Sonntag, den 17. September 1896 Ito. «W I« Preis vierteljährlich 2 Merk 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich - Mark SG Pf. Karte selbst geschrieben werden, z. B. Gießen, am 15. September 1876. Betreffend: Die Hundswuth. r Vorstand Pistor aus Gießen, Neidete sich, als er die Gefahr, in welcher Thielemann )e tutldie 6^’'. schwebte, bemerkte, rasch vollends aus, sprang in die Lahn und brachte, nach- :r£iu‘^nS: dem er an der Stelle, wo Thielemann untergegangen war, denselben wieder 3^ixXllUPjtf glücklich an die Oberfläche und mit Hülfe anderer ebenfalls herbeigeeilter Per- "‘(rtraHcnWol; |0l1cn an das Ufer. __* 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Ober-Bau-Direction, den Maßstab Erledigt find : die erste Gemeinde-Schulstelle 11. Concurrenzeröffnungen. 7. unferm Wick o itt laülidjc Wllinz an die 71 Pferde: 2. 2. 1. 2. 1. nächtlicher Verkehr etwa 2. Ochsen oder Kühe 2. 2. 2. 2. blatts hat folgenden Inhalt: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 20. Juni l. I. gerieth der Zapfjunge F r i e d r i ch T h i e l e m a n n aus Kirchhain, im Königreich Preußen, beim Baben in der Lahn bei Gießen an eine tiefe Stelle, in welcher er, des Schwimmens unkundig, mehrmals untersank. Der um sich zu baden in einem Badehause in der Nähe befindliche Kaufmann und Secondelieutenant der Reserve im zweiten Großh. Hess. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116, Emil tionsrecht zu dieser Stelle zu. 12. Sterbefälle. Gestorben find: am 2. Februar der Kreisdiener i. P. Julius Wettstetn zu Büdingen; ,gm 17. Juli der Schullehrer i. P. Ernst Ludwig Volk zu Kelsterbach; am 19. Juli der Förster i. P. Johann Nicolaus Habich zu Eberstadt; am 24. Juli der Schullehrer i. P. Ludwig Heinrich Christian Kolb zu Holzhausen; an deins. Tage der Forstwart i. P. Friedrich Heinrich Rinner zu Wixhausen; am 2. August der Landgerichts-Actuar Eduard Amend zu Reinheim; am 7. August der evang. Pfarrer Külp zu Rohrbach; am 11. August der Geheime Obcrbaurath Dr. Breidert zu Darmstadt; am 16. August der General der Infanterie ü la suite, Kriegsminister t. P. und zweiter Inhaber des Großh. 4. Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118 Friedrich von Wachter zu Bensheim. ler Situationsrisse bei Muthungen betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ober-Consistoriums, die Ausführung les Gesetzes vom 8. Januar 1876 über die Klassifikation des Diensteinkommens bti evangelischen Geistlichen betreffend. 4. Verzeichniß der Vorlesungen und Uebungen an der Großherzoglichen polytechnischen Schule zu Darmstadt für das Studienjahr 1876/77. 5. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alsfeld, die Erhebung einer nachträglichen Umlage der israelitischen Religions-Gemeinde Kestrich für 1876 betreffend. 6. Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 22. August dem Mufikdirector Adam im ersten Infanterie- Regiment das silberne Kreuz des Philipps-Ordens, am 26. August dem Generalmajor z. D. von Gründler das Comthurkreuz 2. Elaste des Philipps-Ordens, |u verleihen. 7. Ertheilung von Erfindungspatenten. 8. Dtenstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- znädigst geruht: am 15. August dem Schulverwalter Heinrich Wilhelm aus Nieder-Dieten, im Königreich Preußen, die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Holzhausen, im Kreise Friedberg, dem Schullehrer Jacob Kissinger zu Alsfeld die Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lampertheim, im Kreise Bensheim, dem Schulverwalter Anton Minnich aus Mies-Oppenheim, im Kreise Worms, die Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Oppenheim, zu übertragen; an dems. Tage den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg auf die erledigte Ge- meinde-Schulstelle zu Gronau, im Kreise Bensheim, präsentirten Schullehrer dudwig Schäfer zu Zell, im Kreise Bensheim, für diese Stelle zu bestätigen; m 21. August den Protokollisten urd Kanzlei-Jnspector bet der Staatsschulden- 5cnffdifitt«n»r «chulfireß«, Stt. S. Nr. 18. n graute ich meine gen begründete 0 V und unter!. ns, W.N n, Krebs, «ff® leplie.W« ÄM Gießener Anzeiger Allfkige- Mi Amtsblatt für beu Kreis Gießen. zu, *■ (Illi. 50 i mene vcr» < alt: A int oon 1 ?«rnaul’ gni i UW* welchem ein "Eisenring befestigt war, getöbtet worden, nachdem er in Wittelsberg, Cappel und Gelln'hausen Hunde und auch zwei Menschen gebissen hat. !tl otl ' Wir beauftragen Sie nach dem Eigenthümer des Hundes zu forschen und falls Näheres hierüber sich ergeben sollte, sofort hiervon uns Mittheilung zu machen. Gießen, am 14. September 1876. Betreffend: Die Beobachtung des Verkehrs auf den Vicinalstraßen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoqlichen Bürgermeistereien des Kreises- Bei der Durchsicht der bis jetzt eingesandten Zählkarten sind vielfach dieselben Fehler in der Ausfüllung der Karten beobachtet worden. Zur Vermeidung dieser Fehler bei künftigen Zäblungen machen wir Sie auf folgende bereits bei den mündlichen Belehrungen berührte Punkte nochmals aufmerksam. Für jede Zählstation ist eine Zählkarte auszufüllen, einerlei ob jede Station einen besonderen Zähler hat, oder ob ein Zähler mehrere Stationen versieht, wie z B- vielfach am Kreuzungspunkt zweier Straßen. Für jede Zählstation ist aber auch nur eine Karte auszufüllen und sämmtliche Fuhrwerke, welche passiren, sind in diese Karte aufzunehmen, nicht aber ist für jedes Fuhrwerk eine besondere Karte auszusüllen. , Die Fuhrwerke sind in der Reihenfolge wie sie passiren einzeln zu notiren durch jedesmaligen sofortigen Eintrag der an denselben befindlichen Zugthiere. Wenn also abwechselnd Fuhrwerke mit 1 oder 2 Pferden passiren, so ist in die betreffende Linie beispielsweise einzutragen 2. 2. 1. 1. 2. u. s. w. Ein derartiger Eintrag genügt dann auch und es ist nicht, wie vielfach geschehen ist, nothwendig dazu zu schreiben „1 einspänniger Wagen, 1 zweispänniger Wagen" u. dergl. Sie sollen sich ferner über den nächtlichen Verkehr auf den Straßen gutachtlich äußern. Soweit dies der Raum gestattet, kann eine entsprechende Bemerkung aus die ftnoä)tn, Uieia'it, M flaust. Rothenberger nenweg 193. _ iojt ober ReaW ahme in einer M die QipebJ^ C. Mir: dinmlung total zu Grünberg mit einem Gehalt von 1371 Mk. 43 Pfg.; dem Stadtvorstande zn Grünberg steht Daß Präsentativnsrecht zn dieser Stelle zu; eine Lehrerstelle der Gemeindeschule zu Oppenheim mit einem Gehalt von 1114Mk. 28 Pfg.; dritte Gemeinde-Schulstelle zu Nackenheim mit einem Gehalt von 685 Mk. Pfg.; die erste Gemeinde-Schulstelle zu Raunheim mit einem Gehalt von 857 Mk. 14 Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Hassenroth mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg steht daß Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die Stelle eines Lehrers an der höheren Mädchenschule zu Gießen mit einem Gehalt von 1114 Mk. 29 Pfg., nebst 180 Mk. Wohnungsvergütung; die evang. Pfarrstelle zu Ober-Ingelheim, dotationsmäßiger Gehalt 1860 Mk.; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Klein- Krotzenburg mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die zweite Mädchen- Schulstelle zu Alsfeld mit einem Gehalt von 1286 Mk. (incl. Wohnungsvergütung) ; dem Stadtvorstande zu Alsfeld steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die zweite evang. Pfarrstelle zu Lich mit dem stiftungsmäßigen Ge- halt von 2882 Mk.; dem Herrn Fürsten zu Solms-Lich steht das Präsenta- Darmstadt, 14. Septbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: den 2. September den Secretär i. P. bei dem früheren Ldministrativ-Justiz- und Lehnhof Regierungsrath Edmund Freiherrn Gedult von Jungenfeld, auf sein Nachsuchcn von den Stellen eines Rechners der Staatsunterstützungskasse und der damit verbundenen Kaffe für die Taub- stummen-Anstalten, sowie des Rechners des Großherzoglichen Antheils des Kau- funger Stiftsfonds, mit Wirkung vom 1. Oktober 1876 an zu entlassen und diese Stellen dem Major i. P. Christian von Bechtold zu übertragen. Darmstadt, 15. Septbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog besuchten heute in Begleitung Seiner Flügel-Adjutanten die Manöver der Großh. Division. Darmstadt, 15. Septbr. Gestern hielten der Finanz-Ausschuß und der vierte Ausschuß der zweiten Kammer Sitzungen ab, welchen heute Nachmittag eine weitere Sitzung des Finanz-Ausschusses und morgen Vormittag eine solche des vierten Ausschusies folgen werden. Da die baulichen Veränderungen im Sländehause in erfreulichster Weise ihren Fortgang nehmen, namentlich die Räume der zweiten Kammer bereits ihrer Vollendung nahe sind, so dürfte ein baldiger Zusammentritt der letzteren zur Erledigung der wegen des Budgets noch bestehenden Differenzen mit der ersten Kammer, sowie zur Feststellung des Finanzgesetzes zu gewärtigen sein. Berlin, 13. Septbr. Der Kaiser ist heute Abend 7*/4 Uhr wohlbehalten aus Merseburg hier wieder eingetrosfen. — Ihre Majestät die Kaiserin-Königin haben an den Ober-Bürgermeister von Erfurt folgendes Handschreiben gerichtet: Merseburg, 10. Sept. Es liegt Mir am Herzen, den Empfang, den Ich in Thüringen, Meiner Heimat, und insbesondere in Erfurt, gefunden habe, in dankbaren Worten als eine schöne Lebenserinnerung zu bezeichnen, und Ihnen, dem es vergönnt ist, für das Wohl der Stadt zu sorgen, die Ich gestern zu besuchen die Freude hatte, mit Meinem Dank die innigsten Wünsche für das Gedeihen derselben darzubringen. Ich bitte Sie zugleich, beifolgende Gabe unter die wohlthätizen Anstalten und die Armen Erfurts zu vertheilen. Augusta. Diesem Schreiben war die Summe von 1000 Mk. beigefügt. Berlin, 15. Septbr. Die Intoleranz Spaniens gegen die Protestanten veranlaßte der „Nat.-Ztg." zufolge eine sehr lebhafte schriftlicheCommuni- eation zwischen der deutschen und englischen Regierung. Es soll im Werke sein, eine Vorstellung an die spanische Regierung zu richten, um dieselbe zu einem ihren Verpflichtungen entsprechenden Verfahren aufzufordern. Berlin, 16. Septbr. Von Seiten des Reichskanzler-Amtes steht in Kurzem eine weitere Veröffentlichung der statistischen Erhebungen auf dem Gebiete der Arbeiterfrage zu erwarten. Es werden nämlich die Aufstellungen über die Lehrlingsarbeit und die Ausbildung der Arbeiter veröffentlicht werden, eine Arbeit des Geh. Regter.-Raths Nieberding, welcher man mit Jntereffe entgegensieht. Potsdam, 13. Septbr. Se. Großh. Hoheit der Prinz Ludwig von Hessen haben auf Allerhöchsten Befehl Sr. Maj. den Kaiser nach Berlin begleitet, um dort den Manöver» des Garde- und dritten Armee-Corps beizu- wohnen. Generalmajor v. Wichmann wird die Divisions-Manöver am 15. und 16. an der Stelle Sr. Großh. Hoheit commandiren. (fccfftrrdA. Wien, 13. Septbr. Zu der türkischen Kriegführung berichtet unterm 11. d. Mts. ein Belgrader Telegramm des „N. W. Tagebl." : „Als authentisch wird mitgetheilt, daß die Türken bis jetzt in den südöstlichen Kreisen 180 Dörfer verbrannt haben. Die von den Tscherkessen und Baschi-Bozuks an'den friedlichen Einwohnern verübten Greuelthaten spotten jeder Beschreibung. Bei Alexinatz hat eine Abtheilung Tscherkessen 8 auf der Flucht ergriffene Mädchen geviertheilt; mehrere Greise wurden enthauptet und die Leichen verbrannt. Zwischen Alexinatz und Deligrad streifen Colonnen von Tscherkessen blos zum Behnfe des Niederbrennens der Ortschaften, zu welchem Zwecke sie faclisch Petroleum mit sich führen." Wien, 15. Septbr. Der „Polit. Corresp." wird aus Konstantinopel vom 15. d. gemeldet, die Pforte habe den sechs Signatur-Mächten schriftlich mitgetheilt, daß sie zum Friedensschlüsse bereit sei, und ihre bezüglichen Wünsche in den bereits bekannten fünf Punkren kundgegeben, gleichzeitig aber hinzugefügt, daß sie die Feststellung der Friedens-Bedingungen vollständig dem Ermessen der Mächte anheimstelle. Kossand. Amsterdam, 13. Septbr. Schon seit einiger Zeit erwartete man Unruhen von der hiesigen Bevölkerung, weil der Stadtrath mit diesem Jahre die berüchtigte Kirmeß abgeschafft hat. Wer die Liebe des niederländischen Plebs für diese zügellosen Ausschweifungen kennt, begreift, daß die im Namen der Moralität genommene Maßregel des Stadrrathes heftigen Widerstand Hervorrufen würde. Derselbe ist denn auch nicht ausgeblieben. Vorgestern Abend zogen Volkshaufen der geringsten Sorte schreiend durch die Straßen und zertrümmerten an verschiedenen Häusern die Scheiben. Militär und Polizei stellten die Ordnung indessen wieder her. Gestern Abend haben sich die Unruhen wiederholt, ohne jedoch an Umfang znzunehmen. Die Garnisonen der Umgegend sind alle requirirt, so daß ernstliche Ruhestörungen unterdrückt werden können. Heute hat der Bürgermeister eine Proclamation erlassen, in welcher er zur Aufrechterhaltung der Ordnung auffordert und Zusammenrottungen von mehr als fünf Personen verbietet. Amsterdam, 14. Septbr. Noch ist die Ruhe nicht hergestellt. Vorgestern Nacht mußte die Cavallerie scharf einhauen. Husaren von Harlem und Artillerie vom Haag sind hier eingetroffen. ArarrLreich. Paris, 14. Septbr. Der „Agence Havas" zufolge hätte der Minister des Auswärtigen, Herzog v. Decazes, im heutigen Ministerrath beruhigende Mitteilungen über die Lage der Dinge im Orient gemacht. Kirgland. London, 15. Septbr. Ein Telegramm des Botschafters Sir Elliot bestätigt die Verhaftung und demnächstige Aburtheilung der Hauptführer der Baschi-Bozuks in Folge des Berichts der Special Kommissäre über die in Bulgarien verübten Grausamkeiten. Der Gouverneur von Adrianopel ist abgesetzt worden weil er die allgemeine Bewaffnung der Muselmänner angeordnet batte und dieselbe selbst dann noch aufrecht erhielt, als sie bereits unnöthig geworden war. Der britische General Kemball hat Sir Elliot angezeigt, daß die irreau- lären Truppen zahlreiche Plünderungen und Verwüstungen in Serbien begannen haben, gegen die er energisch protestirte; dagegen habe er keinen Fall von Ge- waltthatigkeit gegen Frauen und Verstümmelung Verwundeter erfahren Lord Miet hat den Protest energisch bei der Pforte unterstützt, die strenge Instructionen an die türkischen Commandanten in Serbien erließ. AürLei. Konstantinopel, 15. Septbr. Dr. Zöros, Director des Sanitäts- Dtenstes bet der Armee von Podgdritza, hat an den Höchst-Commandtrenden berichtet, daß unter den jüngst Verwundeten eine große Anzahl sich befand denen die Montenegriner Nase, Lippen und Ohren abgeschnitten hatten. Verwischtes. Darmstadt, 13. &ept. Um die absolute Wasserdichtigkeit seiner vatentirten wetterfesten und wasserdichten Anstrichmasse ,u beweisen, hat Hr. A. Bruchhold hier bei Beginn der Jndustcrcausstellung ein Cigarrenkistchen, welches auf einer Unterlage oon trockenem Sand ein Stück Zucker enthielt, mit seiner Anstrichmasse überstretchen u,’b C 2Bafltr. 90üate§ ®efa6 verschließen lassen. Am 12. September, also Kästchen ans dem Wasser genommen und geöffnet, wobei stch die Wasserdichtigkeit der Bruchhold ichen Anstrichmasse auf das Glänzendste be- statigte, denn nicht nur die Innenwände des Cigarrenktstchens, sondern auch de>-Sand und Zucker waren vollständig trocken. Das hierüber aufgenommene Protocoll tautet ^"dermaßen: „In Gegenwart der unterzeichneten Herren wurde das Cigarrenkist- ™eId,e§ .mit ^iner Farbe Überstrichen war und am 11. August m Wasser gelegt wurde, worin es bis heute verblieb, heute geöffnet- Man tand da« Holz des Cigarrenkistchens inwendia ganz trocken und sowohl das Sandpulver o^ ben Zucker^ sicher obenauf gelegen vollständig trocken. Darmstadt, den 12. Sept. 1876. Emst Reuter. Gottfried Schwab. W. Harres." ,, .. — Entschieden von einem malitiösen Gegner der straßenfegenden Schlevv- kleid er der Damen ausgegangen. Derselbe meinte in einem Gespräche: „Die Schlepp- klerder seien die Kehrseite des weiblichen Geschlechtes"..... - Das Herz der Winzer von Grüneberg schlägt in diesem Jahre sehr hoch, denn die letzten warmen Tage verbunden mit dem vorhergehenden Shgen, haben die berühmten Trauben tüchtig kochen lassen und werden schon einzelne schön entwickelte Eremvla^e auf den Markt der Winzerstadt gebracht- Die heurige Crescenz verspncht nach QuMität und Quantität eine ausgezeichnete zu werden- Besonders gediehen ist jene berühmte Rebe, die am Vesuv „ßacrimae Christi" hergiebt und nach Grüneberg angepflanzt unttr »em Namen „ßacrimae Petri" bekannt ist- Wer von diesem Weine getrunken gebt hinaus wie Sankt Peter, und - weint bitterlich! geirunren, geyt - Ueber batz Cri-Cri thcilt der „Hamb. Corr." Folgendes mit: „Niemand unter den kleinen und großen, alten und jungen Kindern, die der neuen Landplage ^uld'gen ahnt wohl, daß das Cri-Cri durchaus feine neue und Überhaupt auch keine ranzostsche Erfindung ist, wenn auch das kleine Instrument die stolze Bezeichnung brevet6“ tragt, und alle Welt von den großen Summen erzählt, die der Pariser „Erfinder" desselben verdient haben soll- Nur der Name, unter welchem das Spielzeug nach Deutschland gekommen ist, stammt aus Paris und ist neu; ursprünglich ist bet- elbe ein snappersounder und bezeichnet ein in der amerikanischen Telegraphie gebräuch. liches Hlltsimtrumcnt, das der geniale Pariser — nun, sagen wir: Erfinder einfach ohne jebe Abänderung copirt hat- Der eigentliche Erfinder ist ein ehrlicher Deutsch- «mertfaner mit Namen M- F. Weßmann in Newyork, der fein Instrument im Jahre 1874 zuerst bekannt machte und auch eine kleine Broschüre über dasselbe schrieb; eS ist bestimmt, daß Erlernen des Telegraphirens an den in Amerika gebräuchlichen Apparaten, den sogenannten Klopfern (sounder, daher snappersounder) zu erleichtern, und erfüllt diesen Zweck ausgezeichnet, da es genau den scharfen, prägnanten Ton' der Klopfer wiedergibt. Auch in den deutschen fachmännischen Kreisen ist das kleine Instrument bereits seit dem Anfang des vorigen Jahres bekannt geworden uno wegen seiner Ein- sachheit und Zweckmäßigkeit nicht unbeachtet geblieben. Der Erfinder hat versäumt sein Instrument patentiren zu lassen, und bei den bescheidenen Zwecken, denen dasselbe gewidmet war, auch gewiß nicht geahnt, daß es den jetzigen nichtswürdigen Zwecken dienen konnte." — (Die armen Mönche.) Kürzlich fand im Strabower Kloster bei Prag eine große Conferenz statt, an welcher außer den Mönchen — Prämonstraiensern — der Koch und der Intendant, sowie der juridische Beirath, theilnahrnen. Es handelte sich dabei um wichtige Reformen. Der Abt des Strabower Klosters, eines her reichsten Klöster der Prager Diöcese, hatte gegen die ihm von der Finanzbehörde auferlegte Steuer für den Religionsfonds Protest erhoben, der aber vor einigen Tagen entschieden abgewiesen wurde. Der Abt berief nun die Versammlung ein, machte die betreffende Mittheilung und erklärte, daß er dadurch gezwungen sei, im Kloster bedeutende Ersparnisse eimw führen- Dem Koch wurde der Auftrag ertbeilt, oon nun an statt sieben ober ach! Gängen bereit nur fünf ober sechs, am Freitag aber nur fünf Gänge für die Tafel herzurichten. Einige Equipagen und Pferve müssen verkauft und einige Kutscher ent: lasten werden. Dem Güterverwalter wurde nahegelegt, daß angesichts der „unerschwinglichen" Steuer die Pachtzinse auf den Gütern wohl erhöht werden könnten. Die Versammlung war mit allen Vorschlägen einverstanden, und man hofft auf diese Weist den Anforderungen des Staates gerecht werden zu können. - (Verbot des Emlegens von Briefen in die nach Frankreich bestimmten Gelbund Packereisenbungen.) Das Kaiserliche General-Postamt macht bekannt: Inden in Frankreich aus Deutschland eingegangenen Päckereisendungen sind seitens der framö- sischen Zollbehörden bei der zollamtlichen Revision in letzter Zeit häufig Briefe ober sonstige Mittheilungen, welche die Eigenschaft von Correspondenzen hatten, voraffundrn worden. Zur Fernhaltung von Nachthellen wird darauf aufmerksam gemacht, drh das Einlegen derartiger Schriftstücke in die nach Frankreich bestimmten Päckereiseir- düngen geaen die sranzöstschen Post^esetze verstößt und Zuwiderhandlungen die Einsts tung des Strafverfahrens in Frankreich zur Folge haben. (Irische Gemüthlichkeit ) Auf einem irischen Meeting in Manchester, dem das Unterhausmitglied Biggar als Vorsitzender beiwohnte, gedachte das UnterhauS- mitglied O Connor Power eine Vorlesung über „irischen Witz und Humor" zu halten. Vor Beginn des Vortrags wurde jedoch aus der Versammlung eine Frage über die Vomerule-Bewegung an ihn gestellt und als die Beantwortung derselben verweigert wurde, brach eine so gewaltige Prügelei unter den Mitgliedern der Versammlung au§, daß der Saal geräumt werden mußte. Unter den Verwundeten befand sich der Vorsitzende Mr. Biggar. Außer den mitgebrachten Stöcken wurden die Beine von etwa 300-400 Stühlen als Hiebwaffen verwendet. Kein Wunder, daß einem solchem Waffel aufgebot gegenüber ber „irische Witz unb Humor" nicht Stand hielt. , Verfluchten.) „Es ist jeder menschlichen Kreatur zur ewigen Seligkeit nothwendis, dem römischen Papste unterworfen zu sein." Das ist römisch-katholisÄe Glaubenslehre seit dem 18 Juli 1870. Wer's nicht glaubt, ist ebenso verflucht, wie alle dem Papste nicht unterworfenen Menschenkinder. Wie viel das ungefähr sein konnten? Nun, Dr. Hurst, ein Engländer zählt die Menschen nach ihren religiösen fen • aJL°J 200 390,000 römische, (davon 50,932,000 in der neuen Welt), ^90.000 griechische, 131,007,449 protestantische Christen, 200,000,000 Muhamedamr, 7,000,000 Juden, 350,000.000 Buddhisten, 170,000,000 Bramanen, 80,000,000 Konfu- 174,000,000 Bekenner anderer Religionssysteme, Von den circa 1400 Millionen Menschen kommt auf den unfehlbaren Papst nur ein Siebentel, ja sogar unter Abrechnung der Altkatholiken und Derer, die von Rom nichts wissen wollen, nur ein Neuntel, die andern acht Neuntel sinb alle verflucht! Eine Betrachtung nach Samuel Smiles. Die schwere Kunst des Sparens hat der Verfasser des mit wohlverdientem Beifall auf- genommenen Werkes „Der Charakter" zum Stoff einer neuen Arbeit gewählt. Der Hüter, dessen Buch unter dem Titel „Die Sparsamkeit" in Leipzig bei I. I. Weber in deutscher Ueber? tragung erschienen ist, stellt darin so zutreffend die Diagnose der Krankheit unserer modernm Zeit, daß wir von dem Wunsche durchdrungen werden, hier wenigstens einige seiner einschneidendstm Wahrheiten der Gesellschaft zu Gemüthe zu führen. Wir ersehen uns dazu das Kapitel auS, c MlLbnE sÄ:* " 0|8 H «6 i" 17m M < ■M Äen, e«w * baMie * st- »taW« ' fi f -insach,sur (Stttss ÄS ulititunbWnW L unb verlangen G M* Anb»°r den °n hinter unb, * unb Schwache- für «„Win. Da« tonwntwi Wgizen Denkeni * ui folgen unb untere 0 ritt untere eigeneM1 ' sitMianMk : er Menjchen, Wmzel aller Uni*'*11 I Meinen WmF.^eugt. MMW" § ! ^abrtn Sinnt ckrdmgS ei m, //? tm Gegenstand, na kll tit neumodische Achtba km tragt, in schönen Hc :Wte, aus klangvolle, ii Hingen des Geldes in ‘ deinen Respekiabilitai 72i mb gar verächtlich sei üiner der am leiste °!! Haften". Die Leute 12 riese Weise einer lächer „Lieber wollte i< j' hie wäre." Die Mod | i Wick wird ost mit t i; u-1 Unglück besteht darin, Zndeß ist die furcht! 1 ü iß den Mitteln, die m li :Ne der Gesellschaft ' ^un. Es wird in bei --Eisiges verkürzt. De 1 ^^gner trinkt, wird ni v" muntertommen zu je' e'M AuiedüMa h uuMcheu ^txe: nach einnehmen, heuchelten veifall und ’^en möchten. Ju der Tchat, es migs und Schwindels * Sucht, „b(n ... »irb niti a Ehre, ®, iSf8er?d3'n' f< , ' b,nJaben ihre» oi6e m Seiti MK ILrZzr 53 als das 9i1tn "^"thatfichA rrzZ'L 'Stz «y ■ 6ie S ®tMt | 2 Beflattct’ | .8lh«9 icrb(rf,^rctft t I ■* ein An 5tuSad?l Ii > ®«n,t unb I,* »ahm ? Mi E •i\ **• tbitn V > $an h8Qn8tt i ■ en' «Olk Ml t” Müi, ynanbtrenbtn Mtentirtin i dwchhold hi„ J!e «fxritreidjen öopttnibtt, olfo b(Br'Offnet' B0M ®lanjtnbfte k n au4 der Sank L°t°c°ll laultl 6a§ Gtgarttntifl: :n war unb U WH sii, 608 Sanbpufo 'M« dm 12. §fpf. "den Schlep,- 1‘ «Sie Schlep re lehr hoch, ba den dir beriihmli hielte Gpemplci ncht noch Qualhit tft jene beruh« °nzon btr Rlopte ,t\nt Mrumm >t^n \tmtr ®to n hat vertaE cn. denen bafidfo würdigen Zwecke te bei Prag tto tensern - der fioi handelte sich bflbi er reichsten Älöitc serlegte Steuer ffc schieden abgtnnW ffende Wtlheilll^ Ersparnisse * tt sieben ober e* änge für le Mge R*w z der „unerschM kanten- Die A K lus diese W Rannten JJ befannt: 3. ,-itkns d-r ft° ' JSÄS Ölungen hie <5* n MonchestNi Huinor I«» J ne Frag- Üb» 5* S ’S-* t. . #t1 Sclig^ sgolis^ h pr< do« »’«Äl‘« ich '»L%V “ft?? r« »£>* >n lvouell. welches die Tttelüberschrtft führt. Dasielbe handelt weniger vom Sparen selbst, als von der Negation desselben, vom Schuldenmachen- Die darin enthaltenen Lehren, welche hier nur mit starken Kürzungen wiedergegeben werden können, können nicht genug beherzigt werven. Zu hoch hinaus wollen ist die Sünde, welche die moderne Gesellschaft durchdringt. Sie beschränkt sich nicht auf die reichen und Geld besitzenden Klassen, sondern erstreckt sich auch über die mittleren und arbeitenden Klaffen. Nie existirte ein so brennender Wunsch, reich zu sein oder reich zu scheinen, als heutzutage. Man ist nicht mehr zufrieden mit dem Verdienste rechtschaffenen Fleißes, sondern man muß darnach streben, plötzlich reich zu werden, durch Spekulation, durch Kartenspiel, Wetten, Schwindelei und Betrug. Allenthalben sieht man, wie die Welt zu hoch hinaus will. Die Menschen müssen heutzutage verschwenden, in einem gewissen Stile leben, schöne Häuser bewohnen, gute Diners geben, feine Weine trinken und eine hübsche Equipage haben. Vielleicht sind sie das nur dadurch zu leisten im Stande, daß sie über ihre Kräfte htnausgehen oder — durch Unehrlichkeit. Sie wünschen als „anständige Leute" beachtet zu werden. Sie überlegen sich nicht, ob sie im Stande sind, bis.an die Grenze oder über die Grenze ihrer Mittel hinaus zu leben, sondern halten es einfach für nothwendig, sich „die Achtung" Anderer zu sichern. Indem sie dies thun, opfern sie gewöhnlich ihre Selbstachtung. Sie betrachten ihre Kleidung, ihre Wohnung und ihre Art zu leben als die einzigen Beweise von Achtbarkeit und hohem Range. Und doch wird die Armuth halb entwaffnet von Solchen, die den moralischen Muth haben zu sagen: „Ich kann nicht das leisten." Freunde, die nur bei gutem Wetter unsere Freunde sind, haben gar keinen Nutzen, ausgenommen als Beweise für die Tiefe der Gemeinheit, in welche menschliche Wesen versinken können. Es scheint eine allgemeine, wenn auch unbewußte Verschwörung Aller gegen die Individualität und Mannhaftigkeit Aller zu bestehen. Wir entmuthigen die, welche sich auf ihre Eigenart stützen, und verlangen Gleichförmigkeit. Jeder muß mit Anderer Augen sehen und mit dem Verstände Anderer denken. Wir sind Anbeter der Götzen des Gebrauchs, und Herkommens, wir blicken hinter uns, nicht vorwärts und aufwärts. Angenagelt und zurückgehalten von Unwissenheit und Schwäche, fürchten wir uns, allein zu stehen oder für uns selbst tu denken und zu handeln. Das konventionelle Wesen beherrscht Alles. Wir fürchten uns in die freie Luft unabhängigen Denkens und Handelns hinauszutreten. Wir weigern uns, unseren eigenen Antrieben zu folgen und unsere geistige Freiheit zu vertheidigen. Wir sind zufrieden, anderer Leute Furcht, nicht unsere eigene zu tragen. Sir William Temple hat gesagt, daß „ein gewisses, unruhiges Streben in den Gemüthern der Menschen, etwas zu sein, was sie nicht sind, und etwas zu haben, was sie nicht haben, die Wurzel aller Unsittlichkeit ist." Diese Behauptung ist vollkommen richtig. Sie ist von der allgemeinen Erfahrung bezeugt. „Respektabilität" ist eines der Hauptziele der Menschen. Die Respektabilität ist in ihrem wahren Sinne allerdings eine wünschenswerthe Sache. Aus den rechten Gründen geachtet zu sein, ist ein Gegenstand, nach dem zu streben jeder Mann und jede Frau ein gutes Recht hat. Aber die neumodische Achtbarkeit besteht aus äußerem Scheine. Sie bedeutet, daß man schöne Kleider trägt, in schönen Hausern wohnt und in vornehmem Stile lebt. Sie blickt nach der Außenseite, auf klangvolle, ins Auge fallende, außerhalb des Menschen liegende Dinge. Sie hört auf Klingen des Geldes in der Tasche. Sittlicher Werth der Herzensgüte bildet keinen Theil der modernen Respektabilität. Jemand kann in diesen Tagen vollkommen „achtbar" und doch ganz und gar verächtlich sein. Einer der am meisten demoralisirenden Bräuche der Verfeinerung ist derjenige der „großen Gesellschaften". Die Leute pfropfen ihre Häuser voll vornehm thuenden Pöbel-, indem sie sich auf diese Weise einer lächerlichen Sitte anschließen. Rousseau sagte bei allen Verirrungen seines Geistes: „Lieber wollte ich, daß mein Haus zu klein für einen Tag als zu groß für zwölf Monate wäre." Die Modewelt stellt diesen Grundsatz vollständig auf den Kopf, und häusliches Mißgeschick wird oft mit einer großen Wohnung und dazu passenden Einrichtungen begonnen. Das Unglück besteht darin, daß wir nicht nach einem Muster unter uns, sondern stets über uns Men. Jndeß ist die furchtbare Unsittlichkcit nicht so sehr in der Aufrechthaltung des Scheins als in den Mitteln, die man zu dessen Aufrechthaltung ergreift, zu suchen. Jemand, der in einer Klasse der Gesellschaft eine Stelle einnimmt, wagt alles Mögliche, um sich in derselben zu behaupten. Es wird in der Welt als ein Herunterkommen betrachtet, wenn man sich um etwas lleberflüssiges verkürzt. Der reich scheinende Mann, der in seiner geschlossenen Kutsche fährt und Champagner trinkt, wird nicht ertragen können, sich auf einen offenen Einspänner und einfaches Bier herunterkommen zu sehen, uyd der respektable Mann, der sich einen Einspänner hält, würde es für eine Erniedrigung halten, wenn er zwischen seinem Landhause und seinem Comptoir in der Stadt zu Fuß zu gehen oder sich eines Omnibus zu bedienen hätte. Lieber steigen solche Leute zu unsittlichen Streichen herab, als daß sie von der Rangstufe herabstiegen, die sie dem Anschein nach einnehmen, lieber werfen sie sich der Unehrlichkeit in die Arme, als, daß sie den geheuchelten Beifall und die hohle, leere Achtung jenes großen Narrenhauses, „der Welt", entbehren möchten. In der That, es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten, daß fünf Sechstel des Betrugs und Schwindels, welche die kaufmännischen Geschäfte schänden, ihren Ursprung in der krampfhaften Sucht, „den Schein zu wahren", hat. Was wird nicht alles dem Wunsche geopfert, im falschen Sinne des Wortes „achtbar" zu sein. Friede, Ehre, Wahrhaftigkeit, Tugend — alles nur, um den Schein zu wahren. Wir müssen betrügen, geizen, täuschen und hinter's Licht führen, damit „die Welt" uns nicht hinter unsere Maske sieht Wir müssen uns peinigen und uns zu Sklaven machen, weil wir „der Welt" ihren Beifall abnöthigen oder wenigstens die gute Meinung „der Welt" gewinnen müssen. Wie oft läßt sich Selbstmord auf dieses falsche Gefühl zurückführen! Eitle Leute werden lieber ihr Leben als die Vorstellungen ihrer Klasse von Achtbarkeir aufgeben. Sie schneiden lieber den Faden ihres Lebens durch, als daß sie das Leben, das die Mode verlangt, von sich weisen. Sehr wenige Selbstmorde werden aus wirklichem Mangel begangen. „Nie hören wir," sagt Joel Barlow, „daß ein Mensch aus Mangel an einem Brotlaib einen Selbstmord begeht, aber ost geschieht es aus Mangel an einer Kutsche." Vorzüglich Frauen werden die Opfer dieses gemeinen und elenden Klassen- und Kasten- aripes. Sie werden gewöhnlich in falschen Vorstellungen vom Leben auferzogen, statt daß man zr lehrt, daß Menschen und Dinge mehr nach ihrem innern Werthe zu schätzen find Ihre Erziehung wird vorzüglich von dem Gesichtspunkte aus betrieben, daß sie gefallen und die Bewunderung Anderer auf sich lenken sollen, statt es darauf abgesehen wäre, ihre Geistes- und Herzens- ngenschaften zu bessern und zu entwickeln. Eine respektable Stellung in der Gesellschaft wird itnen als das Ziel vorgehalten, nach dem zu streben sei. Verbrecherisch oder lasterhaft zu sein, wird ihnen thatsächlich als viel weniger entsetzlich dargestellt, als „ordinär" zu sein. Eingemauert in die Bastille der Ausschließlichkeit, bleibt das Weib eine Gefangene aller der erbärmlichen kniffe und Kunstgriffe des Herkommens, der Mode, des Vornehmthuens und so fort. Das an- zeborene Wohlwollen ihrer Natur wird verdorben, ihr Herz zieht sich zusammen, und die edelsten Quellen des Glückes — diejenigen, welche hauptsächlich in herzlichem Mitgefühl mit der Menschheit in allen ihren Rangstufen bestehen — werden zu einem versiegenden Quell. Das Nebel macht bei den gelbbesitzenden Klassen nicht Halt. Es steigt zu Denen hinab, nichts als ihr Gehalt haben, um zu leben. Auch sie kleiden und putzen sich, um respektabel Sin sein. Sie leben vornehmer als ihre Mittel gestatten. Wenn man selbst Schulden macht tter seiner Frau gestattet, Schulden zu machen, gibt man einem Andern Gewalt über seine ' Freiheit. Man kann seinem Gläubiger nicht ins Gesicht zu sehen wagen. Ein doppeltes Klopfen tn unsere Thüre erschreckt uns, der Briefträger könnte den Brief eines Advoeaten bringen, der im Betrag forderte, welchen wir schuldig sind. Wir sind nicht im Stande, ihn zu bezahlen »nd machen eine heuchlerische, ängstliche Entschuldigung. Wir erfinden einen Vorwand dafür, daß wir nicht zahlen. Zuletzt werden wir geradezu zum Lügen getrieben. Denn „die Lüge reitet M dem Rücken der Schuld " Dieses Schuldenmachen ist eine Hauptursache der Unredlichkeit. Es kommt nicht darauf jn, welcher Art die Schulden sind, ob sie unberichtigte Wetten, unbezahlte Verluste beim Kartende!, unbezahlte Rechnungen bet Putzmacherinnen oder Schnitthändlern sind. Der Verfasser ciesrs Buches hat beträchtliche Erfahrungen Über die Art und Weise gemacht, auf welche junge «Ute von dem Wege des Wohlerhaltens auf den des Lasters und Verbrechens gerathen sind, vei einer Gelegenheit wurde sein Name von einem Handlungsdiener gefälscht, um diesen in den btand zu setzen, eine Summe Geldes zur Bezahlung von Schulden zu erlangen, die er in einem ^irthshause gemacht hatte. Der Verbrecher war ursprünglich ein junger Mann von guter Ziehung, von Verstand und Fähigkeit, mit guten Verbindungen und mit einer jungen achtungs- ^ltthen Dame verheirathet. In einem andern Falle war der Sünder der Sohn eines H'entergeistlichen. Er stahl einige Werthpapiere, die er zu (Selbe machte. Wieder in einem Wern Falle nahm der Verbrecher eine hohe Stellung bei der Eisenbahngesellschaft ein, so hoch, er von derselben zum Posten eines Direktors der königlich schwedischen Eisenbahn befördert iUTOc- Er war einer der nur zu zahlreichen Menschen, die ohne Rücksicht auf Redlichkeit, Üblichkeit und Tugend bemüht sind, den Schein der Vornehmheit zu wahren. Er gerieth, wie *■ Listen dieser Leute, tief in Schulden, und nun wurde er unehrlich, ergriffen, überführt und ^ lebenslänglicher Deportation verurtheilt. Ich kannte einen jungen Menschen, den Sohn eines ^siziers der Flotte, der seinem Vaterlande mit Auszeichnung gedient hatte. In einer bösen Stunde bestellte er sich bei einem neumodischen Schneider einen neuen Anzug. Seine (Stellung und seine Beziehungen verschafften ihm einen kurzen Credtt. Aber Handwerker müssen bezahlt werden, und immer und immer wurde er mit Mahnungen belästigt, seine Schuld zu berichtigen. Um seinen Gläubiger los zu werden, stahl er einen Brief, der eine Zehnpfundnote enthiät. Sein Schneider wurde bezahlt, aber der in seinem Eigenthum Gekränkte kannte die Nummer seiner Note. Dieselbe wurde bei dem Schneider aufgespürt, von ihm ging es zu dem Diebe, der Mittel und Gelegenheit gehabt hatte, sie zu stehlen, und nach wenigen Tagen kam er ins Gefängniß. Sein schöner Anzug wurde ourch die Gefangenentracht ersetzt. Montaigne sagte: „Ich finde stets ein Vergnügen daran, meine Schulden zu bezahlen, weil ich meine Schultern von einer beschwerlichen Bürde entlaste und etwas los werde, was ein Abbild der Sklaverei ist." Johnson konnte mit Recht den Mangel an Sparsamkeit die Mutter der Sklaverei nennen. Niemand kann frei sein, der in Schulden steckt. Die unausbleibliche Wirkung des Schuldenmachens besteht nicht nur in Verletzung der persönlichen Unabhängigkeit, sondern auch darin, daß es auf die Dauer moralische Erniedrigung mit sich bringt. Der Verschuldete ist steten Demüthigungen ausgesetzt. Leute von ehrenhaften Grundsätzen müssen einen Widerwillen davor empfinden, Geld von Leuten zu borgen, denen sie es nicht zurückzahlen können — einen Widerwillen davor empfinden, mit dem Gelde anderer Leute sich den Genuß von Wein zu verschaffen, sich Kleider zu kaufen und den Schein des Wohlstandes aufrecht zu erhalten. Der Earl of Dorset verwickelte sich, wie andere junge Leute, in Schulden und lieh Geld auf seinen Grundbesitz. Er wurde von seiner Verschwendungssucht durch die Unverschämtheit eines Aldermanns aus der City geheilt, der unablässig in seinem Vorzimmer erschien, um ihn an seine Schuld zu mahnen. Von diesem Tage an entschloß sich der Earl, das Seine zu Rathe zu halten, sich bei Jedermann vor Schulden zu hüten, und er hielt sein Wort. Möge Jedermann den Muth haben, seinen Angelegenheiten ins Gesicht zu sehm, Buch und Rechnung zu führen über die einzelnen Posten seiner Einnahmen und Schulden, einerlei, wie lang und schwarz die Liste sein mag. Um der Welt ruhig ins Auge schauen zu können, muß er von Tage zu Tage wissen, wie es mit ihm steht. Die Kenntuiß des Rechnens ist eine unbedingte Nothwendigkeit für die, welche nicht über ihre Mittel hinaus leben wollen. Die Frauen besonders verstehen sich nicht auf die Rechenkunst, man lehrt ihnen kaum die einfachsten Elemente derselben; denn die Lehrerinnen halten den Un- rerricht darin für nutzlos. Sie ziehen vor, ihnen Sprachen, Musik, feine Manieren, den Gebrauch des Globus zu lehren. Alle diese Dinge mögen wichtig fein, aber die vier Species find besser als Alles. Ein Mensch kann über seine Mittel hinaus leben, bis er Nichts mehr übrig behält. Er mag verschuldet sterben, und doch läßt ihn die „Gesellschaft" aus ihren Griffen nicht eher los, als bis er in fein Grab gelegt ist. Er muß begraben werden, wie die „Gesellschaft" begraben wird. Er muß ein modisches Begräbntß haben. Und doch wie werthlos und verschwenderisch ist die Mummerei der Trauer eines Leichenbitters unb bas erkünstelte Weh ber Leichenbegleiter, Sarg- unb Feberträger, bie für ihre Parabebienste bezahlt werden! Die Nachtheile dieses nutzlosen und kostspieligen Mummenschanzes werden nicht mehr unter den reichen oberen als unter Den mittleren und unteren Klassen empfunden. Die Ausgabe fällt einer Familie schwer zu einer Zeit, wo sie am wenigsten im Stande ist, sie zu tragen. Der Brodverdiener ist hinweggenommen worden, und Alles ist dem Leichenbitter hinterlassen. John Wesley verordnete in seinem Testamente, daß sechs arme Leute seine Leiche ins Grab tragen und dafür jeder zwanzig Schillinge haben sollten. „Denn," sagte er, „ich wünsche ausdrücklich keine Begrävnißfeierlichkeiten, keine Kutsche, kein Wappen, keinen Pomp, nur die Thränen derer, die mich geliebt haben und die mir zu Abrahams Schooße folgen. Ich beschwöre meine Testamentsvollstrecker feierlich im Namen Gottes, dies pünktlich zu beobachten." Es wird schwer halten, die Trauergebräuche unserer Zeit zu ändern. Wir mögen sehr dazu geneigt fein, aber die gewöhnliche Frage wird laut werden: „Was werden die Leute sagen? Was wird die Welt sagen?" Wir fahren unwillkürlich zurück und spielen den Feigling wie unsere Nachbarn. Jndeß wird der gesunde Verstand, wiederholt ausgesprochen, seinen Einfluß haben, und im Laufe der Zeit muß er die Moden der Gesellschaft ändern. Schon haben sich in den Vereinigten Staaten Gesellschaften gebildet, deren Mitglieder es übernehmen, nicht zu trauern und dem Gebrauch des Trauerns bei Andern entgegenzuwirken. Vielleicht ist diese Reform nur nur durch Vereine gewaltsam durchzusetzen; denn Einzelne können kaum erwarten, gegen die tiefeingewurzelten Vorurtheile der Gesammtheit im Großen und Ganzen durchzudringen Mittheilung. Französische Mühlsteine werden hiermit her? Herren Mühlenbesihern aus der großen Fabrik aus Nordhausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- bis fünffache Dauer derselben gegen die der Accord-, oder gar der feilen französischen Herstellung parantirt wird. Das beste Existirende bietet denn auch wirklich das größte aller Lager, daS größer auch als das der einzelnen Bruchbesttzer in Frankreich ist und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, die das feurige und reellstarke Gestein liefern. Wir empfehlen so auS Ueberzeugung und aus Dankbarkeit für unsere in einer ungekannten M a hl tü chtigkei t uns erfreuenden und die größtmögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle meist aus Frankreich bezogener Mühlsteine nach kurzer Benutzung verlustig gingen. Wedekind's Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Steine ohne Decke und im Rohbau und dazu rathen wir, um gute Steine auch von der wohlthätigen Beständigkeit zu wissen. Die Namen der Einsender und Referenzen sind in der Expedition dieser Zeitung zu erfahren. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Vom 9. bis 15. Sept. 1876. Eheschließungen. Am 9. Sept. Martin Philipp Karl Ludwig Hellmold, Lackirer dahier, und Katharine Louise Sprankel aus Vilbel. Geborene. Am 7. Sept. ?, T- des Capellmeisters Carl Krause. — 8. ?, S- des Schreiner- Wilhelm Donau. — 7. Heinrich, S- des Schlossers Peter Giehl. — Karl, S- des Drechlers Johann Fatum. — 9. Richard, S- des Kaufmanns Carl Richard Textor. — 11. Ida, T- des Maschinenwärters Karl Ermert- — 7. Wilhelm Heinrich, S- des Kaufmanns Theodor Wehner. Gestorbene. Am 10. Sept. Lina, T. des Gr. Landgerichts-Assessors Wilhelm Hofmann, 20 T- alt. - 11. Henriette Dienstbach, 32 I. 9 M- alt - 13. August, S- des Schreiners Georg Haseneter zu Wetzlar, 3Vr I- alt. — 15. Jacob Vorig aus Ober-Erlenbach, 44 I. alt.______ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 10. Sept. Martin Philipp Kar! Ludwig Hellmoldt, Weißbinder dahier, des verst. Bürgers und Schreiners Heinrich Hellmoldt, ehe!. Sohn, und Katharine Louise Sprankel, des verst. Bürgers und Maurers zu Vilbel, Kaspar Sprankel, ehel. Tochter. Denselben. Johann Georg Kraft, Gärtner dahier, des Bürgers und Leinewebers, Andreas Kraft zu Ernsthofen, ebel. Sohn, und Marie Schneid, des Bürgers und Taglöhners zu Laubach, Gustav Schneid, ehel. Tochter. Getaufte. Den 10. Sept. Dem Taglöhner, Heinrich Zahrt aus Bersrod, eine Tochter, Johanna Katharine Elisabeth, geb. den 22. August. Denselben. Dem Bleicher, Heinrich Volz Hl. aus Alt-Buseck, ein Sohn, Karl Johann Jost Ludwig, geb. den 8. August. Denselben. Dem Heizer an der Main-Weser-Bahn, Heinrich Amend, eine Tochter, Wilhelmine Katharine, geb. den 19. August. Denselben. Dem Cigarrenarbeiter, Heinrich Schäfer aus Geilshausen, eine Tochter, Elisabeth Margarethe Marie, geb. den 27. August. Denselben. Dem Weichensteller, Heinrich Wenderoth aus Beuern, ein Sohn, Georg Heinrich, geb, den 18. August.____________________________________________________ Oeffentliche Aufforderunq. Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen hat über das Vermögen der Aktiengesellschaft Lahnhütte zu Gießen den förmlichen Concursproceß erkannt Es werden deßhalb alle diejenigen, welche vermögensrechtliche Ansprüche an dieselbe zu bilden haben, ausgefordert, solche bei Mei- dung Ausschlusses von der Masse tm Termin Freitag den 29. September l. I., Vormittags 9 Uhr, geltend zu mochen, auch etwaige Vorzugsrechte bet Meldung Annahme Verzichts darauf anzumelden. In dem Termin soll zugleich die Güte versucht, sowie wegen weiterer Behandlung der Sache, insbesondere Wahl eines Gläu- bigerausschusses, Bestellung eines definitiven Massecurators verhandelt werden, in diesen Beziehungen werden die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden bettretend angesehen. Gießen, den 13. Juli 1876. (3892 Grohherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Schober, Stadtrichter. Landg.-Assessor. Oeffentliche Aufforderunq Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen den Wilhelm Weisel II. von Muschenhetm durch Verfügung voM 31. v. Mts. wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Curatel gestellt hat, wird dieß hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte mit demselben nicht mehr abgeschlossen werden können, sondern der Zustimmung der bestellten Euratoren Conrad Roth und Johs. Kammer IT. von Muschenheim bedürfen. Lich, den 5. September 1876. (4789 Großherzogliches Landgericht Lich. Weyer. Versteigerungen. Montag den 18. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, sollen aus dem hiesigen Rathhause versteigert werden: Mk. Psg. 1) Maurerarbeit, veranschl. zu 1315 84 2) Steinhauerarbeit, „ „ 336 — 3) Schreinerarbeit, ,, „ 1923 60 4) Schlosserarbeit, „ „ 26 — 5) Glaserarbeit, „ „ 31 — 6) Weißbinderarbeit, ,, „ 261 74 7) Glockengteßerarbeit, veranschlagt zu 238 — 8) Zimmerreinigungsarbeiten, veranschlagt zu 208 — Gießen, den 15. September 1876. (4781 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________A. Bramm.____________ Bekanntmachung. Dienstag den 19. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die diesjährige Obsterndte von den Bäumen auf dem Schulberg, Gleibergerweg, Ebels Garten u. s. w. versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Oswald'schen Garten auf dem Schulberg. Gießen, am 14. Septtmber 1876. (4760 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________A. Bramm.____________ Montag den 18. September, Nachmittags 2 Uhr, wird im Saal der Restauration „Bramm" dahier der Rest der Kley'schen Maaren öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Es werden ausgeboten: (4731 5 goldne Uhren, 3 Drehorgeln, 14 Ziehharmonika, silberne Ketten, 1 Partie un- ächte Schmucksacheu, Brillengestelle, Brillengläser, und verschiedene andere Gegenstände. Gießen, den 12. September 1876. _____M. Pilger, Massecurator. Donnerstag den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Restauration „Lahnstein" dahier nachverzeichnete Gegenstände freiwillig gegen Baarzahlung versteigert: ein Büffet, ein Clavier, ein Sopha, Wirthstische, 60 Stühle, Vorhänge, Nou- leaux, Marquisen, Glasglocken, Bütten, Züber, Eimer, ein Zinkkessel, Mistbeetfenster, Kleiderhaken und eine große Partie französischer Rothwein in Flaschen. Gießen, den 16. September 1876. In Auftrag: __________M. Pilger.______(4801 Bekanntmachung. Die Grummetgras - Versteigerung der cameral-fiscalischen Wiesen der Oberförsterei Gießen vom 14. und 15. September ist genehmigt. Vom 19. September an können die Abfuhrschetnc bei Gr. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Gießen, den 15. September 1876. (4791 Großherzogliche Oberförsterei Gießen. Lang. am 25. 26. Aug. Haubach 4784) Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht 4793) Der Vorstand zu jeder Zeit. ML Kurth. Pariser (4667 J. M. Schulhof. 4792) vierte Ausschuß Heinrich Nöhlich, Dachdecker. 4777) mtethen. H M. Zu a h a r d t. 62540 9-2, 12, 4«, 7, g- Hierzu eine Beilage. 4802) Holländische Häringe in kleinen Gebinden billig. Wiederverkäufer Rabatt, Fische, Käse, Blumenkohl, Weintrauben, eingemachte Gurken, Wild und Geflügel J. tiensberger-lLeon Frankfurt a. M., Zeil 38 per Gros Mk. 12. unter Nachnahme 5. 6. 7. •4 Vetzberg Kinzenbach Crosdocf-Gleiberg Wismar Launtzbuch Atzbach Dorlar Dutenhofen Eingänge, Bericht wegen des projectirten Anschlusses an den Mittelrhein. Fabrikanten-Verein in Mainz. 48U5) Ein braves Dienstmädchen svÄ zu Michaelis Dr. Geist. Vermischte Anzeigen. 4715) Ein Gymnasiast oder Realschüler findet freundliche Ausnahme in einer stillen Familie. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. '* "SN " Darmstadt, weiten Sammer in Mi, übnaü, to $ *» 2. N 3. Sm I. Brer , Ehe« . Köln . Dan ■ N - Sicaen 645, 12. Wetzlar 6", 8^ 21. d. zu H 22. „ „ 23..... Unter dem 6. d. M. ist mir von der Großherzoglichen Oberbaudirection zu Darmstadt die Markfcheiderconcefsion für das Großherzogthum er- theilt worden und halte mich daher zur Ausführung aller in das Markscheiderfach schlagenden Arbeiten bestens empfohlen. (4761 ___________________________Chr. Keller, Gartfeld. Zur gefl. Beachtung. Wegen hoher Feiertage bleibt mein Geschäft vom Dtontag Abend 6 Uhr bis Mittwoch Abend geschloffen. Deutz 6", 12, 4". Dillenburg 645, 12, 443, 95. Das Gemeinde-Obst wird versteigert: Wmmenfreten, un Weiter, den Ba ^lsrheinische» $r( ^-'"Bttücksichtigiin ®Weuern zu 6era , x Darmstadt, Wrung des Tit. Berathung genomm „ Garbenheim Crofdorf, den 15. September Der Bürgermeister: C o l n o t. Die Verwend jiieieS, für welches Um das Pu Gießen, c Die besckrc mad)ungen) bezüM [anb, auch 1. M Köln-Gießener Dahn Abfahrten von Gießen nach: Zweite Ausstellung i von Geflügel etc. M Gießen! am 17 und 18. September 1 in der städtischen Turnhalle geöffnet von Morgens 9 bis Abends 6 Uhr Entree 20 Pf., für schulpflichtige Kinder am Montag 10 Ps. Tb Verloofung: Montag Abend 6 Uhr in der' Restauration E. Lotz. (4723 • Keitgevotenes. ' Extra große moffenc Hemden, Unterjacken, Unterhosen und Hemden- FlaneÜe, empfiehlt billigst 4804) Guten Kuhmist verkauft sehr billig S Goldenderg, Löwengasse. Leih - Bibliothek. Wie ich bereits schon bekannt gemacht, ist meine frühere Leihbibliothek wieder \i meinen Besitz gekommen. — Von heute an habe ich solche dem verehrten Publckuik unter den bekannten Bedingungen zur gefälligen Benutzung eröffnet- Durch pünktlich Bedienung und stete Anschaffung der besten und neuesten Werke werde ich mich bkstreben, das Vertrauen wieder zu gewinnen. In meiner Wohnung (Seltersweg 2. Stock ist die Bibliothek aufgestellt. (M Hoffmann. Allen Kranken, ttchst^kürzesier Zeit durch ein tausendfach bewährtes, rationelles Heilverfahren von ihren Leiden befreit sein möchten, kann die Lektüre des berühmten, bereits in 60. Auslage erschienenen, 300 Seit, starken Buche?: Dr Alry’sÄftturheilmethode nicht dringend genug empfohlen werden Preis 1 Mark, zu beziehen durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung von 10 Briefmarken ä 10 Pfa. auch direct von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig. Die in dem Buche abgedrucklen zahlreichen glänzenden Atteste bürgen dafür, daß Niemand die- illustrirte Werk unbefriedigt auS der Hand legen wird. Thatsachen beweisen! (36h 4790) Ein Fran ksurter Agenturgelcliä^ sucht für diesen Platz den provisionsweiiec - Verkauf für eine Cigarrenfabrik zu übn- Handelsverein, fleneraloerfam mfunq im Cas^ Ebel, Dienstag den 19. d. Mts, Abends 8 Uhr. Mpilepsie (Fallsucht) heilt brieflich der SpecialarztDr. Kll liech,Neustadt Dresden. Bereite über 8000 mit Erfolg behandelt. (4353 Tagesordnung: 1) 2) Tfffn "on einanh j ^lläpflgx Sgej .1« t echt franz Fabrikat (d. h. nicht zu ver-z wechseln mit inländ. größtentheils un-ß brauchbaren Fabrikaten ) 1 Mol n;,n6ers» «ute 9(, V0; i8