1876 W n. Anseige- und AmisMt fir den Kreis Gießen. Preis ->i-rt-ljLhrlich 2 Marl 20 «ßf. mit Bringerlohn. Expedition! Echulstr-ß-, Lit. s. Nr. 18.Durch di- Post bezogen viertcljährlich r Mart W Pf. Gießen, den 20. Juni 1876. Büchner, Kreisschulinspector. ttsbause« la. ®. 1 Shawl und ein Paar schwarze Zeugschuhe abgeliefert, welche Gegenstände höchst wahrscheinlich bei Gelegenheit einer in ..corgens. ms eck am 6. Psmgstfeiertaa stattgehabten Tanzmusik gestohlen worden sind. Der unbekannte Eigenthümer dieser Gegenstände, oder wer sonst über dieselben Auskunft zu Itorftnnh Wen vermag, wird hiermit aufgefordert, solche baldigst bei uns zu geben. ^vrytanu. Gießen, den 16. Juni 1876. Großherzogliche Polizeioerwaltung Gießen. Fre s e n t u s. Nr. 14 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 17. l. Mts., enthält: (Nr- 1136.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrath. Vom 13. Juni 1876. Greßen, den 20. Juni 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______ v. Röder. Lehrer-Confer e n z brr Bereinigten Konferenz-Bezirke Gießen, Groß-Linden, Lollar in Gießen: Mittwoch den 28. Juni, Anfang Nachmittags 2 Uhr im Eaf- Master. («lein.) Lehrer-Conferenz des Conferenzbezirkes Grünberg: Donnerstag den 29. Juni, Anfang 10 Uhr. Verein.- Stückkohlen von jii von Zeche Colm!l ka Tiefbau zu 9a jl 1875 für ben $iip 11. irksturnfest zu gr mns-Diener W Der Pariser Vertrag. licklag. ^ützenh^ 1 " . .lümlM 19 r Eabinet (und auch diese Präsu ,, lUW'ten Vermuthungen) verständigt 85 Psg. pr. RaMtt - [j wird, wie im , sowie an khos aus dem^nr! nicht den am wenigsten bedeutungsvollen Theil, schlechthin gestrichen hat, ohne daß es einer der Signatairmächte beigefallen wäre, daraus einen Casus belli abzuleiten. Ueberhaupt ist eine Garantie, bezüglich welcher, wie Lord Derby selbst zugiebt, jede einzelne Macht sich das Recht Vorbehalten hat, die Umstände jeden speciellen Falles zn prüfen, bevor sie die Existenz einer sie bindenden Verpflichtung anerkennt, naturgemäß nicht von besonders dauerhafter Art. Lord Derby hat hierfür selbst einen merkenswerthen Belag geliefert in der Interpretation, welche er der von ihm selbst im Jahre 1868 für England unterzeichneten Neutralität Luxemburgs gegeben. Endlich darf auch nicht übersehen werden, daß in den zwanzig langen Jahren, welche seit 1856 verflossen sind, sich die politische Stellung sowohl Oesterreichs, wie Frankreichs so sehr verändert hat, daß eine vordem geschehene gemeinsame Unterzeichnung jenes Vertrages keineswegs so leicht ein einmüthiges Zusammengehen dieser Mächte in der Gegenwart verbürgt. Darüber wird Lord Derby selber kaum im Zweifel sein. Oesterreich-Ungarns finanzielle, wirthschaftliche und politische Lage fordert die Wahrung des Friedens so dringend, wie dies kaum bet irgend einem andern Staate der Fall ist: die habsburgische Monarchie sieht nirgends einen Preis für kriegerische Actionen winken, sie hat genug mit der Erhaltung und inneren Kräftigung ihres Besitzstandes zu thun, von welchem der eine oder der andere Theil in einem internationalen Krieg immer gefährdet ist. Auch Frankreich ist heute weniger kriegslustig, als je zuvor, und, so zurückhaltend im Allgemeinen seine bisherige Politik während der neuesten Verwickelungen gewesen, so steht es doch außer allem Zweifel, daß es gegenwärtig nur ungerne sich zu irgend einer Action drängen lassen würde. Das wären denn somit die Erwägungen, welche die materielle Bedeutung der für die Signatairmächte aus dem Pariser Tractate fließenden Verpflichtungen auf ihr richtiges und bescheidenes Maß zurückzuführen geeignet sind. Es hat mit diesen Verpflichtungen in der That entsetzlich wenig auf sich. Und wenn die emphatische Berufung auf den Vertrag von 1856, die wir zum Aus- gangspunkre unserer Betrachtung genommen, in irgend einem Organe der englischen Presse — wäre es auch selbst das leitende Blatt, die „Times"-— als Leitartikel prangte, so würden wir in ihr kaum mehr als ein Alles in Allem doch unschuldiges Säbelgeraffel oder eine ziemlich gleichgültige Darlegung sub- jectiver Austastung erkennen. Eine andere Bedeutung aber gewinnt dieselbe Berufung, wenn sie, wie im gegebenen Falle, von dem Minister-Präsidenten selbst an öffentlicher und osficieller Stelle ausgesprochen wird. Sie gewinnt Inhalt und Kraft, weil Lord Derby sie im Oberhause angewendet und damit als einen organischen Theil des Actionsprogramms, welches die britische Regierung in der türkischen Verwickelung zu befolgen Willens ist, offenbart hat. Die Allianz der Westmächte gegen Rußland wieder herzustellen und noch dazu Oesterreich-Ungarn für dieselbe zu gewinnen, mag eine nicht leicht lösliche Aufgabe sein. Aber, wenn dieses weiter gesteckte Ziel sich auch nickt erreichen läßt, so ist England für seinen Theil allein gewillt, sich Rußland auf deffen Wegen in der türkischen Angelegenheit allüberall entgenzustellen. Man scheint in London — und das wäre ein Zeichen staatsmännischer Einsicht — sich bewußt zu sein, daß die central-asiatische Frage, welche für England eine Lebensfrage bildet, untrennbar mit der sog. orientalischen Frage verbunden ist. Der unlösbare Zwiespalt zwischen England und Rußland wird emmal, sei es in Mittelasien, sei es an den beiden Seiten der Dardanellen, ausgekämpft werden. Aber, wenn, worauf neuerdings mehrfach hingewiesen, der moskowitiscke Staat gegenwärtig weder militärisch, noch finanziell im Stande ist,' sich auf weitaussebende kriegerische Unternehmungen gegen Halbwegs ebenbürtige Gegner einzulassen, dann wird uns der internationale Friede gerade durch die energische Gleich nach der Meldung von dem Ministermorde in Konstantinopel ist London eine nicht weniger überraschende und unseres Erachtens jedenfalls sW’ i !“y ron "Dlf!h fe1 ki r I*11# * i< w xkwr * . 4 * * - - i-F ■ vcM4umvi^, die Übrigen Mächte aber völlig igno- M p durch den einfachen Act einseitiger Erklärung den auf die Neutrali- y ‘ Schwarzen Meeres bezüglichen Theil des Pariser Tractates, gewiß ! ö1 lü wie so trägt der Ministermord in Stambul immer nur einen, wie l möchten, localen Charakter. Der Schwerpunkt der orientalischen "egt, was oft genug hervorgehoben, außerhalb der Türkei, in den Be- gesM Mgen der europäischen Großmächte. Und da erzwingen sich denn die neue- ' Erklärungen, welche der Staatssecretär des Aeußern, Lord Derby, im bri- G« Oberhause, also mit dem vollen Willen und Bewußtsein der höchsten 4 Wtlichkeit, abgegeben, eine außerordentliche Aufmerksamkeit. England, L dreich und Frankreich — so wird die Stellung des britischen Cabinets zu .Wentalischen Frage präcisirt — haben sich durch den Pariser Vertrag von verpflichtet, sowohl gemeinschaftlich, als auch jede Regierung für sich, / . I Abhängigkeit und Integrität des ottomantschen Reiches zu garantiren. Jiienoit 2 des Vertrages sei ausgesprochen, daß jede Verletzung der Vertrags- 91 Mnuingen als Casus belli angesehen werden würde und daß die Mächte LE"uverzüglich mit der Pforte zu Rathe gehen würden über die nöthigen ■' um den Vertrag unverletzt und unmodificirt aufrecht zu erhalten. Es >"ler gewiffen Umständen die Pflicht der Mächte zu interveniren. Der N lege zwar keiner der Signatairmächte die Verpflichtung auf, zwischen -k Bfoite und ihren Vasallen-Staaten zu interveniren, aber er garantire un- die Integrität der Türkei gegen Angriffe von Außen her. ■ Damit ist nun an sich nichts Neues mitgetheilt. Was Lord Derby aus pariser Vertrage mitgetheilt, war seit zwanzig Jahren weltbekannt und Em Staatsrechtscompendien zu lesen. Das formelle Recht stand geschrie- Ubtt es darf hinzugefügt werden, daß man ihm nur eine sehr beschränkte ^i'llr Tragweite beimaß und in solcher Auffaffung durch die Geschichte der ^letzten Decennien nur bestärkt werden konnte. Es ist unvergessen, daß im Winter 1870 auf 187 i Rußland, nachdem es sich einzig mit dem Cabinet (und auch diese Präsumtion beruht nur auf wenngleich wohl- ijr bleiben. (E ® cu,c »vcniyti uoerrascyenve uno unseres isracyrens jedensalls NUSfcyUff. Misch viel bedeutsamere Mittheilung gekommen; es ist dies die Erklärung Lord im englischen Oberhause. Wir sprechen damit dem blutigen Vorgänge in r türkischen Hauptstadt nicht jede politische Tragweite ab. In dem neuen Cabinet Will Morte bildeten Midhat Pascha und Huffein Avni Pascha ja die schroffsten ’ Wsütze; jener ist der Repräsentant des Jungtürkenthums, Avni Pascha dagegew ^i das Haupt der alttürkischen Partei. Dieser Gegensatz ist durch die wohl- -(tTäü§teT Weis- mrten Revolverschüffe des Circassiers Hassan ausgeglichen. Die Jungtürken j.jiM vor Al 6in jetzt die Alleinherrschaft und es bleibt sich politisch hierbei ziemlich gleich- Vuub W in ' ^8' ob Ue Softabewegung sich ebenso blutig, wie begonnen, fortgesetzt hat, 11 oder die osficielle Lesart von einem Act der Privatrache irgend welche Be- rooellen und M ! ^ung besitzt. Jedenfalls ist Midhat Pascha jetzt seines letzten ebenbürtigen W^ers entledigt und hat freie Hand, seine Reformbestrebungen zu verwirk- . (tnQlf 25 Pf W. Ob die Experimente an dem spröden und morschen Materral gelingen, cTßeht allerdings auf einer anderen Seite. Unmöglich ist es nicht, daß nut ' /vxtS einflußreichsten Alttürken, der, soweit die finanziellen Mittel es c Trenn flnuinreMetal, stets wider die Insurgenten die Waffengewalt bis aufs Aeußerste S'iderke, eine schwächere Politik der Pforte gegen die Aufständischen beginnt, firtwbitioit ,cHinblick auf das schlagbereite Serbien für die Türkei erst recht ge- onttnch vecm ^^ll ausschaut. ' ' » Haltung Englands, welche eben in der Derby'schen Berufung einen neuen Ausdruck gefunden hat, am sichersten erhalten werden. Darmstadt, 19. Juni. In der heutigen 17. Sitzung der zweiten Kammer der Stände wurde zunächst der Antrag des Ausschusses zu dem Antrag des Abgeordneten Hirschhorn, den Erlaß einer Instruction zu dem Gesetz über die Zusammenlegung der Grundstücke vom 8- August 1871 betreffend Gr- Staatsregierung zu ersuchen, auf beschleunigten Erlaß einer Instruktion zu dem Gesetz vom 18. August 1871 baldaeneiateft Bedacht zu nehmen, einstimmig ohne Debatte angenommen. Sodann trat die Kammer in die Berathung der zu Hauptabtheilung X., X. Gerichtshöfe vom Ausschuß an die Gr. Regierung zu richten beantragten Ersuchen. Der Antrag a. und ba wurde gegen 3 Stimmen angenommen; — die Anträge bß. einstimmig, by. 8 gegen 3 Stimmen, b8. einstimmig abgelehnt; das Ersuchen unter bs. einftlmmig nach einer Erklärung des Mtnisterialpräsidenten Kempff für erledigt erklärt- Der Ausschuß- antrag zu B. Stadt- und Landgerichte wurde einstimmig angenommen, ebenso der Ausschußantrag unter 1) zu C. BisitationScommission für Stadt- und Landgerichte, der Ausschußantrag unter 2) gegen 5 Stimmen angenommen. Die Ausschuß-Anträge zu D.: Friedensgerichte, Handels-, Polizei- und Rheim schisffahrts-Gerichte; 3) Reisekosten, Diäten und Remunerationen; 4) Kosten der Standes buchfÜhrung; 5) Crtminalkosten; 6) Centralbauwesen im Ressort des Ministeriums der Justiz — wurden einstimmig angenommen und iämmtltche in den Voranschlag aufgenommene Beträge, abzüglich von 1898 M. in Pos. 6, bewilligt. Es folgte sodann die Berathung über den von der Majorität des Ausschusses zu Pos. 4 B.: Polytechnikum der Hauptabtheilung IX., Geschäftszweig des Ministeriums des Innern, gestellten Antrag: das Ersuchen an die Regierung zu stellen, zu erwägen, wie der die Steuer- kräste des Landes naturgemäß in immer wachsendem Maße belastenve Aufwand für die beiden Hochschulen (Universität und Polytechnikum) vermindert werden kann, nöthigensalltz selbst durch Aushebung des Polytechnikums. Nachdem mehrere Redner gegen diesen Antrag gesprochen hatten, wurde die Debatte abgebrochen und schloß der Präsident die Sitzung. Nächste Sitzung Dienstag den 20., Vormittags 9 Uhr. , . o . . s , , . Darmstadt, 20. Juni. Die zweite Kammer der Landstande fuhr heute in der Debatte über das „Polytechnikum" fort. An der außerordentlich lebhaften Dis- kufsion bethetligten sich der Ministerpräsident Frhr. von Starck, Exc-, Ministerialrath Knorr, die Abgg. Schröder, Dumont, WolsSkehl, Hirschhorn, List, Heidenreich, Maurer, Kugter, Frhr. v. Rabenau, Osann, Welcker, Pfannstiel und Theobald- Schließlich wurde der Antrag des Ausschusses, das Ersuchen an die Regierung zu richten, die Ausgaben für die beiden Hochschulen zu vermindern, angenommen, jedoch der Zu- satz „nötigenfalls d urch Aufhebung des Polytechnikums" in namentlicher Abstimmung mit 29 gegen 18 Stimmen abgelehnt- Die Forderung der Regierung wird gegen 12 Stimmen ebenfalls abgelehnt, dagegen der Antrag der Minorität des Ausschuffes mit 24 gegen 23 Stimmen angenommen. Darmstadt. 19. Juni. Unsere sonst so stille Residenz ist heute durch eine etwa 200 Männer starke Schaar aus den Orten des unteren Rieds, voran das unglückliche Astheim, etwas aufgeregt. Heute Nacht hat der Rhein wieder einen so hohen Wasserstand erreicht, daß sowohl die Auen vor Gins- cheim und Astheim, als auch diese Gemarkungen, in denen die Felder zum dritten Male eingesäet werden mußten, schwer bedroht sind. Diese nachtheilige Lage wird für Astheim namentlich durch die immer verschobene Errichtung von ausreichenden Schutz-Dämmen auf den dort gelegenen Domanial Gütern verursacht. Das Verlangen der der Verarmung entgegengehenden Leute ist sowohl aus Hülfe als auf Ueberlaffung dieser Guter unter irgend einer Form gerichtet, die ihnen gestattet, die ewige Waffergefahr zu bewältigen. Ihrem Verlangen , dem Ministerium ihr Anliegen vorzutragen, wird heute Nachmittag entsprochen werden. Darmstadt, 20. Juni. Die Nr. 31 des Großherzoglichen Regierungsblatts enthält die Rechnungs-Ablage über die Verwendung der für das Jahr 1873 in dem Großherzogthum Hessen ausgeschriebenen Brandentschädigungs- Beiträge. Berlitt, 19. Juni. Auch die deutsche Regierung sollte, wie 1873 die amerikanische, unangenehme Erfahrungen mit ihrer Ausstellungs-Commission machen. Wie die „Voss. Ztg." hört, hat der deutsche Gesandte in Washington, Dr. v. Schlözer, dieser Tage ein Telegramm an das auswärtige Amt gerich tet, in welchem derselbe bittet, die Ansstellungs-Commissare Lankenau, Consul Meyer und Gemak ihrer Function zu entheben und an ihre Selle Professor Reuleaux, den rühmlich bekannten Director der Berliner Gewerbe-Akademie, zum alleinigen officiellen Vertreter der deutschen Ausstellung zu ernennen. Vorläufig ist die Enthebung noch nicht erfolgt, sondern die Regierung ersuchte den Gesandten vorerst um nähere Bekanntgebung der gegen die Betreffenden vorliegenden Beschwerden. — Auf Grund des Art. 6 der Verfassung ist der Präsident des Reichs- kanzleramts, Staats-Minister Hofmann, an Stelle des aus dem Reichsdienste geschiedenen Präsidenten des Reichskanzleramts, Staats-Ministers Dr. Delbrück, vom Kaisertum Bevollmächtigten zum Bundesrath ernannt worden. Berlin, 19. Juni. Das Herrenhaus nahm die Gesetzvorlage über die Geschäftssprache der Beamten unverändert an und beschloß, die Berathung des Synagogen-Gesetzes durch Plenar-Berathung zu erledigen. — Das Abgeordnetenhaus genehmigte nach längerer Berathung den Gesetz-Entwurf über die Ser- vituten-Ablösung in Schleswig-Holstein mit unwesentlichen Abänderungen in zweiter Lesung. — Morgen tagen beide Häuser abermals. Berlin, 20. Juni. Die Regierung hat dem Abzeordnetenhause den Gesetz-Entwurf, betr. die Uebernabme des Betriebes der Berlin-Dresdener Eiienbchn durch den Staat, zustellen lassen. Danach zahlt die Regierung, analog dem Verfahren bei der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn, die schwebende Schuld zurück, wogegen Prioritäten ausgegeben werden, und erwirbt nach 15 Jahren das Ankaufsrecht nach Maßgabe des erzielten Reinertrages. Berlin, 20. Juni. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Lesung den Gesetz-Entwurf, betr. die Umzugskosten der Staatsbeamten, in erster und zweiter Lesung den Gesetz-Entwurf, betr. die Reisekosten und Diäten der Abgeordneten, und erledigte die Berichte der Budget-Commission über die Staats- schulden-Verwaltung im Jahre 1874. Das Ansiedelungs-Gesetz wurde in der Faffung des Herrenhauses genehmigt. Das Nothstands-Gesetz zum Besten der Ueberschwemmten wurde in erster und zweiter Lesung genehmigt; dabei wurde die in der Vorlage für fluthbeschädigte Einzelpersonen oder Gemeinden, ohne Verpflichtung zur Rückzahlung, bestimmte halbe Million auf eine ganze Million erhöht. Der Gesetz-Entwurf über den dem Kron-Fideicommiß aus den Einnahmen der Herrschaft Schwedt zukommenden Ersatz geht an die Budget- Eommission. Berlin, 20. Juni. Das Herrenhaus erledigte in der heutigen Sitzung eine Reihe kleinerer Gesetz-Vorlagen und die erste Berathung des Synagogen- Gesetzes. Von letzterem wurde nur § 6 bezüglich der Leistungen für Begräb- nißplätze und Schulen wesentlich abgeändert. Dänemark. Kopenhagen, 20. Juni. Die Majorität der mit Vorberathum-. t-r Wahlvorlage beauftragten Commission hat beschlossen, in der nächsten Doaiw- stag stattfindenden Sitzung des Folkething die Erledigung der Vorlage M Uebergang zur Tagesordnung zu beantragen. Damit wird der, bezügliche z» trag der Linken in der vorigen Session, welcher die Auflösung heroeisührte, verholt. Zugleich hat die Linke ein Mißtrauens-Votum gegen das (Sabine eingebracht. Arankreich. Paris, 19. Juni. Die Deputirten-Kammer wird morgen über Wahl des Rittmeisters Mun verhandeln; Mun, Gambetta und CassaM sollen sprechen. , Rußland. Petersburg, 19. Juni. Der Zustand des vor längerer Zeit erfrtd. teil Herzogs Georg von Mecklenburg-Strelih (Bruders des regierenden Orcj Herzogs) ist jetzt ein sehr Besorgniß erregender- Türkei. Konstantinopel, 19. Juni. Die hier erscheinende Zeitung „Co§, d'Onent" ist wegen eines.Artikels gegen den verstorbenen Kriegs-Much Hussein Avni Pascha suspenvirt worden. Der vor einiger Zeit suspench „Levant Herald" wird vom 14. Juli au wieder erscheinen. ____________ Lokal-Notiz. Gicficn, 21. Juni. Gestern Mittag gerieth der Zapsjunge einer Bierwirthschast beim Baden in Lebensgesabr. Derselbe hatte sich, ohne im SchnviM sehr geübt zu sein, ins Tiefe gewagt- Plötzlich verließen ihn die Kräfte, und eis«! unter. Rechtzeitig bemerkten dies einige äiiner und schwammen der Stelle zu, n Der junge Mensch verschwunden war, und nach mehrmaligem Tauchen gelang hu Kaufmann E- Pi stör jun., denselben zu fassen und herausmziehen. D. — ----- - ■ —■ ■ - ------------- ——-------- " ■ - B e r M t f 6) t e s. Der Harem des Sultans. Die Verhältnisse der Türkei beschäftigten in den l-gue Wochen in so hohem Grade das lesende Publikum, daß man mit besonderem Interesse iw Ausführungen folgt, welche neue Aufschlüsse über das sociale und politische Leben im osmanW Reiche bieten. Wir haben zu wiederholten malen der Artikel Erwähnung gethan, welche Ha Eschbach im „Economiste Francais" über den Haushalt des Sultans erscheinen läßt, jn te letzten Nummern dieses Blattes versucht der genannte Verfasser, ein Bilo der Zustände in» türkischen Harems zu entwerfen und manche unrichtige Anschauung, die hierüber im europäim Publikum kursirt, zu berichtigen. Vor Allem kennzeichnet er die Harems als Jnstitutioncn^ auf dem Begriffe der Sclaverei basirt sind. Trotzdem man in Europa die Sklaverei In» für abgeschafft erklärt hat, läßt man sic hier ganz ruhig fortbestehen und die fremden BotschM unter deren Augen dieser Sclavenmarkt etablirt ist, lassen ihn ruhig gewähren. Jede gröM türkische Familie besitzt eine Anzahl Sclaven, zumeist Kinder circassischer Familien, die von ibro| eigenen Eltern verkauft werden. Freilich finde: kein öffentlicher Sclavenmarkt statt, aber mJ kennt jene Häuser in Tope-Hane und Stambul genau, wo dieser Menschenhandel durch Wcib« die als Unterhändler dienen, betrieben wird. Die Bestimmung dieser armen, verkauften Geschoß ist verschieden: die häßlichen werden als Dienerinnen in den Harems verwendet; die schön erhalten einigen Unterricht int Singen und Tanzen, selbst einigen Unterweisungen im Lesen ti Schreiben. Die Schönsten werden dem Sultan zum Geschenke angeboten, die Anderen an reif Türken verkauft und der Kaufpreis beläuft sich manchmal bis auf 20,000 Frcs. Es M Täuschung, an eine Poesie des Harems zu glauben; in manchen Häusern werden die Bewai 2983) Forderungen Christian Becker vo zMahmc von ?nb binnen 4 Wochen M bei Regelung rüMigt werden. tien, den 31. Grohherzogl'ches w I v- d- Hofma Landger.-A MvM dm W. d-1 sollen im GGWmr im Btrivallunz am R B. Singer »«Mr Submisstonsivege veü zwar: 1) um 9 Uhr, Lieser rüst,M Schemeln mit Brettsitz und 2) um w Mr Ansul die Feuerungs-ss biesigen Babnho Gacnison-Anstal 3) um ‘/jll Uhr Lie pro 1877. Die bezüglichen B oben bezeichneten Ge sicht aus. Gießen, den 19. Ii WlbttMliät (Sc UKSNNtlV D^^iiae nicht im im Mona hadern i® ^jeUern t » b? r- 9=f6ie Müt an le . $or linbsffi£ Steuere »•gj er bei seinem Regierungsantritte that, war, daß er die Üeberführung der Frauen Abdul schid's in das alte Serail verfügt und seinen eigenen Harem in Dolmabagdsche installirti. sogar eine zeitlang behaupten, derselbe hätte den Harem ganz aufgelassen. Das Einzig!, « der Frauen Abdul $ hatte 4 Frauen; diese Frauen hören auf, Selavinnen zu fein, und es bestehen für fit besondere Vorschriften. Sie haben den Rang wirklicher Gemahlinnen und genießen Prärogative; dennoch verbindet sie nicht der röligiöse Act der Trauung (Nikia), welcher hcii bei den Muselmanen begründet, mit dem Sultan. Concubinen kann der Sultan wählen ß er will. Die Sultanin Valide, die Mutter des Sultans, war eine Sclavin. Sie besas ci gewissen Einfluß auf die Entscheidung ihres Sohnes. Im Harem regierte sie absolr ordnete auch nach Außen das Verhalten der türkischen Unterthanen. Zu wiederholtem- erließ sie Verordnungen über die Dichtigkeit der Stoffe für die Schleier, verbot das Tragri» Sticfelchen nach europäischem Muster, das Zufußgehen in den Straßen von Pera, das bleiben vor den Auslagkasten der europäischen Kaufleute u. s. w. Dennoch wußten die^türi':! Frauen die Verordnungen der Sultanin Valide ebensogut zu umgehen, wie es ihre Männer beider Jrades des Sultans thaten. Die Auslagen für den Harem des Sultans haben beiiw abgenommen, seit alle Großen des Reiches bemüht waren, dem Großherrn schöne Sclait i zuzusenden. Dieselben wurden nach einer gewissen Methode gruppenweise im Paläste vetl > Es gibt da Gruppen von Sängerinnen, Tänzerinnen, Kammermädchen und einfachen Dienem'! Die Eunuchen für den Harem des Sultans liefert der Vicekönig von Aegypten, der sic in 'W‘ zu ihrem Dienste heranziehen läßt. Die vier Frauen des Sultans kosteten jährlich 44^ »« t r rinnen des Harems sehr hart behandelt; in anderen erfahren sie eine glimpflichere Behaudl« man beschenkt sie mit Schmuckgegenständen und Geld. Vor allem Anderen aber blcibtej Selavinnen. Sie haben keinen Sinn für Moral, kein Gefühl für persönliche Würde, allch bösen Eigenschaften werden überdies durch ihre Abgeschlossenheit erhöht. Was eie erwÄÄ Frauen betrifft, so hat man denselben nach und nach mehr Freiheit gestattet; sie haben ihre klö fame Tracht abgelegt und toileltiren sich alla franca. Auch die Rolle der Eunuchen Hal is etwas geändert, da dieselben aus gefühllosen Wächtern zu gefälligen Untergebenen geworden ii so daß die Chronik galanter Abenteuer in Stambul manches pikante Ereiguiß zu verzeichnen M Neben diesem freiheitlichen Fortschritt nach Außen besteht aber die innere Einrichtung im H fort und die Fenster desselben bleiben vergittert, die Räume selbst von Sclaven und Evmif bewacht. Ein Hauptirrthum, der in Europa überall Eingang fand, war die verbreitete 9Xeim einer erfolgten Reform im Harem durch den nun verstorbenen Sultan Abdul Aziz. Man ne! > -M) Nellag ben 23 Vormittag Hollen auf dem hiesig, ■ fteigert weiden: 1) Cementlieserung, i 2) Maurerarbeit, 3) Steinhauerarbeit, ■ Schlosserarbeit, J) Pflastererarbeit, v) Erdauffüllung, » Men, den 20. Jun ^whherzogliche Büro V. d WNH. Ke ---------Beigeord, HWüs-Vei SZLL HK: 'LL-L : 8JJ-Ä *b«t. btr Pm, Franes, zu ihrer Bedienung wurden 310 Sclaven gehalten. Die Sclavenzahl im Harem woi eine viel größere; da gab es einen ersten Chef der Eunuchen mit einem Jahresgehalr * 110,400 Francs, einem ersten Kämmerer gleichfalls ein Eunuche, mit 82,000 Francs Cc-"1 40 Sclaven zur Bedienung des Sultans, 70 schwarze Eunuchen, 14 Eunuchen Mussaib, den Verkehr zwischen dem Sultan und seinen Frauen vermittelten. In ähnlichem Vertin war die Zahl der Sclaven für den Harem der Kinder des Sultans. Im Ganzen zählt mir! Harem 712 Sclaven und 148 Eunuchen; sie alle tragen elegante Costümc und man bete 4 daß sie eine Auslage von 395,600 Francs im Jahre verursachen. Außerdem erhalten u deutende Geschenke, namentlich am Bairamfeste. Der für den Ankauf von Sclaven jl'^ ausgeworfene Betrag beläuft sich auf 529,000 Francs. Eine geradezu colossale Rubrik in^ des Harems bildet die für den Einkauf von Juwelen, Gemälden, Porzellan, Kunstgegcncaci flf uno anderen Nippes eingestellte Summe; dieselbe beträgt 7,590 000 Francs. Die btn 2 auslagen für den Harem betrugen bisher 13,541,132 Francs jährlich. Für Pensionen mü -1 Ml baUj.r.^ 8 nagen an die Prinzen und Prinzessinnen des kaiserlichen Hauses hatte Abdul Aziz die Su'» MensMaV^üe e von 4,940,000 Francs bestimmt. Davon erhielt Prinz Murad Effendi, der gegenwärtige Sui: ■ 12,000 Francs. Bekanntlich war derselbe gezwungen, in voller Zurückgezogenheit zu M ®>. Oen m. t Die Kinder Abdul Medschids sahen den Sultan nur am Bairamfeste, sie besaßen weder V(l .,,UIHCn noch Rang. Abdul Aziz hinterließ vier Söhne und eine Tochter. Sein ältester Sohn, NU-ik Mg iff Jzzeddin Efendi, ist heute 19, fein jüngstes Kind, die Salihe, 4 Jahre alt. -8e flürfi m . er Newyork, 17- Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdami'fv des Nordd- Lloyd Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, welches am 3. Juni oonJpT(1£ und am 6. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute W rc" i[« 2O.X®tu"6er ui vmii . Uhr MM-s wohlbehalten hier angekommen. v * Baltimore, 16. Juni. DaS Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Bra^ schweig, Capt- C- Undütsch, welches am 31. Mai von Bremen und am 3- Ium >" Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. W Ausführung, bei (880 Uhr, öffentlich. Th. Brück, Kanzleiberg B- 1. (3279 Weg nach (Großen Buseck (3290 1Emil JFischbach 1379) (3252 Paffend zu Geschenken Rmtr. in zu 5 Gießen, am 21. Juni 1876. • (3292 anerkannt, empfiehlt •J« am Kreur. 3293) (3283 Großberzoglicke Garnison-Verwaltung. 3276) sollen versteigert werden: Georg Petri, Seltersweg 3244) veranschl. zu 1876- Alle Sorten Delsarden, dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend Fussboden - Anstrich (3001 (3248 3280 (3214 Actien-Brauerei Gießen. qute Leistung und dauerhaftes Material. (3069 Illustrirte Cataloge versenden wir auf Anfragen gratis und franco. von und 16 40 27,5 154 8 225 290 6070 409 werden können. Gießen, am 19. Juni 1876. 4—16Mtr. 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Mts., Vormittags 9 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause 1) Cementlieferung, 2) Maurerarbeit, 3) Steinhauerarbeit, 4) Schlosserarbeit, 5j Pflastererarbeit, 6) ErdauMllung, Petersburger Möbellack, Eisenlack, Seccatif, Leinölfirnis j?ilet - Unterkleider >ius Seide und Baumwolle von Carl Mez & Söhne, Freiburg im Breisgau, deren Güte und Vorzüglichkeit vielseitig Gießen, Mäusbnrq D. 9. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weissen und farbigen Hemden, für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Halsbinden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, in Socken, Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin-, Zwirn- und Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten-Knöpfen rc.(2312 10 Kiefern-Stangtn „ 1,10 „ Die Zusammenkunft ist an der Wirthschaft des Philipp Leib im Philosophcnwald. Holzversteigermig im Giessener Stadtwalde. Montag den 26. Juni 1875, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Di- strict Pbilosophcnwald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: eine Treppe hoch. Frau EicheNllM^Marktstraße 205. (3150 Weaazel« Wim. Balser, am Lindenplatz. Fussboden-Lack, Damarlack, Copallack, empfiehlt in besten Qualitäten die Material- und Neue Matjes-Häringe empfiehlt 2742) Emil Fischbach. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (881 Th. B r ü ck, Kanzleiberg B 1- 7 öfitnna l ebenen flni*er Zeit einen. p Bekanntmachung. Atontag den 26. d. M-, Vormittags, fallen im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung am Nahrungsberg bei I. N. Singer verschiedene Lieferungen rc. im Submissionswege verdungen werden, und -war: 1) um 9 Uhr. Lieferung von 1 Stiefelgerüst, 200 Schemeln ohne Lehne,30 Stühlen mit Brettsitz und 5 Unteroffiziertischen, 2) um 10 Ubr Anfuhr der Steinkohlen für die Feuerungs-Periode 1876/77 vom hiesigen Babnhofe nach verschiedenen Garnison-Anstalten, 3) um V2II Uhr Lieferung des Zündbolzes pro 1877. Die bezüglichen Bedingungen liegen im öden bezeichneten Geschäftszimmer zur Ein- Aeilgcvotenes. 3268) Die H.u - und Grummet-Ernte von V2 Morgen Wiese zu verkaufen bei E N 0 l l, Löwengasse. .fiiljfioilffUlnllrirtj. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccativ, zum Einölen, Oelfarbe, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt 1214) Emil Fischbach Portefeuille Waaren empfehlende Erinnerung. (2142 Besonders machen auf eine schöne Auswahl in Leder-Damengürteln sehr billigen Preisen aufmerksam. Moritz Gregari & So)n. 3262) Das Gras in meinem Garten ist 4U verkaufen, auch können alle A.ten Gemüsepflanzen billig abgegeben werden. ________ C. Rahn. 3233) Ein gutes Pferd steht bei uns zu verkaufen Ge0rai & Kl 1 ngsp0r. Heugrasversteigerimg. Montag den 26. l. M-, Morgens von 8 Uhr an, soll das Heugras von den hiesigen Gemeinde- wfistn an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist in der Leimenkaute am Gießen, den 20. Juni Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2695) Wegen Geschäftsaufgabe verknuse meine Weinvorrathe als: Weiß- und Rothwerne, Tokayer, Bordeaux rc. zu herabgesetzten Preisen. Ehristian Frech. Verkauf von Petroleum Koch-Beftn inb wieder in schöner Auswahl fertig und empfehle ich solche unter Garantie 10 Procent billiger wie seither. (3232 Gustav Hühl, Spengler, Neustadt. ' bti «g'-tt»!, ;, * Sapiiunge einn: *ld), ohne im bit Kräfte, uni ®ümmen der Stellt, buchen gelang 1 ^uneben. i. Grasversteigerung. Montag den 26. d. M-, Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das dießjährige Heugras von den dem MarienstiftLich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober; und Nieder-Bessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. . Lich, den 20. Juni 1876. (3281 Winhe i m. Heugras-Versteigerung. Das diesjährige Heugras von den Gar- benteicher Gemeindewiesen soll Montag den 26. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, zur Versteigerung kommen. Der Anfang ist zur befiimmt'N Stunde auf der Weidwiese zu Erbach, am Vicinalweg von Garbenteich nach Watzenborn. Fortsetzung der Versteigerung im Kettergrund. Garbenteich, am 19. Juni 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Garbenteich. 3253)Schwarz. Heugras-Versteigerung. Samstag den 24. Juni, Nachmittags 3 Uhr, soll das Heugra» von mehreren Wiesen zu meßen und Klein-Linden versteigert werden. ®w) F. Lampus. Minerva - Hütte, A. Grimmei & Comp. Fabrik landwirthschaftl. Maschinen u. Eisengießerei in Haiger, Prov. Nassau. Fabrikations-Specialität: Drrsch- u. Hsckselmaschiimi für Hand- und Gopeldetrieb empfehlen ferner für kommende Saison: Dampf-Dreschmaschinen, Mähmaschinen, Heuwende Maschinen, Heu- Rechen bewährtesten englischen und amerikanischen Fabrikates. Drill.(Täe)-Maschinen, Unkraut-Auslese-Maschinen unter Garantie für Oeffmtliche Aufforderung. 2983) Forderungen an den Nachlaß des Christian Becker von Mainzlar — mit Ausnahme von Hypothekforderungen — sind binnen 4 Wochen anzumelden, sollen solche bei Regelung des Nachlasses berücksichtigt werden. Gießen, den 31. Mai 1876. Großherzogliches Landgericht Gießen. I. B. d. D.: Hofmann, Landger.-Assessor. Vellfedern und Daunen, Barchent, Zwillch und Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Donnerstag den 22. Juni, Abends 6 Uhr, soll das Heugras von der, der Neustädter Schäferei - Gesellschaft gehörenden 1993 m Klafter haltenden Wiese auf der kleinen Waide, in der Puloermühle versteigert ibn von Selben whj n:, iror bie vnlML. SchwaHbefimer Wasser per Krug 20 Pfg (Krug retour 10 Pfg.) empfiehlt (3110 Emil Fischhach. Farbwsarkn-Handlung von Cg. Wilh. ll eidig. Markt 8. Mein Lager von RÜHMÄschiUttt (Original Singer) sowie von Bindfaden ti. Leilerwanren befindet sich nun in meinem Hause äci beschäftigten inbi: j| mit befonbcreiii ^niti-Ig politische Leben im cjjj avähnung getban, ttdito Itonö erscheinen löit W ein Bild der ZusiM 81 ng, die hierüber im . als MlMM i Europa Die Sdonr ■ 'cn und tieftcMiiEr:A ruhig gewähren, Ä" issiilher Familien, bit .1 - Sdarcnmarft jlati. .i» Menschenhandel b^M ein armen, vttkausD^HI arems verwendet;: Untemcijungen im »r! ydwen, die Nndem -e« auf 20,000 M. felg Säufern werde» d/e | ne glimpflichere ÄchM im Änderen aber bU\hi.| reffvnliche Würde, efigl erhöbt. Was die «iratttt-, sie haben fcjl t der Annchc || len Untergebenen gc«-' » .nie Greigmp zu vemufM :-e innere (hnnditun;-.^ 2603) Mein Lager in Goldleisten, oval-fchwarzen und Messtng-Nahmen, in monsselin, geripptem und farbigem Glafe, sowie die Fabrik-Niederlage der Herren Schmrdt- born # Hahne in Friedrichsthal in weißem Tafelglas, halte bestens empfohlen. Stoff- und Seidenhute zu 1 Mk., 1 Mk. 50 Pfg. und 2 Mk. empfiehlt Faffeleber-Verkauf. Die Gemeinde Ruttershausen verkauft ihren dienstabgängigen Eber, IVi Jahr alt, am Freitag den 23. d. M, Nachmittags 1 Futter-Knochenmehl, gereinigte Knochenasche zur Viehfütterung unter Controle des landwirthschaftlichen Vereins, empfiehlt (2338 L. Müller, auf der Maus bürg- eher Art bringen wir unjer reichhaltiges Lager in ordinären und feinen Holzschnitzereien, Marmor- und Alabasterwaaren, Schmucksachen und liöieigs-BleHSStärke unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt Besondere Bekanntmachungen Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß der Steuerpflichtigen gebracht, daß die Brandversicherungsbeiträge nicht im Monat September, sondern schon im Monat Juli zugleich mit den directen Steuern ic. erhoben roerben. Wie seither — geschieht auch im nächsten Monat an jedem Werktage vom 5. bis incl. 25. und zwar stets Vormittags bis 12 Uhr die gewöhnliche Steuererhebung, wobei auch die fälligen indirecten Abgaben bezahlt iui.’iin i»—- - -, iuigelajjcn. ihrung bei ■ Tobnahagbicbe mF: ' uno es bestehen ff nuhlmntn und 8^ «lE'k: 70®. Eltern, die ihre Kinder im Hebräischen unterrichten lassen wollen, em' pfehle ich mich bestens. Der Erfolg, den ich in Butzbach während 10 Jahren hatte, läßt mich hoffen auch hier zahlreiche Schüler zu finden. Simon Sumlheimer. Näheres jeden Samstag und Sonntag im Hause des Herrn Louis R o t h e n b e r g e r, Neuenweg 193.(3151 Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Rechenschaftsberichte, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig rtbeilt durch den Bevollmächtigten der Anstalt I. P. Müller, £)ru(f; achenverwalter, Neue Bahnhofsstraße. (3215 u % Ausverkauf. Mein Lager in Puh- A- iUiihnuaarrn Verkaufe wegzuashalber um möglichst schnell zu räumen zu Einkaufspreisen aus. Sängerfest! Der Gesang-Verein „CoilCOrdia“ zu Wiefeck feiert Sonntag den 25. Juni sein 22jähriges Stiftungsfest, verbunden mit einem Sängerfest, sowie Musikvorträgen von einem Theil der Marburger Jägermusik. Der Festzug beginnt Mittags 2 Uhr. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein (8291 Der Vorstand. in allen Sorten geschnittenem Bau-, Werk- und Lager-Holz, Bohlen in allen Dimensionen, Stückhölzern, Gerüststangen rc. rc. bestens empfohlen. Unter Zusicherung reellster Bedienung und billigster Preise, bitte ich um geneigten Zuspruch. 2509 Baltiiaser Euler, Ließen, am Hamm. Turnverein. Die Liste zur Einzeichnung für das 6. Bezirksturnfest zu Bad- Nauheim am 25. und 26. Juni liegt beim Vereins-Diener @0(5, sowie jeden Abend in der Turnhalle, offen. Abfahrt nach Bad-Nauheim Sonntag früh 656 Morgens. Gartens! iilile 11. Sessel in gebogenem Holze. Korbwaaren, als: DcffeL Blumentische rc. Die Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt übernimmt: Versicherung steigender Renten; die jährliche, lebenslängliche Rente aus einer ursprünglich 100 st. betragenden vollen Einlage kann bis zu 150 st. anwachsen und wird mit diesem Betrage an mehrere Altersklaffen bereits ausbezahlt. Versicherung von Kapitalien zur Versorgung von Hinterbliebenen, auf den Todesfall zu Ausstattungen u. s. w., sowie von festen Leibrenten. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 31/2 % und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. Die Anstalt gibt Darlehen auf Liegenschaften zu 5 %, sowie auf Werthpapiere. SSV Scbulstrafie R. 17._______ Thürfüllungen, Gartenbänke, Beeteinfaffungen, Grabkreuze in 8 versch. Modellen Grabeinsaffungen, Großes Lager vorzüglicher Gras- u. Fruchtmahmaschinen, Heuwender u. Hem rechen, Häckselmaschinen, Dampf- u. Göpeldreschmafchinen. Auf eine z w e i s p ä n n i g e G ö p e l d r e s ch in a s ch i n e mit Reinigungsvorrichrun/ welche das Getreide fertig in den Sack abliefert, mache besonders aufmerksam' Marburg, im April 1876. (2177 */. O. Ostlicmi. _________________Maschinenfabrik u. Eisengießerei Wenzel s Garten» Donnerstag, Abends 6 Uhr: I. lliiiiiiHiiiiiilx-liiiimi., Krankenunterstüßungs-, Sterbekaße- und WMwcnnntkrslüßungs-Verkin. Aufierordentticbe Generalversammlung. Donnerstag den 6. Juli, Abends präcis S*/2 Uhr, bei Wirth Friedrich Führer. Tagesordnung: Revision der Statuten. 3254) (£tn großes Zimmer mit Zugehör, im Freien, auf Anfang Juli zu vermiethen. Näheres bei der Exped- d. Bltts. i weitere @rWlitftit im i warb brr > ilju brftitigrn, abgtldjr.t. ftcmeckMg ÄMler’§, haft ’ty- Hieraus ward in di i "mm" eingelretrn. Hum JJJ wonach c ' '-ci Polytechnikum auiae' ■”l( darauf hin, datz na zu bewilligenden H {Mitte verspürte, um A ' k^age, welche der Ausl °ui Ä?ufreflunö hier vU ber ^äte der 81 KL”",* -rml” iLrL »Mmn auch die «„al11 «idr'Queni, hfr ; i-'longen, ber ö2al!tntn oerfreiA bunß ' ?Wg d r nur beim bijfcerf? ( pte'g.a i rftexi !|8 : 'l’»Ä net zu vermiethen. F. Holbera, Kirchenplatz. Imiethen. 2655) Tas seither von Frau Advocat Fuhr bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen.________________ u tz i. 3137) Ein Logis bestehend, aus 5 Zins- mern, 2 Mansarden, Küche und Zubehör zu vermiethen bei _________________G. Heß, Neichensand. 3294) Em kleines Familren - Logis ist zu vermiethen und den ersten Juli beziehbar. _________________Wildprethändler E b e l 3284) Der zweite Stock und die halbe Mansarde zu vermiethen und bis zum 1. Juli beziehbar. Näheres bei Flick & K roll. 3286)_______________________ Säulen in allen Dimensionen, Balkongekänder mit Urnen Trcppenstäbe, Fenstervorsätze, Fabrik- und Dachfenster, sowie sämmtliche in's Gießereifach einschlagenven Artikel, liefert die Maschinenfabrik und Eisengießerei 2770) _____Georg; Menzel.__ Hiermit erlaube ich mir, einem verehrlichen Publikum meine nach neuester Construction eingerichtete Dampffchneidemühle ergebenst in Empfehlung zu bringen. Durch dieselbe bin ich in den Stand gesetzt, das Schneiden von Balken, Schwellen, Bohlen, Brettern, Dach- und Spalier-Latten, Zaunpfählen, die Herstellung von Brunnen-Rosten, Ziegel- brettern rc. rc., zu übernehmen und schnellstens auszuführen. Außerdem halte ich mein reichhaltiges Aerrniethungen. 2754) Ein schönes Zimmer, gut möblirt, ist zu vermiethen. Schloßgasse B. 6. 3274) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Thonwaarenhändler Pfeiffer, _____________,________Tiefenweg._____________ 3271) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________ 3261) Zwei möbltrte Zimmer sind zu vermiethen bei C. Rahn. j Die glückliche Geburt eines kräs- | tigen Knaben zeigen Freunden und I Bekannten hiermit erfreut an: (3288 Postmeister Emil Bernhard und Frau, Bttilic geb. Heiiyerling. Treysa, den 20. Juni 1876. _ I 2_____ Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 645, 12, 443, 96. (2540 Siegen 645 12- ü5 Wetzlar 6«, 84Q, 955, 12, 4'3, 7, Vermischte Anzeigen. 565) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Weißzeug, Bettwerk, Antiquitäten, Münzen sowie sonstigen gebrauchten Gegenständen, bei Louis Rothenberger, Neuenweg 193. 3229) Eine tüchtige Köchin gegen hohen Lohn auf sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bltts. 566) Lumpen und Knochen, Werg, Roßhaare, Metalle k. werden gekauft von Louis Rothenberger, Neuenweg 193. L