rh‘ll ^nden mit der 2'L Zuli 18,8. M- nf. 16. Mai ist I lenfeh. Erofdorfermeg nebt r habe, werde ich s bitte bei Herrn lungsvoll •Ultimi. bank haljicr. itigt, unter der W*\ Anzeiger zu erlaM en Eigenwalhligst!-l verhüten? ftwcrM’iiiif. _ WWW ... .M. äme. Ter Agent: !. Gail . M. 108.725,00 0 itmitü. 9.559,00 4 M 19AM 7M erloren. x.ff Dtec vtn ‘ e'onrtao fd)«b(ne^ti-en* ;,S'S»,s (tr Edition dM- iflcu. SAÄ- WD SSN >« l t<-d. ; 6 rtber^ kklohnung gS£s^ ifli: . I (0, * Ä t llj n S, i 1^'1 ’ Jj »tt'v. • Hjd 1 w tio. iGG. Donnerstag, den 20. Juli l#76. Kichener WlMgik Anzeige- uni Amtsblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme M Montags. P^eiS v^ertekjLhrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bvinaerlohn. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich > Mark»A Pf. politischer H ö e i l. schlank. Aus dem Großherzogthum Hessen, 18. Juli. Der von dem Abg. Schulze erstattete Ausschuß-Bericht über den Antrag auf Erlaß eines Gesetzes über die Besteuerung des Gewerbe-Betriebes im Umherziehen enthält interessantes Material zur Beförderung der für den Geschäfts Verkehr überaus wichtigen Frage. Zunächst wird hervorgehoben, daß die desfallsigen Bestimm mungen der Gewerbe-OrNuing, wonach es zweifelhaft, ob Wander-Lager zum Geschäfts Betrieb im Umherzi'hen, oder zum stehenden Geschäfts-Betrieb zu rechnen, unzureichend erscheinen, und als weiterer Grund für den Erlaß eines Gesetzes Folgendes angeführt: die Wander Lager seien nicht nur durch die Art ihres Betriebes der Controle entrückt, sondern suchten auch häufig durch marktschreierische Titel, ja durch Mißbrauch von Firmen das Publikum zu täuschen. Hier sei ein illoyaler und gemeiuschädlicher Vortheil vorbanden, den diese Ge schäste vor jeder Art ansässiger, an die Vorschriften des Handels-Gesetzbuches gebundener Geschäfte voraus haben. Darmstadt, 18. Juli. Ein in der „Darmst. Zeitung" vom 15. Juli b. I. Nr. 194, 1. Blatt abgedruckter Artikel d. d. Berlin 13. Juli, betr. die Vorlage eines Leichenschaugesetzes in einer der nächsten Reichstagssessionen, behauptet, in Deutschland bestehe die obligatorische Leichenschau auf Grund genügender Bestimmungen nur in einem Theile von Bayern, in Sachsen, Baden und in der Provinz Hessen-Nassau (?), während in dem übrigeii Theile Deutsch lands ganz unzureichende Vorschriften in Geltung seien. Das Großherzogthum Hessen ist jedenfalls in der Lage, diesen Vorwurf zurückzuweisen; die hochwichtige Sache der Leichenschau und der darauf gegründeten Sterblichkeits-Statistik ist bei uns vielmehr gerade in vorzugsweise gutem Stande. Eine Berichtigung der Anffasinng jenes Artikels erscheint deshalb wohl am Platze. Die Leichenschau im Großherzogthum Hefien ist bereits seit einer langen Reihe von Jahren cingesührt und insbesondere in neuerer Zeit durch die Verordnung vom Jahre 1841 geordnet und eine obligatorische. Ferner ist nach Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 26. November 1868 die Bestimmung in Kraft, laß in den seit langer Zeit etngeführten Todeszeugnissen bei denjenigen Sterb- sällen, in welchen eine ärztliche Behandlung statthatte, die Einzeichnung der tödtlichen Krankheit oder sonstigen Todesursache durch die behandelnden Aerzte ju geschahen habe und wird dieser Vorschrift Seitens der Aerzte in so um- safiender Weise nachgekommen, daß seit dieser Zeit ein bedeutendes Wissenschaft lich verwertbbares Material über die Mortalitäts-Statistik des Landes und feine einzelnen Wohnorte vorliegt, welches insbesondere auch den Zwecken der Medi- cinalverwaltung als Grundlage und Richtschnur zu dienen geeignet ist. In wie Veit namentlich in den größeren Städten des Landes, wo sich die Leichenschau fast ausschließlich in den Händen von Aerzten befindet, detaillirte Erhebungen über die Sterbsälle stattbaben, dürfte aus den auch dieser Zeitung beigegebenen Mittbeilungen der Großh. Centralstelle für die Landes Statistik bekannt sein, vvselbst feit vielen Jahren nicht nur sehr ausführliche Jahresübersichten, son- bein auch monatliche Zusammenstellungen über die Sterbsälle, deren Bedeutung für die Beurtheiluug des jeweiligen Gesundheitszustandes in diesen Orten und bei erforderlichen bygieinischen Maßnahmen keiner Erläuterung bedarf, zur Veröffentlichung gelangen. Endlich ist noch neuerdings auch mit der Einforderung ton regelmäßigen Wochenübersichten über die Sterblichkeit und die Sterblichkeitsurfachen in den größeren Städten unseres Landes und Veröffentlichung dieser Uebersichten in der „Darmst. Zeitung" durch die Großh. Ober-Medicmal- Direction vorgegangen worden, ebenfalls ein Beweis, wie jenen wichtigen Grundlagen der öffentlichen Gesundheitspflege bei uns noch stets vermehrte Aufmerksamkeit zugewendet wird. Gernsheim, 16. Juli. Auch ein Vorschlag zur Güte! Mit Bezug auf die Pfarrblsoldungsnoten und die Würde des geistlichen Standes gewiß nur fördernd dürfte es sich vielleicht empfehlen, den Geistlichen die ihnen zu kommende Besoldung nur in Geld auszuzablen und alle anderen Bezüge aus Heckern, Holz rc. in die zuständige Kasse fließen zu lasten. Hierdurch würden leicht alle Streitigkeiten über die Größe dieser Bezüge, alle Unsicherheit für ben Geistlichen, alle unangenehmen Beziehungen zu säumigen Pächtern k. be festigt werden! Viele Geistliche haben bei ihrer Besoldung Holz und Aecker. Ein Oberförster erzählte mir vor Kurzem, daß Geistliche diese Holznuhung so gering angeschlagen hätten, daß er diese Taxation nicht bescheinigt habe. Ferner kenne ich in der Nachbarschaft zwei Pfarreien, in welchen die Pfarrer jeder an 80 Morgen Ackerland haben. Der Morgen ist denselben zu 8—10 Gulden berechnet, während durch Verpachtung von den betreffenden Herren per Morgen 20- 24 Gulden gelöst wird und dadurch noch eine Extraeinnahme von mehre- len hundert Gulden erzielt wird! Dem Bauer in hiesiger Gegend wird bei ber Einkommensteuer der Ertrag eines Morgen Acker zu circa 20 Gulden, bem Geistlichen bei der Besoldung zu zebn Gulden angeschlagen. Das ist ungerecht und erregt ebenfalls viel Unzufriedenheit! Endlich ist es sehr wohl b'kannt, daß Geistliche aus ihrer freien Wohnung durch Vermiethung von Ellern, Scheunen, selbst Wohnräumen ebenfalls nicht unbeträchtliche mummen nebenher beziehen! Es ist nicht mehr wie billig, daß bei der Besoldung, wenn mein obiger Vorschlag nicht ausführbar sein sollte, den Pfarrern der Ertrag der Naturalien, als Holz, Aecker, Vermiethung von Wohn- u. f. w. Räumen — in sofern das Letztere überhaupt statthaft ist? — voll angerechnet wird! — Ich muß zum Schluß noch erwähnen, daß sehr Viele unter den Resolutionen der Landesversammlung vom 26. Juni das „entscheidende Mitwirkungsrecht der Gemeinden bei der Wahl ihrer Geistlichen" schwer vermißt haben und man sich dies nur dadurch zu erklären vermag, daß diese Frage von der vor allem zu erstrebenden neuen Synode entschieden werden muffe! (Off. Ztg.) Aus Bayern, 15. Juli. Die vorzüglichen Werder-Gewehre, mit denen die bayerische Infanterie bewaffnet ist, haben durch die unlängst daran vorgenommene Abänderung eine so erhebliche Verschlechterung erfahren, daß der Gedanke, das Mauser-Gewehr einzuführen, wodurch die Uniformität mit der Reichsarmee hergestellt würde, immer mehr Gestalt gewinnt. Conßanz, 16. Juli, Abende. Ter Kaiser Wilhelm, welcher sich des besten Wohlbefindens erfreut, begab sich gestern von der Mainau nach Friedrichshafen zum Besuche des Königs und der Königin von Württemberg. Heute stattete der Kaiser dem Fürsten Fürstcnberg in Heiligt nberg einen Besuch ab. Für morgen ist der Gegenbesuch des Königs und der Königin von Württem- brrg bei Sr. Majestät auf der Mainau in Aussicht genommen. Chemnitz, 14. Juli. Die hiesige Handelskammer hat von der Reichs- regiernng Aufklärung über Reuleanx' Veröffentlichung, betr. die deutsche Abthei- lung der Weltausstellung in Philadelphia, erbeten. Wien, 15. Juli. Die Sperrung der österreichisch-ungarischen Grenze, so weit sie Gebiet der Türkei oder eines der Vasallenstaaten Serbien und Montenegro berührt, für Ausfuhr, bezw. Durchfuhr von Waffen, Munition, Kriegs- bedürfniffe ^Oer Art, kurz für Alles, was man gewöhnlich als Kriegscontre- bande bezeichnet, bezieht sich auf See- und Landverfrachtung, auf Dalmatien ebenso wie auf die ehemalige Militärgrenze und das Banat. Militärische Mittel, um das Verbot aufrecht zu halten und dessen Durchführung zu sichern, sind, da neuerlich die zur Grenzbewachung bestimmten Truppenkörper verstärkt wurden, gegenwärtig in genügendem Maße vorhanden. Die Maßregel erstreckt sich übrigens nur aus Kriegsmaterial; was von einer Sperrung des Hafens von Cattaro gesagt worden, ist Mißverständniß; die Boche di Cattaro bleiben nach wie vor allen Fahrzeugen, mit Ausschluß der Kriegsschiffe, offen, nur dürfen Sendungen von Waffen und Pulver und an türkische oder montenegrinische Adressen nicht abgeladen werden. Rumänien wird von der diesseitigen Verfügung nicht berührt. Wien, 17. Juli. Rumänien verlangt von der Pforte als Preis seiner Neutralität das Recht, mit dem Auslande unabhängig Verträge abzuschließen, die Erlassung des jährlichen Tributs und die Abtretung der Sulina-Mündungen. Wien, 17. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Ragusa: Nachdem am 14. Juli bei Nevesinje Türken und Montenegriner erbittert miteinander gekämpft hatten, rückten letztere am 16. Juli in Blagaj ein ; in Folge dessen herrscht unter den dortigen Christen große Aufregung und die Furcht vor türkischen Rache-Acten. Bei Glavsko oberhalb des Golfes von Breno ist ein montenegrinisches Corps eingetroffen, wodurch die Verbindung zwischen Ragusa und Trebinje unterbrochen ist. Wien, 17. Juli. Dem „Neuen Taglbl." zufolge hätte die rumänische Regierung am 12. Juli in Konstantinopel eine Note überreichen lassen, in welcher sie die Forderung aufstelle, daß ihr zur Entschädigung für die Opfer, welche der an seinen Grenzen geführte Krieg Rumänien auferlege, das Recht eingeräumt werde, selbstständig mit dem Auslande Verträge abzuschließen; ferner werde in der Note die Aushebung der Tribut-Zahlung und mit Rücksicht auf die commerciellen Interessen Rumänitns die Abtretung der Culina- Mündungen gefordert. Wien, 18. Juli. Einer Mittheilung der „Presse" zufolge wird Griechenland 40,000 Mann mobilisiren. — Aus Sewlin wird gemeldet, Milan beabsichtige, die serbische Skupschtina einzuberufen. Wien, 18. Juli. Das gestern hier nm 1 Uhr 22 Minuten Nachmittags verspürte Erdbiben hatte die Richtung von Südwest nach Nordost und dauerte 3 Secunden. Zahlreiche Schornsteine sind eingestürzt; an vielen Gebäuden verursachte es Risse und Sprünge. Besondere Unfälle sind aber nirgends voraekommen. Wien, 18. Juli. Die „Presse" erhält über das Gefecht des Peko Pavlovits am 13. Juli mit den türkischen Truppen bei Ranjiro-Selo und Nepun in der Küsten-Enclave Klek ein Telegramm, wonach auch ein im Hafen liegendes türkisches Kriegsschiff durch Geschützseuer an dem Kampfe Theil genommen hat, welches trotz der nachdrücklichen Einsprache des Commai danten des österreichischen Ctationsschiffes sein Feuer sorsetzte. Die „Presse erklärt es als selbstverständlich, daß hier eine flagrante Rechtsverletzung von türkischer Seite vorliege. LZ e r m 1 s cy r e e». Kngkand. schlagen wollte- Ir Türkei. Biisnadme bei -LlSflUciTuben, Iveicye Den Plan Deyeri|U/tn > vic vunn Iman vie fliegen ju^uru vc1, 1V , - ., . ~. ro m|.-xt 2000 Mann Türk«, seien umzingelt^ Ein beträchtliches Corps Montenegriner b-er^anstEO -tt.« Anstr.ch de^R°umi,chk-tt-n^n.°^Farb^ m ,ch . rücke auf Nevesinje, wo eine schlacht zu erwarten stehe- ?!?,? ?” so weiche man Knoblauch vier bis fünf Tage in Wasser ein und wasche Stühle, Telear.'Corresp.-Bureau" wird aus Staguo berichtet, daß die Aufständischen £hürcn# Schränke rc. Damit- Die Fliege weicht sofort zurück, weil ihr der Gerücht- L 13 d Mts rwifcken Duca und Ranjevoselo die Türken angegriffen und widerlich. Unendlich leiden die armen Pferde und Kühe wahrend der beißen Somirn dieselben gegen Nepu! zurückgeworfen bitten, woselbst sich em heftiges Geschütz- ,ett -»n »en gliegen und Bremsen. Wermuth, ... Wüster auf9 ■ am halten hier angekommen. und veröffentlicht werden. des Berglandes cmzuschleichen verstanden yarren. -i/. r n» fflrfwpfHuir >r, „ " !ßr Reckt und beauftragte ihre Militärposten, die Weißen nothlgenfalls gewaUsam »ur Rcsp t^^ n des indianischen Besitzes zu zwingen. Bald aber veruwchten_ jene; po i if ) ' - vollst^ u Ne hinreichenden Geldmitteln in Amerika Nichts unmöglich zu sein ^8, 8 Kavalier x ,, SQ,Hhie veränderte Richtung einschlug. Eine, starke TruPpenabtheilung, aus bestehend, wurde am Aellowstone-Flusse zusammengezogcn un t 9 9 berichte l-fi V des Black-Hills-Gebirges gewaltsam in Scene gesetzt. Der commandirende ^rcr ber.chte^^ .'M ^der die wunberta» ^«nhÄt und FmchtbaMt vorhanden 1 begeisterten Worten über die wunderbare Schönheit un > , vorhanden ft der Hand Durchblicken, daß auch die verlockenden Goldschätze höchst wahrscheinlich voryan r Som 20. i uad) Qitjjt alt, das Gesetz machtlos ist. Daß die Beiden nette/ZuchthauSpflanzen geben, kann nicht wundern Zu rathen wäre Jedem, der Dieselben unter obigen Umständen bettelnd antrifft, fein Mitleiden walten zu lassen. General Buffy in: jum griffe hc SQnbungspunfte des S Mowstone River gebö c!r 30 Meilen von be $on von etwa 2500 ■ zik-ing zu bewerkstellige general Muster den An stcken Widerstand zu ft die Flüchtlinge in ern mit dichtem @ Lokal-Notiz. Gießen, 19. Juli. Seit einiger Zeit treiben sich in hiesiger Stadt zwei Mädchen im Aller von 11 resp. 14 Jahren bettelnd umher. Dieselben geben bei ihrem Fechten an, ihr Vater sei von der Eisenbahn überfahren und getobtet worden, ihre Mutter sei krank u. s. w. An all' diesen Schwindeleien ist kein wahres Wort. Die beiden Taugenichtse sind hier von Gießen, der Vater ein ehrlicher Arbeitsmann, dagegen die Mutter unterstützt das Treiben der Kinder. Bei Gelegenheit des Bettelns wird dann mitgenommen waS niet- und nagelloS ist. Haarzövfe, Geldkassen, Wurst, Kleider u. s. w. Die ältere der Gaunerinnen sitzt hinter Schloß und Riegel wegen 12 auf solche Weise verübter Diebstähle, während gegen die jüngere, weil noch nicht 12 Jahre durch ließen, ben K 53 oben beim a. Nh. Eine edle That verdient immer öffentlich verzeichnet za werden und stehen wir um so weniger an, eine solche andurch zur Kennlniß be8 Publikums zu bringen, als hiermit gleichzeitig ein Act der Dankbarkeit geübt werden will. Der Besitzer des Littersheimer Hofes, Herr Heyl von Woims, nachdem derselbe vor wenigen Wochen der hiesigen Gemeinde die von ihm zum Dammschutze gelieferten Wellen unentgeltlich überlassen, hat in grotzmüthiger Weise seinen sämmt ichen Heuer schwer bedrängten wasserbeschädiaten Pächtern aus Bobenheim und Roxheim den Pachtzins im Betrage von 8700 Mark geschenkt. (W. Ztg.) Fulda. (Rcg.-Bez. Kassel). Kürzlich wurde von dem Polizeigericht zu Fulda eine Bäuerin, welche einen mit Schweinefett versetzten Butterkloß verkaufte, wegen Betruges zu einer dreiwöchentlichen Gesäugnißstrafe verurtheilt. Pforzheim, 14. Juli. Ein entsetzliches Unglück betraf heute Morgen die Familie des hiesigen B jouterie-Fabrikanten Herrn C- F Jourdan. Zwet Töchter, dlühenve Mädchen im Alter von 21 und 23 Jahren, wurden in der Frühe des Morgens tobt in ihrem gemeinschaftlichen Schlafzimmer aufgefunoe». Der Tod war durch Gas Ausströmung herbeigeführt. Die eine der auf so traurige Weise des Lebens beraubten war Braut und der Termin der Hochzeit stand in Kürze bevor- — Berlin, 15 Juli. (Lebendig gespießt.) Vor Kurzem wurden die Leute einer hiesigen Gärtnerei früh Morgens durch heftiges Klingeln aus dem Schlafe geweckt- Bei ihrem Hinauseilen bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick dar, denn auf dem hohen Eisengilter, welches das Grundstück umschlingt, hatte sich ein Mann so unglücklich aufgespießt, daß er nicht wieder herab konnte. Wie sich nachher ergab, hatte derselbe einen Einbruch beabsichtigt und zu diesem Zwecke das Hobe Eisengitter über Heitert, dabei aber wahrscheinlich einen Fehltritt gethan, und die Spitzen des Gitter- waren ihm beinahe drei Zoll tief ins Fleisch gedrungen. So traf man ihn in dieser hilflosen Vage fast besinnungslos an, und das Blut drang ihm aus Nase, Mund und Ohren. Man brachte den Schwerverletzten sofort nach einer Krankenanstalt, wo er gestand, über zwei Stunden sich in der vorbeschriebenen, entsetzlichen Situation befunden zu haben. Wahrscheinlich hatte er sich auch eine starke innere Verletzung zugezogen, denn nach zwei Tagen gab er den Geist auf. — Als eine Illustration zu den sogenannten Schönheitsmitteln theilen wir wortgetreu das folgende Schreiben eines Herrn mit, der gern glatt im Gesicht, aber nicht rasirt sein wollte: „Des täglichen Rasirens in den warmen Tagen müde, suchte ich und fand ein vielversprechendes Inserat: „Enthaarungsmittel." Halt! dachte ich, nun bist du am Ziel, und Messer, Streichriemen und Pinsel gingen tn die Ecke. Ich begab mich beim nächsten Ausgang zu der betreffenden Firma, fragte nach einem Gnt« haarungsmittcl und richtig, ich war an der Quelle, eS wurde mir verabreicht- Ich bekam ein kleines Fläschchen mit einer dickgrauen Flüssigkeit. Damit mußte ich öit zu enthaarenden Stellen alle Tage einreiben und wenn diese abgetrocknet, sie mit war: mein Wasser abwaschen. — Nach meiner Nachhausekunft ging ich, in der Freude, da! richtige Mittel gefunden zu haben, au's Werk, rieb das Kinn tüchtig ein und nach eim 10 Minuten war die Geschichte trocken und ich wusch die Stelle rein. Freilich verspürte ich ein heilloses Brennen und Beißen, doch meine Mutter sagte immer: „wer bte Rose wünscht, mutz auch die Dornen nehmen" und so dachte auch ich und achtete weiter richt darauf. — Am anderen Tage machte ich dieselbe Procedur durch, nur brannte es heut noch viel mehr; doch wer achtet daraus, in dem Gedanken sich nicht mehr rasiren zu brauchen. Doch leider am dritten Tage war ich der Mühe des Einreibens übeihoben, denn mein Ämn war während der Nacht in Eiterung übergegamun und vor Schmerz tanzte ich in der Stube herum. — Ich Helse mir in gewöhnlichen Fällen durch Kalte-Wasser-Compressen selbst und da ich mich schämte, meinen Arzt von meinem Leiden in Kenntniß zu setzen, so wandte ich auch hier das Mittel an und hatte die Freude zu sehen, daß nach etwa 10 Tagen die Eiterung nachlietz, das Kinn abtrocknete und sich mit einer Kruste (Schorflage) bedeckte- Rach dem Weitergebraulh meiner Wasser-Compressen hatte ich die Freude, nach abermals ca. 10 Tagen ausgehen >u können. Mein Bart wächst nach dieser Procedur ebenso schnell wie fiüper. — Js beabsichtige nicht, die betreffende Firma durch Angabe ihres Namens zu schädigen, sondern will nur allen Herren, vielleicht auch Damen einen Wink geben, nicht auch, wie ich, auf sogenannte Schönheitsmittel senkrecht reinfallen." — Die Tyrannei der Mode hat immer ihre Karrikaturen gehabt. So waren b:t Halskragen der Damen zur Zeit bn Königin Elisabeth so unverhältnißmätzig grofr, baß eine Dame, wenn sie in vollem Kostüm erschien und essen wollte, eines zwei langen Löffels bedurfte- Mit diesen Riesenkragen wurde ein so großer Luxus gelrkbrn, dotz im Jahre 1580 gegen dessen Verminderung ein Gesetz gegeben werden mußte. — Ein junger Frankfurter, welcher 1872 rechtskräftig wegen Entziehung btr Militärpflicht als Heeretzu. sicherer zu 50 Thlr. Geldbuße verurtheilt worden wir, schickte dieser Tage mittels Wechsels das Geld auS der Havannah ei«. Der erste dieser Art- (5- -8 ) , — Zum Vertreiben der so lästigen Fliegen empfiehlt sich Folgendes: Aus tedw »immer kann man die Fliegen vertreiben, wenn man kleine Gefäße, zierliche Napfaec mit Lorbeer-Oer gefüllt, auf Tische oder Schränke stellt und dann eine Zeit lang », Fenster möglichst wenig öffnet. Die Fliegen können diesen Geruch durchaus nicht i tragen und suchen ihm zu entfliehen. In Küchen-, Vorraths- und ©peifefammern tflij man die Fliegen schnell verscheuchen, wenn man Bretter und Regale mit diesem U' feuer entwickelte. Nach dreistündigem Kampfe zogen sich die Aufständischen gegen Gradac zurück. Sowohl sie wie die Türkei erlitten große Verluste. Auch Montenegriner nahmen an dem Kampfe Theil. Die Jnsurgentenführer Peko Pavlovits und Musste sind am 13. d. Mts. mit ungefähr 4000 Mann frei Dubravitza und Oltaja eingetroffen. Konstantinopel, 17. Juli. Nach einem Negierungs-Telegramm haben gestern die Truppen der unter dem Commando von Hafiz Pascha bei Akpalanka sperrenden Division die Serben angegriffen, nach sechsstündigem Kampfe mit bem Bajonnet deren Verschanzungen eingenommen und dieselben vollständig geschlagen; viele Waffen und anderes Kriegsgeräth wurde erbeutet. In Folge Vormarsches des Corps unter Suleiman Pascha haben die Serben ohne Wt derstand die Verschanzungen bei Babina Glava verlassen und sich zurückgezogen. Konstantinopel, 18. Juli. Die „Agentur Havas- Reuter" meldet: Die türkische Armee ist von Nisch, Chehirkenj und Belgradjik ansgebrochen und marschirt gegen Alexinatz. Die türkischen Journale bestätigen, daß General Tschernajeff von Babina-Glawa delogirt ist und sich auf dem Ruckzuge befindet, sowie daß die türkischen Truppen in Serbien verrücken. — Dem am letzten Samstag stattgehabten großen Rathe haben 76 Würdenträger beigewohnt. Derselbe wird fich demnächst wieder versammeln, um das Reform-Projekt der Regierung endgiltig festzustellen. Daffelbe soll sodann dem Sultan unterbreitet MU ^'Mner von mu °en 2 und damit die Thiere gewaschen, hält jede Fliege fern. ..... New yo rk, 16. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfscr^ des Nordd. Lloyd Main, Capt. G. Neickinurin, welches am 1. Juli von Bremen m. 4. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Morgen- woy Konstantinopel. Slavische Telegramme aus Nagusa vom 15. Juli melden, das in Metokia eingeschlossene türkische Corps habe am 13. d. Mts- w capituliren begehrt. Ganz Gaczko sei von den Montenegrinern besetzt mit Ausnahme der Wallgräben, welche den Platz beherrschen; die dann befindlichen Serbien. Belarad, 17. Juli. (Amtliche Meldung.) Die türkischen Depeschen vom 9. JuU beruhen auf lügenhaften Berichten; die Serben haben bisher keine Kanone verloren. Die türkischen Siege über Tscherna^eff sind erfunden, die serbischen Vorposten stehen noch immer vor Novibazar. Nach einem Telegramm des Generals Ranko Alimpics begehen die Türken in Bosmen fürchterliche Grausamkeiten, viele Weiber und Kinder flüchten tn das serbische Lager. Die serbischen Truppen haben sich des ganzen Toplitz-Thales bemächtigt. Die bosnischen Insurgenten haben den Türken die Communicationen zwischen Bel- jina, Brtschka und Touzla abgeschnitten. Belgrad, 18. Juli. (Amtliche Meldung.) Der Versuch der Türken, über Lsubovia an die Drina durchzudringen, wurde zurückgeschlagen. Ein türkisches Detachement, welches auf die Serben bei Mokra Gora (auf dem südlichen Kriegsschauplätze) einen Angriff machte, wurde in bie Flucht gezagsi Die Türken stehen nirgendwo auf serbischem Gebiete. Die türkische Nachricht von der Zerstreuung einer serbischen Division bei Novavarosch ist falsch; das Detachement unter Führung von Ducic wurde nicht zerstreut, sondern hält die noch am 8. Juli den Türken entrißenen Verschanzungen vor Novavarosch fest. M- - t London, 15. Juli. In Woolwich ist der Befehl eingelaufen, für die Mittelmeerflottte 10 Gatling-Geschütze nach Malta zu senden.. Einige von den größeren Panzerschiffen und diejenigen Fahrzeuge, welche in jüngster Zeit England verließen, sind bereits mit diesen Geschützen ausgerüstet. __ Der vor einiger Zeit gemachte Vorschlag eines gemeinschaftlichen Besuches von Parlaments-Mitgliedern in Philadelphia rückt der Verwirklichung näher. Der Gedanke, daß die Admiralität zu diesem Zwecke ein Schiff stellen solle, ist aufgegeben. Dagegen hat, wie verlautet, die White Star-Gesellschaft dem betr. Ausschuß ihren Dampfer „Atlantic" zur Verfuguiiq stellte. London, 17. Juli. Im Unterhause antwortete Disraeli auf eine Anfrage Barter's, die Depeschen des Botschafters Lord Elliot bewiesen, daß die Berichte von neuen Grausamkeiten in Bulgarien stark übertrieben feien. (Sine Depesche Elliot's vom Freitag Abend melde den Eintritt christlicher Freiwilligen in die türkische Armee. - Im Oberhause , erwiderte Earl Derby auf Denaleigh's Anfrage, die Pariser Declaration sei für England bindend. Außerdem würde der Argwohn, daß England sich für den Krieg vorbereite, erweckt werden, wenn England gegenwärtig die Aushebung dieser Declaration vor- bamstag bei Vormitta U“’ Mi‘r”e 'Ä pftwwrM J*. bt» n. - _____M Dovnastg iw.-uf 4* & t,K E ^herzoglichei Montag . l Lanin». ST^fleigert i sufammenfu ben 18. <* Arankreich. Pari- 17. ^uli, Abends- Die „Agence Havas" meldet aus Therapia vom 17. Juli' Die Besetzung von Klek durch die Montenegriner ist officiell bestaligt. 17 Der „Agence Havas" zufolge hätte die rumänische Regierung den'Mächten ein Memoire mitgetheilt worin die Pnnkte bezeichne, find deren Regelung Rumänien im Einverständniß mit der Plorte herbeizu- fübren wünsche^ das Memoire habe keinen drohenden Cbarakler. — Der Appellhof hat in Bestätigung des Urtheils der unteren Instanz die Ehe der Fürstin Bauffremont-Bibesco für nichtig erklärt. Aelgien. Brüssel, 17. Juli. Bet dem Ackerbau-Bankett in Gent sprach der ruillicbe Gesandte Graf Bludoff Namens der Diplomatie. Das allgemeine Streben, sagte er, sei auf Erhaltung des Friedens gerichtet, und letzterer er- scheine auch gesichert. Darauf"" in' -i «L-d-- s (fit uralter OH «viel, welches --M den letzte"^ hflii berittenen ui» ihres berühmten MM -3x»\ auf; »le Tr tzgimmste für ben s r»T von »en Jnbiai «,!cacht worden, und ti: erbeuteten Waffe vlllte sie verfolgen, > (n.ttlien nämlich mit ßuales-Retzrvations i (»uaws ein allgemei lir.netn zu Geftlim |fl K gewesen warm. < ^rtz'iescrvirtm Zenite Der Sioux-Krieg. Die Sioux, ein wilder und kriegerischer, aber in mancher Beziehung edler Stamm, ■ sich im Verkehr mit den Weißen niemals einer Treulosigkeit schuldig machte, wohnten frühes Kansas und Nebraska. Am 29. April 1868 kam ein Vertrag zu Stands wodurch die Jnbicic , darin willigten, ihre bisherigen Jagdgründe mit dem Black-Hill-Gebirge, welches ihnen für , und alle Zeiten als Eigenthum verbleiben sollte, zu vertauschen.^ Solche Landstriche, welche - noch nicht zu seßhafter Lebensweise bekehrten Indianern angewiesen werden, heißen »resorv» ' und sind in dem gesummten mittleren Theile der Vereinigten Staaten zwischen den ^Ill'-'gtxxnie ■ dem Felsengebirge zu finden. Das reservirte Gebiet der Sioux, in der südwestlichen l:ae Territoriums Dakotah gelegen, umfaßte also 325 Quadratkilometer und sollte??^ra9sinaßlg keinem Weißen unter irgend welchem Vorwande betreten werden dürfen. Auch sollte e amerikanischen Truppen nicht gestattet sein, weder aus kriegerischen noch aus wissenschas . Gründen in das Black-Hill-Gebirge vorzudringen. Für das Verlassen ihrer früheren a fruchtbaren Wohnsitze aber war den Indianern zudem noch die jährliche Lieferung einer ten Menge von Geld, Waffen, Pulver, Kleidern und Lebensmitteln zugesagt worden, ui» • Regierung für alle Zeiten auf den Besitz der Black Hills verzichtete, hatte sie keine Ahn 9 der Natur dieses Landes; bald aber verbreitete sich die Nachricht, daß dasselbe a nie geahntem Reichthum in seinen Felsenregionen einschließe, schnell beinachttgte üb) y, Don m0 uer . gische Speculationsgeist des weißen Amerikanerthums dieser verlockenden Nachricht; i wohlbewaffnete Expeditionen abenteuerlustiger Bergleute aus^und versuchte trotz Negwrung, dianern und Verträgen gewaltsam in das neue Land der Goldschätze und ^«turw c ,8e Ui dringen. Die Indianer ihrerseits zeigten sich aber wohl aus der Hut wiesen. Eindringbr finn . . an der Gränze zurück und tövteten und skalpirten eine Anzahl solcher, die sich trotzdem m das I « ves Berglandes einzuschleichen verstanden HE-n-,^Di- »«n« .! .. - itjten 150,000 Heimath zurück s Postamt. Lochmann. pr. Liter ohne Glas. Bordeaux o m. von (3837 gegen April empfiehlt 3401) 7012 39 7332 69 270 — (3805 545—50 Vorm., 6io—15 Vorm., 8 Vorm. Versteigerungen. Samstag den 22. b Mts-, Daraufhin ließ man einige der hervorragendsten Häuptlinge nach Washington kommen, sie durch Freundlichkeit und Schaustellungen zu verwirren und machte ihnen dann den Vor- die Black Hills gegen 25,000 Doll. Entschädigung mit einem unfruchtbaren Landstrich vertauschen. Die Indianer wollten hierauf nicht eingehen oder forderten zum Min- Doll., und als auch dieses fehlschlug, kehrten sie unverrichteter Sache in ihre Fliegen-Hosi, -Papier & Fliegen-Leim 'nbeiltzmiklein tbeilen r- glatt iw Gesicht, L a,mtR ragen müde, |u mittel.' Halt! dachte l gingen in die Ecke. ■ 12. fragte nach einem j ube mir verabreicht., il Damit muhte iäi Bürgschaft Zahlungsfrist bis Ende 1877 gestattet wird. Roßbach, den 18. Juli 1S76. F r i n k, Bürgermeister. Ga. Wilh. Weidig, Markt 8. Holzversteigerung. Montag den 23. Juli, Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen in den hiesigen Gemeindewaldungen folgende Holzsortimente zur Versteigerung, im Distrikt Kirschberg: 1) 24 Eichen-Bau- und Werkholzstämme ä 2,5 bis 3,5 Festmeter Inhalt, was Stämme I Qualität sind, 2) im District Weitzgemann 150 Nadel Holzstämme (Fichten) a 0,34 bis 0,48 Aeilgebotenes. 3839) Ein Affenpinscher am Sonntag zugelaufen. Gegen Erstattung derJnserat- und Futterkosten abzuholen bei Schuhmacher Carl Griebel. aus Londorf: durch Allendorf: durch Treis a. d. Lda.: in Gießen: Gießen, den 19. Juli 1876. Kaiserliche 6 Flaschen und mehr entsprechender Rabatt. Achtungsvoll W. Hw fmann Festmeter Inhalt, wozu Steigliebhaber hiermit unter dem Bemerken eingeladen werden, daß füllt J Montag den 24. Juli, Mittags 11 Uhr, oll auf unserem Büreau eine Decimal- Waage öffentlich versteigert werden. Villingen, den 17. Juli 1876. (3828 Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen. Zimmer. borf nach Gießen folgenden Gang nehmen: 525 Vorm., Bekanntmachnng. Vom 20. d. Mts. ab wird das Privat - Personenfuhrwerk von L o n- Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 24. Juli 1876, von Vormittags 9 Uhr an, litt in dem Gießener Stadtwalde, in den Üftricten Neuheege und Waldshute, nach- Mzeichnetes Holz versteigert werden: 38 Rmtr. Nadel-Scheitbolz, 258 „ „ Prügelholz, ■ 130 „ „ Stockholz, U50 Wellen „ Reisholz, 438 Nadel-Stämme mit 131,38 Fcstmtr., I U „ Stangen 1,86 „ i Die Zusammenkunft ist am alten Anne- Jiber Weg an der ersten Schneiße. i Gießen, am 18. Juli 1876. (3827 t Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a mm. Gasthaus zum Löwen. 3822) Durch günstigen Einkauf bin ich in der Lage, unten verzeichnete reingehaltene Weine zu den beigcfügten äußersten Preisen abzugeben: lütter sagte immer: buchte auch ich und eice Procedur bunb,» i dem Gedanken sich ul iar ich der Mühe btifc t in Eiterung überMi LH ÄuSr.* lr)fm wurden die tu »'STÄB Mn ihn in dieser hilfst -^'e Mund und 'fnanfialt, wo er gest^ ;n Situation besundeiu "Atzung zugezogen, Vormittags 9 Uhr, Wen auf dem hiesigen Rathhause versteigert »erben: Mk^ Pfg. 1) Maurerarbeit, veranschl zu : übgetrocknet, sie mite Lager von etwa 2500 Indianern/ Major Reno wurde beauftragt, mit 4 Schwadronen eine Urn- ich, m der Freude,: gehimg zu bewerkstelligen, drei Schwadronen blieben im Rückhalt und mit dem Reste unternahm n rüitig ein unonadjr General Custer den Angriff in der Fronte. Binnen Kurzem befanden sich die Truppen, ohne auf § teile rein. Freilich i starken Widerstand zu stoßen, inmitten des feindlichen Lagers, und auch von dort aus verfolgten sie die Flüchtlinge immer weiter. Bald aber zeigte sich die List der schlauen Indianer. In einem mit dichtem Gestrüpp bewachsenen Waldthale, mit steil ansteigenden Seitenwänden, sah sich General Custer von allen Seiten derart eingeschloffen, datz kein Rückweg mehr offen blieb, während die gut gedeckten Indianer von den Höhen ihre wohlgezielten Schüsse hinabsandten. General Custer, seine zwei Brüder, sein Schwager, sein Neffe, 17 Officiere und 315 Soldaten blieben todt auf dem Platze, nur einige wenige vermochten mit Wunden bedeckt szu entrinnen, gelangten aber erst auf großen Umwegen zu ihren übrig gebliebenen Kampfgenossen. Als die Indianer auf diese Weise jene 5 Schwadronen vernichtet hatten, umzingelten sie den Major Reno mit seinen vier Schwadronen. Dieser aber vermochte sich mit einem Verlust von 31 Todten einen Tag lang zu halten und brachte dann seine Vereinigung mit der Reserve und später mit General Libon zu Stande. Man folgte der mit Leichen bedeckten Marschroute des Generals Custer, bis man in jenem Thalc auf die 300 Leichen stieß, die sämmtlich skalpirt und entsetzlich verstümmelt worden waren. Die Indianer waren spurlos verschwunden, nachdem sie ihre Verwundeten, die meisten ihrer Todten und sämmtliche Waffen der amerikanischen Soldaten mit sich genommen hatten. Trotzdem hielt General Libbon es für gerathen, zu der Mündung des Little Horn River, dem Ausgangspunkte des Marsches, zurückzukehren. Da die Niederlage allenthalben in den Vereinigten Staaten eine große Aufregung hervorrief, so wird man sich bemühen, die Scharte baldmöglichst auszuwetzen. Die Sioux-Indianer, mit die zahlreichsten und wildesten Indianer, leben als umherziehende Nomaden in den Territorien Dakotah, Wyoming und Montana und betreiben außer der Jagd mit Geschick und besonderer Vorliebe das Räuberhandwerk. Die Sioux von Montana zerfallen, nach dem ofsiciellen Bericht des Kommissioner of Indien Affairs, in die Stämme der Onkapatina (400), der Santees (1300) der Telons (6000) und der Upper Uanktonnaes (2270 Köpfe). Nach einem Telegramm betrug der Verlust des Majors Reno auf seinem Rückzüge 50 Todte und 40 Verwundete. Die Sioux-Indianer waren meist beritten und durchweg, wie ehedem die Modocs, mit Hinterladern neuester Systeme bewaffnet, die sie votrefflich zu handhaben wußten. Das Cavallerie-Regiment, welches auf die oben erzählte Weise größtentheils der Vernichtung anheimfiel, war das siebente. Ob aber General Custer die Reiter absitzen ließ, als dieselben zum Angriffe vorgingen, oder ob er sich unklugerweise mit den Pferden in die unwegsamen Felsen- regioncn verlocken ließ, ist nicht bekannt. General Terry, der Ober-Kommandant des Truppentheils, zu dem Custer's Abtheilung gehörte, telegraphirte nach Washington, daß nur Custer's Unbesonnenheit die Niederlage verursacht, indem derselbe die Verbindung mit der Hauptarmee vernachlässigt habe und nach dreitägigen forcirten Märschen durch unwegsames Terrain sofort mit seinen ermüdeten Soldaten zum Angriff gegen die überlegene Jndianermacht vorgegangen sei. General Terry hat sich inzwischen mit allen seinen Truppen zum Aellowstone River zurückgezogen. Die Ernennung Sheridan's zum Ober-Kommandanten aller Truppentheile, die gegen die Sioux operiren sollen zeigt, wie auch die englischen Blätter bemerken, daß man es auf eine vollständige Ausrottung dieses Stammes abgesehen hat, denn der genannte General steht in dem Rufe, ein Freund strenger Maßregeln zu sein, besonders aber mit den Indianern wenig Federlesens zu machen. Im Uebrigen mehren sich die Stimmen zu Gunsten der vurch wiederholte Vertragsbrüche und Ungerechtigkeiten zum Aeußersten gebrachten Indianer; gilt es doch geradezu als wahrscheinlich, daß die in den betreffenden Distrikten kommandirenden Generale durchweg von den unternehmungslustigen Bergwerks-Gesellschaften bestochen waren. Die Sioux oder Dakotahs (nach ihnen trägt das gleichnamige Territorium seine Benennung) gelten als blutdürstig und grausam, und ihre besiegten Feinde haben auf Pardon nicht zu rechnen, andererseits aber betrachtete man sie seitlang im Gegensatz zu den verrätherischen Comanchen und Apachen als einen der treuesten und am meisten wahrheitsliebenden Stämme. (Köln. Ztg.) Holzversteigeruug in der König!. Oberförsterei Krofdorf. Donnerstag den 27. Juli b. I., Vormittags um 11 Uhr, werden zu Kirschwäldchen bei Wirth Dern, aus dem Königlichen Forste Stoppelberg, nachstehend bezeichnete Hölzer öffentlich meistbietend versteigert: District 91, Schlag 15: 60 Eichen-Stangen IV. Elaste, 868 Rmtr. Eichen-Lohreiser. District 99, Schlag 15: 630 Rmtr. Eichen-Lohreiser. Krofdorf, den 18. Juli 1876. (3833 Der Königliche Oberförster: - ganzes Jahr ließ die Regierung die Angelegenheit ruhen, dann aber erhielt Crook dm Auftrag, eine starke Truppenmacht gegen den ungefügigen Jndianerstamm auszurüsten. Zu gnfang Juni rückte derselbe mit 2500 Mann regulärer Truppen, meist Eavallerie, sowie einem üarken Contingente von Crows- und Snake-Jndianern, die in Montana ihre „Reservations" laben und seit uralter Zeit die Erbfeinde der Sioux sind, gegen die Black Hills vor. Man wiederholte also jenes mehr politisch kluge als moralische Spiel, die einzelnen Jndianerstämme «egen einander aufzuhetzen, sie durch ibre eigenen Zwistigkeiten und Leidenschaften zu vernichten, mes Spiel, welches seit Cortez' Zeiten bis zu den englisch-französischen, englisch-amerikanischen Inb selbst den letzten inner-amerikanischen Kriegen eine so ergiebige Anwendung gefunden hatte, «in 18. Juni stand General Crook mit 1300 Reitern und 30i) verbündeten Indianern an den Wasserfällen des Rosebud-Rivcr, eines Seitenflusses des Yellowstone-River, und etwa 100 engl. Meilen nordwestlich von den Black Hills, als er erfuhr, daß die Sioux ihre Heimath verlassen und ihm entgegenrückend 12 Kilometer stromaufwärts ein verschanztes Lager bezogen hätten. Sofort faßte der General den Entschluß, das Lager anzugreifcn, die Männer in die Flucht zu schlagen und die Weiber und Kinder als Geiseln mit fort zu führen. Kaum aber hatten die Truppen den Marsch angetreten, als sie sich schon ihrerseits von den Sioux angegriffen sahen und während fünf Stunden den gewaltigen Anprall der vortrefflich bewaffneten und ebenso vortrefflich berittenen indianischen Krieger auszuhalten hatten. Die Sioux fochten unter der Führung ihres berühmten Häuptlings Old Sitting Bull mit einem Muthe und einer taktischen Geschicklichkeit, die wahrhaft Bewunderung erregen mußte. Beim Einbruch der Nacht hörte der Aainpf auf; die Truppen hatten 33 Todte und Verwundete verloren, fürchteten aber das Schlimmste für den folgenden Tag. Doch, siehe da, als der Morgen hereinbrach, war nichts mehr von den Indianern zu sehen. Ihre Weiber und Kinder waren inzwischen in Sicherheit Macht worden, und so hatten sie sich mit Hinwegnahme ihrer Todten und Verwundeten sowie der erbeuteten Waffen geräuschlos und unbemerkt aus dem Staube gemacht. General Crook wollte sie verfolgen, wurde aber durch die Haltung seiner Verbündeten daran verhindert. Diese «weihen nämlich mit indianischer Schlauheit, daß die Sioux die Wehrlosigkeit der Crows- und Enakes-Reservations benutzen würden, um eiligst dorthin zu rücken und unter den zurückgebliebenen Squaws ein allgemeines Gemetzel anzurichten. Wider Willen mußte General Crook den Indianern zu Gefallen sein und balv zeigte es sich, daß deren Besorgnisse durchaus nicht unbegründet gewesen waren. Die Marschroute der Sioux ging nack dem Little Horn River, der innerhalb deS reservirten Territoriums der Crows-Jndianer liegt. Auf diesem Marsche fiel der Brigade- General Custer, der zur Beobachtung des Indianer-Lagers abgesandt war, aber durchaus keinen Befehl zum Angriffe hatte, in einen Hinterhalt. Der General rückte den 25. Juni von dem Mndungspunkte des Little Horn River in den Little Big Horn River (zum Stromsystem des Mowstone River gehörig) mit zwölf Cavallerie-Schwadronen gegen die Black Hills vor, stieß aber 30 Meilen von der Mündung des Little Horn River stromaufwärts auf ein weitausgedehntes „ 3/4 Liter mit Glas. Auf Wunsch liefere die Weine frei in's Haus. Bei Abnahme < s-zi-U 'ten - i-r* ■■ j Schwalheimer Wasser per Krug 20 Pfg. (Krug retour 10 Pfg) empfiehlt___________(.31 to_______Emil Flsclibacli. II. II u h s a m e 11, Gießen, Mäusburq D. 9. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weißen und farbigen Hemden, für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Halsbinden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, in Socken, Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin , Zwirn- und Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten-Knöpfen rc. 2312 Futter - Knochenmehl, gereinigte Knochenasche zur Viehfütterung unter Controle des landwirthschaftlicken Vereins, empfiehlt (2338 L. Müller, auf der Mäusburg. Helse mir in gewöhn h schämte, meinen ip4| h hier das Mittel nd|l erung nachließ, Fach dem Mergebd i/s ca-10 lagen auW schnell wie früher. - F 5 Warnens ju schad/M Link geben, nicht aus! xtn iW .bvmmE MvnlMnch'Mig p I ien rooiltt, einet M | -e-eben werden mufr, j i P bann eine Zeit W , Much durchaus J ■ nnh SP*"131': ’ib liegüe mit die" -r‘b 5 -Earbe M unter biepflJJ1 S‘Ä** Sw®«*' Ä- Bra m m. Donnerstag den 20. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus eine Partie Nußbaumfournire meistbietend versteigert «erben. Gießen, den 18. Juli 1876. (3826 Großherzogliches Ortsgericht Gießen. __________Müller.___________ Montag den 24. Juli, Vormittags 9 Uhr, foll die Erndte von den Grundstücken der Zranz Lampus Wittwe, bestehend in Korn, Weizen und Hafer, an den Metst- lietenben versteigert werden Die Zusammenkunft ist am Schützendes. Gießen, den 18. Juli 1876. (3834 Müller. Glycerin-Schmierseife empfiehlt (3109 _____Emil Fischbach. 3816) Ein Chaisenpferd und zwei Chaisen mit Halbverbeck zu verkaufen bei W- Hennes, Dillenburg. 3802) Die H er b ert'sche Besitzung vor dem Neustädter Thor, bestehend aus Wohnhaus und Bleiche, ist aus freier Hand zu verkaufen. Neflectirende können sich mit mir benehmen. Franz Senner. 2) Steinhauerarbeit, „ „ 3) Schlosserarbeit, „ „ Gießen, den 17. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3806) Eine Hofraithe, bestehend aus Wohnhaus, Scheuer, großer Stallung und verschiedenen Böden, die sich zu Lagerräumen eignen, ist zu dem Preise von 9000 Mark unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen durch ______________I. Blitz. Feuerwerk, JUumi- | Nationsartikel, Spiele f Freie rc. Pr. Ct vers. ». Richter, Coln. [H. 41209] 1875r // Gaubickclheimer Deidesheimer 70 Pf. 80 „ I874r Laubenheimer 80 „ Niersteiner 1 Mk. Rüdesheimer 1 Mk. 40 1870r Affenthaler Roth 1 20 ir Oberringelheimer 1 „ 70 die Bescha i. eilhaltrnb die Ort II. uid Mühlsachsen, (2155 Emil Fischbach m. IV. 3819) Von heute an wohne ich auf dem (Srvfborfcrtw o Hebamme Müssig in Mannheim 9 ® & Wahcim S L S _ , $ inL. Verantwortliche Redaction A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckciet (Fr. Ehr Pietsch) m Gieß S ft a ft Zum Sam« Mitglieder . Herr Frai , Ludll , Mg „ W « 8ürge , Strwo ■s a S y s 5 ft s es Zum Summt Mitglieder bt 1 Herr Theod Gießen, bi Zum Summe Mitglieder de Herr Como Johan „ J°W „ Heim , Geor, Jacol Versicherung steigcnder Renten; die jährliche, lebenslängliche Rente an! einer ursprünglich 100 fl. betragenden vollen Einlage kann bis zu 150J. anwachsen und wird mit diesem Betrage an mehrere Altersklassen bercitt ausbezahlt. Um ein Ei. Erzählung aus dem krit schen Leben von Theodor Hermann. (tPii setzung.) — Der Fall Konstantinopels. k>!' & » Köln-Gießener Kahn Abfahrten von Gießen nach: Kissinger Rakoczi, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhäuser, Salzschlirfer, Schwalbacher Stahl- u. Weinbr,, Schwalheimer, Selterser, Wildunger, Achtungsvoll S. Guldan Die soeben erschienene 9tr. 42 enthält: ich auf Bestellung ins Haus bringen. Bestellungen bitte bei Hm L. Reuter in der Neustadt abzugeben. Deutz 6«, 12, 4*3. Dillenburg 645, 12 , 443, 95. Siegen 645, 12. Wetzlar 6*5, 8*<>, 955, 12, . Für btn jujolßt Vorschrift nilMnd blt Drti tfnbtn, Glu* ge! £bfr »n, •n dcpj^uaiunj^ -Slv ^usavvmqaoU •a?jo<3r rururöoqrö uj f (9 u 68» s y /ür Jli'iififilri’iuiilt Täglich Gratis- Concert a der Schloßgafse bei off end 3. 6. Neueste Erfindung. 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Versicherung von Kapitalien zur Versorgung von Hinterbliebenen, auf dk ßissta^mü Arn Todesfall zu Ausstattungen u. s. w., sowie von festen Leibrenten. r tm"ut*xc'~ Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3J/2 °/o und alsbaldi-e ' Rückzahlung auf Verlangen. < I i, Die Anstalt gibt Darlehen auf Liegenschaften zu 5 °/0, sowie auf Weitlx 2- Papiere. 1 3. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, NechensckaftsbkrW 5 Statuten und Prospekte unentgeltlick verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwtM 8. ertheilt durch den Bevollmächtigten der Anstalt I. P. Müller, Drucksaäm ] Verwalter, Neue Babnhofsstraße.______________________________ (3211 cWend dir Orte T önitrn, Daubrinc ^ilkirchen, Rödg " Tie jft ...........-......-r a- uni Dr. Moritz Busch. - Schiller und SAU Borschein Ein Beitrag zur Geschichte des BerM. 8 öflem 14 c zwischen Schriftsteller und BuckhSrM' kiNni > 'olf Kock. — Am 5amthentrd< ^(j . t 3 3