«9 NE 'uT^äilS u °»miethkn, jy^nünTni ^otmber iu “ btt— (896. Freitag, den SS September »o. m Anzeige- und AnüÄnil für Kn Kreis Gießen. PfeiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlohn. Durch die Post detsogcn vierteljährlich 8 Mark S® Pf. <* Erscheint täglich mit Ausnahme des Mont«gS Expeditionr Schulstrah«, Lit. B. Nr. 18. »mite. JtttfftÜfanb. 1111III* 200 Neuenwez. pCt. höchstens II II II II II II u II 30 60 90 20 50 80 10 40 II II II II II H II II II II II ccffen IKgczm lom 1. Octoie 20V- HVa 8 6Vr 5 4 3Vr 4V2 1 6 2Vr II rt n ii ii if ii ii ii ii über Pfg- II II II II II M II II II II II iten ) Folkert, Riidssm W»g i (iS 499/a pCt., also beinahe gerade erheben sich bis zu einem Thlr. das viel? Darum der Lärm? 2. 70 3. — 6. — 6. — v. Wedekind (Darmstadt) über den Gesetz-Entwurf in Betreff der Gehalte der Volksschullehrer erstatteten Bericht festznstellen. Mainz, 18. Septbr. Die Großh. Regierung hat wegen fortgesetzter Vornahme amtlicher Functionen Seitens des in Castel angestellten Caplans eine zweite Klage gegen den Bischof etngereicht, welcher auf heute vor den Intersnchungs-Richter geladen ist. (Mzr. Journ.) Berlin, 18. Septbr. Im Anschluß an unsere Mittheilung über die gegen die Verfälschung der Lebensmittel gerichtete, erfreulicher Weise immer mehr zunehmende Agitation, schreibt die „Kieler Ztg." : In früheren Jahren ;at man derartige Maßregeln wohl als unzulässig, dem Grundsatz der wirth- chaftlichen Freiheit widersprechend, bezeichnet. Das Beispiel Englands aber, vo die Lehre der wirthschaftlichen Freiheit entstanden und noch heute einstuß- reicher als irgend anderswo ist, kann jenen Jrrthum berichtigen: das Parlament hat dort nachdrücklich, sehr in's Detail gehende Strafbestimmungen gegen die Verfälschung der Nahrungsmittel erlaffen. Die letztere kann von dem Einzelnen nur selten so rechtzeitig entdeckt werden, daß er sich vor Schaden zu hüten vermag; schon daraus folgt die Pflicht des Staates, schützend einzutreten, ganz abgesehen von der nachtheiligen Wirkung, welche die Verfälschung der Nahrungsmittel auf den allgemeinen Gesundheitszustand ausübt. Daß bisherige Gesetzesbestimmungen nicht genügen, bedarf keines Nachweises mehr. Wir können daher jener Agitation nur unsere vollste Unterstützung leihen. — Es wird hier mit aller Bestimmtheit an der einzigen Stelle, welche darüber allein zu urtheilen in der Lage ist, versichert, daß der durch die „France" veröffentlichte Vertrag zwischen Deutschland und Rußland nicht nur an sich auf vollständiger Erfindung beruht, sondern daß auch von solchen oder ähnlichen Dingen, welche seinen Inhalt bilden, niemals die Rede war, noch auch nach Lage der anderweitigen Abmachungen sein konnte. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß eine förmliche amtliche Widerlegung erscheinen wird. Die Mächte sollen einhellig cntschloffen sein, auf Modifikationen der türkischen Forderungen an Serbien hinzuwirken, und es wird eine militärische Pression auch in solchen Kreisen heute nicht für unwahrscheinlich gehalten, in denen man noch vor weni- Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. Mk. — II Es zahlen also 27 . d. M. Hof,. (Mi 1. 1. 1. 2. 2. Nach einer Mittheilung des Großherzoglichen Krcisamtes Alsfeld ist ein der Tollwuth verdächtiger Hund (mittelgroß von Fuchsfarbe mit etwas Hellen Flecken und lanaem Sckweffel nachdem solcher verflossenen Sonntag in Wäldershausen bei Homberg ein Mädchen gebißen, über Büßfcld nach Weitershain hin gelaufen. ~ , 6 cknbem wir dieses mit der dringenden Mahnung zur Vorsicht zur Kenntniß des Publikums bringen, verordnen wir zugleich auf Grund des 9.tt 26 Poliz S">r -Gesetze/ daß in den Gemeinden Weitershain, Rüddingshausen, Londorf, Kesselbach, Odenhausen, Geilshausen, Lumda, Beltershain und Stangenrod> bis auf Wnteres sämmttiche Hunde in den Hofraithen in sicherer Verwahrung zu halten sind. Ausnahmen sind nur gestattet, wenn Hunde mit einem das Beißen vollständig verhindernden Maulkorb versehen sind. 259 unb 260 Polizeistraf-Gesitzes hingewiesen, wonach der Polizetverwaltungsbehörde alsbald Anzeige zu machen ist, wenn bei einem ftunbe Anzeigen der Tollwuth beobachtet werden oder ein Hund von einem der Tollwuth verdächtigen Hunde gebissen worden ist. $ Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der oben ginannten Gemeinden haben diese Bekanntmachung sofort auch durch die Schelle zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und deren strenge Befolgung zu überwachen. Gießen, den 20. September 1876. gen Z^gen daran zu glauben nicht geneigt war. Berlin, 19. Septbr. Nach Beschluß des Bundesraths soll 1877 eine statistische Aufnahme der Viehhaltung und landwirthschaftlichen Bodenbenutzung stattfinden. Die preußische Staatsregierung ist aber der Ueberzcugung, daß die Ermittelung in erster Reihe den Localbehörden zufallen würde und findet cs zur Zeit für bedenklich, dieselben zu diesem Zweck in Anspruch zu nehmen, da ihre Thättgkeit gegenwärtig und in nächster Zukunft durch wichtige Angelegenheiten absorbirt wird. Uebrigens hat eine Ermittelung der Viehhaltung erst 1873 stattgefunden. Die preußische Staatsregierung hat daher beim Bundesrath den Antrag gestellt, von der Ermittelung der Viehhaltung bis auf Weiteres Abstand zu nehmen, die Ermittelung der Bodenbenutzung aber bis zum Jahre 1878 aus- zusetzen und zugleich zu erwägen, ob das für die Ermittelung zu benutzende Formular nicht zu vereinfachen wäre. Auch die bayerische Negierung hält eine Ermittelung der Viehhaltung augenblicklich für unthnnlich und hat beantragt, dieselbe hinauszuschieben. — Wie der „Pos. Ztg." aus Kalisch geschrieben wird, ist unter der polnischen Bevölkerung in Russisch-Polen zu Gunsten der durch die Maigesetze betroffenen und ausgewiesenen katholischen Geistlichen der Provinz Posen eine Gcldsammlung veranstaltet worden. Die russische Regierung hat jedoch diese Summe, die nach Posen abgeschickt werden sollte, einfach confiscirt. Gotha, 18. Septbr. In der Sitzung der Stadtverordneten vom 13. d. Mts. ist der einstimmige Beschluß gefaßt worden, durch Polizei-Verordnung und Nachtrag zur städtischen Friedhof-Ordnung die Leichen-Verbrennnug fakultativ im Stadtbezirke einzuführen. Stuttgart,, 19- Septbr. Der König ist heute von Friedrichshafen hier eingctroffen. Aus Oberhessen. Eine Anzahl von Localblättern brachte neulich eine Berechnung darüber, wie hoch in einer wohlhabenden Landgemeinde die Kirchensteuer sich für die einzelnen Steuerzahler belaufe, woraus sich ergab, daß für die allergrößte Mehrzahl die Anforderung wirklich eine sehr geringe^ ist. Wir sind in den Stand gesetzt, jener Berechnung eine ähnliche an die Seite zu stellen, welcher die Communalsteuerliste eines Städtchens (mit Gerichtssitz) zu Grunde liegt, der Name thut nichts zur Sache. Es gibt dort unter den ~ der Liste Übliche ftenhl • kann bis zu IN Altersklassen bl (erblichenen, au) ii £eibrenten. unb 0, sowie aus S jjechenfiW* »Müsse bew jüller, Drucks« die Hälfte, steht unter 90 Pfg., nur 9^ pCt. und mehr. Man kann wirklich fragen: Js Den Herren aber, bei welchen es nachgerade rum stehenden Artikel geworden zu sein scheint, die Synode und das Kirchen- regiment in Hessen anzuklagen, daß sie durch unmäßige Forderungen den gerechten Unwillen des Volkes herausgefordert hätte«, möchten wir das Studium obiger Ziffern ernstlich empfehlen. So auch dem Berichterstatter des Hecdel- berger Protestantentages über die Kirchensteuerfrage, Herrn Oberstaatsanwal Kiefer. Sein Vortrag verkündigt mit dem in Protestantenvereinsreden nicht ungewöhnlichen idealen, etwa- phrasenhaften Optimismus viel Herrliches von der allgemeinen Opfcrfreudigkeit, welche durch eine zeitgemäße Klrchenversassung und eine liberale Kirchenleituug nothwendig im Volke erweckt werden müsse hält es jedoch für nothwendig, hinzuzufügen: es müßten den Synoden und Ktrchenbehörden gesetzliche Schranken gezogen werden, damit sie nicht mit ihren Steuerforderungen in's Ungemeffene gingen. Daß man diese Vorschtsmaßregel versäumt habe, sei der einzige Grund der Unruhen in Hessen. W'r erlauben uns, gestützt auf die vorliegenden Ziffern, die Bemerkung - so urtheilen heißt ohne Sachkenntniß in den Tag hinein reden. (Cvang. B ■) Darmstadt, 19. Septbr. Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer hält heute abermals eine Sitzung ab. Der Gesetzgebungs-Ausschuß wird kommenden Freitag zusammentreten, um zunächst den von dem Abg. Freiherrn |(iui chininu 31 ilits' jtn i der? ".,7 m » M--' 54 oder 27 pCt. mit einem Steuercapital bis zu 10 fl- 41 II 201/2 II II II II II 11 20 II 23 II "Vr II II II II II 11 30 II 16 II 8 II II II n II II 40 II 13 II 6V- II II II a II n 50 II 10 11 5 II II II 11 II 11 60 II 8 H 4 w II II 11 II 11 70 II 7 H 3V» u II II 11 II 11 80 II 9 2 12 5 n ii n u 4V2 1 6 272 II II II II II II If II II II II II 11 11 u n II II II II II II über 90 100 200 200 II n 11 11 ■ II II im Beklagte, 103 M. und 105 M. 100 M., soll II II II 7 20 20 wegen Forderung W. CI. 6. nale niedergelegt sind. Hannover, den 16. Aersteigerungerr. Obstversteiqerung Samstag den 23. d. M., September 1876. Der Amtsrichter Dr. Wachsmut h. Klaganträge Wechselprocesse von Seiten ») . 0) . 4888) Nachstehende, an König!. Amtsgericht Hannover, Abtheil. 8, gerichtete und dem Unterzeichneten für die Beklagten behändigte Klaganträge nebst Verfügung vom 2. d. Mts. werden den Beklagten durch öffentliche Blätter mit der Eröffnung zugestellt, daß die vom Kläger angezogenen Urkunden zur Einsicht der Beklagten auf der Gerichtsschreiberei des Proceßgerichts tm Origl- Obstversteigerung. Montag den 25. d- M-, von Morgens 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Obst, bestehend größten Theils in Aepfeln, an Ort und Stelle verUeigcrt werden. Der Anfang ist am Pfingstwcg. Großen Buseck, am 20. September 1876. Großh- Bürgermeisterei Grotzen-Buseck- Wagner. (4881 Verwischtes. — (Edelmuth.) Aus Rom wird geschrieben: „Die Gesandten deS Sultans von Marrokko haben sich in all' den italienischen Städten, welche sie mit einem längeren Besuche beehrten, äußerst generös erwiesen und Armen und Wohlthätigkeltsanstaltcn reiche Gaben zufließen lassen. Als ein wirklich edelmüthiger Act verdient aber «anj besonders derjenige verzeichnet zu werden, welchen sie an der Frau des einen der Bahn- bediensteten, von welchen sie auf der Reise von Floren, nach Turin bestohlen worden waren, übten. Giagnoni, so hieß der eine Dieb, hatte sich, als er sestgenommen werden sollte, aus dem Fenster gestürzt und war an den hierbei erlittenen schweren Verletzungen gestorben, worauf Hadgi Mahomed großmüthig die ganze, bekanntlich rasch wieder zu Stande gebrachte Summe von 20,000 Frcs. der Wittwe deS selbstmörderischen DiebeS ^^^Newyork, 16. Sept. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Donau, Capt. R. BussiuS, welches am 2. d. M. von Bremen und am 5. d. M. von Sout hampton abgegangen war, ist heute 12 Uhr Mittags wohlbehalten hier angekommen. ** Fortschritte der Lebensversicherungsbanken in Deutschland. Trotz der andauernden, fast in alle Geschäftszweige tief eingreifenden KrisiS, unter welchen unser wirtdschaftliches Leben nun schon geraume Zeit zu leiden bat, hat sich in Deutschland in Benutzung der Lebensoersicherung doch auch im Jahre 1875 wieder em ziemlich beträchtliches Wachsthum bemerklich gemacht- Nach dem bekannten fachwissen- schaftlichen Artikel, welchen, wie seit Jahren, so auch jetzt wieder das „Bremer Handelsblatt« über den Rustand und die Fortschritte der deutschen Lebensoerstchcrungsanstalten veröffentlicht hat, sind im Jahre 1875: 92,716 Personen den deutschen LcbenSoer- sicherungsanstalten beigetreten und haben damit ihren Angehörigen Erbschaften im Betrage von 313,455,019 Mark begründet. Die Gesammtzahl der Ende 187d bei deutschen Anstalten versichert gewesenen Personen belief sich aus 716,649; die G-sammt- summe der von ihnen für Wittwen und Waisen damit begründeten Erbschaften auf 2i29 932 853 Mark. Innerhalb eines Menschenalters werden diese Erbschaften anfällig, kömmt diese Summe, welche sich aus regelmäßig fortgesetzten, zum größten Theil kleine Spareinlagen bildet, zur Vertheilung. Inzwischen sind die Spareinlagen, welche 187bt 67 558,109 Mark ausmachten, zinstragend ausgeliehen und unterstützen Landwirthschaft und Industrie in ihrem Betriebe. I« Jahre 1875 sind 31,199,318 Mark an die Hinterbliebenen von mehr als 12,000 versichert gewesenen Personen ausbezahlt worden, die Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha allein, die älteste deutsche Lebens- versicherungsanstalt, hat zu dieser Summe 5,537,900 Mark beigesteuert, also mehr als den sechsten Tbeil aller Vergütungen geleistet. 'Buttert N ,%«» Ich, h Wert '---- 0- Cem, jedoch ohne Erfolg zur Zahlung präsentirt, und sodann auf Kläger im Regreßwege zurückgegangen, der den Wechsel hat einlösen muffen. Die Präsentation des Wechsels unter A zur Verfallzeit ist erfolglos geblieben. Kläger erhebt daher Wechselklage und bittet um Verhandlungstermin )n' dem Schlußantrage: die Beklagten im Wechselprocesse mittelst sofort vollstreckbaren Erkenntnisses solidarisch zu verurtheilen zur Zahlung 1) der Wechselsumme von 100 M-, 103 M- und 105 M. 2) 6°/0 Verzugszinsen auf 103 M- seit dem 3. Juni d. I. und auf 105 M. seit dem 2. August d. I. 3) je V3% Provision auf 103 M und 105 M. 4) die Protestkosten mit 2mal 6 M- 75 Pf. Die Originale der unter A, B, C, D und E bezeichneten Urkunden ffni auf der Gerichtsschreiberei deS Proceßgerichts zur Einsicht der Beklagten niedergelegt. Hannover, den 28. August 1876. gez. Pelizaeus, Advocat. Verhandlungstermin Dienstag den 3. October d. I. W. Cl. 6. Hannover, den 2. September 1876. Der Amtsrichter _______gez. Dr. Wachsmut h-________ Ketlerrei«-. Pesth, 19. Septbr. Die königliche Tafel als zweite Instanz hat den Anklage- und Haft-Beschluß wegen Hochverraths gegen Miletics und Kasapino- vics bestätigt. // zu zahlen. Durch Blanco-Jndossement des L. Meierstein sind die Wechsel auf die aus denselben ersichtlichen Jndossotare übergegangen und die Wechsel unter B und C von dem letzten Blanco-Jnhaber laut sub D und E in Abschrift angeschloffener Proteste vom 3. Juni und 2. August 1876 den Acceptanten bezw- der auf den Wechseln bezeichneten Domiciliatin rechtzeitig, des L. Meierstein zu Hannover, Klägers, Advocat: Pelizaeus, wider den 8. Walldorf und dessen Ehefrau früher zu Gießen (jetziger Aufenthaltsort unbekannt), Durch Acceptation der in Abschrift sub A, B und C angeschloffenen Wechsel sie dato Chriinitzschau den 5. Juli 1875, gezogen von der Firma Bösen berg & Meyer ans die Beklagten haben sich die letzteren wechselmäßig verpstichtet, am 1. April bezw. 1. Juni und 1. August 1876 an die Ordre des Klägers London, 20. Septbr. In einem Supplementblatt der amtlichen Zeitung wird der Bericht des Botschafts-Secretärs Baring über die von den Türken in Bulgarien verübten Greuelthaten veröffentlicht. Derselbe enthält zunächst eine ausführliche Darstellung der Entstehung und des Verlaufes der aufständischen Bewegung und zählt dann die vorgekommenen Fälle von grausamen Handlungen einzeln auf. Ein Begleitschreiben des Botschafters Elliot erklärt die lautgewordene Entrüstung für vollständig berechtigt, obwohl von den Zeitungen die einzelnen Fälle übertrieben seien. Die Schilderung Baring's vom Batuker Blutbad, wo allein 2000 Personen getödtet sind, übersteigt alles bisher Bekannte. Baring dringt auf exemplarische Bestrafung Mohamed Aga's und Achrnet Aga's, welche für das Blutbad verantwortlich seien, während hin- gegen die türkische Regierung noch an Achmet Aga den Medschidje-Orden verliehen habe. Baring erachtet zur Herstellung der Ruhe die strengsten Maß. regeln und eine unparteiische Justiz für unerläßlich. Ftußland. Petersburg, 19. Septbr. Die Nachricht von der angeblichen Pro- clamirunz des Fürsten Milan zum König von Serbien hat in hiesigen diplomatischen Kreisen einen ungünstigen Eindruck gemacht. Auch die Zeitungen halten mit ihrem abfälligen Uriheile nicht zurück: Das „Journal de St. Pe- tersbourg" erklärt die Proclamirung als einen durchaus unzeitigen Act; „Golos" erkennt darin den Anfang der Militärdictatur, ein Schritt, welcher nur den Absichten und Interessen der Pforte nützlich sein könnte. Keröien. Belgrad, 19. Septbr. Nach einem Berichte des Generals Tscherna- jeff hätten ihn die Türken am 17. d. Mts., Abends, trotz der Waffenruhe angegriffen; derselbe erbittet daher Instructionen. 45 ' 35 " 50 «Holland. Amsterdam, 16. Septbr. Die abendlichen Zusammenrottungen auf den Straßen dauern fort. Das Militär muß die Pöbelhaufen auseinander treiben wobei es denn nicht ohne Verwundungen hergeht, obgleich das Militär keinen scharfen Gebrauch von den Waffen macht. Eure Person ist an den Folgen der Verwundungen gestorben. Für heute Abend, wo es zur Zeit der Kirmeß am wildesten zuging, erwartet man einen größeren Umfang der Unruhen und hat deshalb weitere Vorsorge getroffen. Uebrigens haben diese Krawalle durchaus keinen beunruhigenden Charakter, da nur der allergemeinste Pöbel, der seinen Muth an Fensterscheiben kühlt, daran Theil nimmt. ArauLreich. Paris, 19. Septbr. Der „Agence Havas" zufolge liegt dem Gerüchte von der angeblichen Ausrufung des Fürsten Milan zum König von Serbien nichts weiter als die Thatsache zu Grunde, daß General Tschernajeff auf einem Banket einen Toast ans Milan, König von Serbien, ausbrachte. Wie der Temps" meldet, habe der russische Botschafter Fürst Orloff gestern gegenüber dem Herzog Decazes erklärt, gedachter Toast sei nicht ohne ungünstigen Eindruck auf den russischen Hof geblieben, welcher wohl geneigt sei, die Interessen der Christen zu wahre», nicht aber die Amnaßungen Serbiens zu unterstützen. Paris, 19. Septbr., Abends. Wie in hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet wären Seitens der Vertreter der Mächte in Konstantinopel Verhandlungen über den Abschluß eines förmlichen Waffenstillstandes auf einen Monat eröffnet worden. °'d m>rdeN> . ^ro66cOl ‘J j|, ® r ü1 den 26. @e ... »on Morgens 9 Vi DLbfr Gemeinde' werden. ^d-nA.Sepi $lr ^rzerni ===~—Jß e n b 11 von Vormittags 10 Ubr an, das hiesige Gemeinde-Obst öffentlidb meistbietend versteigert werden (4864 Watzenborn, am 18. September 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Watzenborn- Schäfer. Mittwoch den ■ Minittags MN dM zur 7 --.Mich versteigert. 1200 «ent«« $ 2) 8 n Sobami * Donnerstag den ■ Vormittag» i pt 1877 zur Lieferun Mt »ergeben: n co. 45 Centner 1 ■ 1 n 8 Centner । W) , ; Die iintit pos. 1, «Mjrftii Segenstär in, diejenigen unter str 8 bis 11 aber Belgien. Brüssel, 20. Septbr. Man telegraphirt der „Jndöp." ans Paris, Fürst Orloff habe dem Herzog Decazes erklärt, die Proklamation Milan's zum König habe große Unzufriedenheit am Hof zu Ltvadia erregt; Orloff habe hinzugesetzt, Rußland fange an, die Geduld zu verlieren wegen des Mißbrauchs, den Serbien von seiner Protection mache. England. London, 18. Septbr. In Beurtheilung der orientalischen Wirren, insbesondere des Zwiespaltes zwischen Gladstone und Derby, kommt der „Economist" zu folgenden Schlußfolgerungen: „Sowohl Derby und Gladstone Überschätzen die Macht und die Interessen Englands in der Türkei- Diejenige Macht, welche die Entscheidung dort zu geben hat, ist Deutschland- Oester reich wird auch jetzt sich entschieden der Herrschaft Rußlands über die Donau widersetzen, und bei diesem Widerstand wird Deutschland ihm helfen. Fürst Bismarck würde gegen die Idee seines Lebens fehlen, denn er würde dadurch die Zukunft Deutschlands im Orient ruiniren. Und es ist Fürst Bismarck und nicht England, bei dem die endgültige Entscheidung liegt. Unsere Macht ist gering und entfernt, die seine gewaltig und nahe. London, 19. Septbr. „Reuter's Bureau" wird ans Belgrad vom 19. d. Mts. gemeldet: Die serbische Regierung hat gestern den Vertretern der Garantie-Mächte eine Note zugehen lassen, worin mitgetheilt wird, daß nach telegraphischer Meldung des Generals Tschernajeff die Türken trotz der Suspen- dirung der Feindseligkeiten in der Richtung auf die Ortschaft Bobowischte vor- rücken; die serbische Regierung müsse deßhalb auf Abschluß eines regelrechten Waffenstillstandes bestehen, habe indeß an Tschernajeff von Neuem den Befehl erlassen, auch weiterhin von jedem Vorgehen abzustehen, ausgenommen, wenn er angegriffen würde. ______ Bedingungen unb Pi 18 bis 12 Uhr 12 bis 6 Uhr 91ad) tau bet unterlief zchbeu unb müssen i jutn 5. nächsten tajj 10 Uhr, in iniu aufgehängten i Gssen eingelegt n chiienschloß den 1i "'Äerzogl. Landeszncl BQ Scrib' Verstehe MMsiy. btn 25. Gehende Geratdich Zahlung versteig ßlne Chaise, 1 Wag Sdchen-undLWagei W Sattel und mel M ssrauenMider AWeißMg, Lischt *d)ranft u. f. w. .—^.^edrich Lamo frn Atz ist an 'M t0„ NMich < 11 ertheiit Ja« I * Weife ' btn ‘WH i ' btt je** 7lct nkliq ?W« ootT S a9t8 6'6 w( kWQJrenb bK’Orben jtt '"Nzsten "»'blichen fyt> Mi« bqjif, ^'Seitunflt! 1Ql de St. $, "ieitigen ad 'Vitt, welche «als Tschnn» 5« Waffeimch ■n deS Sultan it einem längere iiiflteitSanftalk bient aber gm einen der Bch bestohlen worbe enommen werbe eren BerletzuMi rasch wieher |n iberischen Diebes r PostdamE von Srenwb Mittags eHbe- Deutschland, en RA. unter i hat, hat sch in 1875 wieher ein inten sachwissen- tomtrfyiMa •rungSanftalteit en 8eben6oct$ 'rbfäaften tm nbe 1875 btt die Teiammt- aut hcheu anVaHig, MWUieine tn, welch-1813 [ Laadwirthschast lad an die Hin- isd-z°hlt woM tbutijt L-iwi? ■t, allo «ehr «le Samfiag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen am Bauplatze des neuen Nealschul- gebäudes mehrere Partieen Rüstftarrgen versteigert werden. Gießen, den 20- September 1876. (4871 Großherzvglicke Bürgermeisterei Gießen. ____A. Bram m.__________ Versteigerung und Submission. Mittwoch den 27. b. M., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert: 1) 1200 Centner Kartoffeln und 2) 8 „ Zwiebeln. Sodann werden Donnerstag den 5. October c-, Vormittags 10*/2 Uhr, für 1877 zur Lieferung im Submissions- iveqe vergeben: 1) ca. 45 Centner weiße Bohnen, 2) fi 45 „ Erbsen, 3) u 35 „ Linsen, 4) it 50 „ Salz, (Nauheim.), 5) n 50 Hectoliter Petroleum, 6) ir 1 „ Rüböl, 7) 1 „ Thran, 8) 8 Centner geschälte Gerste, 9) 7 „ Rubeln, 10) 11) ii ii 20 20 „ Reis unb „ gebörrteZwetschen. Die unter pos. 1, 2, 3, 4 und 5 aufgeführten Gegenstände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7 und unter 8 bis 11 aber zusammen vergeben. Bedingungen und Proben sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und ton 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Bureau der unterzeichneten Direction einzusehen und müssen die Submissionen bis zum 5. nächsten Monats, Vormittags 10 Uhr, in den vor diesem Büreau aufgehängten Submissionskasten verschlossen eingelegt werden. Marienschloß den 15. Septbr. 1876. Großherzogl. Landeszuchthaus-Direction. 4820)__________Scriba.________________ Versteigerung. Montag den 25. September, Nachmittags 2 Uhr, letzt der Unterzeichnete in seiner Wohnung nachstehende Gerätbschaften gegen gleich baare Zahlung versteigern: Eine Chaise, 1 Wagen, 2 gut erhaltene Chaisen- und 2 Wagengeschirre, 1 einspännigen Sattel und mehrere Hintergeschirre, sowie Grauen-Kleider, Strümpfe, Bett- merk, Weißzeug, Tische, Stühle, Kommode Schränke u- s- ro- (4883 Friedrich Lampus, Seltersweg äger im N*1 -it ist erfolg .blungSttrmini“ Obstversteigerung. Dienstag den 26. September d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll das der Gemeinde Rodheim gehörige )bft versteigert werden. Rodheim, den 21. September 1876. Der Bürgermeister: Bender. (4889 eckbaren Srk«ßl arrunfl- , b. in M1'1”' null10 K<"K- Jeitgebotenes. Gummi-Schutzmittel. [D.5710J Bestes u. feinstes dreier Art. (4487 A. Hiraclimann, Mamburg. Butterpulver rerkürzt die Zeit des Butterns, macht die Sutter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Safet für 500 Liter Milch ä 50 Pfg zu laben bei C- F. S e m m l e r. (2660 Mühlenverkauf. Tine in gutem Zustand befindliche Mühle, gleich Schlagmühle, mit 3 Mahlgängen jederzeit reichlichem Wasseroorrath, Mft 40 Morgen gutem Ackerland unmittelbar an der Mühle, ist unter günstigen Be- Mgungen mit sämmtlichem Inventar zu km Preis von 42000 Mark zu verkaufen, nähere Auskunft ertheilt W)__I. Blitz in Gießen. 1877) 20 Paar Tauben, dio. feine Sorten, ivn Mk. 2 pr. 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Das geehrte Publikum von „Gießen und Umhegend" wird höflichst ersucht, diesen Verkauf keineswegs mit andern zu vergleichen, das Lager besteht nur aus den neuesten und gediegensten Stoffen und dürfte stch eine solche Gelegenheit zum billigen Einkauf nicht wieder finden. Es steht Jedem frei sich von der Reellität sowie Billigkeit zu überzeugen ohne daß damit die Verpflichtung des Kaufens verbunden ist. Sieb-Tüll von Mtr. 35 Pf. bis 1 Mk. 75 Pf. 2000 Dtzd. rein leinene Taschentücher, Dtzd. 4 Mk. 6. Damen-Loufection. Regenräder von 6 Mk., Kaiserpaletots von 10 Mk., Havelocks von 12 Mk., Wintermäntel carrirt, Winter-Paletots von 12 Mk., Jaquet- tes rc. und Tücher mit 3373 pO. unteren Fabrikpreis. Der Verkauf beginnt Donnerstag den 21. d. Mts Vormittags 10 Ahr. 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Dieses gediegene DvlkS- und Familtenblatt feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. — Wenn ein Journal so lange Zeit stets den Rang als eines der beliebtesten und verbreitetsten szamilien-Unterhaltungsbläiter einzunehmen wußte, wie dies bei der »Iltustrir- tee $ßelt* ihotsScblich und in immer steigendem Matze der Fall ist, so ist der beste Beweis für die Vortrefflichkeit dieses Journals, welches Reichhaltigkeit und Güte des Inhalts, sowie prächtigen Bilderschmuck mit beispielloser Billiakeit verbindet. Man abonnire auf den eben beginnenden Jubiläums-Jahrgang der »Jlluftrirten Welt* bei der nächsten Buchhandlung oder dem nächsten Postamt. — i'itW" auis tx\u6 lheudkn ^njtruclion Sin» seiner Sitzung - Der ,,Reiä l’i Lkhirden nebst 5 r im, litthauischen I Ölungen der Schn i.P in mehreren, 4 Pioninzen Posen Miet wirb. Berlin, 20. Laie: Ich bin kein Kenner und ich will Von der Musik nur Freude und Vergnügen, Bezaubert sie mich nicht, so bin ich still. 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W Nachrichten । Mion durch d, $ «s am 25. ff» etwa 5 M 16 Tage in Handelte '««tont nnchg Für Brückenau Unsere Leser wissen von der furchtbaren Feuersbrunst, welche am 14. v, MtS. das Städtchen Brückenau heimsuchte. Nach amtlicher Erhebung sind 144 Wohnhäuser und 80 Nebengebäude zerstört worden und von 1800 Menschen sind 782 obdachlos. Der Jammer und das Elend ist nicht zu beschreiben. Mit dem Herannahen der kalten Jahreszeit wird die vorhandene Noth noch grötzer. Wenn irgendwo, so ist hier schnelle und kräftige Hülfe dringend geboten. Wir bitten darum, Kleider, Wcihzeug, Betten und namentlich Geld und Nahrungsmittel für die Abgebrannten in Brückenau schleunigst sammeln und an Herrn Anton Würth, früheren Bürgermeister in Brückenau, senden zu wollen. Zur Entgegennahme von Geldbeiträgen sind wir gern bereit. _____________________________Die Expedition des Gießener Anzeigers. ÜhrfÄ11' 18. Mion, Balten, '«getreten ist. 9 " , B Wien, 19. ii ^ra9 hat bie zu <8' Prziban unb hl 20. », «Seiten Fr. Sf"' 'heilwkise feiere. W Mehreren Professoren der Me- dicin und Chemie der verschiedenen Landes-Universitäten wurde das Recept des AerMchen Magenbitter^ gen. L’Estomac, von Dr. med. Schrömbgens, pract- Arzt in Kaldenkirchen vor gelegt und wurde von denselben das Fabricat bestens empfohlen. Zu haben in Gießen bei Hy. Nau & Co., Jul Wallach, I, A. Busch Söhne, Daniel Heil, H e i n r- K i n k e l, Conditor, Wilh- Flett, Neustadt, F- C-Henzerling und Carl Weidig. __ 4851) Eine Partie güt erhaltener Fenster, sowie zwei Oefen für Steinkohlenbrand, werden billig abgeaeben bei Zinß er & Schmidt. 4701) Ein schwarzer Pudel achter Race zu vei kaufen. Wo? sagt die Exp d. Bl. ihres Dirigenten Herrn frluiUftfer. 4027) Ein oder zwei junge Leute fentf Kost und Logis erhalten. Näheres bciil Exped. d. 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Haas, Walltborstraße 137. 4739) Ein großes möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Dr. Weder. 4874) Logis im Garten in der Nähe drl Bahnhofs, bestehend aus 4 Stuben, te mer rc. mit allen Bequemlichkeiten aus ji October zu vermiethen. Wo? sagt h Expedition dieses Blattes.__ 4885) Ein möblirtes Zimmer zu v«. miethen bei Mecbanikus Jung, Neueimkl 4691) In einem neuerbauten Hauses drei Familienlogis billig zu vermiethenljs ________________________________I. Blitz 4664) Vier möblirte Zimmer, seW von Einj.-Freiwilligen bewohnt, sind w 1. October zu vermiethen. Fr. Fei d el, Frankfurter Hos. 4875) Ein kleines Logis mit separat^ Eingang sogleich zu vermiethen, sowie aity ein Paar Perrückentauben zu verkaufen. _____________________________F- Iutzl 4884) Bei Frau Pfarrer Oes er, Miv burgeistraße 178, ist ein kleines Zinwr an einen Kaufmann oder Schüler zu cm- miethen, auf Verlangen mit Kost.