1876. Mo. 1889. Zweites Blatt. Sonntag, den 10. December r Erscheint läßlich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Der Hund eines diesigen Einwohner?, weicher mehrere Tage frei h-rumgelaus-n ist und nermu.hiich andere Hunde gebissen hat, «st unter Anzeichen erkrankt und verendet, welche ihn der Hundswutb verdächtig machen. _ . . m h.= Noliret StrafaeseKes für die Stadt Gießen verordnet: . .. 68 £ e KÄ^irß°nsind"bis^uf L-L7s1n'd1n1;°fr7ichek.ndsich'.1e^GL -u hatten. Ausnahmen sind nur gestattet, wenn Hunde mit einem das Beißen vollständig verhindernden Maulkorb versehen sind , construtrt sind und genau schließen. Schlechte, unge- »■Ä’ttKs'Ssäitesss •“ =*-"«"* -w tire »’ffÄfÄÄ'MO des Potizei-StrasgesetzeS b.ngew.estn, won«d)b;tW^ Anzeige zu machen ist, wenn bei einem Hunde Anzeichen der Tollwuth beobacht.t werden oder ein Hund von einem der Tollwuth verdächtigen Hund gebiss n w st- Gießen, 8. December. 1876. Großherzagliches Kreisamt Gießen. _______ v. Rüde r. __________ ............... ... I ma—ainagMggg Aeulschland. und stimmten für Hayes. men Amerika. Washington, 7. December. Die Regierung dementirt di- Nachricht von dem Abschlüsse eines neuen Auslieferungs-Vertrags mit England, ebenso die Behauptung, daß die der Ausführung des seither,gen Auslieserungs-Ver- traaes entgeqe^estandenel^Hind^mssc^eseüigtEseicnE^^^^^^^^^^^^ zwischen dem Kroßvezir und Midhat Pascha fortdauere. Der Großd j.r wtder ctze sich den Bestrebungen M.dhat's, die bezwecke», die Promulgation der Ver- assung noch vor dem Zusammentritt der Konferenz vorzunehmen. Krankreich. Paris, 7. December. Die Kammer hat den Antrag, die Discussion ber das Einnah,ne-Budget b,s Montag zu vertagen, mit 298 gegen 200 Ctirn- nun znrückqewiesen. Gestern sand eine Conserenz rm Elisäe statt. Audiffret und G,6°y drangen auf Bcibehaliung des demissronirenden Cabmets. Dusauie antwortete, er würde bleiben, wenn alle Collegen darin emwllltgten. Kesterreich. Wien, 7. December. Mst.heiluug^ aus Pesth machten^d.e jüvgst'n Aeußerungen Bismarcki s ,m deut ch R ) ^^iedigenden Eindruck in P-sth versammelte» diplomatischen Kr isen -in-n^ey^i^ «_ Briefe aus und vermehrten die Hoffnung auf Erhalt»wg entaeaen daß der Conflict Konstantinopel versichern, den osficiellen Meldungen entgegen, oap WM-MDB-UW nid,t Während des Wahres 1875 haben sich in keiner Mchiun, solche Einstüffg°Ä Geschas.sgang im hiesig-» Weinhandel in Darmstadt, 5. December. Der Präsident des Großh. Gesammt- Ministeriums, Minister Freiherr v. Starck, Exc-, hat sich heute Abend behufs Theilnakmc an den Sitzungen des Bundesraths nach Berlin begeben. Darmstadt, 6. December. Heut» trat dahier die Landes-Synode zn- , sammeu. Nach Wahl eines neuen Secretärs an Stelle von Schaub, und zwar des Domänenraths Emmerling mit 42 gegen 7, die auf Dr. Schroder fielen, ] während die übrigen sich zersplitterten, wurde die Wahl eures neuen Mitgliedes des Gesetzgebungs-Ausschusses vorgenommen, an Stelle des Kanzlers Wasiersch- leben, die mit 27 Stimmen auf Dr. Eurtman fiel. Zur ersten ernstlichen Discussion gab dann die Vorlage des Ober Consistoriums über die Einnahmen und Ausgaben des evangelischen Central-Kirchenfonds für 1877 —79 Veran. Innung, ^wobei es sich um die Fragen handelte, ob sie überhaupt bewilligt werden solle, und auf wie viel Jahre, also über das ganze kirchliche Budget. Dabei kam auch di« ganze Frage über die Kirchensteuer wieder in btt Debatte inib wurde abermals von den verschiedenen Standpunkten beleuchtet, mit Rücksicht aus die dagegen entstandene Bewegung. Gegen bi« Vorlage des Ober- Consistoriums war von Dr. Schroder der Antrag gestellt, das Budget mir auf ein Jahr zu bewilligen. Aber sowohl dieser Antrag, als auch -ln verui.tteln- der auf zw-l Jahre, wurde von der Majorität abgelehnt, wahrend d,e General- Abstimmuna über daS Budget im Ganzen noch ausstcht. Darmstadt, 7. December. Wir machen darauf aufmerksam daß die von der Bank für Süddeutschland herausgcgebenen und u-"b >m Umlauf befind^ lichcn Banknoten alter Währung nur innerhalb der unerstrecklichen Frist bis in», 31 December d. I. noch eingelöst werden., 8 Berlin, 7. December. Der Reichstag ertheilte ,n seiner heutigen Sißuna zum Berichte der R-ichs-Schulden Commission Decharge. In dritter E una^wurden di- Gesetz-Vorlagen über das Brausteuer-Präcipuum für Sachsen- C u?g Sachsen-M-iningen und Reuß, fm.tr über die Fisch-r-.-Schonstrecken in Elfaß-Lothringen und der R'ederlaffungs-Vertrag nnt der Schweiz angenommen hierauf folgt die zweite Berathung des elfaß-lothrmgischen Etats. -r.tr . Disvosttivns-Fonds von 1 «0,000 Mk. für den Ober-Präsidenten fuhrt zu einer Fonds bewilligt und der Etat im U-brigeu bis ausschließlich des Etats für dl- thums O-st-rreich ein Spital skir 30 Arn.e gegründet. Gießen, 9. D-c. Jahresbericht 6er hiesigen Handelskammer pro 1875. Manufactt.rw°areng-schaftfmD^ der Gcsammlumsatz im vergmrgenrn den der Vorjahre reicbt der Ausfall ist mdesien so unerheblich, daß die Lage mu £uaiuu , ungünstigsten Zeitv-rhältnisi- 'm Ma-mei»m "^/^chau^bttnedig b* iS- 3.-.SS.W zu bezeichnen, da (im G°nz-"> "^'g-^N-iuttate eht ganz besonders°ungü,sit"g"s'z--' ^'""^Die C°ncurr-n, vonF^rttch »»b delgten^Irat seit dem Herbst 1874 so empfindlich aut daß osil- E -blch^-'N^n-'w^ Spinnerei ^Gängeln Ln7nd die KunSnkcht ganz zu verLreu, ihre Thätigk-i. noch Kngland. London, 7. December. „Reuter's Bureau" meldet aus Washington vom h-utigen Tag-: Di- Wabl-Coll-gien stimmten gestern in den respectiven Staaten für die Präsidenten-Wahl den bisherigen Resultaten gemäß, ausge- nommen Oregon, woselbst der Gouverneur di- Wahl-Certificat.. zw-.e» Repu - kauern und einem Demokraten gab, und zwar wegen angeblicher Wahl-UnfShigk-tt des dritten republikanischen Wahlmannes. Dieser Act wurde falls nfür.legal erklärt wird, Tilden 185 Stimmen geben. Die drer republikanischen Wahl- männer behandelten diesen Act jedoch als illegal, traten ohne Certtficate zusam- esonderer Weise efnmirften, so daß die Lage desselben als unverändert bezeichnet werden kann. Das von Den Ständen berathene, die bisherige Verordnung ersetzende imb für die Dauer der laufenden Finanzpertode zu erlassende Wein-Besteuerungsgesetz, dessen Inkrafttreten mit Beginn des Jahres 1877 erwartet werden muß, gibt den davon berührten hiesigen Gewerbtrnbenden Anlaß, ihre in den vorjährigen Berichten zum Ausdruck gebrachten, auf die gänzliche Beseitigung dieser Steuer gerichteten Wünsche eindringlichst zu wiederholen. Dresetben Beweggründe, weiche in dem Kampfe gegen das frühere Weinsteuergeietz fast widerspruchslos Geltung erhielten, lassen sich auch gegen das in Rede stehende neue Weinsteuergesetz anführen und wenn die Ständekammern — wie leider aus dem bisherigen Verlaufe der Berathungen zu folgern ist — wohl aus rein finanziellen Erwägungen dieses Gesetz annehmen, so wird von Seiten der Betheiligten diese Tyatsache nur lebuafl beklagt werden müssen. Das neue Gesetz läßt die Lücken des alten vollständig bestehen. Es kann gemäß desselben jeder auch nach so unbedeutende Weinzücyter neben seiner Crescenz ein beliebiges Quantum b;5 zum kleinsten zulässigen Gebinde mit allen Freiheiten, welche nur dem Producenten znstehen, verkaufen; während Die bedeutungslose einzige Verkehrsbeschränkung, wonach Diesem der Verkauf eines Weinquantums unter 40 Liier in einem Transporte nicht gestattet wird, nicht zu controliren. Dem der Einschätzung unterstellten Weinhändler, welcher ohnehin schon seines Gewerbes wegen in hohem Matze zu den directen Staatssteuern und zu den Communal- abgaben herangezogen ist, wird durch dieses Verhältniß eine unberechtigte, ihn in hohem Maße schädigende Concurrenz geradezu geschaffen. Zu einer weiteren Beschwerde gibt die Bestimmung des neuen Gesetzes Anlaß, welche alle Verkäufe unter 4# Liter dem Kletnverkauf unterordnet, von welchem eine Abgabe von sieben Mark per Hectoltter erhoben wird. Abgesehen davon, daß diese Bestimmung, gegenüber dem übrigen freien Gewerbebetriebe, als ein unzeitgemäßes Hemmntß anzusehen ist, bildet sie wiederum eine einseitige Belastung, indem für jeden Nicht-Eingeschätzten der Bezug jeder beliebigen Weinmenge von außerhalb unseres Landes (Octrot selbstredend ausgenommen) mit keiner Abgabe belastet ist, und indem sie ferner auch den n chihessischen Weinhändler gegen b -Ren angcfiomiiicii! 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(Vorgetragen von Frl. Elise Weinlich.) II. Ouvertüre „Robespierre", von Litolff. Pilger -Chor und Lied an den Abendstern, a. d. Oper • „Tannhäuser", von Wagner. Fantasie a. d. Oper: „Faust", Violin-Solo«, von Allard. (Vorgetragen von Frl. Alice Barbi.) Im grünen Wald, Polka, von Eitner. III. Wiener Spaziergänger, Potpourri, von Wohanka. Wiener Blut, Walzer, von Joh. Strauss. Paraphrase über das Lied: „Wie schön bist du", von Neswadba. * 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. I. Ouvertüre aus „Zampa", von Herold. Serenade, Streichquartett, von Haydn. Aufforderung zum Tanz, von C. M. v. Weber. Grosse Fantasie a. d. Op.: „Troubadour", Violin-Solo, vorn Allard. (Vorgetragen von Frl. Alice Barbi.) II- Ouvertüre aus : „Die lustigen Weiber von Windsor", von Nicolai. Cagliostro, Walzer, von Joh. Strauss. Chor „die Wache kommt" a. d. Op.: „Die beiden Geizigen von Gretry. Adagio, Violoncell-Solo, von Gold ermann. (Vorgetragen von Frl. Elise Weinlich.) III. Fantasie a. d. Op.: „Aida", von Verdi. Wiener Fresken-Walzer, von Jos. Strauss. 12. Bruker Lagermarsch, von Kral. 1L Moment Musical, von Schubert. 13. Studenten-Gruss, von Fischer. 12. Fatinitza-Marsch, von Supp6. .KiilTenölTiiuiifl 3*|a Hör. — Anfang präcis 4*|ä llfjr. Entree an der Hia^se 2 Mark ä Person. — Bittere bei Herrn Aouis Meinet, Settersweq, und Friseur Gerhardt, Schnlstraße: für Dame» ä 1 Mark und für Herren ä 1 Mark 50 Pfq. Gs wird höflichst aber dringend gebeten, vor Schluß der 2. Abtheilung nicht zu rauchen. * Aas Mitbringen von Hunden ist unter ücinesl Umständen gestattet. Um jeden möglichen Raum zu gewinnen, habe für die Besucher der Concerto eine G-arderobe gratis errichtet, zu deren gefl. Benutzung ich dringend bitten muß. IVcuzel« Anfang Abends 7 Uhr. bei Herrn Friseur Gerhard, Schulstraße Bei' Vorstand „ Druck und Verlag der Brütn'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Meßen. Verantwortliche Reduktion: £L Scheyda. Karten sind zu haben. 6371) 6332) Das Einrahmen von Bildern und Spiegeln wird gut und billig besorgt. L. Schmidt, Glasermeistkr^ Kanzleiberg. Zesanguerei« „tirhertnfef“ am 2. Weihnachtsfeiertaqe im Saale des „Prinz Carl“. Wohnnngsveränderung. 6340) Einem verehrlichen hiesigen Publikum diene zur Nachricht, daß ich jetzt in meinem, von Herrn Schreinermeister Ehr. PH. Euler erkauften Hause, vis-ä-vis meiner früheren Wohnun g, Löwen gaffe No. 161, wohne.MLütter*______ Cither-Ctub. 6192) Anmeldungen zur Aufnahme als ausserordentliche Mitglieder wolle man auf der Exped. des „Giessener Anzeigers" abgeben. 6369) 5—6000 Mark au-zulethen bei H. Hermann, Neuenweg. 6085) Eine gesetzte Person zur Stütze der Hausfrau auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. b. Bltts. Mmilchte Unzelgen. 5925) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem G»lde, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren, Werg, Möbeln rc. bet Louis Koihenberger, Neuenweg 193. neben dem „Gasthaus zum Löwen."