16: rt ierlin 1 enql. °unen, 1 Freitag, den 14. Juli (4o. 161. 1876. A«Me - M Amisliktt sie de« Kreis Siehe«. Erscheint täglich mit LuSuahm« d«s MontagS. Expevitio«r Schulstraße, Sit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mark VV Pf. uli: Amtlicher H h e i l. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenutniß. Gießen, den 26. Juni 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. • R- Wagner. ■ Lerdy nit - Gounod. aus) Liszt. :ene • R- Wagiiei. lt«, ■ Strauß. )rn. Bekanntmachung. Betreffend: Den einjährig Freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 23 und 24 der Ersatz-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 (Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) gestellungspflichtig find, werden auf die in den §§ 89 und 90 der Ersatz- Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimmungen über die Pflichten der zum einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten und die Meldung zum Dienstantritt in den §§ 93 und 94 1. c. enthalten sind. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften oder verspäteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verliehen werden. Die vorstehenden Bestimmungen, sowie die Bestimmungen des nachstehend abgedruckten § 89 gelten sowohl für diejenigen, welche sich der Prüfung unterziehen wollen, als auch für diejenigen, welche auf Grund eines Schulzeugniffes den Berechtigungsschein nachsuchen. . . Jackson. Zvl- . Conradi. . LM.d. M . Brahms. . Schubert. . Bi/se. 5 Ihr. Itttt statt. M Mets der M werden mW, Für die im nächsten Herbst stattfindende Prüfung sind die Gesuche um Zulassung spätestens bis zum 1. August 1876 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden rc. gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Ers.-Ord.) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekauntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 23. Juni 1876. Großherzogliche Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: von Marquard, Reg.-Rath. §. 89. Itachsuchung der Berechtigung. 1. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April des ersten Militärpflichtjahres (§. 20,2) zu erbringen. 2. Die Berechtigung wird bei derjenigen Prüfungs-Commission nachgesucht, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist. (§. 23 u. 24.) 3. Wer die Berechtigung nachsuchen will, hat sich bet der unter Nr. 2 bezeichneten Prüfungs-Commission spätestens bis zum 1. Februar des ersten Militärpflichtjahres schriftlich zn melden. Dieser Meldung sind beizusügen: a) ein Geburts-Zeugniß, b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über die Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original einzureichen. Der ProvinzialauSschuß der Provinz Oberhessen, o. Röder, Provinztal-Dtrector. neue Stationen zur Eröffnung gelangen, und zwar womöglich noch bis zum 1. October. Berlin, 10. Juli. Die Gründer-Processe thun gründlich dar, daß bei den Actiengesellschaften in mancher Beziehung eine durchgreifende Reform vorzunehmen ist, namentlich muß vorgesehen werden, daß die Einkünfte der Spitzen, der Direktoren und der Mitglieder des Aufsichtsrathes so enorme Summen Jkiifto&ntb. Berlin, 10. Juli. Nachdem die Ausbildung einer größeren Anzahl Hn Postbeamten im Telegraphendienste nunmehr beendet ist, hat der Generaldostmeister eine umfassende Vermehrung der Telegraphen-Stationen in allen feilen des Reichsgebiets angeordnet. Es sollen noch in diesem Jahre 400 4. Außerdem bleibt die wis sensch a ftliche B efähigung für den einjährig freiwilligen Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch Beibringung von Schulzeugnissen oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs-Commission geschehen. 5. Der Meldung bei der Prüfungs-Commission sind daher entweder die Schulzeugnisse, durch welche die wissenschaftliche Befähigung nachgewiesen werden kann (§. 90) beizufügen, oder es ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung auszusprechen. Die Einreichung der Zeugnisse darf bis zu dem unter Nr. 1 genannten äußersten Termin ausgesetzt werden. In dem Gesuche um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft sein will (Aul. 2. §. 1). Auch hat der sich Meldende einen selbst geschriebenen Lebenslauf beizufügen. 91. Nachweis -er wissenschaftlichen Befähigung durch Prüfung. 1. Wer die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst durch eine Prüfung nachweisen will, hat sich auf Vorladung der Prüfungs- Commission persönlich im Prüfungstermin einzufinden. 2. Alljährlich finden 2 Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung muß für die Früh- | jahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden. KÄ-ß"" von „ mW 5-sn" ndtlN * —""Ted MB \tt» Den 8 12 des Reaulativs vom 26- Februar 1875, dahin lautend: „Der Provinzialausschuß hält Ferien während der Zeit vom 21. Juli bis zum 1. September. Dieselben sind vierzehn Tage vor ihrem Beginn durch ein oder mehrere in der Provinz erscheinende Blätter zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Während der Ferien dürfen in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien ohne Einfluß" bringen wir hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß bei dem Provinzialausschusse der Provinz Oberhessen diese Ferien in der bemerkten Zeit des laufenden JahreS stattfinden. Gießen, den 3. Juli 1876. al- Tantiemen (außer einem hohen Gehalt) von dem Ertrag der Gesellschaft nicht mehr wegnehmen, wie das fast durchweg bei dergleichen Gesellschaften der Fall ist. Eine Eisenbahn-Gesellschaft, welche eben jetzt in allen Ecken spart und Beamte entläßt, konnte trotzdem, daß der Verkehr verhältnißmäßig schwach ist, zwei höheren Beamten Jahres-Tentiömen von 35,000 und 17,000 Thlru. bewilligen, — einem also ein dreifaches Minister-Einkommen, trotzdem das Jahresgehalt durchaus nicht als ein bescheidenes betrachtet werden kann. Die Subaltern-Beamten dagegen beziehen Gehälter bis 250 Thlr. herab. (Rhein. Kour ) Berlin, 10. Juli. Die Entwerthung des Silbers hat in den letzten acht Tagen einen ganz außerordentlich raschen Gang angenommen. Die Londoner Notiz, welche Geldpence für eine Unze Standard Silber (37/40 fein) bedeutet, ist von 52 d. (Pence) ohne Unterbrechung auf 48 d. gefallen, österreichische Silbergulden, deren Preis gerade jetzt zum Julitermin für den Be sitz-r österreichisch-ungarischer Effekten von so großer Bedeutung ist, notirten am Donnerstag nur noch 155,50 Mk. (für 100 Gulden), und für die Gulden, aus welche die Coupons österreichischer Eisenbahn-Aktien oder Prioritäten lauten, erhielt man gar nur 151 —152 Mk., während dieselben vor acht Tagen noch 171 Mk. bedangen. Es sind dies Thatsachen, deren Tragweite eine unberechenbare ist und welche augenblicklich fast jeden deutschen Capitalisten und Besitzer in hohem Grade schädigen. Aber auch jeder Andere wird seinem Theil an den Verlusten nicht entgehen, welche das deutsche Reich noch an den eingezogenen und demnächst außer Cours zu setzenden alten deutschen Landesmünzen über kurz oder lang erleiden wird. Unläugbar ist, daß die Durchführung der deutschen Münzreform zu langsam betrieben worden ist und noch betrieben werde. An die Belästigungen, welche der Kleinverkehr durch die Langsamkeit der Aus- münzung und durch die Schwierigkeit bei Umwechselung u. dgl. m. erlitten hat und noch augenblicklich erleidet, wollen wir hier nur flüchtig erinnern. Keiner unserer Leser wird von den Unannehmlichkeiten des Mangels an Kleingeld oder der Zurückweisung eines nicht mehr umlaufsfähigen Stückes ganz verschont geblieben sein. Viel empfindlicher wird der Schaden fein, welcher der Gesammt- heit immer mehr aus der Verzögerung der Verwendung und Fortschaffung der alten Münzen erwachsen muß. Man schätzt den Besitz Deutschlands an geprägtem Silber auf eine Milliarde Mark; ein Rückgang des Silberpreises um 5 pCt. bringt uns demnach schon 50 Millionen Mark Schaden. Seit Jahresfrist beträgt aber dieser Rückgang fast 20 pCt. Allerdings wird nur die Hälfte dieses Verlustes überhaupt ziffermäßig zur Erkenntniß kommen, da etwa 500 Millionen Mark theils bereits umgemünzt sind, theils noch umgemünzt werden sollen. Immerhin dürfte ein birecter Verlust von mehr als 150 Millionen Mark im Verlaufe des letzten Jabres allmälig zur Erscheinung kommen. Die österreichischen Werthpapiere in deutschem Besitz endlich werden, beiläufig bemerkt, auf 2 Milliarden Mark geschätzt, sodaß der Verlust an Zinsen allein sogar in den letzten beiden Jahren über 20 Millionen Mark ausmachen dürfte. Berlin, 11. Juli. Nicht geringes Aussehen erregt die soeben im „Reichs-Anz." erschienene Bekanntmachung, durch welche vom 12. Juli ab der Postvorschuß-Verkehr zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn bis auf Weiteres ausgesetzt und der Postanweisungs-Verkehr beschränkt wird. Die Maßregel hat, wie zugleich angedeutet wird, in Folge einer Benachrichtigung des Handels-Ministeriums zu Wien getroffen werden muffen. Derartige ausnahmsweise Anordnungen pflegen nur in Zeiten vollendeter Kriegsgefahr und dergleichen erlassen zu werden. Die Bekanntmachung steht also mit den aus Oesterreich vorliegenden Nachrichten über das günstige Ergebniß der Reichstädter Mouar- chenbegegnung einigermaßen in Widerspruch. Man kann nur wünschen, derselbe möge sich dahin ausklären, daß das österreichische Handels-Ministerium dem Impulse einer allzu ängstlichen Vorsicht gefolgt fei. Berlin, 12. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." und die „Kreuz-Ztg." veröffentlichen heute einen Aufruf zur Bildung einer deutsch konservativen Partei im deutschen. Reiche. Der Ausruf ist u. A. unterschrieben von v. Below-Saleske, v. Malzahn - Giltz, Graf Minnigervde, Graf Udo Stolberg, Graf Rechtem, Graf Limburg und Ströbel (Dresden.) Berlin, 12. Juli. Die „Prov.-Corresp." schließt einen Artikel über die Reichstädter Entrevue mit folgenden Worten: „Der friedliche Eindruck, den die Nachrichten aus Reichstadt zunächst in Wien hervorgebracht haben, ist bald überall zur Geltung gelangt und hat die Zuversicht bestärkt, daß die mächtige Friedens-Gemeinschaft, welche in dem Kaiserbunde ihren festen Mittelpunkt hat, auch die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Lage überwinden werde. Berlin, 12. Juli. Die Reichs-Commission zur Berathung des Patent- Gesetzes wird Ende August ober Anfang September zusammentreten. Seitens des ReichSkanzler-Amtes ergehen gegenwärtig bezügliche Eiuladungen an Jnbm strielle, denen bestimmte Fragen zur Beantwortung vorgelegt werden. München, 12. Juli. Die Staats-Regierung hat sich definitiv entschlossen, die Forst-Akademie Aschaffenburg aufzulösen und mit der Universität München zu vereinigen. Würzburg, H. Juli. Fürst Bismarck ist gestern um 5 Uhr nach Kissingen zurückgereist. Kaiser Wilhelm gab den Spitzen der Behörden im Hotel um 5 Uhr ein Diner. Ein großartiger Fackelzug von über 1600 Fackeln, Bürgerschaft und Studenten gemeinsam, mit bengalischer Beleuchtung des Schlosses folgte am Abend. Es ging Alles unvorbereitet aus Würzburgs Bevölkerung hervor und hat den Kaiser sichtlich überrascht und erfreut. Wien, 11 Juli. Die „Presse" meldet ans Zara: Den Reichstädter Abmachungen zufolge wurde der Hafen von Klek für Ausschiffungen türkischer Truppen gesperrt. — Aus Semlin wird gemeldet: Wallsee, der Kriegs-Corre- spondent einiger Wiener Blätter, wurde bei Krusevacz erschossen. Verwundet wurden: Hcndle, Correspondent von Berliner Blättern, Galli von bet „Opi inon nationale" und Coutouly vom „Temps." Die betr. Consuln haben in Belgrad deshalb Schritte gethan. Wien, 12. Juli. Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet aus „besonderer Quelle" von Serajewo, 11. Juli: „Bei Wiffegrad sand heute ein größerer Kampf zwischen Serben und Türken statt, dessen Ausgang noch unbekannt ist. Die Serben beschießen Novtbazar anhaltend." Ferner von Skutari, 11. Juli: „Heute sanden zwei größere Gefechte zwischen den Montenegrinern und den Türken statt, eines bei Kernica in der Kraina, ein zweites bei Podgo ritza. Die hier einlaufenden Nachrichten lauten weniger günstig für die Türken, welche stärkere Verluste erlitten haben sollen. Wien, 12. Juli. Dem hiesigen „Telegr.-Corresp.-Bureau" wird aus Ragnsa gemeldet: Am Dienstag Nachmittag trafen 6000 Insurgenten unter Führung von Peko Pavlovic oberhalb Klek ein, ohne den geringsten Widerstand Seitens der mohamedanischen Bevölkerung gesunden zu haben; hiermit ist nunmehr die Straße über Klek für die Türken gesperrt. Lemberg, 9. Juli. Die heute hier angelangten russischen Blätter theilen mit, daß General Jgnatieff, der fortwährend Drohbriefe erhalte, aus Furcht vor einem Türkenaufruhr die für den 10. d. Mts. angesagte feierliche Einweihung der neuen russischen Kirche in Pera auf unbestimmte Zeit verschieben mußte. Nach dem „Moskowsklja Wiedomosti" werde jetzt noch immer in osficiellen türkischen Kreisen, sogar in den Moscheen, gegen die Russen unablässig agitirt. In hiesigen ruthenischen Kreisen ging aus Rußland die Nachricht von der bevorstehenden Veröffentlichung eines kaiserlichen Ukas ein, welcher daselbst den Druck kleinrussischer Bücher verbietet. (Presse.) Ilraukreich. Versailles, 11. Juli. In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kam- mer kam die Angelegenheit betreffs Ernennung der Maires zur Verhandlung. Das Ministerium stellte die Vertrauensfrage. Gambetta erklärte, er wolle zwar dem Ministerium keine Schwierigkeiten bereiten, nichtsdestoweniger bekämpfe er den vorliegenden Gesetz-Entwurf. Nachdem ein von Gambetta unterstützter Antrag, die Discussion zu vertagen, abgelehnt worden war, nahm die Kammer den Art. 1, durch welchen das Gesetz betreffs der Maires von 1874 aufgehoben wird, mit großer Majorität an. Die übrigen Artikel, bezüglich welcher Meinungs-Verschiedenheiten bestehen, werden morgen zur Berathung kommen. Italien. Nom, 11. Juni. In der heutigen Sitzung des Senats conftatirte der Minister des Aeußern, Melegari, anläßlich einer Interpellation Mamiani's, die Wirksamkeit des auf der Basis der Nicht-Intervention zwischen den Mäch« ten hergestellten Einverständnisses und daß die Bestätigung dieses Princips aus der Reichstädter Entrevue die Garantieen des Friedens unter den Großmächten befestigt habe. Das in dieser Hinsicht sehr wirksame Werk der Diplomatie werde jedenfalls auch den vom Kriege heimgesuchten Bevölkerungen die Wohl- thaten der Civilisation und der durch Verträge geschaffenen Rechtsverhältniffe sichern. Die italienische Regierung habe den Pariser Vertrag zur Grundlage ihres Verhaltens genommen. England. London, 10. Juli. Der jüngst im Unterhause geäußerten Besorgnis daß durch die Flottensendung nach dem Mittelmeer die heimische Küste entblößt fei, trat der Marine - Minister mit der Angabe entgegen, es sei zu diesem Zwecke die Jnbienststellung von neun Panzerichiffen in kürzester Frist ausführbar. Von diesen neuen Schiffen werden nun demnächst sechs, nämlich „Thun- Derer", „Glatton", „Hydon", „Hecate", „Gorgo" und „Cyclops", unter Befehl des Admirals Stewart vereinigt, zu eurer Uebilngsfahrt auslaufen. — Das aus den Panzerschiffen „Minotaur", „Resistance" und „Black Prina", sowie dem Aviso „Helicon" bestehende Canal Geschw der wird gegen Ende dieseS Monats jammt den dazu gehörigen Küsten - Wachschiffen nach England zürück- kehren zum Zwecke der alljährlichen Ausbesserung der einzelnen Schiffe. — In Plymouth wird mit aller Kraft an der Fertigstellung des Panzerschiffes „Agin- couri" gearbeitet. London, 12. Juli. Lord Derby wird, einer Meldung des „Reuter- schen Bureaus" zufolge, am Freitag eine aus vielen Mitgliedern des Unterhauses bestehende Deputation empfangen behufs Ueberreichung eines Memorandums, welches die Regierung zur Aufrechterhaltung vollkommenster Neutralität gegenüber den Ereignissen im Orient bestimmen soll. Türkei. Konstantinopel. Die „dlgence Bordeano" telegraphiert aus Konstantinopel, 8. Juli: Die Anwerbung von Freiwilligen hat begonnen. 6000 jungt Männer und 1500 Softas haben sich bereits als Freiwillige eintragen lasten Die letzteren werden von ihren Professoren befehligt werden. — Nach einer aus Paris uns zugehenden Meldung wäre dec Ober-Be fehlshaber Abdul Kerim Pascha auf dem Kriegsschauplätze eingetroffen, hättr aber zuvörderst nicht in Nffch, sondern — was im Einklänge steht mit bei früheren Nachricht, daß er in Widdin erwartet wurde — am Tirnok persönliä den Befehl übernommen und sogleich schon durch Einnahme SaitscharS cini große Waffenthat verrichtet. Sollte sich diese Angabe bestätigen, so würde bei serbische Kriegsplau einen bedenklichen Stoß erleiden. Saitschar und dami: die Tirnok-Linie in türkischem Besitze wäre eine gefährliche Drohung für bü serbische Armee. Ragusa, 11. Juli. Aus türkischer Quelle wird berichtet: Bei Podgv' ritza hat ein Gefecht zwischen zwei Bataillonen regulärer türkischer Truppen, welche durch Freiwillige verstärkt waren, und 5000 Montenegrinern stattge funbeu. Letztere wurden aus ihren Befestigungen vertrieben und verlöret 400 Todte und ebensoviele Verwundete, darunter 30 Osficiere. Der Verlus der Türken belief sich auf 11 Todte und etwa 25 Verwundete. Amerika. New - Uvr? - 11- Juli. Der Kaiser und die Kaiserin von Brasilier werden sich morgen, 12. Juli, nach Europa einschiffen. Lokal-Notiz. Gießen, 13. Juli. In der Nacht vom 11. auf den 12. d ist aus dem hiesi-en Arresthaus, ein schon vielfach bestrafter Dieb, Michael Seid, von Urberach, welcher nach der Strafanstalt Diez verbracht werden sollte, durchqebrochen. Derselbe hattr in Diez eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren auf dem Korn. --- Aus dem letzten Viehmarkt hierselbft waren 1468 Stück Rindvieh und 567 Schweine aufgetrieben. Gleichzeitig wurden über 300 Körbe Kirschen verkauft --Heute Morgen früh um 5 Uhr prügelten sich die Herren Künstler au« dem Oswaldsgarten wieder einmal als Fortsetzung der gestrigen Kämpfe. Vermischtes. — Auf der königlichen Direction einer der in Berlin einmünbenben Eisenbahnen bat kürzlich eine Doppelsinnigkeit vielen Spaß verursacht. In ber Jahresabrechnuni cranschlakt zu ^lbreinrrarbeit am 1 ^»eranWazt zu I schloss erarbeit am ! verarschlaat zu WeWnverarbeit ar veranschlagt zu lLur Unterhaltung straßen und A Maurelarbeiten (Di Manschtugt^ Merarbeit, veran und Emde Mn altungsstcin _'chlagt zu «raaenarbeiten dase Lnlchiagt zu Mtznashausen. den ^ro^- ^ürgermeis' E/Nft 44 h Mit Äff'1 Präparate v. Apotheker I. Schrader» Feuerbach - Stuttgart. Besondere Bekanntmachung. Ausführung, bei (880 (3731 e u a Allerlei Holz, Vflfte Festmeter, mit auf der Mäusburg. 239) Misteigert werden. 292 Nadel- 14 (yialfliiO lütüd« Mm auf hiesigem Rathhause nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben nen * "Ä ^den, als: Mk- Pfg- »HU u v l Vf UIXJ • iff, Maurerarbeit am Rathhaus, 90 90 üdunz W 95 100 1,3716 melden. 40 23 2 71 304 100 K- Schön. ttlage, im e m a (3727 Brauerei empfiehlt Stockholz, Zur Desinfection empfiehlt (3098 3 9 200 150 1120 geäußerten Besorgvi elmische Küße entW n, es sei zu W Bdien Achen R 12 2 12 IR 6 10,66 ist im Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol in m 116 1 8 6 32 u m 6 6 38 empfiehlt 3401) r 5 8 228 t e r 64,4 10 5 11 W.llen 2300 Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabethenbrunnen, Hunyadi-Janos-Bitterwasser, empfiehlt in stets frischen Füllungen 3733) Kornstroh zu verkaufen bei e t 7 4 127 Eichen Buchen Birken Aspen Nadel 76,27 33,64 11 29 1,30 5,54 0,39 Distrtct (3653 Gießen. Eichen-Stamme Nadel- Birken- Aspen- Eichen-Stangen Birken- „ 380 73 Georg Klein Cafo Ebel. veranschlagt zu Zur Unterhaltung der OrtS- straßen und Wege:^ "'Maurerarbeiten (Durchlässe), veranschlagt zu Schreinerarbeit am Rathhaus, tnr. Simon Mühlqaffe. Reisholz, Stämme und Stangen mit 2 Kubikmeter, 3639 Tannenlackirte Bettladen und Waschsdbränkchen sind zu verkaufen. E. Tr än kner I, Schreinermeister. Ftiegen-Hoh, -Papier & Fliegen-Leim Gg. Wilh. Weidig, Markt 8. ve-ranschlagt zu Pflafterarbeit, veranschl- zu Lieferung und Emdecken der vnterhaltungssteine, veranschlagt zu Gradenarbeiten daselbst, ver- Mi 2. Dienstag den 18. Juli, Morgens W im District Hard, Zusammenkunft lik oben: «2 Kiefern- und Fichtenstämme von 15—36 Centmtr. Durchmesser und 5—18 Mir. - l'ängt mit 89 Kubikintr. und bgl Stangen mit 4 Kubikmtr. Inhalt. .Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird ^lungsfrift bis Martini 1877 gestattet. Mich, den 8. Juli 1876. (3662 Wimmenauer, Forstrath. 817 „ 7 Stück meinen weit und breit als so vorzüglich bekannt, daß cs «ohl kaum nöthig sein dürfte, die hiesige Einwohnerschaft auf die bevorstehenden beiden Concerte dieser Capelle nochmals aufmerksam zu machen. Die reichhaltigen Programme werden auch selbst sonst sehr anspruchsvolle Musikk.nner befriedigen, besonders, wenn sie wie hier auf die exacteste Weise zur Ausführung gelangen. W>r mochten aus denselben Beethoven's Omott-Simphonie und Leonoien-Ouverture, Weber's Oberon-Ouverture; ferner die Ouvertüren zu den lustigen Weibern von Windsor und zu Tannhäuser; die von Berlioq für großes Orchester instrumentirte Aufforderung zum Tanz, Brahms Ungarische Tänze, als Ensemble-Pifccen besonders hervorheben — Dazu kommen die Solo-Vorträge auf dem Cornet ä Piston, der Ciarinette, Flöte, Violine und Harfe. Groß steht endlich die Bilse'^che Capelle durch die feine Wiedergabe einiger für Kammermusik geschriebenen Compositionen durch das ganze Streichquartett (36—40 Stimmen) da. Herr Bilse wird uns Haydn's henliche Variationen aus dem Kaiserquartett so arran- girt vorführen. Einsender dieses hört am liebsten jede Composition für das Instrument, für welches sie vom Componisten bestimmt ist und ist principiell kein Freund derartiger Übertragungen. — Dennoch ist er öfters durch die Feinheit der Ausführung überrascht und befriedigt worden; besonders durch einige Pidcen, welche vom ganzen Streichquartett Pizzicato vorgetragen wurden. Wir vermissen leider eine derartige Nummer in den P'oaramms, hoffentlich wird hier Herr Musikdirector B'lse, der bekanntlich den Wünschen des Publikums ück 1 Mark, allen sorgsamen! Müttern bestens empfohlen. onschlagt zu Ellingshausen, den 12. Juli 1876. Hroßh. Bürgermeisterei Ettingshausen. I. W: (3729 -knats constatiite h, 'Ptllation Mamianst 1 fischen den M ; dieses Princips «s Her den Großlnächlvi Serf der DiplvM ölkerungen die Weinen Rechtsverhälkmir '«lag zur GrM.-e wendung kommen. Man hat in den Bureaux der betreffenden Direction ein paar [d(ie über die seltsame Verwechselung herzlich gelacht. — Vor einiger Zeit ging ein Herr auf dem Elbdamme bei Wartenburg dnieren und horte, daß sich in einem am Ufer liegenden bewohnten Fahrzeuge ein heftiges inänf entspann, bei welchem sich eine kreischende Frauenstimme ganz besonders her- »>lhat. Plötzlich erschien der Bewohner des Schiffes auf dem D^ck, schleppte sein Mndes Weib mit sich und warf es mir nichts und dir nichts über Boid in die Elbe. Mtzt sah der betreffen, e Herr dieser Scene zu, beruhigte sich aber bald, als er sah, die Elbe dort nicht tief war und die gebadete Frau mit leichter Mühe das nossi Mtment verlassen konnte. Immerhin doch höchst erstaunt über ein solch ergenthüm- itc§ Verfahren, fragte er den kurz daraus ans Ufer tretenden Mann: .Aber, lieber Mn, wie kommen Sie dazu, Ihre Frau ins Wasser zu werfen. Wissen Sie nicht, ch das strafbar ist." — „O ja", erwiderte der Schiffer, „ick hef ock schon en paarmal tnim fitten möst, ober wat fall ick dohn, si kannst Mul nich holen und da helpet nicks Itter, als wenn ick se en betten int Water fmete, versupen kann fe ja hier doch nich. Lei Helpt et jetzt tom Sommertid fiiltdb ok nich, aber wenn ickst im Winter so mit trmafe hält se lange Tid bat Mul " Eine neue Art von Zuchtmittel! r.,r M Großes Lager vorzüglicher Gras- u. Fruchtmähmaschinen, Heuwender u. Heurechen , Häckselmaschinen, Dampf- u. Göpeldreschmafchinen. Aus eine z w ei s p ä n nig c G öp >' ld rc s ch m a s ch i n e mit Reinigungsvorrichtung, welche das Getreide fertig in den Sack abliefert, mache besonders aufmerksam. Marburg, im April 1876. (2177 J. Welheim, Maschinenfabrik u. Eisengießerei- Holzverfteigermig ir ver Fürst!. Oberförsterei Lich. 1. Montag bett 17. Juli, von Morgens 1 Uhr an im District Hard, Sufammem teilt am Muschenheimer Weg in der Hard- 10 Minuten von hier: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Edelholz : ijerner an demselben Tage, Nachmittags Uhr im District „Schwarze Kuh" rc.: I K Rmtr. Kiefern Schein und Piügelholz, li „ „ Stockholz, ^rapbirt aus loch 6°°°f »fligi eintragen liM itt eingetroffen. tnfUnge fleht J mime SairfN? tffärigen. i° .... ,ijx 1*1 ’ fcrtijtet: dW „r tirW*" rtt'tbe" Officio DUiiDttt- Fernewald, District Ameisenkopf, nachver^ zeichnetes Holz versteigert werden: Scheith. Prügelh Stockh. Reish. Patentirtes Gase-Inlectenpulver zur radikalen Vertilfunq von jeglichem Haus Ungeziefer und dessen Biut- Amtliche Zeugnisse, sowie Gebrauchs - Anweisung stehen zu Diensten. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend (3501 L. 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Betr-: Sicherstellung der Jllaten der Ehefrau des Buchbinders Paul Adam in Gießen. 3717) Ein freundliches Logis im Freien (am Wallthor), bestehend aus 4 Zimmern mit allem Zubehör, ist zu oermiethen und alsbald zu beziehen bei_______F. I u tz t. 3713) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Neuenweg 117. 3708) Ein kleines Logis ist an eine ftilk Familie zu vermiethen und sogleich zu bv ziehen.______________H. M- Iugbardt. 3720 Der zweite Stock meines HaM ist zu vermiethen. Georg O er tel, _______________________Frankfurter Straße. guten Speisen und Getränken bestens empfohlen ________________________B- Nsnft und Wsgner Ww. Da ich nicht weiß, ob der Buchbinder Hoffmann der sladlgenchtlichen ÄuflaÄ auf die M innerhalb der ersten oder erst innerhalb der litzten 24 Stunden Nachkommen wird, Q . ’ aber ein Interesse daran habe, das veiebrliche Publikum so rasch wie möglich üba den wahren Sachverhalt aufgeklärt zu sehen, so erlaube ich mir nachstehende Versügunr Großherzoglichen Stadtgerichts alsbald zu veröffentlichen. 3652) Ein Mädchen, im Nähen bewandert, hat noch einige Tage in der Wocke zu besetzen- Näheres bei Friedr. Münch, ______________________Wallthorstraße- 3718) Meine im Gießener Anzeigeblatt Nr. 157 befindliche Annonce, bezüglich der Leihbibliothek, muß ich nach gerichtlicher Verfügung in seinem 2. Absatz widerrufen, weil mir die ausstehenden Bücher noch nicht überwiesen, vielmehr der A d a m'- scheu Concursmasse gehören, was hiermit geschieht. Gießen, den 12. Juli 1876. II. Hoffmann. 3726) Ein tüchtiger Bursche wird p sofortigen Eintritt gesucht in das FlaM bier-Geschäft von ____________Emil Lotz, Kirchenplah- 3631) Ein williger Bursche wird gefixt' in das Flaschenbier-Geschäft von L. Textor im Darmstädter Har^, JEmil Fi&chbach 3637) DaÄ seither von Herrn Broel bewohnte Familien« logis, Ccke Mäusburg und Wettergaffe, ist anderweit zu vermiethen. ____Chr. Wallenfels. 3673) Eine Wohnung von 6 Zj^ mern nebst Zubehör per 1. Oktober zu vermiethen. Chr. Horeyseck, Reichensand. 3702) Ein Logis von 3 Zimmern und Kammer mit Zubehör zu vermiethen. erfragen bei der Exped. d. Bltts ______________________________________________________________________ lItn 3686) Em gebildetes FcauenzimMkNi,. ZU llebnien wünscht Stelle als Haushälterin ober a« ' erwachsenen Kindern. Das Näh. bet dkl Exped. d. Bl. 3706) Zu vermiethen ein Logis, bestehe aus 5 Piöcen nebst Zubehör bei __L. Kau s 3707) Ein freundliches FamilienlogisH zu vermiethen und alsbald zu bezi?ben bei Wildpretbändler Ebel. Kermictliungen. 3354) Eine schöne Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei __________Ludwig Pirr, Neuenbänen. 3519) Zwer größere Familienlogis auf 1. October zu vermiethen. ____________________Dr. Weber. 3536) Wallthorstraße A. 239 ist ein ße-' räumiges Familien-Logis zu vermielhen. 3566) Eine Mansardenftube mit Cabinet, unmöbltrt, ist zu vermiethen. __Lindenplatz Lit. A. Nr. 241. 3567) Ein Schüler kann Kost und Logis erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3569) Eine Stube mit oder ohne Möbel zu vernliethen. Wo? sagt die Exp. d Bl. 3571 Ein möblrrtes Zimmer zu oer- miethen. Spengler R ü h l, Neustadt. 2754) Ein schönes Zimmer, gut möblirt, ist zu vermiethen. Schloßgosse B. 6.