1876. Freitag, den 16. Juni Kichener WWW Anzeige- und Amtsblatt fit den Kreis Keßen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 8 Mark »6 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. SWch ftcilj Juni: S®« autL $■ 8&i4 fOe 137. fn G°"uch'd°s"Mit«U-d-s be« KreiSausschusses, Hafgerichis-Advoeaten Hirschhorn, um Entbindung oon den Funktionen eines Mitglieds des Kr-,s-us- Gießen, den 14. Juni 1876. i obersten Stock. IVnffdifanfr. M ■* mb Metropole des Bisthums Mainz ist zur Wahrheit geworbenll _ ' _ . ' i C CTX k Ml) 1 t Htfi Dem hiesigen Reformverein wurde — Dank der Munificenz unserer _ V ' 4 . ___ . rr rf ____(WCL V aA (SA n t fr atL b a OH ftp« krie-Regimknts A a Krausse. men 30 Pfz! Spamer, Kr^isastessor. sowie der Akademie-Daal im ehemaligen churfürstlichen Schlosse zu einer allgemeinen Versammlung in anerkennenswerther Weise überlasten. Der Gottesdienst begann Morgens 11 Uhr, wobei Herr Pfarrer Steinwachs aus Offenbach das Hochamt celebrirts' und Herr Profestor Dr. Knoodt aus Bonn die Predigt in schwungvoller, erhabener Sprache unter gespannter Aufmerksamkeit seiner Zuhörer hielt. Die allgemeine Versammlung im chursürstlichen Schlosse, wozu Alle, welche sich für eine authentische Beleuchtung dieser religiösen Zeitfrage interessiren, eingeladen waren, eröffnete Herr Reallehrer Dr. Denk um 31/a Nachmittags mit einer herzlichen Begrüßung der Anwesenden, auch derjenigen, welche nicht aus Sympathie für die Resormsache erschienen waren. Hieraus betrat Herr Profestor Dr. I. Friedrich aus München die Rednerbühne und motivirte die Bestrebungen der Allkatholiken in einer einstündigen begeisterten vom Standpunkt der Geschichte und Wistenschaft überzeugenden Rede, welche. von der Versammlung (der große Akademie-Saal war ganz voll) mit der größten Aufmerksamkeit, nur durch öftere Bravos unterbrochen, angehört wurde. Diesem folgte Herr Bischof Dr. I. H. Reinkens, welcher anknüpfend an den Vortrag des Vorredners in geistreicher, gewählter, theilweise satyrischer Rede die römische Curie geißelte, die in dem Tadel des Jndifferentismus der mei- sten Katholiken gipfelt, welche mit nicht minder großer Befriedigung von allen Der Vorsitzende des Kreistags, v- R ö d e r, Kreitzroth. fchusses und event. Neuwahl eines Mitgliedes für denselben. Erstattung des Verwaltunqsbertchts des Kreisausschusses für 1875. Prüfung der Rechnung der Kreiskasse für 1875. Feststellung des Voranschlags der Kreiskasse für 1877. enthalt- Bekanntmachung. 12. l. Mts. vorgenommenen Wahl ist zum Mitglied des Vorstandes der israelitischen R-ligionsg-meinde Gießen Herr Merer s?om- 3. 4. 5. 6. 7. && jiinin' • erkauf von DMrutz. W* pa * fl M, dü Iw- _ iuna«>Ei'»M: i s«b V. Sluttet |UJ*L.: ilitneaiM"* , White« Ä® ’S* r *«"7 fl« Anwesenden ausgenommen wurde. Herr Reallehrer Dr. Denk schloß hierauf die Versammlung, indem er in herzlichen Worten den verehrten Gästen seinen Dank, im Namen des Vereins zur Unterstützung der katholischen Reformbewegung in Mainz, aussprach. Mainz, 13. Juni. Nach dem „Mainzer Journ." wird ber der bevorstehenden Frohnleichnams-Procession die bisher übliche militärische Begleitung nicht mehr statlfinden. m Berlin, 12. Juni. Der König hat dem Minister Dr. Falk den Rothen Adlerorden erster Classe mit Eichenlaub verliehen. Berlin, 13. Juni. Wie verlautet, sind neuere Weisungen an die Commissarien der Pforte in den aufständischen Provinzen ergangen, ihren Pro- clamationen hinzuzusügen, daß die Türkei die schon bewilligten Reformen für diejenigen, die sich binnen sechs Wochen verständigen, auf Grund der an die Präsidenten der gemischten Commissionen früher gerichteten Weisungen vollkommen aufrecht hält und die Commissionen auch die Ausführung der Reformen bewirken sollen. — Von einer neuerdings erwähnten Absicht Englands, Helgo, land an Deutschland abzutreten, ist in gewöhnlich nnlerrichteten Kreisen nichrs bekannt. Die Angabe wird allseitig stark bezweiselt und bedarf jedenfalls der Bestätigung. Berlin, 13. Juni. Der Eisenbahn-Rendant Piltz wurde heute vom Stadtgerichte wegen Unterschlagungen und Urkundenfälschung zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf gleiche Dauer verurtheilt. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die diesjährige r-gelmäßig- Versammlung desKreistags des Kreises Gießen Freitag den 23. Jun«, Vormittags 10 Uhr, dem Rathhaussaal dahier stattfinden wird. Darmstadt, 13. Juni. Aus Veranlaffung einer an die zweite Kam- . wer gelangten Petition einer Reihe von Bergbau-Industriellen der Provinz Oberheffen um Verlegung der Bergmeisterei für Oberheffen von Nauheim nach Gießen hat das Finanz-Ministerium dem Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer gegenüber erklärt, daß ihm die fragliche Bitte berechtigt scheine, und daß die Regierung beabsichtige, derselben mit Eintritt der neuen Organisation der Berg-Behörden Folge zu geben. — Die Negierung hat im Budget für Ultter- kützungen von Gemeinden in Schulhaus-Bauten die Summe von 36,000 Mr. beansprucht. Sie stützt sich hierbei auf bas neuerlassene Volksschul-Gesetz und beansprucht danach gleichzeitig das Recht, über die Bedürfniß Frage, über Form .unb Größe der Unterstützung allein zu entscheiden, so daß das Bewilligungs- Recht der Kammern für den vorliegenden Fall nur ein formelles sei. In diesem Punkte ist nun aber der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer anderer Ansicht und hatte deshalb sogar ursprünglich jede Bewilligung abzulehnen be- jihloffen. Erst nachdem der Ausschuß der ersten Kammer sich zur Bewilligung ston 24,000 Mk. bereit erklärt, ging auch er auf die Bewilligung, jedoch mit der Beschränkung ein, daß den Ständen durch die Regierung von der Verwendung dieser Summe, soweit sie an einzelne Gemeinden erfolgen solle, jedesmal VII nur speciellen Genehmigung Vorlage gemacht werde. Aus Rheinhessen, 13. Juni. Der Abg. Dumont hat bei der zwer- Ät.ri im Kammer einen Antrag eingebracht, welcher sich an einen vor Kurzem vor dem Bezirkgericht in Mainz zur Verhandlung gekommenen Criminal-Fall an- Mießt und gegen die sog. Engelmacherinnen gerichtet ist, welche in unserer Provinz stark ihr Wesen treiben und von denen neulich eine zu 15 Monaten Gesängniß verurtheilt wurde. Der Antrag erstrebt eine Gesetzes-Vorlage, wodurch eine sorgfältige Ueberwachung der in Pflege genommenen Säuglinge und bkzw. kleinen Kinder eingeführt wird. Man kann nur wünschen, daß die Regierung sich veranlaßt sieht, ohne lange die Berathung in den Kammern abzu- warten, sofort eine Verordnung nach Anleitung der in anderen Staaten bestehenden Bestimmungen ausarbeiten zu lasten. ' Mainz, 12. Juni. Der gestrige Sonntag war für einen großen Theil ton Bewohnern unserer Stadt von wichtiger, weittragender Bedeutung. Der bon dem Vorstand des Vereins zur Unterstützung der katholischen Resormbewe- Mg in Mainz (Männer der Intelligenz und Wissenschaft) schon längere Zeit in Aussicht gestellte ehrenvolle Besuch des altkatholischen Bischofs, Herrn Dr. Reinkens nebst anderen Koryphäen gleicher religiösen Richtung, sowie feierliche Eröffnung des altkatholischen Gottesdienstes in der alten Bontfaziusstadt in Flaschet n Laale. cn noch ewige 6ii iavterspielen echk oed. d. Alls. ßSÄischen'Behörde' — He St.'Clara-Capelle zur Abhaltung des Gottesdienstes, en an Mtwe Matti! , sind innerhalb 6 lax kwzureichen, wlbugt 'n Pcrwögensregul^ men. §arl MorbM . < kientzbeamte, DTE am Mn«. kMm-bttger mit ^Stimmen gema^f| roä|)Tenb btei Tagen, nämlich den 19 20. unb 21 d. Mts bas Wahlprotokoll mit -°h-im-r»A> ^„Anlagen auf dem Bureau des 1. Vorstehers Herrn Meier H om b e r g - r offengelegt sein wird und daß während der unerstreckllchenFrist b«s« bre. Tage u,j Stimmberechtigte von dem Wahlvrotokoll und besten Anlagen Einsicht nehmen unb auch Elnwenbungen gegen tue Wahl ober gegen ben Gewählten, Ulwt ;»iehungsweise auch Ablehnung ber Wahl, bei Vermeibung bes Ausschlusses bei Großherzogllchem Kreisamt Gießen Vorbringen kann. «... ... «. 3- Berlin, 14. Juni. Fürst Bismarck ist heute früh nach Kissingen abgereist. Ems, 14. Juni. Der Kaiser ist heute Vormittag 10 Uhr hier eingetroffen und vom Kaiser von Rußland herzlich begrüßt worden. Ems, 14. Juni. Es heißt, Kaiser Alexander treffe auf seiner Rückreise über Warschau mit dem Kaiser Franz Joseph zusammen. — Erzherzog Albrecht wird hier erwartet. Cannstatt, 14. Juni. Im ganzen Neckarthal entluden sich heute schwere Gewitter mit gewaltigem Platzregen. Das Wasser des Neckars ist in bedenklichem Steigen begriffen und die Fluth-Höhe von 1872 bereits erreicht An vielen Stellen ist das Neckarthal in ganzer Breite überfluthet. Der Schaden ist groß. Unglücksfälle sind bisher nicht gemeldet. Friedrichshafen, *4. Juni. Das Wasser des Bodensee- ist noch immer im Steigen begriffen und steht 3 Meter über dem Nullpunkt des Pegels. Der Sckloßdamm ist überfluthet; in Den Kellern steht das Wasser theilweise 8 Fuß hoch. Die Zoll-Halle in Langenargen ist vom Wasser umspült, du Dampfschifffahrt unterbrochen, der Bahnverkehr zwischen Ravensburg und Friedrichshafen noch gestört. Wien, 12. Juni. Die österreichische Regierung hat, wie die „Kreuze Zeitung" mittheilt, bei der rumänischen Beschwerde geführt wegen des Ueber- falles, den bulgarische Aufständische am 29. Mai aus den Dampfer „Radetzky" der Donau-DampfschifffahrtS-Gesellschast ausgeführt haben. Die Leute waren auf dem rumänischen (linken) Donauuser eingestiegen und zwangen den Capitän zur Landung an einer bestimmten Stelle des türkischen (rechten) llfers, wo feine Station war. Der Handstreich scheint also von Mannschaften ausgeführt zu sein, die aus rumänischem Boden für den Aufstand in Bulgarien angeworbeu waren. Ararckreich. Paris, 12. Juni. Diesen Morgen fand bei Mac Mahon in Versailles ein großes Frühstück zu Ehren des Großfürsten und der Großfürstin Michael von Rußland statt. — Der Kriegs-Minister hat die militärischen Meffen auf dem MarSfelde verboten, die der commanbirende General der Ca- vaüerie angeordnet hatte, weil die Kirchen der Stadt und die Capelle des Schlosses für die religiösen Bedürfniffe der Garnison ausretchen. Paris, 12. Juni. Bei Gelegenheit der Beisetzung der sterblichen Ueber- reste der zehn im Exil verstorbenen Mitglieder der Familie Orleans in der Schloßkirche von Dreux fand dort ein Familienrath statt, welchem fast alle Prinzen von Orleans anwohnten und in dem auch die Politik zur Sprache gebracht wurde. Man war allgemein der Meinung, daß die allein praktische Politik die „Politik der augenblicklichen Entsagung" sei; daß man „zur Monarchie gelangen werde, indem man die Republik bestehen laste und den Augenblick abwarte, wo die gemäßigten Republikaner enttäuscht seien und sich zu anderen Verhältnisten zurücksehnten." Der Herzog von Aumale bestand besonders auf der Bildung einer Gruppe, die sich der gemäßigten Linken nähere und dazu bestimmt sei, in einem gegebenen Augenblicke die „enttäuschten Republikaner" zu sich zu berufen. Die Prinzen von Orleans wollen demnach eine Politik verfolgen ähnlich der, welche Napoleon III. vor seinem Staatsstreich in Anwendung brachte. Dieselbe Haltung haben sie übrigens auch eingenommen, als das Kaiserreich noch bestand. Sie gingen damals Hand in Hand mit den Republikanern, in der Ueberzeugung, daß sie nach dem Sturz des Kaiserreiches durch die Republik, wenn dieselbe erst einmal abgenutzt sei, wieder an die Gewalt kommen würden. Paris, 13. Juni. Der Senat berieth heute über den Antrag Parieu's, betr. die Einhaltung der Ausprägung von Silbergeld. Der Finanz-Minister erklärte, er habe die Absicht, die weitere Ausprägung zu sistiren, wenn die Ursachen der Silber-Entwerthung andauerten. — In der heurigen Sitzung der Budget-Commission gab der Herzog v. Decazes Aufklärungen über die französische Politik bezüglich der neuesten Ereignisse. Er sagte, er habe große Zurückhaltung beabsichtet, dabei aber für die Aufrechthaltung des guten Einvernehmens zwischen den Großmächten im Sinne der Erhaltung des Friedens gewirkt. Das Werk der inneren Restauration müste das hauptsächlichste Bestreben Frankreichs bleiben. Paris, 13. Juni. Es wird jetzt osficiell die Nachricht, daß der Sohn und die Mutter von Abdul Aziz umgebracht worden seien, für falsch erklärt; ihr Leben ist keineswegs bedroht. — Der türkische Botschafter theilte heute dem Herzog v. Decazes die Depesche über die Reformen in der Türkei mit. In hiesigen officiellen Kreisen ist man gegen diese so rasch ertheilten Zusagen sehr mißtrauisch, da man fürchtet, die Pforte werde nicht im Stande sein, constitutioneüe Formen, die mit Religion, Sitten und Vorurtheilen der Moha- medarier stritten, durchzuführen. — Seit heute Abend 6 Uhr tobt ein schweres Gewitter über Paris. England. London, 12. Juni. Ans Malta wird telegraphisch berichtet, daß der Herzog v. Edinburgh auf Befehl der Admiralität mit, fehlem Schiff „Sultan" gestern früh nach der Levante aufgebrochen ist. Andererseits haben die Panzerschiffe „Swiftsure" und „Jnvincible" Befehl erhalten, in Bälde vom Mittelmeer heimzukehren. Beide Schiffe bedürfen einigermaßen gründlicher Ausbesie- rung. Ein Tag zu ihrer Rückkehr ist noch nicht bestimmt. — Die Leuchtschiffe an der norsolker' Küste sind nunmehr mit Brieftauben versehen worden. Malta, 11. Juni. Das britische Canal-Geschwader hat nach Madrider Depeschen am 10. Juni in unbekannter Richtung den Hafen von Pigo verlassen. Eine Anzahl anderer englischer^ Panzerschiffe kreuzt bei Cap Finisterre. Der Contre-Admiral Luard und sein Stab trafen vorgestern auf dem Nepaul hier ein. Serbien. Belgrad, 13. Juni. Wegen häufig vorkommenden Grenz-Verletzungen entsandte die Negierung zwei Commiffäre nach Widdin, mit dem Auftrage, über Maßnahmen zur Abhülse mit dem dortigen Pascha zu verhandeln. Türkei. Konstantinopel. Ein Rundschreiben des Großvezirs befiehlt den Gouverneuren der Provinzen, sich fernerhin nicht mehr nach den Anordnungen der abgetretenen Regierung zu richten, sondern neue Weisungen abzuwarten Abermals sollen an 2000 Bosnier auf österreichisches Gebiet geflüchtet fein Wie man in Ragusa versichert, trifft Mukhtar Pascha wieder Vorbereitungen' zu einem Verproviantirungszuge nach Niksic. Afrika. Algier, 13. Juni. Das deutsche Geschwader, aus fünf Panzerschiffen bestehend, ist gestern in östlicher Richtung in Sicht von Algier vorübergefahren. Der Aviso Pornrnerania lief in den Hafen ein, um Kohlen an Bord zu nehmen. Amerika. Washington, 14. Juni. Der republikanische Präsidentschafts-Can. didat Blauie ist nach ärztlichem Ausspruche auf dem Wege vollständiger Genesung. Derutte zeigte dies der Convention in Cincinnati persönlich an. Auf letzterer kommt daher Blaine's Candidatur zuerst in Frage; darnach Bristow's, dann Morton's, dann Conkling's. — Nach Berichten aus Mexico wären dir Insurgenten bei Queretaro vollständig geschlagen._______________________ Lokal-Notiz. Gießen, 15 Juni. Bei dem gestern stattgehabten Gewitter schlug der Blitz in einen Stall in Wieseck ein und tödtete 2 Ziegen, ohne weiteren Schaden an btm übrigen Vieh anzurichten.__ -jt W ®ek"jJttuM 1 S•> fs i X’ifrS Kirschen-Verst die Kirschen aus den vlaMrahenimBaubch an dm unten genannten | Miet den daseM vorder werdenden Bedingungen < *!" Ältlich versteigert Ä"“f HetStn ■’ Dienstag dm 20. Wiiuieim, gift. ;3) Zag, Wl Mum 189 big’? ®itt0 l“nÖ 147 bis 19q L, ff? ^n 2t. cy. 11 Ubr «f t 177 « I ■* Wflfl b 'n : lihr, 1 SSSjjÄ* ■ ..ibelliw. B e r M i s ch t e S. — Am dritten Pfingstfeiertage hatte sich ein blinder Geiger dicht am Hin- ganqe zum Gesundbrunnen in Berlin aufgestellt und conccrtirte daselbst, während zwei Kassirer daS von den vorübergehenden verabreichte oder hingeworfene Geld einsammelten. Der blinde Geiger spielte und sang unterdeß die wehmüthi-ften, klagendsten Lieder, doch plötzlich hielt er inne, hieb mit seinem Geigenbogen auf de« einen Kassirer ein und brüllte diesen mit den prosaischen Worten an: „Dett Bemogeln hört aber nu uff, Oskar, ich hab' ett nu schon dreimal gesehen, bett Du die Pfennige in de Büchse un die Groschens in Deine Westentasche steckst." Kassirer OSkar stand wie versteinert da und vielleicht, weil sein blinder Geiger gesehen hatte, daß er mogeln warf er ihm die Geschäftsbüchse vor die Füße und entfloh eiligst ohne sich von btm ihm gemachten Vorwurf zu reinigen. Das durch diesen Zwischenfall verblüffte Publikum fing nun feinerfeit* an, den blinden Spielmann so scharf zu b.sehen, daß bieitr cs für gerathen hielt, sich mit seinem zweiten ihm treugebliebenen Gehilfen schleunig aus dem Staube zu machen. — (Die Rache der Schwiegermutter.) Berliner Blätter erzählen: Von einer mit dem Ehemann ihrer verstorbenen Tochter sehr unzufriedenen Schwiegermutter war testamentarisch angeordnet worden, daß ihre Enkel, die Kinder der tobten Tochtn, zwar das ihnen aus dem Nachlasse der Großmutter zustehende Erbtheil erhalten sollte^ dasselbe solle jedoch niemals in die Hände des Vaters dieser Kinder, also des Schmit- gersohnes der Testatorin, gelangen, Letzterer solle auch nicht den Nießbrauch des Erbt« seiner Kinder erhalten, die Zinsen sollten vielmehr zum Gericht gezahlt und dort aus- gesammelt werden, bis die Erben großjährig. Sterbe eines der Enkel vor erlangter Majorennität, so sollten die Übrigen Geschwister dessen Erben sein: falls sämmtliche Enkel der Erblasserin vor diesem Zeitpunkt sterben würden, sollte ein Sohn der riesteren dieselben beerben. Der Schwiegersohn sollte also absolut nichts aus dem Ber- mögen der Schwiegermutter erhalten, so weit dies in deren Macht stand. Der Zufall wollte nun, daß alle fünf Enkel der Testatorin vor ihrer Großjährigkeit starben, der letzte, ein hoffnungsvoller Student, wenige Tage vor dem 21. Jahr an einer auf dem Fechtboden erhaltenen Wunde. Für diesen waren Kapital, Zinsen und Zinseszinsen beim Gericht angesammelt worden und zu einer ganz beträchtlichen Höhe angewachsen. Der Vater, dem die Erziehung der Kinder viel Geld gekostet hatte, verlangte jetzt von dem Nachlaß seines Sohnes wenigstens das ihm gebührende Pflichttheil, weil bie Großmutter seiner Kinder ihm dies gesetzliche Recht durch ihre testamentarischen Bestimmungen nicht dabe entziehen können. Der Vater ist aber abgewiesen und dal ganze, fast zwanzig Jahre angesammelte Geld dem Onkel des letztverstorbenen Studenten ausgehändigt worden, weil der Vater, da er sich gar nicht hatte denken können, bag alle seine blühenden Kinder vor erlangter Großjährigkeit sterben würden, das Testament seiner Schwiegermutter, als natürlicher Vormund seiner Kinder, vorbehaltlos vor Gericht anerkannt und sich damit das Recht vergeben hatte, für seine Kinder statt M belasteten Erbtheils das Pflichttheil aus dem Nachlaß der Großmutter zu fordern. Er hatte seinen Kindern das ganze Erbtheil erhalten wollen, dafür hatte weder er, noch eins seiner Kinder etwas, vielmehr der feindliche Onkel Alles erhalten. Du Vater hatte sogar versäumt, vom Gericht aus dem Vermögen der Kinder einen angemessenen Zuschuß zu deren Verpflegung und Erziehung zu verlangen, der ihm sicherlich bewilligt worden wäre. Jetzt nach dem Tode seiner Kinder konnte er nachträgllch andi nicht einmal mehr diese Forderung stellen und- mußte mtt ansehen, wie sein Fein» lachend das große Erbe seiner Kinder einstrich und so die Rache der Schwiegermutter zur Vollendung brachte. — (Gin seltsamer Mensch.) Die „Geraer Zig." berichtet: Am 10. d. gegen Abmd erhängte sich hier in seiner Wohnung, Töpfergasse 10, der Hadernsammler Wunder Derselbe trug in gewisser Beziehung seinen Namen mit Recht; er besaß nämlich u eine Brustdrüse und das Herz hatte er nicht, wie die Übrigen Sterblichen, auf k linken, sondern auf der rechten Seite. Diese anormale Bildung sinneS Körpers n* auch die Veranlassung, daß er vor einer längeren Reihe von Jahren ip bet Jenaisäe^ Klinik längere Zeit zur Untersuchung und Beobachtung untergebracht war, und soll ü Fachkreisen der Körper des Verstorbenen alS einzig in seiner Art bezeichnet wo de' sein. Bet der in (Sera tagenden Versammlung der Aerzte wurde Wunder öfters requirr! — Am 7. Juni, Abends, ist Emrlie Jahn, geb. Hentsch, Wittwe des £ut osterS Jahn, in Freiburg a. d. Unstrut nach kurzem Leiden entschlafen. Sie binurlif: eine Tochter und deren zwei Söhne als Nachkommen. Die erste Gattin Jahn's, Helm! Kollhos, war eine Mecklenburgerin, deren Sohn Siegfried Jahn in Nordamerika unter nicht glänzenden Verhältnissen lebt Die jetzt verschiedene Gattin lernte Jahn io Solberg kennen, als er dort internirt war. Sie, war geboren am 2. Mai 1802, olß 74 Jahre alt geworden.___ Eingesandt. >, z, Halle ab. ' JtC I"®Garfin, Auf der Badenburg angekommen, wurden sofort durch den Turnwart Demut! 25q die Frei- und Ordnungsübungen vorgenommen, welche mit größter Präcifion au3|<:mofo(r. J’en 11. führt wurden. Hierauf hielt der erste Sprecher Philipp Uhl die mit Begeistert h 0U(H auf genommene, unten folgende Ansprache. Turnwart Demuth, unterstützt von W $ I- B. « ei wählten Preisrichtern ließ nun die zum Preisturnen sich gemeldeten Turner antrfI, und mit den Hebungen beginnen. Dieselben wurden mtt der größten Gewandtheit att- i geführt und ernteten sämmtliche Preisturner allseitigen Beifall- Auch spielte die hiesig j«. Regiments-Musik, unter Leitung ihres tüchtigen Eapellmeister Krausse, in W Zwischenpausen recht wacker und brav, unb wurde zum Schlüsse beim Heimmaria. $Ont $eni( auf der Wellersburg ein brillantes Feuerwerk abgebrannt. Der Zug bewegte sich in , wS $0 Den ly, . größter Ordnung, unter den Klängen der Musik durch die Stadt nach der Wohnvns ; . «i $ W von R des ersten Sprechers, woselbst die Vereinsfahne abgegeben, und von da zurück w ,e-j^cr (Sflh Pöschel 'S Bierhalle. Auch hier hielt die Musik noch einige Vorträge, bis enbM®lDtrft.i, e in der gehobensten Stimmung sämmtliche Festtheilnehmer auseinandergingen. Ansprache: Euch allen, von Ferne und Nahe, ein herzlich und fröhliches Gut Heil! Turner! J Die Ursache, sowie der Zweck unseres so zahlreichen Zusammenseins, ist, Ihnen wohl allen bekannt sein dürfte, unser 29. Stiftungsfest, welches wir heute in einer würdigen, von echt turnerischem Geiste beseelten Weise feiern wollen Gerrtp, ein erhebendes Gefühl muß uns alle, speciell aber Gieß enS Turner, beschleichen, wem Firnisse Copallack, nach und (2542 : gejohlt und horte »er Enkel vor erfolg; sein: falls sSM« (3098 2339) eine ließen, den 16. Juni 1876. (3168 (3152 empfiehlt 1876. I. vlttz. zu verkaufen durch Neue Matjes - Häringe empfiehlt 2742) Cmtil Fischbach. Mastictheer. (3118 50 10—14 Der im Uhr Böcher. wird Aul- 1t -5) 60 24 130 16 4 2 10 50 66 120 versteigert werden. Dir Zusammenkunft ist zur Stunde im District Dorfwiese. Großen-Buseck am 14. Juni Kirschen-Versteigenmg. Die Kirschen auf den Bäumen an den 2 12 8 4 32 4 188 100 6800 (3159 bestimmten L. Müller, auf der Mäusburg. unter den daselbst vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden: 1) Montag den 19. Juni I. I-, Vormittags 10 Uhr, auf der Straße von Vilbel nach Offenbach, Abtheilung 219. 2) Dienstag den 20. Juni l I, Vormittags 9 Uhr, auf der Staatsstraße bei Bad-Nauheim, Abtheilung 113 bis 119 in der Nabe des Stations-Gebäudes. .3) Denselben Tag, Mittags 2 Uhr, auf der Straße Berstadt-Friedberg, Abtheilung 189 bis 140 bei Södel und denselben Tag, Mittags 3 Uhr, Abtheilung 127 bis 129 bei Wölfersheim an der Ziegelhütte. 4) Mittwoch den 21. Juni l. I., Vormit- Garbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol wir den Gedanken, welcher der Weihe dieses Tage« zu Grunde liegt, richtig auffassen und verstehen! Freudig gehoben muß sich jeder Gießener Turner fühlen in dem Bewußtsein, einem Vereine anzugehören, welcher beinahe sein drittes Decennium zurückgelegt und alle während dieser Zeit entstandenen Hindernisse glücklich zu beseitigen wußte, so daß er aus den oft bart durchkämpften Sturm- und Drang-Perioden sieg reich heroorgm-. War cs doch bei Gründung unseres Vereins keine leichte Aufgabe, solche alles Edle fördernde Vereine ins Leben zu rufen, sie zu pflegen, zu erziehen, und vor allem über ihnen zu wachen, damit sie nicht von den damals so vielfach entgegengesetzten Strömungen verschlungen wurden. Aber unsere Devise — jene mächtigen Zauberworte —: ,Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei", und unseres edelsten Sängers ernste Mahnerstimme: ,AnS Vaterland, ans theure schließ dich an" begeisterte unsere Vorgänger und half ihnen über alle Klippen hinweg. Der Gießener Turnverein wuchs und gedieh und zählte bald in seinen Reihen — Dank seinen tüchtigen Lehrern und Turnwarten — Turner von hervorragender Größe und bedeutendem Rufe. Manch schöner und erster Preis wurde von auswärtigen Festen mit heim gebracht und entflammte unsere jugendlichen Turner zu immer höheren Leistungen. Aber auch im VcrwaltungSfache refp. Leitung der Geschäfte standen Männer an seiner Spitze, welche alles aufboten, den turnerischen Geist zu heben und den Verein dauernd auf sicherer Gru »dlage zu befestigen. Ich erinnere nur — allen tags 11 Uhr, auf d«r Straße Hessenbrückerhammer-Butzbach hinter und vor Eberstadt, Abtheilung 234 bis 253 und an demselben Tag, Mittags 3 Uhr, bei Griedel, Abtheilung 255 bis 272. Donnerstag den 22. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, auf der Straße Nieder- Wöllstadt-Hanau, Abtheilung 164 bis 177 und Ilbenstadt-Reichelsheim am Chausseehaus bei Ilbenstadt, Abtheilung 167,68 bis 175. Freitag den 23. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, Straße Gicßen-Gelnhausen in Gemarkung Büches, Abtheilung 229 bis 234 und in Gemarkung Büdingen, Abtheilung 247 bis 250. Holz-Versteigerung. Mittwoch den 21. b. Mts-, von Morgens 8 Uhr an, sollen in den Wiesecker Gemeindewald, Di- ftricten Haide und HundSkopf versteigert werden: 3171) Eine Bäckerei mit Wirthschaft und Specereihandel in einem Ma'ktflecken ist zu verpachten event. zu verkaufen durch 2- Blitz. DecoratiouSlack, Schleiflack, Wagenlack, Damalack, Eisenlack, Petersb. Möbellack, Leinölfi rniß, Seccatif und Terrebine Köln-Mmdener Eisenbahn-Gesellschaft. Am 1. Juli d. I. treten neue, mit theilweiser Erhöhung der Fahrpreise und Frachten verbundene Tarife für die Beförderung von Personen und Reise- gepäcke sowohl im Binuenverkehre der unter unserer Verwaltung stehenden Bahnen als auch in allen direkten Verkehren in Kraft. Den Billetpreisen für \, II. und III. Klasse werden dieselben Einheitssätze wie bei den Preußischen Staatsbahnen und denjenigen für IV. Klasse die Einheitssätze unserer Nachbarbahnen, der Bergisch-Märkischen und der Rheinischen Bahn, zu Grunde gelegt. Die Erhebung der Gepäcküberfracht erfolgt nach der Gewichtseinheit von 10 zu 10 Kilogramm und werden im Minimum 20 Pf. erhoben. Die neuen Tarife können schon einige Tage vor dem Emführungstermine auf den Stationen eingesehen werden. AeUgeöotenes. Zur Desinfection empfiehlt Ute ein Lohn drrtz- t nicht» aus bts 8;) acht stand DrrM Wnglett ftarta. M Zahl in einer n'«. mitn und MchM. -en Höhe angt*' rte, verlangte jetzt ltt MiWeti, weil Krofdorf, den 14. Juni 1876. Der Oberförster. I. D: v. W i n d h e i m. Lasurfarbe. Kasseler Braun, in Wasser abgerteben, Terra de Sienna, gemahlen und ganz, Katechu und chromsaures Kali empfiehlt 1647) L Müller auf der Mäusburg. Ueörigen ehrend gedenkend — an Dr. Weber, Heß, W eidig und meinen Vorgänger Dr. Wctff enbach. Und so von echt turnerischem Geiste beseelt, von tüchtigen Lehrern herangebildet, von uneigennützigen, für alles Edle und Große warmfühlenden Männern geleitet, blühte und wuchs unser Verein heran bis zur Gegenwart, in welcher ebenfalls ein würdiger und seinen Vorgängern vollständig ebenbürtiger Lehrer und Turnwart fungirt. Auch seine jetzige Leitung liegt und ruht — ich darf es dreist sagen — in guten Händen. Möge unser Verein denn unaufhaltsam blühen, wachsen und gedeihen, und mögen Männer au« ihm hervorgehen, welche würdig sind sich im wahrem e>tnnc deS Worte« deutsche Turner zu nennen. Der deutschen Turnerschaft und specicll unserem Vereine ein dreifache« Gut Heil! District Herborn und wird mit dem Bauholz der Anfang gemacht. Nachmittags 1 Uhr kommt das Brennholz zur Versteigerung Hungen, den 14. Juni 1876. (3158 Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 30 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 310 „ „ Prügclholz, 206 „ „ Stockholz, 6520 Wellen „ Reisholz, 413 Kiefern- und Fichten-Stämme, 845 „ „ „ Stangen. Der Anfang ist an der Chaussee Lollar. DaS Brennholz wird Vormittags das Bauholz Mittags versteigert. Wieseck, den 13. Juni 1876. Literarisches. Soeben erschien Portemonnaie-Etsenbahn-Coursbuch von Heinrich Grobel, Cassel. Bequemes Format, zweckmäßige Zusammenstellung und billiger Preis haben dem Büchelchen bereits eine große Beliebheit verschafft und ersetzt dasselbe in seinem jetzigen Umfang für Reisen in Mittel- und Weft-Deu tsckland jedes größere CourSbuch, welche zum Beisichführen nicht so handlich sind. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Wagner. Phospbor- und febwefelfreie Sicherheits-Zündhölzer in Spanschachteln empfiehlt (3154 JEtnil Fin ch f> er der tobten ist ftbtheil erhallen fofe mder, also deS Gfc it Nießbrauch bt5 H Rmtr. Bucheu-Scheioholz, „ Nadel- , Buchen-Prügelholz, » E-chcn- w Nadel , Buchen-Stockholz, „ Nadel- Wellen Buchen-NeiSholz, „ Nadel- teftamentarihtien & L abgewiefen und bii erstorbenen SVftata Renten ßi» BÜibtn, bti Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg sollen dei vordehoM v. an den unten genannten Taoen und Orten inne Km« smlH -ä5!S»5 5lCD dentis Holzversteigeruug. Dienstag den 20. d. M., von Morgens 8 Uhr an, sollen in den hiesigen Gemeindewaldungen, in verschiedenen Districten: Kiefern- u. Fichten-Stangen von 15—35 (Zentimeter Durchmesser und des Vormittags von 8 Uhr an, M in dem Bersröder Gemeindewald, Di- ürict Oberes - Häuschen, nachverzeichnctes holz versteigert werden: $ Fichten-Stämme von 15—27 Centimtr. Durchmesser und bis 17 Meter Länge und 90 Stück Fichten - Stangen, zu Sparren und dergleichen sich eignend. Die Zusammenkunft ist im Ort. ÄerSrod, den 14. Juni 1876. (3162 l d'vßherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. »ivtzMUcr iu W dafür tjatte nto&j ü Mcs erhallff u. der Ätnfecr eiE lange,, der lhm p nntc er naÄtragW- ansehen, wk W che der 64®’^ a btfai 'n «eE i?bet f Jebrail, ’a Irt Kl* ’ t Bun»" oft« Äü- *«* '-•"SÄ* Meter Länge, II. Brennholz: Rmtr. Buchen-Scheidholz, Da ii bltZ'Llqneur nur allein fabricirt von dem Apotheker N. F. Daubitz in Berlin, Neuenburger Str. 28, prämiirt, empfohlen von Aerzten und Konsumenten, weltbekannt als cin vorzügliches Hausmittel, ist zu haben bei I. Wallach in Gießen. (1921 Friedberg, den 11. Juni 1876. (3119 GrohherzoglicheS Kreisbauamt Friedberg. I. V. d. K.: __Schnitzel, Bauaccessist.__ Holzversteigerung im Bersröder Gemeindewald. Montag den 19. d. M., Dickwurz- Pflanzen werden verkauft 3123) Settersberg E. 37, Nebenbans Fuhbodknrmstrich in allen Nüancen, hart und schnell trocknend, sowie Fußbodenlack, sofort trocknend, 'dl d" ft* nb * , aiflrtra^' ’S»-«* \\8P Ifl fltl _____L. Müller auf der Mäusburg. 3157) Frische MauS-Kartoffeln, Spargel, Blumenkohl und sonstige Gemüse, ea.pfiehlt H. Kurth, Fisch- und Gemüsehandlung. Nnßholzbeitze in Krystallen, wasserlöslich, empfiehlt 1648) L. Muller __auf der Mäusburg. 3169) 150 gut erhaltene Strohstühle sind in kleineren und größeren Partien billig empfiehlt in vorzüglichen Qualitäten (1645 L Müller __________________auf ber Mäusburg. 3174) Noch gut erhaltene Fenster zu Verkäufern_____________Hötel „Prinz Earl." 3172) 30—40,000 Oberndorfer Dickwurzpflanzen, sowie sonstige Gemüsepflanzen zu verkaufen. Zu erfragen in der Trinkhalle am Neu- städter Tbor.________________________________ Maschinenöl, feinstes, für Nähmaschinen und für technische Zwecke. Bulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, tu 1/i und 2 Pfd. Kisten, sowie in %, V4 und 72 Ctr. Kübeln, empfiehlt- en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitäten zu Fabrikpreisen. JPepsinliqueurs empfiehlt Fischbacli/ "FrTmHIeTl^ Wallthorstraße Nr. 8^3, empfiehlt Prima - Portland - dement, Mosaikplatten in diversen Desfins, Thonplatten in schwarz und gelb, Trottoirplatten, Solnhoferplatten, Thonröhren für Wasserleitung und Appartements-Anlagen, Feuerfeste Steine, Prima-Dachpappe im Einzelnen, sowie auch Uebernahme vollständiger Eindeckungen nach bewährtem Leistensystem, Feinsten Gmmentbaler und feinsten Nahmkäfe empfiehlt 2651) EmH Fischbach» Salicylsäure, chemisch rein, „ mundwaffer, per Flacon 60 Pfg., „ Zahnpulver, bestes und angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln ä 40 u. 60 Pfg., empfiehlt 3097) L Müller auf der Mäusburg. Die erwarteten billigen Herrenhüte sind wieder eingetroffen. 3114)A. Fangmann. Oelfarbeu in allen Sorten, auf's Feinste gerieben, hart und schnell trocknend, empfiehlt (1649 L. Müller auf der Mäusburg. Der Vorstand. JUKI VVH lUWUUUl ,,,,1 ~ _ ' Svieaeln jeder Art, Eonsvl-Tischen, Galerien, Bilder-Rohm-», W>mg tom 23. gtbr. Soeben ist er (Frag- und Anzeigcblatt) J zugleich Im Verlage von Er. Ackerm»®“ die I, “"'IT' in Weinheim Ot soeben erschienen M öftere HM», durch alle Buchhandlungen zu beziehen. - Hoffnungen errett Führer Et SÄ 'e«nj(l «Hf C st-ht. empfohlen. Köln-Giehener Bah», Rufe 3164) Verloren ein Medaillon von Glas; F. H a b e n i ck t lohnuna- Verantwortliche Redaction A. Scheyda. Auflage 4700. 139. Jahrgang. Darmstadt, 14 flöte der Abg. Schröbe i) Ob dieselbe de Crscheinl ss-xper höflichst einladen. 3166) Frau Oberstlieutenant Frank, Reichensandstraße C- 127. Mir. die Staatsaufsicht z- kirchlichen Zwecken, d^s Gesetz vom 23. Ax Ms-Gemeinschaften im 2) Insbesondere, 3165) Eme tüchtige Köchin wird auf Johanni zu 200 Mark Lohn gesucht. Frau Wilson, WilhelmSstratze. im Lokale bei Friedrich Führer dahier statt. Tagesordnung: Aufhebung des §. 21 der Statuten. 3129) Der Vorstand Kissinger Rakoczi, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhäuser, Salzschlirfer, Schwalbacher Stahl- und Weinbr., Schwalheimer, Selterser, Wildunger, (2155 Emil Fischbach, Betreffend: Dt Das von Ihnen Gießen, den ' genommen. Abonnementspreis durch die Post bezogen 1 M- 90 Pf. ausschl. Provision und Bestellgebühr, am Postschalter abgeholt 1 M. 50 Pf. pro Quartal. Die Expedition Amtliches Orqan für Stadt und Kreis Darmstadt ist von allen in Darmstadt und Umgebung erscheinenden Blättern wie das älteste so auch das verbreitetste in allen Kreisen. Es ist gleichzeitig das Organ für die amtlichen Bekanntmachungen des Großhe.zogl. Kreisamts, der Polizei und der städtischen Behörden, und eignet sich durch seine Verbreitung zu Inseraten jeder Art, welchen es durch seinen großen Leserkreis den besten Erfolg sichert. Unterhaltung wird durch das damit verbundene „Jllustrirte Unterhaltungsblatt" mit Beiträgen namhafter Schriftsteller und jährlich an 250 vorzüglichen Illustrationen geboten, wie auch den localen Nachrichten besondere Sorgfalt gewidmet wird- Annoncen werden von der Expedition, sowie von allen soliden Annoncen-Bureaux, entgegen- 3161) Gegen 100 fl. Lohn wird aufs»' gleich ein guimüthigetz, kräftiges Mädchen, zur Verpflegung einer einzelnen Dame, »t- sucht. Zu erfragen bei der Exped- d. Bl«?- 3163) Ein braves Dienstmädchen w' Johanni gesucht. Seltersweg C- 56- _ HSti luliffig ift, obei I 3) Ob $t. men Austritts aus ben »chen gedenkt? Heuchelheim. Sonntag, den 18. Juni: Fahnenweihe des Gesangvereins „Germania" bei I. Kreiling's Ww>, wozu wir alle Freunde des Gesangs Krankkn-Rntkrllützungs-, SterdkKnffe- u. Wittwen- llntcrfiübunQS - Verein. Montag den 19 d. Mts', Abends 8 Uhr, findet eine außerordentliche General-Versammlung der Mitglieder des Vereins Aufertigkn von ^*^**»-y *-•••• i - 1 --/ - — , sowie im Einrahmen von Bildern in Goldleisten 2c. und verspreche schone uno reelle Ausführung bei billigem Preise. Durch Bezvg neuer Formen von Berlin । und Paris bin ich in Stand gesetzt, jeder Anforderung zu entsprechen. Um gütige Aufträge bittend zeichnet achtungsvoll I. V Rittett, Vergolder, Wallthor. Gießen vorräthig: , ~ r Bucken, W., Professor tu Gießen. Oestreich und Preußen im Befreiungskriege. Urkundliche Aufschlüsse über die politische Geschichte des Jahres 1813. — I. Band. Preis M. 9. - ----ö Eiuladuna zum Abonnement. Mit dem Beginn des neuen Quartals laden wir zum Abonnement aus die Darmstädter Zeitung ergebenst ein. Die Darmstädter Zeitung^ erscheint täglich m einer doppelten ^US aabe (Sonntags und Montags einmal) und ist zufolge dessen in der Lage, allen Ansprüchen an Vollständigkeit, Reichhaltigkeit und Raschheit der Nachrichten in vollem Maße zu genügen. , . , . . Aus den europäischen Hauptstädten bringt sie Origmalcorrespondenzen. Durch politische Tagesübersichten, Leitartikel u. s. w. werdenalle Wichtigeren Vorkommniffe besprochen. Ueber die Verhandlungen des deutschen Reichstags, des Hess. Landtags und der Landessynode wird auf das rascheste und genaueste referirirt, ebenso über die wichtigeren Verhandlungen anderer deutscher und außerdeuischer Körperschaften. Die Telegramm- können bei dem zw-iwal'gen Erscheinen mit besonderer Raschheit mitgetheilt werden. Du Borsenverhälknisse erfahren in unparteiischen Original-Börsenberichten aussuhrltche Besprechung. Die Resultate der Frankfurter Börse finden noch in dem an demselben Tage erscheinenden Hauptblatt Aufnahme. Insbesondere ist auch die „Darmstadter Zeitung" bemüht, allen Nachrichten aus dem Großherzogthum ausgedehnte Diese neu- hübsche ausgeftatt-t- Aust k -•« welche durch weitete Beigabe einer p« M **' <4. . karte des Taunus & Rh-mgau mit L, b!n SiSdt-plön-, sowie durch Bcorb-ttung-D I 1 größeren TerratnS, in welchem besang f, ft« ä sind die wichtigen und interessanten de Abfahrten von Giessen nach: Deutz 6", 12, 443. -nein Dillenburg 6«, 12, 4«, 9S- Bernetrasse «fe den Oden«»!1 fgl”1?1 Moment ‘btr sowie [ die b„LCel Frankfurt a. M., Taunus * RheinfB» ich, historisch topographisch bearbeitet. Btt/t» , & «r »«,L Diese neue hübsch. °usgeft°tt-t- Aufl^. 'W enff^ w-lch- ?urch wett-'-Beigabe einer SV-I^ < 4. M SCC,d)®a® Feuilleton"'enthält Original-Novellen, Aufsätze wissenschaftUchen und bellestristischen Inhalts, insbesondere aus der Hessischen Geschichte, über Ute- ratur, Kunst und Musik, Reisebeschreibungen, Mannichfaltiges u. fi t- Die intereffanten Mittheilungen der Großh. Centralstelle für Landes- statistik, sowie der vierteljährlich erscheinende AccessionSkatalog der Großh. Hofbibliothek werden kostenfrei als Beilage ausgegeben. Die „Darmstädter Zeitung" kostet in Darmstadt vierteljähr ich 3 Mark 25 Pf., mit Bringerlohn 4 Mark, bei den Postanstalten, incl. des Post- Aufschlags 3 Mark 75 Pf. pro Vierteljahr, ex-l. Bestellgebühr. Hinsichtlich des Allgemeinen Anzeigers bemerken ww, daß sich derselbe zufolge der sehr starken Auflage, der Verbreitung der „Darmstadter Zeitung in allen Gemeinden des Großherzogthums und des Umstands, daß sie als Organ für die Bekanntmachungen aller öffentlichen Behörden dient, vorzugsweise für Veröffentlichungen eignet, welche man zur Senntniß des ganz-n Landes zu bringen wünscht. Die Einrückungs-Gebühren betragen für den Raum der fünsspaltigen Petitzeile 15 Pfennige, für Local-Anzeigen 12 Pfennige, und finden Inserate sowohl in dem ersten wie in dem zweiten Blatte Beförderung. Darmstadt, im Juni 1876. Expedition der Darmstadter Zeitung. mrtofh» 2, i’wie ü! ®'»et 'iW'Jen h"”L r üiinj 2738) Eine freundliche Familienwohnung, aus vier Zimmern und allem Zubehör bestehend, ist zu vermiethei. und sogleich beziehbar. Nähe- res in der Exped. d. BlttS. 3017) ImHerb er ffeben Hause vor dem Neustädter Thor sind 2 Familienlogis, jedes aus 3 Stuben und 3 Cabineten bestehend, benebft 1 Stück Haus-Garten und Bleiche, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres bei Franz Senner, Selters- weg-______________________________________ 3167) Zu vermiethen ein kleines Häuschen. Wolkengasse Nr. 96. Geschkifls-Empskliiung. 3007) Meinen werthen Kunden, sowie dem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von meinem Augen» übel insoweit wieder befreit bin, daß ich meinem Geschäft wieder vorftehrn kann. Unterstützt von tüchtigen Arbeitskräften empfehle ich mich deßhalb im Strofjfjüte werden gewaschen und neu fayonnirt bci 1301) _________L. Gail, Mäusbur^, Apollinarisbrunnen, Carlsbader Mühl- u. Schlossbrunnen, Emser Kesselbrunnen, w Kränchesbrunnen, „ Victoriaquelle, Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethenbrunnen, Hunyadi-Janos-Bitterwasser, empfiehlt in stets frischen Füllungen Aermischte Anzeigen. 3147) Ein braves Dienstmädchen wird ofort in Dienst gesucht. Näheres bei der Expedition d. Blattes. 3143) Ein Actuariats-Aspirant sucht Stelle. Eintritt sofort. Auskunft bei der Expedition. 3139) Schneider für Land- und Stadtarbeit bekommen für ein Confectionsgeschäft dauernde Arbeit. Wo? sagt die Exped. 3131) Forderungen an Wittwe Martin, Wolkengasse C. 90, sind innerhalb 6 Tagen an Unterzeichneten einzureichen, widrigenfalls dieselben bei der Vermögensregulirung außer Betracht kommen. Carl Moebius, ©tationsbeamte, M.-VZ.-B- Mainz, 12, > , Mmsmm tzchAm fe ___________________________________________ni*t schienen und in btr Ferbcr'schen Univ.-Buchhandlung i« ist!» WA" f.' -taib ih« fm,m r worden war), b-nützten Gei Wen. Die Kn ßrM 3116) Es können noch einige Scküler Unterricht im Klavierfpielen erhalten. Näheres in der Exped. d. Bltts. 3038) Ein tüchtiger Bursche zum Flaschen- schwenken gesucht von L. Textor im Darmstädter HauS. 2762) Ein brave- Mädchen auf sogleich gegen guten Lohn gesucht. Näherer in der Exped. d. Bltts.__ 3153) Arbeiter gesucht. Louis Rothenberger, Neuenweg 193. 3156) Ich suche auf sogleich ober später ein braves solides Mädchen, das kochen kann und die Hausarbeit ver- ; dem äßteb erbring er eine gute B e- biogen 1 • 12 4« 7, vipu.iv. loynuna. F. Habentcht Wetzlar 6« 840. , — Druck'Hd Verlag der Brühl'fchen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tn ließen. Das Darinftäbter Tagblatt Iiermietfiungen. 3136) Ein möblirtts Zimmer ist zu ver- miethen bei Georg Oert-l, Frankfurterstr, neben dem Chausseebaus. 3138) Eine schöne Famtllenwohnung 'st zu venntethen und alsbald zu beziehen bet 3037) Ein möblirUs Zimmer zu vermieden bei H. Keck, Kaplansgasse. 3170) In einer Univeisitätsstodt ist eine fshr frequente Bäckerei mit Wirthschaft unter günstigen Bedingungen zu verpachten durch _________________________I. Blitz 3173) Ein Log's zu oermtelhen bei Geschirrhändler Wagner, Tiefenwea. luterricht im Hebräischen für Kinder. Eltern, die ihre Kinder im Hebräischen unterrichten lasten wollen, empfehle ich mich bestens. Der Erfolg, den schein Butzbach während 10 Jahren hatte, läßt mich hoffen auch hier zahlreiche Schüler zu finden. Simon Sundlieimer. Näheres jeden Samstag und Sonntag im Hause des Herrn L o ui r Rothenberger, Neuenweg 193. _ (31B1 Hiermit erlaube ich mir, einem verehrlichen Publtkitm meine nach neuester Construction eingerichtete Dampfschneidemuhle ergebenst in Empfehlung zu bringen. Durch dieselbe bin ich in den Stand gesetzt, das Schneiden von Balken, Schwellen, Bohlen, Brettern, Dach - und Spalier-Latten, Zaunpfählen, die Herstellung von Brunnen-Rosten, Ziegel» brettern rc. rc., zu übernehmen und schnellstens auszuführen. Außerdem halte ich mein reichhaltiges iL o g e r in allen Sorten geschnittenem $ und Lager-Holz, Bohlen in allen Dimensionen, Stückhölzern, Gerüststangen rc. 2c. bestens empfohlen. Unter Zusicherung reellster Bedienung und billigster Preise, bitte ich um geneigten Zuspruch. $509 Balthaser Euler, G ießen, am Hamm. •e ?' Hei die wichtigen uno inieiqiuiucn rniioiiin^ t>er m f - Sä fei d-ßhalb derselbe ouf’6 Sei«