Dienstag, den 14. März S8V6 U«. 6« ■ f den Unterrichtscursns im Wiesenbau an der Ackcrbauschule zu Friedberg betreffend Grünberg, den 10. März 1876. Nach Beschluß des Ausschusses des landwirthschaftltchen Provinzialvereins für Oberhessen wird auch in diesem Jahre wieder ein CursuS zur Ausbildung von W iesen b au g ehülfen unter Leitung des Vcreinsculturtechnikers Herrn Wiesenbaumeister Gr'eb an hiesiger Ackerbauschule stattfinden, und soll derselbe während zwei Monaten — beginnend Donnerstag den 20. April — abgehalten werden Der Unterricht umfaßt: Fortbildungin den Elementarfäckern, Agrikulturchemie, Botanik, Feldmessen, Nivelliren, Planzeichnen, Aufstellung von Kulturplänen und Kostenüberschlägen, Theorie des Wiesenbaues, der Drainage rc-, verbunden mit Demonstrationen und praktischen Hebungen bet den In Ausführung begriffenen Meliorationsanlagen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Aufnahmefähig sind junge Leute, welche bereits eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer, sowie solche, welche im Wiesenbau praktisch geübt sind und in einer Prüfung die erforderlichen Vorkenntnisse nachweisen können. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Eine entsprechende Anzahl der Theilnehmer wird voraussichtlich alsbald nach Absolvtrung des Unterrichts-Cursus als Gebülfen des Wiesenbaumeisters be- Bau von Anschlußlinien, werde cs sehr fraglich sein, ob eS gelinge, der bedeutenden Concurrenz gegenüber, einen großen Verkehr auf die oberhessischen Bahnen zu lenken. Er glaubt, die Regierung könne die oberhess. Bahngesellschaft nöthigen, den Interessen der Provinz Oberhessen gerecht zu werden. Weder der Zeitpunkt noch der Preis sei für den Staat günstig, daher ablehnen und warten. Ministerpräsident Hofmann führt aus, daß die Frage der Herstellung von Anschlußbahnen durch die Erwerbung der Bahnen nicht berührt werde. Vorerst bestehe keine Absicht der Regierung derartiae Vorlagen zu machen, weder für Gelnhausen-Partenstein, noch für Alsfeld-Hersfeld, noch für Fulda-Meiningen. Zu einer Verbindung mit der projecttrten Lenne-Lahn- Bahn werde die Regierung gern die Hand bieten. Es werde erst die weitere Entwickelung des Bahnverkehrs abgewartet werden, die Regierung verpflichte sich, außer der Ankaufssumme, zu keiner Ausgabe. Es handele sich nur um die Convertirung einer Staatsschuld. Heute Nachmittag wird die Berathung fortgesetzt werden. Darmstadt, 10. März. Der Fürst zu Isenburg und Büdingen hat bei der ersten Kammer folgenden Antrag eingebracht: Die Kammer wolle art Großh. Regierung das Ersuchen richten, die im Großherzogthum erlaubten Banknoten täglich oder mindestens einmal in jeder Woche durch die „Darmst. Zeitung" und durcb die Kreisblätter bekannt geben zu lassen, sowie auch von Zeit zu Zeit die verbotenen Banknoten in denselben Blättern bekannt zu machen. Die Motive führen aus, daß die Bestimmung des Reichsbank-Gesetzes vom 14. März 1875, wonach mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. bestraft wird, wer Noten inländischer Banken, oder Noten oder sonstige Geldzeichen inländischer Corporalionen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zuge- lasten sind, zur Leistung von Zahlungen verwendet, dem größeren Publikum fast gar nicht bekannt sei, weniger aber noch die verpönten Banknoten, weß- wegen die Gefahr nahe liege, daß Jemand, ohne es zu ahnen, der erwähnten Bestimmung zuwiderhandle und in Strafe verfalle. Darmstadt, 11. März, Nachm. (Abgeordnetenkammer.) Nachdem Wolfskehl für, Mellinger gegen den Majoritätsantrag gesprochen, wird Schluß der Debatte beantragt und angenommen. Der Antrag der Majorität wird in namentlicher Abstimmung mit 28 gegen 19 Stimmen angenommen. Art. 1, 2 und 3 werden mit ähnlicher Majorität angenommen. Bei Art. 4 spricht Kugler für, Hirschhorn gegen den Minoritätsantrag. Das Haus nimmt den Majoritätsantrag an, ebenso Art. 6 und 7. Hierauf folgt Abstimmung über die Anlagen. Bei Anlage 2 bekämpfen Osann und Hirschhorn die vorgeschlagene Rückzahlung nach 10 Jahren. Minister Hofmann erklärt die Ablehnung dieses Punktes nicht einer Vertrags-Ablehnung gleich zu achten; darauf erfolgt gegen 2 Stimmen die Ablehnung. Bei weiterer Berathung wird die zukünftige Einlösung der Coupons in Frankfurt abgelehnt, ebenso der Umtausch der Actien gegen Obligationen bei Bankhäusern. Die Gesammtanträge werden schließlich mit 27 gegen 14 Stimmen angenommen. Berlin, 10. März. Das Abgeordnetenhaus berieth heute über den Etat des Cultus-Ministeriums und genehmigte unverändert alle Positionen bis zu derjenigen für die Provinzial-Schulcollegien, wo die Debatte auf Montag vertagt wurde. Im Laufe der Debatte trat der Cultusminister den von Seiten des Centrums vorgcbracbten Beschwerden, insbesondere dem Anträge auf Wiederherstellung der katholischen Abtheilung im Cultnsministerium entgegen, sowie einer Beschwerde über das Verfahren der Behörden in Posen und über die Ausweisung von Geistlichen aus der Provinz Posen. Neu eingegangen ist Der Entwurf einer Städte-Ordnung. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Betreffend: Die Territorialorganilation der Forste in der Provinz Oberhessen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Sitz des unterfertigten Forstamts nunmehr von Burg-Gemünden nach Grünberg verlegt worden ist. Großherzogliches Forstamt Grünberg. H a b e r k o r n._________ schart- Jpeutftfifanb. Darmstadt, 10. März. Nach längerer Unterbrechung hielt heute die zweite Kammer eine Sitzung, deren Hauptgegenstand die Erwerbung der Oberhessischen ^Eisenbahnen für den Staat war. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Präsident dem verstorbenen Kammermitglied Kuhl einen warmen Nachruf und ehrte die Kammer durch Aufstehtn von den Sitzen das Andenken des verlebten wackeren Abgeordneten. Der elfte und zweite Präsident wurden darauf für die Dauer des Landtags wieder gewählt. Eine große Anzahl von Regierungsvorlagen, Anträgen und Eingaben kommt zur Anzeige. E'.ne Interpellation des Abgeordneten Schröder, betreffend strengere Aufsicht gegen Verfälschung der Nahrungsmittel, wird dahin beantwortet, daß seitens der Polizeibehörden in dieser Hinsicht alles Erforderliche geschähe. Eine Anfrage Matthy s über Errichtung eines Lehrerinnen-Seminars und eines dritten in Rheinhessen zu errichtenden Lehrer.Seminars wird dahin beantn ortet, daß die Regierung noch weit^e Erfahrungen abwarten und bann Vorlagen machen wolle. Ueber die oberhessische Eisenbahnfrage ergriff zuerst der Ministerpräsident Hofmann das Wort. Die Regierung betrcchte es als ihre Hauptaufgabe, die drückende Last, welche die Garantie für die oberhess. Eisenbahnen dem Land auferlegen, zu mildern. Die eingeleiteten Verhandlungen seien anfänglich wegen der Höhe der Forderung erfolglos gewesen, man habe bann ber Gesellschaft eine Art Ultimatum gestellt unb sei bann der jetzt vorliegende Vertrag zu Stande gekommen. Bei den oberhess. Bahnen sei von vornherein nicht der finanzielle, sondern der volkswirthschaftliche Standpunkt maßgebend gewesen. Die Minorität des Ausschusses glaube, daß der Zeitpunkt für den Ankauf nicht günfttg se: namentlich, da das Reich damit umgehe, die Eisenbahnen zu erwerben. Diese Frage sei noch sehr weitaussehend und unklar, aber wenn es auch dazu komme, so werde die Regierung jedenfalls eher im Stande sein, die Interessen des Landes zu wahren, wenn das Land selbst die Bahnen besitze. Der Vorwurf, daß die Kaufbebmgungen zu nachtheilig seien, sei unbegründet, es werde an den jährlichen Ausgaben eine bedeutende Summe gespart. Es sei nicht anzunehmen, daß später der Vertrag unter günstigeren Bedingungen abgeschlossen werden könne. Dumont spricht gegen die Erwerbung, die Sache sei nur vom finanziellen Gesichtspunkte zu betrachten; das Object habe nicht den Werth der Ankaufssumme. Von den zum Bau bestimmten 28 Millionen feien vielleicht 8 Millionen in den Sack der Gründer geflossen; die Bahnen hatten auch nicht an Werth gewonnen, sondern seien gesunken, dieselben seien nicht gehörig ausgerüstet, der Verkehr sei so unbedeutend, daß kaum die Betriebskosten herauskämen. Der gegenwärtige Stand der Actien sei durch die Hoffnung des Verkaufs der Bahnen veranlaßt Tie durch den Vertrag beabsichtigte Ersitzung sei illusorisch, da die Bahnen durch Aufwendung großer Summen erst brauchbar gewacht werden müßten. Em etwa ger Weiterbau der Bahnen, um für sie einen durchlaufenden Verkehr zu gewinnen, sei sehr unsicher im Erfolg und übersteige die Kräfte des Landes. Das Project, alle Eisenbahnen an daS Reich zu bringen, liege in weiter Zukunft; er würoe die Verwirklichung desselben im Interesse der föderativen Entwicklung sehr beklagen; komme eS aber dam, dann könne der garantiepflichtige Staat seine Bedingungen stellen, sei derselbe aber Eigenthümer, dann müsse er sich bedingungslos dem Reichsgesetz unterwerfen. Min - sterialrath Fink widerlegt einige Behauptungen Dumonts, namentlich m Bezug aus die Anlagekosten der Bahn. Abg. Hirschhorn rechtfertigt bte Ansicht der Moi oritat unb widerlegt die Ausführungen Dumonts. Schulze will ben 00^5^1116^111^ ®e= sichtspunkt nicht außer Acht gelassen haben , glaubt aber, daß die klnanfiellen Bedingungen günstiger gestellt hätten werden können, namentlich da die Erneuerungen und Vervollständigungen der Bahn seitens des Staates 6^ße Opfer erfordern wurden Er erklärt sich nach Abwägung aller Gründe für Erwerbung der Bahnen, die jedenfalls in den Händen des Staates bei einer energischen Altung besser rerttiircn werbe, als seither. Die Frage des Weiterbaues der Bahnen lasse sich voni der Erwerbung derselben nicht trennen; es sei ganz ungewiß, meieren (Sifolfl ber ^cl^aäuafubnf werbe, unb liege beshalb eine schwere Erwägung vor, über die er genauere AusNu f wünsche. Schröder hält reue Anschlüsse für ein sehr gewagte« Ftnanzunter hmm^ Die Minderheit des Ausschusses hatte die Last, die dem Land aiffellegt wer^ zu hoch, eS werde ein Object gekauft, dem bie-Unterlage der Rentabilität fehle. Auch bet bem r ;uin i U ph.'etzM WW '*lten 11 in einer V“ *8 tjSwü 9 jedoch"^ v°rk,en Lunb Sabritatii £i llhr. e ist um ty. ! 8 Uhr: , «W*";, *•’ " nt ziehungsweise als Wiesenbauaufseher, je nach Befähigung gegen entsprechende Vergütung bet den in Ausführung begriffenen Meliorations-Unternehmungen Verwendung finden unb ist denselben hierbei volle Gelegenheit zu ihrer Ausbildung all selbstständige Techniker gegeben. Anmeldungen haben spätestens bis zum 15. April laufenden Jahres unter Vorlage eines Zeugnisses über gute Aufführung, etwaige Zeugnisse über Vorbildung 2C. bei dem unterzeichneten Kuratorium zu erfolgen, bas zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist. Friedberg, den 3. März 1876. DaS Kuratorium ber Ackerbauschule zu Friedberg. Trapp. vr. H e u s e r. K l i e t s ch. Geb- Regierungsrath. Dirigent der Ackerbauschule.Kreis-Assissor. ravetz Mädchen auf foglei März, gegen guten Lc lagt die Sxped. d. A mit guten Echulkcnniff junger Mann kann i Delikatessen u Colom läft in Frankftrt al erten sub B. 8.956 bei j oncen-Expedition mk * Comp. Kranlsie tj: ert qinnntö - M c 30_$L—J Marsi^ irtt) Grün. er m,r den Dieb tntii ^derart angibt, jl I'eTQnttrortung Frech. ^7 ^nditorei des Um , gesitteter junger Mn Wun als Lehrling« j n lh Ri. .i . . braves, zuverlässiges ld)t fuit j ) SJlülltr, MarburgH n k rankt and Brcsj eilt Dr. Joehheini jelhenstrasse 1. Berlin, 10. März. In Sachen der erwarteten Vorlage wegen der Reichsbahnen war heute das Gerücht verbreitet, die Regierung «erde auch die Ermächtigung nachsuchen, Privatbahnen für den Staat zu erwerben. Dies bedarf indessen um so mehr der Aufklärung, als jene Ermächtigung im Allgemeinen schon jetzt besteht und von Fall zu Fall die nothwendige Zustimmung der Kammern wegen der Bedingungen nachgesucht werden kann. Vielleicht ist das Gerücht auch nur aus interessirten Kreisen verbreitet. Wiesbaden, 11. März. Aus Eaub trifft die Nachricht ein, daß daselbst in der vergangenen Nacht ein Bergrutsch 8 Häuser verschüttet hat. Man rechnet, daß 26 Menschen dabei um's Leben gekommen sind- Die Bahnverbindung ist unterbrochen. Wiesbaden, 11. März. Nach Eaub sind anläßlich des gemeldeten Unfalls von Mainz und Coblenz aus Pioniere abgegangen. — Im Kreise Biedenkopf ist in Folge eines stattgehabten Wolkenbruchs die Lahn über ihre Ufer getreten, so daß die anliegenden Oertlichkeiten überschwemmt sind. Caub, H. März, Vormittag- 11 Uhr. Die Pioniere von Coblenz und Mainz sind eingetroffen. Von den verschütteten Personen sind 3 lebend, 5 todt zu Tage gefördert, noch sind 21 verschüttet. Man befürchtet weiteren Bergsturz. München, 10. März. Die Clericalen in München sind über ein Vor- kommniß an der Universität München, das sie übrigens selbst durch eine Tact- losigkeit sonder Gleichen provocirt haben, sehr erbittert. Die ultramontanen Professoren der theologischen Fakultät hatten nämlich die Profefforen v. Döllinger und Friedrich in einer Zuschrift gebeten, sie möchten bei dem Promotionsact eines Doctoranden nicht erscheinen, weil sonst zu besorgen stehe, der in Gegenwart von zwei nominatim excommunicirten Fakultätsmitgliedern crtheilte theologische Doctorgrad werde kirchlicherseits nicht anerkannt und dem also Promovirten würden die Vorrechte nicht zugestanden werden, welche die Kirche an den theologischen Doctorgrad geknüpft hat. In dieser Bitte erblickten die zwei genannten Herren mit Recht eine widerrechtliche Ausschließung vom Pro- inotionsact, weshalb sie beim Universitätsrectorat Beschwerde erhoben. Letzteres erklärte dem Decanate, wenn nicht Alles, was Gesetz und Herkommen bezüglich der theologischen Promotionen verlange, erfüllt werde, so könne der Rector als Pro-Kanzler der Universität die licentia promovendi nicht ertheilen. Dazu aber wollten sich die ultramontanen Fakultätsmitglieder nicht verstehen; daher trennte der Fakultätsdecan die DoctordiSputatton von dem Promotionsact, welcher nunmehr verschoben bleibt, bis die von den Profefforen v. Döllinger und Friedrich angeregte Rechtsfrage entschieden sein wird. Oesterreich. Innsbruck, 11. März. Der Statthalter hat im Auftrage des Kaisers gestern den Landtag von Tyrol wegen pflichtwidrigen Benehmens der Mehrheit seiner Mitglieder geschloffen. Zara, 9. März. In Folge besonderer Weisung Andrassy's reist der Statthalter von Dalmatien, Feldzeugmeister v. Rodich, abermals nach dem Jusurrections-Gebiet, um mit dem türkischen Gouverneur des Vilayets zu conferiren. Kossand. Haag, 10. März. Aus Atschin wird gemeldet: Die Truppen haben nach heftigem Widerstande der Atschinesen Lambaroe genommen. In Kajölo wird ein Fort errichtet. Der Gesundheits-Zustand der Truppen ist besser. Irankreich. Paris, 10. März. Die Seine, die seit gestern um weitere Od0 M. gestiegen, hat jetzt eine Höhe von 6,20 M. Alle Keller der Häuser an den Quais haben jetzt beinahe einen Meter Waffer. Man befürchtet den Einsturz von Häusern in den niederen Stadttheilen und der Umgegend, die jetzt seit 10 Tagen überschwemmt sind. Die Befürchtungen, daß der Wein in dem Entrepot von Berrey zu Grunde geht, sind groß. Das Regenwetter dauert immer noch fort. — In Bayonne will man eine spanische Verschwörung entdeckt haben, an deren Spitze der gegenwärtig in Paris lebende frühere Minister Ruiz Zorrilla stehen soll. Es wird behauptet, daß dieser mit carlistischen Flüchtlingen unterhandelt haben soll, um sie zu bewegen, mit den republikanischen Intransigenten gemeinschaftliche Sache zu machen und einen Aufstand hervorzurufen. Ob die Angaben gerade in Bezug auf Zorrilla sich bestätigen, muß man abwarten. Don Carlos hat alle hervorragenden carlistischen Führer nach London berufen. Sein Bruder Alphons und dessen Frau sind bereits dorthin unterwegs. Paris, 10. März. Das officielle Blatt bringt folgende, auch Deutschland interessirende Note: „Seit einigen Tagen veröffentlichen französische Blätter Anzeigen, welche auf fremde Lotterieen, namentlich auf die Hamburger, Bezug haben. Es ist gut, bei dieser Gelegenheit daran zu erinnern, daß nach dem Art. 4 des Gesetze- vom 21. Mai 1836, welches die Lotterieen verbietet, die in dem Art. 410 des Strafgesetzbuches angegebenen Strafen gegen die Agenten der französischen Lotterieen oder der Operationen, die ihnen gleichgestellt sind, angewandt werden; andererseits ist auch der Art. 411 des nämlichen Gesetzbuches anwendbar auf die, welche Lotterieloose colportiren oder vertheilen, sowie aus die Personen, welche durch Bekanntmachungen, Anzeigen, Anschlagzettel und durch irgend ein anderes Mittel der Veröffentlichung von der Existenz der genannten Lotterie Kenntniß geben oder die Ausgabe der Lotterieloose erleichtern." Dem sei hinzugefügt, daß die Aufmerksamkeit der Behörden auf die fremden Lotterieen durch die Berichte gelenkt worden ist, welche deutsche Lotterieloose- Händler in Hamburg an die französischen Schullehrer gerichtet haben, um die Adressen bemittelter Einwohner zu erhalten. Französische Blätter haben in ihrer Herzenseinfalt — denn die war es wohl mehr noch als Bosheit — hinter diesen Hamburger Briesen Bismarckffche Spionirmanöver gewittert. Versailles, 9. März. In den Bureaus der Deputirten-Kammer sind zu Vorsitzenden gewählt 6 Deputirte von der Linken, 2 von der äußersten Linken und 3 vom linken Centrum; in den Bureaus des Senats 4 Republikaner und 5 Conservative. In der Deputirten-Kammer sprach Grevy seinen Dank aus und erklärte, er werde eifrig die Würde und das Ansehen der Kammer bewachen und die Verhandlungen unparteiisch leiten. ZLetgien. Brüssel, 10. März. Die Flucht des General-Secretärs der belgischen Bank bestätigt sich; er hat, wie man erzählt, ein ungeheures Deficit in der Depositen-Cafle dieser Anstalt hinterlaffen. Die Börse ist sehr aufgeregt. Die Actlen der Bank haben eine starke Entwertung erlitten. Ein Polizei-Beamter ist zur Verfolgung des Flüchtlings nach London abgegangen. Brüssel, 10. März. Der der „Banque Belgique" durch Veruntreu««, gen einet! Beamten zugefügte Verlust erreicht nach den bisherigen Ermittelunani bereits die Höhe von 6 Mill. Frcs. England. London, 9. März. Im Unterhause kündigte Campbell einen Antrag auf eine Resolution an, wonach es inopportun für England sei, an irgend welcher Abmachung zur Erleichterung der Aufnahme einer Anleihe Seitens des Khedive theilzunehmen. London, 9. März. Der deutsche Torpedo-Dampfer „Ziethen" ist heute in Blackwall vom Stapel gelaffen und darauf zum Zwecke des Einsetzen- der Maschinen nach Deptford bugsirt worden. London, 9. März. Ueber die Aussage des französischen Lootsen bei den gestrigen Verhandlungen der Leichenschau-Jury zu Poplar über den Unter, gang des „Strathclyde" wird weiter berichtet: Derselbe sagte aus, daß der Capitän der „Franconia" kurz vor dem Zusammenstoß mit dem „Strathclyde" den Befehl gab, zu stoppen und die Maschine mit voller Kraft rückwärts gehen zu lassen. Sobald die Maschine rückwärts in Gang gebracht war, befahl der Capitän, das Ruder nach Backbord zu legen und rief dem „Strathclyde" zu, abzuhalten. Von dem Augenblick, wo der Befehl zum Stoppen gegeben wurde,' bis zu dem Moment, wo die Maschine rückwärts ging, vergingen drei Minuten. Alsdann erfolgte der Befehl, die Boote auszuschwingen- Der englische Lootse forderte den Capitän, ehe dieser nach vorn ging, auf, das Schiff mit voller Kraft Vorgehen unb das Ruder Backbord legen zu laffen. Nach der Meinung des französischen Lootsen hätte der engliche Lootse nicht seine volle Ruhe be. wahrt. Die Mannschaft der „Franconia" sei sofort zu den Booten gegangen. Als der „Strathclyde" in so drohende Nähe gekommen wäre, hätte die „Fran- conia" stoppen und rückwärts wenden müssen; wäre das Ruder der „Franconia" nach Steuerbord gelegt worden, so würde dies das Schiff unter den obwaltenden Umständen nach Steuerbord abgelenkt haben. Der Capitän habe nie die Besonnenheit verloren. Die Mannschaft sei nicht in Verwirrung gerathen. Zur Zeit des Zusammenstoßes habe der Capitän, nach demselben der englische Lootse das Commando gehabt. Der hierauf vernommene Quartiermeister Carl Bentin und der assistirende Quartiermeister Johann Peter Helck bestätigten den Empfang und die Ausfübrung der ihnen gegebenen Befehle zum Steuern. London, 10. März. Die Todtenschau-Jury in Poplar hat nunmehr ein im Wesentlichen gleiches Verdict wie die Dealer gefällt. Capitän Kuhn von der „Franconia" wird der fahrlässigen Tödtung schuldig erklärt, da durch seine strafbare Schiffs-Führung der Zusammenstoß mit dem „Strathclyde" verursacht sei; indeß sei sein Verhalten in hohem Maße durch den britischen Lootsen beeinflußt worden, dessen Betragen ernsten Tadel verdiene. Dagegen wird den Boots-Leuten von Deal Lob ertheilt. Capitän Kuhn ist gegen Caution auf freiem Fuß belassen. London, 10. März. Im Unterhause beantragte Disraeli die zweite Lesung des Gesetz-Entwurfs über die Annahme eines neuen Titels Seitens bei Königm und theilte dabei mit, die Königin werde ihren übrigen Titeln noch den Titel „Kaiserin von Indien" beifügen. Samuelson beantragte hierauf die Vertagung der Berathung. Nach lebhafter Debatte, in welcher Gladstone sich gegen die Annahme des Titels als Kaiserin aussprach und es tadelte, daß Die1 übrigen Colonien im königlichen Titel nicht berücksichtigt würden, wurde der Antrag auf Vertagung mit 284 gegen 31 Stimmen abgelehnt und die zweite Lesung beschlossen. Spanien. Madrid, 10. März. König Alphons ist in Vittoria angekommen und mit Ovationen empfangen worden. Iumänien. Bukarest, 10. März. Die Deputirten-Kammer hat mit großer Majorität den von der Minorität ihres Ausschusses empfohlenen Finanzplan verworfen , wonach der Negierung anstatt der von ihr geforderten Anleihen von 30 Millionen zur Deckung des Deficit- und 50 Millionen zu Eisenbahnbauten nur provisorisch eine Anleihe von 12 Millionen bewilligt werden sollte. L o k a l - 9t o t i z. Gießen, 13. März. Man sollte bald meinen, der Welt Untergang sei nahe. Wochenlang Regen und Nichts als Regen, in Folge dessen ein permanenter Wasserstand wie er sonst nur bet plötzlichem Eisgang war- und um allem diesem Ungemach die rtrone aufzusetzen, hatten wir gestern Nachmittag und heute Nacht einen Orkan, roit ein solcher seit Menschengedenken hier und in der Umgegend nicht gehaust hat. Die Verheerungen die derselbe angerichtet, sind so zahlreich, so eminent, daß sie fast nichl aufzuzählen sind. Et» Gang durch die Stadt belehrt, welche Wirkung eine solch! Windsbraut in sich birgt. Abgedeckte Dächer, heruntergefallene Schornsteine, zu hur- derten umgestürzte Bäume u. s. w. bieten sich dem Auge dar. Von allen Gegenden kommen Nachrichten über das Unwetter Die Lahn ist nun auch wieder im Steigen und wie und wann das enden wird, das weiß Gott. — In der Feuerung der Stadt- kirche steht nun auch das Wasser und konnte deshalb beim gestrigen Gottesdienst nichl gebeizt werden. (Emen ausführlicheren Bericht über den Orkan werden wir in der nächsten Nummer folgen lassen). ______________________________ Wir ersuchen unsere geehrten Abonnenten vom Lande, etwaige Schäden, die her Orkan angerichtet, uns behufs Zusammenstellung derselben mirzutbeilen. Die Red. Verwischtes. Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), den 9. März 1876. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 417 Ochsen, 126 Kühe und Rinder, 336 Schweine. Der nächste Markt ist am 6. April l. Is Mannheim, 6. März. Ein köstlicher Jagdproceß wurde heute dahier in zweiter Instanz verhandelt. Ein Jagdpächter, drssen Jagdvertrag am 31. Januar v- I abgelaufen war, theilte nach einigen Tagen dem Jagdaufseher mit, er habe am 1. Februar, also nach Umlauf der Pachtzeit, nicht nur noch zwei Hasen geschossen, sondern auch noch sechs trächtige Häsinnen angeschossen. Obgleich er sich mit diesem Jägerlatein nur einen Scherz gegen den ihm zuweilen lästig gewordenen Aufseher erlaubt hatte, wurde doch auf die Aussage des letzteren ein Proceß angestrengt, in welchem ein Schadenersatz von 270 Mark von dem Pächter begehrt wurde. Er sollte nicht nur für 2 Hasen und die 3 Häsinnen, sowie für deren in Aussicht gestandene Descen- denz ersten Grades, sondern auch für den Wegfall der Aussicht auf mehrere weitere Grade eocnt. Würfe aufkommen! Es bedarf wohl keiner besonderen Versicherung, daß die sonderbare Klage in beiden Rechtszügen abgewiesen wurde, wobei das Mißverstehen des Jägerlateins natürlich beträchtliche Kosten dem klagenden Theile verursacht hat. — Wegen Milchfälschung wurden jüngst vor dem New-Gericht 26 Klagen gegen dortige Milchhändler erhoben. Der „Laktometer", vulgo Milchprobirer, dieses schreck- liche Instrument, welches die Verfälschung so unfehlbar an das Tageslicht bringt, that^ ^originelle 01 iy __ Mit B Ml-Capitän d' In den dekann Mb her amu .ton, Iuan Lun .gejährten Nord« Hott ftr ferne kommen wirb, nmse voraW Beka In unserem steigende Eintrö 1) Die Firma wurde fldo 2) Carl Mü selbst feit Firma: „0 männifches Gießen, den Großherzogli Del ■317) Dienst Na« sollen auf dahi bilien des Ja« steigert werden Flur Nr. Klafl. V« 243 I n/39 288 i d M/i# 562 A ti/seU.ss,3 529 A k/m 410 y 778 < “A« 156 tt/iii 518! 340 « % 220 5 d •*/«131 375 IS tu) 302) Nehm, den 26 Hroßherzo . HvlM 'N btn Don Dbkrföch « Berten »( ■in k D°nne 2Lbf" Siftri Anhmeffer Durchmesser-' 74 Kubikmeter •gsfc Lnä" W* ?urtii,önln M Mne Schuldigkeit und die Milchhändler mußten 50-100 Dollars Strafe bezahlen.Pachtung euch anzuempfehlen und wenn eS sein muß unbeugsam von euch zu fordern, L «entbümlicher Weise waren unter den 26 Angeklagten nicht weniger als 20 Deutsche, niemals aufhoren wird euer Josä Sanchez Bregua. Cordoba, am 15. Februar 1876. ® 6 _ (Gasthausempfehlung.) Der Dichter und Uebersetzer Karl Uschner hat einst, Somit wissen wir also, daß es gegen die Pflicht und die Ehre eines Soloaten verstM, nriainelle GastbauSemvfebluna veröffentlicht: seine Mitmenschen umzubringen (für Clvlttsten scheint bte5 erlaubt zu sein), und Befolgende originelle 2^8 ibeuer^ic^: wunderung ergreift uns vor jenem Militär-Strafgesetzbuche, welches dies alles fo weise vorbedacht hat- 1 Eichen-Stamm I. Cl Stämme II. III. steigert werden: an ittona angekoaimen ui 1280 66 26 (638 (635 empfiehlt Emil Fischbach (636 empfiehlt Emil Fischbach ligsten Preisen 838) 3 9 37 3 bis O- Garn, Lindenplatz. 947) sollen bitten Catharina - Pflaumen Türkische Zwetfchen, Apfelspalten, Birnen, Brünellen, Kirschen, 410 70 Centim 2,68 Fstmtr., 9,78 „ 7,72 „ A. Fa^fiuaim« am Kirchenplatz. Hier wohnt der Wirth Hang Theuerlich: Sein Wein und Bier ist säuerlich, Aeilgebotenes. Universal-Reinigungg-Ssh. 1183) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Ausstößen, Krampf, Verdauungsschwäcke und andere Magenbeschwerden, in i/i, V2, V« Original-Packeten mit Gebrauchsanweisung a Vi, Vr und */< Mark zu haben bei C- F. Sem ml er. Aechte italienische Maccaroni, Extrafeine Gemüfenudeln Parmesankäse Versteigerungen. Dienstag den 11. April, Nachmittags 2 Uhr, aus dahiesigem Rathhaus die Jmmo- des Jacob Vogt meistbietend ver- Flur Nr. : 4/8* «/38 */lM t5/58U-5B#3 25/328 34/16 W/118 $9/148 <°/79 mit 63/< Kubikmeter; 104 Eichenstangen mit 83/4 Kubikmeter und 65 Fichtenstangen mit 0,4 Kubikm. Inhalt. Zusammenkunft Morgen- 9 Uhr auf der Gießener Straße beim Albacher Hof. Lich, 12. März 1876. Wimmenauer, Forstrath. Holzverfteigerung in der Fürstl. Oberförsterei Lich. 243 Acker, stößt auf den Wismarerweg, 288 Acker am Schlangenzahl, auf die Chaussee, 562 Acker auf den Schwarzacker, t 529 Acker vor dem Weiher, 410 Acker zwischen dem Aul- u. Leihgesterner Weg, 778 Wiese bei der Rothenhausi- schen Wiese, 156 Acker in den Rödern, 518 Acker daselbst auf den Graben, 340 Acker links am Schwarzlachweg, 220 Acker an der Steinkaut, auf Gettenwärtiaer Preis in der Gasanstalt 93 Pf. per Centner, „ „ in s Haus geliefert 1 M per Ctr. Der Transport in das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten.(79 Bekanntmachung. In unserem Firmen-Register stad heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Die Firma: „C- Weidig" zu Gießen wurde gelöscht. 2) Carl Müller zu Gießen betreibt daselbst seit 1. März l. I. unter der Firma: „C a r l M ü l l e r" ein kaufmännisches Geschäft- Gießen, den 10. März 1876. (1221 Großherzogliches Stadtgericht Gießen- Oppermann. 2 Rmtr. Eichenscheitholz, 27 „ „ und Knüppel, 41 „ Buchen-Knüppel, 50 „ „ Durchforstungsreiser, 112 „ gemischte Reiser. Die hier genannten Waldungen liegen dicht zusammen. Mit dem Stammholz wird jedesmal begonnen. (1204 Großrechtenbach, den 11. März 1876. Das Bürgermeister-Amt. Hardt. Raummeter Buchen 21 105 Hamb. 12 (Rundfcheitholz) Eichen — 61 Nadelh.— — U/163 "/ri3 I 814 s Hyazinthen, Tulpen, Maiblumen und andere blühende Töpfe zu billigen Preisen, Ball-Bouquets Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nieder-Ohmen. ES werden versteigert: I. Donnerstag den 23. d. M. in den Dlstricten Buchwaldskopf und Schmldtbusch bei Lumda: 32 Eichen-Stämme von 17—38 Centimtr. Durchmesser und 3—14 Meter Länge, 12 Cubikmeter enthaltend, 2 Buchen-Stämme von 31—35 Centimtr. Durchmesser und 6—7 Meter Länge, 1 Cubikmeter enthaltend, 74 Fichten-Stämme von 15—23 Centimtr. Durchmesser und 12—16 Meter Länge, 25 Cubikmeter enthaltend, 3 Eichen- und 4180 Fichten-Stangen, zu Leiterbäumen, Gerüststangen, Sparren ic. geeignet. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Buchwaldskopf am Lumdaer Feld. II. Freitag den 24. d. M. in den Districten Linnes und Buchscheer bei Merlau, Vz Stunde von der Eisenbahn- Station Mücke: , 94 Eichen-Stämme von 16—48 Centimtr. Durchmesser und 4-H Meter Länge, 32 Cubikmeter enthaltend, 10 Buchen-Stämme von 34—44 Centimtr. Durchmesser und 3-7 Meter Länge, 5 Cubikmeter enthaltend, 104 Kiefern-Stämme von 16 -43 Centimtr Durchmesser und 7—18 Meter Lange, 52 Cubikmeter enthaltend, 5 Eichen- und 2728 Fichten-Stangen, zu Leiterbäumen, Gerüststangen, Hopfen- iT-arhatt alle Sorten, trocken sowohl, Jfcll Ul ll) als auch mittelst Dampfkraft auf'S Feinste in Oel abgerieben, Siccativ, s°rt-- fatke, Spachtelmester, Belsarb- Mühlen, Maser-Wasten, Blattgold. Droncen rc. empfiehlt (1215 Emil Fischbach 38 Eichenstämme von 15 Durchmesser und 5 bis 11 Meter Länge, 83 A jin. '‘"‘«Httte den Weg und die Lahn, 375 i Acker in der Lichtenau 3021 der Hohl- Gießen, den 26. Februar 1876. Großherzogliches Ortsgericht. Müller. ____ ■<448 »Sieben«, Ä& «“». bajb, r .'MW Ml »«, MÄ -^Ppen gegeben wich vergingen drei Der englische Loch M Schiff mit »oDn «• Nach der Meinu-z Mr volle Ruhe k 1 ^en booten geganD wäre, hätte die ^uder der „gnmeonk1 -ch>ff unter den obivsl- Dn ßayitin habe nie n Vkrivirrung grrathei. demselben der englishe ie Quartiermeiffer y ter Helck bestätigten b-j ehle zum Steuern, in Poplar hat «unrnt*:! gefällt. Capiiän Rui; huldiz erklätt, da dich dem „Strathclhde' Der rch den britischen Lootso *nt Dagegen wird bc iss gegen ßautien a.: Am Samstag den 18 b.JDt, ollen verkauft werden: I. Von Vormittags 9 Uhr ab im Gemeindewald von Vollnkirchen: 2 Eichen-Stämme I. Cl. — 5,30 Fstmtr., 9 „ w IL „ =15,82 „ 5 , , HI. „ — 4,21 „ 6 Rmtr. Eichen-Scheitholz, 21 „ „ und Knüppel, 9,50 „ , Knüppel. II. Von Mittags 12 Uhr ab im Gemeindewald von Weidenhaufen: 1 Eichen-Stamm I. Cl. = 2,92 Fstmtr. 4 , Stämme II. „ = 6,83 „ 8 w „ HL „ — 3,89 „ 2 Rmtr. Eichen-Scheitholz, III. Von Nachmittags 2 Uhr ab im Gemeindewald Kleinrechtenbach: je Disraeli die zwei! utn Titels Seiles *Dc nn übrigen Titeln no: n beantragte hieraus bi n welcher Gladstone sii und es tadelte, bat V igt würden, wurde bc bgelehnt und die M r bat mit cblcntn tat »«bffi -fjSL-ea Die Suppe ganz abscheuerlich, Der Braten gar nicht käuerlich, Die Zimmer nicht gebäuerlich Und die Bedienung bäuerlich. Schon Manchen war e9 neuerlich, Wenn er auS dieser Scheuer schlich. Die Rechnung, die mir neue» lich, Die war so ungeheuerlich, Mein Schreck so abentbeuerlich, Daß ich dem Kalkgemäuer glich. Die Wiederkehr zum Theuerlich Verschwör ich hiemit feierlich. — Mit Bezug auf die Erschießung eines Corporals zu Cordoba erließ der Ge- terabGapitän des Distrfcfe« folgende Proclamation deren blühender Unsinn sich würdig an den bekannten Säulenanschlag Im Dome iu Seoilla anrecht: „Die unerbittliche Land der Militär-Gcrichtsbarkeil hat den zweiten Eorporal der Lanzenreiter von Borbon ^uan Luna Garcia, ereilt, der wegen vorbedachten Mordes an seinem Waffen- g-sährten Narberto Perez Suso vom Leben zum Tode gebracht worden tft. Betet ju öott für seine Seele und vergegenwärtigt euch tzets, daß das gleiche Loos über alle kommen wird, welche sich aus gleich- Weise von dem Im Milttar-Strasg-setzbuch- so weife vorgezeickneten Pfade der Pflicht und der Ehre entfernen, dessen streng^Beob^ r Sdt U'UÄÄ bar. Don . ©tflfj ■ auL ffl<6 r„ htr 1 der ^Adienst Literarisches. Die beiden neuesten Nummern der Jlluftrirten Frauen-Zeitung (vierteljährl. AbonnementS-Preis 2 M. 50 Pf.) enthalten : I Die Moden-Nummer (9): Elegante Haus- und Promenaden-Anzüge, hohe Küraß-Taillen, Fichü, Schleier, Schleife mit Spitzen und Blumen, Kragen und Unterärmel. Anzüge für junge Mädchen zur ersten Communion und zur Consirmation, Kleider für kleine Mädchen. Moderne Leibwäsche für Damen, auch Morgenanzüge, Frisirmäntel, Kragen, Morgentücher, Morgenhauben und Wirthschaftsschürzen. Viele zur Wäsche geeignete Weißstickereien nebst Häkel- und irischen Spitzenarbeiten. Papierkorb, Vasen für Frühlingsblumen, Japanische Decke, Bordüre (Buntstickerei), Tüllvurchzugarbeiten rc. rc. mit 104 Abbildungen und einer Beilage mit 15 Schnittmustern, verschiedenen Stickereivorlagen und' Namen-- chiffren. II. Die Unterhaltungs Nummer (10): Zum 10. März 1876. Von Aemil Fendler. — Gebet eines Kindes. Von Luigi Morandi. Deutsch von Ida von Dü- ringsfeld. -- Charlotte Wolter als „Messalina.* Von Max Konody. — Skizzen und Scenen. Von Alexander von Roberts. 2. „Unsere Theemaschine." — Die Plagen Aegyptens. Von Adolf Ebeling. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen-Gedenk- tafle. — Ferner folgende Illustrationen: Jugcndportraits der Königin Louise von Preußen und ihrer Schwester, der Königin Friderike von Hannover. — Rast auf dem Ritt- Von I. Leisten. — Charlotte Wolter als „Messalina." Von Hans Makart- stangen, Sparren rc. geeignet. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Linnes auf der Höhe des Vicinal- vegs von Merlau nach Atzenhain. Grünberg, den 11 März 1876. ^roßherzogl. Oberförsterei Nieder-Ohmen- Hüter. (1205 1222) Montag den 20. März soll in den Districten Schwarzwald, Mühlberg, Brunnenwald und Konzebühl nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheitholz Prügelholz Stockholz Reisholz ~ Wellen mtrjUtÖ^sssse=^ . 1H76. S ',‘5'5*. MH roffie” Tin «••"’m S »!'■ . in allen Dessins und Weite« Vvl (anßergewöbnlicke Weiten werden nach Maaß angefertigt) empfiehlt zu den bil- in jeder Größe bei 359)____________________ Champignon-, Trüffeln, Sardines K FKiille, Eingemachte Erbsen, Qivetfe Saucen, Aechte Holsteiner Bücklinge H sind eingetroffen (1149 1 «K. Willi, Weidig« ! Taftlmandeln, 1 Tafelrosinen, Ital. Haselnüsse, c Apfelsinen, (639 ' empfiehlt Emil Fischbach. Madrider Loose. Wer solche, den Verhältnissen entsprechend, noch zu ziemlich hohen Coursen verkaufen will, zu dessen Vermittlung, sowie zum An- und Verkauf von Staatspapieren empfiehlt sich bestens (1216 H SteinfelS, Wallthor Nr. 144. Won plus ultra! Schwarze Schreib- u. Copirtinte, prachtvolle Salon-, Aleppo-, Tannin-, Carmin- und Blaue Tinte, sowie alle anderen Sorten aus der Fabrik von H. v. Gimborn in Emmerich sind stets aus Lager bei H. Kühn und Julius Hoos. (1210 1219) Gut gemästetes Och- fenfleisch, la Qualität, per Pfund zu 38 Pfg. bei Gg. Dörner, Neustadt. "" ‘ Künstliche Düngemittel empfiehlt die Gyps - u. Knochenmühle von August Sclilesslnger 1167)________am Bahnhof._____________ Trauben-Brust-Syru p mit Fenchelhonig, (1207 in frischer Füllung, die Flasche ä 1 und IVr Mark, zu haben bei C- F- S e m m l e r. WMenNiWT Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccativ, zum Einölen, Oelfarbe, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt 1214)Emil Fifchbach Trockene Pappel-Bohlen, 3- und 4zollige, Pappel-, Erlen- und Hainbuchen-Slämme kaufen Traxel & Brüning in Langendiebach bei Hanau. 1101) Ein Hausen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Haus. (feinster Dorsch-Lebcrthran, fast geruch O und geschmacklos, in Flaschen mit gestempeltem Metall-Verschluß ä 60 Pfg und ä 1 Mark zu haben bei (1209 _________________C. F. Semmler. 1116) 4 LapinS (reine Race) billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Rsnzigwerden derselben. Ein Paket für 500 Liter Milch ä 50 Pfg. zu haben bei C- F- S e m m l e r._______(1208 Aechlen schwedisch. Punsch empfiehlt 637 Emil Fifchbach. Die als probates Hausmittel gegen Verschleimung, Heiserkeit, Husten und katar-rhalische Affectionen so beliebten StoUwcrck^schen Brust-Donbons aus der Fabrik von (297 Franz Stollwerck, Hoflieferant Köln Hochstraße 9 dehnen ihre, in ganz Europa bereits errungene ausgedehnteste Verbreitung nunmehr auch auf alle übrigen Welt- theile aus. Pr. Paquet ä 50 Rpfg-, käuflich in Gießen bei Herren I. A- Busch Söhne, Louis Frohn- häuser, CHr. Krämer, Bahnhofs- Re st a u r a t eur^Hof-C^d itorGLind^ Kronenhummer in Dosen, empfiehlt_________Emil Fischbach. Frische Sämereien sind angekommen bei Friederike Welcker, Neustadt, 1225) bei Herrn Schubmacher Mootz. ä Pfd. 80 Pfg., zu empfehlen. 1060) Betreffe mii Wir le Frau Arnold Müller, das und (-Auch Nichtmitglieder haben Zutritt.) (1211 Sie woll Das Comite. 1213) in Elberfeld. Gegründet im Jahr 1823 an Verantwortliche Rednction: A. chevda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ^Druckerci tu (wieher Kl Nr. M. t betreff er die n das Rm. 16 16 16 9 16 16 20 16 4 Pb 50 35 C. FoQ/ew, Gießen, Seltersweg. M , 1 0Q- ‘ Missionen eing Ff« an die Kreis Pistolen, doppelte . . . Pistolen....... Holländische fl. 10-Stücke Du raten....... 20 Francs Stücke; 1 . . . Diese Z «Missionen ein. Mit Rüc rchilversäiimnissi -!ugniß an die I G O O Mittwoch 15. März, Avends 7 Uhr, in der kleinen Aula. Dortrag des Herrn Professor Wernher über das öffcntlch Militär-Sanitätswesen in den ältesten geschichtlichen Zeilen. Oberheffische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Gegen 150 Mk. 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