lrAw I /9(ntur " und I *« ®"Ä >"nqen find n|:, ^ufmerksa^. ''»ettablenL M. Offetta Mo. 65. Freitag, den 17. März «87«. Kießener MHiger AMP- und AmiÄlatt fit den Kreis Gießen, Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. (Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark S0 Pf. erwehr. Die Reconstruction in den Südstaaten hat dem Präsidenten Grant ein besonderes großes Beamtenheer nothwendig gemacht und, wie wir eben ausgeführt, die Schamlosigkeit bei Besetzung dieser Stellen, die Bevorzugung von Verwandten und sonstigen Creaturen des obersten Beamten der Vereinigten Staaten überstieg alles bisher Dagewesene. Verwaltung und Justiz haben sich Jahre lang vortrefflich verstanden und einander in die Hände gearbeitet. Der gesunde Sinn des amerikanischen Volkes ist nunmehr in seinen Vertretern in Washington erwacht, das Repräsentantenhaus har die Monstre-Untersuchung in die Hand genommen und wird sie hoffentlich im Geiste der edlen Gründer der Union, der Washingtons und Jefferson's durchführen. Ulyffes S- Grant aber muß in Folge der neuesten Vorgänge, sobald sein Präsidentschaftstermin um ist, beschämt und compromittirt das Weiße Haus verlaßen. Der Traum von der dritten Präsidentschaft — vielleicht hat sein republikanischer Geist sogar einen kühnen ging nach der Kaiserkrone genommen, — der schöne Traum tst vorbei. — Erwachen mit moralischem Katzenjammer ist das Ende des berühmten Generals als Staatsmann. \ erwünscht, Die ek ere um ihren Beü) Haus gebracht. |orstaiHL__ l's AMu. Ibr. •i Herrn ® A ikfurt a. ji. fest -fdjen Lokale. br. , M cn 25 W Die Korruption in den Vereinigten Staaten. Das Repräsentantenhaus in Washington ist jetzt an einer furchtbar un- saubern Arbeit, die schmutzige Wäsche der Grant'schen Administration wird vor den Augen der ganzen Welt gewaschen; das Repräsentantenhaus hat etwa ein Dutzend Criminalausschüsie niedergesetzt, welche sich mit Betrügereien und Un- terschleisen, verübt von Beamten der Vereinigten Staaten, zu befassen haben. So ist am Sonnabend vor acht Tagen der wohl noch nicht dagewesene Fall vorgekommen, daß zehn verschiedene Commissionen an ein und demselben Tage mit dieser schmutzigen Materie beschäftigt waren. Die Corruption der Grant'» scheu Verwaltung, die Verderbniß innerhalb der Reihen der republikanischen Parteien ist ja schon seit Jahren weltbekannt. Während aber bis zur jüngsten Zeit meistentheils nur kleine republikanische Diebe an den moralischen Galgen kamen, werden nunmehr auch vornehme Diebe zur Rechenschaft gezogen, wenigstens ist der Versuch zu einem energischen Vorgeben auch gegen die dem Präsidenten am nächsten stehenden Kreise unverkennbar. Gegen General Schenck, den bisherigen Gesandten der Vereinigten Staaten in London wird der Proceß eingeleitet, sobald er amerikanischen Boden betreten hat. Der allerdings von den Geschworenen freigesprochene General Babcock ist durchaus noch nicht über alle Berge, da das Repräsentantenhaus sein Justiz-Comit6 beauftragt hat, zu ermitteln, ob ein Regierungs-Beamter oder irgend eine andere Person durch Bestechungen oder sonstige unerlaubte Mittel versucht hat, die Justiz in den Gerichtshöfen des Districts Columbia zu schädigen. Der General-Staatsanwalt ist nämlich durch die Presse beschuldigt worden, die von Seiten der Regierung abgegebenen Aussagen den Anwälten Babcock's mitgetheilt und versucht zu haben, sich ungebührlich in den wider den General eingeleiteten gerichtlichen Proceß zu mischen. Das Mariue-Comit6 des Repräsentantenhauses hat gegen den Marine-Secretär eine Untersuchung begonnen wegen angeblicher Betrügereien, welche auf den Schiffswerften von Philadelphia und Long-Jsland vorgekommen sein sollen. Derselbe Marine-Secretär ist vom Präsidenten zum stellvertretenden Kriegs -Secretär ernannt; bekanntlich wurde vor Kurzem der Kriegs - Secretär Babcock seines Amtes entsetzt, der Mitwiffenschaft an den betrügerischen Manipulationen angeschuldigt, welche die Frau Secretär mit Herrn Marsh von New-Iork betrieben hatte. Herr Marsh zahlte nämlich an die Frau des Mr. Belknap eine jährliche Rente dafür, daß ihm dieselbe behülflich zur Erlangung verschiedener Armeelieferungen gewesen war. Die Einleitung der Untersuchung gegen Mr. Belknap wurde mit großem Geräusch und Applomb in Scene gesetzt, doch der hinkende Bote kam bald nach, der seiner Functionen enthobene Kriegs-Secretär wurde unter eine mäßig hohe Caution gestellt. Nun ist derselbe zwar nicht selbst verschwunden, dagegen hat der Hauptbelastungszeuge, eben jener Mr. Marsh von New-Aork, den Boden der Vereinigten Staaten zu heiß befunden und soll sich gegenwärtig in Montreal (Canada) aushalten. Unter dem 9. März hat das Repräsentantenhaus zu Washington nach Anhörung des Berichts seines betr. Ausschusses aus Mangel an Zeugen es für unmöglich erklärt, gegen den ehemaligen Kriegs-Secretär Belknap die Staatsanklage zu beantragen; gleichzeitig, vielleicht damit im Zusammenhänge stehend, nahm das Haus einen Gesetz Entwurf an, welcher den Zeugen betreffs ihrer Aussagen Schutz zu gewähren und sie im Falle der Flucht zu bestrafen bestimmt ist. Alle diese scaudalösen Enthüllungen liefern den Beweis, daß in Washington kein Mangel an den vornehmsten Dieben ist, Minister und der General-Staatsanwalt sind schwer compromittirt. Und der Präsident der Vereinigten Staaten? Kann derselbe sagen, „ich bin der einzige ehrliche Beamte in den Vereinigten Staaten?" Es ist notorisch, daß Mr. Grant noch keine Pferde gestohlen hat. Schon seit Beginn des zweiten Präsidentschaftstermins hat Mr. Grant es nicht mehr für nöthig erachtet, bei Vergebung der Stellen die genommenen Rücksichten auf seine zahlreiche Verwandtschaft zu verheimlichen. Die Zeitungen haben sich oft die Mühe genommen, spaltenweise die Ernennungen zusam- menzustellen, die nur dem Grant'schen Nepotismus ihren Ursprung verdankten. Ulysses S. Grant war im Jahre 1868, als seine erste Candidatur auftauchte, der gefeiertste Mann in den Vereinigten Staaten, der biedere Soldat und vor allen Dingen der Wiederhersteller der durch die Rebellion zerrissenen Union. Und heute? Ein von der eigenen Partei in vielen Stücken anerkannt schuldiger Mann, von der Gegenpartei gehaßt, als ein unberufener Prätendent für einen dritten Präsidentschaftstermin. Es kann nicht geläugnet werden, daß die politischen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten leicht zur Corruption verführen, daß sie auch einer längeren Dauer derselben Vorschub leisten. In einer idealen Republik ist die Wählbarkeit aller Beamten, sowohl der Verwaltungs- als auch der Justizbeamten ein gutes Ding. Wie die Dinge in der großen Republik jenseits des Oceans aber in Wirklichkeit liegen, ist der Mange! an jeder intellectuellen und sittlichen Schulung für die Beamtenlaufbahn sehr verderblich. Bei jedem Regierungs- wechskl wird mit dem ganzen Beamtenpersonal aufgeräumt und die freigeworbenen Stellen als gute Beute an die Agitatoren der siegreichen Partei vertheilt., Deutschland. Berlin, 13. März. Vier prachtvoll gearbeitete Kanonen sind dieser Tage aus Esten als Geschenk des Herrn Krupp für den Kaiser hier eingetroffen. Dieselben werden gegenwärtig auf dem Vestibül links vom Hauptportal im königlichen Schloß ausgepackt und aufgestellt. Die Ausführung dieser Kanonen ist, wie gesagt, eine prächtige. Die Lafetten sind aus Mahagoni- und Palisanderholz gefertigt, die Beschläge vergoldet. Berlin, 13. März. Die heute früh durch die „Köln. Ztg." hier bekannt gewordene Nachricht von der Gefangennahme des Insurgenten > Cbefs Ljubobratic auf österreichischem Boden hat Aufsehen gemacht und gezeigt, daß es Oesterreich mit der Behinderung des Aufstandes von seinen Grenzen auS Ernst ist. Haben es die österreichischen Behörden früher vielleicht an der nöthigen Energie in dieser Beziehung fehlen lasten, so ist nicht zu übersehen, daß damals die Türkei noch nicht die erforderlichen Concessionen gemacht hatte und eine ernstliche Pacification daher unmöglich war. Die Verhaftung des genannten Führers erinnert übrigens an die des Fanarioten Ppsilanti Anfangs der zwanziger Jahre, der auch im Oesterreichischen gefangen wurde. Berlin, 14. März. Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute nach einer vierstündigen, vom Centrum veranlaßten Debatte die ersten fünf Titel des Capitels 124 des Cultus - Etats. Die Fortsetzung der Berathung erfolgt morgen. Vorher findet die Behandlung der Interpellation in Betreff des Bergrutsches in Caub statt. Neu eingegangen sind der Gesetz-Entwurf über die Provinz Berlin und über die Erhöhung der Notariats-Gebühren im Bezirke des Appellationsgerichts Köln. Berlin, 14. März. Dem „Reichs-Anz." zufolge haben heute die Con- ferenzen des Justiz-Ministers mit verschiedenen Justiz-Beamten, welche zu gleichem Zwecke bereits im Juni vorigen Jahres hierher eingeladen waren, über die Beschlüsse der Neichs-Justiz-Commissiou zum Gerichtsverfassungs-Gesetze und zur Strafproceß-Ordnung begonnen. Oesterreich. Wien, 13. März. Bei Beginn der heutigen Sitzung des dalmatinischen Landtages verlas Abgeordneter Monti ein Schriftstück, worin erklärt wird, daß, nachdem Präsident Ljubissa sich von dem Vorwurfe, bei Vergebung der Dalmatiner Bahnen ohne Gegenleistung eine Summe Geld empfangen zu haben, nicht gereinigt, der Redner und seine Gesinnungsgenossen an den Sitzungen des Landtages überhaupt nicht Theil nehmen werden, so lange sie nicht von dem Vice-Präsidenten oder einem andern von der Krone neu zu ernennenden Präsidenten berufen werden. Obwohl der Präsident auf Grund der Geschäftsordnung die Verlesung obiger Erklärung verbot und Monti das Wort entzog, so setzte dieser doch, wenn auch unter großem Lärm, die Verlesung fort, so daß schließlich der Präsident die Sitzung für geschloffen erklärte. Wien. Feldzeugmeister Rodich soll nach Wien berichtet haben, es vermöchten weder Zureden, noch die Zusicherung von Geldbeträgen die Flüchtlinge zur Heimreise zu bewegen. Einige Häuptlinge bitten um österreichische Militär- escorte zur Abwehr von Gewaltthaten Seitens der Türken. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt, wohl aber werden neue Geldsendungen abgeschickt. Im Ganzen sind bisher 1,050,000 fl. für die Flüchtlinge aufgewendet worden. Irankreich. P«ris, 14. März. Aus Pera wird der „Agence Havas" gemeldet: Muktar Pascha wird an der Grenze mit General Rodich zusammentreffen, um mit diesem geeignete Maßregeln zur Beruhigung der infurgirten Provinzen zu erörtern. Versailles, 14. März. Kammer der Deputirten, Nachmittags 4 Uhr 35 Min. In der Kammer und im Senate wurde heute eine Erklärung des rr< l° *' . tcjlfil" Lettie . ?ant y* mttoe Smladmg ! ähnqm Stiftung«^ xonittag den I (Wst-ma-m M 0kt. Sil! ich Zhi», 1 Mr flebtffcrt unb ,, , ?l0t »uftrag). 6mn ,'Ultont febmonn. 3°bre litt ick an brfr Kofc nid gejuchter HD iar.b. Nachdem ick « >r vr. WhiteS AiW le, so trbielt ich gleich bi Nm Mirs meine pntri .wie vorher unb fai n II IM nicht genug emyscher b. Salbt, 22. Mär) M !nz. Die Rheinüberschwemmung. Bericht eines Augenzeugen. Darmstadt, 13. März. Die Wassersnoth unserer Nachbarorte bewegt alle Gemüther und täglich bringen die Bahnzüge Viele in die bedrängten Rheinstädte, um sich durch eigenen Augenschein ein Bild von dem Stand der Dinge zu machen. Diesem Zuge um eigene Ueberzeugung folgte auch Ihr hiesiger Korrespondent, indem er die Orte Mainz und Stockstadt gestern besuchte. Auf der Fahrt von hier nach Mainz bietet zunächst die Gegend vor Nauheim das Bild eines mächtigen Sees mit ansehnlichen Wellen, die sich an dem Eisenbahndamm brechen. Soweit das Auge rechts und links reicht: Alles ein Meer! Doch bald wird das Wasser wieder sichtbar seichter, höher liegende Aecker und kleine Baumbestände strecken ihre dunkeln Arme in den See hinein, es kommen größere Inseln zum Vorschein, noch einige lange Seezungen bespülen weithin das Feld, das nach und nach, wenn auch hier und da noch mit einzelnen Tümpeln besät, als fester Boden zum Vorschein kommt, um in der Gegend von Bischofsheim ab wieder mit Seegebilden in raschen Wechsel zu treten. Weithin rollen da schon die gelben Nheinwellen, der Holzlagerplatz steht unter Wasser, das die dortigen schwarzen Bretterbauten sichtbar hin- und herbewegt. Auf dem erhöhten und trocknen Bahngeleise bringt uns der Dampfzug nach Mainz. Der dortige Darmstädter Bahnhof ist nicht, wie vielfach irrig gemeldet wird, vom Rhein überspült, denn bis dahin fehlt noch viel! sondern ist vollständig trocken. Aber nur wenig Schritte und unfern Augen entrollt sich ein anderes Bild: Rechts der gewaltige Strom, der mit seinen mächtigen Wogen eben die obersten Stufen der dortigen Steintreppen bespült und in seiner Flut anonyme sichtbare Gegenstände wälzt, von denen Niemand weiß, was sie sind, woher sie kommen und wohin sie gehen! Links der Eingang zur Stadt: der alte Holzthurm mit seinem Durchlaß zur Holzzaffe, geradeaus die Rheinstraße! Doch eines nach dem Andern. Altgewohnte Holzgasie, welchen Anblick bietest Du heute dar? An die Stelle der Fahrbahn, der Trottoirs ist ein stehender Bach getreten, der seine kräuselnden Ringe mit dem schaumigen Inhalt der Kellergeschosse der Häuser mischt. Die Kellerläden sind nicht zu; zu was auch, denn die Erdgeschosie dieser Häuser waren vielleicht eher gefüllt, als das aus dem Rheine durch das Erdreich zurückcretende Wasser zwischen dem Pflaster durchdringend die Straße in einen See verwandelte. Links ist aus Balkenwerk mit überlegten Brettern ein schmaler Steg für die Passanten constrnirt. Ein Hinabfallen von Personen, sogar vorkommende Arm- und Beinbrüche flößen uns die Ueberzeugung ein, daß dieses Machwerk bester sein könnte und Mainz eben — nicht stolz aus diese Erfindung zu sein braucht. Die Mitte der Straße hat ihren Charakter als Fahrbahn behauptet — denn man fährt noch immer dort, freilich theils mit Nachen, aber auch mit sonstigem Fuhrwerk, namentlich mit Droschken, wobei die Pferde bis an den Leib im Wasser gehen und der Droschkenkasten eben noch grade die Oberfläche des Wassers berührt. Nimmt der Wasserstand zu, muß diese Art Pastagier-Beförderung aufhören. D>e Gaslaternen brennen auch bei Tage, natürlich nicht zum Schutz gegen das Hinabfallen in's Wasser, da dies auch ohne Gaslicht geschehen kann, sondern weil der Laternenwärter eben nicht gut herbei kann. Das ist das Bild der Holzgasse und diese Beschreibung neuen Ministeriums über die von ihm einzuhaltende Politik verlesen. Letztere ist nach dieser Erklärung eine sehr republikanische und Mei conservative. Die Erklärung sagt : Die Republik ist mehr als jede andere Regierungsform gehalten sich aus die heiligen Gesetze der Religion, der Moral, der Familie und des Eigenthums zu stützen. Die Regierung werde kriegerische Abenteuer vermeiden ; die Beziehungen der Republik nach Außen feien gute und die Regierung hoffe auf gute Resultate von den Bemühungen zur Beruhigung im Orient; sie ist erfreut über die Beendigung des Bürgerkrieges in Spanien; sie kündigt die Vorlage von Gesetzen an, betr. die Zusammensetzung der Municipal-Behörden und die Modification des Gesetzes über den höheren Unterricht. Zwar steht die Regierung Schwierigkeiten voraus, allein sie hofft, daß dieselben überwunden durch das Vertrauen der Kammern, durch den gemeinsamen leidenschaftlichen Wunsch, Frankreich durch Ordnung, Freiheit und Frieden wieder aufzurichten. Italien. Rom, 14. März. In parlamentarischen Kreisen wird angenommen, daß der Vertrag über Ankauf der lombardischen Bahnen trotz der steigenden Opposition gegen einen allgemeinen staatlichen Betrieb der Eisenbahnen doch schließlich die Majorität finden werde. Türkei. Cairo, 14. März. Der Khedive empfing heute auf dem Bahnhof den Großfürsten Alexis von Rußland. Amerika. New-Uork, 13. März. Der Union League Club, der bedeutendste republikanische Verband der Stadt, hat auf einer Versammlung Resolutionen gefaßt, in denen eine Untersuchung aller Zweige des Staatsdienstes verlangt wird. Dieselben enthalten zugleich eine Erklärung gegen die Leitung der Partei durch Personen, welche Staatsämter bekleiden, und eine Aufforderung. einen solchen Candivaten für die Präsidentschaft aufzustellen, der mit den Jrrthümern und Mißbräuchen, die das Land in Schande gebracht haben, weder direct noch indirect etwas zu thun hat- Washington, 12. März. Die Untersuchung gegen den weiland Kriegs-Minister General Belknap stößt aus große Schwierigkeiten. Nach dem Berichte, den der Bezirksanwalt Wells letzt dem General-Staatsanwalt erstattet hat, läßt sich die Anklage ohne das Zeugniß des entflohenen Marsh nicht erheben. Jrn Repräsentantenhause tobte vorgestern wieder ein langer und unerquicklicher Streit über die Frage, wer die Verantwortlichkeit dafür zu tragen habe, daß dem unentbehrlichen Zeugen, der zugleich Mitschuldiger ist, die Möglichkeit gegeben wurde, aus Washington und dem Bundesgebiete zu entkommen. Der neue Kriegs-Minister Taft hat sein Amt schon angetreten. — In Folge der Nachrichten von der mexikanischen Grenze hat die Regierung dem Militär-Commandanten in Texas Befehl ertheilt, alle revolutionären Bewegungen auf dem dieffeitigen User des Ri^ Grande, militärische Expeditio nen zur Unterstützung der Empörer und Neutralitäts-Verletzungen zu verhindern, sowie alle aus Mexiko herüberkommenden Bewaffneten zu verhaften, zu entwaffnen und zu interniren.. paßt auf alle anderen folgenden Querstraßen. In die Wirthschasten und Läden ind Bretter und Balkenwerk gelegt, so daß mm seinen Schoppen bei Horn z. B. nur nach Passiren einer Holzstiege trinken kann, die des Abmds durch eine Pechfackel beleuchtet wird. Gehen wir die Rheinstraße hinab und bald bietet sich unfern Augen ein andres Bild dar. Die Rheinstraße vertieft sich und an der Strecke, die links die Firma Hänlein und rechts die Güterspedition der Naffauer Bahnen zeigt, fängt der Rhein an, über seine Ufer hinaus seine graugelben Wellen zu spülen. Wir treten der Dampfbootstation "hinaus: an der Lagerhausfronte ihrer ganzen Länge nach brechen sich die Wogen! Eine dortige Gartenrestauration zeigt nur noch die Platten der feststehenden Naturtische. Ein Eisenbahnsignal richtet unsre Blicke abwärts, der Binger Zug kommt — aber nicht mit Sturmesgewalt, sondern langsam und bedächtig, Schritt für Schritt — denn er geht bis an die Räderaxen im Wasser und das Rauschen der daran brechenden Wogen ahmt das Schnauben seiner Schwester, des Dampfschiffs, nach. So bieten sich dem erstaunten Blick der wechselvollen Bilder mancherlei. Doch wir vermögen nicht dabei zu verharren, die Zeit drängt zur Rückkehr, um auch Stockstadt einen Besuch abstatten zu können. Es ist Sonntag Nachmittag und der Zug. der 2 Uhr 56 M. von Darmstadt nach Stockstadt gehen soll, steht bereit. Es ertönt das Signal und die Warteiäle ergießen einen schwarzen Strom von Menschen, die der niederfallende Regen an ihrer vorhabenden Tour nicht abzuhalten vermag Wohin, wohin! Nach Erfelden, Stockstadt, Gernsheim; Alle wollen das Waffer sehen! Es muffen 2 Wagen noch emrangirt werden und fort geht's der Rheinebene zu. Kaum hinter Griesheim belehren uns lang hinziehende Silberstreifen in Furchen stehenden Waffers, daß Felder und Wiesen bis an die Oberfläche mit Wasser gesättigt sind. Bei Wolfökehlen zeigen bachähnliche Vorboten, daß sich die Ebene merklich nach dem Rheine zu neigt, bald kommen kleine Seen rechts und links, wieder einige höher liegende Aecker und das Bild der Niederung kehrt wieder und wieder, wohin der Blick streift: Waffer und wieder Wasser! Ein tief grollendes Rauschen macht sich dann und wann bemerkbar, wir kommen nach Stockstadt an's Ufer des mächtigen Rheinstroms! Kaum in den Ort eingetreten, sehen wir, daß sich die rechts hinführende Hauptstraße in einen stehenden Bach verwandelt hat und zwar auf eine unabsehbare Länge. Aber auch hier ist für eine Passage gesorgt, wenn auch für keine kunstsinnige, so doch für eine naturwüchsige! Es sind eben Weiden- und sonstige Reisigbündel einfach in die Straßen gelegt und über diese je 3 oder 2 Bretter gefügt. Wo diese Bündel auf festem Boden noch liegen, hat Alles noch gute Wege. Das steigende Waffer hat diese Anstalt aber zu einer schwimmenden Batterie verwandelt und vor dieser stehen jetzt circa 200 eben mit der Bahn gekommene Schaulustige, um die Wanderung auf der Hühnersteige anzutreten. Also vorwärts! Eins, zwei, drei machen den Anfang und im Gänsemarsch bewegt sich der Zug. Alle 3 Schritte ein Manu, denn wenn 2 oder 3 auf einem Brett etwa zusarnmeukommen, beginnt sich die Stiege zu neigen und das Waffer fangt an, an den Stiefelschasten in die Höhe zu steigen, indem im Untergehen unsere Füße hoch überspült werden. Also nur Vorwärtsgehen hilft, Rückkehr ist unmöglich wegen der Hunderte von Nachfolgern! Ich sagte soeben: alle 3 Schritte ein Mann, ich muß das verbeffern, denn auch unsre liebe Damenwelt ist hier und da vertreten, auch sie hat sich von dem Drange nach eigner Ueberzeugung verleiten lassen und die gefährliche Wanderung angetreten. Aber bei dem Bau der Stiege hat die Galanterie nicht mitgewirkt, denn auch die Damen theilen das allgemeine Schicksal, wo die schwimmende Stiege sich neigt, gehen die rücksichtslosen Wellen weit über ihre Füßchen und Knöpfstiefelchen hinaus und nur flüchtige Schritte entführen sie größerer Noth. Die eigne Vorsicht gebietet, daß man ständig die Augen auf den schwimmenden Steg gerichtet hält und es tritt eine Täuschung mit immer wachsender Ueberzeugung ein, als befände man sich schwimmend auf rascher Strömung und beginnender Schwindel mahnt, in eine Seitengasse abzuzweigen, die auswärts steigend wieder festen Boden zeigt, oder Schutz in einem hochgelegenen Haus zu suchen. Doch wohin auch, die gefährliche Passage geht soweit Häuser reichen, dann kommt die Aussicht auf geradezu offenes Meer! Rechts und links neugierige Blicke aus den Häusern, und aus manchem mag wohl die Begierde geleuchtet haben, sich an einem Fall in's Waffer zu gau- diren! Und richtig — plumps — ein stangenlanger Passagier hat ein nasses Bad genommen. Rasch einige helfende Arme, noch Einer fällt von feinem Brett, Geschrei und unterdrücktes Gelächter und wieder vorwärts geht's! — Endlich also eine Abzweigung auf festen Boden! Es wird der Kalkofen erfliegen mit seiner Aussicht auf Schmidshausen. Der beginnende Orkan peitscht die gelben Wellen, die die Köpfe der aus der Wasserfläche starrenden Wcidenbäume benetzen. Die Hofgebäude des Guts sind von Waffer bespült, die Insel zeigt noch einzelne hervorragende Dämme, alles Andere ist gelbes Meer! Aus den Fenstern sehen effectiv Ochsenköpfe. Pferde und Rindvieh/ das aus den Stallungen in die Stuben gerettet wurde! Wohin ist der schöne Rehstand, die vielen Hunderte von Fasanen? Wohl alle hat das nasse Element verschlungen. Wir habe* die Natur in ihren Schrecken gesehen und wenden uns dem Heimweg zu. Das war den Nachmittag, und hören wir nachträglich, daß den Abend noch durch Sturmgeläute die ganze Bevölkerung auf den drohenden Damm gerufen wurde. Gott möge es bald zum Bestem wenden! (D. Ztg.s Lokal- Rotiz. Gießen, 16. März. In dem von der Btadtverordneten-Versammlung festgesetzten und bezüglich des Ausschlags von Großh. Ministerium des Innern genehmigten Voranschlag der Stadt Gießen für das Jahr 1876 beziffern sich die Gesammt-Einnahmen auf 614,972 M. 67 Pf. und mit dem in 17,000 M- bestehenden Betriebsfonds erreichen d'e Ausgaben die Höbe der Einnahmen. Die Haupteinllahmeposten in demselben sind: Ueberschuß aus der Rechnung von 1874 51,191 M- 82 Pf., Miethe von Gebäuden 3,789 M- 43 Pf., Pacht von verliehenen Gütern 4,551 M- U Pf., Erlös für ®ral und andere Naturalien 10,572 M- 51 Pf, Ertrag des Stadtwaldes 87,986 M. 4 P', Narktstandgelder 2,500 M-, Octroi 58,448 M-, Schulgelder 42,295 M- 64 Pf., Hundesteuer 1.933 M. 33 Pf., zurückzuempfangende Kapitalien 60,428 M 57 Pf., neu auf zunehmende Kapitalien 131,473 M-, Von verkauften Häusern und Gütern 11,089 M- 45 Pf, und Umlagen 127,656 M. 55 Pf. Die Hauptausgabeposten sind: Landes- und Provinzialsteuecn 2300 DL, Com- munalsieuern 3000 M-, Kapitalzinsen 56,964 M. 67 Pf., für Unterhaltung der geinein- hcitlichen Gebäude 3,065 M., für Unterhaltung der Gemeindeguter 3,857 DL 65 Pt-, für Kosten der Stadtwaldungen einschließlich der Holzhauerlöhne 25,481 M. 53 Pf-, für Kosten der Schulhäuser und Schulen 16,608 M 79 Pf., für Unterhaltung der Straßen, Brücken und Wege 10,630 M 95 Pf., für Reinigung der öffentlichen Plätze 2,569 DL. für Straßenbeleuchtung 10,600 DL, für Wasserleitungen und Brunnen im Ort 5,899 M-, für Feuerlöschanstalten 7,155 DL, für Octroiverwaltung und Rückvergütung 8,461 M- 43 Pf, Unterstützung Hülisbedürftiger 11,402 M- 35 Pf., Einquar- ttrungsgelder 10,400 M-, Beitrag zur Kreiskaste 4,190 M-, Besoldungen 144,520 M 88 Pf., Bureaukosten 2,624 M-, Betriebsfond und indisponibler Ueberschuß 54,332 Dl- ifrfl. 63 $':J M 96,7^ feÄ 1 ; C|1# betr«»' sfi?“ hteten ■St.:* m Äii ü t>d *ew£me * °°° ItlM <«' SS mitt, d°s ««"di 8 -Ammert- - mb bMW Mheüntzhohtt 2 (er ftailUüeJ Höre sind mehr Doch am Exeicn hrüher einmal < «ichnct ebenißC Der Sturm, der !i rn Die Wände, i m eigenen Hause $ heftigen Sluri Künder ist es zu nzc Lerletzungei Staufer liier sind fast a Oberbau, welcher Kn Obstbäumen - Wir en ms wir den Les „Die noch amerika's haben Kessndm Y N Zohannes L -'kabßchtigt eine rnternehmen. F an den MB innerhalb 8 ( ^ Stelle anz «^herzoglichem ^serligung der ®Sl er^Qln' Herzog!. W ____ '-bekam 1876/77 f’i' Mittw,ch tz WkNizs, Dollar. amerikanisch also behalten hier angekommen. Vermischtes ca ÄnsuerKauf (1216 sich bestens H Steinfels, Wallthor Nr. 144. sollen (638 emvfiehlt Emil Fischbach. 78 Pfd. 80 Pfg., zu empfehlen. ä. (636 empfiehlt Kmil Fischbach «W 66 85 1920 6300 5 536,000 442,000 200,000 1,200,000 170,000 125,000 35,000 Catharina - Pflaumen Türkische Zwetschen, Apfelspalten, Birnen, Brünellen, Kirschen, bei 1278) Georg Moog Flügelsgaffe. 1. am Communionopfer für die Armen 2. für den Bisckofsfond (zu ihrer Besoldung) . . . 3. für die kirchliche Administration der Diöcesen . . 4. freiwillige Gaben für das Werk der Mission . . 5. für Heranbildung der Geistlichen...... 6. zum Emeritenfonds für Geistliche 7. für Pfarrwittwen und Waisen Men jetzt circa 200 Wanderung aus bei! so dringend nothwendig gewordene Aufbesserung wahrhaft elender die geringfügige Summe von 400,000 Reichsmark auszuschreiben, einen Hausvater — „Communicanten" dürfen wir ja beim Hinblick genz" unserer großen Städte gar nicht einmal sagen! — 4 Mark, auSgcdrückt 1 Dollar ertrug." Die Nutzanwendung möge sich ein jeder Leser selber macken. Champignons, Trüffeln, Sardines X l’huile, Eingemachte Erbsen, Diverse Saucen, Kronenhummer in Dosen, Dienstag den 21. März, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung des Herrn Director Hartmann im Becker'schen Hause auf der Neuen Anlage nachverzeichnete Möbel öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 sehr bequem eingerichteter Schreibtisch mit Aufsatz, Kleiderschränke, Commode, 1 große Bettstelle, Kinderbettstellen, Tische, Stühle, Spiegel, 1 vierarmtger Kronleuchter , Rouleaux, Vorhangstangen, Bilder, Küchengeräthe und sonstige Gegenstände. (1280 Die Versteigerungsobjecte können am Versteigerungstag, Morgens von 10—12 Uhr eingesehen werden. Gießen, den 16. März 1876. M. Pilger. Das Postdampf- Versteigerungen. Holzversteigerung. Donnerstag den 23. März, Vormittags um V-9 Uhr, kommen im Ruttershäufer Gemeindewald, District Mausberg und Wehrholz, folgende Landwirthschaftliches. Um dem gebrannten Kaffee sein Aroma zu wahren, gibt Professor Liebig den Rath, sogleich nach beendeter Röstung, noch ehe die Bohnen aus dem Röstgeiäße geschüttelt werden, dieselben mit gestoßenem Zucker zu bestreuen. Auf ein Pfund Bohnen genügt 1 Loth Zucker. Derselbe schmilzt sogleich und durch starkes Schütteln und Rühren verbreitet er sich auf alle Bohnen und überzieht sie mit einer dünnen, aber für die Lust undurchdringlichen Schicht von Caramel (gebräuntem Zucker) sie sehen dann glänzend aus, wie mit einem Firniß überzogen und haben fast keinen Geruch mehr, der aber beim Mahlen um so stärker wieder beroortritt. Literarisches. Die im Verlage von Paul Wolfs in Leipzig erscheinende erste Deutsche illustrirte Jagd - Zeitung: ^Der Waidmanri. Blätter für Jäger und Jagdfreunde." Redigirt von Fr von Joernois, erscheint seit dem 1. October 1875 in Folio- Format zu dem billigen Preise von 4 M 50 Ps. halbjährlich. — Aus dem interessanten Inhalt der Nr. 9 erwähnen wir: Das Jagdwesen in Württemberg. (Schluß) — Die königliche Saujagd und der Saufang im königlichen t ohen-Lindenschen Wildparke in Bayern. Von Baron Nolde. — Vereinsnachrichten. — Naturgeschichtliche Beobachtungen: Die Ansiedelung der otis tetrax in Thüringen. Zwei abnorme Nehgkbörne mit Abbild, lieber das Forttragen der jungen Waldschnepfen. Rälhselhafter Wuthausbruch bei einem Pferde. — Mannigsaltigls: Vom Thüringerwalde. Polemik über Thüringische Jagdverhält- niffe Trappenjagden in Ungarn. Aus Amerika. Zum Schluß der Hasenjagd. — Kunstberickt — Brieftasche. — Reichhaltiger Jnseratentheil. — Illustrationen: Aus der Saujagd. Original-Zeichnung von C. Kröner Zwei abnorme Rehgehörne. Zum Schluß der Hasenjagd. Bekanntmachung. Der Bedarf an Brennholz und Braunkohlen für das hiesige Provinzial-Arresthaus pro 1876/77 soll Mittwoch den 22. März 1876, Vormittags 11 Uhr, Im Vorderhause des Arresthauses öffentlich an den Wenigstnehmenden in Accord ge- tben werden, wozu man Steiglustige ein- abet. (1253 Gießen, den 13. März 1876. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D.: Oppermann. Mesondere Mekanntmachungen Aufforderung. Johannes Lang II. von Weitershain, beabsichtigt eine Reise nach Amerika zu unternehmen, Forderungen oder sonstige Snfprüche an denselben sind deßhalb soge- wiß innerhalb 8 Tagen bei der unterzeichneten Stelle anzumelden, als sonst bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen auf Ausfertigung der erforderlichen Reiselegitimation angetragen werden wird. (1275 WeiterShain, am 14. März 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Weitershain. Faulstich.. Holzverkauf. Dienstag den 21. März, Morgens 10 Uhr, in dem Hassenheuscr Jnteressenten- flaben in beschämender Weise hinter diesen 30 ',000 Episcopalisten zurückbleiben. Die Gesammtsumme aller durch freiwillige Beitrage zu deckenden Ausgaben beträgt 18 Millionen Dollar, auf einen Kopf jener Communicanten durchschnittlich.60 Dollar. Wir sollten es offen bekennen: nicht ohne ein Gefühl tiefer Beschämung können wir auf solche Thatsachen und Beweise kirchlichen Lebens und großartiger Opferwilligkeit für die Zwecke der Kirche Hinblicken. Wie sieht's doch unter uns dagegen aus? Jüngst entschloß man sich in einer der kleineren Landeskirchen die erste Kirchensteuer für die ' ' Pfarrbesoldungen also, daß es für auf die „Jntelli- 16 Rmtr. Küferholz,) Rmtr. Buchen- u. Eichen Prugelholz, ,, „ Stockbolz, Stück Wellen Buchen- u. Eichen-Reiser, „ „ Nadel-Reiser, „ Eichen - Stämme von 56—95 Zentimeter Durchmesser und 5—7 Meter Länge, besonders zu Glaser und A* “»**• , | an ißre X* 2 &9en ■ hinter Ars- tn ^enbe» Wajiers, 1 sind. Bei nc mEch nach bem ' Kleber einige höhn und wieder, wohin zollendes Rauschen ölocksiadt an's Ufer h Men wir, baß sich (785 Gg. Will). Wtidtg. " ', $ .. . Staufen berg, 14. März. Von dem am 12 März stattgehabten Orkane da- -.1 machen Den Manz [ fast alle Dächer beschädigt worden, von einem Hause ist sogar der ganze itte ein Mann, dm Oberbau, welcher vor einigen Jahren neu bergeriebtet ist, mit Allem weggerissen, an Bcainnt sich die Stiem den Obstbäumen und in den Waldungen sind die Verheerungen ganz schreckhaft. I — Wir entnehmen der Nr. 10 des Volksblatts für Stadt und Land Folgendes, Uslen iie z WQ^ mir ^en feiern dieses Blattes nicht vorenthalten wollen. ull werden. Also nni I „Die noch nicht ganz 300,000 Communikanten der bischöflichen Kirche Nord- : jiunberte von Rach- j amerika's haben im letzten Jahre für kirchliche Zwecke zusammengesteuert: 6 muß das verbessern, ? " " 1 >' Newy ork, 14. März. (Per transatlantischen Telegraph ) , . schiff des Nordd. Lloyd Weser, Capt. A. Jäger, welches am 26. Februar von Bremen und am 1. März von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohl- ’ffn, auch sie hat sich I -n unb bit gefährliche' • hat bit galantem y eine Schiäsol, wo dir • Mtn weil ’M ihre : Ltzriüe entsühren sie ständig die Augen ans Täuschung mit immei chwimmend ans rasedci s ;eitengaffe abzuzweigen,, Schutz in einem hoch- rlidje P-H-S' i0: trabfju offene« Mm- „d aui tnan^em nwj 1 M W-ff-r I“ 8® MW ootwärt« : Qt!a« pflW “ ianenbeo W-id^« bä“®ir!3i b,‘ »ent e,r^*8 be« üllsiraß. h?.nb Mn»” s*fon"111 ui ys* * f,6 Pf-, zurückzuzahlende Kapitalien 31,142 M. 42 Pf., Ankauf »on Grundstücken «6 994 M. 63 Pf., für Erbauung von Schulbäusern 33,000 M, Erbauung von Straßen und Brücken 96,727 M 45 Pf., Beitrag zu den Kosten des neuen Unioersilätsgebäudes 20982 M. 85 Pf., und Kosten der Parzellenvermcssung 2,500 M. Nack Beilage 1 zum Voranschlag betragen die Gesammtschulden der Stadt 1,423,327 M. 55 Pf., und das Vermögen berechnet sick nach Beilage 2 auf 3,221,628 M 33 Pf. Gießen, 15. März. (Sturmchronik.) In Bonn ist ein Thurm der Münfter- kirche hcruntergestürrt, Fabrik-Schlote, Kamine und Dächer zerstört. — In Coblenz gleichfalls arge Verwüstung an Dächern und Bäumen. — Die Verheerungen in Mainz bieten ein schreckliches Bild. Zwischen Oppenheim und Nierstein - ist tine Allee von 214 der größten Pappeln niedcrgelegt. Jenseits Mainz ist eine ähnliche Allee, zwischen (Saftei unh Biebrich, von 111 Bäumen zerstört. In unserer vom Hock- wafftr zum Thcil überschwemmten prachtvollen Rheinallee tNeustadt) liegen 48 Bäume, auf dem Glacis der Gartcn Fronte 32 starke Stämme, am Friedhof ein Riesen-Baum öon 1 Meter Durchmesser, im Ganzen über l< 0 Stück auf kaum Vz Qua'rat-Stunde iu Boden. Das Häuschen auf dem Turnplatz fegte der Sturm hinweg. Im Dom brückte er eines der großen gemalten Fenster ein und zersplitterte dasselbe. Der Betrieb ber Alzeyer, Wormfer und Binger Eisenbahn war eine Zeit lang durch über den Schienen liegende Bäume gestört. Die Straße von hier nach Hechtsheim (1 Stunde) ist mit Obstbäumen besäet und fast unpassirbar. Aus der Main-Spitze (Gustavs-Burg) würben von dem Sturm einige Häuser eingerisien, und viele Dächer der Klett'schen Fsbrik-Gebäude abgedeckt. — In Fulda bat der Sturm Bäume in großer Anzahl geknickt, eine starke Pappel bat das Wirtbschaftsgebäude ber städtischen Badeanstalt ruiiiirt, das Dach des Sommertheaters ist vollständig abgehoben und auf daneben- liegenbe Felder geschleudert Der Bohrthurm an der Kretzmühle wurde gänzlich zertrümmert. — In Alsfeld stürzte der provisorische Locomotiv-Sckuvpen zusammen und beschädigte mehrere Beamte sowie zwei Locomotlven. — In Kassel sind an bei Wilhelmshöhcr Allee 19 große, an der Frankfurter Chaussee 8 Bäume umgeroorfen, in ber Karls Aue 80 der größten Bäume entwurzelt worden. Vor dem holländischen Thore sind mehrere Dächer vollständig abgehoben und weit fortgetragen worden. Das Dach am Exercier-Haus her neuen Infanterie-Kaserne, welches sich der Slurm schon früher einmal als £ pfer erkoren, ist aufs Neue abgedeckt worden. — Hanau Der zeichnet ebenfalls große Verwüstung. — Von Sprendlingen schreibt man: Der Sturm, der gestern und in der verflossenen Nacht wüthcte, hat großen Schaden verursacht. In den Straßen und Gassen des Orts liegen zahllose Trümmer von her- obgesckleuderten Ziegeln, mit deren Hinwegräumung man heut morgen beschäftigt ist. Am schlimmsten sind Me etwas exponirt stehenden kleineren Häusern im obersten Theil । des Orts (nach St. Johann zu) weggekommen. Dort jtnb fast die Dächer ganz an ;-v i‘w j einigen Häusern abgedeckt. An ber Bahn sind Thelegraphenstangen, die etwas frei 5 imDanpelt Hilt unb I stehen, so gebeugt, daß sie dem Zusammensturz drohen. Es waren unheimliche ©tun- fine Püsiage gesorgt, den, die wir durchlebten. Das Gebrause des Sturmes, das Anschlägen der Läden "üiiue! (5s fiiib efipn an die Wände, das Rasseln der Ziegelscherben auf den Straßen — man fühlte sich -r. <. - im eigenen Hause nicht sicher! Die ältesten Leute erinnern sich nicht, seit 1809 einen ’ ’ 10 u^riDlele t so heftigen Sturm erlebt zu haben. — Doch genug der traurigen Schilderungen. Ein m fODen nod) Heyn, Wunder ist es zu nennen, daß trotzdem feine Menschenleben zu beklagen und sehr werkst Anstalt abei zu nige Verletzungen vorgekommen sind. Schretnerholz geeignet, 254 Stück Nadel-Stangen. Im Mausberg wird mit dem Stamm jolz ber Anfang gemacht. (1276 Ruttershausen, den 14 März 1876. Großh. Bürgermeisterei Nuttershausrn. Klinke!. Hyarinthen, Tulpen, Maiblumen und andere blühende Töpfe zu billigen Preisen, Ball-Bouquets in jeder Größe bei O- Garn, 359) Lindenplatz. 1285) Kleesamen, Grassamen, Gartenwerkzeuge, Dittmarische Baum-u. Rosen- sche^ren bei Emil P i st o r. Wald, Schlag Diekenheege circa 320 Rmtr. Buchenscheid u. Prügel, „ 80 „ Buchenerdstöcke, „ 600 „ Buchenzopfreis versteigert werden: (1274 Klingelhöfe r. 8. für andere wohlthätige Zwecke 850,000 „ Hiernach beträgt die Gesammtsumme der Gaden für wohlthätige kirchliche Zwecke 11,600,000 Dollars x= 50,000,000 Reichsmark! Unsere gelammte deutsch-evangelische Kirche mit ihren Millionen von Communikanten dürfte mit ihren freiwilligen Liebes- , de- ,n Setti^tfiben W ....„„n 2300 ^,5 SW Tatelmandeln, Tafclrosinen, Ital. Haselnüffe, Äpfelstncn, (639 empfiehlt Em i l Fischbach. Madrider Loose. Wer solche, den Verhältnissen entsprechend, noch zu ziemlich hohen Coursen verkaufen will, zu dessen Vermittlung, sowie zum An- und Verkauf von Staatspapieren empfiehlt ZilligkS Brandhol^. 100 Centner ganz klein geschnittenes, trockenes Brennholz, sind franco Waggon Gießen zu 120 Mark zu beziehen durch 1153) N. Kiegel in Lich. 1238) Ein Garten, in der Nähe der Wilhelmsstraße gelegen, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch I. Blitz. AeU'gebotenes. 1258) Circa 10 Ctr. Heu zu ver- kaufen. Seltersweg C. 73.________________ Akchten schwedisch. Punsch empfiehlt 637 __Emil Fischbach. Täglich frische Milch bei Karl Euler, Neustadt. (1257 1252) Ein neuer Bau von Eichenholz und häuslich eingerichtet, ist zum Abbruch zu verkaufen bei Philipp Abel, in Wismar. Holzsortimente zur Versteigerung: 89 Rmtr. Bucken-Scheibholz, Eichen- „ (worunter 1284) Die erwartete Sendung Waldwoll- (oder Kiefernadel-) Watte nebst Oel, hinlänglich bekannt wegen deren vortrefflichen Wirkungen bei Gicht, Rheumatismus , Frostbeulen, Brandwunden , halbseitigen und gänzlichen Lähmungen, Leiden am Rückenmark re., ist eingetroffen bei J. A. Busch Söhne« 1101) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im D a r m st ä d t e r Haus. lllilll lilllllHIhllf—lllMHII 11 'lliill IIMMMMMS» Chocoladen, Gacao - Pulver und Cacao-Maffe der Co. Fraii^aise? London, Paris unb Straßburg der Herren Joh. PH. Wagner & Co. in Mainz, ,, „ Jordan L Timaens in Dresden, „ „ Neugebaur & Lohmann in Emmerick a/R. Ganz besonders erlaube mir eine Block-Choeolade der Co. Fransaise, 1008) Mehrere gebrauchte Tafelklaviere sind billig zu verkaufen in der H. Rudolphffchen. Musikhandlung. Dung-Gyps empfiehlt die Gyps- u. Knochenmühle von August Sclilessinger, 1138) am Balmhof._____________ Rechte italienische Maccaroni, Cxtrafeine Gemüsenudeln, Parmesankäse, empfiehlt (635 Emil Fischbach. mil das zum Kasseler Pferdemarkt sind in der Exped. d. Bl ä 3 Mark zu haben. (1233 Annoncen - Expedition mich wenden. (1139 Christian Frech. 1103) Verantwortliche Redaction: A. Schevdo. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckeret in (Stehen. Reinhold RetzlalF, in Dresden, früher in Guben. Wegk G E.Buxbaum influgsöurg, Fabrik landwirthschalll. Maschinen und Gerathe. empfiehlt ihre rühmlichst bekannten Hand- und Göpel-, Dresch-, Futterfchneid-, Mähe- und Säe-Mafchinen rc. Zu beziehen durch die General-Agentur und Hauptnicderlage von C. I. Forster in Mannheim; tüchtige und solide Agenten wollen flch gefl. an denselben wenden. Zilher-Llub Heute Abend präcis y29 Uhr: UebnngSstunde im Stern. 1279) Unterzeichneter warnt hiermit Jedermann seiner Frau nichts zu borgen, indem er für Nichts haftet. _________Georg M oog, Flügelsgasse. Unte zu machen, bfl kommenstemp steuerpflichtige Auch Form. II. (fi Wir gerne bereit. Die Brauer-Akademie zu Worms a. Rli., besuchteste Braulehranstalt, beginnt ihr nächstes Sommersemester am 1. Mai. — Programme und Auskunft ertheilt gerne Die Direction: __Dr. Schneider. zum Waschen und Faeonniren werden angenommen und bestens besorgt von (1223 Pau l y & Schmidt, Walltbor. 87) Durch Verfügung Großderzogl. Viiiiisteriums des Sun tri vom 6. Mai a. c. sind die Pfandbrieft des unterzeichneleu Boden eredit.ZnÜituts nunmehr auch zur Anlegung von Gemeinde-, Kirche», und Stiftungscapitalien im Großherzogthum Hessen zugelaffen. Wir beehren uns bekannt zu geben, daß wir für die Provinz Oberheffen die: Agentur der Bank für Süddenlschland in Giessen mit dem Verkauf unserer 4J/2 und 4 %'ütn Pfandbriefe beauftraß haben. München, im Juni 1873. Süddeutsche Bodencreditbank. Cassel. Ferner domicilirt in: Frankfurt a. ML, Mainz, Hannover, Cöln, Hamburg. Täglich directe Besorgung von Anzeigen in jammüiche Zeitungen^ Fachschriften etc. Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. Insertionstarise gratis. Fach der Bau- und Möbelschreinerei einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen. — Lager von lackirten Möbeln. (500 Carl Stiickralh, Gartfeld. vr.Kirchhosser,Straßburg, Els., befaßt sich speciell mit Behandlung der Harnblasen und Geschlechtskrankheiten. (Bettn. Pullut., Jmpot. rc.) (803 [H-200-Q Einladung zum Abonnement. Mit Beginn des neuen Quartals laden wir zum Abonnement auf die Darmstädter Zeitung ergebenst ein. _ Die „Darmstädter Zeitung" erscheint täglich in einer doppelten Ausgabe (Sonntags und Montags einmal) und ist zufolge deffen in der Lage allen Ansprüchen an Vollständigkeit, Reichhaltigkeit und Raschheit der Nachrichten in vollem Maße zu genügen- Aus den europäischen Hauptstädten bringt sie Originalcorrespondenzen. Durch politische Tagesübersichten, Leitartikel u. s. w. werden alle wichtigeren Vorkommnisse besprochen. Ueber die Verhandlungen des deutschen Reichstags, des hefi. Landtags und der Lanoesspnode wild auf das rascheste und genaueste referirt, ebenso über die wichtigeren Verhandlungen außerdeutscher Körperschaften. Dte Telegramme können bei dem zweimaligen Erscheinen mit besonderer Raschheit mitgetheilt werden. Die Börsenverhältnisse erfahren in unparteiischen Oü- ginal-Börsenberichten ausführliche Besprechung. Die Resultate der Frankfurter Börse finden noch in dem an demselben Tage erscheinenden Hauptblatt Ausnahme. Insbesondere ist auch die „Darmstädter Zeitung" bemüht, allen Nr ch- richten aus dem Großherzogthum ausgedehnte Beachtung zu schenken. Das Feuilleton enthält Original-Romane und Novellen, Aufsätze wissenschaftlichen, insbesondere historischen, literarischen und künstlerischen, sowie belletristischen Inhalts, Mittheilungen aus der Hessischen Geschichte, Neiseblschrci- bungen, Maunichfaltiges ii. s. f. In allen diesen Beziehungen wird sich bit Zeitung die Berücksichtigung der Ansprüche und Wünsche des lesenden Publikum? angelegen sein lassen. Die interessanten Mittheilungen der Großh. Centralstclle für Landesstatistl sowie der vierteljährlich erscheinende Accefsionskatalog der Großh. Hosbibliothek werden kostenfrei als Beilage ausgegcben. Die „Darmstädter Zeitung" kostet in Darmstadt vierteljährlich 3 Mark 25 Pf., mit Vringerlohn 4 Mark, bei den Postanstalten, incl. des Post-Aufschlags 3 Mark 75 Pf. pro Vierteljahr, excl. Bestellgebühr. Hinsichtlich des Allgemeinen Anzeigers bemerken wir, daß sich derselbk zufolge der sehr starken Auflage, der Verbreitung der „Darmstädter Zeitung" in allen Gemeinden des Großherzogthums und des Umstands, daß sie als Organ für die Bekanntmachungen aller öffentlichen Behörden dient, vorzugsweise für Veröffentlichungen eignet, welche mau zur Kenntniß des ganzen Landes zu bringen wünscht. Die Einrückungs-Gebühren betragen für den Raum der fürf- spaltigen Petitzeile 20 Pfennige, und finden Inserate sowohl in dem ersten wie in dem zweiten Blatte Beförderung. Darmstadt, im März 1876. Erpeditilm der Darmstädter Teilung. Iloröereitimgs=3n(tüut I Für alle Arten Militair-, specielle Finanz- und Geometer-Examina @ gründliche Vorbereitung; außerdem bietet das Institut strebsamen Kauf- ® teilten und Technikern Gelegenheit zur Erwerbung von zweckdienlichen Kenntnissen. — Beginn des Sommersemesters am 1. April. — Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete vom 20. v. M. an in seiner Wohnung — Neue Anlage, C- 32 — täglich entgegen. ß Br. Hübel Darmfi * persönlich -Mainzer Jour ten Kammer ü’ Obgleich gerad wesentlich fein i k>g ju beantwo kehrsverhäitniffe das Land nicht vm'ger das gen ^ordneten, ; B befinden, nn TE folgen dem Wen aber dem MmmtiidKn W), wilche G Wen tonnten, wollen nii 1? ettta Ä bereit, "Win bei $ '^bringen, p, , ou General rZL ‘heitjS