Mo. 194 Dienstag, den 22 August 1S76 in u fit n Hof höchsten Befehl: Darmstadt, 18. August 1876. «en an dem hentiaen Tage — in Erinnerung der vorzüglichen Führung Ordens, Regimentstambour Schaltung im letzten Kriege — einen Beweis Meines Wohlwollens unojKreuz des Philipps-Ordens; ktib-Garde; das 1. und 2. Bataillon Landgraf zum 1. und 2. Bataillon Letb- MiMent; das bisherige Füsilier-Bataillon der Leib-Brigade zum Garde-Füsilier- Nilaillon ; die bisherigen Füsilier-Bataillons der Brigade Landgraf und Erbprinz, Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmaerlohi Durch die Post bezogen vierteljährlich L Mark Pf. Wir sehen uns veranlaßt, nachfolgende polizeiliche Bestimmungen, gegen welche vielfach in hiesiger Stadt gefehlt wird, mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen ... t.-: - m“ax " “ solche gegen pos. 0 derselben, welche bet einer demnächst stattfindenden Revision ’ r zur Anzeige werden gebracht werden. Meiner Dankbarkeit geben, indem Ich nachfolgende Officiere und Unterofstciere decorire. Es erhalten: In Meiner General-Adjutantur: Major und Flüqeladjutant v. Herff das Ritterkreuz I. CI. des Ludewigs-Ordens; in den Adjutanturen der Großherzoglichen Prinzen: Oberst und persön- licher Adjutant Sr. Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Ludwig, Westerweller v. Anthoni das Comthurkreuz II. El. des Philipps-Ordens, Oberstlieutenant und persönlicher Adjutant Sr. Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Carl, v. Zangen, das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs Ordens ; im Divisionsstab: Major v. Alvensleben das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Jntendanturrath Techow das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps- Ordens ; in der Garde-Unterosficier-Compagnie: Garde-Vicefeldwebel Nauheimer, Garde-Sergeant Zimmer, Garde-Unterofsiciere Hallenberger und Schmidt das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; •a Garde-Cheveauxlegers Regiment und das Artillerie-Corps zum Großher- IWchen Artillerie-Corps ernannt. Darmstadt, den 18. August 1806. Ludwig." \ Indem Ich Meiner braven Division diese Allerhöchste Auszeichnung ihres Öligen Kriegs- und Landesherrn tr-'s Gedächtniß zurückrufe, will auch Ich Großherzogliche Polizei-Verwaltung Gießen. Fresenius. CU5 i ajR Darmstadt, 17. August. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben Reist allerhöchster Entschließung vom Heutigen den Director der Haus- und rtaats-Archiv-Direction Geheimerath Dr. Baur auf Nachsuchen in den Ruhe- Md zu versetzen geruht. Darmstadt, 19. August. Wir veröffentlichen nachstehend folgenden - * A11 ' rrt 11 r"- K lition dics"^ ’r ’• »UM Y H- ft. 6nhi./'Jel Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags Expedition: Schulstraße, 8it. B. Nr. 18. Lehrer-Conferenz des Bezirkes Lich-Hungen: Montag den 28. August, Morgens 10 Uhr, in Hungen. Lehrer-Conferenz des Bezirkes Grünberg: Donnerstag den 31. August, Morgens 10 Uhr, in Grünberg. Gießen, den 19. August 1876. * Büchner, Kreisschulinspector. Peter getn,,,? ___ßinbetw S vnd 2 KübtiZ ^uml'chkeiten, fit*? kcpttmber an zu . . Jean Leyri? w.rinem neu erbovr^ b N't der mittlere 6 heizbaren verichlirhbaumbo^ ■ 3- zu oermielhkn. ' ^flbraeifter i i vonHmn R.allehnis !’5 ist zu vermielhm t fbbai. H. Wn- _______Äcplans^ ü Liude mit ßübirtf eben werden kann, iij j avtbarsirahe 8.211. n-'.-n «ll® i. ü iM @(i*! Regulativ, die Anlegung und Einrichtung der Abtritte, Abtrittsgruben und Dungstätten in der Provinzial-Hauptstadt Gießen, und das Neinigen derselben betreffend. Zur Beseitigung gesundheitsschädlicher Einflüsse wird nach Anhörung des Gemeinoeralhs und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 29. September 1868 zu Nr. M. d. I 10265 und 10302 auf Grund der Art. 136, 137 und 310 des Polizeistrafgesetzes, sowie des § 13 der Verordnung vom 4. Februar 1857, die von den Bauhandwerkern zu beobachtenden technischen Vorschriften betreffend, Folgendes verfügt: Auszug r 9. Es sind: a) alle Tonnen, so oft sie gefüllt sind, mindestens aber von 8 zu 8 Tagen; b) alle Abtrittsgruben, so oft sie zu 2/3 ang efüllt sind, zu reinigen. Die Abtrittswinkel sind gleichfalls in den ersten 14 Tagen nach Erscheinen dieser Verfügung, und nachher, so lange nicht in.denselben die unter 2 vorgeschriebenen Tonnen oder Abtrittsgruben angebracht sind, v n 8 zu 8 Tagen zu reinigen. Außer der vorstehend vorgeschrtebenen periodischen Reinigung sind alle Winkel, Gruben-und Tonnen so oft zu reinigen, als es von der Lokalpolizeibehörde angeordnet wird. 10. Die Reinigung hat unter Beobachtung folgender Vorschriften zu geschehen: a) Der Reinigung muß eine sorgfältige Desinfection vorausgehen, so lange die E 'tleerung nicht auf geruchlose Weise, durch sog. pneumatische Apparate geschieht. b) Die Reinigung nach blos vorausgegangener Desinfection darf im Winter m ht vor 10 Uhr Abends und im Sommer nicht vor 11 Ahr Abends begonnen werden, und muß im Winter bis 6 Uhr Morgens, und im Sommer bis um 5 Uhr Morgens beendigt sein. Geschieht dagegen die Entleerung durch pneumatische Apparate und in geruchloser Weise, so kann dieselbe zu jeder Tageszeit vorgenommen werden. C) Während des Reinigens muß, wenn solches straßenwärts und bei Nacht g' ieht, eine Laterne mit brennendem Licht in passender Stelle ausgehängt werden, d) Die zum Abfahren benutzten Fässer müssen so gut schließen, daß von ihr.^ Inhalt Nichts auf die Straße fließt. e) Der Inhalt der Abtrittsgruben und Tonnen mutz vor die Stadt in eine solche Entfernung von Wohngebäuden oder Verkehrswegen verbracht werden, daß weder die Bewohner der ersteren, noch die Passanten durch den Übeln Geruch belästigt werden. Nur ausnahmsweise kann von der Lokalpolizeibehörde die Verbringung eines Theils dieses Inhalts in die Hausaärten oder in gemauerte und bedeckte Miststätten gestattet werden. 11. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen unter 9 und 10, und gegen die bei Ertheilung der unter 10 e. erwähnten Erlaubniß von der Polizeibehörde vorgeschriebenen Bedingungen werden mit der in Art. 310 des Polizcistrafgesetzes angedrohteu Strafe geahndet. Außerdem wird die unterlassene Reinigung von der Polizeibehörde angeordnet und der Kostenbetrag von dem Gemeinde-Einnehmer auf dem Verwaltungswege beigetrieben werden. Gießen, den 20. März 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen. gez. Dr. G o l d m a n n. Kießcner Anzeiger Aizeigk- ui AmiMatt für lei Kreis Gieße». Kenntniß zu bringen, daß jede Zuwiderhandlung gegen diese Bestimmungen, insbesondere so! der Abtritte rc. constatirt werden, bei Großherzoglichem Stadtgerichte Gießen unnachtsichtlich Gießen, den 17. August 1876. im Stabe der 1. Infanterie-Brigade: General-Major v. Förster, das Comthurkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens; im 1. Infanterie-Regiment (Leibgarde-Regiment): Oberst v. Necker das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Oberstlieutenant Freiherr Röder v. Diersburg und Oberstlieutenant v. Blomberg das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Hauptmann v. Olberg das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps- Ordens, Premierlieutenant Becker das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Feldwebel Lenz, Feldwebel Wetterhahn und Viceseldwebel und Regimentstambour Holz das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; im 2. Infanterie-Regiment (Großherzog): Oberst v. Weber das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major v. Götze das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Hauptmann Nau das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps- Ordens, Premierlieutenant Walther das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs- Ordens , Regimentstambour Haustein und Vicefeldwebel Dreher das silberne Heute sind es 70 Jahre, daß Mein in Gott ruhender Herr Großvater fr. Königl. Hoheit Großherzog Ludwig I. nachfolgenden Allerhöchst eigenhändig Unebenen Befehl an Seine Truppen erließ: Folgendes ist bei der Parole bekannt zu machen. Das 1. und 2. Bataillon Leib-Regiment wird zum 1. und 2. Bataillon UIZ. S d. Zs.: rr Borstan! üchk. antauf A - 'S**» nrut t“ tie M w'"1? erfifd «Mi ------- ----------------° ,*ttben zum 1. und 2. Leib-Füsilier - Bataillon ernannt. Diese Ernennungen : De Ich diesen Bataillons als ein Zeichen Meiner besonderen Zufriedenheit, * den im letzten Kriege bei verschiedenen Gelegenheiten bezeugten besonderen 1 ^th und Tapferkeit; Ich hoffe, daß bei zukünftigen Gelegenheiten sie sich fypelt beeisern werden, ihren alten Ruhm veizubehalten und noch zu ver- Gern. Aus diesem nämlichen Grund wird das Regiment Cheveauxlegers 'v Servien Belgrad, 19. August. Der Regierung wird aus Cettinje gemeldet, Cettittje, 18. August. (Amtliche Meldung.) Der Fürst an der Spitze Scheidh. P R Q 1 16 1 16 Kc/iMc Jeki ÄcklllltlNi r«ie Auslossung der ^^Geschworenen für tn-provinz Obrrhessen r lal 1876 soll Dienstag den 29. i Vormittags 1 in öffentlicher Sitzung (Michls in dem hosg< flömmen werden. Silben, den 17. Augu Der Prasi ^ch.Hrsgerichts der Die Eingänge werden theils zu den Akten genommen, theilS der Bibliothek und der Kasse überwiesen, theils zur Circulation bestimmt. Eine Eingabe des Herrn August S ck l es fing er, welche die Zweckmäßigkeit einer Einrichtung erörtert, die es den Dampskesselbesitzern unseres Bezirks ermöglicht, den Anforderungen des die Bedienung der Dampfkessel betreffenden Gesetzes hier am Platze genügen zu können, soll im Interesse der Bethetligten bei GroßherzoglicheZ Ministerium des Innern befürwortet werden. Ein Schreiben der Großherzogl. Bürgermeisterei dahier, betr. die Verbindung der jenseits der Main-Weser-Bahn gelegenen Hosraithen, Gärten u. f. w. mit da Stadt, welchem ein Protokoll über eine am 10. Juli L I zwischen Vertretern der Direction der Main-Weser-Bahn und der Stadt Gießen stattgehabte Berathung, ftntrt Abschrift eines am 20. Juli l. I. gefaßten Beschlusses der Stadtoerordnetenoersamrr- lung betgefügt war, führt zu der Erklärung, daß man im Allgemeinen mit den Vorschlägen der städtischen Vertretung einverstanden sei, daß man aber unbedingt nicht allein auf Beibehaltung des Uebergangs für Fußgänger und Fuhrwerk mitten auf btn Bahnhofe, so-dern auch auf dessen Verbesserung im Interesse des Verkehrs.bestehen müsse. Es wurde beschlossen über diesen Gegenstand und seine wünschenswertde Erledigung Großherzogl. Ministerium des Innern Bericht zu erstatten, dessen Abfassung Herr Diery zur demnächstiaen Vorlage übernahm. Ein Ersuchen des bleibenden Ausschusses des deutschen Handelstags, eine Reß- lution in der Frage der für Deutschland zweckmäßigen Eifenbahnpolitik zu prüfet, wurde den Herren Georgi und Silbereifen zur Ausarbeitung eines Gutachters und Berichterstattung an die Kammer übergeben. --Das gestern zu Ehren der Schlacht von Gravelotte in Wenzel's Garta arrangirte Festconcert reihte sich an feine Vorgänger in diesem Sommer würdig a- Namenilich verfehlte das Tongemälde.' Die Völkerschlacht von Leipzig \w- Wnkung nicht und machte, verbunden mit der wirklich prachtvollen Illumination, ein-r großartigen Effekt. Musik. Feuerwerk, Wein, Küche und Bedienung waren, wieg!' wohnt, recht gut und kostete es immer nicht so viele Nickels, fo wäre es nirgend sdiöner als in Wenzels ..Lokal."' silberne Kreuz des Philipps-Ordens; im 2. Bataillon 1. Landwehr-Regiments: Bezirksseldwebel Schneübacher das silberne Kreuz des Philipps Ordens; im 2. Bataillon 3. Landwehr-Regiments: Bezirksfeldwebel Bruchmann das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; im 2. Bataillon 4. Landwehr-Regiments: Oberst und Bezirks-Comman- deur Fenner das Comthurkreuz II. Cl.'des Philipps-Ordens, Bezirksseldwebel Lippert das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; im Proviant-Amt: Proviantmeister Grönrich das Ritterkreuz Ilt Cl. des Philipps-Ordens; im Gensd'armerie-Corps: Oberst Kerz das Comthurkreuz II. Cl des Philipps-Ordens, Major Supp das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens. Oberstabsfourier Müller, Oberbrigadier zu Fuß Bergmann und Brigadier zu Fuß Müller das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; sodann Oberstlieutenant i. P. Habermehl das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens und Major z. D. ». Bechtold das Ritterkreuz I. Cl des Philipps-Ordens. (gez.) Ludwig. Berti«, 19. August. Die Zurückberufung der Panzerschiffe „Deutschland" und „Kaiser" nach Wilhelmshaven ist nunmehr verfügt worden. Berlin, 19. August. Die „Agence Havas" meldet aus Ragusa vom 19. d. Mts.: „Tscholak Antitsch schlug 5000 Türken bei Jankova. Die türkischen Streitkräfte in Albanien werden auf 40,000 Mann geschätzt. Wien, 18. August. Die heute hier vorliegenden serbischen Zeitungen kündigen die Fortsetzung >des Krieges an, wälzen die Schuld des Rückzuges auf die Apathie der Bulgaren und Bosniaken und weisen die Jdiee einer Vermittlung entschieden zurück. Wien, 19. August. Derby's Droh-Note vom 9. August unterstützen in Konstantinopel Oesterreich, Deutschland, Frankreich und Italien. Sir Kembell hat jede Verletzung des Völkerrechtes sofort an England zu berichten. Wien, 19. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad vom heutigen Tage: In den Kreisen des Ministeriums hat die scharfe Gegnerschaft gegen die nachhaltig sich kundgebenden friedlichen Absichten des Fürsten Milan bedeutend nachgelassen. Die Anbahnung einer Vermittlung der Großmächte scheine Ristik nicht mehr zu perhorresciren; auch dürfte er sich schwerlich mehr sträuben, eventuell die Friedens-Action selbst einzuleiten und zu führen. Die Einberufung der Skupschtina ist bevorstehend. — Die „Polit. Corresp." signa- lisirt eine neuerliche große Gährung auf Candia. Wien, 19. August. Die Meldung des „Tageblattes" von der Abberufung des österreichischen Botschafters Grafen Zichy in Konstantinopel ist unbegründet. Wien. Gegenüber der Behauptung, daß von österreichisch-ungarischer Seite die Aufnahme serbischer Verwundeter auf de» längs der serbisch-n Grenze verkehrenden Schiffen verweigert worden sei, kann der „Pesther Lloyd" auf Grund verläßlicher Mittheilung versichern, daß die österreichisch-ungarische Regierung in neuester Zeit auf vier Anfragen der Donau-Dampfschiffsahrt-Gesell schäft erklärte, daß die Verwendung österreichisch-ungarischer Schiffe zum Transport Verwundeter keinem Anstande unterliege, unter der Voraussetzung, daß die Hülfe beiden kriegführenden Theilen ohne Unterschied zu Theil werde. Kngsand. Loudon, 18. August. Die amtliche Zeitung veröffentlicht die Ernennung Disraeli's und seiner männlichen Erben in directer Linie zum Viscoun; Hughenden Earl of Beanconsfield. London, 18. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Belgrad von heute: Fürst Milan empfing gestern die Consuln von England. Frankreich, Rußland, Oesterreich und Italien, jeden einzeln. Es heißt, die Mächte wirkten London, 19. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Belgrad bestä- tigend, daß die Fortsetzung des Krieges bis zum Aeußersten im Ministerrathe unter dem Vorsitze des Fürsten beschloffen worden ist. — „Reuter's Bureau" zufolge entbehrt die Nachricht, daß in Belgrad die Cholera ausgebrochen sei der Begründung; der Gesundheits-Zustand daselbst sei durchaus gut. lt' der TrGOl ■Mett! Ä Dis,ritten L teb,rf<$b8-" ktotiM lki9ernbe Bä B* £ Kersteigm , Holzvnste Mittwoch den 23. f soll ln ^imeinbtroalb, Disl nnchverzelchn r erben: ! ftmtr. Nadel-P tabll ( sm 31 Nadel-Simmc Stangen . Troß-Lmden, am 1 M Bürgers ______Zo > . Les Vermischtes. — Die Sucht nadb Festlichkeiten, welche trotz der schlechten Zeiten mehr ur) mehr übeihand nimmt und leider in allzugroßem Maße befriedigt wird, ge.ßelt nacl- ftehende Inschrift, welche beim Turnfest in Bern an einem Haufe prangte, in treffe'2 der Weife: Die Wasser haben weite Strecken verheert, Das Feuer Städte und Dörfer verzehrt, Was Wasser und Feuer bis jetzt nicht fand, Veijubelt die Festsucht durch's ganze Land. Dieweil man im Ausland um Gaben fleht, Man ein Fest um'4 andere hier fröhlich begebt. Die Türken in Bulgarien. Die folgenden zuverlässigen Mittheilungen geben uns ein Bild von den türkischen Grän.-- thaten, so grauenvoll, daß in der That jeder Commentar überflüssig ist. Allen Türkenfreuncn empfehlen wir die Lectüre des Folgenden ganz besonders. Aus Philippopolis (©ulgartrJ telegraphirt der Special-Correspondcnt der „Daily News" vom 31. Juli via Pest' Untersuchung der Gräuel schreitet rüstig vorwärts. Herr Baring wird wahrscheinlich beucht'^ daß nicht weniger als 60 Dörfer niedergebrannt und 12,000 Menschen ermordet wurc Viele Gefangene sind seit unserer Anknnft befreit worden. Herr Baring ist ehrlich oemw. der Wahrheit auf die Spur zu kommen, aber er ist stets von einer türkischen begleitet, welche die Bauern einschüchtert. Mr. Schuyler hält die Gerüchte von den Gr- samkeiten, welche die Bulgaren verübt haben sollen, für gänzlich unbegründet. Er gtaM daß ungefähr 400 Türken getödtet wurden, fast alle im wirklichen Kampfe. Es ist tv nicht erwiesen, daß eine einzige türkische Frau oder ein Kind getödtet worden. Ausgenomv *- in drei Dörfern leisteten die Bulgaren keinen Widerstand. In einem Falle nur griffen Bulgaren die Türken an, nämlich in einem Dorfe mit gemischter Einwohnerschaft, w F Beweise von Gräuelthaten erlangt worden, die in der Mehrzahl von Fällen mit den D"au • der „Daily News" übereinstimmen. Eine Schullehrerin, ein schönes Mädchen, wurde vnyas , weil sie eine Fahne gestickt hatte, und brutal mißhandelt. Man gab ihr den ^yibna „Königin von Bulgarien". Sie ist gegen Kaution entlasten worden, hat aber 6 Gcfängniß bei Brod und Wasser zugebracht. Das arme Mädchen ist nun krank uno 1 , ■- müthig. — Aus Tata Bazardjik vom 1. d. erstattet derselbe Korrespondent einen Bericht u.-» einen Besuch der Stadt Batok. Dort boten sich ihm und seinem Begleiter, Herrn Schuy. ^ gräßliche Scenen dar. Er schreibt: Ich habe soeben mit Herrn Schuyler die besichtigt. Mr. Baring war gestern dort. Hier ist, was ich gesehen habe. Als wir uns im 3. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment): Oberst Ehrhardt das Com- m Jntereffe des Friedens, wenigstens eines Waffenstillstandes, auf Serbien thurkreuz II. Cl. deS Philipps-Ordens, Oberstlieutenant v. Bötticher und Major Milan schenke diesen Bemühungen bisher aber kein Gehör. — Für die russi- Masuch das Ritterkreuz I Cl. des Ludewigs-Ordens, Hauptmann Bethke das scheu Ambulanzen ist ein Centralpunkt in Topschidere errichtet. — Die Rach- Ritterkreuz I Cl. des Philipps-Ordens, Premierlieutenant Freiherr v. Ayx das richt, daß mit den Arbeiten zur Befestigung Belgrads bereits begonnen sei ist Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Zahlmeister, Stabsquartiermeister unrichtia. Schlosser das Ritterkreuz IL Cl. des Philipps-Ordens, Feldwebel Storck, Weber und Löffler das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; im 4. Infanterie-Regiment (Prinz Carl): Oberst Tiehsen das Comthur- kreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major v. Beczwarzowsky und Major v. Rettberg das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs Ordens, Hauptmann Scriba und Kritzler das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Hauptmann Stieler das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Musikmeister Spreng, Feldwebel Keller und Vicefeldwebel Fritzel das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; ______ v , ... _,.o..... o ..... ..........|w 8lWHUB im Stabe der Kavalleriebrigade: Generalmajor v. Wichmann das Com- daß der Fürst von Montenegro auf seinem Marsche nach der Grenze von Albathurkreuz I Cl. des Philipps-Ordens; nien von dem neuen Siege der montenegrischen Armee-Abtheilung bei Podao- im 1. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment): Oberstlieutenant ritza benachrichtigt worden, daraufhin seinen Marsch fortgesetzt und sich mit Schach v. Wittenau das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Petrovic vereinigt habe. Der Fürst beabsichtigte in Albanien einzurücken, wo v. Bülow das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Rittmeister Freiherr ihm Seitens der katholischen Einwohner Hülfe zugesagt sei. General Allmpic v. Follenius das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Premierlieutenant kehrt heute zur Drina-Armee zurück. Ein Oberst von der Armee Tschernajeff'z Zimmermann das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Wachtmeister Roth ist mit Berichten an den Fürsten Milan Hierselbst eingetroffen. Der General und Lochmann das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; erklärt darin, daß die Armee vollkommen reorganisirt und im Stande sei, bie im 2. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regiment): Oberst v. Strautz Offensive wieder aufzunehmen, das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Freiherr v. Esebeck das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Rittmeister Wernher das Ritterkreuz UUtßd. I Cl. des Philipp-Ordens, Premterlieutenant Scholl das Ritterkreuz IL Cl. Cettittje, 18. August. (Amtliche Meldung.) Der Fürst an der Spitze des Ludewigs-Ordens, Oberstabs- und Regimentsarzt Dr. Fertsch^ das Ritter- ÜOH io Bataillonen hat gestern fein Hauptquartier nach Bielopavlici verleat kreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Wachtmeister Neumann und Sergeant und um die montenegrinischen Truppen gegenüber Albanien, wo sich größere Masskn' Regimentsschreiber Balser das silberne Kreuz des Philipps Ordens ; oon türkischen Truppen ansammeln, zu verstärken. Den Oberbefehl über die im Feldartillerie-Regiment (Großh. Artilleriecorps): Oberstlieutenani montenegrinischen Truppen in der Herzegowina hat Peter Vukotic übernommen v. Heineccius das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Hübner das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Major Hildebrand das Ritterkreuz Amerika. I. Cl. des Philipps-Ordens, Premierl.eutenant Leydecker das Ritterkreuz II. Cl. Washington, 19. August. Das Gerücht von einer den Jndianeru des Ludewigs-Ordens, Stabsveterinärarzt Dr. Müller das Ritterkreuz I. Cl. beigebrachten Niederlage ist unrichtig ; die vereinigten Corps der Generale Croo! des PhilippsOrdens, Feldwebel Stengel und Bourgeois das silberne Kreuz unb Terry sehen noch die Verfolgung der Indianer fort. des Philipps Ordens; Washington, 19. August. Die beabsichtigte neue 41/2procentiae in der Train-Compagnie: Rittmeister Ramdohr und Hauptmann v. Plotz Staats-Anleihe im Betrage von 300 Mill. Dollars ist zur Einlösung eines das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps Ordens, Sergeant Pabst das silberne Kreuz Betrages der Gprocenttgen Staatsschuld-Obligationen bestimmt, des Philipps-Ordens; im 1. Bataillon 1 Landwehr-Regiments: Bezirksseldwebel Klockert das Ot und in WN' Scha gjtMof. theils ve I Mdchen mit W®! unL un&e5ten I Li mit gant bi fe İ! «» * ■ffP.ePVt• smiiVEH i he?« «TJSÄ j$oi saulend in der h stoben ttonben kiatcr verlangen. Leln, bietzigenthmmr geschleppt worden un ms es ist nicht wahr, Schuyler, daß^r aus (UfinL 6-i$i Teneral *M* Dn K unfc 'm Staube |e Der Fürst an berj M Blelopzvlici tJ \wo S4 größere W ^eu Oberbesehl üül >eter Lukotic ü6tnrj daß die Bulgaren Greuelthatm begangen haben, ist vollständig unbegründet und in skandalöser Weise falsch. Schuyler glaubt, daß weniger als 200 Türken getödtet wurden, fast alle in offenem Kampfe. Kein Beweis ist bis jetzt geliefert worden, daß auch nur eine türkische Frau oder cm Kind getödtet oder geschändet wurde. Die Berichte von Schuyler und Baring werden dieses Telegramm bestätigen. Schleunige Unterstützung ist für die hungernden und hülflosen Familien nöthig. " Zur weiteren Beachtung. Anknüpfend an den Artikel tn der Nummer 191 dieses Blattes wegen Vertilgung der Raupen an den Gemüsepflanzen theile ich das Nachstehende aus meiner Erfahrung mit. ,, , . .. . a , Im vorigen Jahre vernichtete ich die bereits fressenden Raupen dadurch, daß ich mit einer kleinen alten Scheere die Stelle des Pflanzenblatts da, wo die Raupen oft mehrere dicht nebeneinander sitzen — und damit gleichzeitig auch die Raupe felvfr durchschnitt; es ging das sehr rasch und sicher vor sich; nur darf man das Pflanzenblatt nicht stark bewegen, sonst fallen die Raupen leicht ab- Ich habe damit die ganze Gemüsepflanzung gerettet — ohne nennenswerte Bemühung. Seit 3 Tagen bin ich an den Eiern auf die Weise, daß ich die auf den Pflan^en- blättern befindlichen Eier nester mit Petroleum mittels eines kleinen ordinären Borstenpinsels betupfe und das Eiernest gleichzeichtig auseinander treibe, was sehr rasch geht und kaum mehr Mühe verursacht, als das Aufsuchen der Nester an den Blättern. Petroleum ist ein sicheres Mittel zur Vernichtung des Ungeziefers. Nit Petroleum füllt man ein kleines Tropfen - Gläschen halb voll und mit einem Pinselcken voll Petroleum kann man 3—4 Rauvennester vertilgen. Das Verdrücken der Nester mit dem Pflanzenblatt selbst ist zeitraubend und nicht ganz genügend. Die Eier haben eine lederartige Schale, die dem Drucke mit den Fingern schon ziemlich widersteht und mehrmaliges Drücken erfordert, was also mit Zeitverlust verbunden ist und doch nicht jedes Ei gleichzeitig trifft, so daß unverletzte Eier leicht übrig bleiben, was zumal dann eintritt, wenn das Raupenneft in der Nähe einer Rippe des Blattes sitzt, welche den Eiersatz gegen den Druck schützt. Gegen das Petroleum gewährt nichts Schutz, seine Wirkung ist unfehlbar und durchgreifend. Ich werde in einigen Tagen den Erfolg und Weiteres msttherlen. XIX. Hiadt näherten, sahen wir auf einem Hügel einige Hunde. Sie liefen fort und wir fanden an Mr Stelle eine Menge zerstreut umherliegender Schädel und einen Haufen gräßlich anzuschauender tzkeictte in Kleidern. Ich zählte vom Sattel 100 abgenagte und abgeleckte Schädel, alle von Kauen und Kinvern. Wir betraten die Stadt. An jeder Seite waren Schädel und Skelette Mtcv den Ruinen verscharrt oder lagen offen umher. Da gab es Skelette von Mädchen und «men, von deren Schädeln langes braunes Haar herabhing. Wir näherten uns der Kirche. wurden solche Ueberreste häufiger, und schließlich erschien der Erdboden buchstäblich mit Metten, Schädeln und in Kleidern faulenden Leichen bedeckt. Der Gestank war fürchterlich. Mr betraten den Kirchhof. Dort war der Anblick noch gräßlicher. Der ganze Kirchhof war btti Fuß hoch mit theils verhüllten Leichen bestreut — Hände, Beine, Arme und Köpfe ragten jn gräßlicher Verwirrung hervor. Ich sah viele kleine Hände, Köpfe und Füße von dreijährigen Mdern und Mädchen mit prachtvollem Kopfhaar. Die Kirche war noch schlimmer., Der Flur w mit ganz unbedeckten faulenden Leichen gefüllt. Nie habe ich mir so etwas Fürchterliches Mellen können. Auf dem Kirchhofe und in der Kirche lagen 3000 Leichen. Wir waren .Möchtest, Tabak an unsere Nase zu halten. In der Schule, einem schönen Gebäude, waren 200 Frauen und Kinder lebendig verbrannt worden. Allenthalben in der Stadt boten sich MIben Scenen dar. An manchen Plätzen waren Haufen von Leichen begraben und dann von bn Hunden wieder ausgesckarrt worden. Die Ufer des kleinen Stromes waren mit "eichen kdeckt. Viele Leichen waren nach Tatar Bazardschik auf eine Entfernung von 30 Meilen fort- «eschleppt. Die Stadt hatte früher 9000 Einwohner, jetzt giebt es dort nur 1200. Viele von im Flüchtlingen waren jüngst zurückgekchrt, um über ihre zechörten Heimstätten zu weinen. Wehklagen konnte man eine halbe Meile weit hören. Ein Weib saß stöhnend da, mit drei Linen, haarbedeckten Schädeln auf dem Schooß. Der Mann, welcher all dieses vollbracht, heißt «chined Aga, ist befördert worden und noch jetzt Gouverneur des Dlstricts. Die Zeitungs- Mchilchtcn waren nicht übertrieben, sie konnten eä nicht sein. Jede« Verbrechen, das turkhche Mvheit erfunden, wurde angeführt. 7000 (Sfebentaujenl) Leichen liegen h er seit dem 12. Mai, faulend in der Sonne, eine Beute der Hunde. Und Sir Henry Miet hat nie gehört, daß iie Behörden von den übrig gebliebenen Einwohnern eine Kriegseontribution von hunderttausend P-ster verlangen. Die Stadt zahlte früher eine Million. Das Getre.de verkommt auf den Wern, die Eigenihümer liegen auf dem Kirchhof. Das Vieh der Ueberlebenden ist von den Turk n siilqeichlevvt worden und diese weigern die Rückgabe. Es ist unmöglich, die Ernte einzubringen Md es ist nicht wahr, daß die Türken Hülfe senden. Ueberall klagen die Einwohner gegenüber jjmn Schuyler, daß ihr Vieh nicht zurückgegeben, keine Hülfe geleistet wird. Die Behauptung, Allgemeiner Anzeiger. von einer den Sorpe der Generale hl fort bhflte neue 4>/M. iß zur Einlösucz H Rationen bestimm b )tr GroßherzeglWD Mitglieder Dier?M not, theilS der AWü ■, welit bit LivkilM uniert? AMs amif. rreffenben Gesches hici bei GrMrzsglii hier, bett, bit DniM Hätten u. V D- A ) »Men Vnttckl- ANgtbsblt WW x Ltabttembneleim^ m Mgmtmen mips 4 man aber unbebit,'-- in) yubrwtrt mitten-“ -tarnt Lerkehr^. 5 irrte müniitnso^. ju irftattcn, dessen L- Ischen HandelSM ^ n tnie-dahnpsM ls • ■jsnrbdtung tinti $ SÄ „5 Bedienung J Wickels, lo wate « i r. m 6i " flslkk ittheest' wbft, JJt fanb, , Pflöb- '«'M mW , pW vn w ' ■ ?? ft. Xf/d ■flifgrnläiigrr Kersteigerunge« Stockholz, 94 Seiwel 6i6: m a 136 239) Preiscourante daselbst. lläckselselmeitler B'lick & iiröfl. buchen Aitken * Jacob Reiber, Gartfeld. _________ 3931) Zu der bevorstehenden Saison offeriren wir Univrrsst-Rcinigungg-Sat). ||Iail/i "nd 2 Pfd. Kisten.I sowie in i/8, 6 = G «■ H. 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