187«. Ho. «88. Anzeige-iti AMlntt fit den Kreis Gießen. IS76: Ml Wien :h. Weber. Violin-SolO) von Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Expeditionr Schulftraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H h e i t. Bekanntmachung. Der Htlnd eines hiesigen Einwohners, welcher mehrere Tage frei herumgelaufen ist und vermuthlich andere Hunde gebissen hat, ist unter Anzeichen erkrankt und verendet, welche ihn der Hundswuth verdächtig machen. Es ist daher die größte Vorsicht geboten und wird auf Grund des Art. 261 des Polizei-Strafgesetzes für die Stadt Gießen verordnet: .Alle Hunde in der Stadt Gießen sind bis auf Weiteres in den Hofraithen in sicherem Gewahrsam zu halten. Ausnahmen sind nur gestattet, wenn Hunde mit einem da- Beißen vollständig verhindernden Maulkorb versehen sind. . Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, sein Augenmerk streng darauf zu richten, daß die Drahtmaulkörbe geeignet co nstruirt sind und genau schließen. Schlechte, ungeeignete Maulkörbe werden sofort weggenommen und neben der verwirkten Strafe auf Kosten der Eigenthümer der Hunde durch bessere ersetzt werden. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Wasenmeister angewiesen ist, die ohne geeignete Maulkörbe herumlaufenden Husche blnzufangen und wenn dieselben nicht binnen 24 Stunden gegen Entrichtung einer Gebühr für das Einfangm, Aufbewahren und Abliefern reclamirt werden, zu tödten. Selbstverständlich wird dancven eine volizeigericbtliche Verfolgung stattfinden. , vc w Weiter wird auf die Art. 259 und 260 des Polizei-Strafgesetzes hingewiesen, wonach der Polizeiverwaltungsbehörde alsbald Anzeige zu machen ist, wenn bei einem Hunde Anzeichen der Tollwuth beobachtet werden oder ein Hund von einem der Tollwuth verdächtigen Hund gebissen worden ist. Gießen, 8. December. 1876. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. R 3 d e r. _____________________ ----------—---------------------------- “ Gießen, deü 2. Dec. 1876^ Betreffend: Darstellung über den Zustand der Schulen, hier Verwendung des Geldbetrags der Schul« strafen für unerlaubte Versäumnisse. . / ~ Die Großherzogllche Krels-Schul-Comnnfflon Meßen an die Schulvorstande des Kreises. Behufs tabellarischer Darstellung feien wir sogleich nach Schluß der Schulen vor Weihnachten Ihren Berichten darüber entgegen, In iebre Sawin»' -er Geldbetrag der Schulstrafen für unerlaubte Versäumnisse in den Jahren 1875 und 187^gewesen ist, und wie derselbe verwendet worden Ift, -refp. verwendet werden soll. vr. H o f f m a n n, Regierungsratb.___ m Windsor^, von ie beiden Geizigen', ann. ) 1U8S. tau M nb für Hem« y l»40 iS, *■ ,, 1'.*. politisch Aeutschkand. Berlin, 6. December. Das „Frkftr. Journ." schreibt: „Ein Alp ist mit den telegraphisch gemeldeten wiederholte» Aeußerungen Bismarck's über die auswärtige Politik des deutschen Reiches von der Seele des deutschen Volkes genommen. Die Erklärungen des Reichskanzlers, so wie sie aus dem Munde der Ohrenzeugen in die Oeffentlichkeit gelangt sind, entsprechen in der Hauptsache dem, was als politischer Wunsch, hervorgegangen gleichmäßig aus geschichtlicher Sympathie und aus dem Bewußtsein der wahren Jnteresien Deuschlands, in der öffentlichen Stimmung schon so lange und so unzweideutig sich «ussprach. War es unumgänglich, durch mehr oder minder dircct beeinflußte Organe die öffentliche Meinung auf Irrwege zu sühren und zu den mißliebigsten Ver- muthungen zu verleiten? Mit der Klarheit über die Ziele ist das Vertrauen in die Wege dahin eingekehrt, jenes b-wußtvolle, so zu sagen mitverantwortliche Vertrauen des Volkes, in dem ein wahrhaft großer und genialer Staatsmann di- nie versiegende Quelle seiner Erfolge sprudeln sieht." Berlin, 6. December. In der heutigen Sitzung des Reichstages stellten Abgeordneter Scipio und Genoffen ihre Interpellation betreffs der Mißstände auf dem Rhein-Strom innerhalb des bayerisch-hessischen Gebiets, bezw. Abstellung derselben durch die Reichs-Regierung, welcher verfassungsgemäß das Recht der Aufsicht hierüber zustehe. In Erwiderung der Interpellation erklärte Minister Hofmann, die Reichs-Regierung habe bisher von den berührten W ständen nichts gewußt, werde sich jedoch sofort informiren und, soweit ersorder- lich Abhülfe schaffen. In der der Interpellation folgenden Debatte, an welcher stckBamberaer, Windthorst, Dohrn, ». Bunsen und Gerwig beiheiligten, wurde vornehmlich di- Errichtung -in-s R-ichs-Schifffahrts-Amtes in den Vordergrund aestellt. Bei der hierauf folgenden zweiten Lesung deS Reichshaushalts-Etats für das erste Quartal 1877 wurden sämmtliche an die Budget-Commission gewiesenen Positionen genehmigt, mit Ausnahme der Forderung wegen Neubau eines Casermments für zwei nach Dresden zu verlegende Escadrons des kömg lick sächsischen Garde-Reiter-Regiments; dieser Posten soll zur nochmaligen Be- rathung an die Commission zurückgehen. Bei dem Kapitel, betr. das Munzwesen, sprach sich Bamberger gegen die weitere Ausprägung von Kupfer-, Nickel- und Silbermünzen, insbesondere auch silberner Füns-Mark-Stucke aus. BundeS- Commissar Michaelis entgegnete, diese Ausprägung beruhe auf Besch ussen des Reichstaaes, werde indeß nur noch bis zu einem gewissen Betrage fortgesetzt. Was die Ausprägung goldener Fünf-Mark-Stücke anlange, so werde dem Hause demnächst eine bezügliche Vorlage gemacht »erden. Fortsetzung der Berathung morgen. 6 December. In militärischen Kreisen verlautet, daß bet Ausbruch des russisch-türkischen Krieges das fünfte (Posen'sche) Armee-Corps in Kriegs-Bereitschaft gesetzt wird. Hesterreich. Wie«, 5. D-c-mber. Wi- die Morgenblätter aus Prag berichten, sand gestern an der Universität wieder ein großer Ezceß statt. Di« deutschen Stu- er T ö e i L deuten wollten Prof. Woltmann wegen des letzten Scandals Ovationen bringen , die czechischen Studenten wollten dies verhindern. Woltmann ließ am schwarzen Bret anschlagen, daß er seinen auf 6 Uhr Abends angekündigten Vortrag nicht halten werde. Trotzdem sammelten sich in der Aula 600 czechische Studenten an; die Agitatoren aus den Czechenclubs pfiffen, johlten und riefen PereaL. In Folge einer Aufforderung des Rectors drängte die Menge in den Universitätshof und auf die Straße zurück, worauf die Sicherheitswache einschritt und Verhaftungen vornahm. Wien, 6. December. Nach Meldungen der hiesigen Abendblätter haben heute in Prag abermalige Excesse von Studirenden der Universität stattgefunden, so daß die Polizei einzuschreiten genöthigt war. In einem Aufrufe des Rectors der Universität werden für den Wiederholungsfall die schärfsten Maßregeln angedroht. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, daß seit dem vor einigen Tagen begangenen Selbstmorde des dortigen Banquiers Jaques Poumay nicht nur die Zahlungsfähigkeit des Hauses Poumay, sondern auch noch überdies der Besitz eines Vermögens von mehr als zwei Millionen con- statirt sei. Wien, 7. December. Am nächsten Samstag beginnen die Besprechungen der Botschafter in Konstantinopel. Die Vor-Conferenz wird ohne Theil- nahme der Pforte am Dienstag eröffnet. Polnische Emigranten sind massenhaft in die türkische Armee eingetreten. — Die österreischische Gold-Rente wird nächstens emittirt. Das Cabinet Auersperg soll heizte im Reichsrath die Ver- trauens-Frage stellen wollen. Wien, 7. December. Die serbische Polizei befreite gewaltsam 59 bulgarische Schüblinge vom österreichischen Donau-Dampfer „Radetzky." Oesterreich fordert Satisfaction, die Donau-Monitors gehen nach Semli«. — Die Gerüchte, Oesterreich werde die Occupation Bosniens baldigst vornehmen, stnd bisher unbeglaubigt. , . , Prag, 6. December. Die Zusammenrottungen m und vor der Univer- sität haben zwar gegen Abend größeren Umfang genommen, doch ist keine ernstliche Ruhestörung zu beklagen. Di- Zugänge des Universitäts-G-Häudes waren von Polizei besetzt, welche auch jede weitere Ansammlung hmtanhielt. Pesth, 6. December. „Hon" schreibt aus competenter Quelle: Di' beiden Regierungen überreichten ihre Entlassungs-Gesuche nicht förmlich, aber ihr Verbleiben im Amte hängt von der in einigen Tagen zu gewärtigenden Entscheidung des Monarchen ab. Ragusa, 6. December, Abends. Die Demarcations-Commffsion unterzieht noch die Einwendungen Mukhtar Paschas gegen das Demarcations-Ela- borat ihrer Prüfung, wird dieselben jedoch voraussichtlich als mtlitärtsch unbegründet zurückweisen. ArarrLreich. Pari», 4. December. Heute wurde die katholische Fakultät der Literatur zu AngerS durch eine Meffe des heiligen Geistes eröffnet, nach welcher die Profefforen sich öffentlich zum „Glaubensbekenntniß Pius' IX." bekannten. den Trümmern gestern Abend Menschen ums Brooklyn, 6. December. Da- hiesige Theater ist gänzlich nievergebrannt; dabei ist eine sehr beträchtliche Anzahl Leben gekommen. Brooklyn, 6. December, Abends. Bis jetzt sind unter des niedergebrannten Theaters 245 Leichname aufgefunden. Gießen, 8. December. Die „Neuen Hess. Volksbl." enthalten einen Artikel, dessen Durchlesen wir unseren Hausfrauen dringend an's Herz legen. Wir möchten denselben gleichzeitig empfehlen, einen Gang durch die Stadt zur Abendstunde zu machen, um einen Einblick in verschiedene wahrhaft brillant ausgestattete Erker zu machen, z. B. der Erker von Gg- Ph- Fillmann, M. Gregori u. Sohn, W. Balser, Gebr. Stamm rc. rc- Der Artikel heißt: Darmstadt, 6. December. Es ist leider eine traurige Thatsache, daß namentlich in den hiesigen höheren Ständen die Ansicht verbreitet ist, auswärts kaufe man seine Bedürsniffe bester und billiger, und sucht man diese Ansicht dadurch zu beschönigen, auswärts sei größere Auswahl geboten, man habe dort immer das Neueste und bergt, mehr. Wer nun bei gegenwärtiger Saison die diesigen Geschäfte aller Branchen genau besichtigt, wird gewiß von dem Gegen- theil des oben Gesagten überzeugt sein und finden, daß die hiesigen Geschäftsleute ohne Ausnahme mit schweren Opfern die reichhaltigsten Bazare der neuesten Sachen unterhalten, wie Dies anderwärts kaum der Fall sein wird. Es dürfte daher Pflicht eine- jeden hiesigen Einwohners sein, nach Kräften unsere hiesigen Geschäftsleute bei den Weihnachts-Einkäufen zu unterstützen, und sind wir fest überzeugt, daß dies gewiß Niemand zu bereuen haben wird. Hriechenland. Athen, 6. December. Bei der gestrigen wiederholten Abstimmung über den Gesetz-Entwurf wegen der Steuer Auflage blieb die Regierung abermals in der Minorität, und zwar mit 81 gegen 82 Stimmen. Der seitherige Minister-Präsident Komunduros besteht hiernach auf der Annahme seines Entlastungs-Gesuches, die jedoch unwahrscheinlich, da eine Cabinets-Bildung aue den Oppositions-Parteien derzeit fast unmöglich erscheint. Amerika. New'Uork, 6. December. Die Commission zur Prüfung der Wahlen in Louisiana hat die repulikanischen Wahlmänner für die Präsidenten-Wahl und die republikanischen Candldaten für die Staars-Aemter als gewählt erklärt, indem ihnen eine durchschnittliche Majorität von 4000 Stimmen zu Theü geworden sei. In vielen Bezirken sind die Wahlstimmen wegen Betrugs und Einschüchterung für ungültig erklärt. Von dem Senat und den Repräsentanten Süd-Carolinas wurden die in den Grafschaften Edgefield und Lau ens abgegebenen demokratischen Stimmen für nichtig erklärt und der Republikaner Chamberlain als mit 3044 Stimmen Majorität erwählter Gouverneur anerkannt. New-Aork, 6. December, Abends. Die Prüfungs-Commission für die Wahlen in Florida erklärte die republikanischen Wahlmänner-Candidaten für die Präsidenten-Wahl als mit 903 Stimmen Majorität gewählt, demnach sind die Stimmen jenes Staates für die Wahl von Hayes gesichert. Der oberste Gerichtshof von Süd-Carolina hat die von den Demokraten constituirte Repräsentanten-Kammer für die legale erklärt. Serbien. Belgrad, 6. December, Abends. Das österreichische Postschiff „Radetzky", welches bulgarische Flüchtlinge unter polizeilicher Assistenz nach Galatz führte, ward von serbischer Polizei durchsucht: die Flüchtlinge wurden demnächst gewaltsam in Freiheit gesetzt, und die Reclamation des Schiffs-Capitäns zurücktzewiesen. Washington, 6. December, Die Botschaft des Präsidenten Grant an dem Congreß entschuldigt die Jrrthümer seiner Verwaltung und hebt hervor, daß in den sieben Jahren seiner Präsidentschaft die Steuern um 300 Mill. Dollars, die Staatsschuld um 435 Mill. Dollars und die Zinsen-Last um 30 Mill. Dollars reducirt worden. Sie constatirt, daß das Wachsthum des Handels die Wiederaufnahme der Baarzahlungen erleichtern wird, und bespricht ausführlich die Vortheiie der Weltausstellung in Philadelphia, welche die freundlichen Gesinnungen des Auslandes dargethan habe. Die Anslieferuugs- Frage wird für die Special-Botschaft reservirt und Verbesterungen der Naturalisations-Gesetze zur Betrugs-Verhinderung anempsohlen. Die Union bestand stets auf dem Expatriations-Rechte, das nach langen Conflicten von mehreren ausländischen Regierungen zugestanden woroen ist, doch sind letztere zu verlangen berechtigt, daß dieses Recht nach fortgesetzten bestimmten Regeln ausgeübt werde. Ferner sind neue Gesetze zur Feststellung des Statuts der Eingeborenen und naturaltsirten amerikanischen Bürger im Auslande nothwendig. Der Kriegs- Minister verlange einen Extra-Credit von 6 Mill. Dollars; die Marine sei gegenwärtig mächtiger, als je zuvor. Außer einer Hinweisung auf die Noth- wendigkeit, den Wahlschwierigkeiten vorzubeugen, thut Grant der gegenwärtigen Krisis keine Erwähnung. Der Bericht des Schatzsecretärs empfiehlt die Zahlung der Staatsschuld in Gold an. Im Budget von 1876 betragen die Einnahmen 266,695,875 und die Ausgaben 237,628,753 Dollars, in dem von 1877 betragen die Einnahmen 270,050,000 und die Ausgaben 243,350,000 Doll. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag, den 10. December. Morgens: Pfarrverwalter Schlosser. Nachmittags: Pfarrvtcar Schöner. (Die Psarrgeschäfke für die Woche vom 16. bis 16 December besorgt Pfarrverwalter Schlosser.) De^öffchös Freppel hielt darauf eine Rede, worin er den Prosestoren befahl, nur streng nach dem Syllabus zu lehren. Paris, 6. December, Abends. In parlamentarischen Streifen nimmt man an, daß Duclerc (gemäßigter Republikaner, 1848 Finanzminister) mit der Bildung des neuen Cabinets beauftragt werde. Die Intransigenten beabsichtigen morgen in der Deputirten.Kammer zu beantragen, daß die Berathung des Einnahme-Budgets bis zur Conftituirung des Cabinets ausgesetzt werden möge; indeß ist die Ablehnung dieses Antrages wahrscheinlich. England. Belgien. Brüssel, 6. December. Die Repräsentanten-Kammer nahm den Gesetz- Entwurf an, wonach vom 1. Januar 1877 an die Ausprägung von silbernen Fünf-Francs-Stücken aufgehoben wird. Antwerpen, 5. December. Dem „Pröcurseur" sind weitere Nachrichten aus Buenos Ayres zugegangen, denen zufolge die Regierung aus Besorgniß vor dem Ausbruch der Revolution die Provinzen Buenos, Entrerios, Corrien- tes nnd Santafä in Belagerungs-Zustand erklärt. In der Stadt Buenos Ayres ist die Ruhe bisher nicht gestört worden, wie gegensätzlich zu den gestri gen Nachrichten gemeldet wird. Italien Ro«, 6. December. Der König reist heute Abend nach Florenz zum Besuch der dort weilenden ehemaligen Kaiserin Eugenie und wird sich sodann nach Pisa begeben. — Der zum päpstlichen Staatssecretär ernannte bisherige Pronuntius in Madrid, Cardinal Simeoni, ist in Rom eingetroffen. Rußland. Petersburg. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die dortige „Kaiserliche Gesellschaft zur Förderung des Seewesens in Rußland" Maßregeln getroffen zur Sammlung größerer Geldsummen behufs Erwerbung von Kaperschiffen in Nord-Amerika für den Fall eines Krieges Rußlands mit England. (Ostsee-Ztg.) Derwifcdtes. — Scharlach und Diphteritis, diese schlimmsten Feinde der Jugend, treten aegen- wärtig, rote aus verschiedenen Gegenden berichtet wird, außergewöhnlich stark auf. So schreibt man: Aus Mainz: In unserer Stadt herrscht unter den Familien ein punticber Schrecken- Die Kindersterblichkeit hat in einer Weise zugenommea, die Besorgniß erregend ist. Nach ärztlicher Zusammenstellung sind gegenwärtig über 2000 Kinder au dem Scharlach und der Dipbter't's erkrankt und fordert der m er= bittliche Tod massenhafte Opfer. In manchen Familien sind oft drei bis vier Kinder in wenigen Tagen ihren Leiden erlegen. - Aus Hornberg, 29. Noo. Im hiesigen Orte ist unter den Kindern das Scharlachfieber ausgebrochcn und sind schon 4 Kinder daran gestorben; 40 liegen krank darnieder. Die Volksschule wurde deßhalb gestern geschlossen. Frischbäcker ? uGießen. Sonntag, den 10. December 1876. Herm- Spies in der Waltthor- str^ße. K- Plank in der Wolken,ässe. A Noll auf her Mäusburg. Versteigerungen. Holzversteigerung tm Gießener Stadtwalde. Montag den 11. December 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- stricten Haingesboden und Mühlkopf, nach verzeichnetes Holz versteigert werden: Prügelholz Stockholz Reisholz Raummeter Wellen Eichen 19,6 15 1460 Nadel 62,8 162,7 5020 2 Eichen-Stämme, mit 1,59 Festmeter, 563 Fichten- „ von 15-48 Centimtr- Durchmesser und 6—17 Mtr. Länge, mit 204,43 Festmeter, 1 Eichen-Stange, mit 0,10 Festmeter, 1246 Fichten-Stangen, mit 110 08 Feftmtr. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße an der 6. Schneiße. Gießen, am 5. December 1876. (6341 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A- Bramm. Fllgemein Versteigerung Montag den 11 d. M., Vormittag- H Uhr, soll auf hiesigem Ratbhaus, die Lieferung von 16 Stück Laternen zur Straßebe- leuchiung, veranschlagt zu 550 Mark, an den Wenigstnehmenden, unter den un Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Steinbach, den 7. December 1876 (6359 Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. __________Nicolaus._________ Montag den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Univeisitäts-Kanzleigebäude mehrere Gegenstände, namentlich ein ana Iowisches Besteck und verschiedene Kleidungsstücke, gegen baare Zahlung versteigert werden Gießen, den 5 December 1876. (6360 Das Actuariat des Großher-oglichen __________Universitäts-Gencht?. 6312) Wasserdichte Pferde-Decken, per Stück 10, empfiehlt Louis Senner. tt Anzeig e r. Dienstag den 12. December, Nachwitta.s 1 Uhr, läßt Unterzeichneter sein in tue Eisenbahnlinie fallendes Haus nebst Scheuer zum Abbruch meistbietend versteigern. 6113) H. Walther, Lollar. Ilschhausen»Forderungen an den \u Ilschhausen verstorbenen Ackermann Hein rich Zick haben, werden ersucht, solche unte Vorlage specieller Rechnungen, oder der darüber sprechenden Schuldscheine, binnen 8 Tagen zum Zweck der Aufstellung des Inventars, bei dem Unterzeichneten anzumelden. Fronhausen, den 7. December 1876. Homburg, (6352 Amtsgerichts - Büreaugehülfe. Aeilgebolenes. 6368) 200 gebrauchte leinene Betttücher und eine Partie Handtücher werden billig abgegeben. I. Rothenberger, Lindenplatz. Mr nur Mk. 25 versende incl. Emballage 1 Kiste mit: 1 Flasche feinsten Champagner. 2 „ „ Batavia-Arrac. 1 „ „ Jamaica-Rum. 4 „ Deidesheimer. 4 „ St. Estephe. L. Müller, 6353)______Mäusburg B 48. >M. Brügmann ä-Sohn.! Holzhandlung u. Dampfsagewerke. I Dortmund, Duisburg, Papenburg, Mannheim und Lübeck. vertreten durch ] C. Vormann, jr., Hagen i.W., non dem auch sonstige Baumateria lien, sowie Kohlen und CoakS, billigst zu beziehen sind. ___(6367 Maschinen in vorzüglicher ua .rräthig bei Flick & .ftröU- ch^thU! Emser und am 1 jEmil Fischbach. tu kr Ww Bbtr besorgt Louis (6228 6366) Pli. Schlatter uub be, ' weih um empfiehlt 6211) übernimmt gefällige Aufträge 6408) ». l >hi,, I gilt«. zer <----- etc- Th. Bruck, joib, treten aegen» ibnlid) ftait auf. « Familien ein mmen, die 9e: leflmoirtifl über tM btr wer- bis vier ftlntrt । 3m hkftfltn schon 4 Ätnbtr dchhatd qeftern galten einen 2 Herz legen, ^e Stabt zur ldrbch brillant 1 Aillmann, ■ w. Der Lr- Tatsache, baß t #, auswärts "le Lnsrcht ba- man habe bort yt Saison bie von dem Eegen- Rjen TrschLfts- azare der neue- sein wirb. Es Kräften unsere üpen, und find wirb. zu beziehen. Gg. Wilk. Weidig, f»977) Marktplatz 8. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Mietvertrag mit der Stadt. 3) Voranschlag für das Jahr 1877. Der Vorstand, Vermischte Anzeigen. 6349) 5-6000 Mark auszuleihen be ’ H- Hermann, Neuenweg. Comptoirkalender, Miniaturkalender, Landkalender, Hausfreund, Gustav-AdolphSkalender, Taschen-Lichter Gtg. Wilh. Weidig. Atpen-Schmeffbutter feinste Knalität (63171Holzschnitzereien zu raume« verkaufe unter dem CSttt? Für die J. C. «»hler’sche Dampf Färberei und chemische Kirnst-Wascherei in Frankfurt a. M Decimalwaagen, Tafel- u. 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