Mittwoch, den 20. September IN26 - «v. 219 Gießener Anzeiger Artige- W Amtsblatt für btn Kreis Gießen v^rt^Mrlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Psst L^-sgen vierteljährlich A Mark W Pf. Erscheint täglich mit LuLnabme bed Montag. Expeditionr Schulstrape, Lit. B. Nr. 18. 4 8 Uhr. stand. )er ter. die Herik« HeSerreiek. 7, J Atld und SM181 inBrücke^ der soll iciet Fmil» ng unh ©($ t> FllckkN 1'" Ich! am U' »• ? nd IN WaK sind 782 abdich 72nuabtn der U DO, fo ist hier Wien, 14. September. Die Zuzüge russischer Freiwilligen nach dem serbischen Kriegsschauplätze fangen an, auch der hiesigen Regierung große Verlegenheiten zu bereiten. Wiederholt ereignete es sich, daß die österreichischen Poftdampfer, auf denen diese Zuzügler als Passagiere von Galatz stromauf- wms reisen, von den türkischen Ufern aus, die sie passiren, beschossen wurden. Neuerlich beabsichtigte die türkische Behörde in Rustschuck gar eine Durchsuchung des österreichischen Dampfers, wozu sie völkerrechtlich befugt war. Die Re- jierung muß dann gegen solche Acte, die ihrer Flagge nicht schmeichelhaft sind, stotestiren, ob zwar sie das Bewußtsein haben mag, daß sie selbst im umge- Paris, 14. September. Die afrikanische Fremdenlegion, die sich in letzten Zeit vielfache Verstöße gegen die Disciplin zu Schulden kommen ließ, aufgelöst und durch ein neu zu bildendes Zuaven-Regiment ersetzt werden. Paris, 15. September. Der Bischof von Straßburg hat die Quit- tirung von 24,851 Frs., die er für die Ueberschwemmten des Elsasies aus Frankreich empfangen, dazu benutzt, um dem „Univers" ein Schreiben zugehen zu lasten, das von diesem veröffentlicht wurde. - Den Franzosen wird die Schmeichelet gesagt: „Nach solchen unerwarteten vielfachen Heimsuchungen, welche Frankreich durchgemacht hat, fragt man sich mit Recht, wie es kommt, daß Frankreich noch den ersten Rang unter allen Völkern Europas durch seinen Reichthum und seine Großmuth einnimmt. Ich nehme keinen Anstand, offen zu erklären: das ist der Lohn für seine unerschöpfliche Wohlthätigkeit. Man sagt von dieser Tugend, daß sic den Personen ein Zeichen wahren Lebens, ein Mittel für die Unsterblichkeit sei. Charitas nunquam excidit; sollte sie nicht auch für eine Nation, bei der sie so tiefe Wurzel getrieben, nicht ein Freibrief der Lauglebigkert sein?" Tactvoll, geschmackvoll und logisch kann man diese Phrase des Bischof» von Straßburg nicht nennen. Paris, 17. September. Es heißt, daß England das türkische Memoire so auffasse, als enthalte es Annahme des Waffenstillstandes im Principe, und daß cs demgemäß seine Agenten beauftragt habe, die Insurgenten ebenfalls zur Einstellung der Feindseligkeiten zu veranlassen. '•* .tz Italien. Rom, 17. September. Der „Diritto" hält die Friedensbedingungen der Pforte für unzulässig. Ein Frieden unter solchen Bedingungen wäre die beständige Aufrechthaltung des Kriegsherdes, eine Verschlimmerung des Standes der Verhältnisse vor dem Kriege und würde statt der Herstellung der Ruhe neue Motive zu Unruhen schaffen. Die einzige Basis zu Unterhandlungen mit Hoffnung auf Erfolg sei der „status quo“ Serbiens. , Osgkaud. London, 15. September. Ueber die Wirksamkeit der Vertreter des rothen Kreuzes macht die „Daily News" Mittheilungen, welche nicht zu Gunsten der Engländer ausfallen. Wie in den Tagen des französisch-deutschen Krieges, habe sich die Unfähigkeit der Engländer zur Verwundetenpflege wieder klar gezeigt, und der Gegensatz zwischen ihnen nnd den Russen sei in dieser Hinsicht äußerst bemerkenswerth. Während die letzteren in den Friedenszciten ausgiebige Vorkehrungen getroffen und in Folge dessen sofort bei Beginn des Krieges ihre Wirksamkeit mit voller Kraft hätten entfalten können, habe die englische Hülfs- gesellschaft erst vor Kurzem und nur in sehr unzureichender Weise Vertreter auf den Kriegsschauplatz gesandt. London, 15. September. Ueber die Expedition der englischen Kanonenboote gegen die widerspänstigen Ortschaften längs des Nigcrfluffes liegen ausführliche Berichte vor. Sie lasten sich kurz dahin zusammenfasten, daß mehrere Dörfer ganz oder theilweise niedergebrannt, viel feindliches Geschütz weggenom- men, große Pulvervorräthe in die Luft gesprengt worden sind und manche scharfe Scharmützel stattgefunden haben. London, 18. September. Die „Times" setzt die Besprechungen der türkischen Friedensbedingungen fort und hält an ihrer Ansicht fest, daß dieselben nicht annehmbar sind. Eine Wiedcrbesetznng der serbischen Festungen durch die Türken sei rein unmöglich, weil dieselbe eine ständige Drohung für den europäischen Frieden bilden würde. Die „Times" plaidirt für die Regelung der Friedensbedingungen durch eine Conferenz der europäischen Mächte. -panie». Madrid, 17. September. Die Nachricht, daß ein Noten-Austausch über die an die protestantischen Pfarrer in Spanien erlastenen Verfügungen wegen Rücknahme ihrer Anschläge bezüglich Ausübung des Cultus stattgefunden ; habe, wird als unbegründet bezeichnet; die spanische Regierung hat keinerler ' Depeschen über diesen Gegenstand erhalten. Der englische Gesandte hatte blos eine vertrauliche Unterredung mit dem Minister des Aeußern; dieselbe habe aber keinerlei Folge gehabt, da die Regierung der Derfastung gemäß ge- : handelt habe. E ;et t eVI CP?tM j ihr Urtheil über die Friedensbedingungen abgegeben haben werden, wird die Pforte in 24 Stunden den Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten geben. Wien, 18. September. Wie verlautet, haben die Großmächte in Konstantinopel erklärt, die Friedensbedingungen in Erwägung ziehen zu wollen, wenn die Pforte eine definitive Waffenruhe gewähre. Die Pforte ist angeblich hierzu bereit. Der Schah von Persien hat in Konstantinopel für den Fall eines ernstlichen Angriffs auf die Türkei seine Allianz angeboten. Tschernajeff's Armee hat den Fürsten Milan zum König von Serbien proclamirt. Die Einwilligung des Fürsten ist fraglich. Frankreich. steht dahin. Berlin, 16. September. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt, an Meldungen ihei die türkischen Friedensbedingungen auknüpfend, daß die Pforte durch die w einfache Jgnorirung der wichtigsten auf den Austrag der orientalischen Frage bet« *.wi bezüglichen Punkte und bezüglich Serbiens, durch die Maßlosigkeit der auf den tr in gtahi» quo des Jahres 1857 zurückgreifenden Mächte geradezu den Fehde- " haqdschnh hinwerfe, die Mächte von allen Rücksichten entbinde, welche sie aus gründen politischer Delicateffe bisher der Pforte gegenüber beobachten zu müssen glaubt haben möchten. (Fürst Bismarck hat wiederholt erklärt, daß die Reichsregierung ein officiöseS Organ nicht besitze, namentlich die „Nord. Allg. ( Zig." osficiöse Mittheilungen aus dem Auswärtigen Amte nicht erhalte. Doch (48 läutet überall der Eindruck, daß die orieutaUsche Frage in ein entscheidendes .,1t. swtesttren, ov zwar sre oas ’-oerotißijeui yaoeu mag, vup jit pup *m“hv nft Meißkl» hchten Falle kaum anders vorgehen könnte. Andererseits steht^ihr kein Mittel |u Gebote, dem Transport von „Reisenden aus Rußland," die in Galatz, also (7 auf nichtösterreichischem Boden, einstiegen, Einhalt zu rhun. Wien, 16. Sept. Die „Pol. Corr." meldet von bestunterrichteter Sicherheit f gejte aug Konstantinopel vom 16. Sept. : Die von der Pforte den Vertretern i Großmächte mitgetheilten Friedensbedingungen sind in einem Memoire ent- halten, in dem die Pforte vorerst die Gründe auseinandersetzt, aus denen ihr ' auf einen Waffenstillstand einzugehen unmöglich erscheine, und weßhalb sie es Erziehe, einen definitiven Frieden zu schließen. Die Bedingungen sind folgende : 1) Die Darbringung der Huldigung deö Fürsten von Serbien in Konstantinopel. 2) Die Besetzung der vier durch den Ferman des Jahres 1238 der Obhut Serbiens anvertrauten, in türkischem Besitz von Alters her gebliebenen Festungen «ach den Bestimmungen des Protokolls vom 8. Sept. 1862. 3) Abschaffung ter Milizen. Die Militärmacht zur Aufrechthalrung der Ordnung im Innern teirb 10,000 Mann und 2 Batterien nicht übersteigen. 4) Gemäß Ferman Don 1249 wird Serbien die aus den Nachbarprovtnzen dahin ausgewanderten Einwohner zurücksenden und, ausgenommen die von Alters her in Serbien bestandenen Festungen, die später errichteteir Befestigungen vollständig demoliren muffen. 5) Wenn Serbien nicht im Stande ist, die noch näher fcstzustellendc Kriegsentschädigung zu bezahlen, so wird der gegenwärtige Tribut um die Zinsen der Kriegsentschädigung erhöht. 6) Das Recht der türkischen Regierung, " eine Belgrad mit der Rischer Eisenbahn verbindende Bahnlinie zu bauen und dieselbe durch türkische Agenten oder eine Gesellschaft ihrer Wahl betreiben zu lasten. Weiters erklärt die Pforte sodann: In dem Wunsche, jedem Verdachte ilnes Hintergedankens zu entgehen, und um einen Beweis ihres Vertrauens in W Vermittelungswerk der Mächte zu geben, verläßt die Pforte sich wegen der aufgezählten sechs Bedingungen ganz auf das erleuchtete Urtheil der sechs vermittelnden Mächte, überläßt die Pforte ihnen ganz die Sorge, die Gründe |u erwägen, welche diese sechs Bedingungen als Mittel dictirten, um der Wiederkehr der gegenwärtigen Calamitäteir zu begegnen. — Bezüglich Montenegro'» wird man sich an dem status quo ante halten. Sobald die Mächte rten Anschluß JtCBfftßfanh. lkanten-Vett Berlin, 15. September. In hiesigen militärischen Kreisen, namentlich unter jenen Offizieren, welche sich bei den Manövern des 4. Armeecvrps (Provinz Sachsen) in der Umgebung des Kaisers befunden haben, ist seit gestern Abend das Gerücht verbreitet, man stehe unmittelbar vor der Kriegserklärung Rußlands an die Türkei. General-Feldmarschall v. Manteuffel habe eine Erklärung des Kaisers von Rußland überbracht, wonach derselbe dem Verlangen seines Volkes nach Rache für die Grausamkeit der Türkei gegen die Christen rnchr widerstehen könnte und vorgehen müßte, sobald die Pforte den billigen Ziiedensforderungen Widerstand entgegensetzen würde, wie es seitdem tbatsäch- m geschehen sei. So weit das Gerücht. Jedenfalls ist in den gedachten (reifen eine ungemein erregte Stimmung bemerkbar, welche sich auch seit gestern im hohen Maße bei den Diplomaten zeigt. Unter diesen heißt es, Deutschland labe bereits strenge Neutralität zugesagt. Wie weit das Alles richtig ist, Stabilem eingerückt ist.) ■> Berlin, 17. September. Die Vertreter der Großmächte erklärten die uuu-im abZürkischen Bedingungen für unannehmbar zur Unterhandlungs-Basis. England nnefteflcn. @ verharrt in der Rolle eines Beschützers der Pforte. »»555858 Stuttgart, 17. September. Staatsminister v. Golther ist heute Morgen halb 6 Uhr gestorben. Zlußlaud. Petersburg, 15. September. Zur ärztlichen Hülfeleisiung in Serbien sind aus Rußland bisher im Ganzen 95 Aerzte, 111 Feldscherer und 60 barmherzige Schwestern abgegangen. Da bisher in Belgrad keine Liste der in die serbische Armee eintretenden russischen Volontäre und der auf dem Kampfplatze Gefallenen geführt worden find, so ist jetzt der Kandidat Limbimow auf den Kriegsschauplatz abgesandt worden, welcher an der türkisch-serbischen nnd türkisch-montenegrinischen Gränze Nachforschungen anstellen wird. Keröieu. Belgrad, 15. September. Tschernajeff's Hauptquartier soll sich wieder in Aiexinatz befinden und Horvatovtch bei Suppovatz über die Morawa gegangen sein, die Türken aber sich in einer Sackgasse befinden. Osman Pascha hat Saitschar »erlassen und rückt gegen Banja vor. Eben werden wieder 200 Rusten erwartet. Türkei. Konstantinopel. Betreffs der von der Türkei vorgeschlagenen Friedensbedinguagen bemerkt die „Times": „Eine Besetzung der serbischen Festungen durch die Türkei könne Europa niemals gestatten, nur die fünfte Friedensbedingung (der Bau der Eisenbahn durch Serbien) erscheine annehmbar." Konstantinopel, 16. Sept. Bei einem im Seraskiate abgehaltenen Bankette sagte der Sultan : Unsere Absichten sind stets auf den Frieden gerichtet. Doch muß man dieses Ziel durch eine gut organisirte Armee erreichen. «Afrika. ©atro, 17. September. Das Gerücht von der Londoner Börse über Zurücknahme des Decrets wegen Unification der Schuld ist unbegründet. Die Unterhandlungen über die an Göschen gesandten Vorschläge werden fortgesetzt. Vermischtes. — Eine heilere Geschichte, deren Held ein stattlicher Hirsch ist, erzählt das „Berliner Tageblatt" mit ausdrücklicher Verwahrung dagegen, daß es eine Jagdge- schichte seinen Lesern aufbinde. Ein junger Berliner, ein Freund der schönen Natur und der Waldeinsamkeit — so schreibt das genannte Blatt, war am vergangenen Sonntag in aller Frühe mit der Eisenbahn hinausgefahren nach der Haltestelle Finkenherd, hatte sich nach dem nahen Walde begeben und lagerte nun auf einem freien Platze, um sich am frischen Waldesgrün und an der reinen Luft iu ergötzen. Als er in (4857 Leidig. A- B r a m m- (4852 Kluge 4842) 133 Hdt. Wellen Nadcl-Reisholz, lM 22 und von ’ifje 18 Cm- Durchm., 7 bis 10 Meter Länge mit 16 bis von K. Grünebaum 4445) 4766) Nadel-Prügelholz, Nadel-Stockholz, 969 617 soll eine CyUnder,s' !schen und Wa Hartglas bet 140 Stück Triebviertel sollen Freitag den 22. dieses Monats, Nachmittags von 2 Uhr an, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden Zusammenkunft am Nassauer Hof. RhsnTI Wehlt __Emil f, von Vormittags 10 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in Zwetschen und Aepfel, auf Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Verpachtung von Triebvierteln bei der Stadt Gießen. Berlin Coblenzer Eisenbahn. 2 Stück Eichen-Stämme 0,74 Fstm. 8 Stück Birken-Stämme Grobherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. Ieilgevotenes. 4824) Neue Sendung Gummischuhe ist einge- troffen. KV. Ferber, Lindenplatz. Donnerstag den 28. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die Hofraithe des Lorenz Formhals als: Flur V803 88 Meter Hofraithe auf dem Canzleiberg nochmal- versteigert werden. Gießen, den 18. September 1876. (4847 GroßherzoglicheS Ortsgericht Gießen. Müller. Aepfelversteigerung fiscaliscben Garten zu Alten- Buseck. Freitag den 22. September, des Nachmittags um 2 Uhr, soll im fiscalischen Garten zu Alten-Buseck die Ernte von 80 Aepfelstämmen an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 18 September 1876. (4835 Grobherzogliche Oberförsteret Gießen. _______________La n g. _______ Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda Benner. (4822 4851) Eine Partie gut erhaltener Fenster, sowie zwei Oefen für Steinkohlenr brand, werden billig abgegeben bei Zinß er & Schmid in Die Zusammenkunft ist im Ort. (4859 Grüningcn, den 16. September 1876. Obstversteigerung zu Grüningen. Freitag den 22. d. M., Strecke Nordhausen-Wetzlar. Abtheilung I. Die Gewinnung und Anfuhr von Bruchsteinen aus dem von der Gemeinde Ruttershausen gepachteten Steinbruche, und zwar 1) von 3300 Cbm. nach den Stationen von der Lahnbrücke bei Lollar bis zum Stationsgebäude; 2) von 400 Cbm. nach den verschiedenen Baustellen von Station 137 bis 155 soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin auf Dienstag den 26. September 1876, Vormittags 10 Uhr im Abtheilungö-Bureau zu Wetzlar anberaumt. Die Submissionebedingungen können hierselbst eingcsehen, auch gegen Erstattung der Copialen von hier bezogen werden. Offerten für Lieferung von Steinen aus anderen Brüchen finden gleiche Berücksichtigung. In diesem Falle sind Probesteine einzureichen. Wetzlar, den 16. September 1876. Der Abtheilungs - Baumeister: Regenröcke für Herren ä 12 Mark bei (Stehen den 19 Sevtember 1876 wiunnißcn, oen 10. öepiemocr iö/o. •W'Wl Bürgermeisterei Grüning-n. 0,55 Fstm, 560 Stück Nadelholz-Stämme von 15 bis 37 Cm. Durchm., 7 bis 17 Meter Länge mit 226,81 Fstm., 549 Stü^^delholz-Stangen von 7 bis 14 Cm. Durchm., 7 bis 15 Meter Länge mit 63 Rm^Nadel-Prügelholz von 3 Meter Länge. Zusamrneirkunft an beiden Tagen Vormittags präcis S Uhr auf dem Mcmalweg nach Steinberg an dem Uebergang über die Oberhessische Eisenbahn. Die in Abtheilung Tempel Nro. 10 lagernden Eichen-, Birken-, sowie 22 Nadel- Holz-Stämme, werden während der Versteigerung in Abtheilung Törn rgrund gegen 12 Uhr ausgeboten. Steigliebhaber können dieselben daher zuvor einsehen und sich solche durch den Forstwart Schlag vorzeigen lassen. Die Nadelholz-Stämme und Stangen sind beinahe sämmtlich Fichten und es sind dieselben erst während der letzten Wochen, mithin nicht im Safte aufgearbeitet. Gießen, den 14. September 1876. Holzversteigerung in der Oberförsterei Sebiffenberg. In den Domanialwald-Dtstricten Tempel, Wachh olderhaide, Dörnergrund, Unterwald und Rabenpfuhl sollen versteigert werden: I, Mittwoch den 27. l. Mts. 126 Rmtr. Nadel-Scheitholz, Donnerstag den 3. Oktober b. I. wird vahier t _ und Krämermarkt abgehalten. °"f Ort und Stell- versteigert G-eßrn, den 17. September 1876. " gtnd'enstruth, dm 19. September 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei (Siegen. Großherzogl. Bürgermeisterei Lindenstruth. 4860) A. Vramm. Krug. (4849 MU । Eiß — Donnerstag den 28. L Mts. 43 Cm. Durchm., 8 und 3 Meter Länge mit ...ÄSTB.. Donnerstag den 21. September, Donnerstag den 21. d. M. Nachmittags 2 Uhr, soll die diesjährige benannte Obsternte, oon im Pfandlokal dahier eine Wanduhr, 143 Nro., etwa über 500 Bäumen, unter Bank, eine Kiste und noch sonstige den bekannt gemachten Bedingungen öffent- Gegenstände meistbietend versteigert werden, lich meistbietend an Ort und Stelle ren Gießen, den 18. Sevtember 1876. steigert werden. Die Zusammenkunft iß Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. präcis 9 Uhr Vormittags an der ©traft ______________Müller.________ (484^ von Mainzlar nach Treis. * Treis a. d. Lda., am 16. September 1876. sich wieder erhob, um ein wenig nach dem Dickicht vorzudringen, ließ er seinen U!hj Sommerüberzieher, in dessen Taschen er seine Spersevorräthe geborgen hatte, sorglos für ^ynb 3uflC1 \ auf dem Platze liegen; er war ja „allein aus weiter Flur", nne er schwärmerisch vor 3oU'WeiipM' ? £ sich hinsummte. Bald darauf wollte der junge Mann auf seinen Lagerplatz zurück- kehren, denn sein Magen erhob, der schwärmerischen Phantasie zum Trotze, höchst prosaische Ansprüche. Wie erstaunte aber unser Einsiedler, als er — aus dem Gebüsche fJfr1 berüortrefenh — einen stattlichen Hirsch gerade auf seinen Paletot zuschreiten sah. Dalnellhutt I Schnell trat er, um das schöne Thier nicht zu verscheuchen, wieder hinter ein Gesträuch ßOjLL/ und wartete neugierig der Dinge, die da kom'uen würden. Mit größter Aufmerk- »trben n. 4 Tli sfp!bT1876. iMftwlg W^tSgas»?25. empfiehlt sein bestsortirtes Tuch- und Buckskin-Lager in neu angekommenen Winterstoffen. In älteren Waaren bei Partieen zu außergewöhnlich billigen Preisen. (4455 Medern uii Ä!lich und Barchent 9 L°W°nbi»erN eil5hbrung, bei ■— Zur 98m MM 11,1/n ihm be tzS'LL 4g"nSJ 1 L rjtiibe Änfr, ’jlunft ®Cflinltänbe £ (ri‘ S'D del Abnahme °°n b ^ unter W j, Gensbe ^rankfurt^. f#r be Frosc ,a Hundert M. 9. - F, C. Brecli Eisstärke, extraseb Pfb. P° Weijcnstärkc. e$tri Ngklbau in schönste Waschpulver, 2o Sorten Seife, t L. Müller ar üarinirte t (4658 ( Eine Partie i'Men. !1chlt I *“>11 t l famfett betrachtete und beschnupperte der Hirsch den Ueberzieher oon allen Seiten, zuletzt nahm er ihn sogar zwischen die Zähne und schüttelte ihn tüchtig ab. Ohne Zweifel war es der Brodgeruch, welcher ibn zu dem Versuche reizte, die Taschen des Rockes ihres Inhaltes zu berauben, was ihm jedoch nicht gelang. — Das seltene Schauspiel bereitete dem Naturfreunde unendliches Vergnügen, athemlos lauschte er, wie wohl diese Scene enden werde. ^Fressen" — dachte er — «kann er mir meinen Ueberzieher doch mcht!" Da plötzlich verliert der Hirsch die Geduld, scharrt mit den Läufen, bohrt seine Geweihe in das Kleidungsstück, wirft stolz den Nacken in die Höhe und — mit dem Paletot eiligen Laufes von dannen auf Nimmerwiedersehen! Und, wie gewöhnlich, so kam auch hier der Spott zum Schaden; denn der etwa um diese Zeit vordeibrau- sende Personenzug brachte gerade zum Schlußakte mehrere hundert Zeugen, die ein unbändiges Lachconcert anftimmten und dem flüchtigen Paletoträuber wie rasend applau- dirten, ohne daß dieser jedocy noch einmal auf der Bühne erschienen wäre!_________ Herrin für (Kjcflüijcl-, Vögel- und Kanmchklyucht in Girlien. Bei der am 18. Sept, stattgehabten Verloosung wurden folgende Gewinne gezogen: Befmnntmncfjunn. Bekanntmachung. 0 Dtenstag den 26. September l- I., * Vormittags 11 Uhr, ein Vieh- sollen die Aepfel von J)en Gemeinde, s S ä Sh s SS Z <ö> O a o B ä «n o 3 o a tx» Q B *2 a o B CV <3 S o Z o S cS Q D S ® a Z 12 3 253 61 421 7 579 58 801 22 1332 11 1544 26 1800 28 57 57 279 41 454 46 607 4 876 43 1343 36 1597 42 1898 52 68 44 305 32 477 5 633 45 971 60 1379 29 1634 54 1921 16 100)24 316 13 48847 643 33 1004 35 1411 31 1709 39 1928 62 103 15 324 49 493 34 645 14 1080 37 1442 38 1765 6 1940 17 108; 18 327 21 495 12 659 23 1219 27 1447 25 1780 40 1972 63 181 50 385 10 532 53 670 59 1234 55 1515 51 1785 20 1983 2 220)30 403 1 544 8 693 19 1320 48 1541 9 1796 56 Die Gewinne können bis zum 25. September bei Herrn August Gabriel in ( Empfang genommen werden und verfallen von t a ab der Pariser Ulli) Seminne gtjoj* Frischer CdVidV eLngetroffen bei (4767 j. A. Basch Sohne. (4856 tf u 38 Mk. die Robe „Garantirt" schwarze Lyoner Rein-Seiden Groß-grain, 4 50 48 Mk. die Robe 6 55 Mk. Lyon, die Robe Ein 60 Mk. die Robe verkaufen. 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M. nnteDbftemlij )Qij Säumen,.^ 8ebin«en% rt und Stell '® Zufam^l J an der o* 1T September ei veis a. b-Jj er.__^5 Das geehrte Publikum von „Gießen und Umaegend" wird höflichst ersucht, diesen Verkauf keineswegs mit andern zu vergleichen, das Lager besteht nur aus den neuesten und gediegensten Stoffen und dürste sich eine solche Gelegenheit zum billigen Einkauf mcht wieder finden. Es steht Jedem frei sich von der Reellität sowie Billigkeit zu überzeugen ohne daß damit die Verpflichtung des Kaufens verbunden ist. In Ma II mir kurze Zeil. NB. Wiederverkäufe: wollen gefl. die Vormittagsstunden benutzen. Marinirte Häringe empfiehlt (4658 (£ntil Fischbach. 4828) Eine Partie gefallene Aepsel zu 4747) Eine große Partie leere Kisten unb leere Säcke werden billig abgegeben bet_____________Emil Fischbach. Weiße Vorhänge aller Art- Aouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, «fisertigung jebei Decorations-Arbeit in teschmackoollster Ausführung, bei (881 __ Th. B r ü ck, Kanzleiberg. B 1. 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H«, eine Dankschrift vom Kriegsrninisterrum über eine S. M. dem Kaiser emgerelchte Federzeichnung, eine Dankschrist der Königin Olga von Würtemberg rc. 2C. sind bei mir einzusehen. Das Honorar beträgt in großem Cirkel a Person 15 Mk., in mittlerem 30 Mk, für Schüler hiesiger Schulen 6 Mk. unb wird erst dann beansprucht, wenn man sich von der Wahrheit meiner Behauptung überzeugt hat. Diejenigen, welche sich hieran betheiligen wollen, mögen sich Donnerstag oder Freitag Vormittags zwischen 11 und 1 Uhr bei mir anmelden. Unter Posen, 19 'Mer von der Re> >st m Folge Mnowski in fein ,,, Köln, 18. e ^ststor Franz ■ selbe zu ertheileu. Prospecle und Statuten werden gratis verabfolgt Theodor Haubach Deutz 6", 12, 4«. “ ' 6", 13, 4<3, 9*. Nähere Auskunft ertheilt bie Direetion de® Ih'ord deutsch en Lloyd in Bremen, sowie deren General-Aaent für das Großherzogthum heften Eduard Siu manu in Mainz und dessen Agent 4). ~W. Dieta in Gießen._______(345 ich als Teilnehmer . _. „ ~ f • überaus einfach und leichtverständlich und bei genauer Beobachtung aller Regeln in überraschend kurzer Zeit zu einer gewandten und sckönen Handschrift führend gefunden habe. Marburg, 15. Sept. 1876. vr. Wiskemann. Gymnasiallehrer. Die Unterschrift des Herrn Gymnasiallehrers Dr. Aug. Wiskemann dahier wird hierdurch amtlich beglaubigt. Marburg, den 15. Sept. 1876. Der Gymnasialdirector Dr. Mün s cher. ________________________*4855 Maschinenöl, feinstes, für Nähmaschinen und für technische Zwecke. Vulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb- Wagenfett, in Vi und 2 Pfd. Kisten, sowie in Ve, Vi und J/2 Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantttäten zu Fabrikpreisen. L. Müller, Gesucht ein Biehwärter. Für ein Weingut am Rhein wird ein verheiratheter Mann zur Besorgung eines kleinen ViehstalleS und kleinerer Arbeiten im Hof und Garten gesucht. Lohn ca. 625 Mark nebst freier Familien- wohnung mit Garten. 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