Mo. ATS Freitag, den 24. November 1876; Kichener Anzeiger Aychk- md AmishM fit den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Pveis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition! Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark iS Pf. Amtlicher H h e i t. Nr. 24 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben den 18. l. M., enthält: (Nr. 1149.) Auslieferungsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Luxemburg. Vom 9. März 1876. Gießen, den 23. November 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Baugewerkschule zu Darmstadt. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß es durch die inzwischen erfolgte ständische Verwilligung einer Staats-Subvention möglich geworden ist, mit der von Großherzoglicher Regierung beabsichtigten Errichtung einer Baugewerkschule, durch Erweiterung der seither von dem Lokalgewerbverein in Darmstadt unterhaltenen Winterbauschule schon in diesem Winter zu beginnen. Die Landesbaugeweikschule soll, zwischen Handwerkerschule und Polytechnikum die Mitte haltend, insbesondere Bauhandweikern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse, sowie die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die practische Ausführung, zu erwerben. Ebenso dient die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Portieren, Bauaufsehern rc. Gegenstände des Unterrichts sind: Geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie, Bauconstructionen, Elemente der Moschinen-Conftruktionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlaqen, Freihand-Ornamenten und kunstgewerbliches Zeichnen, Rechnen, Geometrie, gewerbliche Buchführung, Aufstellen von Voranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik. Modelliren In Thon, Wachs rc. Der Unterricht dauert demnächst je 4 Monate, vom 15. November bis 15. März; für diesen Winter nur 3^2 Monate. Es beträgt das Schulgeld für diese Unterrichtszeit 30 Mark, welches beim Beginn des Cnrsus vorausbezahlt werden muß. Den Unterricht ertheilen vorerst die Herren: Architect Herman Müller, 'Techniker L. W. Moser, Architect Kuhlmann, Handelslehrer PeterS und Bildhauer Felix. Bei Errichtung der 2. Ablheilung wird das Lehrerpersonul entsprechend vermehrt- Bedingungen zur Aufnahme als Schüler sind: Nachweis einer mindestens einjährigen Beschäftigung in einem technischen Gewerbe und Besitz derjenigen Kenntnisse, welche in den Oberklassen der Volksschule erworben werden. — Die Anmeldungen zur Aufnahme haben baldigst schriftlich bei der unterzeichneten Stelle, oder auch mündlich auf dem Büreau derselben — 3. Stock des ehemaligen Kriegsmintsterialgebäudes in der Neckarstraße — zu geschehen. Die Eröffnung der Baugewerkschule erfolgt am 1. Dezember l I. Darmstadt, den 15. November 1876. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink Busch. N o c i t i s ch Deutschland. Berlin, 21. November. Bei der Fortsetzung der zweiten Lesung des Gerichtsverfassungs-Gesetzes genehmigte der Reichstag nach längerer Debatte ' die SS 46 und 47 in der Commisstousfassung und ferner die an dieser Stelle von der Commiffion eingeschobenen §§ b bis k. Gleichfalls angenommen wurde 1 der § 47a, nachdem die Bestimmung, wonach ein Untersuchungsrichter, der zwet Jahre als solcher functionirte, eine abermalige Bestellung für zwei Jahre ablehnen kann, auf Befürwortung des Ministers Leonhardt gestrichen war. § 47b (zeitweilige Vertretung eines Gerichts-Mitgliedes und Entschädigung des Vertreters) wurde von demselben Minister wegen der voraussichtlichen Schwierigkeiten der Ausführung ebenfalls bekämpst, schließlich jedoch dem Commissions- Antrage gemäß genehmigt, nachdem der Antrag Struckmanu's ans Zurückverweisung dleseS Paragraphen an die Commission bei der Abstimmung durch den sog. Hammelsprung mit 148 gegen 134 Stimmen abgelehnt war. Hierauf genkhmigte das Haus auch die weiteren Paragraphen bis § 58. Es folgte nunmehr der Titel über die Schwurgerichte. Zu § 59a (Verweisung der Preßvergehen vor die Schwurgerichte) ward namentliche Abstimmung beantragt. Minister Leonhardt erklärte sich im Namen der Bundes-Regierungen gegen diesen Paragraphen, welcher, nachdem die Schöffen-Gerichte so beschränkt worden seien, eine Anomalie enthalte. • Es könnten nicht Geschworene besonders für Preßproccffe gewählt werden, die ganze Institution mit ihrem solennen Verfahren eigne sich nicht für gewöhnliche Preßvergehen. Man wolle der Preffe ein Privilegium, ein Ausnahme-Gericht gewähren. Auch die Ueberweisnng der politischen Vergehen an Schwurgerichte sei kein Bedürfniß. Tie Schwurge richte gingen ihrem Lebensabend entgegen, in der Morgendämmerung erschienen bereits die Schöffen-Gerichte. Jedes Preßvergehen habe eine politische Tendenz; eS gebe aber viele politische Vergehen, welche nicht durch die Presse begangen würden. Da man die politischen Vergehen nicht den Schwurgerichten überweise, so dürfe man auch nicht die Preßvergehen denselben überweisen und müffe sich vor Allem hüten, gewissen Berufs-Claffen Privilegien bei der Rechtsprechung zu schaffen. Er (der Minister) sei von vornherein überzeugt gewesen, daß die große Reform nicht gegen den Willen der Nation durchgesührt werden dürfe, er habe deshalb die Aeußerungen der Presse verfolgt und gefunden, daß die bedeutenderen Blätter sich nicht sowohl jür Schwurgerichte, sondern vielmehr für Schöffen-Gerichte ausgesprochen hätten. Letztere gäben jedenfalls die Garantie, daß sie im Volke Vertrauen erweckten auf die Unabhängigkeit der Richter. In Bayern beständen allerdings Schwurgerichte für Preßvergehen, allein dort genieße der Berufs-Richter vielleicht nicht so hohes Vertrauen, wie in Norddeutschland. Der Berufs-Richter sei unabhängiger wie der Geschworene, das Rechts-Studium mache ihn unparteilich; in Proceß-Sachen bedürfe es der größten Unparteilichkeit. Nachdem sodann noch Frankenburger für den Commissions-Antrag gesprochen hatte, vertagte sich das Haus auf morgen 12 Uhr Mittags. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: die Zeitungs-Meldungen von einer angeblichen definitiven Ablehnung der Betheiligung Deutschlands an der Pariser Ausstellung würden von berufener Seite als zu weitgehend bezeichnet; bis vor wenig Tagen hätte nur Preußen sich schlüssig gemacht, beim Reiche sei die Angelegenheit noch nicht verhandelt; von einem definitiven Beschluffe könne daher er H 8 e i 5. jetzt noch nicht die Rede sein, obschon die gegenwärtig in maßgebenden Kreisen herrschenden Stimmungen von Seiten der Preffe richtig bezeichnet würden, gj — Fürst Bismarck traf heute Abend 6 Uhr mit Gemahlin und Tochter aus Varzin hier ein und begab sich sofort nach dem auswärtigen Amte. Berlin, 21. November. Mehrere Wiener Blätter erzählen von einem Complott auf das Leben des Kaisers Wilhelm. Danach soll die Londoner Geheimpolizei dem Attentat auf die Spur gekommen sein. Das Gerücht behauptet, es habe sich ein verdächtiges Individuum auf einem englischen Schiffe nach einem deutschen Hasen eiugeschjfft. Dje englische Polizei soll die preußische von allen Einzelheiten unterrichtet haben, von denen sie Kenntniß erhielt. Der Plan wäre, wie es heißt, bestimmt gewesen, während eines der Jagdausflüge des Deutschen Kaisers zur Ausführung zu gelangen, doch könne schon jetzt die Absicht als vereitelt hingestellt werden. In weiteren Kreisen Berlins ist bisher von einem solchen Complott nichts bekannt geworden. Berlin, 22. November. Hinsichtlich der Zulaffung von Ausländern zum Gewerbebettieb im Umherziehen sind im Reichskanzler-Amte neue Normen und Gesetz-Entwürfe ausgearbeitet worden. Nach denselben bedürfen Ausländer, die nach § 55 und 56 der Gewerbeordnung Gewerbe im Umherziehen betreiben wollen — mit Ausnahme des im gewöhnlichen Grenzverkehr verbleibenden An- und Verkaufs von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft, des Garten- und Obstbaues — eines Legitimations-Scheines, dessen Ertheilung versagt werden kann, wenn für das betr. Gewerbe die den Verhältnissen des Verwaltungsbezirks entsprechende Anzahl von Legitimations-Scheinen schon ertheilt ist. Die Ertheilung der Legitimations-Scheine soll durch diejenigen Behörden erfolgen, welche zur Ertheilung von Legitimations-Scheinen an Inländer ermächtigt find. Ausländer, welche entweder das 21. Lebensjahr noch nicht überschritten haben oder durch ihre Persönlichkeit zu erheblichen polizeilichen Bedenken Anlaß geben, sind zum Gewerbebetriebe im Umherziehcn nicht zuzulassen. Der Legitimations- Schein ermächtigt zum Betriebe des Gewerbes im ganzen Geltungsgebiete der Gewerbeordnung. — Der „Polit. Corresp." wird von einem hiesigen Osficiösen geschrieben, von der russischen Mobilmachung sei hier Niemand überrascht worden. Man sei hier aus ein actives Hervortretpir Rußlands schon seit längerer Zeit vorbereitet gewesen, und wenn die Mobilmachung erst jetzt erfolge, so habe dies zum Theil seinen Grund „vielleicht darin, daß eine vor einigen Wochen ad hoc unternommene Revision der Muninonsbestände, namentlich der Kriegschargirung sür die Infanterie, die Unbrauchbarkeit eines erheblichen Theiles derselben ergeben haben solle." Diese Lücke möge jetzt wieder hinreichend ausgefüllt sein, und Rußland zögerte nicht länger. — Hinsichtlich der Pariser Weltausstellung resumirt die „Allg. Ztg." ihr Urtheil, das gewiß in sehr weiten Kreisen Anklang finden dürste, dahin: „Faßt man das Interesse der deutschen Industrie tn's Auge, so sagen wir: Deutschland muß an der Weltausstellung theilnehmen. Stellt man sich auf den Standpunkt der nationalen Würde, so glauben wir: Deutschland kann an der Weltausstellung in Paris theilnehmen, ohne seiner Würde etwas zu vergeben. Wir schließen daher mit der Hoffnung: Deutschland wird an derselben theilnehmen I" — Es ist nunmehr im Werk, Füns-Markstücke in Gold (also halbe Kronen) ausprägen zu lasten und diese Münze hier in Berlin bis auf die Höhe von 80 Millionen Mark zu bringen. Berlin, 22. November. Von dem Avg. Ausfeld und Genoffen ist folgender Antrag zur Strafproceß-Ordnung eingebracht worden: Hinter § 41ib folgenden neuen Paragraphen einzufüzen: § 411c. Ohne Genehmigung des deutschen Reichstags darf kein Mitglied desselben während der Sitzungsperiode zur Verbüßung einer erkannten Strafe verhaftet werden. — Ueber die Frage der Beschickung der Pariser Weltausstellung werden noch immer widersprechende Nachrichten verbreitet. Es ist zunächst festzuhalten, daß diese Angelegenheit im Bundesratb allerdings noch gar nicht zur Verhandlung gekommen ist, sondern für's Erste nur die Einzel-Regierungen beschäftigt hat. Nach dem Stande dieser Verhandlungen ist indeffen anzunehmen, daß von ReichSwegen ein Antrag auf Gewährung der erforderlichen Mittel zur Beschickung der Ausstellung nicht eingebracht werden wird. Im Reichstage sind übrigens allem Anscheine nach ebenso viele Stimmen für, wie gegen den Antrag, und es darf als ziemlich sicher angenommen werden, daß auch die beabsichtigte Interpellation im Reichstage nicht erscheinen wird. Hesterreich. Wien, 21. November. Die „Polit. Corresp." meldet, daß in Folge der Ueberhandnahme der Pferde-Ausfuhr nach dem Auslande und um den hieraus für das Reich und die einzelne Landestheilen entspringenden schweren Schädigungen vorzubeugen, beide Regierungen Oesterreichs und Ungarns ein Pferde-Ausfuhr-Verbot beschlossen haben. — Graf Andraffy ist heute hier eingetroffen. Pesth, 20. November. Aus Ragusa wird heute gemeldet: Die Türken überschritten gestern die von Montenegro festgestellte Demarcations-Linie; sie wurden nur Waffengewalt zurückgewiesen. Pesth, 21. November, Abends. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte der Minister-Präsident v. Tisza, indem er früher gefallene Äußerungen Helfy's und anderer Abgeordneten widerlegte, die Regierung würde feig handeln, wenn sie von ihrem Posten zurücktreten wollte, so lange sie die Majorität des Hauses besitze. Die mit der Revision des Zoll-Vertrages angestrebte Reduction des Deficits habe die Regierung theil- weise bereits erreicht. In der orientalischen Frage dürfe man nicht türkische, russische oder andere Politik, sondern nur österreichisch-ungarische Jntereffen- Politik treiben. Frankreich. Paris, 21. November. Marquis Salisbury bat heute mit dem Herzog Decazes Berathung gepflogen. Gras Chaudordy reist heute Abend nach Brindisi ab. Graf Bourgoinz ist bereits gestern vorausgegangen. Versailles, 21. November. Im Fortgänge der Sitzung der Deputir- tenkammer richtete Floquet (Radicaler) bei Berathung des Budgets der Ehrenlegion an die Negierung eine Interpellation wegen des Unterbleibens der vorgeschriebenen militärischen Ehrenbezeugungen bei ohne kirchliche Feier erfolgenden Bestattungen von Rittern der Ehrenlegion. In Folge der Abwesenheit des Kriegsministers wurde die weitere Diöcussion auf Donnerstag vertagt. — Der Senat hat das Gesetz über die Armee-Verwaltung in letzter Lesung angenommen. England. London, 22. November. Die „Morning Post" veröffentlicht ein Schreiben des Prinzen Czartoryski aus Paris an den Major Szultzewski dahier, welches die in der Preffe verbreiteten Gerüchte bezüglich eines bevorstehenden Polen-Aufstandes als unbegründet bezeichnet; Polen sei völlig ruhig, und die polnische Emigration weniger als je geneigt, eine aufständische Bewegung tm Heimaths-Lande hervorzurufen. Belgien. Brüssel, 21. November. Der „Moniteur beige" meldet: Nach einer Mittheilung des belgischen Consuls in Malta hat das dortige Local-Gouvernement der Handelskammer angezeigt, daß in die Hafen-Einfahrten von Odeffa, Kertsch, Sebastopol und Oczakoff Torpedos gelegt sind. Brüssel, 21. November. Das Journal „Le Nord" bespricht die Mission des Marquis of Salisbury und bemerkt, daß der Jdeen-Austausch, der während der Anwesenheit Salisbury's in Parts, Berlin und Wien angeregt werden würde, zu einem glücklichen Resultate führen könnte. Die Eindrücke, welche der Marquis an diesen Orten empfangen würde, dürfte ihn überzeugen, daß die Großmächte des Continents entschloffen seien, im Orient einen normalen Zustand der Dinge herzustellen, und daß zwischen den Mächten ein loyales Einvernehmen hierüber bestehe. Der „Nord" erwähnt des neuesten Schreibens des ehemaligen Colonien-Ministers Grey an den Marquis von Hartington und kommt zu dem Schluffe, daß die Auffassungen und Raisonnements deffelben eine auswärtige Occupation türkischer Gebietstheile als eine Nothwendigkeit geboten erscheinen ließen. Schweiz. Bern, 21. November. Die Commission zur Berathung der Gottha^s- Eisenbahn-Frage hat mit großer Mehrheit den Vorschlag der einspurigen Anlegung der Bahn und das sog. Special-System verworfen, da vor Allem die Herstellung einer betriebsfähigen Eisenbahn erstrebt werden soll. Nußland. Petersburg, 21. November. Eine Meldung der internationalen Tele- graphen-Agentur aus Semlin bestätigt, daß das serbische Ministerium unter der Androhung, seine Demission zu geben, den von Tschernajeff beanspruchten (Antritt in das Cabinet ablehnte. Petersburg, 21. November. Der „Regier.-Anz." veröffentlicht eine Depesche des Reichskanzlers, Fürsten Gortschakoff, an den Botschafter in Lon- do->, Grasen Schuwaloff, datirt Zarskoe-Selo, 7. Novbr., in der er seine Genugthuung darüber ausspricht, daß Lord Derby in seiner Depesche vom 30. Octbr die Bemühungen des russischen Cabinets, im Einklang mit England Ku wirken, anerkannt; ferner begründet der Reichskanzler aus dem Mißerfolg der Diplomatie die Nothwendigkeit, die Integrität der Türkei den Garantieen unterzuordnen, die von der Humanität und für den Frieden Europas gefordert werden. Endlich weist er die Annahme zurück, daß Rußland Konstanti wpel gegenüber Hintergedanken hege. Die zweite veröffentlichte Depesche an Schu waloff vom 22. Octbr. drückt Rußlands Bedauern aus, daß England grundlosen Befürchtungen Raum gebe. Petersburg, 22. November. Der Kaiser äußerte in den letzten Tagen bei dem Empfang verschiedener hervorragender Persönlichkeiten: daß er noch auf die Erhaltung des Friedens hoffen wolle, aber seine und Rußlands Ehre für die Erreichung der geforderten Autonomie engagirt halte. Der von Belgrad entsandte Marinovic kommt als Vertrauensmann Mtlans und wird als Vertrauensperson behandelt werden. Derselbe dürfte berufen fein, das Ver- hältniß zwischen Belgrad und Petersburg zu beffern und die fernere Kriegs- Führung Serbiens, falls die Conferenz nicht den Frieden bringt, von Rußland abhängig zu machen. Türkei. Konstantinopel, 21. November. Bisher ist nur Savfet Pascha zum Bevollmächtigten bei der Conferenz designirt, ein zweiter Bevollmächtigter ist noch nicht ernannt worden. Abdul Kerim Pascha ist hier eingetcoffen. Nagusa, 21. November. Der türkische Kriegs-Dampfer „Muzzaser" mit 17 Kanonen, der von Antivari kam und in den Hafen von Gravosa elnlief, ist aufgefordert worden, den Hafen zu verlaffen. Nagusa, 21. November. Die Demarcations-Commission prüfte und erörterte heute Vormittag die türkischen und montenegrinischen Vorschläge bezüglich der nördlichen Demarcation. Am Nachmittag war ebenfalls eine Sitzung. Die südliche Demarcation wird morgen berathen werden. Pera, 21. November. Die mit der Ausarbeitung der Verfassung betraute Commission hat nunmehr ihre Arbeiten beendigt und den bezüglichen Entwurf heute dem Großvezir mitgetheilt; die Verfasiung soll noch vor dem Zusammentritt der Conferenz promulgirt und sodann alsbald in Kraft gesetzt werden. Amerika. Washington, 21. November Gegenüber den Gerüchten, welche die Hierherverlegung einiger Compagnien Militärs hervorries, erklären der General Sherman unb der Kriegs-Minister, diese Maßregel habe keinen politischen Grund. Man glaubt, die Truppen werden bis zum Amts-Antritt des neuen Präsidenten hier bleiben. Die Wahl-Prüfung in Louisiana geht ruhig in Gegenwart der Vertreter beider Parteien vor sich. Lokal-^kotiz. Gießen, 23. Nov. 1876 Ueber den am 15. b. Mts auf hiesigem Bahnhofe überfahrenen Schweinehändler Joh. Happel sind uns von authentischer Seite Mittheilungen zugekommen, welche wir hiermit gerne veröffentlichen und zugleich unfern Dank für das freundliche Entgegenkommen aussprechen. — Der Verunglückte war ein Mann von etwa 60 Jahren, hieß Johannes Happel IV. und kam von seinem Wohnorte Holzhaufen b'i Gladenbach über Fronhausen mit dem um HVz Uhr Vormittags in Gießen eintreffenden Zuge an, um mit dem um 12 Uhr nach Deutz abgehenden Zuge nach Eitorf weiter zu reisen. Er hat sich zu diesem Zwecke von einem Arbeiter ein Billet IV. El. holen lassen, wobei er bemerkte, daß er nicht gut sähe. Eine in seiner Umhängtasche gefundene Brille mit blauen Gläsern und grünen Seitevgläsern bestätigt dieß. Der Arbeiter half ihm noch seinen Holzkoffer auf die Schulter heben, worauf sich der ?c Happ-l nach dem südlichen Ende des gemeinschaftlichen Perrons zwischen M.;W. und Cölner Bahn begab und seinen Holzkoffer daselbst ab- ftellte. — Der Zug nach Frankfurt fuhr einige Minuten verspätet ab, weshalb er an dem gemeinschaftlichen Perron an dem von Frankfurt kommenden Zuge vorüberfuhr. Bis zu diesem Moment war das Gleis für den im gewöhnlichen Tempo einfahrenden Zug völlig frei, als plötzlich ein Mann vor die Säulen des Perrondaches nach dem Gleise hin trat Sofort gab die Maschine das Nothsignal und trotz des Ertönens der Dampfpfeife dicht hinter tbm und obgleich ihm ein entgegenlaufender Arbeiter fortwährend vom Zug abwinkte, trat der zc. Happel jetzt sogar in das Gleis, wo er sofort von der Maschine umgeworfen und augenblicklich getödtet wurde. Der verstümmelte Körper wurde noch eine kleine Strecke bis an das südliche Ende des Stationsgebäudes mitge- schleift, woselbst er unter dem Tender beroorgenommen wurde. Ob der rc. Happel den ausfahrenden Zug für den Zug nach Deutz hielt oder noch Jemand in diesem Zuge grüßen wollte, konnte nicht constatirt werden. --Die gestern Abend aus Lony's Bierkeller stattgehabte Volksversammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete W. Liebknecht als der von der hiesigen socialdemokratischen Partei aufgestellte Candidat, auftrat, war von einem äußerst zahlreichen Publikum besucht, so daß der Saal zum Erdrücken voll war und es als eine Aufgabe bezeichnet werden muß, in der schwülen Atmosphäre 2 Stunden lang ausgehalten zu haben. Herr Liebknecht, bekanntlich ein Gießener Kind, entwickelte in IVr stündiger fließender Rede die Grundsätze und Ansichten seiner Partei. — Die zum Schluß eingebrachte Resolution: „Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem Vorträge s>es Herrn Reichstagsabgeordneten Liebknecht einverstanden und verspricht, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für die Wahl desselben tm Krcise Gießen einzutreten- — wurde mit einigen Stimmen angenommen. Bei der Gegenprobe erhob sich auch keine Stimme, so daß nach der Ausführung des Vorsitzenden, Herr Liebknecht einstimmig als Candidat angenommen ist. ! ' ' '■ ■!_!__ 1 ----' 1 " Verwischte-. — Unter dem Titel „Der vergiftete Kuß" berichtet Otto Hermann in einem ungarischen naturwissenschaftlichen Blatte über die Szenkuter Wallfahrten unter anderm folgende entsetzliche Details: Neben dem Kreuzträger wanken in der Regel Schwer- kranke; neben dem mit Blennarrhöe behafteten Auge sehen wir von L pper- und Nasenkrebs bis zum biblischen Aussatz alle Abarten der furchtbarsten aisteckenden Krankheiten. Den Zug schließen Jung und Alt des Dorfes, gesegnete Frauen, blühende Mädchen, Weiber mit Säuglingen und eine übermütige K'Nderschaar. Nach dem Gebete beginnt der Umgang; die inficine Lippe küßt den sockel, die Wanze der L>tatuen, das GlaS der Heiligenbilder und unmittelbar darauf drücken auch die Gesunden ihre Lippen auf dieselbe Stelle. Einen Tag nach der Willfahrt sieht man an den betreffenden Punkten eine dünne braune Kruste, die sich durch die Küsse gebildet hat. Noch gräulicher ist die folgende Scene: In dem Brunnen neben dem heiligen Orte, welcher kaum 10 bis 15 Liter Wasser enthält, wäscht sich Alles, Ulcus, Caries, Necrosis alle die furchtbaren Krankheiten, die wir angeblich den Kreuzzügen verdanke :, sind vertreten und alle suchen Heilung in jenem Wasser. Dann kommen Mütter mit Säuglingen, entkleiden diese und waschen sie von Kopf bis zu Fuß mit diesem infi- cirten Wasser, damit kein Uebe sie berühre " Mir fehlen die Worte, um den Abscheu zu schildern, der mich beim Anblicke dieser Dinge befiel. Da ist eine Form des „vergifteten Kusses"; es gibt noch eine andere. Wer die raitzischen Dörfer der unteren »egend kennt dem ist gewiß die Menge der Triefäugigen ausgefallen, den erschreckten oie zahlreichen Individuen mit verkrüppeltem Körper, mit dem zitternden Gange, der wächsernen Gesichtsfarbe; das Schminken ist dort gang und gäbe; wmn sie aber den Mund öffnen, dann ist's. als wehte uns ein Pesthauch an. Und die Ursache von alledem liegt darin, daß das Küssen nirgends so zur Gewohnheit geworden ist wie bei den Raitzen. Wenn Bekannte sich begegnen, küssen sie sich fünfmal und immer mit jener Lascivität welche mit der Wärme des Klima's zunimmt. Die Braut wird von allen Gästen geküßt und muß alle Küsse erwiedern. Und wie viele darunter sind vergiftet! Daher kommt es, daß ganze Generationen durch und durch inficirt sind. Und die Qualen des Körpers bewegen die Armen zum Wallfahrten; der vergiftete Kuß verbreitet sich vom heiligen Orte weiter — auf Jeden, welcher glaubt, daß die auf die Heiligen-Bildsäule gedrückt inftcirle Lippe nicht mehr giftig ist! gWJjMggJggL—■"gLL?!- ■ I "■■■"■ " —-UL1 ■ „Das populärste Weihnachtsgeschenk ist immer der Kalender, der ja in .feinem Hause fehlen darf. Unter den Volkskalendern verdient vor allen der Lahrer jhinkende Bote genannt zu werben." (Ueber Land und Meer. I Mittwoch den 2 Vsrmittc soll die den Fried siann's lrl)tUuUn hörige Hofraitbe nu unb Grasland auf öffentlich versteiger llaufliebhaber dazu Die 10 Minister im Kreise Gießen fl Mailhe besteht ar miegebäuden und t welcher lange Jahr Handpapier mit g wurde und voran? .Neiger Mitt«»* W : Durchme^r, »es»« Donnerstag d Morger L Rmtt.B« Ls»* KS* FbS genügender Vogt, * wird betrieben wert DieBestandMe. mehr einige $a&re btfid, food; offne a wanb wieder in eine bringen. Da das Wo ist, io läßt sich die Mahl- oder Schneid: fraglichen Immobile jederzeit ungesehen v sich dieserhalb an wenbtR, welche am Lerkaussbedingunger Ober-Bkssinger, a Gcoßderzogl. Otts< S e Keilg> 6078) Eine Mar 500 Marken zu m der Exp-d. b. Alts Neue ital. Has Drfelmandeln, ’afeltofinen, empfiehlt Tchlil in 9ro6tr Auswahl — Als paffen Ueihni '«Pfthle Gr« •A*'" , Slhru, Neibi e**dinJs9t0s^ ln stets s. . ^jBlanbg ". Der von ■ b°s Ne,- ;ntte Kriegs- "" Rubi« jutn Mhjtn ist unb - . ü ’W ’ ftne Vg. n*4 Pb den bejüat lunä soll noj) Wb in ftrajt >ten, welche bie ;'1 'er General inen politischen tritt des neuen M ruhig in bieftatm Bahn» lthenlisjer Stift nd zuzleilh uiftrn iinnts fypptl IV. Ähausa mit dem dem im 12 Uhr t fit |u diesem imtrttt, dotz er m iSläjtm und tn Hchkoff^ auf • bti gtnitinfiafl' taffer bafdbft ab- Wlb tr an btin üdcchthr. Bis Ehrenden Zug ed dem Wt n’^kr^mpV- euer iortoiircnb ) er soiort von der siüvmeltr Körper tyiidbti mitge- 'eytz hielt oder noch iiÜSDtriammlung, her diesigen sscial- üu§trn zahlreichen ri als eine Suigaoe ng eu^iluniu ,, in v 2 nfinbtger • im Tchln^ <*B; it dem Wy spricht, uiit allen ,n einzatretev' - sich auch 'ane s.'rch t einstimmig j- U«I m H««®1* «“”fr ’S < »1(41«n Är k-'4“* ,n alt litt i »K *™ iw« eden b B Caries, waJW, fi ", > Ä • den »9; '? ,7,prnt "S untere" V* i; ’S mI öl< geMerner Anzelger. )e-L igerung. Neues Sauerkraut, (5818 Carl Hoffmann. 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Wir beabsichtigen, auch dieses Jahr wieder den Kindern unserer Schule eine Weihnachtsbescheerung zu veranstalten, und bitten alle Freunde der Kinder und unserer Anstalt, uns dazu auch diesmal wieder durch Darreichung geeigneter Gegenstände zu unterstützen, wie sie dies bisher zu unserem 'großen Dank und zur Freude der Kinder so freundlich gethan haben. Wir werden um zu solchen Beiträgen aufzusordern, nicht eine Liste tn Umlauf setzen, sondern ersuchen die gütigen Geber, das den Kindern Zugedachte an eine der , nachbenannten Damen gelangen zu laffen. _ . a Frau Bürgermeister Bramm. Fr. Dr. SB Titel. ST- arrer fte r* Frl. L. Langermann. Fr. I. Noll. Fr. Pfarrer Snnon. Frl. C. Simon. Fr. Kanzler Wasserschleben. Frl. L. Wortmann. , Für den Vorstand: Dr. Seel. 5426) Russischen Caviar (Astrachan), Elbcaviar empfingen 'rische Sendung I. A. Dusch Söhne. Früchte-Marmelade, per 1 Pfundtopf 75 empfiehlt 6036) Emil Fischbach. 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Mittwoch den 27. December l. I-, Vormittags 10 Uhr, soll die den Fried rlck Jacob.Dor ne- mann's Eheleuten zu Ooer-Besfingen g - börioe Hofraithe mit bnbei liegendem Gcab- und Grasland auf freiwilliges Anstehen Lffentlich versteigert werden unb werden Kaustiebhaber dazu einoelaben. Die 10 Minuten oou Ober-Bessingen im Kreise Oiefeen am Wetterflusse gelegene Hoscatth- b-stcht aus Wobnoaus. O-c°ns- SÄ «L KS Marinirte Härmge »wird betrieben werden können. Die Bestandtheile der Mühle, welche nun- niPhr einige ^ghre stille steht, find zwar defect, jedoch ohne allzugrotzen Kostenaufi wand wieder in einen guten Zustand zu bringen. Da das Wafsergefäll cm kräftiges ist so läßt sich die Muhte auch zu einer Mahl ober Schneibcmühl einrichten. Die fraglichen Immobilien tonnen vorher zu ^derzeit eingesehen werben unv wolle man stck dieserhalb an unterzeichnete Behoibe welche auch Auskunft über bie .t^oDemberl876 Citronen, Cttronat, Orangeat, f rein gemahlenen chinef. und Ceylon- Zimmt, teilt gemahlene bourb. Nelken, kohlcnsanres Ammonium, gereinigte Potasche, -oroie sä'nmtliche Ingredienzien zur feinen Bäckerei, rnpfiehlt MiUlcr, : v 13) Mäusburg B. 48. Unierkteidchen für Kinder empfiehlt (5969 Carl Hoffmann. Feinsten Emmenthaler, Neuchateler Käse, Fromage de Brie, «... 5446)^^_______O a. Wilh. We id i g. Extra fein gemahlene und gesiebte Raffinade, neue Puglieser Mandeln, Keilgevolenes. 6078) Eine Markensammlung mit über 500 Marken zu verkaufen. Nähere, bei der Exped. b. Bltts. --------- Reue ital. Haselnüsse, Tafelmandeln, Taf-lrofln-N' (6035 Eps--"«__9ma Fischbach. ^Schlittschuhe^ "-Ä"n. Oö \-s Adress-Buch l Gesellen. (6081 Achmer (Eonccrtoereiii herauszugeben beabsichtigt. Gestützt auf bewährte Programm. 2) a. b. a. b. 5) die ganze Seite mit 12 JL, die halbe mit 6 M. 6) a. des Adress-Buches gratis. Anzeigers“, Schulstrasse B. 18, bemühen. (5983 (6075 Verantwortliche Redactton: Schetzda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Uutv.-Druckeret (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. den und 3) 4) Publikum Ge- die Einwohner- früher hier sowie schliess- vom Bahnhof Giessen aus statt. Giessen, den 22. November 1876. Wilhelm Löber, Brandgasse. Mernnschte Anzeigen. Für Bäcker« Gegen hohen Lohn gesucht tüchtige Schießer und 5972) Ein braves Dienstmädchen wird sofort zu niiethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____ gleich vollständigen Ersatz des bestandenen Univ.-Adress-Kalenders), lieh einen Inseraten - Anhang. Wenn auf diese Weise dem geehrten legenheit geboten ist, sich vollständig über Mitarbeiter und auf Grund amtlicher Mittheilungen wird das neue Adress-Buch im Gegensätze zu früheren Ausgaben dem Publikum Das bieten, was es von einem Adress-Buch in vollstem Masse verlangen kann. Dasselbe wird in seinem Inhalte bringen : 1) Vollständiges Verzeichniss der Häuser und Bauten der Stadt resp. Gemarkung Giessen. 2) Genauestes Verzeichniss der Einwohner, soweit dieselben als Einwohner mit dauerndem Aufenthalte hier am Orte gelten können. 3) Verzeichniss der Gewerbtreibenden jeder Art, der Beamten jeder Kategorie, der Behörden, Institute etc. (das neue Adressbuch bietet zu- lydius), von Thon). Morley, 15Ü5. b. „Gott b’hüte dich“, deutsches Madrigal (Modus phrygius), von Leo n h. Lechner, 1580. Bauunternehmer C. Koch und Familie. für das Jahr 1877. Der ergebens! Unterzeichnete erlaubt sich hierdurch die Einwohnerschaft Giessens zu benachrichtigen, dass er mit Beginn des nächsten Jahres ein vollständig auf das Correcteste ausgearbeitetes Adress-Buch der Prov.-Hauptstadt Giessen Die Herren Agenten oder Vertreter von Versicherungsgesellschaften ersuche in ihrem eigenen Interesse um geil, genaue Angabe ihrer Adresse, sowie Bezeichnung der von ihnen vertretenen Gesellschaften. Achtungsvoll A. Scheyda. NB. Wegen Abfassung, Arrangement ctc. von Inseraten oder allenfallsiger Mittheilungen für das Adressbuch wolle man sich auf das Bureau der Expedition des „Giessener Beethoven. „Möin schönes Lieb, das lacht“, englisches Madrigal (Modus Erstes Concert Sonntag den 86. Wovember, Abends 5 Uhr, im Clubsaale, unter Leitung des Grossherzogi. Universitäts-Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des königl. preuss. Concertmeisters Herrn de Ahna aus Berlin und des Renn er’sehen Madrigalenquartetts, bestehend aus : Frau Seiling, Erl. Cäcilie Glöckner, Herren Joseph Seiling und Jos. Renner aus Regensburg. schäft, Behörden etc. Giessens zu orientiren, so schmeichelt sich der ergebens! Überzeichne!e mi! der angenehmen Hoffnung, dass durch zahlreiches Zeichnen in der dieser Tage circulirenden Subscriptionsliste dem Unternehmen die nöthige Sicherheit, zur Existenz und ferneren möglichsten Vervollständigung gegeben wird. Gleichzeitig geht das Ersuchen an die hiesige Geschäftswelt, durch Zuwendung von welche in einem Anhang zum Adressbuch erscheinen und erfahrungsgemäss von hohem Werthe in einem solchen Buche sind, dem Unternehmen zur Seite zu stehen. — Der Preis des Adress - Buches ist bei einer Stärke von circa 10 Bogen, auf 3 Mark festgesetzt. Inserate wer- .« ____ die viertel mit 4 M. berechnet; jedoch erhalten die Inserenten einer ganzen Seite ein Exemplar begleitung, arr. von J. Joachim. b. Romanze (F-dur) mit Begleitung des Orchesters, von L. von c. Scherzo; d. Finale Allegro vivace. II. „Jungfraü fidiN 'schön Gestalt“, deutsches MaÜrigral (Modus hypo- doriu$), von Bans Leo Hassler, 1564—1612. „Süsses Lieb, o komm“, englisches Madrigal (Modus h'ypojonicus), von John D o wland, 1597. Violinconcert in Form einer Gesangssccne, von Louis Spohr. „O Eislein, liebstes Eislein mein“, deutsches Madrigal (Modus hypodorius), von Ludwig Senfl, 1490. „Einst wandelt ich in stiller Nacht“, englisches Madrigal (Modus Irvpojonicus), von Thom. Tallis, 1600. a. Abendlied von Hob. Schumann, für Violine mit Quartett- Todes-Änzeige. | Statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung von M dem am 22. November zu Wiesbaden erfolgten Ableben S unserer innigst geliebten Tochter und Schwester M Käthclien Koch I im Alter von 20 Jahren. M Die Beerdigung findet Samstag Morgen 10 Uhr W 1) Sv mph eia ie in C-dur, von I ranz Schubert. a. Andante und Allegro ma non troppo; b. Andante con moto; 6080) Ein kleines Logis hat zu ver- mitthen. L. Lebrmund, Neuenweg. 5444) Wotkengasse E. 90 ist ein möbltrtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.______ —5372) Ein schön möbltrtes Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. (EintrittshartHl für Nichtmitglieder sind in der Ricke r’sehen Buchhandlung und R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung [in Ersterer nur bis 12 Uhr Sonntag den 26. Novbr.] ä c/!L 2 zu haben Nummerirte Plätze kosten e/H,. 1 mehr. Der Eintritt ist nur gegen \ or.zeigung der Karten gestattet. Um Störungen zu vermeiden, wird während des Vortrags einer Piece der Eintritt zum Saal nicht mehr gestattet. Wegen rechtzeitiger Benutzung der Eisenbahnzüge Seitens. Concert- besucher aus der Umgegend ist der Anfang des Concerts präcis 5 Uhr festgesetzt, worauf hierdurch specieH aufmerksam gemacht wird. Wermietyungen. Lagerplätze am Neuenweger Thor zu vermiethen. 6067)______________Louis S enner. 5880) Ein Famtlienlogis zu vermiethen und gleich beziehbar. Carl H a a s ______________________a. b. schönen Aussicht. 6054) Drei Familienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Wirth Kerd. Felsing, Neuenweg. 5955) Ein möblirtes Zimmer in der Neuen Bahnhofstraße zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. ________________ 5756) Ein Zimmer mit Cabinet am Kreuz zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. BMs._________ 6016) Ein Zimmer mit Alkoven, un- möblirt zu vermiethen bei H. Höchst älter Wittwe. 6052) Alle Sorien OHace- und wasch- lederne Handschut-e werben auf das Schönste gttoaschen und aefäidt von _________K. März, Lindenplatz A. 29. Unterzeichneter wünscht Gymnasial- u.Realschülern in allen Fächern Privatunterricht ui ertheilen. Jacob Wolf, stud. philol., 6047) (Zimmernistr. P t>tz), Grünbergerstr. 6064) Ein braves ordentliches Mädchen kann sofort eintreten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts._____________________________ 6085) Ein Mädchen für Hausarbeit und Küche gesucht. Frau Klingspor, Ganfeld. 6084) Ein Foulardtuch wurde am Mittwoch Abend auf Lony's Bierkeller verloren. Abzugeben gegen Belohnung auf der Exped. d. Bltts. 6076) Ein größerer Laden over mehrere Parterre-Räume auf kürzere Zeit zu miethen gesucht. Offerten beliebe man an die Erp. d. Bl. zu richtem__ 6074) Der Unterzeichnete empfiehlt sich zur Anfertigung von Bauprojecten. Aufträge werden entgegengenommen Neuenweg Nr. 117. HelnrUh Damm, Architekt. Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 645, 12, 4*3. Dillenburg 6", 12, 443, 95. (2öi0 B'eaen 645, 12. Wetzlar 6<\ 8«, 9«, 12, 4*», 7», 9$. Berlin, JustiMatte. Vergehen vor o< 2Jbefen ki klärt V lkhrtin Wei j Illi. Lie Geschi Mil hineintra eine Reaction g Regierungs-Vorl Leonhardt bekän Kankenburger's Commisstons-An für politische V Ausnahme Geric falle gegen den Letzterer wendet Ministers, worai grijsenen Ansfü Miquel den St angenommen. S geben en die S Fortschrittspartei Sch/Mch tourt Preß-vergehen । Abstimmung mit : Berlin, 2 Abend 8 Uhr hie Russell unwohl rmd stieg im Rai1 - Nachts, zum Fürsten Berlin, dne längere Unt wurde um t U ^lunde. Nachm steige-Onartier, wird auch bei L, m • Königs ^kianntmachuna Aoikau-Brester luPß'ben frnrbr ß M>'»chei c’- Sottbarb: “i'bfu Ä* “f *7 tintr Tr. J“ trrb"'^ Ä‘ 'mb a: b-i b, fcf zu .“Ä sfeS -