rftand. - en Freitag, den 18. August An^eizk- nb AvlisdiÄ für bei Kreis 8ießs«. Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. P^riS vierteljeidlich 2 Mark 30 Pf. mit Acingerlohn. Erveditionr Schulstraße, At. ö. Nr. 18. Durch die Post bezogen viertel;ahrlrch 2 Mark 3S Ps. __________ «M^MWBIgMEIWEWCT '.' Amtlicher Hheit. Gießen, am 16. August 1876. Inirg. nhsilizung höW (« erstand, ---- lt. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beuern, Birklar, Climbach, Grüningen, Hattenrod, Heuchelheim, Kesselbach, Lollar, Nieder-Besstngen, Odenhausen, Röthges, Ruttershausen, Staufenberg, Steinbach, Treis-Horloff und Trais a. d. Lda. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 1. laufenden Monats, — Anzeiger Nr. 178 — btnnyi 8 Tagen. v. Röder. __________ , Lehrer-Confereuz des Bezirkes Groß-Linden. ' , i; Dieselbe findet nicht den 21. d., sondern (lt Srailff, Donnerstag den 24. August, Anfang 10 Uhr, i Groß-Linden statt. , Z .. . Gießen, den 15. August 1876. ?ler. Tas Wjdlietite Büchner, Kreisschulinspector. J Jungfer, Dri^ in. politischer H h e i l. Pf.W Dentschland. l'tNk.' •fdlfcbaft veilen 8 Uhr. Lesckö'tig^^ßck Darmstadt, 15. August. Das „Mainzer "Jonrn." und die „Neuen ftjj. Volksbl." bringen wörtlich übereinstimmend die Nachricht, daß die seither ikn Festungs-Gefangenen in liberalster Weise gewährte Befugniß, Besuchest: Langen, seit einiger Zeit wesentlich beschränkt worden sei, indem verfügt toten, daß bei Gefangenen nie mehr als drei Personen zu gleicher Zeit an- vchnd sein sollten, die dazu noch nicht zusammen, sondern einzeln kommen (A^lfctn. -——r---» Wir sind in der Lage, den generellen Inhalt dieser Mittheilung dahin k i A Al l> berichtigen, daß einem Festungs-Gefangenen gegenüber, welcher die ihm ge- i* 1111 / 'äbrte Befugniß, Besuche zu empfangen, in Gemeinschaft mit seinen Kameraden : zröblicher Weise mißbraucht hat, eine Verfügung ergangen ist, wonach der- ll? höchstens von 2 bis 3 seiner Bekannten täglich besucht werden dürfe und jt • iiinkereien hierbei nicht zu dulden seien. (Darmst. Ztg) Darmstadt, 16. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hoben 1 eri Advocaten bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhesien, Benedict Rosen- Tlng, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen, lobenswerthen Führung der SU)^ (M den Charakter als „Justizrath" verliehen. , Ernannt wurden der Landrichter des Landgerichts Herbstein Moritz Hem- pl mm Landrichter des Landgerichts Bad Nauheim und der Landgerichts- Nr- > Mor bet dem Landgerichte Altenstadt Karl May zum Landrichter dieses - M IN 15. August. Am letzten Tage des künftigen Monats werden 95 vIÖ*hohen alten Wälle der Garten-Fronte mit den Thoren an unsere Stadt- Itung übergeben werden; die Räumung der betr. Flächen ist von der ' Wuirgs-Behörde bereits angeordnet worden. Die Niederlegung dieser Schranke it wird dann sofort in Angriff genommen werden, und erst dann wird die :iWeiterung der Stadt im vollen Bilde erscheinen. Dieser Theil der Festung i* l im Jahre 1664 erbaut. — Nachdem der Bau der nördlichen Eisenbahn bej ÄWe verschoben ist, erscheint als vorläufige End-Station die sog. Curve der lcke verschoben ist, erscheint als vorläufige End-Station die sog. Curve der kingauer und Taunus-Bahn zwischen Castel und Biebrich. Das vereinfachte cject des dort zu erbauenden (der Taunus-, Rheingaurr und der Rhein- - -.BW--, ^n-Bahn gemeinschaftlichen) Bahnhofes ist nunmehr gutem Vernehmen nach -Ln Wmiflt worden. Es dürste demnach baldigst der Angriff der Arbeiten aus bauenden kleinen Strecke der Rhein-Lahn-Bahn Erbenheim-Curve zu er- *n?ci*^ir,rt: raten sein, und dann die Linie von der Curve bis Niedernhausen, wo sie mit T'riniiäD!i!^hn8Tanffurter Linie sich vereinigt, im nächsten Jahre bis Limburg betriebs- rceiben. Der Bau der Strecke Curve - Wiesbaden hangt mit dem der 'Htnben Brücke zusammen, ist ohne diese von keiner Bedeutung und wird also Hjut Ausführung der Brücke unterbleiben. Berlin, 15. August. General -Feldmarschall Graf v. Wrangel feiert r vi0Tertheiltf'' hte (ein tzOjähriges Dtenstjubiläum; am 15. August 1796 war es, als er in A Dragoner-Regiment Nr. 6 als Fahnenjunker eintrat. ' Berlin, 16. August. Die „Prov.-Corresp." feint die Ankunft des lchrs in der Heimath und wirft dabei einen Rückblick auf die Zusammenkünfte Kaisers mit dem Kaiser von Rußland in Ems und dem Kaiser von Oester- “ Win Salzburg. Sie sagt: Alle Welt erkennt, daß die Bedeutung dieser ^^A-Aüchen Begegnungen über die Tragweite gewöhnlicher Höfiichkeitebeweise hm- M «ragt; sie gelten als wiederholte Besiegelung des dauernden Einvernehmens - t1,r W Sen den drei Kaiser-Mächten, welches unter schwierigen Umständen sich als ^schäft des europäischen Friedens erprobt hat und sich auch m Zukunft be- ,4 ■pfreit wird, um ernste Aufgaben zu einer befriedigenden Lösung zu suhren. W „Prov.-Corresp." kritisirt Professor Reuleaux' Urtheil über die ^(hingen • 1 .. ?. deutschen Industrie in Philadelphia und führt ans, daß die dortige Ausstellung kein zutreffendes Bild deutscher Leistungsfähigkeit darbiete. Sie erklä den Mangel eines Fortschrittes mancher Fabrikations-Zweige aus den Kriegs- Steuern und den wirthschastlichen Erschütterungen, bezeichnet die Billigkeit deutscher Erzeugnisse nicht als einen Irrweg, sondern als eine Leistung für hohe Culturzwecke und sagt hinsichtlich des Vorwurfes, daß in dem Kunstgewerbe patriotische Motive vorherrschten, dieser Vorwurf treffe das deutsche Volk, das sich dieses Vergehens gern schuldig bekennen dürfte. Der Artikel schließt: Man darf nicht bezweifeln, daß Profesior Renleaux lediglich von dem Gedanken geleitet war, durch einen ernsten Mahnruf auf Selbsterkenntniß und Hebung M deutschen Gewerbfleißes hinzuwirken — das Mahnwort wird gewiß nicht ohne Wirkung bleiben. München, 15. August. Der König von Württemberg ist heute Uhr incognito zum Besuche der Kunst Ausstellung hier eingetroffen. Bayreuth, 14. August. Der Kaiser empfing heute Richard Wagner auf Schloß Eremitage und drückte demselben seine wärmste Anerkennung aus über die heutige Aufführung der „Walküren", die von 4 bis 9y2 Uhr währte, und welcher der Kaiser bis zum Schluffe anwohnte. Die Aufführung war ein Triumph für Wagner. Stürmischer Applaus unterbrach häufig die Vorstellung. Die Krone des Abends errangen Betz (Wotan) und Niemann (Sigmund.) Ausgezeichnet waren Frl. Scheffzky (Siglinde) und Frau Materna (Brunhilde.) Wagner gab bekannt, daß Niemann einem Hervorruf Folge leisten könne, da Autor wie Künstler sich dem Publikum gegenüber in dem Rahmen des Kunstwerks eingeschloffen betrachten. AranLreich. Paris, 14. August. Die Kirche für die Altkatholiken soll in Paris auf dem unbebauten Grundstück des Luxembourg erbaut werden. Die Gesellschaft, die sich zu diesem Zweck gebil et hat, besitzt schon eine halbe Million und hat die Zustimmung von secks Priestern der Pariser Diöcese erhalten. — „Figaro" will wissen, der türkische FUdzugsplan sei von dem Major Blum, einem deutschen Officier, entworfen worden. Paris, 15. August. Ein ministerieller Circular-Erlaß verbietet jede öffentliche Feier des 4. September. — Der Kriegs - Minister Ciffey wird ein Bad besuchen und sich von dort zu den großen Manövern bei Besanron begeben. Auf seinen Befehl werden mehrere Generale den Manövern der deutschen Armeee-Corps beiwohnen. tttflfanb. London, 14. August. Im Oberhause erklärte Lord Derby auf Anfrage : Die Verhandlungen mit Rumänien wegen Abschluffes eines Handels- Vertrags ohne Zustimmung der Pforte involvirten keinen Bruch mit der seitherigen Politik. Die Pforte verzichtete auf das Recht, Einsprache gegen den Abschluß solcher Verträge zu erheben. Dieses Recht existire daher nicht mehr. London, 14. August. Aus der Besika-Bay wird ein Zusammenstoß englischer Kriegsschiffe gemeldet. Um Mitternacht ward, während alle Schiffe dicht nebeneinander dahindampften, das Signal gegeben, den Curs zu ändern. „Triumph" und „Jnvincible" änderten den Curs nickt in der angegebenen Weise und kamen so quer vor den Bug des „Monarch." Dieser hielt inne, um den „Jnvincible" nicht niederzurennen, und fuhr rückwärts; der „Raleigh", das nächste Sckiff hinter dem „Monarch" bemerkte dies nicht eher, als bis es zu spät war, einen Zusammenstoß zu vermeiden, riß den Sperrbaum des „Monarch" ab, zerstörte die Capitänrgaleere und verlor seine eigenen Boote. London, 15. August. Aus Schanghai wird gemeldet, daß in der Capelle der französischen Mijsion zu Ning-Kone, Provinz Ngan-Hoei, der eben Die Explosion erfolgte auf folgende Weise: Mawtn Lokal-Notiz. «c u i i - •'v v * » j« Hie an oai ir etz mir nicy jeiauen eyun weroe wen n IN f au,&ttt 17 Aua ^n dem vorgestern hier gehaltenen und trotz des Wochentages, bleiben lasen, wen dthses noch eimal geschtt dan werde ik sie verklahgen weken rery über den fidi ein Marieniest nicht leicht mehr bei uns erheben kann, zahlreich besuchten beraupunk den so vil rot antere Kinter is mein Mak« auch, tf Hofe aber das N , altkatholischen Gottesdienst hatten wir Vie Freude, den Herrn Pfarrer Stet nw ach s darauff ankomen lahsen werden un zeine achdunksfol Wilhelm M- Schneiterm , aus Offenbach über die Fortschritte des Altkatbolicismus in unserer Zeit reden zu Die Drohung des für Freiheit und Gleichbeit schwärmenden Vaters und Och hören^Änkuüofeud an daS Eoang-Iium des vergangenen Sonntags: „Jesus meinte Meisters wird ihr- Wirkung auf den betreffenden Schulmanarchen sicherlich nicht über die Stadt und sprach, ach, wenn du es doch erkenntest, an diesem deinem Tag, fehlt haben. x ___ halber ieb in was dir zum Frieden dient- nun aber ist es dir verborgen!" — verglich er zunächst bt — (Weiber für Kanonen) Em Wiener Kaufmann, der Geschäfte ha r I b hpr ’Pefnrmntinn. hierbei die schmerzlichen Aden in Südarabien weilt, schreibt von dort unterm 18. v. M . „Bekanntltch J . (Juni 66). wovon auf Mainz 29, Offenbach 15, Darmstadt 12, Worms 11, Bentz- heim 8, Bestungen 4, Bingen und Pfungstadt je 3, Gießen, Lampertheim und H-ppen- heirn je 2, Alzey 1 Fälle treffen. An Bräune und Diphthrritis verstorben 7 (5) und zwar in Pfungstadt 3, Mainz 2, Darmstadt und Gießen je 1 Person, an Scharlach 6 (6), Mainz 4, Darmstadt und Alzey je 1, an Wochenbettkrankheiten 6 (3), in Darm stabt 3, Mainz, Kastel und Lampertheim je 1, an Keuchhusten 4 (1). Worms 2, Marry und Lampertheim je 1, an Unterleibstyphus 4 (4), in Mainz, Kastel, Lampertheim und Pfungstadt je 1, an Eiterfieber 1 (4), in Gießen, an Rose und Rheuma je 1 in Mainj Nichtepidemische Krankheiten, Verunglückungen rc. nahmen in 320 Fällen einen tobt liehen Ausgang. Hiervon kommen auf Schwindsucht (Phthisis) 68 (Juni 64), Gnj zündung der Luftröhre, der Lungen und des Brustfells 27 (37), Krämpfe und Krainp krankheiten 29 (20), Gehirnkrankheiten 24 (9), Krebskrankheiten 14 (12), organG Gegenwart mit den Vorgängen in der Zeit der Reformation, hierbei die schmerzlichen Worte Luther's erwähnend, und dann mit der Zeit Christi selbst, der sich am Ende seines Lebens gleichfalls über die so geringen Fortschritte ferner Lehre tief beklagte. Er hob hierauf mit lebendiger Schilderung die mannigfaltigen Gründe hervor, welche von der entgegengesetzten Seite, von den Indifferenten, den scheinbar Religiösen und den Ungläubigen, gegen den Altkatholicismus vorgebracht werden. Nichtsdestoweniger sei der Fortschritt, den er fortwährend mache, ein viel größerer, als er aussehe. In allen Städten, namentlich des Hessenlandes, zähle er bereits zahlreiche Anhänger; vornehmlich hoffnungsreich sei es, daß sich überall mit großer Entschiedenheit die Gesundheitszustand auffallende Erscheinungen nicht dar. Mit Ausschluß der Todtgi- borenen verstürben tm Juli 450 Personen, gegen 386 tm Juni, was für ersteren Mom 22.41, für letzteren 19.26 Sterbfälle auf 10,000 Einwohner ergibt. Epidemische, zyM tische und ähnliche Krankheiten waren in 130 Fällen, gegen 93 im Juni, Todesursacht, ihre Steigerung erhielten sie durch WO Sterbfälle an Durchfall und Brechdurchfall Minuten Zett. - An aufregend Grrlentes (Montevideo Mäfirtt Männer an de Zeil zur Besinnung hn^n darauf ins Hm is langten unter Droht d« die Räuber die Hä zmachen, ging ihnen di (frank ihres Vaters, t rj einen Revolver au b auf solches nicht ges tat Bezirksbeamten un Z! Hause, und so blieb stsen, muthiger als di< tfi da stellte sich heran 6'der waren. Verstki von Herzkrankheiten 13 (13), plötzliche Todesfälle, Schlagfluß 12 (11), Lebensschwäche wi? angeborene Mißbildung 12 (6), Altersschwäche 12 (15), Hundsmuth 1 Fälle M 1870, in welchem Jahre im Großderzogthum 2 Personen das Leben durch den A Seröien. Semlin, 15. August. Oberst Despotovitsch mit den bosnischen Insurgenten schlug am 14. August die Türken bei Petrovatz, eroberte die Stadt und machte reiche Beute. Die Stadt ist Iheilweise verbrannt. — General Alimpics, Commandant der Drina-Armee. soll durch Kameroft ersetzt werden. Wei. . Das Hütchen stellte der Bub' (her Sohn des Schneiders) auf einen Stein Knaland stelle bei einer Mediation bohrte mit einem gefundenen Nagel darin und so erfolgte der Schuß, und dem ^äd- , (Lnglano neue oet einer woiaiwn1murben 3 Mnger der linken Hand stark beschädigt, nämlich der Mittelfinger w Bom 1. October bs * Beförderung non M-nben Thieren u. s. n Wi\M, sow Verbanden, Qt Stationen betheiligt jjovtprene in Kraft t habere bei unserer» erfahren ist. den 15. Au Dir Sroßherzs, ber Ot-erhessisch' 1=55^0 Aden in Südarabien weilt, schreibt von dort unterm 18. o. M-: „y Khedive von Egypten noch im vorigen Jahre dem Negus (Kaiser) von A iw . Kassai, den Krieg erklärt und er schickte dann zwei Armeen mit viehreren . Kanonen in dieses Land. Leider kämpften die Egypter hier sehr Unglück ch mußten zuletzt, mit Schande und Spott bedeckt, heimkehren. Kaiser Kafi . über die schmählichen Niederlagen seiner Feinde und rm Triumpheun ,,r barer Beute kehrte er in seine provisorische ^stdenEadt Adowa äurück-^ Tr(Iaf(riil' Kriegsbeute befanden sich auch mehrere Krupp tche Gußsttihlkanonen, st am r e», kett die der abessynischen Kanonen, welche meistens aus Egypten oder Indien fiamr« h mit ber 2 ~ fe Ghi * * (jr öie.al07ber Somo hs'-g;" K-ä: eriÄn. zu ersa I rnvünstbt' {[aoinnen plt Bon h I y^mittA!'ttenbad5 ?&sfl iwt I k3((e Beaussichtl^"^ I ’ - (Preh-Exp^ | w Anwendung '.m Mchiichtta M>- d m Uebersendung hr «er Redaction fflirb lieht if, welche von nötbig, tätlich Corre Gerichtssalen, «ost i.auben durch das Ht sie dadurch eine ( Mi eher ju Men England wirb and) bi Merlrifft N W M mW । Mit m her W b pr schöne Mt* t tffiint laubt flicht ohn . i Verwischte H. Darmstadt, 12. Aug. Die Sterblichkeit in den 14 größten Gemeinden det aWorÄftitrrt 15 Auaust. Die Nachricht, daß der Fürst von Serbien Großherzogthums war im Juli l. I. eine etwas beträchtlichere wie in dem Vormonai, , ^perervourg, ' , Jr o b divlomatiscken Ver- was feine Ursache zumeist darin findet, daß die Todesfälle an Krankheiten der Rchl- dem Kriege em Ende zu machm beabsichtig« und dies denbtplomatilcher> «r ^tiousorgaue, welche im Juli gewöhnlich gbzunehmen pflegen, sich nahezu au, Ni tretern der Großmächte gegenüber ausgesprochen habe, steht nicht in ueveretn be§ Monats Juni behaupteten und daß die Sterbfälle an Krankheiten her Wtv stimmuna mit den hier vorliegenden Meldungen auS Belgrad; diesen zufolge »auungsorgane, unter dem Einfluß der heißeren Jahreszeit, eine bedeutende Verinch Ltten daselbst Demonstrationen zu Gunsten einer lebhaften Fortsetzung des rung erkennen ließen. Im Allgemeinen aber entsprach die Mortalität, wenn auch in Kampfes stattgefundeu; auch habe Ristic nicht seine Entlastung gegeben. Einzelnen Gememden Abw-,chuua-n.fl°ttbalt-u, normalen BerhSltnisten. und bot d° Petersburg, 16. August. Die „Intern. Telegr.-Agentur" meldet aus Semlin: Von gut unterrichteter Seite wird mitgetheilt, daß nach dem Beschlüsse der serbischen Regierung und nach einem zwischen den Fürsten von Serbien und von Montenegro getroffenen Uebereinkommen der Krieg bis zur vollen Befreiung der serbischen Nation fortgesetzt werden wird. Melle celebrirende katholische Priester und mehrere dem Meßamte betwoh- Lehrer-dahin erklären: alle Ge bildeten gelangen mehr und mehr zur Ueberzeuauna C kn,A flmmpfmrene ermordet worden sind weder mit dem bloßen Materialismus noch mit dem Ultramontanismus auf btt »ende Katholiken durch (singedorene ermo r i < Dauer werde durchzukommen sein; das Ehristenthum sei nicht so verfallen als inan London, 15. August. Das Parlament ist heute Nachmittag durch vielfach ausgegeben habe, und vor allem sei jetzt die Gesetzgebung christlicher als eine Botschaft der Königin geschloffen worden. Die Botschaft betont die freund- sie es zu irgend einer Zeit gewesen sei, unsere ganze Hoffnung beruhe zur Zeit ans schaftlichen Beziehungen der Regierung zu den auswärtigen Mächten und spricht zwei Worten : das eine sei Warten, denn für die Zukunft fei unser Sieg gewiß, und das L-nwärt.ge gute Emv-rn-hm-n mit den Mächten -s,anders.^aUe »f« «un» Äfö* aufrecht erhalten werde. Die Anstrengungen, welche die Regierung gemeinschaft. einzige Beweggrund sei, von dem alle unsere Bestredungeu ausgehen. — Die mit lich mit den übrigen Mächten gemacht, um die Differenzen zwischen der Pforte warmer Uederzeugung ausgesprochenen Worte des Redners wirkten erhebend und itnh ihren HiriftliAen Unterthanen in Bosnien und der Herzegowina zu beseiti- rührend. UUv ihren ^^stttchen unie y in diesen Provinzen ent --Wir erhielten folgende Zuschrift: Geehrter Herr Redacteur! Zum tzr- gen, waren bisher ohne befrievigenoen W>ig. ^er in vie,en -Provinzen eni ber unb im Interesse Ihrer Unpartheili chke it vitte ich folaend^ standene Conflict hat sich auf Serbien und Montenegro ausgedehnt. unter die Localnachrichten gegen die gestrioe Nachricht aufzunehmen. die aeeianete Gelegenheit sich darbiete, werde die Regierung nicht verfehlen, Es spielten die zwei kleinen Mädchen tm Alter von 5-7 Jahren mit ihren »inhprftanben mit den befreundeten Mächten, ihre guten Dienste zur Vermitte Puppen, und fanden, zum Behuf einer Bescheerung derselben, in einem Kasten vier U) cinveriiui L fr;PAffihrpnbpn Parteien anzubieten Sie werde zugleich der Zündhütchen, welche beim sprengen der Steine benutzt werden. Durch den blanken lung zwischen den kriegführenden Parteien anzumeren ^ie weroe zugtei^ ^MÄUpferfd)ein erfreut, fanden sie diese am geeiquetsten dazu. Als sie nun aber fanden Verpflichtungen bewußt bleiben, welche ihr die Verträge auferlegen, sowie der^^ beim Hineinblafln ein Pfiff entstand, gingen sie mit den Hütchen auf die ®afft Pflichten, welche ihr Humanität und Politik gebieten. Sie hoffe, bald eine woselbst ber Sohn eines Schneiders, dem jetzt noch gesunden Kinde die beiden Hütchen neue Vereinbaruna mit der nordamerikanischen Union über die Auslieferung entriß und nun das Eine vor dem Hause des Herrn Sattler Kühne (Ecke des Aller AtnnfAHpfien Der übriae Tbeil der Botsckaft betrifft aus- wegs) abschoß. Nachdem nun dies eine Kmd zu Hause lief, forderte der Bub', davon Verbrechern abzuschließen, ^er uvrige Dyeii vcr ^orfcyafi oerrissi anbeie unglückliche Kind, 7 Jahre alt, auf, mit nach dem Asterweg zu gehen, roc- schließlich innere Fragen und Colonial-Augelegenheiten. felbft das Unglück geschah. London, 16. August. Die diplomatischen Vertreter Englands tn Bel ~ - — - — - grad und Konstantinopel sollen angewiesen sein, der serbischen und der türkischen Regierung eintretenden 8^0^ mitzutheilen, u wuroen o Finger oer unten ^jano narr oeicyavlgi, vamlich der Mittelfinaer m seine guten Dienste zur Verfügung. In Konstantinopel sei außerdem geltend Vordergliedcs beraubt, koohiagegen der Arzt die beiden anderen zu eihaltm gemacht worden, England müffe sich gegen eine etwaige Thron-Entsetzung des hofft. Der Zeigefinger der rechten Ha w ist am wenigsten beschädigt, jedoch auch genuß. Anrllen Milan erklären. Der Bub' aber, als er sah, daß das Kind nach dem Knall taumelte, lief sofort eiligst $UT I «ntthntt 16 cvn ttpebs wurde der liberale Barran zum Par- Zu Hause, um sich vielleicht als Nichlthäter zu bekennen. London, 16. August. IN leeos wurve oer uoeraie oarran zum -pai ist bie Wahrheit und nicht anders. Mit Achtung H. Heine, Schuhmachtr laments-Mitgliede gewahrt. 1 —--- ■ ——----------------- Konstantinopel, 15. August. Der zur Abgabe seines Gutachtens Über den Gesundheits-Zustand des Sultans hierher berufene Mediciuer Leides- .... torf hat sich dem „Levant Herald" zufolge dahin ausgesprochen, daß bei toller Hunde verloren, ist dies der erste Fall, der einen 41 Jahre alten Bergmann aut TfJr Milbe und Pfleae die Wiederherftelluna des Sultans in einigen Wochen Hamm a. d. S. betraf; er verstarb in der chirurgischen Klinik zu Gießen) So NW riger ji y <'p\. P nnr6 nirhf berartia erfcküttert sei daß die Krankheiten waren in 68 Verunglückungen in 8 Fällen tödtlich. Selbstmörder zäill! erfolgen könne, da sein Nervensystem noch nicht derartig erschüttert sei, oap otei ^^kannte Todesursachen 24, wovon 11 in Mainz und 8 in Offenbach. DU Wiedergenesung ausgeschloffen sei. günstigste Mortalitätsziffer, 11,36 auf 10,000 Einwohner trifft auf Friedberg, >i< Konstantinopel. Der Generalstabs-Chef Abdul Kerim Paschas, dem ungünstigste mit 40.37 auf Bensheim. Für die übrigen Gemeinden ergeben sich folgerd^ man allaemein den von vielem Erfolg begleiteten Kriegsplan gegen die Serben relative Zahlen: Bessungen 13.04, Gießen 13.57, Alzey 16.98, Pfungstadt 18 h ?! " berietet wird unter denjenigen Darmstadt 18.55, Mainz 23.63, Offenbach 24.52, Worms 26,51, Lampertheim 26 >o, zuschretbt, befand sich, wie der "Weser-Ztg. berichtet wird , unt^ ^ePPenbeinl 27.08, Bingen 28.13, Kastel 33.33. In Bensheim wie Kastel ist die tz» türkischen Officieren, welche betreffs Erlernung des Dienstes vor finer 5terblicbfeit§jiffer durch je 8 Todesfälle an Diarrhöe veranlaßt. Don Jahren der preußischen Armee attachirt waren. Nedjib Pascha wurde da- Darmstadt, 15. Aug. Gestern starb das 9jährige hoffnungsvolle Töchtercei mals dem reitenden Garde-Artillerie-Regiment zugetheilt, dessen Officiercorps eines Locomotivführers in Folge eines Sonnenstichs, den es sich am Sonntag Nct ihm noch immer ein freundliches Andenken bewahrt Er : uHgemeinJlei^ Nacht von Donnerstag aus Freitag b-s-ritzi. ü und diensteifrig und widmete sich Mit Vorliebe strategischen Studien, in we^lchen I m Binger Thor ein Arbeiter durch Spielerei die Kleidung mit Petroleum. Dilis er Vorzügliches leistete. Schon damals war man allgemein der Ansicht, daß Unvorsichtigkeit fing dieselbe Feuer und verbrannte er derart, daß er heute Nacht n er bnrinj eme bebeutenbe Carri6«’ Staatsrath wurde ^'"''^7^1^ Aug. Die „N $ß. Ztg." schreibt: Nach g^a in bie ^erSe"°"Nur Verwaltung ^Justiz, öffentliche Arbeiten und «efor-feägt bieder «mb ^tmr» ^ren^egnn^®^, men eingetheilt. — Admiral Drummond ist von der Flotten - Station in der sinv weder die muthmaßlichen Kosten für Herstellung der Dämme noch für fonfty Besika-Bav hier eingetroffen unb hat bie Gemahlin deS britischen Botschafters derlei Demolirungen mitgerechnest Zahlen sprechen!, - «"d Fulda, 14. Aug. Unser Nachbarstadtchen Brückenau ist tn der vergan»er° Ufyrten Zahrbabn in Dherapia besucht. f Nacht von einem furchtbaren Brandunglück heimgesucht worden und noch immer wuis ^ltertzthor jg ( Konstanttnopel, 16. August. Der Vorstand des Preß-Bureaus« cntfeffelte telement. Ueber die Hälfte der Stadt ist ein Schutthaufen, danin-t ^ngk, ausschiiktz^ Blaco Bey und das Mitglied des Staatsraths Jvantscho Effendi begeben sich d^s Postamt, das Bezirksamt, die Kirche, Frohniesie, das Rathhaus, die Schule u i-s ju 2164 ^rf ( heute nach Bulgarien, um neuerbingb eine Untersuchung Der dortigen VerhältUVerschont geblieben ist nur die Vorstadt Sinn und Oberthor. Die anhaltend-^Attag de» zj icr beit und der große Wassermangel waren der Verbreitung des Feuers äußerlt gum s uyr, md Fa^brodloS^wor^ Haber ab __-— erhielt vor Kurzem vom Vater eines feiner Schüler buchstäblich genden, im Original uns vorliegenden Schreibebrief.- Gerter her hautlerer, » s 'sie an das ik es mir nich jefallen dhun werde wen si in Zukuhnf lnein^Mats^^ w ff MH jiirüL llüA tn m 3'2-J ffälltn en®- fWifo) 68 (3uni6lV- (37), Irämpit unöfa Wen U (12), orgid 12 (11), Mtnsfäß* Hundswulh 1 FÄsi- ii m ba§ itbtn buid) btt W aUtn 'vtttzmm M pi G'-chrn) e.”. öotlid) LMmom» md 8 in Ofi* v.t trift aut 'M UMtWureW'-1 (698, W\ ;V «5i, tu**1 • uSbfim'wie Ä«W ** n, .4 sich °°> T"E rft« aui 5««“?* ,.L mit $!tr|llS,. ,rS öai tr i*;" ramme : Ütnau »i°NW ^n*"" «'s NkKt -U»-s *" I gjijmWl6 tn »«ÄÄ ^'"Ach-"K' rÄ? 5 ,n mü ; örößlen ©tmt^ •W wie in bem 5or k Krankheiten bni. pnegen, sich nahezu: alle an Krankheiten de1 'Ui. eine bedeutende?c bie Mortalität, Denn d i Verhältnissen und dr ‘ i'ift Äusschiuß btrit ijuni, was für erstM «, 1 “"«'Ue, lief lof,” Heine, tztui- tinb ihrem Gusse nach zum größten Theil früheren Jahrzehnten angehören, tief in Schatten stellen. Der Sieger, höchst erfreut über die,e kostbaren Geschütze, beschloß, dieselben seiner Armee zu übergeben und dafür mehrere alte abessynische Kanonen, die für die moderne Kriegführung nicht viel taugen, zu veräußern. Er trug dieselben zwei Häuptlingen der Somali, die im Westen der Stadt Berberah Hausen, an, und dieselben erklärten sich bereit, fünf Stück davon zu übernehmen Als Gegenpreis boten sie dafür dem Kaiser von Abessynien schöne Somaliiklavinnen, die von den Orientalien sehr gesucht werden, an, und zwar für jeden Feuerschlund je drei. Kaiser Kassai ging auf dieses romantische Angebot ein und vor einigen Tagen ist nun ein Schiff aus dem Hafen von Berberah ausgelaufen, das die für diesen Beherrscher bestimmten Somali- sklavinnen, fünfzehn an der Zahl, an Bord halte. Bei dem Umstande nun, daß die Völker Europas eine allgemeine Ausrüstung verlangen, dürfte es für dieselben sehr erwünscht fein, zu erfahren, daß die Somali gern bereit sind, ausgemusterte Kanonen für junge Sklaoinnen umzutauschen." Ischl. Von hier wird der „Linzer Tagespost" geschrieben: „Am 29. v. M. Nachmittags passirte der Kaiser von Oesterreich, von seinem Adjutanten begleitet, die sogenannte Rettenbach-Wildniß in dem Momente, als ein etwa vierjähriger Knabe, welcher auf eine ganz unaufgeklärte Weise an einem steilen Abhang hinangeklettert war, in die schwindelnde Tiefe stürzte. Auf das Geschrei des Kindes setzte der Kaiser als gewandter Gebirgsjäger über einen etwa fünf Meter breiten Felsenriff, erfaßte mit sicherer Hand das an einer Wurzel Über oem Abgrunde hangende Kind und ließ es durch den mittlerweile herbeigeeilten Adjutanten in die Rettenbachmühle führen, wo sich die Mutter des Kindes, ein Salinen-Arbeitcrweib, befand. Der Kaiser ertheilte der vor ihm auf die Kniee stürzenden Mutter einen strengen Verweis über die mangelhafte Beaufsichtigung ihres Kindes." — (Preß-Expreßtaube.) In England hat die Brieftaube eine äußerst eigentyüm- liche Anwendung im Dienst der Tagespresse. Die allgemeine Jagd nach den neuesten Nachrichten führte die Zeitungsreporter auf den glücklichen Gedanken, die Brieftauben zur Uebersendung ihrer Correspondenz an die Zeitungsredactionen zu benutzen. Bei jeder Redaction wird ein Taubenschlag unterhalten, der mit gutdressirten Posttauben besetzt ist, welche von allen ständig stationirtm Reportern gesandt werden, und wenn nöthig, täglich Correspondenzen bringen. L>ehr interessant ist es zu sehen, wie in Gerichtssälen, bei öffentlichen Meetings rc. Blatt für Blatt der Correspondenz mit den Tauben durch das Fenster fliegt. Wenn die Taube ihres Hauses in oas Flugloch trifft, setzt sie dadurch eine Glocke in Bewegung, welche in das Reoactionszimmer führt und nicht eher zu schellen aufhört, bis die Depesche der Taube abgenommen wird. I i England wird auch die belgische Taube gebraucht, welche die englische an Schnelligkeit übertrifft Zur Zucht werden nur solche Tauben verwendet, welche nicht weniger als 300 englische Meilen geflogen sind und dadurch ihre Güte dew esen haben. D'ese Vorstht in der Wahl des Zuchtm'aterials, verständige und aufmerksame Pflege erzielte jene schöne Posttaube, welche unter dem Namen „Preß Expreßtaube" b-kannt ist Diese kleine Taube fliegt ohne besondere Anstrengung 500 englische Meilen in ebenso viel Minuten Zeit. — Ein aufregender Vorfall hat sich am 8. Juli in der südamerikanischen Stadt Eorrientes (Montevideo) ereignet. Um 10 Uhr Aoends klopften zwei vermum nte und maskirte Männer an der Thüre eines reichen Bürgers der Stadt. Er öffnete, und ehe tr Zeit zur Besinnung hatte, wurde er mit Dolchen niedergestoßen. Die Mörder drangen darauf ins Haus ein, begegneten der 15 jährigen Tochter des Ermordeten und verlangten unter Drohungen den Schlüssel zu seinem Geldschrank. Das Mädchen, dem die Räuber die Hände gebunden hatten, um jeden weiteren Widerstand unmöglich zu machen, ging ihnen voran, führte sie aber nicht zum Geldkasten, sondern zum Waffen- schranke ihres Vaters, befreite sich mit gewaltiger Kraftanstrengung von ihren Banden, rih einen Revolver aus einer Schublade und schoß die beiden Eindringlinge nieder, die auf solches nicht gefaßt waren. Dann floh sie auf die Straße und suchte Hilfe bei dem Bezirksbeamten und dem Polizei-Jnspector des Ortes. Keiner von beiden war zu Hause, und so blieb ihr nichts übrig, als die Nachbarn herbeizurufen: einer von diesen, muthiger als die Uebrigen, nahm den beiden Leichen die Masken vom Gesicht, unb da stellte sich heraus, daß der Polizei-Jnspector und der Bezirksbeamte die Raubmörder waren- Jur Beachtung! Wer im vorigen Jahre in Garten oder Feld ein Stück mit Wirsing, Weißkraut, Winterkohs u. s. w. bestellt hatte, wird sich noch mit Schmerzen und Wehmuth der Verheerungen erinnern, welche die ungewöhnlich zahlreich auftretenden grauen Raupen des Kohlweißlings anrtchteten. Wo heute noch die üppigsten Kohlpflanzen prangten und die schönsten Häupter zu liefern versprachen, sah man nach wenigen Tagen nur dürre abgefressene Gerippe gen Himmel ragen und nach abermals wenigen Tagen waren auch diese wohl noch der Freßgier der Rauben zum Opfer gefallen, so daß nur kurze Stümpfe noch die Stelle bezeichneten, wo nicht lange zuvor saftiges Grün das Auge erfreut hatte. Der Versuch, die Raupen abzulesen und zu vertilgen, erwies sich als ohnmächtig; chatte man morgens Früh ein Beet gesäubert, so waren bis Mittag oder spätestens Abend die Pflanzen doch schon wieder durch Zuzug von andern Beeten, die man den Raupen preisgegeben hatte, überfluthet; bis zu 221) Stück wurden von einer einzigen Pflanze abgelesen und nach wenigen Stunden war eine gleiche Anzahl beschäftigt, das Zerstörungswerk der getödteten Vorgänger fortzufetzen. Durch die günstige Entwickelung der Raupen des vorigen war die Furcht vor einer ähnlichen Calamität in diesem Jahre nur allzu berechtigt; und in der That, seit einigen Tagen umschwärmen, wie im vorigen Jahre, Hunderte von weißen Schmetterlingen unsere Kohlpflanzen. Nur zu genau wissen wir, zu welchem Zweck. Besieht man die Blätter der Kohlpflanzen, besonders Weißkraut, Blumenkohl und Winterkohl, auf der Rückseite etwas genauer, so findet man hier und da etwa erbsen- bis pfenntggroße gelbe Flecke, die sich bei genauerem Zuschauen als zahlreiche kleine längliche Körperchen von Eiform, in unter sich geraden Reihen neben einander gestellt mit der Spitze am Blatt angeheftet, erweisen — es sind die Eier der weißen Schmetterlinge, aus welchen nach wenigen Tagen die winzig kleinen Räupchen ausschlüpfen und die sofort ibren Appetit beweisen. Nur ein einziges Mittel gibt cs für uns, die Plage der Raupen uns fern zu halten, und ein einfaches dazu, und durchaus kostenloses. Man gehe seine Kohlpflanzen Stück für Stück durch und betrachte sich die Blätter auf der Rückseite; man biege mit einer Hand ein Blatt nach dem andern nach der Mitte zu, und wo man dann ein solches Häufchen gelber Eier ieht, zerdrücke man es, so zerstört man mit einem Fingerdruck bis zu hundert und mehr Raupen auf einmal. Aber ohne zu säumen gehe man an's Werk, die Gefahr ist schon auf der Thürschwelle; Verfasser hat gestern auf fast allen Weißkrautpflanzen diese Eiernester bis zu 22 Stück auf einer einzigen angetroffen und in Den Nestern bis zu 109 Eiern. Rechne sich ein Jeder selbst aus, welche Unzahl von Raupen hieraus voraussichtlich entstanden wäre. Die Mühe ist gering — in einer halben Stunde wird man bequem 100 Pflanzen absuchen können — der Lohn ist ein reicher. Wiederholt man diese Beschäftigung alle zwei Tage gründlich, so ist fast absolute Sicherheit geboten, daß man von der abscheulichen Plage befreit bleiben wird. Sobald man die weißen Schmetterlinge nicht mehr die Anpflanzungen so zahlreich umkreisen sieht, ist auch die größte Gefahr vorüber und man wird Die Eiernester dann auch schon eltener finden. Rothkraut und früher Wirsing scheinen vorläufig von den Schmetterlingen weniger geliebt zu werden als Lagerplätze für ihre Verderben bringende Brut, und man braucht diese Pflanzen nur einmal zu Durchsuchen, um sich zu überzeugen, daß keine Eier daran sind, dagegen besonders beliebt ist Weißkraut, Blumen-, Winter- und Rosenkohl. Doch nochmals sei Jeder ermahnt, ohne Verzug nachzusehen, wenn er es nicht später zu seinem eigenen Schaden bitter bereuen will. Eingesandt. Wir verfehlen nicht, auf das heute Abend stattfindende Concert des Kriegervereins zur Feier der Schlacht bei Graoelotte aufmerksam zu machen. In Anbetracht, daß der Verein mit dieser Feier zugleich den Zweck verbindet, seine durch Wassersfluth geschädigten Kameraden am Rhein zu unterstützen, und aus diesem Grunde sogar von den eigenen Mitgliedern Eintrittsgeld erhebt, wünschen wir ihm^eine hübsche Einnahme und hoffen, daß dieselbe nicht geschmälert werde durch das am Sonntag stattfindende Concert in demselben Lokale. Unseres Erachtens kann man durch letzeres ebensowohl die Erinnerung' an die Schlachten bei Zülpich. Bulls Run oder Königsgrätz feiern, als an die bei Gravelotte; das Gefühl bei dem Gedanken „Heute vor 6 Jahren" wird weder durch 500 Gas- lammen, noch durch Pelotonfeuer oder Tambourcorps hervorgerufen. Bekanntmachung. Bom 1. October ds. Js. ab werden für V» Beförderung von Leichen, Fahrzeugen, Itbenben Thieren u- s. w. auf den diesseitigen Bahnlinien, sowie in allen Verkehren unb Verbanden, an welchen diesseitige Stationen betheiligt sind, erhöhte Trans- lortpreife in Kraft treten, über welche das habere bei unserer Ober-Güter-Jnspcction ju erfahren ist. Gießen, den 15. August 1876. (4337 Die Großherzogliche Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen. ________Mohn.__________ Versteigerung von Pflasterarbeit. Oec Aufbruch und die Plasterung der chassirten Fahrbahn der Staatsstraße vor btm Seltersthor tn Gießen auf 18° Meter Lange, ausschließlich Lieferung der Materia- Qtn zu 2164 Mrk. 60 Pfg. veranschlagt, fol Montag den 21 d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Bramm'schen Wirthslocal dahier an den Wenigstnehmenden versteigert wtden. Voranschlag und Bedingungen liegen in toierm Geschäftslokal zur Einsicht offen. Gießen, am 15. August 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: (4324 Schäcker, Kreisbauaufseher. —Versteigerung?- 3435) Montag den 21. August, Mittags 2 Uhr, Wb mit der von mir angezeigten Versteige- Mg fortgefahren und kommen Möbel, tktt u. Weißzeug, Gold- u. Silber- sachen vor.__F- E- Pimper. AeUgevotenes. Neues Grün-Korn wieder eingetroffrn bei 1 J< ML Schulhof* Wen grün Horn | getroffen bei (4277 I. A. Busch Söhne. Allgemeiner Anzeiger. Bengalisches Feuer in allen Farben, in Hülsen abgefaßt, vorräthig bei 4314) L. Müller, Mäusburg. Neslle’s Kiitdermehl, per Büchse 1 M 25 Pf., empfehlen 4307) Hcin) erUng öc Tribus. Maschinenöl, feinstes, für Näh. maschine« und für technische Zwecke. Bulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in Vi und 2 Pfd. Kisten, sowie in Vs, i/\ und V2 Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitälen zu Fabrikpreisen. L. Müller, 239)____________auf der Mäusburg. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (881 ________Th. Brück, Kanzleiberg. B 1. Zur Desinfektion empfiehlt Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol (3098 _____L. Müller auf der Mäusburg. 4278) Geräucherte srische Blasenschinken, „ Cervelatwurst treffen jede Woche ein und empfehlen solche auch im Anschnitt, sowie Gothaer Winterrervetatwurst und Wrstphälischen Schinken. J. A. Busch Söhne. SaUcylsäure, chemisch rein, „ Mundwasser, per Flacon 60 Pfg-, „ Zahnpulver, bestes unb angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln & 40 u. 60 Pfg-, empfiehlt 3097) L- Müller auf der Mäusburg. 2770) <1 empfiehlt 3401) Säulen in allen Dimenfionen, Balkongeländer mit Urnen, Trcppenstäbe, ^enstervorfätze, Fabrik- und Dachfenster, G g. Wil h. Wei dig, Markt 8. Thürfüllungen^ Gartenbänke, Fliegen-Hoh, -Papier & Fliegen-Leim Krebse frisch jeden Dienstag und Samstag Abend, Gurken zum Einmachen nächsten Samstag, sowie Blumenkohl, empfiehlt billigst 4339)H. Kurth, Neustadt- Beeteinfaffungen, Grabkreuze in 8 versch. Modellen Grabeinsaffungen, sowie sämmtlichc in's Giestereifach einschlagcnden Artikel, liefert die Msschinknjabrik und Eisengießerei Monogramms (S851 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 Mk 50 Pfg., Schablonen stets vorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft Neue holl. Häringe empfehlen (4309 Heinzerling Tribus. Vettsedern und Daunen Barchent, Awillch und Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei (880 ________T h. Brück, Kanzleiberg B- 1. 4340) Zwei gute Hühnerhunde zu verkaufen. Förster Hofmann, Münchholzhausen (Kreis Wetzlar.) Georg Menzel» arme Bader Erlaube mir, meine Bade-Anstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. 45) tiutr. Eitler. Kermieryungen. 4317) Ein schön möblirtes Zimmer zi vermiethen bei O 11 o L u f t, Metzger. 3354) Eine schöne Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei _________Ludwig Pirr, Neuenbäuen. 4331) Alicenstraste E- 102 eine Wohnung von 5 Zimmern nebst Zugehör pr. 1. Oc- tober zu vermiethen._____________________ 4332) Alicenstraße E 102 im 2. Stock ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. 4235) In einer zunächst der Stadt sehr schön und günstig gelegenen Besitzung ist eine kleine Familicnwohnung mit Stallung, geschlossenem Hofraum und über 3 Morgen drumherumliegendem geschlossenem Garten- gelände sammt der diesjährigen Erndte zu verpachten. Die Uebergabe könnte sogleich erfolgen. Reflectanten wollen sich an ben Beauftragten des Eigenthümers Herrn C h r. V i x dahier wenden.__ 4285) Der zweite Stock meines Hause« ist zu vermiethen und bis November zu be= ziehen. I. Leun, Wallthorstraße 138- 4272) Ein großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Dr. Weber. WENZEL’S GARTEN. Sonntag den 20. nnd Montag den 21. August 1876: |La1 Siegesfeier non Wavekotte.^ Anfang 5 Uhr. Entree 50 Pfg. Turnverein 4326) Llederkranz folgen wird. Der Vorstand. Sonntag den 20. und Montag den 21. August: l 11 Ul Uli. Vtoi-u u. f. IV. ___________________ V ______-TT —----------7o»"f~-- ÄAUd und Verlag der Brüb Aschen llniv^Trucktret (Fr. Ehr P'elsch) n . e e . Verantwortliche Redactton A. Scheyea. — I. Rothenberger, Lindenplatz, kaust jederzeistgebrauchte Möbeln, Betten u. dgl., sowohl einzelne Gegenstände als auch ganze Haushaltungseinricbtungen, Gold- und Silbersachen, Antiquitäte-. u. s. w. C33]o bei Herrn Earl Fuhr. Tagesordnung: Besprechung wegen Abhaltung des Jugend festes am 2. September. Der Vorstand. Sonntag den 20 und Montag den 21. Auguft: Kirchweihfest zu Heuchelheim. Für gutbesetzte Tanz-Musik, nebst guten warmen und kalten Speisen und Getränken ist bestens gesorgt. Hierzu ladet ergcbenst ein 4330, Ph. Steinmüller VI. Wittnif. 20 Mark Belohnung erhält, wer mir einen am letzten stag unweit des Banhoss in Gieß- abhanden gekommenen schwarzen 5D*®’8 Kirchweihfest zu Heuchelheim. Für . gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und laden ^ämmtliche Wirthe zu freundlichem Besuche hiermit ein. (4329 Sonntag den 20. August d. Js.: Parthic auf die Badenburg. 4338) Der Vorstand. .Krieger Herein Zur Erinnerung an die Schlacht bei Gravelotte. Freitag den 18. August, Abends 8>/r Uhr, in Wenzels Galten: zum Besten unserer durch den Dammbruch bei Oppenheim geschädigten Kameraden, ausgesührt von der ganzen Kapelle des 2. Großb. Hess. Inf. Regts. Nr. 116, unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Krausse. Eintrittsgeld: Für Nichtmitglieder: Herren 30 Pfg-, Damen 20 Pfg. Für Mitglieder: 20 Pfg-, eine Dame freu Bei ungünstiger Witterung im Saut. Bier im Gl^s Zur Nachricht für die Vereinsmitglieder: Der Verein stebt um 73/4 im Vereinslokal rum Lampenzug bereit. Die Vereinsabzeichen werden angelegt. Zur Verminderung des Gedränges an der Kasse wollen die Vereinsmitglieder ihre Karten vorher bei dem Vereinsdiener in Empfang nehmen,' welcher zu jeder eine Damenfreikarte verab- Programm des Tongemäldes von W. Wieprecht: 1) Qntiobuction. Die Parade-Post mit dem Hohknfriebberger Maisch. — 2) Patriotisches Erwachen des deutschen Volkes. (Frisch auf Kamereten n) — 3) Aufruf des Königs an sein Volk (Der Ritter muß zum blutigen Kampf) — 4) Gebet vor der Schlacht. — 5) Schlachtgetummel. (Böllerschüsse, «leinaewedrfeuer, Sturm m.) - 6) Gebet während der Schlacht. — 7) Anrückcn der Fieischaaren. (Die Lützower.) - 8) Fieudenbegrußuug der Kampfendm. — 9) Erneuter Schlachtangriff zum Avanciren. 10) Rückzug des Feindes - 11) Steges - Sinfonie. — 12) vomme Salvum fac Jägern. 13)Bw rücken der Krieger in ihre Bivouaks. — 14) Retraide. — 15) Finale. Einzug der Verbündeten in Pans: D,e Landwehr. (Wo Mutb und Kraft w.) Ankunft der Kolonnen bei den Monarchen. Infanterie mit dem Armee-Parade-Marsch; Cavallerie mit Parade-Post, gleichzeitig mit Anschluß des Dork Ich'» Marsches. Der Friede. Heil dir im Siegerkranz. . Impfers streich des flttizgen Tambour-Corps. Freitag den 18 Augnst, Abends präcis 9 Uhr. Gkncral-Vcrsammlung Berlin, 15- sämtlich- M»16* «iiizn nie torbir t doch in lejtir 3«t« stützt und dudurch d Sä-lMn Ne f*n; Mer nM* ! Halft! und Brd-ausen La'pjigtt Kseiidahngks' gtjatigen. $on demje! btzi'ßttlke Leipzig-Ru Axsa'Elstmverba, Röd Vulda von der Leipzig MM und die Ed vL> Plauen nach Weil V wie vom 15. Juli t- Behnstrecken Gieß' i cs tem Besitze der $ Möglich hessisch Mchklich des Berta tzimbahn-Postgejetz v Mbesiiinmunglii vom Berlin, 15. A M und die Ausbkwcr hii Troguen und Eh W auch von den Gr chleif jedoch mit de M lie erwähnten ^derlich rsi, ^fxv indnungsmäßig anst fltasen düe-t. Berlin, t! sünenr heutigen Bücher dem Jubilg Berlin, i uumr sagenhafter. W'd'k des H, Mit anettfnue JWnta SHaum, , U°"d°bn nut e ,9 ' »®ltMt Ttnl hu , “m eil" m [autet. ty , "Hü'sichtlich \ e,n rht« K ' "-"-ich L:.;nben forhDähre *S’n“i statt» LJ"1 (uM’n, i6 k f ströin [M M itt ei Hund wiederbriugt. Derselbe ist etwa 7 Jahre alt, auf den Namen Waldmann und trig ein braunledernes Halsband. Wetzlar, 15. August 1876. 4312) Lan-rath von TieschoM. 4or8) Ein solider braver Arbetterw^ auf dauernd in ein diesiges Colonmlwa G-scbaft gesucht. Wo? sagt die Exv^. 4315) Jemand, der mit der Fadnkati von Pechfackeln vertraut, wird gesucyl Räh. in der Exped. d. BlatteS___. 4027) Ern oder zwei junge Leute komm Kost und Logis erhalten. Näheres bet »r Exped. d. Bltts. ___.— Köln-Gießener Kah". Abfahrten von Gießen nach: » ^°, u». 12. Großes Coneert mit ^lufführung des großen historischen Tongemäldes: Die Völker- Schlacht bei Leipzig, ausgeführt von der ganzen Capelle deS Großh. Hess. n. Inf.-Regts. Nr. 116, unter Mitwirkung eines Pellotons von SO Man» flroße OlTiimindion und bengalische Veleuchlung bes ganzen flartens (500 IUuminationr.-Lampen nnd Lxira-Gaodeleuchtung). DermisHte Nnzeigm. 4321) Ein Schreinergeselle gesucht- Gg- Karl Haubach Wittwe, __________Löwengosse.____________ 3436) Ein Pult gesucht. ____Wallthor A- 150. ~ 4303} Gesucht