Donnerstag, den 21. September tS?6 Anzeige- und Amtsblatt sie den Kreis Gießen. Aktion. lach RIO -Or/eanst] w- hlagts s°"f! j, Teptev^ Steuerwesens. s-S , raß unser r ■ !eit 45 Ich« teiungm btffai löfunft über l» tiedtneli. 2 Uhr von' (4839 halb unterbleibt die (isolirte) russische Action. Wien, 18. Septbr. Die Meldung des „L....... , u--,- Milan sei durch die serbische Armee zum König von Serbien ausgerufen, wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. Nachrichten aus Belgrads zufolge hat der Fürst auf die Meldung, daß die türkische Negierung den türkischen Truppen-Führern befohlen habe, sich auf die Defensive zu beschränken, «inen gleichen Befehl an die serbischen Befehlshaber erlassen. Wien, 18. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet: Wenngleich von dem formellen Abschlüsse eines Waffenstillstandes bisher nichts verlautet hat, so ist doch sicher, daß die Pforte (wie bereits gemeldet) die Mächte von der an die Befehlshaber der türkischen Truppen ergangenen Weisung, jede kriegerische Operation einzustellen, vertraulich in Kenntniß gesetzt hat. Dem entsprechend werden (wie ebenfalls schon gemeldet) auch von Seiten Serbiens die Feindseligkeiten eingestellt. Man hofft auf baldigen Abschluß eines förmlichen ■. 18. Miede-: te 630 M. M 150 M. M. 'V Waffenstillstandes. Wien, 18. Septbr. Von gut unterrichteter Sette wird mitgetheilt, daß die Pforte den Mächten angezeigt, sie habe ihre Truppen - Kommandanten angewiesen, sich fortan auf die Defensive zu beschränken. Wien, 19. Septbr. Die „Polit. Corresp." schreibt unter hochofficiö- sem Zeichen : Mit Beziehung auf die Nachricht von der Ausrufung des Fürsten Milan zum König können wir mtttheilen, daß allerdings Seitens der serbischen Truppen eine solche Kundgebung stattgefunden hat, vernehmen jedoch gleichzeitig, daß diese unter dem ersten Eindrücke der Bekanntwerdung der türkischen Friedens-Bedingungen von den serbischen Truppen in's Werk gesetzte Manifestation auch von maßgebender serbischer Stelle aus als bedeutungslos betrachtet rind erklärt worden ist. Nach Versicherung von derselben Seite haben der Fürst und deffen Regierung, indem sie unerschütterlich auf dem Boden der Frie- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vrinaerlohn. Durch die Post Brpflen vierteljährlich A Mar- W Pf. Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg./frei in s «Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1876 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Die Abonnenten, welche den Anzeiger abholen, erhalten denselben zu 2 Mark. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnemcntspreis 2 Mark excl. Postgebühr. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonnircn. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Aussage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche aus den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. d^cdaction. IsranLreich. Paris, 18. Septbr. Der „Agence Havas" zufolge dattrt der Befehl der Pjorir zur Einstellung der Offensiv-Operationen vom Samstag, den 16. Hekttreitk. Wien, 18. Septbr. Oesterreich ist zu gemeinsamer bewaffneter Intervention mit Rußland bereit, falls die Friedens-Versuche scheitern sollten, des- lber, b3^ien(it Deujlöttand. Darmstadt, 17. Septbr. Ein von dem Ministerium des Innern an die Kreisämter ergangenes Ausschreiben macht dieselben darauf aufmerksam, daß die feierlichen Einholungen des Bischofs von Mainz ans seinen Firmungs-Reisen, wenn sie mit geordneten und von der Geistlichkeit oder dem Kirche».Vorstande geleiteten Zügen auf den öffentlichen Wegen stattfinden, unter den Begriff „kirchliche Feierlichkeiten" und für dieselben also nach dem 1875 erlassenen Gesetz über die rechtliche Stellung der Kirchen- und Religions-Gemeinschaften im Staate die Genehmigung der Verwaltungs-Behörde einzuholen ist. Sollten diese Züge mit Musik oder Schießen verbunden oder Fackel-Züge veranstaltet werden, ' so ist hierzu die polizeiliche Erlaubmß erforderlich. Das Schießen innerhalb der Städte oder Dörfer ist übrigens absolut zu untersagen. (Frkftr. Journ.) Berlin, 18. Septbr. Der „Reichs-Anz." enthält die kaiserliche Verordnung, durch welche der Bundesrath auf den 21. September einberufen wird. Posen, 19. Septbr. Die „Ostd. Ztg." meldet: Probst Droukowski, welcher von der Regierung vor einigen Monaten zum Probst in Luttom ernannt wurde, ist in Folge directen Auftrages aus Rom am 17. d. Mts. durch Decan Hebanowski in sein Amt kirchlich eingeführt worden. Köln, 18. Septbr. Der Dirigent des Kölner Männer-Gesang-Vereins, Professor Franz Weber, ist gestorben. München, 18. Septbr. Der König ernannte den Dekan Enzler zum Bischof von Speyer und ferner den Pater Ambrosius zum Bischof von Würzburg. 5 iu ltt Wh fr Malt. )em iessen nin’r. M ®lT dens-Bestrebungen beharren, jene Demonstration mit Entschiedenheit zurückge- wiesen und derselben selbstverständlich keine weitere Folge gegeben. Kossand. Amsterdam, 15. September. Wie München seinerzeit seine Revolution wegen der Vertheuerung des Seidel Bier hatte, so haben wir hier in den letzten Tagen eine förmliche ©mente wegen der diesjährigen Untersagung der Kirmcßfeier erlebt. Man muß hierzulande einer Kirmeß entweder in Amsterdam oder in Rotterdam, wo es noch weit toller zuging, beigewohnt haben, um sich eit.en Begriff von den triftigen Gründen zu machen, welche seit einigen Jahren bereits die größeren Niederländischen Städte bestimmten, sowohl aus Gesund- heits- als aus Moralitätsrücksichten diesen Saturnalien ein Ende zu machen. Der Amsterdamer Mob wollte sich aber nicht damit zufrieden geben, er wollte seine Orgien feiern, und da der Magistrat nicht nachgab, so kam es Montag, nachdem es bereits Sonntag stark gegährt hatte, zum Ausbruch. Gruppen von 6 —800 Personen, theilweise mit Stöcken bewaffnet, durchzogen die Straßen mit wildem Geheul und unter Absingen folgenden Refrains: „Kirmeß muß werden, — Kirmeß muß sein, — Sonst schlagen wir Alles — Kurz und klein." Und endlich ließen es die Ruhestörer nicht mehr bei der bloßen Drohung bewenden. Gegen Uhr Abends begann die durch reichlichen Branntweingenuß iu Wuth versetzte Menge in der Calverstraße, einer sehr engen Straße, wo aber die Hauptläden sich befinden, die Scheiben einzuwerfen und die Häuser theilweise zu demoliren. Die Behörden, welche dem wilden Lärm bisher allzu unthätig zugesehen, hielten jetzt den Moment zum Einschreiten für gekommen. Die Gensd'armerie, Infanterie und Cavallerie wurden gleichzeitig aufgeboten, um dem Treiben der Ruhestörer zu pariren- Es wurden an hundert Arrettrungen vorgenommen. Die ganze Nacht von Montag auf Dienstag waren der Magistrat und die Militär-Behörden in Permanenz im Rathhause. In den meisten Hauptstraßen gibt es keine einzige Gaslaterne mehr. Die kostbarsten Spiegelscheiben, namentlich auf der Zemeugracht, wurden eingeschlagen. Die Stadt wird viele ÄS r' WTj Wiener Tageblatts", Fürst Tausende Gulden Schadenersatz zu erlegen haben. Verwundungen kamen vor, '> doch, wie es scheint, keine erheblichen. Ein Pistolenschuß soll auf einen Polizei- ' Agenten gefallen sein, doch ohne ihn zu verwunden. Dienstag Morgens erließ der Bürgermeister eine Proklamation, welche, kraft des Gemeindegesetzes, das Zusammenrotteu von mehr als fünf Personen untersagte und die Bürger zur Ruhe und Ordnung aufforderte. Das Haus des Bürgermeisters auf der Heesengracht lief einen Augenblick große Gefahr, gestürmt zu werde» von einer Rotte mit langen Stöcken bewaffneter Eisenarbeiter, die unter Absingung folgenden Refrains auf das Haus anrückte: „Auf! Auf! Auf! Hängt den Bürgermeister auf!" Gestern noch war die Aufregung sehr groß. Selbst auf der Börse fanden einige Verhaftungen statt- Die Bürgerwehr war unter den Waffen. Doch hat sich seitdem der Mob theilweise beruhigt und heute ist Alles relativ still. Die Kirmeß bleibt nichtsdestoweniger abgeschafft. Haag, 18. Septbr. In der Thronrede, mit welcher die neue Session der General-Staaten eröffnet wurde, wies der König auf die fortgesetzt freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Mächten, die günstige innere Lage und die stetige Zunahme der Staats-Einnahmen hin. Der Krieg im nördlichen Sumatra sei zwar noch nicht beendigt, aber sonst herrsche in ganz Indien die vollständigste Ruhe. Auch die Beilegung des Zwistes mit Venezuela sei demnächst zu erwarten. Angekündigt wurden Vorlagen über die Reform der Justiz- Gesetzgebung, des Wahl-Gesetzes, des Volksunterrichts-Gesetzes und des Erscheint täglich mit Hutaohme M Montag», (»xpeditio«r Schulstraß«, Lit. 8. Nr. 18. ubach, W Upp yd. Einladung zum Abonnement auf den Ao. m ' z,rt W * J * , '.L d. Mts., und ordnet dieselbe bis zum 25. d. Mts. für den serbischen wie montenegrinischen Kriegsschauplatz an. Paris, 18. September. Das „Journal de D6bats" bringt ein Telegramm, wonach die Einstellung der Feindseligkeiten auf zehn Tage unterzeichnet wäre. Atalien. Rom, 18. Septbr. Gestern haben zahlreich besuchte Meetings in Neapel und Turin zu Gunsten der Christen in der Türkei stattgefunden. Melgieu. Brüssel, 19. Septbr. Einem Telegramm der „Jndäp. Helge" aus Paris zufolge hat die Pforte eine Ermäßigung der Friedens-Bedingungen zugestanden und letztere auf vier Punkte eingeschränkt: Vertheilung der Auszahlung der Kriegs-Entschädigung auf einen Zeitraum von 10 Jahren, bis zur vollständigen Abtragung der Kriegs-Entschädigung Besetzung von zwei serbischen Festungen, Anerkennung des Fürsten Milan ohne Investitur in Konstantinopel, Bildung eines neuen Ministeriums in Serbien. England. SottboH, 18. Septbr. Heute Nachmittag fand in der City unter dem Vorsitze des Lordmayor eine große Versaiümlung statt und nahm einstimmig eine Resolution an, welche gegen die von den Türken verübten Grausamkeiten protestirt, Schritte zur Beendigung derselben fordert und die Regierung auf- fordert, die Unabhängigkeits-Bestrebungen der slavischen Provinzen der Türkei zu unterstützen. Die Versammlung votirte eine entsprechende Ädresie an bu Königin und wählte eine Deputation, um die gefaßten Beschlüsie den Lords Beaconsfield und Derby mitzutheilen. Spanien. Madrid, 17. September. Das Journal „Mario" erwähnt der Nach, richt eines Journals von Valladolid, wonach der Präfect den Verkauf von protestantischen Bildern verboten habe. „Diario" beschwört die Regierung, die Thatsache zu untersuchen und den Präfekten zur Verantwortung zu ziehen, wenn es sich ergeben sollte, daß er den Artikel 11 der Verfassung verletzt habe. Numänieu. Bukarest, 18. Septbr. Bei den jetzt begonnenen Herbst-Uebungen werden Truppen-Concentrationen absichtlich vermieden, um keinerlei Grund zu Befürchtungen und Argwohn zu geben. Türkei. Konstantinopel, 19. Septbr. Durch Erlaß des Sultans wird behufs Erleichterung der Friedens-Verhandlungen (wie bereits nach der „Agence Havas" gemeldet) die Einstellung der Feindseligkeiten auf 10 Tage, vom letzten Freitag angefangen, verfügt. , Ragusa, 18. Septbr. Die ausgehungerte Besatzung der türkischen Bergveste Medun machte am 14. d. einen Versuch, sich nach Podgoritza durch- zuschlagen, wurde jedoch zurückgeworfen. _________ Lokal-Skotiz. Gießen, 20. Sept In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 21. September 1876, Nachmittags 4 Uhr, im Nathpaussaale folgen: 1. Die Verwendung der alten Realschule betr. 2. Die Pflasterung der Banquette auf dem Seltcrsberg. 3. Die Fortsetzung des Straßenumbaues zwischen L-eltersthor und Neustadt. 4. Geländeerwerb von Fabrikanten Karl Kempfs- 5. Straßenbeleuchtung tm Gartfeld betr. r 6. Gesuch des Kaufmanns Wilhelm Seuling um Bauerlauonitz. 7. Gesuch des Fabrikanten I. Bernhardt um Bauerlaubnrtz. 8. Das Bauwesen des Jacob Helsenbein in der Schwarzlach betr. 9. Gesuch des H einrich Schäfer um Baucrlaubniß. 10. Die Herstellung der Grenzbrücke am Krofdorferweg. 11. Die Kosten der Feier des 2. September betr- 12. Die Bedienung der städtischen Uhren dctr- 13. Gesuch des Schreinermeisters Philipp Bauer II um Aufnahme als Ortsbürger. — Verwischtes. Krofdorf, 15- Sept. Heute machte ein hiesiger schon bejahrter Einwohner seinem Leben durch Erschießen mittelst einer Doppelflinte ein Ende- Darmstadt, 18 Sept. Gestern Abend wurde die Industrieausstellung geschlossen. Am gestrigen Tag war dieselbe besucht wie noch nie; am Morgen waren auch schon sämmtliche Loose verlaust und keines mehr zu haben. „ — (Hum modernen Wunderunsug.) Die „Rh- und Ruhrztg. erzählt: „Die Marien-Erscheinungen zu Marpingen erinnern uns lebhaft an den Muttergoltes-Skandol — nur so kann man cs nennen —, welcher Anfang dieses Jahrzehnts in dem Dorse Leng bei Ratibor sich abspielte. Einige Wirlhe dieses Dorfes hatten die alte Oftrog-r Holzkirche erstanden und sie aus ihre Feldmark verpflanzt; durch ein Versehen der bischöflichen Behörde war sie dort eingeweiht morden, noch ehe sie aus- dem privaten in das kirchliche Eigenthum üdergegangen war. Mit dem Besitz der Kirche erwachte in den anliegenden Gemeinden der Wunsch, von der unbequem gelegenen Pfarrei los- aetrennt zu werden und einen eigenen Geistlichen zu besitzen. Die Art, wie die bischöfliche Behörde in solchen Fällen vorzugehen pflegt, hat gewöhnlich den schein einer gewissen Willkürlichkeit gegen sich; darum konnte man sich nicht einigen: die Bauern wurden erst mißtrauisch und dann trotzig und gcrl-then allmahlig in -ine Lage, welche als eine Selbst-xcommunication von ihrer Pfarrkirche bezeichnet werden kaum In dies- Heit kirchlicher Jsostrthe.t fällt das Ereigniß welches Leng beinah- zu dem Range eines Gnadenortes erhoben hätte. Aus einer Dielritze der Sacristei der Lenger Hol, kirche hatte sich ein Schwamm entwickelt und in einem ziemlichen Fladen aus die beiden benachbarten Bretter gelegt. Dies- Erscheinung ging über den Bauernverstand der derzeitigen Besitzer der Kirche; vor ihrer Phantasie, geleitet von einem Schlauberger, der früher wegen Falschmünzerei einige Jahre das Zuchthaus bewohnt haben soll, gewann der Fladen bestimmte Risse, die vor dem geübter werdenden Auge allmählich in ein Muttergottesbild zusammenrannen Ein Gymnasiast Uetz sich für gute Worte bewegen, der Bauernphantasie seinen Bleistift zu leihen; ein Gleiwttzer Maler gab für Geld seine Farben dazu und so entstand das Obraz NajswietszSj Panny Maryj na grzybis, d h. das Bild der allerseligsten Jungfrau Maria auf dem Pilze. Der Pilz fladen selbst rouibe mit einem Guckkasten überbaut, wodurch die Erscheinung nicht nur mistisck, sondern auch äußerlich gewann; denn vermöge der Dunsttropfen, welche sich an das Guckalas ansetzten, erschien der Wurderpilz dem frommen Gucker mit lauter Sternen, Diamanten und Perlen bedeckt, die Himmelskönigin tm Sternengewande. Das Wunder war fertig. Die Krcbe von Leng war im Ru ein beliebter Wallfahrtsort geworden. Tausende frommer Dörfler und sogar Städter pllgerten dort täglich zusammen und drängten und stießen sich in dem engen Holzgebäude und um den Kasten in der noch engeren Sacristei. Der Kirchhof verwandelte sich in einen permanenten Markt; man riß sich um die Bilder der Pilzmuttergottes in Oel und Photographie als theure Andenken an dar große „Wunder", welches man mit eigenen Augen im Guckkasten gesehen; sogar eine rothe Flüssigkeit will man dort gekauft haben, angeblich eine unter dem Pilze gesammelte blutartige Ausschwitzung deS Muttergottesklndes, in Wahrheit — Rosenlrqueur. Zur Verwunderung des LeserS müssen wir constatiren, daß ein jeder der frommen Pilger auf dem in mystischem Dunkel gehaltenen Pilze in Wahrheit und in genauen Umrissen das Bild deS Gleiwitzer Malers sah. Wir bitten aber ganz extra darauf zu achten, wie dies fertig gebracht wurde. Man sagte nämlich: „Rur Demjenigen wird die Erscheinung der Muttergottes zu Theil, welcher sich im Zustande der Gnade befindet!" Wer also hätte gestehen wollen, daß er die Erscheinung nicht wahrgenommen, hätte unfehlbar den Verdacht der Todsünde auf sich gezogen, eine Fatalität, welcher sich Niemand auszusetzen wagte. An diesem Dictum scheiterten auch alle Versuche der umwohnenden Geistlichkeit, ihre Pfarrkinder von dem Unfuge fern zu halten; man sprach ihnen selbst die Gnade ab, weil sie nicht an das „Wunder" glauben wollten. Das Volk erklärte sich die Sache folgendermaßen: Die Lenger Kirche war an ihrem früheren Standorte Ostrog eine geliebte Wallfahrtskirche gewesen, an ihrer Stelle aber ein schöner gothischer Neubau ausgesührt worden. Die Muttergottes habe es aber verschmäht, in dem neuen steinernen, kalten Gotteshause Wohnung zu nehmen, und sei daher mit der alten Kirche und ihrer Gnade nach Leng geflüchtet. In dieser Vorstellung lag wieder der Grund, warum der Erzpriester des Zirkels, derzeit der Pfarrer von Ostrog, gegen den Skandal nicht einschreiten konnte; er war ja der Pfarrer jenes verwaisten Gnadenortes, und jeden Schritt, den er gegen den Lenger Schwindel unternahm, lhat er nach des Volkes Meinung aus Neid und Bosheit darüber, weil nie Muttergottes mit ihrem kostbaren Gnadenkleinod seine Pfarrkirche verlassen habe. Das Aergerniß war bereits sehr groß geworden, als der Erzpriester sich entschloß, in Begleitung eines energischen Amtsgenossen sich persönlich nach Leng zu begeben. Es gelang den beiden Herren, in die Sacristei vorzudringen. Ehe die Kirchenbesitzer sich versahen, war der Kasten von dem Schwamme abgehoben, dieser selbst schnell zusammen gerafft und auf den Kirchhof geworfen Ei war ganz in Fäulniß übergegangen und soll einen pestilenzialischen Gestank verbreitet haben — eine Bestätigungsart des Wunders, welche wohl allein die verblüfften Lenger von Thälichkeiten gegen die beiden Herren abgehalten hat- Vielleicht spielte etwas Rache über diese Entwunderung ihrer Kirche mit, daß die Besitzer das Gotteshaus später an Kaminski verkauften. Diesem nahm es der verstorbene Himmelwitzer Pfarrer Graca wieder ab- Graca sandte feinen Caplan als Expositus dahin, welchem es endlich gelang, die Lenger Gemeinde zur Ruhe und Ordnung zurückzuführen. Das Bild der Pilzmuttergottes ist in Tausenden von Exemplaren unter dem Landoolke verbreitet. Auch das Urbild ist noch in der Lenger Kirche vorhanden, selbst Kaminski durfte es nicht antasten, und es wird hängen bleiuen, bis der erste Schwindel vergessen sein wird und dann ein unternehmender Geistlicher sich findet, welcher es versteht, Leng als Gnaden- und Wallfahrtsort in Aufnahme und zur Geltung zu bringen." Berlin, 13. Sept- lieber einen recht traurigen Fall hatte der Lokal-Ausschuß des Vereins für die Besserung der Strafgefangenen in seiner gestrigen Sitzung zu berichten: Ein Productenhändler G wurde Anfangs d. I. wegen Verdachts der Wech- selsälschung verhaftet, er saß 7 volle Monate in Untersuchungshaft bis sich vor 3 Tagen in öffentlicher Verhandlung seine volle Unschuld herausstellte. Während seiner Haft hatten ihm Gläubiger sein ganzes Hab und Gut, sein Handwerkszeug und einen Wagen mit Hund mit Arrest belegt, fein Unglück voll zu machen starb dem Armen 8 Tage vor Beweis feiner Unschuld Frau und Kind. G- bat vom Verein um eine Unterstützung von 33 Mk., sich feinen Hund und Wagen auszulösen und mit dem Rest des Geldes feinen kleinen Handel wieder zu beginnen. Der Verein bewilligte diese Summe sofort, leider ober kann er sie nur darlehnsweise geben, da ihm statutenmäßig nur gestattet ist, für bestrafte und sich bessernde Menschen, nicht aber für unschuldige helfend einzutreten. . r, v — Aus Brückenau erfahren wir, daß die abgebrannten Gebäude nur zu 286,000 Mk. versichert waren, während der Werth derselben diese Summe mindestens um das Sechsfache überstieg. Bei der Abwickelung bezüglich der Versicherung der Mobilien wurde über das von einzelnen Versicherungs-Gesellschasten eingehaltene Verfahren vielfach geklagt, dagegen wurde dem „Phönix" und der „Providentia" in Frankfurt a. M., sowie der „Stettiner Versicherungs-Gesellschaft" allgemeines Lob gespendet. Der Nothstand in Brückenau ist groß und eine Fortsetzung der Sammlungen von Liebes-Gaben, namentlich aber Geld, dringend eiforderlich. ** Lebensversicherungsanstalten gibt es in Deutschland jetzt nahe an 40, in Deutsch Oesterreich gegen 15, in der deutschen Schweiz 2. Unter den deutschen Anstalten hatten die nachbenannten zu Ausgang des vorigen Jahres je einen Versiche- rungsbcstand von mehr als 50 Millionen Mark. Gotha (288,259,400 Mk.), Germania in Stettin (190,951,443 Mk.), Concordia in Cöln (124,801,726 Mk), alte Leipziger (103,080,650 Mk.), Lübeck (102,809,747 Mk.), Stuttgarter Lebensversicherungsbank (98,327,946 Mk ), alte Berlinische (79,197,619 Mk., Magdeburger Lebensoersicherungsgesellschaft (51,843,481 Mt.) * . 2 f Die Zusammenstellung im „Bremer Handelsblatte", welcher wir diese Daten entnehmen, überzeugt uns von der soliden Fundirung der Mehrzahl der geschilderten Institute; sie belehrt un§ aber zugleich, daß noch immer doch nur ein kleiner Procents satz der Bevölkerung von den hier dargebotenen Segnungen Gebrauch macht. (Versichert waren im Deutschen Reiche Ende 1875: 508,519 Personen mit 1622,672,300 Mk) Indern sie zugleich diese Segnungen mit authentischen Ziffern erläutert, enthält sie eine ernste Mahnung an alle Diejenigen, welche, obwohl ihnen die Gelegenheit so nahe gerückt ist, noch versäumen, in der zweckentsprechendsten und sichersten Weise für die materielle Zukunft ihrer Angehörigen zu sorgen. LandwirthschaftUches. Die Verwerthung des Sägemehls als Streumaterial. Bei der „Gesellschaft für öffentliches Fuhrwesen zu Berlin" wird als Streumaterial seit ein paar Jahren Sägemehl benutzt, welches in ^ägemühlen zum Preise von zwei Thalern die Schachtruthe (gleich 30 Centner) zu haben ist. Dasselbe wird etwa 10 Zentimeter hoch gleichmäßig aufgelegt und nur das undienlich gewordene täglich durch frisches ersetzt, wozu per Pferd und Tag 2,5 Kilo ausreichend sind. Bei der Billigkeit und dem geringen Verbrauch dieses Materials stellen sich die Kosten erheblich geringer, als die einer guten Strohstreu, die Differenz beträgt per Pferd uni) Monat mindestens 3 Mark. WaS die Zweckdienlichkeit dieser Streu angeht — bemern Dr. Klein, der Thierarzt der genannten Gesellschaft — so muß fie zunächst bei ihrer elastischen Beschaffenheit den Thieren ein angenehmes Lager gewähren; nur in der Winterzeit wird für kalte Ställe in dieser Beziehung der wärmeren Strohstreu zuzusprechen fein, dagegen empfiehlt sich erstere zur Verhütung des Durchliegens wegen dieser differirenden Eigenschaft bei Thieren, die krankheitshalber anhaltend oder viel liegen, auch bet solchen, die durch unruhige Bewegungen die leichter verschiebbare Strohstreu disloziren. Unverkennbaren Nutzen, höher anzuschlagen als die Kostenersparnitz gewährt Die Sägemehlstreu durch die vortheilhafte Einwirkung, die sie vermöge ihrer hygroskopischen Eigenschaft und durch die deshalb stets feuchte Beschaffenheit auf da4 Wohlbefinden der Thiere und die Conservirung der Hufe ausübt; nicht allein Wasser- dünste, sondern auch ammoniakalische und andere Augen- und Respirationsorgane be$ lästigende dunstförmige Körper werden vor der Sägemehlstreu begierig aufgenommen und sestgehalten; gleiche Schicksale scheinen auch manche an Wasseriheilchen haftendc Gift- und Ansteckungsstoffe zu verfallen, die mit der rm Sägemehl enthaltenen Gerbsäure unschädliche Verbindungen eingehen mögen. Mit Rücksicht aus diese Vermuthung findet die Thatsache Erwähnung, daß während der Zeit, daß Sägemehlstreu verwandl wurde, keine ansteckenden Krankheiten oorkamen, wiewohl im Herbste 1875 die Iw fluenza in den meisten Stallungen der Nachbarschaft auftrat, sowie die infektiösen Zustande, Mauke und Wunden, sämmtlich gutartigen Verlaus zeigten, so daß nicht eiii Todesfall in Folge dieser zu verzeichnen ist. Die vortheilhafte Einwirkung der feuchte Streu auf den Huf offenbarte sich dadurch, daß derselbe stärker und seine Bodenflach^ größer wurden; dann kamen diejenigen Hufübel deren Entstehen v^hErgegangene Austrocknen des Hufes mehr oder weniger zuzuschreiben ist, gar nicht oder seltene vor, so daß das Einschlagen der Hufe, selbst bei der trockensten Sommerhitze ohn Nachthel unterbleiben konnte. Zwanghuf und fauler Strahl kamen gar nicm J Beobachtung, getrennte Wände, sowie Hornsoalten zeigten sich nur sehr vereinz Daß die Thiere nach jedem Niederlegen von dem zwischen den Haaren sitzenden ödg - mehl gereinigt werden müssen, kann von der Anwendung dieses ^?terialS als nicht abhatten, da jene Mühe der Hautpflege zu Gute kommd Der Dünger enthalt die Excremente in verkürztem Zustande, ist dem Verderben durch Z^fltzung < moderung) weniger ausgesetzt als Strohdünger und hat demnach höheren W-rtd als dieser. Dir G-winnutig raufen aepotbti ' 1) Mn 3300 bis jum 2) von 400 137 bis ;j im Mr dn öff 4 Dienstag de^ 7 itbiheilungs-Bvre "inen birrfilbst ei»j iiogen weiten. Offerten für 8 tewdfiä)tigung. 3" Wetzlar, ben ArpiMltig l vierteln bei d Gieße Jj) Stück Triebviertel Mag ben 22. die Nachmittags von Untere sechs Jahre Dmnienkunsl am N wichen, ben 19. 6epi »»Herzogliche Bürger A. Brav fr ?* bov. Boll 1 Car-ellkn in Pechigen Famstag ben 23 Nachmittags fln am Bauplätze des W mehrere Partü liiert werben. . An, ben 20. Septei ^HerzvMe ____A. Brav den 21 NachMagr «den in her Restar •yier nachverzeichnete «egen Baarzahlu * ?üffet, ein ^'Mische, 60(3tüb tat, Marquisen, @ Zer, Eimer, ein Z !*< Kleiderhaken den 16. ®„| 3n Austri Üil£ Aftverstei, EbieleA^'°"'"l Senborn, ® ---äi, wr Oll ff" R KU ZU 4868) 4842) Raummeter 346 Nadel-Stämme, mit 123,22 Festmtr., (4852 A- B r a m m. (4801 soll Leidig. Keilgebotenes. 788 Sardellen empfiehlt ZI) w $28) Eine Partie gefallene Aepfel zu I Klausen. Qur C Dr. Weber. Zur Desinfection empfiehlt (3098 4313) 4630) 7) Essence Essence Essence of of of In Auftrag: M. Pilger. Kränchesbrunnen, Victoriaquelle, Weychardt, Bürgermeister. Wellen 3170 Und. Göbel Neuenweg 129. 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Schwalheimer, Selterser, Wildunger, Fischsaucen in Anchovis (Anchovis-Essenz) Lobsters (Hummer-Essenz) Shrimps (Krabben-Essenz) Suppen in Der Abtheilungs - Baumeister: Kluge. Verpachtung von Triebvierteln bei der Stadt Gießen. 140 Stück Triebviertel sollen Freitag den 22. dieses Monats, Nachmittags von 2 Uhr an, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Zusammenkunft am Nassauer Hof. Gießen, den 19. September 1876. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Obstversteigerung zu Grüningen. Freitag den 22. d. M., angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln ä 40 u. 60 Pfg., empfiehlt 3097) L. Müller auf der Mäusburg. Strecke Nordhausen-Wetzlar. Abtheilung I. Die Gewinnung und Anfuhr von Bruchsteinen aus dem von der Gemeinde Ruttershausen gepachteten Steinbruche, und zwar 1) von 3300 Cbm. nach den Stationen von der Lahnbrücke bei Lollar bis zum Stationsgebäude; 2) von 400 Cbm. nach den verschiedenen Baustellen von Station 137 bis 155 soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin auf Dienstag den 26. September 1876, Vormittags 10 Uhr im Abtheilungs-Bureau zu Wetzlar anberaumt. Die Submissionsbedingungen können hierselbst eingesehcn, auch gegen Erstattung der Copialen von hier bezogen werden. Offerten für Lieferung von Steinen aus anderen Brüchen finden gleiche Berücksichtigung. In diesem Falle sind Probesteine einzureichen. Wetzlar, den 16. September 1876. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 25. September 1876, von Vormittags 9 Ubr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- stricten Waldshut und Unterhag, nachoer- zeichnetes Holz versteigert werden, und zwar: Scheidh. Prügelh. Stockh. Retsh. Großherzogl.iche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. H« f< übs «men Mäusburg D. 9. Moc-Turtle-Soup, ferner Cayenne-Pfeffer in Glässern, Batty’s Patent - Mustard (Englischen Senf) in eleganten Porzellantöpfen J. Ä. Busch Söhne. 1555 Fichten-Stangen, „ 81,80 zu Spalierstangen geeignet. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee an der 6. Schnetße. Gießen, am 19. September 1876 Holzversteigerung. Montag den 25. d. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen in den Waldungen der Stadt Grünberg, District Kreuzstein: 241 Nadelstämme von 14—34 Centimtr. Durchmesser und 8—15 Mtr. Länge, 143 Nadelstangen von 9—14 Centimtr Durchmesser und 8—12 Mtr. Länge versteigert werden. Zahlungstermin wird bis L October 1877 gestattet. Grünberg, den 19. September 1876. Grobherzogliche Bürgermeisterei Grünberg Pracht. (4863 LandwirthschastlicheWinterschule )u Wrillmrg a. h. Lahn, verbunden mit den Vorschulklaffen der Landwirthschaftsschule (städt. vom Staate subvent. Anstalt) daselbst. Eröffnung am 9» Oktober 1876* Das. Schulgeld beträgt für jeden der 2 Wintercurse 50 Mrk., zahlbar in vierteljährlichen Raten praenumerando. Die Unterzeichneten nehmen Anmeldungen entgegen und ertheilen auf Anfragen weitere Auskunf't, resp. versenden Prospecte. Weilburg a. d. Lahn, im August 1876. von Vormittags 10 Uhr an, das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in Zwetschen und Aepfel, auf Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. (4859 Grüningen, den 16. September 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Grüningen 38 71 Versteigerungen. Samstag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen am Bauplatze des neuen Realschul- gtböudes mehrere Partieen Rüststangen versteigert werden. Gießen, den 20. September 1876. (4871 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m frischer Caviar «ingetrosfen bei (4767 j. A. Busch Söhne. empfehlen: Feinste englische Sauce». Fleischsaucen in Mushroom Ketchup (Champignon-Extract) Beefsteak-Sauce Worchestershire-Sauce (von Leo & Perrins, London) Nabob-Sauce Tomata-Sauce (2155 Emil Fischbach. W LK .SÄ dl- lkB-LF- ■ 6W; I S>r- ri«l» W1-. Trauben-Brust-Syrup mit Fenchelhonig, (2631 In frischer Füllunq, die Flasche ä 1 und 1'/, Mark, zu haben bei C. F. S e m m l e r. tf). Ä ® an jhx. uttet«otteä S' h'1"** bereit ">"-rPs^ n0ttSdjrombti 1 d°rübn, rot[ -°»l->l|.n hch "ch «ntfdjlot a iu begehen, lrch-nbisihrr (ij föncH zusamD. '"gegangen uri Ssart des $U1. |{6en die btiba ounderung tfa Austen. Diese- lca sandte feine 'r Gemeinde w ist in Tausende ist noch in bc ' es wird hängt- unternehmende! Wallfahrtsort ii ' Lokal-Ausschui 1 Sitzung zu br dachts der Vch sich vor Nager rcnd seines M und einen IM i Armen SM eine UnMung Rest les Ades se Lumc joiovtr gifl nur gestattck dige helfend eln- Seb&ube nut |u mmt mindestens Btrfiiming bet nqtMttnt Äer- itia" in graut» Hob gespendet- imlungen von etzl nahe an 40, tn drutfchen i rmn Bersiche- yit.^enninis ), alte Leip,'S« oersicherungsdafl lensoersichems^ r diese Daten eck der geschilderte» 1 kleiner Proml- jd, macht- D' 1622,672.300 rt, enthält sie M 'legenheit so en Weise füt»« Donnerstag den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, oerben in der Restauration „Lahnstein" Wer nachverzeichnete Gegenstände freiwillig gegen Baarzahlung versteigert: ein Büffet, ein Clanier, ein Sopha, Wirthstische, 60 Stühle, Vorhänge, Rou- leaux, Marquisen, Glasglocken, Bütten, Züber, Eimer, ein Zinkkessel, Mistbeet- senster, Kleiderhaken und eine große Partie französischer Rothweln in Flaschen. Gießen, den 16. September 1876. Merl Mnzel s -fcltliuiijniineljr wird als das beste und unschädlichste Wasch- und Reinigungsmittel Jedermann, angelegentlichst empfohlen. Wahrhaft praktische und sparsame Hausfrauen, die auf ein untadelhaft reinigendes, sich immer gleichbleibendes und trockenes Fabrikat sehen, werden schon den ersten Versuch lohnend genug finden. Daffelbe ist in achter frischer Waare das Pfund d 45 Pfennige nebst Gebrauchsanweisung hier zu haben bei Herrn Rudolf Göbel. Zeugnisse: Von Albert Künzel in Heilbronn beziehe ich seit längerer Zeit FettlaugenmehL sowohl für meine Strafanstalt als auch für meine Haushaltung, und kann deßhalb bezeugen, daß ich mit diesem neuen Waschmittel ganz zufrieden bin. Die Wäsche wird namentlich schöner weiß, als dies früher durch den Gebrauch der Seife geschehen ist. Rottenburg, den 30. Juli 1875. Justizrath Nick. Albert Künzel's Fettlaugenmehl wende ich seit geraumer Zeit in meinem Hotel für jede Art von Wäsche, Vorhängen rc., sowie zum Putzen der Zimmerböden in ausgedehnter Weise an und kann id? dasselbe, sowohl wegen der Vollständigkeit der Reinigung, als besonders auch wegen der Ersparmß an Zeit und Seife Jedermann bestens empsehlen Eßlingen, den 9. September 1875. ’ 4865)N. Pfaehler, Besitzer des Hotels zur Krone. ^03) Nlein Lager in Goldleisten, oval-schwarzen und Nahmen, in mousselin, geripptem und farbigem Glase, sowie die Fabrik-Niederlage der Herren Schmidt» born 8f ^abne in Friedrichsthal in weißem Tafelglas, halte heftens empfohlen. WilBi. Balser, am Lindenplatz. «VVhS ,Äe boll. Dollhäringe und Feinstes Schweineschmalz per Pfd. 70 Pfg., empfiehlt (4763 Gg. Willu Wcidig. Neue Häringe, Sardellen und feinsten Tafelsenf, empfiehlt {. öirb als ^.Ktzeistbietend versteigert werden. (4864 ühlen JI Watzenborn, am 18. September 1876. L Dasieloe , kroßherzogl. Bürgermeisterei Watzenborn. licnlii öe®° - । Schäfer. ÄW ,n - sjjftrt /arfien u. JirnilTc. Alle Sorten bunte Farben, trocken, Oelfarben fertig zum Anstrich, Fußboden- und Möbellack empfiehlt in vorzüglicher Qualität und zu billigsten Preisen (4376 F. (D. Ilenzerling. Salicylsäure, chemisch rein, Nadel 2 _ L. Müller auf der Mäusburg. 4628) 250 Stück doppelröhrige Kamin- '^ne werden billig abgegeben bei ^Wilhelm Reiber, Bahnhofsstraße. Extra große^ inoffene yemhen, ^rjacken, Unterhosen und Hemden- Ncöc, empfiehlt billigst Au|. Hnubach« (4800 und dabei sehr billigen Locomobil- 3540 10= [H. 62250] 4413) Kalligraphie N die allergrößte ji stellen, welcher i Lich, im September 1876. I. U zahlen al] II. III. IV. Daheim, j » Tage in Tokio und Bild. der Brühl'schen Üniv.-Druckcret (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 1860 2380 2770 41 2) 16 13 10 8 7 9 2 12 5 Aus Ober ■mit Berechnung da dichensteuer sich fü <3 :6 2- 4 6- 8- I. Rothenberger, JLindenplatz, J. Wolff. Hotel Einhorn, Saal Nr. 2. tz iS) an einem achtstündigen Lehrkursus im Gymnasium seineMe- thode im Schönschreiben sehr rationell, Porträts der Königin. ■ tische: In fremden Landen Dem Herrn Kalligraphen Wolff aus Frankfurt bezeuge ich mit Vergnügen, daß Zeichnung von ! Landen war ich auch. Nach ein« langem Echwtist),' 8 IM» ®li tz'r.-Kescher, M '" sSmmiliche ft* ■ Maulkorb n*" tinitn N' Die Jirim uni denn strt Meßen, den kauft jederzeit gebrauchte Möbeln, Betten u. dgl., sowohl einzelne Gegenstände als auch ganze Haushaltungseinrichtungen, Gold- und Silbersachen, Antiquitäten u. s. w. (3316 a Grunde liegt, de A ersten Steuers 54 vier 2 vermischte Anzeigen. 4841) Ein junger Hühnerhund, weiß mit braunen Ohren und 3 braunen Flecken auf dem Rücken, ist mir zugelaufen und bitte den Eigenthümer um Abholung desselben. Allendorf a. d. Lda., den 16. Sept. 1876. H W. Moll. Die Gewinne von der Ausstellung • sind bei Herrn L C. llübfamti in der Turnhalle in Empfang zu nehmen. (487 "2 II II n ii H H II II II Jülichsplatz. t , Haararbeiten werden prompt unv billig besorgt. Achtungsvoll Gustav Gerhardt Papiere. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Rcchenschaftsberi:-» Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereiMF ertheilt durch den Bevollmächtigten der Anstalt I. P. Müller, Druckst^ Verwalter, Neue Bahnhofsstraße.__ L-3 überaus einfach und l-ichtoerstandlich und bei senaucr Beobachtung aller Regeln in überraschend kurzer Zeit zu einer gewandten und schonen Handschrift führend aesunden habe. Marburg, 15- Sept- 1876. vr. Wiskemann, Gymnasial- lchrer. Die Unterschrift des Herrn Gymnasiallehrers Dr. Ang. Wiskemann dahier wird hierdurch amtlich beglaubigt. Marburz, den 15. ®ept. 1876. Der Gymnasialdirector Dr. Müns cher. _ Auf vielseiiioen Wunsch eröffne ich hier wieder bei entsprechender Beiheiligung nur einen Cursus im Schnell- und Schönschreiben. Durch meinen nur achtstündigen Unterricht garaniire jedem Schlechtschreibenden, möge dessen Handschrift auch nock so mangelhaft und unleserlich und die Hand erschwert oder zitternd sein, eine für die Lebensdauer anhaltende, ichone und geläufige Hand chrift, sowie vollständige Beseitigung alles Ermüdens und des Schreibkrampfes. Wer selbst schon nach zweistündigem Unterrrchte seine alte, häßliche Schrift noch zu schreiben vermag, wird gratis unterrichtet. Eine Sammlung Atteste der bedeutendsten Pädagogen.eines über den Unterricht des Erbgroßhcrzogs von Vaden K. H-, eine iSants schritt vom Kriegsministcrium über eine M. dem Kaiser etngereichte Federzeichnung, eine Dankschrift der Königin Olga von Wuriembergw.ic. sind bet mir einzusehen. Das Honorar beträgt in stroßemCirkel a Person Io Mr., in mittlerem 30 Mk, für Schüler hiesiger Schulen 6 Mk. und wnd erst dann beansprucht, wenn man sich von der Wahrheit meiner Behauptung überzeugt bat- Diejenigen, welche sich hieran betheiligen wollen, mögen sich Donnerstag oder.Freitag Vormittags zwischen 11 und 1 Uhr bei mir anmelden. niederlafscn werde. „ A die allergrößte Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Gastwirth Glöckner. 8k sind in den S Ur. med. H» Stanilii. i Tsiüriilster Jümstfäröerei, Röuiizsskk Aufträge vermitteln unentgeldlich 4597) _______________Gefchw. Heerz, Neuenweg, f! Die Renten- und Lebensversicherungs-Llustall! 4862) Ein Familienlogis zu vermiethen bei P h i l i p p D ö r r, vor dem Neustädter Thor. 4872) Ein hübsches möblirtes'Zimmer im Hause des Herrn I. Ruckffuhl, Gartfeld, zu vermiethen._____ —484Ö) Ein guter Keller zu vermiethen. H. M. Jug Hardt- zu Darmstadt übernimmt: Versicherung steigender Renten; die jährliche, lebenslängliche Rente । einer ursprünglich 100 fl. betragenden vollen Einlage kann bis zu 150) anwachsen und wird mit diesem Betrage an mehrere Altersklassen berdl ausbezahlt. Versicherung von Kapitalien zur Versorgung von Hmterbliebenen, aus » Todesfall zu Ausstattungen u. s. w., sowie von festen Leibrenten. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3J/2 °/o und alsbald.! Rückzahlung auf Verlangen. , j Die Anstalt gibt Darlehen auf Liegenschaften zu 5%, sowie aus W Die soeben erschienene Nr. 51 enthält: Spar- und Leihkasse zu Lang-Guns. (Eingetragene Genossenschaft.) Außerordentliche General-Versammlung auf dem Gemeindehaus zu Lang-Göns Sonntag den 2£L d. SO?., Nachmittags 3 Ubr Tagesordnung: Erwerb und Veräußerung von Grundeigenthum. Lang-Göns, am 19. September 1876. Der Vorstand der Spar- und Leibkasse zu Lang-Göns. (Eingetragene Genossenschaft.) A. Henrich, Director._________4873) Abonnements - Einladung auf den „Neuen Mainzer Anzeiger." Außer Local- und provinzialen Nachrichten bringt der „Neue Mainzer Anzeiger" täglich eine Uebersicht der politischen Ereignisse und von Zeit zu Zeit orientirende Leitartikel; ferner Handelsberichte und die telegraphisch rnitgetbeilten Course der Frankfurter Börse. Dem Sonntagsblatte hegt als belletristische Beilage die „Moguntia" mit der humoristischen „Mainzer Laterne bei, auch sonst wird das Feuilleton besonders gepflegt. r Ein Blick auf den „Neuen Mainzer Anzeiger" genügt, um die Ueberzeu- gung zu gewinnen, daß derselbe Annoncen aller Art bringt, die die weiteste Verbreitung finden: Bekanntmachungen der Behörden wechseln mit geschäftlichen Anzeigen ab; das Blatt kann somit zur Jnserirung auf's beste empfohlen werden. Abonnements auf den täglich mit Ausnahme des Sonntags erscheinenden „Neuen Mainzer Anzeiger' nehmen alle Postanstalten des deutschen Reiches an, und es beträgt der Preis per Vierteljahr (ohne Bestellgebühr) M. 1.60. Die Expedition des „Neuen Mainzer Anzeiger/' Große Emmeransgasse 26 in Mainz.___________ " Verantwortliche Redactiov A- Scheyda. — Druck und Verlag Dermietyungen. Geschäfts- (Empfehlung. .ZEKSLL Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich den von Herrn L. U brich inne- ^nd 1 Porzellanherd mit Bratosen und artikel in denselben Verlegt habe und empfehle solche hiermit bestens. Iverkauf n.--AS.-- Säte’ der feinsten Parfümerien und Toilette - Artikel, alle Arten Bürsten und Kämme, Lockenwickel, Lockenhölzer, Haarwolle. Haarnadeln mit Gold- und Silberspitzen n. s. w. Echtts Hau de Cologne von I. M. Farina, gegenüber dem lSent.fnHen isnuuvt wu ,t. u * v u * । - v"-. 'a. , ^ntoiQen boä Aus den Erlebnissen der deutschen Km« njff .Hertha". Von Dr. Königer. IH. U 5 ern| ■ ~ 'io. — Königin Luise in - J ^°^st°Nten Von August Hagen. M Jft' Sein R».. - frKntntn. — Am FaMillk nden Landen. Mit Ortzi^ tit lbe£ mjnuuH uu.i B. Woltze: „Fern in frenti .»W illen Op _.mben war ich auch." tai liberale e Zu Bestellungen empfehlen sich: I EM je^ch J " die Ferber'sche Univ.-BuchhandlM- «irchen^- ? w l E- Heinemann /I- Ricker. J geff Köln-Gießener Vah»-y*»?**1! Abfahrten von Gießen nach: l!Nt auf Deutz 6«, 12, 4«. . Dillenbura 6«, 12, 4«, 9». J1 Siegen 6", 12. at feilte „t Nietzlar 6", 8«, 955,' 12, 4", 7, «btr^. ---—: m Dampfmaschinen 1-pferdig liegend 1315 Mark, 1500 „ Für Landwirthe, Müller, Industrielle. Bei gegenwärtigem Wassermangel empfehlen wir als Betriebskraft unsere praktischen, wenig Platz erfordernden r 4727) Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen, welches kochen kann und die Hausarbeit versteht, findet zum 1. Cctober Stelle. Zu erfragen bei Frau Schirmer, im Hause des Herrn Oppenheimer, Wallthor._________________________________ 4845) Zwei, zu einem Schullokal geeignete Zimmer, möglichst in der Mitte der Stadt gelegen, werden zum 1. October oder 1. November zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped- d. Bltts. stehend 1500 Mark, „ 1900 „ „ 2370 „ „ 3060 „ „ 3650 „ , „ 4330 ♦ i pCt, asst s ! !ben fich bis - |tiel ? Dorn ’ 5 Menben £ Die Einsamen. Eine Geschichte iii «'«eilt in Hesse» Strande von N. Fries. (Fortsetzung.)" * UntotQ,/J'" »6. 4833) Ein möblirtes Zimmer, seither von einem Einjahrig-Freiwilligen bewohnt, zu vermiethen und bis 1. October zu be; ziehen. K Haas, Wallthorstrahe 137. ' 4739) Ein grobes möblirtes Zimmer zv vermiethen bei_______________Dr. We er. 4799) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und im October zu beziehen. __H. Werner. 3717) Ein freundliches Logis im Freien (am Wallthor), bestehend aus 4 Zimmers mit allem Zubehör, ist zu vermiethen unfl alsbald zu beziehen bei_______F. I u h i. J 4327) Eine freundliche Wohnung miti allem Zubehör Mitte November zu üed miethen. Zu erfragen in der Exped. d. Vlj 12- 4230 „ „„ 5400 „ frankfurter Cifenaiesterei & Mafchrnenfabrrk. •J. 8. Fries Sohii._________[h. 62250] Dienstag den 10. Dctober: Vatl für 3srae(iten zu Alten-Buseck bei Herrn Gastwirth Volkert, wozu ergebenst einladet 4866) ___________________Das Comite. Butzbacher Rirchweihe. Sonntag den 2L. und Montag den 23. d. Mts.: I Ball im Hessischen Hof. (W Den verehrlichen Bewohnern von Lieh und dessen UmgegenI theile ich hierdurch ergebenst mit, daß ich mich vom 1. Octobc dieses Jahres ab als praktischer Arff und Geburtshelfer