ÄOe TU Sonntag, den 10. September ISW. Eichener Mltzeiger AMige- wti AMshlM M de« Kreis Gieße«. llen. Erscheint täglich mit Lu-nahme deS Montetz^H^ ^xpeditie>n: Schulstraße, 8it. B. Nr. 16. 'Yreis vierteljährlich r Äurk 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post L ^chulinspection, sondern auch das Staatsgehalt, soweit sie darauf Anspruch hatten, entzogen worden. Andererseits sollen die Geistlichen Lizak und Würtz, welche gegen jene ultramontane Kundgebung eine staatsfrenndliche Gegen- Erklärung erließen, zu Local-Schnlinspectoren ernannt worden sein. Hamburg, 3. Septbr. Die von der socialistischen Partei gefürchtete „Verfolgung" ihrer Mitglieder en g-ros hat nach der Meinung derselben begonnen, in Altona wurde am Sonntage der Partei-Genosse Gundelach verhaftet; Ursache unbekannt. Heute Abend soll dort große Versammlung sein. — Die Aufhebung unserer öffentlichen Häuser als solcher ist vorgestern eingetreten, ohne Ruhestörung, obgleich man diese befürchtet zu haben scheint. Diejenigen Insassinnen derselben, welche außerhalb Deutschlands ihre Heimath haben, sind in dieselbe spedirt worden, wegen der übrigen scheint ein Uebergangs-Stadium beliebt zu werden, aber jedenfalls ist den Wirthen die Schank-Gerechtigkeit entzogen worden. (Weser-Ztg.) Stuttgart, 8. Septbr. Frhr. v. Neurath, langjähriger früherer Justiz- Minister, ist gestorben. Oesterreich. Wien, 7. Septbr. Entsprechend der gestrigen Meldung aus Konstantinopel, wonach Safvet Pascha in einer Mittheilunz an die Vertreter der Großmächte eine Waffenruhe als nicht im Interesse der Pforte gelegen erklärte, berichtet die heutige „Presse", daß die Pforte, wie verläßlich verlaute, den Waffenstillstand abgelehnt habe. Wien, 7. Septbr. Von der türkischen Armee vor Alexinatz, über deren Operationen bis zum 5. d. aus Kanstantinopel keine neuen amtlichen Mittheilungen Vorlagen, berichtet die „Neue Fr- Pr." aus Nisch vom 6. b., dieselbe rücke langsam auf bem linken Morawa Ufer vorwärts; täglich fäiiben Recoguoscirungen gegen Alexinatz statt, das von dem größten Theile der serbischen Besatzung geräumt scheine, obwohl die vier Redouten der Westfront noch feuern. Das „Tagblatt" will aus Trebinje erfahren haben, daß ein Thcil der Armee Mukhtar Paschas bei Zaslap von den Montenegrinern umzingelt sei- Dänemark. Kopenhagen, 5. Septbr. Der Herausgeber des socialistischen Witzblattes „Ravnen", H. Brix, ist gestern Abend auf Befehl des Mimsteriums verhaftet worden. Gleichzeitig wurden die zwanzig ersten Nummern des Blattes von der Polizei confiscirt. Während der Nacht waren Polizisten im Redac- tions-Burean aufgestellt. (H. B.-H.) MranKreich. Paris, 7. Septbr. Eine Depesche aus Tours meldet die Ankunst der deutschen Militär-Attachös v. Bülow und Theremin, um den Cavollerie-Manö- vern unter dem General Barail betzuwohiien. Am Sonntag wurde auf dem Berge Bouvray in Gegenwart des Generals Ducrot durch den Bischof von Nevers dir feierliche Messe abgehalten, zu welcher durch den Telegraphen der Segen des Papstes erbeten worden war. General Ducrot stand mit bem Generalstobs-Chef neben bem Altar. Der Erzbischof ertheilte ben päpstlichen Segen unter dem Donner der Geschütze und lautem Tusch der gejammten Musik. — Der „Moniteur" meldet: „Der Kriegs-Minister ist sehr erregt .Nh He Ifci l) SU( der biet Am Cenber baj Stationen) mit Abelhe Für da^ Winterhalbjahr 1877/78 wirb ein zweiter, höherer Cursus (insbesondere Chemie mit Rücksicht auf Physiologie und die landwirthschastlich technischen Gewerbe, specieller Pflanzenbau incl. Obst- und Weinbau, specielle Thierzucht, Betriebslehre unb landwirrhschaftliche Buchführung) eingerichtet, über welchen seiner Zeit das Nähere k Am M Gym I?- des g1 pnonn, alt W i l b urg, 5. Sept. Das Programm für die am 9. October hier in ffidb bürg zu eröffnende landwirthschaftliche Winterschule lautet: Diese Winterschule (Ackerbauschule) ist eine auf die Volks- resp. Fortbildunas- schule werter bauende Fachschule, bestehend aus zwei Wintercursen. Dieselbe hat bie Aufgabe, den Sovnen solcher Landwirthe, welche die Arbeitskraft derselben während des Sommer-Halbjahrs nicht entbehren können, Gelegenheit zum Erwerb der nöthtgsun Kenntnrsse zu geben, welche zu einem rationellen, den Zeitverhältnissen entsprechenden Betriebe der Lnndwirthschaft erforderlich sind. Der Unterricht bezweckt daher 1) weitere Fortbildung in den Elementarfächern, 2) landwiuhschaftlrche Fachbildung, und wird von den Lehrern dec Vor- und Land- wrrthschaftsschule für das Winterhalbjahr 1876/77 nach folgendem Lehrplan ertheilt: 1) Deutsch, wöchentlich 3 stunden. Orthographie, Interpunktion, Dictate und Autsatzubungen. 2) Geographie und Geschichte 3 St- Geographie von Deutschland mit besonderer Rücksicht auf landwirtschaftliche Verhältnisse. — Hauptbegebenheilen aus dec deutschen und preußischen Geschichte. 3) Rech rren 4 tot. Wiederholung der 4 Species, das neue Gewicht-, Dtatz- und Münzsystem; gemeine und Dccimalbrüche, Regeldetci (incl. Procent Rechnungen) und Verhältrrißtheilung, —^einreübt an Aufgaben aus der Landwirthschaft. 4) Geometrie 2 St. Grundzüge der Geometrie in praktischer Darstellung, mit besonderer Anwendung auf Feldmeßkunst, Flächen- und Körper berechnung. 5) Naturwissenschaften 10 St- a) Zoologie und Botanik 6 St- Die Wirbelthiere, ihr Bau, ihr Leben und ihre Ernährung, mit besonderer Berücksichtigung der für die Landwrrthschast wichtigen Thiere. — Bau, Leben und Ernährung btc Pflanzen, b) Physik und Chemie 4 tot. Einleitung in die Physik durch Zurückführung der alltäglichen physikalischen Erscheinungen auf ihre Gesetze. — Einführung in dir Chemie (Oualnäts- und Ouantitätsäußerungen bei chemischen Vorgängen); Chemir der Nichtmetalle. 6) Landwirthsch a ftsleh re 4 St. Pflanzenproductionslehre: Bodenkunde, Urbarmachung und Meliorationslehre (Drainage und Wiesenbau); Grundsätze für dir Bearbeitung des Bodens, Bodenbearbeitungs-Geräthe und Maschinen, Süngedebre: Saat, Pflege und Ernte der Pflanzen mit betreffender Geräthekunde. — Thierprodnc- tionslehre: Die Lehre von der Vererbung, von der Zuchtwahl und den Racen, Interieur der landwirthschaftlichen Hausthiere, Ernährungslehre, Aufzucht der jun.eir Thiere, Mästung, Gesundheitspflege der Hausthiere; Molkereiwesen. 7) Schreiben 2 Stunden. 8) Zeichnen 4 Stunden. Türkei. Konstantinopel, 7. Septbr. Gutem Vernehmen nach hat der Milli Am Auguste.tz Marie fia Zoseph, S baWofi tul Emil Zara, 7. Septbr. Alle in Grahowo sich aufhaltenden Flüchtlinge aus Herzegowina und viele Montenegriner-Familien sind auf österreichisches Ge- geflüchtet. n if n " f v u y (vi l • f < , jy» - C1UlU - lllC UHU | C f) l C | U | U l l U t II Uülljt II Hl ui y iuhuiivh- ■<->» sierrath gestern über Die Friedens-Bedingungen verhandelt, n?e(d)e die Pforte Umleben in ein Feuermeer verwandelt, ein undurchdringlicher Oualm HÜ^te demnächst den Mächten vorlegen wird. Der Großvezir ist krank. die ganze Scene ein und schnitt den Insassen den Rückzug ab, so daß aus dem wufier Flugschrift Gladstone's beifällig. Erstere befürwortet gleichfalls eine Autonomie Bosniens und der Herzegowina, während ihr in der Bulgarei eine solche schwerer ausführbar erscheint. „Daily Telegraph" erachtet die Gewährung der Autonomie für unpraktisch, da die Pforte wegen der Grausamkeit irregulärer Truppen dadurch mit dem Verluste des Donanstromes, Wtddins, Rnstschnks, Silistrias und Barnas gestraft würde. Auch sonst kritisiren „Daily Telegraph", „Mornmg Post", „Standard" die politischen Voraussetzungen und Schlüffe Gladstone's scharf als unberechtigt und unstaatsmännisch, während auch liberale Kreise keinen Augenblick glauben, daß das Ministerium wegen der heftigen Flugschriften und Meeiings-Reden eine Herbstsession des Parlaments einberufen oder auch nur Personaländernngen vornehmen werde. London, 8. Septbr. Bei einem Banket in Sheffield befürwortete der Führer der Liberalen im Unterhause, Lord Hartington, die baldige Einberufung des Parlaments und führte aus, die orientalische Frage solle nicht durch Krieg, sondern durch die Vermittlung der Großmächte gelöst werden; eine derartige Lösung sei schwierig, aber unerläßlich. England müsse anfhören, alle Schritte abzulehnen, die nicht von ihm auSgingen. Ztußlaud. Petersburg, 7. Septbr. Die Pforte hat, wie auch von hier ans bestätigt wird, auf die Vorstellungen der in Konstantinopel beglaiibigten Bot- schafter wegen Herbeiführung einer allseitigen Waffenruhe erklärt, dieselbe liege bei der gegenwärtigen militärischen Sachlage nicht in ihrem Interesse, und stellte gleichzeitig die baldige Aufstellung von Friedens^Bedingungen in Aussicht. Bezüglich letzterer sollte der Ministerrath in Konstantinopel gestern Bcrathung halten. Petersburg, 8. Septbr. Gegenüber dem, auch anläßlich der Sisti rung von russischen Freiwilligen in Pesth, gegen die russische Regierung erhobenen Dorwurfe, daß dieselbe der Parteinahme des russischen Volkes für stammverwandte Genossenschaften nicht entgegentrete, wird von russischer Seite bemerkt, die Regierung habe, nachdem sie die Sache reiflich erwogen, zu einem derartigen Entgegeptreren keinerlei Anlaß gefunden. Rußland habe kein Foreign Enlistment-Gesetz wie England, könne auch darauf verweisen, daß trotz dieses über die Ereigniffe, welche in Folge der von dem General Barry in Perpignan gehaltenen ultramontanen Rede vorgekommen sind; namentlich ein Schritt von 67 Officieren, welche von einem radicalen Blatte unter Androhung einer allgemeinen Forderung der Redacteure verlangt hatten, daß es sich jeder Polemik gegen den General enthalte, ist vom Minister sehr mißfällig aufgenommen. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet. Paris, 7. Septbr. Die Ausstellungs-Commission stellte heute definitiv das Reglement über die Raum-Vertheilung an die fremden Nationen fest. Der Vertheilung wurde das Raum-Verhältniß bei der Ausstellung von 1867 zu Grunde gelegt. England und Deutschland erhielten Ehrenplätze. England. London. Cardinal Manning erklärt in einem Briefe an den Secretär des Arbeiter-Ausschuffes zur Veranstaltung eines Entrüstungs-Meetings seinen tiefen Abscheu vor den Greueln in der Bulgarei, fügt jedoch hinzu, daß er den Nutzen öffentlicher Versammlungen, die keine bestimmte Politik vorschlügen, nicht einsehen und eine Politik, die den serbischen Krieg zu einem europäischen machen würde, nicht billigen könne, daher persönlich an dem vorgeschlagcnen Meeting keinen Antheil nehmen werde. — Nach einem Berichte des Manchester Guardian befinden sich 23 Weiße, theils Franzosen, theils Portugiesen, in der Gewalt des Königs von Dahomey. Was gethan werden sollte oder könnte, so sagt der Correspondent, ist schwer zu wissen, aber die Franzosen selbst sind dafür verantwortlich, indem sie den König zum Widerstande gegen England ermuthigt haben. Nach Berichten aus Whydah vom 17. August ist Kommodore Hewitt im „Sultan", begleitet von den Schiffen Cygnet und Ariel, den Niger hinaufgefahren und hat drei feindliche Dörfer zerstört. Die Eingeborenen setzten hartnäckigen Widerstand entgegen. Der Verlust der Engländer betrug 1 Todten und 13 Verwundete. London, 7. Septbr. „Times" und „Daily News" beurtheilen bie Amerika. Washington, 6. Septbr. Die Ankündigung des Schatz - Secretäls getreffend tue Amortisirung von 10 Millionen der Anleihe von 1865, erschienen. KN ek r Krank Slt- D-si ■ man höre Gesetzes England während des ersten Carlisten-Krieges die Bildung der Ivans"- landwirlhjchaflltche Buchführung) eingerichtet, über welchen feiner Zeit das Nähere k I schen Legion gestattet .habe. Für die Engländer habe es sich damals um ab- fannt j£rhn'irr x ( l V - ° ff m vc-u c. ki? s? ä / cy> fe < Diese Winter-Ackerbauschule tritt an die toteile der bisherigen Wllitercurse im ■ stracte constitutionelle Grundsätze gehandelt, für das russische Volk handle es Königl. landwirthschaftlichen Institut zu Hof Geisderg bei Wiesbaden, welches juml sich derzeit um den Ausdruck von Glaubens- und Nationalitäts-Sympathieen. Herbst d. I. aufgehoben wird, und dessen Sammlungen an die neue Anstalt zu W^il- 1 Diesen dürfe die Regierung, die mit den anderen Machten officiell für die bürg übergehen. Befferung der Lage der Christen in der Türkei und gegen die türkischen Greuel- a,linriJu&e ’’ P k k l < / -< . , . ö £ 7 . . Zeugnrv sich über ihren bisherigen Schulbesuch und die durch denselben erlangen thaten eintrat und auch feruer energisch eintreteu ivolle, nicht kutgegentreleu. Kenntnisse ausweisen, außerdem, falls sie bereits seit mehr als einem Jahr die Schttr Ausschreitungen der Preffe seien, wie die Suspension der Zeitungen „Grashda- verlassen Haden, ein Attest ihrer Ortsbehörde^über ihre Unbescholtenheit beibringen, nin" und „Rußki Mir" beweise, bestraft worden; hingegen die Aeußerungen Jeder Zögling ist der Dtsciplin und tochulordnung unterroorfen, welche an ter der nationalen Stimmung preßpolijeittch eiiijiiDämmen, fühle man sich nicht be- böberen CeOfanftalt besteht. Bei sröblickn rufen. Der Thätigkelt unter dem Rothen Kreuz werde, wie von jeder euro- lassung des Betreffenden verfügt werden. * 9 päischen Regierung, Vorschub geleistet; Organisationen für maffenhaften Ueber- Am Schluß des Kursus wird jedem Zöglinge auf Verlangen (der Eltern, nr tritt und Bildung von Freischaaren habe die Negierung jedoch nicht gestattet, des Vormundes) ein Abgangszeugniß ausgestellt. Darmstadt, 7. Sept. Bei der Organisation der Schutzmannschaft wurde 'N Lerkien Bestimmung festgestellt und von Gr. Ministerium genehmigt, daß die Schutzleute ue * bei der Regelung des Steuerausschlages erforoerlichen Erhebungen und Aufnah-nii, Belgrad, 7. Septbr. Der Minister Ristic hat an die hiesigen Con- sowie die Erhebung des Hospitalgeldes vorzunehmen haben. Von Seiten Gr. suln heute eine zweite Note gerichtet, welche von denen durch die Türken ver- meisterei wurde für zweckmäßig gesunden die auf die Steuer bezüglichen Aufnadilür Ü6lt„ grauiM,,n ».rt. «iSL attschar das Land systematlsch verwüstet und unter den Augen Mannschaft werde zu nöthigeren Dingen gebraucht, als einen BürgermeistereigehN'tfi der türkischen Behörden allabendlich ganw Dörfer ntedergebrannt werden. Ebenso »u begleiten." Auch das Austragen der Hospitalzeltel durch Schutzleute ^st öenoeigm seien im Bezirk von Alexinatz bereits 48 Ortschaften eingeäschert. Trotz aller morden! — Unb doch sind die Schußleute städtische Angestellte und die Stadt veraas- Versprechungen würde die ®enfet Convention von ^" Türken nicht respectirt, 8a th-ur-r P°p^-rdr°ch?°st'der dem Haus-igenthüm-r S. auf ur da letztere auf Ambulanzen schießen, sobald sie des Rothen Kreuzes ansichtig Schönhausen Allee gehörige zu nennen, denn derselbe repiäfentirt einen „Werth" roi werden. Arn Sonntag hätten sie den Secretär des Comit^s des Rothen Kren- über 6000 Mark. Dieses sowohl von Freunden und Bekannten des Besitzers als auä zes von Alexinatz, nachdem ihm zuvor der Arm abgehauen worden, qetödtet. von Sonntags-Nachmittaghspaztergängern bewunderte Unikum ist mit -, Aktien Di. m. OfBrt.« .«Wjrt.» -»mmchi, daß di. .Ug.m.h. b.m JSSSÄ Kampfe stattfindenden Brandstlftungen durch femerlei strategische Nothwendig- Zubehör besteht in seinen papierenen Theilen aus Zinscupon- der genannten ^Wecch- ke.it gerechtfertigt seien. Das ganze Verfahren der Türken stelle sich bar als papiere" und getauft ist dieses auch für Erwachsene höchst lehrreiche Ktilderspielzeuz — ein System unerbittlicher beharrlicher Verfolgung eines Werkes der Zerstörung "bcr 0ro^n^va^"' ... . , M t* l m>d un» »ich, -ls K,i.zf-ih.»,„ cn Vorgängen); U ictionSlebre: ibauii drunbfyjt fin- Maschinen, [befunDe- - IW1’ ijh| und den Äattfl, > bre, Äufzuchl der •tiffleien. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. „ „ . . , Den 3. Sept. Joseph Heid, Schneider dahier, des verst. Landwirths m Urzel, Amtsgerichts Salmünster, Johann Adam Heid, ehel. Sohn, und Margarethe Dieffen- bad) °Denstlben. Georg Deibel, Maurer dahier, -in Wittwer, und Helene Appel, deS verst. Taglöhners in Londorf, Johann Heinrich Appel, ehel. h mabn Den 6 Sept. Johannes Klink, Statwnswarter an der K°ln-Mindener Bahn dahier, des Landwirths in Klein-Bieberau, Heinrich Klink II., ehel. Sohn, und Katha. rtne Valentin des Weichenstellers, Johann Wendel Valentin dahier, ehel. Achter. Denselben. Franz Joseph Adolf Gros, Apotheker in Kürnbach, des dastgen Apothekers, Adolf Gros, ehel. Sohn, und Auguste Bender, des Bürgers in Newyork und Rentner dahier, Moritz Bender, ehel. Tochter. . . . KtuÄe, Den 7. Sept. Johannes Böck, Agent dahier, des verst. Landwirths in Stuw- pertenrod, Heinrich Böck II, ehel. Sohn, u. Adelheid Kunigunde Angelika Meyenschein, des verst. Kaufmanns in London, Johannes Meyenschein, ehel. Tochter. (getaufte. Den 3. Sept Dem Landrichter, Wilhelm Hofmann, eine Tochter, Lina, geb. Das Brandunglück der Stadt Brückenau. der Nacht vom 13- auf ben 14. v. M., gegen i/>2 Uhr Morgens, wurden die Einwohner von Brückenau durch Feuerruf aus ihrem Schlafe erroecft Feuer m dem Schwan! (ein Gasthaus, in welchem in derselben Nacht eine Tanzmusik gewesen und noch die Tanzlustigen fröhlich versammelt waren). Kaum-waren die Löschmannschaften dahin geeilt, so verbreitete sich auch schon der Feuerruf von anderer Sette her und m kurier Reit standen schon sichs bis acht Häuser in Flammen. Die aus der Umgegend: Kothen, Motten, Zundersbach herbeigeeilte gut organisirte Feuerwehr konnte trotz der übergroßen Anstrengungen und Umsicht des Feuers nicht Herr werden und w war schon aeaen 10 Uhr des Morgens Brückenau mit wenigen Ausnahmen em Aschenhausen. Die schöne Kirche, noch von Fürstbischöfen von Fulda erbaut, und das Rathhaus mit ben Wappen der ältesten Aebte und Fürsten von Fulda sind nicht mehr, ebenso das schöne Bezirksgericht und hatte die Feuerwehr kaum so Diel Zett, daraus die Acten zu retten. .. Das Pfarrhaus erlitt ein Gleiches, und blieb dem sehr beliebten Herrn Stadt- pfarrer nichts, als was er auf dem Leibe trug. Alles, Alles ist ein Raub der Flammen. Die wenigen Häuser, welche noch erhalten sind, und diese hdben auch zum größten Tbetl Noth gelitten, sind das Haus des Kausmanns Cahn er, die Apotheke des Herrn Sippe! und die daranstoßende Häuserreihe nach Fulda zu, während die Nachbarhäuser und olles Daranstoßende in Schutthaufen verwandelt sind. Die Noth ift groß, obdachlos liegen die Mütrer mit chren Kindern auf der freien Wiese, kaum noch das gerettet, was sie zum Bekleiden nöthig. Betten sind nicht mehr, Weißzeug ist dagewesen, Nahrung nirgends vorhanden. Hier muß rasch geholfen werden! Deshalb rasch Comitä's gebildet, Kleider, Weißzeua und hauptsächlich Nahrungsmittel und Geld gesammelt und dieses an den so sehr nmsichtiaen Herren Anton Würth, früheren Bürgermeister in Bruckenau, Markt-Verlegung. Der in dem diesjährigen Landkalender irrlhnmlich auf Dienstag den 19 September einqetraaene Hungener Markt wird nicht an diesem Tage, sondern Montag den 18. September “ÄS den 8. September 1876. (4666 Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. als: . - 1) Zimmerarbeit, veranschl. zu 198 87 2) Scklosscrarbeit, Main-Mser-Vichn. 4693) Es sollen die sämmtlichen Bau-Arbeiten zur Verlängerung eines Aitwäffermigs-Canals auf Station Gießen im Wege öffentlicher Submission »ergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit ter lis zum Submissions-Termin — . , . Montag den 18 September d. I., Vormittags 11 Uhr, sei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a. M. einznreichen, woselbst die Bedingungen, sowie die Zeichnung und Kosten-Anschlag eingesehen tob die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M, den 5. September 1876. Königliche Betriebs Jnspection gez. Frankenfeld.______________ ’EsÄ*' >*»’ ®S*= neue W& I» Auszug aus den Standcsamtsregistern der Stadt Gießen. Vom 2. bis 9. Sept. 1876. Eheschließungen. Am 6. Sept. Apotheker Franz Joseph Albert Gros ans, Kürnbach mst Auguste Lender dahier. — Gärtner Johann Georg K,aft mit Marte Schneid aus Laubach - HMonswarter Johannes Klink mit Kat Harme Valentin. - Agent Johannes Böck mit Adelheid Kunigunde Angelika Meyenschein. ibias welches die Feuerwehr bei ihrem Erscheinen oorsand, maikerschütternde Hülsc- *. ,u’ ben Außenstehenden drangen. Trotz der aus allen Fugen schlagenden Flammen »«toten sich die Feuerwehrleute und die Hausbewohner unerschrocken einen Weg zum ta»be des Brandes, und trotz der glühenden Hitze und der gasgeschwangerten inosvbäre gelang es doch, noch drei Menschenleben dem verheerenden Element- zu eißen. Der mit dem Ballon hantlrende Arbeiter wurde zwar noch lebend, aber , Kit Hefen Brandwunden bedeckt in Sicherheit gebracht; ebenso gelang eS, drei Fabrik - Mtnben noch lebend aus dem Feuer zu tragen, doch haben auch diese bedenkliche «rantiuninben davon getragen. Zweien Anderen dagegen konnte die rettende Hand Ml mehr geboten werden, sie kamen trotz ihres verzweifelten Hulferufes elend um, M es wurden nur noch ihre verkohlten Leichname aufgesunden. Wie imtgetheilt wird, disimd sich unter den Opiern auch eine Arbeiterin, welche nur für jenen L.ag für eine Srcunbin StcllvertretungS Dienst that. v „ ’ — Weich' kollsssaler Aberglaube unter den niederen Schickten des baierischen jielkes herrscht, beweist folgendes Beispiel: Am 30. August b-I wurde der Dienstmann daher von München vom Stadtgericht wegen Ruhestörung zu 9 Mark Geldbuße ver- iNl>M. Derselbe halte nämlich an drei aufeinander folgenden Sonntagen m höchst ijimender Weise Eingang in die Marienanstalt und deren Präses zu sprechen verlangt, mn man höre und staune, von diesem die Seele seines verstorbenen Kindes zuruck zu «langen, welche er unter einem Glassturz in einem Papier ewgewickelt zu Füßen liines Kruzisires eingesperrt halten solle. Entdeckt wurde dem Kratzer, der übrige tei vollem Verstände ist, dieses Geheimniß durch mehrere Fabrikarbeiter, welche Fret- mmer seien und als solche mit ber Geisterwelt in enger Verbindung ftefem — Die Schlauheit der Bayreuther Polizei gibt einem Korrespondenten ber Mimer Presse" Anlaß zu der nachstehenden Mittheilung: „Der Diebstahl, der an dem richt er Mosenthal begangen worden, wird wegen der Umstände, bie ihn begleiteten, IN »,! österreichischen Colonte mit Heiterkeit besprochen. Es ist bekannt, dabH-rrMon- -tal irh bei feinem Austritt aus dem Coups um einen Betrag von 400 Gulden und Lm ÄtronaiL^ gekommen war. Natürlich lief der Bestohlene sofort zur «oli,ei erd fiter entwickelte sick folgende Scene, die er vielleicht etwas dramatischer erzählt, als ti?derThatv°rgefallen. Mosenthal: Ick mache die Anzeige, daß ick hier bestohlen »erden bin Polizist: So? O, da sind noch Mehrere bestohlen worden! Mosenthal, s-^ mird es nicht nothwendig, ein Protokoll auszunebmen? PaliM: Ei, gewiß- & fben umftebenben Polizisten): Wer hat ein Stück Papier da ? . Woll'n wir also Brotokoll aufnehmen. Rosenthal (fchrelbt das Protokoll): Ware es nicht gut, »en« Sie nach meinem Patronaisschein fahnden würden? Ich habe Nummer so und le viel Wer nun diese Nummer bringt, soll sich ausweisen. Polizist: Das wäre e ne st-ee" Wird besorgt. Mosenthal läßt sich einen neuen Patronatsschein auf dieselbe summier die e> früher besaß, ausstWen, und ist also Abends richtig m der Gefahr, Jon dem Polizisten verhaft t zu werden, der beordert ift, auf den Überbringer der mitten Nummer zu vigil'reii. Aber nicht genug daran. Drei Tage nach dem Dieb- ßalil begibt sich Mofenthal zu dem Polizeirath, um ihn zu fragen, ob in semer Angee Üamlheit noch nichts ernvttelt fei. Der Polizewath empfangt ihn mit großer Liebens nfirhtofeit weiß aber von der Sache noch gar nichts. Mosenthal ist darüber im Lfte8n Grade erstaunt. Der Polizeirath ruft den „diensthabenden" Polizisten. „Warum Vinn kein Protokoll gemacht worden? Der Herr hat einen Diebstahl «"gezeigt- i ioli P- Angezeigt ist er, ist wahr. Rath: Nun, wo ist das Protokoll? Polizist !men Bogen überreiche'.d): Das ist's ja. Rath (streng): Warum ist mir nicht schon E davon gesagt worden? Polizist: I-., sehen Sie, Herr Rath, wir hab'n wollen Ille die Diebstähle zusamm' komme' lassen. — Einer llmckmatzigen Oekonomie könnt Uton nicht gram fein. Da Herr Mofenthal ohnedies nicht daraus rechnet, das gestohletn -üd je zurückzubekommen, so war er wenigstens froh, daß tu ,o heiterer Weise danach '^Soüt'h°ampi°n, 5 Sept. DaS Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Oder Lavl. C- Leist, welches am 26 August von Newyork abgegangen war. ist heute 8 Uhr Üb.ads wohlbehalten hier angekommen, und bat nach Landung der für Southampton i tstimmttn Passagiere, -t ost und Ladung 11 Uhr Abends die Reise nach Bremen fort- j zesetz t. Die Oder überbringt 265 Passagiere und volle Ladung. ©cborcttc* Am 1 Sept. Hermann, ©• des Taglöhners Heinrich Heller. - 28 Ang. Adele AgustkHermcke Karölire Christine Helene T- des K°ufman^ An on Fangmann - N Bew, t.3nb König« ■Jttltt Al, - wirt jiinMl Iffrtiiffl v> t iuino Meta in •‘‘i ti Ebaxafi ”^inbhmg äiiter iar 1’4 in Nh ihi ‘'teilt tu t Berlin, i Ch, Inner @tn Schutt kann gegen Vergütung abgeladen weiht: am Schwarzlach-Weg auf der Baustelle vor 4511)Heinzerling & Tribus Für Hautleidende. Hautausschläge aller Art heilt nach em vielfach bewährten, bei Salzfluß an Füßen, trockmn und nässenden Flehte, Grtndautzschlag, Haar: und Juckflecktenodv als besonders probat anerkannten Meihm bei genauer brieflicher Dttttbeilung. 4397) E. A. Gabler, Gefunden ein Pferdeteppich. Abzuholen gegen die Jn- seratgebühren bei (4675 ____________C b r. Lemp, Dienstmann. 4679) 6—8 tüchtige Handarbeiter werden sofort bei dauernder Beschäftigung angenommen. Näheres bei Gsstwirth Seng, __________________________Seltersweg. 4678) 1800—2000 fl. werden gegen genügende hypothekarische Sicherheit von hier bis 80. November zu leihen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl._____________ 4027) Ein oder zwei junge Leute können Kost und Logis erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________ 4695) Ein tüchtiger Arbeiter, der gute Zeugnisse besitzt, findet dauernde Stellung in einem hiesigen Geschästshause. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4681) Für Assessor Schäfer in Vilbel ein Dienstmädchen gesucht. Näheres bei _____________________________E m i l P i st o r. 4680) Im Hause des Herrn v. Gehren, Reichensandstraße, wird ein junges, braves Dienstmädchen zum Eintritt auf sogleich oder auf Michaeli gesucht._________________ 4665) Eine schwere eiserne Kelte gefunden. 15) Fieclitenhrftnke und leidende heilt Dr. JechheiMJ Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle NuJ] 4638) Ein braves Mädchen in dir Küche bei gutem Lohn per 1. Octtttl, desgleichen ein Hausmädchen per 24<£t: tob er, gesucht von Frau Lina Buia __am Kreuz. Ulm n. D. Balggeschwülstc, Warzen, und sonstige Hautauswüchse wenr, schmerzlos und gründlich beseitigt. Zeugni liegen vor. Briefen an mich bitte icv Freimarke beizulegen. Je D. M offen ter, Buchhatt^ Köln-Gießener M Abfahrten von nach Deutz 645, 12, 4o. Dillenburg 6«, 12, 4«, 95- Siegen 6", 12. , 7 Wetzlar 6", 8««, 9», 12, 4«-, . Hierzu eine Beilage.