8T 5}t ,nbttt F-ckelzuF 1 " Wo. 164. Dienstag, den 18. Juli 1826. Kießener Mcheiger A«M' uni AmtsblM fir dkll Kreis Gieße«. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schul st raße, Lil. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 8 Mark 50 Pf. enfels. ihunj rige Nachri^t, England [crbliebtntn 11 Uhr statt- Loudon, 13. Juli. Der König von Griechenland kam gestern in der f?kihe hier an, wurde von dem Prinzen und der Prinzessin von Wales, sowie dänischen Gesandten auf dem Bahnhofe empfangen und begab sich noch im . hife des Vormittags zur Königin nach Windsor. Dort wurde er mit dem ! ^imband-Orden bekleidet. Nach London zurückgekehrt, besuchte er Nachmittags I N dem Prinzen und der Prinzessin von Wales das Polo-Wettspiel in Hur« iM ren Leiden dem ArauLreich. Paris, 15. Juli. Nach Privatnachrichten, welche der „Agence Havas" »itgetheilt sind, wären die Strafen der aus Anlaß der Mordthaten in Sa- lvnichi Verurtheilten erhöht worden; gegen den Polizei-Chef wäre Degradation Serbien. Belgrad, 14. Juli, Abends. (Amtliche Meldung.) Die türkischen Verickte aus Serajevo über Kämpfe bei Novibazar entbehren der Begründung; Oberst Czolakantics verharrt in verschanzter Stellung von Novibazar. Ferner wird constatirt, daß die serbischen Truppen fast allenthalben auf türkischem Gebiete stehen, während dagegen die Türken aüf keinem Punkte in serbisches Gebiet eingedrungen sind. Türkei. Konstantinopel. Nach einer Meldung des Wiener „Telegr.-Corresp.- Bureaus" hätte die österreichische Regierung außer Klek auch sämmtliche Häfen an der dalmatischen Küste für jede Art Kriegscontrebande sowohl den Türken, wie den Montenegrinern gegenüber gesperrt. — Die „preußischen Osficiere", welche im serbischen Hauptquartier etngetroffen sein sollen, stehen natürlich in keinem activen Dienstverhältniß, sondern sind entweder verabschiedet oder als invalid entlassene Ossiciere, deren Drang nach Abenteuern sie treibt, dem Fürsten Milan ihre Dienste zu stellen. Die deutsche Regierung steht dieser Betheiligung ehemaliger deutscher Osficiere an dem Kampfe gegen die Türkei durchaus fern. — General Tschernajeff hat nach Petersburg an das Damen-Comit6 zur Unterstützung slavischer Familien ein (im „Golos" abgedrucktes) Telegramm gerichtet, worin er um schleunige Hülse für die Serben bittet, da die Sanitäts- Abtheilung der ganzen serbischen Armee sich in durchaus mangelhaftem Zustande befindet und sowohl an Aerzten als Arzneien und jeglichen Hülfsmitteln großen Mangel leidet. — Aus Widdin, 8. Juli, berichtet die „Polit. Corresp." : „Eine Anzahl harmloser bulgarischer Bauern war von der türkischen Behörde in Lohn genommen, um das Gepäck einer landenden Truppenabtheilung zu Wagen nach Adliö zu befördern. Die Bauern, welche zerstreut auf einem größeren Platze der Ankunft des türkischen Truppenschiffes harrten, eilten auf das ihnen gege- Außland. Brody, 13. Juli. Auf Grund eines alten Ukases, welcher den Juden in Rußland den Aufenthalt im Grenzrayon untersagt, sind aus Radziwilow Angehörige des österreichischen Staates, welche dort seit vielen Jahren leben, polizeilich ausgewiesen worden. Sie rufen nun die Hülfe der österreichischen Regierung an. Rumänien. Bukarest, 15. Juli. In der Deputirten-Kammer beantragte der Abg. Ghergel im Namen von 80 Deputaten, das vorige Ministerium in Anklage- Zustand zu versetzen. 1(1111 (J. 9 Uhr präcch ^ „Deutscher Kaiser" übernahm zahlreiche Passagiere. Das verunglückte Schiff iK wird baldigst wieder flott werden. I Karlsruhe, 15. Juli. Heute wurde der Landtag im Auftrage des |l Troßherzogs vom Staats-Minister Jolly geschloffen. H HeüerreitL. Wien, 15. Juli. Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet aus Tuagno: ' Die Insurgenten griffen vorgestern die Türken zwischen Duca und Ranjevoselo m und warfen dieselben gegen Nepun zurück, wo sich ein heftiges Geschützfeuer Mwickelte. Nack einem dreistündigen Kampfe zogen sich die Insurgenten gegen Hradac zurück. Beide Theile erlitten große Verluste. Auch Montenegriner »ahmen an dem Kampfe Theil. Peco Pavlovics und Mussic sind am 13. Juli mit 4000 Mann bei Dubnavitza Oltaja eingetroffen. Wallthor °mme die cbonu mW I Oil orstand. «T m 16. Mai Loudon, 14 Juli. Beim Empfange von zwei Deputationen, welche sich zu Gunsten der Nicht-Jnterventions-Politik aussprachen, hielt Lord Derby höchst friedliche Reden: England halte an der Politik der Nicht-Intervention fest, ausgenommen wenn es sich um gute Dienste für den Frieden handle; auch die anderen Großmächte seien friedlich glsinnt ; er befürchte nickt die Aus- dehnuna des Krieges auf Europa. London, 15. Juli. Tie ihrem Haupt-Inhalte nach schon mitgetheilte Ansprache Lord Derbys an die Deputationen, welche eine neutrale Haltung Englands befürworteten, lautete folgendermaßen: Die Regierung sei für strikte Neutralität, es sei denn, daß befreundete Mächte daö Ende des Kampfes beschleunigen wollten. England habe dem Berliner Memorandum nur aus dem Grunde nicht zugestimmt, weil es glaubte, daß dasselbe keinen Erfolg haben werde. Tic Flotte sei nach der Besika Bai gesendet worden, weil die Vertreter der Mächte in Konstantinopel einstimmig Schutz für Nichtcombattanten für wünschenswerth erklärten. Frankreich und Italien würden nichts thun, was eine Friedensstörung herbeiführen könnte; Deutschland habe gar kein directes Interesse im Orient; England betrachte einen europäischen Krieg als das größte Unglück; Oesterreich wünsche in seinem eigenen Interesse die Erhaltung des Friedens. In Rußland bestehe zwar eine starke slavische Partei, jedoch sei der Kaiser von Rußland der aufrichtigste Freund des Friedens. Bei der Zusammenkunft von Reichstädt sei die Politik der Nicht-Intervention vereinbart, welche eine Mediation, die von allen Mächten unternommen würde, nicht ausschließe : wenn Gelegenheit zur Mediation gegeben sei, werde England mit eben solchem Nachdrucke, wie die anderen Mächte, zur Erhaltung der Eintracht der Mächre beitragen. London, 15. Juli. Gestern sprang der Kessel des Panzer-Schiffes „Thunderer", dabei kamen 25 Personen um's Leben, 56 wurden verwundet. — Der „Morning Poft" zufolge kehrt das Canal-Geschwader vorläufig nicht nach England zurück, sondern begibt sich nach Gibraltar, wo es weitere Befehle abwartet. London, 15. Juli. Vorige Nacht und diesen Morgen starben noch mehrere Verwundete vom „Thunderer." Die Anzahl der Todten beträgt bis jetzt 31. sÄfiA?J 1 jl Berlin, 14. Juli. Der „Reichs-Anz." meldet: „In einer der näch- ften Reichstags^ Sessionen wird der Entwurf eines Leichenschaugesetzes vorgelegt werden. Dasselbe hat den Zweck, die noch immer vorhandene Möglichkeit des Lebendigbegrabenwerdens zu beseitigen, die Entdeckung von Verbrechen gegen das Leben möglichst zu sichern, die Behörden in den Stand zu setzen, beim ' Auftreten ansteckender Krankheiten rechtzeitig durch geeignete Maßregeln die Weiterverbreitung zu verhüten und die Grundlage zu bilden für eine praktisch und wissenschaftlich verwerthbare Mortalitäts-Statistik, ohne welche die Medi- cinal-Polizei an die Lösung der wichtigsten hygienischen Fragen nicht herantre- ten kann. In Deutschland besteht die zwangsweise Leichenschau auf Grund genügender Bestimmungen nur in einem Theile Bayerns, in Sachsen, Baden und in der Provinz Hessen-Nassau, während in dem übrigen Theile Deutschlands ganz unzureichende Vorschriften in Geltung sind. Es bedarf der von der Com- mijsion zur Vorbereitung einer Rcichs-Medicinal-Statistik entworfene, von dem Ausschuß des Bundesraths für Handel und Verkehr bereits im Wesentlichen | zweckentsprechend erachtete Entwurf eines Leichenschaugesetzes nur noch einer Durcharbeitung Seitens des Reichs-Gesundheitsamtes, um dem Bundesrathe und dem Reichstage vorgelegt werden zu können." Köln, 15. Juli. Das Dampfschiff „Friede" erlitt oberhalb Köln n Nnger Tuch« klegeuheiten. I! — Die Klagen englischer Industrieller, daß sie wegen der hohen Löhne 1^ ber geringen Arbeitszeit nicht in gewünschter Weise mit dem Auslande ^curriren könnten, sind nicht neu; ähnliche Klagen kann man seit Jahren Ro gut in Deutschland, Frankreich und überhaupt allenthalben hören. Neu eigenthümlick ist indeß der Umstand, daß jetzt hier auch Klagen über Con- kimz des Auslandes in Bezug auf eigenartig englische Artikel laut werden. D>vird aus Birmingham gemeldet, daß dort eine französische Fabrik eine Wtur von Eiscnwaaren errichtet hat und solche Artikel in großen Mengen Preisen absetzt, mit denen die einheimische Industrie nicht concurriren kann. Miches wird von amerikanischen Fabriken gemeldet. en. (3M itnb 15jährige Zwangs-Arbeit, gegen einen Fregatten-Capitän Degradation und 10jährige Haft verhängt. — Der Banquier Hermann Oppenheim ist gestern jtjtoiben. Paris, 15. Juli. Sadik Pascha überreichte heute dem Marschall Mac Liahon die officielle Notification von der Thronbesteigung des Sultans Murad Ost den neuen Beglaubigungs-Schreiben. Versailles, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kam- wt stellte der Deputirte Casse seine Interpellation über die klerikalen Beein- jhi[jungen bei der Wahl de Mun's. Gambetta beantragte, indem er eine ein» lchnde Behandlung der durch die Untersuchung über jene Wahl angeregten fisgen vorbehielt, die Resultate der Untersuchung dem Minister Dufaure zu ibmveisen. Nachdem Letzterer sich hiermit einverstanden erklärt hatte, wurde lei Antrag Gambetta's von der Kammer genehmigt, worauf Casse seine Jn- U v.- Matton zurückzog. Hierauf erfolgte die einstimmige Annahme des Gesetz- Wwurfs über die Welt-Ausstellung von 1878. 1," , licenstra^ ■lunben er brieitlg , J ssgenkrampß briJ xun von ’ c.jf von fei Lokal-Notiz. U «!ur V103 88 ä Krrstei Freitag bi um dahier wen ^6«. den 17 Die gensm tdityted)tnbe Aiij Mari reihtzch L-s dm W)f ter Veckuf im 3 fljiftM M V Mehr mit dem «folgern Gießen, den Mül ,ef- Amtliche V Michi bei: Hern Zeil, H ®MUt< Vermischtes. Groß-Buseck. Einsender dieses, ein Bürger Groß-Busecks, hatte Gelegenheit am Sonntag den 16. d. M. die Abschiedspredtgt des.scheidenden Seelsorgersi dortfelbst, Lerrn Decan Strack zu hören. Die Rede, gehalten im Geiste acht christlicher Nachsten- Uebe, war gleichzeitig ein getreues Spiegelbild seiner langjährigen Wirksamkeit in besagter Gemeinde, gekennzeichnet durch unermüdliche treue Pflichterfüllung in seinem Berufe wie überhaupt hochherzige Gesinnung und Wohlwollen gegen Jedermann, welche 'in hervorragender Weise seine Amtsführung charakterisircn. Ihm die wenigen Worte zum Nachruf: Der Wächter hat seine Schuldigkeit gethan. , — (Berliner D'ebtzstreiche.) Das Berliner Stadtschwurgericht beschäftigte in den letzten Tagen dieser Woche eine Gaunerbande, deren Frechheit bei Ausführung ihrer Betrügereien alles bisher dagewesene übersteigt, obwohl in einten Fallen auch d e Leichtgläubigkeit der Betrogenen Bewunderung verdient. Der..Matador der Bande ist der erst 26jährige, aber schon siebenmal bestrafte Commlsstonar Heinrich Emil Bürger, seine Genossen sind der fünfmal bestrafte Handelsmann Franz Mielike der dreimal bestrafte Kaufmann Eugen Löwe und endlich die bisher noch unbescholtene Frau des Mielike. Den Hauptcoup, der dem Bürger letzt zur Last gelegt wird, erzählt die An- klageschrift wie folgt: Am 10. Mai 1872 führte sich Bürger in semer Eigenschaft als Commissionär bei dem Juwelier Rodeck, Leipzigerstraße 14, mit dem bemerken ein, er habe einen hier anwesenden Amerikaner veranlaßt, lm Rodeck fchen Hause einen Schmuck zu kaufen, und bitte er nach Zustandekommen des Gejchafts um die übliche Prootswn, die ihm natürlich auch zugesagt wurde- Bald darauf kam Burger mit dem angeblichen Amerikaner, der merkwürdigerweise nur französisch sprach, wieder; zwei Brillanten- Garnituren im Werthe von 1200 und 1380 Mark wurden ausgesucht und verabredet, daß dieselben nach der Wohnung des Amerikaners in der Hetligengeiststiatze gesendet werden sollten; dort werde sich die zu beschenkende Dame einen Schmuck ausfuchen mrd sür denselben Zahlung geleistet werden. Rodeck schickte vorsorglicherwelse seinen Geschäftsführer Ehrenwerth mit den beiden Garnituren hin; dieser traf auch in der bezeichneten Wohnung den vermeintlichen Amerikaner nebst dem Commissionär, leider war aber die Dame nicht anwesend, und der Amerikaner erkärte nun, er werde vorläufig beide Garnituren behalten und bezahlen, falls Ehrenwerth einen Revers aus- stelle, daß der nicht beliebte Schmuck von Rodeck zurückgenommen werde. Wahrend Gießen, 15 Juli. Der Särmurgerichtshof der Provinz Oberhessen hat in leinen letzten diesmaligen Quartals-Sitzungen folgende Erkenntnisse erlassen: Am 12. Juli, gegen Johannes Ulrich von Ober-Mockstadt, wegen Diebstahls, eine Gefänanißstrafe von 3 Monaten und drei Tagen. Am 13. Juli, gegen Emil Jacob Wilhelm Meinhard von Minden, im Königreich Preußen, wegen schweren Diebstahls und Sachbeschädigung, eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren, 2 Monaten und 1 Woche, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren, sowie (Stellung unter PoIt3clI^e^JXn .. Am 14. Juli, gegen Heinrich Decher von Romrod, wegen Verbrechen wider das Leben, eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren. . Gießen, 17. Juli. Die beiden B ilse-Concerti im Wenzel scheu Garten sanden unter colossalem Andrange seitens des Publikums statt- Die Musik war herrlich, nur Schade, daß im Freien die Fernsitzenden lehr viel verloren. Das Wetter war wie man es nur wünschen könnte. Der Wein auch recht gut, nur ließ bei dem 2. Concert die Küche zu wünschen übrig und läßt sich dieses wohl durch den unge- aus Serbien schiebt, sagt: die Pforte werde sich bemühen den Kampf rasch au beendiaen, um die beabsichtigten Reformen und Verbesserungen durchfuhren zu können Heute hat ein wichtiger Ministerrath, zu welchem auch andere hohe Würdenträger rugezogen waren, ftattgefunden. Naausa, 14. Juli. Die montenegrinische Haupt-Armee hat am 11. d Mts Hrnica und zwei andere befestigte Orte bei nur geringem Widerstand erobert und zwei Kanonen nebst anderen Waffen erbeutet, während detachirte Corps Nevestnje und den Hafen von Klek besetzten. Bei Muritzi, westlich des Sees von Skutari, haben die Montenegriner ein türkisches Corps zuruckgeschla- aen - die Montenegriner verloren hierbei 400 Mann, die türkischen Verluste sind'unbekannt - Mukhtar Pascha ist gestern mit seiner Armee von Bosnien her Juli. (Slavische Quelle.) Der südöstlich von Metokia liegende befestigte Ort Lipnik ist von den Montenegrinern besetzt worden. Die türkischen Truppen haben sich nach Metokia zurückgezogen, welches, obgleich von 6000 Türken besetzt, die weiße Fahne aufhißte. Die ganze Hochebene von Gaccko ist von den Montenegrinern besetzt, ausgenommen die Verschanzungen oberhalb Metokias, in welchen 2000 Türken blokirt sind. Fürst Nicolaus mar- schirt auf Nevestnje. t , r„ Irisch, 15. Juli. (Türkische officielle Meldung.) Die irregulären türkischen Truppen griffen die Serben bei Chehirkeny an, schlugen dieselben in die Flucht und besetzten ihre Stellungen. ö Salonichi, 14. Juli. Das deutsche Mittelmeer-Geschwader ist heute früh zu Uebungszwecken wiederum auf einige Tage in See gegangen. davon. Auf demselben Wagen im Hcu lunici uic «uucun, uic un hatte. Die Bäuerin wurde schon nach einer kurzen Strecke durch die schnelle tp» aus dem Schlafe gerüttelt: Rasch entschlossen, versetzte sie dem Gauner emen so r tigen Hieb auf den Rücken, daß dieser vom Wagen fiel. Er raffte sich auf unü rarn.. über die Felder davon. Die Bäuerin fuhr nun wieder langsam zurück zum 25OU/V roo ihr schon ihr Mann entgegenkam, der sich ob des Wiederfindens feiner gelte dl . Frau, seiner Gänse, Enten, Hühner und Pferde außerordentlich freute. Nicht c ■ Bäuerin, die ihrem Manne wegen seines Durstes eine Strafpredigt hielt, die mit en v Peitschenhieben und damit endigte, daß die Bäuerin umkehrte und der yetman p fuhr, ohne ihren Mann auf den Wagen steigen zu lassen, der nun gezwungen war, , Wagen nachzulaufen. Beim Rakofer Gasthof gelang es ihm den Wagen zu erkl und seine Frau hinadzuwerfen, die sich nun ihrerseits bequemen mußte, dem V. den der Bauer wieder nach Pest zulenkte, bis zum Kerepeser Zollamt nachzula, Dort trafen sie einen Bahnbediensteten, den sie für ein Polizei-Organ hielten. . Bauer wollte feine Frau, und sie wollte ihren Mann einsperren lasten. bedienstete trat aber vermittelnd auf und brachte endlich eine Versöhnung -u v Amerikana. (Ein sonderbarer Schwärmer.) Ein der Fälschung ub ist - Commis der Baltimorer Firma Jenkms & Chandler wurde von der Jury sretgeip . weil es dem Vertheidiger gelang, den Wahnsinn seines Clienten nachzuwesien. j Zeugenaussagen wurde erwiesen, daß der junge Mann die Manier habe, tag « dis neunmal seinen Anzug zu wechseln. Außerdem habe sich fammtliche Backey ausziehen lassen, um sich das angenehme Gefühl, welches das Elnathmen von La aß hervorbringt, zu verschaffen. Das Merkwürdigste an diffenÄnderbaren ahn! beweisen ist aber, daß der hoffnungsvolle mnge Mann sich alle Backenzah 1 verübter Fälschung hat ausziehen lassen; ein Beispiel, das anderen Fälschern, bi frei auszugehen wünschen, zur Nachahmung empfohlen ist. «»inurh« - Wir haben s. Z. den Lesern von Tissot' s Buch: .Reste in dasMill land" berichtet. Sein Buch wird wahrhaft verschlungen, ist drüben in v den von Exemplaren verbreitet und trägt ungemein ^rVerhetzungd F M Di- neuefte Fortl-tzung Seffdbe» ist: .,D'- Pr-uß-n in SWWart■ W.r auch aus diesem Einiges mittheilen. — In Hamburg logirt H , t dcß < ftabt St. Vauli auf dem berüchtigten Hamburger Berg, und er felb 1 fl . , f r öj l 2eb en^jau^er tÄeÜerbekiStung^bie ^Sänften* Xinfltl« beuren Consum entschuldigen. _ n --An der Turnfahrt des hiesigen Turnvereins am Samstag Abend nahmen ca. 60 Personen Theil. Begünstigt vom schönsten Wetter verlief dieselbe in heiterster Stimmung. Dem Vernehmen nach soll demnächst eine weitere größere Parthie in Aus- sicht stehen, an der sich auch ältere Herren bktheilic:en wollem vi rhni: fr Atzbach Liefern m 11. ^Merzvglij,^ «1733] I. Ment, :nur -6rLerifar •l'/bdS f*4 auf «'* jä;'; «5 tireunbfä0 K-en hhrt. _ , , Ias (Srüiffpa demselben Auaenblick Ehrenwerth den Schein schrieb, horte er plötzlich hinter sich die Thüre zuschlagen, bie bene Signal von der Ankunft des Schiffes^yervet. IN oemsewm ^ugenoL verschwunden, die Thürklinke herausgezogen, so daß Ehrenwerth erscholl der Rus: Dte werben kommen! Darauf gaben die L>oloaten, weta)e Qefanflcn roar# unb auf sein verzweifeltes Rufen die Wirthin erschien, konnte ihm der Truvve anaebörten, deren Gepäck befördert werden sollte, Feuer aus Die bie|e yeine andere Antwort geben, als daß sie die beiden Herren, die erst vor zwei T-(Mdnnrifrücn Fuhrleute, deren etwa 25 ums Leben kamen. Tagen eingezogen seien, nicht einmal dem Namen nach kenne. Diese beiden Garnituren unglücklich^.bulga'isch-n fZuhrieme, Novine", hat sch-m-n in ben B-sitz d-s Mitang-klagi-n Mi-lik- ;u d-m clnilen Pc-ii- non 210 -m. - Die amtliche Zeitung der l-rdifchei^Regierung, „wr°-re j omne , ?u übergegang£n ?u ,cin. _ ^icht minder raffinirt führte Bürger einen andern Ä-trug am 9. Juli in Sachen der Beschießung des österreichischen Donau-Dampfers au8 ^mi o. I- mtetbetc er unter der Angabe, er sei der Kaufmann Bolleri Tisra" solaende Bekanntmachung gebracht: aus Metz, in dem Hause Markgrafenstr. 19 eine möblirte Stube und entnahm unter " J c- c.-.rftiifh serbische Reaieruna ihrem Bedauern über den Vor- demselben Namen von Kaufmann Eisener Sammck- und Seidenwaaren im Werthe Indem d e lurstu^ erm'^ » -reianen konnte Ausdruck gibt, erklärt von 843 M- Eisener schärfte seinem Commis Eschenbach ausdrücklich ein, die Maaren fall, der sich blos aus Mißverständlich ereignen konnte Ausortm gto , err ar> gegm Baarzahlung in der Wohnung des Bollert abzugebeu; Bollert ihat auch sie hiermit daß sie eine strenge Untersuchung angeordnet und gleichzeitig vesoy D£)r ben 31u(icn Commis Gold- und Papiergeld in ein Couvert, mit dem Bemerken, ] c t tzxr Commandant des betr. Wachepostens zur Verantwortung ber Betrag sei zwar etwas höher, aber der Rest könne auf die nächste Lieferung ver- ' Wftvntt werden soll. Gleichreitia hat die fürstliche Regierung die rechnet werden, und Eschenbach entfernte sich vergnügt über den neugewonnenen feinen gezogen und bestraft weroen fou Wl unliebsame Verfälle künftiahtn Kunden. Aus der Straße besichtigte.er erst das Conoert genauer, dabei siel -ins o„ bestehenden Vorschriften verschärft, um so ch f ti)eaLAer angeblichen Goldstücke heraus und erwies sich als eine Spielmarke, und als Eschenbach unmöglich zu machen. Denn so sehr wir auf der Hut sem muffen wegen D i numne$r das Couvert aanz öffnete, fand er in demselben nur Spielmarken, zwei ame- Nssrbreiteten Gerüchte, die Türkei wolle Serbien zu Wasser angreifen, ebenso Zehn Cents-Scheine und einen fingirten Wechsel. Sofort eilte er in Begleich wir uns bemühen, daß die freie Schifffahrt auf der Donau nnge- tung eines Schutzmannes in die Wohnung zurück, aber Bürger war bereits verschwunden, sehr muffen wir uns vemuyen, vap , ni , i u behauptet, unter Beihilfe des Mitangeklagten Mielike. Die Sachen stört vor sich gehen könne. Namentlich muffen w r rrachren , »ues zu wurden an den Mitangeklagten Löwe für 95 Thlr. verkauft. - In einem dritten Faste ben, was auch nur die geringste Veranlaffung zur Unzufriedenheit Der benach ^thete Bürger als Kleiderhändler König aus Halle einen Laden für 600 Thlr. Mieihe Lorten Monarchie geben könnte. # in der Charlottenstraße und entnahm aus einem Tuchgeschäft in der Seydelftraße für 14. Audi, Abends. Die österreichisch-ungarische Re- 861 Mark Tuche, indem er eine werthlose Anweisung auf ein Bankgeschäft in Zahlliiij U ^Muna des Las ns von Klek unterrichten gab. Bei der Fortschaffung der Tuche, die Löwe für 251 Mark an sich brachte, leistet- gierung hat die Pforte von der Schließung Y Ä (Souner' die Mielike wiederum Beihilfe. Endlich miethete Bürger am 4. September v. I. als lasten. Hier sind ägyptische Truppen angelangt. Em Telegramm Deö isouve Goldhändler Vollmann eine möblirte ©tube in der Alten Jakobstraße, suchte den Juwe- neurs von Bosnien meldet, daß die Türken bei Sucsamcza in. der Nahe von ((er ^obe dadurch sicher zu machen, daß er für 75 Mark Goldwaaren baar kaufte, unb ^onibarar aefieat haben : desgleichen errang (wie schon gemeldet) Selim Pascha bestellte am andern Tage noch für 1880 Mark Goldwaaren, die ihm nach feiner Woh- ^covivazar gqiegv yauui, , x;/cmAn4..npir.n»r imif.-bpn Gacrko und Nevefinie, nuna geschickt werden sollten. Dem Lode kam die r^ache ledoch verdächtig vor, er br- einen bedeutenden Sieg über die Montenegriner z«Men Vaezro unv nung.g Polizei, unb so wurde Bürger abgefaßt. Außerdem wird er befchul- und stellte so die Verbindung mit Den Truppen m JCevc|in|e zwischendurch Stellenoermittelungsgeschäfte betrieben und den Reflectanten grpri, Kouskantinopel, 15. Juli. Die Journale veröffentlichen eine Erkla- te Bezahlung fingirte Adressen aufgegeben zu haben. — Der Gerichtshof verurtheilic Tuna ber Reaieruna welche, indem sie die Verantwortlichkeit für den Kamps Bürger zu 6 Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust, 1000 M Geldbuße e° i( Nlvrt werde sich bemühen, den Kampf rasch 3 Monaten Zuchihaus- M-°lik- zu 2 Jahren °a»n'ß 2 Jag„n Ehrv^ Zuläslrgkeit der Polizei-Aufsicht; Lowe zu 5'/r Jahren Zuchthaus, v Jahren iLyroertuü und Zulässi'ckelt der Polizeiaufsicht; Frau Mielike wurde freigesprochen.^ Metz, 8 Juli, lieber das schreckliche Grubenunglück in dem Kohlenbergwak L'Hopital sind jetzt folgende Einzelheiten bekannt. Am 5. Juli gegen 11 Uhr AbeiM vernahm man in dem etwa 400 Meter tiefen und 1400 Meter weiten Schachte eint weithin hörbare Explosion. Eine Entzündung schlagender Wetter, durch das Zerbrech-u der Lampe eines Arbeiters herbeigeführt, hat die ganze Belegschaft der Grube, 1Ä Mann, verschüttet, einen Theil davon gelobtet, eine größere Anzahl in lebensgeich- licher Weise verletzt. Bis zum nächsten Tage waren 147 der Verunglückten aus da Grube herausgeschafft worden, darunter nur 3 Unverletzte, 38 Tode und 106 zua größten Theil schwer Verwundete Von ben drei noch nicht aufgefundenen Arbeitm darf auch wohl angenommen werden, baß sie durch die Explosion getöbtet wurden Der Jammer ber Angehörigen der armen Opfer, welche im Spittel unb den benaä- barten Ortschaften Lauterbach, Karlingen, Fremingen, Merlebach, Falck, Hombmz, Lubbeln rc. beheimathet sind, ist begreiflicher Weise ein entsetzlicher; au$_einer bei betroffenen Arbeiterfamilien fielen der Vater, zwei erwachsene Söhne unb ein sÄchwieger- sohn als Opfer der Katastrophe. Das Unglück trifft die Leute furchtbar, unerroartd unb um so schrecklicher, als für die Hinterbliebenen die zu erwartenden Pensionen (11 Frcs. für eine Wittwe, 3 Frcs. für eine Waise pro Monat) einen sehr geringen Ersil für den Verlust des in vielen Fällen einzigen Ernährers bilden. — (Das goldene Kalb.) In ben „Deutschen Blättern", die als „literarisch' politische Feuilletonbeilage der Gartenlaube" in Leipzig erscheinen, werben bei Gelegtsi- heit des Strousderg'schen Bankerotts folgende Betrachtungen angestellt: 2Bir glaiM die Zeit bedarf solcher furchtbaren Schläge, wie sie in den letzten Jahren so beharrlich aufeinander folgten, die Zeit bedarf ber eindringlichen Lehren, wie sie aus solch» Schlägen sich ergeben. Denn jener wilde Tanz um bas goldene Kalb der Zauberer b( Börse war mehr als eine Verirrung des Augenblicks, es offenbarte fick in ihm bis jur häßlichsten Vcrzerrtheil die schamlose Entartung eines Sinnes, der schon alle hohei« und sittlichen Aufgaben der Cultur unb des Menschenlebens für einen überwunden Standpunkt hielt, dem der Mammon das alleinige Heil, die einzige Real-tät und alM Ideale eitel Phantasterei und Larifari war, gut genug, um höchstens im Theater etmii Stunden dem Zeitvertreib zu dienen. Schon haben die schlimmen Erfahrungen ^ dem Krachjahre 1873 sicher viele Genossen dieses Rausches, viele Bauleute an M Babylonischen Mammonsthürmen ernüchtert und aus dem Taumel geweckt. Es hm ein unendlicher Gewinn, wenn die Zeit wiederum schlichter unb innerlicher mürbe, war sie wiederum die ächten von ben falschen Gütern, bie wahre von der falschen (M unterscheiden lernte. Ein Beispiel, wie es in dem Auftreten unb Fall eines Stroustrj sich darstellt, kann zu einer solchen Wendung der Gesinnung beitragen. In Bad Reinerz haben 47 Kurgäste an bie Babe-Direction eine WO’ gerichtet, in ber sie ein Verbot des Tragens ber Schleppkleider während der Kurstun'er anläßlich des Verbotes des Tabakrauchens erbitten. Sie begründen das Gesuch bacn daß der Zweck ihres Dortseins, Heilung unb Linderung ihrer Leiden zu finden, vrd den mittelst der Schleppkleiber aufgewirbelten Staub vereitelt werde. ! _ (Des Hinterwäldlers Höflichkeit ) Ein von ber Kultur beleckter Hinterwaliu ber die Centennial-Ausstellung in Philadelphia besuchte, wurde, als im Wiener M der Kellner mit graziöser Verbeugung ihm die Serviette überreichte, „unangE und sagte, „er wisse sehr wohl, wann er ein Taschentuch zu gebrauchen habe, auch ou> in solch' handgreiflicher Weise barau erinnert zu werden." ... -•••!«« P e ft. (Immer gemüthlich.) Ein Bauer brachte Geflügel in die Stadt, w des Kerepeser Zollamts stieg er vom Wagen, um sich durch ein Glas Wein zu ttar-^ Während der Abwesenheit des Bauers sprang ein Gauner auf den Wagen und : renj ~ Heu schlief die Bäuerin, die der Dieb nicht bew^ werden- Versteigerungen. ilbcn. um", bie alt ,IM । formen, werben bei ' auf der Mäusburg. 239) Alle Sorten Detsarlien, JT. Olt. ReUer. 3799) dick, sowie zum Anstrich fertig, schnell und hart trocknend, Petersburger Möbellack, (3001 it, 38 Tode und 106 dl aufflchmbenen Arbc Ncrlebach, Faick, M- entsetzlicher: aus eine Cifcnlack, Seccatif, Leinölfirniss Fussboden - Anstrich, Fußboden Lack, Damarlack, Copallach, empfiehlt in besten Qualitäten Freitag den 21. d. Mts., um 10 Uhr, jott dahier wenigftnehmend verdungen Carbolsäure, Chlorkalk, Eisenvitriol, empfiehlt (3259 «K. Willi. Weidig, Marktplatz 8. erfolgen. Gießen, den 13. Juli 1876. Kaiserliches Postamt. Lochmann. die Material- und Fartuvaaren-Handlung von Gg. Willi. Weidig, Markt 8. 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Die genannten Verkäufer haben sich vertragsmäßig verpflichtet, stets eine entiprechende Anzahl von Postwerthzeichen vorräthig zu halten, dieselbe nach Bedarf rechtzeitig zu ergänzen und die einzelnen Marken rc. zu .einem höheren, als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzugeben. Ferner soll der Verkauf im Allgemeinen während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslokal des Verkäufers geöffnet ist, jedenfalls aber innerhalb der für ben Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Ortspostanstalt Börse werden tm Nebenzimmer Würste gegessen. In Würzburg hat Herr Tissot daS außerordentliche Glück, einen alten Studiengenosfen Bismarcks kennen zu lernen, oder vielmehr einen Mann, dessen Freund ein solcher war. Dieser erzählt ihm: „BiSmarck ist ein brutaler Mensch, ein Mann von Eisen. Wenn er Streit in den Wirthshäusern hatte, — so verfehlte er niemals feinen Stuhl auf dem Kopfe feines Gegners entzwei zu schlagen, und ohne sich weiter aufzuregen, rief er den Wirtb und forderte feine Rechnung für das Zerbrochene " — Durch die Nürnberger Spielsachen lernen die deutschen Kinder schon ganz früh die Kunst, die Zuaven zu durchbohren, Franctireurs auf- zuhängen und die Städte zu bombardiren. Die Knaben spielen nur noch Soldaten und üben sich für den Einfall in Frankreich ein. In Essen besucht er Krupps Eisenwerke und sieht vom Wasserthurm aus „Le Fichtelgebirge." Er schließt mit einer großen geschichtlichen Enthüllung: „Bekanntlich hatte Richard Wagner großen Einfluß auf den König non Bayern; er benutzte denselben um 1870 den König auf Preußens Seite und in den Krieg gegen Frankreich zu ziehen und ihn später zur Annahme der Kaiserwürde zu bringen. Und warum that dies Wagner? Ans Haß gegen Frankreich, weil feine Oper Tannhäuser in Paris ausgezischt worden war." Wir haben also Wagner das deutsche Reich zu verdanken. ,e Löhne und ein SA jott dahier wenigftnehmend verdungen Leute furchtbar, umk ■ werben: erwartenden Pension-: Atzbach Lieferung eines eisernen Thores einen sehr geringen v HRß M l Shinafteintborüfoften (112 M ), ßerr Tissot fährt in Deutschland, um Deutsche zu sehen und kennen zu lernen, absicht- nch nur „dritter Classe", in den ersten Elasten trifft man nach lhm nur Russen, Eng- nber und Amerikaner - Die vierte Classe hat er zu benutzen, sich gefürchtet „aus Ld)t, daß sich die Thiere, welche die Kopshaare der Deutichen bevölkern aus Na- Iionalhaß auf mich stürzen möchten." lieber die Stellung der Frauen in Deutschland nat er* »Abends gehen die Familienväter, die Hofrathe, die Gehennrathe, die Lega onSrätbe 2c allein ins Gasthaus des Ortes - lassen ihre Frau und Kinder zu Hause, welche indessen Eichelkaffee trinken und Kartoffeln essen!" „Das nennt das tugendhafte Deutschland Familienleben." Bei Gelegenheit der Erwähnung des Hermannsdenkmals nennt er Hermann den „Troppmann des Teutoburger Waldes. In Frank- furt am Main besuchte er mit einem dortigen Beamten den Palmengarten und vergM essen Gastfreundschaft dadurch, daß er erzählt, er s-l mit demselben um 10 Uhr nach Lause zurückgekehrt, nachdem der Herr Steuerrath seine sechszehnte Wurst gegessen und ftme Tochter ihren sechsten Schoppen Bier prunken habe. Tue Wurste spielen über- aupt in Tissot's Phantasie eine große Rolle. Nach ihm steht man -u;eder Tages- eit Deutsche im Bierhaus hinter großen Bergen von Sauerkraut und Kartoffelbrei auf welchen, wie K.onen auf Festungswällen, lange Würste liegen. An der Berliner Heinrich L«L- intTk1U b(r W »Ää lanM^ feiner I . <1 die 0' uaN-ledlSt ' der^ ’GÄ MAI “ | kxplosion getödtet dk n Spittel und den ' ■ In Mahagoni: 2 franz. Bettstellen, 1 bto. mit Sprungfeder-Einlage, 1 Wasch- schrank mit weißer Marmorplatte und Toilettenspiegel, 2 Nachttische mit weißen Marmorplatten, 1 runder Tisch, 1 Kleiderschrank. In Nußbaum: 1 Spiegel-Kleiderschrank, 1 Silberschrank, 4 Commoden, 1 ovaler und 1 runder Tisch, 4 Bettstellen, 2 Nachttische, 1 Waschkommode, 6 Stühle mit Rohrsitzen, 1 Sopha und 6 Stühle mit braunem Nips-Ueberzug, 1 Sopha, 12 Stuhle mit Plüsch überzogeu, 1 Schlafsopha, 1 Sesselstuhl, verschiedene Spiegel, 2 ovale Spiegel mit eleganten Goldrahmen, verschiedene Toilettenspiegel. Tannene franz. Bettladen, Commoden, Tische, 2 Schreibtische, Küchenschränke, 2 Laden-Theken mit Schubladen, Netten nud Roßhaarmatratzen. Sämmtliche Gegenstände, nur wenig gebraucht, sind zu verkaufen bei 3509) I. Mothe n berge r. 2313) Sommerröcke, Hosen und Westen für Knaben und Herren, in allen Größen und Weiten, empfiehlt zu sehr billigen Preisen. II. Riibsamen« t Anzahl in lebens. Ser Verunglücklrn ati -'L'Lr; leben-, RoaerM?aatt|i ?SDi,iunbai^iä Sofort Tüfttt' i’n ^ÄS‘.g ■’M«, su»t-d-nA dm taufte, r i 'bln nach seiner $5 $ °J verüächiiq vor, «• ufeerbem wird er bdi ?■’ ^Rcflectanten i L(r Terichkshos yerurii- 0 ;rL Geldbuße eo. \ L2 Wn Ehrverlust ■ Üus, 6 Jahren Ehrvll eiaefprodjen.’ i in dem Kohlenberzi 3uli gegen 11 Uhr W Meier weiten Schachts fttter, dulch das Zeck: öelegschast der Grubl, Ssmunerchales, großer Auswahl! empfiehlt (3800 ________J. Ch. Retter. Maschinenöl, feinstes, für Nähmaschinen und für technische Zwecke. Bulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in Vi und 2 Pfd. Kisten, sowie in V8, V4 und V2 Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitäten zu Fabrikpreisen. h. Müller, Salichlsäure, chemisch rein, „ Mundwasser, per Flacon 60 Pfg., n Zahnpulver, bestes und angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln a 40 u. 60 Pfg., empfiehlt 3097) L- Müller auf der Mäusburg. Zur Desinsection empfiehlt Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol (3098 L. Müller auf der Mäusburg. Aeilgebotenes. 3768) Ein gutes Zugpferd hat zu verkaufen F- Schirmer, '_______________________Russischer Hof. Zu verkaufen ein vollständiges Billard mit Glasplatte und sechs Gartencandelaber durch den Slfltnten _ , [h. 61733] I. C. D r e l, 3739)______________ Hanau.___________ VeNsedern und Dsunen, Narchent, Zwillch und Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reete Ausführung, bei ________Th. Brück, Kanzleiberg B. 1- Englische Putzmühlen von Garret, zum Fabrikpreis vorräthig bei [ 3370) A. Buch in Hungen. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (881 ______T h. Brück, Kanzleiberg. B 1. Tischdecken, Servietten und Handtücher in vorzüglichem Hausmacherleinen empfiehlt 3804) Aal in Gelee empfiehlt BI. KurtEi, Neustadt. 3802) Die Herbert'sche Besitzung vor dem Neustädtcr Thor, bestehend aus Wohnhaus und Bleiche, ist aus freier Hand zu verkaufen. Reflectirende können sich mit mir benehmen. Franz Senner. ________________C 0 ln 0 t.__________________ [ Dienstag den 18. Julh Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Spediteur A- Lynker dahier 9 Stück Nähmaschinen, zur Fallitmasse des Kaufmanns Jacob ^Schmidt in Düsseldorf gehörend, öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 14. Juli 1876. (3761 In Auftrag: _________M- Pilaer.__________ Dienstag den 18. Juli d. I-, Nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesigem Rathhaus die Hofrarthe des Georg Christian Haubach Flur V230-II9 Meter in der Caplansgasse öffentlich versteigert. Gießen, den 11. Juli 1876. (3696 Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ___________Lüd eking-____________ Dienstag den 1. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Raihhaus die Hofraithe des Lorenz Formhals meistbietend ver- 3747) Erbvertheilungshalber ist ein Pferd (Schimmel), 10, Jahre alt, zu verkaufen bei Daniel Neidet, _____________________Heuchelheim. Patentirtes Gaft-Inlectenpulver zur radikalen Vertilgung von jeglichem Haus-Ungeziefer und dessen Brut. Amtliche Zeugnisse, sowie Gebrauchs - Anweisung stehen zu Diensten. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend (3501 L. Müller auf der Mäusburg. Z -7 HANNOVER KÖLN MÜNCHEN CARLSRUHE STUTTGART s 99 99 2'.. W N 5 I SZ werden. Näheres bei I- Blitz. ein: 3671) €hr. Wallenfels Pf- Rm. 3536) Wallihorstraße A. 239 ist ein oe= räumiges Familien-Logis zu vermiethen. 16 9 16 16 20 16 4 65 60-6» 17—21 17-21 37-42 67-7i 16—11 3699) Eine kleine ruhige Familie suctl für den Monat October eine Wohmmj von 5 Zimmern und Zubehör in freit: sonniger Lage, wo möglich mit Eintritt ü den Garten. Offerten bittet man an die Expedition dieses Blattes zu richten. Zum zweitenmale in diesem Jahre ist unsere Schwesterprovinz Rheinhessen von einem entsetzlichen Unglück heimgesucht worden. Durch einen am 22. Juni bei Ludwigshöhe erfolgten Dammbruch haben die Fluthen des Rheins ganze Gemarkungen unter Waffer gesetzt und die Ernte vollständig vernichtet. Bezugnehmend auf den nachstehenden Hülferus wenden sich die Unterzeichneten vertrauensvoll an idre Mitbürger mit der Bitte, die zur Einzeichnung von Beiträgen in Umlauf gesetzte Liste nicht unberücksichtigt vorübergehen zu lassen. Gießen, den 10. Juli 1876. v. Röder. A. Bramm. L. Bücking. Dr. Seel, Pfarrer. Or. Oncken. Hirschhorn. Haberkorn. Lyncker. 3795) Ein Laden in guter Geschäftslage wird zu miethen gesucht. Offerten nimmt die Exped. d. Bltts. unter S. 20 entgegen. r - ■ Zu Hom! Kd)) »et. Darmsta! Derrrriethungen. 3775) Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sofort bezogen Billard von Dorfelder in Mainz. O'iiiil Wenzel Cafe Wenzel Ueichknssnd-BahnhoMraße. Hiermit zur Nachricht, daß ich mein neu gerichtetes Bille an Menschenfreunde. Von einem schweren Unglück wurden die Gemeinden Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum und Gimbsheim am 22. Juni durch den bei Ludwigshöhe erfolgten Dammbruch heimgesucht. Der größte Theil dieser Gemarkungen steht heute noch 6—8 Fuß hoch unter Wasser. Von Dienheim und Oppenheim sind fast alle Frucht- und Kartoffelfelder, sowie Weingärten überschwemmt oder von Grundwasser durchzogen. Da in den Niederungen meist die weniger Bemittelten begütert sind, so ist die Noth um so größer. Noch sind die Bestellungskosten der großenteils zum zweitenmale bepflanzten Aecker, die im Frühjahr schon vielen Schaden gelitten, nicht bezahlt, und schon ist die ganze Ernte vernichtet, von der die Schulden getilgt und die Winterbedürfnisse bestritten werden sollten. Die Verdienste der Arbeiter sind in manchen der genannten Gemeinden durch die Verkehrsstockungen geringer. Daher sind viele Familien in einer verzweifelten Lage. Darum richten wir an Alle, denen die Noth ihrer Mitmenschen zu Herzen geht, die dringende Bitte, von ihrem Ueberflusse zur Linderung dieses unberechenbaren Elendes an einen der Unterzeichneten eine Liebesgabe beizusteuern. Oppenheim rc. rc., den 26. Juni 1876. Balzhäuser, Fabrikant, Beny Jacob L, Oßwald, Bürgermeister, Rehn, Gemeinde-Einnehmer, Weitzel, Pfarrer, von Gimbsheim. Blatz, Weinhändler, Keller, Pfarrer, Küstner, Wilhelin, Malzfabrikant, Schuppert, Bürgermeister, von Guntersblum. Becker Fr., Bürgermeister, Gräf Joh., Gemeinderath, Schaad Ad., Beigeordneter, von Ludwigshöhe. Diehl, Pfarrer, Starck, Bürgermeister, von Dienheim. Egly, Bürgermeister, Herrmann, Pfarrer, Koch, Fabrikant, Müller, Pfarrer, Danksagung. Allen Denjenigen, die unseren unvergeßlichen Gatten und Vater Georg liiaekstulil 311 seiner letzten Ruhestätte begleitet haben, unseren innigsten Dank. , (3792 Die trauernden Hinterbliebenen. Neueste Erfindung. Meine electro-galvanischen Ketten gewähren die einzige, schnellste und sichrrill Heilung von Gicht, Rheumatismus, Epilepsie, Krämpfen, Lähmung, nervösem Kovi- und Zahn chmerz, rheumatischer Augenentzündung und allen nervösen Krankheiten sowie Erleichterung des Zahnens bei Kindern. n Die Ketten, nur Nachts zu tragen, wirken wohlthuend und verschaffen in kürzester Zeit Linderung, manchmal augenblicklich, und haben eine zehnmal arößere Mir- ^ic größten Aerzte und Naturforscher fpncfrn NW lobend und empfehlend über den außerordentlrchen Erfolg der galvani'cben Kett-n aus. Man wende sich vertrauensvoll unter Angabe des Leidens an A. U Kraeliin*» in Dresden, Holbeinstraße Nr. 4. — Pro'pccte gratis und franco. — Wni! i der Ketten mit Gebrauchsanweisung 10 Mark, 6 Mark und 3 Mark. (375? । Pistolen, doppelte • • • Pistolen....... Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke . . . do. in i/r . Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Dollars in Gold . . . Damstad Erläge der Regit 6i|)italien der hi v^anWalichen 9,176,777 p. A ^uheimer und 5 |i: das zweite E vcgieicht man 5 Z)'aimWefel'Bai 7,7115,000 fl., ( Magen disponil e-qibt sich Ende W215 fl, fih - Es n>ar oora buch den Staat t he ter fragliche! Eo ist denn rrMocht morden d'i Elaatsstroßen Tchm Antrag str die Rentabili Berlin, : Vilich vor einio ob l^len durchweg < nsJie „Post" hi Mty genorni "JW welch. Dich ,, ,^8'» EW '9“"9 Mi , ble Malta H, " 1 Smgneter,, h , "Striin, P'“* GriVa r,n MitutSfj LZr ihrer R ÄS ü ft ti 'M "nd «Xi h""fort*1 h'Ä SA“* , iöetfiH 10 b 4‘) des & ' 3803) Privatstunden in alten und neuen Sprachen, sowie in Mathematik, werden ertheilt. Näheres in der Exp- d. Bl. 3801) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau, welche mich böswillig verlassen, auf meinen Namen irgend etwas zu borgen, da ich für Nichts hafte. I. Groh. Cafe-Reslauranl eröffnet habe. Verschiedene Biere, qanz vorzügliche alte und neue Weim. 3766) Eine Familienwohnung von 4 Zimmern nebst Zubehör zu miethen gesucht. Offerten erbitte an die Exped. d. Blattes. Gewerbebank. 3784) Erwiderung auf das Circular vom 16. Mai ist bst mir gratis zu haben. Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 645, 12, 443, 95. (2o4V Siegen 6" 12. W etzlor 645 , 84v, 955, 12 443, ,, 9 -inh iucht für seine freien Stunde! IIUlliU Beschäftigung in einfache: Buchführung oder sonstigen Schre" b er ei en. Nah, bei d. Exped. d. Bl- (349> Geld-Cours. Vermischte Anzeigen. 3783) Suche für täglich 2 bis 3 Stunden gegen entsprechenden Lohn eine brave Monatsfrau. Frau Poftsecretär Mittler, _________________Grünbergerstroße. , 3779) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Arbeit in der Lampenfabrik von Kauffmann & C0., __Alicenstraße._______ ” 37/8) Eure silberne Brille mit Futteral ist verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe bei Schreiner Tränkner I. abzugeben.____________ 3762j Eine kinderlose Familie sucht pro 1. September ein ruhig gelegenes, kleines Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und allen Zugehörigkeiten, womöglich mit Eartenantheil. Anträge mit Preisangabe beliebe man unter J. H. bei der Exped. d. Bltts. zu hinterlegen. 3567) Ein Schüler kann Kost und Logis erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts- Wichtig für Walcherelen! 3794) Das Verfahren, alte Wäsche, Krügen, Manschetten und Hemden wieder wie neu herzustellen, kann gründlich erlernt werden; es werden auch die nöthigen Maschinen dazu geliefert. Näheres bei Gg. Uhrig, Elisabethen, straße 46, Darm st a d t. 3758) Vergangene Nacht wurde vom Bahnhof bis auf die Alicenstraße ein Paqull, enthaltend 1 Hemd, mehrere Bilder, mr loren; gegen Belohnung in der Exped. b Bltts. abzuaeben.________________________ 3446) Aus der Backsteinfabrik vm S. Katzenstein dahier (früher G« chenberg) können von jetzt ab Russen steine abgefahren werden. Abfuhrscbeine können bei Herrn Thoi- schreiber Roloff am Wallthor n Empfang genommen werden.______ Dr.Kirchhosser,Straßburg,Ech befaßt sich speciell mit Behandlung der Hartblasen und Geschlechtskrankheiten. (Betti> Pullut., Jmpot. rc.) (803 sH 200^ 3767) Ein Schreiner gesucht von A. Hoß.^ Müller, Schulinspector, Rechel, Dirigent, Schmidt, Gr. Kreisrath, Weil, Obereinnehmer, von Oppenheim. Lotheißen, Gr. Kreisrath, Dr. Schröder, Landtagsabgeordneter, von Worms. _________________________ Verantwortliche Redaction A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'ichen Univ.-Druckerel (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. /ranfifurter pferöemnrfit 3122) am 21., 22. und 23. August 1876. [H. 61200] Verloofung am 23. August von 61 der schönsten Reit- und Wagenpferde, 10 vollständigen vier-, zwei-, und einspännigen Equipagen nebst completten Geschirren, sowie sonstigen Reit- und Fahrrequisiten im Werthe von ca. 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