Samstag, den 22. Juli o. 168 <826 Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Ikliffajfdtlfr. Frau ^ur letzten i i2, J5 ff** pdte ■ i'g-Etücke in 'r .uverttg"^ 'Trialt* ' 16 ' 16 fl,lc ^cbesgabe bbtr Stände, zu vereinigen. Der Finanz-Ausschuß der ersten Kammer beantragt flach seinem soeben im Druck erschienenen Bericht Nichtbeitritt zu diesem Er- jtichen, da seiner Ansicht nach eine Vereinigung beider Kassen wahrscheinlich, A Bürgermeister, che eine Ersparnis zu ermöglichen, nur eine Geschäftsverwirrung zur Folge • on Gimbsheim. Hen und unserm Staatscrcdit gewiß nicht förderlich sein würde. — Weiter Pnis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark SS» Pf. Rechte von selbst verloren hat, so lange unter Strafe verboten, bis die Bedingungen des' Gesetzes vom 20. Mai 1874 erfüllt worden sind. München, 20. Juli. Die Abgeordneten-Kammer erklärte in ihrer heutigen Sitzung die Wahlen der Wahlkreise Weissenburg, Aschaffenburg und Neustadt a. S. für gültig. Bei der Debatte hierüber erklärten Fischer und v. Stauffenberg den Erlaß der bischöflichen Hirtenbriefe zur Beeinfluffung der Wahlen für eine Verletzung des Art. 25 des Wahlgesetzes. Dem Anträge des Abg. v. Schlör auf nunmehrige Behandlung der noch vorliegenden Eisenbahn- Petitionen und -Anträge wurde keine Folge gegeben. Etwa 30 Petitionen in Bezug auf Eisenbahn-Bauten wurden der Staats-Regierung zur Würdigung übergeben. Morgen steht die Berathung des Militär-Etats aus der Tages- Ordnung. !Rm- T - 't Hekkerreich. Wien, 18. Juli. Laut Berichten aus Konstantinopel leidet der Sultan am Delirium tremens. Wien, 20. Juli. Rumänien und Griechenland haben auf diplomatischem Wege beruhigende Erklärungen über die Aufrechthaltung ihrer Neutralität abgegeben. — Aus Konstantinopel wird gemeldet: Die Absetzung des Sultans wegen Geistesschwäche und erwiesener Regierungs-Unfähigkeit erscheint unausbleiblich. Man befürchtet eine Katastrophe, und es herrscht bedeutende Aufregung. Wien, 18. Juli. Das „Neue Wiener Tagebl." theilt mit, daß in der Staatsdruckerci Blanquette des Jnüaltts gedruckt werden, daß der Kaiser die Mobilmachung angeordnet habe, und daß sich die Urlauber stellen sollen. Es ist dies natürlich nur der notwendige Schlußstein der neuen Einrichtung für rasche Mobilisirung der Armee und wenn die Blanquetts erst jetzt gedruckt werden, so kommt dies lediglich daher, daß sie bisher noch nicht gedruckt waren. So bemerkt das „Neue Wiener Tagebl." sehr richtig. Wien, 18. Juli. Aus Süd-Ungarn wurden im Laufe der letzten Tage mehrere Verhaftungen gemeldet. Nach Allem jedoch, was über die in der Bacska und im Banat herrschende Stimmung neulich in officiöser Weise bekannt wurde, scheinen jene Verhaftungen nicht mit neuen omladinistischen Umtrieben in Zusammenhang zu stehen, sondern die Folge der mit Energie betriebenen gerichtlichen Untersuchungen zu sein. Salzburg, 19. Juli, Abends. Der deutsche Kaiser ist heute Abend 972 W mit Gefolge eingetroffen und wurde von einem Flügel-Adjutanten des Kaisers von Oesterreich und dem deutschen Botschafter Grafen Stolberg begrüßt. Beiden drückte der Kaiser die Hand und sprach längere Zeit mit Ersterem, worauf er in das Hotel zum Erzherzog Karl fuhr. Am Bahnhofe war eine große Menschenmenge anwesend. Salzburg, 20. Juli. Heute früh, einige Minuten nach 9 Uhr, fuhr der Kaiser von Oesterreich bei Kaiser Wilhelm in Begleitung des Flügel-Adjutanten v. Salis vor. Die Monarchen begrüßten sich sehr herzlich und zogen sich, nach Vorstellung des beiderseitigen Gefolges, zur Conversation zurück, welche länger als eine halbe Stunde dauerte. Gegen 93/4 Uhr fuhr der Kaiser von Oesterreich in die Residenz zurück; 5 Minuten vor 10 Uhr erwiderte der deutsche Kaiser den Besuch und verweilte eine halbe Stunde bei Franz Joseph. Heute Nachmittag 3 Uhr findet das Diner, um 6 Uhr ein Ausflug nach Hellbrunn statt. Kraukreich. Paris, 19. Juli. Herzog Decazes ist zum Großofficter der Ehrenlegion ernannt worden. Versailles, 19. Juli. Der Senat setzte heute die Berathung über den Gesetz-Entwurf, betr. die Verleihung der Univ.-Grade, fort. Bischof Dupanloup sprach gegen das Gesetz, Jules Simon dafür. Letzterer erklärte, die Republikaner respectirten die Religion, wollten aber keine Eingriffe in die bürgerliche Freiheit. Berlin, 18. Juli. Die preußischen Universitäten waren im verflosse- Hrn Semester von zusammen 7923 Studirenden besucht, von denen 2143 auf litt, 707 auf Bonn, 1116 auf Breslau, 985 auf Göttingen, 444 aus r-ne der FreM- Meistwald, 870 auf Halle, 202 auf Kiel, 611 aus Königsberg, 401 auf wuchr ich hmmü Marburg, 431 auf Münster und 43 auf Braunsberg fielen. Nicht unintereffant flßifte die Bemerkung sein, daß, während bekanntlich die Frequenz der Berliner rnnn., |1 wfität in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen war, die vorstehende \ einen Zuwachs von 419 gegen das voraufgehende Semester ergiebl. -fe Thatsache fällt um so mehr in's Gewicht, wenn man berücksichtigt, daß dir Gesammtzahl der Studirenden auf den preußischen Universitäten sich gleich- |Oj)lt __Jiltij nur um 234 vermehrt hatte. England. London, 18. Juli. Das neuerdings fertiggestellte Panzerschiff „Alexandra" sollte gestern in der Nähe von Chatham eine Fahrt behufs Prüfung seiner Maschinen machen. Letztere sind von der nämlichen Firma wie die des „Thunderer" geliefert, und da ein Thcil der Arbeiter, welche die Maschinen der „Alexandra" bei ihrer Probefahrt hätten bedienen sollen, bei dem beklagenswerthen Unglücksfalle auf dem „Thunderer" getödtet oder verwundet worden sind, mußte die auf gestern angesetzte Maschtnenprobe der „Alexandra" vorläufig unterbleiben. — Der Höchstcommandirende der britischen Armee, Herzog von Cambridge, besichtigte gestern einen Theil der bet Dorking lagernden versuchsweise mobiltsirten Truppen. Trotz der glühenden Sonnenhitze, unter welcher die Revue stattfand, kamen keine erheblichen Erkrankungen durch Sonnenstiche oder dergleichen vor. y J-8 M i M «Oe gruty;, Mtat ünt,' J’Mtn dir jrofentj “ l®6« »itlen Schi !f 6,mto, »on btX l'.'Thcn hs, lT f» sollten. Die Darmstadt, 19. Juli. Die zweite Kammer beschloß bei der letzten ^meinten durit Mgetberathung auf Antrag des Finanz-Ausschusses, an die Regierung das nun ln Einer verzwrDrsuchen zu richten, die Staatsschulden-Tilgungskasie mit Ablauf des Jahres 1676 als besondere Behörde aufzuheben und unter geeigneter Verringerung des tb^hikr Mitmens^Wecnrtenpersonals mit der Hauptstaatskaffe, sei es auch als besondere Abthei- ll'ft zur LiisteMß htmg, jedenfalls aber unter gemeinsamer Oberleitung, unbeschadet der Controle k d. M., 'ZSS nthcil an dem Feste bezeugte. Der deutsch geschriebene Brief lautet in der ülk-Uebersetzung aus dem Englischen: „Wilhelm von Gottes Gnaden, Deut- Vorstij0 ftaifer, König von Preußen rc. An den Präsidenten der Vereinigten ianen. Werther und lieber Freund! Es ist Ihnen das Glück zu Theil ge- Mcn, die hundertjährige Wiederkehr des Tages zu feiern, an welchem die lilion, an deren Spitze Sie stehen, in die Reihe der selbstständigen Völker cf—A ^treten ist. Die Hoffnungen ihrer Gründer sind in Folge einer weisen Be- * Kchtigung der geschichtlichen Lehren über die Entwickelung von Nationen und m klaren Blickes in die Zukunft durch ein Emporblühen ohne Gleichen Der» Wicht worden. Es gereicht mir zu um so größerer Freude, Ihnen und der a Manischen Nation bei dieser Gelegenheit meine Glückwünsche ausdrücken zu w.n, als seit dem Freundschaftsbunde, den mein erhabener, in Gott ruhender Ihtn dks cv. . 31h »ist! runde. ' wn durch b(11! __ . _ T_. ________ _ Der Telegraph hat bereits gemeldet, daß der ;Gesandte in Washington, Baron v. Schlößer, am 4. Juli, dem hun- [linllO)*^ Ätrijährigen Geburtstage der Unabhängigkeits-Erklärung, dem Präsidenten Grant ßerordentliche e^rügenhändiges Schreiben Kaiser Wilhelms übergeben habe. Der Wortlaut schreibens liegt uns jetzt vor. Es wurde am Jubeltage selbst, den von tfhlin aus erhaltenen Instructionen gemäß, durch den Gesandten persönlich b ^emicht und erregte um so freudigeres Aufsehen, als der Kaiser von Deutsch- Nil der einzige europäische Monarch gewesen, der in so sinniger Weise seinen Ibelin, Malzsabükaiil, hmtragt der Ausschuß der ersten Kammer, die zur Aufbesserung der Pensionen retebluiN. hr vor dem Erlasse der neuen Pensionsgesetze in den Ruhestand versetzten wart), Cchaad Ad, Sactödiener angeforderien jährlichen 50,000 Mk. nicht zu verwilligen, dagegen bk. n Consequenz des früheren Beschlusses, es wolle der Regierung eine Summe >on Dienheim. ,6n jährlich 25,000 Mk. für die Finanzperiode 1876/78 zur Verfügung gestellt bufant, Müller, K rrden, um daraus Unterstützungen an vor Erlaß der neuen Pensionsgesetze in mdt, Gr. Kreisr^ Nuhestand versetzte Staatsdiener zu gewähren, welche einer solchen nach nbnm. m Verhältnissen bedürftig sind und sich in ihrem früheren Dienstverhältniß baecrbneler, von Vr Unterstützung würdig bewiesen haben, wobei die Ve^willigung an die Ein- nur innerhalb der von der Regierung in ihrer Proposition bezeichneten nzen stattzufinden hätte. ii König Friedrich H. mit den Vereinigten Staaten schloß, zwischen Amerika uddDeutjchland eine durch Nichts gestörte Freundschaft herrschte, welche durch j 4 immer mehr wachsende Bedeutung ihrer gegenseitigen Beziehungen und durch immer fruchtbarer werdenden Verkehr auf allen Gebieten des Handels "^rr Wiffenschaften gestärkt und gekräftigt worden ist. Daß die Wohlfahrt (hifm . 'jiji' V Vereinigten Staaten und die Freundschaft der beiden Länder immer mehr Keßkll jst mein aufrichtiger Wunsch und meine zuversichtliche Hoffnung. Emsigen Sie die erneute Versicherung meiner unbegrenzten Hochachtung. ™ Berlin, 9. Juli 1876. gez. Wilhelm, v. Bismarck. Köln, 19. Juli. Das Vermögen des erzbischöflichen Stuhles zu ist vorgestern durch den Polizei-Präsidenten von König mit Beschlag belegt Im. Das Metropolitan-Kapitel ist vor einigen Tagen zur Wahl eines Erz- Wums-Verwesers aufgefordert worden. Da diese Wahl bei der gegenwärti- ^achlage nicht zu erwarten ist, so wird, wie die „Köln. Ztg." hervorhebt, M Verlauf weiterer 10 Tage ein Regierungsbeamter mit der Verwaltung r mit Beschlag belegten Vermögens beauftragt werden. Die Ausübung aller Fbem bischöflichen Amte verbundenen Rechte und geistlichen Verrichtungen ist Min der ganzen Erzdtöcese Köln, zumal mit der Absetzung des Erzbischofs Hto auch sein Generalvicar Dr. Baudrt die ihm bisher übertragenen Der litt! London, 20. Juli. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Alexan- Äga kann, rbe in England fort. Die Möbel in dem College waren mit j Als dem Sheriff die Nachricht zuging, daß man mit Entfernung in F, _ ___c. t.txiM.i r .1 11 v i .r ... .-.c-..! i__5nnirdlH . Unfpi- v belegt worden. Ars ucm övci t[| uic yiuummi zuglllg, vuv utuil um Sachen aus dem Hause beschäftigt sei, ließ dieser sofort eine Untersuchung anst'U^ welche das Gerücht auch bestätigte. Beim Durchsuchen des Hauses fand man die Ltiöj das heißt Skelette, von vier neugebornen Kindern; der Coroner ward sofort beiw Athen, 17. Juli. Die Mobilisirung eines Theiles der griechischen Armee gilt als nahe bevorstehend. Das Ministerium sendet einen Special- Bevollmächtiaten nach Belgrad, um dort mit der serbischen Regierung Fühlung >u nehmen. König Georg versuchte während seines Aufenthalts in London em Anlehen aufzunehmen. Die Partei Kommonduros besteht darauf, Griechenland müffe den Moment und die Verlegenheiten der Pforte für sich ousnützen. Schon jetzt gilt die Aussöhnung mit Rußland wenn nicht als vollzogene That- fache, so doch als das Ziel der gegenwärtigen griechischen Regierung. 17 (Berl. Tagebl.) Uonöere Iz Bekam krlbs nachtröa imunolfteuern für Aze lan« auf i Echt offen. Äitßtn, den 19 ^herzogliche ______ A. — welcher als Vorstand des sogenannten,,Philadelphia Medicinal College" namerl^ in der alten Welt durch Agenten den schmählichen Handel mit falschen Doctor-Diptt»-. trieb, ist jetzt selbst ein Doctor in absentia Der Kerl war vor einiger Zeit ni Kindermoro in Philadelphia verhaftet und dann gegen Bürgschaft freigelassen woi>^ Vor Kurzem aber hat er seine Bürgschaft im Stich gelassen und setzt nun sew ' rüchtigtes Gewerbe in England fort. Die Möbel in dem College waren mit St. Go ar, 14. Juli. Heute wurde oberhalb St. Goar an der sogenannten „Bank" ein Stör von 300 Pfd. gefangen. .Die Salmer.fischer hassen den Stör, weil re behaupten, das Ungethüm verscheuche die Salmen und mache den Fang der letzteren unergiebiger. Etwas Wahres scheint die Ansicht für sich zu haben, denn der Salmcn- ang war in den letzten Tagen wenig einträglich. (Elbf. Z.) — Bei einem Wettschwimmen in Köln gerieth vor einigen Tagen ein Engländer Namens Duval zwischen das Abschlußgitter einer Badeanstalt im Rheine. Er hatte' unter Wasser schwimmend, die Distanz größer abgeschätzt, als sie in Wirklichkeit war und blieb mit dem Kopfe zwischen zwei Eisenstangen hangen- Diese bogen sich bei dem Stoße etwas auseinander, ließen den Kopf durch und streckten sich dann wieder so daß Herr Duval sich nun, an dem Halse von den beiden Eisenftangen festgeklammert' in der schrecklichsten Lage befand. Vergebens versuchte er den Kopf zwischen den Stäben wieder herauszuziehen, vergebens versuchten auch die übrigen Anwesenden den Gequälten zu befreien. Bereits mußte er, wie Herr Duval selbst erzählte, wider Willen Wasjer schlucken, und er dachte nicht anders, als er sei verloren; seine Frau und Kinder standen vor seiner Seele. Da, die fürchterliche Tortur hatte bereits zwei Minuten gewährt ergriff Herr Duval, ein sehr starker Mann, die beiden Eisenstäbe, bog sie mit feiner ganzen, durch die Verzweiflung noch bedeutend gesteigerten Kraft auseinander und m den Kopf, von welchem beide Ohren beinahe abgerissen wurde, aus dem Eisengitter heraus. Ein Arzt war nicht herbeizuschaffen, und mußte der Gerettete, aus den Wunden stark blutenh, nach Hause gehen. Dort wurde ihm ärztliche Hülfe zu Theil. — Der Bergmann Ludwig Maul saß zu Dud weiter bei St. Johann mit seiner Familie am Mittagstisch, als ein Gewitter heranzoy und sich unter heftigem Regen über dem Ort entlud. Das Mittagessen war beendet, die Mutter steht vom Tische auf, um im anstoßenden Nebenzimmer durch das offene Fenster das Unwetter zu betrachten. Zwei ihrer Kinder, ein Knabe von 13 Jahren und ein Mädchen v,n Z Jahren, welches die Mutter auf dem Arme trägt, sind bei der Mutter. Da fährt plötzlich ein Blitzstrahl in die östliche Giebelwand des HauseS und tödtet sofort den in der Nähe des FensterS stehenden Knaben, während er die Mutter zur Erde niederwirfi, die in Folge dessen das anscheinend unverletzt bleibende Kind fallen läßt- Die übrigen Familienglieder, durch den Blitzstrahl sehr betäubt, raffen sich alsbalo auf, eilen ini Nebenzimmer und finden daselbst die Mutter am Boden liegen, jedoch noch nicht Itbloj. Sofort wurde ein Arzt herbeigeholt und die angestellten Wiederbelebungsversuche gaben einen Augenblick Hoffnung, die Arme, zu retten. Aber bald hauchte sie ihren Geist auL Leider ist inzwischen auch das kleine zweijährige Mädchen — ob ebenfalls vom M getroffen oder in Folge des Falles vom Arme der Mutter, ist nicht ermittelt - gestorben. Mit der Mutter ist übrigens noch ein weiteres Menschenleben dem Tode an: kischer Pater Beckx. Ulemas — das türkische Doctorencollegium, ebenso unfehlbar wie der Papi» — Der schuftige „Professor" Dr. Buchanan — schreibt die „Newyorker H-ZA Konstantinopel, 19. Juli. Der Anführer einer Freiwilligen-Vande wurde wegen Verübung von Räubereien in der Umgebung von Philippopel beute gehängt. - Der Secretär der britischen Botschaft, W. Variug. ist heute zur Vornahme einer Enquete nach Bulgarien abgeretst. — Am Dienstag rück ten 18 Bataillone Serben von Saitschar aus und griffen die Stellungen Osman Paschas vor Jzwor bet Widdiu an, wurden jedoch mit großen Verlusten unter Zurückiaffung von 5 Kanonen, Waffen und Munition zurückgeschlagen. — Bei Wischegrad in Bosnien wurden 3000 Serben mit einem Verluste von 300 Tobten geschlagen und bis an die Grenze »erfolgt. — Ein montenegrinisches Corps steht in der Umgebung von Podgoritza. Salonichi, 18. Juli. Das deutsche Mittelmeer-Geschwader ist gestern Abend vor Salonichi wieder eingetroffen. Griechenland. bleibt. Bei — ein höherer Offizier, der Halbwegs gute Stiefeln besitzt. Derwisch — ein Klosterbruder, den man oft beim Weintrinken „denviicer , trotzdem es der Koran verbietet. Effendi — ein türkischer Statthaltereirath. Harem — nicht unbekannt! Hattischeriff — türkisches Reichsgesetzblatt. Kislar-Aga — der Director des Mädchenpensionates: Harem. Odaliske — Mädchen für Alles. Nizams — das reguläre Militär ohne Fußbekleidung, zum Gegensätze von < Baschi-Bozuks — irreguläre Truppen, welche zerrissen? Hosen anhaben. Pascha — Minister von heute auf morgen. Lebensgefährliche Stellung. Softa — türkischer Gyinnasialfchüler oder Student mit grünem Turban. Scheikh ul Islam, auch Mufti — ein mit allen Salben Geschmierter — eia tri' 'torbei = iMru^n Unbfc I ^5 übErnJet daj »uch Oiintes d-s „1 n”V. Santini»«’»6 «■ Dwter «in Technischen- die Wichtigkeit der ftn, welches der findet» K. Es durfte 3ucb gar nichts h anterfucht, wie m lediglich nur Lehr aber auch und w und dergl. zu zie! tzrinittclungen ar Einstweilen maul Im Katal- 'digungen wohl in Mhrungs- und K Don den hiernach Sinne, 16/ zurA deutschen jnDujtoe Seinen ÄmchchM man vergiß zunächs sondern votzugswei bekanntlich dorten st Was den zw Motive in der deut Der Mheilung IV., sanden darin nur 7 Sandes nach hierhe »leie Aussteller die mb woher dieselbe llrtheil bezüglich d deutschen Kunst nii Laie darüber touni 'Masömenabtheilul ßage Vierzig Auss Und was Vermischtes. Lang-Göns. Am 18. d. M. zog Herr Dekan Sie. Strack, bisher Pfarrer von Groß Busi ck, nunmehr zum Pfarre^ von Lang-Göns ernannt, mit feiner Familie, von den Mitgliedern des Kirchen- und Schulvorstandes freundlich empfangen und'Herz lich beglückwünscht, in das mit Guirlanden, Kränzen und sinnigen Jnschrsiten geschmückte hiesige^Pfarrhaus ein. Möchten die dargebrachten Glückwünsche sich reichlich erckllen. ’10 Butzbach, 17. Juli. Gestern Nachmittag machte sich ein Mann aus Nleder- Weisel nach Hausen auf den Weg, um bet einer dortigen Hochzeit zu m Tanze aufzu- spielen. Er kam des Abends nicht nach Hause und als er auch des Morgens noch nicht anlangte, wurde feine Frau besorgt und schickte nach Hausen um "^ch ihrem Manne forschen zu lassen. Der Bote kehrte mit der Nachricht Zurück, daß der Gesuchte schon am vergangenen Abend nach 9 Uhr heimgegangen wäre. ^Mittlerweile mure dem Bürgermeister in Nieder-Weisel die Anzeige, daß in der Nahe der neuen Hoch- Weiseler Chaussee bei dem Steinbruche Kleider liegen und da man ein Unglück be^ fürchtete, so liiß der betreffende Bürgermeister sofort Nachforschung halten und so fand man dann den Vermißten, vollständig entkleidet in einem der dortigen Wasserlöcher tobt- Der Unglückliche wollte jedenfalls baden und ertrank in dem tiefen Wasser. Wiesbaden, 18. Juli. Ein neuer Feind der Felder ist wieder in upferer nächsten Nähe bei seiner Verwüstungsarbeit entdeckt worden. Von der Bürgermeisterei Delkenbeim wurde am Sonntag dem hiesigen Landrathsamte gemeldet, daß sich auf den in der Gemarkung Kostheim gelegenen, Delkenheimern Bürgern gehörigen Aecker lin der Nähe der sogenannten Nußbaumallee und de? Mechtilshauser Hofguts) eine schreckenerregende Anzahl dort unbekannter Käfer plötzlich eingestellt und diese bereits sämmtliche Dickwurz eines großen Ackers bis auf die Wurzeln abgefressen hatten. Hierauf begaben sich Herr KreiSlandrath Rath, sowie Herr Prof, Kirschbaum, Nach mittaas an Ort und Stelle, wo in Gemeinschaft mit den Herren Bürgermeister Pflug und Lehrer Picker, Einsicht genommen wurde. Herr Professor Dr. Kirsch bäum consta- tkte alsbald daß die Käfer zu der Gattung der Schildkäfer gehörten und spenell die Bezeichnung cassida nebulosa führten. Da die Verheerungen sich bestätigt fanden, so wurd? zur raschesten Vertilgung der Käfer auf Vorschlag des Herrn Dr. Kirschbaum angeordnet, daß sich am heutigen Tage möglichst sämmtliche Gemeinde-Einwohner, sowie die erwachsenen Schulkinder unter Leitung ihres Lehrers daran machen, die Blatter d.r befallenen Pflanzen in Säcke abzuschütteln, worauf die derart mit Käfern gefüllten KLcke in bettzeS Wasser getaucht und hwrdurch die Käser «etödtet werden sollen. Weiter kurde °ns.°rdn-^d°ß sasart der Ortsbehörde van Kostheim Nachricht gcgrben werde um dieselbe zu veranlassen, auch ihrerseits ^ertilgungsmaßregeln anzuordnen. _ UeLr ein Meisterstück der Mechanik berichtet die „Magdeburger Zeitung": .Aus der rühmlichst bekannten Schnellpressenfabrik von Königs und Bauer m Zell a. M^ ist jüngst die 2100. Schnellpresse hervorgeganaen Diese Moschrtne ist blevollkommenste ihrer Art und liefert die Stunde 40,000 Abdrücke. Sie ist für die "Ma.hbebur^gische Zeitung" bestimmt. Die „Kölnische Zeitung" hat etne gleiche bestellt. bemerken, daß diese Presse neben unserer 48,000 Abdrücke in der Stunde liefernden HBalteqnef e in der Druckerei der „Magdeburgischen Zeitung" aufgestellt werden Mrd. Dieft neueste Presse hat vor der Walter'schen den Vorzug, daß sie die einzelnen Bogen gleich — Die übermäßig kleinen und hohen Absätze an^Damenstiefeln, wie sie jetzt Mode sind, setzten dieser Tage in Berlin eine Dame in ärgerliche Verlegenheit. ,Die> selbe trat, als sie das Schaufenster eines Putzladens besichtigte, unversehens mit emem derselbigen in das Eisengirter über einer Kellerstube. Hier klemmte der Hacken sich so fest ein daß die Dame, um dem Gespötte der Straßenjugend sich zu entziehen, den einen Stiefel im Sticke lassen und sich auf dem andern mit dem unbeschuhten Fuße in den nächsten Hausflur retten mußte. Dorthin wurde ihr daS zurückgelasfene corpus delicti nachgeliefert und sie so in den Stand gesetzt, weiterzustelzen. LGntlichi ba? sjttt kV’ 1« ®it«!n £ Shim «nromtlbtn 5801 „r®i‘ "i«t (tfi d-r k ^^ngements Wfltfebtn. »gleich wir *‘<5 He Sroffn ft?' t! 3. __ G K SS 6 m ? Wnk'ns 4$ zum erstenmal den Religions-Unterricht und kommt nach Hause: „Papa, der hm Lehrer hat uns gesagt, der Herr Christus sei ein Sohn vom lieben Gott, ist das wahr" — „Ja, mein Kind, das ist wahr." — „Aber, lieber Papa, bann muß doch der litk Gott eine Frau haben?" — Möricke ist in peinlicher Verlegenheit da das Kind (« Antwort erwartet. Er sieht es eine Weile starr an und sagte dann endlich: „IN recht! Aber er ist schon seit langer Zeit Wittwer." — Das Kind war mit der kltt- wort zufrieden. Aus Hamburg wird geschrieben: In den letzten 3 Tagen haben nicht weich-: als 4 Mädchen ihren Tod in der Alster gesucht und gefunden; ein fünfte« Mädhlri, dem die Lust zum Leben wieder erwachte, wurde auf fein Geschrei hin gerettet. — (Das Wunder.) Ein Lehrer erklärte, was ein Wunder ist und wählte tcnu den Vorfall, wie Jesus bei der Hochzeit zu Kanaan Wasser in Wein verwandelte. Ä5 er glaubte, die Kmder dadurch zum Verstündniß des Begriffes „Wunder" gebrach: p haben, fragte er: „Was war das für eine Handlung?" Schlagfertig antwortete Knabe: „Das war eine Weinhandlung." — (Türkisch-deutsches Lexikon.) In den Leitartikeln unserer Zeitungen „roinure!:' es jetzt von türkischen Worten, die Jedem, der orientalische Akademie nickt absovr! hat, ganz ^spanisch" vorkommen. Um nun jenen Leuten, welche sich in Folge dest Umstandes „nicht mehr auskennen", an die Hand zu geben, haben wir folgendes polare Lexikon hergestellt: Aga — türkischer Subalternbeamter, der auch von rückwärts gelesen W heimgefallen. Kostheim, 17. Juli. Gestern ertrank hier ein 11 Monate altes Kind in einem Zuber Wasser. Die Mutter ließ das Kind einige Augenblicke allein in der Nähe tinti mit Wasser gefüllten Zubers sitzen, an dem sich dasselbe erhob, es bekam das Uebtr« gewicht und fiel hinein. Die Mutter fand ihr Kind als Leiche im Zuber. (M- 3-1 Conitz Nachstehendes Faktum wird Mancher als Curiosum ansehen: Da ehemalige Guardian und Präses aus Jakobsdorf, Jr S-, welcher ein Bad zu besuch» beabsichtigte, ersuchte den Landrath zu Conitz um Ausfertigung einer Paßkarte. Da Landrath verwetgerte ihm dieselbe, weil gegen S- möglicherweise beim Staatsanwalt etwas vorliegen könne. — (Eine Möricke Anekdote.) Man schreibt uns aus Stuttgart: Von Mörickc'i jüngst verstorbener Tochter Marie, erzählte der Dichter einst seinem Freunde Fr. Fifta eine Anekdote, die in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient- Das Kind besucht! Spanien. Madrid. 19. Juli. Der Senat hat das Budget genehmigt. Die Cortes nahmen den Gesetz-Entwurf, Bett, die Aufhebung der Fueros in den baskischen Provinzen, an. Flumänie«. Bukarest, 20. Juli. Auch England hat den Wunsch ausgedrückt, eine Handels-Eonvention mit Rumänien abzuschließen. — In der gestrigen Kammer^ Sitzung zog der Kriegs-Minister die Vorlage wegen Einberufung der Reserven zurück. Die Stammet ernannte eine parlamentarische Enquete-Commission zur Untersuchung der Handlungen der früheren Minister. Serbien. Belgrad, 19. Juli. Vom Kriegsschauplätze wird officiell gemeldet: Ein Detachement der Armee unter dem Oberkommando Leschjanin's griff am 18. Juli einen Flügel der Armee Osman Paschas an. Nach einem mehrstündigen hartnäckigen, von Serben mit Bravour geführten Kampfe wurden die Türken aus drei Verschanzungen verjagt, die jedoch, da die Türken beträchtliche Verstärkungen erhielten, von diesen wiedergenommen wurden. Türkei. London. 20. Juli. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Alexan- Michelstadt, 17. Juli. Gestern Mittag tagte in Erbach die Gcneral-«er- drien vom 20. Juli gemeldet . Die ägyptisch. Regierung hat sich geweigert, die Vollstreckung der wider dieselbe gefällten gerichtlichen Urtheile zu gestatten, ^rbe nicht erzielt, da auf den Vorschlag, zu den eingezahlten Stamm-Einlaa^n 60 Der Präsident des internationalen Gerichtshofes erster Instanz berief darauf zuzuschießen, um durck diese Erhöhung das Defizit von 56,000 Mark zu decken der für heute früh eine Plenar-Sitzung; in dieser wurde beschloffen, keinen Proceß größte Theil der Anwesenden sich protestirend entfernte. Liquidation und Processe'sind weiter anzunehmen und die Thätigkeit des Gerichtshofes einzustellen. In der ">cht zu^vermeiden. . _ __ _ Stadt herrscht die lebhafteste Erregung; die Mitglieder bei Gerichts waren wiederum zu einer Eonferenz zusammengetreten. richttgt, welcher die Leichen in Obhut nahm. ,.i: Newyork, 16. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampi!^ des Noidd. Lloyd Main, Capt. G. Reickmann, welches am 1. Juli von Bremen^ am 4. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Morgens wo-- halten hier angekommen. ____—E- Zur Weltausstellung in Philadelphia. Der unlängst zum General-Commissär für die deutsche Ausstellung ernannte Herr » - Reuleaux von Berlin sagt in einem Aufsatze der Nat.-Ztg., welcher in fast alle Zeitungen *• gegangen ist, unter Anderem folgendes: w „ .j* „Deutschland hat eine schwere Niederlage auf der Philadelphiaer Ausstellung erl Unsere Leistungen stehen in der weitaus größten Zahl der ausgestellten Gegenstände hinter anderer Nationen zurück, nur in wenigen erscheinen wir bei näherer Prüfung ihnen gmc, einem Minimum von Fällen überlegen. fi Leider ist denn auch die Presse und vor Allem die deutsch-amerlkani,che, schonungslos unsere Ausstellung hergefallen. Wir haben Wahrheiten der bittersten Art hören muffen und (3834 - 3414) am Lindenplatz. roher Emil Pistor. 1142) (3606 36 258 438 14 „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Hof. Gießen, den 18. Juli 1876. Müller. 1874er 1874er 1874er Bei Abnahme König!. Amtsgericht, Abth. III. Spangenberg. vt. Eppelsheimer. zu begründen. Marburg, den 4. I» lt 1876. Versteigerungen. Montag den 24. Juli, Vormittags 9 Uhr, soll die Erndte von den Grundstücken der Franz Lampus Wittwe, bestehend in Korn, Weizen und Hafer, an den Meist - bietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Schützen- L. Müller, auf der Mäusburg. Gottesdienst. Sonntag, den 23. Juli. Morgens: Pfarrverwalter Schlosser. Nachmittags: Mitprediger Drescher. (Feier des heil. Abendmahls.) (Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrverwalter Schlosser.) Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Literarisches. Die von Ernst Eckstein redigirte, im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig erscheinende Uesvudere ZLekarrntmachungen Bekanntmachung. Sechs nachträgliche Register über Com- munalsteuern für das Jahr 1876 liegen 8 läge lang auf unserem Büreau zur Einsicht offen. Gießen, den 19. Juli 1876. (3863 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. bringt in ihrer 14. Nummer folgenden interessanten Inhalt: Gedichte von Franz Hirsch, Klaus Groth, Bruno Salmer, Richard Hamel, Ferdinand Meyer, Rudolf Gensichen. — Aus der ästhetischen Moral. Von Eduard von Hartmann. (Fortsetzung.) — Wir brauchen eine Kunst, bei welcher uns wohl wird. Von Moritz Carriöre. — „Wenn Frauen lächeln." — Neue humoristische Gedichte. — Vermischte Mittheilungen. — Offener Sprechsaal. — Briefkasten. Frijchbäcker ) u Gießen. Sonntag, den 23. Juli 1876. D. Rühl am Rathhaus, Eh. Faß in der Walltborstraße, G. Noll in der Löwengasse. Holzversteisterung im Gießener Stadtwalde Montag den 21. Juli 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, in den Districten Neuheege und Waldshute, nach- 3861) Mit der Abfassung des gesetzlichen Jahresberichtes für das Jahr 1875 beschäftigt, ersuchen wir den Handels- und Gewerbestand unseres Bezirks um Mittheilung von Notizen über den Zustand und die Bewegungen des Handels und der Industrie während des gedachten Jahres. Wünsche und Beschwerden, welche entweder die commerciellen und industriellen Interessen im Allgemeinen oder die einzelnen Geschäftszweige betreffen, können auf diesem Wege, namentlich wenn sie durch Thatsachen belegt sind, auf zweckmäßige Weise und im Zusammenhang den zuständigen Staatsbehörden dargelegt und zur Berücksichtigung und Abhülfe empfohlen werden. Wir hoffen, daß alle Betheiligten bemüht fein werden, uns durch ausführliches Material zu unterstützen und dadurch die gemeinsamen Interessen zu fördern. Mittheilungen, welche uns nach Ablauf dieses MonateS zugehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Gießen, den 20. Juli 1876. Großherzogliche Handelskammer. M. Homberger. Oeffentliche Aufforderung. lieber das Vermögen des Uhrmachers I. Kley zu Gießen ist Concurs erkannt und sind alle Ansprüche an denselben nebst etwaigen Vorzugsrechten bei Meldung der Nichtberücksichtigung Freitag den 22. September d. I., Vormittags 9 Uhr, anzumelden. Die nicht erscheinenden, noch gehörig vertretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der Majorität bezüglich etwaigen Arrangements als definitiv zustimmend angesehen. Zugleich wird den Schuldnern des I. Kley die Eröffnung, daß gültige Zahlungen nur an den provisorischen Massecurator Max Pilger zu Gießen geleistet werden kännen. Gießen, am 12. Juli 1876. (3885 » Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D.: Gebhardt. 130 „ 5450 Wellen verzeichnetes Holz versteigert werden: Rmtr. Nadel-Scheitholz, Nadel-Stämme mit 131,38 Festrntr., „ Stangen „ 1,86 „ Die Zusammenkunft ist am alten Anne- ber Weg an der ersten Schneiße. Gießen, am 18. Juli 1876. (3827 "'S io;;unb^ä «mR ‘"A'> «:äE- ESJSfÄ lurh/ u»tm* un 1 •Jäh?1 bem «M Setf'Qu| e vmft zu Theil. , " beL6t Solu >1 unb ft^ unttr bie Mutter U tne Fenster ba8 Um 'S und ein dn der Mutter. Di Ktibtet fofort Mutter zur Srde niedn: fllen läßt, vier ttch aUbalo aut, eile ’ien, jedoch noch nichtll lieberdelebungsoersuch!, 6 buchte sie ihren G-ff 1 - ob ebenfalls dm! ter, ist nicht ermittelt-z Reischenleben demL Nachdem in Folge mißlungenen Güteversuchs unter den Gläubigern des zu Kernbach verstorbenen Ackermanns IoHannes Damm und dessen Wittwe Susann a geb. Brunnet daselbst, der förmlicheConcurs über das Vermögen Beider erkannt morden ist, werden sämmtliche Gläubiger der Gemeinschuldner vorgeladen, ihre Ansprüche unter Vorlegung ihrer Beweisstücke im Termin den 23. August d. Vormittags 10 Uhr Cont.-Zeit, gegenüber dem inmtttelst bestellt werdenden Contradictor beim Rechtsnachtheil der Ausschließung von den Massen anzumelden und tri: Harem- |g 8ür|f*ef,h j,|t Wi vo" o'A au erwarten. Wie in einer Art von Wuth, und deshalb auch häufig viel zu weitgehend, werden die Schwächen der deutschen Industrie an unserer Ausstellung demonstrirt, wird jeder kleine wenn auch noch so verzeihliche Mangel gerügt und herausgesucht. Als Quintessenz aller Angriffe tritt der Wahrspruch auf: Deutschlands Industrie hat das Grundprincip „billig und schlecht". Leider hat unsere Industrie wirklich im Durchschnitt diesen Grundsatz, wenigstens rücksichtslos in seinem ersten Theile und darum als Consequenz in seinem zweiten rc. Zweiter Satz: Deutschland weiß in den gewerblichen und bildenden Künsten keine anderen Motive mehr, als tendenziös-patriotische; für die tendenzlose, durch sich selbst gewinnende Schönheit hat es keinen Sinn mehr. In der That, nachdem man uns dies gesagt hat, beschleicht uns ein beschämendes Gefühl, wenn wir die Ausstellung durchwandern und in unserer Abtheilung, die geradezu bataillonsweise aufmarschirenden Germanien, Borussien, Kaiser, Kronprinzen „red princes“, Bismarck, Moltke, Roon betrachten, die in Porzellan, in Biscuit, in Bronze, in Zink, in Eisen, in Thon, die gemalt, gestickt, gewirkt, gedruckt, lithographirt, gewebt an allen Ecken und Enden uns cntgegenkommen. Und in der Kunstabtheilung gar zwei Mal Sedan! Und in der Maschinenhalle: sieben Achtel des Raumes, so scheint es, für Krupp's Riesenkanonen, die „Killingmachines“, wie man sie genannt Hal, hergegeben, die da zwischen all' dem friedlichen Werk, das die anderen Rationen gesandt haben, wie eine Drohung stehen! Chauvinismus und Byzantinismus rc. Dritter Satz: Mangel an Geschmack im Kunstgewerblichen, Mangel an Fortschritt im rein Technischen. Wiederum müssen wir an unsere Brust schlagen. Wiederum müssen wir auf hie Wichtigkeit der Bestrebungen des Gewerbemuseums, aus das geringe Entgegenkommen Hinweisen, welches der Handelsminister in seiner warmen Fürsorge für diese Frage bei der Industrie findet" rc. Soweit Herr Reuleaux. Es dürste wohl höchlichst zu verwundern sein, daß Herr Pros. R. diesen Anschuldigungen auch gar nichts hinzuzufügen weiß, um deren wirklichen Werth klar zu stellen, daß er nicht näher untersucht, wie und wodurch denn dieses herbe Urtheil hat entstehen können und muffen, ob daraus lediglich nur Lehren für Deutschlands Industrie und Kunst der von ihm angedeuteten Art, nicht aber auch und in weit höherem Maße etwa solche für zukünftige Ausstellungs-Vorbereitungen und dergl. zu ziehen fein möchten. Hoffen wir, daß derselbe auch in diesen Beziehungen nähere Ermittelungen anstellen und mit deren Ergebniß ebenfalls in die Öffentlichkeit treten möge. Einstweilen erlauben wir uns seinen Erwägungen noch folgendes anheim zu stellen. Im Kataloge finden sich nahezu 400 Aussteller von 1000, für welche die fragliche Anschuldigungen wohl in keiner Weife zutreffend fein können, da sie Gegenstände ausgestellt haben, wie Rahrungs- und Genußmittel, Chemikalien rc., die ein solches Kriterium fast ganz ausschließen. Von den hiernach verbleibenden 600 Ausstellern gehören 433 zur Industrie und Kunst im weiteren Sinne, 167 zur Kunst im engeren Sinne, welche also zusammen die Leistungen der gesummten deutschen Industrie und Kunst repräsentiren sollen. Nach Den Leistungen dieses, doch wahrlich kleinen Bruchthciles macht man der deutschen Gesammt-Jndustrie und Kunst die fragt Vorwürfe, man vergißt zunächst, daß dieser Bruchtheil nicht etwa ausgestellt hat um lediglich zu brilliren, sondern vorzugsweise um Geschäftsverbindungen in Amerika anzuknüpfen oder zu pflegen, die bekanntlich dorten sehr häufig fast nur auf der Grundbedingung „vor Allem billig" fußen. Was den zweiten Vorwurf betr. des ausschließlichen Herrschens der tendenziös-patriotischen Motive in der deutschen Kunst anlangt, so haben wir uns vergeblich bemühet im Katalog unter der Abtheilung IV., Kunstwerke im engeren Sinne, viele derartige Bilder rc. aufzufinden. Wir fanden darin nur 7 Aussteller von Oelbildern, welche der Bezeichnung des dargestellten Gegenstandes nach hierher gehören (5 davon sind von Berlin) und ist leider daraus nicht zu ersehen, wie viele Aussteller die „bataillonsweise aufmarschirenden Germanien, Borrussien re." geliefert haben und woher dieselben stammen. Es darf Darnach aber wohl angenommen werden, daß das herbe Urtheil bezüglich des ausschließlichen Vorherrschens der erwähnten Motive in ber gejammten deutschen Kunst nichts weniger als begründet ist. — Auch kann sich wohl weder Techniker noch Laie darüber wundern, daß die Krupp'schen Riefenkanonen den meisten Raum in der deutschen Maschinenabtheilung einnehmen, da dieselbe mit Maschinen und Modellen zusammen nur von 40, sage Vierzig Ausstellern beschickt worden ist. Und was endlich noch den Hauptvorwurr: Mangel an Geschmack im Kunstgewerblichen ______________________a N f der Mäusbu r j. ” ^03) Mein Lager in Goldleisten, oval-schwarzen und Messing-Nahmen, in mousteltn, geripptem und sarbiaem Glase, sowie die Fabrik-Niederlage der Herren Schmidt- , Hahne in Friedrichsthal in weißem Tafelglas, halte bestens empfohlen. Willi. Balser, am Lindenplatz. und Fehlen des Fortschrittes im Technischen anlangt, so müssen wohl schon nach dem Vorerwähnten sehr ernstliche Zweifel gegen die Richtigkeit desselben entstehen. Oder sollen wir nock speciell daran erinnern, bezw. ausführen, daß die ganze deutsche Ausstellung, sowohl hinsichtlich der Vorbereitung als der Ausführung, mit möglichst ungünstigen Verhältnissen zu kämpfen hatte, daß gerade die bedeutendsten Industriellen aus vielen Gegenden Deutschlands theils aus Verdruß über den in Amerika herrschenden Zollschutz, theils weil sie der Weltausstellungen müde waren rc., fast gar nicht dabei vertreten sind und daß daher ein solcher Vorwurf nur das erschienene Bruchtheil, nicht aber die gesammte deutsche Industrie und Kunst treffen kann? — Nein, wir wollen die- vorerst hier nicht weiter ausführen und gestatten uns nur noch einen Ausspruch des Herrn Dr. Reber in der Festschrift zur Jubiläumsfeier des Münchener Kunstaewerbeveretns dem Herrn Pros. R. und allen denen, welche bedingungslos mit ihm eingestimmt haben, zur Prüfung vorzuführen. „Wer noch zu beklagen geneigt ist, daß es Deutschland überhaupt an allseitiger Kunstfertigkeit gebreche, wer noch läugnen möchte, daß Deutschland seiner Culturstellung entsprechend producire, der trete ein in die Kunst- und Jndustrie-Ausstellung zu München, um sich die frohe Ueberzeugung zu holen, daß Unser Vaterland, wie es im Cinquecento an künstlerischer und vorab kunsthandwerklicher Schöpferkraft ebenbürtig neben Italien dastand, jetzt auf dem Wege ist, die Rivalität mit dem in neuerer Zeit hierin überlegenen Frankreich nicht mehr scheuen zu dürfen". (Gewerbebt f. Hess.) Monate altes Mm dicke allein in der M- : erhob, es bekam bas t . i!eiche im Zuber. (U.- . 115 Curiosum anföir l welcher ein Bad jii ich tijunj einer PaM b | cherweise beim EtLHn 4Stuttgart: Bsn^'.ß nft feinem ^reunbe^r | verdient. Das Kind^ ; ) Qauft: »Papa, btii | heben M ist öas r ■ , bann muß M der | kgenheit ha ba6 J?inb ijte bann tnW. » J is itinb war mit bn ) lagen haben nicht-' unben; ein fünfter N Seichm hin gerettet Lunder ist und * fier in Wein verwa^ grlstes.Wunder £ Schlagfertig * Megen-Host, -Papier & Fliegen-Leim empfiehlt G g. Wilh. Weidtg, 3401) Markt 8. n unterer Seitunti litte ifab«nte M - q „dti sch J« 5 „n, h-d-n wir „n riiwiriS M ,tm Seintrtnfen Pfg- // n n ee zu haben Lei jL. Müllet* SO, 60, 70 und 80 Pfg. 3527) Ein Weinproducent hat mir den Detail-Verkauf seiner Weine übertragen und offerire dieselben, als: 1874er..... Neue holl. Voll-Häringe sind einaetroffen bei (3844 «K. Willi. Weidig. 3^74) Schwarze und weiße Wolle verkauft F r. Som pus -fliegf’iifäiincr bei Willi. Balser. 3802) Die Herbert'sche Besitzung vor dem Neustädter Thor, bestehend aus Wohnhaus und Bleiche, ist aus freier Hand zu verkaufen. Reflectirende können sich mit mir benehmen.______Franz S enner. 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