Marie Sartorius, Knrlan. Musikdirector lotrrin. oncert Abends 6 Uhr, lk, -t?-Musikdirectors Herrn *•* *iin. i. D :'Ä ’S" ■•>»«; nnpsehirn sich- Elien grfuiljt, ■lt fLfl®Uienbflie, möglichst 8*Wi*dhn« T fprcflttd. (212 m. . Wi A. Mozart. i der c. M. T. Weber, Fr. Chopin. L. v. Beethoven. C M. v. Weber. , ' Job. Seb. Bach. fr. Schubert-Liszt r. Schumann. u\ faubeTt V 6' * RicKER’'cheD: ,ri dL PB« k09te? Sumenrte r* "L- - wn Ä hlkNvll v SL> ^O. 17. Freitag, den 21. Januar. 1876. AnBsc- «»d Amtsblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. 8. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. Amtlicher HHeit. Bekanntmachung. machen zu lafien. Gießen, den 5. Januar 1876. Groß herzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Hoffmann, Reqierungsratl). Betreffend: Das Ersatz-Geschäft für 187«. , Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr-Ordnung, fordern wir alle im Jahr 1856 geborenen Militärpflichtigen, sowie die m früheren wahren gebornen, welche sich noch nicht ftut Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste no* kein- definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder in demselben als Sindemen, rnlmnnfinft n und qöalinae anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdi-iier, Lehrlinge, Handwerksgesellen Lehrburschen, Äffi?ob«TttnBÄ« »«enfW sich aufbalten, hie,mit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Z-it tonm 1« oianuar bis uim 1. Februar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, bezishungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabeh'wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und weiin sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loo- sungs- " ^^^^^^^^^va^au^aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung Unterlasten, gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark bcleat von der Theilnahme an der Loofung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung ^- verlustig erklärt werden. welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen An- -! Mi genfer ^herzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt . Mokilischer HheiÜ der Kunst verwandte Gewerbe) angehörenden Ausstellern konnten entsprechende Mittheilungen nicht gemacht werden, weil über die, insbesondere für Photographie und Lithographie, zu errichtenden Neubauten Pläne und Programme noch ausstehen. Die angemeldeten Werke der Kunst im eigentlichen ^in»e werden in der Zeit vom 17. d. Mts. an in Bremen einer aus der Mitte der deutschen Kunstgenosienschast hervorgegangenen Jury vorgeführt, und diejenigen, welche von der Jury für geeignet erachtet worden sind, von dort nach Philadelphia übergesührt. . Berlin, 18. Januar. Abgeordnete, welche vom Rhein hier angekom- men sind, schildern übereinstimmend auf Grund der von ihnen in ihren Kreisen gemachten Erfahrungen die Stimmung des katholischen Clerus dahin, daß jede Lust zur Fortsetzung des Kampfes geschwunden sei. Sowohl das Sperrgesetz als auch die häufigen Bestrafungen wegen gesetzwidriger Handlungen haben die Wirkung gehabt, daß btt Clerus sich einer größeren Zurückhaltung befleißigt und die Kollision mit den Staatsgesetzen zu vermeiden sucht. Der Glorienschein, welcher Anfangs die .Dulder" umgab, sei vollkommen entschwunden. Der niedere Clerus habe außerdem das Gefühl, daß seine Oberhirten sehr weit davon entfernt seien, ihr „Martyrium" ^als Helden zu tragen; um so weniger glaube er sich verpflichtet, für die Vorrechte der Bischöfe noch länger Deutschland. Mainz, 17. Januar. Der königlich preußische Polizeianwalt W. Psac- rius hat durch Vermittlung des Großh. Bezirksgerichts Mainz den Domcapi- tular Dr. Haffner, Dompräbendat Dr. Raich und Kaplan Landvogt auf den 28. Januar vor das Polizeigericht zu Homburg v. d. Höhe vorgeladeii, um sich wegen des Vergehens zu verantworten, dem Pfarrer Hungari zu Rödelheim psarramtliche Aushilfe geleistet zu haben. — Das Mainzer Journal" gibt an, die Anklage gegen den General- Vicar Dr. Heinrich und den Kaplan Schaider zu Castel sei von der Anklagekammer zurückgewiesen; voraussichtlich werde aber die Staatsbehörde dagegen Im jlcbcn Berlin, 19. Januar. In einem sehr bemerkenswerthen Artikel greift das Organ der Altkatholiken, der „Deutsche Merkur", die Meinung an, als sei vom Staats-Katholicismus irgend etwas für die Zukunft zu erwarten. Wenn hier und da ein Bischof die Miene annehme, als unterwerfe er sich den Staatsgesetzen, so möge man lieber vor ihm doppelt aus der Hut sein. Denn je milder ein vaticanischer Bischof scheine, um so gefährlicher, sei er. „Der bischöfliche Vasalleueid, den der Erwählte dem Papste schwort . fahrt der Deutsche Merkur" fort,, „und worin er diesen in sechsfacher Bekräft^ung als seinen Herrn, d. i. Souverän bekennt und verspricht, ihm seine Rechte natürlich auf Kosten des Staate« - zu mehren, hat nach dem 18. Julr 1870 eine so eminent staat-gefährliche Bedeutung, daß wir nicht begreifen, wie ein Minister des Staates die Zulaffung desselben verantworten kann. Wer diesen Eid schwürt in der Unterwerfung unter die vaticanischen Decrete, der ist in seinem Gewissen verpflichtet, den Syllabus durchzusetzen mit allen Mttte n. auch mit bei Revolution. nach den berüchtigten Bullen Bonifaz VHI. (Unam sanctam) und Paulus IV. (Cum ex apost. E), sobald der Papst die Anwendung befiehlt, in unverweigerlichem Gehorsam- Das Gewiflen b» B.schose ,st das Gewiflen des Papstes, und das Gewiflen des Papstes ist die po tti|d?e Weisheit, bezw. Th.rhelt der von den Jesuiten gelecketen Kur.e. Heißt es dort' non possumus, dann auch in allen bischöflichen Hirtenbriefen- Und wiederum, ertönt das Marti .possumus, bann tinnen sie. Wenn heute der Papst ben Befehl erließe, die preußischen Bischöfe sollten m feierlichen H rten- ' brifen, unter heiligen Betheuerungen, baß sie dieselben aus ganz ft-'«, Stücken erließen, da« Volk belehren, sie hätten niemals ein Wort bie Maige -tze , ..redet gedacht oder geschrieben, dieselben seien der reinste Ausdruck de« gött- licken Willens, so würden sie da« thun, auch diejenigen beschwipsen und ver- folaen welche sie an ihr früheres Verhalten erinnerten, und — si« wurden für ihre Aussagen gläubige« Volk, .gute, echte »atholiken" finden. Erfüllten die Bischöfe den päpstliche Befehl aber nicht, so wären sie keine rechten Koth» likeu, keine treuen Söhne des heiligen Paters, denn sie verständen es nicht, apt-tUmm^ Januar. Der preußische Staatshaushalts-Etat pro 1876 balancirt in Einnahmen und Ausgaben mit 651,488,800 Mark. Davon ent« fallen auf das Ordinarium 619,162,518 Mark, auf das Extra < Ordmarium 32,326,282 Mark. rjr „ , ... Berlin, 18. Januar. In hiesigen diplomatischen Kreisen gilt es bereits als feststehend, daß die Pforte die Entgege»nahme einer Note der Mäckte ab- lehnen werde. In erster Reihe macht die türkische Regierung geltend, daß eine solche Pression ihre Autorität bei de» eigenen Unterthemen schwer schädigen und einen unheilvollen Ginfluß auf dieselben haben werde. — Die diplomatische Actioir in Konstantinopel dauert fort, da man noch nicht alle Hoffnung ausgegeben hat, die Angelegenheit in gewünschter friedlicher Weise zu ordnen. — Ueber die Arbeiterbewegung in Belgien schreibt man der „Ag. am- aus Eharleroi, 15. Januar: Wie verlautet, hat bei der vorgestern in Roux stattgehabten Strikeversammliing eine Geldvertheilung an die Arbeiter stattge- funden. Die Negierung soll gutem Vernehmen nach Maßregeln in Bezug aus die ausländischen Führer der Bewegung getroffen haben. Eine größere Zahl von Ausweisungen steht bevor. Was ben Strtke selbst anbetrifft, so ist die Lage noch immer unverändert die der letzten Tage. Von einzelnen Gruben wird die Wiederaufnahme der Arbeit, von arideren dagegen der Beginn oder der Wiederbeginn der Arbeitseinstellung gemeldet. In Morlanwelz sind Plakate an allen Straßenecken angeschlagen durch welche der Bürgermeister de« Orte« ankündigte, daß jeder Arbeiter, der sich an Aufläufe» vor den Stollen oder vor der Wohnung der Bergwerks-Drrectoren betheiligt, oder durch Drohungen, Gewalttbätigkeit u. s- w. die Freiheit der Arbeit gefährdet, mit ®e= sjngniß von 8 Sagen bis zu 3 Monaten und mit Geldbuße» von 26 Frcs- bis zu 1000 Frcs. bestraft werden wird- I» den Kohlendistricten faf> man ai vielen Orten während der letzten Tage die Mauer» mit Plakate» bedeckt, auf denen eine Guillotine unb über berselben bie phrygische Mütze abg-bilbet waren- Darunter ftanb iu lesen: „Es lebe bie Guillotine 1 Nieber mit bem König l Berlin, 18 Januar. Die Vorbereitungen für bie Weltausstellung t» Philadelphia sind, so weit sie sick in Deutschland treffen lasten, bi« auf He Bestellung der deutsche» Mitglieder bei Jury und den Katalog im Wesentlichen •um Abschluß gebracht- 'Die Pläne der deutschen Abtheilung in dem Hauptg'- bäudo, der Maschinenhalle und der landwirthsckaftlichen Halle sind .unb die «..«steiler aus ®runb derselbe» von dem .hnen uberwt. enen Rami , ium ’itbeil unter Beifügung einer Zeichnung de« letzteren, benachrichtigw ben; nicht minder stnd denselben bezüglich der A.isstellungsg.r e deerfor. ltchen Anweisungen erthetlt worden; den der vierten Abtheilung (Kunst feinen göttlichen Inspirationen das Opfer des Verstandes und des Willens ,n bringen. Gan» gewiß, es ist dem katholischen (vaticanischen) Klerus unmöglich, den Vorschriften der Staatsgesetze nachjukommen." Berli«, 19. Januar. SLmmtliche deutsche Lindtage dürften um ihre Meinung bezüglich des Uebergang« aller Eisenbahnen auf da« Reich befragt Berlin, 19. Januar. In der gestrigen Sitzung des Bundesrathe« wurde dem Reichskanzler die Ermächtigung ertheilt, Verhandlungen wegen der Erwerbung des Kroll'schen Etablisiement« behufs Errichtung des Reichstags- Gebäudes einzuleiten. Außerdem wurde ein Gesetz-Entwurf, betr. die Verlegung des Beginns des Rechnungs-Jahres für den Reichs-Etat auf den 1. April, vorgele^rljn, lg Januar. Das Kammergericht hat das Erkenntniß des Stadtgerichts gegen den R-dacteur des „Märk. Kirchenblatts", Jansen, durch welches Letzterer wegen Ausdruckes einer eine Beleidigung des Ministeriums Bismarck üwolvirenden Kammer-Rede des Grafen Praschma zu zweimonatlicher Gefänguißftrafe verurrheilt war, bestätigt. Das Kammergericht schloß sich dabei der Rechtsansicht des Stadtgerichts an, daß ein- einzelne Kammer-Rede den Schutz des § 12 des Strafgesetzbuchs nicht genieße. Bremen, 18. Januar. Einem Telegramm an den Rordd. Lloyd zufolge ist der „Salier" wieder flott und heute früh nach Bremen weitergefahren. Hesterreich. Lokal-Notiz. Gießen, 20. Jan. Beschlüsse aus der Sitzung der Stadtverordneten» Versammlung vom 13. Januar 1876. 1. Für die vacante Spritzenmeisterftelle wurde Herr Jacob Mau« angenommen und die Gebühren der Spritzenmeister bet auswärtigen Bränden für Tag und Nacht auf je 5 Mark festgesetzt. 2. Von Herrn Maurer Joh. Warner, welcher in seinen Garten am Hamm bauen will, kam das Baugesuch zur Vorlage, welche? befürwortet werden soll. 3. Desgleichen das Baugesuch des Oeconomen Herrn Karl Euler, welcher in seinem Hause in der Neustadt die Einrichtung eines Ladens beabsichtigt. 4. Der für die Straßenbeleuchtung pro 1875 vorgesehene Credit wurde mit Rücksicht auf die Vermehrung der Brennstunden verschiedener Straßenlaternen um 825 M- 29 Pf. erweitert. 5. Die von 2 Schuldnern der Stadt nachgesuchten Fristen wurden bewilligt. 6. Eine Schulgeldbefreiung wurde auf Nachsuchen beschlossen. 7. Für verschiedene Rechnungen ist die zur Anweisung der Beträge auf die Stadtkasse nöthtge Genehmigung ertheilt worden. 8. Auf Grund des Art. 15 der Instruction über die Behandlung der Einnahmen aus den Erträgen der Gemein-.ewaldungen vom 29. Juni 1837 wurde beschlossen, daß alle Steigerer gehalten sein sollen Bürgschaft zu leisten; ebenso die Steigerer von Heu- und Grummetgras. --Die k. Post- und Telegraphen-Anstalten sind ermächtigt worden, die Noten nachstehender 16 Banken anzunehmcn: Der Badischen Bank, Bant für Süddeutschland, Bayerischen Notenbank, Bremer Bank, Chemnitzer Stadtbank, Danziger Pliliat- bank, Frankfurter Bank, Hannoverschen Bank, Commerzbank in Lübeck, Kölnischen Privatbank, des Leipziger Cassenveretns, der Magdeburger Privatbank, Provinzial- Actienbank des Großherzogthums Po en, Sächsischen Bank in Dresden, Slädttschen Bank in Breslau und Württembergischen Notenbank Pesth, 19. Januar. Das Unterhaus hat den Gesetz-Entwurf, die Verwaltungs-Reform betr., in namentlicher Abstimmung mit 217 gegen 66 Stimmen als Grundlage für die Special-Debatte angenommen. Arankreich. Pari-, 18. Januar. Ein Schreiben des Herzogs Decazes, in welchem derselbe sich für di?Annahme der Candidatur für das achte Pariser Arrondissement erklärt, besagt: Sie können darauf zählen, daß ich, dem Beispiele des Marschall-Präsidenten gemäß, der treue Diener der Gesetze bleiben werde, welche die Grundlage unserer jetzigen Regierung bilden. Die Republik wird pflichtgetreu und beharrlich das Werk verfolge«, dem wir uns Alle geweiht haben: einen ehrenvollen und geachteten Frieden, welcher Frankreich würdig ist. Ein gegen innerliche Erschütterungen gesammeltes und geschütztes Frankreich kann sich diesem Werke der Beruhigung mit umsomehr Vertrauen widmen, als es sich täglich von den Gefühlen mehr unterstützt und mehr ermuthigt fühlt, welche Europa nicht für ein Land zu hegen aufhören wird, desien Unglück weder seinen emsigen Fleiß noch seinen edlen Antrieb und seinen unerschütterlichen Glauben an seine Bestimmung schwächen könnte. Belgien. Brüssel, 18. Januar. Nach einer Depesche der „Jnd6p." ist die Wahl in den Vogesen gegen Buffet ausgefallen. — In Marseille, wo Gam- betta sprechen sollte, hat General Lewa! das betr. Banket verboten. England. London, 17. Januar. Zu Woolwich werden mit indischem Eisenerze Versuche angestellt, deren Ausgang für Indien und die Zukunft seiner Industrie von größter Wichtigkeit ist. Kohle und Eisen werden nämlich fast in ganz Indien gefunden, aber die Qualität dieser Mineralien ist gering und das indische Eisen ist bisher unbenutzt geblieben, weil das Klima den Gebrauch der gewöhnlichen Frischöfen nicht zuläßt. Nun hat die indische Regierung Proben von indischer Kohle und von Eisenerz nach England geschickt, damit die Brauchbarkeit der Kohle untersucht und der Versuch gemacht werde, das Eisen in den Crampton'schen Drehöfen zu frischen, die auch in Indien eingeführt werden könnten. Die Bedeutung der Versuche für Indien ergibt sich von selbst. London, 18. Januar. Der Dampfer des Nordd. Lloyd „Salier" ist bei Westcowes (Insel Wight) gestrandet. Die Wiederflottmachung ist bisher nicht gelungen. Wahrscheinlich muß die Ladung ausgeladen werden. (s. Bremen.) London, 19. Januar. Gutem Vernehmen nach hat das englische Ca- binet beschloffen, die Note des Grafen Andraffy im Principe zu unterstützen. Die „Times" fügt hinzu, es seien einige Detailfragen noch weiter zu prüfen. — Der „Times" wird auS Philadelphia vom 18. Januar gemeldet: Der Regierung der Vereinigten Staaten sind bereits auf die in der Angelegenheit der Insel Cuba erlassene Circular-Note Antwortschreiben mehrerer Mächte von durchaus befriedigender Natur zugegangen. Spanien. Madrid, 16. Januar. Aus San Sebastian sind gestern Nachmittag zwei Bataillone Landesmiliz und Marine-Infanterie ausgerückt und haben die Höhen besetzt, welche die carlistische Batterie auf Ventaciquin beherrschen. Von Pionieren wird die eroberte Stellung befestigt. Ueberhaupt sollen die feindlichen Batterieen auf der Linie des Arratsain von dem Feuer der detachirten Forts sehr gelitten haben. General Moriones hat eine große Geldsendung empfangen und ist somit in der angenehmen Lage, seine Truppen auszahlen zu können. — In Navarra hat die Division Delatre starke Stellungen eingenommen, welche den Engpaß von Roncal beherrschen, und General Martinez Campos bereitet eine Bewegung vor, welche sich gegen das Baztan-Thal, also auch gegen die Verbindungen der Carlisten mit Frankreich richtet. Madrid, 19. Januar. Eine officielle Regierungs-Depesche meldet: Tristany hat am 18. Jan. dem spanischen Consul in Bayonne seine bedingungslose Unterwerfung erklärt. — Der „Tiempo" schreibt, daß die Vorposten der Carlisten in der Provinz Navarra zur Armee der Regierung übergegangen seien. — Der General Martinez Campos hat zwischen Pampelona und Lermoltoa (?) eine wohl verproviantirte Stellung eingenommen. Washington, 18. Januar. Staats--Secretär Fish erklärte in der Sitzung der Commission für auswärtige Angelegenheiten hinsichtlich der amerikanischen Circular-Note über die Cuba-Frage: dieselbe habe lediglich eine moralische Unterstützung der fremden Mächte im Falle einer Mediation oder Intervention der Vereinigten Staaten in der Cuba-Frage nachgcsucht. Die Regierung sehe einer freundschaftlichen Antwort von Seiten Spaniens entgegen, wie denn überhaupt die Verhandlungen zwischen Spanien und Amerika auf beiden Seiten auf das Entgegenkommendste geführt worden seien. Schulangelegenheiten. Der Frankfurter Anzeiger vom 12. d. enthält einen längeren, mit großer Sach- kenntniß verfaßten Artikel über das Thema: „Die Ueberbürdung unserer Jagend mit Schularbeiten." Wenngleich in besagtem Artikel theilweise besondere Verhältnisse der F r a n k f u r t er Schulen besprochen werden, so enthält dieselbe aber auch rm Allgemeinen so viele beherztgenswerthe Wahrheiten, die für alle Schulen, also auch für Gteßc n'S Schulen passen, daß wir uns nicht versagen können, dieselben vollständig auch hier zum Abdruck zu bringen. Die Ueberbürdllng unserer Jugend mit Schularbeiten. Immer wieder und mit Recht wird die Klage laut, daß unsere Jugend, besonders die Schüler höherer Unterrichtsanstallen durch ihre Schularbeiten so seyr in Anspruch genommen werden, daß sie keine Zeit zur Erholung und zum Verkehre mit Eltern und Geschwistern finden. Es ist nun in einem .Eingesandt" im Frankfurter Anzeiger der Vorschlag gemacht worden, alle Unterrichtsstunden bis auf 2, welche an einem Nachmittage zu ertheilen wären, wenigstens in unfern höheren Anstalten auf die Zeit von 7—12, resp. 8—1 Uhr zu verlegen. ES ist erfreulich, daß auch von Seiten des Publikums auf diese Weise ein warmes Interesse für das Wohl der Jugend an den Tag gelegt wird, und der Verfasser jenes Artikels beweist zugleich, daß er persönlich den höchsten Werth auf die Wechselwirkung von Schule Und Haus lege; denn in der That kann erstere nur bann ihre Aufgabe erfüllen, wenn sie von letzterem unterstützt wird. Sollen unsere Söhne, wie dort ausgeführt wird, 5 volle Nachmittage schulfrei sein, so müssen die Eltern weit mehr noch al§ bisher die Arbeiten ihrer Kinder zu Hause überwachen; sie werden mehr als je den Gang des Unterrichtes verfolgen und einen immer innigeren Verkehr zwischen Schule und Haus fördern müssen. Der schule käme also auf diese Weise die neue Einrichtung gewiß sehr zu Statten; — aber — bei aller Achtung vor dem regen Interesse unserer Familien für baS Schulleben, für die Fortschritte unserer Jugend, bei aller Achtung vor dem guten Willen des Vaters und der Mutter, dem Kinde bei seinen Schularbeiten behülflich zu sein, können wir doch nicht leugnen, daß uns sehr gewichtige Bedenken gegen eine etwaige Durchführung der gemachten Vorschläge aufsteigen. Datz Leben macht, zumal in unserer guten Stadt Frankfurt, so hohe Ansprüche an jeden Familienvater, daß er meist seine ganze Zeit dem Berufe widmen mutz, und eS bleiben ihm demzufolge kaum etliche Augenblicke übrig, um sich überhaupt mit seinen Kindern zu beschäftigen Da nun der Erwerb die Meisten von früh Morgens bis spät Abends in Thättgkeit hält, so ist es ja gar nicht zu verwundern, wenn der Vater, müde aus dem Geschäft nach Hause kommend, keinen Sinn mehr für die Schularbeiten seiner Kinder mitbringt und froh ist, wenn die Kinder soviel wie möglich in der Schule sind; ist es ja doch nur allzu wahr, daß den meisten unserer Familien gar nicht damit gedient wäre, wenn die Kinder noch mehr zu Hause sein sollten, als wie Sonntags, Mittwoch und Samstäg Nachmittags und bann die vielen und langen Ferien, in denen gar Manche mit den Kleinen und Großen gar Nichts anzufangen wissen! Die Fälle, wo sich die Eltern wirklich mit Erfolg persönlich der Leitung der Schularbeiten während der 5 freien Nachmittage unterziehen könnten, dürften doch wohl kaum so sehr häufig üorfommen, und vielleicht eben nur da, wo namentlich der Vater nicht von einem Geschäfte gebunden wäre. Der Vortheil käme also sicherlich nur wohlhabenden Familien zu Gute, die, wenn sie nicht selbst die Arbeiten leiten könnten, doch wieder zu einem Privatlehrer ihre Zuflucht nähmen, welcher die 5 freien Nachmittage mit den Kindern zu verkehren hätte, und damit wäre die erstrebte Entlastung unserer Jugend geradezu wieder illusorisch. Wir dürfen un8 nämlich auch durchaus nicht verhehlen, daß der größte The;! unserer Jugend nicht so selbstständig und vernünftig ist, um die 5 freien Nachmittage ohne Höhere Leitung in der richtigen Weise zu verwenden, und wir mochten befürchten, daß die gewährten Erholungsstunden nur allzu häufig eine crwünschte Gelegenheit zu gemüthlicher Bummelei würden. Außerdem machen Lehrer gerade nicht die Erfahrung, daß die Schüler nach freien halben oder ganzen Tagen, also am Donnerstag und Montag Morgen, besonders frisch wären; es macht sich im Gegentheil alsdann eine auffallende Schlaffheit und Energielosigkeit geltend, und mag auch die vorgeschlaaene Einrichtung in andern Städten sich glänzend bewährt haben, so scheint sie uns doch aus noch anderen hier nicht erwähnten Ursachen in Frankfurt durchaus nicht allgemein einer günstigen Aufnahme sicher fein zu können. Was nun die etwaige Verlegung des Mittagsessens auf V,2 Uhr betrifft, so dürfte dieselbe bei unfern gegenwärtigen Verhältnissen denn doch auf weit mehr Schwierigkeiten stoßen, als es von vorn herein den Anschein hat. Gibt es ja doch Familien genug, deren Kinder verschiedene Schulen besuchen, und wenn nun die einen um 2 Uhr wieder in der Anstalt zu sein hatten, so könnte das Mittagsessen häufig von Vzl bis Vj2 Uhr dauern, ganz abgesehen wiederum auch hier von Rücksichten auf das Geschäft. Es fragt sich nun aber, wie dem liebel anders abzuhelfen wäre, und da müssen wir gestehen, daß es nöthig erschiene, dasselbe an der Wurzel zu fassen. Im Allgemeinen werden den Schülern von den Lehrern eben viel zu viele Aufgaben, s o w o h l s ch c if t l t ck e a l s auch mündliche, gegeben. Jeder dersel - benverlsngt von Seiten der Zöglinge eine ganz besondere Be- rücksichtigung seines Unterrichtsgegenstandes und viele geben darum auch ganz besonders zahlreiche Arbeiten für i h r speciel- les Fach ohne Rücksicht darauf, daß alle Collegen dasselbe Recht haben und von demselben auch oft Gebrauch machen. Alle Aufgaben müßlen nun eigentlich theils abgehört, theilS der Correctur unterzogen werden, und die Correcturen — ach dieses Lehrerkreuz! — sind ja bei massenhaften Arbeiten und selbst bei größter Gewissenhaftigkeit nicht einmal völlig durchführbar. Es läuft also viel Oberflächlichkeit mit unter, und doch kann sich der Lehrer nicht anders helfen; denn der Zeitgeist verlangt sogenanntes positives Wissen, und zwar in den mannigfachsten Fächern. Um den vorgeschriebenen Lehrstoff zu bewältigen, urn dieses Vielerlei in das arme Gehirn hineinzuarbeiten, muß ja stets geschrieben, auswendig gelernt, eingepfropft und e ngetrichtert werden, so daß die Masse deS erlernten Positiven den selbstständigen Gedanken nicht allzuviel Spielräume läßt. Wenn nun auch sogar dcr Cultusminister eine Beschränkung der Schularbeiten verräth, so ist dieser Vorschlag kaum ausführbar, wenn nicht zugleich eine Beschränkung der Fächer sowie der denselben zugetheil- ten Unterrichtsstunden vorgenommen wird. In unfern Realschulen sollen Deutsch, Französisch, Englisch und auch noch Lateinisch neben einander betrieben werden; das ist des Guten fast zu viel, und unter diesem „Zuviel" leidet entschieden die Entwicklung. Wir haben in unseren höheren Schulen keine Zeit und keine Ruhe für die Entwickelung des Stoffes. Es wird nur gegeben und empfangen; denn die Gedanken aus unfern Schülern her- IjesS I »'«U "iu6i ääs I im ®cjeJ,r.a Hchulwe' SÄ' s:Sy* -EZ M« °L- 8=6^ werden konnte; InM datz die 6ltem n »1 Nachmittagen bdiii bestimmt würbe, ' rmpiehlen dürfte, bene die Eltern übtrW wen« sie selbst B Bei dieser Einrichtung in der Schule zuma mehr biede rein käme, ganz aMM> Ferßeig Mittwoch bt von Vormitto sollen auf bem Hirst, gert werben: 1) Maurerarbeit, w 2) Steinhamrarbeit, 3) Zimmerarbeit 4) Schreinerarbeit 5) Schlofserarbeit 6) Gußeisenliefermik 7) Weißbinderarbeit 8) (Weisungen Wen, btn 18. I- Großh. Bürgerr $1. Br S tfc* Dienstag den Vormittags - sollen im Alten-B Districten Hangelstei 69 Stämme Fichte von 15-41 C 8-20 Meter Li Festmeter, 246 Fichtenstangen i Dachsparren um ;,5 Rmtr. Nadelprl vechrrgert werden. $er Anfang ist {n ietm»' ®rk?U ecI'am 17. Bürge, ——— 364) Wli ' vrertag 68 " e »1 CTlWun Vaften?^"eter eiten. ***• ..''z-'Htij,:' in Itinent Jus®’*« itwiUigf. *R ***» °us bi, Swti utn>° die Steil nr-ftolnifdjtn ■' in Wk*. MdKn Mil grofin Sach: 7 Cu,f4 “n'ercr mit ._-/'°n cre Verhältnisse bmelbe aber auch im ■ ( nir alle Schulen, also - 3malra können, dieselben 4chularbriten. - dah unsere jugtnt, beson- ralarderten sa seor in Anspruch >-2 Verkehre mit Ellern und •” .travkiurler ilnjeiger der -- - rnelchc an einem liach- ' ! "allen auf die Heil von r? :-ch von Seilen W Pub» .. -'er fugend an den lag -.r-ch bis fr peiiönlich den ; uS legt; denn in der Thal letzterem unterstützt wird. J ^aSmittaae schulsrei srrn, :• tat Kmder ju Hause j:tl verfolgen und einen Ordern müssen. Der Schule ,u Stullen; - aber - ;ca fr da» Zchullebtn, sür -n ;j:c- Allen des Vaters i ju itm, können wir ;r, r.nt etwaige DurWunß 11 OW 'ft link £ •V//- * \,r* fll' ^chl i^Vannii’ •f- in .Mell^ so hohe Ansprüche D'bmtn muß, und ■1M überhaupt mit seinen " ' l)i-rgrns bis wenn der Vater, '-v mehr sür'dre Schularbeiten mit möglich m der -.--'en un'erer Familien gar Aitffj sein sollten, als 1 M{ niclen und langen .jr W anzusangen ■ der Lrimng dn ' - -en, dürsten ddch ’ . rno namentlich der ; .. bi Arbeiten leiten ' . ^'-richer die ö fteien kckrebteSnv uni nämlich auch - “i nicht 's seloitständig -- Binder richns-n frb-lunMunM ■ r nicht ttw on ff" “o *e • r jedoch s°L 1 3 ',,-r Jaj firftil*' ' i»**, iu itllltn- I« sgaden, ’:.U 3« >«? »nulodten verbietet sehr häufig der Mangel an Zeit. Man führe also daS Vielerlei auf ein geringerer Maaß zurück und setze die Zahl der Stunden, wo e« irgend mög« licb ist herab: der Lehrer aber, auch selbst wenn vorerst an die Verwirklichung des soeben' Gesagten noch nicht gedacht werden darf, arbeite und denke mehr in den Unterrichtsstunden selbst mit seinen Schülern, sodaß in den Stunden selbst mehr ge lernt werde, als durch die Schularbeiten; dann ist daS Unterrichten nichts Aeußer- licheS und Undankbare«, sondern ein innigerer geistigerer Verkehr mit den Schülern. Der Unterrichtsstoff muß auf diese Weise weit eher in Fleisch und Blut der Zöglinge übergehen, und besondere Schularbeiten find dann in viel geringerer Zahl nöthig, al? setzt. Die Schule muß Leben haben, Leben sein und Leben gewähren, und die papiere» nen Kenntnisse sowie der Wust von eitlem Gedächtnißkram wird der Frische, dem Denken und dem selbstständigen Produciren weichen müssen. Die« Alle« wtrd nun aber nicht dadurch erreicht, daß wir unsere Kinder 5 Nachmittage zu Hause behalten; im Gegentheil möchten wir, wenn überhaupt an den Beginn einer völligen Umgestal tung unseres Schulwesens gedacht werden könnte, anempfehlen, die Schule solle die Kinder noch länger als jetzt in Anspruch nehmen, aber in ganz anderer Weise, wie geaenwä'tig und vor Allem unter der Bedingung, daß alle Schularbeiten unter der Leitung, nickt mit Hülfe der Lehrer in der Schule selbst angefertigt werden. Unsere« Erachten« wäre e« von den Schülern sogar bei den jetzigen Verhältnissen durchaus nicht zu viel verlangt, wenn die Schulzeit im Sommer auf die Stunden von 7—12 Kor- und 3—6 Nachmittags, im Winter von 8—12 Vor- und von 2—6 Nachmittag», mit Ausnahme de« Mittwoch« und Samstags, festgesetzt würde. Damit wäre zugleich dem häufigen Verluste der Stunde von 2-3 In der heißen Zeit vorgebeugt. Im Ganzen ergäben sich bei dieser Einthetlung 42 Stunden, von denen 32 dem Unterrichte selbst und 10 den Schularbeiten zu widmen wären. Die geeignete Abwechselung der Lehr- und der Arbeitsstunden bliebe dem Lehrercollegium überlassen. Selbstverständlich müßten alle Lehrer darauf sehen, daß da« Maaß der Arbeiten in den 10 Arbeitsstunden wöchentlich von dem Mittelschlage der Schüler gut und ohne Uebereilung bewältigt werden könnte; indessen müßte ferner in jeder Schule die Einrichtung getroffen werden, daß die Eltern nach eignem Ermessen ihre Kinder auch an Mittwoch- und Samstag- Nachmittagen auf 2 Stunden, gleichviel ob die Zeit von 2—4 oder 3—5 oder 4—v dazu bestimmt würde, in die Schule schicken konnten, waS sich bei schwächeren Schülern empfehlen dürfte, denen die 10 Arbeitsstunden nicht genügten, oder solchen, für welche die Eltern überhaupt noch eine Nachhülfe oder auch nur Beaufsichtigung wünschten, wenn sie selbst sich der Kinder in der freien Zeit nicht genügend annehmen konnten. Bei dieser Einrichtung wäre also den Schülern die Möglichkeit geboten, alle Arbeiten in der Schule zu machen, sodaß von häuslichen Arbeiten und Ueberbürdung kaum mehr die Rede zu sein brauchte; da« Kind gehörte demzufolge, sobald /« nach Hause käme, ganz ausschließlich seinen Eltern an, und wir glauben kaum, daß diese Emruh- tung unsere Jugend schädigte; im Gegentheil würden Körper und Seist gesund unl> frisch erhalten; denn es versteht sich von selbst, daß zwischen den einzelnen Stunden eine genügende Erholungszeit gestattet werde, und, wa« den Schulweg anbelangt, so halten wir ihn geradezu für eine Wohlthat für unsere Jugend; die Bewegung in freier Luft kann nur förderlich sein, vorausgesetzt natürlich, daß die Kinder früh genug von zu Hause Weggehen und der Schulweg nicht zur Hetzjagd wird. Von 6 Uhr Abend« an und an Mittwoch- und Samstag-Nachmittagen wäre noch Zeit genug übrig zum Baden, zum Spaziergang oder zum Schlittschuhlaufen (?), zum Verkehre mit den Eltern, ja sogar für Musikunterricht und die dafür nöthigen Uebungsstunden. Nun werden aber natürlich die Herren Lehrer über uns herfallen und uns zurufen: „Für eine solche Einrichtung würden wir uns schönstens bedanken!" Sosehr Unrecht hätten dieselben nicht; allein es ist doch selbstredend, daß, sollen die gemachten Vorschläge allenfalls verwirklicht werden können, überhaupt eine Aenderung gar vieler Verhältnisse nöthig wäre. Der Lehrer müßte vor allen Dingen so gestellt werden, daß sein Gehalt allein schon ihm ein sorgenfreies Leben sicherte. Dagegen hatte er der Schule, an welcher er angestellt würde, seine ganze Thätigkett zur Verfügung zu stellen. Dies könnte er um so besser thun, als er alsdann nicht mehr wie bisher neben seiner Wirksamkeit in der Schule auch noch auf Privatstunden angewiesen wäre. Die entsprechende Erhöhung der Lehrergehalte könnte eine Stadt wie Frankfurt doch wohl auf irgend eine Weise aufbringen, und sollte die Stadt als solche dieselbe nicht übernehmen können oder wollen, so blieb doch immer noch die Möglichkeit einer Erhöhung des Schulgeldes oder der Ausweg einer allgemeinen Schulsteuer, wie sie in Amerika eingeführt ist und wodurch selbstverständlich zugleich die völlige Aufhebung des Schulgeldes bedingt würde. , , t _ Da übrigens eine durchgreifende Verbesserung der den gegenwartrgen Verhältnissen unwahrscheinlich ist, so müssen wir uns wohl mit den bestehenden Einrichtungen einstweilen zufrieden geben, und da mit den 5 freien Nachmittagen nur sehr wenige Familien ihr Ziel erreichen dürften, so möchten wir uns zunächst nur der Hoffnung hingeben, daß es möglich wäre, durch einen klaren, entwickelnden, lebendigen und fesselnden Unterricht in allen Fächern eine Menge namentlich schriftlicher häuslicher Arbeiten überflüssig zu machen. Wenn wir damit allerdings unsere Ansprüche an die Lehrerwelt um ein Bedeutendes noch erhöhen, so meinen wir dock, daß anderseits dem Lehrer auch wieder eine Last abgenommen würde, wenn die schriftlichen Arbeiten sich verringerten, und daß ihm der Dank der Familien gewiß wäre, die seine Arbeit an den jungen Seelen nicht hoch genug anschlagen können. Möchten doch Gießener Lehrer, refp. die Dirigenten der verschiedenen Schulanstalten der in vorstehendem Artikel höchst wichtigen Sache ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden und die beregten Uebelftände — die auch hier bei einigen Schulen recht stark hervortreten — möglichst bald abstellen. Allgemeiner Anzeiger. M. Pf. (351 3 in Giessen. 295 <1 AmcIFo Eseler 45) 116 68 246 25 24 850 9059. 70. 1755. - Festmeter, Fichtenstangen mit 11,94 Festmeter, zu Dachsparren und Rüststangen geeignet, Rmtr. Nadelprügelholz, kommt. Garbenteich, am 18. Januar 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Garbenteich. S ch w arg.__ 92. 918. 69. 29. 31. 69. 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