Mo. 63 Mittwoch, den 15. März Gießen, am 11. März 1876. unk Darmstadt, am 29. Februar 1876. ds 7 Uhr, (hichtlilhen Zeilen. Fuhr. 823. - Der Reichskanzler habe die Absicht, die preußischen tinbod)- «"i1 n F ItN. Zu Nr. M. d. I. S. 3079. Betreffend: Wie oben. i 1876. fltt ' , • .«.SStfl* Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. vtertclj.'rhrilch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. sterialdiiector v. Starck nimmt den Regierungs-Commissär an der Oberhessischen Bahn in Schutz gegen die gestrigen Angriffe des Abgeordneten Osann. Der Regierungs- coinmisjar habe, wie das Gutachten der Sachverständigen beweise, bei dem Bau der Bahn seine L-chuldigkeit gethan, auch sei der Vorwurf, es fehle demselben an Energie, unbegründet. Wenn der Reservefond der Oberhessischen Bahn nicht bedeutend sei, so komme es daher, daß viele Betriebsausgaben darauf übernommen worden seien. Man habe die Oberhessische Bahngesellschaft mit Rücksicht auf ihre Lage nicht drängen können, und habe man auch in dieser Hinsicht dem Regierungscommissär keinen Vorwurf machen können. Der Staat brauche nicht, wie eine Gesellschaft, Reservecapitalien zu sammeln, oon r a • ,??er in einer günstigeren Lage; es würden zur Verbesserung der Babnen •■rr ■' ™ jährlich disponibel, ohne daß der Staat mehr als seither bezahlen müsse. Welker will die nun einmal gebauten Bahnen im Interesse der Provinz Ober- brssen n ogl'chsi brauchbar gemacht haben; den begründeten Klagen über die Bahnen könne nur abgeholsen werden, wenn sie der Staat übernehme. Er macht darauf aufmerksam, daß, wer dem Anträge der Minorität bezüglich des Umtausche- der Staats- Obligationen gegen Eisinbahnactien beistimme, d'e Vorlage überhaupt ablehne. Mini- sterratrat!) Fii k wendet sich gegen die Ausführungen Osann'S, welcher behauptet habe, 'S Art w,e die Bahnen gebaut sei.n eine Blamage für das Land. Wenn die Fahl plane nicht so seien, wie sie Herr Osann wünsche, so komme es daher, datz man nur wenig Züge gehen lassen könne. Wenn die Betriebseinnahmen stiegen, sti-gen nickt die Verwaltungskosten in gleichem Maße. Auch der Staat müsse eme Hebung dcs Verkehrs abwarten, ehe er mehr Züge einlege, er habe aber die Mittel, ™ ZU bessern. Jost (Bensheim) macht auf die zwischen Hcffen und Preußen bestehenden Eisenbahnveriräge aufmerksam; er glaubt, e8 würde finanziell ziemlich einerlei für uns ietn, ob das Reich die Oberhessischen Bahnen vom Staat oder der Gesell chaft erwerbe. Ministcrpräsident Hofmann erklärt, daß die Annahme des von der Minorität vorgefchlagenen Kaufpreises einer Ablehnung der Vorlage glcich- komme. Was die Verbesserungen der Bahnen betreffe, so werde die Regierung jeden einzelnen Fall prüfen und verpflichte sich von vornherein zu nichts. Die Regierung habe nur im Interesse des Landes bei der Vorlage des Vertrages gehandelt, wie er unter Darlegung aller vorliegenden Verhältnisse nachweist. Ellenberger erklärt die ungünstigen Darstellungen der Gegner des Vertrages für übertrieben, glaubt, daß die Verkehrsverhältnisse einer gedeihlichen Entwicklung fähig seien. Maurer spricht für die Vorlage; er will die Verkehrsmittel in der Hand des Staates vereinigt wissen. Edinger theilt mit, daß er seiner Zeit für den Vertrag mit Erlanger gestimmt Hobe; wenn auch die damals gehegten Hoffnungen nicht in Erfüllung gegangen seien, so reue es ihn nicht, Oberhessen, bas zu seinen Forderungen berechtigt gewesen sei, zu den Bahnen verhalfen zu haben. Er fei bei der Berathung 1868 der bestimmten Ansicht gewesen, daß es sich nicht um eine begrenzte Zinsgarantie handele. Die Vorlage der Regierung diete vollständige Garantie für Besserung der Verhältnisse. Es sei nicht zu erwarten, ' daß die Gestllsckaft auf andere Bedingungen eingehc. Er sei gegen eine Centralifation des Eisenbahnwesens und hätte gewünscht, daß die Regierung sich bezüglich der Reichs- eisenbahnen wie die bayerische ausgesprochen hälte. Der Vertrag sei im Interesse des Londes und der Provinz, wie er durch eine Reihe von Gründen und unter Wioerlegung der vorgebrachten Einwürfe nachzuweiscn sucht. Dumont wiederholt feine Einwendungen gegen die Vorlage, welche Minister Schleiermacher theilweife zu widerlegen ,uckt. Pfannstiel wird für die Vorlage stimmen, weil er der Versicherung der Minister, die Vorlage werde die Sache bessern, Vertrauen schenkt. Schröder hebt die Bedenken gegen den oorgcschlagenen Kaufpreis hervor, berührt die Beschaffenheit der Bahnen und die Kosten, welcke sie dem Staat auferlegen würden. Man habe der Gesellschaft den größten Theil ihrer Kaution zurückgegeben, auf dem Rest ocrselben ruhten bebrütende Verbindlichkeiten. Wir wollten die Bahnen allerdings kaufen, aber nicht zu diesem Preise, wir könnten es abwarten. Minift.rialrath Fink erklärt, die Vahngesellschaft habe ihre Deutschland. Darmstadt, W. März. In der heute Nachmittag fortgesetzten Berathung über die oberhessifche Etsenbahnfrage sprach zuerst der Abgeordnete Kugler gegen die Erwerbung , durch die keine Ersparung erzielt werde. Der Kaufpreis sei entschiedtn zu hoch unb 30. M Ww- länger!. Das Lo- aufcnbcn unb ba M und nur dem »osung am 31. Mai, \t aeiräbit 1200 Gf 200-10,000 A.-Mik. Lei C. G- Heeger, rt > 6 6,000-°* > WrJ '^gniffen, J sucht auf 5 er ,;um 1. Slpri 1 zu mietben 0 J 1la6tn in der MM itrflänbigcr habe ihm mttgetheilt, daß die Erneuerung der Sckwellen der oberhessischen Sehnen bald erfolgen müsse, das gebe eine Ausgabe von Hundei «tausenden. Man diisse, sei die Bahn erst einmal gekauft, nolens volens weiter bewilligen und würde ton den Actionären ausgelacht werden. Ministerpläsident Hofmann iührt aus, daß itr Staat allerdings eine Ersparung mache. Die Energie der Aufsichtsbehörde allein ktiche nicht aus, um die Bohn besser rentiren zu machen. . Darmstadt, 11. März. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde 0e Debatte über die El Werbung der Oberhessischen Bohnen fortgesetzt Abg. Frank alt die Frage nur für eine finanzielle, das volksnirthfckostl'cke Interesse Oberhessens omwe, da die Bahnen ja gebaut seien, dabei nickt in's Spiel- Der Bau von An- Aussteller von it: unb Fahr-M- iiorfitender.' Comite ll , u lind * !tt bis jetzt nicht durchgedrungew U ^JIL . Lahnen an das Reich zu geben, i unb der Umtausch von 25 oberheifischen Actien gegen 24 Staatsobligationen jedrnfalls 'ungünstig jür den Staat. Eine Rentabilität der Bahn sei bei der Kostspieli, keit des Betriebes nickt zu erwarten, ein durchlaufender Verkehr werde ebenfalls dadurch er- chwert. Ministerialdilector v. Starck bemerkt, daß die Angabe, durch die Kammerverhandlung im Jahre 1874 seien die Course der oberhessiicken Bahnaciien auf 68 pCt 8'sallen, unrichtig sei, da sie nur einmal auf 70Vs gefallen, dann aber wieder in die höhe gegangen feien und sich auf 72 bis 73 pCt. gehalten hätten, ein Zeichen, daß ein künstliches Cmporschrauben nicht ftattgefunden habe. Wolfskehl prüft die finanzielle Seite der Vorlage, hält die Coursannahme der Ausfehußminderheit für willkürlich. Tie Zinfenkrsporung werde für Erneuerungen verwendet werden müssen, wenn aber auch kein großer Verkehr auf den oberhefsischen Bahnen sich entwickele, so könne man schon mit einer Vermehrung des localen Verkehrs zufrieden sein. Finanzminister ißlqtnbtt- kchleiermacher erklärt, das Geschäft köi ne nur gemacht werden, wenn die Vorlage der mf, Regierung bezüglich des Kaufpreises angenommen werde- Die Bcfürchtungrn vor den * 4,091/, krneuerungskosten seien übertrieben, v Rabenau theilt mit, daß er seit zwei Jahren " dem VerwaltungSrath derOberhefsischen Bahngesellsckaft angehöre, er habe damit dem taub und der Provinz dienen wollen. Bei der Feststellung der Reichsverfossung «ei Ibas Eisenbahnwesen nicht berührt worden, später ober seien viele Klagen entUanben, k«st 1873 Hobe der Reichstag den Reichskanzler ersuckt, eine Vorlage zu machen, und lii doS Reichseifenbahnamt errichtet worden. Ein Gesetz über Reichseisenbahnen selbst . v _ v_. „ , als Krystallisationspunkt; in nicht langer Zeit würden sich, wie feiner Zeit bei dem Zollverein die verschiedenen Staaten gethan hätten, viele Lahnen anschließen und sie würden nickt schlecht dabei fahren.* Osann glaubt, der Lerkehr in Oberdessen könne sich ebenso gut unter der jetzigen Verwaltung entwickeln, als wenn die Bahnen Eigenthum des Staates würden. Der Staat habe bedeutende kefugnisse der obeihessischen Bahn gegenüber; wenn diese freilich in der Weise geübt ’t, würben, wie durch den gegenwärtigen Regierungscommissär, da könnten die Interessen Landes nur Noth leiden. Man hätte diesen von einem so wichtigen Posten ent Innen sollen. Bei den Mängeln der Bahn und der Zweifelhaftigkeit der Garantie Erden die Actionäre auch mit einem geringeren Betrage sich begnügen. Ein Sach- Bet reffend : Die Instruction für die Schulvorstände, hier die Einsendung von Zeugnissen m Betreff^der Sckulversäumnisse. Die Gwßhcrzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir lassen Ihnen hiermit nachstehende Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abtheilung für Schulangeleqenheiten, zur Kenntniü- —'s "ahme und Nachachtung zugehen. b y ° p Uschgfk v. Röder. '»le hten. • un oiey '• tflJtl vu oic -vaynen ja gevaur itien, vauti n— t6 Müssen werde allzu große Kosten verursachen. Eine Ersparung werde durch bei jo Erschlag nicht erzielt werden; seither fei die Bahn mit übertriebener Sparsamkeit be- 20 worden und werde daher der Staat zu bedeutenden Anschaffungen genöthigt 16 h.Li f|tin- Auch die in Aussicht gestellte Ueberm.hme der Bahnen von dem Reich könne ' J/y ®Dbei nicht in Betracht kommen, da, wenn es hierzu komme, von dem Reich die Bahnen wn so gut von der Gesellschaft als vom Staate erworben werden können. Mini- Das Großherzogliche Ministeriunl des Innern Abtheilung siir Schnlaniielegenhciten er über w öfftnti an die Groftl)erzoqlichen Kreis Schul-Commissionen. Lichtlilhen Seiten. 3‘> §• 17 der Instruction für die Schulvorstände vom 21. September 1874 ist im vierten Absätze vorgeschrieben, daß, wenn in einem Quartal keine lutritt. I füll Schulversaummsse ftattgefunden haben,, das hierüber von dem Lehrer auszusteUcnde und von dem Vorsitzenden des Schulvorstandes mit zu unterschreibende -^-^Zkugntß an Die betreffende Kreis - Schul - Commission cinznsenden ist. Diese Zeugnisse haben nun zugleich als Rechnungsbelege bei den Gemeinderechnungen zu dienen und muffen demgemäß, wenn sie an die Kreis-Schul- z Commissionen einqesendet worden sind, von diesen wieder den betreffenden Bürgermeistereien übermittelt werden. Mit Rücksicht hierauf und zumal auch die Verzeichnisse der wegen stattgehabter Schulversäummsse erkannten Strafen nicht mehr an die Krcis-Schul- Commissionen eingesendet werden, hat Großherzogliches Ministerium des Innern bestimmt, daß für die Folge von Einsendung der Eingangs bemerkten ^eua- liiffe an bte Kreis - Schul-Commissionen abzusehen ist und diese Zeugnisse vielmehr von den Schulvorständen dircct den Bürgermeistereien zuzustellen sind Sie wollen sich hiernach bemessen und die Schulvorstande Ihrer Kreise hiernach bedeuten Knorr. die „Allg. Ztg." versichert, Pesth, 11. März. In als Umtauschstellen bestimmt. 9. $)b 10. Du rale Aclgicn. der wie durck die „Neubewaffnung, Errichtung und Einkleidung alter und neuer Trup- pentheile im mecklenburgischen Contingente" erwachsenen Kosten von 200,000 Thlr. Die Die Die Bau; Bau Bau l'oi Die Kammer den Ausschußantrag, wonach der Staat keine Verpflichtung zur Amortisation übernimmt, einstimmig an. Bei dem Artikel über Einlösung der Zinscoupons sprechen Wolfskehl, Maurer und Stüber für den Antrag der Ausschußmehrheit, wonach die Regierung ermächtigt werden soll, zeitweise auch Bankhäuser als Einlösungsstellrn und zwar gegen eine Provision von höchstens V4 %, zu bestimmen, während Königer, Dumont und Büchner sich dagegen erklären. Der Antrag der Minderheit, wonach nur die Staatskassen die Einlösung der Coupons vornehmen sollen, wird darauf angenommen. Die Bestimmung des Vertragsentwurfes, wonach die Bankhäuser Erlanger, Bethmann und Königswarter den Umtausch der Actien gegen Obligationen vermitteln sollen, wird nach einer zwischen Hirschhorn,'Dumont, dem Ministerpräsidenten Hofmann und Ministeralrath Fink geführten Debatte abgelehnt, und werden die Staatskassen Der Minister glaubt, daß jene sich täuschen, welche etwa hoffen möchten, daß ein derartiges Vorgehen Serbiens -wischen den europäischen Mächten Uneinigkeit stiften werde. Die Antwort des Ministers wurde vom Hause sehr beifällig zur Kenntniß genommen. Pesth, 11. März. Der Kaiser hat neuerdings 15,000 Fl. aus den Jntercalarien und vacanten geistlichen Benefizien für die Ueberschwemmten gespendet. Diese Mittheilung Tresort's wurde mit stürmischen Eljens im Stadthause anfgenommen. Paris, 13. März. Eine Versammlung von 300 Deputaten und Senatoren der republikanischen Parteien hat beschlossen, an der früher beschlossenen Resolution sestznhalten, welche die Nothwendigkeit hervorhob, das Personal der Verwaltungs-Behörden, welches bis jetzt die Republikaner bekämpften, zu erneuern. Die dringende Nothwendigkeit dieses Personenwechsels wurde m nächsten Montag 10 Uhr. München, 12. März. Cultusminister v. Lutz ein Gicßcu, die Sitzung bei 4 Uhr, im Rc Konst' rotavizza (htt wird der Reg nach Piva nn suchten die I denen Kampfe Verluste der ' btt über dens Gorans!» vei Banden untci unbedeutendes des Thatbestc obert; es ges von Montene Prag, 11. März. Im Gablonzer Bezirk brach wegen der darniederliegenden Industrie eine förmliche Hungersnoth unter der Bevölkerung aus. Auf Antrag des Landes-Ansschusies gelangt eine diesbezügliche Nothstands- Vorlage zur dringlichen Behandlung vor den Landtag behufs Nothstandsbauten. Bukav vtztn der von ^ß-Majorita jluleihe von 1 vazunfl zu vtckängert. > Sammet bat und den 8mi| festgesetzt. läuft, in aller Kürze zusammentreten. Berlin, 11. März. Behufs Vorgehens gegen das Piraten-Wesen in den chinesischen Gewäffern wird dem „Reichs-Anz." zufolge das deutsche Ge> schwader in Ost-Asien verstärkt. Die ursprünglich zur Rückkehr in die Heimath bestimmten Schiffe „Hertha", „Ariadne", und „Cyklop" verbleiben daher dort und werden mit den in der Mitte des Mai daselbst eintreffenden Schiffen „Vineta" und „Louise" zu einem Geschwader verbunden, welches gemeinsam mit englischen, chinesischen und Schiffen noch anderer Mächte operiren wird. Das Kanonen-Boot „Nautilus" segelt noch vor Ende dieses Monats gleichfalls nach China ab. Berlin, 11. März. Die Vorarbeiten zu dem Gesetz-Entwürfe bezüglich der Eisenbahn-Frage sind, wie die „Post" mittheilt, Seitens des Handels Ministeriums noch nicht erledigt, vielmehr haben noch vor Kurzem mit Sachverständigen und hervorragenden Landlags-Abgeordneten Erörterungen der Frage stattgefnnden. Berlin, 12. März. Die Summe von 20,000 Mark, welche der Kaiser aus seiner Privat-Schatnlle zur Beseitigung der durch die Überschwemmung hervorgerusenen Nothstände beigesteuerl hat, ist dem Minister des Innern zur Vertheilung überwiesen, und zwar mit der Maßgabe, daß dieselbe für die Nothleidenden in den Gebieten der Weichsel, der Oder, der Elbe und des Rheins bestimmt sei. Unter den reichen Gaben, welche anderweitig für die gleichen Zwecke eingegangen sind, ist besonders ein Betrag der Aachen-Münchener Feuerversickerungs-Gesellschaft hervorzuheben, welche bekanntlick aus ihren reichen Erträgen regelmäßig erheblicke Summen für gemeinnützige Zwecke anzuweisen pflegt. Es ist von dieser Gesellschaft die Summe von 30,000 Mk der Regierung zur Verfügung gestellt worden. Schweiz. Solothurn, 12. März. Bei den Großraths-Wahlen sind 105 We- gegen 9 Ultramontane gewählt worden. Arankreich. i. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Die Nachricht der „Augsb. Post-Ztg.", daß Entlastungs-Gesuch etngereicht habe, entbehrt, vollständig der Begründung. Kesterreich. Paris, 11. März. Senat und Kammern setzten heute die Wahl-Prü- sungen fort. Am Montag wird in beiden Körperschaften die Wahl der definitiven Prasidial-Bureaux stattfinden. — In einem heute von den Journalen veröffentlichten Briese Thiers' erklärt derselbe, daß er die Wahl zur zweiten Kammer annehme. , Antrag der Abgg. Krämer und Frankenburger, wonach den nichtpragmatischen Beamten eine TheuerungS-Zulage von 210 Mk. zu gewähren sei, gleichfalls mit 79 gegen 76 Stimmen verworfen, und vertagte sich sodann die Kammer auf nächsten Montag 10 Uhr. .B-k« initiier Ä* ®lne,t«b. am Besondere i Bkkai W «i «AW’’™ Stau $r- 50, Di ’ 6 w-«-n an| S‘44: to'iitäifp« yjw ml. ÄRarburg, 13. März. Der orcanartige Südweststurm hat gestern Maurer 81,6 ^hen AussichtsThurm auf der Marburg Usinqer' gegenüber fliegenden Hohe „Spiegelslust" vollständig umgeworfen. Derselbe Hvlzvi » Nu 3$0"f5 bei gejnblt seien. Wenn nun ein Theil der Kriegskostenentschädigung für die Großb. Brüssel, 11. März. Laut amtlicher Nachricht ist der flüchtige Generali Kasse beaniprucht werde, so wäre dies nur ein theilweiser Ersatz für frühere Sccretär der belgischen Bank in Queenstown zugleich mit seiner Zuhälteriii Ml ■ Im? Verbindlichkeiten erfüllt. DI- Nibd-rbrvck- habe sich all-rding, etwa» a-l-nkt aber Leistungen. Die Stände haben hierauf in der Erwägung daß fit nach unbedeutend und seien weitere Senkungen nicht vorgekommen; die Regierung habe die ifnc6 >ng verzichten mutzten, mir dem Großherzog von kein Neubau stattzufinden Kugler sucht die finanziellen Ausführungen der Ausschuß- Mecrieuburg-Dtrelitz int Laufe des gegenwärtigen Landtages noch zu einer Ver- Minderheit zu rechtfertigen und glaubt, man könne in einigen Jahren die Ankaufs- ständigung zu gelangen, beschlossen, die Großh. Proposition weaen Dertkeiliin., bedingungen derselben erreichen. Minifterpräsident Hofmann bezweifelt, ob durch Ab- der Kriegsentschädigung abzulehnen. Man ist nun aesvannt nb btt früh», 9 warten in einigen Jahren ein besseres Geschäft abzuschlicßen sei. Eine solche Calcula- ble Stände aericktetp (DmLni firfc prfMUn wirh x' Ul)erc an tion auf die Zukunft sei jedenfalls unsicher, besonders bei der Zweifelhaftigkeit der ~ f \T ^richtete Drohung sich erfüllen wird, daß der Großherzog, falls Zinsgarantie. Schulze erklärt, er sei durch die Debatte belehrt worden und zwar sie sein rlnerbieten nicht annehmen wurden, ohne ihre Zustimmung über die besonders durch den Abg. Dumont, gegen dessen Willen. Das Geschäft stehe allerdings Kriegsentschädigung verfügen werde. fsn ,ota ) auf der Schneide, eS lägen für ihn aber Gründe vor, für die Vorlage zu stimmen, da Berlin, 12. Märi. Bis Ende Februar warpn irr oqr liaßvurg ou, Marburg 4b, Königsberg 44, Breslau 39, Greifswald 33 worben sei und Niemand mehr als die festgesetzte Summe bewilligen wollte. Nach Lage Rostock 25, Gießen 23, Heidelberg 9 ; gegen den Sommer hat Berlin um 40 der Bahnen könne kein Erneuerungsfonb gebildet werden; die Erneuerung der schienen uiaenommen und damit den Platz vor Erlanaen aewonnpn stehe bevor; die Erhaltung der nothwendigften Dinge werde 450,000 Mark im Jahre L°ter monn kosten. Die Ersparung der 170,000 Mark sei nur eine scheinbare. An den Staat , a- ' ' $ ^larburg, Rostock hinter Greifswald zuruckge- würben große Anforderungen gestellt werden, eine Vermehrung des Betriebs würde trcten Jj;1 die Rentabilität der Bahnen noch vermindern. Die Fortsetzung der Bahnen nach Par- Berlin, 13 März. Seitens des Abg. Petri steht eine Jntervellation tenftein werde ihre Rentabilität sicher nicht erhöhen; es seien zu viel Bahnen gebaut im Abacordnetenhause wegen des Sauber Berasturies bevor worden und daher die Aussichten derselben für die nächste Zeit nicht günstig. Das J Märr Der vor. Geschäft, das der Staat mache, sei unter allen Umständen ein schlechtes. Finanzminister . r -^^r BZassersrand des Rheines hat an vielen Orten Schletermacher und Mmisterialrath Fink geben noch einige Erläuterungen, worauf em eme Hohe erreicht, Die der der Jahre 1784 und 1845 gleichkommt. Die Schlußantrag angenommen wird. Der Referent Theobald rechtfertigt den Mehrheit^- Gegend um Köln gleicht einem See. Mehrere Straßen in Köln und Deutz antrag gegen die im Lauf der Debatte zum Vorschein gekommenen Einwendungen; sind überschwemmt. In der vergangenen Nacht brach der Notodamm hinter er hebt msbesondkre hervor, daß der von der Minderheit vorgenommene Umtausch mi.rK» s ar 1 ^oryoamm yinter der Actien gegen Obligationen nichts anderes als eine Ablehnung des Antrages sei. 21 , Z^urch und wurde der nordwestliche Theil des Gartens Bei der daraus folgenden namentlichen Abstimmung wird die Regierungsvorlage auf uverslutyet. T)av Militär verstärkt unterhalb Kölns bei Nippes den Damm. Erwerbung der Obe.hessischen Bahnen mit 28 gegen 19 Stimmen angenommen. Für Marburg, 13. März. Der orcanartige Südweftfturm bat gestern dieselbe stimmen die Abgeordneten v. Bnrt, Edinger, Ellenberger, Görz, Hallwachs, Abend Den nahezu vollendeten 90 Fnü hoben Ausstckts Tburm nnk Heinzerling, Hirschhorn, Jöckel, Jost (Assessor), Königer, Küchler, List, Martin, Maurer, acaenübcr neaenben Ä I * Pfannstiel, von Rabenau, Schaub, Schulze, Scriba, etüber, Theobald, Usinger, ~ „Spiegelstust vollständig uingeworsen. Derselbe Wadsack, von Wedekind (Darmstadt), Weitz, Welcker, Wolfskehl, — dagegen die Ab- lütir iDandstetn - Mauerwerk aufgeführt. Die durch den Sturm außerdem geordneten Büchner, Dumont, Falk, Frank, Heydenreich. Jost (Oec.), Kugler, Matty, an Bäumen, Telegraphen-Stangen, Dächern und Schornsteinen anaerickteten Möllinger, Mülberger, O.'chsncr, Osann, Racke, Schröder, Stephan(Heßloch>, L-tephan Verwüstungen sind sehr bedeutend. ä w (Osthofen), Weber, von Wedekind (Hiltersklingen) und Wolz. Es fehlten die Abge- 11 STOX« c\M ordneten Allmann, Dittmar und Habicht. Bei der Specialdebatte empfiehlt Abg - März. Zn der heutigen Sitzung der Abgeordneten- Kugler nochmals den Antrag der Minderheit bezüglich des Umtausches der Obligationen Kammer wurde die Vorlage, betr. den Etat der Landtags-Dersammluna und wogegen Hirschhorn bemerkt, daß bann die Kammer ihren eben gefaßten Beschluß des Landtags-Archives in namentlicher Abstimmung mit 79 gegen 76 Stimmen Wieher annuUiren würde. Unter den.folgenden VertraBortikeln gibt der über «mar. abgeiehnt und der ttntrag des «usschuffeS angenommen. Hierauf wurde der tisation der Obligationen Anlaß zu einer Debatte zwischen dem Finanzminister, dem ..... . l 7 v ° ‘vurve oer Ministerpräsidenten und den Abgeordneten Osann und Hirschhorn, und nimmt die Berlin, 12. März. Der Großherzog von Mecklenburg-Strclitz hatte für seine privative Kaffe die Hälfte der Kriegsentschädigung beansprucht, was v __________7l___ _____ von den Ständen, welche den ganzen Betrag derselben als Landesfonds ver- eilier 60,1 Gambetta gehaltenen Rede begründet; hinsichtlich des neuen Minilangen, abgelehnt ward. Der.Großherzog hat darauf, so schreibt man aus st^iums dagegen, so führte Gambetta ans, müffe man die Thaten und Pro- Sckwerin, in einem Rescript eingehend zu begründen versucht, daß das Ver- gramme deffelben ohne Vertrauen und ohne Mißtrauen abwarten. Der Vorschlag langen der Stände ein unbegründetes sei. Insbesckndere bezieht sich jenes ^ner allgemeinen Amnestie für den Zeitraum seit dem Jahre 1870 wird im Rescript zur Begründung des Großh. Anspruchs darauf, daß aus der Großb. Sfnat von Victor Hugo, in der Deputirten-Kammer von Raspail cingebracht Renteikaffe ohne 93 ei hülfe des Landes die in Folge der Ereignisse von 1866 werden. London' P* kZ .^Iteiien Perfl irfflüten Dle weiteren Artikel werben ohne erhebliche Debatte mortete der Minister, Nrästd^nt n q-J3ri k x- a? ^ntcr6?llfc^ öeant- nad) den Ausschußanträgen und bann die Verträge im Ganzen angenommen; ebenso n ,, t Präsident v. Tisza die an die Regierung gestellte Inter- nach einer nicht erheblichen Debatte die AussührungSbestimmungen mit den von ben^ pkllanon betreff9 Der ortentaltschen Frage im Wesentlichen übereinstimmend mit Ausschuß Dorgenommenen Abänderungen Die nächste Sitzung findet Montag den der schon mitgetheilten Erklärung, welche er gestern im Club der liberalen 13. dieses Monats statt. Partei abgegeben hatte. Tisj« fügte heute noch binju, er halte die Eventua- . Darmstadt, 13. März. Im Finanz-Ausschuß der zwe.ten Kammer lität eines Mißlingens der Pac.fication und einer Intervention von Seiten ist der Antrag gestellt worden, d,e Staats-schulden-Dlgungskafle aufzuheben Serbiens für sehr unwahrscheinlich; Serbien werde sich wohl nicht in Gegen, und mit der Haupt-S aato asi- zu veremtgen. Obwohl dw R-g.erung sich ent- fa$! jU den Interessen Europas stellen. Falls aber jene Eventnalität w,d°, A,-den dagegen erklärt, hat doch der Antrag .nehrf-chen Anklang gefunden. - Erwarten doch einträfe, dann würden di- Entschlüsse, welche di- österreickisL. Di- erste Kammer muß da- di- Rat,firatwns-Fr,stdes mit^der Oberh- nsch-n „„garische Monarchie zu fasien hätte, von dem Jutereffe derselben abhängen. Eisenbahn-Gesellschaft abgeschlofl-n-n Vertrags m,t End- dieses Monats ab- Der Minister alaubt, daß i-ne stck täuseben. welcke etwa boff n S lugsb. NW« daj ,ereicht habt, entbehr!, Mg. >e8 Unterhauses Ww\* littun$ tzcheAe Jntei- tn übtTtin^immenb siti im Llub der liberal» tr Halle die Eoentua nlervenlion von Seile , wohl nicht in Gegen tM Eventualität reibt .oelche die österreichisch este derselben abhänger '2 hosten möchten, das fyen Machten Uneintz vom Hause sehr bei ; 15,000 K. ans dk lt Ueberschreemmten ge plhm Wns .im SM 4 WH» d» b«ini2 t(I Stoölterung «* „Ltie bfm W ni4 N 011 •Ä sä :DLL «\h51- «w{ ...9' Mwb 3i bit Berlin um tz 1'm0?'/"1 Strafe 1 **• jutürfS J‘eine 3»Mej ft0"* 0«™ iD Lleichkomnit. jjf 11 'n Köln und Devtz D'r &ti)bamai fe W Th«! bei ®«ta| W»e« b.it Samm. Hal gest« hum -ufdeiM-rbm Jingemorfen. bt« Sturm aufeg ornsteinen angerichketra uug der Abgeordnüeli- tags-versa«m!ung und 79 gegen 76 vtinM '• Hieraus wurde btt den mchtpragmatW währen sei, gleichst ch sodann die Kamm *« f‘ * * n MC W 1 CI« jjrHPJ fjr|,n |§70 re>rd ’ ■ Ä*1"* Irtfl •” bfe ihm nachgefolgt war, verhaftet worden. Dieselben werden nach Belgien zuriickgeliesert, sobald die gesetzlichen Formalitäten erfüllt sind. England. London, 11. März. Der Sultan von Zanzibar hat zum Dank für die Hülfe, welche ihm von England gegen ägyptische Uebergriffe gewährt wurde, in dem nördlichen Theile seiner Besitzungen die Sclaverei ganz aufgehoben und auch den Transit von Sclaven verboten. London, 12. März Unter dem Reisegepäck der in Queenstown angehaltenen Persönlichkeit hat sich ein Theil der von der Banque de Belgique vermißten Fonds aufgefnnden Der Verdächtige ist verhaftet. Die Untersuchung wird fortgesetzt. Rumänien. Bukarest, 11. März. Die Kammer hat beschlossen, den Gesetz-Entwurf wegen der von der Negierung Beantragten Kredite nach dem Anträge der Aus- schuß-Majorität, wonach die Regierung zu ermächtigen wäre, eine provisorische Anleihe von 16 Millionen durch Ausgabe von Schatzbonds zu machen, in Erwägung zu ziehen. Der Minister erklärte sich damit einverstanden. Bukarest, 12. März. Die Session der Kammern ist bis zum 22. März verlängert. Der Senat hat den geänderten Zoll-Tarif angenommen. Die Kammer hat definitiv die provisorische Anleihe von 16 Millionen angenommen und den EmissionS-Cours der Eisenbahn-Anleihe von 42y2 Millionen auf 80 festgesetzt. Türkei. Konstantinopel. Ueber das Gefecht, welches am 5. März bei Mu- rotavizza stattgesunden hat, wird aus Konstantinopel telegraphirt: „Aus Mostar wird der Regierung gemeldet, daß Selim Pascha mit 2500 Mann von Gatzko nach Piva marschirte, um letzteres zu verproviantiren. Auf dem Rückmärsche suchten die Insurgenten ihm den Weg zu verlegen. Bei dem dadurch entstandenen Kampfe verloren die Türken 60 Todte und etwa 50 Verwundete; die Verluste der Insurgenten sind bedeutender." Ein Telegramm aus Ragusa meldet über denselben Vorfall: „Am Montag wurde Selim Pascha, nachdem er Goransko verproviantirt batte, auf der Rückkehr nach Gatzko von Jnsurgenten- Banden unter dem Befehle Sociza's und Pavlovich's angegriffen. Einsturzes, unbedeutendes Gefecht erfolgte. Ju Cettinje hat man in vollständiger Fälschung des Thatbestanves behauptet, die Insurgenten hätten auch mehrere Kanonen erobert ; es geschieht dies wahrscheinlich, um die Thatsache zu bemänteln, daß sie von Montenegro ihnen geschenkte Kanonen besitzen." Lokal-Wotiz. Gießen, 14. März In Nachstehendem lassen wir die Ta «eso rd nun« für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den 16. Marz 1876, vtachmtttags 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: 1. Die Errichtung einer Reichsbanknebenstelle betr. 2. Die Tauf-, ProclamirungS- und Trauungsgebühren betr. 3. Die Straßenbeleuchtung betr. 4. Baugesuch des Hausverwalters Gerbode. 5. Baugesuch des Schreiners Hermann Werner. 6. Baugesuch des Tapezierers Wilhelm Reiber. 7. Voranschlag für die GaSeinrichtung in der neuen Realschule betr. 8. Die Pflasterung des Seltersbergs betr. 9. Die Pflasterung der Trottoirs in der fortgesetzten Ludwigsstraße. 10. Den Ausschlag der Kreisumlagen für 1876. 11. Decretur von Gebühren der Feldgeschworenen. 12. Decretur von Vermessungskosten. 13. Decretur von Anwaltskoften- 14. Gesuch um Befreiung von Schuldgcld. 15. Die Holzversteigerung vom 1. November 1875 betr. Gießen, 14. März. Erst heute läßt sich ein nur einigermaßen vollständiges Bild über die Verwüstungen «eben, welche der Orkan am Sonntag anrichtete, ^n der Stadt selbst sind eine Masse Schornsteine heruntergefegt und Dächer beschädigt worden. Das Thürmchen auf dem Rathhaus sieht einer Ruine ähnlich. Das halbe !Dach auf einem Hause des Herrn Jung wurde heruntergeweht und in die Wteseck gebettet. Ebenso erging es dem Dache von dem Hause des Herrn Atzbach an der Acttenvraueret. Die Telegraphenleitungen waren sämmtlich zerstört. Die schönsten und stärksten Baume in der ganzen Umgegend sind alle umgeworfen. Doch das schrecklichste, was man chauen kann, ist die Zerstörung unseres Stadtwaldes. Das Herz blutet einem bet einem solchen Anblick. Von competenter Stelle geht uns hierüber folgender Bericht zu. Der Orkan, welcher unter Blitzen sich gestern Abend von Westen nach Osten hirmezogen, bat in den Waldungen und im Besonderen in den Nadelholzbeständen des Gießener Stadtwaldetz große Verheerungen mit sich geführt. Sämmtliche Nadelholzbestande vom Wiesecker Thale an längs der Chausseen von Gießen nach Rödgen, Grünberg und Lieh sind mehr oder weniger beschädigt worden und selbst jüngere Stangenhölzer ind nicht verschont geblieben. Einzelne ältere Bestände sind bis zu 0,8 ihres Bestandes zusammengerissen worden. Die Größe des Schadens ist zur Zeit noch nicht anzugeben, weil selbst die Schneißen durch die Masse der umgestürzten Stämme unzugänglich sind. So viel steht fest, daß der Jahresetat für 1877 als bereits gefällt zu betrachten lst. Der Schoden in den Buch-n- und Eichen-Beständen ist nicht groß. — Ist die Verwüstung in dem Stadtwaldc arg, sehr arg. so ist sie doch mit der im D oman:al- wald nicht zu vergleichen. Hier liegen ganze Waldungen pla:t auf jnit den Wurzeln in der Höhe. Ein Anblick grausenerregend. — Die Aktionäre per Schützengesellschaft haben auch einen großen Schaden zu verzeichnen, indem die Schießhalle von dem Orkan gänzlich zerstört worden ist. . Von außerhalb lauten die Berichte gleichermaßen traurig: In Wetzlar wurde das Steighaus der Feuerwehr umgcworfen, Dächer abgehoben, namentlich an Wohn- und Fabrikgebäuden in der Bahnhofsstraße. Aus der Starkenweide wurden 12 »er größten Lindenbäume umgeweht, ebenso sämmtliche Pappelbäume auf dem Vorstädter Schießplatz. — In Marburg wurde der Aussichtsthurm auf der Spiegelslust, der erst vergangenen Sommer mit vielen Kosten erbaut, zusammengerissen. In den Waldungen gleichfalls großer Schaden. Das Monument auf Auguftenruhe umgeworfen. Telegraphen-Leitung gänzlich unte brachen. — Kirchhain ganz dieselben Nachrichten. — Friedberg verzeichnet umgestürzte Bäume, Schornsteine. Telegraphenstangen und zwar derart, daß die Züge zwischen Frankfurt und hier eingestellt werden mußten. An dein sehr hohen Bahndämme vor dein Viaduct daselbst fanden Rutschungen statt, so daß nur ein Geleise fahrbar ist. — In Frankfurt tobte der Sturm gleichfalls sehr arg. Ebenso in Darmstadt, wo die 150 Fuß lange Stallung des Circus Wulff auf dem Zuchtviehmarkt total über den Haufen geworfen Nach «raßer Anstrengung gelang es, die in demselben befindlichen Pferde zu retten. — In Wiesb aden wurde die Militär-Turnhalle zufammcngerissen und bildet einen Trümmerhaufen. Der Verkehr auf den Chausseen ist durch die umgestürzten Bäume gesperrt. — Van Off en da ch gleichfalls die traurigsten Meldungen. — Van CöIn wird berichtet: Wenn man je Ursache gehabt an den Untergang der Welt zu glauben, fo war es gestern Abend. Die festesten Häuser zitterten unter der gewaltigen Macht des brausenden Orkans. Besonders tobte das zerstörende, Alles mit sich fartreißende Element am Rhein, wo die Passanten auf der festen Rheinbkücke sich nicht auf den Füßen halten konnten und viele umgewarfen wurden. Ein Mann fiel dabei fo unglücklich, daß er außer einer bedeutenden Verletzung am Kopfe einen Beinbruch erlitt, infolge dessen derselbe m't Mühe durch das Unwetter nach dem Hospitale gebracht wurde. Ganze Fachwände an alten baufälligen Häusern stürzten ein und lange Mauern wurden umgeworfen, fo die Mauer neben der St- Georgskirche, welche allerdings ziemlich defeci war. Auf der Palmstratze stürzte ein Kamin auf das Dach und zertrümmerte dasselbe nach her einen Seite fast ganz. Das Dach auf der Gereonskirche hat ebenfalls bedeutenden Schaden erlitten und große Stücke von demselben sind abgerissen- In der Trankgasse, in der Nähe vom Dome, wo der Orkan seine ganze Macht entfaltete, wurde eine Droschke wie ein leichter Spiel- holl rund herum geworfen und buchstäblich zersplittert- Eine Selterswasserbude in derselben Gegend konnte auch dem stürmischen Elemente nicht Widerstand leisten und liegt umgeworfen da. Wie mag es draußen vor der Stadt aussehen, wo der Orkan ganz freies Spiel hatte! — Der Sturm muß eine kolossale Ausdehnung gehabt haben, selbst von Berlin lauten die Berichte über denselben höchst betrübend (Forts-folgt) A l t g e m e i n e r Anzeiger. 2 Eichen-Stämme I. CI- A. Bramm. 1244) 6 Rmtr. Eichen-Scheitholz, im Gemeindewald von Weidenhaufen: 1 Eichen-Stamm I. CI 50 40 bei G g- Dörner, Neustadt- Meter. 3 9 26 30 4 8 9 5 Eichen Nadel 21 9,50 121 49 3160 76 9,78 7,72 Neish. Wellen 500 6950 Raummeter 4 - Stämme II. „ III. Stämme II. „ III. Am Samstag den 18 d. M-, sollen verkauft werden: I. Von Vormittags 9 Uhr ab im Gemeindewald von Vollnkirchen: Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chauffee an der 5. Schneiße. Gießen, am 14. März 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. „ „ Knüppel. II. Von Mittags 12 Uhr ab geringe Eichen-Stämme, zu Wagner- ünd Grubenholz geeignet, mit 13,48 2 Rmtr. Eichenscheitholz, 27 „ „ und Knüppel, 41 „ Buchen-Knüppel, 50 „ ,, Durchforstungsreiser, 112 „ gemischte Reiser. Die hier genannten Waldungen liegen dicht zusammen. Mit dem Stammholz wird jedesmal begonnen. (1226 Großrechtenbach, den 11. März 1876. Das Bürgermeister-Amt. Hardt. 2 Rmtr. Eichen-Scheitholz, III. Von Nachmittags 2 Uhr ab im Gemeindewald Kleinrechtenbach: 1 Eichen-Stamm I. CI — 2,68 Fstmtr., 2,92 Fstmtr. 6,83 „ 3,89 „ Uesvndere WeLanntmachungen Bekanntmachung. Betreff: Die Chaussirung einer Strecke Wegs an dem Vicinalweg von Burkhardsfelden nach Oppenrod, hier die Absperrung. Bezugnehmend auf die Bekanntmachung vom 25. Februar l. I., Anzeigeblatt Nr. 49 und Nr. 50, wird hiermit bekannt gemacht, daß wegen anhaltender ungünstiger Witterung die Fertigstellung der Chaussirung des erwähnten Vicinalwegs bis zum 14. März l. I. nicht geschehen kann, und dcß halb die Absperrung des betreffenden Vicinalwegs bis zum 28. März l. I. verlängert wird welches hiermit zur öffentlichen Kennt niß gebracht wird. (1228 Burkhardsfelden, am 9. März 1876 Großh. Bürgermeisterei Burkhardsfelden A l b a ch. Aeilgebotenes. 1236) Gut gemästetes Hammelfleisch, erste Qualität, das Pfund zu 63 Pfennige, Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 20. März 1876, Vormittag- 9 Uhr, im Gießener Stadtwalde, in dem Holz-Versteigerung in der Königl. Oberförsterei Krofdorf. Montag den 20. März er., Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert nachstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert: District 7 Jungferannawald: Eichen: 42 Rmtr-Scheii, Stock, Reiser. Buchen: 404 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reifer Dift ict 9bc Platte: Nadelholz: 144 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser. District 10a Dievskaut: Buchen: 179 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser. Weich i holz: 1 Rmtr. Scheit. Holzversteigeruug in der Fürst!. Oberförsterei Hohensolms. Montag den 20. d. M soll in den Distncten „HoHerberg" und „Lapp en berg" nachstehendes Gehölz ver- II. III. Arbeitsversteigerung zu Groß-Linden. Freitag den 17. Marz, Nachmittags um 3 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Groß-Linden nachstehende für das Baujahr 1876 vorgesehenen Bauarbeiten, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich in Accord gegeben werden, als: 5,30 Fstmtr-, 15,82 „ 4,21 „ und Knüppel, District 10b Platte: Nadelholz: 68 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser. District 16 Buchwald: Buchen: 78 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser. District 29a Bäuerstädt: Buchen: 517 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser. District 30 Bäuerstädt: Buchen: 338 Rmtr. Knüppel, Reiser. District 32 Kreuzschläge: Eichen: 1 Stamm mittlerer Dimension, 2 Rmtr. Reiser. Buchen: 91 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser. District 50 Lichtenberg: Buchen: 497 Rmtr. Reiser. Nadelholz: 5 Rmtr. Reiser. District 67a und b Münzenhau: Buchen: 361 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stöcke, Reiser. Totalität Wismar, District 33 u. 74: Eicken: 10 Rmtr. Nutzholz, 120 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser. District 72abc Lindenschied: Buchen: 4 stärkere Stämme, 8 Rmtr. Nutzholz, 1377 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser. Krofdorf, den 12. März 1876. (1232 Der Königliche Oberförster. I- D: v. Wind heim. steigert werden: Rmtr. Buchen- und Eichen-Prügelholz, „ dergleichen Stockholz, Wellen ergleichen Reisholz, Bekanntmachung- Die auf Donnerstag den 17. d. M. an* beraumte Holznersteigerung, in den Zimmer * schen Waldungen zu Winnerod, kann eingetretener Hindernisse wegen, nicht abgehalten werden. <122y Winnerod, am 13. März 1876. Sänger, Förster. Holz versteigert werden. Prügh. Siockh. soll Districte Waldshut, nachverzeichnetes 1) Dachdeckerarbeit, veranschl. zu 116 2) Weißbinderarbeit, „ „ 60 3) Chaussirarbeit, „ » 156 4) Steinbrecben, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen derselben, veranschlagt zu 496 Gießen, den 11. März 1876. (1230 I. A.: Korn er, Bezilksbauaufseher. 636,2 186 1317 Nadel-Stangcn mit 28,53 Fest- Festmeter, Stück Eichen-Wagnerstangen, „ Fichten-L>tanc,en, zu Sparren und Leiterbaumen tauglich. Der Anfang der Versteigesung ist Morgens 9 Uhr in dem District Hollerberg und wird Mittags gegen 12 Uhr im District Lappenbeia fortgesitzt. (1231 Hober.solms, am 10. Marz 1876. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. D ö r m c r, Revierförfter. 1 Frische Sämereien sind angekommen bei Friederike Weicker, Neustadt, 1225) bei Herrn Schuhmacher Mootz- Artikel für Buchbinderei: Buntpapier, Pappendeckel, Cambric, Blattgold rc bei 5 f H fl “An 17) Frankfurt a. M. Weißadlergasse 10. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Brert in d n «nnqblirsten Dessins, Anfertigung j:bcr D-coratl0ns Weisung M DP s;‘e*s Kr: LK s»y,b'r 1,1 ftn'. ®irb w ■1$ s,-> . llc9 b0 Cfn K N9,et®ir( ’S bei hi«.!. ? 'st b, 1854 | v ‘^c" denjenigen, die unsere unvergeßliche, inniqst qe- S liebte Tochter und Schwester ' 91 3 | •fohfianiea ABöaotS* D n,ä^lrenb, 'bfes kurzen und schweren Leidens so qroße Tbeil- M ^ett”errn, u>'d dieselbe zur letzten Ruhestätte begleitet U haben, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank _ f V;34)__Die trauernde» Hinterbliebenen. | ärz, Abends 7 Uhr, 'n der kleinen Ania. ^6 Herrn Professor W e r n h e r über das öffentliche und Mllltar-Sanltätswesen in den ältesten geschichtlichen Zeiten. C Arzt zu Croppen- ftedt iPreußen).______________ f453. 565) An- und Berkaus von getragenen §l".bern.' 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