Wo. 118. Sonntag, den 21. Mai 182« t Kießener WnMger Anflige- uni Amtsblatt für den Kreis Gieße«. g'bichk h\« . “ 24. Aviwch, Hi irme ", wird um^ebi : i2f mm. !«blirg. Msi. Herrn Baü; Erscheint täglich mit Ausnahm« des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulftrahe, Lit. B. Nr. 18. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gießen, am 18. ME1876. Betreffend: Verzeichniß der Dampfkesselbesitzer des Kreises Gießen Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen) und an die Polizeiverwaltung zu Gießen. Wir fordern Sie auf, innerhalb 14 Tagen ein Verzeichniß der in Ihren Gemeinden befindlichen Dampfkesseln, unter Angabe der Besitzer ^derselben an uns einzu- fenben. Wo keine Dampfkessel in Betrieb sind, ist dies gleichfalls anzugeben. v. Röder. Iolitischer Hheil. kbamiiie >/26 Ityr lbend tüd)ti6(n fiB! ireldif’ it, m'd kwältigung der Rebellen zu schicken, die von ungefähr 30 Serben comman- ;e Nachricht, itrager n 1 en dmittags 3, aus statt. Die Aufregung auf der Balkan-Halbinsel. Während die officiösen Organe den Wind aus der Region des ewigen Friedens wehen lasten, flackert auf dem eigentlichen Herde der momentanen Krankheit Europas die Aufregung, flammt der Aufruhr ruhig weiter. Es ist eine Art marasmus senilis, der jenes Stück unseres alten Erdtheils ergriffen hat. Der marasmus senilis erwählt sich ja besonders gerne entlegene Körpcr- thetle. Die europäischen Aerzte scheinen zunächst darüber einig, das Leiden localisiren zu wollen. Das Wollen steht fest und sicherlich ist ihm im allgemeinsten Jntereffe das Gelingen zu wünschen. Aber soviel man auch berathen, conferiren und protocolliren mag, die mehr und mehr um sich greifende Erregung auf der balkanischen Halbinsel, der wachsende Aufruhr lasten denn doch an der schließlichen Rothwendigkcit einer Amputation nicht mehr zweifeln. Man will die Insurgenten als kriegführende Diacht anerkennen; das find zunächst die bosnischen und herzegowinischen Aufständischen ; aber die christlich-slavischen Brüder der christlichen Slaven in Bosnien und der Herzegowina, welche deren Erfolge sehen, wollen nicht hinter istand. il: « e. usschub, ihre Zahl wuchs rasch an, so daß sie eine genügend beträchtliche 'ffer erreichte. Sie kamen aus der Umgegend von Philippopel, wo sie meß- t Offutt1 ««"Y 2^5> türkische Ortschaften und solche christliche in Brand setzten, welche ihren ksehlen sich zu fügen weigerten. Sie führten alles Vieh aus den verbrannten - *ri,rfltrten ’n Gegenden des Balkan. Die türkische Bevölkerung von hier wie jene on Bazardjck kam nun in großer Zahl heran. Sie verlangte von den Behörden kN, da jeden Augenblick die öffentliche Ruhe gestört werden könne; die Ermäch- W0 wurde ihr zugestanden und jetzt sehen wir alle Muselmänner bewaffnet H in der Stadt patrouilltren. Sie wachen über die Sicherheit der beiden |l[lur... »langt, um die Aufrührer zu verfolgen und im Falle des Widerstandes von 'IeT Feuer auf sie geben zu lassen. Es scheint, daß der Volt erwiderte, habe sich an das Ministerium gewendet, um genügende Verstärkungen zur ihnen Zurückbleiben. Sehen wir zunächst, was die „Turquie", ein in Konstantinopel selbst in französischer Sprache erscheinendes Blatt über den bulgarischen I Ausstand zu berichten weiß. Das Blatt schreibt: —'| „Am 4. d. Mts. schickte der Kaimakam von Bazardjik einen Osficier mit j^g hei Gensd'armen nach dem Dorfe Otlu-Keyi, um gewiffe Regierungsgelder, welche die Bevölkerung des erwähnten Dorfes schuldete, einzucassiren. Bet wurden. Die Anzeigen langten ein, daß die Truppen in wenigen Tagen ifjlft r j "s der Hauptstadt abgesender werden würden. Die Ausrührer benützten diesen w* ' - . - - . - - (• *y- । Inner Ankunft ließ der Osficier die Schuldner in das Amthaus entbieten. Sie flltUtUWI'b ^men in Begleitung von vier Serben und nöthigten den Osficier, die Waffen 1 bett. abzuliefern. Dieser setzte Anfangs lebhaften Widerstand entgegen, flüchtete sich M g^> aber endlich und überließ die drei Gensd'armen ihrem Schicksale. Letztere würben getödtet und das Amthaus verbrannt. Da der Osficier nicht mehr ans dem Wege, auf dem er angekommen, zurückkehren konnte, schlug er eine ande're tioute ein. Nach seiner Ankunft in Philippopel stattete er dem Gouverneur Bericht ab. Der Gouverneur beeilte sich, persönlich nach Bazardjik zu gehen, MatzdtM um den Stand der Dinge zu untersuchen. Tort schickte er einige junge Leute , tätigen 5Bi nn Begleitung von Gensd'armen nach Otlu-Keyi um Jnformationeic. Diese äiUe kamen aber mit der Nachricht zurück, daß jener Ort mit zwei anderen Srfern, Streltza und Avradala, bereits sich im Ausstande befinde und daß Insurgenten durch andere kleine Ortschaften ziehen, die Bauern, mit der cohung, deren Häuser niederzubrennen und sie selbst zu tobten, zum Anschluffe tagen- Der Gouverneur telegraphirte dem Vali von Adrianopel, allsogleich Kosakentruppe zu senden, welche in Tschirpan stand, um die Dörfer wieder aleb°Wr Vernunft zu bringen. Diese kleine, 150 Mann starke Truppe kam am rächsten Morgen an und begab sich sofort nach Bazardjik Bei ihrer Ankunft bvrt fanden sie alle Muselmänner bereits bewaffnet. Es scheint, daß die Zahl in Insurgenten bereits auf 500 Mann angewachsen war. Ebenso konnte es lie kleine Kosakentruppe nicht wagen, sie zu unterwerfen. Der Gouverneur Mhl daher dem Bataillonschef der Redifs unserer Stadt, sein Bataillon zu Ileund nach Bazardjik zu schicken. Zwei Tage später wurde dieses Ba- Mllon auf der Eisenbahn abgeschickt. Diese Truppen entfernten sich nicht von kazardjik, der Gouverneur hatte von dem Vali Verstärkungen u*b Befehle Städte, daß nicht etwa zur Nachtszeit Feuersbrünste entstehen oder eine Ueber- rumpelung der Aufständischen stattfinde. In Philippopel hörte man am 4. d. Mts. 2 Stunden vor Einbruch der Nacht drei Kononenschüffe und mehrfach Flintenschüffe. Sofort bewaffneten sich die Türken. Die ganze Stadt war alsbald auf den Beinen, um von dem Ereigniffe Nachricht zu erhalten. Diese Schüsse waren ein Alarmsignal; im Centrum der Stadt war in einem von einem Bulgaren gehaltenen Laden Feuer zum Ausbruch gekommen. Er hatte selbst das Feuer gelegt, nachdem er alle seine Effecten heimlich bei Seite geschafft hatte. Er wurde von den Türken erblickt, die ihn sofort verhafteten und zur Localbehörde führten, welch' letztere ihn in's Gesängniß steckte. In derselben Nacht fand man ein Gefäß mit Kohlen und Petroleum gefüllt in dem Laden eines bulgarischen Schusters. Der Gouverneur, begleitet von Raschid Pascha, dem Commandanten der Baschi-Bozuks, begaben sich an die betr. Orte. Di' Selben Gesellen des Schusters wurden gestern von dem Gouverneur selbst verhört. Sie sagten aus, daß ihr Meister ihnen befohlen, so zu handeln. Es wurde angeordnet, den Meister zu suchen, aber er hatte sich bereits in Sicherheit gebracht. Man verhaftete mehrere Bulgaren, bei denen man große Quantitäten von Pulver vorfand. Gestern brachte man einen bulgarischen Priester hierher, welcher an die Bauern von Perrustizza, Sarembey und Demendria geschrieben, um sie zum Aufruhr zu reizen. Die reguläre Truppe von Konstantinopel ist mit Kanonen angekommen. Sie setzte sich, begleitet von mehreren Tausend Redifs und Bozuks, die von der Umgegend herbeikamen, in Bewegung, um die Rebellen zu verfolgen." Auch aus Adrianopel wird die Aufregung als keine geringe geschildert. Zu offenem Aufstande ist es nicht gekommen, doch sind die Straßen früh am Nachmittag menschenleer und Patrouillen durchziehen die Stadt. So aufgeregt geht es in den Provinzen her. Aber auch in der Hauptstadt sieht es kaum ruhiger aus. Die Studenten (Softa's) sind vor den Palast des Sultans gezogen und haben bte Ernennung eines neuen Großvezirs und eines neuen Scheck- ül-Jslam geforbert Man hat gethan, wie sie verlangten. Wirb mit bet Erfüllung bes Verlangens ber „Softa's" bie Ruhe ber Bevölkerung wieberhergestellt sein? Berlin, 18. Mai. Der Tag, an welchem bie zum Schutze ber Deutschen in der Türkei nach dem ägäischen Meere bestimmten deutschen Kriegsschiffe von Wilhelmshaven und Kiel auslausen werden, ist noch nicht bestimmt. Ebenso wenig kann daher der Tag angegeben werden, wo die Schiffe an ihrem Bestimmungsort anlangen werden. Die gewöhnliche Fahrzeit für ein Panzerschiff würde ungefähr zehn Tage betragen, doch kann sich diese Frist leicht verlängern, wenn in Gibraltar oder Malta angelegt ober, was wahrscheinlich ist, eine größere Hebung auf offenem Ocean veranstaltet wirb. Die neun nach betn ägäischen Meere bestimmten Schiffe führen in runber Summe 3500 Matrosen und Seesolbaten an Borb; der Bedarf an denselben ergänzt sich völlig aus den disponiblen Mannschaften, so daß von einer etwaigen Einberufung früherer Jahrgänge nicht die Rede ist. Berlin, 18. Mai. Herrenhaus. Erste Berathung der Reichs-Eisen- bahn-Vorlage. Bei der General-Debatte sprachen Graf Udo Stolberg und Beseler für, Senfft- Pilsach und Graf zur Lippe gegen die Vorlage. Der Handels-Minister hob in einer Rede hervor, daß es sich nicht darum handle, ^ämmtliche Privatbahnen zu beseitigen, sondern nur bie bominirenben Linien in den Besitz des Reiches zu bringen. Die Vorlage verfolge keinerlei partikula- ristische Absichten, dieselbe solle vielmehr das Aufsichtsrecht des Reiches in Eisenbahnsachen erst wirksam machen. Fürst Bismarck erklärt: Die Gegner der Vorlage gäben derselben eine weitere Bedeutung, als sie habe. Die Be- sorguiffe, das Reich würde die älteren preußischen Provinzen schlechter bedenken, als bisher geschehen, sei unzutreffend. Preußen würde nicht aufhören, für alle seine Landestheile zu sorgen. Die Organe des Reiches würden Preußen daran weder hindern wollen, noch können. Gleich grundlos sei die Befürchtung eines finanziellen Rückgangs des Eisenbahnwesens. Man wolle doch nicht alle Dahnen für da« Reich erwerben. Die Eisenbahn-Actionäre dürsten mit ber Vor- leltung des Herrn BejirkS-InaenieurS Heyl und unter der unmittelbaren Beaufsichn, au' H Leutemann. Gerber, alt 47 I- Berichti gung. In dem vorigen Auszug wuß eS unter den Gestorbenen^hi erregt haben — In Catania (©teilten) ist der Domherr Vacarra al« Fälscher von Banknoten und Stemp'lpapieren verhaftet soeben. Man fand in seiner Wohnung nicht weniger altz 5«/z K loaramm falscher Banknoten und Stempel und sehr böse Briese. $er|ieis<: Vetsici! von 2689) IDkbutdibk brüit bei frudK'Wn Kohlen (von 3,5m Lar Singträger, ,3/wcm ' Kochen, sollen Dienstag de! Vormitta m Ort und Aelle a «rsteigert werden. Gießen, 19. Mai 11 Großherj0-lich:8 Ki ich den Majestät n vorstellen sollte, daß man, .wenn auch nicht seine gcfa.nmten, io doch gerade seine Gesandten Gala-Hosen emzupicken vergessen hatte. Guter Rath war tbeuer. In einer Stunde sollte die Cour natlfinben, und selbst die eiligft herbeigc- rufenen Ko yphäen der berliner.Schnciderjunst erklärten einthmmtg, daß eS außer bent Bereiche jeder Möglichkcit liege, die erforderlichen Jnexpreisioles vor Adlms iwdtr Stunden in vorschriftsmäßigem Zustande fertig zu stellen. Da. im Momente höchster Ratdlosigk.it, erscheint die Rettung, nämlich der Garderobier des Gesandten auS Wien, welche», nachdem er das Versehen dem ikr, ohne Besinnen einen Extrazug geroo.uun hatte, mit den nun doppelt theuren Beinkleidern dem Herrn nach geeilt und kurz nach ihm in Berlin eingetrvffen war. D eser diplomatische Insttnct des Garderobiers soll sowohl bei seinem Herrn als d.ssen Collegen hohe Anerkennung und Bewunderung Iobannette Karoline Flett von hier. — 19. Mai. Karl Emil Noll, Schlosser, ff Literarisches. Die beiden neuesten Nummern der Jllustrirten Frauen-Zeitan Vermischtes. Frankfurt, 17. Mai. Beide hiesige GaS-Gesellschaften haben den Preis deS Gases ^inr?l7. Mai. Die Umführung der Bahn um die Stadt beginnt mit dem heutigen Tage greifbare Gestalt anzunehmen. An diesem Morgen wurde der erste Spatenstich gethan, welcher dem für die Zukunft unserer Stadt so bedeutungsvollen Werke gilt. Man hat nämlich den Schacht zur Herstellung des Tunnels vom Mun- Den 13- Mai- “SÄ'* luaust, geb, dnd Landwirthschaftliches. Erfolg durch Gypsen des Stallmistes. S- Humcrwadel hat seit 8-I Jahren seinen Stallmist mit Gyps vermischt, wodurch sich die Feuchtbarkeit bedeutend erhöhte. Seine Früchte si >d üppiger u d vollkommener seitdem, sein (Betreibe ist stell das schönste und schwerste ber Unuegenb, seine Futterfilder geben am meisten aus und seine Hackfrüchte find schöner. Sein Korn bestockt sich so sehr, baß er es bis babir. gebeucht hat, baß ber Ertrag bas 40- und 50 sacke bes Samens ausmacht. Alle Diejenigen. welche diesem Beispiele gefolgt sind, bestätigen auch ihrerseits, baß von da an ihre Korneiträge bebrütender und an Qualität besser seien. Verkalben ber Küh e Aus Kettenbo n wird uns berichtet, daß feit btro Jahre 1854 jährlich nahezu bie Hälfte aller trächtigen Kühe verkalbt habe. Da M nark auftrelenbe Verkalben in b^e Zeit fiel, wo inan dorr Springbrunnen mit Tränk-> tro en angelegt hatte, so kam man unter Anderem auch zu ber Vermuthunz, daß bfll Tränkwasser die Ursache b s Verkalbens sein mochte. I-boch ergab die ch m sche Unter* suckung des Waffe, S keine nachtheiligen Bestandtheile. Da aber bie Tränktröge auj von vornherein al« Waschbecken benutzt würben, so kam man weiter zu ber AnsW daß eben die burch Seifenschaum, SobalösunA rc. verunreinigte Tränke die U saß sein könne. Daher rourbm 1861 neben den Tränktrögen extra Waschtröge angdgt Von ber Zeit an haben Ve-kalbungen nicht mehr stattgefunden. — Wir theilen bi< Thgisacke hier mit, weil in gar vielen Gemeinden noch der Uebelftanb besteht, baß di Wafckt' öae »uale'ck al* Vi^ i ä f bruftt werden. Wien 18. Mai. Hier eing-gangen-r Nachricht zufolge bitten die türkischen Gensd'armen in Mostar den dortigen deutschen Consul mit Mesferstichen bedroht und den italienischen insultirt. P,sth, 18. Mai. Bei dem Empfange der Delegat,on-n hob der Kalter in seiner Erwiderung auf die huldigenden Ansprachen der Präsidenten hervor, die Ereignisse im Orient vermöchten den Entschluß nur zu befesttgeu das Ver- hälintß der drei Kaiserreiche noch näher und inniger zu gestalten. Der KaNer erwarte zuversichtlich, es werde den vereinigten Bemühungen der drei Kmser- mächte und der anderen befreundeten Großmächte gelingen, den europastchen Frieden zu erhalten, und hege die Hoffnung, daß die Bestrebungen der Machte, die Pforte bei dem Paeificationswerk zu unterstützen, nicht ersoglo« bleiben werden. Die Vorlagen der Regierung würden das Bestreben erkennen Uff en, alle Anforderungen auszuschließen, welche nicht durch die Rückstckt auf Erhaltung der Wehrkraft der Monarchie geboten seien. Arankreich. Pari», 17. Mai. Die „Estafette" bementnt das Gerücht von einem Wechsel in der Person des Gouverneurs des Crädit foncier. Pari», 18. Mai. Die Wiederbestattung der hierher übergefuhrten Leiche Michelet's ist unter Theilnahme einer ungeheueren Menschenmenge ohne Störung der Ordnung vor sich gegangen. Melgien. Brüssel, 18. Mai. General Renard reist nächsten Dienstag nach Paris, um den Marschall Mac Mahon zu ersuchen, daß er den Vorsitz des französischen Ausschuffes für die Gesundheils - Ansstellnug übernehme. Im Falle der Annahme rechnet man darauf, daß Mac Mahon der Eröffnung beiwohnt. Krailing, Bahnarbeiter. Gestorbene. Am 13. Mai. Karl August Heinrich Hermann, Sohn von Schreiner W al» 9 M. 3 W — Julius Keller, Sohn von Kaufmann Konrad Joseph WUJ alt 5 M. 29 T — 14. Louis Plank, Metzger, alt z-7 Z — 18- Friedrich $4 Wirtschaftliches. Erkennung von Baumwolle in leinenen Geweben. Hierzu benutz! man die Eigenschaft der Leinenfaser, sich beim Eintauchen in eine alkoholische Vöiung von Rofoliäu e und darauf in eine concentrirte wässerige Lösung von kohiensaurm Natron und schließlichem mehrmaligen Auswaschen mit conccntrirtcr Sobalö'ung schön rosa zu färben währenv die Baumwollensafer bet dieser' B-Handlung ungefä bt bleibt Es genügt hierzu ein einige Centtmeter breiter, zuvor durch Waschen von seiner Appretur befreiter, bann wieder getrockneter unb von bret Seiten bi« auf einige Millimeter aul> gezupfter Leinwandstreifen Für Hausfrauen. N cht selten, sagte Maria Küdler, wirb aufbewahrteS W ranzig; die Ranzigkeit entsteht besonders leicht, wenn noch gallerarti-e Thule mit bem Fette verbunden sind. Es ist deshalb zu rathen, das Fett, welches ausbewabrt werden soll, vorher mit Wasser gut auszukochen, wodurch die Gallerte von dem Fette entfernt wirb. Sollte das aufbewahrte Fett doch ranzig werden, so kann man es burch fei- genbe Beb nblungswe'fe wieder brauchbar machen: Man nimmt auf je 5 Pfd. Fell 1 Quart Wasser, erhitzt beides zusammen in einem irdenen Gesäß bis zum Kochen in ber Art daß man das Gefäß tn einem Kr Liter 80 Pfg., rmpfiehlt Tb. Lonp, Labnstein. 4tit, fr*11 ui, runtun mit vfi rmurtuni b«J’‘ bie ch m'sche Ut je Iränftroge f ittr)»M geb. den 15. April. Den 16. Mai. Ein unehel. Sohn von auswärts, Friedrich Karl, geboren den 10. April. Den 18. Mai. Dem Bäcker, Kail Heidt, ein S , Philipp Conrad, geb. den 11. Mai. Den 19. Mai. Dem Babnarbetter, Conrad Martin Kreiling, eine Tochter, Katharine Mathilde, geb. den 13- Mai. Beerdigte. Den 13. Mai. Heinrich Ganß, Bürger und Glaser, alt 38 I. 6 M. 27 T-, gest. den 12. Mai. Den 14. Mai. Franz Ferdinand Heinrich. Heizer dahier, des KornträgerS, Carl Gottlieb Heinrich in Stettin, ehel. Sohn, alt 24 I. 3 M. 22 T, gest. den 12. Mai. Den 15. Mat. Ludw'g Theodor Gustav Plank, Metzger, des verst. Bürgers und Metzgers, Wilhelm Plank, eh?l. Sohn, alt 26 I. 6 M- 29 T-, gest. den 13. Mai. ÄSfe S5**. Holzverfteigerung in den Waldungen der Stadt Laubach. 2684) Freitag den 26. Mai l. I., soll in den Diftricten Rothenftahl, Alte Ziegelbütte und Lardenbacher Weg, folgendes Holz versteigert werden: 578 Rmtr. Buchen-Scheitholz, efußöoöeivflnjlacg Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölffccativ, zum Einölen, ult «*4 Hinzu btts luoüobschc °on kohlens^ Sobalö'unj iji ungrsL dl bin on feiner 3ppif: 1< Millimeter n aufbewahrteiz |e Me mit bi lutberoaört wnb dem Fette entfer , Langsdorf und Nonnenroth versteigert: Vormittags 10 Uhr: 160 Rmtr. Buchen-Sckeitholz, 112 „ „ Prügelbolz, 400 „ „ ReiSholz. Nachmittags 1 Uhr: 10 Eichen-Stämmchen, Wagnerholz Hungen, den 19. Mai 1876. (2701 Der Fürstliche Oberförster: R a thschlag. , 1f . ■! > * übernahm für Stadt und Umgegend den Alleinverkauf Englischer J&sqnils aus der neu errichteten Fabrik des Herrn F. Krietsch in Uhirscn i. Z und offerirt diese anerkannt vorzüglichen Fabrikate in nachstehend aufgeführten Sorten Mixed, bestehend aus: Mixed I-bestehend ans Queen, African, Rich- Pic-Nic, Nic-Nac UNd Arrow - Root, ; Maizena, Pearl. Cinnamon, Windsor Pepsinliqueurs empfiehlt Emii Fischbach» 2601) Einige Mltr. Kartoffeln sind zu Restauration zum Stern, 1362) Mäusburg (Carl Fuhr). Flafchenbierverkauf, Nur 1 Mark kostet die durch die Debatten im Preußischen Abgeordneten- hause so berühmt gewordene Meyerffche Bearbeitung des SdF Abenteuerlichen Symplirius Simpiic>sflmus. Ein Lebensbild aus dem dreißigjährigen Kriege. Zweite illustr. Volks- Autzgabe. 200 Seiten Zu haben in allen Buchhandlungen. Bremen. Nordwestdeutscher Volksschristen-Verlag. A. G. Portland - Cement- Waaren Fabrik, J. F. 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B- W J.’fpfn ön bie f Arznei und Fütterung, werden berechnet, doch stcht es den Thierbesitzem auch frei, das vorgeschriebene Futter in Natur zu liefern. Die Behandlung flehen ^b der kranken Thiere geschieht zunächst durch den Professor der Thierh-ilkunde Dr. Pflug unter Assistenz des Herrn Thierarzt Schulz, welcher im Thiel« Q1Wdje spital wohnt, um zu jeder Zeit in der Nähe der Patienten fein zu können. n Vncrbpn Vntr mtrh tit Ai- prmnn.-»4>Tn 9. Qpftrpr her Thierheilkunb? 6i>YTn ß'rptäi-,bt»i‘Ari* Dr STR i ti rF T P T bptlllltpbptl. bof fn(. * tV}Wen !£.boni 25 & ? faliA Hierzu eine Beilage für CO CQ örf rr 2691) Ein kleiner Logis zu vermiethen Neuenbäuen B- 90 1245) Zu vermiethen der untere Stock meiner Hauses, vier Zimmer, Küche, Speisekammer enthaltend, nebst trockenem Keller, Mansardenzimmer, Gartenantheil, Privileg zur Bleiche und Trockenplatz. Christian G- Eckel, _______________Marburaer Str. 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Stadtkapelle No. 12 Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6«, 12, 4". 2696) itnrn Zapfjunge» .ucht §s°''!,burg 6«, 12, 4«-. 9-. uf sofort Th. Lony, Lahnstein. fWctzlar 6'5, 8'0, 12, 4^, 7, !f birect