1S76 Sonntag, den 23. Juli j«. 169 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post brzogen vierteljährlich L Mark S- Pf. Vorstand. i 24. M: Vorstand. uno Minim, MM »rlche den Silbeipreis bestimmen. iraumente fanden bei den Sachverständigen Eingang und verstärkten die Ueber- - Imigung, datz Deutschland Elle anwenden müsse, um sich von der in da« L y ö / ™ ____________ -.,c Sx«., fnfton Sftnhon dt>7> cA^ldwtihruno ß AVI- 16 9 16 16 20 16 l len" aus. Vorstand. Erscheint täglich mit Ausnahm« de» Monta^S. Expeditionr Schulstraße, Sit. 8. Nr. 18. ß-> , R 8 icßtner WWW Anzeige - und AiiitsKlM für btn Kreis Gießen.________________ Schwanken gerathenen Silberwährung auf den festen Boden der Goldwährung hinüber zu retten. Waren wir diesem guten Rathe nicht gefolgt, hatten nur nicht die reine Goldwährung im Princip eingeführt und uns gleichzeitig einen Porrath von anderthalb Milliarden in Gold hingelegt, so wrirden wir jetzt allen Nachtheilen einer schwankenden Valuta ausgesetzt sein. Glucklicherweife i,Ute sich Deutschland, sobald es bemerkte, daß Silber ausgefegt wurde, auf die Seite des Besens und bewahrte sich die Möglichkeit, ein reines Münzwesen JtMffäfanb. Darmstadt, 21. Juli. Zwischen den Regisrung-n von Hessen und Preußen ist jüngst im Wege gegen,eiüger Erklärung eine Vereinbarung des Jn- t alts getroffen worden, daß die dem Königreich Preußen angehörigen Kinder, ivelche sich im Großherzogthum Hessen aufhalten und die dem Großherzogthum Hessen angehörige» Kinder, welche sich in Preußen aushalten, nach Maßgabe der im Lande dis Ansenthalts bestehenden Gesetze wie Inländer zumBesuch der Schulen herangezvgen werden sollen, und zwar nicht nur zum Besuch er eigentlichen Elementarschulen, sondern, wo daneben eine sog. Sonntags- ober Fortbildungsschule mit obligatorischem Charakter besteht, auch zum Bestach dieser. Kinder jedoch, welche sich durch ein Zeugniß ber zuständigen heimtjchen Schulbehörde, für Hesien des Vorsitzenden des Schulvorstandes, für Preußen des Lehrers und Local-Schulinspectors, bez«. Vorsitzenden des Schulvorstandes, darüber answeisen, daß sie der Schulpflicht, wie sie nach der Gckhs-bung normirt ist, vollständig Genüge geleistet haben, sind vom ferneren ^ulbesuch zu entbinden, auch wenn das am Orte ihres Aufenthalts geltende Gesetz eine größere Ausdehnulig des obligatorischen Unterrichts vorschreibt. Darmstadt, 21. Juli. Die Einnahmen aus dem Beirieb der hiesigen Münze sind, nach sorgfältiger amtlicher Aufstellung, auf 205,700 Mk. veranschlagt. Diesem Voranschlag liegt jedoch die höchste Leistungs-Fähigkeit der drei im Gang befindlichen Präg-Maschinen zu Grunde. Mit Rücksicht .darauf, daß auch Unterbrechungen in dem Betrieb der Maschinen vorkommen können, und in Betracht des Umstandes, daß die Festsetzung der Ausrnrrnzungen nach den Münz-Metallen, Sorten und Quantitäten nicht von den Bestimmungen der Großh. Regierung abhängt, rechnet die letztere als sickere E'nnahme nur 150,000 Mk., welcher Einnahme die Ausmünzung von etwa 5 000^000 Mk. in Gold 10 000,000 Mk. in Silber, 300,000 Mk. in Nickel und 60,000 Mk. Bis vor einigen Jahren war man in Deutschland der Ansicht, daß Sil ber im Allgemeinen einer steigenden Conjunctnr unterliege. Es wird >m Jahre 1869 gewesen sein, daß ein um unsere Münz- und Bankverhältnisse verdienter Mann/ der frühere Reichstags-Abgeordnete Augsburg in Verden, zum ersten Male den Nachweis antrat, daß Silber im^ Preise fall e n^ tnüsi( e-, Seine 8- loi l6 . 85^. 5°^ MW uni JJ’» V» werben.ann lri in Kupfer zu Grunde liegt. „ Ä r Darmstadt, 21. Juli. Am 25. Juli wird die erste Kammer zusammentreten, um das Budget zu berathen. . Berlin, 20. Juli. Fürst Bismarck scheint feinen Aufenthalt m xiffm- gen, der bisher höchst günstig auf sein Gesarnmt-Befinden ebenso wie auf sem locales Hebet gewirkt hat, über die frühere Absicht hinaus noch -'ne kurze Zeit fortsetzen zu wollen. Während früher die Abreife auf den 18. d. Mts. festgesetzt war, scheint jetzt Bestimmung darüber noch nicht getroffen zu sein. 6 Todtnau, 20. Juli. (Großherzogthum Baden, Kreis Lörrach.) Durch eine große Feuersbrunst sind hier 88 Häuser verzehrt worden und 248Fam^ lien des Obtackcs beraubt. Auch die Kirche und das Rathhaus befinden sich unter den verbrannten Gebäuden. Das Feuer brach in der Fabrik von Zieg er niv, können das Der Preisfall des Silbers. Es liegt schon eine tenbentiöfe Auffaffung darin, wenn man den Preisrückgang des Silbers eine „Entwerthung" nennt. Wenn die Preise der Woh- miaen, die Preise von Brod', Fleisch, Leder und Eisen zuruckgehen, so spricht man höchstens in den Kreisen der Speculanteu von einer Entwerthung ; tn ben Kreisen der Consumenten freut man sich darüber, daß Wohnungen, Brod, Md) Eisen „wohlfeiler" geworden feien. Warum will man bei Beurthei lunq der Silberconjunctur von dieser Gepflogenheit abgehen? Silber kann in Meren Mengen als bisher, kann darum wohlfeiler hergestellt werden als bisher und wird darum zu niedrigerem Preise verkauft. Die technische Verwend- kckeit des Silbers, seine Brauchbarkeit für Silber-Schmiedearbeiten, für vdotographische Zwecke ist durch diese Preisbewegung in keiner Weise geändert. Ein Unglück mag der Preisrückgang für denjenigen sein, der einen großen Sil- bkworrath auf Lager hat, wie auch der Rückgang der Eisenpreise diejenigen bknochtheiligt hat, die Eisen in großen Quantitäten feil hatten. Für die Menschheit ist aber das Fallen des Silberpreises kein Nachtheil. Carey, der jetzt so viel genannte National-Oeconom, spricht gelegentlich einmal das große L-ort, jeder Culturfortschritt beruhe auf einer partiellen Entwerthung. Auch he Entwerthung des Silbers dient einem Culturfortschritt. Wenn Silber auf il seines früheren Werthes zurückgeht, so kann derjenige, welcher früher nur jirei silberne Löffel in feinem Besitze haben konnte, in Zukunft sich deren drei M erlernen- wtl” rsgSS öty IULSL-—v . ..c 402, I iu erhalten. r , Wenn wir die Auslassungen der Tagespresse durchmustern, so begegnen mit zwei verschiedenen Vorwürfen gegen die Staats-Regierung, welche geradezi! entgegengesetzter Natur sind. Von der einen Seite wirft man der Regierung ' üot daß sie das entbehrlich gewordene Silber nicht schneller verkauft habe Ikß sie in der verkehrten Hoffnung, für dasselbe einen höheren Preis zu erzie- Im, den Verkauf verzögert habe und sich nun einer fortdauernd fallenden Con- iiinctur gegenüber sehe. Dieser Vorwurf ist factisch nicht ganz unbegründet, eher bei Weitem nicht von der Erheblichkeit, die man ihm bewußt. Von der ! anderen Seite aber macht man der Regierung daraus einen Vorwurf, daß sie I nicht dem Falle« des Silberpreises dadurch Einhalt zu thnn versucht habe, daß [ fie statt der reinen Goldwährung die Doppelwährung eingeführt. Und dieser i Vorwurf ist unbeschreiblich unverständig. Ob man Silber für Munzzwecke braucht oder nicht braucht, ob man es monetisirt oder demonetisirt, ob man | he Nachfrage danach erhöht oder vermindert, das hat allerdings emen gewiffen ' Einfluß auf den Preis desselben, aber wir sollen uns nickt vermessen, ! einem durch elementare Gewalten veranlaßten Fall desselben uns entgegen^ Men. Zur Zeit Karls des Großen stank> Gold zu Silber wie 1:8 un M | Malter wie 1 : 10; zu Anfang dieses Jahrhunderts meinte man das Verhal - «iß auf ewige Zeiten wie 1 : 1&V» ftstst-ll-n j« können; heute steht es w 1 ° 192/ unb feine menschliche Willkür wird es verhindern können, daß die l&erenV inständ^emFottschreiten bleibt. Frankreich hat den Keim zu em er k schweren Krisis gelegt, indem es an der Doppelwährung, die es thatsachllcl) nicht aufrecht erhalten kann, gegen den Rath der^msicht'gen Pane k m Vriutio sestbielt. ^e tiefer der Silberpreis sinkt, desto mehr i|t bei 11110 I ta8 Gefühl der Freude berechtigt, daß wir den größte» The« unseres Bedarje I an Gold zu einem noch mäßigen Preise beschafft Haven. und Thoma aus. m c Ä München, 21. Juli. Kammer der Abgeordneten. Berathung des Militär-Etats. Referent Dr. Frankenburger bezeichnet ein jüngst colportirtes Gerücht, als habe der Kriegs-Mmister die Vorlegung der Nachweisungen verweigert, als absurd. In der Discussion wurde die Verwaltung des Etats nicht bemängelt. Der Kriegs-Minister sichert dem von dem Abg. v. Stauffen- berq ausgesprochenen Wunsche nach einer mehr rationellen, die Gesundheit stärkenden Beköstigung der Soldaten möglichste Bedachtnahme zu. Der Antrag des Ausschusses, die Krone um die Anordnung zu bitten, daß der Pferdebedars für die bayerische Armee thunlichst und unbeschadet der Leistungsfähigkeit der Armee iu Bayern selber angekauft werde, wurde einstimmig ang^ommen. Die Gesammt-Ziffer des genehmigten Militär-Etats ist 41,446,222 Mk. Wien, 20. Juli. Die „Pvlit. Corresp." meldet ans der Herzegowina In Folge der Zusammenziehung starker türkischer Streitkräfte oberhalb ® (1 und des Widerstandes, welchen die Montenegriner bei den B ockhänsern vor Nevesinje und Mrtokia finden, ist die Gefahr eines montenegrinischen Angriffes aus Mostar vorläufig beseitigt. Die Garnison von .Trebnij->st durch .wer Bataillone verstärk! und Alles für einen feindlichen Angriff vorbereitet. Mit»» 21 °tuli. Dem Telegr.-Corresp.-Bureau zufolge wurde em der Staats-Eisenbahn.Gesellschaft ängehörendcs D°mpsb°°^ wclches mit P-rsia- glere» b>jetzt war, aus der Fahrt stromanswärts von serbischen Wachen mit einem ernstlichen Angriff bedroht. 2°dvchhlten herbe geeilter serbischer Major die Wachen von, Feuern ab und verhütete so ‘ das sonst unvermeidliche Unglück. I» Folg- dessen ward der österreichische ' General-Cvnsul Fürst Wrede beanftragt, an die serbische Jwg.ernng die Forde- ' jUna ui rich en, daß sämmtliche serbische Wachtposten am Donau-Ufer gänzlich 1 eingezogen würden ^dies' nm so mehr, als es ja der österreichischen Jntcrven- ' tion zu danken sei, daß t ie Türken sich verpflichteten, nut ihrer Donau-Flot,>ll° nicht über die Timok-Mündung hinaus zu operwen. Die serbisch- Regierung ‘ hat sich daraufhin beeilt, die Einziehung sämmtlicher Wachtposten -'M Donau- Ufer über das eiserne Thor hinaus zu verfügen. Im Falle die serbische Re- gierung auf die österreichische» Forderungen nicht eingegangen wäre, wurde o,e ernsteste Repression eingetreten sein. 3«««'# • ■Hcüaurotton vM,- itudhacker uerW j - znzer^ohmA? Falsch, wie der Satz, daß die Entwerthung des Silbers an sich ein Unglück fei, ist auch der andere Satz, daß diese Entwerthung durch Maßnahmen ! btr deutschen Regierung hervorgerufen sei. Deutschland spielt auf dem Markt i für Edelmetalle eine noch immer so untergeordnete Rolle, daß seine Matznah men aus den Preis der Edelmetalle nur eine geringe Einwirkung anszuuben i vermögen. Die Production von Silber in Nordamerika nimmt zu; die Con- ii (unition von Silber in Indien nimmt ab. Das sind die beiden Factoren, iugi) um Unterwegs aber wurde bei einer mich in aller Stille zu drücken. 1 ÄC5 Ära erz Sl (f 11) f g t ( m-,st-r^7hl-^ u^50 3®eiO8mO5ra$b,^ftn6lT3ul"iCl "u-kstuh-, Bürger u. Zimmer- f ®t_11 !8. 3u!t. Louise Weiffenbach, geb. Guerdan, Ehefrau des Großherzogl. d^ofeffors an hiesiger Universität, Dr. Wilhelm Weiffenbach, alt 29 I. 1 M- 13 T-, O*1»* * • ijllll. Aumänieu. Bukarest, 21. Juli. „ Der Senat hat den Kriegs-Minister auf dessen Antrag ermächtigt, nach Bedürfniß die Reserven der zweiten Territorial Division unter die Waffen zu rufen. Der Finnz-Minifter hat eine Vorlage wegen Prägung von Goldmünzen einzebracht. — Die Deputtrten-Kammer hat eine treffe an den Thron votirt, in der sie ihre Zufriedenheit mit dem gegenwär tigen Ministerium ausspricht, die Neutralität Rumäniens für ein Gebot der bestehenden Tractate, sowie der geographischen Lage erklärt, trotzdem aber die Lösung aller rumänischen Reclamationen erwartet. Serbien. Ä. Belgrad, 20. Juli. (Amtliche Meldung.) Gestern hat ein sieben- stündlger Kampf zwischen der Truppen-Abtheilung unter der Führung von Ducic und 4000 regulären türkischen Truppen zwischen den Flüssen Lim und Uvatz stattgefunden; letztere wurden in regellose Flucht gejagt und bis zu den Verschanzungen bei Novavaros verfolgt. Die heftige Beschießung von Liebovia Geltens der Türken wurde in Folge des serbischen Geschütz-Feuers eingestellt. Dre Serben befestigen Klein-Zwornik. Äürüei. Konstantinopel, 21. Juli. Der russische Botschafter, General (jgnntteff, ist am Montag mit Urlaub nach Petersburg abgereist. — gjne Depesche Osman Paschas coniiatirt, daß an dem Kampfe bei Saitschar 25,000 Serben theilgenommcu haben. Das Gefecht am letzten Dienstag bei 2jvor hat mit einem glänzenden Siege der Türken geendigt. Amerika. New-York, 20. Juli. Don Carlos ist hier angekommen. M L?.er Dtffentliibt ckOer,Mögliches. ktiWn hat übe ^ilngesch'chast Lah Imlichm (Fort irim deßhalb olle riMcchkliche Anj bin haben, aufgcfi Irz Ausschlusses do: Fnitaa den 29. Vormitta zu machen, a 3'! bei Meldung A t WmldkN. dm Termin s, * < sowie wegen ■wie insbesonde «Muffel Heftel ■"«ntort onhan! werden bi W aB den Bl V? «Icöeinenben I n?ben 13. Jul ^Ä^liches S Etlicher, ^Edirichtkr. Lekannti Vermischtes. Äa ü' fcO* 3uIt Aus dem Vormittags kurz vor 12 Uhr von Gelnhausen abgehenden Zuge der Oberhessischen Bahn stürzte gestern zwischen Station Ä-rirrergrunoau und dem Tunnel bei Büdingen ein Knabe von Eckenheim aus dem { aH va\o oi,» + f Ä.» X .... .„L . . ■ J-L e ri ' ®ie hure des Wagens !A, ™ Ä Mitreisender versicherte, nicht fest geschlossen gewesen sein und wird dieser H-all mit Kindern reisenden Eltern zur Warnu,;g mitgetbeilt. Von den Mitreisenden Ä -Am-" aUf(,efOrbCrt 6a“en 3U ,Qffen- "äs d-rs-lb- j.dach^ nicht für .. . - sämmtliche R-gi-rungeu d-r Ihüringlsch-N Staaten bab-n" bis^jetzt v-r- M daß die am 30. v. M. verfallenen Thalernoten noch bis zum Jadresschlusse bei bestimmten Kassen eingelost werden sollen Eine weitere Einlösungsfrist wird dann aber unter keinen Umstanden mehr gewährt, vielmehr sind vom 1. Januar 1877 ab alle derartigen Scheine völlig wertblos au.;«, au. ■stol @tne Nacht unter den serbischen Freiwilligen. Unter diesem Titel veröffentlicht der Standard einen Bericht seines belarader^Correspon- denten, der um so mehr mitgetheilt zu werden verdient, als viele andere Berichte vom Krieas- fchauplatze mit dem Geständnisse anfangcn oder enden, daß der Verfaffer für die Richtigkeit seiner Mittheilungen mmmer verantwortlich sein könne. In dem vorliegenden Berichte daa?aen haben wir es mit den Schilderungen eines Augenzeugen zu thun, der uns ein kleines Sitten- unb Genrebild von dem Kriegslcben an der unteren Donau und von den Wechselbeziehungen der Serben an beiden Flußufern rn sehr anschaulicher Weise entwirft. 6 9 9 n . , so schreibt er, ist blutwenig zu erfahren. Wir Speeial-Correspondenten werden wohl von den Ministern jederzeit entgegenkommend empfangen, aber erfahren thun wir von ihnen nichts. Und was die vier Siege betrifft, die täglich Mochten werden, nun, die erl fahren Sie m Europa aus den offiziellen serbischen Blattern gerade so schnell als wir Bier Relsenm das Innere des Landes ist leider auch nicht statthaft Das erste Mal, daß ich es ?.Äe,Ä td)- Cmer '^^ ?6lgen Jnternirung, bis ein hoher Mmisterrath fib?.\ Ne Natur meines Paßes und meine Freilassung gnädig entschieden hatte. Um nicht ganz müfiig zu liegen, beschloß ich denn gestern über die Donau zu setzen und mir die Einschiffung /en freittiaigen Banden anzu ehen, bte jebe Nacht von Ungarn herüberkommen. Es kostete viele Muhe, einen Schiffer für bte Ueberfahrt zu gewinnen, ba tiefe für Privatleute von Tag zu Tag schwieriger wirb. Die Bootsleute fürchten nämlich, auf bau ungarischen Ufer ober bei ihrer Rückkehr verhaftet zu werben, so baß keiner von ihnen jetzt bes Nachts über bie Zave fahren will. Da bie Donau sich aber schwieriger bewachen läßt als bie Save so ent- ich mich auf jener nach Panesova überzusetzen. Es ist bies bekanntlich eine Stabt ber ejH'niflligen Militargrcnze, unb ba in ihr ein Offizier wohnt, ber ber Verwanbte eines meiner Freunbe ist, so verließ ich mich für ben Nothfall auf seine Unterstützung. Bei Einbruch der Dunkelheit begab ich mich mit meinem Führer hinab in bas Ufer< quartier ber Stabt. Ehemals ein ibyllischer, mit reizenben Gärten bebauter Fleck ieüt nur xnefjr ein Jjaafc schmutziger Ruinen, ein Schlupfwinkel vielgestaltigen Lasters. Hier hat sich eme Anzalü spanischer Juben angefiebelt, beren Weiber unb Töchter mit ben Zigeunern um bie ®0Tt am 8uße bes Hügels bilbet bie Donau eine kleine Bucht, in ihr wartete Mfcpr U ^c.inenL ®0Dtc- Die Ueberfahrt währte an l'/r Stunben; in^Panesova ]~®9n3uni‘°^er' 3aC°b Ärau§fopf "-hier, ein Sohn, Johann bdm mi6eftrinnSn^,nMCr1?V’Cba ®ro6^' IL Infanterie-Regiment Nr. 116, Wil- Dam MW, ein Sohn, Wilhelm Karl Georq, geb. 1 Juli. Hermann Jobstsgek'lb. Map^'" $rnft ba6itr' cin Sohn. Alfred Salzburg, 20. Juli. Um 3 Uhr heute Nachmittag begann die Auf fahrt zur Hostasel. Seitens des deutschen Kaisers hatten Einladungen erhalten: Statthalter Graf Thun, die Grafen Samberg und Podstasky Baron Wimpffen und Fürst Hohenlohe. Der deutsche Kaiser saß zur Rechten des Kaisers von Oesterreich, neben Ersterem Fürst Hohenlohe, neben Letzterem der deutsche Botschafter Graf Stolberg. Nach dem Diner fuhr Kaiser Wilhelm in sein Hotel zurück. Um 6 Uhr fuhren beide Kaiser unter Hochrufen der Volksmenge nach Hellbrunn. Salzburg, 21. Juli. Der deutsche Kaiser ist heute Vormittag 9 Uhr nach Gastein abgereist; der Kaiser von Oesterreich geleitete den Kaiser Wilhelm an den Bahnhof. Beim Abschiede küßten sich die Monarchen drei Mal und schüttelten sich herzlich die Hände; vom Waggon aus grüßte Kaiser Wilhelm nochmals. Der Kaiser von Oesterreich reiste sodann nach Wels ab. Arankreich. Paris, 20. Juli. Fürst Hohenlohe hat heute einen vierwöchentlichen Urlaub angetreten und ist heute Abend zu seiner in Auffee weilenden Fannlie abgereift. ° Berfatlles, 20. Juli. In der heutigen Senats-Sitzung bekämpfte» Laboulahe und Broglte den Gesetz-Entwurf über die Verleidung der akademischen Grade, während der Unterrichts-Minister für denselben eintrat. Morgen Fortsetzung. “ r m M h»i, . Htt Neige ben Koroline, T. des Schlossermeisters Karl Wiguidt 17 fi,8' ~ 10« 8°utfe 3t“"u|le Dr. Tuisko Lorey - 12. äbolph ßmnnnn M LF«?7' ^rinan,n- ®- d-s Gr. Pwi. - 14- Emil Wilhelm Heinrich Anton S ®"fi ®e«otb- - Augusie, T. de« Taglöhners Johann ®*maL Schlossers Heinrich Noll. — 17 Auuuste T k-s ^ntonie' T. bd 19. Elisabethe Johanna, T. des Tagiöhncrs Werner (5imon* ' Weiffenbach, geb^Guerdan^29^.^1" M^13$je?JO0,ic' U<^. Wilhelm IHeinrich Diehl aus Climbach, 32 I alt — 21 T.Pr m18' ^^anne, Wlttwe bei «Hamm a. d. Steg, 41 I. alt J 2L Der Bergmann Peter Finkler aui Sei den Bekanntmachungen in Nr. 163 muss es heißen:' Eisenbahn Wllhelm Mnn" 'an^att'Justu?' und Ä^ötttarbeiters an der Oberhess. Nenn stick, anstatt Vannftiel ' ^"ftao, S. des Tapezierers Ferdinand I n- . ^nnerstaa b 3 Haltung - K”onJ. «. Si EJlfor die 3( ver ^ftonnittaqs 9 in. KJ*»«» Ä'««. Hausen weg« nach seiner Behausung erkundigte, drückten mir r c ' u^d geleiteten mich des Weges. Der Gesuchte selber^marmr/°^ W^eigenb die !ch!oß die Thur hinter uns unb forberte zu bfiSQu nJS J11? f°fort mit Begeistert w.r mem »etheuern, daß ich ihm mit dies« SBaw „tot ^rn3,n QUf' ««gclej 1 fach« Z-itungseorrespondent nach Miith-ilungen auf i,»" “1" könne, vielmehr atz c” ' bfft°nd >nelmehr darauf, daß ich ein Agent der serbischen Reaierun^'i S sIa?te mir nicht l ™n'!’cn let- trank mlt mir eine Flasche Carlowiher, «ersichtt ^"'"^bnng von Frch ' ^N«ke ablegen könne und vertraute mir schließlich an dab eln/w “ le'nem Haufe di, " t?"de. Auf meine Bitte, mit diesen hinübersch ffen 8reitoiIli9» »in et irnnt selber Mich n,cht begleiten könne, mich ab r durch seine Main n ?"' Erto,bettc », M ■ schtssung werde geleiten lassen. Dies geschah denn au& »MM 3 ?'8 Ottc der I Ichk'nung der Magd an und für sich genügte oder ob fte U"? »t"chdt-> ob die > Emschiffungsplab- sofort herzlich willkommen geheißen und batte stellen. Die dort angefammelten Leute waren Freiwillige die «ähr« tSeobachtungen oni» 1 hinüber wollten, um sich bem Kriegs-Minister voruistellen ^^hrenb ber Nacht nach Belgnt unb Altersstufen manche von ihnen wie entlaufen//algencanbibaten auSs-^^'^ensten Clasün unter ihnen zwei pinge Franzosen, offenbar Menschen v^on Bttbumr ^ ^^nb,,wahrenb andere, gewöhnliche europäische Kleiber, bei Einigen war Gewanbutm ?,e mel'"len Serbische Fußbekleibung trugen sie alle und jeber von ibnen r^nJani^ ober russisch, 1 Kopfbebeckung. Auch alte östen-eichische Uniformen waren da ?nCn Blumenstrauß an tn • Tornister, ber Andere eine Trommel, beinahe 4eber e,nP L . Der Eine trug einen Dolch- Greise Männer mit weißem ©art? unb gebückter Haltuna "" Messer ober einen Zungen aemiicht, die so aussahen, als ob sie eben ber -mit stuumbärtiqen -Romantik ber Gesellschaft vollstänbig zu machen, batte 7?’^ toÄarcn' Unb um e« Mädchen zu ihr gesellt, bie sich bem burch Fi^ul!in^ Markus ü ^eS. etwa 18jährigez schließen wollte. Wie biefe Banbe zusammenkam, konnte ich schon^b^s7 Amazoneneorps an. td) vermöge ber mir angebichteten Rolle thun mußte, als ob ich m-b^ ^s nicht erfahren, weil Die beiben Franzosen aber erzählten mir im Vertrauen baß sie mnbe?Cn redet worben )eten, heimlich ihr Collegium zu verlassen »»d i!»ß r katholischen Priestern übet befannten geistlichen Politieus Rath und Beistand erhalten hätten 2Bl,n ti-on eincm woll- derholt bas letzte Gastmahl serbischer Siege auftischen — 5iPrro- meinerseits mußte wie aber bamit wenig Begeisterung; bie jungen Leute nämlich a* Pan9 'S S «Lj Bekanntmachung. Betr.: Lieferung von Steinkohlen und Sraunfofclcn. e, em« ° 4; "ä k Submission. 3909) Donnerstag den 27. l. Mts., Wer an Husten, ! Brustschmerzen, Heiserkeit, Asthma, Blutspeien, Reiz im Kehlkopf rc. leidet findet durch den Mayer'schen weißen ' Bruft-Syrup Schere und schnelle Hülfe u. Linderung. Echt >zu haben bei Fr. Bieler in rM4 rt$. - 10- Louisc Ifi ; ifrmann, E> b<8 6^" lanmaltrS Trust Tedtc ' ^n&äiMträ Emil 6w ; ' 18. gntonk, 1' mechrrs Max Sim 5 jfatjanne, M« r.-min« P-'-- 3in(lttl n ein Schwein ober ‘es ,u ifafien hat. e Aacht war klar nut $r\ die kahlen HisaA ■ Rathedrale jammt tc ,-s: lflen. Da wir wvL x It. rtritnS an b« ö« des Wtttti W Mund wasser und Pulver aus der Fabrik von Hugo Petz sch in Dresden, von Zahnärzten und Aerzten zum Gebrauche dringend empfohlen, schützt die Zähne vor dem Verderben, stärkt und conservirt das Zahnfleisch, beseitigt übelriechenden Äthern, entfernt jeden unangenehmen Geschmack augenblicklich und verleiht dem Munde eine angenehme Frische. 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Juli 1876. (3892 Grottherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Schober, Stadtrichter. Landg.-Assessor. Zlrül W •'ftÄ“** ivtaureraroett tn Soummtstron vergeben cYCöen Montan Witt™ werben, wofür Voranschlag und Accord- ^n Morgens W bTlo nh H bedingungen vom 24—26. c, Vorm. 10 bis 9 U^r bef (3910 12 Uhr, auf dem städtischen Baubüreau ein-1--^ang, Neustadt. «esehen werden können. 3911) Mehrere Tausend Mark sind r'n Gießen, den 22. Juli 1876. j verleihen durch Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. I, «rab-Denkmäler Empfehlenswerth für jede Familie! ist V *nBenehnb kühlend und erquickend in der heissen oder < ,|l ’w11^ ®el6?n onä Märschen, als Zuckerwasser, Selters- oder boda-Wasser mit Boonekamp of Haag • Bitter, bekannt unter der Devise: Montag den 24. Juli, l,,,. Vormittags 9 Uhr, » öle Erndte von den Grundstücken der Lampus Wittwe, bestehend in ^.Weizen und Hafer, an den Meist- I Wen versteigert werden. 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Juli, Abonds 6 Uhr, im Clubsaalö, unter o-efälliger Mitwirkung des Fräulein Lilli Schulz, Grossherzogi. : Ilofopernsängorin aus Darmstadt. Symphonie G-dur [mit dem Paukenschlag], von Joseph Haydn. a. Adagio cantabile. Vivace assai. — b. Andante. — c. Menuetto, allegro molto. — Finale, allegro di molto. Concert für das Pianoforte mit Begleitung des Orchesters, von F erd. Hiller. [Vorgetragen von Fr). Lilli Schulz.] a. Bajaderentanz. — b. Lichtertanz der Bräute, von Kaschmir, aus der Oper: r Fern mors“ für Orchester, von An ton Rubinstein. a. Impromptu [Cis-moll], von Fr. Chopin. h. T [As-dur|, von Franz Schubert. c. Nachtstück, von Rob. Schumann. [Vorgetragen von Fräuleid oder Bureau anzunehmen. f. . Offerten unter Chiffre H 1» stnd an die Erv'd. d. Bl zu r-ckten. ----------- ---- - Unlv.-Truckeret (Fr. Ehr. Pier, ch) 15) Fieditentiranh^ npd r.lr Jochh^ Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle Kermietyungen- 3881) Der obere Stock meines Hauses ist von Anfangs October ,u nermietben. 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