Samstag, den 15. Januar 18V« Mo. 1« trt ALM- M AMsbmt für üen Kreis Gießen kei imlnng blatt§ von 1875 und erwarten genaue Beachtung. Kassel, den 5. Januar 1876. Intendantur des 11. Armee-Corps. allergnädigst geruht: am 3. Januar den Director an dem Gymnasium zu Darmstadt, Professor Dr. Christian Boßler, unter Anerkennung seiner lang- t. Röder. Berlin, 12. Januar. Nach einer dem General-Postamt zugegangenen Mittheilung des Haupt-Bankvirectoriums ist von einer Postanstalt die Annahme preußischer Banknoten über 100 Thlr. verweigert worden, Das General-Postamt hat hieraus Veranlassung genommen, die sämmtlichen Postanstalten, Telegraphenämter und Ober-Postkassen anzuweisen, die auf Thaler lautenden Noten der preußischen Bank auch fernerhin in Zahlung anzunehmen. Die bezeichneten Noten sollen aber nicht wieder verausgabt, sondern bei den Bankanstalten gegen Ersatz des Werthes in gangbaren Zahlungsmitteln zum Umtausch gebracht werden. Wetzlar, 10. Januar. Der Landtags-Abgeordnete für den Kreis Wetzlar, Kreisgenchts-Director Steltzcr, hielt heute einen Vortrag über die Land- tagS-Tbätigkeit in der letzten Session. Er erwähnte dabei auch das Verhältniß des Kreises zur Rhein Provinz und sprach die Ansicht aus, daß höchstwahrscheinlich bei der Ausdehnung der Provinzial-Ordnung über die Rhein-Provinz und die Provinz Hessen-Nassau, welche demnächst zu erwarten sei, auch in dieser Beziehung die von dem Kreise Wetzlar längst gewünschte Aenderung eintreten werde, daß er — der Redner — wenigstens diesen Zeitpunkt für den geeignetsten halte, um diese Angelegenheit betreffenden Orts zur Sprache zu bringen. (Rh. K-) Dillenburg, 10. Januar. Vorgestern fand in Laasphe eine General- Versammlung deö Eisenbahn Comites zur Erbauung der Lenne-Lahn-Dillbahn statt, welche sehr zahlreich besucht war und wobei auch das hiesige Eisenbahn- Comite durch 7 Abgeordnete vertreten war. Die genauen Pläne über den Bau der Bahn, sowie ein specificirter Kostenanschlag lagen vor, nach letzterem wird der Bau als Secundärbahn. wie er in Aussicht genommen, 9 Millionen Mark kosten. Nach längeren Debatten wurde beschlosien, daß sich da- Comite von Biedenkopf sowohl, wie auch das hiesige an das Königl. Ministerium wenden solle, um die Concession zum Bauen zu erhalten. Nach Erlangung derselben ist alsdann die Ausbringung der Gelder dazu in Aussicht genommen, welches durch Actienzeichnung erreicht werden soll. Eine nicht unbedeutende Summe ist bereits durch Zeichnungen in Aussicht gestellt und hofft man, daß auch die Staatsregierung durch Geldmittel behülflich sein wird. Oesterreich. Wien, 12. Januar. Im Fortschrittlichen Club erklärte der Minister- Präsident : DaS Ministerium beabsichtige, bei den Verhandlungen mit Ungarn auf das Entschiedenste die Interessen Oesterreichs zu wahren und dieserhalb in steter Fühlung mit der Verfassungs-Partei zu bleiben; es wolle daher für die Zeit der Vertagung des Reichsrathes mit den gewählten Vertrauens-Männern'derselben Verkehr pflegen. Der Minister des Innern erklärte, daß das Ministerium und die Partei sich gegenseitig bedürften und das Ministerium vor M m '• n 6 Krausse. '-'fransen obwalten, 10 8' 2 Uhr in das Local (247 jährigen treuen und ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1876 an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben das Ritterkreuz erster Klasse des Ludewigs'Ordent zu verleihen; an demselben Tage den Director an dem Gymnasium zu Gießen, Dr. Andreas Weidner, zum Director an dem Gym- kU nastum zu Darmstadt, mit Wirkung vom 1. April 1876 an, zu ernennen. 1M Berlin, 12. Januar. Der königl. Gerichtshof für kirchliche Angelegen- O^heiten hat heute das Verfahren auf Amtsentsetzung gegen den Kölner Erzbischof '^eingeleitet und die Voruntersuchung angeordnet. - ^astnacbtsf ♦ Gemäßheit des § 27, po6. 5 der neuen Ersatz-Ordnung vom 28. September 1875, durch welche die Ersatz-Instruction vom 26. März 1868 K. ... Anmitac aufgehoben worden ist, haben diejenigen Militärpflichtigen, weiche im Besitz des Berechtigungsscheins zum einjährigen Dienst sich befinden, ihre etwaigen Gesuche rOi rcicr: naa? um Zurückstellung bis zum 6. Milltarpflichtjahre bei derjenigen Ersitz-Commission anzubringen, in deren Bezirk der Militärpflichtige gestellungspflichtig ist. .vrbunben mitöClOHfl Nach der aufgehobenen Ersatz-Instruction von 1868 war für derartige Gesuche die Ersatz-Behörde dritter Instanz competent, weshalb irrthümlich m; Belustigung, Wnod) viele solcher Gesuche dorthin gerichtet werden, wodurch Verzögerungen bei der Erledigung derselben entstehen. (241 Um dies zu vermeiden, erfolgt gemäß höherer Anordnung gegenwärtige Bekanntmachung. Gießen, am 12 Januar 1876. ’r A • ;— Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission Gießen. I. V.: Dr. Hoffmann, -Re üerungsratb. ——Bll dliumill ■ II H I —IIBH 11! M»HI' «n Illi Ml llllif—■—MllliHM pirl-€n(emblef5 rctor Äönifl* Deutschland. Darmstadt, 12. Januar. Das Finanzministerium hat eine Vorlage wegen Ankaufs des Gebäudes für Handel und Industrie eingebracht und dieselbe wegen der bedungenen Ratificationsfrist für äußerst dringlich erklärt. — Ueber die Vorlage Großh. Finanzministeriums, betr. die Aufbesserung der Gehalte der Beamten und Bediensteten der Main-Neckar Eisenbahn um 1 Sechstel, mit Wirkung vom 1. Januar d. I. an, ist Abg. Schröder zum Berichterstatter ernannt. Im Anschluß an frühere Anträge brachte der Abg. Schröder in der zweiten Kammer den Antrag ein: „Die Kammer wolle Großh. Negierung ersuchen, iMlöitlhfnlf Drandassecurations - Ordnung von 1816 und die dieselbe ergänzenden Gk' V setze von 1824 und 1853 einer durchgreifenden Revision zu uuterzieheu und den Ständen während dieses Landtages daiüber Vorlage zugehen zu lassen." Gerner- Die Motive dazu sagen: Im Laufe der Zeit stellt sich immer nachdrücklicher Nothwendigkeit heraus, die dermalen int Großherzogthum geltenden gesetzlichen Bestimmungen über das Gebäude-Versicherungswesen nach verschiedenen ihr'. ß 25 P' Richtungen hin den gemachten Erfahrungen und heutigen Bedürfnissen gemäß 40 . naHtf. abzuändern. Ist es mehr ule bedenklich, daß die enormen Versicherungs-Capl- ; . üfrt. talien nicht wenigstens zum Theile rückversichert sind, so ist auch auf die größere 72® C, oder geringere Feuergesährlichktit der versicherten Gebäude im Ansatz der Prä $ • ftzardt P ■ mic u । w ntd)t durchschlagend genug Rücksicht genommen. Auch dürfte es W .u machen,angezeigt sein, die Bestimmungen über die Verpflichtung zum Wiederaufbau der T'3 (246 abgebrannten Gebäude zu modificiren. Täglich finden jetzt lange Besprechungen des Finanzausschusses der zwei- ten Kammer mit dem Minister-Präsidenten und den Vertretern der einzelnen Vi I IfnCH* Ministerien statt. Man hofft etwa bis Ende dieser Woche auf diese Weise S) J'jnbe ivol Ausgabe-Budget erörtert zu haben; dann wird der Finanzausschuß an die ...... -rchr" Eigers" ^Beschlußfassung über die einzelnen Positionen des 111 Anlagen umfassenden kvrnrr ' Budgets gehen. ldf Darmstadt, 13. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Gießen, den 12. Januar 1876. Betreffend: Einquartirung von Truppen. Das Großhcrzoglicht Ains «int Gicßm an die Groscherioqlichen Bürqermeisteieien des Kreises. Indem wir Ihnen nachstehend das Schreiben der Köniplichen Intendantur des 11 Armee CmpS vom 5. d. M. in Abdruck mittheilen, empfehlen wir Ihnen, die bezüglichen Liquidationen in dreifacher Ausfertigung aufzusttllen und alsbald in ptrennhn Vorlagen an uns einzusenden. Wir verweisen hierbei auf die Instruction zur Ausführung des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Flieden Nr. 25 des Reichsgesetz- der cm (Die Pfar flffial Beitritt' man gef. aus de Herrn Ä. Schei Gießen, im Brüssel, 12. Januar. Die Arbeiter-Unruhen in Belgien nehmen nach den neuesten Meldungen einen weniger bedrohlichen Charakter an. Allerdings hat neulich zu Brüssel ein Ministerrath unter dem Vorsitze des Königs stattgefunden, in welchem, dem „Etoile" zufolge, wichtige Maßregeln berathen wurden für den FaS, daß ernstere Conflicte zwischen den Sicherheitstruppen und der strikenden Arbeiter-Bevölkerung vorkommen sollten, — indessen geben Berichte, welche direct von dem Schauplatze der Strikes einlaufen, ein friedlicheres Bild über die Situation. Das „Journal de Charleroi" constatirt, daß die einheimische Bevölkerung sich sehr gering an den Arbeitseinstellungen betheiligt habe; die zugereisten Arbeiter aus Flammland, Frankreich und auch aus Deutschland haben die Rädelsführer gemacht und sich dabei verhältnißmäßig geringe Ausschreitungen erlaubt, die aber sehr bald unterdrückt wurden. Die mit großem Geräusch in Scene gesetzten verdächtigen Waffenverkänfe an Arbeiter, sowie die angebliche Vertheilung von anti-ultramontanen „Geusenliedern", sind hauptsächlich von clericalen Zeitungen zu Kapital geschlagen worden. Somit tritt die Vermuthung, daß die ganze Angelegenheit im Grunde genommen vielleicht nur ein ultramontaner Putsch für die nächste Wahlcampagne ist, schon etwas deutlicher in die Erscheinung. England. Nonbere He Im Firinen-Reai Gerichts sind heute zogen worden: 1) Tarl Matth, bach, wohnhaf dahier seit 1. Firma „Garl n L" kaufmSnnisc *) Simon Sing von Lang-Ms Januar l.J. Ä $fbtü 01 die Firma zu ve Gießen, den 13. ^herzogliche- ■—Böt ufifiren L London, 12. Januar. Ein in seinen Anfängen ziemlich unbedeutender Kampf zwischen Arbeitern und Arbeitgebern droht zu bedeutendem Umfang anzuschwellen und über viele Arbeiter das Elend zu verbreiten, welches solche Streitigkeiten immer im Gefolge haben und das nur um so größer wird, je zäher der englische Arbeiter bei seinem Widerstande beharrt. 200 Leute einer Eisenfirma zu Erith in Kent, nicht weit von der Hauptstadt, weigerten sich nämlich vor einiger Zeit, die ihnen angebotene Stückarbeit zu verrichten, und machten schließlich Strike, und zwar nicht sowohl aus eigenem Antriebe, sondern weil der Verband der vereinigten Maschmenarbeiter, ein weit ausgebreiteter Arbeiterverein, dem sie angehören, denjenigen Mitgliedern, welche bisher nach Zeit arbeiteten, die Annahme von Stücklohn verbietet. Dieser Einmischung des Arbeitervereins gegenüber werden die dem Verbände der Arbeitgeber angehörigen Vorstände von Firmen im Eisenhandel sich nächster Tage darüber berathen, ob nicht sämmtliche Mitglieder des genannten Arbeitervereins, die bei ihnen' beschäftigt sind, entlasien werden sollten, falls sie ihre Verbindung mit dem Ver^ ein nicht aufgeben. Schon aus dem Umstande, daß die Amalgamated Engineers Asiociation (der Verband der Maschinenarbeiter) über einen Fonds von etwa 150,000 L. verfügt, läßt sich abnehmen, wie viele Arbeiter und Arbeiterfamilien von einer solchen Maßregel betroffen würden, deren traurige Folgen sich zu dieser Jahreszeit doppelt schwer fühlbar machen werden. Man sieht hier dem Ausgange des Conflicts mit Besorgniß entgegen. London, 12. Januar. Die „Morning Post" berichtet über einen Zu sammenstoß englischer Beamten mit den ägyptischen Truppen zu Brava, einem von Letzteren besetzten Orte in Zanzibar. Consul Kirk begab sich im Auftrag ! -Achdein btt bd Alnrich Sehn U,»g-n am 2 ] W M, b(n 2» V° *Ä5& Neig 18 ff öerf 13 " Fiki 35 " * ber Regierung behuf, Prüfung des Th-tbestandes dorthin und wurde, wie auib der SchiffreapitLn. insultirt. Di- Landung wurde nut bewaffneter Hand iu verhindern gesucht, jedoch nach Bereitmachung des Schiffes lum Bombarde. ment eine demüthige Abbitte geleistet. Wrüek. Konstantinopel, 12. Januar. Ein Telegramm Mnkhtar Paschas vom 6 Janur besagt: Die zur Ueberwinterung in Trebinje bestimmten Trup. pen smd daselbst, ohne auf Hlndermffe zu stoßen, eingetroffen. Die Ruhe ist überall hergestellt, ausgenommen in dem Gebiete zwischen Trebinje, Bil-k.e Gatschko, L-otska und der montenegrinischen Grenze. Die Strenge des Wm- n "^dert die Bewegungen der Insurgenten. Der bisherige Marine- Minister Riza Pascha ist zum Kriegs-Minister ernannt worden. Amerika. Washington, 12. Januar. Die Justiz-Commission des Revräsen- tautenhaul-s hat einen Bericht zu Gunsten des Berfaffungs - Amendements an- trc°na* b> Chlet Präsidentschaft sechs Jahr- betragen und em Präsident em zweites Mal nicht wieder wählbar sein soll. Vermischtes. r..Braunschweig. (Hohes Alter.) Dieser Tage ist hier, wie dem H C ae- Ä wird, «ne fahrige Frau gestorben Unter den Trauernde« befindet sich auch b t ^00 Jahre alte Mutter der Verstorbenen. Die Matrone ist noch so rüstig, daß sie das Alter ihrer verschiedenen Tochter keineswegs hoch ansieht, denn als Todeskunde überbrachte, meinte sie wehklagend, daß „die Leute doch recht Oeh^t ha"en welche dem schwächliches Kinde kein hohe, Alter - igesprochen hätten^ München, 4. Jan. Auch die Bierwirthe m München yaoen sich davon über* W ""s ^Enen Spaß machen dürfen Gleich den Aackern, die mit ihrer geplanten Preiserhöhung deS BrodeS so gründlich durchgefallen sind, entgingen die Bierwirthe mit ihrem in aller Stille gefaßten Beschlüsse den Nreis des Bieres mit Einführung der neuen Währung zu erhöhen, der Blamage nicht. Die größeren W-rthe thaten nä.s^ch nicht mit und haben einen ungeheuren Zulauf, weil sie das Bter -um alten Preise geben. Die übrigen suchen zwar ihre Preiserhöhung noch aufrecht zu erhalten, aber ihre Phalanx ist durchbrochen und dient schon beute Sum Gelachter. Die Südd. Post empfiehlt zwar noch den Bierstrike an, aber^daS Wpt nn? ^atJ?forr bm s^kigeren Weg eingeschlagen: es meidet die Wirthe, die das Bier nur zu höherem Preise geben wollen. wrs “ Von einem amerikanischen Duell mit lustigem Ausgange wissen ungarische Zwei Weidmänner A. und Z. stritten darüber, ob die Schwarz- drossel oder die Goldamsel schöner säuge, und der Disput über diese hochwichtige Frage hpr Cn' eine Herausforderung zum amerikanischen Duell den Schluß ?b^^unkes bildete. Es wurde festgesetzt, daß derjenige, welchen die schwarze Kugel treffe, sich in der Stunde und in der Art zu tobten habe, welche der Gewinnende bestimmen werde. A-, dem das Todesloos gefallen, machte sein Testament und war nun täglich darauf gefaßt, dem Appell ins Jenseits folgen zu müssen. Eines schönen TageS wird an seine £oür geklopft und herein tritt der Diener seines ehe naligen ^agdfreundes Z., einen Brief und eine zugedeckte große Schüssel in der fianb ballend ^"ernder Hand erbricht A. den Brief, dessen Inhalt also lautet: „Ich bestimme,' daß der Empfänger dieser Zeilen sein Ehrenwort damit zu lösen hat, daß er sofort Bericht verzehrt." - Also Gift!" denkt A und hebt das Tuch von der SchMel, deren Boden, o Ironie des Schicksals! sein Lieblingsgericht, ^m-os scusza Mügeln) bedeckt. Mit heroischem Entschluß setzt sich A. an das lieblich ihm entgegenduftende Todesmahl und erwartet, nachdem die letzten Nudeln hinabgewürgt sind, die Wirkung des Giftes. Doch er wartet vergeblich. Z. hatte sich zwar in grau- m^cr' doch unschädlicher Weise Satisfaction genommen. Die turos scusza bara fein me^r einpe^t r°^bCm man netten, daß A. kein zweites amerikanisches Duell . . . 9 (Ewiges über Frost.) Aiis Riga, wo man über Kälte und Frost, ein ja letzt auch für uns sehr interessantes Thema, natürlich die reichsten Erfahrungen hat, wird Folgendes geschrieben: ö v ' S*s.ä Loh^ Listen SRlverbt S»«*-r8U oerben muß-__ Donnta hSser in der Allem Vertrauen beanspruchen müsse. Der Club sprach sich gegen die weitere Belastung der diesteitigen Hälfte und für die kräftige Unterstützung der Regierung in diesem Sinne aus. Wien, 13. Januar. Gutem Vernehmen nach wird Englands Beschlußfassung über die Note Andraffu's Hierselbst erst für nächste Woche erwartet, weil die Sitzung des britischen Minister-Conseils, in welcher die Angelegenheit zur Berathung kommen soll, bis dahin verschoben ist. Aus äkyrol, 8. Januar. Die von Wien aus jetzt endlich ertheilte Genehmigung, daß in Innsbruck und Meran protestantische Kirchen erbaut und eigene protestantische Gemeinden gegründet werden dürfen, versetzt die in Tyrol allmächtige ultramontane Partei nunmehr in so grimmige Wuth, daß ihre Hauptorgane in der Presie schon wiederholt wegen allzu heftiger Schmähungen des österreichischen Ministeriums confiscirt und unter Anklage gestellt werden mußten. In Meran bestand bisher schon eine stillschweigend geduldete kleine protestantische Gemeinde, welche sich mit einem Beetsaal ohne Kirchthurm, Glockengeläute und Orgelklang behelfen mußte und deren Geistlicher großentheils durch freiwillige Beiträge der protestantischen Curgäste besoldet wurde. Da sich in letzter Zeit viele Protestanten in Meran wie überhaupt im ganzen südlichen Tyrol angesiedelt haben, so dürste die Erbauung einer eigenen Kirche mit Thurm und Glockengeläute gewiß bald erfolgen. Frankreich. Paris, 12. Januar. Das „Journal de Paris" versichert aus guter Quelle, daß das gesammte Cabinet der Proclamation Mac Mahon's zugestimmt hat; letztere berühre nur solche Fragen, über welche eine Einigung her- gestellt sei. Paris, 12. Januar. Das officielle Blatt wird morgen eine Proclamation Mac Mahon's ans französische Volk bringen, die von Buffet gegenge- zeichnet sein und die Politik des Cabinets nach dem Programm vom 12. März bestätigen wird. Paris, 12. Januar. Nach einer hier erfolgten Bekanntmachung haben die Inhaber türkischer Renten, welche ihre Zinsen an europäischen Bankplätzen gezahlt zu erhalten wünschen, dies der Banque Ottomane in Paris oder deren Filialen bis spätestens zum 18. Januar er. anzuzeigen und ihre Coupons zu deponiren. Nach diesem Termine werden, derselben Bekanntmachung zufolge, die Coupons nur noch in Konstantinopel eingelöst. Die Certificate für die depo- nirten Coupons sollen am 20. Januar geliefert und am 30. Januar die Zahlung geleistet werden. Paris, 12. Januar. Die Nachricht, daß Mac Mahon eine Bekanntmachung an das französische Volk erlassen wolle, welche das Programm und die sonstigen Erklärungen Buffet's bestätigen werde, hatte in Paris allgemeine Bestürzung erregt, indem man befürchtete, der Marschall wolle den Weg der Gesetzlichkeit verlaffen. Die Unruhe war um so größer, als der Decazes'sche „Moniteur" heute Abend versicherte, daß die Mehrzahl der Minister das Manifest noch nicht unterzeichnet hätten und auch nicht unterzeichnen würden, welch letztere Behauptung indeß fraglich erscheint. Die mir zugehenden Nachrichten über diesen Punkt lauten anders. Paris, 13. Januar, Mittags. Die „Agence Havas" meldet: Es wird versichert, daß heute Morgen das Einvernehmen im Ministerrathe hergestellt fei. Jede Minister-Veränderung scheine beschworen zu sein. Ein neuer Minister-Conseil wird erst am Montag stattfinden. Welgien. "™ein,.§err- die Nase ist Ihnen abaefrorenl — „Sie sind ein Unverschämter, wählen Sie sich ein anderes Ziel Ihrer schlechten WitzeI» - Und doch war cs am Sonnabend Morgen so, der Herr, der mir nicht glauben wollte, wird spater bereut haben, daß er sich nicht überzeugte. - So anhaltend und in solcher Strenge wie jetzt, kommt der Frofi wohl nur sehr selten bei uns öor; leider sind üble Folge mit dem- lelben verbunden und auch nicht au?itblieben; nicht allein ist ein Wächter erfroren gefunden worden, sondern allgemein sind Klagen über erfrorene Gliedmaßen. Kielen iDhb es daber angenehm sein, zu erfahren, was mit den abgefrorenen Theilen iu tyun lei' um fie sich zu erhalten, und wie man sich überhaupt bei solcher Kälte zu verhalten habe. Bekanntlich ist Kalte weit empfindlicher, wenn sie von Wind begleitet ist, und da kann nur tüchtige Bewegung vor Erfrieren schützen. Unter gegebenen Bedingungen fann derMensch bedeutende Grade von Kalte, wenn er dieselbe auch sonst ungewohnt ®ar' 4° Grad Röaumur Monate lang) ertragen, während andererseits schon und noch weniger genügen, um einen Menschen zu tobten- So erinnere lch mich, daß alle Pariser Zeitungen eines schönen Morgens die Nachricht brachten, ” ein Arbeiter auf dem Omnibus erfroren und doch waren an be n Tage nur 8 Grad Nsaumur gewesen, für Paris allerdings etwad Seltenes. Die Bedinaungen, um Frost ertragen zu können, gehen zum Theil den Körper, zum Theil aber auch den ©eilt an: gesunde, ausgewachsene Individuen, die kräftige Nahrung genossen haben, werden weit eher Frost ertragen als schwächliche, hungrige und muthlose Perionen (wir brauchen nur an die Nordpolexpedition und im Gegensatz dazu an die Franzosen in X Ö Starke Esser können Überhaupt leichter Kälte vertragen, und sollte uns diese Thatsache allein schon dazu bewegen, kräftige Nahrung reichlich zu genießen. Spirituosen sind, wie auch sonst immer, nur mit Maß zu trinken. So- wett zum Gesammtverhalten; denn daß Jeder sich warm kleidet, ist wohl selbstredend. Iu den der Berührung mit der kalten Luft am meisten ausgesetzten Theilen, wie Wangen, Ohren und Nase, setzen sich innerhalb der Blutcanäle kleinste EiSkrystalle test, welche den Blutumlauf aufhalten, dann hemmen. Das Blut drückt auf die Ner- eS findet sich ein stechender Schmerz ein, doch nur für kurze Zett: denn e8 Echt bald eine Taubheit der Empfindung, die in völlige Gefühllofi^keit übergeht, und nun geschieht das, waS man erfrieren nennt Wenn dieS nicht lange dauerte oder ' T? .bedeutenden Graden unter 0 geschah, so ist es nicht weiter schlimm und vergeht wohl ineist wieder von selbst oder nach Anwendung von fettigen Einreibungen; fann nmn hierbei noch allen schlimmen Folgen entgehen (ausgenommen aclinbeS Brennen wahrend einiger Tage), wenn man den betreffenden Theil allmählig in höhere Temperatur bringt unter fortdauerndem Reiben mit kaltem Wasser, Schnee oder Ei4, was ledoch selbstverständlich vorsichtig geschehen muß, da man leicht daS Ohr ober die Nase abbrechen kann. Hat eine Erfrierung in höherem Grade stattge- !U.n?CrZ 1? baß zahlreiche Gefäße, nicht nur Zellen zerrissen sind, beim hier findet das- sclbe statt, wie wenn unS bet großer Kälte ein Kessel oder Eimer mit Wasser platzt, _ mso zu verfahren, nur sind die Folgen langwieriger und häufig entstehen eichwü e mit jauchiger Absonderung, zu deren Behandlung jedesmal ein Arzt hinzu- zuziehen ist. Da im Ganzen der Frost ebenso wie eine Entzündung behandelt werden muß, so find während des Verlaufes der Krankheit stets kalte Umschläge zu empfehlen. nh0? il5e!ncr Atahrung hat sich noch mit am besten Eisensalmiak in Lösung von 1 : 12 - /prmXhUrtt bewährt Hierbei sind auch noch die sogenannten Frostbeulen Dieselben werden anfangs, das heißt beim ersten Erscheinen, meist durch inif rpn rUC? Sollodium als solches oder als Jodcollodium, vertheilt. In ^ps^",.,.o^u stnd unter den Tausenden von angepriesenen Mitteln immer noch am oiiffh x C nf.? Bepinselungen mit Lösungen von kühlenden und reizenden Salzen. rbCt ®tfcn£ mit Erfolg angewandt, außerdem noch Gallapfeltinktur £ll£tur VON Grünspan, doch hüte man sich vor Mitteln, die jh?r ?t5 geheime Frostmittel angepriesen werd-m, bei denen man out verdienen, nie erfährt, welches schädliche ober unnütze -pmparai jie entgalten. (Dltg. Z.) 8,te^ befto"' ': Lit? ce® ißllls «ttü. ? *«tbt , 6t®affn(t ' ®««US *,*4X£ nm^iÜ6n btg (p,h,, u an- m F"b'"»g°« unb ,hr wii b!B 6 6 ,. US?L? " I Wbraiat bärten • ’ ’»«»Nch baoon -« bürten «lech di» F-iJeHüiffe, den Pinz ••• nicht. Die unjeljeuren Zulauf, weil W chre Preiserhöhung *‘n un^ ^knt schon heute ctcrarift an, aber da- i«M die Virlhe, die ba9 J«tjanae toifitn ungarische '-ruäer, ob dir Tchwarz- n 'ieie hochivichtize Frage ■ -en Luell den Schluß •-fn die ichwarze Kugel riche der Gewinnende be- : n Lrsiamcnt uns war io mimen. Eine» schönen I lener seine- ehe nöligen |d i» der Hind hallend. - '.aiutt: ,)ch beitimme, löien bat, daß er sofort und h'.bi da, lach von " ^eblingSgericht, «uiros 1 j’ M l'ttiiä) ihm n fabeln hinebgewürgt ii::? sich zwar in grau- t tora i um barg kein r* amerikanisches Duell Jtiltt und fycoft, ein reichsten Lrsahrungen hat, t ,'ind ein Unverschämter, _ Hn) »och war ti am s^e. itrb fpiter bereut . '"Strenge wie letzt, W mit de-n- Sächter erfroren .. : ,. (?* Bleien ,?n rheilen |u IW ’ • * - «alte ju verhalten . «gb begleitet ift und , |(3enen öedingungrn sonst ungewovnt ,1 inbtrerieM.lt» -,..n 3o erinnere lini: belebte«; du 8ebln»unje«, Ibetl aber «u* » J genoflen W> iuntoie »Ss a"nnite iilSkrystalle ■ denn « * Alt übergeh "Ä ■ ■ L-iJÄtfS- r-^'S iLrL'i ; ' ,^rch r, "r o tn "^Kalten- . rr »^L,ltinktur \ d.c ,j( Alll malf fl \xrt Frijchbäcker } u Gießen. (5 o n n t a ß, den 16. Januar 1876. D- Rühl am Rathaus,"^J. Klingel- Höfer in der Wallthorstraße, E- Noll in der Löwengasse. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen, f Gottesdienst. Sonntag, den 16. Januar. ( Morgen«: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bi« 22. Januar besorgt Pfarrer Dr. Seel.) — Der Lehrling ist nach S "9 der ReichSgewerbeordnun- der väterlichen Zucht deS Lebrherrn unterworfen- Im Anschluß an dieses Gesetz hat der Strafsenat deS Ober-TribunalS in einem Erkenntniß vom 15. December 1875 ausgesprochen, daß der Lebrberr im Sinne dieses Gesetze« nicht unbedingt mit dem Geschäft-Herrn zu tden- tificiren ist. Einem für die Dauer angeftellten Disponenten (Faktor) sind gleichfalls die Befugnisse deS Lehrherrn zuzusprechen. New-York, 25. Dec. Eine angenehme Ueberraschung, welche beweist, daß doch noch nicht alle Uneigennützigkeit in diesem realistischen Zeitalter aufgehört hat, wurde Herrn Anthony, dem Präsidenten der sich augenblicklich in finanzieller Verlegen- beit befindlichen .Tool Companys in Providence, Rhode-Island, al« er am 23. d mit dem Untersuchungs-Comite arbeitete, durch Ueberreichung eines Schreiben« seiner Arbeiter bereitet. In dem Schreiben verzichten die Arbetter, nachdem sie lhre Sym- vathie ausgesprochen, freiwillig auf die ihnen für den Monat December schuldigen Löhne. Diese Verztchtleistung ist freiwillig von fast allen Arbeitern aus den verschiedenen Werkstätten unterzeichnet und erstreckt sich auf einen Betrag von ungefähr 90 000 L. wohlverdienter Arbeitslöhne. Zweifellos werden sich die Angelegenheiten der Compagnie arrangiren lasten, ohne daß von diesem edlen Anerbieten Gebrauch gemacht «erden muß. (N.-Y. H-Z) fKtriatfjofifdjc gemeinde gießen Gießen, im December 1875. (37 gDer Borstand. Beitrittserklärungen zur hiesigen altkatholischen Gemeinde wolle man gef. auf dem Bureau der Expedition des „Gießener Anzeigers" bei Herrn A. S ch e y d a daselbst abgeben. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici« und ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise: mmiffl s, ts. Seit 28 Jahren bat keine Krankheit dieser angenehmen VesundheitSspeste widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medici» und ohne Kosten bet allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-. Drüsen-, Schleimhaut-, Achem^ Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkett, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Obrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon vo« der Geburt an selbst der Ammcnmtlch vorzuziehen. — ©i« Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certtfieate vom Professor Dr. Wurzer, Geh. Medicinalrath Dr. F. W. Beneke, ordentlicher Professor der Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Ddbd, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certificaten. Certificat des Medicinalrachs Dr. Wurzer. Bonn, 10. Juli 1852. Di« Revalescifere Du Barry ersetzt in allen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt bet allen Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Rierenkranrhetten rc., bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, Verstopfungen, bet krankhaften Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen-Hämorrhoiden rc. — Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht bloß bei Hals- und Brustkrankheiten, sondern auch bet der Lungen- und Luftröhren- schwlndsucht. (L. S.) Rud. Wurzer, Medicinalrath und Mitglied mehrere, gelehrten Gesellschaften. Nr. 80,416. Geh. Medicinalrath Dr. F. W. Beneke, o^-entlicher Professor der Medtetn an der Universität Marburg, sagt in der „Berliner Klinischen Wochenschrift^ 8. April 1872: „Ich werde es nie vergeßen, daß ich die Erhaltung eineS meiner Kinder der sogenannten „Revalenta Arabica“ (Revatesciäre) verdanke.^ Das Kind litt tm 4. Lebensmomrte an gänzlicher Abmagerung und fortwährenvcm Erbrechen, welche Uebel allen Medikamenten trotzten; die Bevalesciere hat feine Gesundheit in sechs Wochen vollkommen hergeüeüt. — Rr 64,210. Marquise von Brehan von 7jährtger Leberkrankheit, Zittern an allm Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75,877. Florian Köller, L- K. Militärverwalter, Großwardetn, von Lungen- und Luftröhrcn'Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Hande» - Leh,cmfiatt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttnng. Nr. 65,715. Fräulein de MoutlouiS von Unverdaulichkett, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75,928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen ,e. Das Revalescifcre ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch nnd erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalesciäre 1/2 Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk 5,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf. Revalesciäre Chocolatöe 12 Tasten Mk. 1,80 Pf., 24 Tasten Mk. 3,50 Pf., 48 Tasten Mk. 5,70 Pf. u. s. w. Reralesciöre Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf. Zu beziehen durch Du Barry & Co. in Berlin, W. 28—29 Pastage (Kaiser-Gallerte) und 163—164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Speceret- und Delicatestenhändlern im ganzen Lande. In Gießen zu haben bei Mü ll er S ch w ager. (24 Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen Im Ftrmen-Register deS unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: (271 1) Earl Matthäus Cahn von Wohnbach, wohnhaft zu Gießen, betreibt dahier seit 1. Mai v. I. unter der Firma „Garl Matthäus Cahn" ein kaufmännisches Geschäft. 2) Simon Bing und Samuel Bing von Lang-Göns betreiben daselbst unter der Firma: ^Gebrüder Bing" seit 1. Januar l. I. ein kaufmännisches Geschäft. Jeder von ihnen ist berechtigt, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 13. Januar 1876. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Edictalladung. Nachdem die bekannten Gläubiger d:r Heinrich Sehrt X Eheleute von Ober- Bessingen am 2. l. M. ein Arrangement mit der Wittwe des Heinrich Sehrt X abgeschlossen haben, dessen Einsicht den Interessenten auf unserm Actuariate gestattet ist, werden die unbekannten Gläubiger genannter Eheleute aufgefordert, um so gewisser binnen 14 Tagen unter Anmeldung ihrer Forderungen rechtsbegründete Einwendungen gegen den Beitritt zum Arrangement vorzubringen, als sonst letzteres bestätigt und vollstreckt würde. Lich, den 28. December 1875. Großherzogliches Landgericht Llch- Weyer. (143 Versteigerungen. Holzversteiqerung. . Mittwoch den 19. d. M-, Vormittag- 9 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, Di- strict HundSkopf versteigert werden: 18 Rmtr. Nadel-Prügelhol-, 15 ,, „ Stockholz, 390 Stück „ Wellen, 17 „ FichteN'Stämme, 13 „ „ Stangen, 35 „ Kiefern-Stämme, 17 „ „ Stangen. Wieseck, den 13. Januar 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Lang. (272 Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 17. Januar 1876, von Vormittags 9 Uhr an, oll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Unterhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 105 Rmtr. Birken-, Eichen- u. Nadel-Scheith., 198 „ h u n Prügelh., 118 w tf u fr ff Stockh., 5930 Wellen „ „ „ „ Reish., 153 Eichen-Stämme mit 58,45 Fstmtr. 75 Nadel- „ v 26,60 „ 25 Birken- w „ 9,81 , Die Zusammenkunft ist auf der Schif- fenberaer Chaussee an der zweiten Schneiße Gießen, am 12. Januar 1876 (232 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm._________ Montag den 17. Januar 1876, Bormittags 11 Uhr, soll in der Behausung deS Herrn Julius Strack in der Wallthorstraße eine Dampfmaschine mit Zubehör meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ____________Müller._________(260 Montag den 17. Januar 1876, Nachmittags 1 Uhr, soll in der Wohnung des Bäcker Ludwig Schneider in der Neustadt, ein Sopha, Comode, Bettlade, Bettwerk und Frauenkleider an den Meistbietenden versteigert werden. (261 Gießen, den 13. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Müller. 1. Die Umpflasterung des Pflasters in der Kalergasse, sowie Anlage eines AbzugS- kanalS daselbst, veranschlagt zu 2085 Mk. 2. Die Umpflasterung des Pflasters in der Scheunengasse, veranschlagt zu 264 Mk- 8. Die Neupflasterung der Straße vor dem Abraham Sonnenberg'schen Hause, veranschlagt zu 300 Mk. 4. Die Anlage einer neuen Treppe von Lungsteinen von der Weißadlergasse nach der Lahnbrücke soll am Montag den 15. dss. Mts, Vormittags 11 Uhr, im Submtssionswege an den Wenigstfordernden vergeben werden Die Kosten-Anschläge liegen auf meinem Bureau offen. Wetzlar, den 12. Januar 1876. Der Bürgermeister: Vrettschneider. (263 Versteigerung von Straßenarbeiten. Das Brechen, die Beifuhr, daß Aufsetzen und das Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen in dem Bau« bezirk Gießen für das Jahr 1876 erforderlichen Steine, soll an nachbenannten Orten und Tagen wenigstfordernd versteigert werden, und zwar: I. Dienstag, den 18. Januar, Morgens 9Vz Uhr, zu Gießen im Bramm'schen Wirthslokal für die Straßen von Gießen bis Groß- Linden , von Gießen gegen Rodheim, von Gießen bis Steinbach, von Gießen bis Ab- theilungsnummer 16 gegen Reiskirchen und von Klein-Linden gegen Wetzlar. II. Mittwoch, den 19. Januar, Nachmittags 12Vr Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone für die Straße von Gießen über Lollar. III. Donnerstag, den 20. Januar, Nachmittags 12Vr Uhr, zu Reiskirchen in dem Guntrum'schen Wirthslokal von Abtheilungsnummer 16 der Straße von Gießen über Reiskirchen bis Lindenstruth. IV. Freitag, den 21. Januar, Morgens 9y2 Uhr, zu Lich in dem Gasthaus zum Engel für die Straße von^Steinbach über Lich gegen Langsdorf und vom Hessenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach. V. Montag, den 24. Januar, Nachmittags 12Va Uhr, zu Lang-Göns in dem Gasthaus zum grünen Baum für die Straßen von Groß- Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar und zwar hier die Lieferung von Kalksteinen auf die Straßen von Groß- Linden bis Pohl-GönS und von Pohl- Göns gegen Wetzlar und die Lieferung von Basaltsteinen für die -Ltraße von Pohl- GönS bis Butzbach das Anfsetzen und das Zerschlagen dieser Steine. Die resp. Großherherzogltchen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. (255 Gießen, den 13 Januar 1876. Großherzogliches Kreisbau amt Gießen. In Vertretung: Schäcker, Kreisbauaufseher. Holzversteigerung. Donnerstag den 20. Januar 1876, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Di- strict Höllenrain, bei günstiger Witterung: 67 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Birken ,, 2 ,, Eichen 20 „ Kiefern „ 4 „ Buchen-Prügelholz, 2 „ Eichen „ 4 „ Kiefern „ 38 „ Buchen-Stockholz, 18 „ Kiefern „ 108 „ Buchen ReiSholz, 16 „ Eichen „ 120 „ Kiefern „ 12 Stück Eichen-Stämme mit 3,45 Festmeter Inhalt, 53 Stück Kiefern-Stämme mit 36,00 Festmeter Inhalt, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist der Distrtct Höllenrain. Kesselbach, am 13. Januar 1876. Die Fretherrltch von Atabenau'sche Qber- försterei Rabenau. H 0 p p ö. (259 Jeitgevotenes. 250) Bettstellen, Kleiderschränke und 1 Comode, stehen zu verkaufen bei ________I. H e ck, Schreiner, Sandgasse. 243) Eine Decimalwaage, 10 Ctr. Tragfähigkeit, fast neu, zu verkaufen, oder gegen eine größere zu vertauschen, bet August Schlessinger. Haar - Kestorer von Apother Braden der Cleve. Eine neue unschädliche Erfindung ergrauten Haaren die ursprüngliche Farbe und Schönheit wieder zu geben. Zn Gießen allein bei Friseur G. Gerhardt. (209 265) Ein lltollwageu, 25—30 Ctr. Trag- kraft, eingerichtet zum Handziehen und für ein Pferd ist wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Näh. durch Ferd. Schnitzler in Wetzlar.____ Täglich frische Berliner Pfannkuchen bei F. Wilh. Hartmann, Conditor, 273) Neustadt. Wenzels Garten (Saalbau). Sonntag, den 16. Januar 1876: Großes Coueert a la Strauss, ausgefübrt von der ganzen Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 116 unter der Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krauffe. S Jlnlunq L llljr. — (Entree 40 vsg. y, »Jgmeifri*s Vorletzte und außerordentliche Rinder Vorstellung des Wiener Kinder-Schauspiel-Ensembles. Anfang derselben 6 Uhr« Dornrösdjm. Märchen in 6 Bildern, von Görner. 3) (270 ___A. Schulz. Verantwortliche NedactiH: A. S ch e y d a. Hofmann in Gießen, I. I. Burk in Garbenteich ~ f t (^Ogis im Deutschen Hof hicrselbst). Cassel, den 22. December 1875. Die General-Agentur: Preise der Plätze: I. Platz 1 M. 20 Pf. ÜS. Platz SO Pf. Gallerte 25 Pf. Kmder zahlen auf dem er)tcn und zweiten Platz die Hälfte. Tageskarten erster Platz 1 M., zweiter Platz 70 Pf., find zu haben bei Herrn Friseur Gerhardt, Schulstraße. (268 Die Teutouia zeichnet sich durch die Mannigfaltigkeit der von ihr ein- gesuhrteu Verstcherungs-Ärteu aus, indem sie zu allen Arten von Versicherungen des menschlichen Lebens, über welche überhaupt Verträge abgeschlossen werden tonnen, Gelegenheit bietet. De^i Herren Beamten werden Darlehn zwecks Stellung von Dienstcautionen gewährt. N) n weJtere Auskunft ertheilen und Anträge nehmen entgegen die mit Vollmacht Geriehenen Herren Bürger-Clnb. Sonntag den 16. d. M., Abends 7 Uhr: Talizuulerhallimg ________ in Weiuel's Garten. ®rucf unb Verlag der Brühl'schen Unto.-Druckerci in Gießen. Es ist eine eie ! lichsten VeMm'gk ! der Möglichkeit eine ihren bestimmte» w Grund aiitstndig j« verschiedrntn Reg'.en Besorgniste ckfich g Len» wir die jegoil'ina nochmals i und der Aussaugun kriegerische Völkchen nuig braucht zur 3 ihrem großen Hoch» Deutung des Äuss peu aus dem Schn einige höchst unterg stnntinopel meldet, stehen noch auf dem Ein Guerilla! schwerer zu bestegeu Zeit ist nutzlos für aber ebne die mora SV Mit ii & fcri M ei Wen, Ii(f< fid) ted um i» mtfyt in te; Sodnitn« in MM Staaten dm grfolg («jfgotriM «itnä «Jtifeifl, ffielt »Mig unbtifl'g Bticfjunjen gegen \ »'l'gi». die ggnje 5 ।Ruiibgeiiingtn | «nffofllid) f( ! ‘'»"«Verfuge gemalt ™ Wrnwertau | Dingen bie än "> dieien " N«'h des tmention bet $)L . ®«n »oniktrei, u' s TW,' 8K-bai ijJ“ a"f gmij (ä|„ ^'stkrreich w SLibtafi ’ . m »{ int trieber ' enl „ SS*1* SerjS WW es ift, bi,9™ "N die üa»* b Jaum b ! ji ? "Ib H ?,n " b9t