♦ tt «Ich E Reisiger. UNLd. w1 von Lorhing. Maria Stuart von M oi^ mibt vorher bet den (31 E U». 133. Erstes Blatt. Sonntag, den 11. Juni 1876. Kichener Anzeiger AWge- uni) Amtsblatt str den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montnas. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expedition: Schulstratze, 8it. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich S Mark 86 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Der zwischen der (Sorten* und Bismarckstrahe längs der Wieseck herztehende öffentliche Weg wird in neuester Zeit zum Ablagern von Schutt rc. benutzt. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß dieses verboten und nach § 366 pos. 9 und 10 des Reichsstrafgesetzes mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft wird, sowie, daß das Aufsichtspersonal angewiesen ist, rede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 6. Juni 1876. Großherzogltche Polizeiverwaltung der Provinzial-Hauptftadt Gießen. ___Fresenius.______________________________________ Bekanntmachung. Wir sehen uns^veranlaßt, die Bestimmung des für die Provinzial-Hauptstadt Gießen gültigen Polizeireglements vom 8. October 1856, wonach bei trockne« Wetter während de6 Sommers die Straßen vor dem Kehren vorerst mit reinem Wasser begossen werden müssen, mit dem Ansügen wiederholt zur Kenntniß zu bringen, daß das Aufsichtspersonal angewiesen ist, jede Zuwiderhandlung, welche nach $ 366 pos. 10 des Reichsstrafgesetzes mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft wird, anzuzeigen. Gießen, am 6. Juni 1876. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Fresenius. iKorÖin, te Abend 9 Uhr: ( ülversammliH Der Vorstand mtmacimnK f2 < »' 13, 7,Jv w* 'a ich nun schon zws t wegen $eeinträ$ti£ andeö offen! lich publ! ) W, ta M tfli ui toi"bnÄ jeher M ™ *’ , tjun roeifi, «»“ inb zur 5«’, 11 ptrj« ■n.Wf15« * rtk «ZEE r- >'SxrH Ao L iti sch er H L) e i l. Aus dem Grostherzogthum Hesten. Der Provinzial-Landtag der Provinz Starkenburg hat kürzlich einen Beschluß gefaßt, welcher von weittragender principieller Bedeutung ist und demgemäß auch in wetteren Kreisen Interesse erwecken dürfte. Eine Anzahl von Einwohnern des großen, dicht W Darmstadt gelegenen Fleckens Beffungen hatte sich mir einer Beschwerde darüber, baß der Gemeinderath von Beffungen für einige Sitzungen dic Oeffentlichkeil ausgeschlossen hatte, an die Kreisversammlung gewendet. Es war hier nun eigentlich über zwei bedeutsame Fragen zu entscheiden: erstens über die Art, wie die gesetzliche Bestimmung, „die Gemeindevertretung könne die Oeffentlich- keit ihrer Sitzungen beschließen", auszulegen sei; zweitens darüber, ob das Recursrecht an een Kreis dahin zu verstehen fei, daß es jeder Ortseinwohner in jedem beliebigen Falle ausüben könne. Der Kreis bejahte die letztere Frage, erklärte sich selbst also für competent und entschied sodann die Angelegenheit selbst dahin, daß die Beschwerde eine begründete sei und die Oeffeullichkeit der Sitzungen bewilligt werden müsse. Der Entscheidung der Recurs-Justanz, als welche die Provinzial-Versammlung fignrirt, wurde in beiderlei Hinsicht nut großer Spannung entgegengesehen. Dieselbe hat nun aber den Eutscheid des Kreises lediglich bestätigt. Es ist hiermit also ausgesprochen, daß die Berech tignng der Gemeindevertretungen, ihre Sitzungen öffentlich abzuhatten, eine gewisse Verpflichtung hierzu in sich schließt, von der nur aus bestimmten Gründen abgewichen werden kann; und ferner, daß daS ganze gemeindliche Leben der Cognition des Kreises, bezw. der Provinz, unterliegt, derart, daß jede Gemeindesache durch beliebige Gemeindemitglieder an den Kreis und die Provinz gebracht werden kann. Die neue Verwaltungs - Organisation ist ohne Zweifel durch diesen Entscheid sehr gekräftigt; ob auch das gemeindliche Leben, ist freu, lich eine andere Frage. Darmstadt, 8. Juni. Obermedicinalrath Kreisarzt Dr. Pfeifer hat einen ehrenden Ruf nach Berlin erhalten, aber noch nicht angenommen. Vielleicht gelingt es noch, den für unser Land schmerzlichen Verlust zu verhüten. — In welcher Art die liberale Partei nicht nur an den Spitzen der Verwaltung, den Ministerien, sondern auch in den einzelnen Zweigen derselben durch Vereinfachung und Streichung unnützer Stellen gespart haben will, ergibt sich aus den einzelnen Daten des schon kürzlich erwähnten und besprochenen Ludgetberichtes des Finanz-Ausschusses der zweiten Kammer. Es sollen nach demselben viele, theils höhere, theils niedere Beamtenstellen in Wegfall kommen. So will der Ausschuß die Nichtwiederbesetzung der vacanten vierten Rathsstelle bei der Ober-Rechnungskammer und damit eine Jahresersparniß von 4400 Mk., er streicht 2500 Mk. an den Kanzleikosten der Hauptstaatskasse, weil bei der nur schwach beschäftigten Staatsschuldentilgungskasse einige Arbeitskräfte recht gut entbehrt und diese der Staatskasse zugewiesen werden könnten. Ferner sollen, nach dem Bericht, die Stellen des Directors der Ober-Steuerdirection und der Ober-Forst- und Domänendirection, wie dies früher der Fall war, jusammengelegt und damit jährlich 6800 Mk. für die eben vacante Stelle des Directors der Ober-Först- und Domänendirection gespart werden. Weiter streicht der Ausschuß die Stelle des dritten Secretärs und vierten Canzlisten bei der Ober-Steuerdirection mit zusammen 4900 Mk. Jahresgehalt, weil „daS bei unseren Mittel-Collegien heimische Institut der akademisch gebildeten Secre- täre in gleicher Zahl und guter Dotirung kaum in anderen Staaten, z. B. in Preußen nicht zu finden ist und diese Einrichtung erfahrungsmäßig dazu dient, btt Räihe in umfassender Weise von Arbeiten zu entlasten, die sie selbst zu lhun haben." Auch sei es unnöthig, daß je ein besonderes juristisches Mit glied bei der Ober-Steuer- und bei der Ober-Forst- und Domänendirectioli ^gestellt wäre. Diese Arbeiten könne ein Mann, wenn er sich ungetheilt Mtfen seinen Geschäften widme, versehen. An Stelle der mit Ende 1876 aufzulösenden Ober-Baudirection soll eine Abtheilung für Bauwesen im Finanz- Ministerium etablirt werden. Der Ausschußbericht will dafür die Gehalte für zwei sog. technische Räthe, nicht für drei, wie es die Regierung verlangt, ver- willigen und sollen hiernach mit und durch Einziehung der Ober-Baudirection nicht 17,000, sondern 26,000 Mk. jährlich erspart, dabei der Geschäftsgang entsprechend vereinfacht werden. Bezüglich der 13 noch bestehenden rechtsrheinischen Rentämter erhofft der Bericht bann weitere Minderung und hebt hervor, daß die zwei rheinhessischen Hypothekenbewahrer in Form von Sporteln unverhältnißmäßig hohe Einnahmen bezögen. Der Ausschuß will außerdem — und auch Minister-Präsident v. Starck hat ui der gemeinschaftlichen Sitzung mit dem Ausschuß dem nicht widersprochen — daß bei eintretendem Wechsel in der Person des Directors des botanischen Gartens und Cabinets dessen jetziger besonderer Gehalt dadurch erspart werden kann, daß dem einschlägigen Professor an dem Polytechnikum die unentgeltliche Uebernahme der Nebenstelle zur Pflicht gemacht wird, und beantragt ein dahin gerichtetes Ersuchen an die Regierung. — Die Forderung der Regierung für Errichtung einer landwirthschaftlichen Mittelschule im Betrage von 15,600 Mk. wurde für diese Finanzperiode zurückgezogen, nachdem der Ausschuß sich nach ausführlicher Motivirung entschieden gegen die Bewilligung erklärt hatte. Der Finanzausschuß zweiter Kammer glaubt mit Rücksicht auf die in fortwährendem Steigen begriffene Rentabilität die im Budget mit 991,285 Mk. vorgesehene Zinsgarantie der neuen Linien der hessischen Ludwigsbahn auf jährlich 704,697 Mk. rednciren zu können. Statten. Nom, 8. Juni. In der heutigen Sitzung der Kammer interpellirte der Depntirte Maffari wegen der Gerüchte über außerordentliche Rüstungen Italiens. Der Minister-Präsident erwiderte, daß diese Gerüchte unbegründet seien. Abgesehen von der Absendung einer Schiffs-Division in die türkischen Gewässer in Folge der Ereignisse in Salonichi habe die Regierung keinerlei Maßregeln wegen Erhöhung der Streitkräfte zu Land wie zur See getroffen. Depretis fügte hinzu, Niemand habe das Recht zu dem Verdachte, daß das Ministerium eine Abenteurer-Politik adoptiren wolle, gleichwie Niemand das Recht habe, eine Friedens-Politik um jeden Preis zu erwarten. Die Regierung werde nur mit Rücksicht auf die Interessen des Landes handeln. Italien braucht Frieden; die Regierung werde den Frieden zu erhalten trachten, und habe sie auch eine civilisatorische Mission, der sie treu bleiben werde. Türkei. Konstantinopel, 8. Juni. Am Dienstag haben die ersten Drago- mans der Gesandtschaften Frankreichs, Englands, Italiens, Oesterreichs, Rußlands, Deutschlands und Belgiens aus Anlaß der Thronbesteigung Murad's V. ihre Aufwartung im kaiserlichen Palais gemacht. Die kaiserlichen Handschreiben, betr. die Anzeige des Thronwechsels, sind dem Vernehmen nach bereitabgesendet worden. Bezüglich der Amnestie, der Waffenruhe und Untersuchung der Beschwerden der Insurgenten ist au die Vertreter der Pforte im Auslande folgende Circiilar-Mittheilung ergangen: Aus Befehl des Sultans hat der Großvezir den Commissären in Bosnien und Herzegowina mitgetheilt, daß der Sultan den Insurgenten eine vollständige Amnestie auf 6 Wochen vom Zeitpunkte einer demnächst an Ort und stelle zu veröffentlichenden Proclamation an gewährt; daß der Ober-Befehlshaber der kaisellichen Streitkräfte während dieser Zeit alle Bewegungen einstellen soll, außer in Bezug auf die Verpro- viantirung von Niksic, daß die Insurgenten ruhig zurückkehren und den Ortsbehörden sich unterwerfen können. Letztere sind dahin instruirt, die Zurückkeh- renden gut aufzunehmen und ihre Wünsche anzuhören. "-WW? Vermischte-. und ^fehlen M^^^/anr77hel. Sohn alt 16 I- 1 M- 19 T-, gest. den 5.Junsi ÄUen -Kranken Kraft und Gefundbeit ohne Medicin und ohne Kosten; durch die Gesundheits-Mehlspeise: Auszug aus -en Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 4. Juni. Dem Eisenbahnarbetter, Ludwig Bieber, ein Sohn, Frievm Wilhelm^Karl^geb^de^ ^^onsassistenten, Johannes Schad dahier, eine Tochlet, Elisabeche Pauline, Schneiders Johann Büttner dahier, ein Sohn, Heinrich WilhellN D^nselbem r)em Uhrmacher, Christian Friedrich Reit dahier, ein Sohn, Ludvig HeinrichsKar^geb ^en^ ^.^^nmacher, Wilhelm Körber dahier, eine Tochter, EaiM Marie Katharine, geb. den 8. Mai. , Ä Denselben Dem Kutscher, Jacob Steinmüller dahier, eme Tochter, Katharin Johanne Wilhelmine, geb. den 8 Mai. t . fitv Denselben. Dem Vergolder, Peter Ritsert dahier, ein Sohn, Eduard, g Öe" ^Den°5. Juni. Dem Maurer, Johannes Brück dahier, eine Tochter, Dorotsa Louise Karoline Georgine, geb. den 20. Mai. h. Denselben. Dem Bureaugehülfen auf der Main-Weser-Bahndahier, Karl St 9 eine Tochter, Auguste Wilhelmine Emilie Elisabeth, geb. den 20. Mai- ~ &lcr Denselben. Dem Eisenbahnarbeiter, Martin Gebauer dahier, eine Toch martC®flcn 6bC3unt. ^Dem Lithographen, Martin Loos dahier, eine Tochter, Johanit ^^^°D-nfllb-m "D-m^W-lch-nwätter, Johannes Zörr, -in Sohn, August, g-b°"' Delicateffenhändlern im ganzen Lande. In Gießen zu haben bet Müller 4 Schwager. Wirtschaftliches. Kitt zum Verkitten von kleinen Löchern und Sprüngen imGuß- et f en. Sechs Theile natürliches Eisenminimum werden mit 1 Th eil feiner Eisenfetl- späne und 1 Theil pulverisirtem Bimsstein innigst vermischt und hierauf mit durch schwefelsaures Zinkoxid präparirtem Leinöl zu einem dicken Kitt angerührt. Das Leinöl wird dadurch präparirt, daß man einen Theil gut getrocknete? schwefelssurcs ßinkoxin mit 40 Theilen Leinöl kocbt. Ieilgebs! i/arben,IT ‘Ffraft auf's Feinste MStiv, -ll- !Hchteimrst'r ?uftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und'Brustbeklemmung. Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren HandelS-Lehranstalt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65,715. Fräulein de Montlouis von Unverdaulichkett, Schlaflosigkeit und Abmagerung. ... Nr. 75,928. Baron Siamo von lOjähriger Lähmung an Händen und Fußen x. Die Revaleacifere ist vier Mal so nahrhaft alS Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalescifere V» Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. uü* Pf., 12 Pfo. Mk. 28.50 Pf. , Revaleeciöre ChocoAt^c 12 Taffen Mk. 1,80 Pf-, 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 Tasten 5,70 Pf. u. s. w. Revalesciere Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf. Zu beiden durch Du Barry 4 So. In B-rlin, W. 28-29 P°si->g- («ulstr-Ball-u-, 163—164 tzrikdrichsliruße, und bei vielen guten «pothelern, Droguen- Speeerei. uni IlL I IWJUWllD von London. Seit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen GesundhettSspeise widerstanden >nv bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten bei illen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-. Drüsen-, Schleimhaut», Äthern», Blasen- und Qierenlelben, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Nelancholte, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie alS Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Ein Auszu« aus 80 000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificatc vom Profeffor Dr. Wurzer, Geh. Mevicinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlich« Profeffor btr Nedicin an der Universität Marburg, Medictnalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Ddd6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen Frankfurt, 7. Juni. Gestern Abend kur, nach V-8 Uhr erscholl plötzlich her »ui- ^Di- Paul,krche brennt!" Einig- D-chsparr-n war-n durch d« Unvo.stchtigk-tt «evaraiur-n b-schäsiigt-r Sp-ngl-r in Brand g-rath-n und ward- das F-u-r durch " ‘ „sch b-rbci°--ilt- F-u-rw-dr schnell wieder gelöscht. Der Rus hatte eine überaus zahlreiche Menschenmenge herbe„el°rkt welche nach lange, nachdem schon alles vorbei trmr, ben M"”1* Sumo™, aber j-d-ns-lls etwa? gewagt ist die Art, mit der^da, alleinstehende, nicht mehr junge, dasür um so heirathslustigere Arl. Ella F. Grenadierstratze zu Berlin stch vor Kurzem „unter die Haube" ju_ dringen rnii&te Untersten Bekannten die Meinung verbreitend, dah sie-ein Vermögen von ?nnn tm, hefike verstand sie es dadurch, einen langen Mann anzuzrehen und zu esseln der d nn 'auch alsbald ihr „seine Liebe" gestand und sie „glückUch" machen za moNen bellla belheuerie. L-tztereS geschah auch wirklrch kur, daraus, indem her junge mann ihr den Weg zum Standesbeamten machte. Als „Manu und Frau kehrten si? be"m nach der, von dem weiblichen Theil vorher schon innegchabten Wohnung lln. dU- -trau erwartungsvoll der Mann. Seine Erwartung sollte nicht getaufd) »erben Nachdem erstere in blanken Goldsüchsen 500 Thaler aus den vor dem vptegei nUn Disch aeiäbli rief sie ihren Eheherrn herbei und sprach in seterlichem Tone: hin kssi davon überzeugt, lieber Eduard, daß Du mich dlos aus Liebe und nicht ünr^t>es"schnöden"Mammonswillen gehetrathet hast; indessen etwas Geld ins Haus nicht Io ganz iu verachten: es wird Dir darum gewiß nicht unangenehm sein, menn^ck D r ein- kleine Mitzist von 1000 Thlrn. mitbringe. Komm mal her, süßes . Männchen^ hier find 500 Thaler ausgejähli aus dem Tisch: und hier steh' mal hinein , in den Dvieael da drinnen sind wieder 500, das macht zasammen 1000 Thaler, ! Nimmt'S 2" Das „süße" Männchen machte wohl im ersten Augenblick ein saures Gesicht doch faßte es stch sofort, -s hatte ja - „aus Liebe" gehe,rathet. Herzhast umfaßti es darauf die vielversprechende „bessere Hälft-", drückte ihr einen Kuß auf den Mund und sprach mechanisch vor sich hin: „Es stimmt. . , , __ (Brand der Posener Spritfabrik von Poiworowsk, & So. in Polen.) Ueber ben Branb bet Poiworowskischen Spritfabrik in Posen erhalten mir folgende betagt e mittbeilunaen- Etwa gegen zwei Uhr Morgens riesen der Generalmar,ch und die Seue? ianale ber Wächter das Mtlilair und die Bevölkerung der Stadt wach. Man lab den Himmel mächtig gerölhet, eine hohe Feuersaule stieg empor. Der Herd des Brandes war an der Königsstraße in der Nähe des Festungswalles, wo die bekannte «r.6nriiae Rnritfabrit »on PotworowSki & Co. in hellen Flammen stand. Die ?ttrituna' or(lebenber°Sjplofionen, wie die B-sorgniß, daß der flüssige in Brand Kviritus die angrenzenden Häuser in Gefahr bringe, machten es nöthtg, sofott dtt Angrenzenden Sttatzen durch Militär absperren zu lassen. Und in der Thal war die Gefahr für die Stadt keine geringe, da tn einem zwar eisernen Reservoir^ vor hrm brennenden Fabrikgebäude gelegen, 7000 Tonnen Spiritus lagerten. Dies Rcser^ vott z^u erhalten, war in erster Linie das Bemühen der Posenei: Löschmannichaften und des Militärs welche unter der umsichtigen Führung des Branddlrectors Llschke Ueber» menschliches leisteten. Ebenso war der Polizei-Präsident Staudy anordnend und selbst Hand anlegend die ganze Nacht und Mittwoch bis spat Nachmittags ununterbrochen deim Mchen des kolossalen Brandes thätig und seiner Mtthülfe und Anordnung ist es bauvttäcblich au danken, daß das erwähnte Reservoir wie an der Hlnterfront des Gebäudes aufgestapelt gewesenes Stabholz für Faßtage im Werthe von ca. 66,OOO Mk. gerettet wurde^ Das Gebäude gleicht einer Ruine, der Dachstuhl brannte zuerst, da in den oberen Räumen der Fabrik eine Explosion, wie angenommen wird durch Aus- strömen der Spiritusgase, aus einem Savalle scheu Apparat zur Rectlftcirung des Spttitus, dessen Glasdeckel nicht geschlossen gewesen sein muß, erfolgte, indem die Gase «cd den in de'- Fabrik brennenden Flammen näherten, sofort den Spiritus im genannten Apparat und durch diesen den Dachstuhl in Brand setzten. Leider war der Borrath an Spiritus in dm oberen Räumen aber ein so bedeutender, daß mehrere 100 000 Liter ein Raub der Flammen wurden. Von der Gluth, die dieses Flammenmeer ausströmte, möge man sich einen Begriff machen, wenn wir constatiren, daß lckwere eiserne Tragepfeiler, welche die Gewölbe im Keller stützten, und dieelsernen Wände der Kessel wie Wachs zerschmolzen. Gegen 9 Uhr Morgens am Mittwoch vlakten einige Röhren, die Spiritus enthielten und in die Kcllergewölbe führten; brennenb bnrch ben Keller fließenb steckten sie im Augenblick 250 Eonmn Sptriluä, bie dort noch lagerten, in Brand. Emen eigenartigen, wildschonen Anblick bot dies schwimmende Feuermeer, daS seine Säulen aus allen Fenstern und Luken -um Himmel sandte. Das Element ist nicht zu löschen, es wird in sich selbst austoben müssen und so der Brand noch mehrere Tage wahren- Ob die Mauern die fortgesetzte Muth er tragen werden und ein Zusammensturz deS Gebäudes nicht noch erfolgt, bleibt abzuwarten. Der Schaden, der bis jetzt geschehen, wird auf drei Viertel Millionen veranschlagt. Versichert sind die Gebäude und der Inhalt derselben m der Elberfelder Londoner Phönix/Leipziger und Schlesischen Feuerversicherungs-Gesellschaften, so da der Schaden der Fabrik vollständig gedeckt ist. . — Nach einer neuesten RechnungSablage über die Erbschaft des Herzogs Karl von Braunschweig sind der Stadt Genf nach Abzug der ausgeworfenen Legate, dm Liauidationskosten, der Kosten des dem Herzog zu setzenden Denkmals und der dem Canton Genf abgetretenen 2,400,000 Fr. im Ganzen 16,564,660 Fr. geblieben, wovon augenblicklich nur noch 2,420.515 Fr. übrig sind. 6,93O,7OO Frcs. wurden zur Bezahlung von Schulden, 2,OOO,OOO Frcs. zu einer dauernden Anlage bei Banken 1 620 300 drrcs auf Straßenbauten, 1,355,OOO Frcs. auf den Bau eines Schlachthauses unb 1 200 000 5n3. au ben eines Th-at-r«, 2,395,100 Frcs. auf bi- Anlage zwei-r öffentlichen Promenaden, 240,000 Frcs. auf den Bau eines städtischen Rathhauses und 275,009 Frcs. auf die Anlage eines neuen FAdhofes verwendet. — Der selige Schulmeister Bölter in Württemberg hatte, wie in den zu Stuttgart erscheinenden Jugendblättern erzählt wird, am Hochzeitstage mit seiner Frau ausgemacht, daß sie so lanae miteinander aus einem Teller essen wollten, bis sie einmal Händel miteinanver bekämen. Im Jahre 1838, als die Ebe ^.Ja^e gewahrt hatte, fand sie Dr. Barth noch immer aus einem Teller essend. Erst im Jahre 1840 horten sic damit auf, aber nicht weil der Friede aus dem Hause gewichen war, sondern, weil der Mann auf ben Friedhof hinausgetragen war. — Die Fabel von dem Stroh, auf dem die deutschen, franzojischen, belgischen und irischen Ultramontanen den Papst schlafen lassen, hat in der jungen russisch^ orthodoxen Königin von Griechenland den absonderlichen Wunsch rege gemacht, das Scklafrimmer Pius IX. zu sehen, und mit jener amazonenhaften Ungenirtheit, die den Russinnen eigen ist, wandte sie sich direct und mündlich an den Papst um die Erlaubniß dazu. Obwohl diesem der Wunsch im ersten Augenblick etwas sehr seltsam vorkam, machte er nur wenig Schwierigkeiten und bot später seine ganze Liebeswürdigkeit auf, indem er daS griechische Königspaar persönlich in seine Privatgemacher begleitete. Während er den Vorhang auSeinanderschob, der durch fein Schlafzimmer gezogen ist saate er zur Königin: „Ich habe die Absicht Ihrer Majestät errathen; es M nicht wabr daß ick auf Stroh schlafe, wie man im Auslande erzählt, aber mein Bett ist nickt- desto weniger ein sehr hartes, und ich bin daran gewöhnt und habe schon m der ^eit so geschlafen, wo ich noch zu den päpstlichen Nobelqarden gehörtes Wir sind begierig zu fahren, ob trotz dieser officiellen päpstlichen Richtigstellung, die ultramontane Geistlichkeit noch immer die Unverschämtheit haben wird, mit dem „S rohlager des vävstlichen Kerkers" Peterspfennige aus den Taschen ihrer Gläubigen zu locken und so den heil. Vater im vollstem Sinne des Wortes Lügen zu strafen. - (Wie ein Banquier sich verrechnen kann.) Ein Pariser ®anquter hat eine Frau, welche jedes Jahr nach Monaco geht und dort rasend spielt. Eine jede Saison kostet dem Finanz mann, der übrigens sehr reich ist, ein Sümmchen von etwa hunderttausend Francs, und dies gefällt ihm durchaus nicht. Warum, dürfte man fragen, hindert er seine Frau nicht, sich an den grünen Tisch zu sitzen ? Die ^^wort ist einfach: Weil er, während sie abwesend ist. ohne Gefahr seine Zeit dem Stumpfnäschen des Fräulein L- vom Variätä-Theater widmen kann- „Wie soll ich es anstellen, fragte sich eines Tages im Monate Januar dieser leichtlebige, aber doch spaisame Mann, „um meine Frau zu entfernen, ohne daß es mich zu viel koste? Plötzlich rief er freudig auS: „Ich had's!" — Er ließ einen seiner Commis, einen sehr ernsten jungen Mann, in sein Arbeitszimmer rufen und gab ihm folgende Instructionen: „Herr Armand, meine Frau kennt Sie nicht; sie reift diesen Abend nach Monaco. Sie werden denselben Zug benützen und in demselben Hotel wie sie absteigen. So oft sie sich in das Casino begeben wird, folgen Sie ihr nach und setzen sich an den Tisch, welchen sie wählen wird, dort spielen Sie stets die der ihrigen entgegengesetzte Farbe. Des setzte er für sich hinzu, „wird mich wohl einige Einsätze kosten, doch das thut nichts- Ich bin gegen den Verlust gesichert." Eines Morgens fand der Banquier in seiner bCtt ? Denselben. Dem Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, Johannes KrLhl ein Sohn, Wilhelm Adam, geb. den 24. Mai. «iistav 3t*o{ Den 8. Juni. Dem Bürger zu Herzberg und Feilenhauer dahie^ Gustav k ( flener, Drillinge, 1) ein Sohn, Adolf Slufluft Ludwig Julius Theodor, 3) eine Tochter, Wilhelmine Therese Louise, geb- den 2J- Ap D-n 4. Sunt. D°r-th-° Dörr 'g^ Sttng, Jljefrau beä ©ülWt^ « d» Main-W-s-r-Bahn daht-r. Thrifttan Dörr ° t 47 I.- t> I». 1 J«* ........... Mein Herr I In Folge einer Leberkrankhcii war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder zu schreiben, hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper schlechte Verdauung, fort-- 'vährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenaufregung, die mich hin und her trieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabet im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte, sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderuna mthm Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalescifere versucht, und jetzt, nachdem ick et Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revaleeciere verdient das öchste Lob, sie hat mir die Gesundbcit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meine sellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung neiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung. Marquise de Br4han. Nr 75,877. Florian Köller, K- K. Militärverwalter, Großwardein, son Lungen» und L?020) Oberndorfer l^nbiükg abgegeben —"-plonienadebaus"^ L „ Wobeir Lnu" ?ÜQncen. hart ochgcstelltrn Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter Auszug auS 80,000 Certificaten. Brief von der hochedsin Marquise de Bröhan. Neapel, 17. «pril 1862. Die Bchuss .Mchm ers°rd'^ Mmrer- rejp- < Schimer-Arieit> * 'm 12;, Veüvalt Die iHMen _ Male zm AM WS Gießen, W V : ®ro i Mr-SW i-pnnigte finodjtnaffy ijnr Gontrole des la 1 Preins, empfiehlt 8 __aus fitihe elegante F», P» hm 1 M 5( Iuf dem $ Station tzn ^^mönbeh, ft 'llfk" hibitr, w ****3 .*•1,1 .um E 2302) Eine Partie zurückgesetzte Waaren werden ganz billig abgegeben. __________<■. Pb. Fillmailll) Neustadt. Georg Nenzel Maschinenfabrik und Eisengießerei empfiehlt sich in allen Arten Gußwaaren, Baugegenständen, Gruben - und Mühlenartikeln rc. Großes Lager von Modellen. 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Stiftungsfest, mit Schau - und Preisturnen, Vorträge der hiesigen M , , ~~ Prinz 5,° - ■ - ••••■■ nomarja). piactv 721 wuv ivniiuyo vvn vci ^uim/aur. ,(. , ""v ker Sämmtliche Turner werden zur zahlreichen Betheiligung am Zuge Bt zu dem Feste gebeten. !- ' ty^ibe Karten ü 20 Pf. zu haben bei Rechner Herrn Louis Stohr, f^?n. Friseur Gerhardt und Herrn Daniel Heil. ,, § ( Nichtturner können ein geführt werden. »eaen b/r' Der Vorstand. auf l, ' Lar ‘sie«' K "nb ?• 3u Jh! puffen. P btt 6uSe, Zimmer erforderlich. Bad Salzhausen bei Nidda. _____________Cehrüder Eich, Kurhauspächter Kaufmännischer Verein Frankfurt a. M. Unser Bureau, das die Herren Chefs kostenfrei bedient, vermittelte im M Jahre (auch Nichtmitqliedern) über 1V0V Commis- und Lehrltngsstellen.