^uer b| W Tripolis bolüy Keilgebotenes. 4403) Ein noch neuer Flaschenzug von je einer Rolle, mit 27 Meter langem Seile und 3—4 Centner Tragkraft ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d- Bltts.____________ Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (881 Th. Brück, Kanzleiberg. B 1. * buch di! $i6 krtreter der M, :i UtNrschch tq »erben." ^ Zeitungen j 4416) Gute Kochäpfel, pr. Gescheid 20 Psg-, Winterkohl«, Rosenkohl- u. Endivienpflanze n, einige Ctr. gutes Heu, ein schweres eisernes Schlag- und Brecheisen verkauft L. H a r t m a n n, in der Schanze. Maschinenöl, feinstes, für Näh. Maschinen und für technische Zwecke. Bulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in und 2 Pfd. Kisten, sowie in V#, '/. "nd -/, 6tr. Kübeln, empfiehlt en ddtail, und bei Abnahme größerer Qantitäteu zu Fabrikpreisen. L. Müller, __auf der Mänsbnr«. 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Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien Persicherungen auf den Todesfall mit 80% Gewinnantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbundene Leben; schließt Renten - und Ausstattungsverträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Policen den Rückkauf für Policen auf Todesfall oder gemischt, welche hierzu berechtigt sind, oder stellt für Policen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reducirte Policen aus, für welche dann keine weitere Zahlungen zu leisten sind. (777 Filiale für Westdeutschland M. Fccht, Friedrichsstruße 36, Mannheim. Englische Leben8ver>ichkmng8geselsschasl in London. Rechenschaftsbericht vom 1. Juli 1S74 bis incL 30, Juni 1S75. Reue holl Bollhäringe wieder eingetroffen bei (4099 Cg. Willi. WehSig. Köln - Gießener Kahn Abfahrten von Gietzerr nach: _____in Mannheim und Regensburg. Zur Beachtung. Siegen 6", 12. 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M Geißler von Lollc -blassen oder diesem die ^a die Auswahl entip y Land wr Antrag würbe • öu dem Ansatz Pr« Sy-oi'ilor Wuz d° m nahmen. Warme Bäder. Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung . Fcs. 53,550,381. 75. . Fcs. 11,851,351. 65. i) N»»di iS* 65 54-59 19-23 19-23 37-42 69-74 16-19 Liga«** I *uvr>en. ""kl, ivel Wen P, W für das Jahr 18761 Die Rubrik 7 „für Le ■ luisicht genommen hatte, I visier Pracht von ®rui t Ar von Rabenau und Nach den dir. Steuerzetteln kann in den betr. Erhebungsmonaten die Steuer bis zum 25. ohne Mahnung bezahlt werden und hat hiernach jeder Pflichtige das Recht, mit der Zahlung bis zum äußersten Termin zu warten. Jeder Mensch hat indessen die Folgen seiner Handlungen selbst zu tragen und bei solchem Vorkommniß wäre die absolute Folge die: daß von den circa 5800 Steuerpflichtigen, abgesehen davon, daß sie auf dem Büreau nicht Raum fänden, etwa nur Vio derselben befördert werden könnten, 9/io also in Vit Rückstandsliste ausgenommen, d. h. gemahnt werden müßten, zu welchem Zn ei die Tage des 26. und 27. der Erhebungsmonate von der Erhebung rc. aus. geschlosien sind. Es ist sonach einleuchtend und rathsam, die Steuerzahlung auf die Zeit vom 5. bis 25. zweckmäßig zu vertheilen, namentlich die ersteren Tage dezu besser zu benutzen und die letzteren denjenigen Pflichtigen zu überlasten, weiden die Mittel zur Zahlung nicht nach Wunsch zu Gebot stehen. Bei jeder Zch luna sind die betr- Steuerzettel mitzubringen. Walther. Apollinarisbrunnen, Carlsbader Mühl- u. Schlossbrunnen, Emser Kesselbrunnen, Ä Kränchesbrunnen, „ Victoriaquelle, Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethenbrunnen, Hunyadi-Janos-Bitterwasser, empfiehlt in stets frischen Füllungen I. Mbem btr Vorsi K lenk beritte dir bereit NMn NMereinS (5 «bei ju erinnern gesunden. Rach derselben beträgt (2155 Emil Fischbach« Thürfüllungen, Gartenbänke, Beeteinfaffungen, Grabkreuze in 8 versch. Modellen Grabeinfaffungen, Prospecte und alle weiteren Aufschlüffe werden ertheilt von der Gencral- Agentur für das Grosiheyogthum Hessen: Leopold Meiller, Darmstadl^Ernst-Ludwi« Aermiethungen. 4411) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und gleich zu beziehen. Karl Plank, Bäcker, Wolkengaffe. 4408) Ein möblirteS Zimmer zu ver» miethen. Seltersweg C- 81, Nebengebäude. 4387) Eine einfache Stube ohne Möbel wird von einer einzelnen Dame zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4365) Eine Stube mit Cabinet, wobei die Kost gegeben werden kann, ist zu Den miethen. Wallthorftratze A- 241. 4285) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und bis November zu be* ziehen. I- Leun, Wallthorstraße 138. 4367) Das von Herrn Reallehrer Seipp bewohnte Logis ist zu vermiethen und im October beziehbar. H. Werner, _______________________Kaplansgasse 227. 4428) Eine kleine Wohnung zu ver. miethen. Wetzsteinsgasse A. 32.________ 4426) Ein möblirtes Zimmer zu veH 1 miethen bei Ehr. Frutig, Asterweg. 4423) In meinem Hause ist der untere ’ Stock mit allem Zubehör zu vermiethen und kann bis zum 1. October bezogen werden. A. Herrmann, Krofdorfer Weg. Gin Hausbursche wird gesucht. (4409 _____________Kelle r'scbe Buchdruckerei. 4392) Ein braves Mädchen für Küchen- und Hausarbeit sucht gegen hohen Lohn Th. Wode, Neuenbäuen. 4398) Ein kräftiger Junge der das Schmiedegeschäft erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten. ___________Emil Euler, Asterweg. 4388) Ein braves Dienstmädchen gesucht 4027) Ein oder zwei junge Leute fönnen Kost und Logis erhalten. 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