Mittwoch, den 19. Juli 1S26 >, 'W .W^ ■ - ■ i Anseige- uni Amtsblatt für den Kreis ßleßen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 3 Mark W Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schulstraße, Stt. B. Nr. 18. 5«zel. Reich) erö* rom 16. Mai llenfels. 'rgeßlichen Satten tuenden erklärten die Abgg. Herz nnd Völk, von der Stellung eines Antrages . . £ J- ä C -t. .. C 1 .. JC k U. « Au« 11 ««« A At« A att VM A.« A 1 « Vvt rt fl AM U A I ! K » A C A Ml M lnWmü. dahier (ft*. nen von Vri denjenigen Schülern zu entlasten, welche auf ihnen nichts weiter als die Be ’ u/anblun^^ ichtigung zum einjährigen freiwilligen Dienst suchen, und diese Schüler aus . . ^eMilcn / lie Anstalten hinzuweisen, welche ihnen neben der gewünschten Berechtigung eine geeignetere und abschließende Bildung geben. . Berlin. 15. Shili. Der Minister der aeistlicken rc. Angelegenheiten i der ein ' im die lllii unftwi innigen Hange —, welche dahin zielen, daß die Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Dienst nicht mehr, wie bisher, auf diesen Anstalten einfach ersessen werden kann, sondern auch hier an ein Examen, vielleicht gar an das Abitu- rienten-Examen, geknüpft werden soll. Die Absicht ist, die Gymnasien von Berlin, 17. Juli. Kaiser Wilhelm wird, nach^den darüber getroffenen Bestimmungen, am 19. Juli von Insel Mainau nach Salzburg abreisen und am Abend deffelben Tages, 9j/2 Uhr, daselbst eintreffen. In Salzburg findet das Zusammentreffen nut dem Kaiser Franz Joseph statt. Beide Kaiser bleiben am 20. Juli beisammen, worauf Kaiser Wilhelm am 21. Juli, Nachmittags , die Reise nach Gastein fortsetzt, wo derselbe bis zum 12. August verweilen wird. München, 17. Juli. Die Kammer der Abgeordneten erledigte heute den Cultue-Etat. Die ganz nach den Vorschlägen des Ausschusses bewilligte Gesammt-Summe beträgt 19,902,350 9)tf. — Der Antrag Les Abg. Krauffold und Genossen auf Dienstalters-Zulagen für die protestantischen Pfarrer wurde >on der Rechten abgelehnt. — Bezüglich der Petition der altkatholischen Ge- trage von der Rechten doch nicht angenommen werden würden. Es sei aber zu constatiren, daß die Altkatholiken ganz dieselben Rechte haben, wie die anderen Consessionen. Minister Lutz erklärte, daß er aus demselben Grunde die Spanien. Madrid, 16. Juli. Nach einer stürmischen Debatte gaben die Cortes dem Ministerium mit 211 gegen 26 Stimmen ein Mißtrauensvotum. Ftußkand. Petersburg, 15. Juli. Auf Anordnung des Ministeriums sind vier Aerzte der Universitätsklinik und eine Anzahl Lazarethgehülfen des Petersburger Militärhospitals nach Serbien abcommandirt. Gleichzeitig ist ein großer Trans- DenisLlanü Darmstadt, 14. Juli. Einer an die Stände neuerdings gelangten Vorlage der Regierung entnehmen wir über den Stand der hessischen Bau- Capitalien der drei hessischen Staats-Eisenbahnen Folgendes: Der Stand des voranschläalichen Bau-Capitals der Main-Weser-Bahn zu Ende 1872, war 9,176,777 st. Werden hiervon in Abzug gebracht das Bau-Capital für die Nauheimer und Dortelweiler Bahnstrecken mit 706,875, sowie die Bau-Kosten für das zweite Schienen-Geleise mit 882,932 st., zusammen 1,589,808 st., und vergleicht man die verbleibenden 7,586,969 st. mit dem für den Bau der Main-Weser-Bahu seiner Zeit bestimmten voranschläglichen Bau-Capital von Einstellung einer Summe in das Budget vermieden habe. Die Staatsregie- chttiner ß^)( Regierung ihre Mitwirkung gewiß nicht versagen. Hesterreiiü. Wien, 16. Juli. Dem „Telgr.-Corresp.-Bureau" wird aus Widdin rung habe über die Altkatholiken noch dieselbe staatsrechtliche Anschauung, wie Jahre 1871. Wenn Mittel von der Kammer bewilligt würden, so würde 'g. Stt""1*, Nm- r“6'11|iS- , m,n « » Berlin, 15. Juli. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten hat bestimmt, daß die Universitäts-Kaffen Rechnungen und Liquidationen, welche sich auf Anschaffungen und Ausgaben aus einem früheren Jahre beziehen, und für welche Ersparniffe aus den letztern nicht zu Gebote stehen, aus den lau- jmden Jnstitutsfouds eines neuen Jahres niemals zu bezahlen, sondern schlechtweg zurückzuweisen haben, sodaß ihre Berichtigung lediglich dem betr. Instituts Tirector selbst aus fernen eigenen Mitteln überlasten bleibt. — Oesterreichisch-ungarische Studenten brauchen künftighin, um auf preußischen Universitäten immatrikulirt zu werden, nicht mehr eine besondere Hrlaubniß ihrer Regierung. — Die „Mutter Gottes" hat wieder eine Compagnie des 30. Infanterie Reglements auf die Beine gebracht. Sie ist nämlich den Bauern von Mar-pin« D bei St. Wendel erschienen, wenigstens versichern mehrere Kinder dieser Lauern, daß sie ihnen erschienen sei, und in Folge besten strömen nun dumme Leute von nah und fern in solchen Schaaren nach jenem Neste, daß die Orts- lehörde gänzlich außer Stande ist, dem Unfug zu steuern. Hoffentlich werden die Soldaten den Marpingern den Kopf wieder zurecht rücken. Auch eine Un- lersi'chung ist eingeleitet, um den Urheber des Schwindels zu ermitteln, und nenn es überhaupt ein zurechnungsfähiger Mensch ist, was freilich zu bezweifeln sieht, so halten wir es für nützlich, denselben streng zu bestrafen. Uebrigens liegt Marpingen nicht weit von Namborn, welches voriges Jahr durch seinen -aplanskrawall so berühmt geworden ist. Berlin, 15. Juli. Laut einer den Postanstalten gewordenen Mttthei- hing des General-Postamts unterliegen, einer mit der französischen Postverwal- luug getroffenen Verabredung zufolge, Briefe mit Werthangabe im Verkehr irischen Deutschland und Frankreich mit Algerien der bisherigen Beschränkung M Gewichts auf 250 Gramm nicht ferner. reu werden. J -e können beiHemi- Uff am rtumcnjrerbeiL—, Zu Homberg a/Ohm wird am 1. August d. I. eine Telegraphen-Anstalt mit beschränktem Tagesdienst (Vergl. $ 4 der Telegraphen-Ordnung für das Deutsche iffnet. Darmstadt, den 15. Juli 1876. Der Kaiserliche Ober-Post-Director: D e i n i n a er.________________________________ (3792 durch den Staat die früher schon laut gewordenen Desiderien einzelner in der Nähe der fraglichen Bahnen gelegenen Orte sich um so lebhafter erheben wür- 7,715,000 st., so ergibt sich am Schluffe des Jahres 1872 eine zu weiteren Anlagen disponibler Credit-Rest von 128,030 st. Für die Main-Neckar-Bahn > ergibt sich Ende 1872 ein rechnungsmäßiger Stand des Bau-Capilals nnmJuf Staatszuschuß -los deswegen Umgang nehmen zu wollen, weil diese An- 5,383,215 fl., für die Eisenbahn Offenbach-Frankfurt ein solcher von 331,727 st.' - Es war vorauszusehen, daß nach Uebernahme der oberhessischen Bahnen in:;- f ^pnnial öröfitrt an * fr \L'Hpaeh^ 2t'5 und franco. - » 1 3 Mark. jj *», ... gemeldet: In Folge der am Mittwoch bei Widdin stattgesundenen Kämpfe sind die Serben, von den Türken verfolgt, über den Timok zurückgegangen. Wien, 17. Juli. Heute Mittag gegen 11/2 Uhr wurde ein mehrere Secunden andauernder heftiger Erdstoß verspürt. In Folge deffen verließen die Börsenbesucher in panikartiger Hast das Gebäude.^ Das Geschäft war damit vollständig unterbrochen. ArauLreich. Paris, 15. Juli. Es bestätigt sich, daß seit Anfang Juli die Beziehungen zwischen England und Rußland sich wesentlich gebeffert haben, obgleich über dem wirklichen Gegenstände der Verhandlungen zwischen diesen beiden Mächten noch ein Schleier ruht. Nach englischen Quellen erklärt man sich in London mir dem Entgegenkommen Rußlands gegen England zufrieden. — In Belgrad herrscht Niedergeschlagenheit; der Fürst Milan ist, wie man hört, sehr eut- muthigt; Tsckernajeff ist es nickt gelungen, den Ausstand in Bulgarien in Schwung zu bringen und weiter auszubreiten. Aus türkischer Quelle verlautet, daß die Vorbereitungen zum Entscheidungskampfe beendigt sind und es alsbald zu einer Schlacht kommen soll. Paris, 17. Juli. Die „Agence Havas" meldet von Ragusa aus sla- vischer Quelle, daß am 14. Juli in einem heftigen Gefechte bei Ljubowitza unweit der Grenze bei Klein-Zwornik die Serben geschlagen wurden. Die Türken eroberten Geschütze und zerstörten die Flöße, welche auf der Drina zu dem Zwecke einer Invasion ui das türkische Gebiet bereit lagen. Der Verlust der Serben betrug 500, jener der Türken 300 Mann. flhfltanb. London, 15. Juli. Die gesammte Presse ist befriedigt von Derby's Erklärungen und bemerkt, die Besorguiffe, daß die bisher nicht in klaren Zügen entwickelte Politik England in einen Krieg verwickeln möchte, seien durch dieselben beschwichtigt. den. So ist denn bereits von den Abgg. Jöckel und Ellenberger der Antrag Angebracht worden, die Halte-Steüen Mittelgründau und Ranstadt in die Nähe --bei Staatsstraßen zu verlegen und Güter - Expeditionen daselbst zu errichten. Nacht wuibir: Tiefem Antrag sind sehr ausführliche Motive beigegeben, in welchen namentlich :tthctnMeeinfc auch die Rentabilität der erforderten Ausgaben begründet wird. >cmd, wehme SW Berlin, 15. Juli. Das preußische Unterrichts-Ministerium hat be- Mc^nung in oer üox etniger Zeit von den Provinzial-Schulcollegien Gutachten darüber —rrff kinaesordert, ob es nicht räthlich fei, das Schulgeld an Gymnasien und Real- jihulen durchweg auf 100 Mk. jährlich zu erhöhen. Diese Gutachten haben, 1 u nH- die „Post" hört, fast durchweg bejahend gelautet. Ferner sind Maßregeln W a in Aussicht genommen worden — gerade jetzt ist eine bezügliche Enquete im Port mit Lazarethgegenständen und Medicamenten nach Belgrad abgegangen. Dieses abcommandirte ärztliche Personal Bleibt im russischen Staatsdienst. Moskau, 15. Juli. Der Erzbischof Sawa hat in gedrängt voller Kirche eine feierliche „Ektenie" für das Wohlergehen des Fürsten Milan und Nikita und ein Gebet um die Verleihung des Sieges an die serbischen und montenegrinischen Waffen abgehalten. — Der Finanz-Minister hat die Höhe der diesjährigen Goldprägung auf 20,400,000 Rubel festgesetzt. Rumänien. Bukarest, 16. Juli. Angesichts der immer sich bedrohlicher gestaltenden Kriegsgefahr brachte der Kriegs-Minister in der Kammer eine Vorlage über die Mobilisirung der activen Armee, sowie über die Einberufung eines Theiles der Reserven ein. Serbien. Belgrad, 13. Juli. Das dritte Aufgebot weigert sich, ins Feld zu gehen. Allgemein gewinnt der Gedanke Raum, Serbien arbeite für Montenegro oder indirect für Rußland ohne Aussicht auf eigenen Erfolg. Geldmittel und Reserven sind vollkommen erschöpft. Man erwartet eine Katastrophe. Belgrad, 16. Juli. Ossiciell wird gemeldet: Die Nachricht, daß ein serbisches Detachement die österreichische Grenze bei Frenkowa verletzt habe, ist erfunden; ebenso die Nachricht von einem Angriffe der Serben auf Akadale. Die Türken versuchten Klein-Zwormk wieder zu nehmen, wurden aber zurück- geschlagen. Verwundete Türken werden in serbischen Spitälern gepflegt. Ein Bericht des betr. Präfekten constatirt, daß die Türken, als Ducic Novavaros angriff, in ihren Verschanzungen die Weiber und Kinder von Christen aufstellten, von denen Viele von den serbischen Geschossen getroffen wurden. Türkei. Konstantinopel, 11. Juli. Der Levant Herald von gestern schreibt über die „türkischen Siege": „Die Telegramme, welche die hiesige englische Gesandtschast erhalten, bestätigen vollständig die osficiellen Nachrichten, welche die Erfolge der ottomanischen Truppen anzeigen. Auf der ganzen Länge der Linie, welche sich von Podgoritza nach Widdin ausdehnt, haben die ottomanischen Truppen die Oberhand erhalten, und der Feind, der sich diesmal nicht wieder dem Auge verbirgt, sondern den ottomanischen Armeen auf offenem Felde entgegensteht, wird auf allen Punkten zurückgeworfen. Man sagt, daß der Feldzugsplan des General Tschernajeff, des russischen Obercommandanten der serbischen Truppen, den Türken verrathen worden ist und in der serbischen Armee Bestürzung Platz greift. Die Gesammtzahl der jetzt im Felde stehenden türkischen Truppen steigt auf 210,000 Mann, mit 200 Kanonen, ohne die unregelmäßigen Truppen zu zählen. In diesem Augenblick erhalten sie eine Verstärkung von 50,000 Mann, welche man von hier auf der Eisenbahn abgehen läßt und wovon 15,000 schon abgegangen sind. Andere Verstärkungen gehen über Salonichi. Die militärischen Maßregeln der Türkei werden mit einer Energie und einem Eifer betrieben, welche ein klares Zeuguiß abgeben von dem unabänderlichen Entschluß, der die Pforte beseelt." Konstantinopel, 15. Juli. Das Journal „Stambul" meldet: Der heutige Ministerrath, welchem mehrere Ulemas und hohe Würdenträger beiwohnten, hat über die Grundlagen einer Verfassung neuerdings berathen, und soll das constitutionelle Princip angenommen und beschlossen haben, demnächst die neuen Institutionen zu definiren. Konstantinopel, 17. Juli. Ein der Regierung von Ali Pascha, dem Gouverneur der Herzegowina, aus Mostar vom 16. Juli zugegangenes Telegramm sagt: Sämmtliche Nachrichten aus Cettinje über angebliche Siege und Eroberungen des Feindes sind unbegründet; es hat seit dem Kampfe Selim Paschas im Engpässe von Zallan, worüber am 13. Juli berichtet wurde, kein Zusammentreffen mit dem Feinde stattgesunden. Die Montenegriner stehen im Gebirge und in drei verlassenen Ortschaften und haben sich den türkischen Positionen nicht genähert. Somit sind auch die Nachrichten von einer Besetzung von Gaczko, Bilecki, Stolacz und Nevesinje erfunden. Am 13. Juli wurde eine Wasser holende Compagnie von Klek aus einem Hinterhalte überfallen. Die selbe vertheidigte sich tapfer und unter schweren Verlusten gegen die Uebermacht der Insurgenten bis zu dem Eintreffen ihres Bataillons, vor welchem sich die Insurgenten zurückziehen mußten. Konstantinopel. Aus Kostajnitza meldet die „Polit. Corresp." : „Der serbische Prätendent, Peter Karageorgewitsch, ist mit genauer Noth dem Tode entronnen. Der Führer einer Freischaar, Namens Tschorvokatz, erfuhr, daß Karageorgewitsch geheime Verbindungen mit den Türken unterhält. Schon lange vorher hatte man den Prätendenten in Verdacht, er kämpfe nicht für die Befreiung Bosniens, sondern nur für seine Ansprüche auf den serbischen Thron. Am 6. Juli, Abends, fand im Walde, an der Unna-Mündung, ein Kriegsrath statt, zu welchem Tschorkovatz alle Anführer seiner Schaar berief. Man be- rieth über den „Verrath" und beschloß, den Prätendenten Tags darauf vor ein Kriegsgericht zu stellen. Groß war aber die Verblüffung der Leute, als sie am nächsten Tage Karageorgewitsch nicht fanden. Der Vogel war bereits ausgeflogen 1 Man verurtheilte ihn nun zum Tode in contumaciam. Alle seine Anhänger wurden für vogelfrei erklärt." Ragufa, 17. Juli. Aus slavischer Quelle wird gemeldet: Die Montenegriner find in Blagaj, eine Stunde von Mostar entfernt, eingetroffen, nachdem sie das Defils davor, ohne Widerstand zu finden, passirt hatten. Die Einnahme von Mostar wird erwartet. Amerika. New-Aork. Der General-Postmeister Jewell hat auf den Wunsch Grant's seinen Posten dem bisherigen zweiten Secretär Tyner überlassen, um einen größeren Einfluß auf die Wahlen in seinem Heimathlande Indiana aus- üben zu können. — Der Senat hat 200,000 Dollars zur Errichtung zweier neuen Militär-Stationen in der Nahe des Sioux-Territoriums bewilligt. Es läuft das Gerücht, General Crook sei abermals von den Indianern geschlagen worden. — Don Carlos besuchte am Dienstag mit großem Gefolge die phila- delphische Weltausstellung. — Am Mittwoch ist das brasilianische Kaiserpaar von New-Dork nach England abgereist. Rew-Nork, Anfangs Juli. Dem Siege der Sioux-Indianer über die amerikanischen Truppen soll bereits die Erhebung anderer bisher befreundeter Jndianerstämme gefolgt fein. Die Ventres- und Munden-Jndianer sollen sich 3000 Mann stark an die Sioux angeschlossen haben und andere Stämme werden voraussichtlich ihrem Beispiel folgen. Ein allgemeiner Indianers scheint unvermeidlich zu fein. — Es geht das Gerücht, daß General Crook der die Sioux nach der Niederlage General Custer's verfolgte, geichfalls J schlagen worden und gefallen fei. Eine Bestätigung desselben ist jedoch nicht eingetroffen und wahrscheinlich entspringt es nur der augenblicklich herrschenden Bestürzung. Washington, 16. Juli. Der Bericht des landwirthschaftlichen De- partements constatirt, daß der Stand der Baumwollen-Emte in der ersten Woche des Juli ein guter, das Wachsthum aber weniger vorgeschritten ist al* zu der gleichen Zeit im Jahre 1875. Lokal-Rotiz. Gießen, 18. Juli. In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 20. Juli 1876, Nachmittaa« 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: ° 1. Die Verbindung der westlich der Main-Weser-Bahn gelegenen Hofraitben u. s. w. mit der Stadt. 2. Fristgesuche auf Rückstände zur Stadtkasse pro 1875. 3. Decretur von Gebühren der Feldaeschworenen. 4. Gesuch des Oeconomen Georg Conrad Simon um Bauerlaubniß. 5. Gesuch des Landbriesträgers Balthasar Sack um Bauerlaubniß 6. Gesuch des Stadtkassegehilfen Hermann Döring wegen Errichtung einer Hütte. 7. Gesuch des Bauunternehmers Heinrich Adami um käufliche Ueberlassuna von Gelände. $i, 6* l!! f »hrfibwd beutel, »Dr(l ff r SIss-ld jtünber« iauterbach Aainz Norm Vermischtes. Vom Rhein, 10. Juli. In Kastel beging am Sonntag ein Gesangverein sein Stiftungsfest, welches den gemüthlichsten Verlauf nahm, bis ein Herr die Rednerbübne bestieg und einen Vortrag mit der ungeschickten Bemerkung einleitete, es sei genug über das Vaterland und das deutsche Lied gesprochen worden, er wolle jetzt mal von der Unfehlbarkeit des Papstes reden. Hierauf Geschrei und Tumult, die mit einer allgemeinen Keilerei endigten, aus welcher der obenerwähnte Herr halbtodt hinausgetragen werden mußte. — (Frech aber wahr.) Eine Hausfrau machte ihrem Dienstmädchen kürzlich der Vorwurf, daß sie zu viel Zeit auf ihre unnützen Conoersationen verwende. „Ich bitte', antwortete das in seiner Ehre angegriffene Exiramädel, „wenn wir uns miteinander unterhalten, sprechen wir immer noch von feineren Dingen, als wenn die gnädigen Frauen unter sich sind; „wir reden nur von den Frauen und Sie nur von btn Dienstmädchen." — In Nürnberg erhob sich Herr Lupus, ein wohlbestallter, vielbesuchter (M geber, jüngst von seinem Sitze und verkündete, aufgefordert von einem lustigen Schalke, er gehe die Wette ein, eine Viertelstunde die Wanduhr betrachtend mit dem Zeigefinger der rechten Hand den Bewegungen des Perpendikels zu folgen und, ohne rechts oder links zu blicken, zu dem Takle derselben immer „geht er hin, geht er her!" zu sprechen. Ein Faß Bier galt die Wette, und Herr Lupus begann sein eintöniges: „geht er hin, geht er her!" mit den vorgeschriebenen Zeigefingerbewegungen. Unterdessen stahl ity der die Wette angeregt habende Spaßvogel in die Küche zu der Frau Wirthin und theilte ihr mit betrübter Miene mit: er glaube ihr Mann sei närrisch geworden, sie, möge nur selbst ins Zimmer gehen und seine „Streich" mit anschauen. Ins Zimmer getreten schlug Frau Lupus, die von der Wette natürlich fein Wort erfahren, die Hände über dem Kopfe zusammen, als sie ihren Ehemann so vorfand. „Ach Fritz, was ist denn Dir passirt? Hör doch auf mit den Dummheiten!" — (Fritz unbeweglich: „geht er hin, geht er her!") „Ach, du mein Gott, leg Dich doch zu Bett". (Fritz immerfort: „geht er hin, geht er her!") „Hab' mir's aber schon lange gedacht, feit einiger Zeit war's nicht ganz richtig mit ihm." (Fritz: „geht er hin, geht er her!") „Golt, mdne Herren, helfen sie mir doch, meinen Mann zu Bette zu bringen". (Fritz : „geht er hin, geht er her!") Zur Magd: „Und Rosine, laufe schnell, Herrn Dortor Döderlein p holen". (Fritz: „geht er hin, geht er her!") „Ach Gott, mein Mann, mein armcr Manu!" .Sie reißt ihn an den Schultern, daß er das Gleichgewicht verliert. Ti übermannte ihn der Zorn, Vorwürfe gegen seine Frau entfuhren seinem Munde; n war aus der Rolle gefallen. Das Faß Bier war verloren und das Gelächter der Gülle erhielt er in den Kauf. — (Ein zärtlicher Schwiegervater.) Das Testament eines Farmers in Delaware schloß mit folgender Klausel: „Und ich hinterlasse meinem geliebten Sohn Samin! einen Dollar, um dafür einen Strick zu kaufen, stark und lang genug, um seine Ar- ländische Frau damit aufzuhängen." — Die Bibel liefert im Buche Esther den Beweis, daß industrielle Ausstellungen nichts Neues sind. 520 Jahre vor Christi Geburt hatte der König Ahasver eine Abstellung angeordnet, in welcher unter anderen auch „diverse Gefäße aus Gold, Betten von Gold und Silber auf Fußboden von buntem Marmor, Vorhänge von weißr, grüner und blauer Seide, mit Schnüren aus feinen Linnen an Ringen von Silber uib marmornen Säulen befestigt", aufgezählt sind. — (Kriegsdepeschen.) In einem Telegraphenbüreau in Wien: Ein Beamter zieht feine Uhr. — Verdammt, heute komme ich wieder nicht in den Prater. — Weßhalb denn nicht? — Ich muß auf die Depeschen aus Belgrad warten, sie kommen gewöhnlh zwischen 11 und 12 Uhr Nachts. Der andere Beamte sinnt einen Augenblick nach: — Hast Du schon die Depeschen aus Konstantinopel? — Ja. — Dann schreibe ganz einfach das Gegentheil und geh' ruhig spazieren." — Zum Entsetzen der Centennial-Commission in Philadelphia hat sich, am 2). v. Mts. ein junger Amerikaner, der nicht im Besitz einer Freikarte war, in die Au- stellung eingeschlichen, ohne die obligaten 50 Cents bezahlt zu haben. Der Fall rox um so bedenklicher, als Nachahmungen desselben schwer zu verhindern sind. Der jurst Bürger hat nämlich in der Ausstellung das Licht der Welt erblickt, was seine Mut!« so überraschte, daß sie die Besichtigung der Ausstellung nicht fortsetzen konnte. glückliche Vater wurde vor die Centennial-Commission beschieden, wo ihm die Öefti;< Vorwürfe ob feiner Unvorsichtigkeit gemacht wurden und die hohen Herren beruhigt sich erst, als sie hörten, daß der neue Ankömmling „Centennial John" getauft werd« würde. — (Der unvermeidliche Juwelendiebstahl.) Auch Frau Eugenik Pappenheim, i< vorzügliche Primadonna der Wachtel-Oper, welche kürzlich in Chicago gaflirte, ist bin obligaten Juwelendiebstahl, durch welche sich jede hier zu Lande gastirende Künstler* interessant zu machen sucht, zum Opfcr gefallen. In Chicago sind ihr, wie dort !« Blätter berichten, aus dem Hotelzimmer Schmucksachen im Werthe von 700 Lstrl. tt.- wendet worden. Sparsame Zeitungsbesitzer lassen die Typen solcher Juwelen-Diei- )tahlsnotizen gewöhnlich nicht ablegen und haben alsdann vorkommenden Falls nN den Namen der Künstlerin und den Werth der gestohlenen Schmucksachen abändern jit lassen. Letzterer variirt sehr bedeutend; Frau v. Bärendorff ließ sich beisplelswest niemals weniger als 20,000 Lstrl. auf einmal stehlen und hatte trotzdem stets ein pcrr Juwelen für den nächsten Diebstahl übrig._________________________________ _ — Der Abschluß der L e b ensversicherungs- und Ersp arniß-Bark zu Stuttgart für das erste Halbjahr 1876 bocumcntirt aufs Neue die gcfurDi Entwickelung dieser größten Anstalt des südlichen Deutschlands. Vom 1. Januar ds Ende Juni 1876 gingen ein 1806 Anträge über M. 9,559,000, wodurch sich der Ver- sicherungsstand auf M. 108,725,000 hob, die sich auf 29,319 Policen vertheilten. Diele» fortschreitend günstige Ergebniß ist wohl hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, bij die Bank in der Lage war, stets gute Rechnungsabschlüsse vorlegen zu können, die * ermöglichten, für das Jahr 1876/77 ;. B. eine Dividende von 38o/g der Prämien zuruD zuvergüten, wodurch sich natürlich die Letztere bedeutend vermindert. Seit dem Besteben der Gesellschaft, also seit 22 Jahren, ist diese Vertheilung fast die gleiche geblieben, indem die jährliche Durchschnitts-Dividende für biefen Zeitraum 37,7% beträgt Jede zahlte Jahresprämie hat Anspruch auf Dividende, und würden z. B-, wenn die Dividendc» bis zum 60. Jahre angesammelt werden, je nach der Höhe des Eintrittsalters die sicherten aus den Zinsen die fortlaufende Prämie bezahlen können. N Samstag Sorin Hollen ausdem-its . »erben: 1) MourerüM ■jj gknMierarb 3> SMerarbeit Gießen, den 17. Troßherzogliche l _________9LJ Äer von Pfl Dienstag b $ormitti s.A die zur Herf ß ossenpflasters t ümghdors erfort H auzen zu 510 M arbeit in der Kö ^selbst, öffentlich iiitt versichert w ■ffibba, btn 17. GiMerMlicje- ______ W Keilg fnljbol allen Nuancen, kMd, sowie Fußbol «psiehlt Agelöau in fc ^chplttver, Sorten §e Pat, We-jhu Laikalen Ver un r Me, owie MDiensten. I < «"erwea ist bflUn^ billig ?4it Bei t ... "5n$.h.iie !75. . “® »auerlaubnij ' 1 ,äuH'$e Utbttkf, *<1; "”'•*«« t«’ Literarisches. Die beiden neuesten Nummern der Jllustrirten Frauen-Zeitung (Vierteljahr!. Abonnementspreis M. 2.50) enthalten: I Die Moden Nummer (27) : Anzüge für Gebirgsreisen nebst Jacken, Rock- und Staubmantel, Promenadrn-Toiletten, Ueberkletder, Jacken, Hüte, Hauben, Fichüs, Kragen, Cravaten und Haarnetz. Hohe und ausgeschnittene Taillen für junge Mädchen. Knabenanzug. WirthschaftSschürzen und Schutzärmel. Beutel für Klammern und gehäkelter Wäscheleine, Stärke- und Blaubeutel, Abreibedeckchen für Plätteisen, Cyltnder zum Spihenwaschen, Wandschützer und Schutzdecken für den Waschtisch, Sessel und Tonne als Negligö- oder Wäschekorb, Fliegenglocke, Randbekleidung für eine Speisenform, Arbeitstafche, Provianttasche, Schreibtischteppich. Bunt- und Weißstickereien, Häkelstrickarbeiten rc. rc. mit 62 Abbildungen, und einem großen colorirten Modenkupfer. II Die Unterhaltungs-Nummer (28): Harzreise. Humoreske von Otto Girndt. II. — Der Ring des Nibelungen. Ein Bühnenfestspiel von Richard Wagner. Von H. Ehrlich I. — Einige Kapitel über Spitzen. Von Jacob Falke II Mit zwei Äbb'ldungen. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen-Gedenktage. — Ferner folgende Illustrationen: Spruchbild. Von C. E- Doepler. — Unter dem Regenschirm. Von G Pernat- — Jüdin aus Tetuan. Von I. Portaels. — Italienische Reticella-Spitze. Sechszehntes Jahrhundert. Zwei Abbildungen. Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. s Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. 1 • Auf dem Mit.- Auf dem Mit-- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- Auf dem Mit.- *u u Fruchtmärkte Juli. Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis Markt preis 8 130 -jnv! verk. M |auf= gef. verk. M P. ■ aus- gef. | verk. sw|®. >aus- I gef. 1 S M P- 3" C CD 11 M P. I auf- I gef- 1 11 M P. 1 8ef- 1 ,1 oerf.| M P. auL gef- J DetT.| M P. e cd •paa M P. M P. M P. Gießen M. M. M. M- M. M- M. M. M. M- M. M. M- M. M. M. M. M- 15. 1| 11 23 15 21 9i 20 —| 14 12 18 85 Alsfeld Grünberg 15. —— 234,5 11 62 — 251,5 9 52 — 87 5 3 79| — — — — — 66 5 10 35 — 19 10 41 — — — _ _ _ _ _ 235 3 86 _ _ _ Lauterbach 15. — 3 22 — 850 19 66 — —1 — — — — — 3,601 19 — — ■ — — -___ _ — _ _ _ _ Mainz — — — — 86| — 10 16,52 — 4 14 86! — — — — — 3 10 — — — — — — — — — — — — —. — — 5 — — — — _ Normalgewicht ver Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grün berg zu 50 Klgr 6: Firnisse auf das Billigste versteigert werden (2819 (3820 (3060 trock> 1647) 3773) Ein gut erhaltenes Sopha steht in 3ßitn: billig zu verkaufen. H. Werner. 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Juli, Don Morgens 9 Uhr an, soll im „Gasthaus zur Rose^ am Marktplatz eine große Partie Herren- d Damen-, Sonnen- & Regen-Schirme Vergebung von Pflasterarbeit. Dienstag den 25. Juli l. I., Vormittags um 11 Uhr, soll die zur Herstellung des Banket- und tAossenpflasters in der Ortsdurchfahrt zu Langsdorf erforderlich werdende und im Ganzen zu 510 Mark veranschlagte Pflasterarbeit in der K ö h l e r'schen Gaftwirthschaft daselbst, öffentlich an den Wenigstnehmen- Lahnhütte. 3813) Es können noch eine Anzahl Fuhren Schlackensand abgegeben werden. Sr. Maj. d. Deutschen Kaisers und Königs von Preussen., Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich von Preussen, Sr. Kais. Maj. des Taikuns von Japan, Sr. Kais. Hob. des Prinzen von Japan, Sr. Maj. des Königs von Baiern, Sr. Kgl. Hoh. des Fürsten z. Hohenzollern- Sigmaringen, Sr. Kais. Maj. des Sultans Abdul-Aziz, Sr. Maj. des Königs Ludwig I. von Portugal, Lasurfarbe. Kasseler Braun, in Wasser abgerieben, Terra de Sienna, gemahlen und ganz, Katechu und chromsaures Kali empfiehlt Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Wetter. Eiscnlack, Petersb. Möbellack, Leinölfirniß, Seccatis und Terrebine Düsseldorf, München, Paris, London, Köln, Dublin, Oporto, 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. 1865. 1865. Gg. Wilh. Weidig, Markt 8. Gebrauchsanweisungen stehen gerne zu Diensten..(3712 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. r.enb, sowie Fußbodenlack, sofort trocknend, empfiehlt (1644 L. Müller auf der Mäusburg. so wie vieler anderen Kaiserl., Königl, Prinzl., Fürstl. etc. Höfe. Ein Theelöffel voll meines „Boonekamp of Maag-Bitter“ genügt für ein Glas von t/3 Liter Zuckerwasser. Der „Boonekamp of Maag-Bitter“ ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons ächt zu haben in Gieaseil bei den Herren: Julius Wallach, Chr. Krämer, Restaurateur a. d. Bahn, sowie bei den übrigen Herren Debitanten. II. 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Zns Z-r , m 5Bort erfahren, dießi j irianh. .Ach Fritz, Mit - (Fritz unbewegliche! zu Bett'. (Fritz te 1 gedacht, fiit einig«;. ' tzt er her.'") »Gott,«' ■ en'. Fritz.' .geht er! ; errn Doctor Döderleir mrm Mnn, mdn an i? Gleichgewicht verliert. ) uhren seinem Munde', > nb das Gelächter der 9: , eines Famers in Delv ,m geliebten Sohn lang genug, um ftf >aß industrielle AusstL ie Gcsage aus Gold, v nor, Vorhänge von e. n an Ringen von SA !Mß«olau8 HLIvlivI von Mannheim. Steue Mandeln und Tafelmandeln, , Tafel-, Elemi- und Sultanin- Rosinen, empfiehlt L. Müller, 1142) auf der Mäusburg. L. Müller auf der Mäusburg. 3768) Ein gutes Zugpferd hat zu ver- entsprechend billiger. Z>. Müller n ■.fes r.sSyjS» MH I empfiehlt in vorzüglichen Qualitäten (1645 L. Müller __________________auf der Mäusburg. 3772) Lokalveränderungsbalber verkaufe ich die noch vorräthigen Möbeln eigenen Fabrikats, bestehend in Bettstellen, Kinder- bettstellen, ovalen Tiscken, Kommoden, Küchen- und Kleiderschränken, Weißzeugschränken, zu den billigsten Preisen. Zwei- thürige Kleiderschränke, gut lackirt, zu 34 Rmk. H. Werner, Kaplansgassc 227. 3806) Eine Hosraithe, bestehend aus Wohnhaus, Scheuer, großer Stallung und verschiedenen Böden, die sich zu Lagerräumen eignen, ist zu dem Preise von 9000 Mark unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen durch Oelfarben in allen Sorten, auf’6 Feinste gerieben, Hari und schnell trocknend, empfiehlt (1649 L. Müller ________auf der Mäusburg. 3816) Ein Ehaisenpferd und zwei Chaisen mit Halbverdeck zu verkaufen bei W- Hennes, Dillenburg. 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M o r g el. WcDilHirg' a. d. IjaHiiB F. Zöller, Neustadt. bei zu bezieheu bei Das Fest-Comite 3815) Gewerbebank werden. Näheres bei I. Blitz. 3818) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei an den Ausschuß der Gewerbebank dahier. Mehrere Mitglieder der ß'ewerbel'ank. 3811) . . M. 108.725,000; I« Versicherungsstand: 29,319 Policen mit . . (3316 u. s. w. Geld-CourS. Pf Rm. 3775) Ein schön mödlirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sofort bezogen Ehr. Weber, auf der Bach. H ch. Schmidt, Ecke der Braugasse. 16 9 16 16 20 16 4 3745) Ein junger Mann, mit einfacher Buchführung und Correspondenz vertraut, welcher letzterer Zeit in einem gemischten Waarengeschäst mit Agenturen verbunden thätig war und gute Referenzen auszuweisen hat, sucbt seine jetzige Stelle zu verändern und eine solche auf einem Comptoir ober Bureau anzunehmen. Offerten unter Chiffre H. 19 sind an die Exped. d. 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Waaren, die ich seither geführt habe, werde ich auf Bestellung ins Haus bringen. Bestellungen bitte bei Herrn L. Reuter in der Neustadt abzugeben. Achtungsvoll J. Gut (Inn. Zum zweitenmale in diesem Jahre ist unsere Schwesterprovinz Rheinhessen von einem entsetzlichen Unglück heimgesucht worden. Durch einen am 22. Juni bei Ludwigshöhe erfolgten Dammbruch haben die Fluthen des Rheins ganze Gemarkungen unter Wasser gesetzt und die Ernte vollständig vernichtet. Bezugnehmend auf den nachstehenden Hülferuf wenden sich die Unterzeichneten vertrauensvoll an ihre Mitbürger mit der Bitte, die zur Einzeichnung von Beiträgen in Umlauf gesetzte Liste nicht unberücksichtigt vorübergehcn zu lassen. Gießen, den 10. Juli 1876. v. Röder. A. Braurrn. L. Bücking. Dr. Seel, Pfarrer. Dr. Oncken. Hirschhorn. Haberkorn. Lyncker. Bille an Menschenfreunde. Bon einem schweren Unglück wurden die Gemeinden Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum und Gimbsheim am 22. Juni durch den bei Ludwigshöhe erfolgten Dammbruch heimgesucht. Der größte Theil dieser Gemarkungen steht heute noch 6—8 Fuß hoch unter Wasser. Bon Dienheim und Oppenheim sind fast alle Frucht- und Kartoffelfelder, sowie Weingärten überschwemmt oder von Grundwasier durchzogen. Da in den Niederungen meist die weniger Bemittelten begütert sind, so ist die Noth um so größer. Noch sind die Bestellungskosten der großentheils zum zweitenmale bepflanzten Aecker, die im Frühjahr schon vielen Schaden gelitten, nicht bezahlt, und schon ist die ganze Ernte vernichtet, von der die Schulden getilgt und die Winterbedürfnisse bestritten werden sollten. Die Verdienste der Arbeiter sind in manchen der genannten Gemeinden durch die Verkehrsstockungen geringer. Daher sind viele Familien in einer verzweifelten Lage. Darum richten wir an Alle, denen die Noth ihrer Mitmenschen zu Herzen geht, die dringende Bitte, von ihrem Ueberflusse zur Linderung dieses unberechenbaren Elendes an einen der Unterzeichneten eine Liebesgabe beizu- steuern. Köln-Gießener Bahn Abfahrten von Gießen nach: Lebensversicherungs-^Ersparniß-BanKinStuitgart. geordnet u Kichrlums des M in den seit 1 fa, in welche Wcken Krankh !'Sklch'hen hab !'^nder Weise n H vewerihbarek ‘Wlnen Wohnor '^Ivewaltiwg a *lfil namentliä) i M WMMch ™wtbtihwc^ \ Itit 6it mono xr he SB,uttb| rp5f'nid8ig, , "Klagen bfr l ädernd türi 1 P'hÄ) ,ri MO 1" dn z St w? H ^24 ? ?' 9,1 ' 6itr0ni ®«ber ?<.»(' 5" Sei b- ff > Zugang vom 1. Jan. bis Ende Juni d. I.: 1806 Anträge mit M. Foizds der Versicherungs-Branche pr. Ende 1875 . . . . M. Divioenden-Vertheililng im Jabre 1876 . . . . • . . . M. derzeit 38 Procent der Prämie. Zu weiterem Beitritt ladet ein: Der Agent: 3810)E. Cail Haasenstein Ä Vogler Annoncen-Expedition in Frankfurt a. M. etc., in Gießen vertreten durch U. Scheyda, gegründet 1833, Annoncen-Pächter vieler deutscher, österreichischer, schweizer, holländischer rc. Zeitungen, alleinige Vertreter der Gesellschaften Ilavas, I^amte, BnIIter de Co. und Ch. I^a- grange, Cerf «t? Co. In Paris, Pächter fau aller großen Pariser Journale und 200 französischer Provlnzialblßtter ersten Ranges: der „Independance beige“ in Brüssel (Weltblatt) u. m. A. für Meutac Manet, Oeelerreich und die Schwei®, befördern Annoncen in alle Zeitungen, in Fachzeitschriften, Cours- und Reisebücher, Kalender und sonst. Pnblicationsorgane zu den von diesen tarifirten Preisen, nimmt Offerten auf Annoncen entgegen und befördert solche ohne Berechnung einer Gebühr, ertheilt Rath über Zeitungen und Jnsertionsverhältrüfse, Kostenvoranschläge, Zeitungsverzeichniffe gratis und franco. Oppenheim rc. rc., den 26. Juni 1876. Balzhäuser, Fabrikant, Beny Jacob L, Oßwald, Bürgermeister, Rehn, Gemeinde-Einnehmer, Weitzel, Pfarrer, von Gimbsheim. Blatz, Weinhändler, Keller, Pfarrer, Küstner, Wilhelm, Malzfabrikant, Schuppert, Bürgermeister, von Guntersblum. Becker Fr., Bürgermeister, Gräf Joh., Gemeinderath, Schaad Ad., Beigeordneter, von Ludwigshöhe. Diehl, Pfarrer, Starck, Bürgermeister, von Dienheim. Egly, Bürgermeister, Herrmann, Pfarrer, Koch, Fabrikant, Müller, Pfarrer, Müller, Schulinspector, Rechel, Dirigent, Schmidt, Gr. Kreisrath, Weil, Obereinnehmer, von Oppenheim. Lotheißen, Gr. Kreisrath, Dr. Schröder, Landtagsabgeordneter, von Worms. ______________________________________________ ' Verantwortliche Redaction A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tn Gießen. Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6« 13» 4«, 95. (2&UJ 'AllenKrantett,^^Lm°g- Zeit durch ein tausendfach bewährtes, rationelles Heilverfahren von ihren Leiden befreit sein möchten, kann die Lektüre des berühmten, bereits in 60. Auflage erschienenen, 500 Seit, starken Buches: Dr Airy’slVaturheilmetliode nicht dringend genug empfohlen werden Preis 1 Mark, zu beziehen durch jede Buchhandlung ober gegen Einsendung von W Briefmarken ä 10 Pfa. auch direct von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig. Die in dem Buche abgedruckten zahlreichen glänzenden Atteste bürgen dafür, daß Niemand dies illustrirte Werk unbefriedigt aus der Hand legen wird. Thatsachen beweisen! (3634 3354) Eine schöne Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei __________Ludwig Pirr, Neuenbäuen. 3756) Ein mödlirtes Zimmer mit Alkoven ist zu vermiethen und am 1. August Wenzels Garten P, Donnerstag, Abends 6 Uhr: V Ahonnrnienls ■ (onctrl Bei ungünstiger Witterung jedesmal im Saale. Siegen 645 12. • (5 Wetzlar 6*5, 8*>, 9», 12, 4», 7, Verloren. 3812) Auf dem Wege van Witzlar rn! Gießen ist am Sonntag Nachmittag em Brieftasche, verschiedene Notizen enthaltet, welche für den Finder ohne jeden Weist sind, verloren gegangen. Der rtbliy Finder wird gebeten, dieselbe gegen ein Belohnung in der Expedition dieses Blaßet abgeden zu wollen.___ 3809) Vier Enten sind mir am. v5- fl offen en Samstag zugelaufen und fotirrr dieselben gegen Erstattung der Fütterung- und Jnseratkosten bei mir abgeholt roerbd _______Cbr. Vix am Neuenwegerthor 3808) Ein solides, zuverlässiges und bildetes Frauenzimmer, welches einer klein-r anständig-bürgerlichen Haushaltung votst- steben vermag, kann angenehme Stellmtz finden. Näheres bei der Exped. d. Blt» 3758) Vergangene Nacht wurde von Bahnhof bis auf die Alicenstraße ein Paqut, enthaltend 1 Hemd, mehrere Bilder, vt>- loren; gegen Belohnung in der Exped- >• Bltts. abzugeben.__.___ 3567) Ein Schüler kann Kost und Lok« erhalten. Näheres bet der Exped d- BM» Wenn nicht, was gedenkt der Ausschuß solchen Eigenwächtigkeitcii gegenüber zu thun und solche für die Folge zu verhüten? - II3. 31t. 194, Ist Herr Chr. Wallenfels jun. berechtigt, unter der Heber- ^otlQ9e schrift: „Gewerbebank" Annoncen im hiesigen Anzeiger zu erlassen? 3713) Ein kleines möblirteS Zimmer ist zu vermiethen. Neuenweg 117.__________ 3571 Ein möblirtes Zimmer zu oer- mietben. Spengler R ü h l, Neustadt. 3566) Eine Mansardenstube mit Cabinet, unmöbltrt, ist zu vermiethen. _____________Lindenplatz Lit- A. Nr. 241. 3536) Wallthorstraße A. 239 ist ein ge^ räumiges Familien-Logis zu vermiethen- 3519) Zwei größere Familienlogis aus 1. October zu vermiethen. ____________________Dr. Weber. 3216) 4 Zimmer, Küche rc., im mittleren Stock, am 15. Aug. beziehbar, zu vermiethen 3771) Der zweite Stock in meinem Vorderhause ist zu vermiethen und am 1- October zu beziehen. Hermann Werner, Kaplansgasse 227. 3563) Ein Familienloais von 4 Pidcen nebst Zubehör per 15. October d. I. zu vermiethen bei _________Julius Roth, Garfield. 3790) Zwei Arbeiter können Schlafstelle erhalten bei Schuhmacher Wagner, ______________________Wetzsteinsgosse._______ 3817) Ein großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wallthorstraße 79.