IVo. VS. Samstag, den 25. Marz 1876. WWW WHW Anzeige- uni) AmlsM für den Kreis Gießen. ilDtt. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags, (^xpe^itionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Amtlicher Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brrngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. H h e i l. Lehrcr-Confercn Die Lehrer des Conferenz-Bezirkes Groß-Buseck werden zu einer Conferenz nach Groß-Bufeck Donnerstag den 30. März, Anfang 10 Ubr, eingeladen. Gießen, den 24. März 1876. mehr, iing Ubr, Büchner, Kreisschulinspector. politischer H st e i l. DcutliLI'and. Berlin, 21. März. Der Kaiser von Rußland wird sich in diesem Jahre schon Ende April nach Ems zur Cur begeben. Auch auf die Reisedispositionen unseres Kaisers ronb dies Einfluß haben; die genaueren Bestimmungen für letztere sind indessen noch nicht getroffen. — Wie die „Post" erfährt, hat Graf Herbert Bismarck, der älteste Sohn des Reichskanzlers, gestern das diplomatische Examen abgelegt und mit Auszeichnung bestanden. — Der „ReichS-Anz." meldet, daß, obgleich die Verheerungen der Telegraphenlinien durch den letzten Sturm bedeutend waren, es doch bereits gelungen ist, den Schaden wieder gut zu machen, so daß der augenblickliche Stand wieder als bayerischen Staatsamte durch Bestellung bayerischer Beamten als Commiffäre bei Reichsbank-Stellen, in einer der nächsten Sitzungen beantworten zu wollen. Auf Antrag des Abgeordneten Senestrey wird der zweite Punkt der Tagesordnung, betreffend die Vervollständigung der bayerischen Staatsbahnen, an den Eisenbahn-Ausschuß verwiesen. — Die nächste Sitzung findet morgen statt. Stuttgart, 22. März. Zu Ehren des Geburtstage- des Kaiser- Wilhelm war heute Abend bei Hofe Fest-Concert, wozu zahlreiche Einladungen ergangen waren, die öffentlichen und viele Privat-Gebäude waren beflaggt. Im großen Museumssaale sand von Seiten der Bürgerschaft ein Banket statt, bei welchem das Reichstagsmitglted Frisch den Toast auf den Kaiser ausbrachte. (1409! md. fast alle und laut. der yittt' der auf der Kaiser in der Reise Residenz Besuch abzuftatten gedenkt; den größten Theil des April dürste Wiesbaden zubringen, und gegen Ende April zum Empfange des nach Ems in Berlin verweilenden Kaisers von Rußland nach zurückkehren. Berlin, 22. März. Hessen - Darmstadt, Braunschweig begeistertem Beifslle ausgenommen. München, 23. März. In der heutige» Sitzung der Abgeordneten« Rammt* erklärte ter Justiz-Minister v. Fäustle die Interpellation des Abge- »rdneten Schüttinger, betreffend die Verbindung eines Reichsarntes mit einem g. an einigen meiner latz, später and) bi en, wenn ich iehr Mäßigung • Anstalt austreA big eine Anstalt jt i haben, grM. unterschrieben F 1 ricktigung V« OJ unten vergebe Dr Rübel jW thüringischen Staaten sollen für den preußischen Eisenbahnpia.i günstig gestimmt sein. — Wie versichert wird, hat Serbien jetzt ebenfalls beruhigende Mittheilungen nach Konstantinopel gelangen lassen. Der französische Botschafter Gon- taut-Biron hat seine älteste Tochter mit dem Grafen v. Talleurand-Perigord, Premier-Lieutenant im zweiten preußischen Garde-Ulanen-Regiment, Sohn des Marquis Talleyrand, Herzogs von Dino, Besitzers des Gutes und Schlaffes von Günthersdorf in Schlesien, verlobt. Aus Bayern. Der bayerische Gesandte am Berliner Hose, Baron v. Perglas, wird stündlich zu mehrtägigem Aufenthalt in München erwartet. Seine Reise von Berlin nach Bayern hat äußerlich nur den Zweck, auf seinen Familiengütern bei Neuburg einige Privat- und Familien-Angeleaenheiten in Ordnung zu bringen. Man glaubt und hofft indessen hier allgemein, daß die Hierherreise des Herrn v. Perglas nicht ohne politischen Hintergrund sei und er Mancherlei von Berlin hier und an den König zu bestellen haben werde. Daß man dort die hiesige Verstimmung wegen der Reichseisenbahn-Frage und deren mögliche Folgen nicht unbemerkt und den Wunsch einer bestmöglichen Beseitigung dieses Zwischenfalles nicht unausgedrückt gelassen habe, darauf deuten verschiedene Anzeichen." — Das klerikale „Bayer. Vaterland" hat nach der Ankündigung seines Verlegers seit Juli vorigen Jahres ein Drittel seiner Abonnenten verloren, s Freilich fehlt dem Blatte die urwüchsige Feder Sigl's, der bekanntlich jetzt über ein Jahr im Gefängniß sitzt, und damit der rechte Hautgout. Aus jener Ab nähme an Abonnenten auf einen Umschwung in der Stimmung des Leserkreises zu schließen, wäre jedenfalls voreilig. Aus Bayern, 21. März. Der Magistrat der Stadt Landshut hat sämmtliche dortige Gewerkschaften als politische Vereine erklärt und gleichzeitig ein normaler bezeichnet werden kann; einzig mit Brüssel fehlen noch die direc- ten Verbindungen, doch besitzt Lüttich dorthin eine Leitung über Charleroi. Berlin, 22. März. Die „Prov.-Corresp." bestätigt, daß der Kaiser in der ersten Woche des April der Königin Victoria in Baden-Baden einen ildäi, di- * ter B-iEl einen überaus glänzenden Verlauf. Anwesend waren viele Landtags-Abgeord« nete, die Vertreter der Kunst und Wiffcnschaft, Magistratsräthe und eine große Zahl angesehener Bürger. Professor Kluckhohn brachte den Toast auf den König von Bayern au«. Darauf hielt der Landtags-Abgeordnete v. Stenglein \ die Toastrede auf den Kaiser, der niemals etwas Andere« fordern werde, als wat de« Kaisers ist, auf den Schirmer jeden Rechtes; deshalb kann Jeder, ob Bayer, Schwabe, Sachse oder Hesse, so gut wie der Preuße einstimmen ' ; I in den Ruf: „Es lebe der Kaiser!" Der Toast wurde mit lang anhaltendem IN' ‘ ' ■t»1" Lfin ’ ' 1 ' deren Auflösung verfügt. München, 22. März. Das zur Feier des Geburtstages des Deutschen Kaiser« im Hotel zum „Bayerischen Hof" veranstaltete Fest-Diner nahm Ä-rschw * iti t« ir Hesterreich. Wien, 22. März. Die „Polit. Corresp." meldet als Thatsache, daß die Insurgenten das wiederholte Anerbieten eines Waffenstillstandes von Seiten Mukhtar Paschas nicht schroff abgewiesen haben, und bemerkt dazu, daß das decidirte Auftreten der österreichischen Regierungs-Organe und die von dem Fürsten von Montenegro an die Insurgenten im Sinne des Friedens wiederholt ergangenen Mahnungen zu dieser Wendung wesentlich beigetragen haben. Wahrscheinlich würden die Türken und die Insurgenten sehr bald zu direkten Verhandlungen kommen. Irankreich. Paris, 21. März. Der Senator Maurice vom rechten Centrum ist gestorben. Der Progrös de l'Est, der den Unterricht der christlichen Schulbrüder antifranzösisch genannt hat, ist wegen Verleumdung zu 3000 Frcs. Schadenersatz verurtheilt worden. — Don Carlos hat seinen Generälen und den Führern seiner Partei geschrieben, sie möchten nach Spanien zurückkehren, sich der Madrider Regierung unterwerfen und nöthigenfalls selbst den Eid leisten, aber dann mit den Intransigenten gemeinsame Sache machen, um die Regierung Don Alphonso's nicht zur Ruhe kommen zu lassen. — Im Süden Frankreichs liegt bei 1 Grad Kälte viel Schnee. Die Seine ist im Ganzen um 1,15 Meter gefallen und steht jetzt 6,20. Paris, 21. März. Der neue Unterrichts-Minister Waodinglen hat sich bei den Liberalen rasch eine Stellung gemacht durch die unumwundene Erklärung, er wolle mit Entschiedenheit dafür eintreten, daß dem Staate das Recht, akademische Grade zu verleihen, in vollem Umfange wiedergegeben werde. Die klerikalen Blätter stoßen, wie selbstverständlich, ein Zetergeschrei über diese Worte des Ministers aus; der Broglie-Buffet'sche Fran^ais schließt sich ihnen an ; die bonapartistischen Blätter find getheilt: Pays stellt sich auf die Seite der Geistlichkeit, die Liberty dagegen behauptet, die Oberaufsicht de- Staates über den Unterricht bilde einen Theil der „napoleonischen Ideen." Paris, 21. März. Die Ungeduldigen schreien und die Rückschrittler hoffen, daß Ricard im Kampfe mit jenen Ueberstürzler» sich schnell abnutzen werde. In der Amnestiefrage hat das Cabinet in beiden Kammern recht kluK operirt, und auch in der Präfektensrage wird, wenn nicht alle Zeichen trügen, Mac Mahon so viel nachgeben, daß die Regierung mit Ruhe, wenn auch nicht ohne Anfechtung, dabei bestehen kann. Ricard will zunächst die Rettungslosen, opfern und dann systematisch den Rest der Mißliebigen, sobald sie wieder den bonapartistischen oder ultramnntancn Pferdefuß zeigen, beseitigen. Die bonapartistischen Präfekten sind ja als kluge Steuermänner bekannt. Italien. Rom, 22. März. In dem neuen Ministerium soll Depretis neben dem Präsidium auch das Portefeuille der Finanzen übernehmen; der bisherige italienische Gesandte in der Schweiz, Melegari, hat das Portefeuille de- Aeußern, Mancini das der Justiz angenommen. Nachdem Correnti (Centrum) den Eintritt in das Cabinet verweigert hat, dürfte das neue Ministerium lediglich aus Mitgliedern der Linken bestehen. Rvm, 22. März, lieber die Bildung des neuen Cabinets sind weiter gemeldet: Nicotera wird das Portefeuille des Innern, Zanardellt daS der öffentlichen Arbeiten, General Mez-acapo das Kriegs-Portefeuille und Cappino den Unterricht übernehmen. Rom. Der Cardinal Hohenlohe soll seinen College» Ledochowsky um eine Unterredung gebeten und ihn darin gefragt haben, ob er in Gemeinschaft mit ihm versuchen wolle, die Schwierigkeiten zu beseitigen, welche zwischen dem Vatican und der deutschen Regierung obwalten; Ledochowsky habe sich indessen Vorbehalten, erst die Meinung des Papstes zu erfragen. Die „Jtal. Nachr." wollen diese nicht sehr wahrscheinlich klingenden Angaben aus bester Quelle haben. England. London. Die ausführlichen Berichte unserer Blätter über die Reise des Thronfolgers, welche noch immer aus Indien einlaufen, sind zwar vom Telegraphen schon längst überholt, enthalten aber doch viel Interessantes, besonders über den letzten Abschnitt der Reise, den Jagdausflug in Nepal. Die Anstalten, welche hier getroffen wurden, damit der Prinz die aufregenden Freuden der Tigerjagd in vollem Maße genießen könne, sind in der That von erstaunlicher Großartigkeit. Nicht weniger als 800 Stephanien wurden bei dem großen Tigertreibjagen in Bewegung gesetzt, bei welchem der Prinz sechs solcher Bestien erlegte, und eine wilde, tolle Jagd mag es gewesen sein. Wie zahlreich die Tiger noch in dem Röhricht von Nepal Hausen, davon kann man sich eine annähernde Vorstellung machen, wenn man hört, daß Sir Jung Bahadur, der Premier von Nepal, während seiner Jägerlaufbahn deren 600 getödtet hat und ein anderer Großer des Landes, eifersüchtig auf diese Lorbeern, es ihm gleichzuthun sucht und auch schon bis zum 550. gekommen ist. Rußland. Petersburg. Der „Times" wird aus Paris gemeldet, eine russische Armee von 12,000 Mann habe unter dem Vorwande, Räuber verfolgen zu wollen, die nördliche Grenze von Korea überschritten. Wenn die Thatsache richtig ist, hätte Rußland den Augenblick, wo Japan mit Korea in Krieg ge- rathen sein soll, nicht übel gewählt, um in den Besitz eines guten Hafens am Stillen Ocean zu gelangen. Schon im Jahr 1861 zeigte es Lust, sich der japanischen Insel Tsusima stillschweigend zu bemächtigen; wurde aber durch Englands Wachsamkeit daran verhindert. Türkei. Konstantinopel, 22. März. Die Pforte ist officiell benachrichtigt worden, daß der Fürst von Montenegro den Senats-Präsidenten und die Se^ uatoren Boscowich und Urbissa nach Grahovo entsandt habe, um dortselbst seine Befehle wegen Aufrechterhaltung strikter Neutralität gegenüber der Herzegowina bekannt zu geben. Ragusa, 22. März. Zwischen Ahmed Mukhtar Pascha und Jnsur- genten-Führern schweben Verhandlungen wegen einer Waffenruhe; falls dieselbe zu Stande kommen sollte, sollen während ihrer Dauer die Commissare der Pforte mit den Jnsurgenten-Führern weitere Unterhandlungen eingehen. Amerika. Rew-Aork, 22. März. Es ist Hierselbst eine weit verzweigte Verbindung entdeckt worden, welche falsche Werthpapiere der Vereinigten Staaten- Banken anfertigte. Vier Hauptbetheiligte sind verhaftet worden. — Von der Küste werden zahlreiche Schiffbrüche in Folge der letzten Stürme gemeldet. — Noch nicht weiter bestätigten Nachrichten aus Galveston zufolge haben die mexikanischen Insurgenten die Regierungs-Truppen in der Provinz Oajaca geschlagen. Washington, 21. März. Die parlamentarische Anklage gegen den weiland Kriegsminister Belknap scheint wieder in Gang zu kommen, da das ihrer Fortführung entgegengetretene Hinderniß durch die voraussichtliche Rückkehr des entflohenen Zeugen verschwinden wird. Marsh hat dem Polizeibeamten, den der General-Staatsanwalt nach Canada aus seine Spur gesandt, seine Bereitwilligkeit erklärt, zurückzukehren und Zeugniß abzulegen, wenn ihm und seiner Frau Straflosigkeit zugestchert werde. Die Regierung ist auf diese Bedingung eingegangen, und so sieht man dieser Tage der Ankunft des Flüchtlings entgegen. Die Ausschüsse des Repräsentantenhauses, welche Betrügereien oder Unterschleife, die in verschiedenen Regierungs-Abtheilungen vorgekommen sind, zu untersuchen haben, sind gegenwärtig nicht weniger als dreizehn; einigen von ihnen sind überdies mehrere Fälle zugleich überwiesen worden. Der stellvertretende Gouverneur Davis von Mississippi hat, nachdem die gegen ihn eingeleitete Anklage mit der Schuldigerklärung geendigt, sein Entlassungsgesuch eingereicht. Jetzt ist auch der Gouverneur Ames als Angeklagter vor dem Senat von Mississippi erschienen und hat fünf Tage Zeit zur Beantwortung der Klage erhalten. Washington, 22. März. Die betr. Senats-Commission hat ihren Bericht über die Ernennung Dana's zum Gesandten in London erstattet. Sie spricht sich darin gegen diese Ernennung aus. Vermischtes. — In Caub sind nunmehr die Leichen aller Verschütteten, mit Ausnahme der eines kleinen Mädchens, aufgefunden worden. — Im Mannheimer Tagblatt finden wir nachstehenden Heiraths-Antrag: Ein schöner Mann in jungen Jahren, Den sein Beruf dem Staat geweiht, In Damenkenntniß unerfahren, Benützet die Reclame heut. Den Heirathsantrag heut zu Tage Ist man im Blatt nicht ungewohnt, Und hoff' auch ich, das diese Frage Bald sich mit holder Antwort lohnt. Ich biet' ein sorgenfreies Leben Dem Weibe, das mir eigen wird, Und schau auf vieles Geld nicht eben, Da Anmuth meist mir convenirt. Jevoch, wenn da, ist mir Vermögen Nicht unerwünscht, und noch zuletzt — Ist eS die Hausfrau allerwegen Die in der Ehe mich ergötzt .... Ich bitte, da ich muß nun enden, Mir A. B. . . 9 postlagernd, hie Die süße Antwort einzusenden Nebst holdester Photographie. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicm »nd ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise: uni °: kl. Southampton, 23 März Das Postdampfschiff de8 Nord Capt. de Limon, welches am 11. März von Newyork «bgegangei Uhr NachtS wohlbehalten hier angekommen und Hal nach Landung d bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3 Uhr Morgens die fortgesetzt. ___________________ Literarische-. n , . von Ernst Eckstein redigirte, im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzrg erschemende w in „D eutfcke Dichterhalle" bringt in ihrer 5. Nummer folgenden interessanten Inhalt: Gedichte von AlexiS Aar, Karl Gerok, Feodor Wehl, Hermann Lingg, Hieronv- mus Lorm, Adolf Peters, Bernhard Hoffmann-Gera, Felix Dahn, Kurt Mook, Sovbie Veitch, Emil Barthel, Karl Barthel, Karl Zettel. — Von den Sternen. Ein Skirren- blatt von Ernst Eckstein. — Lebende Bilder im Malkasten zu Düsseldorf. Von Adolf Kohut. — Vermischte Mittheilungen. — Offener Sprechsaal. — Ein Lied im höheren Ton. Von H. Hirt. — Briefkasten. y ). Lloyd Am crtca, l war, ist heute 12 für Southampton Reise nach Bremen Seit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheitsspeise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Äthern«, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutauf. steigen, Ohrenbrauscn, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammcnmilch vorzuziehen. — Ein Auszug aug 80,000 Certtficaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certisicate vom Professor Dr. Wurzer, Geb. Medicinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Profesior der Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Dedd, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter AuSrug auS 80,000 Certtficaten. Brief von der hochedlen Marquise de Brehan. Neapel, 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder 5U. schreiben, hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper schlechte Verdauung, fortwährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenaufrcqung, die mich hin und her trieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Äerzte, sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderuna meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciere versucht, und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meint gesellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung. Marquise de Brähan. Nr 75,877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels-Lehranstalt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65,715. Fräulein de Montlouis von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75,928. Baron Siamo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen ic. Die Revalesciere ist vier Mal so nahrbaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalesciere i/2 Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Ml. 5,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf. Revalesciere Chocolatee 12 Taffen Mk. 1,80 Pf., 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 Tasten Mk. 5,70 Pf. u. s. w. Revalesciere Biscuilen 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf. Zu beziehen durch Du Barry U Mittwocf Mir sollen auf dem Plo an Irieb btt M Hrkan unwftlfrjtt! aus: ai "frotn guterhaltene j Fundanientmc Kuzelfangmai. die Meistbietei s adlung öffentlich vteigliebhaber i der Vorstand de 1 großen, sehr erhaltenen Do bchlvtzundBe faN gntnholt Fensterläden,1 Latten, Backst und Eisenwer Mittwoch I hnrn^ud 0l,k ta 23. j Ot ? Domanic rS^oinb Ä i •ÄS- öon ber Sk 2^en: * . r. : falb., ' . ÄS' SS. soll Raummeter 160 4 810 Versteigerungen -Süßt’ -MMuckMM empfiehlt (1455 Emil Fischbacli. der m. 1458) für rein: Aechten schwedisch. Punsch emPfiE6U Emil Fischbachs (1255 (636 empfiehlt Emil Eischbach 208 Eichen-Stämme . (638 H 1 Btrken-Stamm 297 Eichen-Stangen 5-13 198,77 7-12 39,44 1,90 7,28 0,88 1,54 0,31 13,36 Buchen Eichen Nadel 225 2 äußerst (1441 Wellen 3550 19 Nadel-Stämme 1 Buchen-Stamm 469 Nadel-Staupen 71 1 1,2 mit Karl Haas. Kalkbrenner. en v. w 1 ,49 Festmeter, 1,07 10,92 15-50 15-35 15-30 35-39 33-42 24-31 17-32 21 8-14 Holzversteigerung tm Gießener Stadtwalde. Montag den 27. März 1876, von Vormittags 9 Uhr an, im Gießener Stadtwalde nachoerzeich- 7-11 6-9 5 6-10 9 4-8 ein, von Lungkip tu! tn Handtl^Lrhm^ etyafWaftit und Füßen 1C. bei iti 1,50 Ps, 2 AN 13,50 A«rch> 1008) Mehrere gebrauchte Tafelklaviere sind billig zu verkaufen in der H. Rudolvb'schen Musikhandlung. Champignons, Trüffeln, SardineS » riiulle, Eingemachte Erbsen, „dl Katharina - Pflaumen Türkische^Zwetschen, Apfelspatten, Birnen, Brünellen, Kirschen, Bordeaux. Proben und Preis-Courants stehen zu Diensten. — Agenten wollen Firma und unter Uebernahme aller Activen und Passiven für seine alleinige Rechnung fort. (Sieben, den 22. März 1876. (1449 GroßberzoglicheS Stadtgericht Gießen. In Verhinderung des Stadtrichters: Oppermann. Aes»«dere Bekanntmachung. Bekanntmachung. In unserem Firmenregister sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Georg Leib und dessen Sohn Hein- rich Leib zu Gießen betreiben daselbst seit 1. Januar L I. unter der Firma „Georg Leib & Sohn" für gemeinschaftliche Rechnung ein tauf männisches Geschäft. 552 Fichten- 160 Lärchen- 2 Ktefern- 11 Buchen- 3 Hainb.- 4/kirschb. Rothwein per Liter 90 Pf. Weißwein „ „ 70 „ Um mit den großen Vorräthen des letzten Herbstes tbeilweise zu räumen, verkaufe ich en gros von V» Ohm beginnend und im Stuck zu äußerst billigen Preisen. V. Kieill^ Wallthorstraße 145. Quverkaufen circa 150 (Str. Heu, sowie eine große Quantität Spreu auf der Schneidmühle bei Groß-Buseck. (1443 K. R e usch. 1349) Ein sckön ge legener Bauplatz vor dem Neuenweger Thor zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. 7 tynl 1862. ihm in einem susti- Stande zu lestn et* ite Lerdauuna, feü- nilb hin und hn tai melancholisch. W ohne Linderuna murr und jetzt, nachdem j alesciere verdient fr i (tand gesetzt, m )en, die Versilhkwi Stammholz-Versteiqerung in den Domanial - Waldungen der Oberförsterei Hainbach, Forst Grünberg. Freitag den 31. März und Samstag den 1. April d. I., werden in den Districten Ober Gemünderod unb Hahne der Forstwartei Elpenrod, 3 Kilo mrter von der Oberhessischen Eisenbahn- station Nieder-Gemünden, versteigert: Lent. Mtr Kb.-M. nien. elborj 2) Heinrich Lindenstruth jun. von Hamm, jetzt in Gießen wohnhaft, ist aus dem Handelsgeschäft unter der Firma C- Schmitz & C i e. ausgetreten, und CarlSchmitz führt solches vom 21. l. M. an unter der bisherigen netes Holz versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Urei» Grschäsis-Emplkhlung. 1438) Einem geehrten Publikum bie ergebene Anzeige, baß ich stets eine größere Auswahl von polirten und lackirten Möbeln auf Lager habe. Bet solider Waare und billigen Preisen halte mich bestens empfohlen. , Chr. Hofmann, Schremer, Neustadt D. 54. on. ""f «f»- Nn!« ’w Sl«[®8ö *li, Mojfa, ’ ^cb'rindel, <8lutc.;. V-Haft, Diahk-, f» al8 Nahrung fr ,m- ~ Gin Sluta - worunter (SettiRceU rntl'ckn Professor fr orelant, Dr. Campl^ l, und vielen anbnn Drchm. Länge Inhalt ---- 4-14 88,00 tztöcke tn reicher Auswahl und zu billigen Preisen empfehlen 1343)________ ]\feinen geehrten Geschäftsfreunden zur Nachricht, dass ich während meines zeitweiligen Aufenthaltes in Giessen Aufträge, und Zahlungen äuf meinem Comptoir im Hofgerichts-Hofe für die Firmen Franz Jos. Probst und Ker toll & B 6 c h <5 in Mainz entgegennehme. Inländische Weiss - und Roth weine werden geliefert ab Lager in Mainz, Gaubischofsheim und den Orten des Wachsthums., Bordeaux -, Burgunder-, Champagner- und Verschnittweine, theil- weise vom Zoll - Lager meines Schwagers Ker teil ab Mainz und ab 1437) Gut gemästetes Hammelfleisch bei August Schmidt, Marktstraße. ■ mit P.E an sich nicht R rn, io dürsten Iblutt' MAE« unb die MktA bringt- Eine 70 Gebund Buchen-Nutzreisholz mit 2,24 Festmeter. Die Zusammenkunft ist auf der alten Steinbacherstraße an der VII. Schneiße. Gießen, am 21. März 1876. (1370 Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Dienstag den 28. d. M, von Nachmittags 2 Uhr an, sollen bei der Stadt Gießen: ' 24 Triebviertel, das Gelände hinter ehemals B « st'schen Besitzung, die Wüstung an der Schoor neben der Ausgermn- schleuße und das Grabland in dem von der Stadt angekauften Garten amGäns acker, öffentlich verpachtet und bei dieser Gelegenheit die durch den Sturm am 12. d M- umgeworfenen Pappel- und Lindenbäume auf dem Viehmarktplatz und eine Partie Obstbäume auf den Triebvierteln der Stadt versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Neustädter - thor. „ ^447 Gießen, den 23. März 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. in jeder Größe empfehlen (1442 lUoritz Gregor! afc Sohn. Aechte italienische Maccaroni, Extrafeine Gemüsenudeln, Parmesankäse, empfiehlt . (635 Emil Elschbach. Diverse Saucen, Kronenhummer in Dosen, empfiehlt Emil Fischbach. Mittwoch den 27. März, Nachmittags 2 Ubr, sollen auf dem Platze der Schützengesellschaft am Trieb die Materialien der durch den Orkan umgestürzten Schießhalle, bestehend aus: „- t. 1 großen, sehr starken, vollständig guterhaltenen Doppelthüre mit starkem Schloß und Beschlägen, mehreren ebenfalls guterhaltenen Thüren und großen Fensterläden, Balken, Bohlen, Brettern, Latten, Backsteinen, verschiedenem Holz- und Eisenwerk, Tischen, wobei drei guterhaltene Ladentische, sodann die Fundamentmauern der Halle und die Kuzelfaugmauern auf den Abbruch an die Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden. (1451 Steigliebhaber werden höflich eingeladen. Der Vorstand der Schützengeseüschaft. 1456) Wegen Aufgabe der Oeconomie werden Mittwoch den 29. Marz, Nachmittags 2 Uhr, die dem Herrn Ludwig Kämmerer hier gehörigen Oeconomiegeräthschaften, als: Wagen, Pflug, Egge, Walze, Fegmühle rc., sowie ein gutes Zug- und Oeconomiepferd bei dessen Behausung am Seltersweg meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 23. März 1876. Hoffmann. Pf. frssage oguen* Epecmi- c ' Schippenftirle11,32 in großen und kleinen Partieen em- pfiehlt billigst M. W e i ß b ä ck e r.^ 1434) Wagen, Pflug und Egge zu verkaufen bei Lehrer H o tz in Hausen. Eingemachte Früchte, als: Aprikosen, Aepfel, Birnen, Himbeeren, Johannisbeeren, Melange, Mandeln, Maronen, Mirabellen, Nüffe, Reineclauds, Erdbeeren, Ananas, Pfirsiche, empfiehlt 1380) _____ Emil Elschbach. 1448) Durch das Eintreffen unserer sämmtlichen Neuheiten für die bevorstehende Frühjahrs u. Sommer-Saison ist unser Lager in Herren- u. Knaben-Eardero^ Dnmen- Umhangen^CIMes etc, sowie in Damen- Weiderstnffen, Lhiliels, Cacheuure, Seidemeugen^ Seidensammel^ Leinen und sonstigen Mannfacturwaaren anfs Reichhaltigste affortirt und machen wir besonders daraus aufmerksam, daß wir durch außergewöhnlich vortheUhafte Ctnkaufe im Stande stnd, gute und reelle Qualitäten zu wirklich billigen Preisen zu verkaufen. Gebr. Stamm. Künstliche Düngemittel Elupstehlt die Gyps - u. Knochenmühle 7 von August Schlessingcr 1167) am Bahnhof- 76 Fichten- / ; 11-14 5-11 , 8,30 Unter dem Eichen - Stammholz sind 20 ktück von je 1-2 Kubik-Meter Inhalt. Zusammenkunft am 1-Tage, an welchem mit dem stärkeren Eichen-Stammholz begonnen wird, im Diftrict Ober-Gemünde- rod, auf dem Wege von Burg-Gemünden nach Elpenrod, am 2. Tage im District Hahne bei Elpenrod, jedesmal Morgens prücir 9 Uhr. .(1429 Schellnhausen, den 20. März 1876. Großherzogliche Oberförsterei Hatnbach. Bock. sich gef. an mich wenden. Geschäftslocal in Mainz Flachsmarkt 20. 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Großen-Buseck am 23. März 1876. Großherzogl Bürgermeisterei Großen-Buseck. Wagner. AeUgebotenes. Prima Saathafer bei L. Walther^ 1423) Lindenplatz. Holzkrahnen in anerkannter Güte empfiehlt billigst 1431)__M. Weißbäcker. Maccaroni, Eier-Ringe und Graupen, Eier- Gemüfenudeln, sowie türkische und Bamberger Zwetschen, ferner feinste Apfelschnitzen, empfiehlt (245 WKh. Wehlig, Ein arrondirtes Besitzthum in bester Lage Gießens, zu jedem Geschäfte geeignet, ist zu verkaufen. — Dasselbe besteht aus großem Wohnhaus, großen Fabrik- und Oeconomiegebauden nebst circa 5 bis 6 Morgen großem Garten. Auskunft wird auf frank. Anfragen unter D. U. 1452 ertheilt.__(1452 Tafelmandeln, Tafelrosinen, Stal. Haselnüffe, pfelfmen, (639 empfiehlt__________Emil Fischbach. VeUfedern und Daunen, Barchent, Zwillch und Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei (880 ________Th. Brück, Kanzleiberg B. 1. 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Anscrate sinken in demselben weite Verbreitung und wird di 1443) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Neustabt Lit. D- Nr. 57. 1311) Eine geräumige Wohnung zu vermiethen bet C h r. H o r e y s e ck, _______________Reichensanbstraße C. 224. 1303) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet im Freien zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.